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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Honorar ... für Autorinnen



Inaktiver User
07.01.2010, 17:42
Ich hoffe, die eine oder andere unter Euch weiß ein wenig über die freiberufliche Arbeit von Autoren. Auch "die liebe Brigitte" wird solche ja beschäftigen.

Ich bin kürzlich "eingeladen" worden einem recht unbekannten Verlag in Süddeutschland ein paar Proben meiner Arbeit zu schicken. Nun warte ich leider schon 2 Wochen auf eine Antwort....

Eigentlich bin ich völlig neu auf dem Gebiet, deshalb auch ziemlich unsicher.
Wie viele Proben verschickt man denn unter diesen Umständen und wenn von ein "paar Textproben" die Rede ist? Schickt man nur Auszüge oder kann es auch eine ganze Story sein? Und muss man sich irgendwie absichern von wegen Urheberrecht etc.?

Vor allem aber bin ich echt unsicher was das Honorar angeht.
Es ist nichts wirklich großes und ich würde, wenn überhaupt, wohl so etwas wie eine Kolumne schreiben.

da-sempre
07.01.2010, 19:25
Kennst Du schon das Netzwerk der BücherFrauen (einfach ein www davor und ein de danach)? Das ist eine Vereinigung von Frauen in Medienberufen. Die haben in größeren Städten auch richtige Treffen und ansonsten eben online. Die können Dir bestimmt weiterhelfen und Dir vielleicht auch zukünftig sowas wie eine kleine berufliche "Heimat" bieten, wenn Du ganz neu auf dem Gebiet bist.
Viel Erfolg!:blumengabe:

Etain
07.01.2010, 20:24
Was verlegt denn der Verlag?
Tageszeitungen? Zeitschriften? Bücher? Veröffentlicht er Beiträge online?
Davon unter anderem hängt die Honorarhöhe ab.

Wenn Dir der Verlag einen Auftrag erteilt, würde ich einfach fragen, wie viel Du dafür in Rechnung stellen darfst.

Inaktiver User
07.01.2010, 21:17
Ich habe, ehrlich gesagt, gar keinen Anhaltspunkt. Null.
Der Verlag verlegt Zeitschriften und Beiträge auch online.

Etain
07.01.2010, 21:21
Teile Deinen Tagessatz durch die Stunden, die Du zum Verfassen Deines Beitrags brauchst. Dann hast Du einen Anhaltspunkt, ob das Honorarangebot des Verlags weit über oder unter Deinen Vorstellungen liegt und Du es für das Geld machen willst oder kannst.

Inaktiver User
09.01.2010, 09:56
So wäre ich auch heran gegangen, rein vom Gefühl her.

Wenn ich es richtig verstehe wird es wohl so sein, dass es sehr unterschiedlich ist was gezahlt wird? Ich hatte mal so etwas ähnliches gemacht, da wurden 50 cent pro Zeile mit vorgegebener Schriftgröße etc. gezahlt.

Ich schreibe halt gern, es ist schon fast ein Hobby, insofern bin ich sicher "leichte Beute" :smile:

Vielen Dank für die Antworten. :blumengabe:

Etain
09.01.2010, 10:05
Ja, die Honorare sind sehr unterschiedlich – und im Moment wird generell sehr schlecht, also wenig, gezahlt.
Wenn Dir der Verlag einen Auftrag erteilt, würde ich halt bei dem Gespräch nach dem Honorar fragen. Je nach dem, ob Du davon leben musst oder Du das Schreiben hobbymäßig betreibst, kannst Du Dir ja dann überlegen, ob Du den Auftrag (und weitere) annimmst.

Lenea
09.01.2010, 17:08
Ich schreibe auch für einige Zeitschriften, habe auch schon zwei Bücher veröffentlicht. Das Honorar und die Umsatzbeteiligung sind nicht wirklich viel, alleine davon könnte ich nicht leben. Kann dir nicht mal sagen, wie das berechnet wird, ob nach Zeilen oder Zeichen .... müsste ich mal nachfragen.

Ich bin bei der vg.wort gemeldet, die vertritt meine Rechte und wenn die Artikel und Bücher in eine Bücherei kommen, dann erhalte ich Tantiemen.

Da ich das Ganze nur als kleinen Teil meiner freiberuflichen Tätigkeit ansehe, mache ich mir nicht so viele Gedanken drum.

Hmmm - das war jetzt vielleicht nicht wirklich hilfreich. Trotzdem liebe Grüße und viel Erfolg beim Veröffentlichen.

Lenea

Inaktiver User
09.01.2010, 18:40
Doch Lenea, danke auch für deinen Beitrag und auch für deinen noch Etain.
Ich weiß inzwischen was sie zahlen, fast nichts. Ich könnte die Sache nur nutzen um mich bekannt zu machen...wenn ich denn Autorin wäre. Ich wurde regelrecht umgarnt nur um mir dann zu sagen...naja also ...zahlen tun wir eigentlich nichts. Toll. Gut, ich muss davon nicht leben aber irgendwie muss man ja auch eine Anerkennung für seine Arbeit bekommen oder?
Hast du deine Bücher über einen bod-Verlag veröffenlticht Lenea? Ich frage, weil ich so etwas auch schon mal vorhatte, irgendwie aber wieder abgekommen bin davon. Ich kenne auch keinen und weiß eigentlich nicht wie es geht...naja, ne Frage der Recherche.

:blumengabe::blumengabe:

Etain
09.01.2010, 19:01
Ich könnte die Sache nur nutzen um mich bekannt zu machen...wenn ich denn Autorin wäre. Ich wurde regelrecht umgarnt nur um mir dann zu sagen...naja also ...zahlen tun wir eigentlich nichts.

Ich halte das für eine Frechheit des Verlags und würde für Ruhm und Ehre keine einzige Zeile schreiben.
"Kollegen", die für umme oder fast umme arbeiten, verderben übrigens auch den anderen die Preise.

Sagen wir mal so: Wenn dieser Verlag (fast) nichts zahlt, wird es kein renommierter Verlag sein. Dann nützen Dir Veröffentlichungen im diesem Verlag auch nichts für die Karriere.

Inaktiver User
09.01.2010, 19:52
Ich hoffe, die eine oder andere unter Euch weiß ein wenig über die freiberufliche Arbeit von Autoren. Auch "die liebe Brigitte" wird solche ja beschäftigen.

Ich bin kürzlich "eingeladen" worden einem recht unbekannten Verlag in Süddeutschland ein paar Proben meiner Arbeit zu schicken. Nun warte ich leider schon 2 Wochen auf eine Antwort....

Eigentlich bin ich völlig neu auf dem Gebiet, deshalb auch ziemlich unsicher.
Wie viele Proben verschickt man denn unter diesen Umständen und wenn von ein "paar Textproben" die Rede ist? Schickt man nur Auszüge oder kann es auch eine ganze Story sein? Und muss man sich irgendwie absichern von wegen Urheberrecht etc.?

Vor allem aber bin ich echt unsicher was das Honorar angeht.
Es ist nichts wirklich großes und ich würde, wenn überhaupt, wohl so etwas wie eine Kolumne schreiben.


Ich habe immer ein paar Veröffentlichungen mitgeschickt und auf eine Onlineplattform verwiesen, bei der über 700 Beiträge von mir veröffentlicht sind. Eine andere mit bis zu 2000 Beiträgen habe ich unterschlagen, weil ich nicht mehr als Urheber erkennbar bin (dummer Anfängerfehler meinerseits :ooooh:).

2 Wochen finde ich übrigens eine recht lange Wartezeit :pfeifend:

Was das Honorar angeht, das hängt sehr stark von der Art des Verlages ab. Bei einer renommierten Tageszeitung habe ich als freiberufliche Autorin 20 Cent je Zeile bekommen, Höchstgrenze für einen Artikel lag bei 100 Zeilen. Telefon- und Fahrtkosten wurde zusätzlich erstattet.

Bei diversen Onlinezeitschriften lag mein Honorar etwas höher, manchmal....Meist gab es da aber die Vergütung je nach Werbeeinnahmen...

Urheberrecht: unbedingt absichern! Trete deine Rechte bloß nicht ab, ärgerst dich nachher schwarz (ich spreche aus bitterer Erfahrung).

LG Jean

Inaktiver User
09.01.2010, 19:57
Es ist ein kleiner Verlag, dessen Namen ich aber so öffentlich nicht nennen will.
Du hast aber Recht.
Es wäre ein Fehler das Angebot (haha) anzunehmen und ich werde das auch nicht tun.

Inaktiver User
09.01.2010, 20:03
Ich habe immer ein paar Veröffentlichungen mitgeschickt und auf eine Onlineplattform verwiesen, bei der über 700 Beiträge von mir veröffentlicht sind. Eine andere mit bis zu 2000 Beiträgen habe ich unterschlagen, weil ich nicht mehr als Urheber erkennbar bin (dummer Anfängerfehler meinerseits :ooooh:).

2 Wochen finde ich übrigens eine recht lange Wartezeit :pfeifend:

Was das Honorar angeht, das hängt sehr stark von der Art des Verlages ab. Bei einer renommierten Tageszeitung habe ich als freiberufliche Autorin 20 Cent je Zeile bekommen, Höchstgrenze für einen Artikel lag bei 100 Zeilen. Telefon- und Fahrtkosten wurde zusätzlich erstattet.

Bei diversen Onlinezeitschriften lag mein Honorar etwas höher, manchmal....Meist gab es da aber die Vergütung je nach Werbeeinnahmen...

Urheberrecht: unbedingt absichern! Trete deine Rechte bloß nicht ab, ärgerst dich nachher schwarz (ich spreche aus bitterer Erfahrung).

LG Jean

Jean hallo, ich hatte meinen anderen Beitrag gerade abgeschickt, da kam auch deiner dazu. Vielen Dank, dass du mir diese Infos gibst. Ist ne gute Hausnummer, wie man so schön sagt.
Interessant auch das mit dem Urheberrecht....an was man auch alles denken muss.
Wie sichere ich das denn ab, indem ich es nicht abgebe, also nichts unterschreibe wo irgendwas von Rechte abtreten steht?
Bei dem Verlag von dem ich schreibe gibt es das auch, das wurde mir so gesagt. Wenn zu einem bestimmten Thema Werbeeinnahmen durch meinen Bericht zustande kommen, dann wird etwas bezahlt, kannste aber auch vergessen.

Schade. Ich hätte das eigentlich gern gemacht.

Inaktiver User
09.01.2010, 20:21
Jean hallo, ich hatte meinen anderen Beitrag gerade abgeschickt, da kam auch deiner dazu. Vielen Dank, dass du mir diese Infos gibst. Ist ne gute Hausnummer, wie man so schön sagt.
Interessant auch das mit dem Urheberrecht....an was man auch alles denken muss.
Wie sichere ich das denn ab, indem ich es nicht abgebe, also nichts unterschreibe wo irgendwas von Rechte abtreten steht?

Ich würde noch weiter gehen, sprich ausdrücklich den Satz "Die Urheberrechte verbleiben beim Autor und dürfen ohne ausdrückliche Genehmigung nicht an Dritte weitergegeben werden" verlangen.



Bei dem Verlag von dem ich schreibe gibt es das auch, das wurde mir so gesagt. Wenn zu einem bestimmten Thema Werbeeinnahmen durch meinen Bericht zustande kommen, dann wird etwas bezahlt, kannste aber auch vergessen.


Es gibt inzwischen sehr viele Anbieter die das praktizieren, darunter auch einige zuverlässige Onlineplattformen auf denen du den ein oder anderen Cent dazu verdienen kannst. Dort liegt der Verdienst meist sogar deutlich unter dem was Zeitungen zahlen. ABER, es gibt diverse Prämien, manches lohnt sich tatsächlich langfristig, dennoch niemals so wie bei einer Zeitung.

