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litllenini
10.11.2009, 15:13
Hallo zusammen,

Ich bin selbständig und seit 01.10.09 habe eine Mitarbeiter angestellt.
bisher habe ich meine Rechnungen monatlich an Steuerberater weitergeleitet. wobei die Tatsache ist, ich habe alles auf eine Programm vorbereitet und der steuerberater mach nur kopie auf Ihre eigene datei.
dann stellt sich über 150 Euro rechnung pro Monat. daher habe ich mich entschieden, eine mitarbeiter zu haben, um allgemein Sachen zu erledigen.
Meine Frage wäre :
Welche Unterlagen ( für Steuererkärung) muss man an Finanzamt abgeben? und wie oft muss es gemacht werden?
habt Ihr erfahrung mit Steuer software ? wie von Datev oder Elster?

Auf eure Antwort freue ich mich sehr!

Danke,
litllenini:smile:

luciernago
10.11.2009, 22:31
verstehe ich das richtig, dass du dir die kosten fuer den steuerberater sparen und die steuererklaerungen selbst abgeben moechtest?

Inaktiver User
12.11.2009, 00:53
Klar ist das ne gute Idee 150 Euro einzusparen. Aber wenn man gar keine Ahung von Steuer und Steuerpflichten hat? Ist es dann immer noch so eine gute idee? Vielleicht solltest Du mit deiner Steuerberaterin mal ein Gespräch führen dergestalt, dass Du Interesse an Ihrer Beratung hast, aber nicht an teurer Belegarbeit. D.h. Belege könntest Du auch selber sortieren und auch die Kopien anfertigen. Dafür zahlst Du nur ungern Euro 150 je Monat. Wenn du auf diese Art und Weise das monatliche Honorar auf 50 bis 75 Euro senkst, hast Du die Steuerberaterin "auf Deiner Seite" und du hast ihr Know How und Du sparst Geld.

Eteterfon
12.11.2009, 11:20
Meine Meinung ist ja: die monatlichen Umsatzsteuervoranmeldungen kann man wirklich problemlos selber machen. Dafür muss man nicht alles über Steuern wissen und schon gar nicht jemandem 150,-/Monat zahlen (DAS ist meines Erachtens übrigens wirklich viel!). Es handelt sich ja um VORanmeldungen, die ERKLÄRUNG macht man ja dann später erst.

Die Steuererkläung dann von Fachmann oder Fachfrau machen/prüfen zu lassen, ist sicher eine gute Idee. Auch da kann ma ja weitgehend selber vorbereiten. Dann kostet das nicht die Welt.

150,-/Monat würde ich auch nicht zahlen wollen. Und hätte es auch nicht gekonnt, als ich noch voll selbständig war.

luciernago
12.11.2009, 11:36
>die monatlichen Umsatzsteuervoranmeldungen kann man wirklich problemlos selber machen.

solange man nicht mit verschiedenen umsatzsteuersaetzen zu tun hat und auch noch ins ausland verkauft, ist das sicher richtig.

die te hat ja jemand eingestellt. da wirds schon schwieriger mit der anmeldung der ganzen sozialversicherungsbeitraege . . . es sei denn, es handelt sich um ein pauschal abzugeltendes 400-euro-modell.

aber wir sollten mal warten, was die te noch dazu zu sagen hat . .

SantaFe
12.11.2009, 12:13
Wir hatten bis zum Sommer auch unseren Steuerberater die Umsatzsteuer-Voranmeldungen machen lassen, da uns das aber bei 300,-- € zu teuer wurde, machen wir das seit Juli selber.

schnarchstop
12.11.2009, 12:24
Meine Frage wäre :
Welche Unterlagen ( für Steuererkärung) muss man an Finanzamt abgeben? und wie oft muss es gemacht werden?
habt Ihr erfahrung mit Steuer software ? wie von Datev oder Elster?




Konkrete Fragen werden von dem zuständigen Mitarbeiter des FA direkt beantwortet. Ruf halt mal an.

Allgemeine Steuerfragen natürlich nicht.

SantaFe
12.11.2009, 12:29
Wie oft? Das wie oft hängt wohl von Deinem Umsatz ab. Entweder monatlich oder vierteljährlich, aber das muß Deine Steuerberaterin doch wissen.

Inaktiver User
12.11.2009, 19:40
Konkrete Fragen werden von dem zuständigen Mitarbeiter des FA direkt beantwortet. Ruf halt mal an.

Allgemeine Steuerfragen natürlich nicht.

Schnarchstop, das ist einfach ein sehr guter Vorschlag. Da bin ich selber gar nicht drauf gekommen.

schluppi
15.11.2009, 00:07
Hallo littlenini,

meine USt.-Voranmeldung tätige ich seit eh und je selber. Hintergrund: Ich zahle meine USt. ohne Gegenrechnung der Ausgaben. Somit habe ich am Jahresende ein kleines Polster, wenn die Steuerabrechnung kommt.

Wenn du deine Steuer selber machen möchtest, ohne Plan, was da läuft, dann mache deinen Laden besser gleich wieder zu, ehe es das FA für dich übernimmt. :freches grinsen:

Ich habe monatlich 120,-€ bezahlt bei meinem St.Berater.
Inbegriffen: Buchhaltung, 2 Mitarbeiter. Grundlage der Berechnung (ich glaube) 100.000,-€
Am Jahresende haben wir dann geschaut, was nachgezahlt werden muß. War aber nicht viel.

Tipp.
Seit 1991 bis 2005 habe ich meine Steuer selber gemacht. Aber es hat mich endlos viel Zeit gekostet, welche mir dann für meine eigentliche Arbeit fehlte.
Und lege dir von Anfang an etwas Geld zurück, denn wenn die Einkommensteuer kommt, dann lernst du auch die Schattenseite des FA kennen.
Auf der einen Seite heucheln sie dir Hilfe vor, aber im gleichen Atemzug sperren die selben Mitarbeiter auch mal kurz dein Konto. :knatsch:

Matratze
15.11.2009, 07:40
...bisher habe ich meine Rechnungen monatlich an Steuerberater weitergeleitet. wobei die Tatsache ist, ich habe alles auf eine Programm vorbereitet und der steuerberater mach nur kopie auf Ihre eigene datei.

Moin,
d. h. Du arbeitest bereits mit einem Buchhaltungsprogramm, das kompatibel ist mit dem Programm Deines StB, richtig?


dann stellt sich über 150 Euro rechnung pro Monat. daher habe ich mich entschieden, eine mitarbeiter zu haben, um allgemein Sachen zu erledigen.

StB rechnen nach der StBGebV ab:
StBGebV - Gebührenverordnung für Steuerberater, Steuerbevollmächtigte und Steuerberatungsgesellschaften (http://www.gesetze-im-internet.de/stbgebv/BJNR014420981.html)

Sagen wir mal so:
Du zahlst mehr für das Wissen, als für 'Belegerfassung'.
Steuerwissen ist teuer.


Meine Frage wäre :
Welche Unterlagen ( für Steuererkärung) muss man an Finanzamt abgeben?

Schon dieser Punkt ist Dir nicht klar?
I. d. R. wird ausschliesslich eine USt-Voranmeldung übermittelt.


und wie oft muss es gemacht werden?

Es gibt monatliche und vierteljährliche Voranmeldungen.
Hier eine kurze Übersicht:
Umsatzsteuer (Deutschland) ? Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Umsatzsteuervoranmeldung)


habt Ihr erfahrung mit Steuer software ? wie von Datev oder Elster?

Steuer-Software ersetzt kein Steuer-Wissen.
Gelegentlich arbeitet diese auch mal fehlerhaft.

DATeV ist eine Genossenschaft für Steuerberater.
Du kannst die Programme nicht im Laden kaufen.
DATEV ? Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Datev)

ELSTER (elektronische Steuererklärung) ist ein Programm der Steuerverwaltung zur Abwicklung per Internet.
Es dient der Übermittlung von Steuererklärungen an die Finanzverwaltung, nicht der Erfassung der Buchhaltung.
ELSTER ? Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/ELSTER)

Der StB bringt sein Fachwissen ein.
Du solltest also in Deinem Unternehmen über das Fachwissen verfügen, das Du zur Erstellung der laufenden Buchhaltung benötigst.
Sonst kann es zu bösen Überraschungen kommen.

Liebe Grüße,

Matratze

frank60
15.11.2009, 12:29
Ähm…. die Pflicht zur Umsatzsteueranmeldung beschränkt sich nicht nur auf die Umsatzsteuer, sondern auch auf die Vorsteuer.

Nur als Hinweis.

Matratze
15.11.2009, 14:05
Ähm…. die Pflicht zur Umsatzsteueranmeldung beschränkt sich nicht nur auf die Umsatzsteuer, sondern auch auf die Vorsteuer.

Nur als Hinweis.

Frank, worauf beziehst Du Dich?

Es gibt keine Umsatzsteueranmeldung.

Es gibt eine Umsatzsteuer-Voranmeldung.
Das beinhaltet auch den Abzug von VSt.

Wobei es in der Praxis möglich ist, VSt-Beträge erst in der Umsatzsteuererklärung (ich meine die Jahreserklärung) geltend zu machen.

Liebe Grüße,

Matratze

frank60
15.11.2009, 15:37
Hallo littlenini,

meine USt.-Voranmeldung tätige ich seit eh und je selber. Hintergrund: Ich zahle meine USt. ohne Gegenrechnung der Ausgaben. Somit habe ich am Jahresende ein kleines Polster, wenn die Steuerabrechnung kommt.

Wenn du deine Steuer selber machen möchtest, ohne Plan, was da läuft, dann mache deinen Laden besser gleich wieder zu, ehe es das FA für dich übernimmt. :freches grinsen:

Ich habe monatlich 120,-€ bezahlt bei meinem St.Berater.
Inbegriffen: Buchhaltung, 2 Mitarbeiter. Grundlage der Berechnung (ich glaube) 100.000,-€
Am Jahresende haben wir dann geschaut, was nachgezahlt werden muß. War aber nicht viel.

Tipp.
Seit 1991 bis 2005 habe ich meine Steuer selber gemacht. Aber es hat mich endlos viel Zeit gekostet, welche mir dann für meine eigentliche Arbeit fehlte.
Und lege dir von Anfang an etwas Geld zurück, denn wenn die Einkommensteuer kommt, dann lernst du auch die Schattenseite des FA kennen.
Auf der einen Seite heucheln sie dir Hilfe vor, aber im gleichen Atemzug sperren die selben Mitarbeiter auch mal kurz dein Konto. :knatsch:

Ich bezog mich auf diesen Beitrag.

Du bist wohl einer dieser Erbsenzähler, :zwinker: na klar Umsatzsteuer-VOR-anmeldung.

Ich denke auch, man sollte grundsätzlich einen Steuerberater zu Rate ziehen.

schluppi
15.11.2009, 22:14
Frank, worauf beziehst Du Dich?

Es gibt keine Umsatzsteueranmeldung.

Es gibt eine Umsatzsteuer-Voranmeldung.
Das beinhaltet auch den Abzug von VSt.

Wobei es in der Praxis möglich ist, VSt-Beträge erst in der Umsatzsteuererklärung (ich meine die Jahreserklärung) geltend zu machen.

Liebe Grüße,

Matratze

Meinst du nicht auch, das sie bei Anmeldung ihres Geschäftes, das FA erfreut ist, wenn sie eine USt.-Anmeldung bekannt gibt?

Ich habe das Gefühl, das du mit Steuern weit besser umgehen kannst als littlenini.
Insofern können wir vielleicht etwas "fachsimpeln", aber dies hilft littlenini mit Sicherheit nicht. :smirksmile:

Aus ihren Zeilen entnehme ich völliges Unwissen über diese Thematik und daher kann ich ihr nur empfehlen, sich einem Fachmann/-frau anzuvertrauen. Auch wenn es Geld kostet.

littlenini auch Steuerberater arbeiten nach einer Gebührenordnung, um ihr Honorar zu ermitteln.
Also wenn du mit realistischen Umsatzzahlen dort aufschlägst (ich meine keine "zu erwartende Umsätze") dann wird er/sie dir auch sagen, was dies kostet. :smirksmile:

Und vergesse bitte nicht, das deine eigene Jahreseinkommenssteuer i.d.R. eine Nachzahlung zur Folge hat. Gleichzeitig eine Vorauszahlung für das gleiche/kommende Jahr.
Also je mehr zu versteuern ist, um so mehr solltest du bei Seite packen. :smile: