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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Heft 10/2010, S. 138- "Sind Frauen in Brigitte zu schön, zu jung, zu dünn?"



Bonnnerin
22.04.2010, 09:51
Hallo alle miteinander,
mir der o. g. Artikel bzw. die Diskussion sehr gut gefallen, weil ich mich darin wiedergefunden habe.
Brigitte ohne Models- das war ich wirklich begeistert. Ich trage Größe 42 mit Tendenz zur 44 und frage mich natürlich, wieviel Phantasie man von mir bei der Einschätzung verlangt, ob so ein Kleidchen, von Frau Superschlank getragen, auch bei mir gut aussehen würde.
Wie so viele andere Leserinnen bin ich nach den ersten Heften von Brigitte ohne Modells entstäuscht und ernüchtert, denn da sind wieder nur nur schöne, schlanke, junge Frauen. Und wenn ich dann in der Diskussion lese, dass es gar nicht anders geht, weil die Modehersteller die Klamotten vorab nur in kleinen Größen liefern, dann empfinde ich "Brigitte ohne Models" als Mogelpackung.

Inaktiver User
24.04.2010, 16:05
Hallo,
ich schließe mich Dir an - als Trägerin von Größe 46/48 (und das als Kurzgröße, also 23/24) kann ich mich auch nicht mit diesen Frauen und der von ihnen gezeigten Mode identifizieren. Schade, dass Frauen meiner Statur in den Zeitschriften so vernachlässigt werden - dabei stellen kleine, nicht schlanke Frauen doch einen bestimmten Anteil der Bevölkerung dar, wenn ich mich bei der Arbeit und in der Stadt so umsehe!

LG S.

Inaktiver User
24.04.2010, 18:01
Bei der letzten Wahl, welche Leserin demnächst in der BRIGITTE zu sehen sein soll, waren die Frauen zwischen 20 und 38, die Mehrzahl Anfang 20.

Da würde mich doch interessieren, wie die Redaktion ihre Zielgruppe defininiert??? :wie?:

Ich bin 46, und möchte in der BRIGITTE gerne erwachsene Frauen sehen, 20jährige sind doch überall präsent, was denen steht und was die tragen seh ich an meiner Tochter - und in den Zeitschriften, die sie so liest. Das ist für mich nicht, was die BRIGITTE ausmacht. :knatsch:

Als gstandene Leserin fühl ich mich da schon veräppelt, das sind dann einfach nicht Bilder, die mich ansprechen, da fehlt mir die Ausstrahlung und bei der Mode vor allem die Übertragbarkeit auf das, was einem steht und zu einem passt jenseits eines Alters knapp nach der Pubertät.

Wo sind die vielen attraktiven Frauen um die dreissig, vierzig, fünfzig?? Ich denk da an die Zwillingsmütter-Seiten - alles tolle Frauen und keine Girlies.

Finden sich die Ü30erinnen also nur noch im WOMAN-Reservat, weil nicht herzeigbar im normalen Heft?? Soll diese Botschaft transportiert werden???? :ooooh:

Kisskiss
24.04.2010, 19:21
Ihr habt schon alle Recht, denke ich, aber ihr müsst an die marktwirtschaftlichen Zwänge denken, denen sich die Brigitte fügen muss, ob sie will oder nicht.
Jung und alles ums Jungsein herum verkauft sich.
Da ist die Brigitte Woman schon ein gewagtes Unternehmen.

Kiss :kuss:

beklamo
30.04.2010, 19:02
Ich bin mir da noch nicht so sicher, ob es nur Marktzwänge sind. Denn ich kenne die 20 - Jährigen nicht, die mit Begeisterung die Brigitte kaufen. Das sind doch eher die Frauen ab 30 aufwärts. Zumindest habe ich bei den jungen Mädels und Frauen, die ich kenne, noch nie eine Brigitte rumfliegen sehen. Und im Wartezimmer greifen die auch immer nach andern Heftchen. :erleuchtung:

Und dass nicht alle 20-Jährigen so schlank sind, dass sie die vorgetragene Mode auch tragen könnten, dürfte sich auch schon bis in die Redaktionen der Zeitschriftenmacher vorgesprochen haben.

Es muss also noch andere Gründe für die Brigitte-MacherInnen geben, die sich mir aber beim besten Willen nicht erschließen.

wej2010
05.05.2010, 13:22
Ich habe mich bei der letzten Ausgabe ziemlich über die Leserbriefe geärgert, wo wieder nur gemeckert wurde - Und auch auf die Gefahr hin, dass jetzt alle über mich herfallen: ICH bin so eine normalgewichtige Frau Mitte Dreissig, die sich in diesen Fotostrecken wiederfindet und auch meint, dass jede Frau auf den Bildern gut in Szene gesetzt werden kann: Zum einen mit dem richtigen Winkel, zum anderen mit der richtigen Kleidung. Und auch weil ich Mutter und verheiratet bin und Teilzeit arbeite, habe ich trotzdem noch Zeit für mich und meinen Sport - das muss man sich einfach rausnehmen! Ich finde es ist jetzt mal an der Zeit, dass wir uns alle auch mal selber bei der Nase nehmen und uns freuen, dass es schöne Frauen gibt: mit normaler Figur, die auf den Bildern noch besser zur Geltung kommt!

J. W. aus Linz/Österreich

beklamo
05.05.2010, 21:52
Die Gedanken sind frei :pfeifend:.

Inaktiver User
06.05.2010, 06:05
Ehrlich gesagt stört mich immer viel mehr, dass alle anscheinend mindestens Atomphysik studiert haben müssen, um dort fotografiert zu werden....
schaut mal auf die Berufe und Hobbys, fragt man sich als "Normalfrau" (was ist das eigentlich...?) unweigerlich, was man falsch gemacht hat:
Journalistin, Fotografin, Anwältin, Designerin.... komischerweise stand noch nie irgendwo dabei "Kassiererin bei Aldi", "Putzhilfe" - oder gar "Hausfrau"... :pfeifend:

Irgendwie erinnert mich das immer an die Profile in Singlebörsen: So toll, schön, schick und erfolgreich, mit interessanten Hobbys und Vermögen im Hintergrund :engel:

Inaktiver User
06.05.2010, 07:08
... und alles so wenig überprüfbar - ein Schuft, wer Böses dabei denkt!

Inaktiver User
06.05.2010, 07:28
Ich habe mich bei der letzten Ausgabe ziemlich über die Leserbriefe geärgert, wo wieder nur gemeckert wurde - Und auch auf die Gefahr hin, dass jetzt alle über mich herfallen: ICH bin so eine normalgewichtige Frau Mitte Dreissig, die sich in diesen Fotostrecken wiederfindet und auch meint, dass jede Frau auf den Bildern gut in Szene gesetzt werden kann: Zum einen mit dem richtigen Winkel, zum anderen mit der richtigen Kleidung. Und auch weil ich Mutter und verheiratet bin und Teilzeit arbeite, habe ich trotzdem noch Zeit für mich und meinen Sport - das muss man sich einfach rausnehmen! Ich finde es ist jetzt mal an der Zeit, dass wir uns alle auch mal selber bei der Nase nehmen und uns freuen, dass es schöne Frauen gibt: mit normaler Figur, die auf den Bildern noch besser zur Geltung kommt!


Tja, aber solche "normalen" Figuren werden dort nun mal gar nicht gezeigt, sondern Frauen, die deutlich dünner sind - also nix Neues.

Und dass die Übertragbarkeit von Fummeln in Gr. 36 auf Gr. 46 etwas schwierig ist, ist wohl bekannt. Vielleicht gibt es Menschen mit genügend Fantasie - vielen wäre es aber nun mal ganz lieb, wenn man die Teile auch mal in Gr. 46 sehen könnte.

Dass die Hersteller/Designer nur Kindergrößen liefern, liegt m.E. schlicht an deren Unfähigkeit bzw. Bequemlichkeit, schöne Mode in "normalen" und großen Größen herzustellen

Inaktiver User
06.05.2010, 10:08
Die Laienmodels sind weder zu schön, zu dünn oder zu jung. Es sind ganz normale schlanke junge Frauen.

Die "normale Frau" ist auch nicht Aldi-Kassiererin, sondern macht zu 50% Abitur und studiert zu 50%. Die Aldi-Kassiererin liest Bild der Frau oder Tina etc.

Die "normale und junge Frau" ist auch in der Regel schlank und deutlich unter Kleidergröße 44. Für die Dicken gibt es Big is beautiful.

Für die "normale und ältere Frau" gibt es die Brigitte woman. Und je besser die Schulbildung und je besser die Berufsausbildung, desto schlanker ist die Frau ab 40.

Inaktiver User
06.05.2010, 10:20
Mode ist auch Kunst und Illusion.

Und ich persönlich glaube dass Frauen eben nicht so ein "Kleidchen" in Größe 44 bis 60 sehen wollen. ( nicht alle ist mir klar, aber viele)

Und so ein wenig will frau auch sein wie Gisele Bündchen oder Naomi Campbell.

Und die Illusion in diesem Kleid so auszusehen wie die Frau auf dem Bild - das ist Werbung! Davon lebt Werbung.

Richtig oder nicht - die Frage stellt sich so gar nicht.

justmy2p

Inaktiver User
06.05.2010, 12:08
Mode ist auch Kunst und Illusion.

Und ich persönlich glaube dass Frauen eben nicht so ein "Kleidchen" in Größe 44 bis 60 sehen wollen. ( nicht alle ist mir klar, aber viele)

Und so ein wenig will frau auch sein wie Gisele Bündchen oder Naomi Campbell.

Und die Illusion in diesem Kleid so auszusehen wie die Frau auf dem Bild - das ist Werbung! Davon lebt Werbung.

Richtig oder nicht - die Frage stellt sich so gar nicht.

justmy2p

Ich bin da ganz Deiner Meinung. Und ganz ehrlich: Mode sieht an schlanken Frauen einfach besser und eleganter aus. Das wissen auch die Modehersteller. Das Label Marina Rinaldi fotografiert seine Modelle deshalb an schlanken Frauen.

Ich habe mal aus Interesse die neue Big is beautiful gekauft. Man kann es so oft drehen und wenden, wie man will. Die recht molligen Models präsentieren eine langweilige Alllerweltsdickenmode, nichts wirklich ansprechendes ohne jeden Twist. Und das will ich nicht in der Brigitte sehen.

Ich selbst (bekennende Etuikleidträgerin) trug letztes Frühjahr noch Gr. 44. Nachdem ich im Verlauf des Sommers auf Gr. 40 abgespeckte , sehen die gleichen Kleider jetzt viel schicker und eleganter an mir aus. Es ist einfach so, ich mache mir da auch nichts vor. Deshalb habe ich auch abgenommen.

Inaktiver User
06.05.2010, 12:17
Die Laienmodels sind weder zu schön, zu dünn oder zu jung. Es sind ganz normale schlanke junge Frauen.

Die "normale Frau" ist auch nicht Aldi-Kassiererin, sondern macht zu 50% Abitur und studiert zu 50%. Die Aldi-Kassiererin liest Bild der Frau oder Tina etc.

Die "normale und junge Frau" ist auch in der Regel schlank und deutlich unter Kleidergröße 44. Für die Dicken gibt es Big is beautiful.

Für die "normale und ältere Frau" gibt es die Brigitte woman. Und je besser die Schulbildung und je besser die Berufsausbildung, desto schlanker ist die Frau ab 40.

Und für mich ist die normale BRIGITTE-Leserin eben nicht um die 20. :blumengabe:

Inaktiver User
06.05.2010, 12:31
Und für mich ist die normale BRIGITTE-Leserin eben nicht um die 20. :blumengabe:

Aber nur, weil es mittlerweile genügend Modemagazine für ganz junge Frauen auf dem Markt gibt.

Früher (1968, seitdem interessiere ich mich, damals 14, für Mode) gab es nur vier Frauenzeitschriften vom Niveau der Brigitte und die Madame (Couture für die betuchte Frau ab 40).

Die in Brigitte vorgestellte Mode ist ja oft gar nicht so preiswert, spricht also gutverdienende Frauen an, die in der Regel auch gut ausgebildet sind. Sie sind in der Regel auch schlank.

Die Aldi-Kassiererin bzw. die Putzfrau kauft Kleidung bei Aldi oder NKD etc. Diese Kleider will wohl niemand ernsthaft in der Brigitte sehen.

Inaktiver User
06.05.2010, 12:33
Das nicht, da geb ich dir Recht.

Aber die gutverdienende, im Leben stehende erwachsene Frau möchte vielleicht auch nicht unbedingt 20jährige Mädelchen als Leserinnen- oder gar Role-Model vorgeführt bekommen! :blumengabe:

Inaktiver User
06.05.2010, 14:27
Sie schaut ja nicht nur auf junge Models. Ich habe das aktuelle Heft gestern schnell durchgeblättert und sah Models in meinem (unserem?) Alter und auch 2 mollige Models. Also für jeden etwas dabei.

In der Für Sie, die ja bewusst ältere Leserinnen anspricht, aber auch in der freundin gibt es schon seit langem immer wieder Modereportagen mit älteren und auch dickeren Frauen.

Natürlich sehen die, gut gestylt und ins rechte Licht gerückt, toll aus. Die Frage ist halt: Wie gehe ich mit den Bildern um? Resigniere ich, weil für mich das Vorgestellte unerreichbar ist oder spornt mich das an?

Inaktiver User
06.05.2010, 14:37
Die Frage ist halt: Wie gehe ich mit den Bildern um? Resigniere ich, weil für mich das Vorgestellte unerreichbar ist oder spornt mich das an?

Anspornen wozu?

Morticia55
06.05.2010, 14:44
Anspornen wozu?


Na dazu, endlich auch so schön und schlank zu werden,
um in eine Etuikleid Größe 40 zu passen! :pfeifend:

Inaktiver User
06.05.2010, 14:46
Anspornen wozu?

Gut auszusehen, gut angezogen zu sein. Ich gefalle mir, so wie ich bin.
Ich trauere nicht der Jugend hinterher, aber ich hadere auch nicht mit meinem Alter und mit den äußeren Veränderungen, die damit einher gehen.

Ich bin mit meiner Erscheinung zufrieden und erfreue mich an den schönen Modefotos mit hübschen, schlanken und jungen Models.

Inaktiver User
06.05.2010, 15:02
Gut auszusehen, gut angezogen zu sein.

Dann wäre es doch aber schön, wenn es auch schöne Kleider für größere Größen GÄBE und diese AUCH GEZEIGT WÜRDEN (insofern widersprichst du dir ein bisschen selbst).

Und dass Mode in größeren Größen oft nicht so gut aussieht, liegt nicht nur an den Körperformen, sondern auch daran, dass die Hersteller es offenbar nicht besser können.

Inaktiver User
06.05.2010, 15:12
Dann wäre es doch aber schön, wenn es auch schöne Kleider für größere Größen GÄBE und diese AUCH GEZEIGT WÜRDEN (insofern widersprichst du dir ein bisschen selbst).

Und dass Mode in größeren Größen oft nicht so gut aussieht, liegt nicht nur an den Körperformen, sondern auch daran, dass die Hersteller es offenbar nicht besser können.

Alle guten Konfektionäre stellen Kleider bis Gr. 48 her. Bei der gehobenen Konfektion sind das BOSS, Windsor etc. Bei der mittleren Konfektion sind das Betty Barclay, Taifun etc.
Bei P & C sind alle Eigenmarken wie Montego, Marco Pecci, Christian Berg etc. bis Gr. 48 zu haben.

Versandhäuser, wie Peter Hahn, bieten ihre normale Mode oft bis Gr. 52 an.
Aber ganz unabhängig von den Modellen. Ab Gr. 50 sieht nichts mehr wirklich schick aus.

Inaktiver User
06.05.2010, 15:19
Na dazu, endlich auch so schön und schlank zu werden,
um in eine Etuikleid Größe 40 zu passen! :pfeifend:

Dazu müsste ich ja zunehmen!!! :ooooh:

Nein, darum geht es mir nicht!! :freches grinsen: Mehr darum dass ich es spannender finde, interessante Gesichter und Körper zu sehen. Die schau ich weit lieber an als den 1000. Barbieklon, dessen Glätte und Perfektion mich nur noch langweilt. :schlaf gut:

Inaktiver User
06.05.2010, 15:26
Die Laienmodels sind weder zu schön, zu dünn oder zu jung. Es sind ganz normale schlanke junge Frauen.

Die "normale Frau" ist auch nicht Aldi-Kassiererin, sondern macht zu 50% Abitur und studiert zu 50%. Die Aldi-Kassiererin liest Bild der Frau oder Tina etc.

Die "normale und junge Frau" ist auch in der Regel schlank und deutlich unter Kleidergröße 44. Für die Dicken gibt es Big is beautiful.

Für die "normale und ältere Frau" gibt es die Brigitte woman. Und je besser die Schulbildung und je besser die Berufsausbildung, desto schlanker ist die Frau ab 40.

Oh, Entschuldigung... ich werde sofort wieder unter meinen Stein kriechen und verschämt in der "Tina" blättern... vllt. darf ich dann demnächst auch mal los und im 1-Euro-Shop neue Klamotten kaufen... :engel:

Nun denn, wie auch immer:
Das mag ja alles sein, aber die Ansage war ja nicht: "Wir bringen Fotos der durchschnittlichen Brigitte-Leserin" sondern
"Wir zeigen normale Frauen, die mitten im Leben stehen" :pfeifend:

Inaktiver User
06.05.2010, 15:26
Alle guten Konfektionäre stellen Kleider bis Gr. 48 her. Bei der gehobenen Konfektion sind das BOSS, Windsor etc. Bei der mittleren Konfektion sind das Betty Barclay, Taifun etc.
Bei P & C sind alle Eigenmarken wie Montego, Marco Pecci, Christian Berg etc. bis Gr. 48 zu haben.

Und warum werden sie dann nicht in Modestrecken und Frauenzeitschriften vorgeführt?




Aber ganz unabhängig von den Modellen. Ab Gr. 50 sieht nichts mehr wirklich schick aus.

Das sehe ich anders. Es gibt sehr wohl auch in großen Größen schicke Sachen - aber vermutlich sind die dann selbstgenäht.

Inaktiver User
06.05.2010, 15:41
Und warum werden sie dann nicht in Modestrecken und Frauenzeitschriften vorgeführt?

Das sehe ich anders. Es gibt sehr wohl auch in großen Größen schicke Sachen - aber vermutlich sind die dann selbstgenäht.

Ich verweise da noch einmal auf Big is beautiful. Dort kannst Du diese Mode an Models sehen, die dicker sind als Gr. 42.

Morticia55
06.05.2010, 15:45
Dazu müsste ich ja zunehmen!!! :ooooh:

Nein, darum geht es mir nicht!! :freches grinsen: Mehr darum dass ich es spannender finde, interessante Gesichter und Körper zu sehen. Die schau ich weit lieber an als den 1000. Barbieklon, dessen Glätte und Perfektion mich nur noch langweilt. :schlaf gut:

Na ich nicht...:pfeifend:

Aber ich finde mich auch in der Brigitte nicht wieder. Sehe ich ein schönes Teil, das mir gefallen könnte muss ich das erst mal gedanklich von 36 oder 34 nach 44 (oder so :peinlich: :smirksmile:) übersetzen, ob es mir an mir gefallen könnte.

Für 17,60 könnte ich die Brigitte ein Jahr lang beziehen, rechne ich die Prämie ab, die ich bekomme, wenn ich mich werben lasse. Es gibt z.B. einen Tankgutschein über 50€.

Nein danke, kein Interesse.

Inaktiver User
06.05.2010, 15:50
Oh, Entschuldigung... ich werde sofort wieder unter meinen Stein kriechen und verschämt in der "Tina" blättern... vllt. darf ich dann demnächst auch mal los und im 1-Euro-Shop neue Klamotten kaufen... :engel:

Nun denn, wie auch immer:
Das mag ja alles sein, aber die Ansage war ja nicht: "Wir bringen Fotos der durchschnittlichen Brigitte-Leserin" sondern
"Wir zeigen normale Frauen, die mitten im Leben stehen" :pfeifend:

Junge Frauen sind "normalerweise" schlank. Ja, das sind alles normale Frauen. Sie sind unterschiedlich alt, sie haben unterschiedliche Berufe in Deutschland, Europa, weltweit.

Ich kann verstehen, dass sich viele Leserinnen in der Brigitte nicht wiederfinden. Gott sei Dank ist der Markt an Frauenzeitschriften so groß geworden, dass wahrscheinlich jede "ihre" Lieblingszeitschrift findet.

Im übrigen blättere ich auch gerne in der Vogue und bin weit entfernt davon, mir diese Mode auch kaufen zu können. Mir gefallen einfach die Bilder.

Inaktiver User
06.05.2010, 15:55
Junge Frauen sind "normalerweise" schlank.

DAS halte ich allerdings für eine absolute Fehleinschätzung... ein Nachmittag im Straßencafe in einer x-beliebigen Fußgängerzone müsste Dir eigentlich anderes beweisen :pfeifend:

"Möchten normalerweise schlank sein", okay - SIND normalerweise schlank - never ever.... :smirksmile:

Inaktiver User
06.05.2010, 16:15
DAS halte ich allerdings für eine absolute Fehleinschätzung... ein Nachmittag im Straßencafe in einer x-beliebigen Fußgängerzone müsste Dir eigentlich anderes beweisen :pfeifend:

"Möchten normalerweise schlank sein", okay - SIND normalerweise schlank - never ever.... :smirksmile:

Danke für den Hinweis, ich werde bei meinem nächsten Stadtbummel darauf achten.

In der Tat hat die Zahl der übergewichtigen jungen Frauen (und Männer) zugenommen. Dieses Phänomen trifft insbesondere auf die untere Mittelschicht zu. In meinem persönlichen Umfeld sind die Frauen eher schlank. Ich war da schon mit meiner Gr. 44 ziemlich moppelig. Die Brigitte bedient aber eine andere Zielgruppe. Der Hinweis, dass viele Akademikerinnen, Studentinnen, Gymnasiastinnen etc. dort modeln, ist ja durchaus richtig. Ich denke, dass die Brigitte auch genau diese Leserinnen mit entsprechendem Bildungshintergrund ansprechen will.

Inaktiver User
06.05.2010, 18:13
Ich denke, dass die Brigitte auch genau diese Leserinnen mit entsprechendem Bildungshintergrund ansprechen will.

Und dann veräppelt sie sie mit "Berichten" über bekanntermaßen unwirksame Cremes?
Ich weiß ja nicht, ob Frauen mit entsprechendem Bildungshintergrund so für dämlich verkauft werden wollen ... (ich fürchte allerdings, du wähnst das Niveau dieser Zeit doch ein wenig hoch und bist doch reichlich herablassend gegenüber Frauen, die bei Aldi o.ä. arbeiten)

Inaktiver User
06.05.2010, 18:25
Die "normale Frau" ist auch nicht Aldi-Kassiererin, sondern macht zu 50% Abitur und studiert zu 50%.

Wie kommst du übrigens auf diese Zahl?
Pro Jahrgang machen nicht mal 40% der Schulabgänger das Abitur ... Und die studieren nicht alle ...

Oder macht die "normale Frau" ihr Abitur nur halb und bricht nach der Hälfte des Studiums ab? *grübel*

Sonderzeichen
06.05.2010, 18:57
DAS halte ich allerdings für eine absolute Fehleinschätzung... ein Nachmittag im Straßencafe in einer x-beliebigen Fußgängerzone müsste Dir eigentlich anderes beweisen :pfeifend:

"Möchten normalerweise schlank sein", okay - SIND normalerweise schlank - never ever.... :smirksmile:

das statement stimmt insofern, dass die meisten menschen im laufe ihres lebens an gewicht zunehmen, manche sehr wenig, manche sehr viel. z.b. haben wenige frauen mit 50 immer noch dieselbe kleidergroesse wie mit 20. entsprechend finden sich unter jungen maedchen weniger dicke als unter den aelteren damen.

Inaktiver User
06.05.2010, 19:15
Hier verlinke ich nochmal etwas aus der französischen Vogue...

on Slide - Photo Sharing (http://www.slide.com/s/rouJi_W71D-2dn0tfK3AD5zl5SxXqs6r?dir=1)

Von wegen, das will keiner sehen. Übrigens fand ich das sehr ansprechend und anregend für meinen eigenen Stil - weil das dargestellte eben meiner Figur udn meiner Gewichtsklasse entspricht.

Inaktiver User
06.05.2010, 19:31
Besonders die erste: ausnehmend schöne Frau in tollen Klamotten!

Aber leider lassen sich doch sehr viele Menschen in ihrem Urteil zu sehr von dem beeinflussen, was in den Medien als "normal" dargestellt wird. Ist ja auch schwierig, sich über die allgemeinen Sehgewohnheiten hinwegzusetzen.

PeggySue
06.05.2010, 22:20
Die "normale Frau" ist auch nicht Aldi-Kassiererin, sondern macht zu 50% Abitur und studiert zu 50%. Die Aldi-Kassiererin liest Bild der Frau oder Tina etc.

Für die "normale und ältere Frau" gibt es die Brigitte woman. Und je besser die Schulbildung und je besser die Berufsausbildung, desto schlanker ist die Frau ab 40.

Wie schön, dass du so absolut vorurteilsfrei bist! :unterwerf:

Meine Güte, das tut ja richtig weh wenn man so etwas liest! :knatsch:

Inaktiver User
07.05.2010, 00:03
Eines vorweg. Was andere Frauen anziehen oder wieviel sie wiegen, ist mir völlig egal. Jede macht das so, wie sie es für richtig hält. Jede liest das, was sie mag. Gut so.

Ich fand die Bilderserie in der frz. Vogue sehr interessant, denke aber, dass es sich hierbei um eine einmalige Angelegenheit handelt.

Lexikon: In den 50er Jahren startete die Bundesrepublik eine große Bildungskampagne mit dem Ziel einer Bildungsgleichheit zwischen den Geschlechtern. Heute sind 50% der Abiturienten Frauen und 50% der Studenten Frauen. Somit wurde das Bildungsziel zu 100% erreicht.
Über die jährlich wiederkehrenden Artikel über sog. Wundercremes gegen Orangenhaut schmunzel ich und nehme sie nicht ernst. Aber ich rege mich auch nicht darüber auf. Nimmt man mal typische Männerzeitschriften (Autos, Sport) unter die Lupe, stellt man fest, dass die auch nicht mehr Niveau haben. Wer, für mich durchaus nachvollziehbar, kein Interesse an Kosmetik hat, kann andere Zeitschriften lesen.
Ich habe im Laufe meines Studiums Professorinnen kennengelernt, die sehr attraktiv waren und offensichtlich auch Interesse an neuen Haarfarben hatten, sich schminkten und sehr modisch kleideten. Woher sie wohl ihre Anregungen nehmen?

PeggySue: Ich habe keine Vorurteile gegenüber Kassiererinnen. Ich wohne hier in einem kleinen Dorf, da kennt man auch die zwei Häuser weiter wohnende Kassiererin und erfährt einiges über ihre Vorlieben, auch was Zeitschriften betrifft.
Ich selbst finde die diskriminierenden Diskussionen über Dicke und ihr angebliches Gesundheitsrisiko unerträglich. Gleichwohl gibt es bzg. des Gewichts wohl deutliche soziale Unterschiede. Je mehr Bildung und Geld desto dünner die Frauen. Für mich ist übrigens eine Frau erst dick, wenn sie deutlich über 100 kg wiegt und tatsächlich das Risiko für Diabetes, Bluthochdruck und andere Erkrankungen ansteigt. Aber das ist eine ganz andere Baustelle und gehört nicht in diesen Strang.

Gute Nacht!

PeggySue
07.05.2010, 00:12
Ich wohne hier in einem kleinen Dorf, da kennt man auch die zwei Häuser weiter wohnende Kassiererin und erfährt einiges über ihre Vorlieben, auch was Zeitschriften betrifft.
Achso, na dann wird es wohl so sein. Was lesen eigentlich die Kassiererinnen bei Lidl? Oder wohnt keine in deiner Nähe?

Inaktiver User
07.05.2010, 07:22
Lexikon: In den 50er Jahren startete die Bundesrepublik eine große Bildungskampagne mit dem Ziel einer Bildungsgleichheit zwischen den Geschlechtern. Heute sind 50% der Abiturienten Frauen und 50% der Studenten Frauen. Somit wurde das Bildungsziel zu 100% erreicht.


50% der Abiturienten bedeutet aber nicht, dass 50% aller Frauen Abitur machen, sondern eben "nur", dass 50 % derjenigen Menschen, die Abi machen, Frauen sind - und somit studieren auch nicht 50% der Frauen, sondern 50% derjenigen Menschen, die Abitur haben und studieren, sind Frauen - also stimmt so gut wie nichts an deiner Aussage



Die "normale Frau" ist auch nicht Aldi-Kassiererin, sondern macht zu 50% Abitur und studiert zu 50%.

Inaktiver User
07.05.2010, 07:26
Und das hier:



Ich habe im Laufe meines Studiums Professorinnen kennengelernt, die sehr attraktiv waren und offensichtlich auch Interesse an neuen Haarfarben hatten, sich schminkten und sehr modisch kleideten.

ist genau so wenig repräsentativ wie das hier:



PeggySue: Ich habe keine Vorurteile gegenüber Kassiererinnen. Ich wohne hier in einem kleinen Dorf, da kennt man auch die zwei Häuser weiter wohnende Kassiererin und erfährt einiges über ihre Vorlieben, auch was Zeitschriften betrifft.

Inaktiver User
07.05.2010, 10:29
Hier verlinke ich nochmal etwas aus der französischen Vogue...

on Slide - Photo Sharing (http://www.slide.com/s/rouJi_W71D-2dn0tfK3AD5zl5SxXqs6r?dir=1)

Von wegen, das will keiner sehen. Übrigens fand ich das sehr ansprechend und anregend für meinen eigenen Stil - weil das dargestellte eben meiner Figur udn meiner Gewichtsklasse entspricht.

Wow! Geht doch!!
Zeigt, dass man auch "Mollige" schön ablichten kann, sie toll in entsprechenden Klamotten aussehen (oder eben ohne ;-))
Und...mal ein ansprechender Gegensatz zu schlank - trifft bestimmt auf breite Zustimmung, zumal es etliche Dickere gibt.

coryanne
07.05.2010, 13:53
in meinem abijahrgang 1982 haben um die 20 % des altersjahrgangs abitur gemacht. davon waren ca. die haelfte maedchen. also 10 % der frauen des altersjahrgangs 1982 von den 10 % wiederum haben 30 % ein studium begonnen. aber nicht alle auch abgeschlossen.
die anzahl der abiturienten ist kontinuierlich gestiegen, die der studienanfaenger hat anscheinend seit einfuehrung der studiengebuehr abgenommen.
Wen's genauer interessiert das Statistische Bundesamt in Wiesbaden hat genauere zahlen.
ich glaube auch nicht, dass die "normale" frau abi hat und ein abgeschlossenes studium.

von meiner grundschulklasse (ueber 30 schueler) sind damals 6 auf's gymnasium gegangen.

Inaktiver User
10.05.2010, 21:25
Ich war damals (1978) sogar die Einzige aus meiner Grundschulklasse, die aufs Gymnasium kam:peinlich:
Ich meine auch gelesen zu haben, dass der/die "Durchschnittsdeutsche" die Haupt- oder Realschule besucht hat.
Ich selbst habe Abitur und ein abgeschlossenes Studium, bin leider trotzdem seit meiner Kindheit dick und kenne diverse andere Frauen, denen es ähnlich geht:knatsch:
Natürlich wirkt schöne Kleidung an schlanken Personen besser. Aber warum können Firmen wie z. B. Esprit zumindest schlichte Basic-Teile wie Jeans, Shirts oder Blazer nur bis ca. Gr. 44 (die dann auch noch klein ausfällt) und nicht z. B. bis Gr. 54 schneidern? Das will mir nicht in den Kopf...Frauen mit Gr. 46 und mehr wären doch ein riesiger Markt, die Nachfrage wäre auf jeden Fall da, denke ich!

Inaktiver User
11.05.2010, 08:51
Offenbar ist ihnen das Image noch wichtiger - und dick wird in unserer Gesellschaft nicht als dynamisch, schick, jung angesehen :knatsch:

Inaktiver User
11.05.2010, 12:28
Genauso könnte man argumentieren, Ulla Popken möge bitte auch Mode in den Größen 36-40 anbieten. Auch dafür gibt es einen Markt.

Lalique
11.05.2010, 13:07
Genauso könnte man argumentieren, Ulla Popken möge bitte auch Mode in den Größen 36-40 anbieten. Auch dafür gibt es einen Markt.

Och nee, Nipperdey, das ist jetzt unfair - es sei denn, du hast ein Spässken gemacht :smile: ?
Ich glaube, keine einzige Frau der Kategorie 36-40 fühlt sich von Ulla Popken vernachlässigt...

LG
Lalique

Tabetha
11.05.2010, 13:59
Das will mir nicht in den Kopf...Frauen mit Gr. 46 und mehr wären doch ein riesiger Markt, die Nachfrage wäre auf jeden Fall da, denke ich!

Erschreckend genug. Wären auch alle bereit zu akzeptieren, dass es für Alkohol, Drogen und Tablettensucht einen Riesenmarkt gibt? Nur weil immer mehr dick sind, muss ich mir als Person, die auf ihren Körper achtet, nun nicht immer anhören müssen dass dick = normal ist. Nur weil auf der Straße immer mehr das Bild der unweiblichen, uniformierten Frau um sich greift, bin ich noch lange nicht unnormal.
In meinem Umfeld sind tatsächlich schlankere, hübsche oder nett zurechtgemachte Frauen normal.

Ich denke, dagegen wehrt sich die TE*. Der Ruf nach "normalen Frauen" in der Brigitte. Und wenn man sich im Forum so umsieht, wird von Übergewichtigen normal = übergewichtig übersetzt. Von minder attraktiven Frauen normal = bitte auch minder attraktiv.
Die Kassiererin kann mit der Journalistin (in meinen Augen ein ganz normaler Job?) so gar nichts anfangen, und wünscht sich die Aldi-Kassiererin als Model. Und wundert sich, dass andere so gar nichts von dieser Vorstellung halten.
Wenn wir immer noch nicht weiter sind, so dass auch in den Augen der Frauen nach wie vor nur Berufe wie (höchstens) Lehrerin (bitte nur Grundschule), Kindergärtnerin und Kassiererin als "normal" für Frauen befunden werden - dann sollten wir alle mal so langsam im 21. Jahrhundert ankommen.
Aus meinem Umfeld mal kurz aufgeführt: Journalistinnen, Texterinnen, Kommunikationsfachfrauen, Pressesprecherinnen, Designerinnen, Fotografinnen en masse, Schiffsbauingenieurinnen, Interim Managerin, Geschäftsführerinnen der unterschiedlichsten Branchen, Hotel Managerin, Verlegerin, Weinhändlerin etc. etc. etc.

Sich von einem Unternehmen diskriminiert zu fühlen, weil es nicht über Gr. 46 (!) produziert, ist kindischer Unfug. Einem Unternehmen bleibt es zum Glück noch belassen sich seinen Kundenkreis auszusuchen. Stirbt man, wenn man nicht bei H&M und Esprit einkaufen kann (pardon für diese harten Worte, aber manchmal habe ich das Gefühl, ohne H&M geht für die ein oder andere hier die Welt unter)? Meiner Meinung nach sowieso eher Teeniebuden. Aber sicher auch Geschmackssache.

Lexikon, Du vertrittst doch vehement die Meinung, Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Als Betrachterin tritt hier nun die von Dir zitierte Gesellschaft auf. Warum fällt es Dir so schwer zu akzeptieren, dass diese (meiner Meinung nach zum Glück) dick nicht als schön bezeichnet? Sie besteht halt auch auf ihr eigenes Auge ...
Und die Brigitte stellt sicher einen anderen Frauentyp dar, als z. B. die Vogue oder damals die Marie Claire oder eine Petra. Was ist daran so schlecht?
Im Fernsehen gibt es auch unterschiedliche Gruppen, die angesprochen werden. Frauentausch wird sicher nicht die o. g. Berufsgruppen ansprechen - weder das Format, noch die "Damen", die mir da in der Werbepause entgegenkreischen (sind die nun normal?).

Jung = schlank stimmt aber auch nicht (mehr). Genauso wenig wie die "Tatsache" (auch gerne hier zitiert), dass man mit über 40 angeblich aufgehen muss wie ein Hefekuchenteig. Oder eine Schwangerschaft grundsätzlich in 20 Kilo Übergewicht resultiert.

*Korrigiere: Nicht die TE, sondern z. B. Nipperdey

Inaktiver User
11.05.2010, 14:09
Aus meinem Umfeld mal kurz aufgeführt: Journalistinnen, Texterinnen, Kommunikationsfachfrauen, Pressesprecherinnen, Designerinnen, Fotografinnen en masse, Schiffsbauingenieurinnen, Interim Managerin, Geschäftsführerinnen der unterschiedlichsten Branchen, Hotel Managerin, Verlegerin, Weinhändlerin etc. etc. etc.


Jung = schlank stimmt aber auch nicht (mehr). Genauso wenig wie die "Tatsache" (auch gerne hier zitiert), dass man mit über 40 angeblich aufgehen muss wie ein Hefekuchenteig. Oder eine Schwangerschaft grundsätzlich in 20 Kilo Übergewicht resultiert.

Da geb ich dir Recht. Nur fände ich es schön, wenn diese realen Leserinnen, die es meiner Meinung nach eben auch zuhauf gibt, abgebildet würden und nicht statt 20jährigen Models 20jährige Schauspielschülerinnen.

Darin kann ich einfach keinen großen Fortschritt erkennen, und mich langweilen diese jungen Gesichter, jedenfalls in dieser Ausschließlichkeit.

coryanne
11.05.2010, 14:20
"Aus meinem Umfeld mal kurz aufgeführt: Journalistinnen, Texterinnen, Kommunikationsfachfrauen, Pressesprecherinnen, Designerinnen, Fotografinnen en masse, Schiffsbauingenieurinnen, Interim Managerin, Geschäftsführerinnen der unterschiedlichsten Branchen, Hotel Managerin, Verlegerin, Weinhändlerin etc. etc. etc."

die sind in deinem umfeld, wenn du in einer grossstadt wohnst. in der kleinstadt oder auf dem land ist dann vielleicht eine lehrerin, eine aerztin, eine unternehmerin, eine zahnaerztin oder die buergermeistergattin in deinem umfeld...

wobei die berufe nicht unbedingt viel ueber den stil aussagen muessen...

und auch dort (auf dem land) gibt es brigitte-leserinnen.

ich finde es unnoetig, dass brigitte die berufe zu den "nicht-models" erwaehnt...

Tabetha
11.05.2010, 14:26
die buergermeistergattin in deinem umfeld...



Ist das ein Beruf?

Da sind wir hier im ländlichen SH doch um Längen weiter. Alleine im Umkreis von 20 km haben wir drei BürgermeisterINNEN.
In der kleinen Nachbarstadt - 14.000+ Einwohner - eine Café-Besitzerin, zwei Hotelbesitzerinnen, zahlreiche (erfolgreiche) Landgasthofbesitzerinnen, immer noch Designerinnen, Fotografinnen, eine leidlich bekannte Malerin, Texterinnen, eine Historikerin - nein, die wohnen beileibe nicht alle in der Großstadt.

Tabetha
11.05.2010, 14:32
Als ich jung war, fand ich Berufsbezeichnungen in solchen Zeitschriften durchaus interessant. Sie gaben mir mehr Ideen, als die Berufsberatung es je vermochte.
Nicht zuletzt erfuhr ich Anfang der Neunziger durch die Brigitte, wie sich der Beruf nennt, den ich ausübe ;- )

coryanne
11.05.2010, 14:50
sorry, natuerlich kein beruf... wobei es in meiner ehemaligen schwaebischen kleinstadt und umgebung wirklich keine buergermeisterinnen gab...

wobei es mir auch nicht so wichtig ist, was jemand von beruf ist, der in meinem umfeld ist! deshalb denke ich auch dass die berufe der models nichts in der modezeitschrift zu suchen haben...

momentan lebe ich in einer mittelgrossen amerikanischen stadt, da sieht es sowieso wieder anders aus...

Inaktiver User
11.05.2010, 18:28
Grad hab ich mir die Auswahlfotos angeschaut ("Wer soll in die Brigitte?") und musst doch ein wenig schmunzeln...
Da steht eine 19jährige superschlanke Gr. 34 und erläutert, warum sie mitmachen möchte, mit

weil... ich ebenfalls gegen diese abhungerten Models bin. Ich habe auch Spaß daran, fotografiert zu werden und finde es schade, dass nur die dünnsten in diesem Business weiter kommen und die Mädchen dafür hungern müssen.
Find ich ja niedlich....
Mag ja sein, dass sie von Natur aus so dünn ist und von daher nicht als "abgehungert" gilt, aber trotzdem würd ich sagen - Thema verfehlt :freches grinsen:

Inaktiver User
12.05.2010, 07:42
Das zeigt ja, wie sehr die Wahrnehmung schon verzerrt ist :knatsch:

Allerdings: Ich erinnere mich an eine Gesprächsrunde im Fernsehen vor vielen Jahren, als ein selbst ernannter Fitnesspapst allen Ernstes meinte, Cindy Crawford sei ja schon ein bisschen moppelig für das Business :ooooh:

Tabetha
12.05.2010, 14:29
Wessen Wahrnehmung ist die verzerrte und wessen ist die richtige?
Die der Dünnen, die dünn normal finden oder die der Dicken (oder der nächsten Stufe ...), die dick normal finden?
Wo bleiben eigentlich die - tja, meiner Meinung nach - Normalen? D. h. die, die weder hervorspringende Knochen noch Fettwülste haben? Sondern gemäßigte Größen von 38-42+/-, die sich vernünftig ernähren und sich ab und an bewegen? Die werden von den hier erwähnten Obermodegurus als fett und von den Dicken als klapperig bezeichnet. Im Endeffekt sind sie aber die, die weder nach oben noch nach unten ausschlagen und sich im BMI bei Normal- oder Idealgewicht wiederfinden. Und vor Anrollen der Fast-Food-Mampferei und des folgenden Magerwahns jahrzehntelang die ganz normale, schlanke Frau darstellten.

Fleur-bleue
12.05.2010, 15:37
Wessen Wahrnehmung ist die verzerrte und wessen ist die richtige?
Die der Dünnen, die dünn normal finden oder die der Dicken (oder der nächsten Stufe ...), die dick normal finden?

Die Dünne, auf die sich Wolkentier bezog, findet aber laut eigener Aussage dünn NICHT normal, sondern ist gerade dagegen (ist aber selbst offensichtlich dünn; das war wohl das, was Wolkentier seltsam fand - ich übrigens auch).

Wenn man davon ausgeht, dass "normal" das am häufigsten vorkommende meint (also das, das die Regel ist), dann ist allerdings mittlerweile "dick" normal. Laut einer Studie der International Association for the Study of Obesity (IASO) aus dem Jahr 2007 sind 58,9 % der deutschen Frauen übergewichtig (BMI > 25). In den USA sollen mehr als zwei Drittel übergewichtig sein (genauere Quellenangaben habe ich auf die Schnelle leider nicht gefunden).

Größe 38/40 ist also demzufolge nicht mehr "normal".

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass "die Gesellschaft" mal ein bisschen an ihrer Toleranz arbeiten sollte. Kein Dünner sollte einen Dickeren diskriminieren, und auch umgekehrt nicht. Wieso kann nicht einfach mal akzeptiert werden, dass es alle möglichen Körperformen auf dieser Erde gibt? Wieso muss immer auf irgendwem herumgehackt werden? Meine Güte, wie mich das nervt.

Tabetha
12.05.2010, 15:59
Für mich ist normal eher etwas jenseits vom Extremen. Nicht die Mehrheit - genau das passiert ja. Alle Welt wird dicker, also ist das normal. Immer mehr Schüler verdummen - ist das jetzt normal (arme Welt)? Dann müsste es in den Augen der Dicken nun auch normal sein, dass es immer mehr Magersüchtige gibt. Ich denke, das fällt dieser Gruppe aber auch schwer. Für mich sind das Extreme - keine Normalitäten.

Rumhackerei habe ich nun hier weniger erkennen können.
Ich halte es für menschlich und ja, damit für normal, dass jeder eine gewisse Toleranzgrenze hat. Normalerweise (!) fällt es einem leicht, ein von-bis zu akzeptieren. Und irgendwann ist die Schwelle überschritten und es fehlt einem an Verständnis, Akzeptanzbereitschaft etc. Wir reden hier über Menschen. Es soll mir keiner sagen, dass er nicht in irgendeinem Bereich in seinem Leben exakt so denkt und reagiert.

(PS: Normal kommt von Norm, eine Norm wird definiert und alles, was nicht in diese passt, bewegt sich außerhalb des Rahmens. Also wird dick nicht normal, weil immer mehr zu viel essen und sich zu wenig bewegen. Die Norm für das Gewicht wurde von einem Arzt definiert und später von mehreren Ärzten und Wissenschaftlern verbessert/belegt. Normen basieren i. d. R. auf gesicherten wissenschaftlichen Ergebnissen und zielen auf die Förderung optimaler Vorteile für die Gesellschaft ab. Der BMI beruft sich auf wissenschaftliche Erkenntnisse, innerhalb welcher Gewichtsbereiche möglichst wenige Krankheitsrisiken auftreten. Kann ich nicht als negativ empfinden.)

Fleur-bleue
12.05.2010, 16:30
Für mich ist normal eher etwas jenseits vom Extremen. Nicht die Mehrheit - genau das passiert ja. Alle Welt wird dicker, also ist das normal. Immer mehr Schüler verdummen - ist das jetzt normal (arme Welt)? Dann müsste es in den Augen der Dicken nun auch normal sein, dass es immer mehr Magersüchtige gibt. Ich denke, das fällt dieser Gruppe aber auch schwer. Für mich sind das Extreme - keine Normalitäten.

Ja, es ist zur Zeit (leider) "normal", dass immer mehr Schüler verdummen und immer mehr Menschen fettleibig sind. Das heisst aber nicht, dass es wünschenswert oder gut ist. Sind doch zwei Paar Schuhe. Normal ist nicht gleich optimal.


Rumhackerei habe ich nun hier weniger erkennen können. Ich halte es für menschlich und ja, damit für normal, dass jeder eine gewisse Toleranzgrenze hat. Normalerweise (!) fällt es einem leicht, ein von-bis zu akzeptieren. Und irgendwann ist die Schwelle überschritten und es fehlt einem an Verständnis, Akzeptanzbereitschaft etc. Wir reden hier über Menschen. Es soll mir keiner sagen, dass er nicht in irgendeinem Bereich in seinem Leben exakt so denkt und reagiert.

Stimmt, in diesem Thread wurde nicht so arg rumgehackt. Und Du hast recht: mir z.B. fehlt jedes Verständnis dafür, dass es soviele Menschen gibt, die auf Dicken rumhacken. Nur, weil einem der Anblick nicht gefällt? Ich meine hier nicht Dich persönlich (naja, vielleicht ein kleines bisschen :smile:), sondern eher die Allgemeinheit. Keiner sollte einem anderen vorschreiben, wie er auszusehen hat. Würdest Du doch auch nicht wollen, oder? Und ich empfinde Deine Beiträge (von denen mir in den letzten Tagen so einige über den Weg gelaufen sind) schon teilweise als recht "streng", wenn es um das Aussehen anderer Menschen geht.


(PS: Normal kommt von Norm, eine Norm wird definiert und alles, was nicht in diese passt, bewegt sich außerhalb des Rahmens. Also wird dick nicht normal, weil immer mehr zu viel essen und sich zu wenig bewegen. Die Norm für das Gewicht wurde von einem Arzt definiert und später von mehreren Ärzten und Wissenschaftlern verbessert/belegt.)

Norm kann aber auch anders definiert werden, nämlich eben so: was am häufigsten vorkommt, ist normal = die Norm (nicht auf meinem Mist gewachsen). Deine Definition und meine Definition sind beide richtig. Deswegen schrieb ich ja auch: "Wenn man davon ausgeht, dass normal bedeutet..." usw.

Fleur-bleue
12.05.2010, 16:41
Im Übrigen ist der BMI (und das ist nicht meine Meinung allein) überbewertet. Ein Bodybuilder kann einen sehr hohen BMI haben, aber ist deswegen weder fett noch zwangsläufig krank. Ein BMI ist nur eine Zahl, den irgendwelche Menschen festgelegt haben. Eine aktive Dicke, die sich viel bewegt und nicht gerade immer nur Fast Food isst, kann gesünder sein, als eine Schlanke, die viel Süßigkeiten isst anstatt "richtiger" Nahrung und eine Couchpotatoe ist.

Sorry fürs OT.

Tabetha
12.05.2010, 16:58
Norm kann aber auch anders definiert werden, nämlich eben so: was am häufigsten vorkommt, ist normal = die Norm (nicht auf meinem Mist gewachsen). Deine Definition und meine Definition sind beide richtig. Deswegen schrieb ich ja auch: "Wenn man davon ausgeht, dass normal bedeutet..." usw.

Eine solche wissenschaftliche Definition kenne ich nicht, kannst Du mir hierfür eine (wissenschaftliche) Quelle geben?
Anders definiert werden kann vermutlich alles, ich bevorzuge allerdings in solchen Fällen wissenschaftliche Definitionen und nicht "das Volk sagt" - das behauptet auch in schönster Sturheit und Nachrederei, dass Klaustrophobie Platzangst sei ...

Tabetha
12.05.2010, 17:08
Warum ich so "streng" (Gouvernante kam mir da in den Sinn ;- )) bin? Ich finde, der zweite Satz meiner Signatur passt hervorragend - er stammt übrigens von einem Mann.

Fleur-bleue
12.05.2010, 17:38
zu viel OT ;- )

Schade, ich hatte meine Antwort an Dich schon fertig :freches grinsen:

Fleur-bleue
12.05.2010, 17:39
Warum ich so "streng" (Gouvernante kam mir da in den Sinn ;- )) bin? Ich finde, der zweite Satz meiner Signatur passt hervorragend - er stammt übrigens von einem Mann.

Na, was denn jetzt :knatsch: :smirksmile:

Tabetha
12.05.2010, 17:44
Na, was denn jetzt :knatsch: :smirksmile:

Tschuldigung. Bin jetzt zerknirscht ;- )

Fleur-bleue
12.05.2010, 17:50
Eine solche wissenschaftliche Definition kenne ich nicht, kannst Du mir hierfür eine (wissenschaftliche) Quelle geben?
Anders definiert werden kann vermutlich alles, ich bevorzuge allerdings in solchen Fällen wissenschaftliche Definitionen und nicht "das Volk sagt" - das behauptet auch in schönster Sturheit und Nachrederei, dass Klaustrophobie Platzangst sei ...

Bedeutungen:

[1] ohne Steigerung: Vorhandenen Normen entsprechend
(gesellschaftlichen, wissenschaftlichen, medizinischen, subjektiv erfahrenen)
[2] Über längere Zeiträume ähnlich ablaufenden Ereignissen entsprechend
[3] ohne Steigerung: im rechten Winkel/orthogonal (Mathematik)

Quelle: Wiktionary. Gilt das als wissenschaftliche Quelle? :smile:

Bei Pons finde ich zu normal: "Üblich; der Norm entsprechend".

So, last post OT.

Fleur-bleue
12.05.2010, 17:51
Tschuldigung. Bin jetzt zerknirscht ;- )

:freches grinsen:

Tabetha
12.05.2010, 17:55
Quelle: Wiktionary. Gilt das als wissenschaftliche Quelle? :smile:



Nein. Ein "freies" Wörterbuch ist keine wissenschaftliche Quelle.

Inaktiver User
13.05.2010, 11:12
Wenn man davon ausgeht, dass "normal" das am häufigsten vorkommende meint (also das, das die Regel ist), dann ist allerdings mittlerweile "dick" normal. Laut einer Studie der International Association for the Study of Obesity (IASO) aus dem Jahr 2007 sind 58,9 % der deutschen Frauen übergewichtig (BMI > 25). In den USA sollen mehr als zwei Drittel übergewichtig sein (genauere Quellenangaben habe ich auf die Schnelle leider nicht gefunden).


Es lebe die Statistik! Wenn 58,9 % der Frauen einen BMI über 25 haben, dann haben 41,1 % der Frauen einen unter 25!
Welche Frauen sind denn gemeint? Wahrscheinlich alle zwischen 18 und 80 Jahren! Bedenkt man, dass sich die Alterspyramide zugunsten der Alten verschiebt und die Älteren natürlicherweise etwas mehr Gewicht haben, erklärt das den Anteil derer mit einem höheren BMI. Die Statistik sagt also gar nichts darüber aus, wie schlank die 18 bis 40-jährigen sind.

Ich stimme Tabetha zu. Wir leben im 21. Jh. Das Gymnasium wurde zur stärksten Schulform. Rheinland-Pfalz will oder hat schon die Hauptschule abgeschafft. Somit ist der Anteil der Frauen, die Abi/Mittlere Reife machen höher als der Anteil der Hauptschülerinnen. Nicht die Hauptschülerin mit einer abgebrochenen Verkäuferinnenlehre, die dann gezwungenermaßen bei Aldi arbeitet, ist die Norm, sondern die gut ausgebildeten werden die zukünftige Norm sein. HOFFENTLICH!!
Die Bildungssituation in den 70er bis 80er Jahren interessiert hier nicht.

Das heißt: Schlank sind junge Frauen und Frauen mit guter Ausbildung. Diese werden in der Brigitte gezeigt. Da die gezeigte Mode oftmals nicht ganz billig ist, setzt das schon voraus, dass sich die interessierte Leserin diese Mode auch leisten kann. Die Aldi-Kassiererin kann das nicht. Die findet ihre Modevorschläge in Bild der Frau. Und wer genau hinschaut, wird nicht nur die 18-jährige Schülerin entdecken, sondern auch viele 30 und 40-jährige Models.
Die sind zwar schlank, haben aber keine Modelmaße (90-60-90, 180 cm) . Da gibt es kleine und große mit unterschiedlichen Beinen und Busen, eben ganz normal gebaute schlanke Frauen.

Inaktiver User
13.05.2010, 13:26
Um nochmal auf die Ausgangsfrage zurückzukommen:

Nein, ich finde die Frauen in der "Brigitte" nicht zu schön, zu jung oder zu dünn.


Sie sind genauso, wie Frauen sein müssen, um an dieser Stelle in den Modestrecken abgebildet werden zu können.


Denn, und jetzt hole ich etwas aus:

Seit ich im zarten Alter von Mitte Zwanzig :freches grinsen: diese Zeitschrift für mich entdeckt habe, kaufe & lese ich sie in unregelmäßigen Abständen.

Manchmal hab'ich versucht, ganz auf die "Brigitte" zu verzichten, was mir dann auch ab und an über längere Zeiträume gelang bevor ich wieder "rückfällig" geworden bin.:smirksmile:

Oft habe ich mich gefragt, was ich daran so faszinierend finde, und inzwischen denke ich, dass es diese Mischung aus "Dichtung & Wahrheit" ist (aus die übrigens sämtliche Frauen(-mode-)zeitschriften gemacht sind), die ich ganz gut gelungen finde und die mich jedesmal wieder "ködert":smirksmile:

Da ist einerseits der Bezug zur Realität (= Wahrheit), der sich z.B. in den Reportagen, Finanzberatung, etc. widerspiegelt, andererseits die schillernde glitzernde Star (Interviews mit SchauspielerInnen, etc.)- und Modewelt (= Dichtung, oder auch "Märchen"), die wie geschaffen ist, sich ein wenig aus dem Alltag wegzuträumen, (Dazu noch die Rezept- und Wohnideen, anhand derer man ein wenig "heile-Welt-Flair" atmen kann...), bzw. sich selbst als (gedachte) Protagonistin in dieser anderen Welt wahrzunehmen: "Wie würde ich denn in diesem Kleid ausschauen, ach ja, und mal über diese Dünen zu laufen und dann ein Bad im Meer mit DIESEM Badeanzug zu tätigen"... Seufz!"

Und da kommt die "Ohne - Models" -Problematik ins Spiel:

Hier kommt es nämlich zur Vermischung von Dichtung und Wahrheit, Irritationen ist die Folge, wobei die "Brigitte"-Macher die Quadratur des Kreises versucht haben und darin ziemlich erfolgreich sind.

Waren vorher bezüglich Modefotos die Grenzen klar (Modefotos mit professionellen Models), und wusste man, dass es sich ja um Models, also keine "richtigen" Frauen aus dem realen (sic!) Leben handelte, sind es nun eben "reale" Frauen, die in die Rolle (nochmal "sic!) von Models schlüpfen um die LeserInnen in den (Mode-)Traum, der aber durch die "realen Models" ein bisschen wahrer geworden zu sein scheint (also auch für mich Ottonormalverbraucherin und "reale Frau"erreichbar), zu entführen.

So.

Wenn das Ziel also im Grunde das gleiche geblieben ist (= Urlaub vom Alltag - aber nicht zu sehr - mit Hilfe der Brigitte), weshalb soll ich mich von nun an in meiner Tagträumerei, von sog. "realen" Frauen, die mir von den bunten Seiten (mit den immer noch gelungenen Modestrecken, wo man gar nicht bemerkt, dass "das gar keine "richtigen" Models sind) entgegenlächeln, stören lassen?

Da finde ich es ehrlicher, sowohl von Seiten der Brigitte, als auch von Seiten der LeserInnen, dazu zu stehen, dass für Modefotos eben nur bestimmte Typen von Frauen (auch wenn man sie vom "richtigen" Leben weg in das Studio der Brigitte holt) geeignet sind.

Deshalb finde ich, dass die derzeit gezeigten Frauen in der Brigitte genau die richtigen sind und weder zu dünn, noch zu jung, noch zu schön. Sie sind so, wie sie sein müssen.
Frauen bis 30 - 40 (Altersgrenzen sind fließend) mögen sich dann noch in ihnen repräsentiert finden, die anderen können dann ja "brigitte-woman" lesen :freches grinsen: (Was ich jetzt auch schon vermehrt tue, denn man wird ja älter und bin nun auch "schon" Anfang 40 :freches grinsen:)

Deshalb finde ich ewk's Zitat in diesem Zusammenhang wohl bitter, aber durchaus stimmig (ich denke, so ist es auch von den Redaktionen so vorgesehen):


(...)
Finden sich die Ü30erinnen also nur noch im WOMAN-Reservat, weil nicht herzeigbar im normalen Heft?? Soll diese Botschaft transportiert werden???? :ooooh:

So, das wars für heute

:blumengabe:

Inaktiver User
13.05.2010, 13:56
Schiebe doch noch was hinterher, muss ich einfach loswerden:

So langsam finde ich das ganze "Ohne Models" - Gedöns nervig, auch der ständige Hinweis auf dem Heft hierzu. Und das umso mehr, wo die abgebildeten Frauen ja doch "Beinahe-Models" sind und von Profis kaum zu unterscheiden. (was ist eigentlich mit den Modelgagen? Werden die "normalen" Frauen auch, wenigstens ein bisschen, bezahlt? Oder lohnt sich das nicht, weil ja der Aufwand, diese in Szene zu setzen viel größer ist als bei Profimodels?)

Wirklich mutig fände ich es, wenn die Brigitte mal wenigstens in einer Ausgabe Frauen zeigten, die einen Querschnitt durch Bevölkerung/Beruf und Alter bildeten. Vom 15- jährigen Mädchen bis hin zur 80-jährigen Dame. Aber das gehört dann wohl weniger zur Kategorie "Mode" als eher zur Kategorie "Kunst".

:Sonne:

coryanne
13.05.2010, 14:07
Ich stimme Tabetha zu. Wir leben im 21. Jh. Das Gymnasium wurde zur stärksten Schulform. Rheinland-Pfalz will oder hat schon die Hauptschule abgeschafft. Somit ist der Anteil der Frauen, die Abi/Mittlere Reife machen höher als der Anteil der Hauptschülerinnen. Nicht die Hauptschülerin mit einer abgebrochenen Verkäuferinnenlehre, die dann gezwungenermaßen bei Aldi arbeitet, ist die Norm, sondern die gut ausgebildeten werden die zukünftige Norm sein. HOFFENTLICH!!
Die Bildungssituation in den 70er bis 80er Jahren interessiert hier nicht.
Das heißt: Schlank sind junge Frauen und Frauen mit guter Ausbildung. Diese werden in der Brigitte gezeigt. Da die gezeigte Mode oftmals nicht ganz billig ist, setzt das schon voraus, dass sich die interessierte Leserin diese Mode auch leisten kann. Die Aldi-Kassiererin kann das nicht. Die findet ihre Modevorschläge in Bild der Frau. Und wer genau hinschaut, wird nicht nur die 18-jährige Schülerin entdecken, sondern auch viele 30 und 40-jährige Models.
Die sind zwar schlank, haben aber keine Modelmaße (90-60-90, 180 cm) . Da gibt es kleine und große mit unterschiedlichen Beinen und Busen, eben ganz normal gebaute schlanke Frauen.



1. es sind sicher nicht die abiturientinnen von heute oder morgen, die brigitte heute lesen...

2. finde ich deine argumentation absolut nicht logisch...

3. nur weil man sich die gezeigte mode nicht leisten kann, heisst das noch nicht, dass man sich dort keine anregungen holen kann...

4. meine tante hat z.b. schuhe in einer schuhfabrik genaeht, war immer uebergewichtig (aber sehr attraktiv, ist sie heute noch mit 63) und hat ueber jahrzehnte brigitte gelesen...(bei ihr habe ich in der brigitte geblaettert, wahrscheinlich bevor ich lesen konnte...)

5. diejenigen, denen brigitte gefaellt, werden sie kaufen...

6. finde ich diese stereotypisierung unertraeglich...

Tabetha
13.05.2010, 14:30
Die Tante ist aber tatsächlich nicht die Zielgruppe:


* BRIGITTE.de erreicht monatlich 976.000 UserInnen.
* 70% der UserInnen sind Frauen.
* Der Altersschwerpunkt der Nutzerschaft liegt im Alter von 20 – 49 Jahren, 64% der BRIGITTE.de-UserInnen gehören zu dieser Altersgruppe, 48% sind im Alter zwischen 14 und 39 Jahren.
* BRIGITTE.de-UserInnen sind überdurchschnittlich gut gebildet, 40% haben (Fach-) Abitur oder einen (Fach-) Hochschulabschluss.
* Sie verdienen außerdem überdurchschnittlich gut: 34% von ihnen verfügen über ein Haushaltsnettoeinkommen von 3.000 EUR oder mehr.
* Die BRIGITTE.de-UserInnen haben ein überdurchschnittliches Interesse an Damenkosmetik und -bekleidung, Parfums/Düften, Wellnessprodukten, Bahn- und Flugtickets, Tickets für kulturelle Veranstaltungen sowie für Hotels und Urlaubsreisen.
* Sie nutzen das Internet überdurchschnittlich oft, um sich über die Themen Essen, Trinken und Genießen, Fitness und Wellness sowie Familie und Kinder zu informieren. Online-Banking wird überdurchschnittlich genutzt.
* Die Erfahrungen mit E-Commerce beziehen sich überdurchschnittlich auf den Kauf von Damenkleidung und -kosmetik, Wellness- und Gesundheitsprodukten, Büchern sowie Eintrittskarten für kulturelle Veranstaltungen und der Buchung von Hotels und den Kauf von Flug- und Bahntickets.

Quelle: internet facts 2009-IV Basis: Nutzer pro Monat

Inaktiver User
13.05.2010, 14:37
Internetplattform und Printmedium sind immer noch zwei Paar Schuhe...

_tarasjugina_
13.05.2010, 15:02
in meinem abijahrgang 1982 haben um die 20 % des altersjahrgangs abitur gemacht. davon waren ca. die haelfte maedchen. also 10 % der frauen des altersjahrgangs 1982 von den 10 % wiederum haben 30 % ein studium begonnen. aber nicht alle auch abgeschlossen.


:smirksmile: ähm, coryanne - so leicht rechnest Du aber bitte nicht den Anteil der Abiturientinnen in den Achtzigern runter ...

sorry für OT, aber da bin ich gerade gestolpert!

Inaktiver User
13.05.2010, 15:26
Schiebe doch noch was hinterher, muss ich einfach loswerden:

So langsam finde ich das ganze "Ohne Models" - Gedöns nervig, auch der ständige Hinweis auf dem Heft hierzu. Und das umso mehr, wo die abgebildeten Frauen ja doch "Beinahe-Models" sind und von Profis kaum zu unterscheiden. (was ist eigentlich mit den Modelgagen? Werden die "normalen" Frauen auch, wenigstens ein bisschen, bezahlt? Oder lohnt sich das nicht, weil ja der Aufwand, diese in Szene zu setzen viel größer ist als bei Profimodels?)

Wirklich mutig fände ich es, wenn die Brigitte mal wenigstens in einer Ausgabe Frauen zeigten, die einen Querschnitt durch Bevölkerung/Beruf und Alter bildeten. Vom 15- jährigen Mädchen bis hin zur 80-jährigen Dame. Aber das gehört dann wohl weniger zur Kategorie "Mode" als eher zur Kategorie "Kunst".

:Sonne:
Genau darum geht es ja.... man macht sich "besser" als die anderen Hefte, denn man verzichtet ja auf die Models und zeigt ausschließlich normale Frauen. Und weist auf jeden Fall auch ständig darauf hin, damit es auch alle mitkriegen. Das ist auch notwendig, denn ohne Hinweis könnte keiner einen Unterschied zwischen der Brigitte vorher (= mit Models) und jetzt (ohne M.) feststellen. :pfeifend:
Ich finde das einfach albern.
Von mir aus können Modestrecken ruhig mit Models fotografiert werden, schließlich ist das ja deren Beruf (und außerdem ist ein Model ja wohl auch noch irgendwo eine normale Frau, oder was sonst?) - und außerdem denke ich durchaus, dass die Agenturen auch für verschiedene Wünsche und Anforderungen die passenden Models vorhalten (also ggf. auch vollschlanke.... auch hierfür gibt es Agenturen).
Also, Schluss mit dem Theater und der Mogelpackung und gut is.

Inaktiver User
13.05.2010, 15:40
Die Brigitte ist doch ein gigantischer Werbeträger für die Modeindustrie. Die "Brigitte-Modelle" der 70er und 80er Jahre waren Verkaufsrenner. Die Labels, die der Brigitte ihre Mode zur Verfügung stellen, möchten eine bestimmte Art Model. Dazu gehört eben nicht meine "normale" Nachbarin mit Kleidergröße 46 und grauen Haaren im Pudellook.
Würde sich die Brigitte tatsächlich auf diese "normale" Frau einlassen, würden ihre Werbekunden wegbleiben, im Grunde wäre die Zeitschrift am Ende.

Coryanne, meine Argumentation ist schon logisch. Deine Tante ist die Ausnahmeleserin, welche die Regel bestätigt.

Seien wir doch ehrlich! Die Laienmodels, egal in welchem Alter, sind attraktiv, fast so schön wie die Profimodels und bewegen sich genauso gekonnt wie diese vor der Kamera. Und genau das stört die übergewichtige, trutschige und langweilig gekleidete Leserin und mault.

"Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land? Frau Nachbarin, ihr seid die Schönste hier, aber das Brigittemodel in Hamburg ist tausendmal schöner als ihr!"

Inaktiver User
13.05.2010, 15:59
Seien wir doch ehrlich! Die Laienmodels, egal in welchem Alter, sind attraktiv, fast so schön wie die Profimodels und bewegen sich genauso gekonnt wie diese vor der Kamera. Und genau das stört die übergewichtige, trutschige und langweilig gekleidete Leserin und mault.

"Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land? Frau Nachbarin, ihr seid die Schönste hier, aber das Brigittemodel in Hamburg ist tausendmal schöner als ihr!"

Wie schön, dass wir alle so vorurteilsfrei sind... Herzlich willkommen.

Inaktiver User
13.05.2010, 16:09
Wie schön, dass wir alle so vorurteilsfrei sind... Herzlich willkommen.

Nö, nur sehr erfahren im Umgang mit ihren Geschlechtsgenossinnen!

Inaktiver User
13.05.2010, 16:11
Ich finde die Vorstellung, dass Mode an Frauen gezeigt werden soll, die den Leserinnen der Zeitschrift möglichst ähneln sollen, absolut absurd.

Meine Lieblingsmodezeitschrift (und daher die einzige, die ich relativ regelmäßig zur Kenntnis nehme) ist die Elle. Es macht mir Vergnügen, die teilweise sehr schönen Modefotos anzuschauen und mich dadurch anregen zu lassen.
Von Ähnlichkeit zwischen mir und den Models kann natürlich keine Rede sein. Ich bin 1. klein und 2. über sechzig. Und selbstverständlich kaufe ich auch nicht regelmäßig in der Preisklasse der dort abgebildeten Modelle.

Aber ich will Mode definitiv an schönen Frauen mit schönen Körpern dargestellt sehen!

Inaktiver User
13.05.2010, 16:21
Ich finde die Vorstellung, dass Mode an Frauen gezeigt werden soll, die den Leserinnen der Zeitschrift möglichst ähneln sollen, absolut absurd.

Meine Lieblingsmodezeitschrift (und daher die einzige, die ich relativ regelmäßig zur Kenntnis nehme) ist die Elle. Es macht mir Vergnügen, die teilweise sehr schönen Modefotos anzuschauen und mich dadurch anregen zu lassen.
Von Ähnlichkeit zwischen mir und den Models kann natürlich keine Rede sein. Ich bin 1. klein und 2. über sechzig. Und selbstverständlich kaufe ich auch nicht regelmäßig in der Preisklasse der dort abgebildeten Modelle.

Aber ich will Mode definitiv an schönen Frauen mit schönen Körpern dargestellt sehen!

Genau das will ich auch, egal ob Profi- oder Laienmodel. Mir gefallen die Frauen und ich erfreue mich an ihrem Aussehen.

Früher war ich eine genauso hübsche und schlanke Zwanzigjährige. Heute bin ich eine genauso hübsche und nicht mehr ganz so schlanke 55-jährige. :lachen:

Inaktiver User
13.05.2010, 16:55
Und genau das stört die übergewichtige, trutschige und langweilig gekleidete Leserin und mault.


Wieso stört es mich dann auch?? :wie?:

Hat da vielleicht einfach jemand was nicht verstanden?? :pfeifend:

Inaktiver User
13.05.2010, 16:58
Aber ich will Mode definitiv an schönen Frauen mit schönen Körpern dargestellt sehen!

Das ist ja auch legitim - und genauso halten es ja auch alle anderen Magazine außer der BRIGITTE, die ich sowieso nicht für ein Modemagazin halte.

Aber wenn ich mich positionieren will durch die Abschaffung von Profimodels dann mach ich mich halt unglaubwürdig, wenn ich anstatt derer nun 20jährige Schauspielerinnen zeige.

Das ist genauso albern wie wenn in der DOVE-Werbung 60kg Frauen als übergewichtig vorgeführt würden.

Inaktiver User
13.05.2010, 17:41
Und genau das stört die übergewichtige, trutschige und langweilig gekleidete Leserin und mault.

Möchtest du uns nicht erleuchten?

Hast du Erkenntnisse über das Äußere der Posterinnen hier, von denen wir nichts wissen?

Oder worauf gründest du solche unverschämten Mutmaßungen über das Äußere von Posterinnen?

Tabetha
13.05.2010, 18:15
Möchtest du uns nicht erleuchten?

Hast du Erkenntnisse über das Äußere der Posterinnen hier, von denen wir nichts wissen?

Oder worauf gründest du solche unverschämten Mutmaßungen über das Äußere von Posterinnen?

Wo steht denn, dass sie eine Posterin hier meint bzw. mehrere? Ich fühle mich nicht angesprochen.

Inaktiver User
13.05.2010, 18:32
Na, wir reden hier in diesem Thread doch über die "Nicht"-Models - wer sonstwo auf der Welt was dazu zu sagen hat, wird sie kaum gemeint haben (und wenn doch, wäre das aus kommunikationstheoretischer Sicht doch sehr seltsam).

Aber falls doch: Auch dann wüsste ich gerne, woher sie weiß, dass diejenigen, die Kritik anbringen, übergewichtig, trutschig und sonstwas sind.

(Zur Erläuterung: Mich stört einfach diese herablassende Beschreibung von anderen Frauen, die einfach mal anderer Meinung sind.)

Tabetha
13.05.2010, 19:24
Na, wir reden hier in diesem Thread doch über die "Nicht"-Models - wer sonstwo auf der Welt was dazu zu sagen hat, wird sie kaum gemeint haben (und wenn doch, wäre das aus kommunikationstheoretischer Sicht doch sehr seltsam).



Wen jetzt? Den Satz verstehe ich nicht - obwohl (weil? ;- )) ich Kommunikationspraktikerin bin ...

Inaktiver User
13.05.2010, 20:00
Ich fand meine Aussage gut verständlich.

coryanne
13.05.2010, 21:58
:smirksmile: ähm, coryanne - so leicht rechnest Du aber bitte nicht den Anteil der Abiturientinnen in den Achtzigern runter ...

sorry für OT, aber da bin ich gerade gestolpert!

aktuelle zahlen (http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,577161,00.html)

zahlen von 1970 - 2000 (http://www.bmbf.de/pub/sdi_05_04_bildungsintensivierung.pdf): Seite 14, Seite 38 zum beispiel; diese zahlen beziehen sich auf die in diesem Jahr erreichten schulabschluesse. von allen erreichten abschluessen, haben 1982 3 % abitur.

_tarasjugina_
13.05.2010, 23:21
:blumengabe: coryanne, mir ging es nur um den Rechenweg - wenn 20% eines Jahrgangs Abitur machen und davon die Hälfte Mädchen sind, dann machen nicht nur 10% der Mädchen das Abi.

Gruß, T.

Inaktiver User
14.05.2010, 10:40
Seien wir doch ehrlich! Die Laienmodels, egal in welchem Alter, sind attraktiv, fast so schön wie die Profimodels und bewegen sich genauso gekonnt wie diese vor der Kamera. Und genau das stört die übergewichtige, trutschige und langweilig gekleidete Leserin und mault.

"Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land? Frau Nachbarin, ihr seid die Schönste hier, aber das Brigittemodel in Hamburg ist tausendmal schöner als ihr!"[/QUOTE]






Mich (nicht übergewichtig, untrutschig - langweilig gekleidet...meinetwegen) stört es auch.
Da werden Laienmodels angekündigt - und was erscheint?
Frauen, die jung, schön, schlank sind und eigentlich Models sein könnten - wenn sie wollten. Nur sind sie's nicht.
Was hat nun die unmodelige Leserin davon?
Sie lernt, dass sie wirklich eine Art Alien für Modemacher ist - und für Frauenzeitschriften auch, trotz aller politischer Correctness.

Wenn man schon Laienmodels ankündigt, dann bitte auch ein paar Dicke, Alte nehmen, auch mal eine mit schiefer Nase - aber den Mut muss man erst mal haben..dann würden sich alle Frauen repräsentiert fühlen - denn die Mehrheit aller Frauen hat nun mal keine Idealmaße und ist nicht perfekt schön.

FRagt sich nur, ob frau das wirklich sehen will und die Mode kaufen würde, die Unperfekte zeigen...ich glaube ehr nicht.

Inaktiver User
14.05.2010, 11:57
Mich (nicht übergewichtig, untrutschig - langweilig gekleidet...meinetwegen) stört es auch.
Da werden Laienmodels angekündigt - und was erscheint?
Frauen, die jung, schön, schlank sind und eigentlich Models sein könnten - wenn sie wollten. Nur sind sie's nicht.
Was hat nun die unmodelige Leserin davon?
Sie lernt, dass sie wirklich eine Art Alien für Modemacher ist - und für Frauenzeitschriften auch, trotz aller politischer Correctness.

Wenn man schon Laienmodels ankündigt, dann bitte auch ein paar Dicke, Alte nehmen, auch mal eine mit schiefer Nase - aber den Mut muss man erst mal haben..dann würden sich alle Frauen repräsentiert fühlen - denn die Mehrheit aller Frauen hat nun mal keine Idealmaße und ist nicht perfekt schön.

:blumengabe:


FRagt sich nur, ob frau das wirklich sehen will und die Mode kaufen würde, die Unperfekte zeigen...ich glaube ehr nicht.


Ich denk schon.

Zumindest kauf ich mir so und so nichts, weil ein überirdisch perfektes Model das anhat, sondern weil es mir gefällt, zu mir passt, ich es will oder brauche und mir leisten kann. :smirksmile:

Inaktiver User
14.05.2010, 12:19
Da werden Laienmodels angekündigt - und was erscheint?
Frauen, die jung, schön, schlank sind und eigentlich Models sein könnten - wenn sie wollten. Nur sind sie's nicht.
Was hat nun die unmodelige Leserin davon?

Nein, sie könnten keine Models sein. Profimodels dürfen schon eine bestimmte Körpergröße nicht unterschreiten und brauchen bestimmte Maße, die bei ihrer Größe schon ungewöhnlich ist. Außerdem brauchen Models bestimmte unmarkante, aber ebenmäßige Gesichtszüge, die ideal zu schminken sind. Das alles haben die Laienmodels nicht. 160 cm sind nun mal, wenn auch schlank, keine Modelmaße. Ich sehe da kurze und lange Beine, manchmal auch dicke Knie und Oberschenkel. Das alles wird natürlich so fotografiert, dass man es nur bei genauem Hinsehen erkennt.
Es gibt auch deutlich mehr ältere Models jenseits der 30 und mehr mollige Models.
Das besondere ist halt, dass die Laien profimäßig in Szene gesetzt werden. Auf der Straße würden wir sie eher als durchschnittlich hübsch und durchschnittlich schlank wahrnehmen.

Es gibt den Typ, wie Du es nennst "unmodelige Leserin", die auch mithilfe des besten Stylisten und Maskenbilders nicht von einer äußerlich langweiligen Frau in eine attraktive Frau mit Twist verwandelt werden kann. Kleider an einer solchen Frau präsentiert, würden reizlos wirken. Ich denke, dass will niemand sehen, die Modehersteller schon garnicht!!

Was bei dieser Aktion vergessen wird, ist die Tatsache, dass die Brigitte auch verkauft werden muss. Brigitte muss sich den Markt mit immer mehr Modezeitschriften teilen. Umsatzmäßig soll ja wohl der Marktanteil verteidigt, besser noch gesteigert werden. Die Macher wissen schon, warum sie nicht die Vorstellungen der Leserinnen umsetzen. Das würde geradewegs ins Aus führen.

coryanne
14.05.2010, 14:07
mich stoeren die models in der brigitte nicht. ich denke nur die ankuendigungen der aktion haben spektakulaereres erwarten lassen.

im gegensatz zu dir denke ich jedoch, dass es keine frau gibt, die nicht durch gekonntes make-up und kleidung attraktiv sein kann...

niemand muss die brigitte kaufen! wer mit dem konzept nicht zufrieden ist, kann es einfach bleiben lassen. die verkaufszahlen werden den machern recht geben oder eben nicht...

ich habe mein (ueberteuertes) auslandsabo nicht mehr verlaengert.

Inaktiver User
14.05.2010, 16:06
Nein, natürlich musst Du die Brigitte nicht kaufen.

Wenn ich alle die Threads zum Thema Laienmodels durchlese, merke ich doch, dass viele Userinnen hier gewisse Erwartungen hatten und nun enttäuscht sind bzw. sich getäuscht fühlen.

Warum war ich nicht enttäuscht? Vielleicht weil der Begriff "normale Frau" recht dehnbar ist und jede sich etwas anderes darunter vorstellt?
Für manche sind Frauen im mittleren Alter (?) normal, für andere wiederum Frauen mit Kleidergröße 42/44, weil das der statistischen Norm entspricht.

Für mich sind die Laienmodels normale junge und schlanke Frauen. So habe ich während meines späten Studiums meine Kommilitoninnen wahrgenommen. Zugegeben, viele der Studentinnen und Dozentinnen hatten keine glückliche Hand die Mode betreffend, aber mit schön gefönten Haaren, hübsch geschminkt und in einem modischen Outfit in Szene gesetzt, wären genau diese Models dabei herausgekommen.

In dem Sinne, ein schönes Wochenende! :Sonne:

Tabetha
14.05.2010, 16:27
Da werden Laienmodels angekündigt - und was erscheint?
Frauen, die jung, schön, schlank sind und eigentlich Models sein könnten - wenn sie wollten. Nur sind sie's nicht.


Nein, könnten sie nicht, wie später auch klargestellt wird.
Warum wird hier eigentlich das Negative gesehen - die Nichtmodels sind auch attraktiv (wie unverschämt) - und nicht das Positive - es gibt auch noch andere attraktive Menschen, man muss kein Model sein?

Ich finde das positiv, dass es ab und an auch noch hübsche Menschen gibt, die auch etwas aus sich machen. Ich muss anscheinend öfter mal in die Brigitte schauen. 1 Stunde im Café am Fenster in einer Kleinstadt in SH hat mich glauben lassen einer Vorstellung der Rocky Horror Picture Show beizuwohnen. Ich finde hübsche, gepflegte und "zurechtgemachte" Menschen nun einmal netter anzusehen, als das, was ich heute sehen musste (das gilt für alle Altersstufen). Wer das sehen möchte und sich durch hübsche Menschen (bzw. einfach gut geschminkte Frauen?) beleidigt fühlt, möge sich melden. Ich gebe meinen Fensterplatz im Café freiwillig ab.

Eigentlich macht die Brigitte doch nichts Falsches. Sie zeigt, dass man kein Model sein muss, um gut auszusehen und um als attraktiv angesehen zu werden. Warum da jetzt speziell der Fokus auf Übergewicht und Unattraktivität gelegt werden sollte, erschließt sich mir nicht.
Wobei ich nichts gegen Mode in Gr. 42, wohlproportionierte (!) Frauen und auch nichts gegen Frauen habe, die älter als 20 sind und die auch Platz in einer Modezeitschrift finden sollten.

Ich erwarte aber von einer Brigitte nicht, die unschöne Welt abzubilden. Dafür hat sie weder die Kompetenz, noch ist es ihre Aufgabe. Dies liegt im Bereich anderer Printartikel.
Das Thema der Brigitte ist Mode, Kosmetik - und damit in meinen Augen die Schönheit. Nicht der Makel.
Wer sie wohl kaufen würde, eine Zeitschrift, die in aller Deutlichkeit Dellen, Fettpolster und zu enge Shirts darstellen würde?
Was nicht heißen soll, dass man sich jenseits jeglicher Realitäten bewegen sollte - das hat die Brigitte meiner Meinung nach auch nie so sehr gemacht, wie andere. Schlank sein ist nämlich nicht realitätsfern. Und sich ein wenig nett zurechtmachen und mit dem Outfit Mühe geben auch nicht.
Absurd ist für mich z. B. Werbung für reife Haut mit faltenfreien zwanzigjährigen Models. Aber die Sache ist recht einfach - ich kaufe die Produkte dieser Firma nicht mehr.

Inaktiver User
14.05.2010, 19:38
Wobei ich nichts gegen Mode in Gr. 42, wohlproportionierte (!) Frauen und auch nichts gegen Frauen habe, die älter als 20 sind und die auch Platz in einer Modezeitschrift finden sollten.


Das stört mich am meisten.

Bei der aktuellen Wahl, wer ins Heft kommen soll, sind die Frauen zwischen 19 und 31 Jahre alt, keine einzige älter. Im Schnitt knappe 25 Jahre.

Was soll uns das sagen? MIt 30 ist Schluß mit lustig?? Oder man hat nur noch im "Goldenen Blatt" seine Daseinsberechtigung??

Wirklich zeitgemäß find ich das nun wirklich nicht!!! :knatsch:

Inaktiver User
14.05.2010, 22:10
Bei der aktuellen Wahl, wer ins Heft kommen soll, sind die Frauen zwischen 19 und 31 Jahre alt, keine einzige älter. Im Schnitt knappe 25 Jahre.


Stimmt, die Alterspanne sähe ich auch gern erweitert. Ich sähe gern schöne alte Frauen, interessant bekleidet - so 50 bis 60 aufwärts. Die gibt es, ab und an begegnet man ihnen.
Aber solche Frauen gibt es ja glücklicherweise auch als Profi-Models, man sieht sie nur zu selten.

coryanne
15.05.2010, 00:01
mich stoeren die frauen in der brigitte nicht und dass ich sie nicht mehr bestelle hat auch nichts damit zu tun, sondern einfach mit dem preis...

ich lese hier die amerikanische in-style, marie-claire und elle fuer einen appel und ein ei... (z.t. 10 - 15 $/jahr; die erscheinen auch nur einmal im monat und das reicht auch, finde ich. vielleicht taete sich brigitte auch leichter damit, nur ein heft im monat herauszubringen...) und da habe ich jetzt einfach mal auf die bri verzichtet...

und die maedels in diesen zeitschriften sind auch jung und schoen, die mode oftmals teuer (obwohl auch varianten in guenstig gezeigt werden und beispiele, wie man den gleichen stil guenstiger erzielen kann...) ich gucke mir die gerne an, besonders wenn ich den kopf voll mit anderen sachen und nichts anspruchsvolles mehr lesen kann und will...

anregungen finde darin auch viele, auch wenn ich aelter bin und eine groessere groesse brauche...:smile:

ich denke, wenn brigitte nicht angekuendigt haette, dass sie nicht mehr mit models arbeitet, haette das vielleicht gar niemand bemerkt... deshalb sind vielleicht manche von dem ergebnis enttaeuscht!

Tabetha
15.05.2010, 08:24
Das stört mich am meisten.

Bei der aktuellen Wahl, wer ins Heft kommen soll, sind die Frauen zwischen 19 und 31 Jahre alt, keine einzige älter. Im Schnitt knappe 25 Jahre.

Was soll uns das sagen? MIt 30 ist Schluß mit lustig?? Oder man hat nur noch im "Goldenen Blatt" seine Daseinsberechtigung??

Wirklich zeitgemäß find ich das nun wirklich nicht!!! :knatsch:

Eben. Darum nehme ich aber solche "Frauenzeitschriften" schon seit mehr als zwei Jahrzehnten nicht ernst. Oder nimmst Du, ewk, eine zwanzigjährige "Redakteurin" ernst, die Dir weismachen will, wie Du Dein Leben zu führen hast? Von den ganzen blödsinnigen Themen, die uns angeblich zu bewegen haben, ganz zu schweigen. Wirklich wichtige Themen werden von Blümchenredakteurinnen oberflächlich gepudert. Es hat seine Gründe, warum die eine beim Stern und die andere bei der Brigitte arbeitet.

Bei der Wahl der schönsten Frauen der Welt war unter den ersten Zehn lediglich eine unter 40. Sie ist 34 Jahre. Wenn die Brigitte diese Frauen nicht als Zielgruppe hat, weil sie deren Ansprüchen qualitativ gar nicht gerecht werden kann, warum kauft Ihr sie? Lasst es doch - soll sie sich doch mit den paar Zwanzigjährigen mit Geld finanzieren. Zuerst würden die Werbekunden wegbrechen - insbesondere die, die hochwertige, teurere Produkte anbieten. Die werden nämlich nur in Ausnahmefällen von sehr jungen Frauen gekauft werden (können). Es würden erheblich weniger Zeitschriften verkauft, denn die Käuferin ist bisher eher die Frau über 30-49.
Warum wird von Euch eine Zeitschrift gekauft und damit gefördert, die Eurer Meinung Eure Generation nicht berücksichtigt? Die Käuferin hat die Macht - sie muss sie nur ausüben.

Inaktiver User
15.05.2010, 09:36
Nein, könnten sie nicht, wie später auch klargestellt wird.
Warum wird hier eigentlich das Negative gesehen - die Nichtmodels sind auch attraktiv (wie unverschämt) - und nicht das Positive - es gibt auch noch andere attraktive Menschen, man muss kein Model sein?

Ich finde das positiv, dass es ab und an auch noch hübsche Menschen gibt, die auch etwas aus sich machen. Ich muss anscheinend öfter mal in die Brigitte schauen. 1 Stunde im Café am Fenster in einer Kleinstadt in SH hat mich glauben lassen einer Vorstellung der Rocky Horror Picture Show beizuwohnen. Ich finde hübsche, gepflegte und "zurechtgemachte" Menschen nun einmal netter anzusehen, als das, was ich heute sehen musste (das gilt für alle Altersstufen). Wer das sehen möchte und sich durch hübsche Menschen (bzw. einfach gut geschminkte Frauen?) beleidigt fühlt, möge sich melden. Ich gebe meinen Fensterplatz im Café freiwillig ab.

Eigentlich macht die Brigitte doch nichts Falsches. Sie zeigt, dass man kein Model sein muss, um gut auszusehen und um als attraktiv angesehen zu werden. Warum da jetzt speziell der Fokus auf Übergewicht und Unattraktivität gelegt werden sollte, erschließt sich mir nicht.
Wobei ich nichts gegen Mode in Gr. 42, wohlproportionierte (!) Frauen und auch nichts gegen Frauen habe, die älter als 20 sind und die auch Platz in einer Modezeitschrift finden sollten.

Ich erwarte aber von einer Brigitte nicht, die unschöne Welt abzubilden. Dafür hat sie weder die Kompetenz, noch ist es ihre Aufgabe. Dies liegt im Bereich anderer Printartikel.
Das Thema der Brigitte ist Mode, Kosmetik - und damit in meinen Augen die Schönheit. Nicht der Makel.
Wer sie wohl kaufen würde, eine Zeitschrift, die in aller Deutlichkeit Dellen, Fettpolster und zu enge Shirts darstellen würde?
Was nicht heißen soll, dass man sich jenseits jeglicher Realitäten bewegen sollte - das hat die Brigitte meiner Meinung nach auch nie so sehr gemacht, wie andere. Schlank sein ist nämlich nicht realitätsfern. Und sich ein wenig nett zurechtmachen und mit dem Outfit Mühe geben auch nicht.
Absurd ist für mich z. B. Werbung für reife Haut mit faltenfreien zwanzigjährigen Models. Aber die Sache ist recht einfach - ich kaufe die Produkte dieser Firma nicht mehr.


Hi Tabetha,
ich will ja auch keine Freak-Show in der Brigitte. Aber es ist ein Unterschied, ob ich eine halbwegs attraktive 45igerin mit Kleidergröße 42/44 in schönen, passenden Kleidern ablichte oder eine häßliche, ungepflegte Pickelige mit Kleidergröße 60.
Die Frauen, die Brigitte zeigt, sind knapp bestenfalls knapp an Modelmaßen und dem favorisierten Alter vorbeigeschrammt, haben Mini-Schwächen, sind trotzdem nicht repäsentativ für die Normalol- Frau da draussen. Schau dich doch mal um!! Da laufen Ältere, Alte, Mollige, Dünne, Kleine, Markante rum, alle wollen gut aussehen ;-) und sind noch lange keine horrormässigen Freaks.
Mode wird nicht nur für Schlanke, Junge, Schöne gemacht ; ich fänd's interessant, auch mal "extremere" Frauentypen in Brigitte zu sehen - nicht nur weichegespülte, stromlinienförmige ecken- und kantenlose Schönheiten zwischen 16-22, die quasi als neutrale Masse den Blick auf die Mode lenken, obwohl das durchaus gewünscht sein kann.

Warum nicht die mal Frauen wirken lassen und die Mode hinten an stellen?
Die Herausforderung wäre sicher größer für die Stylisten und Fotographen - aber ich glaube,es würde sich lohnen.

Würde ich Mode präsentieren wollen, täte ich dies an Profi-Models. Die wissen, wie man ein Kleid in Szene setzt - und nicht sich selbst.

Genauso wichtig finde ich es, durchschnittliche Frauen zu zeigen, die sich der Mode als Stilmittel bedienen, ihren Typ damit unterstreichen - denn eigentlich ist Mode ein Mittel zum Zweck...

Models oder nicht Models?? Beides!! Weil wir Mode möglichst gut repräsentiert sehen wollen - und "echte" Frauen, die die Mode zum Leben erwecken.

Ich fühle mich jedenfalls von Modeteil in Brigitte nicht angesprochen - ich bin zu alt.
Brigitte Woman ist mir zu betulich...also muss ich mich weiterhin auf mich selbst verlassen, um mir mein Styling zusammen zu stellen ;-))

Inaktiver User
15.05.2010, 11:47
ich denke, wenn brigitte nicht angekuendigt haette, dass sie nicht mehr mit models arbeitet, haette das vielleicht gar niemand bemerkt...


Das ist genau der Punkt - es wird mit großem Geschrei etwas angekündigt, was gar nicht auffällt, weil die Models hinterher nicht anders aussehen als vorher. (Nur spart die Brigitte jetzt vermutlich die Modelgagen).
Ganz schön clever, Leserin könnte aber sich ein kleines bisschen verar*** fühlen.

coryanne
15.05.2010, 16:01
am besten wird doch mode gaenzlich ohne model praesentiert, wie zum teil auch in (am.) instyle, elle, marie-claire. das kann man - oder auch nicht - sich ganz neutral an sich selbst vorstellen...

Unbequeme
15.05.2010, 16:35
Auch ich bin von der Aktion "ohne Models" enttäuscht. "Frau" sieht hier nicht die Durchschnittsfrau oder das Durchschnittsmädchen von nebenan, auch wenn das von Brigitte gerne so dar gestellt wird. :knatsch:

Ich frage mich, warum es BYM gibt, also die Zeitschrift für die Youngsters, wenn in der normalen Brigitte das Alter von 20-30 gezeigt wird?! Schade eigentlich.....die Idee dem Magerwahn entgegen zu treten um so das normale Frauenbild wieder zu stärken wird hier nicht wahr genommen. Offensichtlich gehöre ich mit meinen 47 Jahren nicht mehr zum gewünschten Kaufklientel der "normalen" Brigitte-Ausgabe und ich bin tatsächlich am Überlegen mein Abo zu kündigen bzw. vielleicht zu ändern.

Besonders ärgern tut mich der neueste Modeartikel über Abendmode vorgestellt von Abi-Mädchen!! Bitte....zukünftig nur in BYM oder gar nicht!

Eine verärgerte bisher treue Leserin!

Inaktiver User
16.05.2010, 13:24
am besten wird doch mode gaenzlich ohne model praesentiert, wie zum teil auch in (am.) instyle, elle, marie-claire. das kann man - oder auch nicht - sich ganz neutral an sich selbst vorstellen...


:schild genau:100%ige Zustimmung von mir.

Ich weiß jetzt nicht genau, ob es instyle ist, aber in einer Zeitschrift wird auch immer teuerste Designermode sog. "low-budget" Kleidung gegenübergestellt. Wobei die Sachen jetzt nicht billig sind, aber für eine Frau mit einigermaßen soliden finanziellen Möglichkeit bezahlbar. Das finde ich gut. Zu sehen, dass es Teile die im Original schon mal um die 1.000,-- Euronen kosten evtl. von einem anderen Anbieter für ein Zehntel dessen gibt.

Natürlich kann frau auch selber losziehen, die Läden abklappern und nach entsprechenden, vergleichbaren Teilen suchen. Aber ich z. B. habe dazu gar nicht immer die Zeit. Und wenn ich etwas sehe, dass mir gefällt, aber nunmal von Prada ist, was ich mir definitiv kaum leisten kann, freue ich mich, wenn ich in einer Zeitschrift den Tipp erhalten, dass es etwas ähnliches z. B. auch von Vero Moda oder so gibt.

Mir ist es daher auch lieber nur die Kleidungsstücke auf Kleiderständern oder liegend arrangiert fotografiert zu sehen, als an Frauen, die ganz anders aussehen als ich.

Ich bin "normalgewichtig", aber ziemlich klein. Ü 50 und dunkelhaarig. Was nützt es mir, ein Kleidungsstück an einer 25-jährigen, 1,80 m großen Blonden gezeigt zu bekommen.

Wenn schon Mode an menschlichen "Modellen", dann sind mir persönlich Fotos wie z. B. in der Vogue wesentlich lieber, weil die für mich einfach auch einen künstlerisch, ästhetischen Wert haben.

Was ich allerdings ganz gut finde, sind diese sog. "Street-Style" Fotostrecken. Aber ich meine, dass hat nicht die "Brigitte" erfunden, das gab es vorher schon in anderen, ähnlichen Zeitschriften.



Ich war übrigens gut 30 Jahre lang regelmäßige Brigitte-Leserin.
Habe mit etwa 19/20 angefangen, sie auch über 20 Jahre abonniert gehabt, auch die Brigitte-Woman und vor etwa zwei Jahren beide Abos gekündigt und beide nie mehr gekauft, weil ich sie einfach nicht mehr mag. Ob mit oder ohne Modells. Das verfolge ich nur in der Online-Bri.

Inaktiver User
16.05.2010, 16:03
SneakyPie: Ich bin "normalgewichtig", aber ziemlich klein. Ü 50 und dunkelhaarig. Was nützt es mir, ein Kleidungsstück an einer 25-jährigen, 1,80 m großen Blonden gezeigt zu bekommen.


Mir (klein, schlank, grauhaarig, 60+) nützt das sehr wohl. Ob das Kleid meinem Stilempfinden entspricht, sehe ich auch an der von Dir zitierten Blondine. Ob es an mir gut aussieht weiß ich ohnehin erst, wenn ich selbst anprobiert habe.
Ich habe die ERfahrung gemacht, dass holzschnittartige GRundsätze wie z.B. "weite Hosen stehen nur großen Frauen" oder "schwarz macht alt und blass" ohnehin oft einfach nicht stimmen.
Ansonsten stimme ich Dir zu: Ich finde auch Kleidung, die ohne Models dargestellt wird, auch nicht schlecht. Aber daneben sehe ich doch gern auch schöne Modefotografie.
Und: Die Brigitte lohnt sich für mich auch nicht.

Inaktiver User
16.05.2010, 16:44
(...)Ob das Kleid meinem Stilempfinden entspricht, sehe ich auch an der von Dir zitierten Blondine. Ob es an mir gut aussieht weiß ich ohnehin erst, wenn ich selbst anprobiert habe. (..)


Insofern stimme ich dir da zu.

coryanne
16.05.2010, 21:46
ich auch! und neben der kleidung ohne models gibt es ja auch noch schoen anzusehende modefotos mit models, nur kann man da die mode eben nicht immer so genau erkennen - auf den kuenstlerischen fotos!

Kisskiss
17.05.2010, 12:22
Seht es doch einfach ein, die Brigitte kann es nicht allen Recht machen!
Mir hat es vorher gefallen, mir gefällt es jetzt auch, und kaufen tu ich die Brigitte schon deshalb nicht, weil sie bei meiner Ma herum liegt.
Die findet das mit den Normalfrauen auch weder besonders bemerkenswert noch verdammenswert.
Sie trägt mit einer Hour Glass Figur Größe 40 und ist Mitte 60 und kann noch erstaunlich vieles tragen, natürlich keine Minis, will sie auch nicht.

Kiss :kuss:

Tabetha
19.05.2010, 13:45
Nun habe ich mal die Gelegenheit genutzt und mir einige Titelbilder angesehen ("Wahl des Titelbildes").
Das älteste Nicht-Model war 35. Immerhin. Die Frauen über 30 gefielen mir am besten. Ansonsten finde ich, dass es durchschnittlich hübsche Frauen sind. Zumindest kann Frau so aussehen. Dass es auch andere gibt, wissen wir. Ein paar wiederum finde ich nicht hübsch oder nicht hübsch gestylt.
Weiterhin stellte ich fest, wie alt weißblondes, fast graues Haar junge Frauen macht. Ist dieses wasserstoffgebleicht wieder IN?
Ach ja, und endlich verstehe ich die Sache mit dem roten Pumps im Mund ;- )

Inaktiver User
19.05.2010, 18:30
(...)Weiterhin stellte ich fest, wie alt weißblondes, fast graues Haar junge Frauen macht. Ist dieses wasserstoffgebleicht wieder IN?


Nicht blond, sondern grau ist z. Z. mega in.

[/URL][URL="http://woman.brigitte.de/schoenheit/kosmetik/trend-graue-haare-1055969/3.html"]Grau ist das neue Blond (http://woman.brigitte.de/schoenheit/kosmetik/trend-graue-haare-1055969/7.html)

Graues Omahaar im Trend (http://www.dnews.de/nachrichten/lifestyle/155931/graues-oma-haar-im-trend-.html)

Tabetha
19.05.2010, 18:37
Nicht blond, sondern grau ist z. Z. mega in.

[/URL][URL="http://woman.brigitte.de/schoenheit/kosmetik/trend-graue-haare-1055969/3.html"]Grau ist das neue Blond (http://woman.brigitte.de/schoenheit/kosmetik/trend-graue-haare-1055969/7.html)

Graues Omahaar im Trend (http://www.dnews.de/nachrichten/lifestyle/155931/graues-oma-haar-im-trend-.html)

Ja aber doch nicht bei Zwanzigjährigen, oder etwa doch? Was für ein Unfug. Omahaar - wenn ich das schon lesen muss. Ich werde nie Oma sein - wie viele meiner Generation. Also hat mich schon erst recht kein Fremder so zu bezeichnen.

Inaktiver User
19.05.2010, 22:28
Schön!
1. (http://woman.brigitte.de/asset/Image/briwoman/4-mode-schoenheit/4-2-kosmetik/trend-graue-haare/fotoshow/rue-du-mail-model-grau-1.jpg)
2. (http://woman.brigitte.de/asset/Image/briwoman/4-mode-schoenheit/4-2-kosmetik/trend-graue-haare/fotoshow/rue-du-mail-model-grau-2.jpg)

Die anderen Varianten gefallen mir überhaupt nicht!

Tabetha
20.05.2010, 08:32
Nr. 1 sieht für mich aus wie frisch der Pathologie entlaufen. Nr. 2 wie ein Junkie.
So unterschiedlich können Eindrücke sein.
Stimmig ist für mich eine ältere Dame mit grauen Strähnen im Haar. Keine junge Frau mit künstlicher Alterung und eingefallen geschminkten Augen. Wie absurd.

Inaktiver User
20.05.2010, 08:48
Ja, ich finde junge Frauen mit künstlichen grauen Haaren genauso absurd wie ältere Frauen mit durchgehend dunklem/rotem/blondem Haar.
Verstehe gar nicht, was das soll.

Inaktiver User
20.05.2010, 09:17
Nicht blond, sondern grau ist z. Z. mega in.

[/URL][URL="http://woman.brigitte.de/schoenheit/kosmetik/trend-graue-haare-1055969/3.html"]Grau ist das neue Blond (http://woman.brigitte.de/schoenheit/kosmetik/trend-graue-haare-1055969/7.html)

Graues Omahaar im Trend (http://www.dnews.de/nachrichten/lifestyle/155931/graues-oma-haar-im-trend-.html)


Graue Haare an einer Frau in meinem Alter (ü50) sind schon Geschmacksache. An mir mag ich sie nicht.
Aber ein junges Hühnchen im Oma-Look? Gräßlich und unpassend, ...dabei müssten sie doch einfach abwarten.
Alt und grau wird man ganz von alleine...und schneller als man denkt.

Inaktiver User
20.05.2010, 09:35
(..)
Alt und grau wird man ganz von alleine...und schneller als man denkt.

Ja, so ist es. Bei mir fing das mit den grauen Haaren mit 19 Jahren an. Mit Ende 20 war ich zu ca. 50 % ergraut, ein paar Jahre später zu über 80 %. Seit ich Mitte Vierzig bin, habe ich schlohweiße Haare. Das heißt: Ich HÄTTE sie, wenn ich es wollen würde. Aber ich will nicht. Darum sind sie braun! :freches grinsen:

So jetzt genug OT. Zurück zur Brigitte ohne Models:

Ich habe mir die Cover auch mal angesehen. Und mit gefällt dieses hier (http://www.brigitte.de/mode/ohne-models/ohne-models-cover-1058799/3.html) am besten.
Und die finde ich gut, die Frau. Man kann zwar von ihrem Gesicht nicht auf ihre Figur schließen, daher weiß ich nicht ob sie zu "dünn" ist. Aber zu schön oder zu jung finde ich sie wirklich nicht. Ich finde, dass ist eine Frau "wie du und ich".
Obwohl sie eine ganze Ecke jünger ist als ich, kann ich mich mit solchen Frauen durchaus identifizieren.






Vielleicht sollte ich mir die Print-Brigitte doch mal wieder kaufen.:pfeifend:

Lalique
20.05.2010, 12:18
Ich habe mir die Cover auch mal angesehen. Und mit gefällt dieses hier (http://www.brigitte.de/mode/ohne-models/ohne-models-cover-1058799/3.html) am besten.
Wirklich?
Sie wirkt auf mich zwar ganz normal, aber ziemlich nichtssagend und ich mag das nicht, wenn viele Frauen immer a la MM mit offenem Mund abgebildet werden. Das finde ich dümmlich. Besonders an Claudia Schiffer fällt mir das auf. Soll wohl sinnlich sein...
Und da ich gerade in Meckerlaune bin :freches grinsen: !
Ich bin heilfroh, dass ich noch bis auf wenige Silberfäden im Haar mein sehr dunkles Blond, beinahe Braun auf dem Kopf habe, und das steht mir sehr gut.
Spare ich mir doch dieses Färben!
Wenn ich ab und zu mal das Haar töne, dunkelbraun oder schokobraun, dieses Zeug zum Rauswaschen, merkt das kein Mensch, also lasse ich es schon lange sein!
@Ruby
Ich kann dich verstehen! Graues Haar sieht nur in seltenen Fällen - für mich, denn ich will kein Pauschalurteil fällen und auch nicht für alle sprechen - gut aus. Es wirkt meist so müde und verwaschen, nein, ich mag das nicht. Es passt nur richtig zu wirklich alten Frauen, obwohl es sicher Ausnahmen gibt.
Aber schlohweiß wiederum gefällt mir, das finde ich interessant.
Ich werde aber nie so aussehen, denn auch meine Mutter hatte bis zum Schluss noch so gut wie ihre Naturfarbe und das habe ich wohl von ihr geerbt.
Total bescheuert finde ich, dass nun einige glauben, diesen "Trend" des grauen Haars mitmachen zu müssen!
Was für ein Unsinn!
Sollen wir uns denn total manipulieren lassen und sklavisch nachmachen, was irgend welche überkandidelte Promifrauen als neuen Trend setten?

LG
Lalique
*grimmigguck*

edit: Ich habe mir gerade die Covers angeguckt und finde Nr. 6 am hübschesten. Das mit dem Schuh im Mund ist auch irgendwie witzig!

Inaktiver User
20.05.2010, 13:42
Mir gefällt die fröhliche Kleine auf Bild 5 am besten - sie wirkt natürlich, strahlt gute Laune aus - und hübsch ist sie auch.
So ähnlich habe ich als junge Frau auch mal ausgesehen :-)

Lalique: ich hatte fast schwarze Haare - dann kamen die weißen Strähnen - ungleichmässig. Vorne an der Stirn eine dicke weiße Strähne, graue Schläfen...Es war einfach häßlich - sah scheckig aus...Natur muss nicht immer schön sein:-/ Es machte mich alt, müde, verhärmt, verwelkt...da meine Haare überschulterlang und wellig sind, sah ich damit irgendwie nach Hexe aus.

Jetzt habe ich meine Haare etwas heller als meinen Naturhaarton einfärben lassen - und fühle mich wieder wohl.

Einige Frauen sehen in grau toll aus: irgendwie edel, fein, elegant, wie Meryll Streep als Prada-Teufel. Sie war auch immer toll geschminkt und gestylt - gefiel mir sehr gut.
Aber ich bin ein ganz anderer Typ...

Graue Haare als Trend? Bitte nicht - schon gar nicht bei jungen Frauen...als nächstes verordnet dann irgendein Designer künstliche Tränensäcke oder bringt Falten zum Aufkleben raus...

Lalique
20.05.2010, 14:08
Mir gefällt die fröhliche Kleine auf Bild 5 am besten - sie wirkt natürlich, strahlt gute Laune aus - und hübsch ist sie auch.
So ähnlich habe ich als junge Frau auch mal ausgesehen :-)

Ruby, wir meinen dieselbe, die im blauen Hemdchen, nicht wahr?
Ich habe mir deine Wahl gerade angesehen und gemerkt, dass ich Heft 06 meine, aber es ist Bild Nr. 5.
Und stell dir vor, sie erinnert mich auch an mich selber in dem Alter :smile: !

Ich würde an deiner Stelle auch färben, obwohl diese Prozedur ja schrecklich ist, vor allem, wenn immer der Ansatz nachgefärbt werden muss.
Dabei hat mir damals mein Ex-Mann geholfen!
Ich bin nämlich vor langer Zeit auch mal auf hellblond umgestiegen - das macht ja fast jede Frau irgendwann - und daher weiß ich das.
Später hatte ich es mal mit blonden Strähnen versucht, beim Friseur, aber das war auch nix. Mein Haar ist von Natur aus zu dunkel und ich sah aus wie ein Streifenhörnchen!


Einige Frauen sehen in grau toll aus: irgendwie edel, fein, elegant, wie Meryll Streep als Prada-Teufel. Sie war auch immer toll geschminkt und gestylt - gefiel mir sehr gut.
Aber ich bin ein ganz anderer Typ...
Na ja, ich weiß nicht so recht. Ich kann mir mich selber in Grau absolut nicht vorstellen.
Es gibt hier irgendwo einen Thread "Wilde Lust auf graue Haare", da ist eine Frau abgebildet (von hinten) mit wildem grauen Haar, und alle finden das schön - ich nicht!
Hoffentlich liest sie das jetzt nicht!
Falls doch: Geschmacksache :wangenkuss: !

LG
Lalique

Inaktiver User
20.05.2010, 14:38
Nr. 1 sieht für mich aus wie frisch der Pathologie entlaufen. Nr. 2 wie ein Junkie.
So unterschiedlich können Eindrücke sein.
Stimmig ist für mich eine ältere Dame mit grauen Strähnen im Haar. Keine junge Frau mit künstlicher Alterung und eingefallen geschminkten Augen. Wie absurd.

Tabetha, es stand "Laufsteglook" bei dem Foto! Es ging nicht darum, ob eine junge Frau sich für den Alltag die Haare grau färbt!
Und davon mal abgesehen: Manche Leute färben sich die Haare blau oder grün. Ich selbst habe sie mir früher mal feuermelderot gefärbt - warum nicht auch grau?

Lalique
20.05.2010, 16:35
Tabetha, es stand "Laufsteglook" bei dem Foto! Es ging nicht darum, ob eine junge Frau sich für den Alltag die Haare grau färbt!
Na, wer weiß! Ich halte mitlerweile alles für möglich!


Und davon mal abgesehen: Manche Leute färben sich die Haare blau oder grün. Ich selbst habe sie mir früher mal feuermelderot gefärbt - warum nicht auch grau?
Richtig :lachen: !
Ich war auch mal rot, mit Henna, aber nur einen Tag!
Das sah an mir derart verboten aus, dass ich sie mir sofort mit Dunkelbraun überfärbte, und das hat sogar geklappt!
Fällt mir grade wieder ein!

LG
Lalique

Tabetha
20.05.2010, 16:49
Ich bezog mich auf die weißblonden, unter 25-jährigen Frauen auf den Titelbildern. Sie sehen nahezu alle erheblich älter aus. Womit die Frage, warum die Haare nicht grau färben, für mich beantwortet wäre.

Kürzlich hat eine Posterin, ziemlich genau in meinem Alter, ein Foto ihrer grauen (und kurzen) Haare veröffentlicht. Es freut mich, dass es ihr gefällt. Ich habe fast einen Schreck bekommen. Sie sieht meiner Meinung nach gute 10-15 Jahre älter aus, als sie "müsste". Mit ein bisschen Make-up noch dazu ... nein, ich höre schon auf ;- )

Inaktiver User
20.05.2010, 16:52
Ruby, wir meinen dieselbe, die im blauen Hemdchen, nicht wahr?
Ich habe mir deine Wahl gerade angesehen und gemerkt, dass ich Heft 06 meine, aber es ist Bild Nr. 5.
Und stell dir vor, sie erinnert mich auch an mich selber in dem Alter :smile: !

Ich würde an deiner Stelle auch färben, obwohl diese Prozedur ja schrecklich ist, vor allem, wenn immer der Ansatz nachgefärbt werden muss.
Dabei hat mir damals mein Ex-Mann geholfen!
Ich bin nämlich vor langer Zeit auch mal auf hellblond umgestiegen - das macht ja fast jede Frau irgendwann - und daher weiß ich das.
Später hatte ich es mal mit blonden Strähnen versucht, beim Friseur, aber das war auch nix. Mein Haar ist von Natur aus zu dunkel und ich sah aus wie ein Streifenhörnchen!

Na ja, ich weiß nicht so recht. Ich kann mir mich selber in Grau absolut nicht vorstellen.
Es gibt hier irgendwo einen Thread "Wilde Lust auf graue Haare", da ist eine Frau abgebildet (von hinten) mit wildem grauen Haar, und alle finden das schön - ich nicht!
Hoffentlich liest sie das jetzt nicht!
Falls doch: Geschmacksache :wangenkuss: !

LG
Lalique


Ha - da haben wir ja noch was gemeinsam!!
Die Nachfärberei ist wirklich unschön - alleine der Geruch dieser Färbemittelchen...und da ich mit selbst färben keine gute Erfahrungen gemacht habe, muss ich spätenstens alle 5 Wochen zum Friseur. Teuer - zeitraubend - es riecht nicht gut, aber immerhin: die Kopfmassage dabei war klasse, der Kaffee auch - und der Friseur ist ein netter Kerl :-/
Was tut man nicht alles für seine Schönheit....

Die Feuermelder-Phase hatte ich auch - schuld war in meinem Fall nicht Henna.
Um so undezent zu erröten, mussten meine Haare erst mal aufgehellt werden. Dann kam ordentlich Rot drüber...die Qualität meiner Haare ware danach zum Wegschmeissen. Letzte Rettung war eine "peppige" Kurzhaarfrisur in Knallrot.
Seitdem verzichte ich auf Expermente (hatte meine Haare einige Zeit vorher mit einer Wahnsinnsdauerwelle - Afrolook - gequält...), habe sie wachsen lassen und hatte lange meine natürliche Haarfarbe.

Es gibt einige Frauen, die mir grau gefallen - ichselbst gehöre nicht dazu ;-))
Leider sieht man bei meiner Haarfarbe jedes graue Haar hervorblitzen - es ist ein harter KOntrast.
Blonde haben es da leichter - es fällt einfach nicht so auf.
Und...nicht jeder wird früh grau.
Meine Schwiegermutter ist 81 und dunkelblond- sie hat weniger graue Haare als ich.
Überhaupt: sie hat noch eine tolle Haarqualität!!

Mal sehen, ob mein Mann die guten Gene geerbt hat :-))
Ruby

Inaktiver User
20.05.2010, 17:03
Ich bezog mich auf die weißblonden, unter 25-jährigen Frauen auf den Titelbildern. Sie sehen nahezu alle erheblich älter aus. Womit die Frage, warum die Haare nicht grau färben, für mich beantwortet wäre.

Kürzlich hat eine Posterin, ziemlich genau in meinem Alter, ein Foto ihrer grauen (und kurzen) Haare veröffentlicht. Es freut mich, dass es ihr gefällt. Ich habe fast einen Schreck bekommen. Sie sieht meiner Meinung nach gute 10-15 Jahre älter aus, als sie "müsste". Mit ein bisschen Make-up noch dazu ... nein, ich höre schon auf ;- )

Manche Leute haben kein Problem damit, älter auszusehen.
Sie verbinden graue Haare mit was Angenehmen, mit Weisheit, Reife, Erfahrung - finden, das sie zu nicht mehr ganz straffer Haut weicher wirken, als die ehemalige Naturhaarfarbe. Ich kann diese ARgumente nachvollziehen.
Jeder findet was anderes schön!

Ich finde ja auch, dass graues Haar alt macht - habe es selbst bei mir gesehen, als ich wegen dieser Kopfhautreizung auf Farbe verzichten sollte. Bei mir überwog nicht der Eindruck: reif, gesetzt, attraktivere ältere Dame, sondern eher: aufgeplatzes Sofakissen, ungepflegt, glanzlos - machte mich welk und blass....die nächsten Jahre werde ich noch "farbig" bleiben - dann schauen wir mal weiter ;-))

Inaktiver User
20.05.2010, 17:05
Die Feuermelder-Phase hatte ich auch -

Was ich damit sagen wollte ist: Ich war nie der Meinung, dass diese Haarfarbe "natürlich" aussähe - das war auch gar nicht mein Ziel. Ich fand den Feuermeldekopf einfach ganz gut auf dem Hintergrund der Tatsache, dass ich schon seit vielen Jahren wenig bis keine "wirklichen" Farben bei meiner Kleidung trage. Es war einfach nur "gestylt", es gab Leute, denen das gefiel und es gab sicher auch solche, die´s furchtbar fanden, aber das ist ja ok.
Und in dieser Analogie kann ich mir auch vorstellen, dass junge FRauen mit silbergrauen Haaren experimentieren. Das hat für mich nichts mit "Omalook" zu tun.
Außerdem: Zum Omalook gehört mehr als graue Haare.

Lalique
20.05.2010, 18:50
@Jofi
Vielleicht ist der Kontrast piepsjunges Gesicht und graues Haar auch manchmal reizvoll?
Keine Ahnung!
Meine verstorbene Freundin hatte auch mit 30 Jahren schon recht graues Haar bei andererseits blühend jungem Aussehen.
Sie hat bis zum Schluss eisern gefärbt, honigblond, das sah sehr gut aus.
Ich weiß, dass feuerrote Haare manchen Frauen gut stehen!
Nur an mir - und sie waren nicht mal extrem rot - sah es scheußlich aus. Es harmonierte nicht meiner Gesichtshaut und ich nehme an, dass das bei jeder Haarfärbung eine entscheidende Rolle spielt.

LG
Lalique

Micherl
21.05.2010, 10:21
Hallo,

weil Ihr Euch grad so in die grauen Haare kriegt....
Ich bin jetzt 66 und wurde, nach einem Schockerlebnis, wirklich "über Nacht" grau. Ich wusste nicht, dass es das wirklich gibt - aber es gibt's.

Nun wurde ich nicht schneeweiss, sondern nur im Stirnbereich grau.
Was tun.

Erst einmal der klassische Weg Schaumfestiger - Tönung in immer länger anhaltenden Variante.
Ohne besonders attraktivem Erfolg.

Zumal ich mir den Traum von "Senta Berger rot" erfüllen wollte - macht mich aber nicht hübscher sondern blos künstlicher.

Aber diese grau wollte ich auch nicht. Da kam also nur weissblond in Frage.
Nun färben sich meine Haare aber über "rot" aus und was blieb war einfach ein gelb. Scheusslich!

Nun hab ich mich mit Stränchen aus der Affäire gezogen.
Das passt jetzt ganz gut, ständiges nachfärben erübrigt sich und das Ganze schaut auch noch natürlich aus.

Für mich hab ich festgestellt, dass zum älter werdenden Gesicht helle Haare besser passen. Die Konturen schmeichelnder wirken, wenn die Haare weisser werden.

Zur Frisur? Meine Haare waren schon immer dünn und kraftlos, schwer formbar.
Deshalb trag ich, seit ich denken kann, meine Haare hochgesteckt.
Die "Banane" passt zu meiner Kopfform, zu meinem Alter und auch zu der Qualität meiner Haare. Stränchen machen sich dabei gut.

Seit ein paar Wochen hab ich einen Pony. Manchmal glatt, machmal leicht gewellt.

So, nun hab ichs Euch erzählt - ob Ihrs wissen wolltet, oder nicht.

Servus
Micherl

Lalique
21.05.2010, 10:40
Hallo Micherl,

wir wollen alles wissen :lachen: !

Jede Frau hat eine individuelle "Haarbiographie" - wenn ich allein an meine endlosen Bemühungen denke, meine naturgelockten Haare früher modisch glatt zu kriegen, ich könnte Romane erzählen!

Jetzt, in deinem Alter! bin ich schon lange mit ihnen ausgesöhnt und sehe die Vorteile - pflegeleicht, mit Lockenwicklern nach einer Haarwäsche ratzfatz in eine akzeptable Form gebracht, den Pony immer mal wieder glatt gezogen, alles paletti!

Ich hatte auch eine Kollegin, die, wie es schien, urplötzlich schlohweiß wurde. Warum, weiß ich nicht, ist ja auch egal.
Jedenfalls sah sie so toll damit aus wie nie zuvor!

Haare haben ein seltsames, auf alles Mögliche reagierendes Eigenleben.
Ich kenne eine Frau, deren vorher aalglattes Haar nach einer Chemotherapie lockig nachwuchs und eine andere, deren ewig verstrubbeltes Haar in den Wechseljahren sehr edel glatt wurde.

LG
Lalique

Inaktiver User
21.05.2010, 12:21
Hinzu kommt noch, dass wir unterschiedliche Schönheitsvorstellungen haben. Ich finde z.b. die "Nichtmodelgesichter" auf den Titelbildern der Brigitte, die jetzt zur Abstimmung stehen, alle hübsch aber ziemlich uninteressant, sozusagen der Typ Frau, der ich auch in miener Jugend nie sein wollte. Dagegen fallen mir die jungen Frauen mit grauen Haaren auf den beiden von mir verlinkten Bildern gut - nicht wegen der grauen Haare sondern so als Typen. Die findet Tabeta wiederum zum Abgewöhnen. Ist doch normal!

Julifrau
26.05.2010, 06:00
Mir fiel vor kurzem eine Brigitte aus 2002 in die Hände. Und ich muss ehrlich gestehen, keinen Unterschied bei den Models damals zu den heute propagierten 'Nicht'-Models erkannt zu haben. Die Brigitte hatte ohnehin noch nie besonders exotische Modestrecken und entsprechend auch immer recht 'normale' Fotomodelle. Mir fiel deshalb eher auf, dass sich die Qualität der Fotografie, deren Arrangements verändert hat. Sie sind spannender hochwertiger geworden, aber dieser ganze hype um die Nicht-Models, den halte ich für eine Luftblase.

*blublublub*

Julifrau

Julifrau
26.05.2010, 06:00
Mir fiel vor kurzem eine Brigitte aus 2002 in die Hände. Und ich muss ehrlich gestehen, keinen Unterschied bei den Models damals zu den heute propagierten 'Nicht'-Models erkannt zu haben. Die Brigitte hatte ohnehin noch nie besonders exotische Modestrecken und entsprechend auch immer recht 'normale' Fotomodelle. Mir fiel deshalb eher auf, dass sich die Qualität der Fotografie, deren Arrangements verändert hat. Sie sind spannender hochwertiger geworden, aber dieser ganze hype um die Nicht-Models, den halte ich für eine Luftblase.

*blublublub*

:blumengabe:

Lalique
26.05.2010, 10:10
aber dieser ganze hype um die Nicht-Models, den halte ich für eine Luftblase.

... genannt Werbung ... :lachen:

Elupha
09.06.2010, 22:38
Genau das habe denke ich auch jedes Mal, wenn ich eine 'neue' Brigitte Woman' aufschlage: es sind nach wie vor die - auch jenseits der 40 oder 50 - super aussehenden, schlanken und natürlich erfolgreichen Frauen - die anderen sind offensichtlich doch nicht attraktiv genug. Ich als 'normal aussehende' Leserin kann mich jedenfalls nicht mit ihnen identifizieren:-)

Kisskiss
10.06.2010, 09:48
Elupha, es ist die traurige Wahrheit, dass sich keine Frauenzeitschrift verkaufen würde, würden kleine dicke oder Frauen mit O-Beinen oder Hakennasen gezeigt.
Die kommen allenfalls in die Rubrik "machen Sie das Beste aus Ihrem Typ".
Die Brigitte verkauft Träume, keine Realität.
Man kann ihr höchstens vorwerfen, dass sie mit der Kampagne heuchelt.

Kiss :kuss: