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BRIGITTE Community-Team
19.03.2010, 15:55
Liebe Userinnen, liebe User,

wenn Männer ab 40 aufwärts Kinder zeugen, steigt das Risiko - für das Ungeborene und seine Mutter. Das belegen Studien. Doch viele Ärzte ignorieren, dass auch für Männer die biologische Uhr tickt.

BRIGITTE-Mitarbeiterin Eva Schindele schreibt in der aktuellen BRIGITTE (Nr. 8, Erscheinungstermin 23.3.2010) über ein medizinisches Tabu.

Was denken Sie darüber. Tickt bei Männern die biologische Uhr, ähnlich wie bei Frauen?

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Bfriends-Team

Laufrad
19.03.2010, 16:43
Was denken Sie darüber. Tickt bei Männern die biologische Uhr, ähnlich wie bei Frauen?

In dem Sinne, wie ich bislang den Ausdruck "die biologische Uhr tickt" kannte, nämlich dass einer Frau das Ende ihrer Reproduktionsfähigkeit mehr und mehr gewahr wird, kann das bei Männern aus rein biologischen Gründen gar nicht sein.

Ein erhöhtes Missbildungsrisiko durch späte Väter? Ist da relevant, was ich "denke"? Zählen da nicht Zahlen?

Und was die Zahlen angeht: Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast. :freches grinsen:

kuscheltigerin84
19.03.2010, 17:02
Über Zahlen zu genetischen Missbildungen bzw. Risiko hab ich tatsächlich vor einiger Zeit schon mal was gelesen. Auch bei Männern wird das Erbgut der Keimzellen mit dem Alter schlechter. Das kann man bestimmt als Tatsache so stehen lassen.

Eine andere Frage ist, ob Männer irgendwas wahrnehmen, analog zur biologischen Uhr bei Frauen. Ich denke, das tun sie aus zwei Gründen nicht:
1. weil bei ihnen die Reproduktion nicht einem hormonell gesteuerten Zyklus unterliegt, der störungsanfällig ist und es (wahrscheinlich) bei Männern keine "Wechseljahre" gibt.
2. Weil der Kinderwunsch meistens bei Frauen ausgeprägter ist als bei Männern. Die Natur hat es so eingerichtet, dass der Sexualtrieb genügt, um sich fortzupflanzen.
Die Natur hat da nunmal keine Verhütungsmittel in die Gleichung mit einbezogen.....

Inaktiver User
19.03.2010, 17:49
Also, sollen die User/innen hier jetzt über "Nebenwirkungen und Risiken" später Vaterschaft diskutieren :wie?:
Verstehe die Intention nicht ganz, geht es da um Biologie oder die etwaigen Folgen für das Wohlbefinden (seelisch und körperlich) des Kindes ??
Mein Vater war Urologe, da schnappt man so manches auf, gewisse Themen kommen da vor wie in anderen Familien vielleicht der nächste Sonntagsausflug :smirksmile: wenn der halbe Esstisch von Medizinern umrandet ist. Was ich "mitgekriegt" habe: auch bei Männern, man höre und staune, lässt die Fruchtbarkeit nach, mit zunehmendem Alter, der Prozess dahin ist aber langsam, erheblich langsamer als bei uns Frauen.Und es gibt, wie bei fast allem, riesige
Unterschiede auch was das angeht, 90jährige Frischväter sollen
belegt sein, Mittvierziger, wo es auf normalem Wege nicht mehr klappt, ebenso. Auch sind mehr Spermien geschädigt. Gewisse Regelabweichungen, daraus resultierend genetische Defekte, gibt es öfter als bei jungen Vätern, auch das ist belegt, aber nicht dramatisch häufig (seltener als bei späten Müttern)......alles Binsenweisheiten.
Doch , die biologische Uhr tickt bei Männern, nur langsamer, viel langsamer. Was soll daran ein Tabu sein ?
Mein Bald-Ehemann und ich haben großes Glück gehabt, in unserem
Alter ( ich bin 44, er ist 56) , dass es mit der erwünschten Schwangerschaft (sogar flott!) geklappt hat, wir haben bereits Kinder aus anderen Beziehungen, aber das es mit dem gemeinsamen noch was wird, haben wir kaum zu hoffen gewagt, aufgrund des Alters....:liebe:
"Nachgeholfen",also mit Kiwu-Behandlung, hätten wir nicht, das war auch seine Bedingung, ich sah es ähnlich. Wir bauten auf die Weisheit der Natur und hätten es auch akzeptiert, wenn nichts mehr passiert wäre.
Meine Gynäkologin wird auch nicht müde zu betonen, es sei eben ein Geschenk und keine "normale Angelegenheit", in unserem Alter mal eben ad hoc schwanger zu werden, sie rät Paaren immr dazu, nicht zu lange zu warten.....

Inaktiver User
20.03.2010, 06:35
Rein emotional beurteilt, glaube ich schon, dass Männer mit generellem Kinderwunsch eine biologische Uhr haben.

Die meldet meiner Meinung nach spätestens "um die 40".

Denn so alt möchte in der Regel auch keiner sein, wenn er mit seinem Kind über den Fussballplatz turnt.

Statistiken belegen, dass bei Frauen auch ab ü 35 gewisse Risiken bestehen. Aus meinen Beobachtungen im Umfeld, ist auch medizinisch hinterlegt, gibt es ein paar Ü 40, wo das fehlende Kinderglück an "ihm liegt".

Ich meine, dass wir heute einer ganzen Menge Umwelteinflüssen ausgesetzt sind, oder uns aussetzen, worauf das auch zurückzuführen ist.

Wissenschaftlich hinterlegt ist das allerdings nicht :smirksmile:

Es gibt aber auch die anderen Beispiele, die ich jetzt noch aufzählen könnte, wo es mit um die 50 bei den Männers noch prima geklappt hat.

Ich denke, jeder muss da seinen Weg finden.

ManuK
23.03.2010, 10:02
Es gibt aber auch die anderen Beispiele, die ich jetzt noch aufzählen könnte, wo es mit um die 50 bei den Männers noch prima geklappt hat.


Wir sind so ein Beispiel: Mein Partner ist jetzt 51 Jahre und wir haben eine wunderschöne, kerngesunde und sich prächtig entwickelnde Tochter! Mein Partner wirkt sowieso schon jünger als er eigentlich ist und ich habe das Gefühl, unsere Tochter trägt da einen großen Anteil daran :freches grinsen:

Inaktiver User
30.03.2010, 12:57
Sicherlich steigen manche gesundheitliche Risiken mit dem Alter der Eltern. So die Statistik.

Aber wir denken "alte Eltern" sind eine moderne Erfindung, das stimmt aber nicht, früher bekam man eben Kinder so lange es ging. Da waren die Eltern beim 9. Kind auch nicht mehr so taufrisch wie beim ersten.

Ich finde man sollte es akzeptieren, wenn ältere - Männer und Frauen - Kinder bekommen wollen, ich finde das sogar wunderbar. Eine Bekannte von mir wurde, als sie mit 40 spontan schwanger wurde, mehrfach von Bekannten auf evtl. Risiken (Downsyndrom) etc. angesprochen. Dabei sollte man wissen, dass die Ärzte darüber sehr genau informieren, da muss man den Leuten nicht noch zusätzlich Angst machen oder gar vorwurfsvoll kommen.

Es ist vielleicht ein Trost für Frauen, dass auch bei Männern die biologische Uhr tickt (und ich glaube Männer sind da tatsächlich sehr gute Verdrängungskünstler und setzen sich vielleicht auch sonst mit dem Thema weniger auseinander...).

Aber wenn ich mir so die Menschen in meinem Umfeld anschaue dann habe ich auch das Gefühl dass jugendliche Ausstrahlung ab einem gewissen Alter ungerecht verteilt ist. Die einen sehen mit 45 gesetzt und "alt" aus, die anderen wirken mit 60 noch jugendlich.

Darum denke ich allgemeine "Regeln" sollten hier nicht gelten, sondern der individuelle Wunsch. Und ganz sicher wird der eine oder andere auch sagen, ich fühle mich zu alt für das Ganze.

StephanB
30.03.2010, 22:08
Gerade habe ich den o.g. Artikel gelesen und bin schon im ersten Absatz über eine überraschende Äußerung gestolpert.
"Ältere Väter sollen häufiger Kinder mit einer Hämophilie bekommen"

Die Hämophilie ist eine Erbkrankheit, wobei das X-Chromosom der Mutter das defekte Gen weitergibt.
Ich kann mir aufgrund dieser Erbfolge nicht vorstellen, dass das Alter des Vaters eine Rolle spielt.

Ein hämophiler Mann/Vater wiederum gibt sein ´defektes´ X-Chromosom nur an Töchter weiter, den sogenannten "Konduktorinnen".

Aber vielleicht ist es auch schon spät am Abend und ich verstehe den Herrn Mendel gerade nicht.

Viele Grüße
Stephan

P.S.. im Übrigen habe ich die Antwort um 22:08 Uhr geschrieben, nicht 20:08 Uhr :-)

Tigerente
31.03.2010, 12:49
Stephan, ich bin über den gleichen Satz gestolpert. Ich meine, Du verstehst Herrn Mendel richtig, und finde auch, da kann was nicht stimmen.

Zur Ausgangsfrage: sicher tickt auch da eine biologische Uhr - aber das ist eben individuell verschieden. Ich bin eine "späte" Mutter (Kind 1 mit 37, Kind 2 wenige Tage vor dem 40. Geburtstag), mein Mann ein "später" Vater (ist 5 Jahre älter als ich). In beiden Fällen hat es mit dem Schwangerwerden sehr schnell geklappt, wir haben kerngesunde Kinder.
Vielleicht passen unsere Erbanlagen einfach gut zusammen. Vielleicht sind wir so Kandidaten, die zu früheren Zeiten (so vor 100 Jahren) in dem Alter eben einfach ihr 10. Kind bekommen hätten. Während es auch vor 100 Jahren Paare gab, die ewig auf das erste Kind gewartet haben - naja, und bei denen klappt's natürlich nicht besser, wenn sie erst später damit anfangen.
Und wenn wir das Gefühl haben, dass es einen Nachteil gibt als späte Eltern dann eben den, dass unsere Müdigkeitstoleranz kleiner ist als noch vor 15-20 Jahren, dass wir leider schon ganz schön alt sein werden, wenn die Kinder endlich flügge werden, und dass wir evtl. unsere Enkel nicht mehr kennenlernen werden.
Aber da wir uns erst spät kennengelernt haben, wäre die Alternative gewesen, keine Kinder zu haben - und wenn ich mir die beiden Prachtkerle angucke, denke ich, das wäre keine Alternative gewesen.

elli07
31.03.2010, 16:12
Die Diskussionen über die "biologische Uhr" halte ich -egal ob bei Männern oder Frauen- für reichlich müßig: letztendlich hat man es nur eingeschränkt im Griff, in welchem Alter man einen Partner findet, mit dem man Kinder oder auch "nochmal" Kinder möchte.

Ich war auch schon im etwas fortgeschrittenen Alters (allerdings noch unter vierzig), als meine Tochter geboren wurde. Hat sich so ergeben. Mein Ex-Mann ist einiges älter als ich.

"Ältere Eltern" haben durchaus Vorteile finde ich (im Nachhinein betrachtet): man ist in der Regel finanziell abgesichert durch den Job und hat vor allem schon viel erlebt/gesehen. Empfindet ein Kind also weniger als Hinderungsgrund für eigene Erlebnisse/Unternehmungen und lässt die Sache etwas ruhiger angehen.

Medizinisches Risiko ? Ich denke mal, Erbkrankheiten vererben sich unabhängig vom Alter der Eltern. Was andere Krankheiten betrifft, so kann ich das nicht abschätzen. Ich kenne viele "ältere" Eltern, auch viele meiner Bekannten haben ältere Eltern (früher waren diese Kinder die "Nachzügler", is also nix Neues mit den "späten Vätern"). Alle Kinder sind gesund und munter. Aber ich habe natürlich keinen "statistischen" Überblick.

Gruß, Elli

Christine66
06.04.2010, 21:12
Mein Bald-Ehemann und ich haben großes Glück gehabt, in unserem
Alter ( ich bin 44, er ist 56) , dass es mit der erwünschten Schwangerschaft (sogar flott!) geklappt hat, wir haben bereits Kinder aus anderen Beziehungen, aber das es mit dem gemeinsamen noch was wird, haben wir kaum zu hoffen gewagt, aufgrund des Alters....:liebe:


Finde ich unmöglich und mir tut das Kind jetzt schon leid.
:knatsch:

apfelschnecke
06.04.2010, 21:21
"unmöglich"? wie meinst du das? ich finde es unverschämt von dir, einer userin ihr kinderglück vermiesen zu wollen! fitness, geduld, liebevoller umgang und angemessenes erziehungsverhalten ist doch keine frage des alters.

