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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Grund für Amoklauf ist klar: Hass auf Frauen!



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.gerrimee.
16.03.2009, 20:02
Ich hab das hier (http://www.emma.de/der_amoklauf_von_winnenden_2009_03_13.html)gerade bei Emma gefunden.

Was denkt Ihr darüber?

Mein spontanes Gefühl dabei ist ein schlechtes. Ich finde, die Tat wird missbraucht in dem Artikel. Wie seht Ihr das?

Matratze
16.03.2009, 20:25
Die gesamte Presse stürzt sich auf die Tat, ist ja nix Neues.

Natürlich ist es auffallend, dass die meisten Opfer weiblich sind.

Es ist aber zu früh, daraus genau zutreffende Ursachen zu benennen.

In Betrachtung der momentanen gesellschaftlichen Situation spekuliere ich mal generell:

Die Jungs bleiben hinter den Mädchen bildungsmäßig zurück.
Das wird Konsequenzen haben.

Eine gesellschaftliche Neupositionierung ist fällig.

Dass die meisten Lehrkräfte insbesondere an Grundschulen weiblich ist kann nicht von Vorteil sein.

Liebe Grüße,
Matratze

Luziemilla
16.03.2009, 20:32
So ein Quatsch, das ist ja geradezu oberpeinlich was die Emma sich da leistet:

"das erste Massaker mit dem Motiv Frauenhass in Deutschland"

Es gab einen einfachen Grund, weshalb so viele Mädchen getötet wurden, und zwar saßen die Mädchen hinten im Fachraum und die Jungs vorne. Der Eingang war hinten.

Inaktiver User
16.03.2009, 20:42
Auweia, was für eine verquere Stimmungsmache in dem Artikel.

Ohne Statistiken zu bemühen, behaupte ich folgendes:

Die allermeisten Mörder sind Männer.

Die allermeisten Vergewaltiger sind Männer.

Die allermeisten Kriegsverbrecher sind Männer.

Die allermeisten Kinderschänder sind Männer.

Die allermeisten Betrüger, Räuber und sonstige Strolche sind Männer.

Das ist heute so und das war schon immer so und zwar schon immer auf der ganzen Welt.

Die Frauen der Welt waren immer die besseren Menschen und immer eher Opfer als Täter. Vielleicht ist das die genetisch fixierte Rache der Männer daran, dass sie die Vertreibung aus dem Paradies einer Frau zu verdanken haben. :zwinker:

Es mag stimmen, dass dieser Junge verklemmt war und bewußt Frauen ermordet hat. Das ist tragisch, und bedarf sicher der Aufarbeitung in seinem Umfeld. Aber daraus ein grundsätzliches Thema für Frauenhass zu konstruieren, empfinde ich als Sensationsheischerei auf Bildzeitungsniveau. Es gibt viele zurückhaltende, gehemmte und gegenüber Frauen unsichere Männer, dennoch kommen wohl die allerwenigsten auf die Idee zum Massenmörder an Frauen zu werden.

Inaktiver User
16.03.2009, 21:06
Auf die Schnelle ein Gedanke:

Es sind nicht die lauten, selbstbewußten, Jungs, die "Machos", die sich ihrer Männlichkeit sicher sind, die zu Amokläufern werden, sondern die verunsicherten, eher stillen Jungen, die man eher als die sensibleren einschätzt.

Perfide finde ich die Aussage:"Weniger Männlichkeit, mehr Menschlichkeit". Damit ist klargestellt, was Männlichkeit schon einmal nicht sein kann.

arouet58
16.03.2009, 21:09
Frau Schwarzer scheint den Amoklauf benutzen zu wollen, um ihrer PorNO - Kampagne mehr Leben einzuhauchen, Zitat aus ihrem Artikel:

Es ist keineswegs eine Überraschung, dass der unauffällige Tim K. Porno- und Gewaltvideos konsumierte und täglich Stunden im Internet surfte. Seit er das tat, soll er sich verändert haben. Vielleicht sollte also statt über seine früheren Lehrerinnen eher über sein heutiges Parallelleben in einer virtuellen Welt voller gewalttätiger Helden nachgedacht werden?

Schon im Frühling 2007 schlug der Münchner Neuropsychologe Prof. Henner Ertel Alarm. Sein "Institut für rationelle Psychologie" macht seit 30 Jahren Langzeitstudien zu den Auswirkungen von Pornografie. Bei der Auswertung der Daten aus den letzten 20 Jahren stellten die WissenschaftlerInnen "eine dramatische Entwicklung in den letzten fünf Jahren" fest: "Was da auf unsere Gesellschaft zukommt, ist das Grauen."

Der Prof. Henner Ertel hat Probleme mit seiner wissenschaftlichen Reputation, erhebliche, aber wenigstens teilt er Frau Schwarzers Ansichten zu Pornographie und Ego-Shootern.
Da kommt es auf Seriosität vielleicht nicht so sehr an.

Z.B. steht über ihn und sein Institut in den STUTTGARTER NACHRICHTEN (http://www.stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/1816203_0_2147_von-wasserschaeden-und-gezielter-verleumdung-professor-kaempft-um-seinen-ruf.html), Zitat:

Auch den Vorwurf, Ertel selbst und sein G.R.P. Institut habe auf seriösem wissenschaftlichen Gebiet wenig Spuren und kaum Publikationen vorzuweisen, widerlegt der Betroffene mit dem Argument, sein Institut habe unter anderem "ein 571 Seiten umfassendes Handbuch für unsere Kunden und Forschungspartner herausgegeben". Und dann beruft sich Ertel auch noch auf ein nicht selbst zu verantwortendes Missgeschick. "Unser gesamtes Archiv sowie die elektronische Archivierung" wurde " durch zwei extreme Wasserschäden und Überschwemmungen 1998/1999 in unserem Institut beschädigt und teilweise völlig vernichtet."

Wasserschaden?
So ein Pech aber auch.

Aber auch die Echtheit seiner akademischen Titel wird angezweifelt.

So war im Spiegel (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,577236,00.html) zu lesen, Zitat:

Im Zusammenhang mit den Studien des G.R.P.-Instituts wurde Ertel in zahlreichen Medienberichten als Psychologieprofessor bezeichnet. Auf der Internet-Seite einer "University of Neuroscience" in London (http://www.uni-neuroscience.com/35.html) wird "Prof. Dr. unem Henner J.H. Ertel" als Rektor und Vizekanzler geführt. Auf der Website wird auch behauptet, Wissenschaftler mit "staatlich anerkanntem Abschluss" könnten an der Universität promovieren und sich gar habilitieren.
Nur: Die Universität ist offenbar nichts weiter als eine Briefkastenfirma. Unter der Londoner Adresse "95 Wilton Road, Suite 3" findet sich keine Bildungseinrichtung, sondern das UPS-Unternehmen Mailboxes Etc. Die Firma, die Fächer zur Postweiterleitung betreibt, bestätigte auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE, dass unter der genannten Adresse keine Universität, ja nicht einmal ein Büro existiert. Der Zusatz "Suite 3" beziehe sich lediglich auf ein Postfach.


Und diese Passage aus dem Artikel von Frau Schwarzer suggeriert in meinen Augen, daß alle Jungen/Männer potentielle Amokläufer seien:

Er scheint immer noch nicht verstanden zu haben, dass das Böse nicht von draußen kommt. Es ist mitten unter uns. Es sind unsere eigenen Söhne, Nachbarn und Mitschüler, die zu Vergewaltigern und Mördern werden.

Inaktiver User
16.03.2009, 21:14
Und diese Passage aus dem Artikel von Frau Schwarzer suggeriert in meinen Augen, daß alle Jungen/Männer potentielle Amokläufer seien:

Er scheint immer noch nicht verstanden zu haben, dass das Böse nicht von draußen kommt. Es ist mitten unter uns. Es sind unsere eigenen Söhne, Nachbarn und Mitschüler, die zu Vergewaltigern und Mördern werden.


Wobei sie da ja recht hat - jeder Mörder, Vergewaltiger, Kinderschänder ist ein Sohn, hat Nachbarn und dank der deutschen Schulpflicht auch Mitschüler. Also ist das Böse unter uns Menschen. Meines Wissens ist das Böse, dass von Aussen kommt, bislang auch nur in Science Fiction Filmen erschienen.

arouet58
16.03.2009, 21:17
Ohne Statistiken zu bemühen, behaupte ich folgendes:

Die allermeisten Mörder sind Männer.
Das ist leider richtig, Frain.
Die allermeisten Gewalttäter sind Männer.
Allerdings sind auch 70 % der Gewalt-u. Mordopfer Männer.
Und 95 % der Männer sind nie gewalttätig in ihrem Leben, genauso wie 98 % der Frauen.

Inaktiver User
16.03.2009, 21:21
Das ist leider richtig, Frain.
Die allermeisten Gewalttäter sind Männer.
Allerdings sind auch 70 % der Gewalt-u. Mordopfer Männer.
Und 95 % der Männer sind nie gewalttätig in ihrem Leben, genauso wie 98 % der Frauen.

Das stimmt, eigentlich seid Ihr Männer zu bedauern.

Und dann behaupte ich allerdings noch, dass die allermeisten Menschen in unserem Kulturkreis oder sogar der Welt eines natürlichen Todes sterben. Also ist die Chance, dass ich Niemanden ermorde und auch selbst irgendwann mal alt und grau sterbe doch sehr sehr groß.

arouet58
16.03.2009, 21:26
Wobei sie da ja recht hat - jeder Mörder, Vergewaltiger, Kinderschänder ist ein Sohn, hat Nachbarn und dank der deutschen Schulpflicht auch Mitschüler. Also ist das Böse unter uns Menschen. Meines Wissens ist das Böse, dass von Aussen kommt, bislang auch nur in Science Fiction Filmen erschienen.
Auch das ist richtig.
Aber für den, der solche Aussagen von Frau Schwarzer kennt, Zitat:

"Unser Feind ist meist nicht, wie im großen Krieg, der klar bestimmbare Fremde, sondern häufiger der eigene Mann: der Vater, Bruder, Geliebte, Sohn."
Schwarzer, Alice: So fing es an! Die neue Frauenbewegung. München 1983, S. 105

bekommen ihre Ausführungen einen, sagen wir mal, für Frau Schwarzer typischen Beiklang.

Oder z.B. hier:

"Juden haben Grund, Antisemiten zu hassen, sich gegen sie zu wehren. Schwarze haben Grund, Rassisten zu hassen. Lohnabhängige haben gute Gründe, Arbeitgeber nicht gerade innig zu lieben. Und eine von Männern – einzeln und/oder gesamtgesellschaftlich – unterdrückte Frau hat Recht, etwas gegen Männer und/oder die Männergesellschaft zu haben."
Schwarzer, Alice: Männerhass. In: Emma Nr. 3 (1977), S. 3.

Inaktiver User
16.03.2009, 21:32
Und eine von Männern – einzeln und/oder gesamtgesellschaftlich – unterdrückte Frau hat Recht, etwas gegen Männer und/oder die Männergesellschaft zu haben."
Schwarzer, Alice: Männerhass. In: Emma Nr. 3 (1977), S. 3.
:schild ...uups:
Dann wäre es doch quasi die logische Schlussfolgerung, wenn es mehr Mörderinnen gäbe, die die Männer meucheln. Aber vielleicht fühlt sich die Frau an sich und im speziellen gar nicht so sehr unterdrückt, wie Frau Schwarzer das meint propagieren zu müssen, und verzichtet deswegen auf das Männer Meucheln im großen Stil.:ooooh:

arouet58
16.03.2009, 21:34
Und dann behaupte ich allerdings noch, dass die allermeisten Menschen in unserem Kulturkreis oder sogar der Welt eines natürlichen Todes sterben. Also ist die Chance, dass ich Niemanden ermorde und auch selbst irgendwann mal alt und grau sterbe doch sehr sehr groß.

Das hoffen wir doch alle, aber die Hoffnung trügt eben manchmal, wie der Massenmord in Winnenden leider zeigt.

Aber das sollte kein Grund sein, Menschengruppen zu diffamieren (Stichwort: Gewalt ist männlich), nicht einmal ansatzweise, sondern Anlass zu fragen, was dieses Individuum zu einer so scheußlichen Tat trieb.

Was Verdächtigungen gegen ganze Menschengruppen anrichten können, wissen wir aus der Geschichte der Rassen - und Klassenverfolgungen des 20 Jhdts. zur Genüge.

kaafee
16.03.2009, 21:45
Ich hab das hier (http://www.emma.de/der_amoklauf_von_winnenden_2009_03_13.html)gerade bei Emma gefunden.

Was denkt Ihr darüber?

Nun ja, was denke ich darüber? Wenn Du schon so direkt fragst - gibt es halt auch direkte Antwort(en)!

Im ersten Moment: Ach Du Schreck … jetzt auch DAS noch hier … war weniger zu erwarten …aber wenn „ausschlachten“, dann auch bitteschön richtig – gell?!

Etwas später: Jeder aber auch jeder fällt selbst in die Grube, die er anderen geschaufelt hat. Eigentlich ganz einfach und das sagte meine Oma immer schon. Aber sie sagte auch: „Wenn Du denkst es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her!“

Und noch etwas später: Erwarte eigentlich und leider noch sehr viel mehr BÖSES, nach all den jahrelangen Fehlentwicklungen. Da wurde doch sehr sehr viel versäumt und nun drängt es nach und nach an die Oberfläche. Und wer bisher noch glaubte, dass all DAS so gar keine Folgen hätte, der irrte wohl gewaltig. Scheint so!

DAS passt wie ich finde wunderbar dazu:


Ja, und das ist erschreckend. Denn was geht alles an Möglichkeit, Begabung, an Abenteuer, an prallem Leben verloren.

Zugegeben, einfach so geklaut von Colonna aus dem Helden-Nachbarstrang (#141)und ja, doch in einem ganz anderen Zusammenhang gemeint – denn es ging da doch NUR um Kindererziehung und dem allgemeinen Umgang miteinander – soweit ich mich erinnere - aber bleibt für mich irgendwie doch auch unvergessen. Danke! :blumengabe:

Und irgendwie scheint alles doch sehr viel mehr miteinander verbunden - als so manch eine/r denkt oder auch nur erahnen kann – mal ganz unabhängig ob er/sie will oder nicht!

arouet58
16.03.2009, 21:50
:schild ...uups:
Dann wäre es doch quasi die logische Schlussfolgerung, wenn es mehr Mörderinnen gäbe, die die Männer meucheln. Aber vielleicht fühlt sich die Frau an sich und im speziellen gar nicht so sehr unterdrückt, wie Frau Schwarzer das meint propagieren zu müssen, und verzichtet deswegen auf das Männer Meucheln im großen Stil.:ooooh:

Ich könnte Dich ja direkt umarmen für diese Vermutung, hätte ich in Anbetracht der Hexenverfolgungen im Angesicht Deines Avatars nicht ein reichlich schlechtes Gewissen, als Mann.
Aber immerhin, 20-40 % der als Hexen Hingerichteten waren Hexer, und so viele, wie Frau Schwarzer einmal glauben machen wollte, waren es auch nicht.
"Nur" ca. 50 000 in 200 Jahren, in ganz Europa, darunter 10-20.000 Männer.
Männer sind wohl gefährlicher als Frauen, aber im Wesentlichen doch ungefährlich.
Immerhin waren es ja auch im Wesentlichen Männer, die das Bügeleisen, die Waschmaschine, den Staubsauger usw. erfunden haben.
Allerdings auch das Schießpulver, die Kanone und die Atombombe.
Das Eine ist vielleicht nicht ohne das Andere zu haben.
Alles hat seinen Preis.

Inaktiver User
16.03.2009, 21:56
Aber das sollte kein Grund sein, Menschengruppen zu diffamieren (Stichwort: Gewalt ist männlich), nicht einmal ansatzweise, sondern Anlass zu fragen, was dieses Individuum zu einer so scheußlichen Tat trieb.


Ich glaube auch nicht, dass Gewalt männlich ist. Es sind statitisch mehr Männer gewalttätig als Frauen. Aber wenn Frauen gewalttätig sind, sind sie in der Regel wesentlich abgebrühter und grausamer als Männer.

Inaktiver User
16.03.2009, 21:59
Ich könnte Dich ja direkt umarmen für diese Vermutung, hätte ich in Anbetracht der Hexenverfolgungen im Angesicht Deines Avatars nicht ein reichlich schlechtes Gewissen, als Mann.
Aber immerhin, 20-40 % der als Hexen Hingerichteten waren Hexer, und so viele, wie Frau Schwarzer einmal glauben machen wollte, waren es auch nicht.
"Nur" ca. 50 000 in 200 Jahren, in ganz Europa, darunter 10-20.000 Männer.
Männer sind wohl gefährlicher als Frauen, aber im Wesentlichen doch ungefährlich.
Immerhin waren es ja auch im Wesentlichen Männer, die das Bügeleisen, die Waschmaschine, den Staubsauger usw. erfunden haben.
Allerdings auch das Schießpulver, die Kanone und die Atombombe.
Das Eine ist vielleicht nicht ohne das Andere zu haben.
Alles hat seinen Preis.

..... und dann sind 50% der Erzieher und der "Erzeuger" von Mördern Frauen - das sollte uns doch zu denken geben.

Halbmast...
16.03.2009, 22:24
Perfide finde ich die Aussage:"Weniger Männlichkeit, mehr Menschlichkeit". Damit ist klargestellt, was Männlichkeit schon einmal nicht sein kann.

Schwarzers Aussage ist deutlich radikaler als du darstellst, Cyan.
Für sie ist Männlichkeit das genaue Gegenteil von Menschlichkeit.


Wie kann verhindert werden, dass diese „Verlierer“ zu Verbrechern werden? Ganz sicher nicht durch ein mehr an Männlichkeit, wie Professor Lenzen es fordert, sondern nur durch das Gegenteil: durch ein Mehr an Menschlichkeit!Da der Begriff der "Menschlichkeit" als moralisches Absolutum zu verstehen ist, ergibt sich nach Schwarzer geradezu die moralische Verpflichtung, "Männlichkeit" zu bekämpfen.

Wir Männer können also froh sein, nicht in Umerziehungslager gesteckt zu werden.

Inaktiver User
16.03.2009, 22:27
Schwarzers Aussage ist deutlich radikaler als du darstellst, Cyan.
Für sie ist Männlichkeit das genaue Gegenteil von Menschlichkeit.

Da der Begriff der "Menschlichkeit" als moralisches Absolutum zu verstehen ist, ergibt sich nach Schwarzer geradezu die moralische Verpflichtung, "Männlichkeit" zu bekämpfen.

Wir Männer können also froh sein, nicht in Umerziehungslager gesteckt zu werden.

Also meine Erinnerung sagt mir, dass es unter Alice Schwarzers Blütezeit nicht um Umerziehung, sondern eher "Schwanz ab" ging.

Halbmast...
16.03.2009, 22:37
Also ist die Chance, dass ich Niemanden ermorde [...] doch sehr sehr groß.

Das hört sich sehr vernünftig an!



P.S.
Würdest du bitte dem Herrn Kobi 1.) schöne Grüße ausrichten und 2.) sagen, dass alle Meisterschaftsträume spätestens im RheinEnergie Stadion zerschellen werden. So wahr ich Halbmast heiße.

Halbmast...
16.03.2009, 22:38
Also meine Erinnerung sagt mir, dass es unter Alice Schwarzers Blütezeit nicht um Umerziehung, sondern eher "Schwanz ab" ging.

Frain! Hier lesen Kinder mit!

Inaktiver User
16.03.2009, 22:40
Frain! Hier lesen Kinder mit!
Um diese Zeit?:peinlich:

Bestimmt werden das jetzt alles potenzielle Männermassakriererinnen. Auweia. Ich lese schon die Schlagzeile in der Bild:

Sie las ein Posting von Frain und griff zum Messer:wie?:

Inaktiver User
16.03.2009, 22:45
P.S.
Würdest du bitte dem Herrn Kobi 1.) schöne Grüße ausrichten und 2.) sagen, dass alle Meisterschaftsträume spätestens im RheinEnergie Stadion zerschellen werden. So wahr ich Halbmast heiße.

Und das im "Hass auf Frauen" Strang:freches grinsen:

Mache ich aber gerne.

kaafee
16.03.2009, 22:47
Mache ich aber gerne.

Wie wärs denn einfach mal mit nur mal die "Klappe halten?" :engel:

Inaktiver User
16.03.2009, 22:51
Wie wärs denn einfach mal mit nur mal die "Klappe halten?" :engel:
Warum sollte ich?

kaafee
16.03.2009, 22:58
Warum sollte ich?

Selbstreflextion könnte dabei vielleicht auch helfen, aber ich helfe natürlich auch unabhängig davon "gern" :knatsch: Also mich nervt es einfach ... dieses offensichtliche Heititeih ... und das damit verbundene ... ahhh ... ohhh ... etc. pp. - besonders bei diesem doch sehr ernsten Thema! :Sonne:

Inaktiver User
16.03.2009, 23:05
Selbstreflextion könnte dabei vielleicht auch helfen, aber ich helfe natürlich auch unabhängig davon "gern" :knatsch: Also mich nervt es einfach ... dieses offensichtliche Heititeih ... und das damit verbundene ... ahhh ... ohhh ... etc. pp. - besonders bei diesem doch ernsten Thema! :Sonne:

Mach doch einfach den PC aus, geh schlafen, hab schöne Träume und dann versuchst Du es morgen nochmals. Dann hast Du bessere Nerven und trägst vielleicht auch Inhaltliches bei, ohne mir das Wort verbieten zu wollen. :schlaf gut:

kaafee
16.03.2009, 23:10
Mach doch einfach den PC aus, geh schlafen, hab schöne Träume und dann versuchst Du es morgen nochmals. Dann hast Du bessere Nerven und trägst vielleicht auch Inhaltliches bei, ohne mir das Wort verbieten zu wollen. :schlaf gut:

Na klar und ziemlich logisch, immer schön weiterschieben ... die Verantwortung. Lässt tief blicken, aber nur wenn man DAS auch wirklich erkennen will. :engel:

Golda
16.03.2009, 23:12
Mach doch einfach den PC aus, geh schlafen, hab schöne Träume und dann versuchst Du es morgen nochmals. Dann hast Du bessere Nerven und trägst vielleicht auch Inhaltliches bei, ohne mir das Wort verbieten zu wollen. :schlaf gut:

Das finde ich unverschämt. Warum sollte jemand, der/die diskutieren möchte, den PC ausmachen und schlafen gehen?

Magst du vielleicht Weiteres und Inhaltliches beitragen?

Inaktiver User
16.03.2009, 23:14
Na klar und ziemlich logisch, immer schön weiterschieben ... die Verantwortung. Lässt tief blicken, aber nur wenn man DAS auch wirklich erkennen will. :engel:

Ich weiß nicht, wohin Du tief blickst und welche Verantwortung wohin verschoben wird. Für mich sind das nur Phrasen.

Ansonsten habe ich meine Meinung zu dem Thema ziemlich deutlich formuliert, und da Du inhaltlich Nichts schreibst, kann ich mich mit Dir leider nicht weiter auseinandersetzen.

Gute Nacht :schlaf gut:

Inaktiver User
16.03.2009, 23:16
Das finde ich unverschämt. Warum sollte jemand, der/die diskutieren möchte, den PC ausmachen und schlafen gehen?

Magst du vielleicht Weiteres und Inhaltliches beitragen?

Auweia Golda, lies doch einfach mal meine Beiträge und die von kaafee, bevor Du hier austeilst. :blumengabe:

Und - wo ist Dein Inhalt zum Thema?:peinlich:

Inaktiver User
16.03.2009, 23:19
Und diese Passage aus dem Artikel von Frau Schwarzer suggeriert in meinen Augen, daß alle Jungen/Männer potentielle Amokläufer seien:

Er scheint immer noch nicht verstanden zu haben, dass das Böse nicht von draußen kommt. Es ist mitten unter uns. Es sind unsere eigenen Söhne, Nachbarn und Mitschüler, die zu Vergewaltigern und Mördern werden.


Bist du müde, arouet?

Jeder Mörder/Vergewaltiger hat einen Nachbarn und ist Kind von jemanden.

Geglückt oder nicht, bei dem Fall spielt doch jeder seine Analyse aus um sein Anliegen voranzubringen, oder glaubst du die Politiker fordern fürs "Volk"?

Eine Diskussion über Menschlichkeit finde ich nicht verkehrt, eine über Männlichkeit schon oder der Forderer fordert absichtlich mit der schlechteren, suggerierenderen Wortwahl. *gähn*

kaafee
16.03.2009, 23:24
Ansonsten habe ich meine Meinung zu dem Thema ziemlich deutlich formuliert, und da Du inhaltlich Nichts schreibst, kann ich mich mit Dir leider nicht weiter auseinandersetzen.

Über Inhalte und deren Wahrnehmung lässt sich bekanntlich auch ganz gut streiten ... sind ja bisher NUR übersichtliche DREI Seiten - also - lass uns meinetwegen auch gern streiten. Meine Inhalte habe ich auch kundgetan ... wer sie denn erkennen will ... also lese und erkenne sie und dann können wir uns vielleicht auch mal bei Gelegenheit inhaltlich darüber auseinandersetzen ... wenn ich dann auch die Zeit dafür finde. Sehr gern! :schlaf gut:

arouet58
16.03.2009, 23:49
Eine Diskussion über Menschlichkeit finde ich nicht verkehrt, eine über Männlichkeit schon
Was stört Dich denn an einer Diskussion über Männlichkeit?
Männlichkeit ist kein Gegensatz zu Menschlichkeit, im Gegenteil.
Es ist eine Weise, Mensch zu sein.
Was heißt denn Menschlichkeit für einen Jungen?
Es bedeutet für ihn unausweichlich zum Mann zu werden, er ist bereits ein männlicher Mensch.
Wer also Jungen zu "Menschlichkeit" erziehen will, muss über Männlichkeit diskutieren, denn nur wenn es gelingt, Jungen zu selbstbewußten Menschen = Männern zu erziehen, gedeihen sie gut.
Sie können nur männlich Menschen sein und je glücklicher ihnen das gelingt, desto besser für alle Beteiligten.
Eine Dämonisierung, Diffamierung von Männlichkeit hilft ihnen dabei nicht.
Die heutige Schule mit ihren für Jungen verheerenden Ergebnissen offenbar auch nicht.
.

Inaktiver User
17.03.2009, 06:44
Na ja, Arouet, ich schätze Deine Meinung. Ich sehe auch, dass es in unserer Kulturlanschaft Rangruppen gibt, die eines besonderen Augenmerks bedürfen. Aber Du hast es weiter oben selbst beschrieben: Die meisten Jungen werden zu völlig gesunden und "gesellschaftskonform intakten" Männern (bitte unbedingt die Gänsefüßchen beachten!). Eine grundsätzliche Diskussion über Männer und deren Menschlichkeit halte ich daher für akademisch interessant, aber praktisch irrelevant, bzw. auf - wenn auch tragische - Einzelfälle beschränkt.

Natürlich ist es bitter, was passiert ist, und es sollten alle Anstrengungen unternommen werden, um Mörder egal welcher Art erst gar nicht entstehen zu lassen. Allerdings kann eine Gesellschaft immer nur einen Schutzrahmen für ihre Mitglieder liefern, eine 100%ige Sicherheit, ein risikoloses Leben gibt es in unserer hochentwickelten Gesellschaft genauso wenig wie es das Generationen zuvor oder in anderen Kulturkreisen gibt.

Max
17.03.2009, 09:13
Ich hab das hier (http://www.emma.de/der_amoklauf_von_winnenden_2009_03_13.html)gerade bei Emma gefunden.

Was denkt Ihr darüber?ich denke, das der Artikel schon recht einseitig geschrieben ist... und ich persönlich glaube auch nicht daran das der Grund nun konkret "Frauenhass" war...

ich glaube aber das der folgende Absatz eine ganze Menge Wahrheit enthält über die man sich eben auch mal so seine Gedanken machen sollte...


Prof. Ertel: "Emotionale Intelligenz und Empathiefähigkeit haben bei den Jugendlichen enorm abgenommen. Sexualität ist heute für die Mehrheit der jungen Männer, aber auch für viele junge Frauen unlösbar mit Gewalt verknüpft." Mehr noch: Das allgemeine Einfühlungs- und Mitleidsvermögen sinkt rapide.die Frage sollte doch lauten... "was fehlt den jungen Menschen heutzutage... was kann man als Eltern, Lehrer, Gesellschaft (wieder) ändern bzw. besser machen?"

Inaktiver User
17.03.2009, 09:57
Prof. Ertel: "Emotionale Intelligenz und Empathiefähigkeit haben bei den Jugendlichen enorm abgenommen. Sexualität ist heute für die Mehrheit der jungen Männer, aber auch für viele junge Frauen unlösbar mit Gewalt verknüpft." Mehr noch: Das allgemeine Einfühlungs- und Mitleidsvermögen sinkt rapide.

@Max
Dieser von dir zitierte Satz und


die Frage sollte doch lauten... "was fehlt den jungen Menschen heutzutage... was kann man als Eltern, Lehrer, Gesellschaft (wieder) ändern bzw. besser machen?"

berührt mich sehr.
Kürzlich hörte ich in der Strassenbahn ein Gespräch zwischen mehreren Mädchen und einem Jungen (alle etwa 14) mit an.
Es ging ausschliesslich um irgendwelche "gegnerische Weiber" und Sex.
Wobei eines der Mädchen mehrmals wiederholte, dass ein bestimmter Freund am Tag zuvor keinen Sex mit ihr haben wollte und sie daraufhin sich mit Erfolg an eine andere Adresse gewandt hatte.

Sich vorzustellen, dass ein junger Mensch, im persönlichen Werden begriffen, ausgestattet mit aller Sensibilität, um aufzunehmen, was die sich abrundende Persönlichkeit bereichert aber auch schmälert, eine umfassende Sexualität dazu instrumentalisiert, ein bestimmtes Machtgefüge ins Wanken zu bringen, ist erschreckend, zeigt aber auch, wie die mageren Vorbilder in einer Zeit, in der ein grosser Teil der Jugend im Arbeits- und Bildungsprozess und den sich gerade entwickelnden Emotionen an den Rand gedrängt wird, wirken.

Inaktiver User
17.03.2009, 15:05
anstatt sich wieder in Grabenkämpfe der Geschlechter zu begeben

könnte sich Frauen wie Männer fragen, ob sie diese Fragen der Jungen von heute beantworten könnten ( ich postete sie schon in einem anderen Stang zum Thema " Amoklauf und Alice Schwarzers Artikel und der folgenden Diskussion )

:

Stimmt es, was die Pornorapper singen, dass die Mädchen etwas wollen, was ich nicht bin ?

Warum sehen sie ( Mädchen in meinem Alter ) oft aus wie " Bitches " und sind keine und doch erzählt man und tut auch so, als wollten sie so behandelt sein ?

Warum fasziniert mich Gewalt ?

Was ist der Unterschied von Vaters Schießen und dem Ballern am PC, wenn Köpfe abfallen, die ja auch nur virtuell sind ?

Warum sagt die Traumatherapeutin : "Ballerspiele braucht kein Mensch " ich jedoch fühle, dass ich sie brauche..?

Was fehlt mir ?

Was fühlt Ihr bei diesen Fragen ?

Darf man das fragen ?

Kennt Ihr King Orgasmus One ?

Was ist Liebe ? ______________

Inaktiver User
17.03.2009, 15:10
Fragen der Mädchen

Muss ich wissen wie ein " perfekter Blowjob " funktioniert, obwohl ich noch nicht über meinen Körper Bescheid weiß ?

Wie ticken Jungs ?

Muss ich ihm geben, was er will oder tut das sonst die nächste ?


Geht Hiphopbraut ohne " bitch " zu sein ?

Was bedeutet das überhaupt ?

Darf auch eine bitchy Hiphopbraut dann doch nur kuscheln wollen und NEIN sagen ?



Was ist Liebe ?

Inaktiver User
17.03.2009, 15:13
Ich sah Alice Schwarzer in der Babypausensendung " Maischberger " mit Orgasmus King One..

dieser war aber zu dumm : es wäre besser gewesen, wenn Bushido gekommen wäre : doch der war dafür zu klug..

Schade aber..

Kuehlesblondes
17.03.2009, 15:24
Ich habe von einer feministisch engagierten Freundin auch einen Artikel mit mehreren Links dazu bekommen.
U.a. dem zum Schwarzer Artikel.
Aber auch diesen:

Psychologe über Motive des Amokläufers - RTL Aktuell (http://www.rtl.de/rtlaktuell/rtl_aktuell_videoplayer.php?article=26434)

Wo ein Interview mit einem Psychologen bei RTL zu sehen ist, der allen Ernstes von sich gibt, dass die auffällige Geschlechterverteilung am Reaktionsvermögen der Jungs liegen könnte :gegen die wand:

Der hasserfüllte Ton, der von Feministinnen oft angeschlagen wird, führt leider dazu, dass jeder nüchterne Austausch darüber im Keim erstickt wird.
Aber die Tatsache, dass auf rassistische Songtexte mit sehr viel mehr Empörung reagiert wird als auf sexistische, finde ich schon auffällig und stimmig. Und da vor allem Kids solche Musik hören, bleibt das sicher auch nicht wirkungslos auf das im Aufbau begriffene Frauenbild.

schnarchstop
17.03.2009, 15:24
Die heutige Schule mit ihren für Jungen verheerenden Ergebnissen offenbar auch nicht.
.


Dies könnten Männer schnell ändern, wenn sie sich als Lehrer zur Verfügung stellten und somit für die Schul-Jungs wieder als Leitfigur dastehen würden.

Aber die Männer haben sich aus den schlecht bezahlten Schuljobs schon lange verabschiedet (was ich persönlich verstehen kann, denn 1500 netto soll wohl ein schlechter Witz der Kultusministerien sein).

Auf jeden Fall haben sich mal wieder Frauen erbarmt und üben für diesen Hungerlohn den LehrerInnenberuf aus, was man(n) ihnen jetzt nicht wirklich zum Vorwurf machen kann.

Kuehlesblondes
17.03.2009, 15:29
Dies könnten Männer schnell ändern, wenn sie sich als Lehrer zur Verfügung stellten und somit für die Schul-Jungs wieder als Leitfigur dastehen würden.

Damit hast du sicher recht.


Aber die Männer haben sich aus den schlecht bezahlten Schuljobs schon lange verabschiedet (was ich persönlich verstehen kann, denn 1500 netto soll wohl ein schlechter Witz der Kultusministerien sein).

Aber hier finde ich die Haltung ein wenig weltfremd.
Ich kenne mehrere Akademiker, die für weniger arbeiten und viele andere tun das erst recht.
Dass man an Gymnasien mehr zahlt, finde ich auch angemessen, da der Job viel mehr Vor- und Nachbereitungszeit erfordert.

Geld sollte sicher nicht der Hauptanreiz sein, Grundschullehrer oder Erzieher zu werden.
Auf der anderen Seite sollten diese und viele andere wirtschaftlich nicht unmittelbar rentablen Jobs natürlich besser bezahlt werden.

Inaktiver User
17.03.2009, 15:31
Wer kann denn nun die Fragen beantworten ?:lachen:

Wer hat sie sich je gestellt ?

Wer kennt die Lebenswirklichkeit und die Fragen der Jugendlichen über die man redet ?

Alice Schwarzer nicht..ganz viele andere auch nicht : immer wieder wird doch nur das alte Zeug runtergebetet und Altes neu sortiert..

Die PorNO -Debatte muss heute völlig anders gesehen werden..

Feminismus muss eher wie von Charlotte Roche rübergebracht werden..Alice bekommt doch auch gar nichts mehr mit :-)

Sie bringt Dinge gut auf den Punkt, um sie dann wieder mit dem Po umzuwerfen..und manche Idee inakzeptabel werden zu lassen..

völlig " außer der Zeit "

eitel, Medienprofi, der sie ist, nutzte sie die Gunst der Stunde, um auch etwas zum Thema loszulassen ..

Muss das ernstgenommen werden, um wieder olle Kamellen zu lutschen, während die Fragen der Jugendlichen unbeantwortet bleiben ?

Scheint ganz so..

Inaktiver User
17.03.2009, 15:51
ich denke, das der Artikel schon recht einseitig geschrieben ist... und ich persönlich glaube auch nicht daran das der Grund nun konkret "Frauenhass" war...

ich glaube aber das der folgende Absatz eine ganze Menge Wahrheit enthält über die man sich eben auch mal so seine Gedanken machen sollte...

die Frage sollte doch lauten... "was fehlt den jungen Menschen heutzutage... was kann man als Eltern, Lehrer, Gesellschaft (wieder) ändern bzw. besser machen?"

Wo soll bei so einem jungen Kerl denn auch Frauenhass herkommen?
Die wenigen oder gar keinen Erfahrungen, vielleicht eine heimliche Liebe, eine Enttäuschung, das soll zu Frauenhass führen?

Den jungen Menschen, vielleicht noch mehr den Jungen wie den Mädchen, fehlt Raum und Platz, um Abenteuer zu erleben, sich draußen mit Gleichaltrigen zu treffen und Energie loszuwerden, zwischenmenschliche Kontakte zu knüpfen, die nötig sind, um das Spiel des sozialen Miteinanders zu lernen.

Hätte der Junge rechtzeitig eine nette Freundin kennengelernt oder wäre er in einem festen Freundeskreis, der sich regelmäßig im "Real Life" trifft, eingebettet gewesen, hätte sich so ein Frustrationsstau vermutlich nicht eingestellt.

schnarchstop
17.03.2009, 15:55
Aber hier finde ich die Haltung ein wenig weltfremd.
Ich kenne mehrere Akademiker, die für weniger arbeiten und viele andere tun das erst recht.
Dass man an Gymnasien mehr zahlt, finde ich auch angemessen, da der Job viel mehr Vor- und Nachbereitungszeit erfordert.

Geld sollte sicher nicht der Hauptanreiz sein, Grundschullehrer oder Erzieher zu werden.
Auf der anderen Seite sollten diese und viele andere wirtschaftlich nicht unmittelbar rentablen Jobs natürlich besser bezahlt werden.


Ich vermute mal, dass viele denken, mit 1500 E kann ich keine Familie gründen und glücklich werden. Vielleicht reicht das Geld grad für ein Single-Dasein.

Inaktiver User
17.03.2009, 16:00
Ich vermute mal, dass viele denken, mit 1500 E kann ich keine Familie gründen und glücklich werden. Vielleicht reicht das Geld grad für ein Single-Dasein.


das hast Du mit einem " Feuerwehrvertrag " als Krankenvertretung und 19 Studen..

ansonsten am Anfang doch um 2600 Euro..

und das für die wenigen Arbeitsstunden und ja es sind wenige, Kurzifix :-))

Du hast viel Freizeit, kannst Deine Kinder aufwachsen erleben : das wäre doch auch für Mann etwas oder ;-)

Kuehlesblondes
17.03.2009, 16:04
Ich vermute mal, dass viele denken, mit 1500 E kann ich keine Familie gründen und glücklich werden. Vielleicht reicht das Geld grad für ein Single-Dasein.

Ja da hast du schon Recht.
Aber wie sollen Frauen auch finanziell bei der Familiengründung wichtig werden, wenn sie immer noch wie zementiert in vielen Berufen weniger verdienen als die Männer.

Auf der anderen Seite verdient eben mancher Facharbeiter keine 1500 Euro und hat sehr wohl eine Familie.
Es ist alles eine Frage der Relationen.

Max
17.03.2009, 16:05
Wo soll bei so einem jungen Kerl denn auch Frauenhass herkommen?
Die wenigen oder gar keinen Erfahrungen, vielleicht eine heimliche Liebe, eine Enttäuschung, das soll zu Frauenhass führen?ja cyan, so denke ich auch...

hier im lokalen Radiosender hieß es irgendwann zwischendurch mal "seine Freundin hätte kurz vor dem Amoklauf Schluss gemacht"... aber auch wenn das stimmen sollte kann ich mir nicht vorstellen das diese Tatsache allein eine solche Handlung auslösen konnte...

Nein... da muß viel mehr zusammengekommen sein... :knatsch:

@Klee

ich rede mit meinen Töchtern... über alles was sie wissen wollen... oder auch allgemein über Dinge die gerade aktuell sind... und die meisten deiner Fragen habe ich auch schon mit ihnen diskutiert...

Inaktiver User
17.03.2009, 16:07
Was will man von einer Entmannze auch schon anderes erwarten als solch einen reisserischen Titel?

Inaktiver User
17.03.2009, 16:08
ich rede mit meinen Töchtern... über alles was sie wissen wollen... oder auch allgemein über Dinge die gerade aktuell sind... und die meisten deiner Fragen habe ich auch schon mit ihnen diskutiert...Und sie stellten Dir die Fragen nach Sexualität und Jungs und Pornorappern ?

Das ist schön mit Deinen Töchtern..

und was ist mit den Söhnen : über diese wird ja meist nur geredet..

und Alice bemüht :-)

Wer spricht mit seinen Söhnen über deren Sexualität ? Über Texte von Pornorappern, über " bitches " über Horrorvideos, über Ballerspiele..wer versteht sie ?

Was ist damit, wenn sie " Angst vor Frauen " oder auchmal " Frauenhass " fühlen ?

Dürfen sie das äußern ?

So wie die Mädchen auch mal Angst vor Jungen und sogar auch " Jungenhass " thematisieren dürfen ?

Es gibt da ja eine Kultur desThematisierens von " Frauenhass fühlen ", das darf ein Mädchen..und wird gehört..

Was darf ein Junge in dieser Beziehung ?

Und welche Antworten bekommen Jungen, wenn sie das artikulieren ?

Alte..aber keine auch seine Fragen..

Max
17.03.2009, 16:15
und was ist mit den Söhnen : über diese wird ja meist nur geredet..ja... da kann ich nun leider nicht mitreden... ich habe keine...

Inaktiver User
17.03.2009, 16:18
Was ist damit, wenn sie " Frauenangst " oder auchmal " Frauenhass " fühlen ?

Dürfen sie das äußern ?

So wie die Mädchen auch mal Angst vor Jungen und sogar auch " Jungenhass " thematisieren dürfen ?

Es gibt da ja eine Kultur desThematisierens von " Frauenhass ", das darf ein Mädchen..und wird gehört..

Was darf ein Junge in dieser Beziehung ?

Und welche Antworten bekommen Jungen, wenn sie das artikulieren ?

Das sind gute Fragen, klee, und ich wäre als 16-jähriger Junge wohl lieber im Boden versunken als diese Fragen mit meinen Eltern zu besprechen. Ich weiß nicht, ob Eltern da helfen können....
ich glaube, dazu braucht es Freunde.

Inaktiver User
17.03.2009, 16:19
Das wird in unserem Söhnehaushalt praktiziert.

Kuehlesblondes
17.03.2009, 16:21
Entmannze

HERRlicher Vertippsler :freches grinsen:

Inaktiver User
17.03.2009, 16:24
Das sind gute Fragen, klee, und ich wäre als 16-jähriger Junge wohl lieber im Boden versunken als diese Fragen mit meinen Eltern zu besprechen. Ich weiß nicht, ob Eltern da helfen können....
ich glaube, dazu braucht es Freunde.

vielleicht hilft ein wenig das Gefühl aufgehoben zu sein und gute ältere männliche und weibliche Vorbilder zu haben ..: die wenn nicht im Elternhaus vorhanden, ja auch wonanders sein können : Prägestöcke, natürliche Autoritäten..Leitbilder..

die Orientierungshilfe sein können..

Doch woher nehmen ? Ich weiß es nicht..

Wir, die Gesellschaft, sollte sie ihren Kindern bieten ! Auch Schule sollte sie bieten..

" solte "..ja Wunschdenken..

Freunde sind wichtig : doch Einzelgänger, verschrobene.. haben keine

Inaktiver User
17.03.2009, 16:28
Das wird in unserem Söhnehaushalt praktiziert.

Hut ab vor dieser Leistung..:blumengabe:

Es bedeutet sich allem " zu stellen "

schnarchstop
17.03.2009, 17:11
Ja da hast du schon Recht.
Aber wie sollen Frauen auch finanziell bei der Familiengründung wichtig werden, wenn sie immer noch wie zementiert in vielen Berufen weniger verdienen als die Männer.

Auf der anderen Seite verdient eben mancher Facharbeiter keine 1500 Euro und hat sehr wohl eine Familie.
Es ist alles eine Frage der Relationen.


Ich vermute stark, dass die 1500 E der Grund sind, warum es in diesen Schulen kaum männliches Lehrpersonal gibt.

Da nützt es wohl nichts, wenn man sagt, andere verdienen auch nicht mehr - man kann die Männer ja nicht in die Schulen prügeln :freches grinsen:

Ich wollte übrigens auch nicht in so einem verwahrlosten Schulgebäude, mit zu grossen Klassen und teilweise kaum deutsch sprechenden Schülern arbeiten und dafür bloss 1500 E aufs Konto bekommen.
Das ist doch ein Horror-Job.

Kuehlesblondes
17.03.2009, 17:15
Ich wollte übrigens auch nicht in so einem verwahrlosten Schulgebäude, mit zu grossen Klassen und teilweise kaum deutsch sprechenden Schülern arbeiten und dafür bloss 1500 E aufs Konto bekommen.
Das ist doch ein Horror-Job.

Die kriegt die Lehrerin mit der kleinen, ländlichen Klasse aber auch.

Ich denke, das Problem ist nicht mit Gehältern zu beheben.
Dann geht nur wieder die Lehrerneiddebatte los.
Wie wärs mit mehr Geld in die Schulen: Für mehr Lehrer (= kleinere Klassen), mehr Sozialarbeiter (zum Auffangen der schulfremden Probleme) usw.

Ansonsten bleibe ich dabei: Ich sehe nicht ein, wieso Lehrer nicht auch immer weniger haben sollen, wenn es mehr oder weniger allen so geht. Den Anreiz allein im Geld zu schaffen, halte ich bei solchen Berufen ohnehin für total falsch.
Das sehe ich aber auch bei den Diätendiskussionen so :zwinker:

schnarchstop
17.03.2009, 17:22
Die kriegt die Lehrerin mit der kleinen, ländlichen Klasse aber auch.

Ich denke, das Problem ist nicht mit Gehältern zu beheben.
Dann geht nur wieder die Lehrerneiddebatte los.
Wie wärs mit mehr Geld in die Schulen: Für mehr Lehrer (= kleinere Klassen), mehr Sozialarbeiter (zum Auffangen der schulfremden Probleme) usw.

Ansonsten bleibe ich dabei: Ich sehe nicht ein, wieso Lehrer nicht auch immer weniger haben sollen, wenn es mehr oder weniger allen so geht. Den Anreiz allein im Geld zu schaffen, halte ich bei solchen Berufen ohnehin für total falsch.
Das sehe ich aber auch bei den Diätendiskussionen so :zwinker:


Ich glaube wir haben uns missverstanden: es geht mir lediglich um einen Grund, warum es so wenige männliche Lehrer in den einfachen Schulen gibt und sehe diesen Grund im geringen Gehalt.

Gerechtfertigt oder nicht ist die nächste Frage.
:blumengabe:

Inaktiver User
17.03.2009, 17:38
Ich glaube wir haben uns missverstanden: es geht mir lediglich um einen Grund, warum es so wenige männliche Lehrer in den einfachen Schulen gibt und sehe diesen Grund im geringen Gehalt.

Gerechtfertigt oder nicht ist die nächste Frage.
:blumengabe:

Grundschullehrer werden als Beamte nach Besoldungsgruppe A12 bezahlt.

Monatliches Einstiegsgehalt: ab 2.559,52 Euro
Quelle: Bundesbesoldungsordnung 2004

Golda
17.03.2009, 18:02
Wo soll bei so einem jungen Kerl denn auch Frauenhass herkommen?
Die wenigen oder gar keinen Erfahrungen, vielleicht eine heimliche Liebe, eine Enttäuschung, das soll zu Frauenhass führen?

Den jungen Menschen, vielleicht noch mehr den Jungen wie den Mädchen, fehlt Raum und Platz, um Abenteuer zu erleben, sich draußen mit Gleichaltrigen zu treffen und Energie loszuwerden, zwischenmenschliche Kontakte zu knüpfen, die nötig sind, um das Spiel des sozialen Miteinanders zu lernen.

Hätte der Junge rechtzeitig eine nette Freundin kennengelernt oder wäre er in einem festen Freundeskreis, der sich regelmäßig im "Real Life" trifft, eingebettet gewesen, hätte sich so ein Frustrationsstau vermutlich nicht eingestellt.

Genau das sehe ich auch so.:blumengabe:

Wobei ich kaum einen Unterschied zwischen den Jungs und den Mädchen sehe, was den "Frustationsstau" anbetrifft.

Im Gegensatz zu Jungs reagieren Mädchen nur anders. Diese spielen keine "Baller-Spiele", sondern chatten bis in die Nacht, um zu kommunizieren. Und Mädchen werden eher magersüchtig oder "ritzen" sich selbst. Da dies aber nicht andere gefährdet, wird hierüber in den Medien kaum berichtet.

Aber die Hintergründe sind die gleichen.

Super Beitrag, cyan!

Inaktiver User
17.03.2009, 18:08
Wobei ich kaum einen Unterschied zwischen den Jungs und den Mädchen sehe, was den "Frustationsstau" anbetrifft.

Im Gegensatz zu Jungs reagieren Mädchen nur anders. Diese spielen keine "Baller-Spiele", sondern chatten bis in die Nacht, um zu kommunizieren. Und Mädchen werden eher magersüchtig oder "ritzen" sich selbst. Da dies aber nicht andere gefährdet, wird hierüber in den Medien kaum berichtet.

Aber die Hintergründe sind die gleichen.



ja..:blumengabe:

und Du schreibst es selbst : Mädchen kommunizieren..und finden oft doch zum Glück eine Gemeinschaft, die sie auffängt..

Satyr
17.03.2009, 20:30
Genau das sehe ich auch so.:blumengabe:

Wobei ich kaum einen Unterschied zwischen den Jungs und den Mädchen sehe, was den "Frustationsstau" anbetrifft.

Im Gegensatz zu Jungs reagieren Mädchen nur anders. Diese spielen keine "Baller-Spiele", sondern chatten bis in die Nacht, um zu kommunizieren. Und Mädchen werden eher magersüchtig oder "ritzen" sich selbst. Da dies aber nicht andere gefährdet, wird hierüber in den Medien kaum berichtet.

Aber die Hintergründe sind die gleichen.

Super Beitrag, cyan!

Was das ritzen angeht, haben die Jungs da leider die letzten Jahre verdammt stark aufgeholt. Ich liege ja seit Dezember in verschiedenen Krankenhäusern, meist Unikliniken. Die sind ja rieseig und haben viele Abteilungen, unter anderem auch Psychologische. Da mein Problem ein neurologisches ist, lag ich immer da in der Nähe. Und da bin ich mit einigen Pflegern und Ärzten über das Thema ins Gespräch gekommen. Teilweise haben sie mehr Jungs die Ritzen als Patienten, als Mädels. Hat mich wirklich stark gewundert, da ich das aus meinem Bekanntenkreis bisher eher andersrum kannte.

Aber was mir noch zum Computerkram einfällt ist, das Mädels nicht selten süchtig (ja, wirklich süchtig) nach Spielen wie "Die Sims" oder WoW werden. Wohl aus dem sozialen Aspekt, der dort mit reinspielt. Wenn dazu Frust kommt, sehen sie in Spielen wie den Sims viell. auch eine Vorlage, aus dem Frustrad zu entkommen, indem sie Familie gründen und dann die heile Sims Welt nachspielen? Also früh schwanger werden?

Ist jetzt nur als Fragestellung zu verstehen bitte, nicht als Unterstellung oder dergleichen.

Inaktiver User
17.03.2009, 21:39
Es ist ja gut, dass Frau Schwarzer den Frontverlauf geklärt hat, damit ich weiß, dass Männlichkeit unmenschlich ist. Wer ist denn heute von Schmusekurs und krudem Harmoniebedürfnis wirklich begeistert. Das ist doch alles nur Augenwischerei. Dank Frau Schwarzer wurden mir wieder die Augen geöffnet. In der Sprache irgendwie ganz auf der Linie von Carl Schmitt (http://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Schmitt), den ich als Juristen ja über alles schätze. Ach so, Carl Schmitt: Das war der Kronjurist der Nazis.


Schmitt unterscheidet folgende Formen der Feindschaft: konventionelle Feindschaft, wirkliche Feindschaft und absolute Feindschaft. Zur absoluten Feindschaft komme es paradoxerweise etwa dann, wenn sich eine Partei den Kampf für den Humanismus auf ihre Fahne geschrieben habe. Denn wer zum Wohle oder gar zur Rettung der gesamten Menschheit kämpfe, müsse seinen Gegner als Feind dieser gesamten Menschheit betrachten und damit zum Unmenschen deklarieren. Daher sagt Schmitt in Abwandlung von Pierre-Joseph Proudhons Wort „Wer Gott sagt, will betrügen“: „Wer Menschheit sagt, will betrügen“. „Die Führung des Namens 'Menschheit', die Berufung auf die Menschheit, die Beschlagnahme dieses Wortes, alles das könnte, weil man nun einmal solche erhabenen Namen nicht ohne gewisse Konsequenzen führen kann, nur den schrecklichen Anspruch manifestieren, daß dem Feind die Qualität des Menschen abgesprochen, daß er hors-la-loi [Außerhalb des Rechts] und hors L'humanité erklärt und dadurch der Krieg zur äußersten Unmenschlichkeit getrieben werden soll.“

Amoklaufen in der Redaktion von Schwarzer? Nö, das werden die Würmer erledigen. Weichei? Ich mach mir doch an der Schwarzer nicht die Finger schmutzig.

Max
17.03.2009, 21:48
Ist jetzt nur als Fragestellung zu verstehen bitte, nicht als Unterstellung oder dergleichen.ach Satyr, du stellst aber auch wieder mal seltsame Vergleiche an... da weiß man irgendwie gar nicht was man dazu sagen soll ohne irgendwo anzuecken... schon weil die Auswirkungen einer frühen Schwangerschaft ja kaum mit denen eines Amoklaufes zu vergleichen sind...

aber im Grunde genommen gebe ich dir tatsächlich so ein kleines bisschen Recht...

Ich habe auch schon manchmal darüber nachgedacht, ob nicht bei so jungen Mädchen der Wunsch nach einem eigenen Kind ganz einfach der Schrei nach "bedingungsloser Liebe" ist... der Wunsch nach Anerkennung... etwas, was sie anders vielleicht nicht bekommen... :wie?:

Satyr
17.03.2009, 22:03
Oh, tschuldige.. sollte kein direkter Vergleich sein. Ich wollte nur mal über die Auswirkungen von Computerspielen ein wenig genereller reden.

Ich glaube nach wie vor NICHT, das Ego Shooter Amokläufer produzieren. Ich fühle mich zumindest recht friedlich (wer lacht da? fg).
ABER, ich glaube schon das es Jungendliche triggern kann, die eine psychische Vorbelastung haben. Die eben generell anfällig sind - aus was für Gründen auch immer. Dieses triggern können Filme in denen Gewalt vorkommt, ja genauso.

Und dieses Prinzip, wollte ich eigentlich nur übertragen. Ok, nen kleiner Vergleich steckt da schon drin, ist aber so nicht gemeint.
Ich glaube das die wenigsten Frauen, Spaß daran haben mit 13 schwanger zu werden und dies vorhaben. Wenn sie aber psychisch nicht so stark sind, viell. raus aus der "Tretmühle" wollen, das erwachsen werden nicht so einfach ist.. dann können hier Spiele wie die Sims viell. auch triggern, weil sie etwas "perfektes" vorleben, das schon begehrenswert ist...

*sfz*.. ich drück mich viel zu komisch aus heute, tschuldigung.

Inaktiver User
17.03.2009, 22:13
Ich habe mir noch einmal den Artikel von Alice Schwarzer durchgelesen und blieb bei dieser Frage von ihr hängen:

Eine "männliche Identität" – was ist das?

Frau Schwarzer fragt nach dem männlichen Wesen und weiß darauf offenbar keine und schon gar keine positive Antwort.

Soweit ich informiert bin, wuchs Frau Schwarzer ohne Vater auf, sie hat keinen Bruder, keinen Mann und keine Söhne.
Man kann sagen, sie hat keine Ahnung von Männern, zumindest nicht was das nähere Zusammenleben mit ihnen angeht, ihren Alltag zuhause, männliche Bedürfnisse und Ängste.

Vielleicht ist das eine Erklärung, weshalb sie mit Männlichkeit, besonders mit einer eher traditionellen, anscheinend nichts positives verbinden kann und sie sogar als das Hauptproblem zu erkennen glaubt.

Meiner Meinung nach sind es nicht die selbstsicheren, in sich ruhenden Männer, welche Frauen Gewalt antun.
Es sind die unsicheren, die sich über diese Gewalt ihre Männlichkeit bestätigen wollen.

Max
17.03.2009, 22:14
*lach*... brauchst dich nicht entschuldigen... wir kennen dich doch nicht anders... :smirksmile:


ABER, ich glaube schon das es Jungendliche triggern kann, die eine psychische Vorbelastung haben. Die eben generell anfällig sind - aus was für Gründen auch immer. Dieses triggern können Filme in denen Gewalt vorkommt, ja genauso.auch das deckt sich mit meinen Gedanken...

Ich glaube auch nicht daran das Ballerspiele die eigentliche Ursache für solche schrecklichen Dinge sind... aber ich denke, dass sie irgendwie... dazu beitragen die Hemmschwelle abzubauen?

Auf jeden Fall tragen sie nicht unerheblich dazu bei, dass sich junge Menschen immer mehr isolieren können... DAS allein finde ich an den Spielen schon bedenklich...

Inaktiver User
17.03.2009, 22:35
@Cyan
Schwarzer wuchs bei den Grosseltern auf, die Vormundschaft hatte ihr Grossvater übernommen.
Sie lebte mehrere Jahre in einer Partnerschaft mit einem Mann (ob sie verheiratet war, weiss ich nicht).
Normalerweise existiert ein Mensch, der in die Gesellschaft in so grossem Ausmass integriert ist, wie Alice Schwarzer, nicht fernab männlicher Bedürfnisse oder Ängste.
Leider versäumt sie es, wie bereits eine posterin schrieb, ihre wirklich überragende Intelligenz für ein differenziertes Bild einzusetzen, und zwar für eines, das männliche Menschen einfach wertfrei darzustellen versucht, nicht im Vergleich und auch nicht in Beziehung zu Frauen. Zu letzterem könnte dann noch immer übergeleitet werden.


Ich bin überzeugt, dass frau/man mit sich entwickelnden Jugendlichen nicht über alles sprechen kann. Die jungen Menschen selbst stellen Tabus auf, Grenzen, die sie von Erwachsenen - speziell ihren Eltern - nicht überschritten sehen wollen.
Vermutlich muss in der schwierigen Phase des Heranwachsens das nonverbale Angebot einer Hilfestellung, ein möglichst gelassenes Vorbild reichen.

Inaktiver User
17.03.2009, 22:43
Nun habe ich nach Alice Schwarzer gegoogelt:
da sie als uneheliches Kind zur Welt kam, "war ihre Mutter gezwungen, aufgrund der damaligen Gesetze die Vormundschaft auf einen Mann zu übertragen" (der der Grossvater war).
Sowas kann frau sich gar nicht mehr vorstellen. Wie dieses Gesetz wohl begründet wurde? :ooooh:

schnarchstop
17.03.2009, 22:52
Grundschullehrer werden als Beamte nach Besoldungsgruppe A12 bezahlt.

Monatliches Einstiegsgehalt: ab 2.559,52 Euro
Quelle: Bundesbesoldungsordnung 2004


Da habe ich anderes gelesen (oh, muss wohl wirklich mal alle Quellen sammeln).

In Berlin bekommen Lehrkräfte NACH einer Aufstockung von ca. 350 mtl. noch immer deutlich unter 2000 E netto.

Einfügung dieses Zitats:
"Im Februar 2009 ruderte Berlin erstmals zurück und stockte die Gehälter neu angestellter Lehrer um 400 Euro auf rund 3000 Euro brutto auf. Netto bleiben seitdem 1780 Euro auf dem Konto. Für viele junge Pädagogen war das aber noch nicht Anreiz genug. Sie folgten dem Lockruf anderer Bundesländer mit Lehrermangel."

Zum Thema Lehrergehalt ist HIER ein Artikel vom 18.2.:

Pädagogenmangel - Berlin verdoppelt Lehrergehalt - Studium - sueddeutsche.de (http://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/105/458754/text/)

schnarchstop
17.03.2009, 22:54
In dem Artikel ist folgender Satz enthalten:

"Das Bruttogehalt der Beispielrechnung gilt für einen 33 Jahre alten Lehrer mit Partner und einem Kind. Netto verdient er damit künftig rund 2120 Euro statt 1580 Euro am Jahresanfang. In Berlin gibt es rund 800 Schulen. Etwa 6000 Lehrer sind Angestellte, rund 23 500 sind Beamte."

Daher hatte ich die 1500 E :lachen:

schnarchstop
17.03.2009, 22:56
Bei diesen Informationen sind noch nicht die Lehrkräfte enthalten, die in den Sommerferien vorübergehend entlassen werden, um Geld einzusparen.

Kuehlesblondes
18.03.2009, 07:10
Also ich finde, Schwarzer bietet viel Angriffsfläche mit ihren teilweise kämpferischen Formulierungen.
Auch der hier zitierte Artikel enthält mir zu viel Front gegen Männer.
ABER sie hat auch ganz viel für die Emanzipation der Frauen in Deutschland getan und wenn man mal zurückblickt, seit wann wir eigentlich zumindest einigermaßen gleichberechtigt sind, dann ist das ein sehr kurzer Zeitraum.
In meiner Geburtsurkunde stand als Wohnort meiner Mutter noch keine Adresse sondern "bei ihrem Ehemann" und ich bin erst in den Dreißigern.
Ich lese mir das heute amüsiert und ungläubig durch.

Dass es nach wie vor z.B. beruflich keine Chancengleichheit gibt und die Geschlechter Unterschiede aufweisen, wird wohl niemand bestreiten. Es wäre wirklich schön, wenn man das so thematisieren könnte, dass sich nicht eine Seite in die Ecke gedrängt fühlt.

Das Beispiel mit den schwangeren Teenie-Frauen fand ich übrigens gar nicht so schlecht.
Ich glaube auch, dass das für überforderte Mädchen manchmal als Fluchtpunkt dient.

Inaktiver User
18.03.2009, 07:56
Ich habe mir noch einmal den Artikel von Alice Schwarzer durchgelesen und blieb bei dieser Frage von ihr hängen:

Eine "männliche Identität" – was ist das?

Frau Schwarzer fragt nach dem männlichen Wesen und weiß darauf offenbar keine und schon gar keine positive Antwort.

Soweit ich informiert bin, wuchs Frau Schwarzer ohne Vater auf, sie hat keinen Bruder, keinen Mann und keine Söhne.
Man kann sagen, sie hat keine Ahnung von Männern, zumindest nicht was das nähere Zusammenleben mit ihnen angeht, ihren Alltag zuhause, männliche Bedürfnisse und Ängste.

Vielleicht ist das eine Erklärung, weshalb sie mit Männlichkeit, besonders mit einer eher traditionellen, anscheinend nichts positives verbinden kann und sie sogar als das Hauptproblem zu erkennen glaubt.

Meiner Meinung nach sind es nicht die selbstsicheren, in sich ruhenden Männer, welche Frauen Gewalt antun.
Es sind die unsicheren, die sich über diese Gewalt ihre Männlichkeit bestätigen wollen.

Für mich hat sie einfach mal die Frage in den Raum gestellt, was denn nun eine männliche Identität sein soll....
Ihr daraus einen Strick zu drehen, dass sie ohne Vater (aber dafür mit Grossvater aufgewachsen ist) halte ich für weniger sinnbringend......

Aber mich würde diese männliche Identität wirklich mal interessieren, was es denn nun ist oder sein soll....

Ausrasten? Dreinschlagen? Durchdrehen? Macht ausüben?



Es sind bei diesem Amoklauf auffallend viele Mädchen und Frauen gestorben.
Ob es nun eine gezielte Absicht war wird sehr schwer zu beurteilen sein, jedenfalls halte ich diese Feststellung der Polizei für nicht so daneben und absolut auch eine Spur oder Vermutung, die es wert ist verfolgt zu werden....

Ich finde den Artikel von Alice Schwarzer auf jeden Fall sinnbringender als das übliche Gedöns nach Verschärfung der Waffengesetze einiger, die sich jetzt profilieren wollen.
Sie bringt einige Ansätze, die offensichtlich einigen Herrschaften nicht genehm sind....da wird einfach drübergefahren, statt sich mal zu überlegen ob am Ende nicht doch noch was dran sein könnte, aber dann müsste man ja sich selbst hinterfragen......

Es bringt meiner Meinung nach allemal mehr, sich nach Ursachen/Gründen zu fragen als hinter jeder Waffe herzurennen...
das ufert doch nur in einen Kontrollwahn aus und sind wir doch ehrlich, jede Waffe werden sie nicht kriegen auch wenn sie wieder ein Gesetzbuch mit noch mehr als 20'000 Artikeln wie seinerzeit beim grossen Fritzen machen.

Ob es nun daran liegen soll, dass die armen Knäbchen nur noch von Frauen unterrichtet werden, wag ich auch zu bezweifeln.
In meiner Klasse auf dem Gym waren ausser einer Frau nur männliche Lehrer, ich hab bis heute noch nicht durch die Gegend geballert....


Klee, Deine Fragen klingen sehr interessant und überlegenswert, aber das Interesse daran scheint sich - leider - in Grenzen zu halten.


Monsoon

Inaktiver User
18.03.2009, 08:10
Es ist ja gut, dass Frau Schwarzer den Frontverlauf geklärt hat, damit ich weiß, dass Männlichkeit unmenschlich ist. Wer ist denn heute von Schmusekurs und krudem Harmoniebedürfnis wirklich begeistert. Das ist doch alles nur Augenwischerei. Dank Frau Schwarzer wurden mir wieder die Augen geöffnet. In der Sprache irgendwie ganz auf der Linie von Carl Schmitt (http://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Schmitt), den ich als Juristen ja über alles schätze. Ach so, Carl Schmitt: Das war der Kronjurist der Nazis.


Schmitt unterscheidet folgende Formen der Feindschaft: konventionelle Feindschaft, wirkliche Feindschaft und absolute Feindschaft. Zur absoluten Feindschaft komme es paradoxerweise etwa dann, wenn sich eine Partei den Kampf für den Humanismus auf ihre Fahne geschrieben habe. Denn wer zum Wohle oder gar zur Rettung der gesamten Menschheit kämpfe, müsse seinen Gegner als Feind dieser gesamten Menschheit betrachten und damit zum Unmenschen deklarieren. Daher sagt Schmitt in Abwandlung von Pierre-Joseph Proudhons Wort „Wer Gott sagt, will betrügen“: „Wer Menschheit sagt, will betrügen“. „Die Führung des Namens 'Menschheit', die Berufung auf die Menschheit, die Beschlagnahme dieses Wortes, alles das könnte, weil man nun einmal solche erhabenen Namen nicht ohne gewisse Konsequenzen führen kann, nur den schrecklichen Anspruch manifestieren, daß dem Feind die Qualität des Menschen abgesprochen, daß er hors-la-loi [Außerhalb des Rechts] und hors L'humanité erklärt und dadurch der Krieg zur äußersten Unmenschlichkeit getrieben werden soll.“

Amoklaufen in der Redaktion von Schwarzer? Nö, das werden die Würmer erledigen. Weichei? Ich mach mir doch an der Schwarzer nicht die Finger schmutzig.

Und wenn ich es mir recht überlege, dann ist die Ansicht von Frau S. faschistoid. Sie liegt in einem erschreckenden Ausmaße auf der Freund-Feind-Unterscheidung von C. Schmitt. Das überrascht mich jetzt selbst.

Max
18.03.2009, 08:23
Klee, Deine Fragen klingen sehr interessant und überlegenswert, aber das Interesse daran scheint sich - leider - in Grenzen zu halten.



Wie heißt eigentlich der Klassennachbar Ihres Kindes?
Welches Buch liest es gerade? Liest es überhaupt?
Wie lange hat sich Ihr Kind gestern bei SchülerVZ herumgetrieben - und mit wem?
Über welchen Lehrer hat es sich zuletzt geärgert?
Und was haben Sohn oder Tochter am kommenden Wochenende vor?
Wann haben Sie ihrem Sohn oder Ihrer Tochter zuletzt etwas erklärt, womit die Kinder wirklich etwas anfangen konnten? diese Fragen stellt der Spiegel (http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,613181,00.html)...

eigentlich ganz einfache Fragen, die jeder Elternteil leicht beantworten kann... oder?

Inaktiver User
18.03.2009, 08:42
diese Fragen stellt der Spiegel (http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,613181,00.html)...

eigentlich ganz einfache Fragen, die jeder Elternteil leicht beantworten kann... oder?


Wie heißt eigentlich der Klassennachbar Ihres Kindes?
Welches Buch liest es gerade? Liest es überhaupt?
Wie lange hat sich Ihr Kind gestern bei SchülerVZ herumgetrieben - und mit wem?
Über welchen Lehrer hat es sich zuletzt geärgert?
Und was haben Sohn oder Tochter am kommenden Wochenende vor?
Wann haben Sie ihrem Sohn oder Ihrer Tochter zuletzt etwas erklärt, womit die Kinder wirklich etwas anfangen konnten? erkennst Du den Unterschied zu den Fragen, die ich im Namen der Kinder stellte ?

Das hier sind 70er-Jahre-Pädagogik
Fragen ..

Netter Ansatz und nette Idee..

Und " bei SchülerVZ rumgetrieben " ist schon eine Formilierung, die vieles aussagt..

Claus Christian Malzahn erinnere ich noch als Absender von Artikeln wie
Deutsche Nationalhymne - ‘Die blödsinnigste Parole der Welt

toller Typ, ein richtiger Revoluzzer ;-))..nur auch ein wenig " außer der Zeit "
und mit ganz eindeutigem Scheuklappenblick

Langsam gehen mir all die eitlen Schwätzer ( " Psycholgen " bei RTL, Spiegel-Online-Redakteure, Emma-Chefredateurin etc ) auf den Keks..

Max
18.03.2009, 08:54
erkennst Du den Unterschied zu den Fragen, die ich im Namen der Kinder stellte ?

Das hier sind 70er-Jahre-Pädagogik
Fragen ..

Netter Ansatz und nette Idee..weißt du Klee, mir ging es im Moment weniger darum welcher Art die Fragen sind... ob nun 70er Jahre oder irgendwelcher Hip Hop... egal...

es ging mir gerade mal darum, zum Nachdenken zu animieren...

was denkst du wie viele Eltern es gibt, die nicht einmal die Freunde ihrer Kinder beim Namen nennen können?

Inaktiver User
18.03.2009, 09:08
weißt du Klee, mir ging es im Moment weniger darum welcher Art die Fragen sind... ob nun 70er Jahre oder irgendwelcher Hip Hop... egal...

es ging mir gerade mal darum, zum Nachdenken zu animieren...

was denkst du wie viele Eltern es gibt, die nicht einmal die Freunde ihrer Kinder beim Namen nennen können?

die gibt es sicher : und wenn diese dann Spiegelonline lesen, denken sie vielleicht darüber nach oder auch nicht..

Wenn der Absender dieser ja recht netten Ideen jedoch gleichzeitig über andere Ideen witzelt und als Hauptgrund die Eltern fokussiert und ausmacht und gegen jede Einmischung " von oben " ist, dann weiß ich, dass Letzteres seine Hauptangst ist..

Und ich bin dafür, dass Kinder mit Eltern, die eben überfordert oder indifferent bis ignorant sind, auch in Schule Halt bekommen..

bin dafür, dass man ruhig über die zentrale Waffenaufbewahrung nachdenkt..

Nun lapidar : "Gute Eltern ziehen den Stecker am PC und erkundigen sich wie der Banknachbar heißt " ist eine Träumerleidee ..

ich frage mich in welchem Elfenbeinturm der ehemalifge Linksradikale lebt..

Mich dauern Kinder mit Eltern, die gar nicht wissen was so ein Malzahn will

und für diese hätte ich schon auch gerne Halt : und wo bitte könnte dieser gegeben werden ?

Malzahn hat Angst vor dem Einfluss " von oben " : ich denke genau das: die völlige Abkehr von Verantwortung von Lehrkräften ( dolles Wort ) auch für die Persönlichkeitsbildung führte dazu, dass Lehrer heute Lehrmaschinen sind, die keine Pädagogen sind, die zum Teil Kinder hassen gelernt haben : weil sie ja eh nichts dürfen, müde geworden sind und manche Eltern von ihnen nur erwarten, dass sie die Kinder dazu bringen, Leistungen abzuliefern..

Inaktiver User
18.03.2009, 09:14
Klee, Deine Fragen klingen sehr interessant und überlegenswert, aber das Interesse daran scheint sich - leider - in Grenzen zu halten.
siehst Du und stelle Dir einmal vor, diese Fragen hätte tatsächlich ein Jugendlicher gestellt ?

Es würde weiter über alles mögliche debattiert..über " GROSSE " Ideen..über Geschlechterkampf über ganz wichtige Dinge..aber das/ die aufwühlenden Jugendfragen fielen unter den Tisch : weil diese Fragen anders sind als :

Welches Buch liest der Junior ?
Ist er oft bei Schülervz online und liest er/sie keine " guten " Bücher.. ?
Wie heißt der Banknachbar ?


Stimmt es, was die Pornorapper singen, dass die Mädchen etwas wollen, was ich nicht bin ?

Warum sehen sie ( Mädchen in meinem Alter ) oft aus wie " Bitches " und sind keine und doch erzählt man und tut auch so, als wollten sie so behandelt sein ?

Warum fasziniert mich Gewalt ?

Was ist der Unterschied von Vaters Schießen und dem Ballern am PC, wenn Köpfe abfallen, die ja auch nur virtuell sind ?

Warum sagt die Traumatherapeutin : "Ballerspiele braucht kein Mensch " ich jedoch fühle, dass ich sie brauche..?

Was fehlt mir ?

Was fühlt Ihr bei diesen Fragen ?

Darf man das fragen ?

Kennt Ihr King Orgasmus One ?

Was ist Liebe ?Es wäre möglich diese Fragen auch in der Schule zu thematisieren.. : Schüler könnten darüber ins Gespräch kommen..

Ich denke nicht, dass man sie mit diesen Fragen mit ihren Eltern und Bushido allein lassen sollte ;-)

Max
18.03.2009, 09:46
meiner Meinung nach sind es Fragen wie z.B.

wie sieht meine Zukunft aus?

welche Perspektiven habe ich?

was seht ihr in mir?

was erwartet ihr von mir?

was passiert wenn ich diese Erwartungen nicht erfüllen kann?

werdet ihr mich genauso lieben wenn ich versage?

die mindestens genauso wichtig sind und die die Jungen Leute mindestens genauso beschäftigen... und belasten...

Inaktiver User
18.03.2009, 09:56
meiner Meinung nach sind es Fragen wie z.B.

wie sieht meine Zukunft aus?

Lerne fleißig, mach Dein Abi, dann sind Deine Chancen mittelmäßig bis schlecht : aber wenn Du Leistung bringst, dann wird das schon..

welche Perspektiven habe ich?

bring Leistung und dann wirds schon..

was seht ihr in mir?

wir sehen dich und haben Angst vor der Zukunft, dass Du es nicht " bringst " : keine Leistungen bringst

was erwartet ihr von mir?

dass Du funktionierst und Deinen Eltern nicht vor Sorge um Deine Zukunft den Schlaf raubst

was passiert wenn ich diese Erwartungen nicht erfüllen kann?

dann sind wir furchtbar traurig..haben dich noch lieb, aber dann hast Du und wir versagt und wir erstarren und werden trübsinnig, denn der Naxchbarjunge hat es doch auch geschafft

werdet ihr mich genauso lieben wenn ich versage?

sicher irgendwie..doch werden wir vergessen, Dir das zu zeigen..: denn Du hältst uns vor Augen, dass auch wir versagten..
und wir grübeln warum der Nachbarjunge schaffte, was Du nicht schaffst..

die mindestens genauso wichtig sind und die die Jungen Leute mindestens genauso beschäftigen... und belasten...

ja sind wichtig..

und ich schrieb in Rot Antworten dazu, die ehrliche wären..

ob Eltern diese den Kindern geben würden ?

Oder ob Eltern reflektieren, was diese spürbaren Antworten in Kindern bewirken können ?

Ich weiß es nicht..

Es ist leichter über anderes nachzudenken..ja da hat auch Malzahn Recht..

Inaktiver User
18.03.2009, 09:56
Man/frau kann übrigens als Elter auch fragen, wann sich das eigene Kind das letzte Mal über einen Lehrer oder eine Lehrerin gefreut hat oder was es an einem Lehrer oder einer Lehrerin gut findet oder überhaupt eben wie er oder sie so als vielseitige Persönlichkeit ist.

So die direkte Frage, wann sich ein Kind das letzte Mal über einen Lehrer geärgert hat, finde ich suggestiv in die Richtung das Schlechte gewollt hervorzuheben.

Wenn die vielseitigen Eigenschaften der Lehrer zu Hause, wie es die Gelegenheit ergibt, zum Thema werden können, bin ich hin und wieder erstaunt gewesen, wie viele Züge an Lehrern von meinen Kindern hochgeschätzt werden (war in meiner Schulzeit auch so). Freilich sprechen wir ja alle meist zuerst aus, was uns beunruhigt oder ärgert oder ängstigt. Das Positive zu sehen und beides, Positives und Negatives anzunehmen, bringt weiter.

Z. B.: Der Unterricht der Lateinlehrerin wird als eher langweilig empfunden.

Dafür ist sie mit ihrem Sozialverhalten bei Jungen und Mädchen hochgeschätzt, leitet seit zig Jahren die Theater-AG und führt dort die Jungen und Mädchen dazu selbst Regie zu führen, sich Wissen mit Hilfe der hiesigen Theater anzueignen, einschließlich Bühnenbild und Kostüm, Sprecherziehung ... und völlig eigenständige Bühnenproduktionen, die dann auch volle Zuschauerräume bringen - und unsere Schule bringt wirklich Studenten in Bühnenrichtung hervor.

Oder: Ein Kunstlehrer, persönlich sehr eigenartig, soll nervenkrank oder so sein; was die Schüler an Kunst bei ihm erfahren und auch selbst tun, ist phänomenal.

Den Lehrer, die Eltern und sich selbst in seiner Vielfältigkeit begreifen und anzunehmen.

Inaktiver User
18.03.2009, 10:01
Also ich finde, Schwarzer bietet viel Angriffsfläche mit ihren teilweise kämpferischen Formulierungen.
Auch der hier zitierte Artikel enthält mir zu viel Front gegen Männer.
ABER sie hat auch ganz viel für die Emanzipation der Frauen in Deutschland getan und wenn man mal zurückblickt, seit wann wir eigentlich zumindest einigermaßen gleichberechtigt sind, dann ist das ein sehr kurzer Zeitraum.


Das ist sicher ein Verdienst von Frau Schwarzer, auch wenn ich glauben das die Gleichberechtigung auch ohne sie gekommen wäre. Für viele Dinge war die Zeit einfach reif.

Ich finde es nur schade, das es die von Alice Schwarzer bestimmte Frauenbewegung nie verstanden hat und es vielleicht auch gar nicht wollte, die Männer mit ins Boot zu nehmen. Da wurde, wie auch jetzt wieder in ihrem Artikel, immer ein Gegensatz zu den Männern konstruiert, der sich meiner Meinung nach nicht positiv auf die Akzeptanz des Feminismus in Deutschland auswirkt und vielleicht auch ein Unterschied zu anderen Ländern ist, etwa Frankreich oder Skandinavien.

Inaktiver User
18.03.2009, 10:02
Man/frau kann übrigens als Elter auch fragen, wann sich das eigene Kind das letzte Mal über einen Lehrer oder eine Lehrerin gefreut hat oder was es an einem Lehrer oder einer Lehrerin gut findet oder überhaupt eben wie er oder sie so als vielseitige Persönlichkeit ist.

ervorzuhebenSo die direkte Frage, wann sich ein Kind das letzte Mal über einen Lehrer geärgert hat, finde ich suggestiv in die Richtung das Schlechte gewollt hervorzuheben.

Wenn die vielseitigen Eigenschaften der Lehrer zu Hause, wie es die Gelegenheit ergibt, zum Thema werden können, bin ich hin und wieder erstaunt gewesen, wie viele Züge an Lehrern von meinen Kindern hochgeschätzt werden (war in meiner Schulzeit auch so). Freilich sprechen wir ja alle meist zuerst aus, was uns beunruhigt oder ärgert oder ängstigt. Das Positive zu sehen und beides, Positives und Negatives anzunehmen, bringt weiter.

Z. B.: Der Unterricht der Lateinlehrerin wird als eher langweilig empfunden.

Dafür ist sie mit ihrem Sozialverhalten bei Jungen und Mädchen hochgeschätzt, leitet seit zig Jahren die Theater-AG und führt dort die Jungen und Mädchen dazu selbst Regie zu führen, sich Wissen mit Hilfe der hiesigen Theater anzueignen, einschließlich Bühnenbild und Kostüm, Sprecherziehung ... und völlig eigenständige Bühnenproduktionen, die dann auch volle Zuschauerräume bringen - und unsere Schule bringt wirklich Studenten in Bühnenrichtung hervor.

Oder: Ein Kunstlehrer, persönlich sehr eigenartig, soll nervenkrank oder so sein; was die Schüler an Kunst bei ihm erfahren und auch selbst tun, ist phänomenal.

das ist auch eine Seite der Medaille :

diese Eltern geben den Kindern das Gefühl, dass Schule mit seinen Lehrern ein Ort ist, wo Menschen sind, denen nicht zu trauen ist..

und das ist auch völlig falsch..

und leider heute auch üblich.

Das passt jedoch genau auch zu der Idee, dass Jugendliche Schule nicht mehr als Ort wo sie sich gut aufgehoben fühlen, empfinden..

Einerseits durch von Dir geschildertes Misstrauen von Eltern, andererseits durch unfassbar idiotisches Verhalten mancher Lehrer..

Max
18.03.2009, 10:47
ob Eltern diese den Kindern geben würden? sind es wirklich die Antworten, die Eltern auf genau diese Fragen geben würden... oder sind es vielleicht die Antworten, die die "Kinder" befürchten wenn sie genau diese Fragen stellen würden?

Kennen wir die Ängste unserer Kinder wirklich?

Inaktiver User
18.03.2009, 11:10
Aber mich würde diese männliche Identität wirklich mal interessieren, was es denn nun ist oder sein soll....

Ausrasten? Dreinschlagen? Durchdrehen? Macht ausüben?

Was ist denn die weibliche Identität?
Mutterschaft, Demut, Sanftheit, Liebe? Oder gibt es da noch mehr, auch dunkle Seiten?

Die männliche Identität ist genauso vielschichtig wie die weibliche, von Individuum zu Individuum verschieden.

Aber wie auch immer sie sich darstellt, muß sie eine Chance haben, sich zu entwickeln und auszuleben. Das kann auch in eine Richtung gehen, die manchen vielleicht nicht so gefällt, etwa zu einem Dominanzstreben oder dem Bedürfnis, die Kräfte in einer Rangelei zu messen.
Dies in geordnete Bahnen zu lenken, unter Beachtung bestimmter Regeln, sollten Eltern und Schule anstreben.



Ich finde den Artikel von Alice Schwarzer auf jeden Fall sinnbringender als das übliche Gedöns nach Verschärfung der Waffengesetze einiger, die sich jetzt profilieren wollen.
Sie bringt einige Ansätze, die offensichtlich einigen Herrschaften nicht genehm sind....da wird einfach drübergefahren, statt sich mal zu überlegen ob am Ende nicht doch noch was dran sein könnte, aber dann müsste man ja sich selbst hinterfragen......

Das mit dem sich hinterfragen, der kritischen Auseinandersetzung mit der männlichen Rolle, ist das nicht genau das, was seit nunmehr 20, 30 Jahren an unseren Kindergärten und Schulen passiert? Ist nicht eine ganze Generation von Pädagogen darin ausgebildet worden, sich mit den Geschlechterrollen kritisch auseinanderzusetzen? Die Jungen, die in den letzten Jahren Amok gelaufen sind, sind die nicht alle in so einem Klima der Hinterfragung aufgewachsen?
In unseren Schulen werden doch keine kleine Patriarchen ausgebildet, das Gegenteil ist seit 30 Jahren Programm.

Ich finde es auch sinnvoll, die eigenen Anschauungen und Verhaltensweisen mal zu hinterfragen, aber ich glaube nicht, das es daran unserer Gesellschaft mangelt.

Inaktiver User
18.03.2009, 11:20
..ich suchte gerade dieses Lied für weitere Fragen..

und fand in den Kommentaren auch weitere Antworten : zuerst die Frage nach dem Zusammenhang und dann der Kommentar : Für Tim K.

auch wenn Tim.K .s Gedanken vielleicht völlig andere waren : Jugendliche verstehen da etwas, sehen da etwas..und vielleicht schauen wir auch einmal da hin, in die Richtung, in die auch Max schaute..

Vorsicht es ist unzensiert und äußerst brutal..mit Horrorelementen..





YouTube - Junge - Die Ärzte Unzensiert (http://www.youtube.com/watch?v=8KiaQ8qpDkU)

Inaktiver User
18.03.2009, 11:25
cyan;5575747]
Die männliche Identität ist genauso vielschichtig wie die weibliche, von Individuum zu Individuum verschieden.


Das trifft die Sache wohl am ehesten....


Das mit dem sich hinterfragen, der kritischen Auseinandersetzung mit der männlichen Rolle, ist das nicht genau das, was seit nunmehr 20, 30 Jahren an unseren Kindergärten und Schulen passiert? Ist nicht eine ganze Generation von Pädagogen darin ausgebildet worden, sich mit den Geschlechterrollen kritisch auseinanderzusetzen? Die Jungen, die in den letzten Jahren Amok gelaufen sind, sind die nicht alle in so einem Klima der Hinterfragung aufgewachsen?

Wenn es denn wahr ist, dass im einen Klassenraum die Jungen vorne sassen und die Mädchen hinten, bin ich mir da nicht so sicher.....


In unseren Schulen werden doch keine kleine Patriarchen ausgebildet, das Gegenteil ist seit 30 Jahren Programm.

Jede Schule steht und fällt mit dem Lehrer und Einfluss auf Kinder haben nicht nur die Schulen allein.
Ob da wirklich alles so ist wie es sein soll, daran hab ich schon so meine Zweifel.
Es ist heute nur eher so geworden, dass dieses Thema gar nicht mehr angeschnitten werden darf, weil ja schon lange Gleichberechtigung sein soll, na wers glaubt wird seelig.


Stellen wir uns mal vor Alice Schwarzer hätte recht und es wäre tatsächlich Frauenhass die Ursache.
Wieso regen sich alle so darüber auf? Weil es nicht sein darf? Oder warum genau?

Ich gehe nicht davon aus, dass je eine Ursache herauskommen wird, aber möglich wäre es doch.

Inaktiver User
18.03.2009, 11:28
In dem Artikel ist folgender Satz enthalten:

"Das Bruttogehalt der Beispielrechnung gilt für einen 33 Jahre alten Lehrer mit Partner und einem Kind. Netto verdient er damit künftig rund 2120 Euro statt 1580 Euro am Jahresanfang. In Berlin gibt es rund 800 Schulen. Etwa 6000 Lehrer sind Angestellte, rund 23 500 sind Beamte."

Daher hatte ich die 1500 E :lachen:

wir sind doch hier im emanzipationsforum, da macht es mich schon fassungslos, dass ihr immer von einem 1-Einkommen-Haushalt ausgeht.

2 Einkommen mit dem gehalt ist für eine familie durchaus ausreichend.

Satyr
18.03.2009, 11:29
Dass es nach wie vor z.B. beruflich keine Chancengleichheit gibt und die Geschlechter Unterschiede aufweisen, wird wohl niemand bestreiten.


Doch, ich. Also abgesehen von den Berufen, in denen es eine Frauenquote gibt :blumengabe:

Inaktiver User
18.03.2009, 11:31
sind es wirklich die Antworten, die Eltern auf genau diese Fragen geben würden... oder sind es vielleicht die Antworten, die die "Kinder" befürchten wenn sie genau diese Fragen stellen würden?

Kennen wir die Ängste unserer Kinder wirklich?

vielleicht ist es so, dass Eltern diese Antworten schon gaben ?

Durch ihr Verhalten ?

Ich kenne nicht alle Ängste meiner Kinder, aber ich weiß, dass es nichts Schimmeres gibt, als zu fühlen, dass das eigene Kind an der Welt leidet..

Gerade daher bin ich so begierig nach Personen, die für die Kinder da sind, , die Zuversicht ins Leben vermitteln....

und das erwarte ich auch von Menschen, denen ich mein Kind anvertraue : Lehrern..

Und das leisten sie aus verschiedenen Gründen heute eben nicht..

Und daher möchte ich Schule als Ort wo Kinder sich aufgehoben fühlen und fürchte nicht " Kontrolle von oben " sondern wünsche mir, dass Erwachsene, die den Beruf des Lehrers wählten, Bedingungen geschafft bekommen, dass sie sein können, was Jugendliche brauchen : Prägestöcke und Vorbilder..und Halt

und nicht nur Wissensvermittler, die Druck nach unten weitergeben..

Das gäbe Lehrern mehr noch als Gehaltserhöhung wieder Freude an ihrem Beruf zurück und befreite manchen vielleicht auch aus seiner Lethargie..

Inaktiver User
18.03.2009, 11:36
Das ist sicher ein Verdienst von Frau Schwarzer, auch wenn ich glauben das die Gleichberechtigung auch ohne sie gekommen wäre. Für viele Dinge war die Zeit einfach reif.

Ich finde es nur schade, das es die von Alice Schwarzer bestimmte Frauenbewegung nie verstanden hat und es vielleicht auch gar nicht wollte, die Männer mit ins Boot zu nehmen. Da wurde, wie auch jetzt wieder in ihrem Artikel, immer ein Gegensatz zu den Männern konstruiert, der sich meiner Meinung nach nicht positiv auf die Akzeptanz des Feminismus in Deutschland auswirkt und vielleicht auch ein Unterschied zu anderen Ländern ist, etwa Frankreich oder Skandinavien.


@Cyan
Einerseits meinst du, die Gleichberechtigung wäre ohne Alice Schwarzer gekommen (diese Auffassung teile ich, es hätte eine andere Gallionsfigur sein können, die an vorderster Front stand), andererseits schreibst du ihr die Macht zu, Männer ins Boot zu holen....... oder nicht.
Wie in allen Belangen des Lebens wirkt der gesellschaftliche Druck, selbst wenn Männer ins Boot kommen, kann sein, dass sie sich darin nicht so wohl fühlen, wie die Frauen wünschen, einfach, weil es noch zu viele gibt, die sich anders orientieren.
Was wäre, wenn Männer die Frauen ins Boot holen würden? Eine ganz neue Variante, eigentlich.
Jedoch, vielleicht müssen wir nur abwarten, vielleicht ist die Zeit noch nicht reif, ......

Inaktiver User
18.03.2009, 11:39
@Cyan
Einerseits meinst du, die Gleichberechtigung wäre ohne Alice Schwarzer gekommen (diese Auffassung teile ich, es hätte eine andere Gallionsfigur sein können, die an vorderster Front stand), andererseits schreibst du ihr die Macht zu, Männer ins Boot zu holen....... oder nicht.
Wie in allen Belangen des Lebens wirkt der gesellschaftliche Druck, selbst wenn Männer ins Boot kommen, kann sein, dass sie sich darin nicht so wohl fühlen, wie die Frauen wünschen, einfach, weil es noch zu viele gibt, die sich anders orientieren.
Was wäre, wenn Männer die Frauen ins Boot holen würden? Eine ganz neue Variante, eigentlich.
Jedoch, vielleicht müssen wir nur abwarten, vielleicht ist die Zeit noch nicht reif, ......

fahren wir hier Bötchen oder reden wir vom Frauenhassvorwurf in Bezug auf Amokläufe ?

:lachen:

Frauen ins Boot holen, Männer ins Boot holen : das geht doch so unter, das Boot : da diskutieren alle ewig wohin die Reise gehen soll, derweil fegt das Unwetter alles um..:smile:

Alice Schwarzer ist heute völlig neben jeder Realität : es sind andere Zeiten und mit ihren alten Gedanken wirft sie mit dem Po alles Gute wieder um..

Soll sie mit Charlotte Roche diskutieren, soll sich von jungen Frauen mal anhören was diese denken : wo Emanzipation heute gefragt ist..
Alice Schwarzer ist ein weiblicher despotischer Macho ;-)) : diese brauche ich heute bestimmt nicht mehr für emanzipatorische Gedanken..

Sie hat übrigens Orgasmus King One kennengelernt und es war ulkig anzuhören, wie sie glaubte, diesem Idioten beikommen zu können..

Betulich und mit dem Wunsch ihn vorzuführen..

wie sie es ja gelernt hat und für ihre Spezialität hält..

Völlig jenseits jeder Realität..: schade um den guten Ansatz..

Inaktiver User
18.03.2009, 11:57
@Klee
Ich habe einfach auf Cyans posting reagiert, that's all, von Brötchen viele Meilen entfernt, so sehe ich es.

Mit Charlotte Roche soll Alice Schwarzer diskutieren? Nun, nach meiner Auffassung wäre das weit unter dem, was Alices Klugheit beanspruchen dürfte. Selbst, wenn sie, wie du schreibst, etwas betulich ist.


Und daher möchte ich Schule als Ort wo Kinder sich aufgehoben fühlen und fürchte nicht " Kontrolle von oben " sondern wünsche mir, dass Erwachsene, die den Beruf des Lehrers wählten, Bedingungen geschafft bekommen, dass sie sein können, was Jugendliche brauchen : Prägestöcke und Vorbilder..und Halt

Dieser Anspruch könnte dann erfüllt werden, wenn Klassen zu zehn und elf Kindern möglich wären und die Lehrenden eine längere, qualitätsvollere Ausbildung bekämen.
In Klassen mit 25 und 30 Kindern Vorbild zu sein, Hilfestellung zu geben, die Nerven zu behalten, auf einzelne junge Menschen einzugehen, ist nicht möglich.

Inaktiver User
18.03.2009, 12:08
Mit Charlotte Roche soll Alice Schwarzer diskutieren? Nun, nach meiner Auffassung wäre das weit unter dem, was Alices Klugheit beanspruchen dürfte. Selbst, wenn sie, wie du schreibst, etwas betulich ist.
diesen Satz lasse ich mir mal auf der Zunge zergehen.. ;-)



Ich pfeife auf Alice Schwarzers " Klugheit " und wünsche mir mehr Beachtung von Lebensklugheit und die geht Alice Schwarzer heute leider völlig ab..

Sie ist übrigens mit Charlotte Roche befreundet..und diskutierte gerne mit ihr..und bewunderte deren Lebensklugheit :lachen: : das zeugt von Alices Klugheit, doch wie gesagt : für heutige Themen braucht es mehr..

Es ist wirklich so : Alice Schwarzer ist völlig von gestern..

Meine Tochter ist 21, glaubst Du für sie könnte Alice Schwarzer noch Sprachrohr sein ?

Möchte diese gerne : aber ich muss meiner Tochter erklären, dass diese Frau, die in ihren Augen viel Mist redet, dereinst Gutes erreicht hat und sie mit ihr Milde walten lassen soll ;-))

Satyr
18.03.2009, 12:09
Dieser Anspruch könnte dann erfüllt werden, wenn Klassen zu zehn und elf Kindern möglich wären und die Lehrenden eine längere, qualitätsvollere Ausbildung bekämen.
In Klassen mit 25 und 30 Kindern Vorbild zu sein, Hilfestellung zu geben, die Nerven zu behalten, auf einzelne junge Menschen einzugehen, ist nicht möglich.


Und wenn vernünftig ausgewählt wird, wer da Lehrer wird. Auch mit psychischem Gutachten.
Wenn ich mir die Lehramtsstudenten in Essen hier ansehe.. gruselig. Meine beste Freundin sitzt mit denen öfter mal in Seminaren. Sie studiert irgendwas soziales, ich vergess immer wie das heisst. Aber da überschneiden sich die Pädagogikseminare. Sie hat mal einige gefragt, wieso sie Lehrer werden möchten. Die Antwort war meist etwas wie: Weil mir nichts anderes eingefallen ist, die Arbeitszeiten klasse sind, viel Ferien und dafür noch ne gute Bezahlung bei viel Freizeit (Mittags wieder zu Hause).

Super. Das sind tolle Gründe..
Es sind nachvollziehbare Gründe, keine Frage. Aber das erklärt für mich auch sehr gut, wieso es immer mehr Lehrerdeppen gibt, die ihre Stunden abreissen und sich nicht wirklich für die Kinder interessieren. Solche Berufe sollte man, meine Meinung nach, aus Berufung angehen, nicht aus oben genannten Gründen.

Inaktiver User
18.03.2009, 12:22
Stellen wir uns mal vor Alice Schwarzer hätte recht und es wäre tatsächlich Frauenhass die Ursache.
Wieso regen sich alle so darüber auf? Weil es nicht sein darf? Oder warum genau?


Dann müssten wir uns die Frage stellen, woher dieser Frauenhass kommen könnte.

arouet58
18.03.2009, 12:24
@Klee
Ich habe einfach auf Cyans posting reagiert, that's all, von Brötchen viele Meilen entfernt, so sehe ich es.

Mit Charlotte Roche soll Alice Schwarzer diskutieren? Nun, nach meiner Auffassung wäre das weit unter dem, was Alices Klugheit beanspruchen dürfte. Selbst, wenn sie, wie du schreibst, etwas betulich ist.


Frau Schwarzer ist nicht betulich.
Sie ist eine Demagogin, wie auch ihr Artikel zu dem Massaker in Winnenden zur Genüge beweist.
Die Gleichberechtigung der Frau wurde nicht von DEN Frauen gegen DIE Männer erkämpft, sondern von Reformern gegen Konservative.
Sowohl unter den Reformern als auch unter den Konservativen befanden sich Männer und Frauen.
Realiter wurde die Gleichberechtigung der Frau von wesentlich mehr Männern als Frauen durchgesetzt und unterstützt.

Inaktiver User
18.03.2009, 12:28
Dieser Anspruch könnte dann erfüllt werden, wenn Klassen zu zehn und elf Kindern möglich wären und die Lehrenden eine längere, qualitätsvollere Ausbildung bekämen.
In Klassen mit 25 und 30 Kindern Vorbild zu sein, Hilfestellung zu geben, die Nerven zu behalten, auf einzelne junge Menschen einzugehen, ist nicht möglich.dass es möglich ist, zeigen gute Beispiele..

Dass es Schlüsselkompetenzen bedarf, ist klar..

Dass das mit easygoing.-Erwartung nicht geht, weiß ich..

Sicher wären kleine Klassen toll : doch wenn etwas stimmt, dann funktioniert das mit 15 Kindern, wie mit 25..

oder eben nicht..

Und es funktioniert heute vieles nicht.. : auch in kleinen Klassen nicht ( Klasse meines Söhnchen : 18 Kinder )

Ich erlebte ein Kontrastprogramm in der Schulzeit meiner Tochter :

Grundschullehrerin mit miserablem Examen und Verbeamtung : dann kam junge engagierte Lehrerin als Vertretung, die plötzlich schaffte was vorher unmöglich schien..

Festangestellt wurde aber eine lurige Dame aus dem Bekanntenkreis des Rektors..und die engagierte Junge Frau durfte wieder in einer schlechtbezahlten Vertretungsstelle Feuerwehr spielen..

Da stimmt im System vieles nicht : und zu viele finden Schlupflöcher..

Inaktiver User
18.03.2009, 12:47
Dann müssten wir uns die Frage stellen, woher dieser Frauenhass kommen könnte.

Das wäre für mich auch noch kein Grund, mich aufzuregen.
Dann machen wir das.

Wird wohl nicht einfach, das kann vieles sein.

Inaktiver User
18.03.2009, 13:29
Ich pfeife auf Alice Schwarzers " Klugheit "

Okay




Meine Tochter ist 21, glaubst Du für sie könnte Alice Schwarzer noch Sprachrohr sein ?

Nein.

Meine Tochter ist 23; ich denke, hoffe nicht, dass Charlotte Roche für sie Sprachrohr ist.
Eher hoffe ich, dass sie, wie Alice Schwarzer zu ihrer Zeit, mutig verbalisiert, was sie will und was nicht. Realistisch, pragmatisch, widerständig.

schnarchstop
18.03.2009, 13:37
"Zitat von schnarchstop
In dem Artikel ist folgender Satz enthalten:

"Das Bruttogehalt der Beispielrechnung gilt für einen 33 Jahre alten Lehrer mit Partner und einem Kind. Netto verdient er damit künftig rund 2120 Euro statt 1580 Euro am Jahresanfang. In Berlin gibt es rund 800 Schulen. Etwa 6000 Lehrer sind Angestellte, rund 23 500 sind Beamte."

Daher hatte ich die 1500 E"



wir sind doch hier im emanzipationsforum, da macht es mich schon fassungslos, dass ihr immer von einem 1-Einkommen-Haushalt ausgeht.

2 Einkommen mit dem gehalt ist für eine familie durchaus ausreichend.


Nun, in dieser Diskussion geht es um die Frage, wieviel Euro die Lehrer verdienen und ob dies ein Grund dafür ist, dass so wenig männliches Personal an den Schulen arbeitet.

ICH halte 1500 E für extrem wenig, falls das andere Einkommen längere Zeit ausfällt.

Zumal wenn man mehrere Kinder haben will geht das gar nicht.

schnarchstop
18.03.2009, 13:42
Meine Tochter ist 21, glaubst Du für sie könnte Alice Schwarzer noch Sprachrohr sein ?

Möchte diese gerne : aber ich muss meiner Tochter erklären, dass diese Frau, die in ihren Augen viel Mist redet, dereinst Gutes erreicht hat und sie mit ihr Milde walten lassen soll ;-))


DAS ist ein überzeugendes Argument :zwinker:

Bei der heutigen Jugend muss man anscheinend froh sein, wenn sie Hitler nicht für eine Margarinesorte oder die Lösung ihrer Probleme halten.

Vielleicht ist deiner Tochter nicht klar, dass es vor 35 Jahren ein gesellschafter Umbruch war, wenn unverheiratete Paare in eine gemeinsame Wohnung eingezogen sind.
1950 musste man noch heiraten, sonst bekam man überhaupt keine Wohnung vom jeweiligen Bürgermeisteramt zugeteilt.


Was hat sie denn an Schwarzer auszusetzen ?

schnarchstop
18.03.2009, 13:45
Meine Tochter ist 23; ich denke, hoffe nicht, dass Charlotte Roche für sie Sprachrohr ist.
.


Charlotte Roche hat mit ihrem Buch nochmal eine Grenze ausgelotet und wird dem nichts mehr hinzufügen (können), weil sowas nicht mehr zu toppen ist.

Sie wird mit Sicherheit in der Versenkung verschwinden oder als Banal-Moderatorin im Durchschnitt mitschwimmen oder untergehen.

Inaktiver User
18.03.2009, 13:59
Okay



Nein.

Meine Tochter ist 23; ich denke, hoffe nicht, dass Charlotte Roche für sie Sprachrohr ist.
Eher hoffe ich, dass sie, wie Alice Schwarzer zu ihrer Zeit, mutig verbalisiert, was sie will und was nicht. Realistisch, pragmatisch, widerständig.

Charlotte Roche erwartet im Gegensatz zu Alice Schwarzer gar nicht, als Sprachrohr zu fungieren..

Meine Tochter tut das was Alice sich für Frauen wünschte und noch mehr : widerständig auch gegen alte Hüte, zu denen sie und auch ich Alice Schwarzers Äußerungen heute zähle..

Du Colonna äußerst Dich " widerständig " gegen Schilderungen einer Mutter mit Schülerkindern in Deutschland/NRW : ich wettere gegen das Schulsystem hier, echauffiere mich, lasse mich durch Erinnerungen und Blick in diie Zukunft enervieren : und höre mir an was eine Dame aus Wien mit erwachser Tochter über das Schulsystem hier äußert :

Die mit Schmäh sagt : "Ah geh, die armen Hascherln-Lehrer da, soll man ihnen doch kleine Klassen schaffen, das ist doch klar, das schafft kein Mensch..

Und ich frage mich an dieser Stelle, ob ich noch ganz bei Trost bin..

Scheinbar nicht, darum lass uns das Thema nicht weiter diskutieren : ich bin zu tief drin ..seit ü 13 Jahren und habe noch einmal 8, 5 Jahre vor mir..

mir fehlt die Contenance und der Abstand angesichts der ganzen Beklopftheiten, denen meine Kinder ausgesetzt waren und sind....:blumengabe:

Mein Söhnchen ist 10 : ich brauche die Energie noch :-) unter anderem auch um die armen Hascherln -Lehrer zu unterstützen, zu trösten..ihnen zuzuhören usw.. : damit sie ihre schlechte Laune nicht wieder an der Klasse auslassen..
aber ich denke mir meins dabei.. : auch dass mancher in keinem Job der Welt so larmoyant und quakig sein dürfte..und sofort flöge, wenn er z. T. so miserable Arbeit ablieferte..

:lachen:

arouet58
18.03.2009, 14:14
Vielleicht ist deiner Tochter nicht klar, dass es vor 35 Jahren ein gesellschafter Umbruch war, wenn unverheiratete Paare in eine gemeinsame Wohnung eingezogen sind.
1950 musste man noch heiraten, sonst bekam man überhaupt keine Wohnung vom jeweiligen Bürgermeisteramt zugeteilt.
Frau Schwarzer verdankt es diesem gesellschaftlichen Umbruch, daß sie heute für die BILD werben kann.
Sie gehört zu jenen Zeitgeistsurfern, die dem Irrtum erliegen, sie hätten die Wogen gemacht, die sie nach oben tragen.

Inaktiver User
18.03.2009, 14:23
Charlotte Roche hat mit ihrem Buch nochmal eine Grenze ausgelotet und wird dem nichts mehr hinzufügen (können), weil sowas nicht mehr zu toppen ist.

Ganz meine Meinung. Und ihr Lektor/ihreLektorin hat erkannt, dass mit derartiger Beschreibung von allerlei Auswürfen zum Glück doch noch ein Tabu gefunden wurde, das noch nicht ganz gebrochen war.
Erinnert stark an den Hype um Karin Struck in den späten 70ern; die Schriftstellerin ward nach ihrem ersten und einzigenBestseller auch nur mehr in schwachen Spuren zu sehen.

Die ständige Suche nach neuen Möglichkeiten, nur ja aufzufallen, setzt meines Erachtens die ganz jungen Menschen einem nervigen Zugzwang aus, dem sie nur schwerlich entgehen können, zumal ihnen die ausgefallendsten Rollenmodelle dauerpräsentiert werden.

schnarchstop
18.03.2009, 14:39
Frau Schwarzer verdankt es diesem gesellschaftlichen Umbruch, daß sie heute für die BILD werben kann.
Sie gehört zu jenen Zeitgeistsurfern, die dem Irrtum erliegen, sie hätten die Wogen gemacht, die sie nach oben tragen.

Sowas könnte man von Kolle sagen :freches grinsen:

arouet58
18.03.2009, 14:51
Sowas könnte man von Kolle sagen :freches grinsen:
Richtig.
In dieser Liga spielt ja auch Frau Schwarzer.

schnarchstop
18.03.2009, 14:58
Richtig.
In dieser Liga spielt ja auch Frau Schwarzer.


Das ist ne überflüssige Beleidigung von Frau Schwarzer.

Aufs Dauer-Vögeln hat sie nämlich kein Abo.

Satyr
18.03.2009, 15:48
Das ist ne überflüssige Beleidigung von Frau Schwarzer.

Aufs Dauer-Vögeln hat sie nämlich kein Abo.

Dein Wissen über Frau Schwarzer ist faszinierend *g*

Inaktiver User
18.03.2009, 16:02
Das wäre für mich auch noch kein Grund, mich aufzuregen.
Dann machen wir das.

Wird wohl nicht einfach, das kann vieles sein.

Nehmen wir mal an, Alice Schwarzer hat Recht.

Sie meint ja, dieser angeberische "He-Man" von Vater mit seinen Waffen spielt da evtl. eine wichtige Rolle. Also ein eher "klassisches" Männerbild. Erklärt für mich aber noch nicht, weshalb der Sohn Haß entwickeln sollte.

Was sind denn deine Gedanken, Monsoon, was bringt einen 16-jährigen Jungen dazu, das weibliche Geschlecht so zu hassen, das er in seine alte Schule geht und auf Mädchen und Lehrerinnen zielt?

arouet58
18.03.2009, 16:15
Das ist ne überflüssige Beleidigung von Frau Schwarzer.

Aufs Dauer-Vögeln hat sie nämlich kein Abo.
Bei einem solchen Vergleich müsste sich eher Herr Kolle beleidigt fühlen.
Er ist wenigstens kein Demagoge.
Und das, was Herr Kolle verbreitet, ist wissenschaftlich wesentlich besser abgesichert als die Behauptungen von Frau Schwarzer.

Inaktiver User
18.03.2009, 16:28
Nehmen wir mal an, Alice Schwarzer hat Recht.

Sie meint ja, dieser angeberische "He-Man" von Vater mit seinen Waffen spielt da evtl. eine wichtige Rolle. Also ein eher "klassisches" Männerbild. Erklärt für mich aber noch nicht, weshalb der Sohn Haß entwickeln sollte.

Was sind denn deine Gedanken, Monsoon, was bringt einen 16-jährigen Jungen dazu, das weibliche Geschlecht so zu hassen, das er in seine alte Schule geht und auf Mädchen und Lehrerinnen zielt?

Schwer zu sagen....

Ich kenne von dieser Familie niemanden, daher ist auch sehr schwer.

Die Waffensammlung seines Vater, naja, jedem das Seine, wenn er daran Freude hat, soll er meiner Meinung nach.
Für meinen Geschmack etwas viel in einem Haus, auf der anderen Seite aber noch lange kein Grund, damit in Schulen rumzuschiessen.

Die Gründe für seinen eventuellen Frauenhass?
Schwer zu sagen.

Er soll sich nicht anerkannt und respektiert gefühlt haben (wenn man dem was geschrieben wird Glauben schenken kann).

Seine Freundin soll mit ihm Schluss gemacht haben.

Ev ist er bei einem anderen Mädchen abgeblitzt

Er fühlte sich benachteiligt, warum genau gegenüber Frauen dazu fehlen mir auch Tatsachen.

Alles noch lange kein Grund auf diese Art zu reagieren.

Ich habe unabhängig von Alice Schwarzer auch darüber gestaunt, dass vor allem in der Schule unter den Toten so auffallend viele Mädchen/Frauen waren.
Ich meine, hätte er einfach wahllos um sich geschossen, dann hätte er doch auch ein paar Jungen/Männer "erwischen" müssen.

Seine wahren Beweggründe werden wir wohl nie erfahren.
Mich hat hauptsächlich gewundert, warum sich einige so gegen diesen Artikel eingeschossen haben.
Es kann was dran sein, oder aber auch nicht, wie letztendlich an allen "Theorien" die herumgeistern.
Alles irgendwo kein Grund, sich aufzuregen.

Monsoon

schnarchstop
18.03.2009, 16:44
Ich habe unabhängig von Alice Schwarzer auch darüber gestaunt, dass vor allem in der Schule unter den Toten so auffallend viele Mädchen/Frauen waren.
Ich meine, hätte er einfach wahllos um sich geschossen, dann hätte er doch auch ein paar Jungen/Männer "erwischen" müssen.


Ich denke auch, dass dies kein Zufall gewesen ist. Aber es gibt immer Menschen, die alles zerreden und am Schluss bleibt nichts übrig; vor allem nicht die leiseste Kritik an Schusswaffen usw. :zwinker:




Seine wahren Beweggründe werden wir wohl nie erfahren.
Mich hat hauptsächlich gewundert, warum sich einige so gegen diesen Artikel eingeschossen haben.
Es kann was dran sein, oder aber auch nicht, wie letztendlich an allen "Theorien" die herumgeistern.
Alles irgendwo kein Grund, sich aufzuregen.

Monsoon


Mich wunderts auch immer wieder. Sicher gibt es auch heute noch männliche Wesen, die zur Zeit der Hexenverbrennungen richtig aufblühen würden.

Aber mal abgesehen von solchen Randerscheinungen ist A.Schwarzer eine Person der Zeitgeschichte, ähnlich wie Freud auf seine Weise.

Viele Menschen haben sich mit Schwarzer und der damaligen Zeit gar nicht beschäftigt, und reagieren trotzdem reflexhaft mit Abwehr auf ihren Namen.

Oder sie haben keine Ahnung davon, dass sie ihre Freiheiten durchaus dem ständigen Wirken von Frau Schwarzer zu verdanken haben. Sogar Männer sind inzwischen nicht unfroh darüber, dass es selbstverständlich ist, wenn Frauen mit arbeiten gehen, um den finanziellen Standard in den Familien hochzuhalten.

Satyr
18.03.2009, 16:45
Er hat doch auch Jungs erwischt, oder war das nur ausserhalb der Schule?

Ich gehe ehrlichgesagt von Zufall aus. Klingt jetzt blöd aber.. um da wirklich eine klare Aussage zu treffen, sind es einfach "zu wenig" Opfer. Nicht das ich mehr Opfer will, garantiert nicht. Aber bei so "wenigen", ist es wohl schnell passiert, das ein Geschlecht da mal überwiegen kann.

Viell. konnten die Jungs schneller wegrennen, sich schneller ducken oder dergleichen, während die Mädels das nicht so ernst genommen haben oder dergleichen? Ich hab keine Ahnung.. aber ich schätze wirklich, das es Zufall war. Oder würde hier wer fragen, ob es Männerhass war, wenn unter den Opfern mehr Männer gewesen wären? Wohl kaum.. zu recht, schätze ich.

schnarchstop
18.03.2009, 16:54
Er hat doch auch Jungs erwischt, oder war das nur ausserhalb der Schule?

Ich gehe ehrlichgesagt von Zufall aus. Klingt jetzt blöd aber.. um da wirklich eine klare Aussage zu treffen, sind es einfach "zu wenig" Opfer. Nicht das ich mehr Opfer will, garantiert nicht. Aber bei so "wenigen", ist es wohl schnell passiert, das ein Geschlecht da mal überwiegen kann.

Viell. konnten die Jungs schneller wegrennen, sich schneller ducken oder dergleichen, während die Mädels das nicht so ernst genommen haben oder dergleichen? Ich hab keine Ahnung.. aber ich schätze wirklich, das es Zufall war. Oder würde hier wer fragen, ob es Männerhass war, wenn unter den Opfern mehr Männer gewesen wären? Wohl kaum.. zu recht, schätze ich.


Wieviele Mädchen und Jungen sind denn beim Massaker in Erfurt ums Leben gekommen ?
Habe da nichts Konkretes gefunden.

Aber das hier:

US-Schulmassaker: Täter richtete gezielt Mädchen hin - Aus aller Welt - FOCUS Online (http://www.focus.de/panorama/welt/us-schulmassaker_aid_116680.html)

Satyr
18.03.2009, 17:02
Wieviele Mädchen und Jungen sind denn beim Massaker in Erfurt ums Leben gekommen ?
Habe da nichts Konkretes gefunden.

Aber das hier:

US-Schulmassaker: Täter richtete gezielt Mädchen hin - Aus aller Welt - FOCUS Online (http://www.focus.de/panorama/welt/us-schulmassaker_aid_116680.html)

Ja das in den USA, dürfte klar Frauenfeindlich sein. Aber ich dachte hier gehts um den Amoklauf in Deutschland (ich finds noch immer krass, das da 2 an einem Tag passiert sind).

Oder hab ich mich jetzt komplett verlesen? Dann sorry, ich bin heut nicht ganz wach.

arouet58
18.03.2009, 17:09
Mich hat hauptsächlich gewundert, warum sich einige so gegen diesen Artikel eingeschossen haben.
Vorweg: Ich halte es für möglich, daß der Mörder durch Frauenhass motiviert war, will darüber aber nicht spekulieren, weil ja noch nicht einmal klar ist, ob der hohe Anteil weiblicher Opfer nicht doch auf einen Zufall zurückzuführen ist.
Angeblich saßen in den dem Eingang am nächsten liegenden Tischreihen fast nur Mädchen.
Es ist also möglich, daß der Mörder nach Betreten des Klassenzimmers ganz einfach auf die ihm zunächst Sitzenden schoss.

Hat er doch gezielt auf Mädchen/Lehrerinnen geschossen, müsste man eruieren, warum er seinen Frauenhass ausgerechnet an seiner alten Schule austobte und nicht einfach jede ihm auf der Straße begegnende Frau ermordete.
Dieser Frauenhass war also, wenn das überhaupt das Motiv war, einer, der ganz konkret mit der Schule verknüpft war.

Zu dem Artikel:

Frau Schwarzer mit ihrer angeblich überragenden Intelligenz müsste klar gewesen sein, was sie mit solch einer Formulierung nahe legt:


Er scheint immer noch nicht verstanden zu haben, dass das Böse nicht von draußen kommt. Es ist mitten unter uns. Es sind unsere eigenen Söhne, Nachbarn und Mitschüler, die zu Vergewaltigern und Mördern werden.Das kann man ohne weiteres lesen als "Das Böse sind unsere eigenen Söhne, Nachbarn, Mitschüler".

Hätte sie formuliert: "Einige unsere Söhne, Nachbarn und Mitschüler werden zu Amokläufern", ich hätte keine Einwände.
Ich würde ja gerne an eine einmalige Sprachschludrigkeit glauben.
Jedoch ist man von Frau Schwarzer solche "Schludrigkeiten" gewohnt.
Eine überragend intelligente Journalistin weiß entweder, was sie schreibt, oder mit ihrer überragenden Intelligenz ist es so weit nicht her.

Desweiteren sieht sie Männlichkeit als Gegensatz zu Menschlichkeit.
Zitat aus dem Artikel:

Ganz sicher nicht durch ein mehr an Männlichkeit, wie Professor Lenzen es fordert, sondern nur durch das Gegenteil: durch ein Mehr an Menschlichkeit! Auch eine schludrige Formulierung oder kann man nicht allmählich die Absicht, Männlichkeit zu diffamieren, unterstellen?
Früher nannte man das Gegenteil von Menschlichkeit Untermenschlichkeit.

Außerdem versucht sie den Massenmord als Treibsatz für ihre, sagen wir mal, fragwürdige PorNO-Kampagne zu verwenden, und beruft sich auf einen ihrer Lieblingsexperten, den angeblichen Neuropsychologen, angeblichen Professor, angeblichen Doktor Henner Ertel, der auch noch einer angeblichen Universität vorstehen will, die angeblich aus nicht viel mehr als einem Postfach in London besteht.

So sehen sie aus, die seriösen Quellen der Frau Schwarzer, nicht zum ersten und sicher nicht zum letzten Mal.

Siehe dazu auch Prof. Aigner. (http://derstandard.at/?url=/?id=1237227448760)

schnarchstop
18.03.2009, 17:09
Ja das in den USA, dürfte klar Frauenfeindlich sein. Aber ich dachte hier gehts um den Amoklauf in Deutschland (ich finds noch immer krass, das da 2 an einem Tag passiert sind).

Oder hab ich mich jetzt komplett verlesen? Dann sorry, ich bin heut nicht ganz wach.



Auf deine Unschuldsmine fall ich nicht rein :smirksmile:

Oder erklär mir den Unterschied zwischen amerikanischen Männern und deutschen Männern :lachen:


Fakt ist meiner Ansicht, dass Männer grundsätzlich aggressiver sind als Frauen, aber bloss 1 % davon werden wirklich auffällig/kriminell und die anderen 99 % bemühen sich darum, den Schaden wieder gutzumachen (Polizei, Notdienste usw.)

Satyr
18.03.2009, 17:18
Auf deine Unschuldsmine fall ich nicht rein :smirksmile:

Oder erklär mir den Unterschied zwischen amerikanischen Männern und deutschen Männern :lachen:


Fakt ist meiner Ansicht, dass Männer grundsätzlich aggressiver sind als Frauen, aber bloss 1 % davon werden wirklich auffällig/kriminell und die anderen 99 % bemühen sich darum, den Schaden wieder gutzumachen (Polizei, Notdienste usw.)

Moment.. mir ging es nur darum zu überlegen, ob die weiblichen Opfer Zufall waren oder ob es gezielte Frauenfeindlichkeit war. Das hat mit Männern in den USA doch nix zu tun?
Wir fangen doch jetzt nicht an nach dem Motto "Kennste einen Amokläufer, kennste alle" zu urteilen, oder?

Ernsthaft, das verwirrt mich nu.. nixda Unschuldsmine (ich hab heut Nacht maximal 2 Stunden geschlafen *grummel*)

Inaktiver User
18.03.2009, 17:45
@arouet:

Auch wenn ich wieder unter Verdacht gerate, dein Lakai zu sein: Ich stimme mit Dir überein, was deine Meinung zu Frau Schwarzer betrifft.

Sie ist eine ziemlich intelligente Frau, die auch witzig sein kann und mir eigentlich gar nicht mal so unsympathisch wäre, würde sie nicht diese seltsam verallgemeinernden Urteile über Männer fällen und wäre sie ein wenig toleranter, was das Thema Sexualität anbelangt.

schnarchstop
18.03.2009, 17:54
@arouet:

Auch wenn ich wieder unter Verdacht gerate, dein Lakai zu sein: Ich stimme mit Dir überein, was deine Meinung zu Frau Schwarzer betrifft.

Sie ist eine ziemlich intelligente Frau, die auch witzig sein kann und mir eigentlich kann nicht mal so unsympathisch wäre, würde sie nicht diese seltsam verallgemeinernden Urteile über Männer fällen und wäre sie ein wenig toleranter, was das Thema Sexualität anbelangt.



Jetzt wollen wir doch mal die Schludrigkeiten beiseite lassen: du meinst nicht Sexualität sondern Pornographie.

Kürzlich sagte ein Mann in einem Fernsehinterview: alle Männer haben einen leichten Hang zum Autismus. Donnerwetter :zwinker: Gut, dass so ein Satz nicht aus dem Mund von A.Schwarzer geflutscht ist.

:smirksmile:

Inaktiver User
18.03.2009, 17:54
=arouet58;5577502]


Zu dem Artikel:
Das kann man ohne weiteres lesen als "Das Böse sind unsere eigenen Söhne, Nachbarn, Mitschüler".

Ich hab das dahingehend vestanden, dass es EINIGE der Söhne Nachbarn etc sind.



Desweiteren sieht sie Männlichkeit als Gegensatz zu Menschlichkeit.
Zitat aus dem Artikel:
Auch eine schludrige Formulierung oder kann man nicht allmählich die Absicht, Männlichkeit zu diffamieren, unterstellen?


Ich würde eine gewisse Facette der sog. Männlichkeit so definieren, nicht die ganze.
Was sie konkret meint weiss ich nicht, ich seh ja nicht in ihren Kopf.
Ich habe sie bis anhin nie als totale Männergegnerin aufgefasst, es ging ihr immer gegen eine gewisse Art und Weise. Wer genau diese Art als männlich einstuft, würd ich auch gern wissen, aber ich habe sie nie dahingehend verstanden, dass sie alle Männer meint, wär einigen gegenüber wohl auch nicht fair.


Früher nannte man das Gegenteil von Menschlichkeit Untermenschlichkeit.

Diesen Sprachgebrauch würde ich dahin tun wo er hingehört...

@schnarchstop
wie meinst Du Kritik an Schusswaffen?
Ich bin keine Waffenbefürworterin, aber das hier ist ein ganz klarer Missbrauch.
Dem Vater kann vorgeworfen werden, dass es die Waffe nicht ordnungsgemäss aufbewahrt hat, das ist meiner Meinung nach aber auch nur ein Teil des Problems.
Wäre dieser Junge einigermassen stabil gewesen, hätte er das Ding dort liegen lassen.


Monsoon

schnarchstop
18.03.2009, 17:59
Moment.. mir ging es nur darum zu überlegen, ob die weiblichen Opfer Zufall waren oder ob es gezielte Frauenfeindlichkeit war. Das hat mit Männern in den USA doch nix zu tun?
Wir fangen doch jetzt nicht an nach dem Motto "Kennste einen Amokläufer, kennste alle" zu urteilen, oder?

Ernsthaft, das verwirrt mich nu.. nixda Unschuldsmine (ich hab heut Nacht maximal 2 Stunden geschlafen *grummel*)


Es ist üblich, durch Vergleich zu Erkenntnisgewinn zu gelangen und ich hätte gern gewusst, ob auch in anderen Fällen deutlich mehr Frauen sterben mussten als Männer.

Inaktiver User
18.03.2009, 18:03
Jetzt wollen wir doch mal die Schludrigkeiten beiseite lassen: du meinst nicht Sexualität sondern Pornographie.

Kürzlich sagte ein Mann in einem Fernsehinterview: alle Männer haben einen leichten Hang zum Autismus. Donnerwetter :zwinker: Gut, dass so ein Satz nicht aus dem Mund von A.Schwarzer geflutscht ist.

:smirksmile:

Du wirst es nicht glauben, aber das mit dem Autismus, da ist evtl was dran, einen leichten Hang, ja, kann sein.

Und ich meinte nicht Pornographie, sondern ausdrücklich ihre Ansichten zur Sexualität zwischen normalen Männern und Frauen.

Satyr
18.03.2009, 18:04
Es ist üblich, durch Vergleich zu Erkenntnisgewinn zu gelangen und ich hätte gern gewusst, ob auch in anderen Fällen deutlich mehr Frauen sterben mussten als Männer.

Aber es sind grade solche Vergleiche, in diesen Fällen, die nicht selten dafür sorgen das man Nebenschauplätze eröffnet - die nix mit dem Problem zu tun haben.

Siehe das Killerspieleding. Da wird verglichen das die irgendwie alle Killerspiele toll finden - schwups, muss das Methode haben!
Die Essgewohnheiten überprüft irgendwie niemand..

schnarchstop
18.03.2009, 18:07
@schnarchstop
wie meinst Du Kritik an Schusswaffen?
Ich bin keine Waffenbefürworterin, aber das hier ist ein ganz klarer Missbrauch.
Dem Vater kann vorgeworfen werden, dass es die Waffe nicht ordnungsgemäss aufbewahrt hat, das ist meiner Meinung nach aber auch nur ein Teil des Problems.
Wäre dieser Junge einigermassen stabil gewesen, hätte er das Ding dort liegen lassen.


Monsoon

Es geht mir darum, dass alles hier so lange zerredet wird, bis jede Klarheit beseitigt ist.

Sagt z.B. jemand: da sind fast bloss Frauen ums Leben gekommen ... dann wird so lange drumrum geredet, bis es nichts mehr zu bedeuten hat.
Kritisiert jemand die 16 Waffen im Haus, dann wird das auch banalisiert (er hatte eben genug Geld für sein Hobby ...)

Und der Grund dafür ist, dass bloss nicht der Verdacht erhärtet wird, es handele sich um Hass auf Frauen.

Meine Ansicht:blumengabe:

Chaoshexe
18.03.2009, 18:07
Auweia, was für eine verquere Stimmungsmache in dem Artikel.

Ohne Statistiken zu bemühen, behaupte ich folgendes:

Die allermeisten Mörder sind Männer.

Die allermeisten Vergewaltiger sind Männer.

Die allermeisten Kriegsverbrecher sind Männer.

Die allermeisten Kinderschänder sind Männer.

Die allermeisten Betrüger, Räuber und sonstige Strolche sind Männer.

Das ist heute so und das war schon immer so und zwar schon immer auf der ganzen Welt.

Die Frauen der Welt waren immer die besseren Menschen und immer eher Opfer als Täter. Vielleicht ist das die genetisch fixierte Rache der Männer daran, dass sie die Vertreibung aus dem Paradies einer Frau zu verdanken haben. :zwinker:

Es mag stimmen, dass dieser Junge verklemmt war und bewußt Frauen ermordet hat. Das ist tragisch, und bedarf sicher der Aufarbeitung in seinem Umfeld. Aber daraus ein grundsätzliches Thema für Frauenhass zu konstruieren, empfinde ich als Sensationsheischerei auf Bildzeitungsniveau. Es gibt viele zurückhaltende, gehemmte und gegenüber Frauen unsichere Männer, dennoch kommen wohl die allerwenigsten auf die Idee zum Massenmörder an Frauen zu werden.


Den letzten Absatz muss ich unterschreiben.
Habe den Emmaartikel auch gelesen da er verlinkt ist, das Printexemplar habe ich seit ca. 15 Jahren nicht mehr und nun weiss ich auch wieder warum:knatsch:wegen Einseitigkeit.

Bin zwar eine Frau die für die Gleichberechtigung eintritt und eingetreten ist, aber nicht für "Gleichschaltung" und auch nicht für "Ausgrenzung" von Männern.
Bzw. für mich sind nicht "die Männer" immer "die Bösen" und ich kann manche verbissene Einseitigkeit im Denken einiger Frauen die sich dort schreibend austoben nichts für mich abgewinnen.

Irgendwie macht mir das lesen solcher Beiträge in der Emma ein sehr unangenehmes Gefühl.

Und um aufs Grundthema zurückzukommen, es waren wirklich in erster Linie weibliche Opfer zu beklagen und ich vermute der Täter wollte auf diese Art und Weise seinen Frust der vermutlich auf der Ablehnung die ihm die Mädchen zeigten basierte abreagieren (unter anderem), aber es ist eine Vermutung und zudem bestimmt nicht der Einzige ausschlaggebende Grund.

Deswegen die Überwiegende Zahl der männlichen Mitmenschen als potenzielle Killer ect. hinzustellen ist hirnrissig übertrieben.

Chaoshexe

Chaoshexe

Schalotte
18.03.2009, 18:10
Kürzlich sagte ein Mann in einem Fernsehinterview: alle Männer haben einen leichten Hang zum Autismus. Donnerwetter :zwinker: Gut, dass so ein Satz nicht aus dem Mund von A.Schwarzer geflutscht ist.
:smirksmile: :lachen:

Da hät's ordentlich gerappelt. Oder wenn Schwarzer das Lied von Knorkator getextet hätte (ich bin ein ganz besondrer Mann (http://www.youtube.com/watch?v=Oll8zV7xbTs)). Was hätte man ihr da unterstellt? Ich sehe schon die Schlagzeile: "Schwarzer sagt, alle Männer reden nur Scheiße". :lachen:

Aber mal im Ernst: die Aussage von Schwarzer ist mal wieder unter aller Sau. Sie erleidet langsam dasselbe Schicksal, wie einst Inge Meisel: Jeder läd sie überall hin ein, aber keiner hört mehr zu. Deswegen wundert es mich, dass ihrer Entgleisung hier soviel Raum geboten wird.

Muss nicht.
Findet Schalotte.

schnarchstop
18.03.2009, 18:10
Du wirst es nicht glauben, aber das mit dem Autismus, da ist evtl was dran, einen leichten Hang, ja, kann sein.

Und ich meinte nicht Pornographie, sondern ausdrücklich ihre Ansichten zur Sexualität zwischen normalen Männern und Frauen.


Da weisst du mehr als ich.

In den Interviews, in denen sie viele ihrer Ansichten sehr eloquent erläutert hat, ist mir keine besondere Kritik an normaler Sexualität aufgefallen.

Was hat sie denn dazu gesagt ? Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass sie eine hat :freches grinsen:

Schalotte
18.03.2009, 18:15
Und um aufs Grundthema zurückzukommen, es waren wirklich in erster Linie weibliche Opfer zu beklagen und ich vermute der Täter wollte auf diese Art und Weise seinen Frust der vermutlich auf der Ablehnung die ihm die Mädchen zeigten basierte abreagieren (unter anderem), aber es ist eine Vermutung und zudem bestimmt nicht der Einzige ausschlaggebende Grund


Ich habe beobachtet, das Jugenliche vor Schulen oft in gleichgeschlechtlichen Gruppen beieinander stehen. Ich halte es für denkbar, dass es purer Zufall war, dass es ausgerechnet eine Gruppe Mädchen war.

schnarchstop
18.03.2009, 18:16
:lachen:

Da hät's ordentlich gerappelt. Oder wenn Schwarzer das Lied von Knorkator getextet hätte (ich bin ein ganz besondrer Mann (http://www.youtube.com/watch?v=Oll8zV7xbTs)). Was hätte man ihr da unterstellt? Ich sehe schon die Schlagzeile: "Schwarzer sagt, alle Männer reden nur Scheiße". :lachen:

Aber mal im Ernst: die Aussage von Schwarzer ist mal wieder unter aller Sau. Sie erleidet langsam dasselbe Schicksal, wie einst Inge Meisel: Jeder läd sie überall hin ein, aber keiner hört mehr zu. Deswegen wundert es mich, dass ihrer Entgleisung hier soviel Raum geboten wird.

Muss nicht.
Findet Schalotte.

uih "Entgleisung" ... jetzt muss ich mir doch die Zeit nehmen und den Text lesen.

:lachen:


Jetzt habe ich ihn gelesen und kann keinerlei Entgleisungen erkennen. Es ist sogar noch viel schlimmer, er hat die Mädchen in den Kopf geschossen.

Inaktiver User
18.03.2009, 18:16
Und der Grund dafür ist, dass bloss nicht der Verdacht erhärtet wird, es handele sich um Hass auf Frauen.
Meine Ansicht:blumengabe:

Mir ist immer noch nicht klar warum es ausgerechnet dieser Grund nicht sein darf, falls er es wirklich war.
Es gibt Anhaltspunkte dafür, aber wissen wird es wohl nie jemand.

Monsoon

Chaoshexe
18.03.2009, 18:19
Ich habe beobachtet, das Jugenliche vor Schulen oft in gleichgeschlechtlichen Gruppen beieinander stehen. Ich halte es für denkbar, dass es purer Zufall war, dass es ausgerechnet eine Gruppe Mädchen war.


Diese Beobachtung mache ich auch täglich, plus das sich Mädchen bzw. Frauen auch bei anderen Gelegenheiten gerne als Gruppe zusammentun (bei Festen stehen eher die Frauen zusammen und die Männer ebenso).
Und der Täter hat ja auch Männer nicht aussen vor gelassen, nur sind es definitiv mehr Frauen die zum Opfer wurden, das so etwas zum nachdenken anregt und auch die Eine oder Andere Schlussfolgerung zuläßt ist verständlich und ich nehme mich da nicht aus.

Chaoshexe

schnarchstop
18.03.2009, 18:24
Mir ist immer noch nicht klar warum es ausgerechnet dieser Grund nicht sein darf, falls er es wirklich war.
Es gibt Anhaltspunkte dafür, aber wissen wird es wohl nie jemand.

Monsoon


Ich meine damit, hier wird vieles zerredet und nivelliert - wie oft, wenn es um Gewalt gegen Frauen geht.

Beim Thema "Gewalt - Frauen" wird eben auch am Ego des Mannes gekratzt.

Dabei sind es bloss Auswüchse und es sollen nicht alle Männer in Sippenhaft genommen werden.

Im übrigen ist Hass die Kehrseite von Angst. Wurde das hier schon "zerredet" - nö sorry: diskutiert :smirksmile:

Inaktiver User
18.03.2009, 18:31
Ich meine damit, hier wird vieles zerredet und nivelliert - wie oft, wenn es um Gewalt gegen Frauen geht.

Damit wird eben auch am Ego des Mannes gekratzt.

Dabei sind es eben bloss Auswüchse.

Im übrigen ist Hass die Kehrseite von Angst. Wurde das hier schon "zerredet" - nö sorry: diskutiert :smirksmile:

Ich glaube nicht, dass Gewalt gegen Frauen nur von Männern nivelliert wird.
Da reden schon einige Frauen auch dagegen, warum?
Würd mich mal interessieren.
Weil nicht sein darf was nicht sein soll?
Fühlt man sich dann nicht mehr so erhaben?

arouet58
18.03.2009, 18:36
Was hat sie denn dazu gesagt ? Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass sie eine hat
Lies " Der kleine Unterschied".
Ihr erstes "Meisterwerk".
Es enthält die "Methode Schwarzer" bereits in Reinkultur.
Weil so erfolgreich, musste sie bis heute daran nichts ändern.
Aus dieser Buchbesprechung von 1975: (http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=41419767&top=SPIEGEL)


Es geht um das Privatleben von sechzehn Frauen -- Hausfrauen, Studentinnen, Müttern, Berufstätigen, Prostituierten.

16 Frauen also.
Ein wahrlich repräsentatives Sample.
Schlußfolgerrung von Frau A.S.

Alle Frauen fühlen sich benutzt ... Keine der Frauen, die explizit über ihre Sexualpraktiken sprechen, erlebt einen sogenannten "vaginalen Orgasmus"
Zu dem Sample von 16 Frauen gehören auch:


Fünf der interviewten Frauen sind homosexuell, wenn als homosexuell jemand gelten darf, der bei sexuellen Aktivitäten Partner des gleichen Geschlechts hat oder sie phantasiert. Alfred Kinsey, den Alice Schwarzer wie ich als einen -- ausnehmend sachlichen -- Experten anerkennen, hat sich nicht getraut, in seinem Werk "Das sexuelle Verhalten der Frau" eine Schätzung über das Vorkommen von Homosexualität in der nordamerikanischen oder irgendeiner anderen Bevölkerung zu machen. Ich glaube, daß fünf lesbische Frauen -- dazu kommt noch eine bisexuelle -- bei 16 insgesamt "ausgewählten" (was das heißt, wird nicht geklärt) Frauen stark überrepräsentiert sind.

Das hindert Frau Schwarzer nicht an dieser Conclusio:

An dieses letzte Ergebnis der Gespräche knüpft Alice Schwarzer ihre wichtigste These, jene von der "Verelendung" weiblicher Sexualität unter dem "Sexmonopol" des Penis. Sie behauptet, keine Frau gefunden zu haben, die bei dem, was altmodisch Vereinigung der Liebenden heißt, durchaus positive Empfindungen verspürt habe -- von Erfüllung ganz zu schweigen.

Das Meisterwerk ist ein Machwerk im BILD-Zeitungsformat.

schnarchstop
18.03.2009, 18:46
Ich glaube nicht, dass Gewalt gegen Frauen nur von Männern nivelliert wird.
Da reden schon einige Frauen auch dagegen, warum?
Würd mich mal interessieren.
Weil nicht sein darf was nicht sein soll?
Fühlt man sich dann nicht mehr so erhaben?


"erhaben" ?

meinst du Frauen, die selbst geschlagen wurden ?

arouet58
18.03.2009, 18:48
Ich glaube nicht, dass Gewalt gegen Frauen nur von Männern nivelliert wird.
Da reden schon einige Frauen auch dagegen, warum?
Würd mich mal interessieren.
Weil nicht sein darf was nicht sein soll?
Fühlt man sich dann nicht mehr so erhaben? Wenn in dieser Gesellschaft etwas tabuisiert wird, dann gewiss nicht die Gewaltausübung von Männern gegen Frauen.
Wir haben jedes Jahr mehrfach große Kampagnen gegen "Männergewalt" an Frauen und Kindern.
Von Kampagnen gegen "Frauengewalt an Männern und Kindern" ist mir dagegen nichts bekannt.
Obwohl mehr Mütter ihre Kinder ermorden und mißhandeln als Väter.
Obwohl der Einsatz körperlicher Gewalt zwischen Männern und Frauen in Partnerschaften gleichverteilt ist.
Es werden jedoch doppelt so viele Frauen wie Männer dabei schwerer verletzt (2/3 Frauen, 1/3 Männer).
Weil ein außer sich zuschlagender Mann mehr Schaden anrichtet als eine außer sich zuschlagende Frau.
Trotzdem wird von Frauen in Partnerschaften ebenso viel körperliche Gewalt in Konfliktsituationen eingesetzt wie von Männern.

Inaktiver User
18.03.2009, 19:05
"erhaben" ?

meinst du Frauen, die selbst geschlagen wurden ?

Möglich.
Es geht aber auch um die ganze Gesellschaft, die so stolz auf ihre Gleichberechtigung ist; da macht sich Gewalt gegen die Frau doch denkbar schlecht.

Inaktiver User
18.03.2009, 19:13
=arouet58;5577870]Wenn in dieser Gesellschaft etwas tabuisiert wird, dann gewiss nicht die Gewaltausübung von Männern gegen Frauen.
Wir haben jedes Jahr mehrfach große Kampagnen gegen "Männergewalt" an Frauen und Kindern.


Ja, seit einiger Zeit wird darauf aufmerksam gemacht.
Die Sanktionen des Staates liessen aber lange auf sich warten, das Problem existiert ja nicht seit gestern....ev informierst Du Dich mal, ist ganz aufschlussreich....



Von Kampagnen gegen "Frauengewalt an Männern und Kindern" ist mir dagegen nichts bekannt.
Obwohl mehr Mütter ihre Kinder ermorden und mißhandeln als Väter.


Diejenigen Mütter, die ihre Kinder umbringen oder aussetzen, werden mit Eifer verfolgt. Die Rolle der Väter bleibt da meist im Dunkeln....
Gewalt von Frauen gegen Männer dürfte jetzt auch unter häusliche Gewalt fallen, dass es ein Tabu ist, liegt wohl auch am Frauen/Männerbild, das in dieser Gesellschaft noch vorherrscht.

arouet58
18.03.2009, 19:17
Ja, seit einiger Zeit wird darauf aufmerksam gemacht.
Die Sanktionen des Staates liessen aber lange auf sich warten, das Problem existiert ja nicht seit gestern....ev informierst Du Dich mal, ist ganz aufschlussreich...

Ich bin informiert.
Trotzdem ist mir von Kampagnen gegen Frauengewalt an Männern und Kindern nichts bekannt.
Dir etwa?

Kuehlesblondes
18.03.2009, 19:18
Trotzdem wird von Frauen in Partnerschaften ebenso viel körperliche Gewalt in Konfliktsituationen eingesetzt wie von Männern.

Beleg?

Inaktiver User
18.03.2009, 19:23
Das Phänomen ist in einschlägigen Kreisen bekannt.
Es kommt auch immer wieder aufs Tapet, wenn es um Gewalt gegen die Frau geht.

In den Strassenbahnen bei den Anzeigen fürs Elterntelefon etc. ist auch von Müttern die Rede, die ihre Kinder schlagen, es wird ihnen Hilfe angeboten.

arouet58
18.03.2009, 19:27
Belege. (http://www.csulb.edu/%7Emfiebert/assault.htm)
Viele der Untersuchungen sind teilweise im Netz zugänglich.
Bitte googeln
Dazu ein sehr lesenswerter Artikel (http://pubpages.unh.edu/%7Emas2/V74-gender-symmetry-with-gramham-Kevan-Method%208-.pdf) von Prof. Murray Straus, einem der führenden Forscher auf dem Gebiet der Partnergewalt in den USA, in dem er ausführt, wie seit Jahrzehnten die Gleichverteilung der Gewaltausübung zwischen den Geschlechtern in Partnerschaften verschleiert, z.T. aktiv vertuscht wird, von IdeologInnen.

arouet58
18.03.2009, 19:32
Hier noch ein deutschsprachiger Artikel zum Thema. (http://www.presseportal.de/pm/32294/1266134/men_s_health)

Satyr
18.03.2009, 19:42
In den Strassenbahnen bei den Anzeigen fürs Elterntelefon etc. ist auch von Müttern die Rede, die ihre Kinder schlagen, es wird ihnen Hilfe angeboten.

Den Müttern oder den Kindern?
Das Problem ist nicht, das Mütter keine Hilfe bekommen. Die gibt es massig.
Aber wo bekommen Kinder Hilfe, die von Müttern misshandelt werden? Wo Ehemänner?

Inaktiver User
18.03.2009, 19:56
Es geht mir darum, dass alles hier so lange zerredet wird, bis jede Klarheit beseitigt ist.

Sagt z.B. jemand: da sind fast bloss Frauen ums Leben gekommen ... dann wird so lange drumrum geredet, bis es nichts mehr zu bedeuten hat.
Kritisiert jemand die 16 Waffen im Haus, dann wird das auch banalisiert (er hatte eben genug Geld für sein Hobby ...)

Und der Grund dafür ist, dass bloss nicht der Verdacht erhärtet wird, es handele sich um Hass auf Frauen.

Meine Ansicht:blumengabe:

Ich habe noch nicht verstanden, schnarchstopp, was so schlimm daran ist, das es gar "zerredet" werden soll, falls das Motiv für den Amoklauf Frauenhaß gewesen wäre?
Meinst Du, einigen Usern hier ist beim Gedanke an solch ein Motiv unwohler als wenn es andere Motive wären?

Inaktiver User
18.03.2009, 20:19
Die Gründe für seinen eventuellen Frauenhass?
Schwer zu sagen.

Er soll sich nicht anerkannt und respektiert gefühlt haben (wenn man dem was geschrieben wird Glauben schenken kann).
Dieses Motiv trifft, so meine ich, praktisch auf jeden Amokläufer zu, ja eigentlich auf jeden unzufriedenen Menschen.



Seine Freundin soll mit ihm Schluss gemacht haben.

Ev ist er bei einem anderen Mädchen abgeblitzt

Ja, gut möglich, sogar wahrscheinlich. Eigentlich normal, wenn man ein etwas stillerer, nicht besonders gutaussehender junger Kerl ist.
Nur, sollte das zu so einem Haß führen, das er auf unbeteiligte Frauen und Mädchen zielt? Hätte er nicht konkret das Mädchen suchen sollen, das ihm diese "Demütigung" beigebracht hat?

Verletzter Stolz, unbewältigter Liebeskummer schmerzt, aber so eine Wut auf Unbeteiligte...?



Er fühlte sich benachteiligt, warum genau gegenüber Frauen dazu fehlen mir auch Tatsachen.
Vielleicht ging ihm dieses ganze System Schule gegen den Strich.
Er erfährt kaum Anerkennung, hat zu wenig Aufmunterung, Motivation, Erfolgserlebnisse?
Er merkt, das dies bei den Mädchen anders ist, das diese von den Lehrerinnen "verstanden" werden, das sie gefördert werden, sich die Gesellschaft für sie interressiert?



Alles noch lange kein Grund auf diese Art zu reagieren.

Das stimmt. Vielleicht wäre diese "dunkle" Phase bei ihm vorübergegangen, hätten da nicht eine Pistole und ein Haufen Munition in Reichweite gelegen....

schnarchstop
19.03.2009, 13:53
Ich habe noch nicht verstanden, schnarchstopp, was so schlimm daran ist, das es gar "zerredet" werden soll, falls das Motiv für den Amoklauf Frauenhaß gewesen wäre?
Meinst Du, einigen Usern hier ist beim Gedanke an solch ein Motiv unwohler als wenn es andere Motive wären?


Ja, genau das meine ich :blumengabe:


Man tut gerne so, als wäre alles eine Soße und das ist nicht wahr.

Männer haben den Mut Dinge zu tun, die Frauen nie tun würden: zum Beispiel der Bau des Suez-Kanals, neuestes Beispiel der vollendete Bau eine 350 m langen Öltankers, der Bau der Palmeninsel in Dubai ...

Das sind unglaubliche Ideen und die Umsetzung ist nochmal so bewundernswert.

Die Auswüchse, die dabei passieren, sollte man/frau aber auch bedenken: der Bau der Atombombe. Und was das Schlimmste dabei ist: deren Austestung im Meer ohne Rücksicht auf Natur und Mensch, sowie deren Austestung in Hiroshima ohne jedes schlechte Gewissen. Sowas ist einfach grauenhaft.

DAS ist auch Männerwerk und könnte bei mehr Beteiligung von Frauen in Entscheidungsprozessen verhindert werden.

schnarchstop
19.03.2009, 14:02
Ich bin informiert.
Trotzdem ist mir von Kampagnen gegen Frauengewalt an Männern und Kindern nichts bekannt.
Dir etwa?


Warum auch, Ausnahmen bestätigen die Regel.

Eine Kampagne gegen Männer, die ihren Unterhalt nicht zahlen, wäre wichtiger.

Satyr
19.03.2009, 14:45
DAS ist auch Männerwerk und könnte bei mehr Beteiligung von Frauen in Entscheidungsprozessen verhindert werden.


Wieso das?

arouet58
19.03.2009, 15:54
Warum auch, Ausnahmen bestätigen die Regel.

Eine Kampagne gegen Männer, die ihren Unterhalt nicht zahlen, wäre wichtiger.
Was hat denn nun dieses Thema mit dem Amoklauf in Winnenden und dem Artikel von Frau Schwarzer zu tun?
Inwiefern hätte mehr Mitsprache von Frauen den Amoklauf verhindern können?
Hatte die Mutter des Mörders weniger Mitsprache bei seiner Erziehung als sein Vater?
Gibt es einen Sektor der Gesellschaft, in dem Frauen mehr Mitsprachemöglichkeiten hätten als gerade im Erziehungbereich?
Dort können sie in weiten Teilen sogar schon monologisieren.

arouet58
19.03.2009, 16:06
DAS ist auch Männerwerk und könnte bei mehr Beteiligung von Frauen in Entscheidungsprozessen verhindert werden.
Machen wir es doch mal konkret.

Wie Umfragen nach dem Krieg, also bei Wissen um das Schreckliche, zeigten, fand der Einsatz der Atombombe gegen Japan, der den USA eine Invasion der japanischen Inseln ersparte, sowohl bei den amerikanischen Männern als auch bei den Frauen breiteste Zustimmung.
Denn es waren deren Söhne, die hätten verrecken dürfen, wäre eine Invasion Japans zur Beendigung des Krieges erforderlich gewesen.
Da nahm mann und frau das Töten japanischer Zivilisten in Kauf, zumal bei Kämpfen in Japan selbst auch unzählige japanische Zivilisten umgekommen wären.

Hat es in all den Jahren nach dem Krieg, den Jahrzehnten des Kalten Krieges, etwa eine Frauennehrheit gegen die Atomrüstung der USA gegeben und nur die Männer waren dafür?

Haben die Frauen den Vietnamkrieg verhindert, um ihren Söhnen den Tod und das Töten im Dschungel zu ersparen?

Sie hätten es tun können, an jeder verdammten Wahlurne in den USA.
Sie taten es natürlich nicht, genauso wenig wie die Männer, genauer gesagt, nicht mehr und nicht anders als die Männer auch.

arouet58
19.03.2009, 16:30
Warum auch, Ausnahmen bestätigen die Regel.

Und von welchen Ausnahmen redest Du?
Gewalt von Männern gegen Frauen ist genau so sehr oder wenig eine Ausnahme wie Gewalt von Frauen gegen Männer in Partnerschaften.
Warum also diese Einseitigkeit der Antigewaltkampagnen?

Und zurück zum Ausgangsthema :
Noch immer ergeben die polizeilichen Ermittlungen keinen Anhaltspunkt für einen speziellen Mädchen-/Frauenhass des Täters.
Aus der FAZ von heute, S.4:

"Uns liegen in dieser Richtung keinerlei Erkenntnisse vor. Nach der ballistischen Untersuchung und ersten Zeugenvernehmungen gibt es keinerlei Anhaltspunkte, dass der Täter es ausschließlich auf weibliche Opfer abgesehen hatte", sagte ein Sprecher der Polizei Waiblingen. Die Opfer hätten in Türnähe gesessen. Es ist richtig, dass es in der Schule nur ein männliches Opfer gab, aber es sind fünf Frauen und vier Männer verletzt worden. "Auch aus den Vernehmungen haben wir keine Hinweise, dass Frauen gezielt getötet wurden."

Inaktiver User
19.03.2009, 22:22
Männer haben den Mut Dinge zu tun, die Frauen nie tun würden: zum Beispiel der Bau des Suez-Kanals, neuestes Beispiel der vollendete Bau eine 350 m langen Öltankers, der Bau der Palmeninsel in Dubai ...

Das sind unglaubliche Ideen und die Umsetzung ist nochmal so bewundernswert.

Die Auswüchse, die dabei passieren, sollte man/frau aber auch bedenken: der Bau der Atombombe. Und was das Schlimmste dabei ist: deren Austestung im Meer ohne Rücksicht auf Natur und Mensch, sowie deren Austestung in Hiroshima ohne jedes schlechte Gewissen. Sowas ist einfach grauenhaft.

DAS ist auch Männerwerk und könnte bei mehr Beteiligung von Frauen in Entscheidungsprozessen verhindert werden.
__________________
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Total off topic, aber
@schnarchstop
Wie kommst du auf den Gedanken, dass Frauen nicht den Mut hätten, einen Öltanker, den Suez-Kanal oder eines der abstrusen Dinge in Dubai zu bauen?
Wenn Frauen auf der ganzen Welt den Zugang zu Bildung und Kapital genau wie Männer haben, werden sie wie Männer handeln.
Und ob Entscheidungen so viel anders verlaufen, als bisher, wenn Frauen wirklich halbe halbe an allem, was sich tut und was getan wird, beteiligt sind, bzweifle ich.

schnarchstop
19.03.2009, 22:32
Total off topic, aber


Es ist nicht offtopic, denn es geht hier doch um den Artikel von A.Schwarzer und ihre Conclusio, dass mehr Menschlichkeit statt Männlichkeit wichtig ist.





@schnarchstop
Wie kommst du auf den Gedanken, dass Frauen nicht den Mut hätten, einen Öltanker, den Suez-Kanal oder eines der abstrusen Dinge in Dubai zu bauen?
Wenn Frauen auf der ganzen Welt den Zugang zu Bildung und Kapital genau wie Männer haben, werden sie wie Männer handeln.
Und ob Entscheidungen so viel anders verlaufen, als bisher, wenn Frauen wirklich halbe halbe an allem, was sich tut und was getan wird, beteiligt sind, bzweifle ich.


Nun, ob sie den Mut vermissen lassen oder sonstwas weiss ich nicht.
Fakt ist, sie TUN ES NICHT.

Es sind Männer, die dieser Welt den Stempel aufdrücken.

Ausserdem hoffe ich persönlich, dass Frauen wie Frauen handeln, auch wenn der Öl-Tanker dann bloss 250 m lang ist.

:Sonne:

Inaktiver User
20.03.2009, 09:27
Ja, gut möglich, sogar wahrscheinlich. Eigentlich normal, wenn man ein etwas stillerer, nicht besonders gutaussehender junger Kerl ist.
Nur, sollte das zu so einem Haß führen, das er auf unbeteiligte Frauen und Mädchen zielt? Hätte er nicht konkret das Mädchen suchen sollen, das ihm diese "Demütigung" beigebracht hat?

Verletzter Stolz, unbewältigter Liebeskummer schmerzt, aber so eine Wut auf Unbeteiligte...?


Wenn es denn so war, hat er diesen Link eben nicht geschnallt.


Vielleicht ging ihm dieses ganze System Schule gegen den Strich.
Er erfährt kaum Anerkennung, hat zu wenig Aufmunterung, Motivation, Erfolgserlebnisse?
Er merkt, das dies bei den Mädchen anders ist, das diese von den Lehrerinnen "verstanden" werden, das sie gefördert werden, sich die Gesellschaft für sie interressiert?

Ich glaube nicht, dass sich Mädchen von einer Lehrerin automatisch besser vestanden fühlen. Da kann die Chemie auch nicht stimmen.


Das stimmt. Vielleicht wäre diese "dunkle" Phase bei ihm vorübergegangen, hätten da nicht eine Pistole und ein Haufen Munition in Reichweite gelegen....

Da könntest Du recht haben....

coyoteugly
20.03.2009, 18:54
So ein Quatsch, das ist ja geradezu oberpeinlich was die Emma sich da leistet:

"das erste Massaker mit dem Motiv Frauenhass in Deutschland"

Es gab einen einfachen Grund, weshalb so viele Mädchen getötet wurden, und zwar saßen die Mädchen hinten im Fachraum und die Jungs vorne. Der Eingang war hinten.

Ach, ist das schon geklärt?
Ich dachte, Schusswaffen hätten die Fähigkeit, auch über einige Entfernung hinweg Schaden anzurichten.

Ich stelle fest, dass nicht einmal bemerkt werden darf, dass unter den Todesopfern in der Schule 11 weibliche Todesopfer und nur ein männliches war oder gar daraus irgendwelche Hypothesen bzgl. irgendwelcher geschlechtsspezifischer Abneigungen des Täters abgeleitet werden dürfen.
Alles dummer Zufall, weil die Mädchen ungünstig saßen. Punktum.

Hätte er mit einem MG reingehalten, hätte ich das auch glauben können. Aber es sind gezielte Schüsse gefallen und der Täter hatte Zeit, auszuwählen. Er hat 11 weibliche und ein männliches Opfer ausgewählt.

Wie hätte es ausgesehen, wenn 11 ausländische Schüler und ein deutscher getötet worden wären? Ob man da darüber spekuliert hätte, ob sich wohl ein ausländerfeindlicher Hintergrund als motiv festmachen läßt?

Ich bilde mir darüber kein Urteil, aber wie gesagt, ist es schon auffällig, wie schnell die Hypothese vom Tisch gewischt wird, dass es kein Zufall sondern Absicht war?

Ich habe mal Statistik in der Schule gehabt und ich habe gelernt, dass es äußerst unwahrscheinlich ist, aus einem Behälter, in dem sich eine gleiche Anzahl blaue und rote Kugeln befindet, zufällig 11 rote und nur eine blaue zu ziehen...
unmöglich ist es natürlich nicht...

arouet58
20.03.2009, 20:02
Ich habe mal Statistik in der Schule gehabt und ich habe gelernt, dass es äußerst unwahrscheinlich ist, aus einem Behälter, in dem sich eine gleiche Anzahl blaue und rote Kugeln befindet, zufällig 11 rote und nur eine blaue zu ziehen...
unmöglich ist es natürlich nicht...

Ist ganz leicht möglich.
Wenn die roten auf den blauen Kugeln liegen, die Kugeln also nicht durchmischt sind.

Inaktiver User
20.03.2009, 20:06
Da der Täter keinen Abschiedsbrief o. ä. hinterlassen hat, darf spekuliert werden, und jeder legt sich halt die Gründe so zurecht, wie sie für für einen selbst am plausibelsten erscheinen.

Frauenhass kann nicht endgültig ausgeschlossen werden.
Aber es gibt starke Hinweise, die dagegen sprechen:

- dem Täter am nächsten saßen wohl nur Mädchen

- der Täter hat sich zuvor nie frauenfeindlich geäußert oder so verhalten, zumindest habe ich darüber nichts gelesen

- auf die Frage, warum er dies mache, sagte Tim K. dem Fahrer seines Fluchtwagens, "aus Spaß". Er fragte auch, ob der Fahrer noch eine andere Schule in der Nähe kennen würde. So hörte ich es im Radio.

Meiner Meinung nach spricht mehr dagegen als dafür, das Frauenhass der einzige oder der Hauptgrund für diese Tat war.
Aber wirklich wissen tut das wohl niemand.

.gerrimee.
20.03.2009, 20:19
Wie hätte es ausgesehen, wenn 11 ausländische Schüler und ein deutscher getötet worden wären? Ob man da darüber spekuliert hätte, ob sich wohl ein ausländerfeindlicher Hintergrund als motiv festmachen läßt?

Ich wüsste jetzt kein Pendant zum Thema Ausländerfeindlichkeit in der Presse à la Emma für die Emanzipationsweiblichkeit. Gäbe es das, wie würde dann ein entsprechender Artikel in der Öffentlichkeit aufgenommen werden?

Inaktiver User
20.03.2009, 20:29
Ich wüsste jetzt kein Pendant zum Thema Ausländerfeindlichkeit in der Presse à la Emma für die Emanzipationsweiblichkeit. Gäbe es das, wie würde dann ein entsprechender Artikel in der Öffentlichkeit aufgenommen werden?

Es gibt schon Medien, die sensibel auf das Thema "Ausländerhass" in Deutschland reagieren und auch vor Stimmungsmache nicht zurückschrecken, und das sind die türkischen Tageszeitungen in Deutschland.

Als vor einer Weile dieses Wohnhaus abbrannte, in dem nur Türken wohnten, wurde sofort von einem Nazi-Brandanschlag ausgegangen.
Das kochte richtig hoch.

Nach dem Ende der Ermittlungen gilt ein Schwelbrand in Folge einer defekten elektr. Leitung höchstwahrscheinlich als Ursache des Brandes.

.gerrimee.
20.03.2009, 20:37
Türkische Tageszeitungen haben auch die Piloten der in Amsterdam abgestürzten Maschine zu "Volkshelden" erklärt, obwohl gerade Pilotenfehler offenbar die Ursache waren.

Möchte die Emma sich jetzt in diese Art von "Journalismus" einreihen?

coyoteugly
20.03.2009, 20:38
Frauenhass kann nicht endgültig ausgeschlossen werden.
Aber es gibt starke Hinweise, die dagegen sprechen:
- dem Täter am nächsten saßen wohl nur Mädchen

Bei einer Messerattacke wäre das ein plausibles Argument, aber nicht bei Schusswaffengebrauch. Er hätte problemlos auch auf weiter entfernte "Ziele" halten können.


- der Täter hat sich zuvor nie frauenfeindlich geäußert oder so verhalten, zumindest habe ich darüber nichts gelesen

Er hat sich nicht so geäußert bzw ist nichts dergleichen niedergeschrieben worden.
Dies als Hinweis zu deuten darauf, dass es nichts dergleichen bei ihm gegeben hätte, ist genauso spekulativ wie die gegenteilige Behauptung.


einer Meinung nach spricht mehr dagegen als dafür, das Frauenhass der einzige oder der Hauptgrund für diese Tat war.

Meiner Meinung nach spricht mehr dafür als dagegen, denn alle Argumente die du angebracht hast, lassen die Waagschale weder so noch so ausschlagen.
Fakt bleibt einzig, dass 11 weibliche und 1 männliches Opfer zu verzeichnen sind, und dies aller Wahrscheinlichkeit nach kein Zufall gewesen sein kann.
Vielleicht hing es ja nicht am Geschlecht, vielleicht mochte er einfach kein rosa und seine Opfer trugen alle rosa Haarspangen...? Dann wäre das Geschlecht allenfalls eine Moderatorvariable, aber nicht das zugrundeliegende Motiv.


Aber wirklich wissen tut das wohl niemand.

Genau.
Damit wäre eigentlich Tür und Tor für Spekulationen offen.
Aber hier wird eben deutlich, dass es doch noch Tabus und Denkzensur gibt. Es darf nicht frei spekuliert werden, selbst wenn es logisch stringent ist.
Es kann und darf nicht sein, dass ein junger Mann gezielt Frauen tötet. Und wenn, dann wird überlegt, welche Rechtfertigung es haben könnte.

Mach das mal nach mit Ausländern, Schwulen oder xyz.
Geht gar nicht.

Inaktiver User
20.03.2009, 20:47
Türkische Tageszeitungen haben auch die Piloten der in Amsterdam abgestürzten Maschine zu "Volkshelden" erklärt, obwohl gerade Pilotenfehler offenbar die Ursache waren.

Möchte die Emma sich jetzt in diese Art von "Journalismus" einreihen?

So völlig daneben ist der Vergleich zwischen Emma und den türkischen Zeitungen nicht.

Beide haben in ihren Augen hehre Ziele, beide schließen eigentlich aus, daß sie auch mal falsch liegen könnten, beide schätzen ihre Zielgruppe oft als moralisch höherstehend ein und glauben gleichzeitig, das diese Zielgruppe permanent benachteiligt und diskriminiert wird.

Inaktiver User
20.03.2009, 20:53
Es kann und darf nicht sein, dass ein junger Mann gezielt Frauen tötet. Und wenn, dann wird überlegt, welche Rechtfertigung es haben könnte.

Mach das mal nach mit Ausländern, Schwulen oder xyz.
Geht gar nicht.

Es wäre ein großes Thema, wenn das Motiv Frauenhass so eindeutig wäre wie damals die ausländerfeindlichen Ausschreitungen in Hoyerswerda.

Das das Thema nicht hochkocht, liegt daran, das es einen Frauenhass, der im Ausmaß vergleichbar mit Ausländerhass wäre, in Deutschland meiner Meinung nach nicht gibt.

Ich habe einige Leute gekannt, die Ausländer wirklich hassten, aber ein gleicher Haß auf Frauen ist mir nie begegnet.

arouet58
20.03.2009, 20:58
Möchte die Emma sich jetzt in diese Art von "Journalismus" einreihen?
Jetzt?
War sie je anders?

.gerrimee.
20.03.2009, 21:00
Jetzt?
War sie je anders?

Es ist mir zuvor noch nicht so negativ aufgefallen.

arouet58
20.03.2009, 21:04
Es ist mir zuvor noch nicht so negativ aufgefallen.
Mir erschien sie schon immer sehr holzschnittartig argumentierend.
Ein Kampfblatt, die "Rote Fahne" in Lila.

coyoteugly
20.03.2009, 21:15
Es wäre ein großes Thema, wenn das Motiv Frauenhass so eindeutig wäre wie damals die ausländerfeindlichen Ausschreitungen in Hoyerswerda.
Das das Thema nicht hochkocht, liegt daran, das es einen Frauenhass, der im Ausmaß vergleichbar mit Ausländerhass wäre, in Deutschland meiner Meinung nach nicht gibt.
Ich habe einige Leute gekannt, die Ausländer wirklich hassten, aber ein gleicher Haß auf Frauen ist mir nie begegnet.

Ich möchte gar nicht darüber urteilen, ob es in Deutschland mehr Ausländer-, Schwulen-, oder Frauenhaß gibt. Ich denke, es gibt alles.
Ich sitze nicht in jedem Wohnzimmer, um die Relationen abschätzen zu können.

Welches war denn das eindeutige Motiv in Hoyerswera, das soviel mehr Klarheit schafft als die aktuelle Faktenlage? Vielleicht hilfst du mir da auf die Sprünge?
Wie erklärst du dir im Gegenzug die überzufällig starke Häufung weiblicher Todesopfer beim aktuellen Amoklauf?
Unter Berücksichtigung, dass der Täter mit seinen Schusswaffen durchaus auch weiter entfernt sitzende Kandidaten gezielt hätte abschießen können?

Satyr
20.03.2009, 21:27
I
Unter Berücksichtigung, dass der Täter mit seinen Schusswaffen durchaus auch weiter entfernt sitzende Kandidaten gezielt hätte abschießen können?

Aber warum hätte er das tun sollen, das ist doch unlogisch?
Wenn man Amok läuft, möchte man doch sicher effektiv vorgehen. Also stelle ich mich doch nicht vor eine Gruppe schüler um dann lange zu zielen und bloß nicht die zu treffen, die näher dran sind?

Ich schieße doch dann schlicht weg auf die, wo die Trefferwarscheinlichkeit am höchsten ist. Und das sind die, direkt vor mir.

Inaktiver User
20.03.2009, 21:37
Welches war denn das eindeutige Motiv in Hoyerswera, das soviel mehr Klarheit schafft als die aktuelle Faktenlage? Vielleicht hilfst du mir da auf die Sprünge?

Wir wissen doch, was in Hoyerswerda die Gründe für die Ausschreitungen waren: Angst vor Überfremdung und daraus folgend Fremdenhass.

Bei Tim K. spekulieren wir, wissen tun wir nichts.

Auch die grundlegenden Motivationen bei Frauen- und Fremdenhass sind andere.

Die einen hasse ich, weil sie mich stören, sie nehmen uns Frauen und Arbeit weg. Sie sollen verschwinden, ihre Meinung interessiert nicht.

Die anderen hasse ich, weil ich sie eigentlich lieben möchte, es aber nie geschafft habe, dies rüberzubringen oder mich verständlich zu machen. Im Grunde wollte ich nichts lieber, als mit ihnen zusammen zu sein. Ihre Meinung bedeutet mir eigentlich viel zu viel, so das eine Ablehnung nicht verschmerzt wird.



Wie erklärst du dir im Gegenzug die überzufällig starke Häufung weiblicher Todesopfer beim aktuellen Amoklauf?
Unter Berücksichtigung, dass der Täter mit seinen Schusswaffen durchaus auch weiter entfernt sitzende Kandidaten gezielt hätte abschießen können?

Dazu schrieb ich schon mehrmals meine Meinung.

Auf die Nähe trifft es sich leichter, wäre meine Erklärung, weshalb nur nahestehende Schülerinnen getötet wurden

arouet58
20.03.2009, 21:44
Ich möchte gar nicht darüber urteilen, ob es in Deutschland mehr Ausländer-, Schwulen-, oder Frauenhaß gibt. Ich denke, es gibt alles.
Es gibt noch viele andere Gruppen, gegen die gehasst wird.
Z.B. gibt es auch Männerhass.
Auch in der EMMA.
Sage mir worüber Du lachst, und ich sage Dir, wes Geistes Kind Du bist. (http://www.emma.de/346.html)

Wäre das Motiv des Mörders "Frauenhass", würde es auch breit thematisiert.
Aber bisher ist dafür laut Polizei kein Anhaltspunkt zu finden.
Zitat aus der FAZ von vorgestern, S.4:

"Uns liegen in dieser Richtung keinerlei Erkenntnisse vor. Nach der ballistischen Untersuchung und ersten Zeugenvernehmungen gibt es keinerlei Anhaltspunkte, dass der Täter es ausschließlich auf weibliche Opfer abgesehen hatte", sagte ein Sprecher der Polizei Waiblingen. Die Opfer hätten in Türnähe gesessen. Es ist richtig, dass es in der Schule nur ein männliches Opfer gab, aber es sind fünf Frauen und vier Männer verletzt worden. "Auch aus den Vernehmungen haben wir keine Hinweise, dass Frauen gezielt getötet wurden."

coyoteugly
20.03.2009, 22:07
Wir wissen doch, was in Hoyerswerda dir Gründe für die Ausschreitungen waren: Angst vor Überfremdung und daraus folgend Fremdenhass.

Ich weiß es nicht, deswegen frage ich nach.
Gib doch mal eine Quelle an.


Auch die grundlegenden Motivationen bei Frauen- und Fremdenhass sind andere.
Die einen hasse ich, weil sie mich stören, sie nehmen uns Frauen und Arbeit weg. Sie sollen verschwinden, ihre Meinung interessiert nicht.
Die anderen hasse ich, weil ich sie eigentlich lieben möchte, es aber nie geschafft habe, dies rüberzubringen oder mich verständlich zu machen. Im Grunde wollte ich nichts lieber, als mit ihnen zusammen zu sein. Ihre Meinung bedeutet mir eigentlich viel zu viel, so das eine Ablehnung nicht verschmerzt wird.

Sorry,, aber ich verstehe den Unterschied nicht. Der Weg zum Haß mag sich vielleicht unterscheiden, aber der Haß an sich unterscheidet sich doch nicht.
Es läßt sich alles beides darauf zurückführen, dass eine beschädigte Persönlichkeit "denkt" und daraus ihr nachfolgendes Verhalten gerechtfertigt sehen will-


Auf die Nähe trifft es sich leichter, wäre meine Erklärung, weshalb nur nahestehende Schülerinnen getötet wurden

Das witzige ist, dass kurz nach der Tat einschlägige Maskulisten meinten, dass die Opfer vorne gesessen hätten, weil Mädchen eben den Lehrer anschleimen und deswegen als erste weggeschossen wurden. Jetzt sassen sie halt hinten am Eingang.

Immer in der direkten Schusslinie natürlich.

Ich wiederhole:
mit einer Schusswaffe bin ich nicht auf Opfer im Nahbereich angewiesen,, sondern kann variieren.
Das ist hier nicht geschehen.

Satyr
20.03.2009, 22:20
Ich wiederhole:
mit einer Schusswaffe bin ich nicht auf Opfer im Nahbereich angewiesen,, sondern kann variieren.


Und warum sollte ich das tun?

coyoteugly
20.03.2009, 22:26
Und warum sollte ich das tun?

Warum solltest du auf die schiessen, die dirn am nächsten sitzen?

arouet58
20.03.2009, 22:33
Ich wiederhole:
mit einer Schusswaffe bin ich nicht auf Opfer im Nahbereich angewiesen,, sondern kann variieren.
Das ist hier nicht geschehen.

Ich wiederhole:
Es gibt auch nach den ballistischen Untersuchungen bisher keinen Anhaltspunkt, daß der Mörder gezielt auf Mädchen geschossen hat.
Er schoss auf die, die der Tür, durch die er eintrat, am nächsten sassen. (http://www.faz.net/s/RubF44DB96803344C01A48C93EDADCB0551/Doc%7EE41B636E655F84554B30E325F773883B9%7EATpl%7EE common%7EScontent.html)
Dort sassen fast nur Mädchen.

Willst Du unbedingt, daß es Frauenhass gewesen ist?
Wenn ja, warum?

Satyr
20.03.2009, 22:35
Warum solltest du auf die schiessen, die dirn am nächsten sitzen?

Weil es am schnellsten geht und die Trefferwarscheinlichkeit am größten ist.
Es ist eben effektiver. Warum erst lange zielen, wenn ich direkt jemanden vor mir habe, den ich zu 95% treffen werde?

kaafee
20.03.2009, 23:40
Weil es am schnellsten geht und die Trefferwarscheinlichkeit am größten ist.
Es ist eben effektiver. Warum erst lange zielen, wenn ich direkt jemanden vor mir habe, den ich zu 95% treffen werde?

Liest sich für mich irgendwie wie s. g. Männerlogik!

Also ich würde z. B. erst gar nicht schießen, demnach auch nicht darüber nachdenken, wen oder was und das dann einfach nur logischerweise nicht, weil ich eben erst gar keine Schusswaffe anfassen würde wollen, weil ich die Wirkung im Vorfeld auch nur erahnen könnte?!. :ooooh:

Tja, vielleicht liest sich das ja aber auch nur wie Frauenlogik? :freches grinsen:

schnarchstop
21.03.2009, 00:04
Liest sich für mich irgendwie wie s. g. Männerlogik!

Also ich würde z. B. erst gar nicht schießen, demnach auch nicht darüber nachdenken, wen oder was und das dann einfach nur logischerweise nicht, weil ich eben erst gar keine Schusswaffe anfassen würde wollen, weil ich die Wirkung im Vorfeld auch nur erahnen könnte?!. :ooooh:

Tja, vielleicht liest sich das ja aber auch nur wie Frauenlogik? :freches grinsen:


Bingo :zwinker:


Ich weiss noch immer nicht, was an dem Artikel von A. Schwarzer so schlimm ist. Sie hat sehr viele Fakten und Meinungen zusammengefügt. Was ist daran schlecht ?

kaafee
21.03.2009, 00:21
Bingo :zwinker:


Ich weiss noch immer nicht, was an dem Artikel von A. Schwarzer so schlimm ist. Sie hat sehr viele Fakten und Meinungen zusammengefügt. Was ist daran schlecht ?

Da gibt es ja mehrere Notwendigkeiten ... also über die Alice mache ich mir jedenfalls dabei so keine Gedanken - zugegeben!

Aber eins ist mir noch nicht so ganz klar und deutlich geworden: Werden Männer wirklich als so naiv geboren oder doch nur als solche erzogen? Angeblich und Spezialisten zufolge sollen ja alle Menschen die gleichen oder zu mindestens identische Erbanlagen haben. Also liegt es anscheinend doch wohl NUR an der Erziehung und dem zu verarbeitenden Umfeld!

Doch dann sollten Väter wohl ein sehr großes Interesse daran haben, wann und vor allem WEM sie ihre „kostbaren“ Erbanlagen weitervermitteln – oder nicht? :ooooh:

Also ich verstehe die dann „verspätete“ Aufregung nun wirklich nicht. Vorm „schießen“ einfach nur mal nachdenken. Könnte helfen und wäre z. B. eine Möglichkeit – hilfreich für den Empfänger und ja, auch für den Versender! Beide können nachdenken ... vorher - oder was hindert sie?!

Irgendwie traurig - klar - aber leider trotzdem WAHR (http://www.youtube.com/watch?v=lfc-bHyvOKk)! :knatsch:

Inaktiver User
21.03.2009, 10:29
Aber eins ist mir noch nicht so ganz klar und deutlich geworden: Werden Männer wirklich als so naiv geboren oder doch nur als solche erzogen? Angeblich und Spezialisten zufolge sollen ja alle Menschen die gleichen oder zu mindestens identische Erbanlagen haben. Also liegt es anscheinend doch wohl NUR an der Erziehung und dem zu verarbeitenden Umfeld!

Doch dann sollten Väter wohl ein sehr großes Interesse daran haben, wann und vor allem WEM sie ihre „kostbaren“ Erbanlagen weitervermitteln – oder nicht?


@kaafee
Und, wenn die Väter auch ihrer Umwelt ausgesetzt waren, bei gleichen oder ähnlichen Erbanlagen? Was dann?

Weshalb mag ein Mensch Waffen? Weshalb besitzen viel, viel mehr Männer Schusswaffen als Frauen?
Was gefällt einem Jäger daran, ein Tier, das eben noch das angeblich wertvollste Gut, nämlich das Leben geradezu darstellte, abzuschiessen, oder im gar, auf einem andere Tier sitzend - einem Pferd -, nachzujagen?
Daraus eine Kultur zu generieren, als Nochfolgerin einer anderen, der Kriegskultur?

Vielleicht Vergnügen an der Macht, der man sich mit anderen Mitteln auf weit schwierigeren Wegen nähern müsste.

Dazu kommt mir noch in den Sinn, wie viele junge männliche Flüchtlinge aus den Ländern des Ostens oder Südostens häufig in Camouflage-Anzügen herumgehen, martialisches Gehabe, jenen nachgestellt, von den sie unterdrückt und vertrieben wurden.
Identifikation mit dem Aggressor nennt frau/man das.

kaafee
21.03.2009, 11:59
Vielleicht Vergnügen an der Macht, der man sich mit anderen Mitteln auf weit schwieriger Wegen nähern müsste.

Vielleicht … also ich würde sogar behaupten ... ganz sicher! Und nun ist das endlich auch mal klar und deutlich ausgesprochen. Männer im Allgemeinen also wieder mal durchschaut und durchleuchtet. Also ich wundere mich wirklich immer wieder, wie vordergründig wichtig etliche Männerbeweggründe für viele Frauen immer noch sind. Aber es werden auch stetig immer weniger und genau da scheinen dann die Problemchen einiger Männer erst einmal anzufangen.

Wirklich erstaunlich, wie viele es doch immer wieder schaffen, sich irgendwo hinzustellen, wo sich dann auch ganz besonders Frauen mit ihnen beschäftigen. Und das dann auch noch gern. Sie selbst scheinen diesen ganz sicher schwierigen Weg zu sich selbst eher doch nicht gehen zu wollen, die Arbeit überlassen sie dann lieber „anderen“ und bewältigen selbst lieber so ziemlich kurzsichtig nur die einfache Strecke und denken dann auch noch, sie handeln dabei rational. :schlaf gut:

Klingt alles irgendwie schon ziemlich besch..., also so liest es sich jedenfalls für mich. :smirksmile:

OsCanis
21.03.2009, 12:38
Ich wiederhole:
Es gibt auch nach den ballistischen Untersuchungen bisher keinen Anhaltspunkt, daß der Mörder gezielt auf Mädchen geschossen hat.
Er schoss auf die, die der Tür, durch die er eintrat, am nächsten sassen.

Ballistische Untersuchungen geben in erster Linie Aufschluss über den Tathergang, nicht über die Motive des Schützen.
Alle Meldungen stimmen in einem Punkt überein: Der Täter hat in wenigstens 3 verschiedenen Klassenräumen geschossen, nicht nur in einem, wie man nach Deiner Darstellung vermuten würde.

Der Täter ist tot und wahrscheinlich werden die Gründe für die Tat immer im Dunkeln bleiben. Aber in der Schule wurden drei junge Lehrerinnen zwischen 24 und 26, ein Junge und acht Mädchen getötet. Das ist zumindest auffällig. Da stösst es einem sauer auf, wenn in den Medien ständig von "3 Lehrern und 9 Schülern" die Rede ist

arouet58
21.03.2009, 13:13
Alle Meldungen stimmen in einem Punkt überein: Der Täter hat in wenigstens 3 verschiedenen Klassenräumen geschossen, nicht nur in einem, wie man nach Deiner Darstellung vermuten würde.

Aus der Darstellung des Sprechers der Polizeidirektion Waiblingen (http://www.faz.net/s/RubF44DB96803344C01A48C93EDADCB0551/Doc%7EE41B636E655F84554B30E325F773883B9%7EATpl%7EE common%7EScontent.html), nicht meiner - ich habe keine zu geben, da ich keine Ahnung vom Tathergang haben kann - geht nicht hervor, in wie vielen Klassenräumen der Täter tötete.
Es wird nur ausgesagt, daß er auf die der Tür am nächsten Sitzenden schoss.
Zitat FAZ, die wiederum den Sprecher in indirekter Rede wiedergibt: Die Opfer hätten in Türnähe gesessen.
Wenn das in 3 verschiedenen Klassenräumen der Fall war, heißt das also, in 3 verschiedenen Klassenräumen saßen Mädchen der jeweiligen Tür am nächsten.
Nicht mehr und nicht weniger.


Da stösst es einem sauer auf, wenn in den Medien ständig von "3 Lehrern und 9 Schülern" die Rede ist.
Da ausschließlich Lehrerinnen getötet wurden, sollte auch von Lehrerinnen die Rede sein.
Der Begriff "Schüler" in diesem Zusammenhang kann nur dem sauer aufstoßen, der dank feministischer Sprachkritik verlernt hat, zwischen biologischem und grammatikalischem Geschlecht zu trennen und beginnt, den Mond für männlich, die Sonne für weiblich und das Mädchen für sächlich zu halten.

OsCanis
21.03.2009, 14:00
Der Begriff "Schüler" in diesem Zusammenhang kann nur dem sauer aufstoßen, der dank feministischer Sprachkritik verlernt hat, zwischen biologischem und grammatikalischem Geschlecht zu trennen und beginnt, den Mond für männlich, die Sonne für weiblich und das Mädchen für sächlich zu halten.
Entschhuldigung, da habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt. Die Formulierung ist grammatisch korrekt, das war nicht mein Kritikpunkt. Sie ist aber inhaltlich problematisch: Wie ich geschrieben habe , ist es zumindest auffällig, dass fast alle Opfer in der Schule weiblich waren. Mit dieser Forumlierung ist das für den Leser oder Fernsehzuschauer aber nicht mehr erkennbar. Es fehlt also eine wichtige Information.
Um den Punkt nochmal jenseits von "feministischer Sprachkritik" zu verdeutlichen: Es ist sicher ein Unterschied, ob von toten Talibankämpfern/ amerikanischen Soldaten/ afghanischen Zivilisten /deutschen Soldaten/ italienischen Journalisten etc. die Rede ist. Die Umschreibung "tote Menschen" wäre in jedem Fall grammatisch richtig - würde aber die relevanten Informationen nicht vollständig wiedergeben.

schnarchstop
21.03.2009, 14:17
@kaafee
Und, wenn die Väter auch ihrer Umwelt ausgesetzt waren, bei gleichen oder ähnlichen Erbanlagen? Was dann?

Weshalb mag ein Mensch Waffen? Weshalb besitzen viel, viel mehr Männer Schusswaffen als Frauen?
Was gefällt einem Jäger daran, ein Tier, das eben noch das angeblich .


