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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Urlaub während der Krankheit/Urlaub nach der AHB



Inaktiver User
01.07.2009, 02:12
Hallo Ihr Lieben,

ich plane, direkt nach der AHB für 2 Wochen mit meinem Mann in den Urlaub zu fahren (ganz sicher ins Ausland). Und danach möchte ich dann endlich mit der Wiedereingliederung beginnen.

Die Internetrecherche hat dazu nichts eindeutiges ergeben...ich bin mir ziemlich sicher, dass ich die Krankenkasse um Erlaubnis fragen müsste, denn von denen bekomme ich ja mein Krankengeld. Ich kanns mir auch nicht leisten, dass die mir dann wg. des Urlaubs das Krankengeld streichen würden. Eigentlich wollte ich mich ja, um evtl. Problemen mit der Krankenkasse zu entgehen, für die Zeit des Urlaubs gesund schreiben lassen. Aber meine Kollegin aus dem Personalwesen meinte, dann ist keine anschließende Wiedereingliederung möglich.

Bevor ich bei der Krankenkasse schlafende Hunde wecke, frage ich lieber mal bei Euch nach, ob die eine oder andere damit Erfahrungen hat.

LG von Kati

Zitronengras
01.07.2009, 09:18
Hallo Kati,

ich hatte meine Krankenkasse genau das mal gefragt (es ging darum, während der Chemozeit ein verlängertes Wochenende nach Mallorca zu fliegen, was wir aus anderen Gründen dann doch nicht gemacht haben).

Die KK (Techniker) hat gesagt, das überhaupt nichts dagegen spricht unter zwei Bedingungen
1. es spricht medizinisch nichts dagegen, was der Arzt auch bestätigen muss
2. es verschieben sich keine Therapien deswegen

Der nette Sachbearbeiter meinte dann, wenn beides erfüllt ist, könnte ich ruhig fahren, es würde ja auch der Seele guttun und sei daher der Heilung sicher förderlich. Solange sich keine Therapien verschieben, würde das Krankengeld auch weiterlaufen.

Ich würd an Deiner Stelle aber ruhig bei der KK mal nachfragen.

clematis61
01.07.2009, 15:25
Hallo Kati,

ich war auch während der Krankschreibung in Urlaub.
Die KK hat es mir bestätigt, mit dem Hinweis, Urlaub stände mir nicht zu, aber sie machen eine Ausnahme und es ist eine Einzelfallentscheidung.
Das bekam ich auch schriftlich, nicht nur per Telefon. Krankengeld wurde für diese Zeit auch weiter gezahlt.
Meinen Arbeitgeber habe ich auch informiert, den interessierte es aber nicht, da ich das Krankengeld von der Krankenkasse erhielt.


Bei dir wäre es ja im Anschluss an die AHB.:knatsch:

Deren Ziel ist es, dich als gesund und somit arbeitsfähig zu entlassen.
Wenn der Reha-Arzt arbeitsfähig ankreuzet, dann beginnt einen Tag nach der AHB der Arbeitsalltag!!!


Ich würde deshalb mit dem Arbeitgeber sprechen, wegen dem Urlaub nach der AHB.

In der AHB würde ich sagen, dass du ab Datum eine Wiedereingliederung machst und daß das auch schon mit Arbeitgeber und Krankenkasse abgesprochen ist.
Das würde ich auch schon vorher mit der KK so absprechen.

Inaktiver User
01.07.2009, 18:48
Ihr Lieben,

habe heute mit meiner KK telefoniert. Wie ich´s mir schon dachte, ist der Urlaub nach der AHB, aus der man wirklich direkt in die Wiedereingliederungsmaßnahme startet, eigentlich nicht gestattet. Eine Gesundschrift hätte tatsächlich die Wiedereingliederung verhindert.

Sie machen aber aufgrund der Schwere der Krankheit eine große Ausnahme, zahlen auch das Krankengeld und haben die Bedingung Inland. Und meine Doc muss ihr Einverständnis geben.

Puh, ich bin froh, dass es klappt. Und nun weiß ich dann also auch, dass ich ab Mitte Oktober wieder arbeite :lachen:

Kappuziner
03.07.2009, 18:26
Hallo Katimaus,

ich war trotz Krankengeld zwei mal im Ausland, ich hab das einfach riskiert. Ich habe eine Auslandskrankenversicherung und wenn mir etwas passiert wäre, hätte ich das über die abgerechnet, so dass meine Krankenkasse das nicht gemerkt hätte. Gerade heute habe ich den nächsten Urlaub gebucht, segeln von Oslo nach Göteborg. Ich freu mich total darauf und denke nicht daran, mir den Spaß von der Krankenkasse verderben zu lassen. Wieso sollte ich mich weniger erholen, wenn ich schwedische Kronen statt Euro dafür zahle?

clematis61
04.07.2009, 00:15
Wie ich´s mir schon dachte, ist der Urlaub nach der AHB, aus der man wirklich direkt in die Wiedereingliederungsmaßnahme startet, eigentlich nicht gestattet. Eine Gesundschrift hätte tatsächlich die Wiedereingliederung verhindert.

:



Es ist nicht immer so, dass man aus der AHB direkt mit dem Hamburger Modell beginnt.
Die Wiedereingliederung kann auch später starten.



Nur die Kosten verteilen sich anders. Beginnt man direkt nach der AHB zahlt die Wiedereingliederung die Rentenversicherung.

Beginnt man später mit der Wiedereingliederung, dann zahlt die Krankenkasse.

Ich denke, die größte Hürde ist dabei der Arzt in der AHB! Da er auf den Entlassungspapieren sein Kreuzchen bei arbeitsfähig oder nicht arbeitsfähig macht.

Zitronengras
04.07.2009, 10:06
Ich werde Anfang September aus der AHB kommen, möchte dann aber nicht sofort wieder anfangen, sondern erst Anfang Oktober, da im September die stressigste Zeit bei uns ist. Sollte mein AHB-Arzt mich gesund schreiben, werde ich mich eben von einem anderen Arzt wieder krankschreiben lassen. Es geht ja nur um 2-3 Wochen.

Inaktiver User
06.07.2009, 00:17
Hallo Ihr Lieben,

lieben Dank für Eure Antworten. Ich war nun zwischenzeitlich auch bei meiner DMP-Gyn am Freitag. Na die hat mir aber sowas von den Zahn gezogen, von wegen gesund direkt nach der AHB. Sie war ziemlich überrascht, dass ich mich jetzt schon so konkret mit dem Gedanken an die Wiedereingliederung befasse, wo ich doch noch mitten in der Therapie stecke.

Sie sagte, klar möchte die KK, dass man nach der AHB wieder arbeitsfähig ist, aber schließlich mache ich keine AHB wegen eines orthopädischen Problems, sondern wegen einer onkologischen Erkrankung. Und nach ner onkologischen AHB wird man nicht arbeitsfähig entlassen. Also sie sieht das noch nicht, dass ich danach gesundgeschrieben werde. Naja, sie hats sicher nur gut gemeint, meinte auch, andere in meiner Situation beantragen Erwerbsunfähigkeitsrente....aber seit dem Gespräch gehts mir gar nicht mehr so gut; sie hat mich richtig hart auf den Boden der Tatsachen zurück geholt. Zum Schluss ist sie aber dann auch etwas zurückgerudert und meinte, es ist schon auch gut, wenn ich dann langsam wieder ins Arbeitsleben und damit in den Alltag zurück komme. Aber sie findet es eben nicht gut, dass ich das jetzt alles schon während der Bestrahlung so konkret plane. Tja, ich muss aber planen; zum Einen muss Schatzi Urlaub beantragen und kann nicht einfach so hin und herschieben und zum Zweiten muss ich auch mit meinem Arbeitgeber planen, denn ich habe einige Wünsche für meine Rückkehr, die sie mir erfüllen wollen, was mich sehr freut. Dazu benötigen sie aber meinen ungefähren Rückkehrtermin.

Ich komme also dann Mitte Sept. aus der AHB wieder, habe dann nochmal 2 Wochen Urlaub und starte Anfang Oktober wieder durch. Dann war ich dann fast ein Jahr zuhause. Und schließlich finde ich, ist die Wiedereingliederung ja auch dafür da herauszufinden, inwieweit man schon wieder belastbar ist.

Das mit dem Inland finde ich okay; meine Krankenkasse bezahlt und ich bin nun mal eine total ehrliche Haut und respektiere diese Vorgabe der KK. Ich habe keine Auslands-KV und würde mich dann nicht wirklich wohlfühlen, wenn ich Angst haben müsste, dass es auffliegt, wenn mir dort in Südtirol was passiert. So erhole ich dies Jahr in den bayerischen Alpen nicht weniger als in den italienischen Alpen; lediglich die Pizza wird da nicht so gut schmecken, aber ´ne Weißwurscht mit süßem Senf ist für mich ein adäquater Ersatz :freches grinsen:

Zitronengras
06.07.2009, 08:46
Kati, jetzt mach Dir mal keine Gedanken wg dem, was die Gyn gesagt hat! Eine AHB ist doch auch dazu da, körperlich wieder etwas belastbarer zu werden und seelisch auch (abschalten, andere Umgebung, wenn man will die psychoonkolig. Angebote nutzen). Und dann wird man eben sehen. Ich finde es prima, dass Du schon wieder planst, denn mir geht es ebenso. Vielleicht kann ein gesunder Mensch nicht verstehen, dass Arbeit mehr ist als Geldverdienen. Es ist ein Stück Normalität, was sich doch die meisten von uns sehr wünschen, ich jedenfalls. Wenn ich mir vorstelle, ich sollte mit Mitte 30 oder so wie Du, Anfang 40, schon in Rente :ooooh::ooooh::ooooh:

Und wozu auch, dafür gibts es ja nn wirklich keinen Grund!!! Klar, wir haben diese Angst, die die orthopädischen Fälle nicht haben. Aber wir haben alles menschenmögliche getan, um die Krankheit zu bekämpfen und mehr können wir nicht tun. Wenn man sich körperlich fit fühlt, warum nicht wieder arbeiten? Die Wiedereingliedung ist doch, wie Du auch schon sagst, genau dafür da, seine Leistunsgfähigkeit zu erproben. Im Moment hab ich ja auch noch Bestrahlungen und fühle mich eigentlich ganz wohl, da ich die Bestrahlung gut vertrage und außer Müdigkeit eigentlich nix merke (heute ist Nr. 25 dran). Aber ich denke auch oft ans Arbeiten, das habe ich aber schon während der Chemo getan, denn für mich war es wichtig, ein Ziel zu haben!

Inaktiver User
06.07.2009, 10:23
Aber wir haben alles menschenmögliche getan, um die Krankheit zu bekämpfen und mehr können wir nicht tun. Wenn man sich körperlich fit fühlt, warum nicht wieder arbeiten? Die Wiedereingliedung ist doch, wie Du auch schon sagst, genau dafür da, seine Leistunsgfähigkeit zu erproben. Im Moment hab ich ja auch noch Bestrahlungen und fühle mich eigentlich ganz wohl, da ich die Bestrahlung gut vertrage und außer Müdigkeit eigentlich nix merke (heute ist Nr. 25 dran). Aber ich denke auch oft ans Arbeiten, das habe ich aber schon während der Chemo getan, denn für mich war es wichtig, ein Ziel zu haben!

So sehe ich das auch :schild genau:

Sag, wie sieht Deine Haut nach Nr. 25 aus? Ist sie gerötet? Meine ist nämlich nach der 8. Bestrahlung schon etwas gerötet und die eine Schwester (allerdings eine doofe Schwester :smirksmile:) meinte auf meine Frage, dass sei üüüüüüüüüüberhaupt nicht normal.Naja, ich habe morgen auch ein Arztgespräch, da frage ich auch nochmal nach.

Zitronengras
06.07.2009, 12:19
Meine Haut ist ganz minimal gerötet, aber wirklich nur sehr leicht. Ich pudere 1mal am Tag, Wasser kommt nicht dran. Komisch, dass Du schon Reaktionen zeigst. Ist vielleicht Sonne drangekommen?

Inaktiver User
06.07.2009, 12:20
Hallo Ihr Lieben,

lieben Dank für Eure Antworten. Ich war nun zwischenzeitlich auch bei meiner DMP-Gyn am Freitag. Na die hat mir aber sowas von den Zahn gezogen, von wegen gesund direkt nach der AHB. Sie war ziemlich überrascht, dass ich mich jetzt schon so konkret mit dem Gedanken an die Wiedereingliederung befasse, wo ich doch noch mitten in der Therapie stecke.

Sie sagte, klar möchte die KK, dass man nach der AHB wieder arbeitsfähig ist, aber schließlich mache ich keine AHB wegen eines orthopädischen Problems, sondern wegen einer onkologischen Erkrankung. Und nach ner onkologischen AHB wird man nicht arbeitsfähig entlassen. Also sie sieht das noch nicht, dass ich danach gesundgeschrieben werde. Naja, sie hats sicher nur gut gemeint, meinte auch, andere in meiner Situation beantragen Erwerbsunfähigkeitsrente....aber seit dem Gespräch gehts mir gar nicht mehr so gut; sie hat mich richtig hart auf den Boden der Tatsachen zurück geholt. Zum Schluss ist sie aber dann auch etwas zurückgerudert und meinte, es ist schon auch gut, wenn ich dann langsam wieder ins Arbeitsleben und damit in den Alltag zurück komme. Aber sie findet es eben nicht gut, dass ich das jetzt alles schon während der Bestrahlung so konkret plane. Tja, ich muss aber planen; zum Einen muss Schatzi Urlaub beantragen und kann nicht einfach so hin und herschieben und zum Zweiten muss ich auch mit meinem Arbeitgeber planen, denn ich habe einige Wünsche für meine Rückkehr, die sie mir erfüllen wollen, was mich sehr freut. Dazu benötigen sie aber meinen ungefähren Rückkehrtermin.

Ich komme also dann Mitte Sept. aus der AHB wieder, habe dann nochmal 2 Wochen Urlaub und starte Anfang Oktober wieder durch. Dann war ich dann fast ein Jahr zuhause. Und schließlich finde ich, ist die Wiedereingliederung ja auch dafür da herauszufinden, inwieweit man schon wieder belastbar ist.

Das mit dem Inland finde ich okay; meine Krankenkasse bezahlt und ich bin nun mal eine total ehrliche Haut und respektiere diese Vorgabe der KK. Ich habe keine Auslands-KV und würde mich dann nicht wirklich wohlfühlen, wenn ich Angst haben müsste, dass es auffliegt, wenn mir dort in Südtirol was passiert. So erhole ich dies Jahr in den bayerischen Alpen nicht weniger als in den italienischen Alpen; lediglich die Pizza wird da nicht so gut schmecken, aber ´ne Weißwurscht mit süßem Senf ist für mich ein adäquater Ersatz :freches grinsen:

Ich beschäftige mich seit meiner OP nun direkt wieder mit dem Arbeitsleben, da ich voraussichtlich keine AHB mache. Und dies hat vor allem finanzielle Gründe. An meinen fixen Kosten kann ich leider nichts ändern und dann noch zusätzlich 210 Euro (21 x 10 Euro Zuzahlung) pro Tag für einen Aufenthalt in was weiß ich wo berappen... auch wenn ich vorher die Strapazen mit der Fahrerei zur Bestrahlung habe... jeden TAg 120 km, aber Taxi jeden Tag mit Zuzahlung - geht nicht. Krank sein muss man sich eben auch leisten können und so blöde Sprüche wie oben...

Aber ich bin vielleicht auch nur ein minder schwerer Fall. Grading II und sonst nichts befallen. Habe immer Schuldgefühle, wenn ich lese, was ihr alles mitmacht und schon durchgestanden habt. Auch wenn meine Angst vor einem Rückfall bestimmt nicht kleiner ist, als Eure. Trotz besserer Vorausetzungen. Das kann die Gefühlsebene nicht unterscheiden....

Ich werde aber auch mal noch versuchen, mich um einen Behindertenausweis zu kümmern. Obwohl ich mir denken könnte, das es bei "Brust noch zum großen Teil dran" gar nicht so viele Prozente gibt. Aber wir nehmen es mal in Angriff....

Zitronengras
06.07.2009, 13:40
Ich werde aber auch mal noch versuchen, mich um einen Behindertenausweis zu kümmern. Obwohl ich mir denken könnte, das es bei "Brust noch zum großen Teil dran" gar nicht so viele Prozente gibt. Aber wir nehmen es mal in Angriff....

Meine Psychoonkologin meinte, dass jede BK-Patientin 50% ohne Probleme bekommt. Ich habs auhc beantragt.

Wuppervalley1
07.07.2009, 09:51
Krank sein muss man sich eben auch leisten können und so blöde Sprüche wie oben...

Aber ich bin vielleicht auch nur ein minder schwerer Fall. Grading II und sonst nichts befallen. Habe immer Schuldgefühle, wenn ich lese, was ihr alles mitmacht und schon durchgestanden habt. Auch wenn meine Angst vor einem Rückfall bestimmt nicht kleiner ist, als Eure. Trotz besserer Vorausetzungen. Das kann die Gefühlsebene nicht unterscheiden....

Ich werde aber auch mal noch versuchen, mich um einen Behindertenausweis zu kümmern. Obwohl ich mir denken könnte, das es bei "Brust noch zum großen Teil dran" gar nicht so viele Prozente gibt. Aber wir nehmen es mal in Angriff....


***Krank sein muss man sich eben auch leisten können und so blöde Sprüche wie oben... ****

Genau!
Mit deinem Spruch oben gibst du, "als minderschwerer Fall" anderen vielleicht auch das Gefühl, ein schwerer und bemitleidenswerter Fall zu sein.......
Ob Grading I, II oder III ist doch wirklich egal. Die schreckliche Diagnosestellung mussten wir doch alle durchmachen, oder ? :nudelholz:


Soweit ich weiß, ist es Gemeinde abhängig, wieviele Prozente man auf BK kriegt. Bei uns gibt es auf jeden Fall 50%. Ich habe aber eine Bekannte, die in der tiefsten Eifel lebt und auch eine Ablatio hatte und die bekommt nur 30% !



Liebe Kati:wangenkuss:

ich habe meine Budapestreise auch gecancelt. Und das sogar auf anraten der Ärztin der Reiserücktrittversicherung! Sie wollte mir auf keinen Fall zumuten, wenn es mir in Ungarn schlecht gehen sollte, in ein ungarisches Krankenhaus zu gehen.
Das Ausland läuft einem doch nicht weg!


Wvalley:blumengabe:

clematis61
07.07.2009, 15:15
Ich werde aber auch mal noch versuchen, mich um einen Behindertenausweis zu kümmern. Obwohl ich mir denken könnte, das es bei "Brust noch zum großen Teil dran" gar nicht so viele Prozente gibt. Aber wir nehmen es mal in Angriff....

Tue das auf alle Fälle.

Die Anrechnung der Prozente ist wohl in allen Bundesländern etwas anders.

Meine Erfahrung in Bayern ist, dass Frauen mit Brusterhaltung mindestens 50% erhalten.
Ich erhielt 80%.

Nach meinen Metas habe ich 100 Prozent erhalten.

Und auch hier gilt, hartnäckig bleiben und gegebenenfalls in Widerspruch gehen.

Der Ausweis bringt ja einige Vorteile:
Steuerermäßigung, Kündigungsschutz, 5 Tage mehr Urlaub, Vergünstigung beim ADAC und einiges mehr.

Etwas problematisch finde ich es, wenn man mit dem Ausweis einen Job sucht, dann muss man die Schwerbehinderung meist angeben und einige Arbeitgeber nehmen dann lieber Mitarbeiter ohne diesen besonderen Schutz.

Es ist aber auch möglich, den Ausweis wieder zurückzugeben, damit verliert man natürlich auch den Schutz.


Kylie, von den Kosten der AHB kannst du auch teilweise befreit werden. Frage mal bei deiner Rentenversich. nach, es gibt für die tägliche Zuzahlung Einkommensgrenzen. Vielleicht hast du Glück und dein Einkommen liegt darunter.
So einfach darauf verzichten würde ich nicht. Es geht um deine Gesundheit und die sollte dir das Geld wert sein.

Kappuziner möchte die AHB ambulant machen, vielleicht wäre das für dich auch eine Alternative, die event. kostengünstiger ist.
(Ob es so ist, weiß ich allerdings nicht.)
Frag bei deiner Krankenkasse nach.

Und wenn du wirklich sehr knapp bei Kasse bist, dann gibt es Stiftungen und Hilfswerke.
In Bayern kann man bei der Bay. Krebsgesellschaft einen Antrag auf Beihilfen stellen. Einkommen und Erspartes muss natürlich vorher offen gelegt werden.




@Wuppervalley1

Ich stimme dir voll zu. Egal ob Grading 1 oder 3 oder Metas, wir kämpfen alle mit der gleichen Kranklheit.
Selbst wenn es unterschiedliche Prognosen gibt, wieviel Prozent überleben und geheilt werden können.
Es kommt doch immer darauf an, ob ich nun zu den 20 Prozent gehöre, die es nicht schaffen, oder zu den 80 die es schaffen.


Urlaub im Ausland
Es kommt sicher immer drauf an, wo man den verbringt.
Ich wollte 2006 nach Island (nach der OP habe ich mich ja total fit gefühlt).
Da hat mir mein Arzt abgeraten. Wir sind dann nach Österreich.

Nach den Chemos, vor den Bestrahlungen war ich auch eine Woche auf Malle.
Aber nix mit Ballermann, nur ausruhen, Wellnes und Rundumverwöhnprogramm.:zwinker:


Aber ich denke, das ist so eine Entscheidung, die jeder für sich treffen muss. Der eine braucht mehr Sicherheit und der andere meint, ich kanns riskieren.


Das schreibe ich euch aus Waging am See.

Hier hat die Sonne mal den Kampf mit den Regenwolken gewonnen, also nix wie raus.........:schild genau::Sonne::lachen:

Inaktiver User
07.07.2009, 18:33
Kylie, ich wünsche Dir von Herzen, dass Du ein minderschwerer Fall bist! Trotzdem habe ich beim Lesen sofort gedacht, oh, das könnte einigen schon das Gefühl geben, ganz schlimm dran zu sein. Und das ist für zart besaitete Seelen, die wir alle hier nun mal momentan durch diese Scheißdiagnose haben, Gift!

Ich finde, wir sitzen alle im selben Boot, egal ob hinter dem G eine 1 oder eine 3 steht und egal, ob befallene Lymphknoten oder nicht. Das Boot, in dem wir sitzen, heißt Brustkrebs keiner weiß, wie lange es noch oben schwimmt, ob sogar für immer, oder ob es vielleicht doch mal sinkt, wann das sein wird und wer dann zuerst untergeht, weil wir jetzt noch nicht wissen können, welche Seite dann zuerst im Wasser verschwindet. Unsere Therapie ist unsere Schwimmweste, jeder hat eine, denn jeder hat das gleiche durchgemacht und das bestmögliche für die Genesung getan. Und doch werden dann vielleicht einige Schwimmwesten löchrig sein, weil diese Krankheit eben doch zu unberechenbar ist.

clematis61
07.07.2009, 19:34
@Kati,

danke für diesen schönen Beitrag:blumengabe:

Inaktiver User
07.07.2009, 19:38
***Krank sein muss man sich eben auch leisten können und so blöde Sprüche wie oben... ****

Genau!
Mit deinem Spruch oben gibst du, "als minderschwerer Fall" anderen vielleicht auch das Gefühl, ein schwerer und bemitleidenswerter Fall zu sein.......
Ob Grading I, II oder III ist doch wirklich egal. Die schreckliche Diagnosestellung mussten wir doch alle durchmachen, oder ? :nudelholz:


Soweit ich weiß, ist es Gemeinde abhängig, wieviele Prozente man auf BK kriegt. Bei uns gibt es auf jeden Fall 50%. Ich habe aber eine Bekannte, die in der tiefsten Eifel lebt und auch eine Ablatio hatte und die bekommt nur 30% !

Wvalley:blumengabe:


Hallo Wuppervalley,

nein, das wollte ich nicht. Wollte keinen blöden Spruch abliefern. War mir nicht bewußt, dass ich damit automatisch anderen zu bemittleidenwerten Menschen abstemple - war nicht gewollt. :knatsch:

Und sehe ich auch nicht so, weil ich, im Gegenteil, Eure Einstellung und Euren Kampfgeist sehr bewundere. :blumengabe:

Mir ginge es mit einer anderen Diagnose sicherlich nicht so.

Aber mir wurde bisher von den Ärzten immer signalisiert, dass die Prognosen gut seien. Und ich habe Schuldgefühle, weil ich zu Hause herumsitze und die Allgemeinheit für mich zahlen muss. Wenn ich manchmal mit meinen EX-Kollegen telefonierte, hörte ich immer so den Unterton raus: Warum arbeitet die nicht während der Chemo??? Ich kenne den und den der trotz Chemo arbeitet...

Und rief nicht heute mal wieder meine KK an, wie weit ich denn nun schon wäre - die Sachbearbeiterin klang etwas enttäuscht, dass ich nun ja auch noch bestrahlt werde....:ooooh:

Und ich selbst hätte einfach mehr Angst, wenn ich eine andere Diagnose bekommen hätte. Dann ginge es mir lange nicht so gut. Und fachliche Hilfe bräuchte ich dann auch, obwohl ich einmal, als ich mit der Sozialarbeiterin im KH sprach mich schon gefragt habe: Was soll ich mit ihren frommen Sprüchen? Nichts, was mich "aufgefangen" hätte, sondern nur: Aha, achso und na, ja, da bekommen sie dann HIlfe (aber nicht hier und jetzt...).

Ich fühle mich nicht wohl, so, wie es jetzt ist. Ich wüßte nicht, wie es mir ginge, wenn man mir gesagt hätte, sie haben Metas und ihr Krebs ist nicht heilbar. Keine Ahnung wie ich das auf die Reihe gekriegt hätte. Ob ich so einen Kampfgeist hätte wie andere...

Vielleicht bin ich bemittleidenswert, weil ich es brauche, dass mir einer sagt: Das schaffen Sie, das ist heilbar???

Sicherlich wollte ich mit so einem Satz oder einer Äußerung niemanden verletzen, oder herabsetzen. Aber mich nimmt es mit, wenn jemand an Krebs stirbt. An Krebs kann man sterben. Mein Vater starb an Lungenkrebs 2005 erst... Ist noch gar nicht sooo lange her.


Und sollte noch etwas blöde geäußert sein... Sorry, dafür. Kann es einfach nicht besser, und ist bestimmt auch nicht so gemeint.

Wuppervalley1
07.07.2009, 21:18
Katimaus :wangenkuss:
genau so! :allesok:






Vielleicht bin ich bemittleidenswert, weil ich es brauche, dass mir einer sagt: Das schaffen Sie, das ist heilbar???



Nein, deshalb bist du nicht bemitleidenswert. Diese Aussage möchten wir doch alle gerne hören!


Vielleicht war die KK-Mitarbeiterin ja gar nicht enttäuscht, weil du jetzt auch noch eine Bestrahlung machst sondern enttäuscht darüber, dass du das auch noch über dich ergehen lassen musst! Vielleicht hatte sie dir schönere Dinge gewünscht......:wie?:.....:erleuchtung:

wvalley

Inaktiver User
08.07.2009, 12:12
Aber ich bin vielleicht auch nur ein minder schwerer Fall. Grading II und sonst nichts befallen. Habe immer Schuldgefühle, wenn ich lese, was ihr alles mitmacht und schon durchgestanden habt. Auch wenn meine Angst vor einem Rückfall bestimmt nicht kleiner ist, als Eure. Trotz besserer Vorausetzungen. Das kann die Gefühlsebene nicht unterscheiden....




Ihr Lieben, @ katimaus und @ Wuppervalley

ihr habt aber das "vielleicht" vor dem minder schweren Fall gelesen...

Ich hätte es eher so schreiben wollen:
Bin ich vielleicht auch nur ein minder schwerer Fall?? .....

Meine Ärzte, Onkologen, Kassen, sonstige Menschen oder Behörden suggerieren einem das irgendwie immer. Das hat nichts mit einer Tatsache oder Feststellung zu tun.

Die guten Prognosen müssen sich ja auch erst in der Zukunft noch herausstellen. Geheilt gilt man erst nach 5 Jahren oder so. Aber auch, wenn man die 5 Jahre ohne Probleme schafft, denke ich doch immer, dass die Angst bleiben wird. Auch, ob man nun das richtige getan hat, wenn man sich für den Erhalt der Brust entschieden hat und neuen Medikamenten vertraut. Aber wem von uns geht es nicht ähnlich??

Und das mit dem Grading habe ich eigentlich nur wegen eines Beitrags von Kappuziner aufgegriffen. Allerdings unter dem Aspekt, dass man manchen Aussagen anderer nicht ausweichen kann. Ich merke z. B. selbst bei der eigenen Familie, wie da "blöde Sprüche" kommen. Deshalb kann ich ja die Familie nicht ignorieren. Und da merkt man am schnellsten, dass da die eigenen Urängste vor dem Tod mit im Spiel sind...

Und definitiv:
Wir sitzen sowas von im gleichen Boot! :zwinker:

Aber die KK-Mitarbeiterin war nicht wegen "meinen" bevorstehenden Strapazen betrübt... die nerven mich schon seit Beginn meiner Diagnose. Immerhin telefonieren jetzt nur noch Damen mit mir. Ich vermute, dass sie ggf. schon wegen der Reha oder so angerufen haben...

Gruß, Eure Kylie

Wuppervalley1
08.07.2009, 14:51
Wie war eigentlich nochmal das eigentliche Thema dieses Stranges?

Ach ja...... :erleuchtung:Urlaub während der Krankheit/Urlaub nach der AHB


Katimaus :wangenkuss:

ich musste mir ein ärztliches Rezept für die Reiserücktrittversicherung
bei meiner Gyn holen und sie hat es sehr bedauert, dass ich die Reise nicht antreten kann. Sie meinte sogar, gerade bei dieser Krankheit und nach einer so langen Therapie braucht man doch endlich mal ein paar Tage um "richtig" abschalten zu können!


Liebe Grüße an alle :blumengabe:
wvalley

Inaktiver User
09.07.2009, 11:06
Ihr Lieben,

ist mir nicht gerade ein riesengroßer Stein vom Herzen gefallen:

Ich habe gerade Post von meiner PRIVATEN BERUFUNFÄHIGKEITSVERSICHERUNG erhalten. Und was meint ihr: Für den Rest meiner Krankentage bekomme ich eine kleine private Rente bezahlt. :prost: Das heißt: Keine so großen Geldsorgen mehr. Es sind zwar keine Reichtümer, die ich da bekomme, aber Kleinvieh macht eben auch Mist...

@ Clematis

... da hat sich das mit den Finanzsorgen schon erledigt. Nach wie vor überlege ich jetzt NEU ob ich eine ABH mache oder nicht. Das hat und hatte aber nicht nur finanzielle, sondern auch berufliche Gründe. Ich habe nämlich ggf. eine Stelle in Aussicht und möchte meinen hoffentlich neuen Chef nicht übermäßig lange hinhalten, wenn er mir seit letztem Jahr die Stelle frei gehalten hat. Dann noch länger krank sein und noch die AHB abwarten... :wie?:

Vom medizinischen brauche ich die AHB aber tatsächlich nicht. Im Krankenhaus sagte mir das die Krankengymnastin dort und mein Frauenarzt hat es mir auch bestätigt. Ich darf auch gleich mit Sport loslegen. Mein einzigstes Manko zur Zeit ist mangelnde Kondition. Aber das wird und sollten sich Beschwerden einstellen, gehe ich zum Arzt und dann gibt es vielleicht zusätzliche Maßnahmen (Krankgengymnastik etc.).

Mein Frauenarzt würde mich aber nach der Bestrahlung nicht gleich gesund schreiben, sondern vermutlich erst etwas später. Und da ich bei einer Wiedereingliederung in der Zeit keinen Urlaub bekomme, fände ich es natürlich sinnvoll, vielleicht doch noch eine Woche wegzufahren. Ein schönes Wellnesshotel an der Ostsee wäre da so mein Favorit....:freches grinsen:

@ Katimaus

...vom onkologischen die AHB: Bei einer "Ersterkrankung", durch die man relativ problemlos gestiefelt ist (ich bisher, toi, toi, toi) würde ich die zwar vermutlich schon genehmigt bekommen. Aber danach würde ich 100%ig gesund entlassen. Genauso wie man keine Chance darauf hätte, bei einer Ersterkrankung ohne weitere Ausbreitung, jetzt schon eine Erwerbsunfähigkeitsrente durchzubekommen, da habe ich mich schon mal schlau gemacht (im Zusammenhang mit Berufsunfähigkeit, Erwerbsunfähigkeit und Schwerbehindertenausweis etc.). Da hat man erst bei einem "Rückfall" oder Zweiterkrankung oder Metastasen die Möglichkeit (und auch da klappt es nicht immer, außer bei Metas). Es kann bei einer Zweiterkrankung ja z.B. sein, dass tatsächlich nur ein lokales Rezidiv auftritt, ohne Metastasen - und auch da würde man nicht automatisch eine Erwerbsunfähigkeitsrente bekommen.

@ Clematis: Bitte korrigiere Mich, wenn ich etwas falsches schreibe mit der Rente.

Dass ich eine private Rente bekomme ist etwas anderes und nur dem glücklichen Umstand zu verdanken, dass es da eine Regelung in meinem Vertrag gibt, die einem eine teilweise Berufsunfähigkeit zugesteht, bei einer Erkrankung, die länger als 6 Monate dauert.

@ Alle
Hinweis von mir: Bitte seht alle mal Eure privaten Versicherungen durch, ob ihr ggf. auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung habt. Oftmals sind die mit Lebensversicherungen, auch gerne Risiko-LV kombiniert. Ist zwar viel Papierkram und dauert auch eine ganze Weile, aber wie ihr seht: Es kann schon bei der Ersterkrankung klappen.

Mein Frauenarzt hat mir aber den Tipp gegeben, ich solle mir wegen der AHB von der Sozialstation bei der Bestrahlung noch mal alles erzählen lassen, was man da so macht und vor allem, wo ich die AHB denn machen kann und sollte es mir noch mal überlegen.:wie?: Leider werde ich vermutlich nicht an die See dürfen, denn das wäre von mir aus zu weit. Vermutlich müßte ich in den Schwarzwald :ooooh: oder nach NRW, weil soweit darf man da glaube ich nicht weg fahren. Aufgrund des Geldsegens - s.o. :smile: überlege ich es mir nochmal....

Inaktiver User
09.07.2009, 11:24
Kylie, ich wünsche Dir von Herzen, dass Du ein minderschwerer Fall bist! Trotzdem habe ich beim Lesen sofort gedacht, oh, das könnte einigen schon das Gefühl geben, ganz schlimm dran zu sein. Und das ist für zart besaitete Seelen, die wir alle hier nun mal momentan durch diese Scheißdiagnose haben, Gift!

Ich finde, wir sitzen alle im selben Boot, egal ob hinter dem G eine 1 oder eine 3 steht und egal, ob befallene Lymphknoten oder nicht. Das Boot, in dem wir sitzen, heißt Brustkrebs keiner weiß, wie lange es noch oben schwimmt, ob sogar für immer, oder ob es vielleicht doch mal sinkt, wann das sein wird und wer dann zuerst untergeht, weil wir jetzt noch nicht wissen können, welche Seite dann zuerst im Wasser verschwindet. Unsere Therapie ist unsere Schwimmweste, jeder hat eine, denn jeder hat das gleiche durchgemacht und das bestmögliche für die Genesung getan. Und doch werden dann vielleicht einige Schwimmwesten löchrig sein, weil diese Krankheit eben doch zu unberechenbar ist.


Hi Kati,

ich hoffe, ich konnte bereits mit meinen früheren Postings deutlich machen, dass ich es nicht böse gemeint habe. :liebe:

Da ich aber bereits wegen den ganzen Unterscheidungen bei Erwerbsunfähigkeitsrente oder Berufsunfähgikeitsrente recherchiert habe, ist mir vielleicht einfach ein etwas "sachlicher" Ausdruck passiert. Aber auch damit müssen wir uns vielleicht alle mal beschäftigen. Vor allem bei einer Zweiterkrankung oder gar Metas. Das war damit gemeint. Ich wollte hier sicherlich nicht zusätzliche Ängste schüren, aber wer mit Behörden, Versicherungen und Krankenkassen Auseinandersetzungen führt, muss Argumente haben. Und nicht alle diese Institutionen haben so ein riesengroßen Verständnis, wenn man krank ist. Zumindest kam es mir bis jetzt desöfteren so vor.

Und meine Schilderungen von eben, zeigen eventuell auch, warum diese Sachlichkeit manchmal gerechtfertigt ist :prost: :Sonne: :schild genau:

Aber auch ich habe eine zartbesaitete Seele: Nach Eurem Hinweis (von Dir und Wuppervalley) habe ich mir böse Vorwürfe gemacht. :knatsch:

Gruß, Kylie