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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frauen sind nicht gut genug?



Sophie661
12.06.2009, 17:07
Hi ihr :blumengabe:

Beim Surfen hab ich grad zufällig diese Website entdeckt:

Females in front (http://www.femalesinfront.eu/default.asp?view=front&lang=de)

Es geht hier um folgendes:
250 Millionen Frauen in der EU. Und nicht eine einzige gut genug?

In den kommenden 12 Monaten werden vier Politiker für die Spitzenämter der Europäischen Union nominiert werden. Seit fünfzig Jahren ist das Bild der politischen Führung in Europa unverändert (Männer überall). Es ist Zeit für einen Wandel. Internationale Spitzenpositionen sollten immer an die/den kompetenteste/n BewerberIn gehen.
Es gibt 250 Millionen Frauen in Europa – da sollte es nicht zu schwierig sein, geeignete Kandidatinnen unter ihnen zu finden.

Wenn Sie wollen, daß mindestens eine Frau an die Spitze der EU gewählt wird, geben Sie dieser Initiative Ihre Unterschrift.

Alles ganz einfach: Name, Land und Emailadresse eingeben und abschicken. Fertig. Unter "Tell a friend" könnt ihr die Seite auch weiterempfelen.

Los Mädels! Wir werden es den alten Herren schon zeigen wo's langgeht :freches grinsen:

Also: Frauen an die Macht!
:jubel:

Inaktiver User
12.06.2009, 17:16
Internationale Spitzenpositionen sollten immer an die/den kompetenteste/n BewerberIn gehen.
Es gibt 250 Millionen Frauen in Europa – da sollte es nicht zu schwierig sein, geeignete Kandidatinnen unter ihnen zu finden.

Wenn Sie wollen, daß mindestens eine Frau an die Spitze der EU gewählt wird, geben Sie dieser Initiative Ihre Unterschrift.



ich will nicht, dass eine frau an die spitze der eu gewählt wird.

ich will, dass der kompetenteste bewerber gewählt wird. ob dass mann oder frau ist, ist mir sowas von latte.

ich finde du widersprichst dir selbst in deinem posting ...:blumengabe:

Sophie661
12.06.2009, 20:05
Hallo bibi_mahro!:knicks:

Ich habe diesen Text von der verlinkten Website kopiert. In der Tat hat mich dieser Satz zuerst auch etwas stutzig gemacht und ist etwas unglücklich formuliert.
Natürlich bin ich auch der Meinung, dass diejenige oder derjenige mit dem besten Sachverstand in dem jeweiligen Feld die Position besetzt.

Nach genauerer Information, die auf der Website leider nicht auf deutsch, dafür in englisch zu lesen ist, sieht es im Parlament so aus:

The European Union is dominated by men:
In the European Commission 67 % of the commissioners are men, 33 % are women.
In the European Parliament 69 % of the MEP’s are men, 31 % are women
In the Committe of Regions 84 % of the members are men, 16 % are women
In the Economic and Social Committee 77 % of the members are men, 23 % are women


Leading political positions in Member States are dominated by men:

Out of the Unions 27 Member States one Prime Minister is a women, 26 are men.
Out the the Presidents of the Member States, two are women, 18 are men.
Out of the governments of the 27 Member States 75% of senior ministers are men, 25% are women
In the 27 Member States, only Finland has a majority of women ministers. Spain has the same number of men and women in government
In the 27 Member States, only 15% of female ministers are in the economic field. 43% of female ministers are in the cultural or social field


National parliaments in Europe are dominated by men:

In the 27 Member States, four of the Parliament Presidents are women, 23 are men
In the 27 Member States, 76 % of members of national parliaments are men, 24% are women
Sweden has a leading position when it comes to gender equality in the national parliament, 47% of the members are women and 53% men.
(Quelle: Females in front (http://www.femalesinfront.eu/default.asp?view=facts&lang=gb;) es finden sich hier auch Hinweise und Links zu diversen Studien)

Diese Angaben spiegeln nicht Kompetenzverhältnisse wieder sondern (gesellschaftliche) Machtverhältnisse. Unter der Annahme der Gleichverteilung der Kompetenzen auf beide Geschlechter sind die Männer statistisch gesehen deutlich überrepräsentiert.

Würde ich dein Argument weiter (und überzogen :zwinker:) ausführen, könnte man sagen, Frauen sind zu inkompetent und verstehen nichts von Politik. Oder: da mehr Männer Nobelpreise abstauben, sind Frauen einfach zu dumm zum Forschen. etc.

Also, wenn du oder ihr, die das hier mitlest, mehr Macht an Frauen geben möchtet, dann nutzt einfach den Link oben.


:Sonne: Es werden übrigens 1 Million Unterschriften benötigt. Zur Zeit sind es 192541. :Sonne:

Inaktiver User
12.06.2009, 20:36
Diese Angaben spiegeln nicht Kompetenzverhältnisse wieder sondern (gesellschaftliche) Machtverhältnisse. Unter der Annahme der Gleichverteilung der Kompetenzen auf beide Geschlechter sind die Männer statistisch gesehen deutlich überrepräsentiert.


der beweis für diese annahme ist?

und wird auch die tatsache berücksichtigt, dass eventuell von vornherein mehr männer kandidieren als frauen? und auch das muss man nicht auf unterdrückung durch männer zurück führen. es wollen nicht alle frauen auf familie verzichten. mit einem kind wird man aber nun mal deutlich schwerer präsident der europäischen union einfach weil die zeit nicht da ist.

und wir können jettz gern bei mutter natur klagen, wie ungerecht es ist, dass frauen die kinder kriegen.



Also, wenn du oder ihr, die das hier mitlest, mehr Macht an Frauen geben möchtet, dann nutzt einfach den Link oben.


die lösung kann nicht sein 'mehr macht an frauen'. einfache lösungen sind meist falsch.

chancengleichheit muss auch bedeuten: es ist auch mal okay, wenn weniger frauen in einem bereich sind - weil frauen sich eventuell in mehrheit für einen anderen lebensweg entschieden haben.

könnte ja sein.

Inaktiver User
12.06.2009, 20:40
na ja solange die EU posten ein rest-posten-markt für ausrangierte politiker ist, kann es für feministinnen eigentlich nur gzut sein, wenn die frauen in den national-staaten bleiben :smirksmile:

ansonsten bin ich bibis meinung, wir sollten im 21. jhd soweit sein zu sagen, dass die qualifikation für einen posten ausschlaggebend ist, nicht das geschlecht.

Inaktiver User
12.06.2009, 21:03
ansonsten bin ich bibis meinung, wir sollten im 21. jhd soweit sein zu sagen, dass die qualifikation für einen posten ausschlaggebend ist, nicht das geschlecht.

eben. :engel:
sach ich ja!! :blumengabe:

Sophie661
12.06.2009, 22:10
Liebe bibi,

deiner Argumentation liegt schon ein sozial präformierter Begriff "Frau" zugrunde während du meinst dich auf unveränderliche, gleichsam a priori vorhandene Eigenschaften eines anatomischen Geschlechts "Frau" zu beziehen.
Augenscheinlich liegt hier eine fälschliche Identifizierung der ontischen mit der sozialen Kategorie "Frau" vor.

Es stellen sich weniger Frauen zur Wahl, nicht weil es ihr biologisches Schicksal ist von der politischen Entscheidungsfindung ausgeschlossen zu sein, sondern weil sie diese Rollenklischees selbst schon verinnerlicht haben.

Deiner Argumentation nach wäre es biologisch deteminiert, dass Frauen keine Macht haben können bzw. sollen.

Natürlich sollte im 21. Jahrhundert die Besetzung von Posten keine Frage mehr des Geschlechts sondern ausschließlich der Kompetenz sein. Augenscheinlich ist es aber eine.

Donna3
12.06.2009, 22:11
na ja solange die EU posten ein rest-posten-markt für ausrangierte politiker ist, kann es für feministinnen eigentlich nur gzut sein, wenn die frauen in den national-staaten bleiben :smirksmile:

ansonsten bin ich bibis meinung, wir sollten im 21. jhd soweit sein zu sagen, dass die qualifikation für einen posten ausschlaggebend ist, nicht das geschlecht.

wenn das so wäre, hätten wir mehr frauen in der politik und in führungspositionen. leider haben frauen (noch) nicht die seilschaften wie die männer.

arouet58
12.06.2009, 23:42
Diese Angaben spiegeln nicht Kompetenzverhältnisse wieder sondern (gesellschaftliche) Machtverhältnisse. Unter der Annahme der Gleichverteilung der Kompetenzen auf beide Geschlechter sind die Männer statistisch gesehen deutlich überrepräsentiert.
Diese Angaben können durchaus Kompetenzverhältnisse widerspiegeln, nämlich über den Anteil der Bewerberinnen unter den Bewerbern.
Je höher eine Hierarchiestufe, desto geringer ist der Anteil der Berwerberinnen im Bewerberfeld.
Du kannst doch nicht erwarten, dass eine Hierarchiestufe, für die sich nur 20 % Frauen, aber 80 % Männer berwerben, zu 50% weiblich bestzt wird, weil Frauen ja 52 % der Bevölkerung stellen.
Würdest Du so argumentieren, bedeutete dies eine vielfache Privilegierung der weiblichen Bewerber gegenüber ihren männliche Mitbewerbern.
Also, wie hoch sind die weiblichen Bewerberquoten?
Erst wenn ich die kenne, bin ich bereit, über Diskriminierung nachzudenken.

arouet58
12.06.2009, 23:52
wenn das so wäre, hätten wir mehr frauen in der politik und in führungspositionen. leider haben frauen (noch) nicht die seilschaften wie die männer.
Wenn sich Frauen nicht mehr interessieren, engagieren und bewerben, gibt es eben nicht mehr Frauen in Spitzenpositionen.
Frauen stellen 52 % der Bevölkerung, sie können die Besetzung eines jeden Wahlamtes, vom Dorfschulzen bis zum EU-Kommissionspräsidenten bestimmen.
Wenn sie wollen, auch nur mit Frauen.
Wenn sie nicht wollen, habe ich das auch zu respektieren.
Kein Mensch hindert Frauen daran, sich zu engagieren, zur Wahl zu stellen, die Ochsentour durch eine Partei zu machen oder die Frauenpartei (http://images.google.de/imgres?imgurl=http://www.jupol.net/printable/images/frauenpartei_160.jpg&imgrefurl=http://www.jupol.net/printable/53403896e80c8bd01/53403896ef117a104/5340389716105fb10/534038971612bbd75.html&usg=__UuYDLP8hqljgXjF3TPyfnaI26XQ=&h=99&w=147&sz=6&hl=de&start=9&um=1&tbnid=3ThSaTtbtW4AZM:&tbnh=64&tbnw=95&prev=/images%3Fq%3DFrauenpartei%26hl%3Dde%26safe%3Doff%2 6client%3Dfirefox-a%26channel%3Ds%26rls%3Dorg.mozilla:de:official%26 sa%3DN%26um%3D1)zu wählen.
Mangelndes Engagement ist der Grund für die Unterrepräsentanz von Frauen, nicht Unterdrückung oder Männerseilschaften.
Schließlich sind in ALLEN Parteien, sogar in der CSU, Frauen im Vergleich zu ihrem Anteil unter den Parteimitgliedern in den Bundesvorständen deutlich bis massiv überrepräsentiert.
Ausnahme: Die FDP.

CDU Frauenanteil unter den Parteimitgliedern 25 %, im Bundesvorstand 29 %
CSU 19 %, 26 %
SPD 31 %, 41 %
FDP 23 %, 21 %
Grüne 37 %, 56 %
Linke 38 %, 50 %

Das sind die Zahlen von 2008, Quelle: Eine Tabelle im FOCUS, die leider nicht mehr im Netz steht. Vielleicht finde ich sie wieder.

Das heißt, jedes einfache weibliche Parteimitglied hat eine deutlich bessere Chance, im Bundesvorstand ihrer Partei zu landen als jedes einfache männliche Parteimitglied.
FRAUEN SIND HIER BEREITS PRIVILEGIERT und einige Kaderfeministinnen wollen sich wohl weitere Privilegien erjammern mit der Behauptung der Existenz von gläsernen Decken, die gläsern sein müssen, weil sie unsichtbar sind, empirisch nicht nachweisbar.
WEIL SIE NICHT EXISTIEREN!

arouet58
13.06.2009, 00:00
Liebe bibi,

deiner Argumentation liegt schon ein sozial präformierter Begriff "Frau" zugrunde während du meinst dich auf unveränderliche, gleichsam a priori vorhandene Eigenschaften eines anatomischen Geschlechts "Frau" zu beziehen.
Augenscheinlich liegt hier eine fälschliche Identifizierung der ontischen mit der sozialen Kategorie "Frau" vor.

Es stellen sich weniger Frauen zur Wahl, nicht weil es ihr biologisches Schicksal ist von der politischen Entscheidungsfindung ausgeschlossen zu sein, sondern weil sie diese Rollenklischees selbst schon verinnerlicht haben.

Deiner Argumentation nach wäre es biologisch deteminiert, dass Frauen keine Macht haben können bzw. sollen.

Natürlich sollte im 21. Jahrhundert die Besetzung von Posten keine Frage mehr des Geschlechts sondern ausschließlich der Kompetenz sein. Augenscheinlich ist es aber eine.
Na, bumm.
Der Gender-Ideologen-Geschlechterdekonstruktivisten-Kauderwelsch, den ich so sehr liebe.

Sophie661
13.06.2009, 01:30
Diese Angaben können durchaus Kompetenzverhältnisse widerspiegeln, nämlich über den Anteil der Bewerberinnen unter den Bewerbern.


Ein Anteil an Bewerbungen sagt nichts über die Kompetenz aus.

arouet58
13.06.2009, 01:42
Ein Anteil an Bewerbungen sagt nichts über die Kompetenz aus.
Aber er sagt etwas über das Interesse aus.
Hunde, die ich zum Jagen tragen muss, sind oft nicht sehr gut in dem, was sie tun sollen, weil nicht sehr engagiert bei der Sache.
Wenn ich das proportional unterengagierte Geschlecht überquotiere, über seinen Bewerberanteil hinaus, diskriminiere ich ganz einfach das engagiertere Geschlecht, das sich in höherer Anzahl bewirbt.
Warum sollten die Engagierteren es hinnehmen, dass z.B. 20 % Berwerberinnen 40 % der Posten zuquotiert würden, und sich 80 % Bewerber um die restlichen 60% kloppen dürften?
Das wäre eine massive Privilegierung des relativ unterengagierten Geschlechtes.

Inaktiver User
13.06.2009, 01:46
Wer soviel Hirn & Kompetenz hat, sich eine Ratspräsidentschaft, eine Bundespräsidentschaft, ein Abgeordnetenamt etc. zuzutrauen, sollte auch Hirn und Traute haben, sich der Wahl zu stellen.

Nachdem aber bislang all die pöhsen Männers auch von Frauen in ihre Spitzenpositionen gehievt wurden, unterstellst Du Deinen Geschlechtsgenossinnen schlichte Tumbheit, daß sie das nicht behirnt haben. An wen richtet sich Dein Appell nun? An all die vermeintlichen weiblichen Doofköpfe, die Männer gewählt haben, obwohl sooooo viele gleichqualifizierte Frauen als Kandidatinnen bereit standen? Ausgerechnet die sollen nun auf Kommando einen Meinungsschwenk vollziehen?

Sophie661
13.06.2009, 01:56
Na, bumm.
Der Gender-Ideologen-Geschlechterdekonstruktivisten-Kauderwelsch, den ich so sehr liebe.

Was davon hast du nicht verstanden? Ich werde dir gerne Fragen dazu beantworten.
Oder möchtest du mit deiner Aussage "Na, bumm." nur dein Unvermögen zur weiteren argumentativen Auseinandersetzung zum Ausdruck bringen?


Für all diejenigen, die sich mehr für dieses Thema interessieren:
European Institute for Gender Equality - EU (http://ec.europa.eu/social/main.jsp?catId=732&langId=en)


und einige Kaderfeministinnen wollen sich wohl weitere Privilegien erjammern mit der Behauptung der Existenz von gläsernen Decken, die gläsern sein müssen, weil sie unsichtbar sind, empirisch nicht nachweisbar.
WEIL SIE NICHT EXISTIEREN!
Da dies empirisch belegt ist, wie du sagst, möchte ich bitte die zugehörige Studie sehen. Kannst ja den Link hier rein stellen.

Im Allgemeinen finde ich es sehr interessant, dass anscheinend einigen hier direkt der Hut hochgeht, wenn es um die Umsetzung der Gleichberechtigung der Geschlechter geht, die ja nicht nur im Grundgesetz sondern auch in der EU-Verfassung festgelegt ist.
Es geht ja schließlich um euch selber oder eure Frauen, Freundinnen und Töchter. Wovor haben denn hier einige Angst, wenn tatsächlich die Hälfte aller Ämter von dem einen und die andere Hälfte vom anderen Geschlecht besetzt ist?
Wie soll es dann erst werden, wenn auch noch Hermaphroditen ein Drittel aller Sitze bekommen könnte?
:lachen:

Sophie661
13.06.2009, 02:13
Wer soviel Hirn & Kompetenz hat, sich eine Ratspräsidentschaft, eine Bundespräsidentschaft, ein Abgeordnetenamt etc. zuzutrauen, sollte auch Hirn und Traute haben, sich der Wahl zu stellen.

Nachdem aber bislang all die pöhsen Männers auch von Frauen in ihre Spitzenpositionen gehievt wurden, unterstellst Du Deinen Geschlechtsgenossinnen schlichte Tumbheit, daß sie das nicht behirnt haben. An wen richtet sich Dein Appell nun? An all die vermeintlichen weiblichen Doofköpfe, die Männer gewählt haben, obwohl sooooo viele gleichqualifizierte Frauen als Kandidatinnen bereit standen? Ausgerechnet die sollen nun auf Kommando einen Meinungsschwenk vollziehen?

Ich empfehle dir, dich über den genauen Wahlvorgang für die zu besetzenden Ämter zu informieren.

Ebenso empfehle ich dir die Benutzung eines Rechtschreibeprogramms oder eines Dudens.

arouet58
13.06.2009, 02:39
Was davon hast du nicht verstanden? Ich werde dir gerne Fragen dazu beantworten.
Oder möchtest du mit deiner Aussage "Na, bumm." nur dein Unvermögen zur weiteren argumentativen Auseinandersetzung zum Ausdruck bringen?


Für all diejenigen, die sich mehr für dieses Thema interessieren:
European Institute for Gender Equality - EU (http://ec.europa.eu/social/main.jsp?catId=732&langId=en)


Da dies empirisch belegt ist, wie du sagst, möchte ich bitte die zugehörige Studie sehen. Kannst ja den Link hier rein stellen.

Im Allgemeinen finde ich es sehr interessant, dass anscheinend einigen hier direkt der Hut hochgeht, wenn es um die Umsetzung der Gleichberechtigung der Geschlechter geht, die ja nicht nur im Grundgesetz sondern auch in der EU-Verfassung festgelegt ist.
Es geht ja schließlich um euch selber oder eure Frauen, Freundinnen und Töchter. Wovor haben denn hier einige Angst, wenn tatsächlich die Hälfte aller Ämter von dem einen und die andere Hälfte vom anderen Geschlecht besetzt ist?
Wie soll es dann erst werden, wenn auch noch Hermaphroditen ein Drittel aller Sitze bekommen könnte?
:lachen:
Diejenigen, die die Existenz von gläsernen Decken behaupten, müssen sie auch belegen, nicht diejenigen, die ihre Existenz bestreiten.
Das wäre ja noch schöner, die Existenz von Unsichtbarem behaupten und dann von den Ungläubigen fordern, die Nichtexistenz des Nichtexistierenden zu beweisen.

Die Geschlechter sind nicht gleichberechtigt, Frauen sind privilegiert.
Welche Rechte hätten Frauen nicht, die Männer aber haben?
Die einzigen massiven Ungleichbehandlungen durch Gesetze betreffen Männer.
Mir geht in der Tat der Hut hoch, wenn privilegierte Frauen sich für diskriminiert erklären.
Wenn Hermaphroditen ein Drittel der Amtsbewerber stellen, können sie gerne 1/3 der Stellen beanspruchen, aber nicht mehr.
Wenn der Wähler entscheidet, dass alle Wahlämter an Hermaphroditen gehen sollen, indem er sie wählt, dann werde ich das akzeptieren, aber auch nur dann.
Wenn Frauen die Hälfte der Ämter wollen, dann sollen sie die Hälfte der Bewerber stellen und sich wählen lassen.
So einfach ist das.
So funktioniert Demokratie in einer freien Gesellschaft gleichberechtigter Individuen.

Und jetzt zu Deinem Gender Post.
Das ganze Ding ist derart voller unbewiesener Behauptungen, ideologischer Dogmen und Glaubenssätze, dass ich kaum weiß, wo anfangen, wo aufhören.

Fangen wir mal damit an.


Es stellen sich weniger Frauen zur Wahl, nicht weil es ihr biologisches Schicksal ist von der politischen Entscheidungsfindung ausgeschlossen zu sein, sondern weil sie diese Rollenklischees selbst schon verinnerlicht haben.Was hindert denn Frauen daran, sich zur Wahl zu stellen?
Du behauptest "verinnerlichte Rollenklischees".
Ich behaupte, ihr freier Wille.
Wie kommst Du dazu, Frauen, die nicht so handeln, wie Du es von ihnen erwartest, die Verinnerlichung von Rollenklischees zu unterstellen?
Was macht Dich denn so sicher, daß Du keine Rollenklischees verinnerlicht hast?
Vielleicht hast Du nur andere verinnerlicht als die Frauen, die sich nicht zur Wahl stellen wollen und damit genau das tun, was sie tun wollen.
Nur Du findest das nicht gut, weil Du in schönster Selbstverständlichkeit davon ausgehst, dass Du das richtige Bewußtsein hast.
Mit welchem Recht?
Dem eines Gender Studierten?


deiner Argumentation liegt schon ein sozial präformierter Begriff "Frau" zugrunde während du meinst dich auf unveränderliche, gleichsam a priori vorhandene Eigenschaften eines anatomischen Geschlechts "Frau" zu beziehen.
Augenscheinlich liegt hier eine fälschliche Identifizierung der ontischen mit der sozialen Kategorie "Frau" vor.Der sozial präformierte Begriff Frau?
Wenn der Begriff Frau vor allem sozial präformiert ist, warum soll ich mich dann dafür einsetzen, dass ausgerechnet eine biologische Frau als Kandidatin nominiert wird?
Das biologische Geschlecht müsste doch dann erst recht unwichtig sein.
Vielleicht sind ja viele der amtierenden Männer in Wahrheit sozial präformierte Frauen und nur biologisch Männer?
Wie erkennst Du, dass ein männlicher Kandidat keine sozial präformierte Frau ist?
Stellte sich ein kinderversorgender Hausmann zur Wahl, der von einer Vollzeitberufstätigen versorgt wird, wäre das eine soziale Frau und dürfte mit Deiner Unterschriftenunterstützung rechnen, obwohl er biologisch ein Mann ist?
Aber das dürfte ja in seinem Falle keine Rolle spielen, entscheidend ist ja sein soziales Geschlecht, sein Gender.
Umgekehrt, was macht denn eine kinderlose Karrierefrau zur sozialen Frau im Vergleich zu einem kinderlosen Karrieremann?
Warum soll sie Vorrang haben?
Sozial unterscheidet sich doch ihre Rolle nicht die Bohne von der ihres männlichen Kollegen, nur das biologische Geschlecht unterscheidet die beiden.
Das aber ist doch unwichtig.
Warum also sammelst Du hier Unterschriften für biologische Frauen und nicht ausdrücklich nur für soziale Frauen, die dann ja auch Männer sein könnten?

arouet58
13.06.2009, 03:26
Zu Deinem Gender Mainstreaming Link, Sophie.

Warum finde ich darunter keinen einzigen Punkt, der Ungleichstellungen zulasten der Männer aufzuheben verspricht?

Nichts davon, dass Männer im Schnitt 6 Jahre vor Frauen sterben, 95 % der Berufsunfalltoten stellen, in der BRD z.B. als einziges Geschlecht zu Zwangsdiensten verpflichtet werden können, die Jungen seit Jahrzehnten die schlechteren Bildungsabschlüsse machen, die Masse der chronisch Kranken, der Selbstmörder, der Gefängnsinsassen, der Obdachlosen männlich ist?

Vom Sorgerecht unverheirateter Väter und den Zuständen vor deutschen Familiengerichten bei Scheidungsverfahren/Sorgerechtsstreitigkeiten will ich gar nicht erst anfangen.
In dieser ganzen Geschlechtergleichstellungssuada scheint nur ein Geschlecht ungleichgestellt und förderwürdig zu sein: das weibliche.

Warum heißt also Gender Mainstreaming Gender Mainstreaming?
Das ist doch gelogen.
Damit nicht auffällt, dass es in Wahrheit nicht um Gleichstellung beider Geschlechter, sondern ausschließlich um Frauenförderung geht?

Da kann ich mich nur der Meinung von Prof. Bock anschließen, der Gender Mainstreaming als totalitäre Steigerung der Frauenförderpolitik ansieht, top down versteht sich. (http://www.gender.hu-berlin.de/w/files/sozak/prof.m.bock.pdf)

Wer braucht da schon demokratische Mehrheiten und öffentliche Diskussionen.
Wahlämter gibt es ja wohl bald auch auf Quote für unsere feministischen Funktionärskader.

DonVito
13.06.2009, 04:08
Diejenigen, die die Existenz von gläsernen Decken behaupten, müssen sie auch belegen, nicht diejenigen, die ihre Existenz bestreiten.
Das wäre ja noch schöner, die Existenz von Unsichtbarem behaupten und dann von den Ungläubigen fordern, die Nichtexistenz des Nichtexistierenden zu beweisen.

Hahaha, das ist echt gut! Wie wäre es, wenn du mal anfängst echte Argumente zu bringen, als einfach nur Thesen aufzustellen, die du nicht belegen kannst? Du demontierst dich hier in aller Öffentlichkeit selbst!

Und zu deinem restlichen Rumgeheule: ich kann dich nur bemitleiden. Was ist in deiner Entwicklung schief gelaufen, dass du so derart auf den Frauen rumhackst? Hast du Probleme mit deiner Mutter gehabt? Wurde dir deine Schwester immer vorgezogen? Haben dich die Mädchen in der Schule immer ausgelacht? Sind deine Kolleginnen kompetenter als du?

Du bringst überhaupt keine Argumente! Deine Aufzählungen der Ungleichberechtigung bezüglich
-Selbstmord,
-der früherern Sterblichkeit von Männern (der man entgegenhalten könnte, dass mehr männliche Babys geboren werden als weibliche)
-oder die schlechten Bildungsabschlüsse
lassen sich ja mal überhaupt nicht mit den Argumenten auf den von der Sophie verlinkten Seiten vergleichen! Hast du dich überhaupt darüber informiert worin es in dem Anfangsposting ging?

Männer mit gesundem Selbstbewusstsein, wissen wieviel Potential in den Frauen steckt. Vor allem in den top ausgebildeten Frauen in Politik, Wissenschaft und Wirtschaft! Wir wissen auch, wie die Männerlobbies in Wirtschaft und Politik strukturiert und aufgebaut sind.
Da hatte die beiden schon recht:


wenn das so wäre, hätten wir mehr frauen in der politik und in führungspositionen. leider haben frauen (noch) nicht die seilschaften wie die männer.

Im Allgemeinen finde ich es sehr interessant, dass anscheinend einigen hier direkt der Hut hochgeht, wenn es um die Umsetzung der Gleichberechtigung der Geschlechter geht, die ja nicht nur im Grundgesetz sondern auch in der EU-Verfassung festgelegt ist.
Es geht ja schließlich um euch selber oder eure Frauen, Freundinnen und Töchter. Wovor haben denn hier einige Angst, wenn tatsächlich die Hälfte aller Ämter von dem einen und die andere Hälfte vom anderen Geschlecht besetzt ist?

Aus deinen ganzen Pseudoargumenten springt einem nur so die Angst entgegen und Hass auf die angeblich allgegenwärtigen Lobbyfeministinnen und Kampfemanzen. Wären sie nur mal allgegenwärtig dann gäbe es z. B. folgendes nicht mehr:

Beispiel Krankenkassen: Eine 30-jährige Frau zahlt heute rund 100 Euro mehr als ein gleichaltriger Mann. Begründung: Das Geburtsrisiko

Beispiel freie Wirtschaft: Banken geben Frauen weniger Kredite und nehmen ihnen höhere Zinsen ab.

Beispiel Steuerrecht: Vater Staat schenkt mit dem so genannten Steuersplitting (dem Versteuern des Familieneinkommens auf der Basis von zwei Hälften) den Ehemännern von Hausfrauen bzw. Teilzeitarbeitenden jährlich 23 Milliarden _. Expertinnen aller politischer Provinienzen fordern seit über 30 Jahren die Abschaffung dieses Splittings! Denn vom Splitting profitieren keine Familien mit Kindern, sondern gut verdienende Männer mit nicht berufstätigen Frauen und es ist zu allem Überfluss auch noch ein Hindernis für die Rückkehr von Müttern in den Beruf (denn es gibt dem Gatten das Argument: Wenn du zu Hause bleibst, haben wir mehr Geld).



Und nach deiner "Argumentationslogik":
wenn die Männer halt zu unengagiert sind einen guten Bildungsabschluss zu machen, dann sind sie selber Schuld. Sie haben ja schließlich einen freien Willen!

Wenn die Männer zu blöd sind straffrei zu bleiben, dann kommen sie halt ins Gefängsnis!

Wenn sie nicht engagiert genug sind ihrer Arbeit nachzugehen, arbeitslos und dann obdachlos werden...tjaaaa, was soll man dazu sagen? Das haben sie mit ihrem freien Willen entschieden.

Um dich noch einmal zu zitieren:

Hunde, die ich zum Jagen tragen muss, sind oft nicht sehr gut in dem, was sie tun sollen, weil nicht sehr engagiert bei der Sache [sind].

arouet58
13.06.2009, 05:12
Hahaha, das ist echt gut! Wie wäre es, wenn du mal anfängst echte Argumente zu bringen, als einfach nur Thesen aufzustellen, die du nicht belegen kannst? Du demontierst dich hier in aller Öffentlichkeit selbst!

Und zu deinem restlichen Rumgeheule: ich kann dich nur bemitleiden. Was ist in deiner Entwicklung schief gelaufen, dass du so derart auf den Frauen rumhackst? Hast du Probleme mit deiner Mutter gehabt? Wurde dir deine Schwester immer vorgezogen? Haben dich die Mädchen in der Schule immer ausgelacht? Sind deine Kolleginnen kompetenter als du?

Du bringst überhaupt keine Argumente! Deine Aufzählungen der Ungleichberechtigung bezüglich
-Selbstmord,
-der früherern Sterblichkeit von Männern (der man entgegenhalten könnte, dass mehr männliche Babys geboren werden als weibliche)
-oder die schlechten Bildungsabschlüsse
lassen sich ja mal überhaupt nicht mit den Argumenten auf den von der Sophie verlinkten Seiten vergleichen! Hast du dich überhaupt darüber informiert worin es in dem Anfangsposting ging?

Männer mit gesundem Selbstbewusstsein, wissen wieviel Potential in den Frauen steckt. Vor allem in den top ausgebildeten Frauen in Politik, Wissenschaft und Wirtschaft! Wir wissen auch, wie die Männerlobbies in Wirtschaft und Politik strukturiert und aufgebaut sind.
Da hatte die beiden schon recht:
Indiskutabel.

Beispiel Krankenkassen: Eine 30-jährige Frau zahlt heute rund 100 Euro mehr als ein gleichaltriger Mann. Begründung: Das GeburtsrisikoGibt's dazu einen Link, der das belegt?


Beispiel freie Wirtschaft: Banken geben Frauen weniger Kredite und nehmen ihnen höhere Zinsen ab.
Gibt's dazu einen Link, der das belegt?


Beispiel Steuerrecht: Vater Staat schenkt mit dem so genannten Steuersplitting (dem Versteuern des Familieneinkommens auf der Basis von zwei Hälften) den Ehemännern von Hausfrauen bzw. Teilzeitarbeitenden jährlich 23 Milliarden _. Expertinnen aller politischer Provinienzen fordern seit über 30 Jahren die Abschaffung dieses Splittings! Denn vom Splitting profitieren keine Familien mit Kindern, sondern gut verdienende Männer mit nicht berufstätigen Frauen und es ist zu allem Überfluss auch noch ein Hindernis für die Rückkehr von Müttern in den Beruf (denn es gibt dem Gatten das Argument: Wenn du zu Hause bleibst, haben wir mehr Geld).Ich war und bin für die Abschaffung des Ehegattensplitting.
Bisher war die Mehrheit der WählerInnen noch immer für seine Beibehaltung.
Wie hoch ist der Frauenanteil an der Bevölkerung?

Ah ja, 52 % glaube ich.
Stimmen dann nicht viele Frauen FÜR das Ehegattensplitting?

Sollte man die entmündigen, bis sie das richtige Genderbewußtsein haben?
Zumindest das Wahlrecht, das müsste man ihnen entziehen.

wenn die Männer halt zu unengagiert sind einen guten Bildungsabschluss zu machen, dann sind sie selber Schuld. Sie haben ja schließlich einen freien Willen!
Von welchen Bildungsabschlüssen rede ich denn?
43 % der Abiturienten sind männlich, 57 % weiblich.
Dafür sind 2/3 der Sitzenbleiber, Sonderschüler, Schulabbrecher männlich.
Aber immerhin sind 80-90% der mittels Ritalin zur Ruhe beförderten Schüler männlich.
Wie alt sind Abiturienten?
In der Regel 18, 19 Jahre.
Reden wir also von Männern oder nicht vielmehr von Kindern in diesem Bildungssystem, unmündigen Kindern?
Unmündig deshalb, weil sie noch nicht verantwortlich sind für ihr Handeln, dem Staat anvertraut zur Bildung.
Aber Du redest von Männern.
Interessant.

Wenn die Männer zu blöd sind straffrei zu bleiben, dann kommen sie halt ins Gefängsnis!Ah, ja.
Wenn erwachsene, mündige Frauen zu ungeschickt wären, um Karriere zu machen, müssten sie gefördert werden oder wie?


Wenn sie nicht engagiert genug sind ihrer Arbeit nachzugehen, arbeitslos und dann obdachlos werden...tjaaaa, was soll man dazu sagen? Das haben sie mit ihrem freien Willen entschieden.Ah, ja.
Wenn Frauen zu unengagiert wären, um sich auf ein Wahlamt zu bewerben, um den Wahlsieg zu kämpfen, müssten sie gefördert werden oder wie?

Don Vitos Welt, merke:

Gender Mainstreaming kann deshalb NUR Frauenförderung sein, weil Männer Täter sind.
An allen Ungleichstellungen, die sie negativ betreffen, sind sie selber schuld, brauchen, ja verdienen keine Förderung.
Sogar männliche Kinder sind bereits selber schuld.
Warum verhalten sie sich auch wie Jungen und nicht wie brave Mädchen?
Ist doch nicht die Schuld der Schule, dass Jungen so blöd sind, wie sie nun mal sind.

Frauen dagegen sind Opfer, immer, sogar für ihre Karriereentscheidungen oder ihre Berufswahl oder ihre Kandidaturen bzw. Nichtkandidaturen sind sie nicht verantwortlich, denn sie sind ja Opfer, Opfer von Rollenklischees, Opfer von struktureller Gewalt, mit einem Wort: OPFER DER MÄNNER.

Weshalb man auch nur Mädchen/Frauen fördern darf und Jungen/Männer nicht.

Eindrucksvoll, Don Vito.

Genderstudiert?

Inaktiver User
13.06.2009, 06:49
Deiner Argumentation nach wäre es biologisch deteminiert, dass Frauen keine Macht haben können bzw. sollen.

sorry, aber dann hastdu mich falsch verstanden. es ist keine schicksalsfrage. es ist aber eine frage des lebensweges, den man gehen will.

so haben wir zum beispiel eine bundeskanzlerIN. ich glaube, da kann man schon daraus schlussfolgern, dass es frauen möglich ist, hohe posten zu erreichen. auch bei der eu gibt es frauen auf führungsposten.

es ist möglich, es fällt aber auf, dass diese frauen größtentteils auf familie verzichtet haben (sofern das einen 'verzicht' für sie darstellte). und das ist der punkt: wer das nicht will (als frau), dem fehlt wichtige zeit für die karrierre.

da muss man sich entscheiden, das ist alles. und das kann man heute und das ist meiner ansicht nach das wichtige der emanzipation: ich kann entscheiden, ob ich kinder haben will oder ob ich auf einen nobelpreis hinarbeiten möchte. was ich nicht begreife ist, wie frauen auf die idee kommen, jetzt wollten sie alles haben, gleichzeitig und ohne anstrengung und die politik, die quote oder der weihnachtsmann hätten dafür zu sorgen, dass das auch klappt.

auch ein mann wird nicht vorstandsvorsitzender, eu-botschafter oder bundeskanzler ohne sechzig-stunden-woche und viel, viel arbeit. auch da fällt 'familie' hinten runter. ich stimme zu, dass es männern eher möglich ist, trotzdem eine 'im hintergrund' zu haben - ob man das so klasse findet, weiß ich nicht.



Natürlich sollte im 21. Jahrhundert die Besetzung von Posten keine Frage mehr des Geschlechts sondern ausschließlich der Kompetenz sein. Augenscheinlich ist es aber eine.

liebe sophie, du willst doch auch nichts anderes als das die besetzung von posten eine geschlechterfrage sein soll. du willst posten halt vorrangig mit frauen besetzen. dir geht es ebensowenig um die kompetenz.

Inaktiver User
13.06.2009, 10:33
Ich empfehle dir, dich über den genauen Wahlvorgang für die zu besetzenden Ämter zu informieren.

Ebenso empfehle ich dir die Benutzung eines Rechtschreibeprogramms oder eines Dudens.

Verzeih, aber ich hab wohl das meiste aus meinen Verfassungs- und Verwaltungsrechtsvorlesungen vergessen. Da muß doch irgendwo ein Paragraph drinnen sein, der Frauen bei der Kandidatenauswahl verbietet, oder der auf weibliche Kandidatinen entfallende Stimmen nur zur Hälfte zählt, während die Stimmen, die die männlichen Kandidaten erhalten, doppelt gezählt werden....oder was meinst Du mit den Wahlverfahren?

Stell mir doch bitte mal die Links rein, die in D, Ö, oder auf EU-Niveau Frauen (aufgrund ihres Frau-Seins) Kandidaturen verbieten oder zumindest erschweren.

Danke auch für den Hinweis auf meine Tippfehler und die flapsigen Formulierungen. Ich wär Dir aber doppelt dankbar, wenn, abseits von dudenschwingendem Beckmessertum, klare, mit Belegen verifizierte Angaben kämen. In diesem Zusamenhang möchte ich darauf hinweisen, daß der Ehrentitel "Erbsenschalenvoninnenpoliererin" in der BriComm schon vergeben ist. Es trägt ihn eine emanzipierte, charmante Deutschkönnerin, die zu kennen ich die Ehre habe.

Inaktiver User
14.06.2009, 10:19
Hunde, die ich zum Jagen tragen muss, sind oft nicht sehr gut in dem, was sie tun sollen, weil nicht sehr engagiert bei der Sache.
Wenn ich das proportional unterengagierte Geschlecht überquotiere, über seinen Bewerberanteil hinaus, diskriminiere ich ganz einfach das engagiertere Geschlecht, das sich in höherer Anzahl bewirbt.

Bravo, arouet, wie immer mit dem Ohr am Puls der Zeit :blume:
Solange Frauen überzeugt sind, dass es wichtiger ist, bei einer grossen Anzahl von Männern gut anzukommen anstatt sich dem wissenschaftlichen (und Wissens-) Wettstreit unter Frauen UND Männern zu stellen, werden sie zwar mit Vergnügen zur Jagd getragen, aber von Teilnahme kann natürlich keine Rede sein.

Veronica
14.06.2009, 10:26
Frauen haben große Schwierigkeiten, in jene Sphären vorzudringen, in denen Entscheidungen gefällt werden, weil sie lieber Bierkisten in Stilettos schleppen. Das behindert, ermüdet und hält auf, weil man von einem Mann beklatscht wird, den man zweifach glücklich macht: durch das eigene sexy Stolpern und die Erleichterung, daß er statt die Kisten zu tragen, planen kann, wem er das Tragen überträgt, im Supermarkt und auf höherer Ebene.
Da bleibt der Frau nichts mehr als das Schleppen, und wenn (falls) ihr ein Licht aufgeht, ist es zu spät.
LG
Veronica

Inaktiver User
14.06.2009, 10:48
Frauen haben große Schwierigkeiten, in jene Sphären vorzudringen, in denen Entscheidungen gefällt werden, weil sie lieber Bierkisten in Stilettos schleppen. Das behindert, ermüdet und hält auf, weil man von einem Mann beklatscht wird, den man zweifach glücklich macht: durch das eigene sexy Stolpern und die Erleichterung, daß er statt die Kisten zu tragen, planen kann, wem er das Tragen überträgt.....


......so ist es! :blumengabe: und für die Planung ruft er seine Kumpels, nicht etwa Frauen; die Kumpels tragen keine High Heels und man(n) muss sie nicht ständig dafür bewundern, sondern kann mit ihnen Wichtigeres besprechen.
Sie sind auch nicht auf Alice Schwarzer beleidigt, weil die ihnen Beziehungen madig macht, sondern bedanken sich bei ihr dafür, dass nun endlich die Frauen alles auf die Reihe kriegen (ausser natürlich ordentlich bezahlte einflussreiche Jobs, dafür ist in der Reihe kein Platz mehr).
Die (jungen) Frauen hingegen sind auf Alice Schwarzer beleidigt, weil sie denken, old Alice will ihnen einen Strich durch die Liebe zum Mann machen, und sie möchten doch so gerne mit dem Mann an einem Strang ziehen!
Wieso klappt das nicht? Vielleicht wegen der Seilschaften? Die Frauen nicht und nicht zustandebringen?
Vielleicht. Geht halt nicht ganz ohne, und Männer lassen bei ihrer Kletterei Frauen nicht so gerne zu, selbst wenn es oberflächlich anders scheinen mag und formal nur das Können und Wissen entscheidet. (In Ösiland wurde kürzlich die einzige und erste und anerkannt erfolgreiche Uni-Rektorin aus dem Job gemobbt)

Inaktiver User
14.06.2009, 11:05
CDU Frauenanteil unter den Parteimitgliedern 25 %, im Bundesvorstand 29 %
CSU 19 %, 26 %
SPD 31 %, 41 %
FDP 23 %, 21 %
Grüne 37 %, 56 %
Linke 38 %, 50 %



diese tabelle zeigt doch eindeutig, warum frauen nicht die hälfte aller posten in der politik besetzen. es gibt einfach zu wenige, die sich in einer partei engagieren. und in D kann man nunmal nur durch parteizugehörigkeit politische karriere machen.

mag sein, dass unsere politischen karrierestrukturen nicht frauenfördernd sind. aber dann kann ich nur sagen: auf gehts frauen, ändert sie und wartet nicht bis das ein anderer für euch tut :smirksmile:

Inaktiver User
14.06.2009, 11:16
diese tabelle zeigt doch eindeutig, warum frauen nicht die hälfte aller posten in der politik besetzen. es gibt einfach zu wenige, die sich in einer partei engagieren. und in D kann man nunmal nur durch parteizugehörigkeit politische karriere machen.

mag sein, dass unsere politischen karrierestrukturen nicht frauenfördernd sind. aber dann kann ich nur sagen: auf gehts frauen, ändert sie und wartet nicht bis das ein anderer für euch tut :smirksmile:

Ist aber doch so schön, eigene Unfähigkeit oder eigenen Unwillen mit den bösen, bösen Strukturen und den Männern generell zu entschuldigen.

Auf meine weiter oben gestellte Frage nach Links, die die behauptete Benachteiligung von Frauen bei Wahlen belegen, kam nichts...

Inaktiver User
14.06.2009, 11:41
Ist aber doch so schön, eigene Unfähigkeit oder eigenen Unwillen mit den bösen, bösen Strukturen und den Männern generell zu entschuldigen.
...

auch jammer-feminismus genannt.

der unterschied zu den 70ern ist doch klar: damals mussten die frauen sich tatsächlich viel erkämpfen, gleichstellungsgesetze erkämpft werden usw.

heute haben wir das alles. man muss nur frau genug sein, die gleichberechtigung zu leben und sie sich zu nehmen.
sich werden uns frauen da manchmal steine in den weg gelegt. aber das wird männern auch. karriere machen und ganz nach oben kommen ist für beide geschlechter nicht einfach und ist immer mit viel opfern verbunden.

arouet58
14.06.2009, 12:04
Bravo, arouet, wie immer mit dem Ohr am Puls der Zeit :blume:
Solange Frauen überzeugt sind, dass es wichtiger ist, bei einer grossen Anzahl von Männern gut anzukommen anstatt sich dem wissenschaftlichen (und Wissens-) Wettstreit unter Frauen UND Männern zu stellen, werden sie zwar mit Vergnügen zur Jagd getragen, aber von Teilnahme kann natürlich keine Rede sein.
Wenn Frauen angeblich von mißgünstigen Männerseilschaften am Erfolg gehindert werden in großer Zahl - Einzelfälle gibt es immer - warum gründen Frauen dann keine eigenen Strukturen?

Ich stelle immer wieder die Frage, warum denn all die führungsstarken, hochkompetenten Frauen, die bei ihrer Karriere stecken bleiben, nicht wutentbrannt die Firmen, die sie unter Wert beschäftigen, verlassen und zur Bank gehen, einen Kredit aufnehmen, ihre eigene Firma gründen mit weiblichem Personal, dass es ja zuhauf geben muss in all den anderen Firmen, die Frauen diskriminieren und die "Männerfirmen" vom Markt konkurrieren, allein schon aufgrund der "Tatsache", dass man Frauen ja für die gleiche Arbeit angeblich 23 % weniger zahlen kann?
Warum nützen denn diese weiblichen Firmengründer den so zu erzielenden Lohnvorteil nicht aus?

Männliche Unternehmer sind ja so blöd, immer noch Männer einzustellen, denen sie 23 % mehr allein für die Tatsache, dass sie Männer sind, zahlen.
Schlaue Frauen gründen nun also ihre Frauenfirmen, bezahlen Frauen nur 10% weniger - die können damit in der Frauenfirma auch noch mehr verdienen- und haben trotzdem einen Kostenvorteil, der so gewaltig wäre, daß binnen 20 Jahren die Wirtschaft eine matriarchale wäre.

WARUM GESCHIEHT DAS NICHT?

Ich kann es Dir sagen.
Weil es in der Realität für gleiche Arbeit gleichen Lohn gibt (Frauen arbeiten weniger im Erwerb als Männer, dafür mehr in der Familie, FREIWILLIG, verdienen DESHALB im Schnitt 23% weniger) und die gläsernen Decken, an denen so viele karrierewillige Frauen anstoßen, gibt es ebensowenig, weshalb es auch diese karrieregehinderten Frauen nicht gibt, die darum auch nicht kündigen und wütend zur Bank gehen können, um sich Kredite zu besorgen, womit sie dann eigene Firmen ins Leben rufen könnten mit weiblichem Spitzenpersonal, dass weibliche Seilschaften bildet usw. usw. usw.
Was Du hier verbreitest, sind ideologische Vorurteile, von keiner Empirie gedeckt.
Das, was frau gerne für wahr halten möchte, aber leider nicht belegen kann.
Nach dem Motto "Es fühlt sich gut an, zu denken, es könne so sein, also wird es auch so sein."
Also, Frauenparteien gründen, Frauenstrukturen aufbauen, zur Wahl/Konkurrenz stellen und nicht versuchen, sich in die angeblich so mißgünstigen, verächtlich gemachten "Männerstrukturen" hineinprivilegieren zu lassen durch Quotendiskriminierung.
Wer's angeblich nur deshalb nicht besser macht, weil er daran gehindert wird, der soll sich frei machen von den Behinderern, sein eigenes Ding aufbauen und mit dem Diskriminierungsgejammer aufhören.
Dieses Gejammer wird immer unglaubwürdiger und von Jahrzehnt zu Jahrzehnt weniger respektabel.
Genügend Wut, Hass und Verachtung gegenüber den bösen, bösen Männer, die Frauen nicht groß und stark werden lassen, ist doch vorhanden, spricht sich aus in feministischer "Wissenschaft" und Theorie, die mit ihren Elaboraten Bibliotheken und Medien zumüllt.
WO BLEIBT DIE PRAXIS?
Wer soviel Energie ins Hassen und Männerverachten investiert, sollte einen Bruchteil dafür für's BESSERMACHEN verwenden und diente damit sich selbst und der Allgemeinheit.
Davon sehe ich nichts.
Statt dessen immer neue, immer abstrusere Verschwörungstheorien, die von bösen Tätermännern und armen Opferfrauen handeln.

Inaktiver User
14.06.2009, 12:21
Was Du hier verbreitest, sind ideologische Vorurteile, von keiner Empirie gedeckt.
Das, was frau gerne für wahr halten möchte, aber leider nicht belegen kann.

Ach, arouet, du liebst es "ideologische Vorurteile" auszumachen, wo keine sind.
Sage ich was anderes als du? Lies nochmals.
Ich jammer nicht, nie nicht, glaube mir, dazu hätte ich keinen Grund, nicht einen klitzekleinen :blume:
Keinen Mann mache ich für irgend etwas verantwortlich, ausser dafür, dass er seines eigenen Glückes Schmied ist, und so eine Veranwortung kann niemand schlimm nennen.
Ich finde keine Seilschaft böse, sondern total in Ordnung, glaub mir!
Nicht in Ordnung finde ich, wenn die kühne Behauptung aufgestellt wird, einzelne Frauen wären in der Lage, das zu tun, was Männer seit langem nur im Verbund machen.
Und dumm finde ich von Frauen, nicht und nicht zu kapieren, dass schön sein zwar schön ist aber bei weitem nicht für eine Seilschaft reicht. Dazu braucht's festes Schuhwerk, bildlich gesprochen, in natura tun's auch die schicken, die ich gerne mag...mit Köpfchen selbstverständlich und diversen wichtigen Bekanntschaften, die im Laufe der Jahre aufgebaut und gepflegt werden wollen und sauer darauf reagieren, wenn der Spiegel das wichtigste Requisit zu sein scheint (wobei ich nicht die sattsam bekannte Zeitschrift meine).

Was die Dikriminierungsmarotte anlangt: in der bist du doch weit vorne! Oder hat sich da was Grundlegendes getan?

arouet58
14.06.2009, 12:52
Was die Dikriminierungsmarotte anlangt: in der bist du doch weit vorne! Oder hat sich da was Grundlegendes getan?
Nein, da hat sich nichts getan.
Oder wurde die Wehrpflicht nur für Männer in Österreich abgeschafft?
Gibt's seit neuestem auch positive Diskriminierung für Männer und negative für Frauen in irgendeinem Bereich, hochoffiziell und gesetzlich festgeschrieben?
Gibt's in Deutschland ein Männerministerium?
Das z.B. Forschungsarbeiten finanzierte über männliche Opfer weiblicher Partnergewalt?
Ein Ministerium, dessen Forschungsinteresse dahin zielte, männliche Benachteiligungen aufzuspüren und weibliche Benachteiligungen auszublenden, um den Förder-u. Privilegierungsbedarf von Männern zu erweisen?
Gibt es das, wenigstens in Österreich?
Ich glaube nicht.
Bei uns gibt es nur ein Frauenministerium, das am Nachweis weiblichen Privilegierungsbedarfes interessiert ist.
Dürfen Männer jetzt etwa Gleichstellungsbeauftragte werden oder ist das noch ein Closed Job allein für Frauen?
Haben Männer wenigsten das Wahlrecht für die GLEICHSTELLUNGSbeauftragte oder dürfen die auch weiterhin nur Frauen wählen?
Ist das Frauenstatut der bundesdeutschen Grünen noch in Kraft?
Ich denke doch.
Alles leicht belegbare, gesetzlich festgeschriebene, in Statuten verankerte, hochoffizielle Benachteiligungen, keine gefühlten, keine ausgedachten, keine, die gläsern genannt werden müssen, weil sie nicht nachweisbar sind.

Inaktiver User
14.06.2009, 13:32
Ach, Arouet, Du warst ja nicht gemeint mit dem "komm doch mal rüber mit Fakten" !:blumengabe:

Inaktiver User
14.06.2009, 15:31
Oder wurde die Wehrpflicht nur für Männer in Österreich abgeschafft?

@arouet
Wir arbeiten daran, aber nicht nur österreichweit sondern europäische Grenzen übergreifend. Denn mir scheint, das Absurdeste im menschlichen Dasein überhaupt ist, sich gegenseitig zu quälen und umzubringen, oder es zu planen.

Unsere Ösi-Männer können jedoch den Zivildienst machen und dabei einige Ausbildungen (Pilotenschein z.B.), die sie nichts kosten, wofür aber naturgemäss auch Steuerzahlerinnen zur Begleichung herangezogen werden.
Was den Wehrdienst anbelangt würde ich mal (ohne das auf der Landkarte kaum auszunehmende Österreich auszunehmen) behaupten, dass der jede Menge Geld bringt, meist nicht den Frauen, denn - ich habe kurz nachgefragt - weder an der Eurofighterproduktion oder gar -planung sind Frauen massgeblich beteiligt, noch bei der Produktion unserer Steyr-Panzer, von irgendwelchen Black Hawks ganz zu schweigen. Obwohl Panzer gerne über Zivilbevölkerung rollen, und die besteht, du wirst es nicht bestreiten, zum Teil aus Frauen.

Aber, um mich nicht in eine Ecke zu stellen, die keineswegs zu mir passt, ich bin nicht der Auffassung, dass Frauen das Kriegshandwerkzeug schlechter oder gar weniger brutal ausüben würden als Männer, sie kamen nur bis dato in einer Minderzahl zum Trog, und soweit es meine marginalen Möglichkeiten anlangt, soll der Trog ganz verschwinden, daran arbeite ich - zum Glück nicht alleine.

Alles andere, das du anführtest, resultiert aus Zeiten, als die Frauen - mag sein, dass sie sich das zum Teil selbst zu verdanken haben - eben nicht überall Zutritt hatten oder nicht überall gleich den Männern behandelt wurden.
Wieweit so manche Einrichtung nicht nur eine Geldvernichtungsmaschine ist, kann diskutiert werden, aber nicht von mir und nicht heute.

Wie geschrieben, ich bin durchaus der Auffassung, dass Frauen in alle Gremien gelangen können; aber wie wir Menschen halt so gestrickt sind, es sitzen immer ein paar herum, die einer dabei behilflich sein müssten, mit Informationen, mit Feedbacks, mit einem Telefonat da oder dort, und diese Hilfe zu erlangen, daran gilt es zu arbeiten.
Dafür reicht das reizendste kurzfristig eingesetzte Lächeln nicht. Aber auch nicht die satte Zufriedenheit jener, die es geschafft haben, denn wie Beispiele zeigen, ohne Netzwerke kann frau ganz schnell wieder weg sein. Vor allem dann, wenn es sich um Jobs handelt, nach denen Männer gieren.

arouet58
14.06.2009, 16:59
Dafür reicht das reizendste kurzfristig eingesetzte Lächeln nicht. Aber auch nicht die satte Zufriedenheit jener, die es geschafft haben, denn wie Beispiele zeigen, ohne Netzwerke kann frau ganz schnell wieder weg sein. Vor allem dann, wenn es sich um Jobs handelt, nach denen Männer gieren.
Wenn Wehrpflicht eine so profitable Investition in die Zukunft eines jungen Menschen wäre, wäre es ja geboten, sie für Frauen schleunigst einzuführen, damit auch diese in den Genuss eines kostenlosen Pilotenscheines kämen.
Das wäre die zweitbeste Möglichkeit, für Gerechtigkeit zu sorgen, sollte die beste, ihre Abschaffung, weiter auf sich warten lassen.

Rüstung und Waffen werden leider unabdingbar bleiben in einer Welt, in der ein Ahmadinedschad Wahlen gewinnt. Jedoch hindert niemand Frauen daran, Maschinenbau zu studieren und sich an der Entwicklung jener Panzer zu beteiligen, die auch ihre Menschenrechte - Gleichberechtigung ist ein ganz grundlegendes Menschenrecht, für Frauen UND Männer - verteidigen, was sie ja dann in einer Berufsarmee auch tatkräftig selbst tun können.

Mich störte dabei nicht, stellte sich heraus, dass z.B. 90 % der Kampfeinheiten, die, die töten und verstümmeln und getötet und verstümmelt werden, von Männern gestellt würden, denn sie wären ja freiwillig dort, um das Häßliche und Lebensgefährliche, aber Notwendige zu tun.
Es störte mich nur, wenn Feministinnen 40 % der Generalsposten forderten, weil ja Frauen 52 % der Bevölkerung stellten.

Deine Behauptung, Männernetzwerke verhinderten den Aufstieg interessierter, kompetenter Frauen, ist nur eine Behauptung, der die feministische These zugrunde liegt, Männer seien nicht willens oder in der Lage, Frauen gegenüber fair und gerecht zu handeln.
In meinen Augen eine bösartige Unterstellung - nicht mehr, die allerdings das Klima zwischen Männern und Frauen zunehmend vergiftet.

Jeder Unternehmer will zuallererst Gewinn machen und den macht er mit kompetenten Frauen genauso gut wie mit kompetenten Männern.
Hier zu unterstellen, man zöge inkompetente Männer kompetenten Frauen vor, ist abenteuerlich.
Ungleichverteilungen ergeben sich, weil nun einmal viele Frauen eine andere Vorstellung vom guten Leben haben als viele Männer und z.B. in viel geringerer Zahl überhaupt Karriere machen WOLLEN als Männer.

So will, in Umfragen immer wieder feststellbar, nur 1/3 der Frauen Vollzeit berufstätig sein, gegenüber ca. 80-90% der Männer, 1/3 der Frauen will nur Teilzeit arbeiten und ein weiteres Drittel der Frauen würde am liebsten gar nicht erwerbsarbeiten wollen, wenn der Verdienst des Partners dies nur zuliesse.

Wenn Du zu jenen Frauen gehörst, die der Meinung sind, das sei falsch, dann missioniere bitte Frauen, damit sie ihre Verhaltensweisen ändern, denn es macht wenig Sinn, männliche Hinterzimmerkungelrunden für die Folgen WEIBLICHEN Verhaltens verantwortlich zu machen, nur weil der Universalsündenbock Mann eine so gut eingeführte Marke im feministischen Bauchladen ist.

In diesen Kungelrunden, wo sie denn überhaupt existieren, werden Frauen, die sich einer solchen Seilschaft angeschlossen haben, genauso unfair nach oben getragen, denn Seilschaften wollen Erfolge erzielen und dabei ist es wurscht, ob nur Männer oder auch Frauen an dem Seil ziehen, das den Aufsieg der Leitperson zum Vorteil aller Seilschaftsmitglieder absichern soll.
Im Gegenteil, ich möchte den Mann sehen, der nicht viel lieber eine kompetente Frau in seiner Seilschaft hätte, von deren Erfolg ja auch er selbst profitieren würde, als einen inkompetenten Mann, der nur das Risiko erhöhte, dass die ganze Truppe abstürzt oder nur zweiter Sieger beim Gipfelsturm wird.

Seilschaften benachteiligen nicht Frauen gegenüber Männern, sondern Nichtmitglieder gegenüber Mitgliedern.
Frauen müssen NUR Mitglied einer Seilschaft werden WOLLEN, dann klappt das auch mit der unfairen Förderung für sie.
Frau Merkel macht es vor, oder glaubst Du, sie sei CDU-Vorsitzende, weil sie so viel kompetenter ist als Herr Merz?
Genau das wollen aber viele Frauen nicht, weil sie andere Lebensoptionen höher gewichten, z.B. Freizeit, Kinderbetreuung etc.

Hier dauernd Diskriminierung zu vermuten, wenn Frauen nicht in gleichem Maße Karrierestellen besetzen wie Männer, obwohl sie durch einen ganzen Blumenstrauß von Sonderförderprogrammen, Mentoringprogrammen, die Männern nicht zugänglich sind, mittlerweile privilegiert werden, macht mich langsam ärgerlich und es geht immer mehr Männern ähnlich.
Ich kann es nicht mehr hören.

Frauen haben die gleichen Rechte wie Männer, nur nicht die gleichen Pflichten.
Sie sollen ihre Rechte endlich nutzen und wenn sie sie anders nutzen wollen als Männer, ist das ihr gutes Recht, aber kein Grund, Männern vorzuwerfen, sie diskriminierten Frauen, schon die Behauptung für die Tatsache selbst zu nehmen und daraus die Forderung nach immer mehr Förderung und Privilegierung, immer neuen Quotensänften und Karrierekrücken für das Pauerwummengeschlecht einzufordern.

Inaktiver User
14.06.2009, 17:52
@arouet
Es ist mir einfach zu mühsam, deshalb nur kurz:
Dass Frauen sich am Waffenhandel und der Waffenproduktion beteiligen, ist das Letzte, was ich wünsche.
Und dass ein Ahmadinedschad und ein Kim Jong-il ihre abstrusen Einfälle in die Welt hinausposaunen und ihre eigenen Landsleute damit bedrohen können, liegt allein an einem waffenstrotzenden Klüngel, der einkassiert, aber selbst niemals den Kopf hinhält.
Schon allein aus diesem Grund ist die Existenz der beiden und ähnlicher Raubritter keine Rechtfertigung für die Bewaffnung eines Landes, sondern ihre Existenz wird erst dadurch ermöglicht.
Nirgends schreibe ich, dass Männer die Frauen behindern, vielmehr sage ich, dass Männer mit Recht ihre Schäfchen ins Trockene bringen und zwar mit Hilfe von Männern und Frauen sollten darin ein Vorbild für ihr eigenes Handeln sehen und sich nicht mit sinnentleerten Komplimenten abspeisen lassen.
Aber dies ist schon alles, worin Frauen sich an männlichen Verhaltensweisen orientieren sollten.
Zu deinen postings will ich noch bemerken: frau lernt nie aus; irgendjemand schrieb hier, er möchte nie eine Frau sein, Männer wären viel besser dran, an deinen Äusserungen erkenne ich, du siehst die Lage des Mannes völlig anders.

Und damit schliesse ich, sonst beginne ich auch noch zu beklagen, wie schlecht doch die Welt ist, und das wäre ganz gegen meine Anschauung, zumindest was Teile dieser Welt betrifft.
Ausserdem ist herrlichstes Wetter :blume:

Inaktiver User
14.06.2009, 17:57
...
Wie geschrieben, ich bin durchaus der Auffassung, dass Frauen in alle Gremien gelangen können; aber wie wir Menschen halt so gestrickt sind, es sitzen immer ein paar herum, die einer dabei behilflich sein müssten, mit Informationen, mit Feedbacks, mit einem Telefonat da oder dort, und diese Hilfe zu erlangen, daran gilt es zu arbeiten.
....

das brauchen männer aber auch. mann und frau brauchen auch das quentchen glück für eine karriere: günstige umstände, förderer, zum richtigen zeitpunkt am richtigen ort.

oftmals werden frauen bevorzugt, manchmal männer. manchmal junge, manchmal alte...diskriminierung gibt es immer wieder. sie ist oftmals noch nicht mal geschlechterspezifisch. mann und frau müssen ihren eigenen individuellen weg finden und vor allem es WOLLEN.

Inaktiver User
14.06.2009, 18:34
oftmals werden frauen bevorzugt, manchmal männer. manchmal junge, manchmal alte...diskriminierung gibt es immer wieder. sie ist oftmals noch nicht mal geschlechterspezifisch. mann und frau müssen ihren eigenen individuellen weg finden und vor allem es WOLLEN.
Ja, auf das Wollen kommt es an.

Wir alle wären nur Maschinen und keine Menschen, würden wir nicht manches Individuum sympathischer oder für die eigenen Ziele nützlicher finden als ein anderes Individuum, und das kann für denjenigen, der nicht zum Zuge kommt, als Diskriminierung ankommen.
Insofern wird also immer und überall "diskriminiert", als Teil normalen menschlichen Verhaltens, zwar nicht in organisierter und systematischer Form, sondern auf der zwischenmenschlichen Ebene.

Mir selbst sind Seilschaften und Geklüngel zutiefst zuwider, ich verzichte lieber auf Karriere, als mich dort selbst verleugnen zu müssen.
Wobei solch "Kontaktpflege" in der Politik wohl viel wichtiger ist als in der Wirtschaft.

Vielen Menschen geht das ähnlich wie mir, Männern und Frauen, und von denen, die mit so einem Berufsweg zurechtkommen und bereit sind, den Preis zu bezahlen, sind wohl mehr männlichen als weiblichen Geschlechts.

arouet58
14.06.2009, 18:42
das brauchen männer aber auch. mann und frau brauchen auch das quentchen glück für eine karriere: günstige umstände, förderer, zum richtigen zeitpunkt am richtigen ort.

oftmals werden frauen bevorzugt, manchmal männer. manchmal junge, manchmal alte...diskriminierung gibt es immer wieder. sie ist oftmals noch nicht mal geschlechterspezifisch. mann und frau müssen ihren eigenen individuellen weg finden und vor allem es WOLLEN.
Heute besteht der Unterschied darin, dass eine Frau, die als Nichtseilschaftsmitglied nicht zum zu Zuge kam, sich qua Geschlecht für diskriminiert erklären kann, WEIL sie es dank Ideologie gelernt hat, dies so zu sehen.
Und die Gesellschaft hat dank Propaganda gelernt, ihr zu glauben.
Ein männliches Nichtseilschaftsmitglied, das ebensowenig zum Zuge kam, hat nicht gelernt, sich für diskriminiert zu erklären.
Der hat nur ganz einfach seinen Mißerfolg zu bearbeiten und zu überlegen, wie er's beim nächsten Mal besser machen kann.
Ihm steht keine "Benachteiligungsideologie" zur Verfügung, die es ihm erlaubte, persönliche Frustrationen bei anderen abzuladen.
Hätte Herr Merz sagen sollen, Frau Merkel hat mich diskriminiert, weil sie sich besser vernetzte als er es tat?
Die Öffentlichkeit hätte doch nur gelacht.
Hätte Herr Merz dagegen Frau Merkel ausgekontert, die halbe Republik hätte bedauert, dass "wieder einmal" eine fähige Frau von "Männerseilschaften" am verdienten Erfolg gehindert worden wäre.
Scheiternde Männer scheitern ganz einfach.
Scheiternde Frauen werden diskriminiert, selbstverständlich, von Männern, natürlich, und müssen deshalb ganz besonders gefördert werden.
Und scheitern vielleicht gerade darum erst recht.
Weil die reale Welt kein Streichelzoo ist und nie einer werden wird.

Inaktiver User
14.06.2009, 18:50
das brauchen männer aber auch. mann und frau brauchen auch das quentchen glück für eine karriere: günstige umstände, förderer, zum richtigen zeitpunkt am richtigen ort.

oftmals werden frauen bevorzugt, manchmal männer. manchmal junge, manchmal alte...diskriminierung gibt es immer wieder. sie ist oftmals noch nicht mal geschlechterspezifisch. mann und frau müssen ihren eigenen individuellen weg finden und vor allem es WOLLEN.


@Kebmo
Natürlich Männer wie Frauen brauchen dies und jenes, wer wollte das bestreiten?
Mir geht es hier nur darum, herauszufiltern, weshalb wenige Frauen in leitenden Stellungen tätig sind; die Gründe sind mannigfaltig, aber einer und ein wichtiger ist, dass Frauen (noch) nicht gelernt haben, sich in Interessensgemeinschaften zu verbünden.
Wird irgendwo eine wichtige Stelle frei, die spezielle Fähigkeiten verlangt, weiss ein Mann mit Sicherheit ein oder zwei Leute, die er dafür vorschlagen kann, das ist eben bei Frauen noch nicht der Fall.
Das hat mit Diskriminierung nichts zu tun sondern einfach damit, dass Männer mit Männern bezüglich beruflicher Anforderungen umzugehen wissen. Das wäre auch Frauen zu wünschen, und so etwas entwickelt sich nur dann, wenn der Fokus mehr auf Zusammenarbeit und berufliches Weiterkommen gerichtet ist, als auf andere Dinge, die ich hier nicht weiter anführen will.


Mir selbst sind Seilschaften und Geklüngel zutiefst zuwider, ich verzichte lieber auf Karriere, als mich dort selbst verleugnen zu müssen.


@cyan
Das verstehe ich sehr gut, aber es wäre dir doch nicht zuwider, wenn du einen Mitarbeiter für eine komplizierte Tätigkeit suchst, dich im Freundeskreis umhörst und ein Bekannter erzählt dir von einem Mann, mit dem er schon sehr erfolgreich zusammengearbeitet hat und der im Augenblick frei ist?
Das sind die Netzwerke, von denen ich spreche und nicht jene, wo jeder Doofkopp auf die Füsse fällt, nur weil er jemandem im Gymnasium zufällig mal eine Vokabel zuflüstern konnte.

Inaktiver User
14.06.2009, 20:11
....
Scheiternde Frauen werden diskriminiert, selbstverständlich, von Männern, natürlich, und müssen deshalb ganz besonders gefördert werden.


da kann ich duír nur recht geben und folgendes verstärken:
schrecklich dieses "ganz besonders fördern". als wären frauen irgendwie hilfsbedürftig. :knatsch: ich mache einen großen bogen um gender mainstreaming, quote und den ganzen frauen-gedöns...ich bin gut in dem was ich tue, merke oft, dass ich in anerzogene frauen- falle tappe und versuche meinen weg zu gehen. natürlich auch mit netzwerken und geklüngel. das gehört dazu, denn ich will ja gut sein und mich dementsprechend auch nur mit leuten umgeben, die mich weiterbringen können. gleich welchen geschlechts sie sind :smirksmile:

Inaktiver User
14.06.2009, 21:31
na ja solange die EU posten ein rest-posten-markt für ausrangierte politiker ist, kann es für feministinnen eigentlich nur gzut sein, wenn die frauen in den national-staaten bleiben :smirksmile:

ansonsten bin ich bibis meinung, wir sollten im 21. jhd soweit sein zu sagen, dass die qualifikation für einen posten ausschlaggebend ist, nicht das geschlecht.

wenn Du Geschlecht streichst und "aktive Elternschaft" einsetzt, dann kommen wir der Sache näher.

Das mit Frau und Mann ist Schnee von gestern...

Allerdings: Wollen wir über "Arbeit muss sich lohnen" von Koch-Mehrin reden?

:freches grinsen::smirksmile:?

So dann auch nicht... sie hätte zumindest ihre Referenten einen einzigen Bericht schreiben lassen müssen.... machen die männlichen Kumpel ja auch ....

Inaktiver User
14.06.2009, 22:08
Das mit Frau und Mann ist Schnee von gestern...

Du meinst, es gibt nur Frau oder Mann? :smirksmile:

Oder gar, dass es in allen Demokratien so ist, dass die/der Qualifizierteste den passenden Job bekommt, wie EU-KommissionspräsidentIn, ChefIn der Internationalen Atomenergie-Behörde, UNO-GeneralsekretäIn, NATO-OberbefehlshaberIn, WeltbankpräsidentIn, usw. usf., diverse PremierministerInnen, etc.
Ah ja, jemand hat geschrieben, es bewerben sich zu wenige Frauen! Daran liegt es. Oder an einseitig-aktiver Elternschaft.

kaafee
14.06.2009, 22:19
Seilschaften benachteiligen nicht Frauen gegenüber Männern, sondern Nichtmitglieder gegenüber Mitgliedern.
Frauen müssen NUR Mitglied einer Seilschaft werden WOLLEN, dann klappt das auch mit der unfairen Förderung für sie.
Frau Merkel macht es vor, oder glaubst Du, sie sei CDU-Vorsitzende, weil sie so viel kompetenter ist als Herr Merz?
Genau das wollen aber viele Frauen nicht, weil sie andere Lebensoptionen höher gewichten, z.B. Freizeit, Kinderbetreuung etc.

Frauen haben die gleichen Rechte wie Männer, nur nicht die gleichen Pflichten.
Sie sollen ihre Rechte endlich nutzen und wenn sie sie anders nutzen wollen als Männer, ist das ihr gutes Recht, aber kein Grund, Männern vorzuwerfen, sie diskriminierten Frauen, schon die Behauptung für die Tatsache selbst zu nehmen und daraus die Forderung nach immer mehr Förderung und Privilegierung, immer neuen Quotensänften und Karrierekrücken für das Pauerwummengeschlecht einzufordern.

Also das ich Dir auch mal so ausdrücklich zustimmen würde, hätte ich eher nicht gedacht. Du scheinst dich weiterentwickelt und ja, auch informiert zu haben. Schön zu lesen. :blumengabe:

Ich als niemals privilegierte !!! Frau habe z. B. lernen müssen, dass man leider öfter als nötig ein Arschloch sein muss, oft viel mehr an sich denken muss, als an die Gemeinschaft und jederzeit mit den Wölfen heulen muss und überwiegend und ausschließlich sich selbst übervorteilende Netzwerke aufbauen muss, wenn man DEN s. g. Erfolg haben möchte. Tja, für den, wer das denn auch will ist es dann eigentlich doch eine schöne, heile und vor allem jedem irgendwie doch sehr selbstgerechte Welt. :smirksmile: Und ich habe erlebt, dass es Männern und Frauen in solchen Situationen nicht anders geht. Und wer mit Korruption und anderen miesen Seilschaften keine Probleme hat, der kann sich dann sogar sehr weit „hoch prostituieren“, im weitesten Sinne, dann ist auch völlig egal, welches Geschlecht.

Da ich doch eine andere Ansicht von wirklichem Erfolg habe, bin ich weiterhin immer noch der Meinung, dass es auch in der Wirtschaft, wie in der Politik oder gerade im Zusammenspiel von beiden Ebenen, eher nicht auf Seilschaften und Korruption ankommen sollte. Kommt es aber doch leider sehr oft und nicht nur in der Politik. Je größer das Unternehmen und somit auch das sich selbst verwaltende Konstrukt, desto größer und undurchsichtiger halt auch die Seil- und Machenschaften.

Und wie es anders/besser geht, machen ja einige Privatunternehmer vor – immer noch und g.s.d., z. B. W. Grupp. Funktioniert meistens dann leider eher nur noch in äberschaulichen Familienunternehmen, in denen die Verantwortlichen noch die eigentliche Verantwortung übernehmen und wissen, dass es sehr wohl auch auf ganz bestimmte menschliche Werte ankommt. Die können sich solche schädlichen Seilschaften gar nicht leisten/erlauben und das wissen kluge und zukunftsorientierte Unternehmer auch.

Und das zeigt mir dann doch, dass ich dann mit meiner Meinung und Ansicht gar nicht so falsch liege. Denn denen, die völlig immun gegen jegliche Interessenskonflikte sind, ist die momentane volkswirtschaftlich verschobene Situation doch erst zu verdanken. Da sitzen immer noch so einige ganz besonders Unfähige in ihrer ach so satten Zufriedenheit immer noch in ihren bequemen Sesseln (Danke Colonna! ) und halten ihre feisten Hände auf. Fände ich schade, wenn solche Form von Seilschaften hier auch noch verharmlost, gefördert oder gar entschuldigt werden würde. Denn auch durch solche Seilschaften sind falsche und dem Unternehmen nicht unbedingt förderliche Personalentscheidungen erst möglich.

Zum eigentlichen Thema:

Solange Personen eine geschlechtsspezifische, gesonderte Förderung überhaupt nötig haben, tun sie mir wirklich leid und ich persönlich hätte auch keine Achtung vor der Leistung so einer privilegierten, übervorteilten Person, ob nun männlich oder weiblich. Und ja, ich durfte mal einen kurzen und kleinen Blick hinter die Kulissen einer solchen Förderung werfen. Also ich war entsetzt. Denn die ist in Wahrheit doch nur ein Schauspiel und dient zur offensichtlichen Beruhigung und Ablenkung von wirklichen Machenschaften und Vorurteilen. Und da geht es vorrangig so gar nicht um die z. B. besseren fachlichen und sozialen Kompetenzen im Eigentlichen, sondern auch wieder nur um die Fähigkeit, ein Arschloch sein zu können. Und dabei nehmen sich Männer wie Frauen nicht die Butter vom jeweiligen Brot. Ist so ziemlich ausgeglichen und ich befürchte sogar, dass auf diese Art und Weise eher noch mehr Nieten in verantwortliche Positionen kommen würden.

Noch mal OT:


Jeder Unternehmer will zuallererst Gewinn machen und den macht er mit kompetenten Frauen genauso gut wie mit kompetenten Männern.

Dieser Aussage kann ich jedoch so absolut nicht zustimmen. Denke da gerade an den EX-Arcandor-Chef. Und da gibt’s noch ne ganze Menge, die sich in sehr zerstörerische Interessenkonflikte begeben und nicht mehr ausschließlich das Wohl des Unternehmens im Sinn haben, sondern eher nur ihr eigenes.

Inaktiver User
14.06.2009, 22:25
@kaafee
Was netzwerken mit Korruption oder gar Prostitution zu tun hat, ist mir nicht einsichtig.
Aber natürlich gibt's immer wieder und überall alles Mögliche.

Inaktiver User
14.06.2009, 22:29
Du meinst, es gibt nur Frau oder Mann? :smirksmile:


Nein, nein. Bring mich nicht mit Transgender durcheinander.
Behindertenförderung finde ich übrigens auch wichtig. Gerne per Zwangsquote (yepp, da bin ich altmodisch).




Oder gar, dass es in allen Demokratien so ist, dass die/der Qualifizierteste den passenden Job bekommt, wie EU-KommissionspräsidentIn, ChefIn der Internationalen Atomenergie-Behörde, UNO-GeneralsekretäIn, NATO-OberbefehlshaberIn, WeltbankpräsidentIn, usw. usf., diverse PremierministerInnen, etc.


:freches grinsen:
Männer isnd halt begabter, Colonna. Du hast es immer noch nicht begriffen.
Da gibt es keine Seilschaften. Nur sowas wie Lucky Luke und James Bond gemischt... und Karate Tiger ...*



Ah ja, jemand hat geschrieben, es bewerben sich zu wenige Frauen! Daran liegt es. Oder an einseitig-aktiver Elternschaft.


Hmmm :blumengabe::blumengabe::blumengabe: *die Mischung machts... wobei mich Pkt. 2 interessiert... Vätermacher und nicht Väterschwätzern gebührt mein Respekt... (den Müttern sowieso...)*, aber ich steige ja nicht (mehr) in diese zeitfressenden Diskussionen ein.


Bin ja nicht eine Frau mit 1000-Stunden-Tag...

Halte es ja schon in diesem Aspekt für verräterisch, dass Make up erfunden und genutzt wird... (mich inklusive...interessanter job-spezifischer Frauentalk...)


Gute Nacht, gute Arbeitswoche und gutes virtuelles Diskutieren ohne Endlosschleifen
wünscht

LL

* Diese Aussage gilt nur für das BriCom Paralleluniversum

Inaktiver User
14.06.2009, 22:31
Waaaas? Du haust ab? Und das, wo du grade mit Make up begonnen hast, worüber ich sagen wollte...........äh, gute Nacht!


. Vätermacher und nicht Väterschwätzern gebührt mein Respekt..

Genau! Nur gibt's von der ersten Sorte eher wenige, habe ich mir sagen lassen und letzte Woche im Radio sprach's, dass junge mitteleuropäische Männer keinen Bock mehr auf Kinder hätten, die wären zu berufsbehindernd :ooooh: :cool:

kaafee
14.06.2009, 22:36
@kaafee
Was netzwerken mit Korruption oder gar Prostitution zu tun hat, ist mir nicht einsichtig.
Aber natürlich gibt's immer wieder und überall alles Mögliche.

Ist wie mit doch eigentlich allem. Alles ist positiv oder negativ zu nutzen. Handwerkszeug halt, entweder in den guten oder in den teuflischen Händen. Je nachdem und dann alles möglich.

Und wenn Du damit meinen würdest, ich erzählte hier Märchen, dann glaub doch auch weiterhin daran. Wer stört Dich? Lebt sich dann ja auch bestimmt sehr viel ruhiger und viel entspannter! Also ich würde dann fast schon sehr gern mit Dir tauschen. :knatsch:

Inaktiver User
14.06.2009, 22:41
Ach, kaafee, wie du schon sinngemäss geschrieben hast, frau muss nicht überall dabei sein, und für ein besseres Einkommen oder eine interessante Arbeit nicht alles tun; so ist es eben, finde ich ja auch, jede von uns oder fast jede hat schon mal das Handtuch geworfen, weil's gegen Prinzipien ging, was soll's, das ist das Leben.

Inaktiver User
14.06.2009, 22:44
Waaaas? Du haust ab? Und das, wo du grade mit Make up begonnen hast, worüber ich sagen wollte...........äh, gute Nacht!


Da zupfe ich mir die Schlafbrille doch wieder glatt von den Augen (Mein Computer sprach: "Lady, I have an important message from BriCom for you")...
schade, hast Du nicht ausgeführt? Ist wohl das, was meine Mitfrauen mit mir schon in Cafés zwischen Lachen, Weinen und Spott besprachen?



Genau! Nur gibt's von der ersten Sorte eher wenige, habe ich mir sagen lassen und letzte Woche im Radio sprach's, dass junge mitteleuropäische Männer keinen Bock mehr auf Kinder hätten, die wären zu berufsbehindernd :ooooh: :cool:

Nein... der Wille ist schon da (Zeugungsstreik= Mythos)... und das Scheidungsrecht verbessert nun die Umsetzung allgemein. :smirksmile:

Was dazu führt: Immer weniger bekommen immer mehr Kinder.
Und später mischt man die Karten neu ...

Lieben Gruß & süße Träume
LL

kaafee
14.06.2009, 22:53
Ach, kaafee, wie du schon sinngemäss geschrieben hast, frau muss nicht überall dabei sein, und für ein besseres Einkommen oder eine interessante Arbeit nicht alles tun; so ist es eben, finde ich ja auch, jede von uns oder fast jede hat schon mal das Handtuch geworfen, weil's gegen Prinzipien ging, was soll's, das ist das Leben.

Nun ja, es soll ja Frauen geben, die müssten oder würden es sogar tun, aber sie tun es dann trotzdem nicht. Zumal die Arbeit dann auch nicht mehr interessant ist. Und es gibt auch Männer, die das auch nicht tun, aber eher wenigere. Stimmt wohl. Und woran das liegt, keine Ahnung. Sich prostituieren habe ich übrigens im Sinne von sich selbst verkaufen gemeint. :knicks:

arouet58
14.06.2009, 23:26
Genau! Nur gibt's von der ersten Sorte eher wenige, habe ich mir sagen lassen und letzte Woche im Radio sprach's, dass junge mitteleuropäische Männer keinen Bock mehr auf Kinder hätten, die wären zu berufsbehindernd :ooooh: :cool:
Ja, das beobachte ich auch, dass gerade junge Männer weder Bock auf Ehe noch auf Kinderzeugen haben.
Nicht alle, aber immer mehr.
Das ist ihr gutes Recht, auf Kinder zugunsten von Karriere zu verzichten.
Wenn Männer beides vereinbaren wollen, brauchen sie eine Partnerin, die bereit ist, ihnen den Rücken frei zu halten oder sie müssen auf Kinder verzichten.
Männern geht es da nicht besser als Frauen.
Auch die können sich Partner suchen, die ihnen den Rücken frei halten.
Oder sie müssen auf Kinder verzichten.
Dass es schwerer ist für eine Frau, einen solchen Partner zu finden als für einen Mann eine Partnerin, die das macht, kann man weder den Männern noch den Frauen vorwerfen.
Wenn Frauen Feminismus als Kampf um ihr Recht auf Selbstverwirklichung begreifen, können sie Männern das Recht auf ihre Selbstverwirklichung ja nicht bestreiten.
Wenn relativ mehr Männer als Frauen den Beruf der Kinderbetreuung vorziehen und keine Kinder mehr wollen, ist das ihr gutes Recht auf ihre Selbstverwirklichung.
Sollte in den nächsten Jahren auch endlich die Pille für den Mann, die wahrscheinlich eine Spritze sein wird, marktreif werden, wird unsere Geburtenrate nie gesehene Tiefststände erreichen.
Das ist dann leider nicht zu ändern.

Inaktiver User
15.06.2009, 01:32
Unsere Ösi-Männer können jedoch den Zivildienst machen und dabei einige Ausbildungen (Pilotenschein z.B.), die sie nichts kosten, wofür aber naturgemäss auch Steuerzahlerinnen zur Begleichung herangezogen werden.

Verzeih, Colonna - aber entweder bin ich wirklich schon so deppert & senil, daß ich alles vergessen hätte, was sich damals (Einrückungstermin 1976) beim BH so abgespielt hat, oder ich hab bedeutende Neuerungen nicht mitbekommen.
Aus eigenem Erleben: selbst den PKW-Führerschein zu machen war damals zwingend mit einer mindestens einjährigen Verpflichtung verbunden. Der LKW-Führerschein wurde auch denen innerhalb der normalen Wehrpflicht nicht vergönnt, die schon den PKW-Schein hatten - auch da musste man sich länger verpflichten. Wie Du nun auf die Idee kommst, daß ein Zivildiener beim Bundesheer den Pilotenschein machen könnte, entzieht sich vollends meiner Vorstellung. Die wenigen Piloten, die das Bundesheer ausbildet, sind verpflichtet, sich erstens auf Dauer ans Heer zu binden (und allein die Pilotenausbildung dauert Jahre!) und danach in Abhängigkeit von der verstrichenen Zeit die Ausbildungskosten aliquot zurückzuzahlen. Soweit mir bekannt, ist ein kostenfreier Ausstieg erst nach 10 Jahren möglich. Das ist aber ein Zeitraum, der den direkten Übertritt in ein Zivilluftfahrtunternehmen schier unmöglich macht. Pilotenausbildung für Zivildiener halte ich deshalb für komplett unmöglich. Bitte belege das mit entsprechenden Links.


Aber, um mich nicht in eine Ecke zu stellen, die keineswegs zu mir passt, ich bin nicht der Auffassung, dass Frauen das Kriegshandwerkzeug schlechter oder gar weniger brutal ausüben würden als Männer, sie kamen nur bis dato in einer Minderzahl zum Trog, und soweit es meine marginalen Möglichkeiten anlangt, soll der Trog ganz verschwinden, daran arbeite ich - zum Glück nicht alleine.


Natürlich wäre eine Welt ohne Waffen was Feines... Natürlich liefen Politiker grünen und roten Couleurs (im Grunde eh´ fast dasselbe, wenn man die Wurzeln der grünen Parteigranden ansieht) diesem Wunschbild laut tönend nach. Seltsam nur, daß genau die, die für "Frieden schaffen ohne Waffen" auf die Straße gingen, plötzlich dringende Mittel fürs Heer forderten, als sich jugoslawische Panzer anschickten, die österreichischen Grenzen zu mißachten, als jugoslawische Kampfjets ihre Schleifen bis über Graz zogen, als sich die Kämpfe in Slovenien bis hart an die Grenze erstreckten. Plötzlich waren sie wieder gefragt, die Trottel vom Dienst, die dann plötzlich für all die Krakeeler die Birne hinhalten sollten.....

Solange der eigene Arsch im Trockenen, Warmen ist, solange lässt es sich trefflich über die Abschaffung aller Heere debattieren. Wenn dann aber die fremden Armeen die Nachbarländer überrollen, dann..... (was waren wir damals 56 und 68 besorgt, daß die Invasoren in Ungarn und der CSSR an der Grenze stehenbleiben! wer hätte dem kleinen Österreich geholfen? Niemand..... Österreich wurde schon wegen weit nichtigeren Anlässen komplett im Regen stehen gelassen). Einzig, daß die Besetzungen nicht so reibungslos verlaufen könnten UND die Tatsache, daß es in Österreich bei der Besetzung der ehemaligen russischen Besatzungszone Probleme geben könnte, liessen die Pläne Makulatur werden.(Schau Dir mal die Landkarten an - wie gut hätte die "Frontbegradigung" dem Ostblock ins Kalkül gepasst - der Zipfel Ostösterreich, der so tief in den Raum des Warschauer Paktes ragte, wäre weg gewesen - und nach ein paar Protestnoten und diplomatischen Demarchen wäre Ruhe gewesen)

Kleines historisches Beispiel dazu: Hitler hätte sich einiges an Umwegen ersparen können, hätte er auf die Neutralität der Schweiz genauso gehustet wie auf die von Belgien, Niederlanden.... einzig der Eintrittspreis war ihm viel zu hoch, weil die Schweiz, obzwar schon Jahrhunderte im Frieden lebend, auch damals äußerst wehrhaft war. Ich las mal eine Studie, nachem für einen Schweizer Soldaten 5 Deutsche aufgewendet hätten werden müssen - also ließ man es bleiben.

Ähnliches Beispiel, nur einige Dimensionen kleiner: in einer perfekten Welt braucht keiner Schlösser an den Türen. Jeder hat aber eins - und diejenigen, die sich leichte Beute erhoffen, schauen genau, welche Art Tür und welche Schlösser (neben Alarmanlagen, Hund, freier Einsehbarkeit etc.) gegeben sind.

Noch ein Beispiel: vielleicht hast Du mal einen Kurs in Selbstverteidigung für Frauen gemacht. Was hört man dort? Präsentiere Dich nicht als potentielles Opfer! Jeder Angreifer soll es sich dreimal überlegen, ob es sich lohnt, Dir nahe zu treten. Siehst Du: was im Kleinen gilt, gilt auch im Großen.....

T´schullligungg für den Exkurs, das Generalthema war "Frauen sind nicht gut genug". Ich denke, es ist hoch an der Zeit zu realisieren, daß Familie, Kinder, Ausbildung, Job, Karriere, tolle Freizeit, Urlaube, Eigenheim..... alles gleichzeitig, alles easy, und alles ohne Probleme einfach nicht geht. Irgendwo sind immer Abstriche zu machen. Daß die Geburtenrate so dramatisch sinkt, ist ein Gradmesser dafür, daß die Lebensplanung vieler Paare derzeit anders aussieht. Frauen sind also sehr wohl gut genug, ihre Lebensplanung selbst in die Hand zu nehmen. Gleiches muß aber dann wohl auch für Männer gelten.

Inaktiver User
15.06.2009, 08:35
Sich prostituieren habe ich übrigens im Sinne von sich selbst verkaufen gemeint.

@kaafee
Nicht anders habe ich es verstanden :blume:

Inaktiver User
15.06.2009, 08:55
Lieber wecker!
Ich habe da wirklich Äpfel mit Birnen vertauscht, tatsächlich kann man(n) beim Zivildienst nicht den Pilotenschein machen, sondern nur beim sogenannten Dienst mit der Waffe. Allerdings hat man dann wenig Dienst mit der Waffe. Und ich denke, wenn man/frau weiss, was so ein Flugschein kostet, ist ein Jahr Verpflichtung nicht das Übelste.

Was dein "Überrollen mit Panzern,etc" anbelangt, so ist das leider ein Argument, das zieht, und natürlich erst recht dann, wenn die Panzer vor der Türe stehen und "der Arsch nicht mehr im Trockenen ist".
Überleg mal, wer es so gerne mag, dass Panzer rollen oder Militärflugzeuge fliegen? Meinst du, die gewöhnlichen SoldatInnen?
Glaubst du im Ernst, dass GIs freudig in gewichtiger Schutzkleidung in einem Nest im Irak ein Haus nach dem anderen nach Widerstandsnestern absuchen, immer mit der Gefahr im Blick, gleich in die Luft zu fliegen?
Was haben die normalen DresdnerInnen davon gehabt, als ihre Stadt zerstört wurde?
Was haben die gewöhnlichen NordkoreanerInnen davon, wenn der dicke Mann mit den gefärbten Haaren drohend den Atomkrieg verkündet?
Es ist alles ein Geschäft, und ich bin nicht so blauäugig zu denken, auf die Milliarden die an den Kriegen und Drohgebärden verdient werden, würden jene, die damit ihren Handel betreiben, einfach verzichten.
Jedoch scheint mir wichtig, dass die gewöhnlichen BürgerInnen sich nicht davon blenden lassen, dass ihnen Schutz angeboten wird.
Da, wo die finanziellen oder politischen Nachteile für jene, die uns angeblich Schutz gewähren, überwiegen, würden uns alle Kampfflieger und Panzer nicht helfen, wir stünden so nackt da, wie seinerzeit die ArbeiterInnen in der DDR, als sie den Aufstand probten.

Deine Besorgnis 56 und 68 war unbegründet; es gab eine Übereinkommen der Westmächte mit der Sowjetunion, das die Grenzen des Ostblocks festlegte, alles andere ist Gerücht. Wäre die Tschechoslowakei ausserhalb dieser Grenzen gelegen, hätte der Warschauer Pakt bestimmt nicht einen Panzer geschickt.

Und...was die Schweiz während des zweiten Weltkrieges anbelangt, musst du dich wirklich besser informieren!
Sei überzeugt, dass der Staat von den Nationalsozialisten nicht angegriffen wurde, hat ganz andere Gründe als die tolle Bewaffnung, die du anführst.

Inaktiver User
15.06.2009, 20:20
Die aktive Elternschaft, die von jemanden ins Gespräch geworfen wurde, ist möglicherweise die Lösung für die Schwierigkeiten von Frauen, höhere Posten zu besetzen.
Wie man die einführen kann? Es kann sein, daß erst die nächste Generation Pflichten und Freuden der Elternschaft gerecht aufteilt. Müssen schließlich Politik und Wirtschaft als Arbeitgeber auch mitspielen.

Inaktiver User
15.06.2009, 22:25
tja, immerhin spricht die so hier so verfemte U. von der Leyen diese Fragen aktiv an.

Sehr schön auch gerade das Interview von ihr in der aktuellen Wirtschaftswoche.

Man kann natürlich die Idee eines Kinderzeitkredits lächerlich machen usw usf, aber die Debatte, die ist richtig.

Früher, ja DAMALS in den 70ern, ging es "vordergründig" und auch teilweise tatsächlich um eine Mann - Frau - Sache (man vergleiche die Gesetzeslage von damals mit heute und vieles ist klar auf der Hand liegend)...

Leider war das männliche Lebensmodell der post/industriellen Zeit das Ideal... ein Fehler... das war zu einfach.

Ich finde, wir nähern uns heute der richtigen Fragestellung an und das ist dann sicherlich, wie man aktive Mutterschaft und aktive Vaterschaft mit einem ebenfalls aktiven Berufsleben verbinden kann.
Die Zeitsysteme Kind/er und Beruf laufen leider gegeneinander...
Und zuviel Aktivität führt zu verbrannter Erde in vielerlei Bedingungen.

Von der Leyen liegt mit ihren Überlegungen da recht gut... um die Situation zu entschärfen.
Übrigens: Die meisten, die Teilzeit arbeiten, sind Mütter.
In ganz Europa.

Wen wundert´s ?

P.S. Und wenn wir über aktive Elternschaft dann doch zu der Shclußfolgerung kommen, dass es eine Frauenfrage ist, dann, ja, darf, und muss man sie stellen. Nur eben mit der richtigen Prämisse.

Dann ist es eben keine Männerfrage. Und dann gerne mit Seilschaften usw. Habe ich kein Problem mit. Fördere dann eben lieber Frauen mit Kind ... als Männer mit Kind, die auf ein anderes Betreuungssystem zurückgreifen (könn/t/en).

arouet58
15.06.2009, 22:39
Wen wundert´s ?
Mich nicht, bestimmt nicht.
Aber das wird Dich wiederum nicht wundern.

Inaktiver User
15.06.2009, 22:45
Nee.

Zwar wiederholst Du zuviel und zu penetrant und zu stur, aber macht nix. Den Tick haben viele.
Und du interpretierst zu siegessicher. Klassische Männerkrankheit :lachen:

:prost: zum Abend...

Inaktiver User
15.06.2009, 22:47
P.S.

Ich möchte mein Statement nicht als ZUstimmung fehlverstanden wissen. Auch wenn Arouet nicht IMMER daneben liegt.
Dennoch tapst er etwas viel im Höhlengleichnis herum.
Aber so ist das mit den Wahrhaftigen und Gerechten. So genannt.

:prost:

Inaktiver User
15.06.2009, 23:03
@lynxlynx

Ich sehe nirgends, dass der Zugang von Frauen zu aufreibenden Jobs nur in Ansätzen gemeinschaftlich (von Frau/Mutter und Mann/Vater) erleichtert wird - von vernachlässigbaren Sonderfällen abgesehen.
Vielmehr bin ich überzeugt, dass die Betroffenen (es gibt ja nicht nur in dieser Hinsicht Betroffene, sondern auch Frauen, die aus anderen Gründen als denen der Kinderaufzucht nicht ganz hoch hinaufkommen) zu optimistisch sind, was Aufteilung der Erziehungsarbeit betrifft, und aus diesem Grund sich nicht der Interessensgemeinschaft von Frauen (Studienkolleginnen, Professorinnen, Mitarbeiterinnen, Vorgesetzten) versichern.
Mag sein, dass das schwer nach 70er und 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts klingt, jedoch, was damals betrieben wurde, war kaum effektives Netzwerken, und ist als Vorbild absolut nicht geeignet, das kann frau sehr gut daran erkennen, dass auch Frauen, die die 50 überschritten haben, kaum auf funktionierende Steigleitern zurückgreifen können. Egal, ob der kleinste und sehr anstrengende Rahmen der Altenpflege und gleichzeitiger Berufstätigkeit
als Beispiel herangezogen wird, oder die Fähigkeit, der Wunsch ein Krankenhaus oder eine Uni zu leiten, kaum an einem Ort kann frau auf die moralisch/berufliche Unterstützung anderer Frauen rechnen, weder durch Tat noch durch Votum.
Was bei Männern einfach so nicht der Fall ist.
Selbstverständlich wäre es schön, wenn nur nach Kompetenzen jenseits von Geschlecht, Alter, Familienstand, etc. geurteilt und gewählt würde, und vielleicht kommt das mal - jedenfalls in einem fernen Land, hier denke ich, wird es noch lange, lange dauern. Und bis dahin ist es doch wohl besser, die Fakten klar zu sehen.
Das hindert ja nicht daran, dass Mann und Frau gedeihlich miteinander umgehen, ja sogar das widerlegen, wovon ich überzeugt bin, verlassen würde ich mich jedenfalls nicht darauf.

Übrigens schätze ich von der Leyen, aber ich bin ja auch eine Ösi, und daher nicht so sehr an Ort des Geschehens.


Von der Leyen liegt mit ihren Überlegungen da recht gut... um die Situation zu entschärfen.
Übrigens: Die meisten, die Teilzeit arbeiten, sind Mütter.
In ganz Europa.


Frau hört, dass bei Billa (Rewe) fast ausschliesslich Teilzeitjobs angeboten werden, wer den nicht will, kann gehen, oder muss gar nicht erst kommen.
Irgendwann vor gefühlten 100 Jahren existierte in Österreich ein Gesetz, das es nicht erlaubte, über eine gewisse Zahl hinaus Teilzeitangestellte zu beschäftigen, da zu Recht der Verdacht herrschte, man wolle damit Sozialleistungen mindern.
Dieses Gesetz wurde unter unserem Wirtschaftsminister, dem Ritter Bartenstein, aufgeweicht (O-Ton"Die Frauen brauchen solche Jobs, wegen der Kinder und dem Haushalt, sie sind froh darüber"). Deshalb gibt es im Dienstleistungsbereich der unteren Kategorien fast nur mehr weibliche Teilzeitbeschäftigte.


Aber so ist das mit den Wahrhaftigen und Gerechten

Die Gesetzestafeln waren eben aus Stein, sagt man(!).

Inaktiver User
15.06.2009, 23:20
Liebe Colonna,

danke für Deine Gedanken. In Vielem stimme ich Dir zu.
Leider habe ich keine fertigen Konzepte in der Tasche liegen.
Ich male noch auf dem Skizzenblock herum und coloriere ein bisschen. Was macht Ihr netten Ösis denn so, was Kinder und Beruf betrifft?

Morgen schreibe ich wieder, wenn ich dazu komme. Jetzt geht´s zum Ausruhen, als Durchschnittsbürgerin brav um 23 h.
Besonders wichtig fand ich übrigens Deinen Punkt der Ermutigung,der Unterstützung.
Man sollte nie vergessen, dass Partnerschaften auch was mit Konkurrenz zu tun haben können... um das Feld mal anzureißen... das hatten wir hier noch nicht.
Sollte man aber nicht übersehen...


Hier noch was ganz anderes zum Zeitaspekt zum Lesen, fand ich interessant:

http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/RedaktionBMFSFJ/Broschuerenstelle/Pdf-Anlagen/memorandum-familie-leben,property=pdf,bereich=bmfsfj,sprache=de,rwb=t rue.pdf

Inaktiver User
15.06.2009, 23:46
"The file is demaged und could not be repaired" :ooooh: waren sicher Männer am Werk, solche, die mehr mit den Steigleitern beschäftigt sind :freches grinsen:
Was "wir Ösis" so mit den Sprösslingen machen? Wir betreuen sie abwechselnd, sind sie bereit, Erwachsene zu grüssen, stecken wir sie in sogenannte Kindergärten, wo sie alles Böse lernen, das ihnen die Geschwister nicht beigebracht haben, danach ab in die Schule, nachmittags mal wieder Mama oder Papa, je nach Möglichkeit und wessen Chef grade besser drauf ist, dann Gymnasium, sie sind froh, wenn Mama und Papa Überstunden machen müssen, danach Studium und Mama und Papa sind froh, endlich in Ruhe Überstunden machen zu können.
Ist aber nicht bei allen Ösis so, nur bei manchen, leider.

arouet58
16.06.2009, 00:11
P.S.

Ich möchte mein Statement nicht als ZUstimmung fehlverstanden wissen..
Keine Angst, auf die Idee wäre ich zuallerletzt gekommen.


Dennoch tapst er etwas viel im Höhlengleichnis herum.
Aber so ist das mit den Wahrhaftigen und Gerechten. So genannt.

:prost:

Sind das die, die sich Wunschdenken verbieten?

Inaktiver User
16.06.2009, 12:54
Erstmals Frauen sind gut genug.

Männer sind nicht per se karierregeil

Leider gibt es nicht genug Kinderbetreuung.

Es ist für eine junge Familie in A und D sehr schwierig Karriere und Familie unter einen Hut zu bringen, auch wenn beide dies wollen.

Ich habe eine sehr gut ausgebildete Tochter, einen emanzipierten Schwiegersohn, aber es ist in Bayern kaum möglich eine gute Ganztagsbetreung für Kleinkinder zu finden.

Fazit ist, Tochter steckt zurück, die Kinder wollten beide und lieben sie auch heiss.

Auch Alice Schwarzer hat festgestellt, daß Karriere und Familie schwer zu händeln ist, liegt aber nicht NUR an den bösen Männern, es liegt einfach auch an der Wirtschaft, die darauf ausgerichtet ist, daß der AN die Prioritäten auf Karriere setzt.

Aber ich halte es mit Martin Luther King "I have a dream"

Charly

Inaktiver User
16.06.2009, 13:07
...

Auch Alice Schwarzer hat festgestellt, daß Karriere und Familie schwer zu händeln ist, liegt aber nicht NUR an den bösen Männern, es liegt einfach auch an der Wirtschaft, die darauf ausgerichtet ist, daß der AN die Prioritäten auf Karriere setzt.

Aber ich halte es mit Martin Luther King "I have a dream"

Charly

und die AG sind auch nicht auf vereinbarkeit von familie und beruf eingestellt. es wurde aber auch jahrzehntelang die hausfrauenehe unterstützt und gefördert (eigentlich ja heute teilweise noch). dementsprechend ändert sich die wirtschaft da auch nur schwerfällig. leider.