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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "Kleine" Selbständigkeit neben der Arbeitslosigkeit



Inaktiver User
16.11.2009, 15:53
Hallo,

ich suche mal ein bisschen Erfahrungsaustausch. Ich bin jetzt gekündigt worden und werde demnächst erstmal arbeitslos sein. Ich suche nach einer neuen Anstellung, aber ich denke im Moment auch darüber nach, nebenher ein wenig selbständig tätig zu werden.

Dass das auch bei Arbeitslosigkeit prinzipiell möglich ist, wenn man nicht mehr als 15 Stunden pro Woche darauf verwendet, weiß ich. Aber das ist im Grunde auch schon wieder alles was ich weiß.

Gibt es hier nicht ein paar Leute, die so etwas gemacht haben bzw. machen? Und die mir einfach erstmal ein paar Hinweise geben können, worauf man so achten muss?

Ich war bisher halt immer angestellt und bin was dieses Thema angeht ein bisschen doof.

Kennt ihr vielleicht ein paar Internetseiten, wo man sich erstmal in das Thema einlesen kann?

Meredyth
16.11.2009, 17:57
Hallo,

an was für eine Selbständigkeit hattest du denn gedacht?

Nützliche Internetseiten gibt es einige, jedoch helfen dir diese erst weiter wenn du eine konkrete Idee hast.

Du solltest außerdem bedenken, dass nicht jede Existenzgründung dazu geeignet ist eine Arbeitslosigkeit zu überbrücken und unter Umständen hohe Anfangskosten auf dich zukommen.

Viele Grüße

Meredyth

Inaktiver User
16.11.2009, 18:58
Hallo Meredyth,

ich komme beruflich aus dem beratenden Bereich. Hohe Kosten habe ich eigentlich nicht, ich suche die Kunden zu Hause auf und berate sie dort.

Ich mag für mich eigentlich nicht das Wort "Existenzgründung" verwenden, weil ich das Ganze wirklich nur als reine Nebentätigkeit führen möchte, denn im Grunde suche ich ja nach einer neuen Anstellung. Ich weiß aber natürlich nicht, wie lange ich suchen muss. Und deshalb möchte u.a. gern in bei meinen Bewerbungen darlegen können, dass ich gar nicht aus dem Beruf rausgekommen bin – trotz der Kündigung – sondern dass ich quasi immer weiter gemacht habe.

Und ich möchte die Kunden, die zu mir gekommen sind und nicht bloß ganz allgemein in in meine Firma (und dann zufällig bei mir gelandet sind), auch gern in Zukunft bei neuen Aufträgen betreuen und sie mir quasi "warm halten". Aber es sind halt nicht genug Kunden, dass ich davon leben könnte, wenn ich mich "richtig" selbständig machen würde. Außerdem will ich gar nicht meinen eigenen Laden haben.

Mir geht es deshalb nur darum was zu beachten ist, wenn ich nebenberuflich selbständig bin und nebenberuflich heißt in meinem Fall eben erstmal neben der Arbeitslosigkeit.

Inaktiver User
16.11.2009, 19:04
Es herrscht Gewerbefreiheit, Du darfst also ein Gewerbe haben, auch wenn Du z.B. ALG2 bekommst, das kann Dir keiner verbieten.

Ich nehme aber an, dass Du ALG1 bekommst, da hab ich leider keine Ahnung, was das Amt dann alles gemeldet haben moechte.

Bei ALG2 muss man z.B. monatlich die Einnahmen melden, da diese dann teilweise mit dem Bezug verrechnet werden.

Frag am besten mal Deine Sachbearbeiterin, das ist nicht selten, die sollte Dir dazu Auskunft geben koennen.

Inaktiver User
16.11.2009, 21:21
Hallo Penthesileia,

ja, es ist ALG 1. Und ich werde die Leute von der Arbeitsagentur ganz sicher auch noch mal nerven. Beim letzten Mal hat mir die Dame dort einfach so eine kleine Broschüre in die Hand gedrückt, aus der sich ergibt, dass man unter 15 Stunden pro Woche nebenberuflich tätig sein darf, egal ob angestellt oder selbständig. Was über 165,00 € an Einkommen hinausgeht, wird auf das ALG angerechnet.

Weiter steht dort nur:

"Sind Sie als Selbständiger tätig, müssen Sie eine besondere Erklärung zum Nebeneinkommen ausfüllen. Diese Erklärung legen Sie bitte der Agentur für Arbeit mit entsprechenden Belegen und Nachweisen (z. B. Einkommensteuererklärung oder Einkommensteuerbescheid) vor."

Und da frage ich mich z.B. auch wieder, was ich beifügen soll, wenn ich überhaupt noch keine Belege habe. Ob es wohl reicht, wenn ich anfangs eine eigene Erklärung abgebe, dass ich nicht damit rechne, mehr als 165,00 € monatlich zu verdienen? Falls ich denn dann tatsächlich irgendwelche Einnahmen aus dieser Selbständigkeit haben sollte, kann ich die ja im Nachhinein noch angeben. Aber wenn mal einen Monat nichts reinkommen sollte (könnte ja gerade in der Anfangszeit gut passieren), was mache ich dann, ich meine, was lege ich dann vor? Das sind halt so Fragen, die mir durch den Kopf gehen.

