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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was haltet Ihr von dieser Idee?



Idee2010
12.01.2010, 15:24
Hallo,

ich wende mich an Euch, da mich seit längerem eine Idee nicht mehr loslässt. Kurz zu mir: ich habe Psychologie studiert und bin seit ca. 1 Jahr mit dem Studium fertig (bin Mitte Dreißig). Vor meinem Studium habe ich einige Jahre als Kinderkrankenschwester gearbeitet. Zur Zeit bin ich arbeitssuchend.

Ich beschäftige mich mit der Idee mich im Bereich der Kinderbetreuung selbständig zu machen. Und zwar schwebt mir in meiner Phantasie eine 24 h/365 Tage –Betreuung vor. Für Kinder von 0 – unter 3 Jahren.
Ich könnte mir vorstellen, dass hier Bedarf herrscht, v.a. bei alleinerziehenden Mütter die im Pflegebereich bzw. im Schichtsystem arbeiten und so die Möglichkeit bekommen ihrer Arbeitszeit entsprechend Betreuung für die Kinder zu bekommen. Ich könnte mir vorstellen für nachts auch Betreuung/Schlafmöglichkeit für ältere Kinder anzubieten.

Da ich nicht über eine pädagogische Ausbildung bzw. über einen Abschluss verfüge aber vermute, dass für die Umsetzung dieser Idee diese Qualifikation erforderlich ist, würde ich mich gerne mit 1-2 weiteren Personen zusammentun (ErzieherInnen, Sozialpädagogen/Innen).

Nun meine Frage: haltet Ihr diese Idee bzw. die realistische, finanzierbare Umsetzung dieser Idee für komplett hirnrissig? Spinn ich mir da etwas zusammen?

Mir ist schon klar, dass da noch einiges an Fertigkeiten (Businessplan erstellen, Buchführung, Kalkulationen etc.) zu erbringen wären. Es müsste ein geeignetes Gebäude gefunden werden, es müsste dementsprechender Bedarf da sein, rechnen sollte es sich natürlich auch.

Recherchen meinerseits haben ergeben, dass es ähnliches in Hamburg und Berlin bereits gibt. Da könnte ich natürlich mal Kontakt aufnehmen.

Mir tuts einfach gut diese Idee mal niederzuschreiben. Natürlich bewerbe ich mich gerade auch in Bezug auf meine „eigentlichen“ Qualifikationen, aber diese Phantasie hält sich einfach sehr hartnäckig und ich möchte dem nachgehen.

Mich würde vor allem die Meinung der Mütter von Kindern dieser Altersgruppe interessieren. Käme es für Euch in Betracht Eure Kinder über Nacht betreuen zu lassen? Hättet ihr beruflich dadurch ganz andere Möglichkeiten bzw. würdet ihr das beruflich nutzen?

Liebe Grüße,

Idee2010

Malina70
13.01.2010, 09:11
Hallo idee2010,

vielleicht solltest Du Deine Frage noch mal im Erziehungsforum posten. Da lesen sicherlich mehr Mütter mit, die zu Deiner Zielgruppe gehören als hier.

Grundsätzlich finde ich die Idee nicht schlecht, aber Du solltest sicherlich im Vorfeld eruieren, wie groß der Bedarf wäre und wie das generelle Angebot von Betreuungsplätzen bei Dir in der Umgebung aussieht. Dass man allein von Kindern, die eine vollkommen flexible, rund um die Uhr mögliche Betreuung benötigen, leben kann, bezweifle ich so rein aus dem Bauch heraus eher oder wenn dann nur in sehr großen Städten.

Viele Grüße

Malina

Inaktiver User
13.01.2010, 09:52
Es gab hier schon mal eine ähnliche Anfrage.

Du hast keine Ausbildung in dieser Richtung und möchtest Babies und Kleinkinder beaufsichtigen - auch über Nacht?

Du solltest dich unbedingt informieren welche Voraussetzungen du in Bezug auf die Betreuung von Kindern brauchst - sooo einfach ist das nämlich nicht.

Die Idee ist sicher gut - die Frage ist aber, wer gibt einer nicht ausgebildeteten Frau sein Baby zur Betreuung?

dragoneye
13.01.2010, 10:54
Hallo Idee 2010,

ich denke das diese Idee sehr gut ist. Ich weiss ja nun nicht wo du wohnst, eher kleinstadt oder Großstadt? Hier bei uns hat sich eine Erzieherin nun selbstständig gemacht mit einer Anwältin. Die machen zusammen eine Krippe, die Erzieherin kümmert sich um die Kids und die andereum alles rechtliche, auch keine schlechte Idee. Bei Einstellungen wegen Personal sind beide gleichberechtigt. Das läuft auch ziemlich gut. Eine andere Erzieherin hat auch eine Krippe aufgemacht, mittlerweile stellt sie nur noch Personal ein arbeitet aber selber gar nicht mehr mit.

Ich denke das du auf jeden Fall wen einstellen müsstest der Erzieher/in ist oder Sozialpädagogig studiert hat. Oder selber einen dieser Abschlüsse nachmachen ( zeitaufwendig). Am besten frage doch einmal beim Jugendamt nach, die können dir bestimmt weiterhelfen wie es in deiner Stadt geht, ob es Bedarf gibt, welche Ausbildung man braucht und welche Richtlinien man befolgen muss. Und schaden tuts auf keinen Fall bei anderen Einrichtungen dieser Art vorbeizuschauen und dort nachzufragen.

Liebe Grüße

Dragoneye

Meredyth
13.01.2010, 14:32
Hallo,

keine schlechte Idee, die du hast. Rentieren wird die sich allerdings nur in Großstädten.

Folgende Punkte bwz. Fragen sind mir spontan eingefallen:

- Welche Anforderungen werden an das Gebäude gestellt? Sicherheit? Sanitäre Anlagen?
- Wie machst du dich bekannt (Marketing etc.)?
- Lohnt es sich finanziell? Können also zwei und mehr Mitarbeiter von dieser Idee "leben"?

Wenn du selber keine Erfahrung in diesem Bereich hast oder keine Kontakte mit entsprechender Erfahrung dann wird die Umsetzung auf jeden Fall sehr schwierig. Bevor du loslegst, musst du die Kosten und Ausgaben sehr genau kalkulieren, denn du musst mit großer Wahrscheinlichkeit ein geeignetes Gebäude entsprechend umbauen lassen und das ist teuer.

Viele Grüße

Meredyth

P.S.: Habe selber schon zwei Business Pläne geschrieben (als Leistungsnachweis im Studium) und weiss deshalb, was auf dich zukommt.

Inaktiver User
13.01.2010, 15:20
Insgesamt sicher eine gute Idee.
Und an die SkeptikerInnen hier. Die TE hat immerhin Psychologie studiert. Das wäre anders, wenn der KfZ Mechaniker (nichts gegen Kfz Mechaniker) eine Kinderkrippe oder Kinderbetreuung aufziehen wollen würde.

Idee2010
13.01.2010, 18:58
Vielen Dank erstmal an Euch für erste Meinungen, Anregungen etc. :blumengabe:

Ich werde morgen mal näher darauf eingehen.

Einen schönen Abend wünscht

Idee2010

da-sempre
13.01.2010, 20:53
Hallo Idee2010,
Kinderbetreuung liegt auf jeden Fall im Trend und Familienservice auch. Wahrscheinlich eher in Großstädten in der von Dir überlegten Form.
Du hast sicher bereits recherchiert, was es da schon alles gibt. Da muss man zum Glück ja nicht mehr alles neu erfinden. Als Inhaberin oder Geschäftsführerin musst und wirst Du ja wohl nicht selbst die Kinder betreuen wollen, daher ist es kein Problem, dass Du die Ausbildung nicht hast (Deine sind ja auch nicht schlecht!:pfeifend:). Eine gute Erzieherin wirst Du auf jeden Fall benötigen oder bei den Öffnungszeiten wahrscheinlich auch mehrere. (Auch für die Planungsphase ist der professionelle Rat hier schon gut) Diese sind derzeit nicht leicht zu finden, da muss man schon gute Konditionen oder Beteiligungen bieten. Der Beruf ist gerade in Großstädten derzeit gefragt wie nie.
Hast Du da Kontakte? Es gibt übrigens auch Berufsverbände von ErzieherInnen, dort sind häufig innovative und interessierte zu finden.

frank60
16.01.2010, 00:49
Mache einen qualifizierten Lehrgang für BWL oder wenigstens die Grundlagen für Kalkulation.

Und dann rechne noch mal nach.

Ansonsten wird Deutschland das Land der Hobbyunternehmer ohne nennenswerte Betriebsergebnisse.

frank60
16.01.2010, 00:54
Vielen Dank erstmal an Euch für erste Meinungen, Anregungen etc. :blumengabe:

Ich werde morgen mal näher darauf eingehen.

Einen schönen Abend wünscht

Idee2010Worauf willst du eingehen?

Besser wäre es, die Lauscher auf Empfang zu stellen.

In einem Land, in dem mehr als 50% der Kinder aus sozialen Unterschichten kommen eine sich selbst finanzierende Kinderbetreuung mal eben so aus dem Hut zu zaubern ringt mir allenfalls ein Stirnrunzeln ab.

