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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Honorar(ärztliche)-Tätigkeit?



Robbe02
05.01.2010, 22:04
Guten Abend,

... kennt sich jemand damit ein bißchen aus, kann berichten? Oder zur Honorartätigkeit allgemein? Ich war bisher immer im Angestelltenverhältnis und weiß so wenig darüber, dass ich vermutlich nicht einmal die richtigen Fragen stellen werde.

Es soll sich um eine Teilzeitmitarbeit bzw. Dauervertretung an fixen Tagen in der Woche handeln; in der Praxis, an 1 bis 1,5 Tagen pro Woche - die Bezahlung jedoch stundenweise erfolgen.

Könnte ich Probleme bekommen, nur für diesen einen "Auftraggeber" tätig zu sein?
Was könnte die Motivation des Praxisinhabers sein, kein Anstellungsverhältnis zu vergeben?

Bei Krankenkasse und Ärzteversorgung (RV) informiere ich mich direkt - im "Marburger Bund" bin ich leider nicht mehr Mitglied, um dort Fragen stellen zu können, worauf zu achten ist.

Hm, ich bin ein bißchen ängstlich - und möchte meine Energie gern aufs Fachliche bündeln ... deshalb danke für jeden Tipp und Erfahrungen, auch aus ähnlichen Konstellationen.
(komme übermorgen wieder ins Forum.)

:blumengabe: R.

Inaktiver User
06.01.2010, 10:46
Guten Abend,

... kennt sich jemand damit ein bißchen aus, kann berichten? Oder zur Honorartätigkeit allgemein? Ich war bisher immer im Angestelltenverhältnis und weiß so wenig darüber, dass ich vermutlich nicht einmal die richtigen Fragen stellen werde.

Es soll sich um eine Teilzeitmitarbeit bzw. Dauervertretung an fixen Tagen in der Woche handeln; in der Praxis, an 1 bis 1,5 Tagen pro Woche - die Bezahlung jedoch stundenweise erfolgen.

Könnte ich Probleme bekommen, nur für diesen einen "Auftraggeber" tätig zu sein?
Was könnte die Motivation des Praxisinhabers sein, kein Anstellungsverhältnis zu vergeben?

Bei Krankenkasse und Ärzteversorgung (RV) informiere ich mich direkt - im "Marburger Bund" bin ich leider nicht mehr Mitglied, um dort Fragen stellen zu können, worauf zu achten ist.

Hm, ich bin ein bißchen ängstlich - und möchte meine Energie gern aufs Fachliche bündeln ... deshalb danke für jeden Tipp und Erfahrungen, auch aus ähnlichen Konstellationen.
(komme übermorgen wieder ins Forum.)

:blumengabe: R.

Vertragsarztpraxis oder reine Privatpraxis. Bei Vertragsarztpraxis würde ich die zuständige Kassenärztliche Vereinigung konsultieren, nicht zuletzt auch deshalb, damit Praxisinhaber keine Abrechnungsprobleme bekommt. Schreib mir gegebenenfalls PN; habe die Berichterstattung für das Vertragsarztrecht in einer wissenschaftlichen Zeitschrift.

Reine Privatarztpraxis: Freie Mitarbeit oder angestellt. Im Hinblick auf fehlende Weisungsgebundenheit in den fachlichen Dingen würde ich freie Mitarbeit für zulässig halten; ein Problem ist aber, dass Du nur für einen Dienstherrn (?) arbeitest.

Inaktiver User
06.01.2010, 18:47
:smirksmile:

Ich habe - soweit es sich um eine Vertragsarztpraxis handelt - zwischenzeitlich von der vertragsarztrechtlichen Seite her eine juris-Abfrage gemacht: Definitiv die größten rechtlichen Probleme kommen aus dem Abrechnungs- und Leistungserbringungsrecht. Sogenannte übermäßige Ausdehnung, persönliche Leistungserbringung, Gemeinschaftspraxis, Praxisgemeinschaft, unerlaubte Beschäftigung eines Assistenten usw. Wichtig halte ich daher eine enge Abstimmung mit der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung; die Abstimmung mit der KV schafft im Übrigen Vertrauen, weil hier dann gegebenenfalls Genehmigungstatbestände geschaffen werden. Die vertragsarztrechtliche Ausgestaltung der Zusammenarbeit "diktiert" dann auch das arbeitsvertragliche / freiberufliche Arbeitsverhältnis.

Robbe02
07.01.2010, 15:29
Bei Vertragsarztpraxis würde ich die zuständige Kassenärztliche Vereinigung konsultieren, nicht zuletzt auch deshalb, damit Praxisinhaber keine Abrechnungsprobleme bekommt.


Definitiv die größten rechtlichen Probleme kommen aus dem Abrechnungs- und Leistungserbringungsrecht. Sogenannte übermäßige Ausdehnung, persönliche Leistungserbringung, Gemeinschaftspraxis, Praxisgemeinschaft, unerlaubte Beschäftigung eines Assistenten usw. Wichtig halte ich daher eine enge Abstimmung mit der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung;

:blumengabe: Vielen Dank!

Ich erreiche allerdings heute bei der KV den nicht, der (als Einziger?) Auskunft geben kann :knatsch:.
Ich denke allerdings, dass auf Seiten des Praxisinhabers der rechtliche Weg vorgebahnt ist - es gab dort bereits einen Honorararzt ... bei dem dies aber eben nicht die einzige "Dauervertretung" war.
Wie Du schriebst
ein Problem ist aber, dass Du nur für einen Dienstherrn (?) arbeitest.

Auch deshalb hatte ich die Frage ausgeweitet auf alle Honorararbeit.
Viele Grüße und danke - R.