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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : untransparente Kooperation



elfenherz
12.07.2010, 22:41
Hallo BC,


ich bin seit 5 jahren selbstständig im bereich unternehmensberatung mit schwerpunkt personalorganisation.

folgende situation finde ich arg unsympathisch & unprofessionell.

ich arbeite als freiberuflerin in unternehmensberatungenund habe von einer ehemaligen kooperationsparterin eine empfehlung bekommen. sie hat mich vor einer woche direkt kontaktiert und auch sofort gebrieft da sie einen bestimmten bereich nicht alleine abdecken kann. dieses projekt soll nun starten. honorar ist auch vereinbart worden. wir arbeiten also gemeinsam für einen endkunden .

und nun- heute abend ruft sie an und teilt mir mit, sie möchte von mir für dieses projekt eine vermittlerpauschale von 15 % haben. und für alle weiteren 10%!!!

ich finde es schier unprofessionell, dass sie das so spät tut.
vor allem, da der endkunde sich heute bei mir melden wollte. und dann wäre es für mich unangenehm gewesen. zum glück hat er sich noch nicht gemeldet.

noch ist nichts schriftlich fixiert worden....
ich verstehe diese art und weise nicht, habe ich ihr auch mitgeteilt...

wie verhalte ich mich denn am schlauesten? habt ihr so etwas ähnliches schon einmal erlebt?

Matratze
13.07.2010, 00:24
und nun- heute abend ruft sie an und teilt mir mit, sie möchte von mir für dieses projekt eine vermittlerpauschale von 15 % haben. und für alle weiteren 10%!!!


Ohne Dich kann sie den Auftrag nicht abwickeln, oder?

Nein, ihr Vorgehen wirkt wenig überzeugend.

Kannst Du es Dir leisten, sie abblitzen zu lassen?

Ihr arbeitet beide auf eigene Rechnung für den Kunden?

Hat sie den Deal schon in der Tasche?

Besonders bei den weiteren 10% zieht sich meine Augenbraue hoch.

Liebe Grüße,

Matratze

frank60
13.07.2010, 05:53
Typisch deutsch, immer an der Vermittlungspauschale sparen.

Willst du den Auftrag?
Rechnet sich der Auftrag auch mit der Provision noch?

Sicher ist es ein Problem, wenn im Nachgang Kosten auftreten, kann aber mal passieren.

Da muss man offen darüber sprechen.

Als Unternehmensberater bist du dir aber bewusst, was die Auftragsbeschaffung kostet.

Etain
13.07.2010, 06:49
Oh. oh! Gegen die Provision als solche ist nichts einzuwenden, aber ich rate zur Vorsicht und vor allem dazu, von Freiberufler zu Freiberufler alles schriftlich zu vereinbaren und mit Zahlungszeitpunkt.

Ich war einmal so blauäugig und habe einer mündlichen Vereinbarung vertraut – und habe jetzt zwar einen "Titel" über 6000 Euro gegen eine Freiberufler-Kollegin, aber sie ist zahlungsunfähig. :ooooh:

Tabetha
13.07.2010, 10:42
Typisch deutsch, immer an der Vermittlungspauschale sparen.



Aber meiner Meinung nach nicht typisch deutsch, dass dies vorher nicht ordnungsgemäß und professionell aufgeführt wird.
Ein solches Verhalten ist in meinen Augen unprofessionell und unseriös und ich persönlich arbeite mit solchen Personen nicht zusammen. Wer schon so unorganisiert anfängt ...

Gegen "Eine-Hand-wäscht-die-andere" habe ich im Job sicher nichts einzuwenden. Wenn es von Anfang klar geregelt ist und jeder sich an die Spielregeln hält.

Matratze
13.07.2010, 11:06
Gegen "Eine-Hand-wäscht-die-andere" habe ich im Job sicher nichts einzuwenden. Wenn es von Anfang klar geregelt ist und jeder sich an die Spielregeln hält.

Und auch 'Händewaschen' sieht da für mich anders aus.

Für die Zahlung einer Provision erwarte ich auch Leistungen.
Z. B. besondere Leistungen hinsichtlich der Vertragsgestaltung, des Preises, usw.

Wenn ich es richtig verstanden habe, benötigt die 'Vermittlerin' aber Knowhow zur Abwicklung ihres möglichen Auftrages, über das sie selbst gar nicht verfügt.

Mir ist noch nicht klar, ob die TE als Sub für die 'Vermittlerin' tätig werden soll, also die Rg an sie geht und diese dann auch in der Haftung ist gegenüber dem Auftraggeber.

