PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gift im Schnuller



SammyJo
01.10.2009, 20:51
Hallo,

wer es heute nicht in den Nachrichten gehört hat:
http://www.bund.net/bundnet/themen_und_projekte/chemie/chemie_und_gesundheit/bundschwerpunkte/bisphenol_a/babyschnuller/

Avent tut sich mal wieder besonders hervor, kennt man ja schon von den Babyflaschen :knatsch::knatsch::knatsch:

Lieben Gruß von SJ

Superkroete
01.10.2009, 21:25
komisch, bei ÖkoTest war noch alles gut.

(Hab leider keine Zeit dem nachzugehen.)

Guduchi
02.10.2009, 10:35
Danke für den Link!

pauls_mama
02.10.2009, 10:46
Man findet immer nur das, nach dem man sucht....

Diesen skrupellosen Hersteller, die ja alle nur das Beste für unser Kind wollen und ach ja so verantwortungsbewusst sind, ist es doch völlig egal, hauptsache, es ist billig in der Fertigung und keiner bekommt´s mit. :gegen die wand: :nudelholz::nudelholz:

Wie kann man denn für Schnuller und Fläschen einen hormonartigen Stoff verwenden, der östrogenartige Wirkung hat und wer weiss was in so kleinen Körpern noch schädigt ???? :wie?::wie?:

In was für einer Welt leben wir eigentlich ???? :wie?:

Guduchi
02.10.2009, 12:55
Keine Ahnung, ob der Gehalt wirklich so schädlich ist, aber ich hab meine Avent-Schnuller entsorgt und dem Kleinen einen Dentistar gegeben. Den hat er auch genommen. Hauptsache Schnulli im Mund :freches grinsen:

Amphib
16.10.2009, 08:18
Ähm, war nicht Dentistar der am höchsten belastete?

Guduchi
16.10.2009, 13:39
nein, der am wenigsten, zusammen mit mom

aber den will der kleine nun doch nicht...:knatsch::freches grinsen:

Guduchi
16.10.2009, 13:42
seltsam...die werte vom 30.09 sind unter dem o.g. link nun weg...und plötzlich hat der avent wieder bessere werte???:wie?:

Amphib
16.10.2009, 15:13
Dieser (http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/pdfs/chemie/bisphenol_a_babyschnuller/20091015_chemie_babyschnuller_ergebnisuebersicht.p df) Link sagt eindeutig, dass Dentistar wohl nicht so toll ist.
Hat meine bisher noch bei der Tagesmutter, ich tausch ihn jetzt gegen einen Nuk Genius, die sollten lt. der NUK-Homepage OK sein, weil kein klares Plasti als Schild verwendet wird.

espanola
16.10.2009, 15:27
guduchi, bei unseren hat der austausch avent gegen mam super geklappt, sind von der form her sehr ähnlich...

caschuer
16.10.2009, 18:53
Im Aprilmami 09 Thread hat eine Mitschreiberin gepostet, dass BPA vermutlich gar nicht so gefährlich ist, wie der BUND es dargestellt hat.
Außerdem scheint bei AVENT das Problem zu sein, dass in Österreich hohe Werte und in Deutschland keine nachweisbaren BPA Werte gemessen wurde. Woran das liegt und ob das Labor geschlampt hat, weiß ja nun auch keiner...
BPA wird aber wohl erst bei Erhitzung freigesetzt... also nicht beim Nuckeln oder Trinken.
Leider finde ich den Post gerade nicht.... werde aber weiter suchen und dann hier nochmal posten.

sheena98
16.10.2009, 19:06
BPA wird aber wohl erst bei Erhitzung freigesetzt... also nicht beim Nuckeln oder Trinken.

Das stimmt leider nicht. Weitere chemische Untersuchungen haben ergeben, dass sich das BPA im Speichel löst.

Siehe hier zB (http://derstandard.at/1254311510730/Gesundheitsrisiko-fuer-Babys-Bisphenol-A-in-Schnullern-loest-sich-im-Speichel).

caschuer
16.10.2009, 19:17
Hab den Post von Tandira gefunden.


Aus aktuellem Anlass zitiere ich hier gern nochmal den Artikel, der Anfang des Jahres in der Ernährungsumschau stand:

Zitat:
Bisphenol A aus Plastikbehältnissen gefährdet Verbraucher nicht

(dge) Die Chemikalie Bisphenol A sorgte im Jahr 2008 wiederholt für Schlagzeilen. Der Grund: Sie kann in geringen Mengen aus Plastikflaschen, Getränkedosen und anderen Kunststoffprodukten in Lebensmittel übergehen. Berichte über gesundheitsgefährdende Wirkungen von Bisphenol A, insbesondere bei Säuglingen, wurden kontrovers diskutiert. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat sämtliche verfügbaren Daten überprüft und entwarnt: Die Menschen nehmen keine gesundheitsschädlichen Mengen an Bisphenol A durch die Ernährung auf. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) teilt diese Bewertung und sieht keine Gesundheitsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder, die Nahrung aus Plastikfläschchen zu sich nehmen.

Bisphenol A [BPA, 2,2-Bis(4-hydroxyphenyl)propan] ist Ausgangsstoff für die Herstellung von Polycarbonat und Epoxidphenolharzen und auch für Materialien mit Lebensmittelkontakt zugelassen. Polycarbonat ist weit verbreitet und befindet sich z. B. in Babyflaschen, Ess- und Mikrowellengeschirr, Aufbewahrungsgefäßen, Mehrwegflaschen und auffüllbaren Wasserbehältern. Der Kunststoff wird auch für Wasserleitungen verwendet. Mit Epoxidphenolharzen werden Getränke- und Konservendosen, Metalldeckel von Gläsern und Flaschen sowie Trinkwasserspeichertanks und Weinfässer beschichtet.

Aus diesen Kunststoffen bzw. Beschichtungen können geringe Mengen an BPA in Lebensmittel übergehen. Der Übergang findet auch statt, wenn das Material beschädigt ist oder sich zersetzt. Für die Abgabe von BPA aus Polycarbonat gibt es einen gesetzlich verbindlichen Grenzwert (0,6 mg pro kg Lebensmittel).

Im menschlichen Körper kann BPA östrogenähnlich auf das Hormonsystem wirken. Die akute Giftigkeit von BPA ist aber gering. Es gibt keine Hinweise auf eine Krebs auslösende Wirkung. BPA wird im menschlichen Körper rasch verstoffwechselt. Die Stoffwechselprodukte (Glucuronide, Sulfate) sind inaktiv und wasserlöslich, sie werden über die Niere ausgeschieden. Die Verstoffwechslung unterscheidet sich signifikant von der bei Nagern, die in einigen Studien zu BPA als Versuchstiere dienen. Nager bauen BPA z. B. wesentlich langsamer ab und scheiden es langsamer aus, so dass sie damit bei äquivalenter Dosis anfälliger für BPA-induzierte toxische Wirkungen sind als Menschen. Daher sind einige Studienergebnisse zu Wirkungen von niedrig dosiertem BPA bei Nagern nur eingeschränkt auf den Menschen übertragbar.

Im Jahr 2006 bewertete die EFSA nach anerkannten wissenschaftlichen Maßstäben das Risiko durch BPA für den Menschen. Sie leitete eine lebenslang ohne nennenswertes Risiko tolerierbare tägliche Aufnahmemenge (Tolerable Daily Intake, TDI) von 0,05 mg pro kg Körpergewicht ab. Gleichzeitig stellte sie fest, dass die tägliche ernährungsbedingte Exposition des Menschen mit BPA unter diesem Grenzwert liegt.

Besonderes Augenmerk richtete die EFSA auf Säuglinge und (Klein-)Kinder, da sie gemessen am Körpergewicht zu den Bevölkerungsgruppen mit der höchsten potenziellen ernährungsbedingten Belastung mit BPA zählen. Die geschätzten potenziellen Aufnahmemengen ("worst-case"-Szenarien) liegen auch für Säuglinge und (Klein-)Kinder weit unterhalb der TDI. Das BfR kommt nach sorgfältiger Prüfung aller Studien ebenfalls zu dem Ergebnis, dass für Säuglinge und Kleinkinder aus der üblichen Verwendung von Babyflaschen aus Polycarbonat keine gesundheitliche Gefahr durch BPA resultiert. Weitere Hintergrundinformationen sind auf der Internetseite der DGE zu finden. Quelle: DGE (16.02.09)


