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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Private Zusatzversicherung im Krankenhaus



Auclairdelalune
08.07.2010, 12:54
Meine Frage: Ich habe kürzlich das erste Mal meine private Zusatzversicherung bei einem KH-Aufenthalt in Anspruch genommen. Leider habe ich keinen Unterschied zur "normalen" Behandlung gemerkt. Im Gegenteil.

Eventuell lag ein Versehen vor. Um das herauszukriegen, würde ich mich freuen, wenn mir jemand berichten könnte, was der Unterschied ist.

Danke, Auclairdelalune

Inaktiver User
08.07.2010, 14:19
Kommt halt drauf an, was diese Zusatzversicherung denn eigentlich übernimmt. Z.B. die Zusatzzahlungen, Einzelzimmerunterbringung, etc...

Auclairdelalune
08.07.2010, 15:56
Im KH gehören dazu Zweibettzimmer und Chefarztbehandlung.

Es war eine Privatstation ohne Ärzte. Zu den anderen Patienten sind sie regelmäßig gekommen. Es kamen zu mir, wenn überhaupt, jeden Tag andere Ärzte. An manchen Tagen musste ich bitten und betteln, einen Arzt sprechen zu können. Nicht mal zum BLutabnehmen sind sie gekommen, was jeden Morgen gemacht werde sollte. Ich bin mit den Spritzen und Röhrchen selbst auf die andere Station gegangen.

Eigentlich dachte ich, das wäre einmal ein KH-Aufenthalt ohne Kämpfen, aber es war viel schlimmer als als Normalpatient.

Nach knapp einer Woche stellte sich per Zufall heraus, dass ich nicht auf der Privatliste des Chefarztes stehe. War ich vielleicht gar nicht als Privatpatientin angemeldet? D.h. war bei der Anmeldung etwas schiefgelaufen? Niemand wollte etwas zugeben. Jetzt würde ich eben gerne wissen, ob es eh egal ist, wie man ins KH geht? Dann wäre es bloße Geldschneiderei für die Ärzte ....

Inaktiver User
08.07.2010, 16:07
Schildere das doch Deiner Versicherung.

Und nein, ich kenne das anders. Man bekommt tatsächlich eine "erweiterte Unterbringung".

zebra-
28.02.2011, 20:52
.

Auclairdelalune
01.03.2011, 10:44
Hallo Zebra, natürlich habe ich die Behandlung nicht hingenommen und es immer wieder gesagt. Ich bin bei der OP-Koordinatorin gewesen und die hat es auch gesagt. Es kam aber erst heraus, dass ich nicht auf der Liste der Privatpatienten stand, als ich auf die Station des Profs gegangen bin und gemeckert habe. Ich stand einfach nicht auf der Liste - da ist etwas schiefgelaufen bei der Anmeldung. Ab sofort wurde ich hofiert (auch nicht unbedingt angenehm). Es ist abgehakt. Liebe Grüße, Acdll

Inaktiver User
06.12.2015, 12:34
Ich hole den alten Titel mal wieder hervor, allerdings mit anderer Fragestellung:

Was darf eine Krankenhaus-Zusatzversicherung kosten, wenn man im Grunde nur sicherstellen will, dass man nicht im Mehrbettzimmer landet?
Gibt es sowas überhaupt?
Und wird das im KH auch berücksichtigt?

ilazumgeier
06.12.2015, 12:41
Es wird berücksichtigt, wenn ein Einzelzimmer frei ist. sonst nicht. Deswegen suche ich mir Krankenhäuser AUCH danach aus (wenn es überhaupt was auszusuchen gibt). Das wird nämlich recht unterschiedlich gehandhabt, manche nehmen diesen Wunsch aber ernst und planen entsprechend, für andere ist das eine Formsache.
Gibt es überhaupt die Option: nur Einzelzimmer ohne Chefarzt? Fakt ist wohl, dass der Chef sich an manchen Häusern gerne vertreten lässt. was nicht unbedingt schlechter sein muss

Inaktiver User
06.12.2015, 13:26
Ja, Chefarzt ist nicht unbedingt die beste Wahl.