Eine Provision für folgende Aufträge?
Was genau ist damit gemeint?
Für komplett alle möglichen folgenden Aufträge seitens dieses Auftraggebers direkt an die TE?

Und was tut sie dafür?

Ein Netzwerk an Knowhow kann entscheidend sein.
Auch für ihren beruflichen Erfolg.

Liebe Grüße,

Matratze

elfenherz
13.07.2010, 12:51
grundsätzlich habe ich nichts gegen eine provision- aber nicht im nachhinein wenn alles besprochen ist. das ist das was ich unfair finde.

ohne mich kann die sogenannte vermittlerin dieses projekt nicht stemmen und müßte nach jemanden anderen ausschau halten. ich hätte direkten kundenkontakt. die Rechnung geht an sie und sie betonte ich dürfte mit dem kunden nicht über kosten sprechen.

im nachhinein wird mir einiges klar. sie wollte mich zu beginn sehr massiv runterhandeln- ich bin ihr schon entgegengekommen. und nun fällt ihr über das wochenende plötzlich die provision ein.

da ich auf dieses projekt nicht angewiesen bin werde ich mich nicht reinhängen und abstand nehmen.
und heute habe ich eine anfrage von jemanden anderen im email gehabt mit wesentlich besseren konditionen ;-)

elfenherz
13.07.2010, 13:09
@matratze,

den deal hat sie in der tasche.
ohne mich kann sie nicht.
aber ich wäre als "sub" tätig aber ich hätte auch kundenkontakt.

@frank60
im nachhinein entstehen kosten. ich glaube du hast es nicht so ganz verstanden.
sie hat es sich einfach mal so überlegt eine provision zu fordern. das sind A- kosten die mit
der vereinbarung und enstehung einer kooperation eng verbunden sind. und nicht im nachhinein anfallen wie zum Bsp. zu hohe Reisekosten etc...

da sehe ich einen ehrheblichen unterschied.

Matratze
13.07.2010, 13:22
ohne mich kann die sogenannte vermittlerin dieses projekt nicht stemmen und müßte nach jemanden anderen ausschau halten. ich hätte direkten kundenkontakt. die Rechnung geht an sie und sie betonte ich dürfte mit dem kunden nicht über kosten sprechen.

Tja, alles klar.


im nachhinein wird mir einiges klar. sie wollte mich zu beginn sehr massiv runterhandeln- ich bin ihr schon entgegengekommen. und nun fällt ihr über das wochenende plötzlich die provision ein.

*seufz*


da ich auf dieses projekt nicht angewiesen bin werde ich mich nicht reinhängen und abstand nehmen.
und heute habe ich eine anfrage von jemanden anderen im email gehabt mit wesentlich besseren konditionen ;-)

Dann ist ja für Dich sowieso alles super.

Ich überlege, ob ich ihr meine Beweggründe kommunizieren würde.
Doch, sie würde eine sachliche Antwort von mir bekommen.

Ich habe auch schon Aufträge abgelehnt, obwohl ich es mir eigentlich nicht hätte leisten wollen.

Aber ich mag schon nicht den Versuch abgezockt zu werden.
Ich schaue lieber in Augen als in Dollarzeichen.

Liebe Grüße,

Matratze

frank60
13.07.2010, 17:48
Aber meiner Meinung nach nicht typisch deutsch, dass dies vorher nicht ordnungsgemäß und professionell aufgeführt wird.
Ein solches Verhalten ist in meinen Augen unprofessionell und unseriös und ich persönlich arbeite mit solchen Personen nicht zusammen. Wer schon so unorganisiert anfängt ...

Gegen "Eine-Hand-wäscht-die-andere" habe ich im Job sicher nichts einzuwenden. Wenn es von Anfang klar geregelt ist und jeder sich an die Spielregeln hält.

Das unterschreib ich mal mit.

frank60
13.07.2010, 17:50
@matratze,

den deal hat sie in der tasche.
ohne mich kann sie nicht.
aber ich wäre als "sub" tätig aber ich hätte auch kundenkontakt.

@frank60
im nachhinein entstehen kosten. ich glaube du hast es nicht so ganz verstanden.
sie hat es sich einfach mal so überlegt eine provision zu fordern. das sind A- kosten die mit
der vereinbarung und enstehung einer kooperation eng verbunden sind. und nicht im nachhinein anfallen wie zum Bsp. zu hohe Reisekosten etc...

da sehe ich einen ehrheblichen unterschied.Ich habe es schon verstanden, es ist jetzt an dir die Spielregeln zu bestimmen, schriftlich, konsequent, klar abgegrenzt, wer, was , wann leistet.

Oder Finger weg.