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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "Moralische" Frage zu Selbstständigkeit



solina
27.02.2010, 00:44
Hallo zusammen,
hab mal eher eine moralische Frage zum Thema Selbstständigkeit.
Ich war eine zeitlang arbeitslos und habe dann einen Job auf Honorarbasis angenommen. Mein Arbeitsvermittler hat mir dann die Formulare für einen Gründungszuschuss in die Hand gedrückt auf dem ich schon mal 5 Fragen "nicht ganz richtig" beantworten müsste. Nun wollte der Finanzbeamte meine Freiberuflichkeit nicht unterschreiben, weil er sagte, dass dieser Verein mich nach irgendeinem Paragraphen fest anstellen müsste. Eigentlich müsste ich ihm nun die Rechnungen geben und er würde den Verein nötigen. Meine Steuerberaterin hat so lange mit ihm gestritten, dass er es nun doch unterschreibt.
Mein Problem ist, dass der Finanzbeamte ja eigentlich Recht hat und man solche Vereine aufdecken müsste, die sich dadurch die Lohnnebenkosten sparen. Aber ich mache diesen Job sehr gerne und ich weiß nicht, wieviel Menschen dadurch noch betroffen wären, die dort illegal auf Honorarbasis arbeiten.
Hat hier wer eine Meinung dazu?
VG solina

Inaktiver User
09.03.2010, 09:03
Solina,

das ist wirklich schwierig.
Der Finanzbeamte hat wahrscheinlich Recht. Wie wäre es, wenn Du Dich mit den anderen zusammentust & ihr euch austauscht. Gegebenenfalls könnt ihr bei einem Gewerkschaftsbund vorsprechen. Falls Du das allein durchziehen möchtest, könntest Du den Job verlieren, den Du ja magst.
Eine andere Sache wäre, wenn Du in dem Bereich noch nach weiteren Tätigkeiten Ausschau halten möchtest. Z. B., wenn es kein Vollzeitjob ist. Da ist der Selbstständigenstatus von Vorteil.

solina
12.03.2010, 15:07
Hallo saranya,
danke für deine Antwort.
Ich suche natürlich eine Festanstellung, diese Freiberuflichkeit macht mich fertig.
Da ich gar nicht weiß, welche Mitarbeiter dieser Verein noch so angestellt hat, kann ich mit ihnen auch nicht kontaktieren. Ich arbeite ja im Prinzip nicht für diesen Verein, sondern werde nur über diesen Verein abgerechnet. Das Geld kommt vom Jugendamt.
Der Finanzbeamte hat schon Recht, das ist irgendwie ein Missstand. Arbeitsamt und Krankenkassen interessiert das nicht, ob dieser Job rechtens ist. AA ist froh einen los zu haben und die KK nimmt gerne das Geld.
Viele Grüße
solina