Es gibt aber auch Anbieter bei denen du Texte nach Auftrag verfasst mit höherer Vergütung. Evtl. wäre das was für dich?! Meist handelt es sich dabei um sachliche Texte oder Werbetexte...

Ich verdiene mir seit ca. 8 Jahren einen Sparbetrag dazu, den ich immer auf mein Tagesgeldkonto einzahle (für die Kids), das lohnt sich dann durchaus, is aber eben zeitaufwendig...


Schade. Ich hätte das eigentlich gern gemacht.

Nich so schnell aufgeben :smirksmile: Evtl. hätte ich da noch ne andere Idee die für dich interessant sein könnte. Kannst mir gerne ne PN schicken :blumengabe:

LG Jean

Tabetha
10.01.2010, 09:03
Urheberrecht: unbedingt absichern! Trete deine Rechte bloß nicht ab, ärgerst dich nachher schwarz (ich spreche aus bitterer Erfahrung).

LG Jean

Jean Catherine, wer beruflich schreibt, sollte eigentlich über die grundlegenden Hintergründe informiert sein. Du solltest wissen, dass das Urheberrecht in D nicht abgetreten und verkauft werden kann. Was man einräumt, sind Nutzungsrechte, z. B. einfache Nutzungsrechte. Die Nutzungsrechte müssen genau definiert werden. Jede anders gestaltete Nutzung oder weitere Nutzung ist dann zu vergüten.
Das Urheberrecht bleibt bei Dir - anders geht es in D nicht - und geht auf Deine Erben über. Dort gilt es bis 70 Jahre nach Deinem Tod. Dann erlischt es.

Das Urheberrecht tritt automatisch mit Anfertigung des Werkes ein, es muss und kann nicht extra gesichert werden. Ein Copyright-Zeichen, wie in den USA üblich (es bezieht sich aber nicht auf den Urheber, sondern Verlagsrechte!), ist daher in D unnötig, es wird dennoch häufig verwendet um Klarheit zu schaffen (man denkt, man schafft Klarheit). Das Urheberrecht kann nicht verkauft oder übertragen werden.

Etain
10.01.2010, 09:15
Erstens heißt der Imperativ von "treten" "tritt" und nicht "trete". Zweitens verhält es sich mit dem Urheberrecht tatsächlich so, wie Tabathea schreibt. Und drittens möchte ich einen Vertrag sehen, in dem sich ein Verlag lediglich mit dem einmaligen Nutzungsrecht zufrieden gibt.
Hast Du einmal einen Beitrag geliefert, kann der auf allen Kanälen zweit- und mehrfachverwertet werden, die dem Verlag zur Verfügung stehen. Mit einer dann eigentlich fälilgen Zweit- und Mehrfachhonorierung, das war einmal....

Inaktiver User
10.01.2010, 10:18
Und was sollte man nun tun um seine Rechte zu wahren und nicht über´s Ohr gehauen zu werden?

Tabetha
10.01.2010, 12:12
Und was sollte man nun tun um seine Rechte zu wahren und nicht über´s Ohr gehauen zu werden?

Nun, die Verträge lesen, bevor man sie unterschreibt bzw. als Texterin korrekte AGB haben, in denen die Nutzungsrechte sowie die Missachtung derselben entsprechend Erwähnung finden.

Man kann meiner Meinung nach nur dann über das Ohr gehauen werden, wenn man sich in Gewerke begibt von denen man keine Ahnung hat und deren Regeln man nicht kennt. Mal abgesehen davon, dass man seinen Job gelernt haben sollte oder die entsprechenden Fähigkeiten mitbringen sollte, ist das Aneignen von Hintergrundwissen vor Beginn einer freien Tätigkeit ein absolutes Muss.

Zu Zeiten des Internets, frei zugänglicher Bibliothen, hervorragender Sachbücher und ebooks nun wirklich kein Problem mehr. Für einen Mitgliedsbeitrag von ca. 120 EUR pro Jahr (!) kann man einem Berufsverband beitreten, der einen mit Fachliteratur versorgt und ggf. auch individuelle Fragen beantwortet. Mein Verdacht ist immer ein wenig, dass dies alles schon zu viel Mühe macht ... (allein die Tatsache, wie wenige Existenzgründer und Freiberufler (Profis ausgenommen) jemals ein Sachbuch gelesen haben, ist geradezu erschreckend ...).

Inaktiver User
10.01.2010, 13:40
Was mich betrifft, so bin ich berufstätig in einer ganz anderen Branche. Ich schreibe einfach gern.

Weil jemand etwas von mir gelesen hatte und wiederum Verbindung zu diesem Verlag hat, kam es überhaupt zu dem "Angebot" als Autorin zu arbeiten.

Du hast ja völlig Recht Tabetha, man sollte schon wissen was man tut und dazu gehören bei freiberuflicher Arbeit einfach noch ganz andere Dinge als das reine Fachwissen.

Man hört ja manchmal von Künstlern und Sportlern, dass die einfach für das alles drum herum keinen Nerv haben. So eine bin ich wohl auch. Aber ich bin ja auch hier für den Austausch, naja, klar und um Fragen zu stellen. Und Euren Tipps werde ich folgen.

Inaktiver User
10.01.2010, 14:11
Jean Catherine, wer beruflich schreibt, sollte eigentlich über die grundlegenden Hintergründe informiert sein. Du solltest wissen, dass das Urheberrecht in D nicht abgetreten und verkauft werden kann.

Hallo Tabetha :smile:

Damit hast du natürlich recht. Das ändert jedoch nichts daran, dass es durchaus Firmen gibt, die genau das vertraglich festlegen wollen und damit Unwissende über den Tisch ziehen; dann wird im Zweifelsfall eine Klage vor Gericht notwendig. Langwierig & unnötig. Deshalb auch mein Hinweis.

Davon abgesehen schreibe ich freiberuflich seit 25 Jahren :smirksmile: nicht hauptberuflich.


