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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 4 Wochen altes Stillkind nimmt ab



Inaktiver User
23.02.2010, 15:56
Hallo,

meine Kleine wurde mit 2850 g geboren. Ich stille mit Hütchen, weil sie meine flachen Brustwarzen nicht recht erfassen kann. Sie ist eine langsame Trinkerin, eine Stillmahlzeit kann 1 h und länger dauern. Weil sie zu Beginn mehr als 10% abzunehmen drohte, habe ich für etwa 3 Tage zugefüttert - Minimalmengen von etwa 20 ml. Nach knapp 2 Wochen hatte sie das Geburtsgewicht wieder erreicht und nahm in der 3. Woche immerhin 140 g zu.

Gestern - 4 Wochen nach der Entbindung - kam die Hebamme wieder zum Wiegen. Mit einer exorbitanten Gewichtszunahme hatte ich nicht gerechnet, die Abnahme von 100 g war aber doch ein Schock. Auch die Hebamme war erschrocken. Sie und die KiÄ (waren heute bei der U3) raten zum Anlegen alle 2h plus Zufüttern bei jedem 2. Anlegen - laut KiÄ am besten insg. 450 ml/Tag zufüttern. Beide sagen aber auch, dass die Kleine einen guten, insb. wachen und fitten Eindruck macht. Sie hat auch nie nach dem Stillen geschrien. Von selbst kommt sie tagsüber alle 3 bis 4 h, nachts schläft sie bis zu 6 h. Jetzt soll ich wieder wecken - musste ich zu Anfang auch schon. Ich hatte bisher nicht den Eindruck, sie bekäme zu wenig Milch ab; Windeln sind nass und meine Brüste laufen fast über.

Ich mache mir jetzt große Sorgen um mein Mädchen. Natürlich habe ich gestern gleich mit dem häufigeren Anlegen angefangen. Ich habe den Eindruck, die Kleine wurde dadurch nicht zufriedener, sondern hektischer. Gestern Abend schrie sie stundenlang - nur vom Stillen unterbrochen. Trotz Sorge, dass es mit dem Stillen bald nicht mehr klappt, habe ich auch zugefüttert. 60 ml waren gestern Abend und heute früh nach dem Stillen schnell verputzt. Heute Mittag mochte sie trotz offensichtlichen Hungers kaum an die Brust, trank dann aber doch - und verweigerte das Fläschchen!

Hat jemand ähnliche Erfahrungen bzw. hilfreiche Tipps? Lt. KiÄ muss sie zügig zunehmen.

sheena98
23.02.2010, 16:06
Ich rate dir, such dir als erstes schnell eine Stillberaterin!

Die Menge an zugefütterter Milch, die deine KiÄ dir gesagt hat, erscheint mir sehr viel - nur fürs Zufüttern!

Ausserdem: was soll an der zugefütterten Milch besser sein (kalorienmässig und verträglich) als an deiner, wenn du offensichtlich eh genug Milch hast???

Wichtig wäre, dass sie öfter trinkt als nur alle 4h. Aber wenn dem Ganzen etwas anderes zugrundeliegt, muss man weitere Untersuchungen durchführen.

100g abgenommen erscheinen mir jetzt nicht sooo viel, aber prnzipiell sollte der Trend natürlich eher nach oben als nach unten gehen. Wobei der Gesamteindruck des Kindes (pralle, rosige Haut, nicht nur am Schlafen, wirkt zufrieden...) und die Zahl der vollen Windeln (5-6 nasse Windeln) pro Tag auch einen grossen Stellenwert haben!

Inaktiver User
23.02.2010, 16:08
Hallo Landei,
erstmal: lass dich drücken! ich kanns dir nachfühlen, mir ging es in gewisser Weise ähnlich... bei beiden Kindern. Allerdings hatte ich tendentiell zu wenig Milch zu Beginn.

Der Große hatte auch nach drei Wochen dann wieder abgenommen, und meine Hebamme hat mir dann geraten, nach jeder Mahlzeit des Kindes noch nachzupumpen (bzw. ich bin dann dazu übergegangen, das parallel zu machen, also: 1 Brust getrunken, an die zweite angelegt und gleichzeitig die 1. gepumpt) Am Ende habe ich ihm dann das soeben abgepumpte (+ das was ich dazwischen gepumpt hatte) noch nachgefüttert. Ich hab aus Milchmangel auch dazwischen noch gepumpt.

Mein Kinderarzt hatte mir erklärt, dass trinken ja für die KLeinen unglaublich viel Energie verbraucht, vor allem, wenn sie noch so klein sind. Daher kann es sein, dass sie im Moment die nötige Energie einfach nicht aufbringt - was sich aber sicher bessert, wenn sie erstmal richtig zunimmt! Bei uns hat der SPuk ganz akut 1 Woche, insgesamt 3 Wochen gedauert, und ich hab dann ganz ohne Probleme 13 Monate gestillt... das nur zum Mutmachen ;-)

toi toi toi,
die hibbeline

Ila
23.02.2010, 16:11
ist zwar bei mir schon eine ganze weile her, aber ich glaube mich zu erinnern, dass dieses Abnehmen (in einem gewissen Rahmen) ganz normal ist (s.a. einschlägige Literatur). Bist du in einer Stillgruppe? Hat mich zwar auf Dauer genervt, war aber als Rückendeckung und Ratgeberpool am Anfang hilfreich

Inaktiver User
23.02.2010, 16:17
Also ich kenn nur den unseligen Mechanismus, dass man je mehr man zufüttert desto weniger Milch produziert, weil ja weniger abverlangt wird und so weiter.

Damit kommt das ganz aus dem Tritt.

Wenn das Kind ansonsten munter ist, trinkt und die Verdauung klappt würd ich mich nicht verrückt machen. Dazu hat mir auch meine Kinderärztin geraten und ich hab mein zweites und drittes Kind gar nicht mehr gewogen.

Inaktiver User
23.02.2010, 16:20
Sie ist eine langsame Trinkerin, eine Stillmahlzeit kann 1 h und länger dauern.
Hat die Kinderärztin auch einmal nach der Nase geschaut? Bei meinem Sohn war das damals genau so und schuld war ein Schnupfen, Er bekam nicht richtig Luft und hat das Trinken deshalb öfters unterbrochen. Ich habe dann Milch abgepumpt und mit Flasche gegeben, das Trinken strengt das Baby nicht so sehr an und mit dem Gewicht ging es bald aufwärts.

Hol Dir Rückendeckung in Form einer Beraterin oder Gruppe und lass Dich nicht aus der Ruhe bringen, Deine Tochter ist hektischer, weil Du unsicher geworden bist.

cloudheroine
23.02.2010, 16:24
Hallo,

zugegebenermaßen habe ich mit Stillen und solchen Problemen schon sehr lange nichts mehr zu tun, aber die Still-Erfahrung, die ich habe, sagt mir, pumpe zwischen dem normalen Fütterungsablauf doch Milch ab, die Du dann zufüttern kannst....... - das schiene mir wesentlich logischer, wenn sonst alles in Ordnung zu sein scheint.
Ein zufriedenes schlafendes Baby zu wecken, um es dann zwangsweise zu füttern erscheint mir etwas brachial. Zumal es ja nicht so bedrohlich ist, und eine gewisse Tendenz zum Abnehmen in diesem Alter auch nicht ganz so ungewöhnlich ist, wenn ich mich recht erinnere.
Das die Kleine so gereizt reagiert, läßt ja auch den Schluß zu, das sie es nicht braucht bzw. es ihren persönlichen Rhythmus stört und durcheinander bringt. Wenn ihr gravierend was fehlen würde, müßtest Du das doch an unzufriedenem Verhalten, vermehrter Unruhe etc. merken, oder sehe ich das falsch? Vielleicht wird beim Kinderarzt zu sehr auf Tabellen und Entwicklungsvorgaben geschaut......- manchmal entwickeln sich Kinder aber ganz individuell.
Laß Dich nicht zu sehr verunsichern.
Eine Stillberaterin oder Stillgruppe wäre sicher gut für Dich.
Ich hab mir damals etliche Stillbücher geholt und die waren eine große Beruhigung in vielen Fällen der Unsicherheit. Und dann hab ich es ge-
schafft, viel länger zu stillen, als ich mir anfangs vorstellen konnte.

Viel Erfolg und Intuition dabei wünsche ich Dir!:blumengabe:

Lorraine
23.02.2010, 17:13
liebe landei73,

bei uns war es ganz ähnlich, allerdings habe ich trotzdem nie zufüttern müssen und nach einigen wochen und mit einer geduldigen hebamme nahm meine kleine maus (jetzt 9 1/2 wochen) dann plötzlich in riesenschritten zu:

nach der geburt nahm sie erstmal die 10% ab, was hier allerdings als normal angesehen wurde, es sollte nur nicht mehr sein, das geburtsgewicht haben wir erst nach 3 1/2 wochen erreicht, anschließend minizunahme von 20g, zwischendurch wieder 50g abgenommen, aber da ich wie du auch sehr viel milch habe und sie einen sehr fitten eindruck machte hat meine hebamme gemeint das wäre noch kein grund zur sorge, ab der 6. woche etwa gings dann los, erst 200g pro woche und dann in10 tagen 400 gramm mehr.

stillen dauerte zunächst auch immer 1 stunde. ich habe mir auch anfangs als nichts voran ging wie du sorgen gemacht! hat sich aber von allein geregelt.

worauf ich allerdings bewusst achte. dass meine eigebne ernährung nicht zu kurz kommt, kurz nach der klinik habe ich tagsüber oft nur was im stehen gegessen, jetzt esse ich mittags und abends warm, vielleicht beeinflusst das ja den nährstoffgehalt der milch

achja, nachts wecken sollte ich auch einige wochen. irgendwann meinte dann meine schwiegermama. die kleine ist jetzt doch dick genug, schlaf doch mal durch.

alles gute! :blumengabe:

spacy
24.02.2010, 22:44
Landei, vielleicht trinkt Dein Baby auch im Schlaf, also ohne dass Du es wecken mußt?
Bei meinem Sohn funktionierte das prima, allerdings war er da schon ein paar Monate alt. Er hat eine Zeitlang in wachem Zustand ein Riesentheater beim Stillen gemacht (hat sich dauernd ablenken lassen), und da habe ich gemerkt dass er wenn ich ihn schlafend angelegt hab er schön getrunken hat.

crazy79
25.02.2010, 16:34
Hallo,

mein Mini hatte am Anfang auch das Problem, dass er schlecht zugenommen hat. Der Rat meiner Hebamme (hat sie von einer Stillberaterin) war das sog. Powerstillen: Beim Stillen nicht warten, bis eine Brust leer ist, sondern nach der Uhr alle 5 Min (!) wechseln - also jede Seite mehrfach pro Mahlzeit. Damit soll die Produktion von fettreicherer Hintermilch angeregt werden. Und alle 2h war bei uns auch angesagt. Und ein weiterer Rat meiner Hebamme: Wenn zufüttern, dann im Anschluß an eine Brustmahlzeit - damit er/sie vorwiegend aus der Brust trinkt, die Milchproduktion angekurbelt wird und die Kleinen sich nicht zu sehr an die Flasche gewöhnen. (Dann können die nämlich ganz schön faul sein...)
450ml zum zufüttern finde ich für eine so kleine Maus auch recht viel...

Alles Gute!!!