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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zweite Fehlgeburt...



Joesie
29.03.2010, 16:33
So, jetzt ist meine Ausschabung fast zwei Wochen her.
Es ist meine 2. Fehlgeburt.
Die erste war im September 09, nun wieder...eigentlich genug Zeit dazwischen und der Arzt im Krankenhaus sagte mir, ich solle mir keine
Sorgen machen, vor der dritten Fehlgeburt, würde man da gar nicht von einer "Krankheit" sprechen.
Mein Problem ist, dass ich das so nicht akzeptieren kann.
Ich kann unmöglich abwarten,ob meine dritte Schwangerschaft nun "erfolgreich" wird oder ebenfalls in in einer Fehlgeburt endet.

Wie soll das gehen? Meine dritte Schwangerschaft,wenn ich mich an dieses *Projekt* überhaupt wieder heran trauen können werde, wird mich noch wahnsinniger machen -vor Angst- und ich werde keine Extra-Behandlung bekommen,die mich etwas beruhigen könnte?

Ich weiß kaum,wie ich damit fertig werden soll, ich zweifle an meinem Körper, meiner Gesundheit, daran, ob ich jemals eine Mutter sein werde, gibt es keine Möglichkeit, Ursachenforschung zu betreiben, ohne erst ein drittes Mal überstehen zu müssen?

Inaktiver User
31.03.2010, 23:14
Hey, tut mir leid, dass Du nun zum zweiten Mal so eine Erfahrung machen musstest.

Vielleicht magst Du mal hier vorbeischauen?

http://bfriends.brigitte.de/foren/kinderwunsch-und-babyjahre/106130-endlich-wieder-hibbeln-nach-fehlgeburt-wer-ist-dabei.html

Liebe Grüße


BW

_tarasjugina_
01.04.2010, 03:08
Liebe joesie,

auch wenn es seltsam klingt, weil Du ja schwanger werden kannst, wäre mein Rat, sich an ein Kinderwunschzentrum zu wenden; und zwar im Intervall.*
(Eine spezielle Behandlung, wenn Du wieder schwanger bist, kann ich mir schwer denken - oder hast Du da eher an Unterstützung, Bewältigung gedacht? Sicher auch helfend!)

*Und zwar, weil manchmal die Grenzen fließend sind zwischen Nicht-schwanger-werden, gestörter Einnistung/Plazentation und früher Fehlgeburt - könnte es sein, dass man Dir dort am ehesten weiterhelfen kann. Es gibt für diese Störungen manchmal immunologische Gründe oder Gründe in der Gerinnungsphysiologie. (Wenn auch die meisten, auch zweiten oder dritten, frühen Fehlgeburten "akzidentell" sind, d.h. in dem Fall chromosomal - betreffend nur die befruchtete Eizelle - bedingt.

Wahrscheinlich müsstest Du aber einige dieser Untersuchungen selber tragen. - Das ist ja eben die Logik, die die Krankenkassen ins Feld führen (die ja andererseits auch etwas Tröstliches hat):
dass nach einer ersten und sogar einer zweiten Fehlgeburt das Risiko einer erneuten Fehlgeburt nicht signifikant erhöht ist. So dass es gesundheitswirtschaftlich nicht als Pflicht "abzufangen" ist.

Der kurze Sinn des "Langen": ich würde mich im Intervall beraten lassen, was an Untersuchen denkbar und was davon selbst zu tragen ist. Ein offenes Ohr findest Du sicherlich dort für Deine Nöte; ein Erstgespräch sollte möglich sein!

Viele Grüße, - ich denke ich verstehe Dich - T.

igeli
07.05.2010, 00:32
Liebe Joesie,

habe noch nie in solchen Foren geschrieben, würde Dir aber gerne schreiben, weil Fehlgeburten sehr traurig und aber auch sehr anstrengend sind. Ich bin selbst Mutter von inzwischen drei Kindern und hatte nach jedem Kind 2Fehlgeburten und nach dem letzten Kind (2009) gerade auch wieder eine. Ich hatte also nicht die Situation, eine Fehlgeburt ohne eigenes Kind zu erleben und hoffe, ich kann Dir trotzdem etwas helfen.

Ich möchte Dir schreiben, was wichtig zu wissen ist, nachdem ich (leider) viele Erfahrungen gemacht habe:

- Du kannst (von Deinem Mann oder Freund) schwanger werden, und das ist an sich auf jeden Fall schon mal ganz arg viel wert! Wenn Du also die Kraft irgendwoher nehmen kannst, die eventuellen Fehlgeburten zu überstehen , zusammen mit Deinem Partner, dann ist es wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit, bis das für Euch richtige Kind kommt.

- Du hast Anspruch auf Hebammenhilfe (Krankenkasse), auch bei einer Fehlgeburt! Die wissen so viel und haben schon so vieles erlebt! Bei einem Erstanruf erkundige Dich, ob die Hebamme sich mit Fehlgeburten auskennt (z.B. hilft Fußreflexzonenmassage gut, loszulassen) Schon ein Gespräch mit einer erfahrenen Hebamme (nicht mit einem Arzt/Ärztin) hilft vielleicht, so ein Trauma (=habe Angst, es könnte wieder so kommen) zu überwinden!

- Eines muß einem leider ganz, ganz klar sein: Die Sicherheit, nicht noch eine Fehlgeburt zu bekommen, gibt es nicht...
Falls Du den Mut findest, schwanger zu werden und es noch einmal passieren sollte: Eine Fehlgeburt darf man auch zu Hause, für sich, ohne Klinikkontakt erleben: Es geht auch ohne Ausschabung(ich wollte nach der zweiten nicht mehr ins Krankenhaus). Zur Sicherheit muß allerdings Ultraschall von der Gebärmutterschleimhaut gemacht werden, die Blutung muß gut sein und dann kann man Dich begleiten, indem der Beta-HCG-Wert im Blut bestimmt wird. Er muß immer mehr abnehmen und bei 0 enden, sinnvoll ist eine Messung über zwei Tage. Ich schreibe Dir das, weil vermutlich das Risiko einer Vernarbung der Gebärmutterwand (und das Kind dadurch keinen "festen" Platz findet) durch zu viele Ausschabungen steigt. Trotzdem ist immer der Weg der bessere für Dich, der Dir Sicherheit gibt!

Ich würde mich freuen, von Dir mal wieder zu lesen. Ich hoffe, dass Du auch mit den psychischen Folgen der Fehlgeburten, vielleicht mit Unausgeglichenheit, gut zurechtkommst.

Ganz liebe Grüße
I.

Sumi
09.05.2010, 01:11
Hallo,

ich spreche nicht aus eigener Erfahrung da ich selbst Single bin. Aber eine Freundin von mir hatte zwei Fehlgeburten. Die Ärzte haben bei ihr letztlich eine gerinnungsstörung festgestellt die für die Fehlgeburten verantwortlich war. Jetzt ist sie wieder schwanger und muss sich regelmäßig Heparin spritzen. Letzten Mittwoch ist sie in Mutterschutz gegangen.

Liebe Grüße

Sumi