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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Urgrossmutters Weihnachtsplaetzchen



maridu1300
25.11.2009, 18:14
Hat jemand noch Plaetzchenrezepte von der Urgrossmutter? Ich will dieses Jahr mal etwas Tradizionelles backen , so wie Zimtsterne , Mandelmakronen ,Anisplaetzchen, Lebkuchen,Butterplaetzchen, Eliesenkuchen usw. Nicht diese ultramodernen Rezepte. Bitte helft mir!! Marion

Inaktiver User
25.11.2009, 19:01
Nougatplätzchen nach Oma

125 g Margarine
125 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Teel. Rum (oder einige Tropfen des Konzentrates)
2 Eier
50 g gemahlene Nüsse
100 g Mehl
100 g Speisestärke
200 g Nougat

Ober- und Unterhitze: 200° C ca. 15 min.

Margarine, Zucker und Vanillezucker mit dem Handrührgerät vermengen. Nun bitte den Rum und die Eier dazugeben und auch hier erst mal schön vermengen. Jetzt bitte die Nüsse unterrühren und zu guter Letzt das Mehl und die Speisestärke.

Der Teig wird nicht fest. Er ist eher gallertartig, also nicht wundern.
Nun legen wir Backpapier auf unserem Blech aus und heizen den Backofen schon mal vor.

Um den Teig aufs Blech zu setzen werden 2 Teelöffel benötigt. Wir legen nun Häufchen aufs Blech. Bitte nicht zu nah aneinander, da die Häufchen zerlaufen und so die Grundlage für die super leckeren Nougat Plätzchen geben.
So, und nun ab in den Ofen für ca. 12-15 min. Die Plätzchen nicht zu dunkel werden lassen. Je länger der Ofen bereits läuft, desto mehr verringert sich die Backzeit.

Die Plätzchen zum abkühlen auf einen Rost legen.
Das Nougat kann schon mal im Wasserbad warm und somit flüssig gemacht werden.
Ich nehme hierfür immer ein Tupperschüsselchen, mache ganz heisses Wasser rein und stelle das Nougat in seiner Plastikverpackung rein.

Nachdem das Nougat weich ist, brauchen wir wieder einen Teelöffel. Wir nehmen etwas Nougat auf den Löffel, verteilen es auf der platten Seite des einen Plätzchens und setzen ein anderes Plätzchen ebenfalls mit der platten Seite dran. Hier kann jeder soviel Nougat nehmen wie er will, das ist Geschmackssache. Achtung, so lange das Nougat noch weich ist rutschen oft die Plätzchen auseinander. Am besten in einer Plätzchen Kiste stapeln.

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Lebkuchen Plätzchen

500 Gramm Zucker
4 Stück Eier
500 Gramm Mandeln gemahlen
85 Gramm Orangeat
Zitronenabrieb
Muskatblüte
Zimt
Backoblaten
Puderzucker mit Zitronensaft


Eier und Zuker eine 10 Min.schaumig rühren , nach und nach die übrigen Zutaten zerkleinert zugeben. Auf Oblaten ca. 25 Min. bei 200 Grad abbacken. Mit Zitronenguß überziehen.

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Oma`s Rahmplätzchen


450 - 500 g Mehl

2 gestr. Teel. Backpulver

250 g Butter (KEINE Margarine)

1 Becher saure Sahne (200 g)

1 Prise Salz

3 P. Vanillezucker von Dr. Oetker

zum Bestreichen:

etwas Kondensmilch

Hagelzucker

Einen Knetteig bereiten, 30 Minuten kühl stellen, ausrollen (nicht zu dünn), mit einem Kuchenrädchen Rauten schneiden, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, mit Kondensmilch bestreichen, mit Hagelzucker bestreuen und bei

175 - 180 Grad ca. 12 Minuten

hellbraun backen. Auf einem Drahtgitter auskühlen lassen. Dann in einer Blechdose aufbewahren. Die Plätzchen sind leicht und locker, ähnlich wie Blätterteig. Sie sind lange haltbar und schmecken hervorragend, vielleicht gerade deshalb, weil sie nicht so schrecklich süss sind.

Die Rezepte hatte ich mir mal zusammen gesucht und auch gebacken - waren leggaaaaa :freches grinsen:

maridu1300
26.11.2009, 11:37
Ok...nun kann ich starten...werde noch berichten wie sie geworden sind. LG Marion

Maikind77
26.11.2009, 13:00
Hallo,

ich habe vier Rezepte von meiner Uroma, aus dem Palmenwald-Kochbuch. Das sind Mördermengen, also super wenn man Gutsle zum Verschenken backt.

Zimtsterne
500 g (Puder-)Zucker
6 Eiweiß
15g gemahlenen Zimt
Mindestens 250 g ungeschälte, geriebene Mandeln oder Haselnüsse
Falls der Teig sehr klebrig/feucht ist noch etwas Mandeln zugeben.

Die Eiweiß werden zu hartem Schnee geschlagen, dann der Zucker (mit Hand eine halbe Stunde) eingerührt. Man behält von der Masse 4 Eßlöffel voll zurück zur Glasur, rührt in die große Masse den Zimt und die geriebenen Mandeln, nimmt den Teig aufs (gezuckerte) Backbrett, wellt ihn ½ cm dick aus, sticht Sterne davon aus, bestreicht diese mit Glasur (mit dem Messer), setzt sie auf ein gefettetes Blech (man kann auch Oblaten unterlegen) und backt sie langsam. Backzeit: 30 Minuten bei 130°
Vorsicht beim Ablösen, die Sterne brechen sehr leicht, es muß noch heiß geschehen!

Offenbacher Pfeffernüsse
500 g Zucker
500 g Mehl
4 Eier
50g Zitronat, fein gehackt
50 g Orangeat, fein gehackt
3 Teelöffel Zimt
1 Teelöffel Nelken
1 Teelöffel Ingwer
0,5 Teelöffel Pfeffer
0,5 Teelöffel Kardamom
0,5 Teelöffel Muskatnuss
0,5 Teelöffel Zitronenschale

Zucker und Eier schaumig rühren, Gewürze unter weiterem Rühren zugeben, dann das Mehl darunterschaffen, den Teig fingerdick auswellen, mit kleinen Förmchen ausstechen – oder eine gut daumen-dicke Rolle formen und diese in Scheiben schneiden - , auf mit Butter gefettetes Blech, Teller oder Platten setzen, etwas andrücken und über Nacht kaltstellen. Am nächsten Tag muß man sie umdrehen, daß die feuchte Seite nach oben kommt, und bei mittlerer Hitze backen. Dies treibt einen ruppigen Kopf hervor.
In Umluftherd bei 200° 10 – 12 Minuten der in Ofenmitte.
Sie werden leicht braun und dann zu hart.

Bärentätzle oder Kakaomuscheln
500g (Puder-)Zucker
7 Eiweiß
15 g gemahlenen Zimt
Mindestens 500 g ungeschälte, geriebene Mandeln oder Haselnüsse
(falls der Teig sehr klebrig/feucht ist noch etwas Mandeln zugeben)
180 g Blockschokolade, gerieben
evtl. 1 Zitrone: Saft und geriebene Schale

Die Eiweiße werden zu hartem Schnee geschlagen, dann der Zucker (mit Hand eine halbe Stunde) eingerührt. Man mischt den Zimt und die geriebenen Mandeln und die geriebene Schokolade samt Saft und Schale der Zitrone darunter, nimmt den Teig aufs (gezuckerte) Backbrett, wellt ihn leicht dick aus. In einer Muschelform, die mit einer Mischung von Mehl und Zucker bestreut wurde (ich nehme nur Zucker) ausgedrückt (ich drücke einfach einen kleinen Ballen in die Muschel und klopfe ihn geformt heraus), auf ein gefettetes Blech gesetzt (man kann auch Oblaten unterlegen) und backt sie langsam in mittlerer Hitze. Backzeit: 30 Minuten bei 130° - 150° (Keine Umluftherd-Zeit).

S-le
375 g Mehl
250 g Butter
125 g Zucker
5 Eigelb
Hagelzucker
Eiweiß

Die Zutaten werden auf dem Backbrett vermengt, was am besten mit einem breiten, nicht sehr scharfem Messer durch gleichmäßiges Streichen geschieht. Ist die Masse gut vermengt, so knetet man den Teig nun mit den Händen (möglichst kurz, und dann kurze Zeit in den Kühlschrank legen). Man nimmt stets nur die benötigte Menge heraus, rollt eine lange, kleinfingerdicke Rolle, aus der man die S formt und mit dem Messer abtrennt. Man lässt sie über Nacht auf einem Holzbrett (oder Teller und Platten) liegen (in kaltem Raum), taucht sie am anderen Morgen mit der einen Seite in Eiweiß, dann in Hagelzucker und setzt sie aufs gefettete Blech. Backen etwa 10 Minuten bei 200°C auf der mittleren Schiene.
Vorsicht: werden sehr leicht dunkel!
(Teig eignet sich nicht für Küchenmaschine!)

Ich werde dieses Jahr die Pfeffernüsse und Zimtsterne machen, vielleicht noch die Bärentätzle. Ich lasse da aber die Zitrone weg, weil der Zitronengeschmack mir den schönen Kakaogeschmack kaputtmacht :pfeifend:

maridu1300
26.11.2009, 14:49
Hallo Maikind ,vielen Dank, besonders die Zimtsterne hoeren sich schon vom Rezept fantastisch an. LG Marion

Feuerpferd
27.11.2009, 16:42
Ich kann dir nur mit einem einfachen Ausstechplätzchenrezept helfen, das so jedes Jahr in meiner Familie gebacken wird. Uns schmecken diese hervorragend und wir haben noch kein Besseres gefunden, :smirksmile:.


Weiße Plätzchen

Zutaten:
500g Mehl
250g Zucker
250g Butter
2 Eier
Mark einer Vanilleschote
1 Backpulver
1 Vanillezucker

Zubereitung:
Alle Zutaten miteinander verkneten und im Kühlschrank mind. 30 min. kalt stellen.
Auf einer bemehlten Arbeitsfläche immer etwas Teig ausrollen und mit Plätzchenformen ausstechen.

Bei 180°C (Umluft 160°C) auf Backpapier oder gefettetes Backbleck backen, bis der Rand leicht braun wird.

Die Kekse sind direkt nach dem Backen etwas weich, werden aber beim Abkühlen schön knusprig.
Man kann sie variieren, indem an entweder den Teig dünner ausrollt und/oder länger backt, bis die braun sind. Dann schmecken sie auch sehr gut.

maridu1300
27.11.2009, 18:20
mmmmmm....Vielen Dank

Maikind77
27.11.2009, 22:13
Hallo Maikind ,vielen Dank, besonders die Zimtsterne hoeren sich schon vom Rezept fantastisch an. LG Marion

:knicks: Die sind lecker (ich habe die heute gebacken, aber nur die halbe Menge vom Rezept). Die Pfeffernüsse sind auch sehr beliebt.
Schade, dass es keinen :mampf:-smiley gibt :smirksmile:

Feuerpferd
28.11.2009, 12:33
Gibt es doch: :hunger:

Oder meinst Du einen anderen?

Nachtmarie
28.11.2009, 16:51
Möchtest Du auch ein Stollenrezept (mit Rindertalg oder Schweineschmalz)? Allerdings gebe ich keine Garantie, denn das Original ist in Sütterlin, wer weiss, was ich da ablese...
Meine Ma backt den manchmal noch, nimmt aber Margarine oder Butter.

Es ergibt eine wahnsinnig große Portion.

lunete
28.11.2009, 17:24
Hallo,

diesen Teig setze ich heute Abend noch an:

Printen

250 g Zuckerrübensirup (ich nehme den in den gelben Bechern...:Sonne:)
200 g brauner Zucker
50 g Butter

--> erhitzen bis Fett und Zucker geschmolzen sind, dann abkühlen lassen bis die Masse lauwarm ist, dabei ab und zu kräftig umrühren, damit sich die Butter nicht absetzt

10 g gemahlene Nelken
15 g gemahlener Anis
1 EL Fenchelkörner, ganz (dazu einen Teebeutel schlachten :smirksmile:)
1 Prise gemahlener Kardamom
50 g Orangeat, kleingehackt

--> dazugeben, unterrühren

500 g Mehl

--> in eine große Schüssel geben

1 TL Pottasche
1 TL Hirschhornsalz

--> in wenig Wasser auflösen (das stinkt sehr eklig, verfliegt aber spätestens nach dem Backen), über das Mehl tröpfeln und möglichst gut vermischen

--> das Mehl und die Rübenmasse miteinander vermischen, zu einem (sehr festen!) Teig verarbeiten

--> über Nacht kühl ruhen lassen (ich stellen den Teig in den Keller, für den Kühlschrank ist mir der Ammoniakgeruck zu intensiv)

--> am nächsten Tag ca. 1/2 cm dick ausrollen (dafür braucht man Kraft), in Rechtecke schneiden, auf ein bemehltes Backblech geben, dabei unbedingt auf ausreichend Abstand achten, die Printen gehen nicht in die Höhe, sondern zur Seite auf

--> Printen mit Milch bestreichen, damit sie nach dem Backen schön glänzen, danach
mit Krümelkandis bestreuen

--> bei 180°C ca. 15 Min. backen, vom Blech nehmen und auf einem Rost abkühlen lassen

Die Printen sind sehr hart.
Durchziehen tut ihnen gut, die Gewürze entwickeln dann den vollen Geschmack.
Lagert man sie luftdicht, bleiben sie hart, an der Luft werden sie weicher.
Ich lagere sie vier Wochen im Keller in nicht ganz fest schließenden Dosen.
Um das Aufweichen ggf. zu beschleunigen kann man einen Apfelschnitz mit in die Dose geben.

LG
Lunete

Maikind77
29.11.2009, 20:48
Gibt es doch: :hunger:

Oder meinst Du einen anderen?
oh, den hatte ich glatt übersehen. Vielleicht weil ich an was kauendes gedacht hatte...

Möchtest Du auch ein Stollenrezept (mit Rindertalg oder Schweineschmalz)? Allerdings gebe ich keine Garantie, denn das Original ist in Sütterlin, wer weiss, was ich da ablese...
Meine Ma backt den manchmal noch, nimmt aber Margarine oder Butter.

Es ergibt eine wahnsinnig große Portion.

So ein Rezept gibt es bei uns auch, mit Rindertalg und Schweineschmalz. Meine Cousine hat mal nach dem Rezept gebacken als sie ein Auslandsjahr gemacht hat... Sie und ihre Gastmutter sind fast in Stollenteig ertrunken :smirksmile: Dafür hatte sie dann aber viele Weihnachtsgeschenke!

Nachtmarie
30.11.2009, 09:03
Sie und ihre Gastmutter sind fast in Stollenteig ertrunken :smirksmile: Dafür hatte sie dann aber viele Weihnachtsgeschenke!

2 kg Mehl... :smile: