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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Machen euch die Umweltprobleme nicht zu schaffen?



Inaktiver User
10.09.2009, 11:01
Hallo

In den letzten Wochen habe ich mich wieder vermehrt in die Themen Umweltprobleme, Klimawandel, Hungerkatastrophen etc. eingelesen und muss sagen: wir haben wirklich ein Problem.

Korrektur: nicht wir (zumindest die "älteren", sondern die heute Geborenen, unsere Kinder und später unsere Enkel.

Ich frage mich aber ernsthaft, wieso einfach nichts gegen die Probleme getan wird. Macht das wirklich niemandem ausser mir zu schaffen?

Kommt mir bitte nicht mit "was soll ich als einzelner schon tun".

Artemis

Nocturna
10.09.2009, 15:31
Ich bin mir relativ sicher, dass sich die Menschheit selber zu Grunde richten wird, alles nur eine Frage der Zeit, das mal vorab.

In Sachen Umweltprobleme sorge ich erst mal unmittelbar für mich selbst. Sprich, ich habe die Versicherungen für das Haus angepasst und Elementarschäden eingeschlossen, etwas das ich früher für unnötig gehalten habe. Des Weiteren leiste ich meinen bescheidenen Anteil, in dem ich möglich oft das Auto stehen lasse und meine Familie bio ernähre und noch so einige Kleinigkeiten wie Strom sparen, mir Shoppingflüge nach London verkneife und ähnliches.

Dann kann man sich noch genau die Parteienlandschaft begutachten und derjenigen seine Stimme geben, bei der man das beste Gefühl hat, was die Verantwortung für künftige Generationen angeht.

Wenn neue innovative Techniken zur Energieeinsparung auf den Markt kommen, werde ich die, sofern das Geld reicht, einsetzen, sei es bei der Hausdämmung, der Heizung (meine Schwägerin kombiniert gerade Erdwärme mit Photovoltaik – mal gucken, ob das eine Alternative wäre) oder der Fortbewegung. Damit sehe ich meine Möglichkeiten aber als ausgeschöpft an.

.gerrimee.
10.09.2009, 15:34
Hallo

In den letzten Wochen habe ich mich wieder vermehrt in die Themen Umweltprobleme, Klimawandel, Hungerkatastrophen etc. eingelesen und muss sagen: wir haben wirklich ein Problem.

Korrektur: nicht wir (zumindest die "älteren", sondern die heute Geborenen, unsere Kinder und später unsere Enkel.

Ich frage mich aber ernsthaft, wieso einfach nichts gegen die Probleme getan wird. Macht das wirklich niemandem ausser mir zu schaffen?

Kommt mir bitte nicht mit "was soll ich als einzelner schon tun".

Artemis

Was tust Du denn als Einzelner?

_Anubis
11.09.2009, 09:37
klimawandel in der erdgeschichte sind NORMAL! ja, evtl. stirbt die menschheit daran aus, was interessiert das den planeten? die menschheit ist nicht bedacht die natur zu retten, sie will ihren eigenen arsch retten. um mehr geht es hier nicht.

Inaktiver User
11.09.2009, 09:51
Treffen sich zwei Planeten im Weltraum

"Wie geht es dir" fragt der Eine den Anderen
"Ach nicht so gut, ich hab Homo Sapiens"
"Das geht vorbei..." :freches grinsen:

Die Erde hat schon ganz andere Klimawandel ertragen, die Eiszeit nämlich. Oder auch nach dem großen Meteoriteneinschlag als die Dino´s alles ausgestorben sind - die Erde erholt sich wieder.

Und solange die Sonne nicht implodiert wird es die Erde auch weiterhin geben - mit uns oder ohne uns!

Inaktiver User
11.09.2009, 10:01
Ich frage mich aber ernsthaft, wieso einfach nichts gegen die Probleme getan wird. Macht das wirklich niemandem ausser mir zu schaffen?

Kommt mir bitte nicht mit "was soll ich als einzelner schon tun".



Ich sehe schon, dass Dinge getan werden - ich kann mich noch an Deo mit Treibhausgasen erinnern, Benzin mit Blei uvm. Es ist ein Prozess, da er weltweit stattfindet ist er langsam. Und ja, es gibt Leute, die interessieren sich weniger, andere mehr.
Ich finde es übrigens ganz schön vermessen, dass du fragst, ob es außer dir niemandem zu schaffen macht. Es gibt soviele Menschen, die sich engagieren!


Was ist dein Beitrag? Was schlägst du vor?

Inaktiver User
11.09.2009, 10:44
Es gibt soviele Menschen, die sich engagieren!


Was ist dein Beitrag? Was schlägst du vor?

Ich habe nicht gesagt, dass es keine Menschen gäbe, die sich engagieren. Ganz im Gegenteil.

In meinem Umfeld (eigentlich nette, gebildete Leute) ecke ich leider nur an z.B. mit meiner Lebensweise, viele fühlen sich provoziert dadurch, dass ich z.B. nicht Auto fahre, konsequent Bio und fair trade kaufe, mich poliltisch engagieren werde, bei mehreren Organisationen zumindest als passives Mitglied mitmache, Urlaub konsequent in Europa verbringe und Flüge vermeide.. etc. etc.

Ich missioniere eigentlich nicht, aber schon mein Leben scheint zu provozieren.

Inaktiver User
11.09.2009, 10:46
klimawandel in der erdgeschichte sind NORMAL! ja, evtl. stirbt die menschheit daran aus, was interessiert das den planeten? die menschheit ist nicht bedacht die natur zu retten, sie will ihren eigenen arsch retten. um mehr geht es hier nicht.

Was ist denn so schlimm daran, dass die Menschheit ihren Allerwertesten retten will? Um uns geht es ja nicht. Wir haben unser Leben zu einem grossen Teil schon gehabt. Ein sehr angenehmes dazu. Aber unsere Kinder? Ich hätte gern, dass meine kleinen Nichten auch mal Kinder haben können, Kinder, die eine offene Zukunft haben.

Inaktiver User
11.09.2009, 10:51
. Es gibt soviele Menschen, die sich engagieren!


Was ist dein Beitrag? Was schlägst du vor?

Wenn nur schon diskutiert werden könnte im Alltag. Wenn ich z.B. sage, dass ich gewisse Dinge eben nicht kaufe, weil die asiatischen Arbeiterinnen von ihrem Gehalt nicht ansatzweise leben können (und damit meine ich, dass sie nicht mal ihre elementarsten Bedürfnisse decken könnten wie sauberes Wasser, eine menschenwürdige Wohngelegenheit etc.), dann höre ich die abstrusesten Begründungen wie dass es Asiaten weniger ausmachen würde, die seien fleissiger, dass es halt eben Arm und Reich gebe, dass sie ja gar nichts hätten, wenn wir nicht konsumieren würden

Inaktiver User
11.09.2009, 10:53
Ich habe nicht gesagt, dass es keine Menschen gäbe, die sich engagieren. Ganz im Gegenteil.

[...]

Ich missioniere eigentlich nicht, aber schon mein Leben scheint zu provozieren.

Artemis, wenn du in deinem Umfeld auftrittst wie hier mit deinem Eingangspost ("Bin ich eigentlich die einzige...?"), kann ich schon verstehen, dass du provozierst. Im Übrigen impliziert die zitierte Aussage schon, dass sich kein anderer kümmert. Vielleicht bist du ja so ein kleines bisschen betriebsblind? Merkst gar nicht, dass dein Engagement gut ist, aber du vielleicht den einen oder die andere damit überfährst? Menschen, die sich stark engagieren, merken häufig nicht, dass sie eben doch etwas missionarisch rüberkommen (da muss ich mich übrigens einschließen *zwinker*)
Aber, hey, du engagierst dich in deinem Bereich, und das finde ich gut :)

belonya
11.09.2009, 11:06
Ich habe mich hier in einem Strang über das Waschen mit ökologischen Waschmittel versucht auszulassen. Es drehte sich darum, Wasser nicht sooo zu verschmutzen, wie es mit herkömmlichen Mitteln geschieht, bis dies wieder neutralisiert ist. Und Vorschläge meinerseits, hier die Umwelt zu schonen.

Himmel, bin ich beschimpft worden. Zahlen der Wassereinsparung galten da nicht einen Furz. Im Gegenteil. Es drehte sich um vergraute weiße Wäsche und es gab dafür noch mehr Vorschläge, diese Vergrauungen mit noch mehr Chemie zu bekämpfen. Was noch mehr Wasserverunreinigung einbringt.

Es gibt ja viel Themen für Umweltprobleme. Aber diese Hinweise waren einfach schon zuviel....

Inaktiver User
11.09.2009, 11:21
Es gibt einige Dinge, die ich tue bzw. unterlasse, um die Bereiche, die wir für den Moment beeinflussen können, besser zu gestalten.

Dennoch finde ich es (typisch) vermessen und ein weiteres Indiz für den Größenwahn der Menschheit, zu glauben, wir könnten eine Klimaveränderung beeinflussen oder gar aufhalten.

Die Klimaveränderung kommt, so oder so, wir haben sie vermutlich beschleunigt, aber verursacht haben wir sie wohl kaum - wir wünschten, es wäre so, denn dann hätten wir eine Option sie rückgängig machen.

Inaktiver User
11.09.2009, 11:25
Wie soll die denn rückgängig gemacht werden?

Inaktiver User
11.09.2009, 11:34
Wie soll die denn rückgängig gemacht werden?

Gar nicht, Maddin.

Deshalb schreibe ich ja auch: Hätten wir es verursacht, hätten wir eine Option, es rückgängig zu machen. Die Option hätten wir jedoch auch nur in unseren Köpfen. Menschen denken (leider), dass sie das, was sie in die eine Richtung gelenkt haben, auch in die andere lenken können. Nur - das bleibt ein frommer Wunsch (oder ein Allmachtsgedanke).

Inaktiver User
11.09.2009, 11:43
Ein sehr bekannter Evolutionsbiologe, dessen Namen mir entfallen ist, meinte in einem Interview mal, daß das große Problem des Menschen ist, daß es ihn nach statischen Verhältnissen dürstet. Statt sich mit der Veränderung in der Welt zurecht finden zu wollen, versucht der Mensch immer wieder krampfhaft am Bestehendem fest zu halten. Dabei hat es die Natur doch eingerichtet, daß Veränderungen nicht das Aus bedeuten müssen.

Inaktiver User
11.09.2009, 11:59
Es gibt einige Dinge, die ich tue bzw. unterlasse, um die Bereiche, die wir für den Moment beeinflussen können, besser zu gestalten.

Dennoch finde ich es (typisch) vermessen und ein weiteres Indiz für den Größenwahn der Menschheit, zu glauben, wir könnten eine Klimaveränderung beeinflussen oder gar aufhalten.

Die Klimaveränderung kommt, so oder so, wir haben sie vermutlich beschleunigt, aber verursacht haben wir sie wohl kaum - wir wünschten, es wäre so, denn dann hätten wir eine Option sie rückgängig machen.


Ok, obwohl die Bücher von Franz Alt geradezu verschlinge, habe ich neulich einen Meteorologen im entfernten Bekanntenkreis über die Klimaerwärmung befragt und er meinte, man könnte es schlicht nicht sagen, wie es herauskäme. Als er noch studiert hätte, er ist einige Jahre über 40, sei von einer neuen Eiszeit die Rede gewesen. Er meinte auch, dass die Modellrechnungen nicht viel taugen würden.

Da ich mich seit längerem mit Grenzen der modernen Medizin beschäftige, habe ich ihm einfach mal geglaubt.

Grundsätzlich glaube ich nicht, dass die Menschheit definitiv zu Grunde geht, und zwar aus philosophisch-religiös-weltanschaulichen Gründen. Trotzdem kann es unter Umständen schwierig werden für unsere Nachkommen.

wieder ein anderer Ansatz, in einem Buch gelesen: die Mensschheit an sich geht nicht zu Grunde, aber unsere westliche Zivilisation oder Teile davon.

Inaktiver User
11.09.2009, 12:03
Ich habe mich hier in einem Strang über das Waschen mit ökologischen Waschmittel versucht auszulassen. Es drehte sich darum, Wasser nicht sooo zu verschmutzen, wie es mit herkömmlichen Mitteln geschieht, bis dies wieder neutralisiert ist. Und Vorschläge meinerseits, hier die Umwelt zu schonen.

Himmel, bin ich beschimpft worden. Zahlen der Wassereinsparung galten da nicht einen Furz. Im Gegenteil. Es drehte sich um vergraute weiße Wäsche und es gab dafür noch mehr Vorschläge, diese Vergrauungen mit noch mehr Chemie zu bekämpfen. Was noch mehr Wasserverunreinigung einbringt.

Es gibt ja viel Themen für Umweltprobleme. Aber diese Hinweise waren einfach schon zuviel....


Verstehe ich einfach nicht. Aber ich versuche mal, deinen Strang zu finden.


Im Übrigen geht es nicht darum, den Leuten die Lebensfreude zu klauen, im Gegenteil, ich finde, es bringt sehr viel Lebensfreude, sich z.B. um den Erhalt der Recourcen zu kümmern und sich zu engagieren.

Viele Dinge, die wir im Alltag konsumieren, konsmumieren wir eh hauptsächlich aus Gewohnheit und eigentlich könnten wir uns auch wieder umgewöhnen.

Abgesehen davon finde ich, dass nicht nur die Umweltprobleme zu lösen sind resp. das alle Probleme der Gegenwart miteinander vernetzt sind. z.B. die grosse Arbeitslosigkeit hier und die miesen Arbeitsbedingungen in Asien.

Vieles wird einem an Luxus auch aufgezwungen. Ein Beispiel, vielleicht ein blödes, aber trotdem: ich brauche keine luxuriösen öffentlichen Toiletten, die bis zu 1.5 Euro kosten. Eine einfache öffentliche Toilette genügt. Die öffentliche Bibliothek muss nicht supermodern und teuer eingerichtet sein. Ich bin froh, wenn ich einfach Bücher ausleihen kann. Mein Arbeitsplatz darf auch zweckmässig, aber einfach eingerichtet sein. Ich bin froh, wenn ich die benötigten Geräte habe und grundsätzlich arbeiten darf. Ich brauche auch keinen supergestylten Friseursalon, sondern möchte eine Friseuse, die mir meine Haare schön schneidet. Das tut sie aber, wenn sie z.B. gutes Geld bekommt und nicht wenn sie nicht weiss, wie sie ihre Miete bezahlen kann....

Inaktiver User
11.09.2009, 12:04
Als er noch studiert hätte, er ist einige Jahre über 40, sei von einer neuen Eiszeit die Rede gewesen.

Stichwort "Global Dimming". Vor den 80ern hatte die Luftverschmutzung durch Partikel dazu beigetragen, daß sich das Klima abkühlte. So sagt man...

Was die Berechnungen angeht: Sieh sich einer nur die Umweltzonen an, die dazu gedacht waren, die Feinstaubbelastung zu reduzieren. Und? Nix war es, kein wirklicher Effekt vorhanden.

Inaktiver User
11.09.2009, 12:05
Viele Dinge, die wir im Alltag konsumieren, konsmumieren wir eh hauptsächlich aus Gewohnheit und eigentlich könnten wir uns auch wieder umgewöhnen.


Wer ist wir?

Inaktiver User
11.09.2009, 12:41
Wer ist wir?

Alle.

Inaktiver User
11.09.2009, 12:47
Ach? Und du kannst für alle Menschen sprechen? Mag sein, dass das der Grund ist, warum du andere provozierst.

Inaktiver User
11.09.2009, 12:49
Ach? Und du kannst für alle Menschen sprechen? Mag sein, dass das der Grund ist, warum du andere provozierst.

Nein, natürlich kann ich nicht für alle sprechen. Wie gütig von dir, mich aufmerksam zu machen auf mein Defizit.

Nocturna
11.09.2009, 12:53
Viele Dinge, die wir im Alltag konsumieren, konsmumieren wir eh hauptsächlich aus Gewohnheit und eigentlich könnten wir uns auch wieder umgewöhnen.

Umgewöhnen, auf ein niedrigeres Niveau? Nicht wirklich.

Die Schwellenländer wie China und Indien stehen vor dem Sprung, da lechzt eine Milliardenbevölkerung danach mit der westlichen Welt gleichzuziehen. Und es gibt viel nachzuholen, Auto statt Fahrrad, bessere Wohnbedingungen, andere Ernährung. Das wird nie und nimmer ohne Auswirkung bleiben, siehe die diversen Umweltkatastrophen in China.

Ich behaupte, das dicke Ende kommt noch.

Inaktiver User
11.09.2009, 12:54
Gern geschehen... Allerdings bin ich weder "gütig", noch wollte ich es sein. Du hast dich weiter oben darüber beklagt, dass du Menschen allein durch dein Leben provozierst, ich wollte dich lediglich darauf aufmerksam machen, dass es an der Art deiner Kommunikation liegen könnte, da ich weiß, wie das ist. Es mag sein, dass das nicht das ist, was du hören möchtest. Ich kann mich aber gerne zurückziehen, wenn es dir dann besser geht.

Inaktiver User
11.09.2009, 13:59
Umgewöhnen, auf ein niedrigeres Niveau? Nicht wirklich.

Die Schwellenländer wie China und Indien stehen vor dem Sprung, da lechzt eine Milliardenbevölkerung danach mit der westlichen Welt gleichzuziehen. Und es gibt viel nachzuholen, Auto statt Fahrrad, bessere Wohnbedingungen, andere Ernährung. Das wird nie und nimmer ohne Auswirkung bleiben, siehe die diversen Umweltkatastrophen in China.

Ich behaupte, das dicke Ende kommt noch.


ein ganz legitimer Wunsch der Chinesen und der Inder. Bloss: selbst wenn wir das Klimaproblem nicht hätten, gibt es schlicht zu wenig Recourcen, dass auch die Inder und die Chinesen nach westlichem Nievau leben könnten. Gandhi sagte nach Erreichen der Unabhängigkeit auf die Frage, ob Indien nun auch den Lebensstandart der Briten erreichen würde: "Die Briten haben die halbe Welt kolonialisieren müssen, um ihren Lebensstandart zu erreichen. Was glauben Sie, wie viele Planeten benötigen wir, dass jeder Inder so leben kann wie die Briten?" Ganz original bringe ich den Satz nicht mehr zusammen, aber sinngemäss stimmt er.

Was also tun? Eine Möglichkeit wäre, aus den vorhandenen Recourcen um den Faktor 5 bis 10 mehr herauszuholen, also als Beispiel Autos zu fahren, die nur noch 1 - 2 Liter verbraten.

Dummerweise geht dies auch nicht auf. Untersuchungen haben ergeben, dass jede Effizienzverbesserung umgehend durch höheren Konsum aufgezehrt wird.

Ja, wir haben heute Autos, die "nur" noch 6 statt 8 Liter brauchen. Dummerweise fahren mehr Autos immer mehr Kilometer.

Ich bin keine Fachfrau, habe aber in den vergangenen Jahren und insbesondere in den vergangenen Sommerferien fast jedes Buch gelesen, das ich über dieses Thema finden konnte.

Der Club of Rome hat einige Szenarien ausgearbeitet, die ich ebenfalls grad nicht im Kopf habe.

Aber wir müssen uns nach unten anpassen, weil es irgendwann schlicht nicht anders geht. Oder die Unterschicht, die globale wie die westliche muss dafür gerade stehen, indem sie nicht mal das Lebensnotwendige zur Verfügung gestellt bekommt. Dieses Szenario finde ich aber total abturnend!

Eine Möglichkeit wäre vielleicht vermehrt Konsum, der nicht recourcenabhängig ist. Z.B. leise ich mir kein neues Kleidungsstück, sondern eine Massage oder einen zusätzlichen Friseurbesuch.

Oder schauen wir die Ernährung an: Es gäbe genügend Nahrung, dass jeder Bewohner der Erde um die 2500 Kalorien pro Tag konsumieren könnte. Dummerweise essen wir Westler und neu auch die Chinesen gerne Fleisch. Fleisch ist aber 10-mal recourcenintensiver, das heisst man könnte 10 Personen mit Getreide ernähren oder eine einzige mit Fleisch.

Aber sag mal jemandem, man dürfe nur noch einmal pro Woche Fleisch essen, damit alle satt würden? Ein Aufschrei würde durch das Land gehen. Aber früher hat man auch nur einmal die Woche Fleisch essen können. (Ich habe mal irgendwo gelesen, dass wenn ca. 5 Millionen auf eine Fleischmahlzeit pro Woche verzichten würden, 1000 Menschen mit dem frei werdenden Getreide ernährt werden könnten.)

du fragst jetzt sicher, mit Recht, ob ich Fleisch essen würde. Nein resp. wenn es nicht anders geht z.B. bei einer Einladung. Ich habe auch versucht, Milchprodukte drastisch zu reduzieren, da auch diese recourcenintensiver sind als pflanzliche Nahrung. Am Anfang wars echt hart und eine Umgewöhnung. Mittlerweile geht es gut und ich bin auf einem bescheidenen Mass von ca. 2 dl Milch resp. 50 g Käse pro Woche angekommen. Es geht gut, ausserdem habe ich abgenommen und fühle mich gesünder.

Eine Umstellung welcher Art auch immer ist nur am Anfang ein wenig Verzicht, mit der Zeit merkt man, dass es auch ohne geht.

Inaktiver User
11.10.2009, 16:16
Ich habe nicht gesagt, dass es keine Menschen gäbe, die sich engagieren. Ganz im Gegenteil.

In meinem Umfeld (eigentlich nette, gebildete Leute) ecke ich leider nur an z.B. mit meiner Lebensweise, viele fühlen sich provoziert dadurch, dass ich z.B. nicht Auto fahre, konsequent Bio und fair trade kaufe, mich poliltisch engagieren werde, bei mehreren Organisationen zumindest als passives Mitglied mitmache, Urlaub konsequent in Europa verbringe und Flüge vermeide.. etc. etc.

Ich missioniere eigentlich nicht, aber schon mein Leben scheint zu provozieren.

Das kommt mir seeeehr bekannt vor, abgesehen davon daß ich mich als Ausländer leider nicht politisch engagiere (dafür habe ich eine GlobalisationsAbteilung auf der HP) und gar nicht fliege. Da ich etwas älter bin und bereits die ersten weißen Haare habe, hört man mir auch zu, aber missionieren...? Nein, man tut was man kann und basta!