Mir geht es eigentlich nur darum, nicht mit anderen Leuten zusammenliegen zu müssen.

ilazumgeier
06.12.2015, 13:37
mir auch. im vorgespräch abklären: wie wahrscheinlich ist eine Mehrfachbelegung, was ist der GAU, der dazu führen könnte.
Wenns (nie zugegeben) die Bilanz ist, sieht es schlecht aus, manche Häuser schauen aber auf ihren Ruf auch im Hinblick darauf, dass die Patienten zufrieden sind.
Natürlich kann eine Unfallstation im Katastrophenfall zur Notaufnahme werden, auf einer Entbindungsstation die Zimmer knapp, wenn in einer Nacht 20 Schwangere mit Wehen vor der Tür stehen, aber ich hatte nur einmal eine Nacht jemanden im Zimmer, das war grade noch auszuhalten.

Inaktiver User
09.12.2015, 08:55
Hat hier tatsächlich niemand so eine Versicherung und könnte was dazu sagen?
Ich wiederhole nochmal meine Frage, mal mehr auf die Kosten bezogen:

Was darf eine Krankenhaus-Zusatzversicherung kosten, wenn man im Grunde nur sicherstellen will, dass man nicht im Mehrbettzimmer landet? Gibt es sowas überhaupt?

Opelius
09.12.2015, 09:22
Ilazumgeier hat es beantwortet: Einzelzimmer gibt es nur, wenn eins frei ist.

Sie werden aber häufig als Isolationszimmer genutzt, was ja wohl Sinn macht.

Wer garantiert in einem Einzelzimmer behandelt werden möchte, sollte in eine Privatklinik gehen. Zusatzversicherungen dafür dürften recht kostspielig sein.

Inaktiver User
09.12.2015, 09:44
Ilazumgeier hat es beantwortet: Einzelzimmer gibt es nur, wenn eins frei ist.

Ja, das ist mir klar. Dennoch interessieren mich mal Erfahrungen damit bzw. eben Erfahrungen mit entsprechenden Preisen.

ereS
09.12.2015, 10:05
Hat hier tatsächlich niemand so eine Versicherung und könnte was dazu sagen?
Ich wiederhole nochmal meine Frage, mal mehr auf die Kosten bezogen:

Was darf eine Krankenhaus-Zusatzversicherung kosten, wenn man im Grunde nur sicherstellen will, dass man nicht im Mehrbettzimmer landet? Gibt es sowas überhaupt?


was die kosten darf, haengt von deinem gesundheitszustand ab

ich habe mal eben bei einer versicherung einen beitrag berechnet
ueber 50 jahre alt einbettzimmer ohne chefarzt und ohne behandlung durch experten und ohne krankenhaustagegeld kosten pro monat 17,23 euro

sinnvoller ist es aber einen kombi-tarif zu waehlen, es gibt interessante tarife da sind dann noch weitere leistungen mit abgesichert die sind vom preis-leistungsverhaeltnis besser, als eine reine stationaere zusatzversicherung, wie du sie wuenschst

ereS
09.12.2015, 10:10
Ilazumgeier hat es beantwortet: Einzelzimmer gibt es nur, wenn eins frei ist.

Sie werden aber häufig als Isolationszimmer genutzt, was ja wohl Sinn macht.

Wer garantiert in einem Einzelzimmer behandelt werden möchte, sollte in eine Privatklinik gehen. Zusatzversicherungen dafür dürften recht kostspielig sein.

aus eigener persoenlicher erfahrung ( mein mann und ich ) kann ich dir sagen das ein einzelzimmer immer moeglich ist, notfalls wird man auf eine andere station verlegt
und ich war schon sehr oft und sehr lange in kkhs

oder es gibt kliniken die haben reine privatstationen, dort sind alle privatpatienten der klinik aller medizinischen abteilungen untergebracht, und die verschiedenen aerzte kommen zu ihren patienten

mein mann hat trotz moneatelangen aufenthalten in verschiedenen kliniken erst ein einziges mal erlebt das gefragt wurde ob man eine nacht einen anderen patienten zu ihm legen koennte, damit dieser nicht auf dem flur liegen muß
und das war ein zimmer in der groesse, welches fuer drei patienten vorgesehen war

Opelius
09.12.2015, 10:32
ereS,
im Prinzip hast Du Recht. Aber ich habe die Abstimmung in unserem Stadtrat über den Um- und Ausbau unseres kommunalen Krankenhauses miterlebt. Es wurden von den 600 Klinikbetten nur vier Einzelzimmer geplant. Die Krankenhausleitung argumentierte, es sei nicht mehr Bedarf da.

Die Liegezeiten sind so kurz geworden, dass es sich kaum lohne für 1 - 3 Nächte Einzelzimmer anzubieten.

Dafür wurden auf der Entbindungsstation sehr viele Familienzimmer geplant, die auch für zwei Mütter eingesetzt werden können.

Inaktiver User
09.12.2015, 10:43
@ereS: Danke für deine Erfahrungen.

Inaktiver User
09.12.2015, 10:46
ich habe mal eben bei einer versicherung einen beitrag berechnet
ueber 50 jahre alt einbettzimmer ohne chefarzt und ohne behandlung durch experten und ohne krankenhaustagegeld kosten pro monat 17,23 euro

sinnvoller ist es aber einen kombi-tarif zu waehlen, es gibt interessante tarife da sind dann noch weitere leistungen mit abgesichert die sind vom preis-leistungsverhaeltnis besser, als eine reine stationaere zusatzversicherung, wie du sie wuenschst

Danke, das hört sich ja schon erschwinglich an. Weitere Leistungen möchte ich gar nicht bzw. ist mir das übers Jahr gesehen einfach zu teuer. Wichtig ist mir, dass ich mich ggf. vernünftig ausruhen kann und weder das Schrottprogramm anderer Leute im TV mit ertragen muss noch rücksichtslosen Besuch.

ilazumgeier
09.12.2015, 11:24
Ist mir beides auch wichtig, aber noch wichtiger, dass sonst niemand auf mein Klo geht, mein Waschbecken benutzt; mit geteilter Dusche könnte ich leben.
Kombi-Tarif werde ich mir trotzdem mal anschauen

Aidachen
14.12.2015, 22:41
Ich habe eine Zusatzversicherung, die allerdings auch Chefarztbehandlung mit einschließt und zahle dafür ca. 25 Euro im Monat.

Klar, im Notfall entscheiden die Ärzte nach medizinischen Notwendigkeiten.

Aber hier haben einige KH sogenannte Comfortstationen und da bekommt man schon i. d. R. ein Einzelzimmer.
und bei geplanten Eingriffen/Op´s wird einem bei der Terminabsprache schon ein Einzelzimmer garantiert.

Mir ist es auch wichtig, dass ich mich im Krankheitsfall auf mich konzentrieren kann.

Auch das Essen und das Angebot ist besser, ok das rechtfertigt keine 25 Euro Versicherung, ist im Ernstfall aber trotzdem ganz nett.
Nach meiner Fußop wurde mir beispielsweise nicht nur Kaffe sondern auch Cappu und Latte serviert und die Speisekarte glich der eines besseren Restaurants.

Und auf den Comfortstationen arbeiten auch nicht die unfähigsten Kräfte, also man hat schon Vorteile.

Quirin
21.12.2015, 12:26
Wobei das natürlich jetzt interessant ist: Wie häufig war man in den letzten zehn Jahren im Krankenhaus? Wieviel kostet ein Einzelzimmer am Tag Zuschlag? Wieviel zahlt man in den zehn Jahren Versicherungsprämie?

Inaktiver User
21.12.2015, 12:49
Ja, du hast recht.
Ich hatte mich hier mal umgehört, das liegt so zwischen 70 und 100 Euro am Tag.
Wenn man bedenkt, dass die Liegezeiten immer kürzer werden, könnte man das auch aus einem Sparstrumpf bezahlen.
Und wer schon "alt" ist oder eine medizinische Vorgeschichte hat, kriegt eh keine Versicherung mehr, denke ich mal. Oder so teuer, dass man es sich tatsächlich sparen kann.

ilazumgeier
21.12.2015, 13:26
ich habs einmal vom Ersparten bezahlt (Entbindung) und 20 Jahre später eine Versicherung abgeschlossen, die ich inzwischen dreimal bemüht habe; ich müsste mal ausrechnen, ob es sich gelohnt hat.
Aber ich bin jetzt deutlich über 60 und wenn auch ziemlich fit und gesund: das Risiko steigt. Meine Eltern haben sich auch ständig über die hohen Beiträge geärgert und waren nah dran, zu kündigen. Dann plötzlich häuften sich bei meiner Mutter die Probleme, mein Vater wurde schwer krank. Da fanden sie die Zusatzversicherung als beste ihrer Geldanlagen und sie hat sich mehr als nur amortisiert