Was man einräumt, sind Nutzungsrechte, z. B. einfache Nutzungsrechte. Die Nutzungsrechte müssen genau definiert werden. Jede anders gestaltete Nutzung oder weitere Nutzung ist dann zu vergüten.

Stimme ich dir zu.


Das Urheberrecht bleibt bei Dir - anders geht es in D nicht - und geht auf Deine Erben über. Dort gilt es bis 70 Jahre nach Deinem Tod. Dann erlischt es.

Das is mir durchaus klar :blumengabe:



Das Urheberrecht tritt automatisch mit Anfertigung des Werkes ein, es muss und kann nicht extra gesichert werden. Ein Copyright-Zeichen, wie in den USA üblich (es bezieht sich aber nicht auf den Urheber, sondern Verlagsrechte!), ist daher in D unnötig, es wird dennoch häufig verwendet um Klarheit zu schaffen (man denkt, man schafft Klarheit). Das Urheberrecht kann nicht verkauft oder übertragen werden.

Und dennoch gibt es Spezialisten, die es immer wieder versuchen. Wer mir da konkret einfällt sind kleinere Onlineanbieter, z.B. Contentworld und Textox, die genau das in ihren AGB unterschmuggeln wollen. Da die Threaderöffnerin von einem Onlineanbieter gesprochen hat, habe ich mich auch insbesondere darauf bezogen.

LG Jean

Tabetha
10.01.2010, 14:17
Davon abgesehen schreibe ich freiberuflich seit 25 Jahren :smirksmile: nicht hauptberuflich.

LG Jean

Hhm. Freiberuflich und hauptberuflich - da schmeißt Du nun aber wieder zwei Dinge durcheinander. Du meinst vermutlich nebenberuflich. Ein Schriftsteller schreibt freiberuflich. Und das oft hauptberuflich ...

Tabetha
10.01.2010, 14:20
Und dennoch gibt es Spezialisten, die es immer wieder versuchen. Wer mir da konkret einfällt sind kleinere Onlineanbieter, z.B. Contentworld und Textox, die genau das in ihren AGB unterschmuggeln wollen. Da die Threaderöffnerin von einem Onlineanbieter gesprochen hat, habe ich mich auch insbesondere darauf bezogen.

LG Jean

Und? AGB können das Gesetz nicht aushebeln.

Inaktiver User
10.01.2010, 14:25
Hhm. Freiberuflich und hauptberuflich - da schmeißt Du nun aber wieder zwei Dinge durcheinander. Du meinst vermutlich nebenberuflich. Ein Schriftsteller schreibt freiberuflich. Und das oft hauptberuflich ...

Langsam komme ich mir hier...sorry... dümmer hingestellt vor als ich es bin.

Ich schreibe freiberuflich, unter Künstlernamen, alles über die Künstlersozialkasse und trotzdem nebenberuflich.

Ich habe nie behauptet, dass ich die typische Schriftstellerin bin.

Tabetha
10.01.2010, 14:32
Langsam komme ich mir hier...sorry... dümmer hingestellt vor als ich es bin.

Ich schreibe freiberuflich, unter Künstlernamen, alles über die Künstlersozialkasse und trotzdem nebenberuflich.

Ich habe nie behauptet, dass ich die typische Schriftstellerin bin.

Pardon, wir verstehen uns gerade miss ;- )
Ich dachte, Du stellst freiberuflich-hauptberuflich gegenüber.
Du meintest aber, Du arbeitest nebenberuflich freiberuflich. Habe ich es jetzt?

Inaktiver User
10.01.2010, 14:32
Und? AGB können das Gesetz nicht aushebeln.

Das habe ich auch nie behauptet.

Aber hast du mal versucht dein Recht einzufordern, wenn du das A) nicht weißt ( deshalb ja auch dein begründeter Einwand, dass man wissen sollte was man tut) und B) dir keine andere Wahl bleibt als den "Arbeitgeber" zu verklagen, weil der sich auf den geschlossenen Vertrag beruft? Ich spreche hier von schwarzen Schafen, die es dann eben auch darauf ankommen lassen, dass etwas im Zweifelsfall vor Gericht geht. Die Wenigsten gehen vor Gericht, weil sie es eben nicht wissen.

Tut mir leid, wenn du meine Beiträge als so unzumutbar empfindest, ich wollte hier sicherlich niemanden verärgern. Mein Anliegen war es Leute auf mögliche Stolperfallen hinzuweisen, die einfach nicht wegzureden sind.

Es gibt viele Dinge die auch im regulären Berufsleben nicht rechtens sind und dennoch von vielen geschluckt werden, weil es ohne Klage oftmals nicht ginge und nicht ohne ernsthaft den Arbeitsplatz zu gefährden. Nicht schön, aber eben dennoch auch nicht selten.

Inaktiver User
10.01.2010, 14:33
Pardon, wir verstehen uns gerade miss ;- )


Danke, dass beruhigt mich jetzt :blumengabe:



Du meintest aber, Du arbeitest nebenberuflich freiberuflich. Habe ich es jetzt?

Bingo :smile:

Inaktiver User
10.01.2010, 14:36
Ok, ich bin also keine "gelernte Autorin"...
Ich bin auch keine Malerin, male aber sehr schön und habe auch schon Bilder bzw. Leistung verkauft.

Auf meine Eingangsfrage habe ich von Euch freundlicher Weise auch Antworten bekommen. Dafür bedanke ich mich auch noch einmal.

Es ist seltsam, aber dadurch, dass ich jetzt so diesen Fast-Auftrag im Kopf hatte ist ein Funke gezündet ...

Ich werde und kann sicher auch niemals vom hauptberuflichen Schreiben leben. Es ist ein irgendwie schöner Gedanke, aber immer vor dem Bildschirm sitzen will ich vielleicht noch nicht mal. Ich habe ja einen anderen Beruf.
Und doch frage ich mich nach allem was ich so gelesen habe, ob es, neben solchen Leuten wie angesagten Buchautoren auch noch andere Leute gibt die vom Schreiben leben können. Was machen die denn dann? Stelle ich mir ganz schön schwierig vor.