Inaktiver User
16.11.2009, 21:29
Hm, ich hab halt Alg2 und bin selbstaendig.

Da aber zwischen Alg1 und Alg2 einige Unterschiede bestehen, was man dazu verdienen kann und wie manches gehandhabt wird, moechte ich Dich nicht verwirren. Aber ich kann Dir mal erzaehlen, wie es bei mir laeuft.


Bei Alg 2 ist es so, dass 100 Euro frei sind, vom Rest darf man 20% behalten, damit ergibt sich bei einem Zuverdienst von 400 Euro ein "Selbstbehalt" von 160 Euro.

Ich muss zum 10. jeden Monats die realen Zahlen des Vormonats abliefern und jedes halbe Jahr im voraus die Planzahlen fuer 6 Monate. Aus den Planzahlen ermitteln sie den Betrag, der mir zusteht und der ueberwiesen wird.

Das wird dann nach dem halben Jahr mit den tatsaechlichen Zahlen abgeglichen und cih bekomme entweder noch was ausbezahlt oder ich muss rueckzahlen.

Ach ja, Existenzgruendungsseminar und Businessplan fuer 2-3 Jahre wurden auch verlangt...

Da ich erst angefangen hab mit der Selbstaendigkeit muss sich das erst ncoh einspielen, ich hoffe aber, dass ich das halbe Jahr dazwischen vom Amt tatsaechlich in Ruhe gelassen werde und mich auf die Selbstaendigkeit konzentrieren kann.

Ich hab mir einen Zettel mit allen anfallenden Fragen geschrieben, hab einen Termin vereinbart und mit dem Fallmanager alles durchgesprochen, was mir unklar war. Wuerde cih Dir auch raten, da leider sehr viele Kann-Bestimmungen vorliegen und daher keine verbindliche Aussage gemacht werden kann.

Inaktiver User
16.11.2009, 21:44
Danke, Penthesileia.

Ich kann mir vorstellen, dass es beim ALG 1 so ähnlich gehandhabt wird, wie du hier schreibst.



Ich muss zum 10. jeden Monats die realen Zahlen des Vormonats abliefern und jedes halbe Jahr im voraus die Planzahlen fuer 6 Monate.
...
Das wird dann nach dem halben Jahr mit den tatsaechlichen Zahlen abgeglichen und cih bekomme entweder noch was ausbezahlt oder ich muss rueckzahlen.
...


Ehrlich gesagt, hoffe ich aber, dass für so eine kleine Nebentätigkeit wie sie für mich in Betracht kommt nicht auch ein Existenzgründungsseminar und ein Businessplan fuer 2-3 Jahre verlangt werden. Denn mein Ziel ist ja nicht die Selbständigkeit als solche, sondern wieder in eine feste Anstellung zu kommen. Und dafür wäre mir das eigentlich schon ein bisschen zu viel.

Inaktiver User
16.11.2009, 21:49
Hm, bei mir war es irrelevant, was fuer eine Selbstaendigkeit, welche Branche, wie viel geplante Zeit, da war Businessplan und das Seminar Pflicht, angeblich gesetzlich verankert.

Aber es gab eine Vorlage fuer einen Businessplan und das Ding auszufuellen bekommst in kurzer Zeit hin, da bin ich mir sicher.

Aber geh am besten zu Deinem Amtsfuzzi, der kann Dir das bestimmt besser sagen, was fuer Dich zutrifft und was bei Alg1 anders ist.

Druecke Dir aber fest die Daumen, dass es so klappt wie Du Dir das vorstellst!

Inaktiver User
16.11.2009, 21:55
Aber geh am besten zu Deinem Amtsfuzzi, der kann Dir das bestimmt besser sagen, was fuer Dich zutrifft und was bei Alg1 anders ist.
Ja, das werde ich auch tun, wenn ich in meinen Überlegungen weiter vorangekommen bin, im Moment ist ja noch nichts spruchreif (außer der Kündigung des alten Jobs).


Druecke Dir aber fest die Daumen, dass es so klappt wie Du Dir das vorstellst!

Ganz herzlichen Dank!

frank60
17.11.2009, 06:27
Interessante Ansätze, sozusagen Selbständigkeit mit Vollkaskoschutz.
Kommt Geld aus der Selbständigkeit ist es schön, kommt nix ist auch nicht weiter schlimm, die anderen aus der Solidargemeinschaft sorgen mit ihren Sozialabgaben für mein täglich Wohl.
Entweder du bist selbständig oder du bist arbeitsuchend.
Wenn du selbständig bist und das Geld am Anfang nicht reicht dann gibt es ergänzendes ALG2, welches dich „auffängt“.

Ist schon etwas abenteuerlich, einerseits suchst du eine Festanstellung, anderseits hast du ausreichend Zeit nebenher noch für die eigene Tasche tätig zu sein.
Oder lässt du suchen und wenn dir dann etwas passt nimmst du es, wenn nicht wird weiter etwas dazuverdient.
Wie erklärst du das dem Steuerzahler?
40 Jahre Sozialstaat über zwei Genrationen hinweg haben ein Bewusstsein in den Köpfen organisiert…..
*kopfschüttel*

Inaktiver User
17.11.2009, 10:34
Interessante Ansätze, sozusagen Selbständigkeit mit Vollkaskoschutz.
Kommt Geld aus der Selbständigkeit ist es schön, kommt nix ist auch nicht weiter schlimm, die anderen aus der Solidargemeinschaft sorgen mit ihren Sozialabgaben für mein täglich Wohl.
Entweder du bist selbständig oder du bist arbeitsuchend.
Wenn du selbständig bist und das Geld am Anfang nicht reicht dann gibt es ergänzendes ALG2, welches dich „auffängt“.

Ist schon etwas abenteuerlich, einerseits suchst du eine Festanstellung, anderseits hast du ausreichend Zeit nebenher noch für die eigene Tasche tätig zu sein.
Oder lässt du suchen und wenn dir dann etwas passt nimmst du es, wenn nicht wird weiter etwas dazuverdient.
Wie erklärst du das dem Steuerzahler?
40 Jahre Sozialstaat über zwei Genrationen hinweg haben ein Bewusstsein in den Köpfen organisiert…..
*kopfschüttel*

Dein Beitrag zeigt bloß, dass du nicht verstanden hast, worum es geht. Es geht lediglich um eine kleine Nebentätigkeit. Es geht um einige wenige Stunden in der Woche. Wenn ich in meiner bisherigen Firma nicht immer ca. 60 Stunden pro Woche gearbeitet hätte, dann hätte ich so etwas auch neben meiner Arbeitstätigkeit gemacht. Hättest du darüber auch den Kopf geschüttelt? Vielleicht kann ich die selbständige Nebentätigkeit auch beibehalten, wenn ich eine neue Stelle gefunden habe, würde dich das auch so stören?

Dem Steuerzahler erkläre ich es so, dass ich die Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung auch dann in Anspruch nehmen würde und müsste (denn ich habe nicht die Absicht zu verhungern), wenn ich keine selbständige Nebentätigkeit hätte. Dann würde ich sogar ausschließlich vom Arbeitslosengeld leben, das käme "den Steuerzahler" (zu denen ich im Übrigen selbst auch gehöre) kein bisschen billiger. Aber falls das mit meiner Nebentätigkeit klappt und falls ich tatsächlich Einnahmen daraus haben sollte, werde ich darauf ja ebenfalls wiederum Steuern zahlen und außerdem werden Einnahmen von mehr als 165,00 € ohnehin vom Arbeitslosengeld abgezogen. Außerdem könnte ich auf dem Arbeitsmarkt bessere Chancen haben, wenn ich keine wesentlich Lücke zwischen zwei Anstellungen aufzuweisen habe, sondern zwischendurch wenigstens ein bisschen tätig war. Und bessere Chancen heißt, dass ich möglicherweise kürzere Zeit ALG in Anspruch nehmen muss.

So, mehr gibt es zu deinem Text nicht zu sagen, du brauchst dazu auch gar nicht noch einmal Stellung nehmen, denn ich werde auf Beiträge von dir nicht mehr antworten.

Meine Kaffeepause ist jetzt ohnehin rum.

Inaktiver User
17.11.2009, 19:37
Ich habe mittlerweile selbst eine Seite im Internet gefunden, die sich ziemlich umfassend mit dem Thema der nebenberuflichen Selbständigkeit befasst. Falls es hier jemanden gibt, der sich für das Thema interessiert: Es handelt sich um die Seite "akademie.de" und der Beitrag den ich meine steht dort unter >> Existenzgründung >> Gründung allgemein >> Kurse & Ratgeber >> Nebenberuflich selbstständig
(Ich bin nicht ganz sicher, ob das schon Werbung ist, deshalb verlinke ich die Seite lieber nicht direkt)

Inzwischen ist mir auch aufgefallen, dass ich es vielleicht nicht "kleine Selbständigkeit" hätte nennen sollen, sondern vielmehr "geringfügige selbständige Nebentätigkeit", das wäre wohl eher ein passender Begriff, aber die Bezeichnung ist mir einfach nicht eingefallen.

Lenea
20.11.2009, 20:00
Liebe Kiki_De, war auch eine zeitlang arbeitslos (ALG 1) und im Nebenerwerb selbständig. Habe eine einfach EÜ-Rechnung vorgelegt, die mir mein Steuerberater erstellt hat (eine A4 Seite und auch nur für einen Monat exemplarisch). Das AA war zufrieden. Vielleicht fordern sie noch mal die Steuererklärung für das gesamte Jahr an (im Nachhinein) aber das wird man sehen.

Wenn du noch Fragen hast, meld dich gerne.

Lenea

Inaktiver User
22.11.2009, 10:43
Vielen Dank, Lenea.

Es ist schon mal gut zu wissen, dass das relativ unkompliziert gehandhabt wird. Ich muss erstmal schauen, wie das alles jetzt bei mir weitergeht, denn mein Hauptaugenmerk liegt ja darauf, mich für eine neue Stelle zu bewerben, deshalb bin ich mit meinen Planungen für die Nebentätigkeit auch noch nicht besonders weit gekommen, zumal ich im Moment ja auch noch in der alten Firma arbeite.


Wenn du noch Fragen hast, meld dich gerne.Auf dieses Angebot werde ich sehr gerne zurückkommen, wenn bei mir Fragen auftreten, Danke.

Sonett
10.12.2009, 22:42
So, mehr gibt es zu deinem Text nicht zu sagen,

Hallo Kiki-Dee, ich bin rein zufällig in dieses Forum geraten, weil mich ähnliche Probleme wie Du sie hast umtreiben. Auch ich bin nicht der geborene Unternehmertyp, aber mangels Alternative such ich halt auch nach Wegen mich mangels Jobchancen an die Selbstständigkeit heranzuarbieten. Da ist Nebentätigkeit zum ALG 1 eben auch eine der Möglichkeiten. Die Seite von "akademie.de" scheint nach einem kurzen Überblick recht informativ zu sein. Danke für den Tip.
Zu "frank60": ALG 1 ist eine Versicherungsleistung, die wir uns mit Beiträgen erworben haben. Das hat nix mit 40 Jahre Sozialstaat (warum gerade 40?) und wie erkläre ich es meinem Steuerzahler zu tun. Dann sollte man z.B. nach einem Brandschaden auch dankend die Leistungen der Hausratversicherung ablehnen. Kiki-Dee, Deine Antwort war treffend und sachlich. Respekt, ich hätte mich wahrscheinlich etwas polemischer geäußert.

frank60
11.12.2009, 18:40
Hallo Kiki-Dee, ich bin rein zufällig in dieses Forum geraten, weil mich ähnliche Probleme wie Du sie hast umtreiben. Auch ich bin nicht der geborene Unternehmertyp, aber mangels Alternative such ich halt auch nach Wegen mich mangels Jobchancen an die Selbstständigkeit heranzuarbieten. Da ist Nebentätigkeit zum ALG 1 eben auch eine der Möglichkeiten. Die Seite von "akademie.de" scheint nach einem kurzen Überblick recht informativ zu sein. Danke für den Tip.
Zu "frank60": ALG 1 ist eine Versicherungsleistung, die wir uns mit Beiträgen erworben haben. Das hat nix mit 40 Jahre Sozialstaat (warum gerade 40?) und wie erkläre ich es meinem Steuerzahler zu tun. Dann sollte man z.B. nach einem Brandschaden auch dankend die Leistungen der Hausratversicherung ablehnen. Kiki-Dee, Deine Antwort war treffend und sachlich. Respekt, ich hätte mich wahrscheinlich etwas polemischer geäußert.

Ja ja die selbsternannten Unternehmertypen mit ihren subventionierten Klitschen.
Als erstes, wenn du es mal zu einem Unternehmen bringst, richtiges und langsames lesen der Lohnzettel deiner Angestellten hilft.

Arbeitslosenversicherung hat der Schröder mit der AGENTA 2010 abgeschafft. Dieser Versicherungsanspruch hat aber eine Nachlaufzeit.
Alle sagen Zwanzigzehn und nicht Zweitausendzehn.
Warum, ganz einfach damit ihr nicht gleich merkt, dass die AGENTA erst 2010 fertig ist, da ist der letzte Versicherungsanspruch ausgelaufen, nachdem es nun schon 5 Jahre nur noch Beiträge zur Arbeitsförderung sind und das ist auch der Grund, warum die ARGE damals mit viel Theater umbenannt und umfirmiert wurden, Stichwort, es sollte keine Rechtsnachfolger sein und diesen Anschein erwecken.

Die Arbeitsämter, wie ihr sie kennt und bei der ihr euch gegen Arbeitslosigkeit versichert habt gibt es NICHT mehr.
Es ist jetzt eine ganz normale Kapitalgesellschaft mit dem Namen ARGE usw. an die ihr Beiträge zur Arbeitsförderung zahlt.
Alle klar? Noch irgendwelche Fragen?
Sozialträumer.

Tabetha
12.12.2009, 08:13
Auch ich bin nicht der geborene Unternehmertyp, aber mangels Alternative such ich halt auch nach Wegen mich mangels Jobchancen an die Selbstständigkeit heranzuarbieten.

Es ist schon so, dass solche Sätze Selbstständige ärgern, "richtige" Selbstständige (dass man hier überhaupt unterscheiden muss ...). Der Staat sieht diese Möglichkeit anscheinend vor, was aber nicht heißen muss, dass ich sie billigen muss und zudem noch zeigt, wie wenig Verständnis er für Unternehmertum hat (D ist für mangelndes Verständnis diesbezüglich bekannt und hat nicht umsonst eine recht niedrige Zahl von Selbstständigen).
Es ist für mich absurd, Selbstständigkeit als Nebenerwerb zu betreiben, um "noch etwas dazuzuverdienen". Denn jedes Finanzamt winkt mit der Gewinnerzielungsabsicht.

Und dann kommen "nebenberuflich Selbstständige", die mit einem Hunderter, vielleicht zwei Hunderten im Monat zusätzlich zu den bezogenen Leistungen gut bedient wären. Die ihre Leistung billig anbieten können, weil für ihr Existenzminimum gesorgt ist. Das kommt ja jeden Monat in die Kasse. Und der Kunde denkt mal wieder, diese Stundensätze seien wohl normal. Etablierten Selbstständigen wie einigen von uns hier macht das nicht so sehr viel aus, da solche Kunden nicht unsere Kunden sind. Es gibt aber qualifizierte Leute (auch hier die Frage - als was macht man sich eigentlich so selbstständig und welcher berufliche Hintergrund steckt dahinter, wenn man schon selbst äußert, eigentlich so gar nicht für die Selbstständigkeit gemacht zu sein?), die mit einer Ausbildung und gutem Wissen den vollen Schritt wagen und ihr Unternehmen aufbauen wollen. Denen werden durch solche "Selbstständigen" unnötig Steine in den Weg gelegt.

Erinnert mich an die bei mir auch sehr unbeliebten "Ich-"muss"-ja-gar-nicht-arbeiten-mein-Mann-zieht-mich-ja-durch-aber-so-ein-bisschen-mach-ich-mal-als-Hobby-nebenbei-und-behaupte-Webdesignerin-zu-sein-wenns-schiefgeht-what-shalls-war-ja-nur-Hobby".

Das hat für mich so viel mit Selbstständigkeit zu tun wie Stoiber mit einer flüssigen Rede.

strickliesel45
12.12.2009, 08:50
Hallo Kiki-Dee,
es gibt die Möglichkeit nebenberuflich Selbständig zu sein, jedoch sind die Auflagen ziemlich hoch und es gibt auch einen Fallstrick dabei.Den Buisnessplan brauchst Du und aus diesem muß klar hervorgehen, ab wann sich die Tätigkeit selbst trägt
Aber warum machst Du denn in Deiner Arbeitslosigkeit keine Nebentätigkeit auf Minijobbasis und lernst so evtl. Deinen späteren Arbeitgeber kennen. Dieses Angebot biete ich zum Beispiel an. Beginn auf 400€/ Basis, ab 1.340€/mtl. wahlweise Angestelltenverhältnis oder Selbständigkeit. Bei der Selbständigkeit hat dieses Konzept einen unschlagbaren Vorteil, man kann belegen, das die Selbständigkeit tragbar ist und so auch die Förderung vom Amt bekommt.

frank60
12.12.2009, 09:47
Hallo Kiki-Dee,
es gibt die Möglichkeit nebenberuflich Selbständig zu sein, jedoch sind die Auflagen ziemlich hoch und es gibt auch einen Fallstrick dabei.Den Buisnessplan brauchst Du und aus diesem muß klar hervorgehen, ab wann sich die Tätigkeit selbst trägt
Aber warum machst Du denn in Deiner Arbeitslosigkeit keine Nebentätigkeit auf Minijobbasis und lernst so evtl. Deinen späteren Arbeitgeber kennen. Dieses Angebot biete ich zum Beispiel an. Beginn auf 400€/ Basis, ab 1.340€/mtl. wahlweise Angestelltenverhältnis oder Selbständigkeit. Bei der Selbständigkeit hat dieses Konzept einen unschlagbaren Vorteil, man kann belegen, das die Selbständigkeit tragbar ist und so auch die Förderung vom Amt bekommt.

Wozu einen Geschäftsplan (ich schreibe es mal in Deutsch aus, nicht weil ich kein Englisch kann aber es nervt dieses Denglisch, vermutlich soll das Vokabular “Buisness“ eine gewisse Professionalität und Qualifikation suggerieren) ?
Weiter schreibst du, den bräuchte man um an Fördermittel zu gelangen, entweder ist es ein tragfähiger Plan und es bedarf lediglich einer Vorfinanzierung oder es trägt nicht und der „Unternehmer“ HOFFT das es mal funktioniert und will aber für seinen eigenen Plan nicht haften und auch nicht gerade stehen und spannt den Steuerzahler für das Risiko des Scheiterns vor den Karren, für den viel zu seltenen Fall es Erfolges haftet er selbstverständlich selbst, er steckt sich den Gewinn schlichtweg ein ohne die Fördermittel an die Gemeinschaft zurückzuführen.

Alle wollen gefördert werden, zusagen mal ein bisschen Chef spielen, wenn es nicht klappt gibt es ja Vollkasko und Airbag vom Amt, man fällt bei Unrentabilität des Geschäftsmodells sehr weich.

O.K. , dieses Gebaren hat enorme Vorteile, gelegentlich probieren einige AG von mir diese supergünstigen Anbieter aus, wenn es aber zu Problemen kommt knicken die ein, keine Rücklagen, nichts zum zusetzen um mal eine Delle auszubügeln, dann kommt der AG in der Regel zu mir zurück, diese Rückkehr wir bei mir mittlerweile mit 4% Preissteigerung honoriert.
Logisch das der AG erst mal meint, dass er dann doch mit dem Anderen weitermacht, ich frage dann immer, woher er den unerschütterlichen Glauben und Optimismus nimmt, dass der Hobbyunternehmer besser wird.
Sicher brummt mir der AG dann für die 4% etwas mehr Arbeit auf aber das ist ja Teil meines Geschäftsmodells, Geschäftserweiterung und Leistungssteigerung.

