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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "Ein Kuss, der alles verändert"



brizi
27.04.2009, 14:52
lautet der Titel eines Artikels über die Schriftstellerin Lionel Shriver, die in ihrem Buch "Liebespaarungen" die mögliche Weiterentwicklung einer Geschichte nach einer bestimmten Handlung der Protagonistin oder eben nach dem Verzicht auf diese Handlung in zwei parallelen Handlungssträngen beschreibt.

Es ist wohl der Versuch eines gedanklichen "Was-wäre-gewesen-wenn" - Experiments; die Frage "Wo stünde man heute, wenn man sich an einer bestimmten Stelle des Lebens anders entschieden hätte" zuende gedacht.

Was mich sehr berührt hat (ich bin mir nicht sicher, ob positiv oder negativ) ist folgender Satz von Shriver:

"Wir belasten uns so sehr mit der Frage, wer für uns der richtige Partner ist; jeder, der sich zwischen zwei Menschen entscheiden musste, weiß, wieviel Kummer einem das bereitet - aber am Ende bleibt das merkwürdige Gefühl, dass es vielleicht gar nicht so wichtig ist." (...) "Und das ist nicht zynisch gemeint, sondern als Erleichterung."

Was für eine Aussage! Ich denke immer noch darüber nach, ob ich dem zustimmen oder es ganz entgeistert ablehnen soll....

Inaktiver User
27.04.2009, 16:13
Diesen Artikel über die interessante Autorin, deren Buch "Wir müssen über Kevin reden" sicher auch lesenwert ist, habe ich auch sehr gerne gelesen ..

"Sich zwischen zwei Menschen entscheiden zu müssen" ist ein aufwühlender Gedanke..und ich bleibe bei der Frage, wer dieses Müssen definiert, hängen..


aber am Ende bleibt das merkwürdige Gefühl, dass es vielleicht gar nicht so wichtig istschrecklicher Gedanke : desillusionierend und höchst unromantisch : Erleichterung vielleicht : aber vielleicht auch nur Trostpflästerchenversuch

Inaktiver User
27.04.2009, 16:18
"Wir belasten uns so sehr mit der Frage, wer für uns der richtige Partner ist; jeder, der sich zwischen zwei Menschen entscheiden musste, weiß, wieviel Kummer einem das bereitet - aber am Ende bleibt das merkwürdige Gefühl, dass es vielleicht gar nicht so wichtig ist." (...) "Und das ist nicht zynisch gemeint, sondern als Erleichterung."

Was für eine Aussage! Ich denke immer noch darüber nach, ob ich dem zustimmen oder es ganz entgeistert ablehnen soll....

ich stimme der Aussage zu (auch wenn ich es nicht erlebt habe) - warum ganz entgeistert ablehnen?

Der/die Eine wird man durch Entscheidung.