Mag ja toll klingen und etwas ehrenhaftes sein aber satt wird man deswegen noch lange nicht und immer nur hinter Fördermitteln herzujagen oder ein Geschäftsmodel auf dauerhafte Zuschüsse aufzubauen liegt nicht im Sinne des Erfinders.

Inaktiver User
16.01.2010, 03:41
Anstelle der TE würde ich mich für diese unglaublich konstruktive und gar nicht pauschalierende Kritik bei dir bedanken!:blumengabe:
Herzlichen Glückwunsch zu deiner positiven Grundeinstellung. :freches grinsen:
Auf dass wir uns nie begegnen mögen, Frank60 :prost:

diadora
16.01.2010, 09:58
Hallo,

also ich finde diese Idee supergut! Klar wartet hier mit Sicherheit noch viel Detailarbeit und Informations-Abholbedarf auf Dich, aber sowas gibt es so gut wie garnicht, bzw. habe ich in den letzten Wochen als ich mal aktiv auf der Suche war so ein Angebot überhaupt nicht gefunden.

Ich drück Dir die Daumen und glaube, dass Du schon Erfolg haben würdest damit.

Viel Glück und viele Grüße
Diadora

Anastasia1960
16.01.2010, 10:39
Ich kenne einige Frauen die dieses Angebot nutzen würden. Allerdings wohnen diese in Großstädten und nicht auf dem Land.
Das Model müsste relativ flexibel sein. Oft kommt ja eine Geschäftsreise spontan. Da muss man sein Kind dann unterbringen wenn keine Großeltern oder ein Partner in der Nähe ist.

frank60
16.01.2010, 16:55
Anstelle der TE würde ich mich für diese unglaublich konstruktive und gar nicht pauschalierende Kritik bei dir bedanken!:blumengabe:
Herzlichen Glückwunsch zu deiner positiven Grundeinstellung. :freches grinsen:
Auf dass wir uns nie begegnen mögen, Frank60 :prost:

Ja nee, ein Unternehmen zu gründen und erfolgreich zu führen ist super einfach, Idee in die Bri, paar mehr oder weniger qualifizierte und anonyme Beiträge von Theoretikern und los geht’s.


Ich denke, die TE hat einen akademischen Grad.
Da darf man wohl noch ein Mindestmaß an Lebenswirklichkeit und Realität erwarten.

Mit Anfeuerungsrufen, …weiter so, …super Idee…. usw. wird sie nicht sonderlich weit kommen.

Inaktiver User
16.01.2010, 16:59
Ja nee, ein Unternehmen zu gründen und erfolgreich zu führen ist super einfach, Idee in die Bri, paar mehr oder weniger qualifizierte und anonyme Beiträge von Theoretikern und los geht’s.


Ich denke, die TE hat einen akademischen Grad.
Da darf man wohl noch ein Mindestmaß an Lebenswirklichkeit und Realität erwarten.

Mit Anfeuerungsrufen, …weiter so, …super Idee…. usw. wird sie nicht sonderlich weit kommen.

Stimmt, dafuer kommt sie mit Deiner pauschalen Ablehnungshaltung bestimmt viel weiter... *augenroll*

Manchmal hab ich den Eindruck, Du glaubst, Du weisst als einziger hier, was Selbstaendigkeit bedeutet und kannst daher alle pauschal aburteilen und aus der Ferne feststellen, dass keiner das Zeug hat, selbstaendig zu werden. :knatsch:

Inaktiver User
16.01.2010, 21:18
Naja, wenn man so von oben herab "argumentiert" wie Frank60, wird man ja zum Glück sowieso nicht ernst genommen - hoffe ich mal.
Auch nicht von Akademikerinnen.
Ich finde die Idee auch gut, dass das alles mal durchgerechnet werden muss, versteht sich von selbst. :blumengabe:

Idee2010
17.01.2010, 09:17
Hab' das mit dem zitieren noch nicht so raus, deswegen antworte ich mal so auf eure Beiträge:

@da-sempre: ich habe im Freundeskreis Kontakt zu ErzieherInnen. Allerdings wohnen sie nicht an meinem Wohnort. Aber ich habe im Internet schon zwei Passende Foren gefunden und überlegt, dort mal meine Idee zu posten und vielleicht nach potentiellen "Mitstreitern" zu suchen! Ich denke auch, dass für diese Art der Betreuung ein hohes Ausmaß an Personal nötig ist. Wer nachts betreut kann schlecht am nächsten Tag wieder arbeiten. Ehrlich gesagt hatte ich mir schon vorgestellt auch selbst mit zu betreuen. Ich habe als Kinderkrankenschwester fast 5 Jahre in einem Kinderheim gearbeitet und als Gruppenmitarbeiterin Kinder im Alter von 0 bis 4 Jahren betreut. Ob es allerdings in der Form ohne entsprechende pädagogische Ausbildung genehmigt wird ist eine andere Frage!

