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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Steuerliche Erfassung



cami66
25.01.2010, 16:41
Hallo,

wer hat mal eine Tipp?

Im Fragebogen zur steuerlichen Erfassung bei Aufnahme einer freiberuflichen Tätigkeit muss man voraussichtliche Einkünfte aus selbständiger Tätigeit angeben.

Zählt hierzu der Gründungszuschuss des Arbeitsamtes, den man neun Monate lang erhält? Also muss der hier mit angegeben werden?

Vielen Dank für Eure Hilfe.
Cami

Inaktiver User
27.01.2010, 13:32
Der Gründungszuschuss ist steuerfrei. War früher eine Zeit lang nicht so klar.
Dieser ist also an dieser Stelle und auch später bei Deiner Gewinnermittlung nicht anzugeben.

Schreibe aber einen hohen zu erwartenden Gewinn in das Formular. Dann hast du hohe Vorauszahlungen und kommst später in keine Nachzahlungsnot. :smirksmile:

Doch ich meine das sogar ziemlich ernsthaft.

cami66
28.01.2010, 16:33
Der Gründungszuschuss ist steuerfrei. War früher eine Zeit lang nicht so klar.
Dieser ist also an dieser Stelle und auch später bei Deiner Gewinnermittlung nicht anzugeben.

Schreibe aber einen hohen zu erwartenden Gewinn in das Formular. Dann hast du hohe Vorauszahlungen und kommst später in keine Nachzahlungsnot. :smirksmile:

Doch ich meine das sogar ziemlich ernsthaft.

Danke für den Tipp.

Inaktiver User
28.01.2010, 18:30
...

Schreibe aber einen hohen zu erwartenden Gewinn in das Formular. Dann hast du hohe Vorauszahlungen und kommst später in keine Nachzahlungsnot. :smirksmile:

Doch ich meine das sogar ziemlich ernsthaft.

:allesok: Bei vielen Freiberuflern hauen die ersten Nachzahlungen wirklich ziemlich in's Konto! Und das Geld muss dann fließen. :knatsch:

muffyn
01.02.2010, 09:41
Noch ein guter Ratschlag:

richte Dir ein Steuerkonto ein, auf dass Du die Mehrwertsteuer überweist und 1/3 Deiner Einnahmen für die Einkommensteuer.

Für dieses Geld gilt dann: aus den Augen, aus den Sinn - Du bildest Dir Rücklagen, ohne dass Geld auf Deinem normalen Konto erscheint, dass eigentlich dem Finanzamt gehört.
Auch wenn es ein paar Euros extra kostet, aber Du kannst so das Thema Finanzamt etwas entspannter angehen.


:pfeifend:

Inaktiver User
02.02.2010, 13:06
Zu den voraussichtlichen Einkünften gehört der Gründungszuschuss nicht.
Der Gründungszuschuss als solcher mag auch steuerfrei sein, könnte aber progressionswirksam werden (bei ALG1 ist das so). Heisst:
Auf das Geld zahlst Du keine Steuern.
Aber es wird bei der Ermittlung Deines Steuersatzes in Betracht gezogen.
Beispiel:
GrüZu: 15.000 Euro p.a.
Andere Einkünfte: 25.000 Euro p.a.
Du musst dann 25.000 Euro mit dem Steuersatz versteuern, der für ein Einkommen von 40.000 Euro (15.000 + 25.000) angesetzt wurde.
Frag mal das rote A oder einen Steuerberater.

Den Tipp, Steuerrücklagen wirklich beiseite zu schaffen, kann ich nur unterstreichen.
Dafür bietet sich beispielsweise ein Sparbuch oder ein Tagegeldkonto an - ist meist billiger als ein normales Giro-Konto.

Wenn Du einen Steuerberater beschäftigst, hast Du zudem den Vorteil, Deine Steuererklärung erst ein Jahr nach dem Steuerjahr abgeben zu müssen.
Heisst: ESt-Erklärung 2010 ist erst am 31.12.2011 fällig.
Und dann dauert es noch einige Monate, bis das Finanzamt die Erklärung bearbeitet hat.
Die Steuerrücklagen kannst Du für diese Zeit (12 Monate + FA-Bearbeitungszeit) irgendwo anlegen, was dann Dir Zinsen bringt.

Noch ein Tipp:
Fallls Du umsatzssteuerpflichtig bist, solltest Du Dein Umsatzsteuerkonto beim Finanzamt immer zum 31.12. auf Null setzen. Wenn Du nämlich "geschuldete" Umsatzsteuern über den Jahreswechsel behälst, werden Sie Deinem Gewinn zugerechnet, was höhere Einkommenssteuern für Geld zur Folge hätte, das Du gar nicht wirklich verdient hast.

Hoffe, geholfen zu haben.

NM