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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Krankenversichert???? wer kann helfen???



schnecke10
10.02.2010, 14:15
hallo...
ich habe ne frage....?

Ich bekomme zur zeit ALG2 u habe ein 400euro Job.
Da bin ich ja durchs Amt Krankenversichert.

Jetzt möchte ich gerne mit mein Freund zusammen ziehen,dann bekomme ich ja kein Geld mehr vom Amt, weil er genug verdient.
Wie bin ich dann versichert???
Muss man sich selbst versichern? wie teuer ist sowas? oder wie läuft es ab???
Und wie ist es bei meinen Kind (4jahre) ?


könnt ihr mir helfen danke!!!???

skirbifax
10.02.2010, 15:12
Da ihr nicht verheiratet seid, kannst du nicht bei deinem Freund beitragsfrei versichert sein. Du musst dich selbst versichern - was du jetzt ja auch bist. Deine Tochter ist entweder bei dir oder beim Vater familienversichert.

Ruf doch einfach deine Krankenversicherung an und frage nach.

schnecke10
10.02.2010, 15:40
den vater gibt es nicht.... besteht kein kontakt... warum bin ich jetzt selbst versichert??? geht doch alles übers amt im moment noch?

skirbifax
10.02.2010, 15:46
Ja, aber du bist die Versicherungsnehmerin. Auf der Karte steht dein Name. Ruf bei der Krankenversicherung an und frage nach. Damit auch keine Versicherungslücke entsteht.

Inaktiver User
10.02.2010, 15:51
Wenn du ALG 2 nicht mehr bekommst weil dein Freund genug verdient bist du nicht mehr krankenversichert.

Dir bleibt dann nur, einen Job anzunehmen der sozialversichert ist oder selbst die Krankenkasse zu zahlen. Oder dein Freund zahlt für dich.

Es gibt einen Satz für nicht-Verdiener der je nach Kasse bei 120- 150 Euro im Monat liegt.

Erkundige dich aber unbedingt ob ALG2 wirklich weg fällt.

ascalin
11.02.2010, 00:48
Wenn das ALG2 wirklich wegfallen sollte, wäre die vielleicht einfachste Möglichkeit, mit dem Arbeitgeber deines 400-Euro-Jobs zu vereinbaren, daraus einen 401-Euro-Job zu machen. Ab da zahlst du geringe Sozialversicherungsbeiträge selbst (ca. 4 % des Bruttogehalts), so dass du und dein Kind krankenversichert sind.

Der Arbeitgeber muss dann allerdings die normalen Sozialbeiträge übernehmen.

Das Lohnbüro kann sicherlich gegenüberstellen, um wieviel "teurer" du deinem AG kommst. Wenn es viel ausmacht, könntet ihr ja vielleicht eine etwas höhere Stundenanzahl ansetzen, die du arbeiten müsstest.

Das käme auf jedenfall günstiger, als dich freiwillig zu versichern.

LG ascalin

Promethea71
11.02.2010, 09:55
Kurze Anmerkung, weil sich das Gerücht immer wieder hartnäckig hält, dass 400,- Euro für den AG günstiger wäre.

Für einen 400,- Euro Job hat der AG Abgaben i.H.v. rd. 32 %.

Für einen 401,- Euro Job hat der AG Abgaben i.H.v. rd. 25 %, aber der Arbeitnehmer hat eben hat auch gewisse Abzüge, dafür aber den Vorteil sozialversichert zu sein.

Liebe Grüße

promethea

ascalin
12.02.2010, 00:43
Danke, promethea, für diese Angaben :blumengabe: - es ist gut, da einen Anhaltspunkt zu haben.

(Ich bin schon viel zu lange aus der Lohnabrechnung raus, um die aktuelle AG-Seite zu kennen :smirksmile:).

Wenn es so ist, wäre in schneckes Fall doch beiden geholfen: Sie wäre verhältnismäßig günstig krankenversichert, und der Arbeitgeber hätte geringere Kosten.

LG ascalin

Inaktiver User
12.02.2010, 06:06
Ein 400-Euro-Job ist für den AG trotzdem "günstiger", nicht unbedingt im finanziellen Bereich, aber - ein sozialversicherter Angestellter hat besseren Kündigungsschutz, erhält im Krankheitsfall Lohnfortzahlung usw.
Ich denke, das wird sicherlich u.a. der Grund sein, warum so viele lieber auf 400-Euro-Basis einstellen.

Inaktiver User
12.02.2010, 08:05
hallo...
ich habe ne frage....?

Ich bekomme zur zeit ALG2 u habe ein 400euro Job.
Da bin ich ja durchs Amt Krankenversichert.

Jetzt möchte ich gerne mit mein Freund zusammen ziehen,dann bekomme ich ja kein Geld mehr vom Amt, weil er genug verdient.
Wie bin ich dann versichert???
Muss man sich selbst versichern? wie teuer ist sowas? oder wie läuft es ab???
Und wie ist es bei meinen Kind (4jahre) ?


könnt ihr mir helfen danke!!!???

Du musst dich ab dem Zeitpunkt der Einstellung selbst freiwillig weiterversichern.

Der Beitrag wird von der Krankenkasse anhand des Einkommens ausgerechnet. Ich gehe davon aus, dass es der Mindestbeitrag sein wird. Ich schätze, der liegt derzeit bei ca. 130 Euro im Monat.

Das mit dem 401 Euro-Job ist daher ein Rechenbeispiel und es ist fraglich, ob der Arbeitgeber das mitmacht.

Diesen Beitrag musst du dann selbst aus dem Gesamteinkommen (auch das deines Freundes, Stichpunkt:eheähnliche Gemeinschaft) bezahlen.

Wenn es sehr knapp wird, kann man allerdings nochmal eine Gegenrechnung bei der ARGE vornehmen lassen, wo der Versicherungsbeitrag dann nochmal unter Zugrundelegung des Gesamteinkommens als Bedarf anerkannt wird.

Grundsätzlich bestünde dann die Möglichkeit noch eine Zuzahlung zu erhalten (hier auch mal bei der Stadtverwaltung - Sozialhilfe, wegen Zuständigkeit) nachfragen.

Langfristig wäre es wahrscheinlich günstiger, wenn es irgendwie zeitlich drin ist, einen versicherungspflichtigen Job auszuüben.

Promethea71
12.02.2010, 09:07
Auch 400,- Euro-Jobber unterliegen genauso dem Kündigungsschutz, ARbeitsschutz und haben Anrecht auf Lohnfortzahlung und Urlaub, wie jeder andere Arbeitnehmer ..... das das in der Realität ganz oft anders gehandhabt wird, steht auf einem anderen Blatt. Aber grundsätzlich unterscheidet das Gesetz nicht zwischen 400,- Euro und mehr, außer in der Frage der Sozialversicherung.

Liebe Grüße

promethea




Ein 400-Euro-Job ist für den AG trotzdem "günstiger", nicht unbedingt im finanziellen Bereich, aber - ein sozialversicherter Angestellter hat besseren Kündigungsschutz, erhält im Krankheitsfall Lohnfortzahlung usw.
Ich denke, das wird sicherlich u.a. der Grund sein, warum so viele lieber auf 400-Euro-Basis einstellen.

Inaktiver User
12.02.2010, 09:19
grundsätzlich unterscheidet das Gesetz nicht zwischen 400,- Euro und mehr, außer in der Frage der Sozialversicherung.

das das in der Realität ganz oft anders gehandhabt wird, steht auf einem anderen Blatt. Aber
Tja, aber so ist es nun einmal.... AG, die Leute als 400-Euro-jobber einstellen, tun das i.d.R. vor diesem Hintergrund, dass sie eben schneller "austauschbar" bzw. dem Bedarf des AG entsprechend einsetzbar sind.
Davon kann man im Allgemeinen wohl ausgehen.
Und deshalb glaube ich auch nicht, dass jeder AG "hurra und ja,klar" schreit und den AN auf 401-Euro anstellt, nur weil dieser ihm vorrechnet, das er dabei rechnerisch günstiger wegkommt - mal ganz abgesehen davon, dass man dann in die Kategorie "Midi-Job" rutscht - das bedeutet für den AG sehr geringe Abgaben, trotz Sozialversicherung, aber für den AN vergleichsweise hohe Belastung. Ob das wirklich besser ist, als sich freiwillig in der gesetzlichen Kasse zu versichern und die Beiträge zu zahlen, müsste man im Einzelfall nachrechnen.

ascalin
12.02.2010, 17:59
..das bedeutet für den AG sehr geringe Abgaben, trotz Sozialversicherung, aber für den AN vergleichsweise hohe Belastung.

Könntest du das bitte etwas näher ausführen? Was ist unter der vergleichsweise hohen Belastung zu verstehen?

Danke schon mal,

ascalin

Inaktiver User
12.02.2010, 18:13
Bei einem Verdienst zwischen 400 und 800 Euro ist man in der sog. "Gleitzone", nennt sich auch Midi-Job.
Sozialversicherungsrechtlich werden Midijobber gesondert behandelt. Zwar ist man mit einem Einkommen ab 400 Euro sozialversicherungspflichtig, allerdings steigen in der Gleitzone die Beiträge nur sukzessive von anfangs vier Prozent bei einem Verdienst von 400,01 Euro bis auf 21 Prozent bei einem Einkommen von 800 Euro.
Denn der Betrag zur Sozialversicherung bemisst sich nicht nach dem vollen Einkommen.
Der AG allerdings zahlt immer den vollen Arbeitgeberanteil in Höhe von rund 21 Prozent.
Das Ganze ist kompliziert zu berechnen und lohnt sich wirklich nur bei einem Verdienst von wenig über 400 Euro und nur bei getrennt veranlagten Verdienern.
Sonst zahlt der AN unverhältnismäßig viel.
Link:
http://de.wikipedia.org/wiki/Midi-Job
Hab mich da grad bisschen schlau gelesen, weil ich so ein Angebot hatte und für mich würde sich das überhaupt nicht rechnen, da ich z.Zt. noch LStKl V habe...

ascalin
12.02.2010, 22:46
Ja, ok, so gesehen verstehe ich, was du meinst.

Ich war allerdings mit meinen Gedanken rein auf die Eingangsfrage und -bedingungen konzentriert

Ich bekomme zur zeit ALG2 u habe ein 400euro Job.
Da bin ich ja durchs Amt Krankenversichert.

Jetzt möchte ich gerne mit mein Freund zusammen ziehen,dann bekomme ich ja kein Geld mehr vom Amt, weil er genug verdient.
Wie bin ich dann versichert???
Muss man sich selbst versichern? wie teuer ist sowas? oder wie läuft es ab???
Und wie ist es bei meinen Kind (4jahre) ?

und sorgte mich daher, wo für die TE noch eventuelle hohe Belastungen lauern :smirksmile: - und ich ihr womöglich einen Bärendienst erwiesen hätte.

LG ascalin

LimaSina
15.02.2010, 20:20
Hallo,

nur weil ihr zusammenzieht, bedeutet das nicht, dass du ab sofort kein Geld bekommst, das Einkommen von ihm muss nicht angerechnet werden, nur wenn ihr das nicht als WG laufen lasst usw. sonst gibts bei den meisten Ämtern noch eine Schonfrist von nem halben Jahr oder sogar mehr.

Ich würde da erstmal bei ner WG bleiben, damit bekommst du auch dein Geld weiter, oder hat dein Freund genug Geld und möchte dein Freund dich freiwilllig unterstützen?