@frank60: richtig, im Bereich BWL oder Kalkulation eines solchen Vorhabens fehlen mir entsprechende Kompetenzen. Es ist ja auch im Moment nur eine Idee die sich in mir festgesetzt hat. Von "aus dem Hut zaubern" bin ich weit entfernt.

@diadora: schön von dir zu lesen. Ich verfolge im "Babyforum" schon seit längerem Eure Stränge als stille Mitleserin und habe mich darüber gefreut, dass es bei dir geklappt hat und wünsche Dir weiterhin eine glückliche und entspannte Schwangerschaft!!!
Ich bewerte meine Idee auch als sehr positiv. In einer Großstadt wohne ich allerdings nicht direkt. In Südddeutschland, Mittelfranken.

@Anastasia1960: ich denke, wenn die Einrichtung 24h/365 Tage im Jahr geöffnet hätte, dann wäre maximale Flexibilität gegeben. Klar bedeutet es für die Mitarbeiter Dienste an Wochenenden und Feiertagen. Wenn sich diese Form der Betreuung rechnet, dann müssten Nachtdienste, Wochenenddienste und an den Feiertagen natürlich entsprechend vergütet werden.

Danke für eure Beiträge bis dahin :blumengabe:

frank60
17.01.2010, 11:38
Stimmt, dafuer kommt sie mit Deiner pauschalen Ablehnungshaltung bestimmt viel weiter... *augenroll*

Manchmal hab ich den Eindruck, Du glaubst, Du weisst als einziger hier, was Selbstaendigkeit bedeutet und kannst daher alle pauschal aburteilen und aus der Ferne feststellen, dass keiner das Zeug hat, selbstaendig zu werden. :knatsch:


Naja, wenn man so von oben herab "argumentiert" wie Frank60, wird man ja zum Glück sowieso nicht ernst genommen - hoffe ich mal.
Auch nicht von Akademikerinnen.
Ich finde die Idee auch gut, dass das alles mal durchgerechnet werden muss, versteht sich von selbst. :blumengabe:

Welche Ablehungshaltung? Ich lehne nichts ab und schon gar nicht, wenn sich jemand selbständig macht.

Ich habe Respekt vor jedem der diesen Schritt wagt und meine Hochachtung vor den 10% die durchhalten und es nach Jahren schaffen erfolgreich auf eigenen Beinen zu stehen.

Nur zu glauben, dass man erfolgreiche Selbständigkeit mit einem Kurztrip durch die Bri erreicht oder durch Beratung von Unerfahrenen und Schwätzern die es selbst nicht getan haben, ist kurzsichtig und wird definitiv nicht zum Erfolg führen.

Von oben herab, das muss man sich mal ganz langsam auf der Zunge zergehen lassen.

Von oben herab ist, wenn jemand ohne Erfahrung und ohne eigenes Unternehmen die Gründung eines Unternehmens als Spaziergang darstellt, den jedermann jederzeit durchführen kann.
Oder wie sage ich immer, der Bankrotteur wird zum Unternehmensberater, weil er gerade nichts anderes vorhat.

Es sind auch genügend studierte BWLer und VWLer mit Unternehmen gescheitert, warum auch immer aber zu glauben, dass kann doch jeder Frohsinn und Optimismus reichen aus, der wird definitiv scheitern.

Gerade in einem Bereich indem es keine regionale Vergleichbarkeit gibt, die Ausgangssituation regional nicht unterschiedlicher sein kann, was bedeutet, dass es ein Modell in München funktioniert und in Frankfurt kläglich scheitert.

Inaktiver User
17.01.2010, 14:00
... Unerfahrenen und Schwätzern ....

Von oben herab, das muss man sich mal ganz langsam auf der Zunge zergehen lassen.

Oder wie sage ich immer, der Bankrotteur wird zum Unternehmensberater, weil er gerade nichts anderes vorhat.


DAS meine ich mit "von oben herab". Es ist deine herablassende Sprache, die mich (deiner Meinung nach) in die Irre leitet.
Deine möglicherweise sinnvollen Beiträge erzeugen Ablehnung beim Leser durch ihr Vokabular. "Schwätzer" ist doch eigentlich ein Fall für den Mod, oder?

Und woher weißt du, wie viel Erfahrung wir haben?
*staun*

Wo steht denn, dass die TE aufgrund der Posts hier ihr Gewerbe sofort anmeldet? DAS zu glauben ist "kurzsichtig".:blumengabe:

frank60
17.01.2010, 17:19
DAS meine ich mit "von oben herab". Es ist deine herablassende Sprache, die mich (deiner Meinung nach) in die Irre leitet.
Deine möglicherweise sinnvollen Beiträge erzeugen Ablehnung beim Leser durch ihr Vokabular. "Schwätzer" ist doch eigentlich ein Fall für den Mod, oder?

Und woher weißt du, wie viel Erfahrung wir haben?
*staun*

Wo steht denn, dass die TE aufgrund der Posts hier ihr Gewerbe sofort anmeldet? DAS zu glauben ist "kurzsichtig".:blumengabe:

Mag sein, dass mich mein Vokabular mich nicht zum Sympathieträger macht, ist auch nicht bezweckt.
Aber dieses Vokabular versteht jeder in der Sache und es vermeidet Missverständnisse und spart Zeit.
Auch möchte auch niemanden beraten aber gelegentlich ärgert es mich schon, wenn ambitionierte Leute mit falschen Hoffnungen verführt werden.

Ein Unternehmen ist keine Spaßveranstaltung die man eben mal schnell ausprobiert und dabei st es egal um welche Größe es sich handelt.

Wenn du in der Materie stehen würdest hättest du andere Beiträge geschrieben.

Malina70
17.01.2010, 17:49
Hallo frank,

sowie ich idee2010 verstanden habe, ging es ihr darum, eine fixe Idee, die ihr im Kopf herumgeistert, überhaupt erst mal mit einem größeren Kreis von Leuten zu diskutieren und sich ein allererstes Feedback einzuholen. Das schließt doch weitere Beratungen, konkret auf ihr Projekt zugeschnitten, nicht aus, wenn es denn jemals in ein so konkretes Stadium kommt.

Natürlich ist es Unsinn, sich ohne tragfähigen Businessplan und kompetente Beratung Hals über Kopf in das Abenteuer Selbstständigkeit zu stürzen. Aber das steht hier doch gar nicht zur Debatte. Hier geh es doch erst mal um ein allgemeines Brainstorming, ein erstes Abtasten in einem größeren Kreis von Menschen, wie eine Idee überhaupt ankommt. Und das in einem anonymen Forum und nicht im Freundes- und Bekanntenkreis zu machen (wo jeder schon eine feste Meinung zu dem Menschen idee2010 hat), finde ich nicht so dumm.

Was sie aus den unterschiedlichen Feedbacks macht, ist letztlich ihre Sache. Ich finde in dem Zusammenhang auch kritische Einwände und Denkanstöße wichtig und willkommen. Aber pauschale Abqualifizierungen und Unterstellungen finde ich nicht hilfreich.

Viele Grüße,

Malina

frank60
17.01.2010, 18:10
Bei manchen Fragestellungen habe ich so meine Zweifel, dass sich der Kandidat der wirklichen Problematik bewusst ist.

Bisher wurden nur wenige Beiträge geschrieben mit denen die TE etwas anfangen kann.

Wie viel Kinder kann eine Einzelperson betreuen?

Ich rechne mal hoch mit 10 Kindern.

Was braucht ein Selbständiger zum Leben, Altersvorsorge, KK, krank absichern, Versicherungen, Risiko absichern, erhöhtes Engagement usw. mindestens 4.000€ Brutto sollten es sein.

Hinzuzurechnen sind die Nebenkosten, Räume, Einrichtungsgegenständen, Beköstigung, Versicherungen usw. und mit 20% Einnahmeausfall wegen Kind krank ist zu rechnen.

Und nun mal sich selbst fragen, wer ist bereit und in der Lage aus der privaten Tasche 700€ monatlich und dauerhaft zu zahlen und wie viel solchen Leute sind auf einem geographisch begrenzten Raum zu finden.

Ich gebe mal paar Stichworte mit der sie die TE beschäftigen sollte, Grenzkosten, Deckungsbeitrag, Break Even Point.

coco13
17.01.2010, 18:15
Bisher wurden nur wenige Beiträge geschrieben mit denen die TE etwas anfangen kann.


überlasse diese Beurteilung doch einfach ihr selbst, Frank.

Es geht nicht ums Rechthaben, sondern ums Brainstormen.

frank60
17.01.2010, 18:26
überlasse diese Beurteilung doch einfach ihr selbst, Frank.

Es geht nicht ums Rechthaben, sondern ums Brainstormen.

Nichts gegen einzuwenden aber die Praxis ist die in Deutschland, beurteilen kann jeder alles allein und für die Selbständigkeit gibt es Null Vorraussetzungen, im Gegenteil, Steuergeld wird bei der Gründung hinterher geworfen, wenn es dann schief geht darf der Steuerzahler (das sind die die rechnen können, die haben nämlich Geld übrig) wieder zahlen, da spricht niemand davon, dass der Loser vorher alle besser wusste und unbelehrbar gewesen ist.
Das ist in Deutschland nicht die Ausnahme sondern die Regel.

Die Ausfallquote bei Unternehmensgründungen bei Einzelunternehmern ist extrem hoch, warum wohl?
Am Markt liegt es nicht, der ist Umfeld der Gründung das konstanteste und berechenbarste.

coco13
17.01.2010, 18:32
dann mache doch am besten zu diesem gesamtwirtschaftlichen Thema einen gesonderten Strang auf. Wir können gern von hier dorthin verlinken.

In diesem Strang geht es aber ersteinmal allein um die Geschäftsidee von Idee2010.

Danke! :blumengabe:

frank60
17.01.2010, 18:35
In diesem Strang geht es aber ersteinmal allein um die Geschäftsidee von Idee2010.

Danke! :blumengabe:

Darauf ging ich konkret ein. Was ist jetzt das Problem? :kuss:

Inaktiver User
17.01.2010, 20:08
Hallo Idee,

Deine Idee ist klasse! :blumengabe: Bleib unbedingt dran. Träume sollte man immer umsetzen. Das einzig Richtige ist oft, zu tun, was man wirklich will. :allesok:


Bedarf ist auf jeden Fall gegeben. & das nicht erst seit heute sondern mindestens seit den 70’ ern. Verlass Dich aber nicht auf meine Einschätzung, sondern sieh Dich selbst ganz genau um. Der Vorschlag von Malina, in einem Erziehungsforum nachzufragen, den Du selbst aufgenommen hast, ist dafür schon mal ein guter Anfang. Dort erfährst Du auch, ob Leute ihre Kinder abgeben würden.

Problematisch ist nur, dass die Leute wenig Geld für so was haben, was hier auch schon mal angesprochen wurde. Da läufst Du Gefahr, dass es sich zu einer Eliteeinrichtung entwickelt (so wie bei den freien Schulen) oder gar nicht funktioniert. Vielleicht besteht die Möglichkeit, dass die Leute die Betreuung von anderen Stellen bezahlt bekommen. Z. B. kannte ich mal eine Familie die eine Sprachschule hatte. Meistens sind da ausländische Leute hingekommen. Das Personal wurde von irgendeiner Stelle bezahlt & Räume wurden gestellt. Weiß leider nicht mehr von welcher. Kann auch nicht nachfragen, da die Leute schon tot sind & der Sohn alles in den Ruin getrieben hat. Jedenfalls musste für die Sprachkurse nur ein kleiner Anteil selbst beigetragen werden. Vielleicht gibt es solch eine oder eine ähnliche Option auch für Kinderbetreuung.
Weiterhin gibt es in jeder Stadt auch irgendwelche Programme & Organisationen zur Förderung von Gründer_innen (manchmal liegen die Broschüren dazu beim Bürgeramt aus). Da kannst Du Dich mal erkundigen & am besten noch eine kompetente Unternehmensberaterin hinzuziehen.

Wenn Du das Ganze als Verein laufen lässt, hast Du gute Chancen, Räume und Materialien gestellt zu kriegen. Nur das mit dem Einkommen wird dann nichts, das bleibt bei plus - minus 0.

Die Bezahlung könntest Du nach dem Einkommen ausrichten. Wer wenig hat, zahlt wenig & wer mehr hat, mehr. Nur so ein Vorschlag.

Zu den Kompetenzen: weiß nicht, ob die Ausbildung & die Tätigkeit als Kinderkrankenschwester Dich zur Betreuerin legitimieren. Das Psychologiestudium ist vermutlich davon ausgenommen. Aber auch das alles kann Dir eine Unternehmensberaterin sagen.
Also BWL oder VWL studieren, musst Du jetzt nicht. Mach einfach ein Existenzgründerseminar & bei Bedarf noch einzelne Kurse. Hab auch mal eines gemacht, welches sogar kostenfrei war. Da bin ich aber, obwohl es sehr lustig war (der Coach hatte paar nette Anekdoten drauf), nicht mehr hin, weil ich durch vorangegangene Erkundigungen schon alles wusste. Keine Angst vor Steuerrecht oder BWL! Ist alles ganz easy & sogar sehr spannend. Man muss nur bisschen logisch denken können, das ist alles. :smirksmile:

Das Einzige, was mich etwas skeptisch macht, ist dass es gleich so ein großes Ding sein soll. Hast Du so viel Startkapital? Willst Du einen Kredit aufnehmen? Wenn ja, sollte der (meistens darf er das nicht mal) das eigene Investitionskapital nicht übersteigen! Jedenfalls brauchst Du einen guten Unternehmensplan & einen Finanzierungsplan. Die Pläne sind nicht statisch & sollten daher auch so angelegt werden, dass eine Reihe von Eventualitäten darin Platz haben. Wichtig ist auch ein Überblick über die Marktlage (Wie viele Betreuungsstellen gibt es in Deiner Umgebung? Wie ist die Nachfrage (siehe oben)? Was bietet die „Konkurrenz“ an? Was zeichnet Deinen Plan gegenüber anderen aus, bzw. was ist das Besondere daran? usw.). Ist auch wichtig aufzuzeichnen, wo Du mit Deinem Unternehmen in einem Jahr, in zwei Jahren in drei Jahren stehen willst & welche Schritte dafür erforderlich sind.
Wenn das Ganze doch zu gewagt ist, könntest Du ja klein anfangen & darauf aufbauen. Z. B. mit einer Kinderkrippe für tagsüber von zu Hause aus.

Zu den Mitarbeiter_innen: die muss man sehr sorgfältig auswählen. Zu überlegen ist auch, in welcher Form die Zusammenarbeit stattfinden soll (sind sie Geschäftsführerinnen oder Angestellte). Auch die Aufteilung des Honorars bzw. die Auszahlung der Löhne sollte vorab geklärt werden. Hab selbst keine Mitarbeiterin, denn die letzte (ist zwei Jahre her) hat mich schier in den Wahn getrieben & nichts gemacht. Könnte mir zur Ergänzung noch zwei vorstellen mit verschiedenen Kompetenzen. Aber die such ich nicht. Wenn es sich ergibt, ist das super. Wenn nicht ist es allein (in meinem Bereich geht das einwandfrei) auch sehr entspannt. Besser als wieder so stressige Auseinandersetzungen… Damit will ich nur sagen, dass man da sehr vorsichtig sein soll. Die nettesten Leute mutieren im Kontext mit wirtschaftlichen Angelegenheiten zu Kretins. :knatsch:

So, jetzt fällt mir spontan nichts mehr ein. Vielleicht später?! Kannst uns ja auf dem Laufenden halten über die Entwicklungen.

Viel Glück! :smile:

Tabetha
18.01.2010, 10:33
Rein von der Idee her - ohne Berücksichtigung der zu beachtenden rechtlichen Aspekte sowie der notwendigen betriebswirtschaftlichen Herangehensweise - halte ich die Idee für gut.
In meinem Umfeld gibt es viele Frauen, die Tagesmütter in Anspruch genommen haben. Mit Kosten von teilweise mehr als 1000 EUR im Monat. Die Tagesmütter können aber meist nur bis nachmittags bzw. sind zeitlich auch unflexibel.

Fälle, die mir bekannt sind und für die eine 24-Stunden-Betreuung interessant wäre:
- Plötzlicher Krankheitsfall in der Familie (ein Betreuer fällt aus, Partner plötzlich im Krankenhaus, OP etc.)
- Plötzliches Schulfrei wegen Schneechaos (bringt Berufstätige ziemlich ins Schwitzen)
- Todesfall in der Familie, eine Reise zur Beerdigung wird notwendig - wohin mit dem kleinen Kind
- Vielleicht denkbar: Zusammenarbeit mit dem Jugendamt bei notwendiger kurzfristiger Intervention, wenn es darum geht, ein Kind aus einem Haushalt zu nehmen
- Schichtdienst - die berühmte alleinerziehende Krankenschwester (gut, sicher fraglich, ob sie es bezahlen kann)
- Studentinnen mit Kind(ern) (Prüfung steht an o. ä.)

Fraglich, ob mit solchen Fällen ein tragbares finanzielles Gerüst zu erzielen ist. Ich würde die Möglichkeit prüfen, eine Marketingstudie erstellen zu lassen. Behelfsweise eine Umfrage starten.

Als Pressetante möchte ich noch erwähnen, dass sich ein solches Projekt hervorragend vermarkten lassen würde.

Tabetha
18.01.2010, 10:45
Zu den Zahlen.
Mal kurz nachgesehen. Je nach Region kostet eine Tagesmutter 4-7 EUR/h. Gehen wir von einer Großstadt aus und nehmen die 7 EUR (in HH sollte das z. B. mehr als realistisch sein).
Minimum wird die Mutter einen Halbtagsjob haben. Nehmen wir mal 6 h Betreuungszeit (Job + notwendige Anfahrtszeiten), 21 Arbeitstage und ich bin schon bei über 800 EUR. Ich halte das nicht für so unrealistisch, dass dies tatsächlich ausgegeben wird. Frank, es ist tatsächlich so, dass "mitarbeitende" Ehefrauen mir immer wieder gesagt haben, dass fast ihr ganzes Geld in die Kinderbetreuung fließt.
Nach meinem Kenntnisstand wächst der Bedarf an Tagesmüttern aktuell zudem stetig.
Hier wäre es eben eine Tages- und Nachtmutter.

Die Kosten für die Nachtbetreuung ließen sich übrigens evtl. direkt in eine Pauschale einbauen, die auf jeden Fall zu zahlen wäre. Dann hätte man automatisch jeden Monat ein Kontingent an Nachtbetreuungsstunden.

Sommerfugl
19.01.2010, 10:34
Hier im Rhein-Neckar-Raum gab es ein ähnliches Angebot, die Betreuung wurde nun jedoch eingestellt (warum weiß ich nicht) und es wird nur noch ein Animationsservice für Kindergeburtstage etc. angeboten. Vielleicht magst Du ja mal Kontakt mit den Betreiberinnen aufnehmen:

Der Laden heißt Stop & Stay

Inaktiver User
19.01.2010, 10:50
Wenn Du das Ganze als Verein laufen lässt, hast Du gute Chancen, Räume und Materialien gestellt zu kriegen. Nur das mit dem Einkommen wird dann nichts, das bleibt bei plus - minus 0.

:ooooh:
Das ist wirklich mal eine coole Idee.

Die Bezahlung könntest Du nach dem Einkommen ausrichten. Wer wenig hat, zahlt wenig & wer mehr hat, mehr. Nur so ein Vorschlag.


Dann müßte sie nur noch Mitarbeiter finden, die ihre monatlichen Bezüge auch entsprechend anpassen. "Frau X, diesen Monat zahle ich ihnen nur 30% ihres vereinbarten Bruttomoinatsgehaltes, da die zu betreuenden Kinder aus Elternhäusern mit entsprechend wenig Einkommen waren." Da kommt bestimmt Begeisterung auf. :knatsch:

Ich halte es auch für gut, seine Träume zu leben, nur wenn man zu deren Verwirklichung finanziellen Verpflichtungen eingeht, sollte man kurz vorher wach werden, und die Umsetzung auf Realitätssinn überprüfen. Die TE wird enorme finanzielle Verpflichtungen eingehen müssen, da sie - abgesehen von Räumen und deren kindgerechte 24-Stunden Ausstattung - auch Personal einstellen muss. Bei 24 Stunden Angeboten heißt das mindestens einen 3 Schichtbetrieb aufrecht zu halten, d. h. am Tage 0 hat sie, wenn sie selbst voll mitarbeitet, noch 2 Angestellte in ihren Büchern.


Je nach Region kostet eine Tagesmutter 4-7 EUR/h. Gehen wir von einer Großstadt aus und nehmen die 7 EUR (in HH sollte das z. B. mehr als realistisch sein).

Wir reden hier aber über Mittelfranken, was von der Bevölkerungsdichte nicht gerade Großstadt ist.

Inaktiver User
19.01.2010, 15:59
Das mit dem Verein kam nur so beim Brainstorming, weil man da Sachen gestellt kriegt. Aber das passt natürlich nicht. Da müsste sie ehrenamtlich arbeiten & auch zusätzlich noch, um den eigenen Lebensunterhalt zu sichern. Dabei hat ein Tag nur 24 Stunden…



schlamperl: Dann müßte sie nur noch Mitarbeiter finden, die ihre monatlichen Bezüge auch entsprechend anpassen. "Frau X, diesen Monat zahle ich ihnen nur 30% ihres vereinbarten Bruttomoinatsgehaltes, da die zu betreuenden Kinder aus Elternhäusern mit entsprechend wenig Einkommen waren." Da kommt bestimmt Begeisterung auf.

So ist das doch nicht gemeint. Das weißt Du wahrscheinlich auch. Hatte eher an eine Pauschale & dazu prozentual was je nach Einkommen gedacht. Besser als eine Reihe von Kundengruppen vorab auszuschließen.



Ich halte es auch für gut, seine Träume zu leben, nur wenn man zu deren Verwirklichung finanziellen Verpflichtungen eingeht, sollte man kurz vorher wach werden, und die Umsetzung auf Realitätssinn überprüfen. Die TE wird enorme finanzielle Verpflichtungen eingehen müssen, da sie - abgesehen von Räumen und deren kindgerechte 24-Stunden Ausstattung - auch Personal einstellen muss. Bei 24 Stunden Angeboten heißt das mindestens einen 3 Schichtbetrieb aufrecht zu halten, d. h. am Tage 0 hat sie, wenn sie selbst voll mitarbeitet, noch 2 Angestellte in ihren Büchern.

Sicher sollte man das realistisch prüfen. Meines Erachtens ist es auch zu groß angesetzt. Wäre so eine Sache von 0 auf 100. An der Stelle der TN würde ich das auch langsam aufziehen & nach & nach das Projekt vergrößern. Das verhindert Überschuldung & man wächst rein bzw. hat nicht von vorn herein so viele neue Bereiche, mit denen man sich auseinandersetzen muss.