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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zweifel an Beruf kurz nach Beginn



Lakritze
04.11.2009, 18:44
Hallo zusammen,
mit 1. Oktober habe ich mein Gewerbe angemeldet.
Ich habe in die Ausbildung viel Zeit, Geld und Energie investiert und die Befähigungsprüfung gut bestanden.
Ich bin mit großer Begeisterung in den Lehrgang gegangen, wollte das unbedingt machen. Nun hat der Beruf an sich, dass man auf legaler Basis keine Berufserfahrung sammeln kann, bevor man den Lehrgang absolviert hat. Allerdings war ich kurzfristig auf Teilzeitbasis schon in einer ähnlichen Form in diesem Beruf tätig und bin eigentlich dadurch dazu gekommen.
Und: ich übe den Beruf neben dem Studium, also auf Teilzeitbasis aus.
Soviel mal dazu.
Seit meinem ersten Auftrag (auf den ich mich sehr gefreut hatte) merke ich, dass mir die Arbeit nicht gefällt. Anfangs dachte ich noch, das gibt sich, ich hatte einen schlechten Tag, etc., aber es nervt einfach.
Wenn man mich fragt, warum ich es mache, sage ich, wenn ich ehrlich bin: weil es mir im Verhältnis zu anderen Jobs viel Geld einbringt.
Ein weiterer Punkt, der mich nervt: es gibt eine Organisation meines Berufsstandes (der Platzhirsch hier sozusagen). Wir sind zwar alle selbständig, aber so gut wie alle Aufträge kommen über die Organisation rein. Das ist einerseits ein Vorteil (keine langwierige Aquisition, kaum Ärger mit zahlungsunwilligen Kunden), andererseits aber nervig, weil sie sehr besitzergreifend sind - häufige Treffen mit laaangem Zusammensitzen, endlose Diskussionen, wieso man dann und dann keine Zeit hat sowie eine sehr autoritäre Vorsitzende incl. Machtspielchen.
Leider war mir der letzte Punkt vor Beginn des Kurses nicht klar, sonst hätte ich wahrscheinlich schon vorher gesagt, nein, danke, das tu ich mir nicht an.
Ich weiß nicht, was ich machen soll, wie lange ich mir für die Entscheidung Zeit lassen soll. Im Moment hoffe ich noch bei jedem Auftrag, dass es mir doch noch gefällt.
Vor allem mag ich nicht bei jedem Treffen mit den Kollegen Begeisterung heucheln. Allen anderen gefällt die Arbeit so gut. Und mir? :knatsch:
Ich hab mir auch die Frage gestellt, was mich so grundlegend stört und stelle fest, es ist nichts, was sich so einfach ändern ließe, weil ich mir bei dieser Organisation die Aufträge nicht danach aussuchen kann. (Versteh ich auch irgendwie, sonst picken sich ein paar nur die Rosinen raus)
Danke an alle, die bis hierher durchgehalten haben. Habt ihr einen Rat für mich? Im Moment bin ich drauf und dran, meine momentanen Aufträge für dieses Jahr noch abzuarbeiten (derzeit 3) und mir was völlig anderes zu suchen.
LG,
Lakritze

Tabetha
04.11.2009, 19:17
Ich finde es immer wahnsinnig schwierig Ratschläge zu Jobs und Arbeit zu geben, wenn ich noch nicht einmal weiß, von welchem Bereich wir hier sprechen.
Eventuell hat die ein oder andere in genau dem Jobumfeld ganz andere Erfahrungen gemacht und kann Dir Tipps geben. Geht aber nur, wenn wir wissen worüber wir hier reden ;- )

Tabetha
04.11.2009, 19:18
Ich finde es immer wahnsinnig schwierig Ratschläge zu Jobs und Arbeit zu geben, wenn ich noch nicht einmal weiß, von welchem Bereich wir hier sprechen.
Eventuell hat die ein oder andere in genau dem Jobumfeld ganz andere Erfahrungen gemacht und kann Dir Tipps geben. Geht aber nur, wenn wir wissen worüber wir hier reden ;- )

Tabetha
04.11.2009, 19:18
ups

Lakritze
04.11.2009, 19:26
Danke für die schnelle Antwort.
Ich arbeite im Tourismus, mehr möchte ich öffentlich nicht sagen, daher genaueres per PN.
LG,
Lakritze

Tabetha
04.11.2009, 19:40
Ein weiterer Punkt, der mich nervt: es gibt eine Organisation meines Berufsstandes (der Platzhirsch hier sozusagen). Wir sind zwar alle selbständig, aber so gut wie alle Aufträge kommen über die Organisation rein. Das ist einerseits ein Vorteil (keine langwierige Aquisition, kaum Ärger mit zahlungsunwilligen Kunden), andererseits aber nervig, weil sie sehr besitzergreifend sind - häufige Treffen mit laaangem Zusammensitzen, endlose Diskussionen, wieso man dann und dann keine Zeit hat sowie eine sehr autoritäre Vorsitzende incl. Machtspielchen.
Leider war mir der letzte Punkt vor Beginn des Kurses nicht klar, sonst hätte ich wahrscheinlich schon vorher gesagt, nein, danke, das tu ich mir nicht an.


Du schreibst, etwas völlig anderes suchen. Das Thema an sich interessiert Dich aber ja und Du hast eine Ausbildung darin.
Der oben zitierte Punkt ist für mich nachvollziehbar und hier sehe ich das Hauptproblem.
Gibt es für Dich - als Selbstständige sollte das klappen - die Möglichkeit, im Bereich Tourismus mit Hilfe der Ausbildung eine von dieser Organisation unabhängige Dienstleistung anzubieten? Eventuell im beratenden Bereich?
Wo Du Deine Kenntnisse einsetzen könntest, aber mit anderen Leuten arbeitest (z. B. mit denen, die letztendlich die genannte Organisation beauftragen)?

Lakritze
05.11.2009, 11:39
Du schreibst, etwas völlig anderes suchen. Das Thema an sich interessiert Dich aber ja und Du hast eine Ausbildung darin.
Der oben zitierte Punkt ist für mich nachvollziehbar und hier sehe ich das Hauptproblem.
Gibt es für Dich - als Selbstständige sollte das klappen - die Möglichkeit, im Bereich Tourismus mit Hilfe der Ausbildung eine von dieser Organisation unabhängige Dienstleistung anzubieten? Eventuell im beratenden Bereich?
Wo Du Deine Kenntnisse einsetzen könntest, aber mit anderen Leuten arbeitest (z. B. mit denen, die letztendlich die genannte Organisation beauftragen)?

Danke für deine Antwort.
Ob ich eine Dienstleistung abseits dieser Organisation anbieten kann, muss ich erst ausloten. Und eine Idee haben, die sich von ihren unterscheidet (nicht so einfach, da sie ein sehr breitgefächertes Angebot haben)
Eine Alternative wäre eine Teilzeitanstellung in dem Bereich ab dem Frühjahr, leider gibt es dafür nur eine Möglichkeit - ich versuche es halt einfach mal.
LG,
Lakritze