Tabetha
10.01.2010, 15:07
Und doch frage ich mich nach allem was ich so gelesen habe, ob es, neben solchen Leuten wie angesagten Buchautoren auch noch andere Leute gibt die vom Schreiben leben können. Was machen die denn dann?
Inwiefern? Stelle ich mir ganz schön schwierig vor.

Es gibt Texterinnen und durchaus auch Journalistinnen, die vom Schreiben leben können.

Inaktiver User
10.01.2010, 17:02
Da gehe ich mal gleich noch einen Schritt weiter....haltet mich aber bitte nicht für größenwahnsinng.

Wie schwierig ist es wohl eine eigene Online-Zeitschrift rauszubringen?

Tabetha
10.01.2010, 17:18
Was wäre denn die Intention? Daraus ein Printmedium entstehen zu lassen? Das wäre aufgrund der aktuellen Entwicklungen sehr unwahrscheinlich.
Würdest Du damit Geld verdienen wollen, z. B. mit Werbeeinblendungen etc.?

Oder möchtest Du schreiben um des Schreibens willen? Dann würde ich Dir einen Blog empfehlen.
Schreiben macht aber auch nur dann Spaß, wenn man eine Leserschaft hat. Sprich, so ein Blog muss vermarktet werden. Wir lesen uns dann also beim nächsten Thread wieder ;- )

Inaktiver User
10.01.2010, 20:10
Beim Begriff Blog fallen mir in erster Linie Leute ein die ihr ganzes Leben meinen veröffentlichen zu müssen. Vielleicht liege ich da ja falsch.
Es ist auch nur so eine Idee, noch nicht mal, vielleicht eine kleine Vision was das Online-Magazin betrifft. Ich wollte ja eigentlich nur ne Orientierung in puncto Honorar haben.

Und wenn ich schreibe, dann soll es nicht umsonst sein, sonst hätte ich das Angebot jetzt ja auch annehmen können. Wenn auch nicht das große Geld dabei rüber kommt, wobei ich grundsätzlich denke gute Arbeit soll auch gut bezahlt werden, vergütet werden sollte die Arbeit auf jeden Fall. Und wenn ich noch so gern schreibe, so dann nicht.

Tabetha
11.01.2010, 08:05
Beim Begriff Blog fallen mir in erster Linie Leute ein die ihr ganzes Leben meinen veröffentlichen zu müssen.

Das ist (nicht mehr) ganz so. Fachleute nutzen Blogs zur Positionierung, Firmen ebenso (Corporate Blogs). Journalisten aus dem Ausland haben sie bekannt und gesellschaftsfähig gemacht, als sie sie als Kommunikationsplattform aus Krisenbereichen heraus genutzt haben. Den ersten Bekanntheitsschub gab es an jenem 09.11.
Meine Empfehlung, sich (nicht nur) ein wenig damit zu beschäftigen, wo sich Schreiben und Online treffen. Nur mit dem Wissen im Hintergrund kannst Du auf Dauer gute Preise erzielen, sonst weißt Du gar nicht, wo Du ansetzen sollst und hast keinerlei Kalkulations- und Verhandlungsgrundlage.
Mit Wissen lassen sich Nischen finden und besetzen.

Weiterhin kann nebenberuflich arbeiten nicht heißen, weniger professionell zu arbeiten (wird aber leider häufig so übersetzt bzw. die dort geforderten Stundensätze legen es wahrlich nahe), sondern lediglich, nicht seinen Hauptverdienst daraus zu ziehen und entsprechend weniger Stunden damit zu verbringen. Ein bisschen schwanger gibt es meiner Meinung nach nicht ;- )

Die gängigen Zeilenpreise der Tagespresse findest Du im Internet, diese sind so gering, dass ich sie mir gar nicht ansehe ;- ) Die, die vom Job leben können, leben sicher nicht aufgrund der Zeilenpreise davon. Wer schon länger schreibt, hat andere Preise bzw. muss nicht für den Preis arbeiten - wer Artikel von ihm haben möchte, muss zahlen.
Ein Einstieg in den Bereich mit der Hoffnung, dort vernünftig zu verdienen ist gerade jetzt ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt (es kann aber auch immer funktionieren ...).
Die Printmedien/Verlage haben enorme Rückgänge bei den Anzeigen eingefahren, 2009 war ein ziemliches Katastrophenjahr.
Entsprechend sind die Verlage noch weniger bereit, Geld auszugeben. Das merkt man zunehmend an der immer schlechter werden Qualität der Artikel, Korrektur gelesen wird schon lange nicht mehr und eingekauft wird nur noch, wer billig ist. Das ist im Journalistischen äußerst selten auch gut, von einer brillanten Schreibe ganz zu schweigen.

Gut verdienen lässt sich im Zeitungsbereich aktuell eher nicht, bei (guten und gestandenen) Textern sehe ich es anders. Aber auch hier ist die Preisdiskussion ein ewiges Thema.

Inaktiver User
11.01.2010, 09:14
Interessant was du schreibst.
Für mich liegt die Priorität nicht beim Schreiben für Online-Magazine, sondern nur beim Schreiben. Und ja, es heißt nicht umsonst "Wissen ist Macht", gilt wohl auch für das Finden von Nischen, egal wo.

Dass die schreiberische Qualität immer mehr nachlässt ist mir auch nicht entgangen, aber es ist auf vielen Gebieten so, der Kostendruck. In einem einigermaßen guten Restaurant ist mir auch wichtig, dass die Leute im Service wissen von welcher Seite was getan wird oder was es bedeutet wenn ich mein Besteck gekreuzt auf den Teller lege. Einfach weil das für mich angenehm ist. Wie oft aber ist es leider so, dass das Personal keine Ahnung hat.... Klar gönne ich dem "Nicht-Ausgebildeten" den Job auch, aber es ist eben alles eine Frage der Qualität und die leidet wenn der Kostendruck zu hoch wird (oder die Gierde).

Und ich will auch noch sagen, dass ich sehr auf Qualität stehe, egal ob es die Arbeit z. B. einer Toilettenfrau, eines Zimmermädchens, des Beamten hinter irgend einem Schalter oder des Profs in der Uni ist und soweit wie mir möglich auch immer abliefere, dazu gehört auch Zuverlässigkeit als absoluter Grundsatz.
Ich sehe eindeutig eine Tendenz zur Schluderei, aber das ist ein ganz anderes Thema. Trotzdem geht für mich gerade durch diese Tendenz unwahrscheinlich viel Lebensqualität verloren. Ich erwarte ja eigentlich, dass jeder seinen Job so gut macht wie es nur geht. deshalb engagiere ich mich bei einer nebenberuflichen Tätigkeit genau so wie in meinem Erstjob und das wird auch immer so bleiben, egal wie die Tendenz ist

Sorry für´s Abschweifen. :blumengabe:

Inaktiver User
16.01.2010, 14:04
Bei der Gelegeneheit würde ich Euch gern mal fragen, ob Ihr Euch mit Verlagen auskennt, bzw. welche kennt, bei denen jeder einfach sein Buch veröffentlichen kann.

Was auch immer man davon halten mag, ich frage einfach mal.
Ich hatte letztes Jahr mal so einen Gutschein gesehen, den man bei Tchibo kaufen konnte. Das gibt es aber nicht mehr.

Vielleicht passt das aber auch nicht so ganz hier her und ich suche mal wo ich die Frage stellen könnte.

Feinsinn
16.01.2010, 17:26
Google mal unter BoD

Books on Demand oder Lulu

Weiß nicht, ob man die links hier reinsetzen darf.

Inaktiver User
16.01.2010, 18:23
Vielen Dank feinsinn.
Habe ich gemacht, sieht aber recht schwierig aus heraus zu bekommen was man letztendlich bekommt und für welchen Preis.

Hast du vielleicht Erfahrungen mit einem der beiden? Herrje. ISBN-Nummern kann man doch auch selbst kaufen oder? Vielleicht druckt eine normale Druckerei auch Bücher, vielleicht sogar nach Bedarf? Ich glaube, ich hatte mal gelesen dass es auch print-on-demand gibt.

Bei bod ist, glaube ich, auch die Listung bei Amazon mit drin. Ob man auch das selbst regeln kann?

Für mich ist auch interessant wie es mit der Bindung an den Verlag wäre, naja, muss ich mal lesen....
:blumengabe:

Feinsinn
16.01.2010, 19:15
Taraxacum

Hatte mir mal was zusammengeschrieben zum Thema, finde
es gerade nicht, kann Dir aber gerne eine andere Kurzfassung
hier reinkopieren - ohne Gewähr -. Vielleicht kannst Du dann
damit was anfangen. Muss es noch kurz suchen.

Feinsinn
16.01.2010, 20:28
Vielleicht hilft Dir das ein wenig. Taraxacum.

Wie gesagt: Ohne Gewähr! Vielleicht haben andere, andere
Erfahrungen.

Ein Autor empfahl, es wäre gut, sich von Druckkostenzuschuss, Selbstverlag,
book on demand und ähnlichem fernzuhalten. Ist meist nur mit Kosten
verbunden und da tummeln sich auch noch Massen von
schwarzen Schafen, bei denen man erst einmal zahlen soll.

Das kannst man höchstens mal in Betracht ziehen, wenn alle
Stricke reißen oder man auf Gedeih und Verderb krampfhaft
in jedem Fall ein eigenes Buch in den Händen halten will.
Möchtet man dann auch noch von seinem Buch ein paar
Exemplare verkaufen, dann musst man auch noch selbst die Werbetrommel rühren. Außerdem entspricht Selbstverlag und Druckkostenzuschuss und
das ganze Feld nicht wirklich der Qualität, wie bei eigentlichen Verlagen, denn diese "Geldnehmerverlage" leben erst einmal primär von dem Geld, was der Autor selbst ihnen unverständlicherweise gibt.

Es läuft also nicht so, wie in namhaften und seriösen Verlagen, wo auch das gesamte Manuskript und sein Inhalt komplett bis auf das Kleinste auf Stimmigkeit,
Qualität, Rechtmäßigkeit und allem drum und dran auf Herz und Nieren von erfahrenen Profis abgeklopft wird, bevor sie es überhaupt veröffentlichen. Im Selbstverlag oder "ich zahl auch noch dafür", da kann im Grunde eigentlich jeder seine geistigen Ergüsse in Buchform veröffentlichen, solange er selbst dafür zahlt. Hat also im Grunde nichts zu bedeuten.

Dies betrifft im Zweifelsfall auch die rechtliche Grundlage.
Ein Vollverlag, der ein Buch herausbringt, der haftet auch in vollem Umfang für das herausgegebene Werk samt Inhalt und Aussage.

War ja auch ein Thema bei bestimmten Bestsellern mit den Plagiatsvorwürfen. Da tritt dann die Rechtsabteilung des Verlags ein. Ein Autor alleine hätte das nie überlebt.

Bei selbst herausgegebenen und produzierten und dem zufolge bezahlten Büchern haftet aber der Autor. Wenn ich also bei so einem Buch mich an veröffentlichte Aussagen halte und es stellt sich als Fehler heraus, so halte ich mich dann an den Autor und nicht an den starken Verlag. Die halten sich dann nämlich selbstverständlich in Unschuld.

Man achte auf das Kleingedruckte im Vertrag. Deswegen wird selbst beim Nennen der Lottozahlen im TV in der ARD im Nachtprogramm immer stets der Hinweis gegeben 'Ohne Gewähr', obwohl doch in der ARD die Zahlen selbst gezogen werden. Alles halt eine Rechtsabsicherung.

Erfahre ich also einen Nachteil durch ein veröffentlichtes Buch, weil ich einer Information gefolgt bin, die darin geschrieben stand, so kann ich den Autor in voller Höhe schadensersatzpflichtig machen und nicht den Verlag.

Insbesondere, wenn es sich um ein Sachbuch oder Ratgeber handelt und nicht um einen bloßen Roman. Es sei denn, es stand in dem Sachbuch oder Ratgeber am Ende oder sogar am Anfang der deutliche Hinweis, dass für den Inhalt und die Richtigkeit der Angaben keine Gewähr übernommen wird. Aber wer nimmt so ein Buch dann überhaupt noch ernst, geschweige denn, kauft es noch?

Das hat also im Grunde nicht die geringste vergleichbare qualitative Aussagekraft und rechtliche Absicherung. Ist also nicht wirklich mit dem normalen seriösen Verlagswesen zu vergleichen.

lulu gibt es natürlich auch, aber das fällt auch in die Kategorie Kosten (wenn auch weniger) sowie "ich will unbedingt ein Buch von mir haben". Bei lulu musst man zusätzlich all das machen, was normalerweise ein professionelles Lektorat macht, damit das Buch nach dem Druck so aussieht, vom Textaufbau und allem drum und dran her, wie man es von einem gekauften Buch her gewohnt ist. Da gilt "gedruckt wie online eingeschickt". Bei vielleicht mehreren hundert Seiten Manuskript kann man da nur viel Spaß wünschen. Doch was bringt das alles unterm Strich?

Was du evtl. suchst, ist ein seriöser Verlag, der seinem Namen und dem Ursprung der Sache alle Ehre macht. Verlag kommt von verlegen und verlegen kommt von vorlegen, d. h. der Verlag geht finanziell in Vorleistung, was alle anfallenden Produktionskosten angeht. Alles andere ist indiskutabel, denn wer zahlt schon für seine eigene Arbeit und das auch noch meist im voraus! Dies bedeutet halt auch, dass der Vollverlag das komplette finanzielle Risiko trägt. Dem entsprechend hoch sind die Hürden für einen Erstautoren.

Weiß nicht, ob du genug Geld hast, um Massen an Manuskripten zu verschicken, oder du dich noch nicht wirklich intensiv mit den ganzen Abläufen und Vorgängen im Verlagswesen und Lektorat beschäftigt hast.


Manuskripte werden nämlich generell nicht verschickt, schon gar nicht unaufgefordert, sie landen im Müll.

Verschickt wird lediglich ein Exposé und das auch oft erst nach Erstkontakt mit dem zuständigen Lektor, bestehend aus einer sehr kompakten Zusammenfassung, die in der Regel ganz klar vorgegebenen Anforderungen entsprechen muss. Dazu ein geschliffenes Anschreiben sowie eine Leseprobe von höchstens 10 - 30 Seiten, je nach Verlag und Lektor.

Die Regel ist, dass von den eingesandten Exposés höchstens das Anschreiben überflogen wird. Nur wenn dies den Lektor extrem anspricht, blättert er auch durch das Exposé.

Also etwa bei 10 von 100 eingesandten Exposés. Überzeugt dann auch das Exposé, dann fordert der Lektor von sich aus dein Manuskript an, in etwa 2-3 von den 10 gelesenen Exposés der Fall. Lektoren in namhaften Verlagen bekommen jeden Monat geradezu Massen an Exposés. Also vor dem Erstkontakt überlegen, was an deinem Buchprojekt und Manuskript so besonders ist, dass es die Aufmerksamkeit des Lektors verdient.

Ein Manuskript verlegt zu bekommen ist um ein vielfaches schwerer und mit erheblich mehr Aufwand, Geduld und Mühe verbunden, als das Schreiben des Manuskriptes selbst. Für letzteres gelten im übrigen auch ganz klare Vorgaben hinsichtlich Aufbau und Gestaltung. Denk dran, man hat bei jedem Verlag nur eine Chance, nie eine zweite.

Wenn das Buch nicht etwas absolut Neues auf tolle Weise bringt, kann man das Abklappern der Verlage sparen. So hat Kiepenheuer & Witsch 1995 von 5.000 eingeschickten Manuskripten/Exposés genau eins (in Zahlen: 1) verlegt. Literaturagent kostet meistenfalls auch Geld.

Mir drückte mir eine www. bod. de Bücherschreiberin
ihr neues Cover mit ISBN-Nr. in die Hand und erzählte mir etwas
darüber. Sie hat vor einigen Jahren ihr Manuskript an diverse
Verlage geschickt und keine Antwort erhalten. Dann gab sie es
einem Literaturagenten und zahlte 1.500 Euros. Ergebnis: Null.
Jetzt hat sie 25 Exemplare in Auftrag gegeben bei bod.de
Kosten wären ca. 147,- Euro. Sie müsste 6 Wochen auf die Bücher
warten. Sollte das Buch ein Bestseller werden, dann müsste sie
5 Jahre bei bod.de bleiben, es gäbe aber eine Ausstiegsklausel von 300 Euro. Da es ein Fantasy-Buch ist - sowas lese ich nicht - kann ich nichts dazu sagen - mir hat schon die Kurzbeschreibung auf dem Cover nicht zugesagt.

(OHNE GEWÄHR!)

Sie zeigte mir Buch von ihrer Bekannten. Irgendein
Frauenroman. Die Dame hätte 15.000 Euro hingelegt, dass es gedruckt wird. Wenn ich es richtig gedeutet habe, liest bzw.
kauft das Buch keiner.

~~~~

Dies habe ich auf die Schnelle aus meinen Notizen zusammen-
geschrieben, alles ohne Gewähr.

Sollte mehr dabei sein, als es Dich interessiert, vielleicht
kann jemand anderes noch was damit anfangen.

Stimmt irgendwas nicht, dann bitte einfach sagen.

Vielleicht finde ich meine Originalnotizen noch.

Ein Bekannter (Künstler) hat extra einen Verlag gegründet,
um seine Bücher (Kunst) zu verlegen. Tochter hat dort mal
Praktikum gemacht und ich hatte mit ihm eine Zeit lang zu tun.
Als dann ein anderer Bekannter nachfragte, ob er ihm sein
Büchlein (eine Story über Fussballgeschichten) verlegen könnte,
war das aus rechtlichen Gründen nicht möglich.

Bücherschreiber kenne ich einige persönlich. Einer ist dabei,
der wirklich erfolgreich war, aber seine letzten Romane wurden
nicht verlegt. Er hat ein Buch zigmal umgeschrieben, es half
nichts.

Mich selber interessiert das Thema auch.

Inaktiver User
18.01.2010, 15:06
Danke für deine Infos Feinsinn.

Bei mir macht sich Resignation breit.

Es ist wohl einfach so. Das Angebot ist an allem, mit Ausnahme von Arbeit, einfach zu groß für die Nachfrage.

Was die "Schreiberei" angeht, so hat man dann ja eigentlich nur die Möglichkeit bei den Verlagen Klinken zu putzen, aber die sind satt, übersatt, um nicht zu sagen kurz vor dem Platzen.

Also lässt man es am besten, so wie man viele andere Dinge auch einfach lässt, weil die Hürden zu hoch sind, man gegen Mauern rennt oder eben wie im Fall wahrscheinlich unzähliger Autoren, das was sie tun möchten oder tun, manche vielleicht sogar richtig gut, einfach nicht gebraucht wird.

Tabetha
18.01.2010, 15:33
Also lässt man es am besten, so wie man viele andere Dinge auch einfach lässt, weil die Hürden zu hoch sind, man gegen Mauern rennt oder eben wie im Fall wahrscheinlich unzähliger Autoren, das was sie tun möchten oder tun, manche vielleicht sogar richtig gut, einfach nicht gebraucht wird.

Da habe ich eine andere Einstellung. Gerade Schriftstellertum - um einmal bei den Büchern zu bleiben - war immer schon mit Enthusiasmus verbunden. Oft auch mit einem steinigen Weg.
Dennoch bleibe ich dabei, dass wirklich gute Bücher, wirklich gute Autoren einen Verlag finden werden. Man muss nur auch trommeln können und wissen, wie in einem Verlag gedacht und gearbeitet wird.
Was tatsächlich nicht funktioniert ist das übliche "Ich springe eben auch mal auf den Zug auf". Zwar gibt es durchaus auch Modeströmungen in der Buchbranche, aber zum Verlegen führt doch eher der Überraschungseffekt, das Neue.

Für Themen die lokal angesiedelt sind (Stichwort Lokalkrimis) gibt es nach wie vor Verlage. Aber logischerweise auch hier - veröffentlicht wird i. d. R. nur, wer auch gut schreibt.

Und wie immer - das Problem mit dem Schreiben ist, dass jeder denkt er könne es - weil er ja mal irgendwann in der Schule Deutsch hatte. Damit verfügt man allerdings noch lange nicht über die Fähigkeit des kreativen Schreibens. Das ist so weit voneinander entfernt wie ich von einer Mathematikprofessur.
Weil aber die Mehrheit so denkt, werden die Verlage von Möchtegernautoren zugeschüttet. Umso schwerer für diese, die wirklich lesenswerten Manuskripte zu finden.

Inaktiver User
18.01.2010, 16:55
Dennoch bleibe ich dabei, dass wirklich gute Bücher, wirklich gute Autoren einen Verlag finden werden. Man muss nur auch trommeln können und wissen, wie in einem Verlag gedacht und gearbeitet wird.


Aber genau das ist es doch. Jemand der vielleicht wirklich gute Texte liefert oder ein richtig gutes Buch in der Schublade hat, ist doch nicht automatisch auch gleich ein Vertriebsprofi!
Ich denke, eher das Gegenteil ist der Fall.
Mal ganz davon zu schweigen, dass dieser dann auch noch wissen muss wie in einem Verlag gedacht und gearbeitet wird.

Tabetha, welchen Zug meinst du eigentlich? Man kann ja nun wirklich nicht sagen, dass Schreiben gerade jetzt in irgend einer Weise besonders angesagt ist, im Sinne von einem Zug, auf den man aufspringen sollte, weil man ein Stück vom Kuchen will oder so. Auch hier würde ich eher vom Gegenteil sprechen, siehe unredigierte Artikel in Zeitschriften, Themenklau, Überangebot...

Ja sicher ist es unglücklich, dass so viele "versuchen zu schreiben". Nur daran kann man vermutlich ebenso wenig tun wie gegen die die versuchen zu malen, versuchen zu reden, versuchen gut auszusehen.

Tabetha
18.01.2010, 17:16
Ich meinte mit dem Zug die Tatsache, dass bei erfolgreichem Erscheinen eines Buches mit einem bestimmten Hintergrund - z. B. Vampire - gleich gedacht wird "Wenn ich so etwas schreibe habe ich ungefragt Erfolg". Von Verlagen weiß ich, dass meist eine Schwemme mit Manuskripten einsetzt, die genau dieses Thema kopieren. Bei Harry Potter hat mir ein Verlagsmitarbeiter mal genervt gesagt, dass er beim nächsten Zauberer (gefühlte Nr. 1000) aus dem Fenster springen wird.

Inaktiver User
19.01.2010, 16:27
:gegen die wand:

Das ist mir auch nicht entgangen. Wie nennt man dieses Phänomen?

Inaktiver User
19.01.2010, 17:28
Taraxacum,

vielleicht hat das schon jemand erwähnt (hab jetzt nicht alles gelesen), aber die Urheberrechte sind nicht übertragbar, nur die Nutzungsrechte. Exklusivnutzung kostet zusätzlich. Du kannst Deine Arbeiten auch über VG Wort absichern.
Bezahlsysteme nach Zeile sind nicht so optimal (welche Schriftgröße?). Such lieber was, wo nach Wort ordentlich gezahlt wird. Gewinnbeteiligung - wurde hier auch erwähnt - geht nur als Zusatz. Wenn sie die ausschließliche Bezahlung ist, ist es der reinste Hohn.:ooooh:

Dann viel Glück! :blumengabe:

Inaktiver User
20.01.2010, 18:31
Danke dir saranya. :blumengabe: