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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Jugendliche und Alkohol: "Was machen die Eltern?"



BRIGITTE Community-Team
05.05.2009, 15:14
Liebe Userinnen, liebe User,

wie lehrt man Jugendliche einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol? Professor Dr. Rainer Thomasius, Ärztlicher Leiter des Zentrums für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters (DZSKJ), der Ambulanz für Jugendliche und Jungerwachsene mit Suchtstörungen und der kürzlich eröffneten Jugend-Suchtstation am UKE gibt in seinem Interview mit BRIGITTE (http://www.brigitte.de/gesellschaft/politik-gesellschaft/jugendliche-alkohol-1019179/2.html) viele Antworten zum Thema Alkohol.

Welche Meinung haben Sie zum Thema "Jugendliche und Alkohol"?

Freundliche Grüße
Ihr Bfriends-Team

Inaktiver User
07.05.2009, 23:42
Jugendliche und Alkohol: "Was machen die Eltern?"
Welche Meinung haben Sie zum Thema "Jugendliche und Alkohol"?


Diskutieren das Thema ganz von sich aus im Erziehungsforum und teilen sich dort untereinander ihre Meinungen mit! :zwinker:

Inaktiver User
08.05.2009, 12:48
Liebe Userinnen, liebe User,

wie lehrt man Jugendliche einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol? Professor Dr. Rainer Thomasius, Ärztlicher Leiter des Zentrums für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters (DZSKJ), der Ambulanz für Jugendliche und Jungerwachsene mit Suchtstörungen und der kürzlich eröffneten Jugend-Suchtstation am UKE gibt in seinem Interview mit BRIGITTE (http://www.brigitte.de/gesellschaft/politik-gesellschaft/jugendliche-alkohol-1019179/2.html) viele Antworten zum Thema Alkohol.

Welche Meinung haben Sie zum Thema "Jugendliche und Alkohol"?

Freundliche Grüße
Ihr Bfriends-Team

ist das ein Artikel der Print-Brigitte ?

Ein recht mageres Interview mit wenigen Antworten..

Manche Eltern verharmlosen das Thema und halten andere Eltern und Jugendliche, die manche Entwicklung nicht als "normal" betrachten wollen für Unken.

Heute ist der Jugendliche, der nicht regelmäßig trinkt eher die Ausnahme und gilt sogar als "loser" und auch wenn er ohne Alkohol lustig ist als " Spaßbremse.

In Schulen wird das Thema auch teilweise verharmlost.

Meine Tochter weigerte sich an einer Oberstufenkursfahrt, die traditionsgemäß eher Sauffahrt, denn kulturelles Ereignis ist, teilzunehmen : das Theater, das diese Jugendliche, bzw gerade 18Jährige dann hatte, kann sich kaum jemand vorstellen.

Ein Anruf im NRW -Schulministerium brachte Rückhalt und die Auskunft : "Wir wissen um die Problematik und eigentlich haben auch die Lehrer keine Luft mehr darauf.."

Wer sich aber verweigert, darf sich Ansätze von Mobbing antun, findet bei Lehrern kaum Rückhalt, weil Erwachsene:Lehrer, selbst der Pfarrer bei der Konfirmationsfahrt nicht als "uncool" dastehen wollen. Sie erzählen uns Eltern jedoch, dass unsere Kinder sicher auch trinken würden, da das ja alle tun..

Sie haben nicht immer Recht..und das ist auch gut so : nur dumm für die Jugendlichen, denen erzählt wird, dass sie " nicht normal " seien, wenn sie sich nicht ständig "die Kante geben"

Das ist keine schöne Entwicklung..

Inaktiver User
08.05.2009, 12:56
wie lehrt man Jugendliche einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol


Ich kann Erziehung um verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol gar nicht seperat sehen..

Dass meine Tochter ( heute 21 ) das kann, ist vielleicht Glück oder Ergebnis der Gesamterziehung, zu der es hauptsächlich gehörte, selbstbewusst sein zu können und nicht immer mit einem Strom schwimmen zu müssen, um sich anerkannt fühlen zu müssen..

Eine Stärke, die heute mehr denn je benötigt wird.

Betrachte ich welche Widerstände sich allein durch ein " Nein, danke " wenn so oft Alkohol angeboten wird, heute aufbauen, ist diese Stärke wohl nötig..

niederrheiner
09.05.2009, 22:13
ja was tun eltern? am meisten sind sie das trinkende vorbild bei vielen jugendlichen und wenn sich papa am samstag einen kisten bier reinpfeifft dann kann es doch so schlimm nicht sein.
in grossbritanien gibt es offiziell für unter 18 jährige keinen alkohol und dürfen auch keine pubs besuchen was aber auch wenig helfen würde hier.

Tabetha
11.05.2009, 10:01
Ich kann Erziehung um verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol gar nicht seperat sehen..

Dass meine Tochter ( heute 21 ) das kann, ist vielleicht Glück oder Ergebnis der Gesamterziehung, zu der es hauptsächlich gehörte, selbstbewusst sein zu können und nicht immer mit einem Strom schwimmen zu müssen, um sich anerkannt fühlen zu müssen..

Eine Stärke, die heute mehr denn je benötigt wird.

Betrachte ich welche Widerstände sich allein durch ein " Nein, danke " wenn so oft Alkohol angeboten wird, heute aufbauen, ist diese Stärke wohl nötig..

Das kann ich so nur unterschreiben. Meine Eltern haben mich ebenfalls so erzogen und ich bin ihnen sehr dankbar dafür. So war ich im Gegensatz zu anderen stark genug, dem Hauptproblem in meinem Umfeld aus dem Weg zu gehen. Damals wurden Drogen gerade modern und neben den Schulen - selbst unserem Gymnasium - ziemlich offen angeboten.
Zudem hatte ich aber auch eine sehr, sehr gute Biologielehrerin, deren Steckenpferd wohl das Warnen vor den Untiefen des Lebens war. Neben einer vorbildlichen Aufklärungsarbeit, die auch das Thema sexuelle Gewalt gegen Frauen beinhaltete, warnte sie uns sehr anschaulich vor dem, was Drogen (Rauschmittel wie Alkohol und selbstverständlich auch giftige "Genussmittel" wie Zigaretten inklusive) anrichten können.

Leider lernen heute die Kinder schon mit dem Hype auf Markenklamotten nur noch das "Man-muss-mit-dem-Strom-schwimmen-und-mithalten-können". Ach ja, und dass Mamas Hauptjob wohl Taxifahrerin ist und man sich in öffentlichen Verkehrsmitteln die Pest holt ...

Was die Eltern machen? Ich denke, dass sie nichts machen. Meine Eltern haben noch darauf geachtet, in welchem Zustand ich nach Hause kam. Wenn Kinder ihre Eltern nicht mehr als Autoritätspersonen und diejenigen sehen, die das Sagen haben, ist schon reichlich viel schief gelaufen. Zu erziehen, Regeln aufzustellen und die Einhaltung derselben einzufordern scheint aber zunehmend an der Bequemlichkeit und dem Laissez-faire der Eltern zu scheitern.

Inaktiver User
29.05.2009, 19:29
Es ist schon traurig genug, dass es eine Kinderkrebsstation geben muss, weil es dei Natur manchmal wirklich grausam meint.
Aber eine Suchtstation für Jugendliche? Da sieht man mal wohin und unser Wohlstand geführt hat. Und nichts anderes ist diese Sucht und die Folge davon, wenn Jugend ohne Regeln aufwächst.