Im Übrigen würde ich für solche „Berater“, wie du es bist, persönliche Haftung für die erschlichenen Fördermittel einführen, falls der von dir beratenen „Kunde“ die Fördermittel nicht zurückführt sollte man sich an dir schadlos halten.
Aber keine Angst, von dieser Logik sind dt. Politiker noch sehr weit entfernt, zumindest solange noch irgendwo Geld herkommt.

Inaktiver User
12.12.2009, 09:59
Der Staat sieht diese Möglichkeit anscheinend vor, was aber nicht heißen muss, dass ich sie billigen muss ...
Oh toll, wieder jemand, der von der tatsächlichen Situation in der ich mich befinde oder auch Sonett sich befindet nichts weiß, uns aber trotzdem erstmal als eine Art Sozialschmarotzer klassifiziert (ich weiß, dass du das nicht wörtlich geschrieben hast, aber du hast es doch so gemeint).

Auf ein solches hohes Ross kann man sich (wie auch Frank60) relativ leicht setzen, wenn man sich selbst nicht in solch einer Situation befindet.

Eigentlich möchte ich ja nicht zu viel Persönliches hier mitteilen, aber im Moment ärgere ich mich derart über die versteckten Unterstellungen, man würde Andere in irgendeiner Form ausnutzen,wenn man eine selbständige Nebentätigkeit hat oder aufbauen möchte, dass ich jetzt einmal meine persönliche Lage erklären werde.

Ich bin Ende Oktober nach mehr als sieben Jahren in der Firma aus finanziellen Gründen gekündigt worden. Das heißt, dass ich ab Januar arbeitslos sein werde. Es wird nicht einfach sein, etwas Neues zu finden, weil der Arbeitsmarkt einfach dicht ist. Stellenanzeigen gab es seit Anfang November – seit ich auf der Suche bin – keine einzige. In den ersten Wochen nach meiner Kündigung habe ich deshalb jeden Feierabend damit verbracht, Initiativbewerbungen an alle Firmen in meinem Bereich in 150 km Umkreis zu schicken. Das wäre der tägliche Arbeitsweg zu dem ich bereit bin. Umziehen kann ich aus verschiedenen Gründen nicht. (Ein Vorstellungsgespräch habe ich gehabt, das Ergebnis steht noch aus, aber man hat mir schon gesagt, dass man auch einen Kandidaten habe, der wahrscheinlich eher in Betracht kommen, da er aus der unmittelbaren Nähe stammt.) Ich will damit nur sagen: Ich bemühe mich wirklich, etwas anderes zu finden.

Ich habe die vergangenen sieben Jahre wirklich hart gearbeitet und habe alles für meine Firma getan. Ich hatte regelmäßig Arbeitszeiten von 8:00 Uhr bis 20:00 Uhr und habe darüber hinaus teilweise auch noch am Wochenende gearbeitet. Als ich dann plötzlich die Kündigung bekommen habe, war ich echt am Ende (und bin es noch immer). Jetzt habe ich noch einen halben Monat und was dann kommt, steht für mich noch in den Sternen. Ab Januar habe ich erstmal nur noch das Arbeitslosengeld (das schon nicht besonders üppig ausfallen wird, weil ich auch vorher nicht gerade gut bezahlt worden bin). Aber es fallen immer noch dieselben Kosten an, die sich auch nicht reduzieren lassen (Stichwort: Chronische Erkrankung, mehr werde ich dazu nicht sagen). Das ist schon schwierig genug aber noch machbar. Noch schwieriger ist es aber, dass das ALG nur über einen begrenzten Zeitraum gezahlt wird und ich anschließend echte Probleme haben werde. Deshalb will ich unbedingt einen neuen Job.

Selbstverständlich greife ich da nach jedem noch so mickrigen Strohalm. Wie ich schon in meinen ersten Beiträgen sagte, hoffe ich, dass eine selbständige Nebentätigkeit in der Zwischenzeit meine Chancen ein klein wenig erhöht, eine neue Stelle zu finden. Außerdem, auch das schrieb ich schon, habe ich einige wenige gute Kunden, die zu mir kommen und die immer wieder zu mir (und nicht bloß in meine Firma) gekommen sind. Ich möchte nicht, dass die sich in der Zwischenzeit jemand anderen suchen, bloß weil ich gerade nicht zur Verfügung stehe, denn es wäre schließlich zu befürchten, dass die auch dann nicht wiederkommen, wenn ich irgendwann woanders untergekommen und damit wieder erreichbar bin.

Für mich wird die Arbeitssuche meine Vollzeitbeschäftigung sein, das ist klar, aber sie ist nun mal nicht mein Beruf. Und den Kontakt zu meinem Beruf will ich nicht verlieren, nur weil mein alter Chef mich nicht mehr bezahlen kann.

Ich bin insgesamt seit dem Ende meiner Ausbildung mehr als 10 Jahre durchgehend berufstätig und habe selbstverständlich in all der Zeit immer meine vollen Beiträge in die Sozialversicherung eingezahlt. Und da kommt dann die Frage an die ach so großartigen Selbständigen: Ihr auch? Viele Selbständige leisten diese Zahlungen nicht, regen sich dann aber auf wenn diejenigen, die eingezahlt haben, auch mal Geld erhalten. Weshalb denn bloß? Ich finde, darüber könnte man ruhig mal nachdenken.


Und dann kommen "nebenberuflich Selbstständige", die mit einem Hunderter, vielleicht zwei Hunderten im Monat zusätzlich zu den bezogenen Leistungen gut bedient wären. Die ihre Leistung billig anbieten können, weil für ihr Existenzminimum gesorgt ist. Das kommt ja jeden Monat in die Kasse. Und der Kunde denkt mal wieder, diese Stundensätze seien wohl normal.
Wie kommst du eigentlich dazu, zu unterstellen, dass ich mit einer Nebentätigkeit die Preise kaputt machen würde? Wenn du meine Beiträge wirklich aufmerksam gelesen hättest, wüsstest du, dass ich aus der Branche komme und dort bereits seit einiger Zeit arbeite, mit anderen Worten: Selbstverständlich kenne ich die üblichen Preise. Und ich habe nicht vor sie zu unterbieten.


Es ist für mich absurd, Selbstständigkeit als Nebenerwerb zu betreiben, um "noch etwas dazuzuverdienen".
Abschließend noch ein letztes Mal: Darum geht es mir nicht. Ich will meine Kunden und den Kontakt zu meinem Beruf und meiner Branche behalten. Das habe ich bereits mehrfach erklärt.

Inaktiver User
12.12.2009, 10:02
Aber warum machst Du denn in Deiner Arbeitslosigkeit keine Nebentätigkeit auf Minijobbasis und lernst so evtl. Deinen späteren Arbeitgeber kennen.

So etwas würde ich ja durchaus auch machen, wenn ich denn einen Arbeitgeber dafür finden könnte. Allerdings kann ich bei dem geringen Verdienst, der damit verbunden wäre natürlich nur eine Stelle in meiner Nähe annehmen, da ich es mir schlicht und einfach nicht leisten kann, bei den Fahrtkosten noch etwas zuzubuttern.

frank60
12.12.2009, 10:30
Ich sage dir mal, was in meinen Augen von oben herab ist.
Wenn ehemalige oder Noch angestellte meinen, dass wenn sie gerade mal arbeitslos werden, eben mal schnell eine bisschen Selbständigkeit machen, zur Überbrückung oder eben mal zur Ergänzung der Kasse, eben nebenbei, bis man wieder eine Stelle gefunden hat.

Was glaubt ihr eigentlich, was es bedeutet jeden Monat Geld im freien Markt zu generieren.
Im Grunde sind der überwiegende Teil dieser Beiträge in diesem Strang eine Beleidigung für jeden Selbständigen dessen Modell sich trägt.
Eine Frechheit zu glauben, he hier bin ich, kann auch.
Ich habe durchaus Verständnis für deine Situation aber sich an Scharlatane zu wenden, die die Schleichwege zu Subventionen kennen und sich von diesen Losern beraten zu lassen ist definitiv nicht zielführend. Da kannst du auch im Videotext Faxabruf 0190… er Nummern wählen, alles ganz einfach.

Wende dich an Leute die ein tragendes Geschäftsmodell haben, die werden wenig zeit für dich haben aber das gehört zum Erfolg, Fleiß, Beharrlichkeit, Ehrgeiz, Zielstrebigkeit.

Du hast doch schon mal viele Vorteile, Kunden die willig sind, ein Geschäftsmodell (deine alte Tätigkeit), die Kenntnis von Marktpreisen und Willen etwas zu tun.
Das ist doch viel mehr als manch andere nach 3 Jahren Subventionen geschafft hat.
Das alles in einen ordentliche Kontext gebracht und paar Hinweise von Profis mit Leitfaden, dann sollte es klappen.

Tabetha
16.12.2009, 09:12
Kiki Dee, keiner hat von Dir eine Offenlegung Deiner persönlichen Verhältnisse gefordert. Ich für meinen Teil habe mir erlaubt, was in einem Forum auch Sinn und Zweck der Sache ist, mein Unverständnis über den Staat zu äußern, der hier meiner Meinung nach mit zweierlei Maß misst. Dann auch eine allgemeine (!) Kritik anzubringen, was diese Art der "Selbstständigkeit" für Folgen hat/haben kann.

Dass Du auf Sozialversicherung zu sprechen kommst, zeigt eben, dass Du, pardon, keine Ahnung von (richtiger) Selbstständigkeit hast. Das ist eine Form der Arbeit ohne Kasko-, geschweige denn Vollkaskoversicherung. Die Bedingungen, wann - wer - warum - wieso als Selbstständiger in die Kassen einzahlen muss - darf - soll und vor allen Dingen (!!!) ob er jemals Geld daraus erhält, sind viel zu kompliziert, um sie hier aufzuführen.
Dein Satz "Viele Selbstständige zahlen nicht ein" zeigt aber Deine mangelnde Kenntnis. Unsere Bedingungen zu arbeiten und vorzusorgen sind sehr weit von Angestellten und/oder Leistungsempfängern mit einer nebenberuflichen Selbstständigkeit entfernt. Von den erwähnten Damen, die neben dem Kochen ein wenig stricken und sich dann Managerin für Strickkunst nennen, ganz zu schweigen.

Inaktiver User
16.12.2009, 11:00
Meckern lässt es sich leicht und über Leute herzuziehen, die in einer miesen Situation sind, die nicht wissen, wie es weitergehen soll und die versuchen irgendein Licht am Horizont zu sehen bzw. etwas zu finden, was ihnen weiterhelfen kann, finde ich echt daneben.

Und dass man das dann in eine Form von "allgemeiner Kritik" packt, macht es kein Stück besser.

Noch eines, Tabetha, auf die Sozialversicherung bin ich zu sprechen gekommen, weil sie hier von anderen thematisiert worden ist. Und auch wenn du es nicht glaubst: Mit der Sozialversicherung kenne ich mich aus! Und zwar mit allen Aspekten. Genau deshalb weiß ich ja, dass viele Selbständige eben nicht dort einbezahlen. Das sind aber oft diejenigen, die ihrerseits nach irgendwelchen Leistungen oder nach „dem Staat“ schreien, wenn’s bei ihnen doch nicht (mehr) so läuft oder die, die meckern, wenn andere für Ihre Beiträge auch etwas bekommen.

Ich erwarte gar nicht, dass die Selbständigen Beiträge zahlen, soweit sie nicht müssen (das hatte ich auch nirgends geschrieben). Und dass sie ihrerseits anders vorsorgen müssen oder zumindest sollten, ist mir schon klar. Aber in diesem Zusammenhang muss auch die Frage erlaubt sein, ob diejenigen von euch Selbständigen, die sich hier darüber echauffieren, dass man neben dem Leistungsbezug tatsächlich auch noch eine selbständige Nebentätigkeit aufnehmen darf (und trotzdem noch Leistungen bekommt) denn überhaupt Beiträge gezahlt haben. Wenn nicht, müssen sich diejenigen die weitere Frage gefallen lassen, warum sie dann über uns Leistungsbezieher meckern.

Aber was mach ich eigentlich noch hier? Das ist mir echt zu blöd.

Viel Spaß noch.

Tabetha
16.12.2009, 11:29
Meckern lässt es sich leicht und über Leute herzuziehen, [...]

Ich lasse mir ungern Meckerei unterstellen.


Und dass man das dann in eine Form von "allgemeiner Kritik" packt, macht es kein Stück besser.

Mit so wenig Kritikfähigkeit und sofortigem Rückzug bei Gegenwind bist Du für eine Selbstständigkeit nicht geeignet. Ich wage zu behaupten - für eine nebenberufliche auch nicht.


[...] Mit der Sozialversicherung kenne ich mich aus! Und zwar mit allen Aspekten. Genau deshalb weiß ich ja, dass viele Selbständige eben nicht dort einbezahlen. Das sind aber oft diejenigen, die ihrerseits nach irgendwelchen Leistungen oder nach „dem Staat“ schreien, wenn’s bei ihnen doch nicht (mehr) so läuft oder die, die meckern, wenn andere für Ihre Beiträge auch etwas bekommen.

Ich schätze hier eher, Du kennst keine richtigen Selbstständigen, sprich keine Unternehmer oder hauptberufliche Gewerbetreibende, die dies schon immer gemacht haben. Ich meine eben nicht die, die meinen, sie müssten auf den Zug der Selbstständigkeit aufspringen, weil sie sich etwas davon versprechen oder weil sie gerade mal nix anderes zu tun haben. Oder Du verwechselst uns mit Bankern.


[...]Aber in diesem Zusammenhang muss auch die Frage erlaubt sein, ob diejenigen von euch Selbständigen, die sich hier darüber echauffieren, dass man neben dem Leistungsbezug tatsächlich auch noch eine selbständige Nebentätigkeit aufnehmen darf (und trotzdem noch Leistungen bekommt) denn überhaupt Beiträge gezahlt haben. Wenn nicht, müssen sich diejenigen die weitere Frage gefallen lassen, warum sie dann über uns Leistungsbezieher meckern.


Meckern ist Dein Lieblingswort?
Darf ich noch einmal daran erinnern, und ja, ich finde dieses System aus eben diesem Grunde dringend überholungsbedürftig: Wir leben in einer Solidargemeinschaft. Nicht Du hast Deine jetzt bezogenen Leistungen angespart. Und von unserem Geld werden weitere Leistungen bezahlt. Also bin ich tatsächlich so frech, und maße mir eine Meinung zu dem Thema an. Als Selbstständige allemal.

Du hattest Dich gerade angemeldet und alle "abgebügelt", die etwas Dir nicht Genehmes zu wagen sagten - vollkommen unabhängig davon, ob ich alle geäußerten Kommentare oder Tonfälle nun gut finde. Dein direktes "Draufhauen" bringt Dich auf jeden Fall nicht weiter.

Ja, ja, ich weiß. Sie hat sich abgemeldet. Aber erfahrungsgemäß lesen sie doch sowieso alle weiter mit ...