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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Single Mom by Choice - Gleichgesinnte hier?



LifeTime74
03.04.2010, 12:21
Hallo,

ich hoffe, dass ich hier zumindest thematisch im richtigen Bereich bin. Wenn nicht, bitte ich um Hilfestellung durch einen Moderator zwecks Verschiebens.

Da die BriCom mir schon in vielen Lebenslagen und -stationen geholfen hat, versuche ich jetzt auch mal, diese hier zu plazieren.

Ich würde mich freuen, wenn es klappen würde, hier einen Austausch mit anderen Frauen hinzubekommen, die in einer ähnlichen Situation sind:

Single - aus welchen Gründen auch immer - und Kinderwunsch und wie dieser trotzdem realisierbar ist.

Im Internet gibt es nicht allzuviel Material darüber - zumindest nicht hier in Deutschland - und gerade in so einer Situation ist Austausch i.d.R. hochwillkommen.

Ich mache mal den Anfang.

Bin nach langem Beziehungsleben mittlerweile seit 4 Jahren Single, 35, beruflich recht erfolgreich und habe einen großen Kinderwunsch.

Seit einigen Monaten mache ich mich mit den Möglichkeiten, auch als Singlefrau Mutter zu werden vertraut.

Bevor ich jetzt einen Roman schreibe :buch lesen:, erstmal die Frage, ob es hier Frauen in gleicher Situation gibt, die zudem auch noch an einem Austausch hier interessiert sind.

Freue mich über Rückmeldungen.

Zunächst schon mal schöne Osterfeiertage :ostersmiley:

LifeTime

Symphonie
03.04.2010, 12:24
Hi Lifetime
Du bist hier vollkommen richtig,also herzlich Willkommen

Ich glaube es gab schonmal eine Frage die in diese Richtung ging,kannst ja mal die Suchfunktion bemühen( Befruchtung oder single oder so)

Ich wünsche Dir viele interessante Antworten:blumengabe:

Gwen76
03.04.2010, 16:33
hallo!

beschäftige mich auch damit. leider habe ich im forum außer guten wünschen einiges an beleidigungen hören müssen und mich dann zurückgezogen. werde diesen thread aber verfolgen.

gwen

phlomis
03.04.2010, 17:04
was ist denn bietteschoen eine "singele mum by choice"?????
gibt es das auch auf deutsch?

Inaktiver User
03.04.2010, 17:30
phlomis, I'm sure it's her own special creation... :pfeifend:

phlomis
03.04.2010, 17:43
Ah, I'm sure too!

einzelmutter nach wahl :wie?:
und wenns zwillinge werden :wie?::wie?:

carmelona
03.04.2010, 18:15
sag mal phlomis, hast du generell probleme mit der engl. sprache oder gehts dir einfach nur darum, unqualifizierte kommentare abzugeben?

zur strangeröffnerin: lass dich bitte nicht durch so jemanden beirren. gleich welchen namen du deinem konzept gibst, ich bin mir sicher, du bist nicht die einzige damit.

meine meinung dazu: natürlich sieht die "ideale" familie anders aus. am besten papa, mama, die sich von ganzem herzen lieben, ausgeglichen sind und in sich ruhen, gleichzeitig jedoch aktiv sind und ihren kindern etwas bieten, ohne sie jedoch zu überfordern, präsente großeltern, ein großer, sich kümmernder freundeskreis, ein haus im grünen, finanzielle sicherheit, spannende jobs, in denen sich die eltern verwirklichen können, die jedoch noch reichlich zeit für die kids lassen etc.pp.

aber mal ganz ehrlich, wer kann das seinen kindern bieten?

daher denke ich, dass es ganz viele unterschiedliche lebensformen gibt, in denen kinder gut aufwachsen können. das kann eine alleinerziehende mutter (single mom darf man ja hier nicht sagen), ein alleinerziehender vater, schwule oder lesbische eltern sein...

viel glück!

LifeTime74
03.04.2010, 18:18
@Symphonie: vielen Dank für die Aufnahme hier. :blumengabe:

Hatte diesen älteren Beitrag auch gefunden, wollte mich jedoch da nicht anschliessen, weil mir das zu sehr abglitt in Richtung Bewertung, ob die Entscheidung als solche gut oder schlecht ist. Wobei das Thema vielleicht auch bei der TE ein wenig anders gelagert schien.

@Gwen: Hallo, schön, dass Du Dich gemeldet hast :smile: . Habe die von Dir beschriebene Tendenz in anderen Foren so gelesen.

Aber mir geht es hier auch gar nicht mehr um die Fragestellung ja oder nein. Die Entscheidung ist gefallen. Es geht jetzt eigentlich hauptsächlich um den Weg dahin ... Und bekanntlich führen ja viele Wege nach Rom.

Vielleicht gibst Du dem Ganzen ja hier doch eine Chance auf "offenen" Austausch. So haben vielleicht andere in der gleichen Situation auch etwas später noch die Chance, sich zu beteiligen.

Aber wir können hier auch gerne erstmal über PN kommunizieren.

Freue mich aber weiterhin über Nachrichten über diesen Kanal.

Viele Grüße

LifeTime74

LifeTime74
03.04.2010, 18:21
@carmelona: Vielen Dank :blumengabe:
Ich hab mir das auch mal anders vorgestellt, aber ich muss jetzt nehmen, was ist und das beste daraus machen.

Nikinik
03.04.2010, 18:30
LifeTime,

habe im Bekanntenkreis eine Singlefrau, die genau vor der gleichen Situation stand und sich dann entschieden hat, ein Kind zu bekommen. Was auch geklappt hat und sie ist sehr glücklich, glaube ich. Allerdings ist sie beruflich gut aufgestellt, so dass sie gute Voraussetzungen für diese Doppelaufgabe mitbringt. Ansonsten glaube ich, dass die Belastung sonst zu hoch ist. Denn als Alleinerziehende ist ein gutes finanzielles Polster ein Segen, um sich eine adäquate Betreuung bzw. Unterstützung leisten zu können. Bin gerade selber Mutter geworden.. es ist ein wunderschöne aber auch gewaltigen Aufgabe.... ich bin sicher, dass ich das Kind auch alleine grossziehen könnte, aber es ist ohne die richtigen Rahmenbedingungen bestimmt schwer.

Niki

LifeTime74
03.04.2010, 18:42
Hallo Niknik,

solche Berichte freuen mich natürlich!!!

Bin auch durch meinen Beruf in der glücklichen Situation, über gewisse finanzielle und strukturelle Voraussetzungen zu verfügen.

Zum einen sichert das natürlich adequate Betreuungsmöglichkeiten, zum anderen bietet meine Arbeit auch eine gewisse Flexibilität und ich könnte sicherlich gerade in der ersten Zeit von zuhause arbeiten.

Klar, ob das dann alles so realisierbar ist, lässt sich schlecht kalkulieren. Kinder sind so verschieden ... die einen schlafen ganz viel, wenn sie klein sind, andere sind da aber quicklebendig und brauchen nicht viel Schlaf.

Habe großen Respekt vor jeder Mutter - egal ob alleinerziehend oder nicht, berufstätig oder nicht. Ein Kind bringt nicht nur reine Freude ins Leben sondern einen auch an Grenzen, die man sich vorher wohl kaum vorstellen kann.

Inaktiver User
03.04.2010, 18:48
Warum soll das nicht funktionieren?
Nur weil es von Anfang an so geplant ist und kein "plötzliches Schicksal", dass gemeistert werden muss?
Ich stelle es mir nur schwer vor, später einem Kind das irgendwie zu erklären, warum es keinen Vater gibt, wieso man sich so entschieden hat usw.
Ich glaube, dass ist sicher nicht einfach.

Inaktiver User
03.04.2010, 19:19
Warum soll das nicht funktionieren?
Nur weil es von Anfang an so geplant ist und kein "plötzliches Schicksal", dass gemeistert werden muss?
Ich stelle es mir nur schwer vor, später einem Kind das irgendwie zu erklären, warum es keinen Vater gibt, wieso man sich so entschieden hat usw.
Ich glaube, dass ist sicher nicht einfach.

Das glaube ich nicht mal.

Wenn man ihm irgendwann erklärt, dass es von Herzen gewünscht war. Andere Kinder sind Scheidungskinder, oder Adoptivkinder.

Die Aufgabe ist gewaltig, das stimmt, das wird einem aber so wirklich richtig erst klar, wenn es denn da ist.


:blumengabe:

Inaktiver User
03.04.2010, 19:24
Das glaube ich nicht mal.

Wenn man ihm irgendwann erklärt, dass es von Herzen gewünscht war. Andere Kinder sind Scheidungskinder, oder Adoptivkinder.

Die Aufgabe ist gewaltig, das stimmt, das wird einem aber so wirklich richtig erst klar, wenn es denn da ist.


:blumengabe:
Ja, aber Scheidungs- oder Adoptivkinder sind "gesellschaftsfähig".
Der Wunsch von Anfang an "Kind ja, Mann nein" aber wohl nicht... man sieht es ja schon hier an den teilweise sehr negativen Äußerungen zu dem Thema.
Von daher denke ich schon, dass es schwieriger sein könnte.

Gwen76
03.04.2010, 19:54
leider sieht man es ja hier auch an den ersten beiträgen, das die akzeptanz gering ist. ich denke, einige stecken seit sie 15 sind immer wieder in beziehungen und kamen nie in die lage, sich solche gedanken zu machen und finden sie daher befremdlich.

es wird auch oft gesagt, dass der wunsch egoistisch ist, aber ist er das nicht genauso, wenn sich zwei leute zusammen nachwuchs wünschen? alles wird bei denen auch nicht stimmen bzw. sie können es nicht sicherstellen, dass es nicht die nächsten jahre änderungen gibt und sie eine single mom werden. dies ist übrigens ein gebräuchlicher begriff. genauso verletztend wäre es jetzt, wenn spekuliert würde, ob die beiden weiter oben so auf nachwuchs und mann fixiert sind, dass jegliche allgemeinbildung auf der strecke blieb und sie nicht mit fremdsprachenkenntnissen aufwaten können. sorry, falls single mom nicht bekannt ist, ich bin keine deutsche muttersprachlerin.

Gwen76
03.04.2010, 19:58
@Gwen: Hallo, schön, dass Du Dich gemeldet hast :smile: . Habe die von Dir beschriebene Tendenz in anderen Foren so gelesen.


hallo! ich werde den thread mitverfolgen und auch mitmachen, wenn er nicht gestört wird. dann gerne per pm. :blumengabe:

Hoppypoppy
03.04.2010, 20:07
Ich finde es gut, auch "alleine" zu seinem Kinderwunsch zu stehen.
Ich kenne einige Paare, die aufgrund unterschiedlicher Bewertungen dieses Wunsches nun ein nicht mehr besonderes harmonisches Leben führen.
Ich kann mich tatsächlich meiner Vorschreiberin anschließen, dass ein finanzielles Polster nur von Vorteil ist.
Ich bin die Alleinverdienerin in unserer Familie und ich wollte nicht direkt nach dem MuSchu wieder arbeiten gehen. Da Elterngeld ja nun leider auch nicht die Welt ist, wenn man eher mehr verdient, hilft halt nur vorsorgen.
Ich würde auch tatsächlich die erste Zeit eher für das Kind einplanen. Wenn du dir das vorstellen kannst. Die Mäuse werden so schnell groß, dass gerade die ersten Monate eine besonderen Zauber haben, den man nicht mehr wieder bekommt.
Zu allem anderen wünsche ich dir viel Glück, kann dir da aber leider gar keinen Rat geben.

phlomis
03.04.2010, 23:01
sag mal phlomis, hast du generell probleme mit der engl. sprache oder gehts dir einfach nur darum, unqualifizierte kommentare abzugeben? ...
(single mom darf man ja hier nicht sagen), ...


carmenola: generell habe ich keine probleme mit der engl. sprache, aber als ich den titel las hab ich wirklich erst mal so geguckt :ooooh::ooooh::ooooh: und konnte auch zunächst ue-ber-haupt nichts damit anfangen

@lifetime: in der neuesten brigitte kommt ein artikel, da hatte eine frau auch einen großen kinderwunsch, der partner zog nicht mit, sie suchte sich per anzeigen einen schwulen mann und erfuellte sich ihren wunsch per einwegspritze, die beziehung zum lebenspartner ging in die bruche, der leibl. vater kuemmert sich ums kind ..... MEIN ding waeres nicht.

-Blanka-
03.04.2010, 23:16
Ja, aber Scheidungs- oder Adoptivkinder sind "gesellschaftsfähig".
Auch nur bedingt, manch krude Ansicht lässt sich leider nicht ausrotten. Aber Gott sei Dank sieht man es den Kindern ja nicht an.


Der Wunsch von Anfang an "Kind ja, Mann nein" aber wohl nicht... man sieht es ja schon hier an den teilweise sehr negativen Äußerungen zu dem Thema.
Who cares ...


Von daher denke ich schon, dass es schwieriger sein könnte.
Schwierig ist es, ein Kind (oder mehrere) allein großzuziehen. Es wird aber nicht schwieriger, nur weil der Vater gewollt wegfällt und nicht durch einen Schicksalsschlag.

Inaktiver User
04.04.2010, 08:35
Schwierig ist es, ein Kind (oder mehrere) allein großzuziehen. Es wird aber nicht schwieriger, nur weil der Vater gewollt wegfällt und nicht durch einen Schicksalsschlag.
Ich meinte nicht, dass das Großziehen eines Kindes dadurch schwieriger ist als bei "Normal-Alleinerziehenden" (wenn ich das jetzt mal so formulieren darf... ).
Sondern, dass es schwer sein könnte, seinem Kind das zu erklären und zu vermitteln, warum es die Entscheidung der Mutter war, von Anfang an zu sagen: Ohne Mann - und damit auch ohne Vater für das Kind.
Die Frage, wer ist mein Vater, wer ist mein Erzeuger, wird sicherlich spätestens in der Pubertät ein wichtiges Thema, mit dem das Kind sich beschäftigen wird, egal, wie frei man vorher damit umgegangen ist.
Und da in dem Alter gerne mal alles hinterfragt und jede Entscheidung und Meinung der Eltern als falsch hingestellt wird, kann ich mir eben vorstellen, dass es dann schwer wird, zumal es eben in der Gesellschaft offenbar überwiegend sehr negativ angesehen wird.

LifeTime74
04.04.2010, 09:23
@all: vielen Dank für Eure Beiträge.

@phlomis danke für den Tip mit dem Artikel. Hatte die Bri gestern schon im Briefkasten und den Artikel gelesen. Könnte mir so eine Konstellation vielleicht auch vorstellen. Hat den Vorteil, dass das Kind von Anfang an seinen Vater kennt und jemand diese "Rolle" besetzt.

Ich glaube nur, das die Schwierigkeit ist, einen passenden Mann dafür zu finden. Was ich bisher in diversen Samenspenderforen etc. gesehen habe, hat mich eher abgeschreckt. Aber vielleicht noch mal eine intensivere Suche wert.

@Gwen: So negativ finde ich hier die Einstellung gar nicht. Liegt aber vielleicht auch daran, dass für mich die Entscheidung gefallen ist und ich jetzt ein wenig resistent :freches grinsen: bin gegen andere Ansichten.

Also ... wie soll es nun in die Tat umgesetzt werden? Ich bin weit davon entfernt, mir einen ONS zu suchen, der als Erzeuger herhalten soll. Dafür bin ich weder der Typ, noch glaube ich, dass das der richtige Weg ist. Von gesundheitlichen Risiken mal ganz abgesehen.

Bleibt also das Modell "Co-Vater", d.h. ein Mann - schwul oder hetero - , der in einer ähnlichen Situation ist und sich vorstellen kann, ein Kind mit mir großzuziehen - allerdings eben ohne "klassische" Beziehung zur Mutter.

Alternativ eben die künstliche Befruchtung, die allerdings in Deutschland bei alleinstehenden Frauen nicht durchgeführt wird.

Dänemark erscheint mir bis dato als beste Wahl. Hier gibt es auch die meisten Erfahrungsberichte drüber. In Frage kommen ca. 5 entsprechende Einrichtungen.

Gwen, hattest Du Dir darüber schon Gedanken gemacht?

Ich würde hier in jedem Fall eine sog. "offene Spende" auswählen. So hat das Kind die Möglichkeit, mit 18 Jahren Kontakt zu seinem Spender aufnehmen zu können.

Ich glaube nämlich auch, dass man die Komponente "woher komme ich?", nicht vernachlässigen sollte. Spätestens in der Pubertät wird diese Frage fürs Kind wichtiger werden. Das habe mit mittlerweile aus diversen Berichten herausgefiltert und kann es mir auch selber vorstellen.

Habe aber auch Kontakt zu einer Frau, die einen privaten Spender gefunden hat. Ich stelle mir nur auch das "Verhandeln" davor irgendwie wenig toll vor. Ich bin sicherlich nicht spiessig, aber finde die Vorstellung über "Samen" zu verhandeln wenig angenehm :peinlich: - von der rechtlichen Situation mal abgesehen. Im Zweifelsfall hätte der "Erzeuger" dann evtl. auch rechtliche Ansprüche, die ihm vielleicht mal nach 10 Jahren in den Sinn kommen.

Also gehört schon eine Vertrauensbasis zum Spender dazu und nicht nur die Becherübergabe auf irgendeiner Toilette.

Mein favorisierte Vorgehensweise ist also derzeit "Dänemark".

:tassenkasper: ... Zeit für einen Kaffee.

Liebe Grüße

LifeTime :osterhase:

xanidae
04.04.2010, 09:38
ich schließe mich wolkentier und lifetime an und denke, dass die 'single moms by choice' sich gut überlegen müssen, wie sie mit der vaterfrage umgehen.

denn die kinder stellen irgendwann die frage nach dem vater bzw. der mutter.
wenn das elternteil verstorben ist, dann wird es fotoalben geben oder geschichten, die zu erzählen sind. das kind kann sich ein eigenes bild vom elternteil machen.
bei getrennten paaren gibt es meistens kontakt zum anderen elternteil.
adoptivkinder fragen nach ihren eltern und jede so kleine geschichte, kann ihre neugier befriedigen. darüber gibt es viele untersuchungen.
auch kinder aus ons kann man etwas über den erzeuger erzählen 'wir haben uns beim tanzen kennen gelernt. er hatte blaue augen' o.ä.

bei dem weg über die samenbank wird das schwieriger - vermute ich.
aber evtl. gibt es dort berater, die erklären, wie man damit umgehen kann.

vor längerer zeit gab es einen tv-bericht über menschen in amerika und kanada, die sich entschieden haben, gemeinsam ein kind zu bekommen und es so aufzuziehen, wie getrennte eltern, d. h. es gab vorher keine beziehung, die zeugung erfolgte über eine klinik und es gab eine umgangsregelung. das fand ich sehr interessant, doch es war nicht leicht diese lösung zu leben.

Eteterfon
04.04.2010, 09:58
aber als ich den titel las hab ich wirklich erst mal so geguckt :ooooh::ooooh::ooooh:
"Single Mom" bzw. auch "Single Parent" ist der gängige englische Begriff für "Alleinerziehende/r".

:smile:

Symphonie
04.04.2010, 10:44
Mädela,
die TE hat anfangs extra erwähnt dass sie an einem Austausch mit Gleichgesinnten interessiert ist, NICHT an Kommentaren wie euch ihre Entscheidung gefällt.
Sie hat sich das sicher auch anders vorgestellt aber auf einen Wunsch wie ein Kind zu verzichten...Ich kann sie verstehen

Ich finde es interessant was ihr schreibt,keine Frage, ABER meint ihr nicht dass so wieder interessierte,aber empfindliche, Frauen abgeschreckt werden?
Ich fänd es schade denn es gibt nuneinmal solche Konstellationen

Wiesenkraut
04.04.2010, 15:23
denn die kinder stellen irgendwann die frage nach dem vater bzw. der mutter.
wenn das elternteil verstorben ist, dann wird es fotoalben geben oder geschichten, die zu erzählen sind. das kind kann sich ein eigenes bild vom elternteil machen.
bei getrennten paaren gibt es meistens kontakt zum anderen elternteil.
Sondern, dass es schwer sein könnte, seinem Kind das zu erklären und zu vermitteln, warum es die Entscheidung der Mutter war, von Anfang an zu sagen: Ohne Mann - und damit auch ohne Vater für das Kind.Ich kann euch da nur bedingt zustimmen, aber fangen wir einen Schritt vorne dran an. Über die Gesellschaft als solche und deren momentane Einstellung würde ich mir im Bezug auf das Kind keinerlei Gedanken machen, die Mutter braucht denke ich schon ein dickes Fell.
Was die Meinung der Gesellschaft betrifft so unterliegt diese doch einem permanenten Wandel und oft folgen wir amerikanischen Trends.
Waren Scheidungskinder als ich im Kindergarten war noch "Arme Würmer" erzählen heute die Kinder im Kindergarten ganz offen von ihren Patchworkfamilien. Kinder von Müttern über 40 vor 30 Jahren noch ein "wie konnte so etwas passieren" heute immer mehr Normalität.
In den USA jetzt schon in vielen Bundesstaaten legitim eben auch als alleinstehende Frau Mutter werden zu wollen. Ich geh davon aus, das schwappt auch in naher Zukunft zu uns.

Zu den Fragen der Kinder:
Die Situation meiner Mutter ist definitiv nicht die selbe im Auslöser, aber was die Anerkennung oder den Gesellschaftsstatus betrifft denke ich vergleichbar. Von daher ist vielleicht mein eigenes Erleben hilfreich.
Ich bin ein Affairenkind. Sprich mein Vater war verheiratet ohne die Absicht sich von seiner Frau zu trennen. Meine Mutter hat sich in Folge dessen entschieden mich trotzdem zu bekommen und auch keinerlei Angaben beim JA gemacht.
Meine Mutter durfte damals infolge dessen nicht mehr zur Kommunion gehen und verlor auch ihre Arbeit an einem christlichen Krankenhaus. Sie hatte also schon zu leiden. Ich nicht.
Was das Fragen betrifft. Ich wußte von Anfang an Bescheid. Meine Mutter hat mir (keine Ahnung ob auf meine Fragen oder einfach so) erzählt, wie Kinder gemacht werden und dass mein Erzeuger eben schon eine eigene Familie hatte und deshalb nicht bei uns lebt. Sie lies nie Zweifel daran aufkommen, dass ich von ihr nach dem ersten Schrecken von Anfang an gewollt und geliebt war.
MEHR wollte ich nie wissen. Es ist auch definitiv nicht so, dass ich böse auf meinen Vater bin...ich kanns nicht anders erklären. Er spielt in meinem Leben einfach keine Rolle. Es ist ein Gerücht, dass Kinder irgendwann unbedingt wissen wollen wer genau die Eltern sind, dies ist nur dann der Fall, wenn irgendetwas hinter dem Berg gehalten wird.
Hier gibt es auch einschlägige Untersuchungen. Um das mal plausibler zu machen, für die Menschen die eben mit beiden Elternteilen aufgewachsen sind. Stellt euch vor, ihr wisst von einem Onkel der weit weg wohnt, von dem erzählt wird, was es eben zu erzählen gibt. Hättet ihr den dringenden Drang, diesen Onkel unbedingt kennen zu lernen- wohl eher nicht.
Meine engste Familie bestand aus meiner Mutter und mir. So war es bei meiner Geburt, ich kannte es nicht anders. Warum sollte ich nach etwas fragen, das ich nie in der Form kennengelernt habe.
Eine Kollegin von mir (ich bin Sozialarbeiterin) hat mit Adoptionsfamilien gearbeitet. Ich habe sie mal gefragt ob diese Kinder ein Loch verspüren unbedingt wissen wollen, wer die leiblichen Eltern sind. Und sie antwortete "Wesentlich seltener als ich angenommen hatte" - fand ich beruhigend, weil das einzige was mich immer iritierte war der ungläubige Blick von Anderen, wenn ich auf ihre Frage antwortete "nein ich wollte nie wissen wer mein Vater ist".
Meine Mutter erkrankte als ich 8 war an Krebs. Als klar war sie würde nicht überleben, bekam ich die Möglichkeit meinen Vater kennenzulernen. Ich wollte nicht. In Absprache mit meinem Vater wurde dann ein Umschlag deponiert, dem ich alle erforderlichen Daten entnehmen könnte-wenn ich denn wollte.
Nur einmal habe ich kurz drüber nachgedacht - als ich selbst Mutter wurde und ich überlegt habe ob mein Kind nicht ein Anrecht auf wenigstens ein Großelternteil meinerseites hätte.
Ich habe mich aus dem Bauch raus dagegen entschieden.

Lange Rede kurzer Sinn. Ich bin sicher, dass Kinder Ihre eigene Welt so nehmen, wie sie eben ist. Und wenn sie eben "nur" eine Mutter haben, werden sie das so hinnehmen.
Ganz abgesehen davon, was kann es schöneres für ein Kind geben als die Geschichte einer Mutter die sich sooo sehr ein Kind gewünscht hat, dass sie sich eben allein auf den Weg machte um eben dieses Wunschkind zu bekommen.
Wieviele Kinder können eben NICHT von sich behaupten von Anfang an dermaßen geliebt und gewollt gewesen zu sein.
Also um das Kind würde ich mir keinerlei Sorgen machen.

Ich glaube allerdings dass man als Mutter sich schon auf einiges gefasst machen muss. In relativ harmlosen Zügen ja schon hier zu merken ists (zur Zeit) leider noch so, dass der Kinderwunsch alleinstehenden Frauen nicht zugestanden wird. Warum auch immer. Biologisch gesehen (hier bin ich beim besten Willen kein Experte, aber so erklär ich mir das *g) möchte doch JEDE Frau ihre Gene erhalten, warum in Gottes Namen soll die Biologie hier halt machen nur weil eben gerade kein Partner da ist.

Bleibt für mich die Frage nach dem WIE.
Optimal, aber ich befürchte sehr selten gibt es den besten homosexuellen Freund, der gerne Vater wird. Mit dem man sich auch vorstellen kann - eben weil es der beste Freund ist - ein Kind gemeinsam zu erziehen.
Aber mal ehrlich wer hat schon einen solchen gerade greifbar.

Onenightstand:
meine Sache grundsätzlich nicht und wenn ich dann noch drüber nachdenke wieviele ich evtl. von denen hinter mich bringen müsste bis zum gewünschten Erfolg (mal völlig ab davon, dass ich sowas nur mit der Einwilligung des potentiellen Vaters machen würde, die ja nun auch nicht jeder gibt :pfeifend:), wäre das für mich keine Option.

Co-Vater: klar unter oben genannten Bedingungen die beste Möglichkeit. Aber wenn ich das richtig verstehe wäre es doch ein mehr oder minder wildfremder Mann mit dem man sich das Sorgerecht teilt. DAS stell ich mir in der Tat schwierig vor. Mich wegen eines Kindes den Rest meines Lebens (wenn auch nur in einem, aber dafür in einem sehr wichtigen Bereich) an einen anderen Menschen zu binden.

Bleibt die Samenspende.
Hier wäre für mich ganz klar (wobei ich auch hier völliger Leie bin). So natürlich wie möglich. Also keine Ahnung was die in Dänemark so anbieten, aber eine Vorauswahl in Richtung Augenfarbe/Haarfarbe/Locken/Intelligenz käme für mich nicht in Frage.

Interessant wäre denk ich für die Frauen, die sich hier gedanken machen, Infos zur rechtlichen Seite. Kann man denn als Deutsche so ohne weiteres nach Dänemark reisen und sich künstlich befruchten lassen. Wie geht das JA damit um und wie ist anschließend die Rechtslage in Deutschland?

Wie schaut das bei dem Co-Vater aus. Wird da vorher ein Vertrag so lange ausgehandelt womöglich vor einem Notar bis beide Seite mit der Einigung einverstanden sind :wie?:. Ist dieser WEg in Deutschland legal ?

Ich bin nicht selbst betroffen, aber ich habe dank meines Alters im Freundeskreis einiges an Frauen, die immer mal wieder aufseufzen "hätte ich doch früher.. jetzt bin ich fast 40 und Single". Vielleicht steckt bei der ein oder anderen auch ein ernstgemeinter Kinderwunsch hinter diesem Seufzer und es fehlt nur der kleine Stupser in die Richtung "hey, wenn du wirklich willst...".
Von daher werde ich sicher weiter interessiert mitlesen :smirksmile:

Lifetime dir wünsche ich alles Gute und dass du den richtigen Weg für dich findest. Egal wie der nun aussieht :smile:

LifeTime74
05.04.2010, 10:45
Hallo und guten Morgen,

@Wiesenkraut: danke für Deinen Beitrag. In Dänemark soll das relativ problemlos gehen. Man muss lediglich sämtliche benötigte gesundheitlichen Nachweise bringen, die aber der Haus-Gyn hier vor Ort machen und bescheinigen kann.

Ich habe gestern mal einen Clearblue Fertilitätsmonitor vorbereitet.

Werde beginnen, meinen Zyklus zu verfolgen. Habe mir darüber nie Gedanken gemacht und finde es irgendwie schon aufregend, wenn da dann plötzlich steht, dass JETZT die fruchbarsten Tage sind ... Was so ein Körper (zumindest theoretisch - ob es dann auch klappt, weiss ich ja nicht) alles kann und welche Möglichkeiten er bietet, ist phantastisch ...

Wünsche Euch allen noch einen schönen Ostermontag, ich mache mich jetzt auf den Weg zum Osterbrunch.

Liebe Grüße

LifeTime

xanidae
05.04.2010, 20:20
MEHR wollte ich nie wissen.

ja, du wolltest nie mehr wissen. das lag möglicherweise daran, dass deine mutter sehr offen mit deiner empfängnis umgegangen ist. natürlich gibt es kinder die nicht fragen.

aber es gibt viele kinder die fragen und diese fragen sollten beantwortet werden. so, dass eltern und kind zufrienden sind.

ich erstelle aus beruflichen gründen mit alleinerziehenden müttern regelmäßig 'väteralben', weil die kinder nach dem vater fragen und es aus verschiedenen gründen wenig antworten gibt.

dieses thema muss nicht problematisch sein, doch es kann problematisch werden. und ich fände es gut, wenn man sich darauf vorbereiten kann.

Haesin
05.04.2010, 20:33
Meine Tochter ist 1,5 Jahre alt und auch ich dachte früher mal, es wäre auch eine Option, ein Kind ohne Mann zu planen. Heute muss ich sagen, dass man diese gewaltige Aufgabe zwar allein schaffen könnte, aber nur unter größten Opfern. Der Alltag ist ein GANZ ANDERER, als Du es Dir jetzt vorstellst. Das Schöne und das Schwere möchte man doch teilen. Denke bitte daran, dass Du selbst für Deine Grundbedürfnisse hart kämpfen musst und wenn Du keinen Partner hast, der das schreiende Kind oder das tobende Kleinkind mal 10 min. nimmt, kannst Du oft nicht schlafen, essen, zur Toilette gehen oder mal die Haare waschen. Von sowas wie Haushalt oder gar Freizeit gar nicht zu reden. Man macht sich vorher nicht klar, was das heißt, 24 h für Jahre allein für so ein kleines Wesen verantwortlich zu sein. Bei uns z. B. waren die ersten 6 bis 8 Monate Schreimonate und die Nächte waren manchmal nur 3 h lang, tagsüber wusste man kaum, wie den Tag bewältigen. Als das vorbei war, fingen die Zähne an und die Krankheiten. Jetzt war ich quasi den ganzen Winter mit Kind im Haus eingesperrt und meine einzige Abwechslung war es, beim Kinderarzt zu sitzen. Nachts hat sie oft geweint und nicht geschlafen, weil sie Bronchitis, Mittelohrentzündung und dergleichen hatte. Dazu beginnt nun langsam das Trotzalter und es ist auch körperlich sehr sehr anstrengend, das Kind im Auto anzuschnallen, gegen den Willen an- und auszuziehen oder am Abend bei Weinerlichkeit und Anhänglichkeit auf dem Arm zu tragen und gleichzeitig das Essen zu machen. Wenn ich meinen Mann nicht hätte, wüsste ich nicht, wie ich das schaffen sollte. Und abends im Bett erzählen wir uns flüsternd, was sie heute wieder gesagt und gemacht hat und welche Entwicklung sie nimmt und was uns hilflos, traurig oder fröhlich und stolz macht. Das möchte ich nicht alleine. Ich sehe es bei einer Freundin, die sich trennen musste. Sie ist ganz verzweifelt, sie hat das Kind quasi immer und kann nie durchschnaufen. Schrecklich die Vorstellung. Aber ich glaube fast, das kann man keinem vermitteln, der das nicht erlebt hat.

Wiesenkraut
05.04.2010, 21:03
Xanidae schrieb

ja, du wolltest nie mehr wissen. das lag möglicherweise daran, dass deine mutter sehr offen mit deiner empfängnis umgegangen ist. natürlich gibt es kinder die nicht fragen.

aber es gibt viele kinder die fragen und diese fragen sollten beantwortet werden. so, dass eltern und kind zufrienden sind. *hüstel* du hast da einen nicht unerheblichen Teil meiner Argumentation weggelassen :smirksmile:
nämlich:

Es ist ein Gerücht, dass Kinder irgendwann unbedingt wissen wollen wer genau die Eltern sind, dies ist nur dann der Fall, wenn irgendetwas hinter dem Berg gehalten wird.
Hier gibt es auch einschlägige Untersuchungenund:

Eine Kollegin von mir (ich bin Sozialarbeiterin) hat mit Adoptionsfamilien gearbeitet. Ich habe sie mal gefragt ob diese Kinder ein Loch verspüren unbedingt wissen wollen, wer die leiblichen Eltern sind. Und sie antwortete "Wesentlich seltener als ich angenommen hatte" damit kommen wir dann wieder auf einen Nenner

aber es gibt viele kinder die fragen und diese fragen sollten beantwortet werden. so, dass eltern und kind zufrienden sind. Der Grund bei mir, genau wie bei Adoptionskindern, für das nicht fragen bzw besser für das Zufriedensein mit eben der Situation so wie sie ist, ist laut einschlägiger Literatur in der Soziologie darin zu suchen, dass eben die Mutter/die Adoptionseltern sehr offen mit der Thematik umgegangen sind, wenn irgendmöglich auch die Möglichkeit geschaffen haben, das andere Elternteil kennenzulernen (offene Samenspende wäre hier eine Option), wenn dies nicht möglich ist, auch altersgerecht damit umgehen, dies zu begründen.
Wichtig ist, dass bei den Kindern nicht das Gefühl entsteht, etwas verpasst zu haben, das man eben suchen muss.

Haesin hat natürlich recht. Kinder sind stressig und es ist sicher schrecklich anstrengend diesen Stress allein zu bewältigen. Zu den genannten Stressgründen kommt das permanente Gespaltensein, wenns den Kids eben nicht gut ist und man auf der Arbeit sitzt. "Schick ich sie in den Kindergarten, oder bleib ich schon wieder zuhause, weil es ihnen nicht gut geht". auch wenn sie gesund sind, die Frage "kommen sie zu kurz, weil ich arbeite (n muss)." Es liegt noch massig Arbeit an, aber du musst pünktlich im Kindergarten/der Schule sein und die Arbeit bleibt deshalb an deinen Kollegen hängen. Das alles zieht Energie
Von den durchwachten Nächten, bei denen du dich in der Regel auch nicht abwechseln kannst gar nicht zu reden.

Wenn ich allerdings heute entscheiden müsste ob ich meine Kids noch einmal alleine groß ziehen würde, oder keine haben wollte, würde ich den Stress gerne noch einmal mitmachen.
Hier kannst du selbst am besten einschätzen, wie groß dein Rückhalt ist. Hast du Freunde, die dir Nachtschichten abnehmen, Verwandte die dir die Kinder abnehmen, damit du auch nacht/am WE/abends einfach Zeit für dich hast. Bist du sicher, dass diese Menschen dir auch helfen, wenn du ein Kind unter den eher ungewöhnlichen Umständen bekommst?
Kannst du dir wenn das nichtvorhanden ist Alternativen vorstellen. WG mit anderen Alleinerziehenden (damals mein Mittel der Wahl), ein Aupair-Mädchen.
Ich habe mich damals frühzeitig einer Alleinerziehnden-Selbsthilfegruppe angeschlossen. Einmal die Woche haben wir uns getroffen. In der Zeit waren die Kids versorgt und Babysitterten uns gegenseitig. Gespräche mit anderen Alleinerziehenden+gegenseitige Hilfe waren unbezahlbar.

Edit: ach das ist mir heute noch so eingefallen. Hast du mal geschaut ob es (bei euch) vielleicht auch schon eine Selbsthilfegruppe gibt, die genau deine Thematik anspricht. Hier haben sich ja nun einige sicher hilfreiche aber eher nicht betroffene Stimmen gemeldet. Vielleicht wären folgende Möglicheiten noch hilfreich um Frauen zu treffen die auf dem gleichen Weg sich befinden.
KISS (Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen) ist relativ bundesweit verbreitet, wäre so meine erste Anlaufstelle.
Selbst wenn es nichts in deiner Nähe gibt, dank Internet wäre die deutsche Arbeitsgemeinschaftschaft für Selbsthilfegruppen noch eine Möglichkeit.
Die erreichst du unter
Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V. (DAG SHG)
Verwaltung
Wilmersdorfer Straße 39
10627 Berlin
Telefon 030 / 893 40 14.
Da du ja hier ziemlich offen mit der Thematik umgehst, würde ich einfach mal fragen, ob es irgendwo in Deutschland schon eine solche Selbsthilfegruppe gibt.

Symphonie
05.04.2010, 22:32
Haesin
Es gibt aber auch viele Frauen deren Männer leider lange arbeiten. Sicher, die haben am Wochenende mal ein bisschen Hilfe, aber welche Mutter von einem Baby/Kleinkind hat mal richtig Ruhe, Abstand???

Ich bin verheiratet, mein Mann kommt nie vor sechs nach hause, da gehen die Kinder fast ins Bett. Er muss oft auch Samstags arbeiten. Aber selbst wenn er da ist mach ich mit einem Kind etwas oder den Haushalt. Klar, dass muss sie als Mutter auch machen,aber ich denke man baut sich dann ein ganz anderes Netzwerk auf, evtl hat sie ihre Eltern in der Nähe und und

Die erste Zeit wird sicher hart aber ab einem gewissen Alter wird es sicher einfacher.
Aber deswegen auf ein Kind zu verzichten?

Gwen76
06.04.2010, 11:47
Haesin
Es gibt aber auch viele Frauen deren Männer leider lange arbeiten. Sicher, die haben am Wochenende mal ein bisschen Hilfe, aber welche Mutter von einem Baby/Kleinkind hat mal richtig Ruhe, Abstand???

Ich bin verheiratet, mein Mann kommt nie vor sechs nach hause, da gehen die Kinder fast ins Bett. Er muss oft auch Samstags arbeiten. Aber selbst wenn er da ist mach ich mit einem Kind etwas oder den Haushalt. Klar, dass muss sie als Mutter auch machen,aber ich denke man baut sich dann ein ganz anderes Netzwerk auf, evtl hat sie ihre Eltern in der Nähe und und

Die erste Zeit wird sicher hart aber ab einem gewissen Alter wird es sicher einfacher.
Aber deswegen auf ein Kind zu verzichten?

sehe ich auch so. ist prima, wenn man jemanden hat, der um 5 daheim ist, nur das ist wohl eher die ausnahme. ich kenne es von mir, aber auch von anderen so, dass es doch später wird, abendmahlzeiten auswärts sind oder gar die ganze woche auswärts, manchmal auch das wochenende. da wäre dann auch nur einer da.

Historia02
06.04.2010, 12:15
Gwen, ich glaube, du hattest schon einmal einen solchen Strang erstellt, oder?

Ich kenne eine Frau, die sich gezielt für Mutterschaft durch Samenspende in Dänemark entschieden hat. Bei ihr hat es ingesamt 3 Jahre und zig Behandlungen gedauert, bis es geklappt hat.

Sie wohnt in einem Haus mit ihren Eltern, bei denen sie das Kind mal abgeben kann. Finanziell steht sie auf eigenen Beinen, sie hat einen guten Job mit Rückkehrgarantie und eine vermietete Immobilie.

Immer, wenn ich sie treffe, macht sie einen fröhlichen Eindruck. Das Kind (knapp 1 Jahr alt) ist zum Glück relativ pflegeleicht. Alles in allem scheint sie ihre Entscheidung nicht zu bereuen.

Sie ist, seit ich sie kenne, total offen damit umgegangen, wie das Kind entstanden ist. Ich habe anschließend viel im stillen Kämmerlein gegrübelt und festgestellt, dass es für mich kein Weg gewesen wäre.

Aber irgendwie bewundere ich, dass sie sich ihren Kinderwunsch so konsequent erfüllt hat. Meiner Meinung nach gehört wirklich viel Mut dazu.

LifeTime74
06.04.2010, 18:05
Hallo,

ich versuche dann mal, vom Weg als solchen weiter zu berichten ... und hoffe immer noch auf rege Beteiligung von "Betroffenen" :lachen: - natürlich auch auf Beiträge von ".Nicht-Betroffenen".

Habe heute Morgen meine Fertilitätsmonitor nun mit Beginn des neuen Zykluses in Betrieb genommen. War ein komisches Gefühl und ich stelle mir vor, wenn er dann mal "fruchtbare Tage" anzeigt, ist es nochmal irgendwie merkwürdig.

Wenn man dann genau zu dieser ... alleine nur die Theorie ist schon spannend :freches grinsen: .

Im Familien- und Freundeskreis und auch erweiterten privaten Umfeld gehe ich mit der Thematik auch offen um.

Arbeitsumfeld nicht ... ich möchte mich nicht angreifbar machen. Bei allen guten Möglichkeiten die ich habe, meine Arbeitszeit flexibel zu gestalten wenn ein Kind da ist ... kein Chef ist völlig unbeeindruckt von dem Plan, ein Kind - auf welchem Weg auch immer - zu bekommen und irgendwie fällt man dann aus der "Karriereplanung" automatisch raus.

Auf der anderen Seite hätte ich dann doch Bedenken, dass mir der Stempel von "die hat keinen abgekriegt" aufgedrückt wird - untermalt mit entsprechenden Männerzoten (dafür muss man doch nicht bis nach Dänemark fahren ... blablabla ...).

Da würde ich mich doch in gewisser Weise "verwundbar" fühlen und damit auch geschwächt in meiner Führungsposition.

Vielleicht fehlt mir an dieser Stelle auch etwas Selbstbewusstsein.

So, ich gehe jetzt noch etwas die Sonne geniessen :Sonne:

Es grüßt

LifeTime

sheena98
06.04.2010, 21:06
Hallo LifeTime74!

Ich hab jetzt nicht alle Beiträge hier gelesen, will dir auch nur von einem Beispiel in meinem Bekanntenkreis erzählen. Und zwar ist das eine Frau, die sich ebenfalls als Single (ist übrigens lesbisch, aber das ist eigentlich nebensächlich) per Samenspende (da gibts anscheinend so Foren, wo sich private Spender und Empfängerinnen kennenlernen können) selbst "befruchtet" hat.

Sie ist sehr happy mit ihrer nunmehr 1-jährigen Tochter, arbeitet auch wieder Teilzeit (auch mit Nachtdiensten), hat aber grossen Rückhalt und Hilfe von seitens ihrer Eltern. Prinzipiell möchte sie in der Zukunft auch noch ein zweites Kind auf diesem Weg (vom gleichen Vater) bekommen. Mittlerweile ist sie auch wieder in einer Beziehung, aber die "Familienplanung" ist davon eigentlich unabhängig für sie, scheints.

Jedenfalls stand ich dieser Art Familienplanung bisher immer eher skeptisch gegenüber, weil ich mir das einfach nicht vorstellen konnte, dass man sich die Strapazen freiwillig ganz allein antun will. Aber ich muss sagen, nachdem ich diese Frau kennengelernt und gesehen hab, wie toll sie damit klar kommt und wie relaxt sie ist, seither sehe ich das anders. Wenn man schaut, dass man ein Netzwerk an Hilfe hat, auf das man zurückgreifen kann und es sich finanziell ausgeht, warum warten!?

Alles Gute! :blumengabe:

Inaktiver User
07.04.2010, 12:16
sehe ich auch so. ist prima, wenn man jemanden hat, der um 5 daheim ist, nur das ist wohl eher die ausnahme. ich kenne es von mir, aber auch von anderen so, dass es doch später wird, abendmahlzeiten auswärts sind oder gar die ganze woche auswärts, manchmal auch das wochenende. da wäre dann auch nur einer da.

Das ist meiner Erfahrung nach eine Typsache, wie man damit klarkommt. Ich stecke z.B. in einer ähnlichen Situation: Mann ist 12-14 Stunden am Tag außer Haus, meine Eltern leben 1500km weit weg, sonstiges Netz ist nicht, ich bin mit meiner eineinhalbjährigen Tochter auch den ganzen Tag allein zuhause und arbeite auch von hier aus, wenn sie schläft, und ich find's super. Leider kann man vorher nicht wissen, ob einem das liegt oder nicht.

Genau so wenig kann man aber auch vorher wissen, ob eine Beziehung soweit vorhanden hält, ob das Kind gesund zur Welt kommt/gesund bleibt, ob man selbst gesund bleibt, ob man Arbeit hat, etc. pp.

Was ich sagen will: Es ist immer ein Risiko, ein Kind in die Welt zu setzen, ganz gleich, wie die Ausgangskonstellation ist. Da ist es bestimmt auch ein Vorteil, wenn man sich schon vorher bewusst drauf einstellt, das alleine zu wuppen.

LifeTime, Deine Variante war für mich in Single-Zeiten auch immer eine zumindest gedankliche Option, und wäre ich nicht meinem Mann begegnet, hätte ich hoffentlich auch den Mut gehabt, sie konkret werden zu lassen. Alles Gute für Dich und Deine Familienplanung!:blumengabe:

LifeTime74
09.04.2010, 19:37
Hallo,

danke für Eure Zeilen ...

Melde mich nach einer stressigen Woche zurück und bin froh, das erstmal Wochenende ist.

Trotzdem habe ich - zumindest gedanklich - für die Zukunft ein paar Weichen stellen können.

Im Juni werde ich beruflich wieder in Dänemark sein und wohl einen "privaten" Tag dranhängen.

Bis dahin möchte ich mich also für eine passende KiWU-Praxis entschieden haben und dort die Gelegenheit für ein Vorgespräch wahrnehmen.

Gibt es von Euch Empfehlungen hierzu?

Ausserdem habe ich in dieser Woche den Kaufvertrag für meine neue Wohnung unterschrieben. Umzug wird im Juli sein.

@Wiesenkraut: werde auch mal Deine Tips hinsichtlich einer passenden Selbsthilfegruppe angehen. Vielleicht gibt es da ja etwas.

Wünsche Euch heute erstmal einen supertollen Start ins Wochenende.

Es grüßt

LifeTime

yara2
09.04.2010, 19:53
Guten Abend. Es gibt eine sehr große und aktive Gruppe im Internet, wo rund 150 Frauen aus ganz Deutschland sich gefunden haben, weil sie Single sind und trotzdem Mutter werden wollten oder wollen. Viele Babys sind da schon entstanden, in den unterschiedlichen Konstellationen: von der Samenbank, anonym oder offen, mit privatem Spender, von homosexuellen Freunden, etc. Sie heißt "Singlefrauen mit Kinderwunsch" oder auch kurz "SFMK" und ist eine geschlossene Gruppe, das heißt, man muss einen kurzen Antrag stellen um aufgenommen zu werden und erläutern, wieso - dann wird man in kurzer Zeit freigeschaltet.
Aber warum versuchst du es nicht wie die Frau in der Brigitte und suchst per Anzeige einen Mann, zu dem du Vertrauen aufbauen kannst, der auch gerne Vater sein möchte? Viel Glück, Gruß yara

LifeTime74
11.04.2010, 10:45
Hallo yara,
hallo all,

danke für den Tip mit der Gruppe. Schaue ich mir an.

"Anzeigen" habe ich diverse geschaltet, aber nicht mit der gewünschten Resonanz.

Es melden sich eher "Samenspender" die a) Mehrfachspender sind (also ohne Intention, die Vaterrolle aktiv auszufüllen) und b) Männer, die - so glaube ich - ihre Gene so toll finden, dass sie der Meinung sind, diese unbedingt möglichst weit verbreiten zu wollen ... :ooooh:

Da bevorzuge ich dann doch eher die offene Spende (Kind kann mit 16 oder 18 die Kontaktdaten vom "Vater" einsehen und Kontakt aufnehmen) über eine Samenbank.

Muss mich jetzt mal um meine Haushaltspflichten kümmern.

Habt einen schönen Sonntag.

LifeTime

Tinta80
11.04.2010, 14:07
Hallo LifeTime74,

ich bin eine Gleichgesinnte :smile:

Ich bin ebenfalls alleinstehend und habe beschlossen dieses Jahr den Weg über Dänemark zu gehen.
Diese Entscheidung war alles andere als spontan, ich habe mehrere Jahre darüber nachgedacht, ob ich diesen Schritt wagen soll oder nicht. Anfangs war ich von der Sache selbst nicht überzeugt und hatte es lediglich als letzten Notnagel im Hinterkopf. Inzwischen bin ich sicher, daß es für mich der richtige Weg ist.

Ich habe einige gesundheitliche Schwierigkeiten und weiß daher nicht, ob und wie es mit dem Kinder kriegen bei mir überhaupt klappt. Wenn es denn klappt, werde ich mit der Thematik von Anfang an immer offen umgehen. Viele in meinem Freundeskreis wissen von meinem Plan und die meisten unterstützen mich dabei.

Bezüglich der Hinweise, daß es nicht einfach ist, ein Kind allein groß zu ziehen - ich denke, das ist jedem bewußt. Man ist ja nicht völlig blauäugig, wenn man sich dazu entschließt, auch ohne Mann ein Kind zu bekommen. Allerdings ist diese Situation sicherlich weniger belastend als ein jahrelang unerfüllter Kinderwunsch.

LifeTime74
13.04.2010, 18:35
Hallo Tinta,

dann herzlich willkommen im "Club" :blumengabe:.

Wann soll es denn bei Dir losgehen?

Hast Du Dich denn schon für eine Praxis entschieden? Gibt ja doch mehrere ...

Hinsichtlich der gesundheitlichen Thematik hast Du ja anscheinend auch schon einiges abgeklärt ... Unterstützt Dich denn Dein Gyn vor Ort in Deinem Bestreben?

Ja, ich denke auch, dass man es sich sehr gründlich überlegt hat, bis man zu diesem Entschluss kommt.

Klar, so richtig vorstellen, wie viel sich durch ein Kind ändert, kann man sich vorher nicht ... Aber da geht es Single-Müttern wohl auch nicht anders, als Frauen in der "klassischen" Familienkonstellation.

Und ich gehe jetzt lieber diesen Weg bevor ich irgendwann mal denke "Hättest Du mal" - und ich bin mir bei mir sehr sicher, dass dieser Zeitpunkt kommen würde.

Freue mich über Deine Rückmeldung.

Liebe Grüße

LifeTime

Tinta80
13.04.2010, 22:03
Hallo LifeTime74,

danke für den Willkommensgruß!

Genau das denke ich mir auch: besser jetzt so als später zu denken "ach hätte ich damals mal".

Die Wahl der Klinik ist getroffen und ich habe diesen Freitag mein Aufnahmegespräch. :smile: Man kann das auch telefonisch führen, aber ich habe beschlossen hinzufahren und mir die Klinik schonmal anzusehen. Den ersten Versuch hatte ich vor im Sommer zu starten. Ach ja, ich habe mich auch für eine offene Spende entschieden.

Die Frage, ob meine Gyn mich unterstützt, ist genau das, was mir im Moment noch Sorgen bereitet. Bevor es mit der Insemination losgehen kann, muß man sich ja auf diverse Krankheiten testen lassen und ich hoffe, daß meine Gyn das durchführt. Ich finde es schwer abzuschätzen, wie deutsche Ärzte reagieren, wenn man ihnen sagt, daß man etwas vor hat, was in Deutschland nicht geht. Was das betrifft, bin ich schon etwas nervös.
Hinzu kommt, daß bei mir der Verdacht auf Endometriose besteht, ich aber nicht sicher weiß, ob ich es habe (das ist eine andere, lange Geschichte...). Sollte das der Fall sein, wird die ganze Angelegenheit natürlich komplizierter und letzten Endes auch teurer.

Ich hoffe, daß einige meiner konfusen Fragen beim Aufnahmegespräch beantwortet werden können. Ich weiß, daß das da keine Ärzte, sondern "nur" Hebammen sind, aber die haben ja auch Erfahrungswerte. Ich bin gespannt!

Wann soll es denn bei Dir der erste Versuch starten?
Bist Du Dir Deiner Sache schon 100%ig sicher?

Viele Grüße
Tinta80

LifeTime74
14.04.2010, 08:33
Hallo Tinta,

das ist super. Bin schon gspannt, was Du nach Freitag zu berichten hast.

Ich hatte mit meinem Gyn bereits im Herbst letzten Jahres darüber gesprochen.

Der war erst völlig perplex und seine erste Frage aus dem Bauch raus war "Aber es geht hier nicht um eine Leihmutterschaft, zu der Sie gezwungen werden?"

Habe dann ein wenig erklärt und er hat sich dann schnell vom ersten Schock erholt.

Habe dann direkt ein paar "Mustermedis" Folsäure etc. bekommen, mit deren Einnahme ich min. 3 Monate vor dem geplanten Termin schon mal beginnen soll.

Er sagte auch, dass dies der erste Fall in seiner Praxis sei und ich bitte seine Reaktion entschuldigen soll. Er finde diesen Weg gut, in Anbetracht der Situation wie sie nunmal jetzt sei und allemal besser, als sich "irgendwen" zu suchen.

Er werde mich unterstützen, soweit das im Rahmen seiner Möglichkeiten liegt. Also mit sämtlichen Voruntersuchungen etc ...

Ich war hinterher sehr erleichtert. Das wäre ein Grund gewesen, mir einen anderen Arzt zu suchen.

Sprich es einfach beim nächsten Besuch an. Man sollte meinen, das eine Ärztin noch mehr Verständnis dafür hat.

Und wenn nicht ... neuen Arzt suchen!!! Glaube, dass es wichtig ist, hier einen gewissen Rückhalt zu haben. Die Klinik ist schön und gut, aber die medizinische Betreuung vor Ort ist auch wichtig.

Mein Vorgespräch wird voraussichtlich am 5. Juli sein und der erste Versuch dann im September/Oktober. Muss das ein wenig timen, da noch diverse berufliche Dinge im September und Oktober anstehen und ich nicht gestresst zwischen zwei Auslandsreisen und Veranstaltungen den Termin legen möchte.

Nimmst Du dann zum eigentlichen Termin jemanden mit? Ich überlege, ob ich eine gute Freundin mitnehmen soll und wir hinterher noch etwas Urlaub dranhängen ... Mal sehen.

Ja, meiner Sache bin ich 100 % sicher. Wie ist es bei Dir?

Schön, sich hier austauschen zu können :blumengabe:

Liebe Grüße

LifeTime

Tinta80
14.04.2010, 17:12
Hallo LifeTime!

Ich bin echt froh, daß ich jetzt schonmal ein Beispiel für eine Arztreaktion habe. Hoffe sehr, daß meine Gyn das ähnlich locker sieht. Klar, ansonsten such ich mir 'nen neuen Arzt, aber dann gleich mit der Tür ins Haus zu fallen ist ja noch heikler.
Werde wohl im Juni den nächsten Termin haben.

Mit meinen konfusen Fragen meinte ich gar nicht unbedingt medizinisch/biologische Sachen. Ich frage mich z.B. auch, wie andere Frauen das logistisch regeln. Ich meine, man muß ja den Eisprung abpassen und dann möglichst schnell dahin innerhalb eines doch recht kurzen Zeitfensters. Also Züge/Flüge im Voraus buchen geht schonmal schlecht. Und auch je nach Wochentag muß man sich ja extrem spontan Urlaub nehmen.

Ursprünglich wollte ich zum eigentlichen Termin eine Freundin, die sich schon von selbst angeboten hat, mitnehmen. Allerdings macht die notwendige Spontanität die Sache etwas schwierig. Klar kann man für den 1. Versuch gleich eine Woche Urlaub dranhängen, aber ich rechne damit, daß es deutlich mehr Anläufe geben wird und für die weiteren Male wäre das ja dann nichts mehr. Ich denke also, ich werde allein hinfahren.
Zum Aufnahmegespräch nehme ich einen Freund mit. Der ist von der ganzen Sache nicht allzu sehr begeistert, begleitet mich aber netterweise trotzdem und wir bleiben dann noch übers Wochenende in Dänemark (kann dann also erst am Montag Bericht erstatten!).

Ich bin mir wirklich absolut sicher und hätte diesen Schritt wahrscheinlich auch schon früher getan, wenn es beruflich/finanziell passender gewesen wäre.

Weiß Deine Familie/Verwandschaft von Deinen Plänen?
Meine nicht, die erfahren es erst, wenn es geklappt hat. Weiß nicht, will irgendwie so eine Erwartungshaltung vermeiden, denn wenn es dann am Ende nicht klappt, sind mehr Leute als nur ich enttäuscht.

Meinen Freunden habe ich größtenteils gesagt, daß ich eine künstliche Befruchtung plane, aber wann genau ich da jetzt in die Klinik fahre und so, das habe ich nur 3 Leuten gesagt. Auch da will ich einfach zu viel mitfiebern vermeiden.

Viele Grüße
Tinta

LifeTime74
14.04.2010, 20:43
Hallo Tinta,

stimmt schon ... die Logistik ist wirklich ein Problem, weil man eben doch eine längere Anreise hat.

ich versuche jetzt ein wenig Planbarkeit in meinen Zyklus reinzubringen, indem ich den Fertilitäsmonitor benutze. Da kündigen sich sozusagen die fruchtbaren Tage an ... Google mal unter Clearblue Fertilitätsmonitor.

Ja, Familie und Freunde sind informiert und stehen hinter mir. Meine Eltern sind wie gesagt schon etwas befremdet, aber grundsätzlich freuen sie sich, wenn es klappt. Sie hätten halt lieber, wenn "das Kind" einen Mann hat und versorgt ist :smile: .

Ob ich Ihnen dann den genauen Termin sagen werde, weiss ich noch nicht. Meinen Freunden schon ...

Ja, wir müssen wohl definitiv von mehreren Anläufen ausgehen. Wie auch auf normalem Wege, klappt es ja doch eher selten sofort.

Heute hat mich ein Mann auf eine meiner Anzeigen angeschrieben, der ebenfalls Vater werden möchte. Er lebt in einer stabilien Partnerschaft mit einem Mann und möchte gerne Vater werden und diese "Rolle" auch wahrnehmen und ausfüllen.

Schluck :ooooh: , jetzt muss ich mir ernsthaft die Frage stellen, ob ich mir vorstellen könnte, das Ganze evtl. auch mit einem Fremden zu realisieren, der dann für immer der Vater meines Kindes (sofern es denn klappt) sein würde und damit auch in meinem Leben eine Rolle spielen würde.

Bin nicht sicher, welches Gefühl es wäre, wenn das Kind dann zum Vater und dessen Partner über Wochenende oder zum gemeinsamen Urlaub oder oder oder geht.

Hat nichts mit der gleichgeschlechtlichen Beziehung zu tun. Ein Hetero könnte ja auch irgendwann in einer Beziehung leben ...

Ok, ich habe also wieder etwas Denkstoff.

Dir auf jeden Fall ein gutes Gespräch in Dänemark und anschliessend ein schönes Wochenende dort.

Bin gespannt auf Deine weiteren Berichte.

Liebe Grüße

LifeTime

Tinta80
15.04.2010, 19:50
Hallo LifeTime74,

ui, hast Du Dich mit dem Mann in Verbindung gesetzt? Willst Du ihn kennenlernen?
Das ist ja echt eine schwierige Frage... vor allem auch schwer abzuschätzen, was kommt und wie sich alles entwickelt, wenn man den anderen vorher so gar nicht kennt.

Ich bin dann jetzt mal weg, melde mich am Montag wieder!

Bis dann,
Tinta80

LifeTime74
15.04.2010, 20:30
Hallo Tinta,

habe jetzt mal zurückgeschrieben ... und sehr offen meine Gedanken angesprochen.

Mal schauen ...

Dir auf jeden Fall eine gute Reise und vor allem drücke ich die Daumen für Deinen Termin.

Bin gespannt. :lachen:

LifeTime

Tinta80
19.04.2010, 18:14
Hallo LifeTime,

da bin ich wieder! :smile:

Die Klinik hat auf mich einen sehr guten Eindruck gemacht, es sieht alles sehr sauber, ordentlich und seriös aus - das mußte sogar meine nicht-überzeugte Begleitung zugeben.
Auch das Beratungsgespräch war sehr positiv. Es hat eine gute Stunde gedauert. Zuerst sind wir einen Fragebogen zu meiner medizinischen Vergangenheit und meiner Lebensweise durchgegangen, dann wurde mir noch der Ovulationstest erklärt und alle meine Fragen geduldig beantwortet. Ich fühle mich jetzt gut informiert und bin froh, daß ich da war, es hat mich in der Wahl der Klinik bestärkt.

Für den Rest kommt jetzt noch 'ne PN.

Tinta

Gwen76
19.04.2010, 20:40
Hallo!

das finde ich sehr mutig, tinta. weißt du etwas über die kosten und was genau alles gemacht wird bzw. was man hier in d machen lassen muss? man muss ja damit rechnen, dass es nicht sofort klappt, wie machst du es mit den anreisen.

danke. :)

gwen

Tinta80
19.04.2010, 20:50
Hallo Gwen!

Die Kosten hängen davon ab, ob Du Dich für eine offene oder anonyme Spende entscheidest. Ich habe mich für eine offene Spende entschieden, da kostet jeder Versuch ca. 800,- Euro.

Vor der Insemination muß man Nachweise über HIV, Hepatitis B und C und Chlamydien einreichen. Das geht alles über Blutentnahme und kann wohl beim Hausarzt gemacht werden. Ich habe meine Gyn danach gefragt, da geht es auch, allerdings muß ich die Kosten selbst tragen (weiß noch nicht, wieviel es genau wird), da die Kasse das nicht übernimmt.

Ich habe beschlossen mit dem Auto anzureisen, weil man da doch zeitlich am flexibelsten ist. Mir wurde in der Klinik erklärt, wie man den besten Zeitpunkt zum Inseminieren bestimmt, und das Zeitfenster ist einfach so kurz, daß ich trotz der langen Anreise mit dem Auto am schnellsten bin.

Viele Grüße
Tinta

LifeTime74
20.04.2010, 19:21
Hallo Tinta,

gestern alles hektisch, meine ganze Woche ist "umgeschmissen" wegen des rauchenden Vulkans und den annulierten Flügen. Daher meine Reaktion erst heute.

Dein gutes Gefühl liest man aus Deinen Zeilen raus. Super!!!

Die Kosten sind ja auch OK - liegt bei allen Kliniken, die ich kenne etwa gleich.

Ich glaube Chlamydien lassen sich nicht über das Blut nachweisen. Zumindest untersucht die mein Gyn immer im Rahmen der normalen Vorsorge mit und dazu gehört keine Blutentnahme.

Mein Kontakt zu dem Mann, der Vater werden möchte hat sich wieder zerschlagen. Ich hatte sehr offen auch einige unangenehme Fragen gestellt und das war wohl zuviel.

Es war trotzdem gut, da ich jetzt weiss, dass "meine Variante" die Dänemark-Variante ist.

Und darauf kann ich mich jetzt konzentrieren.

Einen Termin in der Klinik kann ich noch nicht fixieren, da wegen der beruflichen Terminverschiebungen diese Woche einiges wieder offen ist. Das muss ich jetzt noch mal abwarten.

Anreisen finde ich auch einigermassen komplieziert. Ich würde wohl versuchen, zu fliegen und dann vielleicht schon ein zwei Tage vor dem Tag X einplanen - so muss man nicht so kurzfristig den Flug buchen.

Kommt auch etwas darauf an, wie sich mein Zyklus entwickelt - regelmässig, unregelmässig. Unregelmässiger Zyklus würde dann auch bei mir eher die - sehr lange - Anreise mit dem Auto bedeuten.

Hat man Dir denn in der Klinik etwas zu Ruhezeiten "danach" gesagt? Oder generell, wie man die Wahrscheinlichkeit erhöht?

Jeder möchte sicherlich ja so wenig Versuche wie nötig ...

LG

LifeTime

Tinta80
20.04.2010, 20:44
Hallo mal wieder!

Ich dachte auch, daß man Chlamydien über einen Abstrich oder so testet, aber scheinbar geht das auch über Blut. War mir auch neu.

Es ist eh schwierig genug, sich frei zu nehmen für die Eisprung-Tage. Man kann ja schlecht am Abend den Ovulationstest machen, der ist dann positiv, und dann schnell den Chef auf dem Handy anrufen & sagen, daß man am nächsten Tag nicht zur Arbeit kommt. Ich denke also, daß sofern mein Zyklus halbwegs regelmäßig ist ich mir schon die Tage um den vermuteten Eisprung herum im Voraus frei nehme und dann nur noch losfahren muß. Oder wie hast Du das geplant?

Tja, und ob mein Zyklus regelmäßig ist/wird... abwarten. Ich habe gerade erst den letzten NuvaRing entfernt, den hatte ich wegen meiner gesundheitlichen Sachen schon seit vielen Jahren. Vorher war mein Zyklus nicht sonderlich regelmäßig. Die in der Klinik meinten, Schwankungen von 3-5 Tagen sind normal. Ich bin gespannt.

Meinst Du Ruhezeiten nach der Insemination? Ich glaube, da soll man 20 min. liegen bleiben, weiter nichts.
Naja, generell förderlich für die Fruchtbarkeit ist kein Alkohol, keine Zigaretten, kein starkes Übergewicht. Das sind wir auch alles durchgegangen. Mir wurde auch Folsäure empfohlen - hab heute damit angefangen, täglich 400 Mikrogramm.
Mir wurde gesagt, ich soll mit 4 Versuchen rechnen - wenn es dann nicht geklappt hat, muß man weiter sehen...

Viele Grüße
Tinta

LifeTime74
24.04.2010, 10:10
Moin, Moin,

plane das ähnlich wie Du. Wenn der Zyklus und damit der Eisprung einigermassen regelmässig ist, werde ich auch einige freie Tage drumherum kalkulieren.

Mit etwas Glück, schaffe ich sogar ein "fligh in, fligh out" an einem Tag. Das würde die Hotelkosten sparen. Dafür müsste der Einsprung jedoch schon sehr kalkulierbar sein.

Habe jetzt nahezu einen Zyklus mit dem Clearblue Fertilitätsmonitor hinter mir. Demnach hatte ich zwei "Peak-Tage", d.h. zwei hochfruchtbare Tage.

Mal sehen, wie sich das in den nächsten Monaten darstellt.

Je nach dem, wie sich mein Zyklus entwickelt, peile ich einen Inseminationstermin in der zweiten Septemberhälte an. Danach plane ich einige Tage Urlaub ... das würde ganz gut passen.

Wurde bei Deinem Vorgespräch eigentlich auch etwas über eine zweimalige Insemination innerhalb eines Zykluses gesagt? Also an zwei aufeinander folgenden Tagen?

Da bin ich unsicher ... reicht dann wirklich einmal oder sollte man - um sicher(er) zu gehen, doch zweimal???

Zunächst mal schönes und sonniges Wochenende ... :Sonne:

LifeTime

Tinta80
24.04.2010, 22:24
Hallo LifeTime!

Die Frage nach der Insemination 2x im Zyklus habe ich dort auch gestellt: das macht man eigentlich nur dann, wenn die Frau Schwierigkeiten hat, den Eisprung genau zu bestimmen. Ansonsten ist das nicht nötig (Geld gespart!).

Ich habe jetzt mal nach diesem Clear Blue Fertilitätsmonitor geguckt. Günstig ist der ja nicht, aber vielleicht rentiert sich das, wenn man über Monate hinweg testet... So billig sind diese Einmal-Tests ja nun auch nicht. Ich soll jetzt erstmal den ersten Zyklus nach Absetzen des Rings abwarten und dann erst beginnen zu testen. Bis dahin lasse ich mir das mit dem Monitor nochmal durch den Kopf gehen. Ich hoffe, ich habe überhaupt einen Eisprung, Sorgen über Sorgen.
Du bist mit dem Gerät ja offenbar sehr zufrieden? Hat Dir das Dein Arzt empfohlen, oder wie bist Du darauf gekommen?

Schon irre, was man für einen Organisationsaufwand betreibt für etwas, was bei anderen von alleine funktioniert...

Viele Grüße
Tinta

Gwen76
25.04.2010, 11:07
Hallo ihr!

eine frage beschäftigt mich. wieso wählt ihr beide dänemark? das ganze ginge doch auch in anderen ländern, oder? was spricht zb gegen holland oder belgien?

lg
gwen

omos
25.04.2010, 13:36
Hallo Lifetime,

auch ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit meinem Wunsch, als Single-Frau ein Kind zu bekommen.
Ich bin in einem Forum bei Yahoo registriert mit Gleichgesinnten. Schau mal unter SFMK.
Wie weit bist du denn mit deinen Gedanken? Hast du dich schon untersuchen lassen? In welcher Klinik, bei welchem Arzt warst du denn?

Wenn du dich austauschen magst, schreib mir doch.

LG
omos

Tinta80
25.04.2010, 22:42
@Gwen76:
Soweit ich weiß gibt es sowohl in Großbritannien als auch in den Niederlanden Wartelisten. Ich weiß nicht genau wie lange man da warten muß, aber das habe ich schon mehrfach gelesen.
Zudem ist für mich Dänemark auch fahrtechnisch besser zu erreichen als die Niederlande.
Die Niederlande waren allerdings das Land meiner Wahl bevor ich davon erfahren habe, daß es in Dänemark noch unkomplizierter geht.

Gwen76
26.04.2010, 18:35
@Gwen76:
Soweit ich weiß gibt es sowohl in Großbritannien als auch in den Niederlanden Wartelisten. Ich weiß nicht genau wie lange man da warten muß, aber das habe ich schon mehrfach gelesen.
Zudem ist für mich Dänemark auch fahrtechnisch besser zu erreichen als die Niederlande.
Die Niederlande waren allerdings das Land meiner Wahl bevor ich davon erfahren habe, daß es in Dänemark noch unkomplizierter geht.

weißst du da auch konkret orte?

Tinta80
26.04.2010, 22:11
@Gwen76:
Meinst Du Großbritannien und die Niederlande? Ich weiß gar nicht, ob man hier so einfach Links reinsetzen darf?! Also in Großbritannien weiß ich keine Orte. Aber google mal nach "Centrum voor Seksuele Gezondheid" oder "Behandelcentrum Stichting Geertgen" für die Niederlande.

Gwen76
27.04.2010, 20:14
@Gwen76:
Meinst Du Großbritannien und die Niederlande? Ich weiß gar nicht, ob man hier so einfach Links reinsetzen darf?! Also in Großbritannien weiß ich keine Orte. Aber google mal nach "Centrum voor Seksuele Gezondheid" oder "Behandelcentrum Stichting Geertgen" für die Niederlande.

danke. :lachen: ich meinte holland. aber das ist weit im land. :knatsch: wie funktioniert das mit den wartelisten?

Tinta80
27.04.2010, 22:03
Tut mir Leid, das weiß ich auch nicht so genau, da ich mich ja dann für Dänemark umentschieden habe.
Wie weit wären denn diese beiden Kliniken für Dich, so in etwa?

Gwen76
28.04.2010, 18:42
Tut mir Leid, das weiß ich auch nicht so genau, da ich mich ja dann für Dänemark umentschieden habe.
Wie weit wären denn diese beiden Kliniken für Dich, so in etwa?

komme aus düsseldorf, da wäre die grenzregion etwas. so müsste ich durch ganz holland. :knatsch: dänemark ist noch weiter.

Tinta80
28.04.2010, 19:40
Von Düsseldorf aus es doch in die Niederlande ein Katzensprung, und das Land ist klein. Da kannst Du locker an einem Tag hin und zurück fahren! Ist zwar nicht sooo bequem, aber auf jeden Fall machbar.

LifeTime74
28.04.2010, 19:41
Hallo an alle hier,

bin derzeit im Jobstress und habe nicht so viel Zeit.

Willkommen, omos :blumengabe:. Es werden ja doch immer noch einige mehr.

Habe noch keinen Termin gehabt und werde Anfang Juli ein erstes Vorgespräch haben

Bei SFMK habe ich auch versucht beizutreten, wurde aber abgelehnt :wie?: ...

Mein Gyn unterstützt mich mit allem, was hier vor Ort so nötig ist und sein wird.

Wie weit bist Du mit diesem Thema?

Ansonsten habe ich mich auch für Dänemark entschieden. Die BeNeLux Länder wären für mich auch wesentlich besser zu erreichen - bin auch aus dem Rheinland :smirksmile:, aber die Infos von Tinta kann ich bestätigen.

Wartelisten ... und bei einer Klinik soll man im Gegenzug zu einer Samenspende eine Eizelle spenden. Hm ... damit kann ich mich nicht anfreunden.

Bezüglich Dänemark habe ich das Glück, dass ich beruflich ab und zu dort hin muss. Das spart schon mal den Flug und auch das Hotel fürs Vorgespräch :pfeifend: - wobei es gute Verbindungen mit Air Berlin ab D.dorf gibt und auch sehr günstig!

Zum eigentlichen Termin dann werde ich wohl auch einige Tage um die entscheidenden Tage herum kalkulieren müssen.

Werde auch noch mal im Vorgespräch klären, ob man den Eisprung auch irgendwie auslösen kann - medikamentös. Wenn ja, bleibt mit dem lokalen Gyn zu klären, ob er dann auch bereit wäre ohne wirklich medizinische Indikation etwas entsprechendes zu verschreiben.

Das würde ich auch nur für den Fall nehmen, dass mein Eisprung dann wider Erwarten doch nicht in der kalkulierten Zeit (in der ich dann in Kopenhagen bin) stattzufinden droht. Sonst wäre ja die Reise umsonst.

Ist schon etwas Mist, dass so derart kalkulieren zu müssen. Aber nicht anders möglich.

Freue mich, dass es hier lebendig wird :lachen:

LG

LifeTime

Tinta80
28.04.2010, 20:03
Hallo zusammen!

LifeTime, was Du da schreibst von wegen im Gegenzug eine Eizellspende, das überrascht mich nun aber doch! Ich dachte, als Eizellspender kommt man nur bis 25 Jahre in Frage - das würde ja dann so gesehen schon keinen Sinn machen. Bei welcher Klinik war das denn? Ich finde das wirklich rundum dubios...

Gruß
Tinta

LifeTime74
28.04.2010, 20:11
Hallo Tinta,

habe ich auf der Seite von Stg. Geertgen so gefunden - unter dem Stichwort "Kooperative Solidarität – Spende in Wechselseitigkeit; Kreuzbestäubung; geben und nehmen"

Da steht nichts von einer Altersbegrenzung. Habe mich aber auch nicht weiter um Details bemüht, da das für mich nicht in Frage kommt.

Bei persönlichen Infos würde sich dann vielleicht ja heraus stellen, dass ich zu alt bin.

So wie ich da ausserdem gelesen habe, werde auf der Warteliste "Familien" bevorzugt.

Alles in allem also für mich aussichtslos.

LG

LifeTime

Tinta80
28.04.2010, 20:46
@LifeTime74:
Also für mich klingt das absolut unseriös!
Und von der Bevorzugung der Familien wußte ich auch noch nichts... hab mich doch recht schnell für Dänemark entschieden und diese Infos gar nicht mehr aufgenommen.

@Gwen76:
Tut mir Leid, Dir die "empfohlen" zu haben, es gibt sicher noch andere, wo sowas nicht gemacht wird.
Wenn Du nach "bewust alleenstaand moeder" googelst, findest Du eine Info-Seite mit Links zu noch mehr Kliniken.

Edit: Sorry, es sollte heißen "bewust alleenstaande moeder".

Gwen76
01.05.2010, 10:33
@Gwen76:
Tut mir Leid, Dir die "empfohlen" zu haben, es gibt sicher noch andere, wo sowas nicht gemacht wird.
Wenn Du nach "bewust alleenstaand moeder" googelst, findest Du eine Info-Seite mit Links zu noch mehr Kliniken.

Edit: Sorry, es sollte heißen "bewust alleenstaande moeder".

:blumengabe: holland wäre idealer, aber ihr habt euch ja schon informiert und dagegen entschieden. dänemark scheint eher unkompliziert zu sein, das ist besser.

Gwen76
01.05.2010, 10:36
Bezüglich Dänemark habe ich das Glück, dass ich beruflich ab und zu dort hin muss. Das spart schon mal den Flug und auch das Hotel fürs Vorgespräch :pfeifend: - wobei es gute Verbindungen mit Air Berlin ab D.dorf gibt und auch sehr günstig!


das klingt nicht schlecht. dann wäre es auch nicht so teuer. :lachen:

Tinta80
01.05.2010, 15:21
@Gwen76:
Daß LifeTime und ich uns unabhängig von einander gegen die Niederlande entscheiden haben, heißt ja nichts. Für Dich kann das ja durchaus der richtige Weg sein! Hol Dir doch einfach mal Infos direkt von den Kliniken, das hilft Dir sicher dabei, eine Entscheidung zu treffen.

LifeTime74
02.05.2010, 11:51
Hallo an alle hier,

wünsche Euch einen schönen Sonntag :blumengabe:.

Ein kurzer Bericht ...

Bin noch auf eine weitere Praxis in Dänemark Nähe der deutschen Grenze gestossen.

Diese wird jedoch von einem Arzt betrieben, was - soweit ich es richhtig verstanden habe - rein rechtlich die Verwendung von sog. "offenem Spendersamen" ausschliesst. Damit würde es keine Chance geben, dass das Kind jemals (mit 18 Jahren) seinen Spender kennenlernen könnte.

Habe die Praxis trotzdem angeschrieben, um mir das noch mal bestätigen zu lassen bzw. angefragt, ob sie vielleicht noch einen weiteren Tip für mich haben.

Werde berichten.

Bin ansonsten schon organisatorisch mit meinem Umzug im Juli beschäftigt.

Miste kräftig aus und führe Horden von Nachmietern inkl. Maklern durch meine aktuelle Wohnung. Echt ätzend.

@Gwen: hast Du mal nach Flugtickets und Kosten geschaut?

Mache jetzt mal mit meinem Faul-Sonntag weiter.

LG

LifeTime

LifeTime74
09.05.2010, 15:01
Hallo,

bevor der Strang einschläft, eine kurze Zwischeninfo:

Anfang Juli habe ich einen Termin zu einem Aufnahmegespräch in der Stork Klinik in Kopenhagen.

Nach dem Monitoring eines ersten Zykluses stellt sich das richtige Timing als recht schwierig heraus.

Auf der einen Seite der Zyklus (mal vorausgesetzt er ist auch wirklich regelmässig - das stellt sich dann in den nächsten zwei Monaten heraus) und auf der anderen Seite diverse Termine im Job, die es nicht erlauben, zur "richtigen" Zeit nach Kopenhagen reisen zu können.

Ich warte jetzt mal das Vorgespräch ab und dann entscheide ich mich, ob ich im September einen ersten Versuch starte oder erst im November.

Spätestens nach dem Vorgespräch werde ich hier auch noch mal berichten.

LG

LifeTime

Gwen76
09.05.2010, 17:14
Hallo!

ja, halte uns auf dem laufenden. besonders nach dem termin würde es mich interessieren, wie es weitergeht.

lg
gwen

Tinta80
11.05.2010, 21:33
LifeTime, ich wünsche Dir ein informatives Gespräch, und daß Du mit einem guten Gefühl wieder nach Hause fährst!

Inaktiver User
06.06.2010, 19:38
Wie ist es weiter gegangen? Ich bin gespannt... Alles Gute!

Tinta80
06.06.2010, 21:04
@kiwudame:
Dein Benutzername klingt als hättest Du auch einen Kinderwunsch :smirksmile: Überlegst Du auch gerade ob und wie Du den realisieren sollst?

Guduchi
20.06.2010, 16:05
Haesin
Es gibt aber auch viele Frauen deren Männer leider lange arbeiten. Sicher, die haben am Wochenende mal ein bisschen Hilfe, aber welche Mutter von einem Baby/Kleinkind hat mal richtig Ruhe, Abstand???

Ich bin verheiratet, mein Mann kommt nie vor sechs nach hause, da gehen die Kinder fast ins Bett. Er muss oft auch Samstags arbeiten. Aber selbst wenn er da ist mach ich mit einem Kind etwas oder den Haushalt. Klar, dass muss sie als Mutter auch machen,aber ich denke man baut sich dann ein ganz anderes Netzwerk auf, evtl hat sie ihre Eltern in der Nähe und und

Die erste Zeit wird sicher hart aber ab einem gewissen Alter wird es sicher einfacher.
Aber deswegen auf ein Kind zu verzichten?

Das sind auch meine Gedanken. Ich stimme Häsin total zu und habe echt schon überlegt, ob ich wirklich ein zweites will, da mein Mann oft 7 Tage die Woche, unter der Woche bis ca. 22 Uhr und am WE bis ca. 19:30 arbeitet. Ich also quasi "alleinerziehend" bin. (Trotzdem habe ich ihn gedanklich als Rückhalt und die finazielle Unterstützung ist auch ein wichtiger Aspekt. ich gehe 1 Tag in der Woche arbeiten weil ich will, aber ich muss nicht. das ist eine total Entlastung, genau wie Putzfrau etc.) Ich habe mich aber entschieden, dass ich ein zweites will (mein Mann natürlich auch :smirksmile:) weil es trotz der ganzen Anstrengung einfach wundervoll ist und ich meinen Sohn abgöttisch liebe und für nichts auf dieser Welt missen möchte. Ein zweites wird wahrscheinlich megaanstrengend aber ich will es trotzdem und hoffe, wir werden noch eines bekommen.

Ich wünsche Dir jedenfalls alles Liebe und Gute und dass sich DEIN Wunsch erfüllt! Wenn Du es wirklich willst, dann wirst Du Wege finden es zu schaffen! :blumengabe:

Gwen76
24.08.2010, 20:26
gibt es von euch neuigkeiten? :blumengabe:

Tinta80
29.08.2010, 13:16
Hallo Gwen76,
ich habe inzwischen den ersten erfolglosen Versuch hinter mit.
Wie sieht's bei Dir aus? Überlegst Du noch ob und wie und wann und wo?

Gwen76
30.08.2010, 18:15
Hallo tinta!

schade. magst du mehr darüber erzählen? wo warst du, wie war es? wagst du ein nächstes mal?

ich bin zurzeit im ausland und habe nichts bisher unternommen.

tjorven

Tinta80
01.09.2010, 01:08
Hallo Tjorven,
also eigentlich war es relativ unspektakulär, war komischerweise auch nicht aufgeregt. Den nächsten Versuch werde ich bald starten, so schnell gibt man schließlich nicht auf.
Wenn Du mehr Fragen hast, schick mir doch einfach 'ne PN.
Wie lange bist Du noch im Ausland?
Gruß
Tinta

Gwen76
01.09.2010, 20:04
schicke dir gleich eine pm.

Schwaebin
01.10.2015, 18:59
Lach:0)))
Meine Freundin hat sich durch diesen thread inspiert gefuellt und hat an der uni am schwarzen Brett einen Spender gesucht und gefunden...der clou er wohnt jetzt bei ihr und sie haben die elternschaft geteilt und in seinem Freundeskreis hat sich noch ein weiterer Spender ergeben....

Taadah
01.10.2015, 19:18
Warum werden denn hier immer von den Neuen die Uraltstränge herausgekramt? lasst das Ding in der versenkung verschwinden. Kann man die nicht einfach irgendwann dicht machen?

An sich eine witzige Story Schwaebin aber was willst du uns damit sagen?