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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Grund für Absage erfragen?



Inaktiver User
07.07.2010, 12:57
Hallo

Ich arbeite neben meinem Teilzeitjob in einem speziellen Arbeitsverhältnis bei einer Firma mit mehreren Filialen. Es ist eine Art Mischung zwischen Freiberuflerin und Angestellten.

Damit es verständlich ist, muss ich kurz ausholen: ich arbeite mit einem grösseren Pensum in einer der grösseren Filialen der Firma, hatte früher aber auch kleinere Einsätze in der Filiale meiner Heimatstadt. Dann hat die Abteilungsleitung gewechselt und ich bin vor zwei Jahren in grosser Not angefragt worden, kurz etwas zu übernehmen, für das ich eigentlich nicht wirklich qualifiziert bin. Ich habe zugesagt und dann gemerkt, dass ich das nicht bieten kann, was ich normalerweise biete und einen sehr, sehr qualifizierten und bei den Kunden beliebten Kollegen angefragt, welcher ohne zu Zögern den Einsatz übernommen hat. Er hat ihn so gut übernommen, dass die Firma ihn sogar für weitere Einsätze engagiert hat.

die Abteilungsleitung war jedoch laut eigener Aussage irritiert und hat mich offenbar von der Personalliste gestrichten. Dies weiss ich aber nicht wirklich, sie betreitet dies.

Kürzlich war auf der Homepage der Firma in der Filiale meiner Heimatstadt wieder ein Einsatz in meinem Fachgebiet (ich darf sagen, dass ich auf diesem Fachgebiet wirklich sehr gut und erfahren bin) ausgeschrieben und ich habe mich gemeldet. Antwort: wir können die Stelle besetzen, wenn nicht, komme ich auf Sie zu.

Nun habe ich den gleichen Einsatz wieder ausgeschrieben gesehen, ganz frisch.

Eigentlich möchte ich mich gerne wieder für den Einsatz bewerben. Gleichzeitig befürchte ich, wieder eine Absage zu bekommen. Ich möchte sehr gerne wissen, ob dies mit einem früheren Einsatz zu tun hat, den ich meinem Kollegen abgetreten habe oder ob ich der Abteilungsleiterin einfach unsympathisch bin oder welchen Grund eine erneute Absage haben könnte. ich finde es einfach komisch, dass die Firma offenar lieber Fachfremde und Neulinge anstellt.

Wie soll ich vorgehen? Ich finds nämlich langsam etwas doof, dass ich mich immer wieder bewerbe, höre, die Stelle sei schon besetzt und nie einen Grund erfahre, wieso ich nicht in Frage komme.

Himalaja

-orangina-
07.07.2010, 13:11
hallo himalaja,

dass du den grund der ablehnung erfahren möchtest kann ich nachvollziehen. aber wie hoch ist die wahrscheinlichkeit eine ehrliche antwort zu erhalten?

und nein, ich würde mich auch nicht nochmals bewerben. eine absage ist doch aussagekräftig genug und sich mehrmals auf ein und die selbe stelle zu bewerben empfände ich als unangenehm.


vg
-orangina-

marionett
07.07.2010, 13:22
Ich würde sagen, die Firma beschäftigt dich nur, wenn sie dich unbedingt brauchen. Also keinen anderen finden, der diese Arbeit machen könnte.
So gesehen kannst du dir deine Chancen auf Beschäftigung ausrechnen.
Natürlich kannst du den Grund für die Absagen erfragen.
Ich befürchte aber den wahren Grund für die Ablehnung deiner Bewerbungen wirst du nicht erfahren.

Es könnte ja sein, dass sie dich doch nochmal brauchen könnten...

Inaktiver User
07.07.2010, 13:35
Hallo und danke

Übrigens: die Abteilungsleiterin hat mich bisher für ca. 30 Sekunden gesehen und auch nur zwischen Tür und Angel. Vielleicht bin ich ihr deeeermassen unsympathisch. Allerdings war sie auch nach diesem kurzen Zusammentreffen noch sehr nett.

Ich wüsste einfach gern, ob diese Absagen damit zu tun haben, dass ich mal eine Arbeit an einen für diese Arbeit besser qualifizierten Kollegen übergeben habe. Wenn ja, wäre sie ja dumm, denn sie hat ja gleich einen neuen und sehr guten Mitarbeiter gewonnen (der allerdings meine angestammte Arbeit nicht machen kann).

Und das Nervige: es sind ja keine eigentlichen Absagen. Ich bekomme ja immer zu hören, dass die Arbeit an "Angestammte" vergeben werden konnte, dass zu wenig Arbeit da sei etc. Eine wirkliche Absage (nein, wir werden sie in Zukufnt nicht beschäftigen können) habe ich nie erhalten.

Das ist extrem nervig in diesem Beruf, ich bin nicht die erste und nicht die einzige. Ich habe auch schon Kollegen mein Ohr geboten, die das gleiche Problem hatten, allerdings nicht in dieser Filiale.

Wieso sie mich partout nicht wollen, da kann ich auch nur raten. Klingt vielleicht arrogant, aber ich bin (in diesem kleinen, schmalen Spezialgebiet) wirklich sehr gut, weil sehr erfahren und hier gut ausgebildet. Sie gibt die Arbeit also Leuten, die nicht wirklich besser sind.

Komisch, komisch.... .

frank60
08.07.2010, 06:36
Das ist typisch für AN, vielleicht kommen sie genau deshalb nicht vorwärts.

O.K., fangen wir mal von hinten an.

Wenn du davon überzeugt bist, dass die Abteilungsleiterin dich unsympathisch findet, nicht mehr bewerben, das kannst du eh nicht ändern.

Wenn es daran liegt, dass du einen Kollegen vermittelt hast, dann auch nicht mehr bewerben, du kannst diese Vermittlung nicht ungeschehen machen.

Kurz gesagt, wenn es an den Anderen oder an den Umständen aus der Vergangenheit liegt bitte nicht bewerben, du kannst die Ursache naturgemäß nicht ändern.

Wenn du aber davon überzeugt bist, dass DU das Problem bist, dann das Gespräch suchen, denn du kannst dich ändern.

Vielleicht bist du ein wenig zu vorlaut, rechthabrisch, lernresistent, merkbefreit, unpünktlich, unfreundlich.
Vielleicht wollten sie mit der zweiten Stellenausschreibung zeigen, dass DU mal nachdenken musst.

Wenn du das kapiert hast, würde ich das Gespräch suchen, aber kein Bewerbungsgespräch sondern mal fragen, welche Erwartungen an den Kandidaten gestellt werden und was DU in Zukunft tun musst damit DU den Job dauerhaft behältst.
DU kennst die Kunden, DU kennst die Vorgesetzten, DU kennst das Prozedere, der AN kennt DICH, der AG weiß wo deine Stärken und Schwächen sind, das ist normalerweise die halbe Miete, da muss was schwerwiegendes sein, was ausgeräumt werden muss.

Verabschiede dich von dem Gedanken, dass AG und Abteilungsleiter mit Verantwortung nichts anders zu tun haben, als AN zu ärgern und persönliche Befindlichkeiten auszuleben.
Wenn du zu dem Gespräch gehst, Lauscher putzen, Mund zu und die Worte „aber“, „nämlich“, „sowieso“ usw. zuhause lassen.

Meine Erfahrung hat gezeigt, dass nur 10% der AN in der Lage sind zu erkennen, dass sie sich ändern müssen, der Rest sucht die Schuld weiter wo anders nämlich dort, wo er es nicht ändern kann.

Wenn du nachdenkst meinen Beitrag zu zerpflücken und mit zu widersprechen, spar es dir, war nur ein gut gemeinter Rat und nichts persönliches.
Sollte auch kein blumiger Beitrag werden, oder bewirbst du dich auf einem Ponyhof?
Es geht ums Geschäft.

angie2
08.07.2010, 07:36
Liebe Himalaja,

in fast allen größeren Firmen gehen interne Arbeitskräfte vor. Auch wenn die Freiberufler besser sind. Weil heute sehr viel Stellen abgebaut werden. Und man froh ist, wenn die eigenen Leute versorgt werden können.

Manchmal werden Stellen auch nur ausgeschrieben, weil das die Firmen-Richtlinien so vorsehen. Obwohl man intern schon weiß, wen man möchte.

Abgesehen davon, weiß ein Abteilungsleiter nicht immer bis ins Letzte von den tatsächlichen Aufgaben. Und kann also gar nicht beurteilen, warum der andere tatsächlich besser ist. Gerade bei Spezialgebieten.

Und ob der neue Abteilungsleiter die Umstände von damals kennt?

Ich würde mich noch einmal bewerben. Und ganz genau beschreiben, warum gerade ich so besonders für diese Aufgabe geeignet bin.

Wenn sie Dich wieder ablehnen, weißt Du wenigstens, woran Du bist.

Matratze
08.07.2010, 07:53
Und das Nervige: es sind ja keine eigentlichen Absagen. Ich bekomme ja immer zu hören, dass die Arbeit an "Angestammte" vergeben werden konnte, dass zu wenig Arbeit da sei etc. Eine wirkliche Absage (nein, wir werden sie in Zukufnt nicht beschäftigen können) habe ich nie erhalten.

Bewirbst Du Dich dort als 'Freie Mitarbeiterin'?

Was bedeutet 'Angestammte'?
Du bist demnach nicht 'Angestammte'?
Es ist zu wenig Arbeit da?

Dann ist es doch nicht verwunderlich, dass sie die Stelle intern vergeben, wenn sich sie Gelegenheit bietet.

Sollten sie einen Betriebsrat haben, würde der sonst protestieren.


Das ist typisch für AN, vielleicht kommen sie genau deshalb nicht vorwärts.

Diejenigen, die nicht vorwärts kommen?
Und Unternehmer, die kommen vorwärts?


Wenn du zu dem Gespräch gehst, Lauscher putzen, Mund zu und die Worte „aber“, „nämlich“, „sowieso“ usw. zuhause lassen.

Meine Erfahrung hat gezeigt, dass nur 10% der AN in der Lage sind zu erkennen, dass sie sich ändern müssen, der Rest sucht die Schuld weiter wo anders nämlich dort, wo er es nicht ändern kann.

AN sind also wie genau?
Zu dämlich zu kapieren?
Unbeweglich?

Genauso gut könnte man den Satz schreiben, dass nur 10% der AG in der Lage sind zu erkennen, dass sie sich ändern müssen, sonst wird das auf Dauer nix mit den Gewinnen.

Was bringt das in der Diskussion?

Natürlich ist es sinnvoll zu schauen, wo Potential steckt.

Für alle Beteiligten - oder?
Und ein gewisser Prozentsatz von Menschen, wird 'Schuld' suchen - bei anderen.


Wenn du nachdenkst meinen Beitrag zu zerpflücken und mit zu widersprechen, spar es dir, war nur ein gut gemeinter Rat und nichts persönliches.
Sollte auch kein blumiger Beitrag werden, oder bewirbst du dich auf einem Ponyhof?
Es geht ums Geschäft.

Darf man nur widersprechen, wenn man sich in irgendeiner Form 'persönlich' auf den Schlips getreten fühlt.

Kann man nicht einfach auch zur Sache beitragen?

Liebe Grüße,

Matratze

frank60
08.07.2010, 08:44
Bewirbst Du Dich dort als 'Freie Mitarbeiterin'?

Was bedeutet 'Angestammte'?
Du bist demnach nicht 'Angestammte'?
Es ist zu wenig Arbeit da?

Dann ist es doch nicht verwunderlich, dass sie die Stelle intern vergeben, wenn sich sie Gelegenheit bietet.

Sollten sie einen Betriebsrat haben, würde der sonst protestieren.



Diejenigen, die nicht vorwärts kommen?
Und Unternehmer, die kommen vorwärts?



AN sind also wie genau?
Zu dämlich zu kapieren?
Unbeweglich?

Genauso gut könnte man den Satz schreiben, dass nur 10% der AG in der Lage sind zu erkennen, dass sie sich ändern müssen, sonst wird das auf Dauer nix mit den Gewinnen.

Was bringt das in der Diskussion?

Natürlich ist es sinnvoll zu schauen, wo Potential steckt.

Für alle Beteiligten - oder?
Und ein gewisser Prozentsatz von Menschen, wird 'Schuld' suchen - bei anderen.



Darf man nur widersprechen, wenn man sich in irgendeiner Form 'persönlich' auf den Schlips getreten fühlt.

Kann man nicht einfach auch zur Sache beitragen?

Liebe Grüße,

Matratze

AG sind schon mal ein Stück weiter, was das Thema betrifft, sie haben nämlich Arbeit zu VERGEBEN, während die andere Seite sucht und nicht findet.

Du hast den Beitrag nicht richtig verstanden.
Die Suche nach der Schuld bei den anderen ist Selbstbefriedigung ohne Aussicht auf Erreichung des Zieles.


Aber so kenne ich 90% der AN aus mehr als zwanzigjähriger unternehmerischer Tätigkeit.
Der AN weiß immer ganz genau, was der AG gerade falsch macht.

Nicht sehr zielführend, diese Einstellung.

frank60
08.07.2010, 08:51
Liebe Himalaja,

in fast allen größeren Firmen gehen interne Arbeitskräfte vor. Auch wenn die Freiberufler besser sind. Weil heute sehr viel Stellen abgebaut werden. Und man froh ist, wenn die eigenen Leute versorgt werden können.

Manchmal werden Stellen auch nur ausgeschrieben, weil das die Firmen-Richtlinien so vorsehen. Obwohl man intern schon weiß, wen man möchte.

Abgesehen davon, weiß ein Abteilungsleiter nicht immer bis ins Letzte von den tatsächlichen Aufgaben. Und kann also gar nicht beurteilen, warum der andere tatsächlich besser ist. Gerade bei Spezialgebieten.

Und ob der neue Abteilungsleiter die Umstände von damals kennt?

Ich würde mich noch einmal bewerben. Und ganz genau beschreiben, warum gerade ich so besonders für diese Aufgabe geeignet bin.

Wenn sie Dich wieder ablehnen, weißt Du wenigstens, woran Du bist.

Sie hat es schon zweimal mit dieser Strategie probiert, was ist jetzt plötzlich anders oder was lässt darauf hoffen? Nichts!!!
Selbstbefriedigung nennt man das.
Also, Strategie ändern, realistischen Weg nehmen. Das Gespräch suchen anstatt beschriebenes Papier zu produzieren.

frank60
08.07.2010, 08:53
Kann man nicht einfach auch zur Sache beitragen?

Liebe Grüße,

Matratze

Im Übrigen vermisse ich in diesem Beitrag den Beitrag zur Sache.
Aber so kenne ich die ewig Suchenden.

Matratze
08.07.2010, 09:39
AG sind schon mal ein Stück weiter, was das Thema betrifft, sie haben nämlich Arbeit zu VERGEBEN, während die andere Seite sucht und nicht findet.

Ist es nicht ein gegenseitiges Geben und Nehmen?
Die eine Seite mag nichts finden, hat aber deswegen nicht weniger zu geben.

Die andere Seite - die AG - möchten vergeben, ob sie finden oder gefunden werden möchten, hängt nicht allein von dem ab, der das Gesuchte zu bieten hat.

Du malst schwarz-weiß Portraits.


Du hast den Beitrag nicht richtig verstanden.
Die Suche nach der Schuld bei den anderen ist Selbstbefriedigung ohne Aussicht auf Erreichung des Zieles.

Und das tun zu einem von Dir persönlich ermittelten Prozent Arbeitnehmer - AG sind dazu viel zu weit/hoch entwickelt?
Alphatiere eben?

Da ist die 'Argumentation' natürlich auch schlüssig, dass jemand, der das anders sieht, das vermutlich nicht verstehen oder beurteilen kann.


Aber so kenne ich 90% der AN aus mehr als zwanzigjähriger unternehmerischer Tätigkeit.

Nimmst Du das dann nicht als Gedankenanstoß mit?
Als Chance Deine Einstellungskriterien der letzten 20 Jahre zu überdenken?
Aber der Schuldige ist ja bereits gefunden: die AN.

Vermutlich habe ich jetzt Deinen Ansatz wieder nicht verstanden?
Unternehmer suchen keine Schuldigen.

Was bitte unterscheidet Dich in Deinem Vorgehen von diesen AN?


Der AN weiß immer ganz genau, was der AG gerade falsch macht.

Dabei hast Du doch gerade ausgeführt, dass es andersherum genau richtig ist?


Nicht sehr zielführend, diese Einstellung.

Da stimme ich Dir zu.

Liebe Grüße,

Matratze, die heute morgen zu tief in den Spiegel geschaut hat.

Matratze
08.07.2010, 09:45
Im Übrigen vermisse ich in diesem Beitrag den Beitrag zur Sache.
Aber so kenne ich die ewig Suchenden.

Meinen 'Beitrag zur Sache' findest Du am Anfang meiner Antwort.
Du zitierst den letzten Satz.

Suchende zu sein, ist das nicht gerade auch kennzeichnend für Unternehmer?

Liebe Grüße,

Matratze

Inaktiver User
08.07.2010, 10:20
Das ist typisch für AN, vielleicht kommen sie genau deshalb nicht vorwärts.

O.K., fangen wir mal von hinten an.

Wenn du davon überzeugt bist, dass die Abteilungsleiterin dich unsympathisch findet, nicht mehr bewerben, das kannst du eh nicht ändern.

Wenn es daran liegt, dass du einen Kollegen vermittelt hast, dann auch nicht mehr bewerben, du kannst diese Vermittlung nicht ungeschehen machen.

Kurz gesagt, wenn es an den Anderen oder an den Umständen aus der Vergangenheit liegt bitte nicht bewerben, du kannst die Ursache naturgemäß nicht ändern.

Wenn du aber davon überzeugt bist, dass DU das Problem bist, dann das Gespräch suchen, denn du kannst dich ändern.

Vielleicht bist du ein wenig zu vorlaut, rechthabrisch, lernresistent, merkbefreit, unpünktlich, unfreundlich.
Vielleicht wollten sie mit der zweiten Stellenausschreibung zeigen, dass DU mal nachdenken musst.

Wenn du das kapiert hast, würde ich das Gespräch suchen, aber kein Bewerbungsgespräch sondern mal fragen, welche Erwartungen an den Kandidaten gestellt werden und was DU in Zukunft tun musst damit DU den Job dauerhaft behältst.
DU kennst die Kunden, DU kennst die Vorgesetzten, DU kennst das Prozedere, der AN kennt DICH, der AG weiß wo deine Stärken und Schwächen sind, das ist normalerweise die halbe Miete, da muss was schwerwiegendes sein, was ausgeräumt werden muss.

Verabschiede dich von dem Gedanken, dass AG und Abteilungsleiter mit Verantwortung nichts anders zu tun haben, als AN zu ärgern und persönliche Befindlichkeiten auszuleben.
Wenn du zu dem Gespräch gehst, Lauscher putzen, Mund zu und die Worte „aber“, „nämlich“, „sowieso“ usw. zuhause lassen.

Meine Erfahrung hat gezeigt, dass nur 10% der AN in der Lage sind zu erkennen, dass sie sich ändern müssen, der Rest sucht die Schuld weiter wo anders nämlich dort, wo er es nicht ändern kann.

Wenn du nachdenkst meinen Beitrag zu zerpflücken und mit zu widersprechen, spar es dir, war nur ein gut gemeinter Rat und nichts persönliches.
Sollte auch kein blumiger Beitrag werden, oder bewirbst du dich auf einem Ponyhof?
Es geht ums Geschäft.


ich weiss nicht, ob ich bei jemandem wie dir arbeiten möchte.

Ja, natürlich, ich bin rechthaberisch, vorlaut, unpünktlich, unbeliebt, übergewichtig... bla bla bla

Ich arbeite dummerweise seit über 6 Jahren mit Erfolgt bei der Hauptfiliale der Firma. Es gibt Kunden, die explitzit von mir bedient werden wollen. Dummerweise gibt es in meinem Gebiet nicht immer genügend Arbeit.

Danke für deinen Beitrag.

Die AN sind manchmal, aber nicht immer die A....l...cher.

Inaktiver User
08.07.2010, 10:31
Bewirbst Du Dich dort als 'Freie Mitarbeiterin'?

Was bedeutet 'Angestammte'?
Du bist demnach nicht 'Angestammte'?
Es ist zu wenig Arbeit da?

Dann ist es doch nicht verwunderlich, dass sie die Stelle intern vergeben, wenn sich sie Gelegenheit bietet.


Diejenigen, die nicht vorwärts kommen?
Und Unternehmer, die kommen vorwärts?

AN sind also wie genau?
Zu dämlich zu kapieren?
Unbeweglich?

Genauso gut könnte man den Satz schreiben, dass nur 10% der AG in der Lage sind zu erkennen, dass sie sich ändern müssen, sonst wird das auf Dauer nix mit den Gewinnen.

Was bringt das in der Diskussion?

Natürlich ist es sinnvoll zu schauen, wo Potential steckt.

Für alle Beteiligten - oder?
Und ein gewisser Prozentsatz von Menschen, wird 'Schuld' suchen - bei anderen.

Darf man nur widersprechen, wenn man sich in irgendeiner Form 'persönlich' auf den Schlips getreten fühlt.

Kann man nicht einfach auch zur Sache beitragen?

Liebe Grüße,

Matratze

Ich muss nun doch weiter ausholen, damit man das Problem versteht: es handelt sich um eine grössere Bildungsinstitution und wir geben Kurse. Allerdings hat man auf dieser Stufe meist nur ein, zwei, maximal drei Fächer, die man unterrichten kann, in denen man wirklich (!) sattelfest ist.

Ich habe damals einen Kurs übernommen, weil die Abteilungsleiterin mich geradezu angefleht hat (Sie sind meine Rettung), aber es war nicht mein Fach und nach dem zweiten Abend habe ich gesehen, dass ich die Fragen der erwachsenen Teilnehmer (die gehen wirklich in die Tiefe) nicht zufriedenstellend beantworten kann. Ich hätte sie abspeisen können, aber das wollte ich nicht. So habe ich meinen lieben Kollegen, einer d e r Experten auf diesem Gebiet gefragt, ob er den Kurs übernehmen könne, was er auch tat. Er hat seine Arbeit supergut erledigt und konnte grad bleiben.

Vorher habe ich immer die Ausschreibungen bekommen, dann konnten wir uns für Kurse eintragen, seither bekomme ich keine Ausschreibungen mehr. Ich habe deswegen schon angefragt und die Abteilungsleiterin sagte mir, doch, ich käme nach wie vor in Frage. Angeblich hat sie nie eine Antwort auf ihre Mails erhalten. Ich habe jedoch meinen gesamten Posteingang durchgestörbert und nie eine unbeantwortete Mail gefunden resp. ich habe keine Mails erhalten.

Mein Verhalten war damals nicht superprofessionell. Allerdings hat mich die Abteilungleiterin wirklich bekniet, das Pensum zu übernehmen, für das ich nicht qualifiziert war (das können Sie locker, Sie lesen sich einfach ein wenig ein.... bla bla bla).

ich finde mich nicht unprofessionell, wenn ich so unterrichten möchte, dass ich auf jede (!) einigermassen vernünftige Frage eine hib- und stichfeste Antwort liefern möchte.

Ich habe übrigens wieder die gleiche Absage erhalten: wir haben nun doch jemanden gefunden. Sollten wir freie Pensen haben, dann melden wir uns.

Inaktiver User
08.07.2010, 10:34
Ist es nicht ein gegenseitiges Geben und Nehmen?
Die eine Seite mag nichts finden, hat aber deswegen nicht weniger zu geben.

Die andere Seite - die AG - möchten vergeben, ob sie finden oder gefunden werden möchten, hängt nicht allein von dem ab, der das Gesuchte zu bieten hat.


Und das tun zu einem von Dir persönlich ermittelten Prozent Arbeitnehmer - AG sind dazu viel zu weit/hoch entwickelt?
Alphatiere eben?

Da ist die 'Argumentation' natürlich auch schlüssig, dass jemand, der das anders sieht, das vermutlich nicht verstehen oder beurteilen kann.



Nimmst Du das dann nicht als Gedankenanstoß mit?
Als Chance Deine Einstellungskriterien der letzten 20 Jahre zu überdenken?
Aber der Schuldige ist ja bereits gefunden: die AN.

Vermutlich habe ich jetzt Deinen Ansatz wieder nicht verstanden?
Unternehmer suchen keine Schuldigen.

Was bitte unterscheidet Dich in Deinem Vorgehen von diesen AN?


Matratze, die heute morgen zu tief in den Spiegel geschaut hat.

Die meisten ANs, die ich kenne (ich nehme mich gerne hier aus, wenn es dienlich ist) sind ANs, weil sie gerne ANs sind. Sie machen ihre Arbeit meist hervorragend und beklagen sich nicht ständig über dieses oder jenes.

Ich auch nicht. Ich bin froh, wenn ich meine Arbeit habe und nein, ich möchte kein AG sein. Ich habe nämlich nicht gerne jemanden unter mir.

Und wenn mein AG in Not ist, wirklich in Not, dann lasse ich meist alles Private stehen und liegen, um aus der Patsche zu helfen.

amazone41
08.07.2010, 11:54
Hab ich das richtig verstanden: Du hast während eines Kurses, den DU angenommen hast, jemand anderen als Kursleiter eingesetzt??

Mit wem hattest Du das abgesprochen und wie war die Reaktion??

Unter diesen Umständen gehe ich davon aus, dass sie Dich bestenfalls im äussersten Notfall nochmal einstellen würden.

Du nimmst einen Job an (aus welchen Gründen auch immer) und bist sofort überfordert. Du arbeitest Dich nicht noch während des Kurses in das Thema ein, sondern suchst gleich Ersatz.

Das macht nicht nur einen unprofessionellen, sondern vor allem einen unmotivierten Eindruck.

Wenn Du ihre Absagen nicht verstehen willst, frag persönlich nach. Wobei Du auch dann sicher eine ausweichende Antwort erhalten wirst.

Machs beim nächsten Mal besser.

amazone

Hamster
08.07.2010, 12:35
Ich kann mich Amazone nur anschließen.

Erst einen Kurs annehmen und dann ohne Rücksprache mit der Leitung an jemanden anderes abtreten geht für mich auch nicht. Ich hätte dir auch keinen Job mehr angeboten, hätte dir das aber wohl auch im Gespräch erklärt.

Ob der andere nun den Kurs besser leiten konnte oder nicht ist in dem Fall egal. Du hast damit eigenmächtig gehandelt.

Ich würde es ansprechen oder einfach dabei belassen.

LG

Matratze
08.07.2010, 12:46
@amazone und Hamster:
Habe ich etwas überlesen?

Himalaja,
bist Du denn gesundheitlich dazu in der Lage arbeiten zu gehen?
Hattest Du einen längeren Ausfall?

Liebe Grüße,

Matratze

amazone41
08.07.2010, 12:55
Ich habe damals einen Kurs übernommen, weil die Abteilungsleiterin mich geradezu angefleht hat (Sie sind meine Rettung), aber es war nicht mein Fach und nach dem zweiten Abend habe ich gesehen, dass ich die Fragen der erwachsenen Teilnehmer (die gehen wirklich in die Tiefe) nicht zufriedenstellend beantworten kann. Ich hätte sie abspeisen können, aber das wollte ich nicht. So habe ich meinen lieben Kollegen, einer d e r Experten auf diesem Gebiet gefragt, ob er den Kurs übernehmen könne, was er auch tat. Er hat seine Arbeit supergut erledigt und konnte grad bleiben.



Ob sie den AG vorher gefragt hat, hat sie noch nicht beantwortet...

Hamster
08.07.2010, 13:03
Ob sie den AG vorher gefragt hat, hat sie noch nicht beantwortet...

Bin davon ausgegangen das sie es nicht getan hat, da sie nichts davon geschrieben hat. Ansontsen hätte ja irgendwo gestaden "Nach Rücksprache mit... ist der Kollege eingesprungen und hat den Kurs übernommen".

Und selbst wenn, ihr wurde der Kurs anvertraut, sprich man war sich sicher das sie das schaffen kann. Aber sie hat es nicht geschaft.

Matratze
08.07.2010, 13:14
Ich bin gar nicht auf die Idee gekommen, dass sie nicht vorher nachgefragt haben könnte.

Das muss ja auch entsprechend abgerechnet werden.

Aber eindeutig ist es natürlich nicht.

Also, liebe TE, kannst Du uns den Verlauf doch noch genauer schildern?

Liebe Grüße,

Matratze

Inaktiver User
08.07.2010, 13:22
@amazone und Hamster:
Habe ich etwas überlesen?

Himalaja,
bist Du denn gesundheitlich dazu in der Lage arbeiten zu gehen?
Hattest Du einen längeren Ausfall?

Liebe Grüße,

Matratze

Ich war dämlich, mich zu dem Kurs überreden zu lassen und habe im Vorfeld schon sehr, sehr deutlich meine Bedenken geäussert. Und die andre Person habe ich nicht eingenmächtig eingesetzt, sondern angeboten, den Kurs weiterzugeben, wenn geschwünscht, aber auch gesagt, dass ich merke, dass ich nicht die erforderliche Fachkompetenz besitzen würde. Ich habe gar nichts eigenmächtig enscheiden. OK, ich habe zurerst meinen Kollegen gefragt, ob er überhaupt könnte. Dies aber auch nur, weil ich ihn persönlich kenne. Die restliche Entscheidung habe ich dann der Abteilungsleiterin überlassen.

Ins Thema einarbeiten? Klar, in ein völlig fremdes (wie wenn ein gelernter Mechaniker an der Berufsschule Schneiderinnen unterrichten müsste) und innerhalb von zwei Wochen? Wie gesagt, ich nehme mir übel, dass ich mich zu dem Kurs habe überreden lassen.

Ich habe den Kurs nicht angenommen, weil ich ihn gerne geben wollte, sondern weil man mich sehr inständig darum gegeben hat.

Übrigens habe ich die gesamte Mailkorrespondenz der letzten Jahre gespeichert. Ich glaube auch nicht, dass an dem besagten Vorfall liegt, denn ein knappes Jahr danach wurde ich per Rundmail zu einem Mitarbeitergespräch eingeladen und wir haben dann einen Termin vereinbart. Knappe vier Wochen vorher wurde mir dann abgesagt, es hätte zu wenig Arbeit. Man werde sich gerne wieder bei mir melden, wenn mehr Arbeit wäre.

Wie gesagt, wenn ich nicht mehr in Frage komme (solange die Abteilungsleiterin dort Abteilungsleiterin ist), dann ist es ok. Allerdings wüsste ich es einfach gern.

Inaktiver User
08.07.2010, 13:26
Bin davon ausgegangen das sie es nicht getan hat, da sie nichts davon geschrieben hat. Ansontsen hätte ja irgendwo gestaden "Nach Rücksprache mit... ist der Kollege eingesprungen und hat den Kurs übernommen".

Und selbst wenn, ihr wurde der Kurs anvertraut, sprich man war sich sicher das sie das schaffen kann. Aber sie hat es nicht geschaft.

Klar hätte ich es schaffen können. Aber nicht so, wie ich es gerne schaffen würde und wie ich es auch für die Teilnerhmerinnen wünsche.

Und klar habe ich vorher die Abteilungsleiterin gefragt. Ich habe es nicht erwähnt, weil es eigentlich selbstverständlich ist. Ich habe nicht mal gesagt, dass ich den Kurs nicht mehr geben würde, sondern dass ich ihn geben könnte, dass ich aber gemerkt hätte, dass viel tiefere Fragen kämen, als ich ehrlichen Gewissens kompetent beantworten könne und dass ich einen Kollegen kennen würde, der freie Kapazität hätte. Ob sie sich dies auch vorstellen könne.

Hamster
08.07.2010, 13:32
Dann dürfte das aber nicht ein Grund dafür sein.

Ich würde um ein persönliches Gespräch bitten, dann den Sachverhalt ruhig schilder wie es sich für dich darstellt und würde um eine Erklärung bitten.

Bei uns gibt es ein Institut das Ausschreibungen grundsätzlich auch nach Außen bringt, sich aber dennoch oft intern entscheidet.
Wenn du dir aber unsicher bist warum du nicht mehr genommen wirst, frage nach. Hier im Forum kann man nur spekulieren. Wir kennen hier nur deine Seite.

Sprechenden Menschen kann geholfen werden....

amazone41
08.07.2010, 13:38
Finde ich unwesentlich, ob sie Dich bekniet haben oder nicht. Du hast es Dir nicht zugetraut und wusstest (offensichtlich) jemanden, der den Kurs auch gleich hätte übernehmen können, fängst aber trotzdem damit an.

Und ja, Einarbeitung würde ich trotzdem erwarten, Du wusstest ja sicher schon früher, welches Thema gefragt sein wird.

Ich muss mich frank60 ein wenig anschliessen: anderen die Verantwortung für das eigene Handeln geben, bringt nicht weiter.

Frag nach, meine Kristallkugel ist auch schon im Urlaub :pfeifend:

Inaktiver User
08.07.2010, 13:38
Dann dürfte das aber nicht ein Grund dafür sein.

Ich würde um ein persönliches Gespräch bitten, dann den Sachverhalt ruhig schilder wie es sich für dich darstellt und würde um eine Erklärung bitten.

Bei uns gibt es ein Institut das Ausschreibungen grundsätzlich auch nach Außen bringt, sich aber dennoch oft intern entscheidet.
Wenn du dir aber unsicher bist warum du nicht mehr genommen wirst, frage nach. Hier im Forum kann man nur spekulieren. Wir kennen hier nur deine Seite.

Sprechenden Menschen kann geholfen werden....

Das ist aber schon eine Hilfe, Hamster. Niemand kann sagen, wieso ich nicht mehr genommen werde. Aber wenn mir jemand den Rat gibt (ich bin kein AG und wäre nicht dafür geeignet), ein Gespräch zu führen oder einen Brief zu schreiben, werde ich diesem Rat folgen.

Ich habe übrigens schon mal angerufen und gefragt, wieso ich nicht mehr genommen würde. Antwort: Wir würden ja gern, aber es hat zu wenig Arbeit. Kann so sein. Kann aber auch nicht sein.

Vielleicht warte ich ein halbes Jahr (bis Ende Jahr habe ich genügend Arbeit) und melde mich dann nochmal.

Hamster
08.07.2010, 13:44
Am Telefon siehst du aber nicht Gestik und Mimik. Du weißt nicht ob es einfach nur dahergesagt ist um dich abzuwimmeln oder ob es wirklich keine Arbeit gibt. Eine erneute Ausschreibung spricht eher dafür das es doch Arbeit gibt man aber dich nicht will.

Ich bin im weitesten Sinne AG, sprich der Geschäftsleitung unterstellt und arbeite im Personalwesen. Daher weiß ich das manchen AN einfach mal was gesagt wird um sie erstmal ruhig zu stellen.

Ich würde freundlich um ein persönliches Gespräch bitten. Dann siehst du die Reaktionen und kannst entsprechend reagieren und nachhacken.

Einen Brief finde ich in diesem Fall unangebracht. Zeigt dir keine ehrliche Reaktion. Körpersprache kann vieles erklären und zeigt oft wann dein Gegenüber wirklich ehrlich mit dir ist und wann nicht.

Inaktiver User
08.07.2010, 13:59
A

Ich bin im weitesten Sinne AG, sprich der Geschäftsleitung unterstellt und arbeite im Personalwesen. Daher weiß ich das manchen AN einfach mal was gesagt wird um sie erstmal ruhig zu stellen.



Einen Brief finde ich in diesem Fall unangebracht. Zeigt dir keine ehrliche Reaktion. Körpersprache kann vieles erklären und zeigt oft wann dein Gegenüber wirklich ehrlich mit dir ist und wann nicht.

Wieso sagen denn die AG nciht einfach "nein danke" und sie haben ihre Ruhe?


Ich hatte schon mal einen ähnlichen Fall, allerdings vor Jahren und da stand ich noch ganz am Anfang. Ich habe mich beworben und es hiess, man hätte die Stelle mit Internen besetzen können. Dann habe ich eine Kollegin von der Ausbildung getroffen, die sagte, man hätte ihr die Stelle angeboten. Und dies noch nachdem ich die Absage erhalten habe. Ich hatte damals noch keine Berufserfahrung und konnte mir noch keine Qualifikation erarbeiten, daher hätte alles Verständnis der Welt für eine Absage gehabt. Sorry, aber ich erwarte von einem Mitglied der Personalabteilung oder von einem Abteilungsleiter genügend Mumm in den Knochen, einem Bewerber eine Absage erteilen zu können.

Ein Jahr später war die Stelle wieder ausgeschrieben. Ich habe mich nochmals beworben, allerdings gesant, dass wieder nichts ist, immhin hatte ich aber mittlerweile schon ein Jahr Berufserfahrung

und das gleiche Affentheater....nein, man brauche für dieses Fach doch keine neue Lehrperson.. Warum schreiben Sie die Stelle denn aus? Nun ja, ähm... wir dachten, wir könnten, äh, nein, wir brauchen niemanden....

Privat kann ich es ja verstehen, wenn jemand z.B. bei Kontaktabbruch sich einfach nicht mehr meldet. Aber im Job?

Hamster
08.07.2010, 14:08
Das ist man gar nicht mehr so einfach jemandem mal eben abzusagen. Leider. Ich wäre auch gerne ehrlicher, aber die Gesetze zwingen einen teilweise dazu.
Dann wird eben standartmäßig gesagt, "Stelle intern besetzt".

Was meinst du wohl wieviele Bewerber schon den evtl. AG vor Gericht gezerrt haben und die Stelle eingeklagt haben oder zumindest mit einer fetten Entschädigung nach Hause gegangen sind.

Als AG sind dir oft die Hände gebunden.

Inaktiver User
08.07.2010, 14:17
Das ist man gar nicht mehr so einfach jemandem mal eben abzusagen. Leider. Ich wäre auch gerne ehrlicher, aber die Gesetze zwingen einen teilweise dazu.
Dann wird eben standartmäßig gesagt, "Stelle intern besetzt".

Was meinst du wohl wieviele Bewerber schon den evtl. AG vor Gericht gezerrt haben und die Stelle eingeklagt haben oder zumindest mit einer fetten Entschädigung nach Hause gegangen sind.

Als AG sind dir oft die Hände gebunden.

Ich glaube, das ist speziell deutsch. Bei uns nicht. Da dürftest du jemandem sagen, er sei einfach ein Riesena...lch...und du hättest höchstens eine Beileidungungsklage am Hals.

Bei uns darf jedem jederzeit aus jedem Gründ (AN ist nicht mit mir ins Bett gesprungen... ok, das ginge nicht, aber sonst das meiste) künden. Wir haben praktisch keinen Kündigungsschutz. Dies macht es einfach mal eben jemanden einzustellen, du kannst ihn ja jederzeit wieder entlassen.

Leider führt dies auch dazu, dass teilweise langjährige und treue Mitarbeiter entlassen werden, nur weil sie in die Jahre gekommen sind. Grossverteiler machen dies oft so.

Vor Jahren während der Ausbildung habe ich mal in einem Spielwarenladen ausgeholfen. Dort war eine sehr kompetente, freundliche und in meinen Augen wirklich gute Verkäuferin. Jahre später habe ich sie auf der Strasse gesehen. Sie sei im Spielwarenladen gegangen worden, das äussere Erscheinungsbild habe nicht mehr gefallen (means zu alt). Das geht locker bei uns.

Inaktiver User
08.07.2010, 14:17
Was meinst du wohl wieviele Bewerber schon den evtl. AG vor Gericht gezerrt haben und die Stelle eingeklagt haben oder zumindest mit einer fetten Entschädigung nach Hause gegangen sind.

Als AG sind dir oft die Hände gebunden.

Kann man wirklich eine Stelle einklagen bei euch? Wie geht dies denn?

Apropos: es gibt bei uns eine Menge qualifizierter Berufsleute mit Familiennamen auf -ic oder -vic auslautend. Natürlich sagt man es nicht so, aber viele werden aufgrund ihrer Herkunft (obwohl hier geboren und mit bester Schulbildung) nicht eingestellt und niemand kann sich wehren.

Hamster
08.07.2010, 14:31
Bei uns kannst du dich dagegen wehren. Und es gibt leider viele Arbeitslose die sich darauf "spezialisiert" haben. Die wissen genau was AG darf und was nicht. Und schwubs musst du dem ein wenig Geld zahlen.
Es brauchen hier ja auch nicht mehr alle Angaben gemacht werden wie früher. z.B. Nationalität. Ein Bild muss auch nicht dabei sein. Nichts was dich irgendwie diskriminieren könnte.
Es darf nur nach Leistung entschieden werden.

Hamster
08.07.2010, 14:34
z.B. du suchst eine Verkäuferin.

Es bewirbt sich A) eine sehr gut ausgebildete Fachkraft, leider total fett und ungepflegt.

und B) eine sehr hübsche, freundliche junge Frau mit wenig Berufserfahrung aber mit Potential.

Also, wenn willst du und wen musst du nehmen?

frank60
08.07.2010, 15:18
Das ist aber schon eine Hilfe, Hamster. Niemand kann sagen, wieso ich nicht mehr genommen werde. Aber wenn mir jemand den Rat gibt (ich bin kein AG und wäre nicht dafür geeignet), ein Gespräch zu führen oder einen Brief zu schreiben, werde ich diesem Rat folgen.

Ich habe übrigens schon mal angerufen und gefragt, wieso ich nicht mehr genommen würde. Antwort: Wir würden ja gern, aber es hat zu wenig Arbeit. Kann so sein. Kann aber auch nicht sein.

Vielleicht warte ich ein halbes Jahr (bis Ende Jahr habe ich genügend Arbeit) und melde mich dann nochmal.

O.K., das wäre dann Lernresistenz.
Was erwartest du am TELEFON? „Ich mag sie nicht“, Im Grunde genommen gern , aber …“.

So etwas klärt man PERSÖNLICH.

Wenn mir ein Auftraggeber am Telefon sagt, er hätte keine Arbeit für mich ohne zu sagen ab wann er welche hat, dann setze ich mich ins Auto und bin bei ihm im Büro und frage unter vier Augen,. WAS IST DAS PROBLEM.

Hat immer geklappt.

„Zu wenige Arbeit“, das ist die häufigste Lüge, die ich im Übrigen ebenfalls gebrauche, wenn ich jemanden nicht haben möchte.
Ein netter Verweis auf die Finanzkrise noch nachgeschoben, das versteht dann jeder.

Tabetha
08.07.2010, 15:27
Wieso sagen denn die AG nciht einfach "nein danke" und sie haben ihre Ruhe?


Dein AG sagt es Dir schon die ganze Zeit durch sein Verhalten.
Und Du kapierst es nicht. Bzw. willst es nicht kapieren.

Er versucht es etwas höflicher herüberzubringen als mit "Wir finden Sie nicht sympathisch", "Wir halten Sie nicht für kompetent", "Sie haben einmal Bockmist gebaut, das können wir nicht noch einmal gebrauchen".

Tabetha
08.07.2010, 15:31
Wenn mir ein Auftraggeber am Telefon sagt, er hätte keine Arbeit für mich ohne zu sagen ab wann er welche hat, dann setze ich mich ins Auto und bin bei ihm im Büro und frage unter vier Augen,. WAS IST DAS PROBLEM.

Wenn einer meiner Dienstleister bei mir aufschlagen würde um mit mir ein Vier-Augen-Gespräch zu führen, würde ich ihm mal kurz und sehr prägnant erklären, dass immer noch ich meine Termine verwalte. Und ich auf eine weitere Zusammenarbeit keinen Wert lege. Ich bin meinem Dienstleister keine Rechenschaft schuldig, solange ich seine Rechnungen pünktlich und korrekt bezahle.



Hat immer geklappt.

„Zu wenige Arbeit“, das ist die häufigste Lüge, die ich im Übrigen ebenfalls gebrauche, wenn ich jemanden nicht haben möchte.
Ein netter Verweis auf die Finanzkrise noch nachgeschoben, das versteht dann jeder.

Hhm. Interessant. Du nutzt die Lüge selbst, aber erkennst sie nicht, wenn sie Dir gegenüber gebraucht wird und setzt Dich ins Auto? Das nenne ich jetzt nicht lernfähig.

frank60
08.07.2010, 16:29
Wenn einer meiner Dienstleister bei mir aufschlagen würde um mit mir ein Vier-Augen-Gespräch zu führen, würde ich ihm mal kurz und sehr prägnant erklären, dass immer noch ich meine Termine verwalte. Und ich auf eine weitere Zusammenarbeit keinen Wert lege. Ich bin meinem Dienstleister keine Rechenschaft schuldig, solange ich seine Rechnungen pünktlich und korrekt bezahle.



Hhm. Interessant. Du nutzt die Lüge selbst, aber erkennst sie nicht, wenn sie Dir gegenüber gebraucht wird und setzt Dich ins Auto? Das nenne ich jetzt nicht lernfähig.

Dann noch mal für ich, na klar mache ich den Termin, ich mache ihn selbst.
Bei einigen Auftraggebern würde ich nicht mal ins Vorzimmer kommen, ohne Anmeldung.

Da hat es irgendwann mal in einer untergeordneten Hierarchie Missverständnisse und Befindlichkeiten gegeben und bei der Information „nach oben“ gab es dann auch noch Informationsverluste.
War also kein Problem, nach vielen Jahren der Zusammenarbeit.

Ich dachte, dass ich mir die Info des Terminierens spare, weil es selbstverständlich ist.

Im Übrigen bin ich immer noch sehr gut ausgelastet, so dass ich mir die AG immer noch aussuchen kann.
Da weißt du aber besser bescheid, wenn du Dienstleister in Anspruch nimmst und einen höheren Anspruch an Qualität und Zuverlässigkeit hast.

Gute Qualität wird immer mehr zur Mangelware.

Tabetha
08.07.2010, 17:28
.

Ich dachte, dass ich mir die Info des Terminierens spare, weil es selbstverständlich ist.



Nun ja. Sagen wir mal so. Bei Dir war ich mir da nicht so sicher ;- )

Inaktiver User
08.07.2010, 22:19
O.K., das wäre dann Lernresistenz.
Was erwartest du am TELEFON? „Ich mag sie nicht“, Im Grunde genommen gern , aber …“.

So etwas klärt man PERSÖNLICH.


Hat immer geklappt.

„Zu wenige Arbeit“, das ist die häufigste Lüge, die ich im Übrigen ebenfalls gebrauche, wenn ich jemanden nicht haben möchte.
Ein netter Verweis auf die Finanzkrise noch nachgeschoben, das versteht dann jeder.

Wieso sind Vorgesetzte denn Vorgesetzte, Abtgeilungsleiter denn Abteilungsleiter? Ich denke, dies gehört zu ihren Aufgaben, es ist nicht angenehm (jede Stelle hat ihre unangenehmen Seiten), aber es ist doch der Job eines Abteilungsleiters, Klartext zu reden.

Vielleicht erwarte ich zu viel, aber ich sage es einem Dienstleister auch klipp und klar, wenn wir seine Dienstleistung nicht (mehr) in Anspruch nehmen wollen und notfalls auch wieso (freundlich natürlich, aber klar und unmissverständlich).

Mit Wischiwaschi tut man niemandem einen Gefallen.

ganda55
18.08.2010, 17:25
#5 - Super auf den Punkt gebracht! Ich sehe es genauso und schätze Antworten, mit denen man real was anfangen kann. Natürlich ist auf der Couch spekulieren bequemer, nützt aber nix. - Gruß Ganda