Inaktiver User
06.04.2010, 21:23
Finde ich unmöglich und mir tut das Kind jetzt schon leid.
:knatsch:

Wieso das denn? :ooooh:

Spar dir dein Mitleid doch lieber für die unzähligen unerwünschten Kinder von überforderten Teeniemüttern in desolaten Verhältnissen auf!!

Halbnomadin
07.04.2010, 10:22
Moin.

Was denken Sie darüber. Tickt bei Männern die biologische Uhr, ähnlich wie bei Frauen? Ja, aber später.

Sicherlich steigen manche gesundheitliche Risiken mit dem Alter der Eltern. So die Statistik. Ja, aber andere gesundheitliche Risiken sinken mit dem Alter der Eltern, was sich ebenfalls gut belegen lässt. Die Wahrscheinlichkeit von Chromosomenanomalien steigt, die lebensführungsbedingten Risiken schrumpfen. Von der medizinischen Seite muss man abwägen, was man für wichtiger hält...

Da ist schon der Einleitungstext dieses Threads einseitig.

Lieben Gruß - Halbnomadin

Lakritze
07.04.2010, 20:54
Mir fällt bei dem Thema vor allem auf, dass Männer, die mit 70 noch ein Kind zeugen, tolle Hechte sind. Frauen sind schon ab Ende 30 verantwortungslos. Mal überspitzt gesagt.

Ich sehe es im Grunde genommen so, dass die Natur sich wohl was dabei gedacht hat, wenn eine Frau mit 40+ natürlich schwanger wird. Daher sehe ich keinen Grund, diesen Zeitraum künstlich zu beschränken und Panikmache zu betreiben.

Angesichts der durchschnittlichen Lebenserwartung eines Mannes finde ich es aber verantwortungslos, mit 70 noch ein Kind zu zeugen und das Kind mit großer Wahrscheinlichkeit noch vor der Volljährigkeit zur Halbwaise zu machen.

LG,
Lakritze

Zuza.
08.04.2010, 13:11
Finde ich unmöglich und mir tut das Kind jetzt schon leid :knatsch:

Für diese Äußerung solltest du dich eigentlich entschuldigen, Christine. Es ist anmaßend, so pauschal über jemanden zu urteilen, den man nicht kennt. Es gibt für ein Kind doch eigentlich nichts Besseres, als in eine Familie hineingeboren zu werden, in der es erwünscht und willkommen ist. Mir tun Kinder leid, die in die Welt gesetzt werden und deren Eltern keine Lust haben, sich liebevoll und verantwortungsbewusst um sie zu kümmern. Und das hat nichts, aber auch gar nichts mit dem Alter der Eltern zu tun.

Inaktiver User
08.04.2010, 19:39
EWK und Zuza:blumengabe:

Aber wahrscheinlich hätte ich "früher", vor 20 Jahren oder so, ähnlich gedacht........

Christine66
08.04.2010, 20:06
Wenn der Vater 67 ist und in Rente geht, ist das Kind 11 Jahre alt. Wenn das Kind Abitur macht, ist der Vater 76. Wie will er dem Kind das Studium finanzieren? Wie will er für das Kind noch ein bisschen da sein? Ich finde das egoistisch, sonst nichts.

Inaktiver User
08.04.2010, 20:16
Christine66, man kann anderer Meinung sein und sich trotzdem nicht so verletzend ausdrücken.

xanidae
08.04.2010, 20:23
christine, deine meinung sei dir unbenommen.

ich möchte dich aber bitten, sachlich zu bleiben.
hier ist kein platz dafür, lebensgeschichten einzelner user zu bewerten.

auch ein junges leben kann plötzlich zu ende gehen. so hatte der 45jährige kollege meines mannes an ostern einen herzstillstand. seine kinder sind 18 und 20.


Es gibt für ein Kind doch eigentlich nichts Besseres, als in eine Familie hineingeboren zu werden, in der es erwünscht und willkommen ist.

dem schließe ich mich an.

Inaktiver User
08.04.2010, 22:06
Wenn der Vater 67 ist und in Rente geht, ist das Kind 11 Jahre alt. Wenn das Kind Abitur macht, ist der Vater 76. Wie will er dem Kind das Studium finanzieren? Wie will er für das Kind noch ein bisschen da sein? Ich finde das egoistisch, sonst nichts.

Ist dein gutes Recht, das egoistisch zu finden, ich finde auch so einiges
besch***, aber was die Finanzierung eines etwaigen Studiums unseres Kindes angeht: das ist das Letzte worüber ich mir Gedanken machen muss :smirksmile: Zumal mein Partner fitter ist als viele 40jährige, die nur vor der Glotze abhängen, sich fett fressen und sich einen Sch...dreck um ihren Nachwuchs scheren .Ich kenne auch reichlich "junge Väter", die mit Totalausfall oder als Versager -Väter glänzen, der Partner meiner Nichte z.B., die vor kurzem das zweite Mal entbunden hat......

Inaktiver User
09.04.2010, 16:03
Hallo,
meine dritte Tochter war mal auf einer sogenannten Eliteschule.

Und, da war es einfach nicht zu übersehen, dass die Eltern alle durchschnittlich älter waren.
Ich hab mich dann mit dem einzigen altersmässig passenden Paar zusammengetan - was allerdings auch damit zusammenhing dass unsere Töchter miteinander befreundet waren.

Wir haben uns untereinander köstlich amüsiert wenn unsere Beiträge als youngstermässig abgekanzelt wurden.

Ich kenne keine einschlägigen Zahlen oder Statistiken, aber, es würde mich nicht wundern wenn herauskäme, dass Kinder von "älteren" Eltern im Schnitt mit höherer Schulbildung aufwarten.
Das was so positiv benannt wird, die materielle Sicherheit, die gemachten Erfahrungen können in meinen Augen auch ein Fluch sein. Man konzentriert sich nämlich total aufs Kind, möchte es geniessen, was ich totalen Quatsch finde.

Jüngere Menschen bauen ihr Kind einfach ins Leben ein, wurschteln sich so durch.

An eine höhere Erbgutschädigung glaube ich genauso wenig wie erhöhte Risiken, da ältere Eltern vernünftiger mit sich umgehen.

Mich persönlich nervt an älteren Eltern dieses beseelte Getue, das Dankbarkeitsgerede dass es doch noch geklappt hat und ....diese vermeintliche Gelassenheit.
Vor einiger Zeit sagte ich zu meinem damaligen Mann, es würde mich überhaupt nicht wundern wenn manche Eltern sogar noch für die Rente ihrer Nachkommenschaft sorgen wollen. Und prompt meldete sich in einer Radiosendung in der es um Anlagemöglichkeiten ging doch eine besorgte Mutti und fragte nach Fonds für ihren Sohn, der ja nach seinem Studium so schlechte Aussichten hätte....
So was ist Lichtjahre von meiner Denke entfernt....
sky

Christine66
09.04.2010, 18:45
Ist dein gutes Recht, das egoistisch zu finden, ich finde auch so einiges
besch***, aber was die Finanzierung eines etwaigen Studiums unseres Kindes angeht: das ist das Letzte worüber ich mir Gedanken machen muss :smirksmile: Zumal mein Partner fitter ist als viele 40jährige, die nur vor der Glotze abhängen, sich fett fressen und sich einen Sch...dreck um ihren Nachwuchs scheren .Ich kenne auch reichlich "junge Väter", die mit Totalausfall oder als Versager -Väter glänzen, der Partner meiner Nichte z.B., die vor kurzem das zweite Mal entbunden hat......
.

Inaktiver User
09.04.2010, 20:06
Und gerade das finde ich nicht richtig. Babys sind süß, keine Frage (habe selbst vier Kinder), aber man muss auch weiterdenken.

das hast du vielleicht falsch verstanden: so wie ich Cella einschätze meinte sie eher, dass sie sich darüber keine Gedanken mehr machen muss weil das gesichert ist. Das ist ja eben der Vorteil von reiferen Eltern, dass sie eben nicht erst ein Kind in die Welt setzen und dann erst kapieren, was für eine Verantwortung sie damit übernommen haben - wer schon Kinder hat weiß das beim xten sehr genau!! :blumengabe:

Inaktiver User
10.04.2010, 18:25
Bei meinem Vater ist es im übrigen so.......

Bei mir war er sehr jung (23)...... Er hat gearbeitet, die Prioritäten waren andere und so hat er viel verpasst, sagen wir beide.

Bei meinen Halbgeschwistern war er 49.....

Er macht das prima ist mit seinen nun 60 ein guter Vater, der viel Zeit für die Kids hat, ehrenamtlich in Sportvereinen tätig ist, kocht, die Hausaufgaben betreut.

Die Kinder sind seine (jetzige) Aufgabe, die er sehr ernst nimmt und liebevoll ausübt.

Auch wenn er bereits 70 ist, wenn sie Anfang 20 sind, werden sie immer auf einen Vater zurückblicken können, der zwar jetzt nicht mehr der Jüngste ist, der aber ausreichend Zeit hatte.

Die Kinder halten ihn ausserdem jung :smirksmile: Die 60 merke ich ihm nicht an.

Finanziell ist da auch ausgesorgt, weil man sich natürlich frühzeitig Gedanken gemacht hat, wie das auch später gehen kann.

Inaktiver User
10.04.2010, 19:16
Wir, mein Mann und ich, kennen beides (hoffentlich, ab Juli),
er wurde mit 19 !!!!!! das erste Mal Vater:ooooh:, ich mit (noch) 21
das erste Mal Mutter, etwas früher als geplant .
Wie alles im Leben, hat sowohl frühe, wie späte Elternschaft seine
Vor-und Nachteile.In Puncto Gelassenheit habe ich, glaube ich jedenfalls, doch zugelegt und finanziell ist der Status gesicherter,auch muß ich nicht, wie beim ersten Mal,halb um den Globus reisen , um
mein Kind zur Welt zu bringen.....
Mein Sohn war sehr stolz auf seine"hübsche junge Mutter" auf dem Abiball, in der Tat war ich da fast das Küken, dieses Gück wird unsere(r)
Helio eben nicht haben, was die Lebensfreude hoffentlich nicht beeinträchtigt...

Inaktiver User
10.04.2010, 19:25
Huhu Cella,

na klar, ich hab es auch immer genossen, mit einer tollen jungen Mutter (meine war auch 21) in den 20 ern noch auf Stadtfesten zu glänzen.

Oder wie du beschreibst beim Abi......

Aber ich glaube nicht, dass es im Endeffekt darauf ankommt.

Ich selber bin ja jetzt auch recht spät dran und mein Mann ist auch "schon" 40 und ich habe auch schon darüber nachgedacht, dass unser Sohn das so nicht haben wird.

Aber ich denke, er wird auch so glücklich groß. :smile:

Jeder wie er mag und sich wohlfühlt und das wichtigste ist:

Die lieben Kleinen sind von Herzen erwünscht.

Inaktiver User
11.04.2010, 00:12
Die lieben Kleinen sind von Herzen erwünscht.

Genau:blumengabe:

Ich finde es auch kleinkrämerisch Leuten irgendwelche Statistiken und Lebensalter vorzurechnen, man sollte sich doch freuen, wenn jemand schwanger wird und sich auf das Kind freut.

Oft gibt es Leute die nur ihren eigenen Lebensweg als optimal ansehen ... so nach dem Motto - Kinder sollte man jung bekommen, oder während des Studiums oder wenn man beruflich schon gesettlet ist. Das Leben ist doch viel zu vielseitig, um daraus Regeln abzuleiten und die menschliche Gesundheit und anderes so unterschiedlich verteilt.

Ich gehe an das ganze Thema recht zahlenfrei heran. Die meisten wünschen sich wohl ein gesundes Kind, aber das kann man eben nicht vorher berechnen. Im Übrigen ist zum Beispiel das Thema Risikoschwangerschaft in allen Ländern anders definiert. (beginnt in vielen Ländern z.B. in Frankreich erst ab 38 oder 39). Und eine neue Statistik sagt, mittlerweile bekommen z.B. mehr jüngere Frauen Kinder mit Downsyndrom weil dort die ganzen Vorsorgeuntersuchungen nicht gemacht werden. Und wenn ein Kind krank ist oder eine Behinderung hat, dann heisst dass ja auch nicht, dass es kein lebenswertes Leben haben kann. (Gerade Menchen mit Downsyndrom haben oft sehr viel Lebensfreude).

Mal lapidar gesagt: ich denke, man soll die Feste feiern wie sie fallen und die Kinder nehmen wenn sie kommen.

Christine66
11.04.2010, 09:32
Ich selber bin ja jetzt auch recht spät dran und mein Mann ist auch "schon" 40 und ich habe auch schon darüber nachgedacht, dass unser Sohn das so nicht haben wird.

Aber ich denke, er wird auch so glücklich groß. :smile:

Jeder wie er mag und sich wohlfühlt und das wichtigste ist:

Die lieben Kleinen sind von Herzen erwünscht.

40 ist aber 15 Jahre jünger als ein Vater, der schon 55 ist und der 75 ist, wenn sein Kind erwachsen ist.
:knatsch:

Inaktiver User
11.04.2010, 17:12
Ich hatte ja auch geschrieben, dass mein Vater bei der Geburt meiner Halbgeschwister 49 war.

Er macht das prima.

Ich glaube die Qualität einer Vater-Kinder-Beziehung ist wichtiger als die Quantität an Jahren.

Inaktiver User
12.04.2010, 07:58
Ich hatte ja auch geschrieben, dass mein Vater bei der Geburt meiner Halbgeschwister 49 war.

Er macht das prima.

Ich glaube die Qualität einer Vater-Kinder-Beziehung ist wichtiger als die Quantität an Jahren.

Peppi,
das finde ich schon sehr bemüht von dir!

Immer wird bei diesem Thema diese leidige Abi-Veranstaltung angeführt - wenn sie denn überhaupt mal stattfindet.

Ist doch Quatsch, bei der Abiverleihung oder beim Ball guckt keiner wer da steht, hauptsache es kommen überhaupt noch welche und die Familie hat noch irgendwelche Reste zusammen kramen können.

Was aber das Problem ist:

Kindermund ist grausam - und damit müssen alle leben.
sky

Halbnomadin
13.04.2010, 00:21
Moin.

Mich persönlich nervt an älteren Eltern dieses beseelte Getue, das Dankbarkeitsgerede dass es doch noch geklappt hat und ....diese vermeintliche Gelassenheit.
Liebe Sky, was Leute wie mich betrifft, wirst Du dann eben damit leben müssen, genervt zu sein. Ich kann wirklich nichts dafür, dass der Beginn meiner Schwangerschaft erst 14 Jahre nach Absetzen der Pille eintrat. Mein Mann ist ein Stückchen älter als ich, wir sind späte Eltern. Und ja, ich bin sehr dankbar dafür, dass dieses Kind zu uns kommt! Eigentlich wollte ich immer mehrere Kinder groß ziehen, nun fangen wir mit diesem erstmal an.
Inzwischen weiss ich, dass es viele richtige Wege im Umgang mit Kindern gibt, und kann deswegen undogmatisch nach dem für uns drei passenden schauen. Nennst Du das vermeintliche Gelassenheit?

Und wenn Du vermutest, die Kinder älterer Eltern hätten bessere Bildungsschancen, dann spricht das in meinen Augen nicht wirklich gegen späte Elternschaft.
Dass Kinder einander ganz übel mobben können, hängt meiner Erfahrung nach nicht am Alter der Eltern. Wer geärgert wird, dem wirft man egal was vor, irgend etwas findet sich immer.
Und einen im Alltag anwesenden Vater, wie von Peppi geschildert, hatte ich auch, wenn auch ohne die große Altersdifferenz. So jemand ist ein echter Schatz! Viel zu wenige Väter nehmen sich wirklich Zeit mit ihren Kindern. Ich stimme Peppi zu, dass dabei die Qualität des Kontakts wichtiger ist als die Quantität an Jahren - und Du schreibst zur Familie zum Abiturzeitpunkt, "hauptsache, es kommen überhaupt noch welche".

Also, Skylinewatcher, plädierst Du trotz persönlicher Genervtheit für späte Elternschaft, oder was ist eigentlich Dein Standpunkt?

Lieben Gruß - Halbnomadin

Inaktiver User
13.04.2010, 11:11
Liebe Halbnomadin,
mein Standpunkt ist der, nicht etwas Ungünstiges mit noch Ungünstigerem zu vergleichen.

Hab mal keine Angst, ich bin ja grundsätzlich nicht von Müttern und Kindern genervt.
Sie wollen alle ihr Bestes geben - und die Gesellschaft sollte sie dabei wohlwollend unterstützen.

Gerade am Sonntag habe ich von einer Studie gelesen die besagt, weil eben immer weniger Kinder geboren werden nimmt auch die Bereitschaft ab, Familien zu unterstützen.
Man unterstellt älteren Menschen mit Kindern mehr oder überhaupt Altruismus.

Es wird doch wohl kein Menschen allen Ernstes behaupten, es sei das gelbe vom Ei im Vorruhestand noch Vater zu werden. Im täglichen Leben würde ich das keinem an die Backe schmieren. Es gibt sie aber, die Leute, darauf muss man sich einrichten.
Tja, und was die besorgten und angeblich so gelassenen späten Eltern betrifft. Sind sie wirklich so?
Sie tun doch nur so, weil sie auch keine Kristallkugel besitzen u.a..
Ich habe diese Menschen oft als überheblich empfunden. Das Leben holt sie aber immer ein.
Man kann seine Karriere planen, den Hausbau etc....
Kinder sind unberechenbar!
Und manchmal scheint mir, jüngere Eltern können eben damit besser umgehen.
Obwohl ich meine Kinder nicht als Geschenke empfinde - war nicht alles mein Verdienst.
Irgendwie bin ich heute noch überrascht wie positiv alles gelaufen ist - den Unkenrufen vieler Menschen zum Trotz.
Weil meine Startbedingungen zur Familiengründung eben nicht so rosig waren.
Ein Ex prophezeite mir allen Ernstes, meine Älteste würde sowieso im Heim landen, weil ich damals Alleinerziehende war.
Gut, wenn ich mich etwas nervt, dann eben ein überheblicher Unterton der späten Eltern jüngeren nicht so gut gestellten Eltern gegenüber. Adressiert nur an die die auch so sind.
Kinder brauchen gute Startbedingungen, seufz. Und darunter verstehen eben viele Menschen Unterschiedliches.
Ist dein letzter Satz nun beantwortet?
Ausdrücklich, ich plädiere überhaupt nicht. Wer bin ich denn, Gott oder was?
sky

zwitschermaschine
26.04.2010, 10:26
Hallo,

ich war neulich auf einem Familientreffen. Dort haben wir gemeinsam einen Stammbaum zusammengebastelt. Bis zurück ins 19.Jh. Und was haben wir festgestellt? Schon Anno 1887 gab es einen späten Vater in der Sippe, dann in jeder Generation wieder. Es war jeweils die zweite Ehe, mit der neuen Frau gab es dann noch mal "späten" Nachwuchs.

Und jetzt bin ich mit meinem Partner in derselben Situation: Zweite Ehe, und Kinderwunsch bei uns beiden.Ich 40, er 49. Was soll daran schlecht sein?? Wir leben beide in besten finanziellen Verhältnissen, haben eine Riesenwohnung, fühlen uns weder geistig und körperlich alt und haben noch so viel Energie. Wer von meinem jungen Kolleginnen läuft schon Marathon? :lachen:

Nur mal zum Vergleich: Mein Vater war gerade 21, als ich kam. Meine Mutter 24. Erstes Semester, Babybettchen in der engen Studentenbude, Prüfungsstress und durchwachte Nächte. Was war das Ende vom Lied? Ich bin bei meiner Oma aufgewachsen. Wirklich nicht das, was ich mir für mein Kind wünschen würde. Und apropos Planbarkeit: Mein Vater wurde nur 42 Jahre alt, ich hab nicht viel Zeit mit ihm verbracht.

Klar wissen wir, dass wir nicht mehr die Jüngsten sind, lassen es aber mal auf uns zukommen. Wenn's klappt, super, wenn nicht ... auch nicht schlimm.

Viele Grüße
Zwitsch

Snubi
26.04.2010, 11:26
Und apropos Planbarkeit: Mein Vater wurde nur 42 Jahre alt, ich hab nicht viel Zeit mit ihm verbracht.



Ich finde späte Eltern nicht schön fürs Kind, eben aus diesem Grund, dass man das Kind vielleicht nicht mehr begleiten kann, bis es erwachsen ist.
Ja, ich weiß, es können auch jüngere Menschen sterben, aber ältere doch eher.
:knatsch:

zwitschermaschine
26.04.2010, 15:55
Wie gesagt, ich habe andere Erfahrungen gemacht. Was Sterben angeht. Von jungen und alten.

Meine Oma ist nunmehr 90 Jahre alt. Hätte sie mit 40 ein Kind bekommen, wäre das Kind jetzt 50 - Zeit genug, es "zu begleiten".

Ich hab ja ansatzweise Verständnis für mathematische Überlegungen. Aber soll ich jetzt deswegen kinderlos bleiben? Oder hätt ich mit meinem ersten Mann ein Kind bekommen sollen,das dann mit 10 Jahren die Scheidung miterlebt hätte? Weiß nicht. Eine glückliche Partnerschaft ist und bleibt Voraussetzung Nr. 1 für mich. Wenn's die nicht gibt, dann eben auch kein Kind. Und wenns die erst mit 40 gibt, dann eben erst mit 40 ein Kind, das herbeigewünscht ist - statt abgeschoben bei der Oma. Aber dafür nen jungen Papa ...