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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dossier: Wie jung ist mein Körper?



BRIGITTE Community-Team
29.05.2009, 14:55
Liebe Userinnen, liebe User,

unsere Haut, unsere Ernährung, unser Lebensstil und unser Bewegungsprogramm entscheiden darüber, wie alt unser Körper wirklich ist.

Im Dossier der aktuellen BRIGITTE, "Wie jung ist mein Körper?" (http://www.brigitte.de/gesundheit/medizin/biologisches-alter-1022130/) (Heft 13, ab 3.6. am Kiosk), lesen Sie wie Ildikó von Kürthy ihren Lebensstil in einem gnadenlosen Selbstversuch durchchecken ließ. Plus: Der große Test - finden Sie heraus, welche Faktoren Ihr Alter beeinflussen.

Sind Sie so alt wie Ihr Körper? Diskutieren Sie mit!

Wir wünschen Ihnen eine angeregte Diskussion!
Ihr BRIGITTE.de-Team

Anastasia1960
06.06.2009, 17:29
Ja und? Was soll mir das bringen? Ich ernähre mich schon gesund, habe kein Übergewicht... Ich denke so viele UNtersuchungen hat keiner nötig, ist doch nur Geldmacherei.

Andilina
06.06.2009, 19:07
Ich bin vierzig Jahre jung und somit ist mein Körper ebenfalls 40 Jahre jung oder alt.
Da hilft kein jünger reden.Mir geht dieses sich irgendwie verzweifelt jünger machen mit allen Mitteln inzwischen gediegen auf den Keks.
"Huch...ich bin vierzig*michinsgeheimschäm*aber mein Körper ist maximal zwanzig.*heftigüberzeugendnix*
*michgleichviiiiiiiiiiiielbesserfühl*
"Ich bin vierzig...aber alle schätzen mich auf maximal dreißig!*selbstbewußtstrahl*"

:gegen die wand:was ist so schlimm daran,40 oder 40+ zu sein?Als wäre es eine grauenhafte,ansteckende Krankheit.:gegen die wand:
Wer nicht älter als 20 werden will muß sich vorher umbringen.

Liebe Grüße
Andilina:blumengabe:

brizi
08.06.2009, 10:26
Wer nicht älter als 20 werden will muß sich vorher umbringen.


:freches grinsen: Nicht doch! Man kann sich ja auch operieren lassen.

Wie sagte vor einigen Jahren ein Radiomoderator so schön: Teile von Cher sind heute 60 Jahre alt geworden... :engel:

Inaktiver User
08.06.2009, 10:30
Wieviel muss man eigentlich bei G&J für so ein Dossier hinblättern, wieviel kostet es, sich hier die ganzen hämischen Kommentare zu dem Thema Jungsein im Hause Kürthy durchzulesen und in welchem Umfang partizipert G&J vom Umsatz der Bücher der wergeschätzten Autorin?

Oder anders, ähmm, rechnet sich diese Blamage überhaupt?


schwindelfrei,
Ex-Mathematikleistungskursteilnehmerin

mondbaer
09.06.2009, 13:45
Wer nicht älter als 20 werden will muß sich vorher umbringen.
Gute Idee :freches grinsen:

Ich bin 45 und stehe dazu. :Sonne:

Rowellan
09.06.2009, 14:46
Ich mach solchene Tests eh nicht mehr - bei denen wird Sport immer so gnadenlos überbewertet und da ich es mit Churchill halte ("No Sports!") hauts mich altersmäßig immer so übel nach oben, da hilft mir die Nichtraucherei auch nicht weiter...

Nachdem ich es immer noch schaffe, den Leuten ungläubiges Erstaunen einzuflößen, wenn sie mein tatsächliches Alter erfahren, kann ich damit auch noch gut leben :freches grinsen:

Inaktiver User
09.06.2009, 14:49
Ich bin vierzig Jahre jung und somit ist mein Körper ebenfalls 40 Jahre jung oder alt.
Da hilft kein jünger reden.Mir geht dieses sich irgendwie verzweifelt jünger machen mit allen Mitteln inzwischen gediegen auf den Keks.
"Huch...ich bin vierzig*michinsgeheimschäm*aber mein Körper ist maximal zwanzig.*heftigüberzeugendnix*
*michgleichviiiiiiiiiiiielbesserfühl*
"Ich bin vierzig...aber alle schätzen mich auf maximal dreißig!*selbstbewußtstrahl*"

:gegen die wand:was ist so schlimm daran,40 oder 40+ zu sein?Als wäre es eine grauenhafte,ansteckende Krankheit.:gegen die wand:
Wer nicht älter als 20 werden will muß sich vorher umbringen.



Du sprichst mir aus der Seele!!

Zum Würgen auch immer Anzeigen in Szeneblättchen wie "45 J., aber jünger aussehend" ... ich wüsste zu gerne mal, wo all die jünger aussehenden 45-jährigen rumlaufen :freches grinsen:

Inaktiver User
09.06.2009, 15:37
:freches grinsen: Nicht doch! Man kann sich ja auch operieren lassen.



Genau.
Und wenn man Pech hat, sieht man hinterher so aus:

früher (http://www.tvweekonline.ca/files/blog/janice_dickinson.jpg)

obwohl man eigentlich für immer so hatte aussehen wollen:

nach zahlreichen OPs (http://3.bp.blogspot.com/_9nCZXkg6sIo/R5t_vhPzr0I/AAAAAAAADnA/-GC_Di2_HsA/s400/dickinson.jpg)


:freches grinsen:

Inaktiver User
09.06.2009, 15:57
Ich bin vierzig Jahre jung und somit ist mein Körper ebenfalls 40 Jahre jung oder alt.
Da hilft kein jünger reden.Mir geht dieses sich irgendwie verzweifelt jünger machen mit allen Mitteln inzwischen gediegen auf den Keks.
"Huch...ich bin vierzig*michinsgeheimschäm*aber mein Körper ist maximal zwanzig.*heftigüberzeugendnix*
*michgleichviiiiiiiiiiiielbesserfühl*
"Ich bin vierzig...aber alle schätzen mich auf maximal dreißig!*selbstbewußtstrahl*"

:gegen die wand:was ist so schlimm daran,40 oder 40+ zu sein?Als wäre es eine grauenhafte,ansteckende Krankheit.:gegen die wand:
Wer nicht älter als 20 werden will muß sich vorher umbringen.

Liebe Grüße
Andilina:blumengabe:

Ich bin 63 Jahre alt. Ich bin zwar schlank und ziemlich sportlich, aber mein Körper ist trotzdem 63 Jahre alt. Und alles, was Du da beschreibst stinkt mir genauso, wie Dir offenbar auch.

Inaktiver User
09.06.2009, 16:02
Ich bin 47 - und natürlich fühle ich mir keinen Tag älter als 35 :freches grinsen:

Laut meines Nintendo DS ist mein geistiges Alter 31 - meine Wii sagt mein Fitnessalter ist 67 - aber ich hab sie auch erst 2 Wochen....


Es nützt aber auch alles nichts - 47 ist 47 ist 47....und so gesehen, ist die Zahl doch schön! :liebe:

Inaktiver User
10.06.2009, 09:38
:gegen die wand:was ist so schlimm daran,40 oder 40+ zu sein?Als wäre es eine grauenhafte,ansteckende Krankheit.:gegen die wand:
Wer nicht älter als 20 werden will muß sich vorher umbringen.


In der Tat! Ich bin 43 und mache mein Lebensglück nun wahrlich nicht davon abhängig, ob mich jemand für jünger oder älter hält. So mickrig ist mein Selbstbewusstsein glücklicherweise nicht, dass ich Großteile meiner Zeit, meiner Energie und meines Geldes in jugenderhaltene Maßnahmen investieren muss.

Meine Güte, warum ist es so wichtig, jünger auszusehen als man ist? Was ist das Problem daran, wie eine attraktive 40- 50-, 60- usw.)jährige durchs Leben zu laufen????

Gruß, Spellbound

Rowellan
10.06.2009, 09:55
Meine Güte, warum ist es so wichtig, jünger auszusehen als man ist? Was ist das Problem daran, wie eine attraktive 40- 50-, 60- usw.)jährige durchs Leben zu laufen????

Gruß, Spellbound
Wie sagt Radio Eriwan? Im Prinzip nichts...
Ich persönlich werde nur dann kniepig, wenn sich irgendjemand hinstellt und zu mir sagt: Mein Gott, nun benimm/kleide/verhalte dich doch endlich mal deinem Alter entsprechend!

Inaktiver User
11.06.2009, 13:03
Ich bin vierzig Jahre jung und somit ist mein Körper ebenfalls 40 Jahre jung oder alt.
Da hilft kein jünger reden.Mir geht dieses sich irgendwie verzweifelt jünger machen mit allen Mitteln inzwischen gediegen auf den Keks.
"Huch...ich bin vierzig*michinsgeheimschäm*aber mein Körper ist maximal zwanzig.*heftigüberzeugendnix*
*michgleichviiiiiiiiiiiielbesserfühl*
"Ich bin vierzig...aber alle schätzen mich auf maximal dreißig!*selbstbewußtstrahl*"

:gegen die wand:was ist so schlimm daran,40 oder 40+ zu sein?Als wäre es eine grauenhafte,ansteckende Krankheit.:gegen die wand:
Wer nicht älter als 20 werden will muß sich vorher umbringen.

Liebe Grüße
Andilina:blumengabe:


Volle Zustimmung!

Ich bin 50+ und so bin ich eben auch 50+.

Dieser Jugendwahn ist eine Geisel und man lebt glücklicher wenn man es irgendwann einmal schafft sich davon frei zu machen. Dieses "man-schätzt-mich-stets-jünger-Getue" ist nicht dazu angelegt (obwohl man es zunächst vermuten könnte) das Selbstbewußtsein zu stärken - das Gegenteil ist der Fall.

Andilina, du hast schon Recht. Die ach so gut gemeinten Ratschläge von (Frauen)zeitschriften und sonstigen Ratgebern sind kontraproduktiv. Sie vermitteln einem ja tatsächlich, dass das Altern eine ansteckende Krankheit sein müsste oder etwas wofür man sich schämen sollte.

Wer nicht alt werden will muss jung sterben. Wer will das wirklich?

Inaktiver User
11.06.2009, 13:06
Ich mach solchene Tests eh nicht mehr - bei denen wird Sport immer so gnadenlos überbewertet und da ich es mit Churchill halte ("No Sports!") hauts mich altersmäßig immer so übel nach oben, da hilft mir die Nichtraucherei auch nicht weiter...

Nachdem ich es immer noch schaffe, den Leuten ungläubiges Erstaunen einzuflößen, wenn sie mein tatsächliches Alter erfahren, kann ich damit auch noch gut leben :freches grinsen:


Genau!! :allesok: :schild genau: :yeah: :freches grinsen:

Ich kriege zwar sonst regelmäßig Pickel wenn komplette Posts zitiert werden aber hier erlaube ich es mir selbst großzügig :zwinker:

Inaktiver User
11.06.2009, 13:08
Dieser Jugendwahn ist eine Geisel

Wir sehen uns im Harken-Strang :freches grinsen:

:smile:

Inaktiver User
11.06.2009, 22:49
Wie sagt Radio Eriwan? Im Prinzip nichts...
Ich persönlich werde nur dann kniepig, wenn sich irgendjemand hinstellt und zu mir sagt: Mein Gott, nun benimm/kleide/verhalte dich doch endlich mal deinem Alter entsprechend!

Sag´ihm/ihr einfach, dass Du genau das gerade tust!

Inaktiver User
12.06.2009, 15:04
Die ach so gut gemeinten Ratschläge von (Frauen)zeitschriften und sonstigen Ratgebern sind kontraproduktiv. Sie vermitteln einem ja tatsächlich, dass das Altern eine ansteckende Krankheit sein müsste oder etwas wofür man sich schämen sollte.

Weiterhin vermitteln sie, dass es ja jede Frau quasi selbst in der Hand hat, jünger auszusehen als sie ist. Man muss nur ordentlich cremen (und entsprechend viel Geld für die entsprechende Kosmetik ausgeben...), sporteln, sich richtig ernähren und das obligatorische viel Wasser trinken, viel schlafen und viel frische Luft fehlt ja meist auch nie in der Riege der schlauen Tipps.

Dass die Art und Weise wie ein Mensch altert auch sehr viel von den Genen und dem, was man im Leben so mitmacht (Krankheiten, schwierige und belastende Lebenssituaionen ect.) abhängt, bleibt in der Regel unerwähnt. Damit würde die Komsetikindustrie mit all ihren ewige Jugend versprechenden Mittelchen halt auch kein Geld verdienen.

Die Botschaft lautet zumindest unterschwellig: Tut gefälligst was dafür. Wenn ihr es nicht macht, habt ihr selbst Schuld wenn ihr älter ausseht als ihr seid.

Gruß, Spellbound

Rowellan
12.06.2009, 15:56
Sag´ihm/ihr einfach, dass Du genau das gerade tust!
Gute Idee! Werd ich mir merken :smile:

Inaktiver User
12.06.2009, 18:04
Mal ganz davon abgesehen, dass es doch egal ist, wie alt man aussieht und in Wirklichkeit ist, solange man sich in seinem Körper wohlfühlt, ist der Test auch ein bißchen unfair.

Die Frage "Rauchen Sie?" taucht zweimal (!) auf. Gut, ich rauche nicht, trotzdem erschließt es sich mir nicht, warum ich für ein- und dasselbe Verhalten zweimal punktemäßig zur Kasse gebeten werde.

Und die allerletzte Frage schlägt dem Fass den Boden aus: Ob ich Yoga, Tai-Chi und allerhand andere esoterische Übungen mache?

Ist die Antwort "nie", werden mir die Punkte, die ich bekomme, weil ich zweimal pro Woche Sport mache, gleich wieder abgezogen.

Ist die Antwort "nein, aber stattdessen laufe oder walke ich", bekomme ich Punkte gutgeschrieben. Leider mag ich weder Jogging noch Walking, also hab ich wohl die falsche Sportart gewählt und sehe immer noch so alt aus, wie ich bin :heul:

Chaoshexe
12.06.2009, 18:33
Mal ganz davon abgesehen, dass es doch egal ist, wie alt man aussieht und in Wirklichkeit ist, solange man sich in seinem Körper wohlfühlt, ist der Test auch ein bißchen unfair.

Die Frage "Rauchen Sie?" taucht zweimal (!) auf. Gut, ich rauche nicht, trotzdem erschließt es sich mir nicht, warum ich für ein- und dasselbe Verhalten zweimal punktemäßig zur Kasse gebeten werde.

Und die allerletzte Frage schlägt dem Fass den Boden aus: Ob ich Yoga, Tai-Chi und allerhand andere esoterische Übungen mache?

Ist die Antwort "nie", werden mir die Punkte, die ich bekomme, weil ich zweimal pro Woche Sport mache, gleich wieder abgezogen.

Ist die Antwort "nein, aber stattdessen laufe oder walke ich", bekomme ich Punkte gutgeschrieben. Leider mag ich weder Jogging noch Walking, also hab ich wohl die falsche Sportart gewählt und sehe immer noch so alt aus, wie ich bin :heul:

Grööööööööööööööhlllllllllllllllllllllllllllllllll lll

So ähnlich gings mir (51 Jahre und bald sind es sogar 52:freches grinsen:) auch, ich ernähre mich total gesund, laufe jeden Tag mindestens eine Stunde(kein Jogging) und ausserdem trainiere ich täglich Yoga und Pilates plus MINDESTENS an 6 Tagen die Woche täglich eine bis 2 Stunden Tanz.

Allerdings rauche ich täglich auch ca. 6 Zigaretten (:peinlich:wenns abends spät wird oder auf Festival sind mehr) und dadurch steigt vermutlich das "Alter" meines durchtrainierten 50 plus Body´s ins Unermessliche:lachen:

Der Test ist ein Witz und zwar ein schlechter:smirksmile:

Und abgesehen davon fühle ich mich mit meinen 50 Plus an manchen Tagen körperlich wie ca. 20 Jahre und an anderen eben so alt wie ich bin:smirksmile:heute bin ich glaub ich gefühlte 30 Jahre oder so, nächste Woche beim Tanzfest dann vermutlich irgendwie um die 15(zumindest nach den Auftritten).

Where´s the problem? Ich habe keines mit meinem biologischen Alter, aber mit solchen doofen Tests schon.

Chaoshexe

Inaktiver User
15.06.2009, 13:24
Hi,
eigentlich bin ich 51.
Aber im Moment (nach 10 anstrengenden Messetagen) fühle ich mich wie 71.
Ich geb's zu: würde eine nette Fee meinen Körper/meine Seele 10 jahre jünger machen - ich würde mich kein bißchen wehren. . Ich fände es klasse, leistungsfähig und attraktiv zu sein und mich schnell zu regenieren - wie damals.

Früher habe ich Anstrengungen besser weggesteckt, mich schneller erholt, war belastungsfähiger.
Manches war einfacher: eine durchfeierte Nacht hat meinem Körper wenig ausgemacht - heute brauche ich 2 TAge, um mich komplett davon zu erholen. Aber keine Dornen ohne Rose: ich gehe jetzt besser mit mir um, wenn auch nicht ganz freiwillig :-/

Früher konnte mich so schnell nichts aus der Bahn werfen...aber jetzt, mit 51, bin ich emotionaler geworden als damals, als junge Frau. Was habe ich draus gelernt? Ich lasse nicht mehr alles an mich heran, wähle, mit wem ich meine Zeit verbringe.
Manche legen mir das als Zickigkeit aus - daran kann ich sie nicht hindern.
Auch das geschieht nicht ganz freiwillig - man kann es Reife, Erfahrung oder Weisheit nennen oder einfach die Angst, wieder mal eins auf die Rübe zu kriegen ;-))

Tja - dann wäre da noch das Aussehen.
Ich mag mich - habe gelernt, mit meinem Körper zu leben und ihn anzunehmen.
Ich würde ich auch mit weniger Falten um die Augen zufrieden geben - und diese Nasolabialfalte habe ich auch nicht wirklich ins Herz geschlossen. Schlimmer ist diese verflixte Darmsache...schmerzhaft noch dazu - aber auch damit kann ich leben, gar nicht mal schlecht. Früher war ich unverwüstlich...
DAs Altern macht kompromissbereit.
Es gibt Schlimmeres, als alt zu werden - nämlich es nicht zu tun...in meiner Nachbarschaft ist kürzlich eine Frau mit 42 an einer Herzkrankheit gestorben. Entsetzlich...

So sehe ich das Altern ganz realistisch - ich verkläre es nicht, finde nicht jede Alterserscheinung als toll, bejubelswert oder sonstwie bombastisch - aber ich fände es ganz furchtbar, nicht alt werden zu können, weil ich gerne lebe. Altern nervt manchmal - es schwächt und macht uns nicht schöner. Mir bleibt die Zeit als junge, attraktive, leistungsfähige Frau in bester Erinnerung. Aus dem "jetzt" mache ich auch das Beste.

Meine Mutter ist gestorben, als sie 51 war...quasi mitten im Leben - und sie wäre so gerne noch geblieben.
Ich werde meine Zeit nutzen und sie nicht vergeuden, indem ich sinnlosen Träumen nachhänge, die sich nicht erfüllen werden. Auch mit Falten kannst Du noch eine Menge Lebensfreude haben!
Ruby

Inaktiver User
15.06.2009, 16:56
Weiterhin vermitteln sie, dass es ja jede Frau quasi selbst in der Hand hat, jünger auszusehen als sie ist. Man muss nur ordentlich cremen (und entsprechend viel Geld für die entsprechende Kosmetik ausgeben...), sporteln, sich richtig ernähren und das obligatorische viel Wasser trinken, viel schlafen und viel frische Luft fehlt ja meist auch nie in der Riege der schlauen Tipps.

Richtig und erzeugen somit gegebenenfalls unterschwellig wieder Druck oder auch ein schlechtes Gewissen. Beides ist eigentlich nicht positiv für das Wohlbefinden (und somit für das Aussehen) zu werten.


Dass die Art und Weise wie ein Mensch altert auch sehr viel von den Genen und dem, was man im Leben so mitmacht (Krankheiten, schwierige und belastende Lebenssituaionen ect.) abhängt, bleibt in der Regel unerwähnt. Damit würde die Komsetikindustrie mit all ihren ewige Jugend versprechenden Mittelchen halt auch kein Geld verdienen.

Ich habe vor Jahren einmal gelesen, dass die Gene hauptverantwortlich für das Altern sind und dass alle Maßnahmen um diesem entgegenzuwirken nur sehr bedingt erfolgversprechend sind.

Aber was wird nicht alles getan um die Schönheitsindustrie (und die Vermarktung von Bioprodukten bzw. bestimmten Lebensmitteln und auch die Sportartikelindustrie) anzukurbeln?

Gut dass wir uns aussuchen können, was wir von all dem annehmen wollen. Allein wegen des "Verjüngungseffekts" entsprechende Maßnahmen zu ergreifen würde nicht meinen Vorstellungen entsprechen.

Inaktiver User
15.06.2009, 17:47
Weiterhin vermitteln sie, dass es ja jede Frau quasi selbst in der Hand hat, jünger auszusehen als sie ist. Man muss nur ordentlich cremen (und entsprechend viel Geld für die entsprechende Kosmetik ausgeben...), sporteln, sich richtig ernähren und das obligatorische viel Wasser trinken, viel schlafen und viel frische Luft fehlt ja meist auch nie in der Riege der schlauen Tipps.

Dass die Art und Weise wie ein Mensch altert auch sehr viel von den Genen und dem, was man im Leben so mitmacht (Krankheiten, schwierige und belastende Lebenssituaionen ect.) abhängt, bleibt in der Regel unerwähnt. Damit würde die Komsetikindustrie mit all ihren ewige Jugend versprechenden Mittelchen halt auch kein Geld verdienen.

Die Botschaft lautet zumindest unterschwellig: Tut gefälligst was dafür. Wenn ihr es nicht macht, habt ihr selbst Schuld wenn ihr älter ausseht als ihr seid.

Gruß, Spellbound

Hi Spellbound,
Gene hin, Gene her...ein kleinen bißchen hat man es tatsächlich in der Hand, wie man altert.
Das beste Rezept um jung zu bleiben, ist nichts dagegen zu tun...wer stark raucht, große Gewichtsschwankungen hat, sich ungesund ernährt, braucht sich nicht zu wundern, wenn er irgendwann nicht mehr jung oder gesund ausschaut.
Etwas Wahrheit steckt schon in vielen schlauen Tipps...wer das macht, was ihm gut tut, wird besser und jünger aussehen als jemand, der sich vernachlässigt.
Aber auch wenn man noch so gesund lebt: man wird älter - und das sieht man irgendwann.
Schön ist das aus meiner Sicht nicht gerade - aber es trifft jede/n - und das ist ein kleiner Trost.
Ruby

Inaktiver User
15.06.2009, 18:29
Gene hin, Gene her...ein kleinen bißchen hat man es tatsächlich in der Hand, wie man altert.


Sicherlich, es gibt durchaus Faktoren, die man beeinflussen kann. Eine halbwegs gesunde, stressfreie Lebensweise zählt auf jeden Fall dazu. Das z.B. starkes Rauchen, extreme Sonnenbäder und Co Gift für die Haut sind, und dafür sorgen, dass man schnell mal älter aussieht als man ist, muss nicht weiter diskutiert werden..

Aber, dabei bleibe ich: Vieles ist eben auch Veranlagung. Ein Beispiel: Ich hatte zeitlebens eine fettige Haut. Die neigt zwar mit 43 immer noch zu Unreinheiten aber eben nicht übermäßig zur Faltenbildung. Bei meiner Mutter und Großmutter ist es genauso. Beide haben für ihr jeweiliges Alter erstaunlich wenig Falten.

Meine gleichaltrige Freundin hat eine sehr trockene Haut, die einfach anfälliger für Falten ist. Und daran kann man nur sehr bedingt etwas ändern.

Speziell in Frauenzeitschriften wird aber immer wieder suggeriert, dass man quasi gegen alles etwas tun kann, wenn man denn nur den entsprechenden Aufwand betreibt. Und das ist einfach eine faustdicke Lüge.

Ich gebe dir Recht, auch ich spüre und sehe, dass ich definitv nicht mehr so aussehe und auch nicht mehr so belastbar bin wie vor zehn, fünfzehn Jahren. Und dass ich dieser Tatsache immer mit gelassenem Gleichmut gegenüberstehe, kann ich auch nicht behaupten. Aber letztlich treten Alterserscheinungen ja nicht von heute auf morgen auf, man hat Zeit, sich mit ihnen anzufreunden und zumindest auch bedingt etwas dagegen zu tun.

Ich war bspw. mein Leben lang extrem unsportlich. Auch das hat sich irgendwann so gegen Ende 30 bemerkbar gemacht. Ich habe gemerkt, dass ich immer unbeweglicher wurde und dehslab vor 3 Jahren mit Yoga begonnen. Und das bringt tatsächlich etwas. Ich fühle mich fitter und belastbarer und kann gewissen Alterserscheinungen damit durchaus ein Schnippchen schlagen. Mörderteure Cremes, die mit gefotoshopten und hinoperierten Prominten wie Sharon Stone beworben werden, werden dagegen bei mir nichts ausrichten.

Gruß, Spellbound

HasiII
15.06.2009, 18:56
Sind Sie so alt wie Ihr Körper? Diskutieren Sie mit!


Ich befürchte, das kalendarische Alter lässt sich weder hinweg- noch herdiskutieren. Körperliche Gesundheit auch nicht. :zwinker::fg engel: Da muss man was machen, aber diskutieren hilft nix.

Inaktiver User
15.06.2009, 19:38
Ich befürchte, das kalendarische Alter lässt sich weder hinweg- noch herdiskutieren. Körperliche Gesundheit auch nicht. :zwinker::fg engel: Da muss man was machen, aber diskutieren hilft nix.

Tja, aber man braucht eben auch Glück! Ich ernähre mich gesund, bin ziemlich sportlich, hatte nie Übergewicht, hatte immer eine normale Haut, um die ich mich früher so gut wie gar nicht gekümmert habe. Jetzt mit 60+ habe ich eher wenig Falten, bin einigermaßen beweglich, habe keine Gelenkschmerzen, eine gute Kondition....die Belohnung für eine gesunde Lebensweise, könnte man meinen.
Aber mitnichten: Ich habe Freundinnen, auf die alles, was ich am Anfang über mich gesagt habe, auch zutrifft, und dennoch: Sie haben Gelenkprobleme, die Haut "knittert" mehr, die Kondition ist stark zurückgegangen usw.

Das Leben ist eben ungerecht, auch beim Altwerden - man kann (und sollte wohl auch) etwas dazu tun, um die Wahrscheinlichkeit, dass man nicht allzu brutal altert, zu verringern. Aber eine Garantie ist das in keinster Weise!

HasiII
15.06.2009, 20:00
Das mit dem machen müssen meinte ich eher unreflektiert... klar, manche haben Glück. Aber das weiß man ja mit 20 nicht? Ich meine aber, da "kann" man was machen!

Ich bin Ende 20 und kann nur anhand der Alterung meiner Mutter und Großmutter erahnen, ob ich zB Glück mit der Haut haben kann oder nicht. Und kann noch ganz ohne Panik anfangen, frühzeitig zu cremen, was mir jetzt den Gepflegtheits-Bonus einbringt und später vielleicht mal den schöne-Haut-Bonus.

Und Sport und gesunde Ernährung sind nachweislich eine Chance zu langer Gesundheit. Keine Garantie, klar. Aber wenn es für mich keine Einschränkung bedeutet, weil ich mich gerne bewege und Gemüse mag und Fertiggerichte nicht, wär ich blöd, wenn ich nichts machen würde, oder? :zwinker:

Inaktiver User
16.06.2009, 10:26
Hi Spellbound,
Gene hin, Gene her...ein kleinen bißchen hat man es tatsächlich in der Hand, wie man altert.

Das ist richtig, aber, wie auch du schreibst, man hat es eben nur ein bißchen in der Hand. Schließlich werden die Gene die Oberhand behalten.



Das beste Rezept um jung zu bleiben, ist nichts dagegen zu tun...wer stark raucht, große Gewichtsschwankungen hat, sich ungesund ernährt, braucht sich nicht zu wundern, wenn er irgendwann nicht mehr jung oder gesund ausschaut.

Aber es gibt auch Menschen die nie geraucht haben, niemals übergewichtig waren regelmäßig Sport betrieben und sich gesund ernährt haben und die trotzdem optisch früh altern und erkranken. Jofi schreibt in ihrem posting davon. Das heißt nun nicht, dass ich es für gleichgültig erachte ob man eine gesunde Lebensweise pflegt oder nicht, ich glaube nur nicht, dass sie die Gene nachhaltig überlisten kann. Ich glaube auch nicht daran, dass die Unterschiede gravierend sind. Und am Ende steht stets der Tod.



Etwas Wahrheit steckt schon in vielen schlauen Tipps...wer das macht, was ihm gut tut, wird besser und jünger aussehen als jemand, der sich vernachlässigt.

Das mag schon richtig sein, aber wenn zwei das absolut gleiche tun, aber unterschiedliche genetische Voraussetzungen haben, werden sie damit nicht das gleiche Ergebnis erzielen (können).

Inaktiver User
16.06.2009, 10:37
Ich bin total alt ;-)) und mir gehen die Du-siehst -aber jung aus-Komplimente von Jüngeren auf den Keks..

sicher ist das so, da meine Seele manchmal in der Pubertät ist, sie ist dann rotzfrech distanzlos brutal und sagt zu mir :

http://www.dominiquesvillas.co.uk/filemanager/root/site_assets/email/april07enewsletter/Bretecher4.jpg

So ein Biest..

aber das bringt wieder alles ins Lot..

Oder wie es neudeutsch zeitgeistig heißt "in Balance"

Mir geht die Idee, dass alles machbar sei auf die Nerven..

Das verursacht Stress und der lässt alt aussehen..

:lachen:

Wahrscheinlich bekommen bald alle, die ihren Körper nicht um mindestens 10 Jahre jünger gepimpt haben, eine Strafandrohung..(Tortur pur :Zwangshören von allen Kürthy-Büchern als Hörbuch, sämtliche TV-Verfilmungen von Hera-Lind und Co -- immer mit Katja Riemann..täglich Hausbesuche von Franka Potente, die mit ihrem Personaltrainer "Hintern hoch und lauf endlich, Du faule Socke, Ausrede gilt nicht" im Kasernenton ruft.. )

Wer es wagt, krank zu sein, bekommt die Höchststrafe, wer nicht "in Schönheit" stirbt, wird anonym verbuddelt..

Anitra
16.06.2009, 11:12
Ich bin total alt ;-)) und mir gehen die Du-siehst -aber jung aus-Komplimente von Jüngeren auf den Keks..

sicher ist das so, da meine Seele manchmal in der Pubertät ist, sie ist dann rotzfrech distanzlos brutal und sagt zu mir :

http://www.dominiquesvillas.co.uk/filemanager/root/site_assets/email/april07enewsletter/Bretecher4.jpg

So ein Biest..

aber das bringt wieder alles ins Lot..

Oder wie es neudeutsch zeitgeistig heißt "in Balance"

Mir geht die Idee, dass alles machbar sei auf die Nerven..

Das verursacht Stress und der lässt alt aussehen..

:lachen:





:allesok:

Du sprichst mir aus der Seele! Vor allem mit dem Satz:

"Mir geht die Idee, dass alles machbar sei auf die Nerven.."


Wer tatsächlich so alt aussieht wie er ist ernährt sich offensichtlich sehr ungesund ist bewegungsfaul, undiszipliniert und vernachlässigt sein Äußeres. *kopfschüttel*

Und warum darf (oder sollte) man eigentlich nicht nicht so alt aussehen wie man tatsächlich ist? Ist dies anstößig oder gar eine ansteckende Krankheit?

Ich habe mich früher auch gefreut, wenn ich für jünger gehalten worden bin als es in meinem Pass steht und ich habe selbst manchmal gesagt, dass ich in der Regel für jünger gehalten werde. Aber seit dieses "forever young" zu einem Wahn ausartet, dem möglichst alle zu genügen haben, k.... es mich nur noch an.

Ich werde in zwei Monaten 59 Jahre alt und ob man mich nun für 59 hält oder jünger oder älter ficht mich nicht mehr an, denn ich bin wie ich bin und wenn ich nicht hätte altern wollen, hätte ich eben jung sterben müssen. Ich wollte und will aber noch ein Weilchen weiterleben und mich dabei wohl fühlen ohne im steten Bewußtsein herumlaufen zu müssen, wie alt mich jemand schätzt und ob ich durch bestimmte Maßnahmen das eine oder andere Jährchen wegmogeln könnte.

Anitra

Inaktiver User
16.06.2009, 11:15
Das ist richtig, aber, wie auch du schreibst, man hat es eben nur ein bißchen in der Hand. Schließlich werden die Gene die Oberhand behalten.




Aber es gibt auch Menschen die nie geraucht haben, niemals übergewichtig waren regelmäßig Sport betrieben und sich gesund ernährt haben und die trotzdem optisch früh altern und erkranken. Jofi schreibt in ihrem posting davon. Das heißt nun nicht, dass ich es für gleichgültig erachte ob man eine gesunde Lebensweise pflegt oder nicht, ich glaube nur nicht, dass sie die Gene nachhaltig überlisten kann. Ich glaube auch nicht daran, dass die Unterschiede gravierend sind. Und am Ende steht stets der Tod.




Das mag schon richtig sein, aber wenn zwei das absolut gleiche tun, aber unterschiedliche genetische Voraussetzungen haben, werden sie damit nicht das gleiche Ergebnis erzielen (können).

Tja -
es gibt auch welche, die noch nicht mal zwanzig werden, obwohl sie gesund gelebt haben...man kann Pech haben, muss aber nicht. Ich finde, man sollte versuchen, aus seiner Situation das Beste zu machen, egal, wie man aussieht und was für Gene man hat. Ich habe erlebt, dass sich Menschen gehen lassen und ihre Gene dafür verantwortlich machen, dass sie
so aussehen, wie es Menschen nun mal tun, die sich nichts wert sind...
Es stimmt - am Ende steht stets der Tod. Das TRöstliche: es gibt ein Leben vor dem Tod - und dass kann man nutzen, oder auch nicht.
Für mich ist es jedenfalls wichtig, dass ich mich in meinem Körper wohl fühle - er ist der Tempel meiner Seele - und deswegen behandele ich ihn gut. Und falls ich mir eine Faltencreme kaufe, die nichts nutzen sollte, dann habe ich's wenigstens versucht ;-)) Mir ist es lieber, aktiv zu werden, statt zu resignieren und das dann cool zu finden...
Ich finde Hasi's Einstellung erfrischend realistisch.

Aber jede/r muss selbst wissen, wie er/sie mit dem Altern umgeht.
Ruby

Inaktiver User
16.06.2009, 11:20
Ich würde gerne mal ein "Psychogramm" der bei Brigitte angestellten Redakteurinnen sehen :freches grinsen:

Wie muss man gestrickt sein, um tagein, tagaus derartig blödsinnige Tests und Artikel zu verfassen?
Das kann doch nicht spurlos an denen vorbeigehen, dass sie quasi 24 Stunden am Tag schwachsinnigen Vorgaben in Sachen "Schönheit" ausgesetzt sind!

Oder sind regelmäßige Sitzungen beim Therapeuten im Gehalt inbegriffen, sozusagen als Schmerzensgeld dafür, dass man sein Geld damit verdienen muss, die Frauen Deutschlands zu veräppeln?

Inaktiver User
16.06.2009, 11:27
Aber wenn es für mich keine Einschränkung bedeutet, weil ich mich gerne bewege und Gemüse mag und Fertiggerichte nicht, wär ich blöd, wenn ich nichts machen würde, oder? :zwinker:

Klar, aber das ist ja gerade auch wieder Glück - war bei mir auch so. Ich musste mich nicht kasteien, um mich gesund zu ernähen - einfach weil ich von Natur aus im Hinblick auf das Essen ein mäkeliger Pingel bin - z.B. kein Fastfood mag, kein Fleisch mag, Gemüse und Obst liebe, keine Süßigkeiten mag - und das war auch immer schon so. Ok, ich mag guten (und das heißt fetten) Käse, aber mein Cholesterinspielgel scheint das nicht übel zu nehmen - auch da gibt es unterschiedliche Veranlagungen.

Bei anderen Menschen stellt sich durchaus die berechtigte Frage, welche "Objekte der Begierde" sie sich mehr oder weniger mühsam verkneifen wollen.....

Inaktiver User
16.06.2009, 11:31
Ich würde gerne mal ein "Psychogramm" der bei Brigitte angestellten Redakteurinnen sehen :freches grinsen:

Wie muss man gestrickt sein, um tagein, tagaus derartig blödsinnige Tests und Artikel zu verfassen?
Das kann doch nicht spurlos an denen vorbeigehen, dass sie quasi 24 Stunden am Tag schwachsinnigen Vorgaben in Sachen "Schönheit" ausgesetzt sind!

Oder sind regelmäßige Sitzungen beim Therapeuten im Gehalt inbegriffen, sozusagen als Schmerzensgeld dafür, dass man sein Geld damit verdienen muss, die Frauen Deutschlands zu veräppeln?

Ach komm, Faltenfrosch, so radikal würde ich es nicht sehen. Eigentlich verbraten die Redakteurinnen doch nur das, was wahrscheinlich die meisten Leserinnen auch glauben - sonst würde die Brigitte doch nicht gekauft. Vielleicht gehen die REdakteurinnen auch davon aus, dass sie im Großen und Ganzen die richtigen Botschaften unters Volk bringen:zwinker:

Inaktiver User
16.06.2009, 11:49
Ach komm, Faltenfrosch, so radikal würde ich es nicht sehen. Eigentlich verbraten die Redakteurinnen doch nur das, was wahrscheinlich die meisten Leserinnen auch glauben - sonst würde die Brigitte doch nicht gekauft. Vielleicht gehen die REdakteurinnen auch davon aus, dass sie im Großen und Ganzen die richtigen Botschaften unters Volk bringen:zwinker:

Also, ich glaube schon, dass man das so radikal sehen muss.

Ich habe als junges Mädchen auch ständig Frauenzeitschriften gelesen und war dementsprechend unzufrieden: obwohl ich schlank war, fühlte ich mich zu dick, obwohl ich (meist) tadellos gekleidet war, fühlte ich mich nicht schick genug, obwohl ich kaum Dellen hatte, "litt" ich unter Cellulite ... Erst als ich die Lektüre dieser Blättchen einstellte (und anfing, mir mein eigenes Bild zu machen), hat sich nachhaltig was verändert.

Wenn man ständig gewissen Aussagen ausgesetzt ist, hat das einfach einen Einfluss auf die eigene Denkweise (fragt Psychologen, wie schnell das gehen kann).

Inaktiver User
16.06.2009, 12:30
Ich lese ab und zu Frauenmagazine und bin trotzdem zufrieden..( vielleicht schreibe ich dazu ja mal einen Ratgeber, der verkauft sich bestimmt gut :-)..)

Ich bemühe mich um gesunde Distanz, finde manchen Ausflug in Glamourwelt, Körpertuningideen ganz nett und fühle mich reif genug, entscheiden zu können, wenn ichs nicht mehr mag und es mir schadet..

:lachen:

Ab und zu äußere ich auf dieser Onlineplattform auch Kritik an sehr skurrilen Auswüchsen..
wie hier z. B.

http://bfriends.brigitte.de/foren/brigitte-diskussionsforum/112112-ildiko-von-kuerthy-50.html#post5933086


Ich habe mich früher auch gefreut, wenn ich für jünger gehalten worden bin als es in meinem Pass steht und ich habe selbst manchmal gesagt, dass ich in der Regel für jünger gehalten werde. Aber seit dieses "forever young" zu einem Wahn ausartet, dem möglichst alle zu genügen haben, k.... es mich nur noch an.:lachen:
ja..

Wie soll man sich eigentlich fühlen, wenn schon 30jährige völig hysterisch nach Botox greifen und ihren Körper kasteien..

Mein Bauchschmerzkrampfwort ist "perfekt"

Alles so perfekt : alles in unserer Macht..

Wohnungen und Körper "perfekt gestylt"..Seelen "gestylt" : Yoga, Wellness..etc..

Ich könnt glatt wieder mit dem Rauchen anfangen und erinnere gerne die Zeit in der wir unseren Kopf pimpten und noch jung genug waren unseren Körper auch mal " Ungutes " zuzumuten..

Ich ernähre meine Famile " gesund " aber nicht dogmatisch: alle in meiner Famile sind schlank, bewegen sich und essen was sie eben essen..ja sicher gesund, da sie selten krank sind : viel Frisches, aber auch anderes :-) : sehe ich wie angestrengt schon mancher " moderne "Single seine Tagesnahrung und Tagebewegung zusammenstellt und dazu noch die Attitude, dass das ja alles völlig unverkrampft sei, spüre ich den Krampf..

Ui, das ist nicht " meins " und auch ich bin schlank, aber wenn ich mich bewege, dann ist das zweckgebunden und nicht nur " zur Fitness "

Und wenn ich auf den Stepper gehe, mache kein Bohei darum, sondern mache das einfach..





:-)

Inaktiver User
16.06.2009, 12:38
Ich lese ab und zu Frauenmagazine und bin trotzdem zufrieden..( vielleicht schreibe ich dazu ja mal einen Ratgeber, der verkauft sich bestimmt gut :-)..)

Super Idee :freches grinsen:



Ich bemühe mich um gesunde Distanz, finde manchen Ausflug in Glamourwelt, Körpertuningideen ganz nett und fühle mich reif genug, entscheiden zu können, wenn ichs nicht mehr mag und es mir schadet..



Ja, als Leserin geht das ja auch, wenn man will - aber wenn man von morgens bis abends darüber nachdenken muss, weil man sein Geld damit verdient?
Kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass man da noch Distanz wahren kann. Wenn die Redaktionsleitung sagt, wir machen jetzt mal einen positiven Artikel über "Botox mit 30", dann muss die Schreiberin positiv über Botox mit 30 schreiben ... :knatsch:

Inaktiver User
16.06.2009, 14:00
Also, ich glaube schon, dass man das so radikal sehen muss.

Ich habe als junges Mädchen auch ständig Frauenzeitschriften gelesen und war dementsprechend unzufrieden: obwohl ich schlank war, fühlte ich mich zu dick, obwohl ich (meist) tadellos gekleidet war, fühlte ich mich nicht schick genug, obwohl ich kaum Dellen hatte, "litt" ich unter Cellulite ... Erst als ich die Lektüre dieser Blättchen einstellte (und anfing, mir mein eigenes Bild zu machen), hat sich nachhaltig was verändert.

Wenn man ständig gewissen Aussagen ausgesetzt ist, hat das einfach einen Einfluss auf die eigene Denkweise (fragt Psychologen, wie schnell das gehen kann).


Man darf halt nicht alles glauben, was in Frauenzeitschriften drin steht und muss sich das Beste für sich raussuchen.
Es gibt schon einige wertvolle Tipps darin - und Dinge, die einen belasten oder ärgern, kann man einfach übersehen (so lese ich übrigens auch andere Magazine - was mich nicht interessiert, lasse ich weg).
Ich finde Frauenmagazine bereichernd, mag öfters mal die Modetipps und sehe, was für neue Trends es gibt.

Die Psyche der Redaktuerinnen interessiert mich dabei ehrlich gesagt weniger - sie interessieren sich ja auch nicht für meine ;-) Sie müssen damit klar kommen, sich tagelang mit Gedanken zu Modethemen, Schminktipps und ähnlichem rumzuschlagen - aber jeder Beruf hat seine Nachteile...

Selbst wenn sie einen positiven Artikel zum Thema Botox mit 30 bringen müssen - wer zwingt mich, ihre Meinung zu übernehmen? Sollen sie doch - mich juckt das nicht.
Wir sind erwachsene Menschen und können selbst entscheiden, was wir annehmen und was nicht.

Wir leben zum Glück in einer freien Gesellschaft. Jeder darf schreiben/reden, was er will - und jeder darf entscheiden, was er davon brauchen kann und was nicht.
Ruby

Inaktiver User
16.06.2009, 14:10
*seufz*

Was anderes habe ich auch gar nicht behauptet - die freie Wahl der Leserin steht außer Frage.

Ich denke lediglich, dass Redakteurinnen solcher Magazine schon ganz spezielle gestrickt sein müssen - denn sie haben eben nicht selektiv, sondern den ganzen Tag damit zu tun.

Inaktiver User
16.06.2009, 15:25
faltenfrosch

da auch RedakteurInnen einer keine homogene Masse darstellen, sondern aus Individuen unterschiedlichster Art :-) bestehen, wird wohl jede auf ihre Art und Weise mit ihrer Arbeit umgehen

Mancher Mann unter den RedakteurInnen schreibt dann ein Buch darüber..

las ich..

Wo las ich das ?

Hier bei Bri oder war es woanders ?

Egal, ein Mann allein unter Frauen(Redakteurinnen..) erzählte..

und hält das für lesenswert..

da " er als Mann " ja manches sooooo skurril findet..
Wir "als Frauen" finden auch manches skurril.. : aber darüber schrieben schon zu viele mehr oder weniger originelle Bücher..

:lachen:

aber nichts ist nur annähernd so skurril wie die Realität manchmal..



:lachen:

Inaktiver User
16.06.2009, 15:30
Klar, aber das ist ja gerade auch wieder Glück - war bei mir auch so. Ich musste mich nicht kasteien, um mich gesund zu ernähen - einfach weil ich von Natur aus im Hinblick auf das Essen ein mäkeliger Pingel bin - z.B. kein Fastfood mag, kein Fleisch mag, Gemüse und Obst liebe, keine Süßigkeiten mag - und das war auch immer schon so. Ok, ich mag guten (und das heißt fetten) Käse, aber mein Cholesterinspielgel scheint das nicht übel zu nehmen - auch da gibt es unterschiedliche Veranlagungen.

Bei anderen Menschen stellt sich durchaus die berechtigte Frage, welche "Objekte der Begierde" sie sich mehr oder weniger mühsam verkneifen wollen.....

In der Tat. Und ich frage mich immer, was für das körperliche und geistige Wohlbefinden eigentlich schädlicher ist: Sich lebenslang zu kasteien und auf alles zu verzichten, was auch nur ansatzweise im Ruf steht, schädlich zu sein, oder auch einfach dann und wann nur mal genau das zu tun, was Genuss und Freude verschafft.

Ich bin z.B. niemand, der quasi von Natur aus mit Begeisterung Gemüse, Obst, Vollkornbrot und all die anderen Dinge isst, die ja soo gesund sind. Ich ernähre mich auch definitv nicht nur von Schokolade, fettigem Fleisch und Junkfood, aber eben auch nicht ausschließlich mit dem Ziel, möglichst gesund zu leben.

Ich finde es z.B. herrlich, am Sonntagmorgen mit einem großen Milchkaffee und einem dicken Croissant auf dem Balkon zu sitzen und völlig unsportlich stundenlang Zeitung zu lesen. Dabei geht es mir richtg gut und ich fühle mich wohl. Würde ich stattdessen den Tag mit einer Joggingrunde beginnen um mir hernach einen Kräutertee und ein zuckerfreies Frischkornmüsli zuzuführen, sähe das anders aus.

Ich mag mir einfach nicht einreden lassen, was gut für mich ist und was nicht. Das merkt mein Körper schon selbst und sorgt dafür, dass ich weder ins eine noch ins andere Extrem falle. Und genau da sehe ich das Problem: Viele Frauen sind durch all die zigtausend schlauen und vermeintlich allheilbringenden Ratschläge so verunsichert, dass sie vielfach gar nicht mehr wissen, was ihnen wirklich gut tut. Und mal ganz ehrlich, ich kenne nicht wirklich viele Menschen, die von Geburt an so gepolt sind, dass sie ausschließlich und immer nur gesundes tun und essen.

Ich bin jedenfalls nicht so und tortzdem geht es mir gut! Alles eine Frage des Maßes.

Gruß, Spellbound

Inaktiver User
16.06.2009, 15:39
da auch RedakteurInnen einer keine homogene Masse darstellen, sondern aus Individuen unterschiedlichster Art :-) bestehen, wird wohl jede auf ihre Art und Weise mit ihrer Arbeit umgehen

Exakt! Für die meisten Redaktuerinnen ist es ein Job und keine Religion, der sie mit allen Fasern ihres Seins folgen. Manche Redakteurin hatte vielleicht auch anfangs mal den Wunsch, sich investigativem "Hochqualitätsjournalismus" zu widmen, musste aber irgendwann erkennen, dass Wunsch und Wirklichkeit da in der Realität weit auseinanderklaffen.

Gruß, Spellbound

Inaktiver User
16.06.2009, 16:33
Exakt! Für die meisten Redaktuerinnen ist es ein Job und keine Religion, der sie mit allen Fasern ihres Seins folgen. Manche Redakteurin hatte vielleicht auch anfangs mal den Wunsch, sich investigativem "Hochqualitätsjournalismus" zu widmen, musste aber irgendwann erkennen, dass Wunsch und Wirklichkeit da in der Realität weit auseinanderklaffen.

Gruß, Spellbound

ja und bei aller berechtigter Kritik am Umgang mit manchen Themen sollte man zudem nicht vergessen, dass auch in dieser Branche der Wind eisiger weht und ich schon von daher jedem seinen Brotjob gönne, der er hoffentlich mit gesunder Distanz und auch ein wenig Spaß ausüben kann.

Mir ist nicht wohl bei einer Pauschalschelte, gegen die ich mich verwehre : hinter dem meisten Artikeln und Ideen steckt viel Arbeit und manches ist vielleicht auch tatsächlich noch mit Herzblut gemacht.

Dass dem Ergebnis auch Kritik unterschiedlichster Art entgegengebracht wird, finde ich aber auch gut.

Ich persönlich glaube eh, dass die Kombination eines

populärwissenschaftliches Gemischs( launig vorgetragen inmitten von Kochrezepten, Auslandsreportagen und Mode-bzw Schönheitstipps)

und vor allem, die über allem schwebende Oberidee, dass alles " frauen(magazin)kompatibel" sein müsse, nicht wirklich gut ist..

HasiII
16.06.2009, 17:31
In der Tat. Und ich frage mich immer, was für das körperliche und geistige Wohlbefinden eigentlich schädlicher ist: Sich lebenslang zu kasteien und auf alles zu verzichten, was auch nur ansatzweise im Ruf steht, schädlich zu sein, oder auch einfach dann und wann nur mal genau das zu tun, was Genuss und Freude verschafft.

Dass das sich-selbst-kasteien keineswegs der Schlüssel zur ewigen Jugend ist, sieht man sehr gut an Madonna!

norma49
16.06.2009, 18:02
Ich bin vierzig Jahre jung und somit ist mein Körper ebenfalls 40 Jahre jung oder alt.
Da hilft kein jünger reden.Mir geht dieses sich irgendwie verzweifelt jünger machen mit allen Mitteln inzwischen gediegen auf den Keks.
"Huch...ich bin vierzig*michinsgeheimschäm*aber mein Körper ist maximal zwanzig.*heftigüberzeugendnix*
*michgleichviiiiiiiiiiiielbesserfühl*
"Ich bin vierzig...aber alle schätzen mich auf maximal dreißig!*selbstbewußtstrahl*"

:gegen die wand:was ist so schlimm daran,40 oder 40+ zu sein?Als wäre es eine grauenhafte,ansteckende Krankheit.:gegen die wand:
Wer nicht älter als 20 werden will muß sich vorher umbringen.

Liebe Grüße
Andilina:blumengabe:
Ich bin 60 und fühle mich sauwohl! Jawoll
Alter schützt vor Liebe nicht, aber Liebe vor dem Altern!

Kisskiss
17.06.2009, 09:28
*seufz*

Was anderes habe ich auch gar nicht behauptet - die freie Wahl der Leserin steht außer Frage.

Ich denke lediglich, dass Redakteurinnen solcher Magazine schon ganz spezielle gestrickt sein müssen - denn sie haben eben nicht selektiv, sondern den ganzen Tag damit zu tun.

Nein, das ist einfach nur ein Job.
Sie schreiben das vollkommen losgelöst von ihrer eigenen Person und nehmen es nicht ansatzweise so ernst wie manche hier.
Außerdem können sie es sich nicht aussuchen, wie und was sie schreiben.
Sie müssen die Zielgruppe bedienen und im Sinne des Mediums schreiben.
Sie sind ziemlich unfrei, und das ist das Frustrierende daran, weil sie eben nicht schreiben können und dürfen, was sie denken.

Kiss :kuss:

Inaktiver User
17.06.2009, 09:43
Nein, das ist einfach nur ein Job.
Sie schreiben das vollkommen losgelöst von ihrer eigenen Person und nehmen es nicht ansatzweise so ernst wie manche hier. nein, so kann man es nicht sagen..

Es ist keine homogene Masse : und Frau ist Frau..:smile: : bedeutet : viele unterschiedliche, aber höchst sensible Wesen..

und bestimmt sind Redakteurinnen keine besondere Spezies Frau, die immer gesunden Abstand halten kann.. :-)

und natürlich prägt jeder Job und natürlich ist eine zu Hypochondrie neigender Wissenschaftsredakteurin, die etwas über Krankheiten recherchieren muss auch persönlich berührt und fühlt dann plötzlich ein Zwicken und weiß nun um noch mehr Krankeiten für die das ein Anzeichen sein könnte....:lachen:

Und natürlich wird auch die plötzlich altersängstliche Redateurin manchen Kokolores aufsaugen und an sich heranlassen.. und auch auf seltsamen Gedankenwegen wandeln :-)

Und natürlich prägt der Job auch und natürlich hat nicht jede jeden Tag gesunden Abstand zum Sujet.

Ildiko von Kürthy ist Brigitte Redakteurin.

Wer immer noch glaubt, dass sie sich nicht höchstangestrengt um ihren Körper sorgt und gelassen ist und nicht jedem Zeitgeistkolores aufspringt, der glaubt das eben.

Ich glaube es nicht.

Wer glaubt, dass sie gesunden Abstand hat und nur andere "da draußen" so abdrehen..der hält Redakteurinnen tatsächlich für eine besondere Spezies Frau..

:-)

Ich will nicht glauben, dass manche(s) so völlig neben der Kapp ist wie sich das manchmal durchaus darstellt, glaube aber auch nicht an mehr Unverkrampftheit als bei anderen Frauen..

Das wäre tatsächlich absurd angesichts der ständig auf Frauenmagazinkompatibität zurechtgestutzten Themen..

Man kann nur hoffen, dass es einen Ausgleich dafür gibt,

um das komplexere Frauenbild wieder etwas anders zu sehen.. : mit mehr interessanten Facetten..

was ja dann *hoffhoff* wieder ins Magazin einfließen könnte..

Kisskiss
17.06.2009, 10:20
nein, so kann man es nicht sagen..

Doch, kann man, muss man sogar!
Du kennst ganz offensichtlich keine Journalisten.
Ist aber egal, die meisten haben eine vollkommen falsche Vorstellung von dem Job.

Kiss :kuss:

Inaktiver User
17.06.2009, 10:41
Doch, kann man, muss man sogar!
Du kennst ganz offensichtlich keine Journalisten.
Ist aber egal, die meisten haben eine vollkommen falsche Vorstellung von dem Job.

Kiss :kuss:

:lachen::lachen::lachen::lachen::lachen::lachen::l achen::lachen:

genug um zu wissen :

Es gibt keine homogene Masse mit der Überschrift "Journalist"

Journalist ist ein Begriff, der im übrigen nichts klar definiert..


Aus rechtlicher Sicht kann sich jeder als Journalist bezeichnen (Artikel 5 Grundgesetz (http://de.wikipedia.org/wiki/Grundgesetz_f%C3%BCr_die_Bundesrepublik_Deutschlan d)).es sei denn, Du meinst natürlich die Definition des deutschen Journalistenverbands.

Und wenn ein Schreiberling der Bäckerblume oder der Süddeutschen z.B. seine persönliche Einstellung zum Job erklärte, kann die des Kollegen eine völlig andere sein..

Was man eigenlich nicht erklären müsste, nur bei hanebüchenen Verallgemeinerungen in die eine oder andere Richtung vielleicht doch nötig scheint.

Kisskiss
17.06.2009, 11:21
Ach Gott, Klee,
Du musst nicht immer so belehrend sein und so überlegen tun!
Denkst Du denn, Du erzählst mir was Neues?
Also nochmal.
Journalisten oder besser alle, die für ein Medium Bericht erstatten, sei es verbal, sei es schriftlich, müssen sich an die Richtlinien dieses Mediums halten. Die sind klar abgesteckt, das Metier ist knallhart.
Was sie selber denken, spielt nicht die geringste Rolle.
Es sei denn, sie schreiben Leserbriefe, aber die werden nicht immer gedruckt, außerdem gibt es kein Geld dafür.
Aber ich bekomme Geld für meine Arbeit, und die muss ich in Angriff nehmen, jetzt!

Kiss :kuss:

Inaktiver User
17.06.2009, 11:27
Journalisten oder besser alle, die für ein Medium Bericht erstatten, sei es verbal, sei es schriftlich, müssen sich an die Richtlinien dieses Mediums halten. Die sind klar abgesteckt, das Metier ist knallhart.
Was sie selber denken, spielt nicht die geringste Rolle.



Das bestreitet doch auch niemand.

Dass sie aber von den Sujets, mit denen sie sich täglich umgeben, gänzlich unbeeinflusst bleiben, ist doch wohl mehr als unwahrscheinlich.
Niemand bleibt von seiner Arbeit unbeeinflusst.

Anitra
17.06.2009, 11:33
Hallo Spellbound,

ich finde mich in vielen deiner Aussagen wieder.



In der Tat. Und ich frage mich immer, was für das körperliche und geistige Wohlbefinden eigentlich schädlicher ist: Sich lebenslang zu kasteien und auf alles zu verzichten, was auch nur ansatzweise im Ruf steht, schädlich zu sein, oder auch einfach dann und wann nur mal genau das zu tun, was Genuss und Freude verschafft.

Ehe ich eine Stunde jogge (ich bin ein Bewegungsmuffel) lese ich lieber ein (mehr oder weniger :freches grinsen:) anspruchsvolles Buch oder widme mich dem Erlernen bzw. Auffrischen einer Fremdsprache. Beides baut mich auf und ich habe das Gefühl etwas für mich getan zu haben, während ich mich zum sporteln zwingen, ja überwinden müsste. Ich bezweifle den gesundheitlichen Effekt der körperlichen Bewegung nicht, aber ich denke auch, dass er nur halb soviel wert ist, wenn ich die Betätigung geradezu mit Widerwillen ausführe, bzw. ausführen müsste.

Mit der Ernährung ist es das gleiche.


Ich bin z.B. niemand, der quasi von Natur aus mit Begeisterung Gemüse, Obst, Vollkornbrot und all die anderen Dinge isst, die ja soo gesund sind. Ich ernähre mich auch definitv nicht nur von Schokolade, fettigem Fleisch und Junkfood, aber eben auch nicht ausschließlich mit dem Ziel, möglichst gesund zu leben.


Ich esse zwar gerne und viel Obst und Gemüse und eher wenig Fleisch, aber die ach so gesunden Vollkornprodukte vertrage ich einfach nicht (meine Verdauung ist dabei in starkem Maße gestört und ich könnte mich vor Blähungen kaum noch retten.)
Dabei würde mir einiges davon sogar gut schmecken. Aber ich liebe Schokolade und Kuchen und so vieles mehr was nicht gerade als gesund gilt und das gönne ich mir auch. Die "ungesunden" Dinge nehme ich selbstverständlich nicht dauernd zu mir, aber ich würde niemals gänzlich darauf verzichten, ja nicht einmal auf ein Minimum reduzieren. Sich zu kasteien kann - nach meinem Empfinden - niemals dauerhaft gut für die Psyche sein und Gesundheit und gutes Aussehen hängen letztendlich doch auch vom psychischen Wohlbefinden ab.



Ich finde es z.B. herrlich, am Sonntagmorgen mit einem großen Milchkaffee und einem dicken Croissant auf dem Balkon zu sitzen und völlig unsportlich stundenlang Zeitung zu lesen. Dabei geht es mir richtg gut und ich fühle mich wohl. Würde ich stattdessen den Tag mit einer Joggingrunde beginnen um mir hernach einen Kräutertee und ein zuckerfreies Frischkornmüsli zuzuführen, sähe das anders aus.

Ich wäre schon beim Aufstehen schlecht gelaunt und unleidlich wenn ich wüsste, dass ich nun erst einmal joggen gehen muss. Wenn ich mir statt dessen ein ausgiebiges Frühstück gönne und dabei Musik höre fühle ich mich gut gelaunt und fit für den Tag.



Ich mag mir einfach nicht einreden lassen, was gut für mich ist und was nicht. Das merkt mein Körper schon selbst und sorgt dafür, dass ich weder ins eine noch ins andere Extrem falle. Und genau da sehe ich das Problem: Viele Frauen sind durch all die zigtausend schlauen und vermeintlich allheilbringenden Ratschläge so verunsichert, dass sie vielfach gar nicht mehr wissen, was ihnen wirklich gut tut. Und mal ganz ehrlich, ich kenne nicht wirklich viele Menschen, die von Geburt an so gepolt sind, dass sie ausschließlich und immer nur gesundes tun und essen.


Das hast du schön geschrieben :blumengabe: und das gleiche trifft auch auf mich zu.

Die - wie auch du schreibst - vermeintlich allheilbringenden Ratschläge tragen doch eher zur Verunsicherung bei. So verlernen die Menschen nach und nach was gut für Körper und Psyche ist und was weniger gut. Irgendwann "weiß" man gar nichts mehr. Schon oft wurde etwas als gesund eingestuft, was später wieder revidiert oder zumindest abgeschwächt wurde. Und dass ein Spaziergang an frischer Luft gesünder ist als kettenrauchend den Abend zu verbringen und der Verzehr eines leichten Gemüsegerichtes sich für die Gesundheit positiver auswirkt als der eines fetten Schweinebratens sind ja wohl Binsenweisheiten.

Ich finde es immer wieder erstaunlich was einem die Medien alles einreden wollen und noch erstaunlicher, wie viele Menschen es gibt, die sich das alles einreden lassen und dies alles befolgen wie ein Evangelium, das das ewige Leben verspricht. :freches grinsen:

Tja, und dann gibt bzw. gab es Menschen wie zum Beispiel meinen Stiefvater, der ein Leben lang stark übergewichtig war, rauchte, viel Alkohol trank (auch hochprozentiges), sich wenig bis gar nicht bewegte und dennoch 84 Jahre alt wurde. Er war auch offensichtlich ansehnlich genug dass er mit 68 Jahren noch eine Frau bekam, die um 25 Jahre jünger war als er. (meine Mutter!:freches grinsen:)

Und dass es Menschen gibt, sich stets gesund ernähren, nie geraucht haben, niemals oder kaum Alkohol tranken, sich viel bewegten und trotzdem in jungen Jahren erkrankten und früh starben ist ebenso bekannt.

Früher haben die Menschen einfach nicht so ein "Tamtam" um diese Dinge gemacht. Sie haben sicher nicht besser, aber garantiert auch nicht schlechter gelebt als heute.

Anitra

Inaktiver User
17.06.2009, 15:02
Die - wie auch du schreibst - vermeintlich allheilbringenden Ratschläge tragen doch eher zur Verunsicherung bei. So verlernen die Menschen nach und nach was gut für Körper und Psyche ist und was weniger gut. Irgendwann "weiß" man gar nichts mehr. Schon oft wurde etwas als gesund eingestuft, was später wieder revidiert oder zumindest abgeschwächt wurde. Und dass ein Spaziergang an frischer Luft gesünder ist als kettenrauchend den Abend zu verbringen und der Verzehr eines leichten Gemüsegerichtes sich für die Gesundheit positiver auswirkt als der eines fetten Schweinebratens sind ja wohl Binsenweisheiten.

Früher haben die Menschen einfach nicht so ein "Tamtam" um diese Dinge gemacht. Sie haben sicher nicht besser, aber garantiert auch nicht schlechter gelebt als heute.


@Spellbound und Anitra
Ich bin in vielem eurer Meinung. Ich würde auch nie etwas essen, was mir nicht schmeckt - da kann es so gesund sein wie es will. Ich würde auch nicht auf etwas verzichten, auf das ich einen Jieper habe. Ich würde sicher keinen Sport treiben, der mir quer heruntergeht. Ich glaube auch, dass das nur überflüssige Leiden sind, weil man es dann letzten Endes doch nicht durchhält.

Aber:
Ich glaube nicht daran, dass wir Menschen - lässt man uns nur in Ruhe auf unsere Bedürfnisse achten - von selbst das Richtige tun. Dazu sind wir einfach zu vielen äußeren Einflüssen ausgesetzt. Zum Beispiel glaube ich, dass das ewige Diättheater vieler Menschen einfach auch etwas damit zu tun hat, dass wir ständig und überall mit Essensangeboten konfrontiert sind. Vielleicht fällt das jungen Frauen gar nicht mehr auf. Aber in meinem Alter hat man miterlebt, wie sehr sich das Alltagsverhalten in den letzten 50 bis 60 Jahren in dieser Hinsicht verändert hat.

Möglicherweise lassen sich auch Essstörungen nicht nur auf dem Hintergrund des Schlank-ist-schön-Ideals sondern auch auf dem Hintergrund der ständigen Verführung durch ein Überangebot erklären. Damit meine ich natürlich nicht, dass zu viele Essensangebote die Hauptursache von Essstörungen sind - das glaube ich allerdings von Magermodels ebenso wenig. Ich meine nur, dass sie im "Ursachenbündel" auch eine mehr oder weniger große Rolle spielen könnte.

Inaktiver User
17.06.2009, 15:23
Möglicherweise lassen sich auch Essstörungen nicht nur auf dem Hintergrund des Schlank-ist-schön-Ideals sondern auch auf dem Hintergrund der ständigen Verführung durch ein Überangebot erklären. Damit meine ich natürlich nicht, dass zu viele Essensangebote die Hauptursache von Essstörungen sind - das glaube ich allerdings von Magermodels ebenso wenig. Ich meine nur, dass sie im "Ursachenbündel" auch eine mehr oder weniger große Rolle spielen könnte.

Also, Essstörungen sind eine Erkrankung der Psyche und haben zunächst mal überhaupt nichts mit dem Schönheitsideal oder mit dem Nahrungsangebot zu tun. Schließlich gibt es auch essgestörte Dicke, und dick ist (in der westlichen Welt zurzeit) kein Schönheitsideal.
Bei Essstörungen geht es vielmehr um anerkannt/geliebt werden, Perfektionswahn, Kontrollwahn etc.

Models sind in aller Regel auch nicht essgestört, sondern einfach dem Schlankheitswahn ihrer Branche unterworfen.

Da sollte man schon unterscheiden.

Anitra
17.06.2009, 19:50
Aber:
Ich glaube nicht daran, dass wir Menschen - lässt man uns nur in Ruhe auf unsere Bedürfnisse achten - von selbst das Richtige tun. Dazu sind wir einfach zu vielen äußeren Einflüssen ausgesetzt. Zum Beispiel glaube ich, dass das ewige Diättheater vieler Menschen einfach auch etwas damit zu tun hat, dass wir ständig und überall mit Essensangeboten konfrontiert sind. Vielleicht fällt das jungen Frauen gar nicht mehr auf. Aber in meinem Alter hat man miterlebt, wie sehr sich das Alltagsverhalten in den letzten 50 bis 60 Jahren in dieser Hinsicht verändert hat.

Es ist sicher richtig, dass wir Menschen (wobei der Ausdruck "wir Menschen" mit Vorsicht zu genießen ist, da es den Einheitsmenschen nicht gibt, weil jeder anders veranlagt ist, anders denkt, anders fühlt und anders handelt) nicht immer das Richtige tun, aber wir werden (oder würden) auch ohne ständige Belehrungen ganz sicher auch nicht immer nur das Falsche tun und somit herrscht in der Regel eine Ausgewogenheit.

Die inflationären Ratschläge für "gesunde Ernährung", "gesunde Lebensweise" oder überhaupt für jede Lebenslage (Beziehung, Sex, Kindererziehung etc.) sind meines Erachtens eher dazu geeignet die Menschen zu verunsichern als ihnen eine echte Hilfestellung zu bieten. Hinzu kommen die ewigen Tests für dies und das, die einem doch auch nicht ernsthaft weiterhelfen können und manchmal nur eine weitere Verunsicherung darstellen. Wenn ich mir solche Tests anschaue, dann passiert es mir im überwiegenden Maße, dass bei den zur Verfügung stehenden Antworten auf die jeweilige Frage keine einzige auch nur annähernd auf mich oder meine Lebensweise oder Lebenssituation zutrifft.

Das Diättheater hat - meines Erachtens - vorrangig mit dem herrschenden Schlankheits- und Gesundheitswahn zu tun. Die einen fühlen sich zu dick (manche sind es natürlich auch :freches grinsen:) und die anderen haben entweder beständig Angst irgendwann einmal im Leben krank zu werden wenn sie nicht ständig auf gesunde Ernährung achten oder sie setzen auf gesund= schön. Natürlich stecken in diesen Ängsten oder Vorstellungen unumstößliche Wahrheiten, aber der Zeitgeist lässt manche das Maß nicht mehr erkennen. Jedenfalls empfinde ich das so.

Natürlich hat sich das Alltagsverhalten und somit auch das Essverhalten im Laufe des letzten halben Jahrhunderts geändert. Ich gehe ja auch auf die 60 zu und weiß wovon du sprichst. Die gestiegene Alltagshektik verbunden mit weniger Zeit (und bedingt durch den Stress auch weniger Lust) für die Essenszubereitung muss sich ja irgendwie auswirken. Hinzu kommt, dass sich die meisten Menschen früher mehr bewegen mussten. Nicht jeder hatte ein Auto und auch im Haushalt wurde vieles mit der Hand erledigt, was heute maschinell gemacht wird und vieles mehr. (Meine Großeltern hackten noch Holz per Hand.) Insofern ist es heute empfehlenswert "leichter" zu essen als früher. Das heißt aber noch lange nicht, dass man andauernd eine Diät machen müsste.


Möglicherweise lassen sich auch Essstörungen nicht nur auf dem Hintergrund des Schlank-ist-schön-Ideals sondern auch auf dem Hintergrund der ständigen Verführung durch ein Überangebot erklären. Damit meine ich natürlich nicht, dass zu viele Essensangebote die Hauptursache von Essstörungen sind - das glaube ich allerdings von Magermodels ebenso wenig. Ich meine nur, dass sie im "Ursachenbündel" auch eine mehr oder weniger große Rolle spielen könnte.


Dieses Thema beurteile ich eher wie faltenfrosch es tut.


Liebe Grüße :blumengabe:
Anitra

Inaktiver User
17.06.2009, 21:52
Die inflationären Ratschläge für "gesunde Ernährung", "gesunde Lebensweise" oder überhaupt für jede Lebenslage (Beziehung, Sex, Kindererziehung etc.) sind meines Erachtens eher dazu geeignet die Menschen zu verunsichern als ihnen eine echte Hilfestellung zu bieten. Hinzu kommen die ewigen Tests für dies und das, die einem doch auch nicht ernsthaft weiterhelfen können und manchmal nur eine weitere Verunsicherung darstellen. Wenn ich mir solche Tests anschaue, dann passiert es mir im überwiegenden Maße, dass bei den zur Verfügung stehenden Antworten auf die jeweilige Frage keine einzige auch nur annähernd auf mich oder meine Lebensweise oder Lebenssituation zutrifft.


Ja, das empfinde ich auch so. Wenn man einmal den Fehler begeht und sich auf dieses undurchschaubare Ratgeber- und Testkuddelmuddel einlässt, hat man eigentlich schon verloren. Die einen predigen das, die nächsten wieder das komplette Gegenteil usw. Da wird immer wieder eine neue Sau durchs Dorf getrieben und irgendwann weiß man nicht mehr, was nun wirklich gut für einen selbst ist und was nicht.

Auf diese Weise verlieren viele Menschen schlichtweg die Fähigkeit, auf die Signale und Bedürfnisse ihres Körpers zu hören. Da wird dann nicht mehr gegessen oder getan, was einem gut tut, sondern was einem irgendjemand vorschreibt. Und irgendwann hat man das alles so Leid, dass die Verhaltensweisen ins andere Extrem umschlagen. Warum sonst gibt es trotz zighundert Diäten keine, die wirklich dauerhaft funktioniert?

Ich bin sehr froh, dass ich ein Alter erreicht habe, in dem ich durch viele Erfahrungen und durch das inzwischen weitestgehende Ignorieren von neuen Heilsbotschaften weiß, was mir gut tut. Ich liebe z.B. Pasta und gutes, frisches Brot. Für viele Diätpäpste ja momentan quasi der Anfang vom Ende. Ich esse es trotzdem und werde nicht dick davon. Vielleicht auch deshalb, weil ich es in Maßen zu mir nehme und mich nicht nach einer wochenlangen kohlehydratfreien Diät mit Heißhunger auf jeden Brotkorb stürze, der mir vor die Füße kommt.

Ich weiß, dass gilt nicht für alle, aber ich bin trotzdem der Überzeugung, dass eine gesunde Mischung aus Achtsamkeit, Lebensfreude und der Akzepantz dessen, was nunmal durch kein Mittelchen der Welt aufzuhalten ist, der richtige Weg ist, um dem Älterwerden halbwegs gelassen begegnen zu können.

Gruß, Spellbound

Inaktiver User
18.06.2009, 09:57
Ja, das empfinde ich auch so. Wenn man einmal den Fehler begeht und sich auf dieses undurchschaubare Ratgeber- und Testkuddelmuddel einlässt, hat man eigentlich schon verloren. Die einen predigen das, die nächsten wieder das komplette Gegenteil usw. Da wird immer wieder eine neue Sau durchs Dorf getrieben und irgendwann weiß man nicht mehr, was nun wirklich gut für einen selbst ist und was nicht.

Auf diese Weise verlieren viele Menschen schlichtweg die Fähigkeit, auf die Signale und Bedürfnisse ihres Körpers zu hören. Da wird dann nicht mehr gegessen oder getan, was einem gut tut, sondern was einem irgendjemand vorschreibt. Und irgendwann hat man das alles so Leid, dass die Verhaltensweisen ins andere Extrem umschlagen. Warum sonst gibt es trotz zighundert Diäten keine, die wirklich dauerhaft funktioniert?

Ich bin sehr froh, dass ich ein Alter erreicht habe, in dem ich durch viele Erfahrungen und durch das inzwischen weitestgehende Ignorieren von neuen Heilsbotschaften weiß, was mir gut tut. Ich liebe z.B. Pasta und gutes, frisches Brot. Für viele Diätpäpste ja momentan quasi der Anfang vom Ende. Ich esse es trotzdem und werde nicht dick davon. Vielleicht auch deshalb, weil ich es in Maßen zu mir nehme und mich nicht nach einer wochenlangen kohlehydratfreien Diät mit Heißhunger auf jeden Brotkorb stürze, der mir vor die Füße kommt.

Ich weiß, dass gilt nicht für alle, aber ich bin trotzdem der Überzeugung, dass eine gesunde Mischung aus Achtsamkeit, Lebensfreude und der Akzepantz dessen, was nunmal durch kein Mittelchen der Welt aufzuhalten ist, der richtige Weg ist, um dem Älterwerden halbwegs gelassen begegnen zu können.

Gruß, Spellbound



Hi,
es gibt ja auch verschiedene Typen Menschen. Für Dich ist Brot ein gesundes und verträgliches Nahrungsmittel - Du fühlst dich wohl damit - da kann der Diätpapst predigen, was er will. Ich zB esse gerne Nudeln in allen Variationen - dick werde ich davon nicht, solange ich diese nicht in einer fetten Sauce ertränke.

Ich vertrage zum Beispiel Milchprodukte schlecht - für andere sind sie ein ideales Nahrungsmittel. Bei mir verursachen sie Blähungen und Bauchweh. Daher bin ich auf Soja umgestiegen - damit geht es mir prima. Andere halten das Zeug für ungesund.
Daher glaube ich, dass man nur selbst entscheiden kann, was gut für einen ist und was nicht.

Manchmal wird Gesundheit und Vitalität mit Jugend verwechselt.
10 Jahre jünger auszusehen kann auch bedeuten, fit zu wirken, beweglich und dadurch eben jugendlich.
Aber...warum sollte man nicht auch mit 50 oder 60 beweglich und gesund aussehen, einen attraktiven Körper haben und Lebensfreude ausstrahlen - auch wenn man einige Falten hat?

Ruby

HasiII
18.06.2009, 10:36
Ich bin sehr froh, dass ich ein Alter erreicht habe, in dem ich durch viele Erfahrungen und durch das inzwischen weitestgehende Ignorieren von neuen Heilsbotschaften weiß, was mir gut tut. Ich liebe z.B. Pasta und gutes, frisches Brot. Für viele Diätpäpste ja momentan quasi der Anfang vom Ende. Ich esse es trotzdem und werde nicht dick davon. Vielleicht auch deshalb, weil ich es in Maßen zu mir nehme und mich nicht nach einer wochenlangen kohlehydratfreien Diät mit Heißhunger auf jeden Brotkorb stürze, der mir vor die Füße kommt.

Diese ganzen Low-Carb-Sachen sind ja auch wissenschaftlich ziemlich umstritten. Und ich persönlich (ebenfalls Nudel- und Brot-Liebhaber) habe damit auch keine guten Erfahrungen gemacht. Bei mir führt jede Low-Carb-Diät zu nicht mehr kontrollierbaren Fressattacken.
Und nimmt eben jede Lebensfreude!

Ich habe mit einer Diät, die über lange Zeit die Kalorienzufuhr leicht begrenzt, die besten Erfahrungen gemacht, und das trotz Brot und Abendessen (und: Brot am Abend!!! :lachen:).

Inaktiver User
18.06.2009, 12:02
Also, Essstörungen sind eine Erkrankung der Psyche und haben zunächst mal überhaupt nichts mit dem Schönheitsideal oder mit dem Nahrungsangebot zu tun.

Mit psychischen Erkrankungen wird man nicht geboren, sie brauchen in der Regel Auslöser. Und in der Regel gibt es ein Auslöserbündel, und das könnten schon Modeideale, kulturell bedingte Essensgewohnheiten etc.) sein.


Schließlich gibt es auch essgestörte Dicke, und dick ist (in der westlichen Welt zurzeit) kein Schönheitsideal.

Das würde meiner These nicht widersprechen. Die Störung kann sich durchaus in unterschiedlichen Ausprägungen zeigen. die vielleicht dann wieder von bestimmten Persönlichkeitsmerkmalen (wie Perfektionswahn, stark ausgeprägte Kontrollbedürfnisse versus Tendenz zur erlenrten Hilflosigkeit oder was auch immer).


Models sind in aller Regel auch nicht essgestört, sondern einfach dem Schlankheitswahn ihrer Branche unterworfen.

Das sehe ich genauso.

Inaktiver User
18.06.2009, 12:12
Dass man die verschiedenen Formen der Heils-und Schönheitsversprechungen kritisch hinterfragen kann, machen ja hier viele Frauen deutlich : dennoch ist es ärgerlich, dass scheinbar doch von den Machern mancher Zeitschriften " für die Frau" angenommen wird, dass man den Leserinnen Artikel anbieten solle, die den Leserinnen doch die natürlich "perfekt" pedikürten Nägel aufrollen..:lachen:

Muss es denn tatsächlich so offensichtlich sein, welche Art Leserschaft man scheinbar vor Augen hat ?

Selbst in der Kolummne über das Angenervtsein des Boris Becker-Hypes nervt das DoppelWort Boris Becker so dermaßen in impertinenter Wiederholung, obwohl es nur ausdrücken soll wie omnipräsent der Typ ist, dass ich in der Mitte des Textes zu lesen aufhöre, weils mich sooo dermaßen anödet..

Ich will den Scheiz nicht einmal als Satire..: weils einfach langweilt..



Quo vadis ?

Abo kündigen ?
Schaun wir mal..

Inaktiver User
18.06.2009, 13:20
Ich vertrage zum Beispiel Milchprodukte schlecht - für andere sind sie ein ideales Nahrungsmittel. Bei mir verursachen sie Blähungen und Bauchweh. Daher bin ich auf Soja umgestiegen - damit geht es mir prima. Andere halten das Zeug für ungesund.
Daher glaube ich, dass man nur selbst entscheiden kann, was gut für einen ist und was nicht.

Ruby, genau das wollte ich zum Ausdruck bringen. Was dem einen gut tut, verursacht beim nächsten das Gegenteil. Da verlasse sich doch also besser jeder auf seine ganz indivduellen Erfahrungen. Wir kennen unseren Körper schließlich besser als irgendwelche "Experten", die uns nie auch nur zur Gesicht bekommen haben.

Und wiederum Zustimmung zu Deiner Aussage, dass Gesundheit und Vitalität oft mit Jugendlcihkeit gleichgestezt werden. Es gibt ja durchaus auch sinnvolle Tipps, wie man die eigenen Gegebenheiten in ein möglichst positives Licht rücken kann. Also nicht im Sinne von, wie verhindere ich Falten (was sowieso nicht funktioniert), sondern wie verändere ich bspw. meine Hautpflege, wenn sich die Haut mit dem Alter verändert.

Ein "gepflegter", vitaler Geist und ein ebensolcher Körper sind unabhängig vom Alter ja grundsätzlich etwas positives.

Gruß, Spellbound

sugarmum
18.06.2009, 14:37
Ruby, genau das wollte ich zum Ausdruck bringen. Was dem einen gut tut, verursacht beim nächsten das Gegenteil. Da verlasse sich doch also besser jeder auf seine ganz indivduellen Erfahrungen. Wir kennen unseren Körper schließlich besser als irgendwelche "Experten", die uns nie auch nur zur Gesicht bekommen haben.


Trotzdem gibt es doch generelle Ratschläge, die (fast) jedem helfen oder zumindest nicht schaden!

Das z.B. tonnenweise Fastfood, Zigaretten und Alkohol nicht zur Gesundung bzw. Erhaltung des gesunden Körpers beitragen gilt doch auch für jeden Menschen!

Ebenso gibt es doch gewisse Ratschläge im Hinblick auf Ernährung, Zubereitung der Speisen, Sport etc. die der großen Mehrheit nutzen und somit durchaus empfehlenswert sind. Wenn der einzelne nach dem Austesten feststellt, dass ihn diese Tipps nicht weiterbringen, kann er es ja jederzeit wieder einstellen...

Inaktiver User
18.06.2009, 14:44
Trotzdem gibt es doch generelle Ratschläge, die (fast) jedem helfen oder zumindest nicht schaden!

Das z.B. tonnenweise Fastfood, Zigaretten und Alkohol nicht zur Gesundung bzw. Erhaltung des gesunden Körpers beitragen gilt doch auch für jeden Menschen!

Ebenso gibt es doch gewisse Ratschläge im Hinblick auf Ernährung, Zubereitung der Speisen, Sport etc. die der großen Mehrheit nutzen und somit durchaus empfehlenswert sind. Wenn der einzelne nach dem Austesten feststellt, dass ihn diese Tipps nicht weiterbringen, kann er es ja jederzeit wieder einstellen...
auch wenn ich mich wiederhole


Warum nicht ein wenig sachlicher und weniger "frauenzeitschriftenkompatibel " ?

Ist ja auch möglich und wird auch gemacht.

Nur leider nimmt manche Darbietung ( siehe neues Dossier mit Kürthyselbstversuch und Test ) so kuriose Züge an, dass man sich veräppelt fühlt..

und sich fragt welche Leserinnen die Macher als Zielgruppe vor Augen haben.

Inaktiver User
18.06.2009, 14:49
Trotzdem gibt es doch generelle Ratschläge, die (fast) jedem helfen oder zumindest nicht schaden!

Das z.B. tonnenweise Fastfood, Zigaretten und Alkohol nicht zur Gesundung bzw. Erhaltung des gesunden Körpers beitragen gilt doch auch für jeden Menschen!

Das ist schon klar. Aber um diese nun wirklich allgemein bekannten Tatsachen geht es doch in den ganzen Ratgeberspecials zum Thema "Wie bleibe ich möglichst lange jung" überhaupt nicht (mehr).

Der Zielgruppe der meisten Frauenzeitschriften muss man nicht mehr sagen, dass bergeweise Junkfood fett macht, kettenrauchen und übermäßige Sonnenbäder die Haut vorzeitig altern lassen und auch literweise Alkohol nicht dazu beiträgt, gesünder zu werden. Da ist auch bekannt, dass regelmäßige körperliche Betätigung und viel Wasser trinken sich bewährt haben sollen. Dieses kleine 1x1 beherrschen die Leserinnen aus dem FF, damit macht man keine Auflage mehr.

Da wird doch auf einer ganz anderen Ebene agiert, die hier im Thread ja auch schon ausführlich diskutiert wurde. Und genau diese Ebene finde ich teilweise sehr irreführend, verunsichernd und oft auch sehr verlogen.

Gruß, Spellbound

Anitra
18.06.2009, 15:08
Zitat von Ruby

Ich vertrage zum Beispiel Milchprodukte schlecht - für andere sind sie ein ideales Nahrungsmittel. Bei mir verursachen sie Blähungen und Bauchweh. Daher bin ich auf Soja umgestiegen - damit geht es mir prima. Andere halten das Zeug für ungesund.
Daher glaube ich, dass man nur selbst entscheiden kann, was gut für einen ist und was nicht.

Ruby, genau das wollte ich zum Ausdruck bringen. Was dem einen gut tut, verursacht beim nächsten das Gegenteil. Da verlasse sich doch also besser jeder auf seine ganz indivduellen Erfahrungen. Wir kennen unseren Körper schließlich besser als irgendwelche "Experten", die uns nie auch nur zur Gesicht bekommen haben.

Und ich vertrage die gebetsmühlenartig hoch angepriesenen Vollkornprodukte nicht. Dabei würde ich z.B. gerne Müsli aus Leidenschaft essen, doch wenn ich darauf und auf alles mit Vollkorn verzichte geht es mir einfach besser.

Inzwischen weiß ich auch von Ärzten, dass der Verzehr von Vollkornprodukten sich nicht immer und in jedem Fall nur positiv auswirkt und Menschen, die eine Darmoperation hinter sich haben müssen sogar darauf verzichten. Noch nie habe ich aber dergleichen in all den hunderten von Artikeln über "gesunde Ernährung" gelesen.

@Ruby

Auch mit Milchprodukten habe (hatte?) ich Probleme. Seit ich völlig auf Vollkorn verzichte kann ich aber - mit Ausnahme von Vollmilch - schadlos Milchprodukte zu mir nehmen.

Das muss man aber alles selbst herausfinden.


Der Zielgruppe der meisten Frauenzeitschriften muss man nicht mehr sagen, dass bergeweise Junkfood fett macht, kettenrauchen und übermäßige Sonnenbäder die Haut vorzeitig altern lassen und auch literweise Alkohol nicht dazu beiträgt, gesünder zu werden. Da ist auch bekannt, dass regelmäßige körperliche Betätigung und viel Wasser trinken sich bewährt haben sollen. Dieses kleine 1x1 beherrschen die Leserinnen aus dem FF, damit macht man keine Auflage mehr.

Da wird doch auf einer ganz anderen Ebene agiert, die hier im Thread ja auch schon ausführlich diskutiert wurde. Und genau diese Ebene finde ich teilweise


Diese Aussage kann ich nur ganz dick unterstreichen.

Klee hat schon Recht. Man frägt sich tatsächlich welche Leserschaft die Macher von Frauenzeitschriften vor ihrem geistigen Auge haben?


Anitra

Inaktiver User
18.06.2009, 15:48
Und ich vertrage die gebetsmühlenartig hoch angepriesenen Vollkornprodukte nicht. Dabei würde ich z.B. gerne Müsli aus Leidenschaft essen, doch wenn ich darauf und auf alles mit Vollkorn verzichte geht es mir einfach besser.....Noch nie habe ich aber dergleichen in all den hunderten von Artikeln über "gesunde Ernährung" gelesen.


Ja, das geht mir genauso. Grobes Vollkornbrot, Frischkornmüsli und Co sind für mich deshalb tabu.

Ich las vor einiger Zeit mal ein ganz interessantes Buch (Gunter Frank: Lizenz zum Essen). Der Autor, der selbst Allgemeinmediziner ist, beschreibt am Beispiel einiger Patienten, welche teilweise fatalen Folgen der gehäufte Konsum von Volkornprodukten haben kann, wenn man diese nicht verträgt. Das Ganze dann noch in Kombination mit rohem Gemüse und Obst (was ja auch immer wieder gepriesen wird) sorgt bei vielen Menschen für ganz extreme Probleme.

Man liest da z.B. von Menschen, die sich über Jahre mit massiven Magen/Darmproblem herumschlagen, weil sie dem Mantra des allheilbringenden Vollkorns gefolgt sind und die Reaktionen ihres Körpers völlig ignoriert haben. Das sogar als "normal" hingenommen haben, weil es ja überall heißt, es sei so gesund.

Gruß, Spellbound

HasiII
18.06.2009, 17:56
So ähnlich ist das ja mit dieser "5 am Tag"-Empfehlung (also: genügend Obst und Gemüse). Ich habe erst letztens gelesen, dass es nicht wenige Menschen gibt, die mit einer so großen Menge insbesondere an Obst Probleme bekommen, weil der Körper mit so viel Fruchtzucker und Fruchtsäure nicht umgehen kann.

Ich versuche, immer ein bisschen meinem Appetit zu folgen. Oft steckt da hinter seltsamem Heißhunger auch ein Signal des Körpers. Bei mir hilft manchmal eine sehr kleine, aber sehr salzige Speise, oder auch ein Zitronenwasser, eine Sättigung und Befriedigung zu bringen, die ich mit einer riesen Portion Nudeln mit Bolognese zB nicht bekommen kommen könnte.
Habe aber auch einen sehr niedrigen Blutdruck, und mich hält manchmal sehr salziges Essen echt fit, obwohl es ja immer heißt, man würde zu salzig essen.

Inaktiver User
18.06.2009, 18:23
:ooooh:

mögt Ihr einen Ratgeber schreiben ?

:lachen:

Kisskiss
18.06.2009, 18:37
Hallo Anitra, Spellbound und Ruby,

kann es sein, dass Ihr an einer Laktose Intoleranz leidet, weil Ihr keine Milch und Milchprodukte vertragt?
Ihr wisst sicher, was das ist.
Viele Menschen können Vollkornprodukte nicht vertragen und man denke nur an Allergiker, was die alles nicht essen können.
Ein Glück, dass ich einen Pferdemagen habe, ich kann alles (fr)essen :lachen: , nur von zu viel Süßigkeiten bekomme ich Sodbrennen.

Allen einen schönen Abend wünscht

Kiss :kuss:

die jetzt auf einen Konsumtrip geht!

Inaktiver User
18.06.2009, 19:09
:ooooh:

mögt Ihr einen Ratgeber schreiben ?

:lachen:

Jaaaa - und endlich reich werden (berühmt muss nicht sein, darauf verzichte ich gern....)

Gruß, Spellbound

Inaktiver User
18.06.2009, 19:16
Hallo Anitra, Spellbound und Ruby,

kann es sein, dass Ihr an einer Laktose Intoleranz leidet, weil Ihr keine Milch und Milchprodukte vertragt?
Ihr wisst sicher, was das ist.


Liebe Kisskiss, mit Milchprodukten habe ich persönliche keine Probleme, ich bin eher das Modell Vollkorn-Intoleranz.

Und genau deshalb freu ich mir jetzt auf den Haaloumi, der gerade draußen auf dem Grill auf mich wartet. Mit vielen Tomaten und ganz frischem Weißbrot:freches grinsen:

Gruß, Spellbound

HasiII
18.06.2009, 19:29
Jaaaa - und endlich reich werden (berühmt muss nicht sein, darauf verzichte ich gern....)

Gruß, Spellbound

:allesok::schild genau:

Was hier alles an Buchideen rumkommt - ein richtiger Thinktank, diese BriCom :freches grinsen:

Anitra
18.06.2009, 21:28
Hallo Anitra, Spellbound und Ruby,

kann es sein, dass Ihr an einer Laktose Intoleranz leidet, weil Ihr keine Milch und Milchprodukte vertragt?

Ich dachte, ich hätte eine Laktose Intoleranz, denn nach dem Genuss von Milchprodukten (mit Ausnahme von Hartkäse) hatte ich oft "plötzliche" durchfallähnliche Verdauungen, aber seitdem ich alle Vollkornprodukte weglasse geht es auch mit den Milchprodukten wieder besser. Ich meide lediglich pure Vollmilch. Jetzt habe ich eine laktosefreie Milch entdeckt und komme gut damit klar. Auch Sojamilch ist gut, aber auf Dauer ist mir diese zu süß.

Anitra

Inaktiver User
19.06.2009, 10:36
Der Verdacht Laktose-Intoleranz kam mir auch schon...aber wenn ich auf frische Milch verzichte, und wenig Milchprodukte zu mir nehme, gehts ja einigermassen.
Schlimmer ist es, daß ich durch eine Darmerkrankung mit Vollkornprodukten vorsichtig sein muss - außerdem mit allem, was kleine Kerne hat (Tomaten, Weintrauben ect). Aber okay, damit kann man leben :-))
Kisskiss - den Pferdemagen hatte ich früher auch - ich konnte futtern was ich wollte, jede Menge davon, ohne dick/krank oder allergisch zu reagieren. So'n junger Körper hat schon was für sich ;-)
Jetzt - mit 51 - hat sich da was verändert. Und das, obwohl ich sooo gerne esse und Unmengen von Käse futtern könnte, würde ich nur nicht Magenschmerzen davon kriegen. Übrigens...mittlerweilen reicht ein kleines Glas Rotwein dicke. Bei mehr gibts am nächsten Tag Kopfweh, gräßlich. Früher habe ich mehr davon vertragen. Am besten lasse ich ihn ganz weg und begnüge mich mit gesunder Apfelsaftschorle.
Und nun sag' mir noch mal jemand, daß Altern was Tolles ist...

Was die vielen Tipps in Frauenzeitschriften zur Gesundheit angeht...was sollen die armen Redakteurinnen denn noch bringen?
Es ist sattsam bekannt, daß Zigaretten ungesund sind, zuviel Alk nicht gut ist, ect.
Es zum 188. Mal durchzukauen, geht nicht. Aber irgendwas schreiben muss man ja - was, was möglichst viele Frauen anspricht, dazu möglichst wahr ist und sich möglichst interessant aufbereiten lässt.
Wundert mich nicht, daß ihnen dazu nicht mehr allzuviel Gescheites einfällt ;-)) So wahnsinnig viel gibt das Thema nicht her - und irgendwann merkt man, dass man nur selbst entscheiden kann, was einem gut tut und was nicht.
Ruby

Inaktiver User
19.06.2009, 10:55
Jaaaa - und endlich reich werden (berühmt muss nicht sein, darauf verzichte ich gern....)

Gruß, Spellbound

und ich denke, dass es klappen könnte..

:lachen:

Wie man hier im Strang sieht, besteht (bei Frauen?) natürlich großes Interessse daran, sich über Gesundheit und Ernährung zu informieren..

Doch durch welche Quellen nährt sich ihr Wissen ?

Immer wieder kann man bemerken, dass bestimmte Schlagworte gehäuft vorkommen.

Stichwort "Entschlackung" : als sei dr Mensch ein Hochofen..:smile:

Der Wunsch der Menschen über ihren Körper besser als jeder Mediziner Bescheid wissen zu wollen, birgt auch Risiken : nämlich die, seltsamen Ratgebern auf seltsamen Denkpfaden zu folgen.

Ich sah in Kindergärten zum Vollkornhypezeiten einige Damen alle Italienern, Franzosen und Spaniern missionieren, die sich mit ihrer dann heute wieder bestaunten mediterranen Ernährung trotz Weißmehl sehr " gesund " ernährten..
Völlig absurd !

Ich staune über das Halbwissen, das immer wieder neu als bahnbrechendes neues Wissen verkündet wird und auch manchen Mediziner verzweifeln lässt.

Was unter dem Etkett " gesund " läuft, ist recht oft nur ein Etikett und eine Mogelpackung, ein Gewissensberuhiger und ein wenig Glaube daran etwas im Griff zu haben, was man nicht im Griff hat.

Schon gibt es Gegenbewegungen von Ernährungsexperten, die..na, man kann es erraten.. wieder ein Buch darüber schreiben, dass wer sich dauernd gesund ernährt, auf dem besten Wege ist, krank zu werden..

Und daran ist ja auch viel Wahres..

Es gibt immer diese Extreme : wie wäre es mit gesundem Menschenverstand : oder ist diese Idee zu extrem ?

:smile:

Inaktiver User
19.06.2009, 11:12
wie wäre es mit gesundem Menschenverstand : oder ist diese Idee zu extrem ?

:smile:

Nein, aber wahtrscheinlich zu unspektakulär um sie bis zum geht mich mehr zu vermarkten:zwinker:

Gruß, Spellbound

Inaktiver User
19.06.2009, 12:45
Nein, aber wahtrscheinlich zu unspektakulär um sie bis zum geht mich mehr zu vermarkten:zwinker:

Gruß, Spellbound

und wenn man verspricht, dass Sex drin vorkommt und man das Buch niemals seiner Mutter geben dürfe ? (das klappte doch selbst bei "Feuchtgebiete" :smile: )

das muss doch zu machen sein..

Vielleicht mit dem Dalai Lama auf dem Cover oder doch mit Boris Becker ?

Und mit dem Versprechen : Kaufst Du drei Bücher auf einmal, bekommst Du das vierte 20 Prozent günstiger: Motto: Lies Dich reich ..

;-)
( der Quatsch fällt mir gerade ein, weil ich Werbung eines Modeshauses bekam, das so zum Kauf animieren wollte..



:lachen::smirksmile:

HasiII
19.06.2009, 15:44
Das Fundstück des Tages: Anti-Aging-Marshmallows (http://www.vogue.de/articles/beauty/beauty-trends/abnehmen-und-fit-werden/2009/06/17/16039) :lachen:

Inaktiver User
19.06.2009, 16:58
Das Fundstück des Tages: Anti-Aging-Marshmallows (http://www.vogue.de/articles/beauty/beauty-trends/abnehmen-und-fit-werden/2009/06/17/16039) :lachen:

Wenn man glaubt, bekloppter kanns nicht kommen, dann kommt es bekloppter!

Inaktiver User
20.06.2009, 14:25
Wenn man glaubt, bekloppter kanns nicht kommen, dann kommt es bekloppter!

auch nicht döfer als die Zuckerbomben für Kinder denen man ein paar Vitamine hingezufügt hat oder den Shampoos mit Joghurt oder Früchten und Vitaminen und Trallala..

:lachen:

aber durchaus völlig völlig beklopft..

Mein Outing :

Würde es aber wirken, würde ich diese Dinger essen

:ooooh:
ja, würde ich..

Und nun müsste es Umfragen geben : Welche Frau würde so eine schönheitsversprechende Süßigkeit nicht essen ?

Und seit Heidi Klum mit den Joghurtgums zwischen den Zehen wissen wir doch auch : die sind sicher fettfrei..:lachen::lachen::lachen: ( auch wenn sie mit 40Gramm Zucker auf 100 Gramm sicher fett machen können..

Die Marketingidee ist doch grandios..

Iss Dich schön, aber nun mit Süßigkeiten


:lachen:

Inaktiver User
20.06.2009, 14:33
Mein Outing :

Würde es aber wirken, würde ich diese Dinger essen

:ooooh:
ja, würde ich..

Und nun müsste es Umfragen geben : Welche Frau würde so eine schönheitsversprechende Süßigkeit nicht essen ?



Klar, würde ich es dann auch essen - aber es wirkt ja ganz sicher nicht.

HasiII
20.06.2009, 23:22
Klar, würde ich es dann auch essen - aber es wirkt ja ganz sicher nicht.

Ich bin mir sicher, dass mein Magen diese Collagene einfach mal astrein verdaut. Wenn nicht, dann müsste es eigentlich rein wissenschaftlich keinen dicken Menschen mit trockener Haut geben... was die alles an Fett zu sich nehmen, muss doch irgendwann mal an der Haut ankommen...!

Inaktiver User
21.06.2009, 14:38
Ich bin mir sicher, dass mein Magen diese Collagene einfach mal astrein verdaut. Wenn nicht, dann müsste es eigentlich rein wissenschaftlich keinen dicken Menschen mit trockener Haut geben... was die alles an Fett zu sich nehmen, muss doch irgendwann mal an der Haut ankommen...!

völlig unwissenschaftlich betrachtet, wirkt die Haut von Dieter Pfaff aber besser als die von Kai Pflaume ( ich musste den Namen erst über "Nur die Liebe zählt" recherchieren, kam nicht sofort drauf :lachen:)

HasiII
21.06.2009, 15:30
völlig unwissenschaftlich betrachtet, wirkt die Haut von Dieter Pfaff aber besser als die von Kai Pflaume ( ich musste den Namen erst über "Nur die Liebe zählt" recherchieren, kam nicht sofort drauf :lachen:)

Das liegt sicher daran, dass sie stärker gedehnt ist :zwinker: *these verteidig*

Schecky
22.06.2009, 20:15
Ich halte mich in diesem Fall an das Sprichwort .mann ist so alt wie man sich fühlt ich bin 50 fühle mich aber meistens wie 25

Inaktiver User
22.06.2009, 20:17
hihi ... und ich bin auch fast 50, fühle mich aber meistens zum Glück nicht mehr wie 25. :freches grinsen:

Schecky
22.06.2009, 21:37
hihi ... und ich bin auch fast 50, fühle mich aber meistens zum Glück nicht mehr wie 25. :freches grinsen:
Warum zum Glück nicht mehr?Es ist doch gut sich manchmal wie 25 zu fühlen ,und doch die Erfahrung von 50 Jahren zu haben .

Inaktiver User
22.06.2009, 22:23
Wie fühlt man sich, wenn man sich wie 25 fühlt? Und wie fühlt man sich, wenn man sich wie 50 fühlt?:ooooh:

HasiII
22.06.2009, 22:33
Hmm, ich kann nur wiedergeben, wie ich mich mit 28 fühle:

- müde
- Nase ein bisschen verstopft
- Bodylotion ist zu reichhaltig, deswegen kleben die Unterarme leicht am Schreibtisch fest
- Nacken ist etwas verspannt
- Beine sind schwer vom Laufen
- ansonsten auch echt nicht anders als mit 21 oder 22, jedenfalls so rein körperlich

:freches grinsen:

Wie ich mich mit 50 fühle, kann ich dann in 22 Jahren sagen :freches grinsen:

Inaktiver User
22.06.2009, 22:37
Warum zum Glück nicht mehr?Es ist doch gut sich manchmal wie 25 zu fühlen ,und doch die Erfahrung von 50 Jahren zu haben .

Nee, ich fühle mich jetzt viel besser als früher: weiß mehr, kann mehr, bin selbstsicherer, sehe besser aus ...

Inaktiver User
23.06.2009, 00:11
Wie fühlt man sich, wenn man sich wie 25 fühlt? Und wie fühlt man sich, wenn man sich wie 50 fühlt?:ooooh:

:blumengabe:

genau genau :blumengabe::blumengabe:

Man fühlt sich lebensvoll und leicht und nennt das dann "wie 25 fühlen" ? Warum eigentlich ?

Ich nenne das so alt fühlen wie ich bin..

Ich brauche keinen Vergleich mit einer jüngeren Frau, um auszudrücken was ich schön fühle..

Inaktiver User
23.06.2009, 00:17
Die bezaubernde Juliy Delpy schrieb das Drehbuch zu einem Film, der sich auch mit Jugendwahn beschäftigt

Die Gräfin»: Historienfilm von Julie Delpy

http://newsticker.sueddeutsche.de/images/dpa-infoline/jpeg-2kqt0151-210090618-img_21592240_thumbnail.jpgHamburg (dpa) - Julie Delpy («Before Sunrise») spielt nicht nur die Titel- und Hauptrolle, sondern hat auch das Drehbuch geschrieben und Regie geführt.
Der Film, dem eine wahre Geschichte um eine Gräfin des 17. Jahrhunderts zugrunde liegt, handelt nach Delpys Worten «von Verrat und Macht, von Verlassen und Verlassen werden».
Erzebet Bathory wird wegen Mordes in ihrer Burg eingekerkert, obwohl die Anschuldigungen nicht bewiesen und Geständnisse durch Folter erzwungen wurden. Tatsächlich geht es darum, eine freizügig lebende, mit Macht ausgestattete Frau aus dem Verkehr zu ziehen. Sie ist das Opfer von (männlichen) Intrigen, leistet sich eine Affäre mit einem Jüngeren (Daniel Brühl) und läuft schließlich in die Falle Jugendwahn: Als sie sich für ihren jugendlichen Liebhaber zu alt wähnt, meint sie, nur das Blut von Jungfrauen lasse sie jünger aussehen.
(Die Gräfin, Frankreich/Deutschland 2009, 97 Min., FSK ab 12, von Julie Delpy, mit Julie Delpy, Daniel Brühl, William Hurt)
www.diegraefin.x-verleih.de (http://www.diegraefin.x-verleih.de/)

zappelsusi
23.06.2009, 11:55
hallo faltenfrosch,
mir geht es wie dir. knapp auf die 50 zugehend sehe ich viele sachen nicht mehr so eng wie mit 25. man steht über den dingen. und ich überrasche mich selber: vor ein paar tagen habe ich von mir selbst geschriebene gedichte wiedergefunden, die ich mit 25 geschrieben habe, über die liebe, männer, usw. und dann frage ich mich, war ich damals wirklich 25? und habe solche gedanken im kopf gehabt?
meine meinung: man ist so jung oder alt, wie man sich fühlt.
lg.
zappelsusi

Inaktiver User
23.06.2009, 14:11
hallo faltenfrosch,
mir geht es wie dir. knapp auf die 50 zugehend sehe ich viele sachen nicht mehr so eng wie mit 25. man steht über den dingen. und ich überrasche mich selber: vor ein paar tagen habe ich von mir selbst geschriebene gedichte wiedergefunden, die ich mit 25 geschrieben habe, über die liebe, männer, usw. und dann frage ich mich, war ich damals wirklich 25? und habe solche gedanken im kopf gehabt?
meine meinung: man ist so jung oder alt, wie man sich fühlt.
lg.
zappelsusi

Mit 25 konnte ich schneller rennen.
Jetzt - mit 51 - bin ich langsamer geworden - aber ich kenne den Weg genau und das ist ein Vorteil.

Jedes Alter hat seine Vorteile. Natürlich ist Jugend was Schönes,
aber die Erinnerung malt mit goldenem Pinsel: wenn ich drüber nachdenke, hatte ich mit 25 auch Tage, an denen ich mich verdammt alt gefühlt habe.
Es nutzt nichts, der Vergangenheit nachzutrauern: lieber konzentriere ich mich auf das Heute und finde die 51 tun gar nicht so weh.
Was schlimm ist: die Einschläge kommen näher...letztes Jahr ist ein gleichaltriger Freund von uns gestorben und heute erfahre ich, dass eine ehemalige Klassenkameradin von mir unheilbar krank ist...
Ruby

Inaktiver User
23.06.2009, 14:20
Was schlimm ist: die Einschläge kommen näher...letztes Jahr ist ein gleichaltriger Freund von uns gestorben und heute erfahre ich, dass eine ehemalige Klassenkameradin von mir unheilbar krank ist...:blume:
dieses spürte ich beim letzten Abi-Klassentreffen..

Uns allen ist bewusst und täglich präsent, dass es etwas Kostbareres gibt als den Wie jung ist mein Körper ? _Test mit dem Ergebnis " Du musst beim nächsten Kinofilm ab 16 den Pass mitnehmen " bestanden zu haben..

Die Stimmung beim letzten Treffen war schöner : tiefer und ausgelassener zugleich..

Und die Frauen schöner : wirklich : ich war in einem fast reinen Mädchenjahrgang : ich war hin und weg über diese große Anzahl lebensvoller schöner quirrliger Frauen : jede anders : jede schon mit Blessuren, erkennbar gelebtem Leben..: aber so schön.. : in jeder das Mädchen erkennbar, manchmal etwas versteckt, aber dennoch immer wieder deutlich sichtbar..

HasiII
23.06.2009, 17:40
Wobei die erste aus meinem Abijahrgang ein Jahr nach dem Abitur gestorben ist. Und nicht an einem Autounfall oder Krebs, sondern an einer geplatzten Aorta...

Wenn ich dann Dinge lese wie dass Sylvie van der Vaart, nur ein paar Jährchen älter als ich, Brustkrebs hat, dann fühlt man sich alles andere als jugendlich-gesund-unverwundbar :knatsch:

Inaktiver User
23.06.2009, 18:53
Wenn ich dann Dinge lese wie dass Sylvie van der Vaart, nur ein paar Jährchen älter als ich, Brustkrebs hat, dann fühlt man sich alles andere als jugendlich-gesund-unverwundbar :knatsch:

Stimmt schon, aber mit 50 oder 60 ist es anders: Dann weißt Du es ganz sicher, dass Deine Zukunft deutlich kürzer ist als mit 28, du hast - wie Joschka Fischer es mal gesagt haben soll - den Grund der Suppenschüssel gesehen. Du hörst ab und an von Dingen bei denen dir klar wird, dass du sie nicht mehr erleben wirst.
Aber du weißt auch, dass du keine Zeit mehr hast um dich mehr als nötig mit zweitrangigen Nichtigkeiten abzugeben - und das ist sehr gut!

Inaktiver User
24.06.2009, 18:31
Stimmt schon, aber mit 50 oder 60 ist es anders: Dann weißt Du es ganz sicher, dass Deine Zukunft deutlich kürzer ist als mit 28, du hast - wie Joschka Fischer es mal gesagt haben soll - den Grund der Suppenschüssel gesehen. Du hörst ab und an von Dingen bei denen dir klar wird, dass du sie nicht mehr erleben wirst.
Aber du weißt auch, dass du keine Zeit mehr hast um dich mehr als nötig mit zweitrangigen Nichtigkeiten abzugeben - und das ist sehr gut!


Naja, das sehe ich ein bisschen anders.

Wie lang die eigene Zukunft noch ist, weiß man auch mit 25 nicht. Theoretisch ist sie da zwar länger als mit 50, aber so genau weiß man es halt nicht. Mir fallen spontan mehrere Leute aus dem näheren und ferneren Umfeld ein, die vor 30 gestorben sind ... damit hatten die auch nicht gerechnet.

Im Grunde hat man also auch mit 25 keine Zeit, sich mit Nichtigkeiten abzugeben - nur ist man da noch nicht so weit, das zu erkennen.

Das ist eben auch ein Grund, warum ich keine Interesse daran habe, mich "wie 25" zu fühlen.

Inaktiver User
24.06.2009, 19:23
Wie lang die eigene Zukunft noch ist, weiß man auch mit 25 nicht. Theoretisch ist sie da zwar länger als mit 50, aber so genau weiß man es halt nicht.

Stimmt, aber der Unterschied ist, dass man mit 25 eine Perspektive von sagen wir 1 bis 55 Jahren hat (optimistisch gesehen). D.h. das Restleben kann kurz sein, muss aber nicht.
Mit 50 hat man eine Perspektive von 1 bis 35 Jahren - mehr geht nicht! Und das gibt vielen das Gefühl, auf einer Rutschbahn zu sitzen.

Inaktiver User
24.06.2009, 19:36
Ja, das ist natürlich wahr.

Zum Glück habe ich dieses Gefühl nicht :lachen:

Inaktiver User
25.06.2009, 14:26
Bei mir ist es gemischt..
einerseits die Freude, mit 51 noch fit/halbwegs attraktiv und aktiv zu sein, eine Menge Lebensfreude zu empfinden - andererseits bin ich mir bewusst, wie zerbrechlich all das ist. Es kann jeden Tag anders werden - wie man bei vielen Leuten sehen kann. Das lässt mich nicht kalt.

Andererseits: gestern kamen zwei ältere, noch vitale Leute in unseren Laden. Wir kamen ins Gespräch und es stellte sich heraus, daß der Mann schon über 90 war, sie weit über 80...kann ja sein, daß es uns auch mal so geht :-)
Hätten die sich immer trübe Gedanken drüber gemacht, daß es bald vorbei ist, hätten sie eine Menge Zeit verschwendet.
Ruby

Inaktiver User
25.06.2009, 17:14
Hätten die sich immer trübe Gedanken drüber gemacht, daß es bald vorbei ist, hätten sie eine Menge Zeit verschwendet.
Ruby

Ich wollte mit meinem Posting vom "Ende der Suppenschüssel" auch ganz sicher keine trüben Gedanken verbreiten. Es ging ja darum, was sich eigentlich am Lebensgefühl über die Zeit ändert - und dies ist ein Punkt. Der ist für mich nicht trübe, es geht für mich dabei einfach um eine Realität, die mir bewusst ist und die schon irgendwie mein Lebensgefühl bestimmt - aber eher in dem Sinn, dass ich mich nicht mehr über jeden Piep aufrege und die vielen tollen Sachen, die ich erlebe, irgendwie bewusster genieße als mit dreißig - zumindest kommt es mir so vor.

Chaoshexe
25.06.2009, 17:18
Bei mir ist es gemischt..
einerseits die Freude, mit 51 noch fit/halbwegs attraktiv und aktiv zu sein, eine Menge Lebensfreude zu empfinden - andererseits bin ich mir bewusst, wie zerbrechlich all das ist. Es kann jeden Tag anders werden - wie man bei vielen Leuten sehen kann. Das lässt mich nicht kalt.

Andererseits: gestern kamen zwei ältere, noch vitale Leute in unseren Laden. Wir kamen ins Gespräch und es stellte sich heraus, daß der Mann schon über 90 war, sie weit über 80...kann ja sein, daß es uns auch mal so geht :-)
Hätten die sich immer trübe Gedanken drüber gemacht, daß es bald vorbei ist, hätten sie eine Menge Zeit verschwendet.
Ruby


Danke, merci du machst mir Hoffnung:blumengabe:
Da meine Eltern (beide um die 80 Jahre alt) sehr stark am abbauen sind und kaum noch Lebensfreude empfinden habe ich leider das Gegenteil vor mir, aber solche Aussagen bestätigen mir das es auch anders/besser sein kann, das Altwerden:smirksmile:

Ansonsten fühle ich mich auch mit 51 Jahren noch ziemlich frisch und fit (zumindest wenn ich ausgeschlafen habe und nicht mit nur 3 Stunden Schlaf nach einer Tanznacht aus dem Bett gekrochen komme.

Zuviel Gedanken um eine Sache zu machen die noch relativ weit in ferner Zukunft liegt kann wirklich schöne Stunden zerstören.
Im Hier und im Jetzt zu leben ist wahres Leben:smirksmile:

Liebe Grüsse

Chaoshexe auf dem Sprung zum Tanzen:smile:

Inaktiver User
26.06.2009, 13:46
Ich wollte mit meinem Posting vom "Ende der Suppenschüssel" auch ganz sicher keine trüben Gedanken verbreiten. Es ging ja darum, was sich eigentlich am Lebensgefühl über die Zeit ändert - und dies ist ein Punkt. Der ist für mich nicht trübe, es geht für mich dabei einfach um eine Realität, die mir bewusst ist und die schon irgendwie mein Lebensgefühl bestimmt - aber eher in dem Sinn, dass ich mich nicht mehr über jeden Piep aufrege und die vielen tollen Sachen, die ich erlebe, irgendwie bewusster genieße als mit dreißig - zumindest kommt es mir so vor.


Hi Jofi,
tust du ja auch nicht :-)
Ist nicht immer das besonders wertvoll, was nicht unendlich und in jeder Menge zu haben ist?
Die Erkenntnis, daß wir nicht ewig da sein werden, macht die verbleibende Zeit zu was Wertvollem, Einzigartigem, was man nicht verschwenden soll, indem man es sich mit trüben Endzeitgedanken versaut. Was kommt, das kommt.
Und manchmal kommt es schneller, als man denkt. Hätte M. Jackson gewusst, dass seine Zeit so schnell vorbei ist - hätte er da einiges anders gemacht...?
Ich finde seinen Tod sehr tragisch.

Hi Chaoshexe,
wer tanzt, bleibt fit - daran glaube ich ganz fest.
Ohne Tanz wäre ich wahrscheinlich fett, unbeweglich und depressiv, hätte nichts, was ich weitergeben kann.
Der Unterricht gibt mir mindestens genauso viel, wie ich "investiere" - Lebensfreude, jede Menge nette KOntakte, und nebenher bleibe ich fit.
Meine Eltern hatte eine ganz andere Art zu leben - beide Kettenraucher, beide unsportlich, Mutter starb mit 51, Vater mit 69...beide nach langer Leidenszeit. Eien Garantie habe ich nicht, dass es mir mal besser geht - aber ich tu' was ich tun kann, um mir sowas zu ersparen..
Ruby

Anitra
27.06.2009, 13:31
wer tanzt, bleibt fit - daran glaube ich ganz fest.


Ich denke wichtig ist, dass man das tut, was man gerne tut und wovon man selbst überzeugt ist. Ob man nun tanzt, joggt, Gymnastik macht, im Garten arbeitet oder einfach nur viel (schnell) spazieren geht, oder was immer sonst, ist weniger ausschlaggebend als der Glaube daran (wie bei dir der Glaube an die Wirksamkeit des Tanzens), dass die individuell gewählte Maßnahme die richtige ist.

Und wer nicht aufhört geistige Herausforderungen zu suchen, bleibt ebenso fit - daran glaube ich. Aber natürlich ist die geistige Fitness ganz ohne das Training des Körpers nur "die halbe Miete".

Umgekehrt gilt das allerdings auch - meine ich.

Anitra

Inaktiver User
29.06.2009, 13:52
Ich denke wichtig ist, dass man das tut, was man gerne tut und wovon man selbst überzeugt ist. Ob man nun tanzt, joggt, Gymnastik macht, im Garten arbeitet oder einfach nur viel (schnell) spazieren geht, oder was immer sonst, ist weniger ausschlaggebend als der Glaube daran (wie bei dir der Glaube an die Wirksamkeit des Tanzens), dass die individuell gewählte Maßnahme die richtige ist.

Und wer nicht aufhört geistige Herausforderungen zu suchen, bleibt ebenso fit - daran glaube ich. Aber natürlich ist die geistige Fitness ganz ohne das Training des Körpers nur "die halbe Miete".

Umgekehrt gilt das allerdings auch - meine ich.

Anitra

Hi Anitra,
Tanzen ist auch Kopfsache...das kriegen meine Schülerinnen stets dann zu spüren, wenn sie sich eine neue Choreographie merken sollen. Manche tun sich ziemlich schwer damit - und staunen, wie viel Hirnschmalz in einen vermeintlich simplen Tänzchen steckt. Nach Choreographie tanzen - das braucht ein gutes Gedächtnis und die Fähigkeit, sich auf den Stil einer anderen Person einstellen zu können. Vorher hat die Choreographie das Gehirn des Choreographen oft bis zum Zerplatzen beschäftigt ;-) schwierig, gute Tänze zu entwerfen, Schrittabfolgen und Übergänge zu koordinieren und das Ganze dazu leicht, schön und auch noch publikumswirksam und nicht zu verkopft aussehen zu lassen.
Da ich mit Begeisterung tanze, ist es für mich die ideale Gelegenheit, Kopf und Bauch zu verbinden ;-)

Joggen hat andere Qualitäten - es hat fast was Meditatives, Tranceartiges. Es belohnt einen manchmal mit dem irrsinnig schönem Gefühl, über dem Boden zu schweben, statt drauf herumzulaufen. Irgendwann höre ich auf zu denken - ich laufe nur noch, oder...es läuft mich. Mit etwas Übung kann man dieses Gefühl öfters erreichen - und süchtig danach werden. Dieser Flow ist es, der mich mindestens 3 mal die Woche rennen lässt und mir hilft, schlechte Laune, Wechseljahreswehwehchen und anderen Frust gegen ein leichtes, beschwingtes und angenehmes Gefühl zu tauschen :-)
Dafür nehme ich mir immer Zeit, und wenn es abends um 21 Uhr oder später ist, wenn viele andere schon längst auf der couch liegen.
Ich wünschte mir nur, dass ich morgens früh laufen könnte - aber damit habe ich Probleme - das macht mein Kreislauf nicht mit.

So muss jeder sein Ding finden - ich glaube, daß alles, was man mit Begeisterung tut, einen jung und fit hält.
Hauptsache, man findet überhaupt was, was einen begeistert und beansprucht - egal, ob das Sport, ein gutes Buch, ein Ehrenamt oder was auch immer ist. Dann hat man keine Zeit, alt zu werden - oder zumindest nicht, um sämtliche Altersanzeichen akribisch zu sezieren und sich davon die Laune vermiesen zu lassen...
Ruby

Inaktiver User
29.06.2009, 18:20
So muss jeder sein Ding finden - ich glaube, daß alles, was man mit Begeisterung tut, einen jung und fit hält.


Und letztlich sind ja auch nur die Dinge, die einem wirklich Spaß machen, von Dauer. Als mehrfache Karteileiche diverser Fitnessstudios weiß ich, wovon ich spreche...

Immer wieder habe ich mich wider besseren Wissens dort angemeldet. Triebfeder war das schlechte Gewissen, das mich mit zunehmendem Alter immer mal wieder daran erinnerte, doch mal was zu tun. Es lief stets auf das Gleiche hinaus: Die ersten vier Wochen bin ich noch regelmäßig tapfer dort erschienen und habe mich beim rumhampeln in der Gruppe zum Deppen gemacht. Und dann war jede noch so seichte Ausrede - und sei es die verhasste Bügelwäsche - recht, um zu Hause zu bleiben.

Irgendwann habe ich Yoga für mich entdeckt und bin dabeigeblieben, weil es mir wirklich Spaß macht und zu mir passt. Genauso wie die langen Spaziergänge mit meinem Hund oder gemütliche Fahrradtouren.

Und ich denke mir, lieber kontinuierlich leichte Bewegung, als vier Wochen Hauruckgezappele zu doofer Musik und dann ewig gar nichts. Der große Sportler wird aus mir definitv nicht mehr, aber dafür gibts ja glücklicherweise auch zahlreiche Alternativen, die vor dem völligen Einrosten bewahren.

Gruß, Spellbound

Inaktiver User
29.06.2009, 18:31
Vor Kurzem war im Fernsehen der Film " Die Frauen von Stepford " (nach dem Roman von Ira Levin )zu sehen und ich musste unweigerlich an den unheimlich grotesken Zeitgeist in manchen Frauenmagazinen denken..:lachen:


Die Frauen von Stepford | FILMSTARTS.de (http://www.filmstarts.de/kritiken/37414-Die-Frauen-von-Stepford.html)

Chaoshexe
29.06.2009, 18:36
Hi Anitra,
Tanzen ist auch Kopfsache...das kriegen meine Schülerinnen stets dann zu spüren, wenn sie sich eine neue Choreographie merken sollen. Manche tun sich ziemlich schwer damit - und staunen, wie viel Hirnschmalz in einen vermeintlich simplen Tänzchen steckt. Nach Choreographie tanzen - das braucht ein gutes Gedächtnis und die Fähigkeit, sich auf den Stil einer anderen Person einstellen zu können. Vorher hat die Choreographie das Gehirn des Choreographen oft bis zum Zerplatzen beschäftigt ;-) schwierig, gute Tänze zu entwerfen, Schrittabfolgen und Übergänge zu koordinieren und das Ganze dazu leicht, schön und auch noch publikumswirksam und nicht zu verkopft aussehen zu lassen.
Da ich mit Begeisterung tanze, ist es für mich die ideale Gelegenheit, Kopf und Bauch zu verbinden ;-)

Joggen hat andere Qualitäten - es hat fast was Meditatives, Tranceartiges. Es belohnt einen manchmal mit dem irrsinnig schönem Gefühl, über dem Boden zu schweben, statt drauf herumzulaufen. Irgendwann höre ich auf zu denken - ich laufe nur noch, oder...es läuft mich. Mit etwas Übung kann man dieses Gefühl öfters erreichen - und süchtig danach werden. Dieser Flow ist es, der mich mindestens 3 mal die Woche rennen lässt und mir hilft, schlechte Laune, Wechseljahreswehwehchen und anderen Frust gegen ein leichtes, beschwingtes und angenehmes Gefühl zu tauschen :-)
Dafür nehme ich mir immer Zeit, und wenn es abends um 21 Uhr oder später ist, wenn viele andere schon längst auf der couch liegen.
Ich wünschte mir nur, dass ich morgens früh laufen könnte - aber damit habe ich Probleme - das macht mein Kreislauf nicht mit.

So muss jeder sein Ding finden - ich glaube, daß alles, was man mit Begeisterung tut, einen jung und fit hält.
Hauptsache, man findet überhaupt was, was einen begeistert und beansprucht - egal, ob das Sport, ein gutes Buch, ein Ehrenamt oder was auch immer ist. Dann hat man keine Zeit, alt zu werden - oder zumindest nicht, um sämtliche Altersanzeichen akribisch zu sezieren und sich davon die Laune vermiesen zu lassen...
Ruby


Hallöle Ruby

Dem kann ich nur zustimmen, so eine Choreografie kann auch wenn es dann aufgeführt in ca. 4 Minuten über die Bühne geht ganz schön viel Arbeit beinhalten:smirksmile:

Und diese dann auch zu verinnerlichen, also mit Ausdruck zu tanzen ohne dabei zu "patzen" und auch nur einen Takt zu vergessen ist garnicht so einfach wie es dann ausschauen soll:freches grinsen:

Und wenn du dann auch noch mehrere gleichzeitig machst bzw. im Kopf haben musst für ein Event wirds richtiges Gehirnjogging:lachen:
(wie gerade aktuell bei mir, ich tanze ja lieber impro wenn ich Solo tanze, aber mit Säbel oder mit Gruppen habe ich Alles durchchoreografiert wenns kein Tribal ist).
Manche habe ich innerhalb von ein paar Tagen "gestrickt" und andere benötigen Wochen bis sie so perfekt sind wie ich es möchte.

Stimmt schon, wir trainieren damit nicht nur den Körper sondern auch das Gehirn und natürlich das Gehirn der Schülerinnen dazu:smile:die sollens sich ja auch merken können.
Und dann machts zudem auch noch Spass.

Was das Joggen (in meinem Fall walken, Ohne Stöcke !!!) angeht, stimmt, dabei kannst du "in dich gehen"und das Gehirn anderweitig beschäftigen oder zur Ruhe kommen lassen wie bei einer Meditation.

Und jede Frau sollte dabei das Augenmerk auf die Dinge die ihr etwas bringen (körperlich wie geistig) richten dann bleibt sie auch in iher Mitte und fit in jedem Lebensalter.

Wünsch dir einen schönen Wochenstart:blumengabe:

Chaoshexe

Anitra
30.06.2009, 10:26
Hi Anitra,
Tanzen ist auch Kopfsache...

Hallo Ruby,

das bezweifle ich nicht. Jeder Sport ist ab einem individuell zu bestimmenden Grad der Ausübung auch Kopfsache und zwar unter verschiedenen Gesichtspunkten. Zum einen betrifft es die "Technik" so wie du das anhand des Tanzens beschreibst und zum anderen ist es das unbedingte Wollen (irgendeinen) Sport auszuüben. Die Idee, der Wunsch danach entsteht ja zuerst im Kopf.

Es ist aber dennoch eine andersartige Beschäftigung, verglichen mit (zum Beispiel) dem Erlernen einer (schwierigen) Fremdsprache oder der Auseinandersetzung mit einem (wieder nur als Beispiel) mit einem komplexen literarischen Text.

Betätigungen dieser Art werden zwar den Körper nicht beweglich halten, wohl aber den Geist und auch das hält einen jung.

Ich möchte das nicht gegeneinander ausspielen, alles hat gleichermaßen seine Berechtigung und seinen Nutzen. Jede Tätigkeit, egal ob geistig oder körperlich ist gut, solange es der Person, die sie ausübt gut tut und letztendlich muss jeder das Richtige für sich finden.

Ich wehre mich aber dagegen (allgemein gesprochen, ich beziehe mich damit nicht auf dich, liebe Ruby :blumengabe:), dass es so etwas wie "allgemeingültige Rezepte" gibt.



Und letztlich sind ja auch nur die Dinge, die einem wirklich Spaß machen, von Dauer. Als mehrfache Karteileiche diverser Fitnessstudios weiß ich, wovon ich spreche...

Immer wieder habe ich mich wider besseren Wissens dort angemeldet. Triebfeder war das schlechte Gewissen, das mich mit zunehmendem Alter immer mal wieder daran erinnerte, doch mal was zu tun. Es lief stets auf das Gleiche hinaus: Die ersten vier Wochen bin ich noch regelmäßig tapfer dort erschienen und habe mich beim rumhampeln in der Gruppe zum Deppen gemacht. Und dann war jede noch so seichte Ausrede - und sei es die verhasste Bügelwäsche - recht, um zu Hause zu bleiben.


Hallo Spellbound,

ich war zwar nie in Fitnessstudios, wiederholt aber in diversen Gymnastikkursen angemeldet und im Prinzip habe ich damit ähnliche Erfahrungen gemacht, wie du sie beschreibst. Außerdem hasse ich es auf Dauer etwas in einer Gruppe machen zu müssen mit immer den gleichen Menschen, die ich mir privat nie aussuchen würde und mit denen ich dann Woche für Woche konfrontiert werde. Oft hat mich allein der Gedanke schon wieder auf die gleichen Menschen zu treffen abgehalten dorthin zu gehen. Sich selbst zurecht gelegte Vorwände wie z.B. Bügelwäsche, kenne ich auch. :freches grinsen:

So wie du über das "Rumhampeln in der Gruppe" sprichst (auch damit habe ich Erfahrung), erginge es mir wenn ich joggen "müsste". Ich möchte nicht, dass mich jemand laufen sieht. Ich käme mir einfach schrecklich albern dabei vor. (Ich finde Menschen, die laufen nicht albern, ich könnte mich nur selbst so nicht in der Öffentlichkeit ertragen.)


Und ich denke mir, lieber kontinuierlich leichte Bewegung, als vier Wochen Hauruckgezappele zu doofer Musik und dann ewig gar nichts. Der große Sportler wird aus mir definitv nicht mehr, aber dafür gibts ja glücklicherweise auch zahlreiche Alternativen, die vor dem völligen Einrosten bewahren.

So sehe ich das auch. Ich gehe (phasenweise nie kontinuierlich) viel spazieren und dann gehe ich auch ziemlich schnell. Und ich habe einen Garten, der mir mit Arbeit darin immer wieder Bewegung abverlangt. Darüber hinaus gehe ich mehrmals im Jahr zu meiner Physiotherapeutin . Die "übt" mit mir ganz allein ohne dass ich mich dabei dem Gruppenzwang aussetzen muss. Und ein bißchen Gymnastik mache ich ja ab und an auch zuhause, nur Zwang darf dies nicht werden.

Vor allem mache ich all das, was ich tue (geistig oder körperlich) eigentlich nie unter der Prämisse dabei möglichst jung zu bleiben, sondern orientiere mich daran, ob mir das gerade Spaß macht oder nicht.

Liebe Grüße :blumengabe:
Anitra

Inaktiver User
30.06.2009, 10:30
Ich glaube auch, das A und O ist, dass das, was man tut einem Spaß macht und gut tut.

Diese ganzen "Rezepte" sind wie Diäten: Wenn es nicht schmeckt, hält man es eh nicht durch.

Inaktiver User
30.06.2009, 16:08
Hallo Ruby,

das bezweifle ich nicht. Jeder Sport ist ab einem individuell zu bestimmenden Grad der Ausübung auch Kopfsache und zwar unter verschiedenen Gesichtspunkten. Zum einen betrifft es die "Technik" so wie du das anhand des Tanzens beschreibst und zum anderen ist es das unbedingte Wollen (irgendeinen) Sport auszuüben. Die Idee, der Wunsch danach entsteht ja zuerst im Kopf.

Es ist aber dennoch eine andersartige Beschäftigung, verglichen mit (zum Beispiel) dem Erlernen einer (schwierigen) Fremdsprache oder der Auseinandersetzung mit einem (wieder nur als Beispiel) mit einem komplexen literarischen Text.

Betätigungen dieser Art werden zwar den Körper nicht beweglich halten, wohl aber den Geist und auch das hält einen jung.

Ich möchte das nicht gegeneinander ausspielen, alles hat gleichermaßen seine Berechtigung und seinen Nutzen. Jede Tätigkeit, egal ob geistig oder körperlich ist gut, solange es der Person, die sie ausübt gut tut und letztendlich muss jeder das Richtige für sich finden.

Ich wehre mich aber dagegen (allgemein gesprochen, ich beziehe mich damit nicht auf dich, liebe Ruby :blumengabe:), dass es so etwas wie "allgemeingültige Rezepte" gibt.




Hallo Spellbound,

ich war zwar nie in Fitnessstudios, wiederholt aber in diversen Gymnastikkursen angemeldet und im Prinzip habe ich damit ähnliche Erfahrungen gemacht, wie du sie beschreibst. Außerdem hasse ich es auf Dauer etwas in einer Gruppe machen zu müssen mit immer den gleichen Menschen, die ich mir privat nie aussuchen würde und mit denen ich dann Woche für Woche konfrontiert werde. Oft hat mich allein der Gedanke schon wieder auf die gleichen Menschen zu treffen abgehalten dorthin zu gehen. Sich selbst zurecht gelegte Vorwände wie z.B. Bügelwäsche, kenne ich auch. :freches grinsen:

So wie du über das "Rumhampeln in der Gruppe" sprichst (auch damit habe ich Erfahrung), erginge es mir wenn ich joggen "müsste". Ich möchte nicht, dass mich jemand laufen sieht. Ich käme mir einfach schrecklich albern dabei vor. (Ich finde Menschen, die laufen nicht albern, ich könnte mich nur selbst so nicht in der Öffentlichkeit ertragen.)



So sehe ich das auch. Ich gehe (phasenweise nie kontinuierlich) viel spazieren und dann gehe ich auch ziemlich schnell. Und ich habe einen Garten, der mir mit Arbeit darin immer wieder Bewegung abverlangt. Darüber hinaus gehe ich mehrmals im Jahr zu meiner Physiotherapeutin . Die "übt" mit mir ganz allein ohne dass ich mich dabei dem Gruppenzwang aussetzen muss. Und ein bißchen Gymnastik mache ich ja ab und an auch zuhause, nur Zwang darf dies nicht werden.

Vor allem mache ich all das, was ich tue (geistig oder körperlich) eigentlich nie unter der Prämisse dabei möglichst jung zu bleiben, sondern orientiere mich daran, ob mir das gerade Spaß macht oder nicht.

Liebe Grüße :blumengabe:
Anitra


Hi Anitra,
stimmt - es ist eine andere Sache, z.B. eine Fremdsprache zu erlernen. Es werden andere "Körperteile" beansprucht.
Ich hab mal versucht, arabisch zu lernen - hochinteressante Sache - aber sehr kompliziert...
Davon brummte mir der Schädel - und ich hatte am nächsten Tag die Vokabeln längst wieder vergessen, die ich mir mühevoll angeeignet hatte. Da merkte ich Grenzen...auch der Kopf kann prima einrosten und das empfinde ich als ganz schrecklich. Sobald ich wieder mehr Zeit habe, werde ich mir diese Sprache noch mal beherzt zur Brust nehmen. Wäre doch gelacht...das kriege ich noch hin - zumindest so, daß ich mich ein wenig unterhalten kann.

Man kann nicht sagen, was wichtiger ist: Körper oder Geist fit zu halten.
Da wir alle unterschiedlich sind, muss jeder sein spezielles Rezept für sich entwickeln. Eine Bekannte von empfindet es als Bereicherung, sich zur Sterbebegleiterin ausbilden zu lassen...mich würde das depressiv machen.


Eine Gemeinsamkeit habe ich aber bei vielen feststellen können: man sollte mögen, was man tut.
Wer durch den Wald rennt und die Sekunden zählt, bis es vorbei ist, tut sich keinen Gefallen. Dann kriegt man's an den Knien, die Hüfte tut weh und man nutzt jeden Grund, um aufzuhören...
Und wer Bauchtanz nur in der Erwartung aufs Parkett bringt, daß man dadurch jung & schön bleibt, und keine Freude dabei empfindet, wird enttäuscht werden.

Hi Spellbound,
ich war jahrelang im Fitness-Studio und hatte dabei sogar Spaß dabei...lag aber viel an den netten "Mitturnern", mit denen ich auf einer Wellenlänge war. Als diese sich leider verabschiedeten, machte es mir keinen Spaß mehr..alleine als gesetzte Anfangs-fuffzigerin zwischen lauter munteren 20-25jährigen, die einen ganz anderen(manchmal grausigen) Musikgeschmack als ich hatten...irgendwie war ich auf einmal ein Unikum, da habe ich bald aufgegeben.
Mittlerweilen mag ich es mehr, alleine vor mich hin zu laufen oder eben zu tanzen - das hält auch fit...ganz ohne Exotenbonus. Zum Glück :-)

Hi Chaoshexe,
ich kämpfe choreographiemässig zur Zeit auch an diversen Fronten ;-) und haue diese manchmal durcheinander.
Am liebsten tanze ich frei - nur mit einer Art Grundgerüst, das mir Richtungen und eine grobe Schrittfolgen vorgibt.
Damit bin ich jahrelang bei Auftritten bestens gefahren.
Zur Zeit u.a. in Arbeit: ein Saidi-Stück, bei dem gezimbelt wird...da werden meine Mädels was zu kauen haben ;-))

Bis bald und LG
Ruby

Rowellan
01.07.2009, 19:12
Ich möchte nicht, dass mich jemand laufen sieht. Ich käme mir einfach schrecklich albern dabei vor. (Ich finde Menschen, die laufen nicht albern, ich könnte mich nur selbst so nicht in der Öffentlichkeit ertragen.)

Danke! Danke, danke, dankedankedanke!
Danke, daß du das so schreibst - ich dachte bisher wirklich, ich wäre die einzige, die diesen Spleen hat. Das geht mir ganz hundertprozentig genau so, wie du hier schreibst.

Läufer, die ich auf der Straße/im Wald sehe: Toll, beneidenswert, fit, klasse.
Mich selbst vorzustellen, wie ich übergewichtig, mit hochrotem Kopf, schwitzend und außer Atem über die gleiche Straße walze - geht gar nicht :peinlich:

Inaktiver User
02.07.2009, 10:08
Danke! Danke, danke, dankedankedanke!
Danke, daß du das so schreibst - ich dachte bisher wirklich, ich wäre die einzige, die diesen Spleen hat. Das geht mir ganz hundertprozentig genau so, wie du hier schreibst.

Läufer, die ich auf der Straße/im Wald sehe: Toll, beneidenswert, fit, klasse.
Mich selbst vorzustellen, wie ich übergewichtig, mit hochrotem Kopf, schwitzend und außer Atem über die gleiche Straße walze - geht gar nicht :peinlich:

Achherrje...sollen doch die Leute denken, was sie wollen.
Ich habe bei meinen ersten Laufversuchen auch nicht gerade zum Anbeissen ausgesehen: rote Birne, Schwitzflecken, vermutlich mit entsetzlichem Laufstil, dazu japsend und prustend...so sehen Laufanfänger nun mal aus - kein Grund sich zu schämen.
Wer dadrüber lacht und es peinlich findet, hat noch nie mit einer Sportart angefangen und empfindet es zudem als lustig sich über die Defizite andere zu amüsieren. Das ist menschlich - aber unangenehm. Solche Herzchen am besten säuerlich lächelnd ignorieren und sich nicht den Spaß und die Freude entgehen lassen, den Laufen nun mal bringt. Die Fortschritte und der gesundheitliche/figürliche Nutzen entschädigen Dich garantiert.

Wer regelmässig läuft, hat die Anfangsschwierigkeiten schnell überwunden (sehe ich im Moment bei meiner besten Freundin - die fängt jetzt gerade an. Sie hat in 5 Wochen schon wesentliche Fortschritte erzielt).

Es gibt viele Gründe, nicht laufen zu wollen (kann nicht, mag ich nicht, will ich nicht) aber witzelnde "nette" Mitmenschen gehören nicht dazu. Sie sind lästige Randerscheinungen, denen man nicht zuviel Raum geben darf. Du triffst sie überall...

Beim Bauchtanz ists auch ähnlich.
Sieht bei Anfängern erst mal etwas tapsig und unbeholfen aus - ganz normal - wird mit jeder Woche etwas besser.
Wenn man Angst hat, Fehler zu machen - hm - dann macht man am besten gar nichts - aber das ist auch keine Lösung ;-)

Also - nur Mut!!
Ruby

Anitra
04.07.2009, 12:58
Danke! Danke, danke, dankedankedanke!
Danke, daß du das so schreibst - ich dachte bisher wirklich, ich wäre die einzige, die diesen Spleen hat. Das geht mir ganz hundertprozentig genau so, wie du hier schreibst.

Läufer, die ich auf der Straße/im Wald sehe: Toll, beneidenswert, fit, klasse.
Mich selbst vorzustellen, wie ich übergewichtig, mit hochrotem Kopf, schwitzend und außer Atem über die gleiche Straße walze - geht gar nicht :peinlich:

Hi Rowellan,

ich freue mich auch über deine Rückmeldung.

Ich bin zwar nicht übergewichtig, sondern einfach "nur" normalgewichtig, aber ich präsentiere mich der Öffentlichkeit nicht "rennender Weise". Ich war/bin unsportlich und Sport hat mich auch nie gereizt. Außerdem wehre ich mich gegen Trends und Empfehlungen, die mir Medien geben. Ich weiß schon selbst was ich will und was nicht und auch was mir gut tut (in psychischer Hinsicht) und was nicht.


Die Fortschritte und der gesundheitliche/figürliche Nutzen entschädigen Dich garantiert.


Das entschädigt nur diejenigen die "Fortschritten" in körperlicher Fitness und dem gesundheitlichen/figürlichen Nutzen oberste Priorität einräumen. Dies zu tun ist nicht abwegig, aber es hat nicht für alle Menschen den gleichen Stellenwert.

"Gesund leben" (auch im Sinne von regelmäßiger Bewegung) kann man auch ohne "Training" und ohne sich ständig zu verausgaben und manch einem sind "ein paar Pfunde zuviel" im Zweifelsfall lieber als sich andauernd zu einem Lebensstil zu zwingen, der eigentlich nichts mit einem selbst zu tun hat.


Wer regelmässig läuft, hat die Anfangsschwierigkeiten schnell überwunden...

Das mag schon stimmen, aber dieser "Ratschlag" ist wenig hilfreich für die, die generell nicht daran interessiert sind, die allein schon die Idee einfach nur langweilig finden.


Wenn man Angst hat, Fehler zu machen - hm - dann macht man am besten gar nichts - aber das ist auch keine Lösung ;-)


Es geht überhaupt nicht um eine Angst vor Fehlern, sondern um eine grundsätzliche Lebenseinstellung. Und die ist nun einfach von Mensch zu Mensch verschieden und letztendlich ist das auch gut so.

:blumengabe:

Anitra

Inaktiver User
04.07.2009, 17:00
Ich bin zwar nicht übergewichtig, sondern einfach "nur" normalgewichtig, aber ich präsentiere mich der Öffentlichkeit nicht "rennender Weise". Ich war/bin unsportlich und Sport hat mich auch nie gereizt. Außerdem wehre ich mich gegen Trends und Empfehlungen, die mir Medien geben. Ich weiß schon selbst was ich will und was nicht und auch was mir gut tut (in psychischer Hinsicht) und was nicht.

Da schließe ich mich dann gleich mal an! Für mich ist diese Joggerei einfach nur quälend. Und zudem mit einem satten Jugendtrauma verbunden: Als Teenie hatte ich eine schreckliche Sportlehrerin, die uns im Sommern zu Beginn jeder Sportstunden keifend zigmal um den Sportplatz hetzte. Ich sehe mich heute noch mit hängender Zunge und hochrotem Kopf hinter allen anderen herhecheln. Meist wurde ich sogar von den Cracks überrundet:knatsch:. Was habe ich vor jedem Tag, an dem Sport auf dem Stundenplan stand, auf starke Regenfälle gehofft....

Ich kenne einige Menschen, für die Laufen die beste Entspannung ist, die von Glücksgefühlen berichten. Glaube ich ja auch gern, aber bei mir haben die sich nie eingestellt. Im Gegenteil.

Udn warum soll ich mich zu etwas zwingen, dass ich persönlich zutiefst furchtbar finde. Die (Schul)zeiten, als man quasi dazu gezwungen wurde, sind glücklicherweise lange vorbei.

Gruß, Spellbound

Inaktiver User
04.07.2009, 18:08
@Anitra: Ganz deiner Meinung! :blumengabe:

Ich bin zwar selber Läuferin, finde es aber in anderen Punkten schade, dass heute so eine "du musst es nur wollen"-Mentalität herrscht.

Wenn man aber gar nicht will (sei es Sport machen, sich schminken oder was auch immer), dann gilt das heute schnell als Zeichen für mangelnden Selbstwert/nicht wissen, was gut für einen ist/Zumutung für die Umwelt/ .. [hier psychische Deformation nach Wahl einsetzen].

Dabei ist nun mal jeder Jeck anders, und ich finde das auch gut so.

Palma
05.07.2009, 15:19
Ich bin zwar selber Läuferin, finde es aber in anderen Punkten schade, dass heute so eine "du musst es nur wollen"-Mentalität herrscht.

Wenn man aber gar nicht will (sei es Sport machen, sich schminken oder was auch immer), dann gilt das heute schnell als Zeichen für mangelnden Selbstwert/nicht wissen, was gut für einen ist/Zumutung für die Umwelt/ .. [hier psychische Deformation nach Wahl einsetzen].Als Zeichen für mangelnden Selbstwert gilt (nicht nur heute :smile:) vor allem der Irrglaube, dass man sich "herrschende Mentalitäten" :ooooh: zu Herzen nehmen muss. Nö, muss man nicht, man kann sie zur Kenntnis nehmen oder auch gänzlich ignorieren.

Anitra
05.07.2009, 19:06
Da schließe ich mich dann gleich mal an! Für mich ist diese Joggerei einfach nur quälend. Und zudem mit einem satten Jugendtrauma verbunden: Als Teenie hatte ich eine schreckliche Sportlehrerin, die uns im Sommern zu Beginn jeder Sportstunden keifend zigmal um den Sportplatz hetzte. Ich sehe mich heute noch mit hängender Zunge und hochrotem Kopf hinter allen anderen herhecheln. Meist wurde ich sogar von den Cracks überrundet:knatsch:. Was habe ich vor jedem Tag, an dem Sport auf dem Stundenplan stand, auf starke Regenfälle gehofft....

Hi Spellbound,

auch hier sind unserer Erfahrungen ähnlich.

Meine schlimmsten Schulstunden waren der Sportunterricht, insbesondere bei einer bestimmten Lehrerin, die mich stets rechelrecht vorführte. Zwar war dies nicht vorrangig beim Laufen der Fall, aber das Prinzip kenne ich. Wenn ich über ein/en Kasten/Pferd/Bock springen sollte bekam ich die Anweisung (in schreiend keifendem Ton, der verriet, dass ich ohnehin zu blöd dazu sei) "lauf!", "spring!" und als ich dann vor dem jeweilig zu überspingendem "Gerät" stehen blieb, verdrehte sie (die Sportlehrerin) ihre Augen mit Blick gen Himmel und seufzte. Nie hat sie mir gesagt, wie ich es angehen sollte, um diese Sprünge hinzubekommen und welche Technik, welches Vorgehen dabei ratsam wäre.


Ich kenne einige Menschen, für die Laufen die beste Entspannung ist, die von Glücksgefühlen berichten. Glaube ich ja auch gern, aber bei mir haben die sich nie eingestellt. Im Gegenteil.

Ich habe das Laufen nur im Ansatz (wenn ich gerade sicher sein konnte, dass weit und breit niemand ist, der mich sieht) versucht und nicht erkennen können, was mir dabei Freude oder gar ein Glücksgefühl bescheren sollte. Ich gehe viel (und oft auch schnell) und erfreue mich an der Natur. Ich lebe mitten in einem Naturschutzgebiet an einem kleinen Fluss. Ich liebe Vögel und es macht mich glücklich wenn ich sie beobachten kann. Natur als solche macht mich glücklich (ganz besonders wenn sie menschenleer ist). Glücksgefühle bei denen ich juchzen möchte und das mir Tränen in die Augen treibt erlebe ich am intensivsten bei klarer frischer, kühler Luft inmitten von Natur in der außer mir nur extrem wenige oder am besten gar keine Menschen sind. Dazu muss ich mich nicht oder nur wenig bewegen.

Aber natürlich weiß ich dass Menschen unterschiedlich sind und so wird jeder wissen wo und wie er (außerhalb von menschlichen Beziehungen) sich Glücksgefühle verschaffen kann.



Und warum soll ich mich zu etwas zwingen, dass ich persönlich zutiefst furchtbar finde. Die (Schul)zeiten, als man quasi dazu gezwungen wurde, sind glücklicherweise lange vorbei.

Gruß, Spellbound

Schulsport war so etwas schrecklich Quälendes für mich und das musste natürlich Spuren hinterlassen. Diejenigen, die dergleichen nie erlebt haben (ich würde fast sagen dem nie ausgesetzt waren) werden natürlich einen andere Einstellung sportlichen Betätigungen gegenüber haben wie ich (und Menschen mit meinen Erfahrungen).

@faltenfrosch und Palma

Volle Zustimmung!

Liebe Grüße :blumengabe:
Anitra

Rowellan
05.07.2009, 20:04
Schulsport war so etwas schrecklich Quälendes für mich und das musste natürlich Spuren hinterlassen. Diejenigen, die dergleichen nie erlebt haben (ich würde fast sagen dem nie ausgesetzt waren) werden natürlich einen andere Einstellung sportlichen Betätigungen gegenüber haben wie ich (und Menschen mit meinen Erfahrungen).

Schulsport... ganz, ganz schlimm!
Zumindest bei uns hervorragend dazu geeignet, den eher unsportlichen Typen unter uns (zu denen ich auf jeden Fall gehörte, auch wenn ich als Kind spindeldürr war) aber auch den letzten Funken Bewegungsfreude zu verderben.
Zirkeltraining!
Ballspiele mit öffentlichem Mannschaftenwählen - die Demütigung, immer wieder als Letzte übrigzubleiben
Kletterseile, unter denen irgendwie ein besonderer Schwerkraftsog herrschte...
*schauder*

Inaktiver User
05.07.2009, 21:07
Ja Rowellan, ich weiß ganz genau, wovon du sprichst...

...und möchte Deine Liste des Grauens noch um meinen ganz persönlichen Ober-Super-GAU erweitern: Geräteturnen. Selten in meinem Leben habe ich mich so erniedrigt gefühlt, wie als damals schon 1.75 m großer, spindeldürrer Teenie, der sich mit seinen langen, ungelenken Gräten auf einen Stufenbarren schwingen sollte. Diese Sportlererin könnte ich auch nach über 30 Jahren noch ohne mit der Wimper zu zucken würgen....

Wir sollten wirklich mal einen Schulsport-Trauma-Strang eröffnen, ich hätte da viiiieeel zu erzählen...

Gruß, Spellbound

Inaktiver User
05.07.2009, 21:14
Ich mag Sport, mache Gymnastik,Pilates und vor allem tägich Yoga.
Das macht mir Spaß,muss ich nicht tun,aber es fehlt was,wenn ich eine Weile, z.B. aus Zeitgründen,nicht dazu komme.Soviel Zeit muss sein.sage ich mir dann,aber es klappt trotzdem nicht.Laufen hat mich nie gereizt,spazieren gehen,auch flott, ja,aber joggen ist nix für mich,wird es auch nie.Zu Bauchtanz habe ich keine Lust,aber wer weiß was noch kommt:zwinker:
Was mir noch viel mehr Spaß macht UND GUT TUT: musizieren, da vergesse ich alles an Stress,Frust und Alltags-Mist,was sich in der Woche so aufgestaut hat,das ist Seelennahrung pur.Darauf KANN ich nicht verzichten,im Gegensatz zum Sport,wo es notfalls auch eine Weile ohne geht.Und lesen, kommt gleich nach der Musik.
Die Dinge die man gerne tut,die einem das Leben oft erst erträglich machen, vernachlässigen, zu Gunsten von "Fitness,Wellness,Sport" usw,nee, mit mir nicht.Und der Tag hat nun mal 24 Stunden.
Beim Schulsport, den ich zeitweise gerne mochte,steht und fällt alles mit dem "Lehrköper" ! Als unsere liebe und einfühlsame
Sportlehrerin in Pension ging,bekamen wir einen "Schnösel",widerlicher Typ, der nicht mit sexistischen, teilweise unverschämten Kommentaren geizte, uns Teenagern gegenüber.
Besonders den molligeren Mädels gegenüber,das war einfach unglaublich.Ich war damals dünn,aber auch mich hatte er auf dem Kieker.
Wir haben dann Strategien entwickelt, ihm das Leben ,jedenfalls im Unterricht unserer Klasse, zur Hölle zu machen, waren da sogar ziemlich erfinderisch. Kurzum :Der blieb nicht lange....:smirksmile:

Chaoshexe
06.07.2009, 00:20
Schulsport:knatsch::knatsch::knatsch:was für ein Thema....ich habe ihn gehasst wie die Sprichwörtliche Pest.

Die Lehrerin lies uns junge Mädchen (reine Mädchenschule) über Hürden springen, am Bock turnen und laufen ect. klettern lies war echt allerübelst, sie kam mir und nicht nur mir immer vor wie ein Relikt aus dem Teil der "jüngeren" Deutschen Vergangenheit der am menschenverachtensten war.

Ich versuchte wirklich mich etliche Male vorm Schulsport zu drücken nachdem ich mir bei einer (erzwungenen) Rückwärtsrolle irgendwas "verrenkt" hatte, höllische Schmerzen plus ein Trauma den Schulsport betreffend.
Bis ich im "reifen "Alter von über 30 Jahren zum Bauchtanzen kam war mein einziger Sport einfaches Tanzen in der Disco und auf Festivals ect. Concerten plus Schwimmen und bissele Laufen plus Yoga natürlich.

Alles Sportarten bei denen ich für mich entscheiden kann wie weit ich gehe:smirksmile:beim Orientalischen Tanz sehe ich im Augenblick noch keine Grenze, Yoga ist klasse war erst letztens eine Woche lang dahingehend in Fortbildung und es hat mir viel gebracht,..Schwimmen ist einfach Spass den ich nicht übertreibe und gelaufen wird nicht im Joggingtempo:smirksmile:, auf Festivals tanz ich auf und vor der Bühne je nachdem wo und was für Sound und tanze sowieso bei jeder Gelegenheit auch Freizeitmäßig mal in Disco gerne rum.

Aber Geräteturnen ect. wird mir nach wie vor ein Greuel bleiben das weiss ich und ich muss ja auch nicht Alles mögen :smirksmile:

So findet jede ihre Art sich ihre Bewegung zu holen.:smile:

Schänen Wochenstart

Chaoshexe

arouet58
06.07.2009, 12:30
Ich hab' ein ganz anderes Problem, als Steißgeburt.
Wie alt ist mein Hintern?
Ist der älter als mein Kopf?
Wenn ja, muss ich mir Sorgen machen?
Womit kann ich eine Frau mehr beeindrucken, mit einem jungen Hintern oder einem jungen Kopf?
Ich frach bloß, weil ich keine Lust auf Fitnessstudio habe.
Hat Ildikó von Kürthy dazu auch was geschrieben?
Ich frach bloß, weil ich keine Lust habe, sie zu lesen.
Sonst brauch' ich nachher noch ein Fitnessstudio für meinen Kopf.

Inaktiver User
06.07.2009, 14:06
Hi Rowellan,

ich freue mich auch über deine Rückmeldung.

Ich bin zwar nicht übergewichtig, sondern einfach "nur" normalgewichtig, aber ich präsentiere mich der Öffentlichkeit nicht "rennender Weise". Ich war/bin unsportlich und Sport hat mich auch nie gereizt. Außerdem wehre ich mich gegen Trends und Empfehlungen, die mir Medien geben. Ich weiß schon selbst was ich will und was nicht und auch was mir gut tut (in psychischer Hinsicht) und was nicht.



Das entschädigt nur diejenigen die "Fortschritten" in körperlicher Fitness und dem gesundheitlichen/figürlichen Nutzen oberste Priorität einräumen. Dies zu tun ist nicht abwegig, aber es hat nicht für alle Menschen den gleichen Stellenwert.

"Gesund leben" (auch im Sinne von regelmäßiger Bewegung) kann man auch ohne "Training" und ohne sich ständig zu verausgaben und manch einem sind "ein paar Pfunde zuviel" im Zweifelsfall lieber als sich andauernd zu einem Lebensstil zu zwingen, der eigentlich nichts mit einem selbst zu tun hat.



Das mag schon stimmen, aber dieser "Ratschlag" ist wenig hilfreich für die, die generell nicht daran interessiert sind, die allein schon die Idee einfach nur langweilig finden.



Es geht überhaupt nicht um eine Angst vor Fehlern, sondern um eine grundsätzliche Lebenseinstellung. Und die ist nun einfach von Mensch zu Mensch verschieden und letztendlich ist das auch gut so.

:blumengabe:

Anitra

Hi Anitra,
mir gings einfach drum, daß es nicht schlimm ist, Fehler zu machen, mal dämlich auszusehen, wenn man irgendwas noch nicht beherrscht, sondern gerade anfängt, es zu lernen. Das geht einem beim laufen so - beim tanzen, beim schauspielern, Reden halten - eben bei allen Dingen, bei denen man keine Routine hat.
Wäre schlimm, wenn man sich gleich geschlagen gibt, nur weil man eben wie ein Anfänger aussieht. Was einem wichtig ist, sollte man durchziehen. Mir ist schon klar, daß dies nicht bei jedem Laufen oder Bauchtanz sein kann ;-)

Ich weiß, daß es etliche Leute gibt, die einfach keinen Läuferkörper haben und ihn auch gar nicht haben möchten. Diese "Du musst nur Wollen" Mentalität ist mir auch zuwider - so sollte das nicht rüberkommen. Wenn ich von Fortschritten und Lernen erzähle, komme ich oft aufs Laufen - denn damit habe ich für mich persönlich einen großen Sieg errungen. Ich, die in der Schule beim Sport von netten "Kameradinnen" und "einfühlsamen" Lehrerinnen als Oma/Bohnenstange oder Versagerin tituliert wurde, renne 9 Kilometer in der Stunde, und manchmal sogar mehr. So!!!

Apropos Schulsport - schon alleine die Erinnerung daran macht mir Bauchweh...ich, als steifer pickeliger Teenager mit damals molligen Hüften, voller Hemmungen, mit dicker Brille, ängstlich - das ideale Opfer für unsere drahtige, selbstbewusste junge Sportlehrerin, die mich gerne mal vorgeführt und unmöglich gemacht hat. Geräteturnen - der Alptraum schlechthin für mich, besonders, Spellbound, der verdammte Stufenbarren mit zig Foltervariationen, die zwischen diesen 2 Holmen lauerten...mir war regelmässig schon vor der Sportstunde übel...
nee - daran mag ich gar nicht mehr denken!!
Hätte man mir damals erzählt, daß ich mal sportlich werde, hätte ich eine bizarre Mischung aus Lach- und Schreikrampf bekommen...

Arout 58
Ohja - Du musst Dir Sorgen machen.
Müssen wir das nicht alle??? :-)

Ruby

Alois14
08.03.2011, 15:32
Ich denke dass man immer so alt ist wie man sich fühlt. Ich kann 50 Jahre alt sein, und immer noch aus dem Flieger mit nichts weiter als einem Stück Stoff als Fallschirm fliegen oder auf der Couch zuhause rumsitzen und warten, wie mein Bauch langsam wächst.
ich bin jetzt 43 Jahre alt und buche immer noch Erlebnisgeschenke. Geht doch auch gar nicht darum, jung auszusehen, sondern jung zu sein =)
Letztens habe ich eine Huskyschlittentour (Schlittenhundefahrten.de | Ein weiterer WordPress-Blog (http://www.schlittenhundefahrten.de/)) gemacht und habe mich wie ein junger Spund gefühlt!
ich sag nur: live your Life!

JEGesang
10.03.2011, 22:16
"...so alt, wie man sich fühlt", na ich weiß nicht. LIEBER ALOIS 14 :). Nimms mir nicht krumm, aber ich halte diesen Spruch für ziemlich abgedroschen´, klischeehaft und durch allzuviele Abnutzungserscheinungen offen gesagt recht inflationär. Undnur weil er immer wieder beinahe hilflos daher geredet wird, machts den Nutzer sicher nicht jünger.

Nun denke aber bitte nicht, da redet jetzt aber so´n Tunichgut von Youngster daher: Neee- nee:). Ich habe die 50 schon überschritten. Schon seit ein paar Jahren. Ich meine, diese Selbsttäuschung passt in die gleiche Kategorie der hilflosen Selbsttäuschungen :Etwa signalisiert man dem Fragesteller, der wissen möchte , ja wie alt man sei mit der Gegenfrage, " ja schätz doch mal" , wobei der Gefragte ja auch obendrein hofft, er möge jünger geschätzt werden, der Arme knickt dann emotional tief in die KNie, wenn man sowohl genau richtig eingeschätzt wird, vielleicht grausam aber nötig, und falls da noch mehr Jahre druffgeschätzt werden, du liebe Güte und JosefundMaria :), dann ist das Selbstbweußtsein erst mal für n paar Monate, wenn nicht sogar Jahre, futsch und dahin. U. Umständen wird nicht selten ne Therapie fällig:):) ( < Joke ).

Also ich meine, seien wir mal realistisch bitte, man ist genau so alt, wie man aussieht und wie einen die anderen auch einschätzen. Und: Mögen Politiker meinetwegen durch die Bank weg SCHÖNREDNER sein, einem selbst bringt das SCHÖNSCHÄTZEN aber rein nix :).

Na und was signalisiert denn die Gegenfrage, "...schätz doch mal !" Meist zeigen sich im Gesichtsausdruck und im Blick beinahe automatisch der sehnliche Wunsch nachm Kompliment. UIJEHJEH, und wehe, wehe wie gesagt, man wird 10 oder 15 Jahre älter eingeschätzt ...Na ?
Vor nicht mal drei Wochen, zum Beispiel, fragte mich mal die etwa 25jährige Freundin einer Kellnerin in meim Stamm-Cafe und schaute mich recht intensiv neugierig an, wie alt ich denn sei, wollte sie wissen, ...ich hätte ja überhaupt keine einzige Falte im Gesicht...Was jetzt, dachte ich, wie reagiere ich mal , etwa diese ausgelutschte Frage nach der Schätzung ablassen? Neee. AUF GAR KEINEN FALL. Ich sagte stattdessen im vollen Brustton der Überzeugung, fast entrüstet verwundert, "... na hör mal, das sieht man doch "!! . Darauf dann der Megahammer ihrer ANtwort..." ...so Anfang, Mitte 40..:"! Ich musste doch unweigerlich lachen, also so eine fette Abwärtsschätzung hatte ich bis dato noch nie erhalten. Die Kellnerin lachte auch, denn sie kennt mich und weiß, was in meim Pass steht...

Also lang und gut, :):) : man ist wirklich so alt, wie man aussieht.
Und bloß niemals, niemals, niemals dem Fragesteller mit dem Wunsch kommen, der möge einen doch schätzen, dabei dann noch klammheimlich hoffen, man sehe für andere aus wie 24. Da kann man hart aufn Boden knallen und sich n Schaden im KOPF zuziehen :):) - hinterher :).

Die meisten Leute schätzen sich eh gerne immer viel zu jung ein, meist aus der vollkommen selbstunkritischen Ichbeschau heraus, und wehe dann hauen einem die 30- bis 40jährigen die eiskalte, nackte, brutale und ernüchternde Wahrheit um die Ohren... AUtsch ! Lach :)

Schönste und freundliche Grüße, Jürgen E. Gesang, Hamburg

Inaktiver User
11.03.2011, 13:43
Ich denke dass man immer so alt ist wie man sich fühlt. Ich kann 50 Jahre alt sein, und immer noch aus dem Flieger mit nichts weiter als einem Stück Stoff als Fallschirm fliegen oder auf der Couch zuhause rumsitzen und warten, wie mein Bauch langsam wächst.
ich bin jetzt 43 Jahre alt und buche immer noch Erlebnisgeschenke. Geht doch auch gar nicht darum, jung auszusehen, sondern jung zu sein =)
Letztens habe ich eine Huskyschlittentour (Schlittenhundefahrten.de | Ein weiterer WordPress-Blog (http://www.schlittenhundefahrten.de/)) gemacht und habe mich wie ein junger Spund gefühlt!
ich sag nur: live your Life!

Mag stimmen - solange Du gesund bist/bleibst.
Erlebnisgeschenke können ganz schnell rum sein - habe jetzt erst lernen müssen.
Um dann - ohne Erlebnisgeschenk, Adrenalinkick und Fallschirm erst mal auf der Couch zu landen und zusehen zu müssen, wie der blöde Bauch immer dünner wird, weil einem nichts mehr schmeckt ;-))
Dann sieht Du alt aus - fühlst dich so und bist es auch.

Wer dann noch Jugend pocht- will man jung mit lebensfroh, motiviert mit Jugend gleichsetzen - der ist für mich kein Realist . Immer froh& motiviert& stark - das hat die Natur für uns nicht vorgesehen.

Ich sehe das mittlerweilen anders:
schlechte Zeiten gehören zum Leben dazu - nicht immer geht alles.
Durch sie lernen wir gute Zeiten schätzen.
Kommt drauf an, sich nicht unterkriegen zu lassen, wieder fröhlich zu werden - und ohne großes Jammern Kompromisse eingehen zu können, wenn man den alten Level nicht mehr erreichen kann...

Lalique
13.03.2011, 18:18
Ich sehe das mittlerweilen anders:
schlechte Zeiten gehören zum Leben dazu - nicht immer geht alles.
Durch sie lernen wir gute Zeiten schätzen.
Kommt drauf an, sich nicht unterkriegen zu lassen, wieder fröhlich zu werden - und ohne großes Jammern Kompromisse eingehen zu können, wenn man den alten Level nicht mehr erreichen kann...
Mache ich gerade.
Der Mann meines Lebens hatte einen Schlaganfall und muss sich schonen. Wir haben den Plan auf eine ausgedehnte Bummeltour ab April durch Europa mit der Option, immer da eine Weile zu bleiben, wo es uns gefällt, ad acta gelegt.
Ob das jemals etwas wird, steht in den Sternen!
Aber geplant hatten wir das immer für die Zeit, in der zumindest ich nicht mehr berufstätig bin.
Er kann das halten, wie er will.
Tja - und jetzt bin ich froh, dass ich ihn noch habe und er schon wieder langsame Spaziergänge machen kann.
Carpe diem, kann ich nur sagen!
Ich wusste das schon immer, aber es war mir noch nie so klar gewesen!

Wita
13.03.2011, 18:48
Mache ich gerade.
Der Mann meines Lebens hatte einen Schlaganfall und muss sich schonen. Wir haben den Plan auf eine ausgedehnte Bummeltour ab April durch Europa mit der Option, immer da eine Weile zu bleiben, wo es uns gefällt, ad acta gelegt.
Ob das jemals etwas wird, steht in den Sternen!
Aber geplant hatten wir das immer für die Zeit, in der zumindest ich nicht mehr berufstätig bin.
Er kann das halten, wie er will.
Tja - und jetzt bin ich froh, dass ich ihn noch habe und er schon wieder langsame Spaziergänge machen kann.
Carpe diem, kann ich nur sagen!
Ich wusste das schon immer, aber es war mir noch nie so klar gewesen!

Lalique, lass Dich mal drücken!:in den arm nehmen:
Ich kann Dich so gut verstehen - auch mein Mann und ich hatten Ziele, vor allem für die Zeit, wenn man dann zu Hause ist...wir waren ja auch kerngesund, dachten wir. Bis bei einer Vorsorgeuntersuchung bei meinem Mann Krebs festgestellt wurde, rein zufällig - er hatte davon nichts geahnt. Und dann ist das Leben von einem Tag zum anderen ein völlig anderes - es wird entschleunigt und seine Endlichkeit wird einem deutlich vor Augen geführt.
Also - machen wir aus jedem Tag das Bestmögliche, freuen wir uns, dass wir uns haben!

Liebe Grüße
Wita:blumengabe:

Lalique
15.03.2011, 13:34
Danke für deine nette Worte, Wita!
Der makabre Witz ist, dass wir öfter herum gewitzelt haben, seitdem ich vor Jahren bei der Rentenklärung gefragt wurde, ob ich seine "Pflegerin" sei. Ich hatte da für ihn angerufen.
Tja, und eine Zeitlang war ich dann wirklich mit seiner Pflege beschäftigt.
Es ist auch erschreckend, wenn ein bis dato kerngesunder kraftstrotzender alter Haudegen plötzlich schwach und hilflos ist, ich hatte anfangs die Panik!
Jetzt habe ich mich voll darauf eingestellt.
Vor diesen Dingen ist einfach niemand gefeit.
Was kümmert mich da, wie jung mein Körper ist!
Ich wünsche dir und deinem Mann alles Gute und dass er diese furchtbare Krankheit besiegt!

Wita
15.03.2011, 18:12
Lalique, die lieben Wünsche gebe ich zurück - genießen wir die gemeinsame Zeit mit unseren Partnern und lassen wir uns nicht unterkriegen!

Liebe Grüße
Wita :blumengabe:

kamy
18.03.2011, 00:34
Wie jung, oder wie alt ich mich fühle... als Ganzes schwer zu sagen. Ich bin da ein wenig organselektiv... ist kein Witz. Meine Ohren kommen mir wie 90 vor, weil sie mich so oft im Stich gelassen haben :knatsch: ich übersehe auch nicht, daß meine Hände nicht mehr so "hautprall" sind, wie mit 20. Dafür habe ich immer wiedr so jungsche Gedanken :smirksmile: das hält den Rest jung :freches grinsen:

klokosch
21.03.2011, 10:58
Man soll sich nicht gehen lassen, dann fühlt man sich auch nicht alt.