Grundsätzlich habe ich das Problem, dass ich keiner Studie wirklich glaube... es stehen immer Interessen dahinter. Es gibt leider keine unabhängigen Institute... :knatsch:

sheena98
16.10.2009, 19:24
Grundsätzlich habe ich das Problem, dass ich keiner Studie wirklich glaube... es stehen immer Interessen dahinter. Es gibt leider keine unabhängigen Institute... :knatsch:

Ich frage mich, welche Interessen sollten Umweltschutzorganisationen daran haben, eine potenziell schädliche Substanz in Schnullern nachzuweisen? Da glaub ich wohl eher deren Untersuchungen als denen der Hersteller. V.a., wenn man sich die Nachweisgrenzen anschaut, dann wundert einen gar nicht, dass Nuk zB meint, sie hätten in ihrer Untersuchung nichts gefunden:


Global 2000 hatte ein Gutachten von "Chemcon Technisches Büro für technische Chemie" in Wien vorgelegt, wonach ein NUK Schnuller - wie auch vier andere Sauger - nach einer Stunde in einer speichelähnlichen Salzlösung BPA freigesetzt habe. Die Werte in der Salzlösung betrugen demnach 0,61 bzw. nach Auskochen 2,22 Mikrogramm BPA pro Liter. Als Gegengutachten legte NUK Prüfungen des Labors "SGS Institut Fresenius" vor, wonach der Schnuller kein BPA freisetze. Die Nachweisgrenze des Tests von dem vom Unternehmen beauftragten Labor wird allerdings mit 3 Mikrogramm pro Liter angegeben. (siehe hier (http://derstandard.at/fs/1254311510730/Gesundheitsrisiko-fuer-Babys-Bisphenol-A-in-Schnullern-loest-sich-im-Speichel))

braunbaerin
16.10.2009, 19:25
Es kann sich lohnen, einen Blick auf die Homepage des jeweiligen Herstellers zu werfen. Teilweise reicht es, den Schnuller in einer anderen Farbe zu wählen, und schon ist er frei von Bisphenol A. Ich denke mal, die meisten Kinder stört ein Farbwechsel weniger als der Markenwechsel.

Symphonie
16.10.2009, 19:30
Bärin,sprichst Du von einer bestimmten Marke?

Ich bin ehrlich gesagt auch eher der Meinung dass da einiges übertrieben wird. Wie kommt es sonst,dass nur Kanada zB die Flaschen von Avent verboten hat da die Höhe eine Grenze überschritten hat??
Deutschland grenzt doch sonst auch alles ein

Soweit ich es verstanden habe war die zweite Studie nicht von Avent in Auftrag gegeben,sie nehmen sie einfach als Beispiel,wie sehr sich die Werte unterscheiden können

Ferner muss ja auch betont werden,dass das BPA "nur" im Schnullerschild ist und nicht im Sauger.

Ich will nichts verschönigen oder so.Hab mir auch schon so meine Gedanken gemacht aber ehrlich gesagt nervt es mich mitlerweile,dass man überall und alles anmerken kann.Geht ja nicht nur um die Kinder sondern auch um unsere Lebensmittel und und

caschuer
16.10.2009, 19:34
Ich weiß leider gerade mal wieder nicht, wo ich vor 2 Wochen gelesen habe, dass die Ergebnisse in Österreich von denen in Deutschland abgewichen sind...

Die Interessen von Umweltorganisationen sind PR, Mitglieder bekommen, Spenden etc (siehe Brent Spar...)
Ich bin großer Fan von solchen Organisationen, aber Medien sind Machtinstrumente!

Offensichtlich herrscht ja in Europa keine Einigkeit darüber, ob BPA nun direkt schädlich ist oder nicht...
Leider habe ich kein Stillkind, bin also abhängig von Saugern und sind die nun wirklich BPA frei?:knatsch:

Symphonie
16.10.2009, 19:37
Cascheur
Also ICH habe es auf der Avent Seite gelesen und fand es eigentlich wieder mal sehr interessant.

Die Dickmadame wird auch ein Flaschenkind und ich habe lange überlegt was ich mache da ich a. die Produkte von Avent sehr gut finde und b. nicht glaube,dass alle anderen Flaschen aufeinmal davon frei sind.

caschuer
16.10.2009, 19:39
Symphonie: Wir sind gerade in der Umstellung zur Breikost und ich frage mich, ob es Sinn macht, jetzt noch alles auf Glas umzustellen. Bisher haben wir auch AVENT Flaschen und Sauger...
Nuckis mochte er nicht von Avent, da haben wir NUK und MAM.(Silikon)

Ich warte eigentlich nur auf den nächsten "Bio-Baby-Brei" Skandal :ooooh:

Symphonie
16.10.2009, 19:41
Wir haben auch keine Avent Schnuller ;-)
Naja, gab es nicht letztens irgendwas in Babygläschen? Ich habe meisst selber gekocht aber in Plastik eingefroren,wer weiß ob ich es nicht so noch schlimmer gemacht habe?
Ich mache mir rückwirkend nun erst recht keine Gedanken,bringt nichts
Sicherlich lohnt es sich nicht jetzt noch umzustellen

caschuer
16.10.2009, 20:06
Symphonie: Ich werde auch selbst kochen, sobald sich die Menge lohnt :freches grinsen: Momentan sind wir noch am Anfang... und essen vom Plastiklöffel :knatsch:
Aber nun... ich wünsche meinem Kleinen alles Gute und nur das Beste, aber ich will deswegen nicht hysterisch werden...

braunbaerin
17.10.2009, 13:15
Bärin,sprichst Du von einer bestimmten Marke?

Mich betrifft NUK, und ich hab dankenswerterweise in der Schublade noch ein Modell gefunden, das lt. NUK-Website BPA-frei ist. Ich weiß nicht, welche der Studien nun stimmt, hab aber seit der Meldung lieber keinen Schnuller mehr gegeben und bin einfach froh, dass meine Tochter ohne ihn auskommt, auch wenn sie dafür öfter an meiner Brust nuckelt (die sollte BPA-frei sein:smirksmile:).

Guduchi
17.10.2009, 19:54
Dieser (http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/pdfs/chemie/bisphenol_a_babyschnuller/20091015_chemie_babyschnuller_ergebnisuebersicht.p df) Link sagt eindeutig, dass Dentistar wohl nicht so toll ist.
Hat meine bisher noch bei der Tagesmutter, ich tausch ihn jetzt gegen einen Nuk Genius, die sollten lt. der NUK-Homepage OK sein, weil kein klares Plasti als Schild verwendet wird.

Danke, hab da wohl was falsch verstanden, bzw beim letzten Test war hatte der besser abgeschitten...egal. Nuk Genius haben wir nun auch weil ich keinen MAM finde, wo auf edr Verpackung BPA-Frei steht...sind wohl alle ausverkauft...wobei hier ja der Nuk schlechter abschneidet als Avent...:wie?:....

Flor
17.10.2009, 21:26
Ich bin auch nicht grad gluecklich ueber die ERgebnisse, aber dann denk ich auch, die haben das ja nicht untersucht, indem sie irgendwie Speichel gesammelt haben und die Schnuller darin haben liegen lassen, sondern die haben die Dinger (laut Bund/Homepage) zermahlen und in irgendeinem Loesemittel ewig liegen lassen. Dass sich im Babzurin der Stoff findet, heisst natuerlich, dass es zu einem kleinen Teil aufgenommen wird, aber diese Yermahlerei macht doch denke ich das Ergebnis dramatischer, als es ist.

Flor
17.10.2009, 21:27
Ups, wollte sagen Babyurin und Zermahlerei...meine Tastatur steht irgenwie grad ganz komisch...

Amphib
17.10.2009, 21:53
Amerikanische Belegung eingestellt, müsstest Du unten in der Taskleiste wieder ändern können.

Ich hab jetzt den NUK Genius, der müsste BPA-Frei sein.

Flor
17.10.2009, 21:57
Danke:-))

Amphib
18.10.2009, 06:58
Bitte, passiert mir auch ab und an. ;-)