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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hochzeitskleid - zurückgeben? Verkaufen?



Inaktiver User
07.04.2009, 15:03
Hallo Liebe BriCom,

meine Freundin hat ein Problem bei der ich ihr gerne helfen würde aber selbst keinen Rat weiß, darum poste ich mal hier.
Sie heiratet im August und wir waren diesen Samstag in einem Brautmodengeschäft das Kleid aussuchen.
Leider sind wir beide äußerst unvernünftig und ich weiß auch nicht, war es die Atmosphäre, die tollen Kleider, die nette Verkäuferin? auf alle Fälle hat sie sich für einen Traum in Weiß entschieden und gleich Nägel mit Köpfen gemacht und das Kleid für 2000 Euro gekauft (die Häfte wurde schon angezahlt). Nur leider ist jetzt zuhause der Stress groß, denn eigentlich hat sie das Geld garnicht um sich ein so teueres Kleid zu kaufen, die Hochzeit wird ja eh noch ne Stange Geld kosten. Was soll sie euere Meinung nach machen? Das Geschäft weigert sich von dem Kaufvertrag zuzück zu treten obwohl die da Kleid nimmt welches im Geschäft war, d. h. es wurde kein neus Kleid extra bestellt, umgeändert wird auch nichts, also keine Schneideraufträge usw (es hat ihr halt auch perfekt gepasst, wie auf sie gewartet :knatsch:) Kann man es nach der Hochzeit wieder verkaufen? Wieviel kann man denn für ein gebrauchtes Kleid verlangen? Oder gibt es denn die Möglichkeit auf ein Rücktritt des Kaufvertages, rein rechtlich gesehen?
Ich hoffe ihr habt einen Tipp,
vielen Dank :blumengabe: liebe Grüße die Futterpflanze

Inaktiver User
07.04.2009, 15:20
Hallo Liebe BriCom,

meine Freundin hat ein Problem bei der ich ihr gerne helfen würde aber selbst keinen Rat weiß, darum poste ich mal hier.
Sie heiratet im August und wir waren diesen Samstag in einem Brautmodengeschäft das Kleid aussuchen.
Leider sind wir beide äußerst unvernünftig und ich weiß auch nicht, war es die Atmosphäre, die tollen Kleider, die nette Verkäuferin? auf alle Fälle hat sie sich für einen Traum in Weiß entschieden und gleich Nägel mit Köpfen gemacht und das Kleid für 2000 Euro gekauft (die Häfte wurde schon angezahlt). Nur leider ist jetzt zuhause der Stress groß, denn eigentlich hat sie das Geld garnicht um sich ein so teueres Kleid zu kaufen, die Hochzeit wird ja eh noch ne Stange Geld kosten. Was soll sie euere Meinung nach machen? Das Geschäft weigert sich von dem Kaufvertrag zuzück zu treten obwohl die da Kleid nimmt welches im Geschäft war, d. h. es wurde kein neus Kleid extra bestellt, umgeändert wird auch nichts, also keine Schneideraufträge usw (es hat ihr halt auch perfekt gepasst, wie auf sie gewartet :knatsch:) Kann man es nach der Hochzeit wieder verkaufen? Wieviel kann man denn für ein gebrauchtes Kleid verlangen? Oder gibt es denn die Möglichkeit auf ein Rücktritt des Kaufvertages, rein rechtlich gesehen?
Ich hoffe ihr habt einen Tipp,
vielen Dank :blumengabe: liebe Grüße die Futterpflanze

Juristisch gegen das Geschäft: keinerlei Ansprüche. Second-hand-Verkauf: :wie?:

alexa1982
07.04.2009, 15:46
Hallo,

mit dem privaten Verkauf des Kleides wird sich deine Freundin -nach meiner Erfahrung!- wahrscheinlich schwertun, zumindest zu einem akzeptablen Preis.

Ich hatte mein Brautkleid nach der Hochzeit (auf mich geändert, getragen, gereinigt) an verschiedenen Stellen ausgeschrieben: NULL interesse, kein einziger Anruf..... (wahrscheinlich wollte ich noch zu viele Euros, jetzt habe ich mein Kleid weggepackt, so viel unter Wert verkaufe ich nicht) Und wenn man sich die privat verkauften Kleider im Online Auktionshaus anschaut, wird man feststellen, dass diese weit unter Wert verkauft werden. In dem Brautmodengeschäft, wo ich mein Kleid herhatte, kann man versuchen, es dort als SecondHand zu verkaufen - das läuft aber anscheinend nicht so gut. Außerdem gibt es bei mir im Umkreis auch ein SecondHandBrautmodegeschäft, welches nur gebrauchte Kleider verkauft, meine Cousine hat ihres dort hingegeben. Allerdings: Neupreis von Kleid mit Zubehör ca. 1200 Euro, erhaltener Preis für die ganze Brautausstattung: etwas über 300 Euro......

Ich würde auf jeden Fall versuchen, mich mit dem Brautmodengeschäft zu einigen. Da das Kleid dort "von der Stange" war, nichts geändert wurde usw., würde ich dort um eine Lösung betteln. (Auch wenn mir schon klar ist, dass die lieber eine Braut für über 2000 Euro ausstatten, wie für 1200 Euro....)
Rechtlich kann ich dir/euch leider nicht weiterhelfen. :knatsch:

Viel Glück! :blumengabe:

Inaktiver User
07.04.2009, 16:16
Was soll sie euere Meinung nach machen? Das Geschäft weigert sich von dem Kaufvertrag zuzück zu treten obwohl die da Kleid nimmt welches im Geschäft war, d. h. es wurde kein neus Kleid extra bestellt, umgeändert wird auch nichts, also keine Schneideraufträge usw
Ich würde dem Geschäft den Vorschlag machen, ein neues Kleid dort zu kaufen, wenn sie das alte Kleid zurücknehmen. Könnte mir vorstellen, dass sie darauf eingehen. Oder sie besteht nicht auf die gasamte Rückzahlung. 1000,- hat sie schon gezahlt, sie bekommt aber nur noch 900,- zurück.

Oder denkt das Geschäft, dass das Kleid schon getragen wurde?

Ich persönlich würde nie ein gebrauchtes Hochzeitskleid tragen.

Hawaiitoast
08.04.2009, 10:07
Kann man nicht von jedem Vertrag innerhalb 14 Tagen zurücktreten ?:wie?::wie?:

Ich würde mir da mal einen juristischen Rat einholen, immerhin geht es um relativ viel Geld.

izzie
08.04.2009, 10:11
Kann man nicht von jedem Vertrag innerhalb 14 Tagen zurücktreten ?:wie?::wie?: Nein, das wäre zuviel Unsicherheit für die Vertragsparteien. Verträge sind einzuhalten.

Das wird oft mit dem Widerrufsrecht bei Verträgen, die z.B. auf der Straße, online, an der Haustür, im Versandhandel etc. geschlossen werden, verwechselt.

Mandelbluete
08.04.2009, 10:16
Nein, nein, nein, nein, nein - man kann NICHT von jedem Vertrag innerhalb von 14 Tagen zurücktreten!!!

Der Grundsatz ist "Verträge sind einzuhalten - Pacta sunt servanda" und nur in den gesetzlich geregelten Ausnahmefällen (von Izzi beschrieben) gibt es ein Rücktrittsrecht. Leider gibt es inzwischen so viele Ausnahmefälle, dass viele Leute die Regel mit der Ausnahme verwechseln.

Entweder Deine Freundin einigt sich mit dem Geschäft oder sie wird das Kleid behalten und bezahlen müssen. Damit dürfte sie dann viel fürs Leben gelernt haben.

Mandelblüte

phlomis
08.04.2009, 10:49
... Damit dürfte sie dann viel fürs Leben gelernt haben.
Mandelblüte

hoffentlich, denn wenn sie mit dem haushaltsgeld auch so umgeht, sollte sie sich gleichmal bei herrn zwegat melden "ironieaus"

Inaktiver User
08.04.2009, 11:09
Vielen Dank für euere Ratschläge :blumengabe:
Die Gemüter haben sich mittlerweile auch wieder etwas beruhigt :zwinker:

[QUOTE=Paella;5654975]
Oder denkt das Geschäft, dass das Kleid schon getragen wurde?

Das Kleid hängt noch dort im Laden, weiß auch nicht warum, ich glaube um es aufzubügeln oder so.
Vom Vetrag kann sie tatsächlich nicht zurück treten. Ich glaube der Laden hat mit "Stornierungen" häufiger Probleme, zumindest sind sie gut abgesichert. Man muss wie beim Autokauf gleich nen Vetrag mitunterschreiben, das kenn ich von Kleidung nicht (aber hab ja auch noch nie ein so teueres Einzelstück gekauft oder war dabei gewesen).
Na denn, sie hat draus gelernt und ich werd diese Fehler hoffentlich nie machen, bei dem Theater danach...
Sonnige Güße :Sonne:

petitnicolas
15.04.2009, 13:41
Diese Geschäfte sind auf extrem aggressiven Verkauf mit einlullenden Verkaufsmethoden eingestellt - das ist so das Butterfahrts-System: mit klarem Verstand würden ja auch die wenigsten so viel Geld für ein Kleid ausgeben.

Insofern sind sie auch so strikt mit der Verweigerung der Vertragsrücknahme. Kundenbindung ist im Brautkleidbusiness ja auch nicht sooo das Thema.

Der Mutter einer Freundin ist es einmal gelungen, mit Verweis auf die aggressive Verkaufsmethode einen Ballkleid-Vertrag rückgängig zu machen: allerdings waren dazu Rechtsanwalt und Prozeß notwendig.

Sommerfugl
21.04.2009, 22:41
Puh, schwierig! Ich glaube auch nicht, dass das Geschäft da mit sich reden lässt. Weiter verkaufen ist auch meist sehr sehr schwierig und wird auf keinen Fall ohne Verluste gehen. Sollte es ein Kleid einer namenhaften Marke sein (Rembo bspw.) besteht vielleicht eine Chance... Ob es Nachfrage gibt kann man in Hochzeitsforen herausfinden, weddingdress z.B.

kupferkanne
29.04.2009, 20:56
Also ich sehe weniger das Problem bei der Rückgabe des Kleides...
Wenn das Kleid doch schön ist, der Braut gut steht und sie es unbedingt möchte, warum gibts dann Stress?? Wer regt sich denn da auf, der Partner, die Eltern???
Kann man der Braut das schöne Kleid nicht gönnen??? Preis hin oder her, das eine Hochzeit Geld kostet, weiß man vorher!!
Sei es drum, dass das Limit um einen tausender überschritten wurde...na und?
Evtl. kann man an anderen Dingen etwas einsparen oder es ist dann einfach so, dass das Budget erweitert werden muss...ich glaube eine Hochzeit wird an 1000 Euro nicht scheitern.

crazy79
30.04.2009, 15:57
...es ist dann einfach so, dass das Budget erweitert werden muss...ich glaube eine Hochzeit wird an 1000 Euro nicht scheitern.

Also, meiner Meinung nach sind 1000 Euro hin oder her eben kein Pappenstiel - sondern richtig viel Kohle, die danach halt an allen Ecken fehlt...

Ob die Rückgabe klappt weiß ich auch nicht, mal mit der Verkäuferin reden? Anspruch hat man jedenfalls keinen, leider.

Inaktiver User
04.05.2009, 19:36
Vielen Dank noch für euere Antworten :blumengabe:
Also Stress gemacht haben vor allem die Eltern da das Brautpaar die Hochzeit teilweise von ihnen mitfinanziert bekommt und wie das nun mal so ist auch die "guten Tipps" ect nicht ausbleiben :zwinker: Aber es hat sich echt alles soweit gelegt, nur Zurückgeben ging garnicht deshalb wird es jetzt behalten. Bei dem Preisverfall den gebrauchte Hochzeitskleider haben wird sie es wohl auch nicht weiterverkaufen (sie wills nicht unter Wert verkaufen)...
aber jetzt wird sich erstmal auf die Hochzeit gefreut :freches grinsen: und ich persönlich hab aus dem Kauf auch was gelernt :zwinker:... *nur mit sehr standhaften Berater einkaufen der einem ins Gewissen redet und auch sagt "denk erstmal ne Nacht drüber nach"...also das Gegenteil von mir* :smirksmile:

izzie
04.05.2009, 19:41
Bei dem Preisverfall den gebrauchte Hochzeitskleider haben wird sie es wohl auch nicht weiterverkaufen (sie wills nicht unter Wert verkaufen)...Na ja, es wäre ja kein gebrauchtes Kleid, du hast es ja bislang nur anprobiert und noch nicht darin geheiratet, also wäre es ja wohl ohne weiteres als neu zu verkaufen (wenn man denn wollte).

kupferkanne
04.05.2009, 21:56
Und noch etwas lehrt uns diese Geschichte: Je mehr edle Spender sich an einer Hochzeit beteiligen, umso mehr Stimmen gibts, die ihr Wort als das allein gültige betrachten...wer seine Feier selber finanziert erspart sich das !