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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bäuerin sucht Trost



Femmefatale
04.08.2010, 09:52
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Antje3
04.08.2010, 10:27
Hallo

Ich bin nun keine Bäuerin – aber habe großen Respekt vor der Arbeit, die auf so einem Hof anfällt und bewältigt werden muß.

Ich weiß ja nicht, in welcher Gegend Ihr den Hof habt – aber wenn ich mir das so ansehe (eine Freundin macht mit der Familie nicht zum ersten Mal Ferien auf dem Bauernhof) – wäre dass nicht eine Perspektive für Euch – damit haben Bauern auch in strukturschwachen Gegenden (wo also andere Jobs nicht vom Himmel fallen) sich Zusatzeinkommen aufgebaut.


Nicht ungebrauchte Zimmer mit irgendwo übrigem Mobiliar - sondern ganz klar Stall oder Stadl hochwertig umbauen, gute Ferienwohnungen mit guter Einrichtung, modern und ansprechend. Nicht zu kleine Einheiten - Familien wollen heute die Kinder nicht im Elternzimmer haben (und das ist die Zielgruppe).


Extra (Brötchenservice, eigene Marmeladen usw., Streicheltiere, Trampolin, Ponyreiten, Spielareal überdacht - ehemaliger Hühnerstall, Nachtwanderung mit den Kindern oder sonstwas), Stockbrot überm Lagerfeuer, eine Bäuerin hatte sich im Winter (Milchwirtschaft, 5 Kinder - alle am Gymnasium, 4 Ferienwohnungen!) zur Kosmetikerin fortgebildet und bot Wellnessmassagen (Extrageld) und Behandlungen an - und einmal die Woche gabs ein großes bäuerliches Mittagessen für die Gäste.

Die Wohnungen kosten pro Tag 150 € und sind hervorragend gebucht.

Mit dem Neidfaktor (Angestellte im Amt, die Urlaub auf dem Bauernhof in Italien macht) brauchst Du doch nicht anfangen – was soll denn das? Die Angestellt wohnt auch dann vielleicht in 2 Zimmern ohne Balkon, für die ist das „rauskommen“ in eine Natur, die für Euch Alltag ist.

Ein Freund hatte Agrarwissenschaften studiert in Weihenstephan – seinerzeit waren dafür ein Vorpraktikum und ein halbjähriges Praktikum auf dem Bauernhof nötig – er war auf einem Milchbetrieb und dann auf einem Hof mit Putenzucht - die Familien haben auch Urlaub gemacht – natürlich muß man das organisieren, es geht natürlich nicht zur Ernte oder wenn gerade 6000 neue Jungputen gekommen sind (3 mal im Jahr).

(dort hieß es übrigens: Wenn man einen Hof führt, der nur mit Subventionen rentabel ist, bist Du verlassen – eine Richtungsänderung der EU und du bist pleite)

Aber man kann Vertreter organisieren, es gibt auf jedem Hof Zeiten, die extrem arbeitsintensiv sind und welche, die ruhiger sind. Es ist eher die Frage: Will man das, bezahlt man das (aber diese Frage stellt sich auch jeder Selbständige!)

Ich denke, die Wirtschaftlichkeitsfrage müßte im Vordergrund stehen – man muß unter Umständen den Schritt gehen und unrentable Bereiche beenden und rentablere Bereiche erschließen – auch wenn es schwer fällt und weh tut. Ich weiß, daß diese Entscheidung bei vielen Familienbetrieben (egal welchen) zu lange hinausgezögert wird und dann keinerlei Liquidität mehr da ist für den Start mit etwas neuem.

Antje

Femmefatale
04.08.2010, 17:18
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