Es ist Fakt, dass das Gehirn ein ungeborenen männlichen Kindes im Mutterleib nachweislich kräftig mit Testosteron durchspült wird.

Dies bewirkt eine grundsätzlich aggressivere Herangehensweise an die Welt.

arouet58
21.03.2009, 14:44
Es ist Fakt, dass das Gehirn ein ungeborenen männlichen Kindes im Mutterleib nachweislich kräftig mit Testosteron durchspült wird.

Dies bewirkt eine grundsätzlich aggressivere Herangehensweise an die Welt.
Und das bleibt ein ganzes Leben lang so.
Das männliche Gehirn wird kräftiger von Testosteron durchspült als das weibliche, weil Männer von der "Dopingdroge" einfach mehr produzieren als Frauen.
Sexualhormone und die Veränderunen ihrer Konzentration haben starke psychische Auswirkungen, etwa auch beim weiblichen Zyklus spürbar.
Aggressiv ist aber nicht zu verwechseln mit gewalttätig.
Aggressiv sein muss auch der Spitzenwissenschaftler, der Spitzensportler usw., um die nötige Energie aufzuwenden, zu lernen, ein schwieriges Problem wieder und wieder zu durchdenken, um zu trainieren etc.
Nicht das durchschnittlich höhere Aggressivitätslevel der Männer ist ein Problem.
Das kann auch eine Begabung sein, die sehr viel Nutzen bringt.
Aggressivität wird dann zum Problem, wenn sie nicht als produktive Energie genutzt wird, sondern sich als zerstörerische Gewalt entlädt.

Inaktiver User
21.03.2009, 14:51
Es ist Fakt, dass das Gehirn ein ungeborenen männlichen Kindes im Mutterleib nachweislich kräftig mit Testosteron durchspült wird.

Dies bewirkt eine grundsätzlich aggressivere Herangehensweise an die Welt.

Und, was schließt Du nun daraus? Ist´s also Verschulden der Mutter, dem Baby-Boy die Birne so mit Testosteron geflutet zu haben? Ist´s vielleicht sogar noch Vorsatz, denn bei Mädchen tut sie es nicht? Oder doch? Und warum sind dann Mädchen nicht so aggressiv? :wie?:

schnarchstop
21.03.2009, 15:14
Und das bleibt ein ganzes Leben lang so.
Das männliche Gehirn wird kräftiger von Testosteron durchspült als das weibliche, weil Männer von der "Dopingdroge" einfach mehr produzieren als Frauen.
Sexualhormone und die Veränderunen ihrer Konzentration haben starke psychische Auswirkungen, etwa auch beim weiblichen Zyklus spürbar.
Aggressiv ist aber nicht zu verwechseln mit gewalttätig.


Ja, das habe ich weiter oben auch schon beschrieben, dass diese Aggressivität zu kulturellen Spitzenleistungen führt, aber eben auch gelegentlich zu Entgleisungen (siehe Erfindung und Erprobung von Atombomben).

schnarchstop
21.03.2009, 15:16
Und, was schließt Du nun daraus? Ist´s also Verschulden der Mutter, dem Baby-Boy die Birne so mit Testosteron geflutet zu haben? Ist´s vielleicht sogar noch Vorsatz, denn bei Mädchen tut sie es nicht? Oder doch? Und warum sind dann Mädchen nicht so aggressiv? :wie?:



Du hast wirklich gar nichts verstanden. Daran ist eine Frau oder ein Mann genauso "schuld" wie daran, dass der Vesuv ausbricht oder nicht.

:wie?:

arouet58
21.03.2009, 15:33
Und, was schließt Du nun daraus? Ist´s also Verschulden der Mutter, dem Baby-Boy die Birne so mit Testosteron geflutet zu haben? Ist´s vielleicht sogar noch Vorsatz, denn bei Mädchen tut sie es nicht? Oder doch? Und warum sind dann Mädchen nicht so aggressiv? :wie?:

Außerdem, Wecker, wird der Junge bereits im Mutterleib im Wesentlichen von seinem eigenen Testosteron überflutet, dem aus seinen Hoden.
Er ist also selber "schuld".

Inaktiver User
21.03.2009, 17:55
:blumengabe: Sorry & Danke für die Aufklärung!

Hab mich da wohl wirklich ein bissl vergaloppiert und das zwischenzeitlich von Arouet Gepostete nicht mitbekommen!

Schönen Tag noch!

HansDampf
21.03.2009, 22:11
Ja, das habe ich weiter oben auch schon beschrieben, dass diese Aggressivität zu kulturellen Spitzenleistungen führt, aber eben auch gelegentlich zu Entgleisungen (siehe Erfindung und Erprobung von Atombomben).
Die Frage ist doch, ob das eine untrennbar mit dem anderen verbunden ist. Würde eine Verhinderung der negativen Aspekte (z.B. wenn auch unglaubwürdig, durch Frauenmitsprache) die positiven Ergebnisse trotzdem möglich machen?

Was mich da zweifeln läßt, ist einmal die hohe Agressivität von Teilen des Femminismus selbst, als auch die fehlende Abnahme agressiver Handlungen in den letzten 40 Jahren trotz deutlicher Zunahme weiblicher Mitsprache.

Die Zivilisierung ist ein Kampf gegen unsere biologischen Wurzeln. Und auch Frauen sind anthropologisch Raubtiere.

Hans

P.S. Solschenizyn bemerkt in seinem Archipel Gulag, daß das Aggressionsniveau weiblicher Strafgefangener in den stalinistischen Arbeitslagern höher war als das der männlichen.

Inaktiver User
21.03.2009, 22:31
P.S. Solschenizyn bemerkt in seinem Archipel Gulag, daß das Aggressionsniveau weiblicher Strafgefangener in den stalinistischen Arbeitslagern höher war als das der männlichen.


Kontext, lieber Hans?

Sind das auch die, die von ihren Kindern getrennt waren/ denen die Kinder weggenommen wurden?

Inwiefern "aggressiv"?
Definition erwünscht.

LG
LL

Inaktiver User
21.03.2009, 22:47
Nun ja,

zum Thema, zur QUELLENLAGE usw. eine nette studentische Hausarbeit...

GRIN - Geschlechtsspezifische Überlebensstrategien im stalinistischen Gulag - Seminararbeit* (http://www.grin.com/e-book/106519/geschlechtsspezifische-ueberlebensstrategien-im-stalinistischen-gulag)

Ansonsten eben Meinhard Stark/ Freya Klier... (Arouet kennt bestimmt schon biosozialpsycholog. Studien darüber :lachen:)
Ich weise hier wieder auf das Kinderthema hin, wer aufmerksam liest, findet Hinweise.
Ansonsten noch die Anmerkung: Frauen in der SU hatten Anfang 20 schon ihr erstes Kind - egal aus welcher Schicht kommend...und Kids kamen nicht mit ins Lager, die kamen in die Waisenhäuser... der Einfluss der Volksfeindeltern wäre schließlich zu schädlich gewesen.

Geburten im Lager wiederum bedeuteten automatische Trennung nach Geburt... da gibt es schon viele Berichte drüber...

Wer zu Thema aber die Solchinizyn Erörterungen beitragen kann... gerne...


(hier ist ja eh wieder alles off topic, dann können wir ja mal was Interessantes besprechen...)

Inaktiver User
21.03.2009, 23:01
P.S. Solschenizyn bemerkt in seinem Archipel Gulag, daß das Aggressionsniveau weiblicher Strafgefangener in den stalinistischen Arbeitslagern höher war als das der männlichen.


An diese Passage erinnere ich mich gar nicht :ooooh:
Jedenfalls würde ich schon mal "in den stalinistischen Arbeitslagern" stark anzweifeln. Solschenyzin hat zwar einige durchlaufen, aber nicht so viele, dass er dermassen verallgemeinern könnte.
Es stellt sich auch die Frage, welchen Einschränkungen Frauen unterworfen waren und welchen Männer. Und gegen wen Frauen aggressiver waren als Männer?
Ich erinnere mich z.B., einmal gelesen zu haben, dass Roma-Frauen, die in Sibirien gefangen waren, im Lager Kinder zur Welt brachten, und die Säuglinge, als die Mütter in ein anderes Lager überstellt werden sollten, umbrachten, indem sie jene gegen die Wand schleuderten. Roma-Väter haben das nicht getan. Aber, sie waren auch nicht betroffen. Weder hatten sie Kinder in menschenunwürdigen Lagern geboren, noch mussten sie sie auf einen langen Marsch mitnehmen, sie versorgen, noch wurden sie ihnen weggenommen.

arouet58
21.03.2009, 23:17
Die Frage ist doch, ob das eine untrennbar mit dem anderen verbunden ist. Würde eine Verhinderung der negativen Aspekte (z.B. wenn auch unglaubwürdig, durch Frauenmitsprache) die positiven Ergebnisse trotzdem möglich machen? Untrennbar insofern, als ich überzeugt davon bin, daß Männer immer das getriebenere, aktivere, kreativere Geschlecht sein werden (IM SCHNITT, d.h. es wird jede Menge kreativer Frauen geben die kreativer sind als viele Männer), eben auch das aggressivere.
Das wird man nicht ändern können, solange man nicht in die Biologie des Menschen eingreift, wovon man nur dringend abraten kann.

Mit "Unfällen", Katastrophen, Verbrechen wird die Menschheit leben müssen und sie sollte sich davor hüten, in dem Wunsch, das zum völligen Verschwinden zu bringen, worunter Menschen leiden, Heilmittel zu ersinnen, die schlimmer sind als die Krankheiten, die sie zu bekämpfen versprechen.

Aber man kann die Zahl der "Unfälle" sicher minimieren.
Indem man die Zahl der extrem Frustrierten vermindert, die Zahl der Hoffnungslosen reduziert, die glauben, in ihrem Leben keine einigermaßen gute Zukunft mehr für sich selbst, aus eigener Kraft, schaffen zu können, indem man die Angst der Menschen reduziert, ins Bodenlose zu stürzen, wenn sie den Leistungsanforderungen dieser Gesellschaft nicht mehr genügen können.
Das sind die Aufgaben, die eine gute Sozial-,Bildungs- und Wirtschaftspolitik lösen muss. und KANN.
Eine funktionierende, soziale Marktwirtschaft, in der weder das Soziale den Markt noch der Markt das Soziale überwuchert, ist die beste Vorbeugung von Gewaltexzessen.

Das Raubtier Mensch ist dann am erträglichsten, wenn es schnurrend, wohl genährt, mit glänzendem Fell zufrieden eingerollt auf dem Sofa ruhen kann, nach erfolgreicher Jagd.

Die Zivilisierung ist ein Kampf gegen unsere biologischen Wurzeln. Und auch Frauen sind anthropologisch Raubtiere.Ja, aber Raubtiere, die von den Männchen versorgt werden, damit sie Kinder austragen, säugen, versorgen können oder vom Vater Staat, immer noch, in weit höherem Maße, als Männer von Frauen oder vom Staat materiell versorgt werden.

Die es sich deshalb leisten können, in der "Außenwelt", diort wo um Ressourcenverteilung, um die "Beute" gestritten wird, weniger konkurrenzbetont-aggressiv zu agieren als Männer (im Schnitt).
Und weil das nicht erst seit ein paar Jahrtausenden so ist, daß Männer schwangere, stillende Frauen versorgen MÜSSEN, unterscheiden sich Männer und Frauen in ihren durchschnittlichen Gruppeneigenschaften.
Männer sollten immer noch gute Versorger sein, damit Frauen sie attraktiv finden können, Frauen dagegen müssen keine guten Versorgerinnen sein, sondern in erster Linie schön = fruchtbar.
Klug, nett, humorvoll, sozial verträglich usw. sind dagegen für beide Geschlechter als attraktivitätsbestimmende Merkmale gleich wichtig.
Um schön zu sein, muss man nicht, jedenfalls nicht nach außen gerichtet, aggressiv sein.
Löwinnen/Hauptversorgerinnen sind Menschenfrauen trotz höherer Erwerbsbeteiligung noch lange nicht.

Das wäre dann der Endzustand der Emanzipation, dem ich einiges abgewinnen könnte.
Der Pascha liegt im Schatten und schaut sich an, was die Weibchen so anschleppen, um es danach gerecht zwischen sich (der Edle denkt an sich selbst zuerst, das ist Natur!), den Jägerinnen und den lästigen Blagen zu verteilen.
Wenn da nur nicht die strapaziösen Konkurrenzkämpfe mit den anderen Löwenmännern wären.
Und man wird ja auch nicht jünger.

Inaktiver User
21.03.2009, 23:19
Ach, ich beneide Dich ja immer um Dein klares Weltbild. Hätt ich sowas, wie simpel wär mein Leben!
Wie leicht die Kindererziehung!
Die Karriere (nicht) planung...


Wo kriecht man sowas denn bloß her :lachen: :blumengabe:?

arouet58
21.03.2009, 23:33
Ach, ich beneide Dich ja immer um Dein klares Weltbild. Hätt ich sowas, wie simpel wär mein Leben!
Wie leicht die Kindererziehung!
Die Karriere (nicht) planung...


Wo kriecht man sowas denn bloß her :lachen: :blumengabe:?
Einen großen Bogen um das Derridada der postmodernen Geisteswissenschaften machen und was Sinnvolles studieren, also Naturwissenschaften, Biologie, Medizin, so was in der Art.

Inaktiver User
21.03.2009, 23:40
Gute Idee.
Brauche eh eine sinnvollere Beschäftigung als ab und an BriCom :smirksmile:

Meinst, Frauen können was Vernünftiges studieren? Also mit Erfolg, und so?
Und dann das Krams noch nutzen, um damit/davon zu leben (natürlich mit Hausmänne und Anhängen)?

Inaktiver User
21.03.2009, 23:40
P.S. Ist Bio nicht das mit der Arbeitslosigkeit? Dann wär ich ja noch mehr in der Bri COm... :heul:

arouet58
21.03.2009, 23:50
Gute Idee.
Brauche eh eine sinnvollere Beschäftigung als ab und an BriCom :smirksmile:

Meinst, Frauen können was Vernünftiges studieren? Also mit Erfolg, und so?
Und dann das Krams noch nutzen, um damit/davon zu leben (natürlich mit Hausmänne und Anhängen)?
Sicher können sie das.
Auf dem Weg zur Löwin ist die Luchsin ja schon ein gutes Stück vorangekommen.
Ich habe nur den Verdacht, es mangelt Euch in Berlin an Löwenpaschas, die das Aufteilen der Beute, gerecht, versteht sich, übernehmen.

Ich tu jetzt mal was für meine Fellpflege und rolle mich danach auf dem Sofa zusammen.

Ist einfach ein majestätischer Anblick, so ein friedlich auf dem Sofa ruhender Löwe.

Gute Nacht.

Inaktiver User
22.03.2009, 00:20
Lieber Arouet,

bist Du nicht der mit den Bio-Kenntnissen?

Du meintest also:

"Ich tu jetzt mal was für meine Federpflege [=Federchen via Schnabel fetten] und setze mich auf meine [nee, das kann ich nicht schreiben, dann musst Du wieder lachen] ... dann gehe ich in meine Schlafposition, Schnabel in Federn gekuschelt..."

Gute Nacht!

arouet58
22.03.2009, 05:30
Lieber Arouet,

bist Du nicht der mit den Bio-Kenntnissen?

Du meintest also:

"Ich tu jetzt mal was für meine Federpflege [=Federchen via Schnabel fetten] und setze mich auf meine [nee, das kann ich nicht schreiben, dann musst Du wieder lachen] ... dann gehe ich in meine Schlafposition, Schnabel in Federn gekuschelt..."

Gute Nacht!
Bekennte ich, auf dem zu sitzen, worauf zu sitzen Du mir unterstellst, würde gelacht..
Behauptete ich, auf meiner Stange zu sitzen, würde erst recht gelacht.
Hühnern dagegen ist beides erlaubt.
Da lacht niemand.

Na ja,....ich vielleicht schon.

Trotzdem, es ist kein Wunder, daß männliches Selbstbewußtsein so gefährlich gefährdet ist.

OsCanis
22.03.2009, 10:51
Arouet, Dein Plädoyer für mehr Natur- statt Geisteswissenschaften kann ich voll und ganz unterschreiben.
Nebenbei: Allan und Barbara Pease sind als Quelle "wissenschaftlicher" Erkenntnis so wenig zu gebrauchen wie Hanni und Nanni als Begleittext für eine Pädagogikvorlesung. Das ist wohl der Grund, warum Deine Argumente gelegentlich etwas dünn wirken.
MfG, OsCanis ( mit abgeschlossenem naturwissenschaftlichem Studium)

OsCanis
22.03.2009, 11:15
P.S. Solschenizyn bemerkt in seinem Archipel Gulag, daß das Aggressionsniveau weiblicher Strafgefangener in den stalinistischen Arbeitslagern höher war als das der männlichen.

Der Gulag ist untrennbar mit Gewalt und Willkürherrschaft und Terror verbunden. Ganz offen gestanden kommt mir eine Diskussion über das Aggressionsniveau der GEFANGENEN [!!], ob Männlein oder Weiblein, reichlich zynisch vor.
Aggresives Verhalten angesichts von Kälte, Hunger und totaler Erschöpfung. Du lieber Himmel, wie undamenhaft/ ungalant. Da kommt die geballte Schlechtigkeit des Menschen zum Vorschein- nicht einmal als Häftling im Gulag kann er sich gesittet benehmen...

Inaktiver User
22.03.2009, 11:18
Zumal wenn er ein Dame sein sollte :ooooh:.

kaafee
22.03.2009, 12:40
Trotzdem, es ist kein Wunder, daß männliches Selbstbewußtsein so gefährlich gefährdet ist.

Interessant! Wundert sich darüber echt noch jemand? Wirklich? Also erst das Bewusstsein für etwas ganz bewusst stehlen und danach dann dümmlich über die ungerechte Verteilung jammern? Einfach nur noch unglaublich!

Es ist einfach wohl doch nur endlich mal an der Zeit, auch dieses und nicht nur immer die Beute, gerecht, versteht sich, natürlich, wie sonst, zu verteilen. Und dazu braucht es keine Löwenpaschas mehr, die das in ihrem Sinne tun. Im Gegenteil, jeder entscheidet selbst, wie viel er davon braucht und ich behaupte sogar, dass all diese Paschas sowieso mit der Zeit aussterben werden und dann wird auch kein Rabe mehr nach ihnen krächzen. :aetsch:


Die Zivilisierung ist ein Kampf gegen unsere biologischen Wurzeln. Und auch Frauen sind anthropologisch Raubtiere.

Auch interessant – aber doch sehr viel glaubwürdiger! :smile:

arouet58
22.03.2009, 13:34
Allan und Barbara Pease sind als Quelle "wissenschaftlicher" Erkenntnis so wenig zu gebrauchen wie Hanni und Nanni als Begleittext für eine Pädagogikvorlesung.
Stimmt.
Das ist interessanter. (PDF-Datei) (http://www.bischof.com/mat/bischof-koehler_loccum.pdf)

Ein Buch (http://www.bischof.com/d_buch1_inhalt.html) dazu: Doris Bischof-Köhler (http://www.bischof.com/d_publi1.html) "Von Natur aus anders"

Halbmast...
22.03.2009, 14:53
Einen großen Bogen um das Derridada der postmodernen Geisteswissenschaften machen und was Sinnvolles studieren, also Naturwissenschaften, Biologie, Medizin, so was in der Art.

Du erinnerst dich, Arouet: unlängst stelle ich den von dir geschätzten "Bio-Wissenschaftler" Steven Pinker unter Schwachmaten-Verdacht, worauf du natürlich sofort zu wissen begehrtest, wieso und weshalb und warum. Um eine Antwort drückte ich mich, teils aus Faulheit, da es mir zu mühselig erschien, die zahlreichen inhaltlichen Ungenauigkeiten und die noch zahlreicheren Fehlschlüsse Pinkers aufzulisten (es drohte ein ermüdendes Hin- und Herdiskutieren), teils aus Prinzip, sintemal ich 1990 eigentlich beschlossen habe, Argumente nur noch gegen Bargeld zu liefern, und teils aber auch aus Sympathie, denn ich mag die Naturwissensachaften sehr und verfolge ihre Fortschritte mit Interesse (Soweit mein kümmerlicher geisteswissenschaftlicher Horizont dies erlaubt. Ich war übrigens einer derjenigen, die am lautesten über Sokals Auf dem Weg zu einer transformativen Hermeneutik der Quantengravitation gelacht haben. Und geschämt für meine Zunft habe ich mich damals auch ein bisschen.)

Nun habe ich meine Meinung geändert und werde mich doch einmal ausführlicher und exemplarisch zu Pinker und Konsorten äußern (der HERR gebe mir Kraft und Geduld!) und zwar deshalb, weil es mir neuerdings erscheint, als erdreisteten sich die "modernen Empiriker" zu immer übleren Anmaßungen dergestalt sie glauben, per Naturbeobachtung im Besitz einer höheren Wahrheit zu sein. Sie erklären großspurig, auf Philosophie verzichten zu können und unterschieben uns gleichzeitig Philosophien der unreflektiertesten und primitivsten Art. Wir werden uns das am Beispiel Pinkers einmal genauer anschauen.

Heute, spätestens aber übermorgen, werde ich einen entsprechenden Strang im Philosophie-Forum eröffnen. (Ich hoffe die Mystagogen dort, werden sich nicht erschrecken.)

Man sieht sich.

P.S. Wenn du - wie Steven Pinker! - dein Wissen über Derrida lediglich aus irgendwelcher Sekundärliteratur bezogen hast, kann ich deine Aversion sogar verstehen.

Inaktiver User
22.03.2009, 15:38
... (der HERR gebe mir Kraft und Geduld!)......

Zitat gekürzt


Der HERR ist gerade anderweitig in Gestalt einiger seiner Würdenträger mit dem Kampf um die fette vor unserer frommen ev. Kirchgemeinde geschützten Schwarzgeldkasse beschäftigt, die ich ans ungläubige öffentliche Licht geholt habe.

Baue insofern nicht allzusehr auf ihn.

WIR sind das Volk. :knicks::allesok: herbstblatt2

arouet58
22.03.2009, 15:53
P.S. Wenn du - wie Steven Pinker! - dein Wissen über Derrida lediglich aus irgendwelcher Sekundärliteratur bezogen hast, kann ich deine Aversion sogar verstehen.
Lieber Halbmast, ich kenne Herrn Derrida fast gar nicht, nicht mal aus Sekundärliteratur.
Mir gefiel ganz einfach der Name, der sich für ein Wortspiel anbot.
Die Gründe für Deinen Ärger über Übergriffigkeiten von Empirikern auf geisteswissenschaftliches Territorium kann ich nur erahnen, zumal ich, der nur Medizin studiert hat, sie im Gegensatz zu einem Philosophen nicht mal erkenne.
Insofern wirst Du wenig Mühe haben, mir gegenüber diese Aufforderung

Runter von meinem Rasen!auch durchzusetzen.

Inaktiver User
22.03.2009, 16:29
Nun habe ich meine Meinung geändert und werde mich doch einmal ausführlicher und exemplarisch zu Pinker und Konsorten äußern (der HERR gebe mir Kraft und Geduld!) und zwar deshalb, weil es mir neuerdings erscheint, als erdreisteten sich die "modernen Empiriker" zu immer übleren Anmaßungen dergestalt sie glauben, per Naturbeobachtung im Besitz einer höheren Wahrheit zu sein. Sie erklären großspurig, auf Philosophie verzichten zu können und unterschieben uns gleichzeitig Philosophien der unreflektiertesten und primitivsten Art. Wir werden uns das am Beispiel Pinkers einmal genauer anschauen.

Heute, spätestens aber übermorgen, werde ich einen entsprechenden Strang im Philosophie-Forum eröffnen. (Ich hoffe die Mystagogen dort, werden sich nicht erschrecken.)



Ich bitte darum... bin neugierig. Habe mich mit Pinker allerdings genauso wenig wie mit A. Schwarzer beschäftigt und kann daher sowieso nie was Ordentliches beitragen.

Höchstens zum GuLAG, wenn es denn gewünscht wäre.


Wobei generell im Internet DIESER Punkt
"teils aus Prinzip, sintemal ich 1990 eigentlich beschlossen habe, Argumente nur noch gegen Bargeld zu liefern," niemals unterschätzt werden sollte.
Daher gibt´s von mir hier ja auch nicht besonders viel Input (bei völlig abstrusen Strängen wie diesem sowieso nicht... Fehler dieser Art wiederhole ich ja nicht :smirksmile:)

Wobei ich zum Thema bemerken möchte:
Weder haben wir Infos zum Tathergang, noch haben wir Infos über den Täter, seine Psyche etc. ... ich finde Spekulationen dieser Art unfruchtbar... sie führen mehr als offensichtlich nur zu Feierabendboulevardesken im weltweiten Netz...

Journalisten hauen sie routinemäßig raus, die Polizei muss natürlich Brainstorming machen... warten wir es ab.

Inaktiver User
23.03.2009, 12:20
Ich war übrigens einer derjenigen, die am lautesten über Sokals Auf dem Weg zu einer transformativen Hermeneutik der Quantengravitation gelacht haben.
Ja, das war echt witzig damals! ( :wie?:)



Nun habe ich meine Meinung geändert und werde mich doch einmal ausführlicher und exemplarisch zu Pinker und Konsorten äußern (der HERR gebe mir Kraft und Geduld!) und zwar deshalb, weil es mir neuerdings erscheint, als erdreisteten sich die "modernen Empiriker" zu immer übleren Anmaßungen dergestalt sie glauben, per Naturbeobachtung im Besitz einer höheren Wahrheit zu sein. Sie erklären großspurig, auf Philosophie verzichten zu können und unterschieben uns gleichzeitig Philosophien der unreflektiertesten und primitivsten Art. Wir werden uns das am Beispiel Pinkers einmal genauer anschauen.

Heute, spätestens aber übermorgen, werde ich einen entsprechenden Strang im Philosophie-Forum eröffnen. (Ich hoffe die Mystagogen dort, werden sich nicht erschrecken.)


Da würde sogar ich mal einen Blick ins Philosophie-Forum werfen.

Aber eine kleine Bitte hätte ich: Die Ausführungen, soweit als möglich, sollten in allgemeinverständlicher Sprache gehalten werden, da ansonsten :wie?: :knatsch: droht, zumindest bei mir.

Inaktiver User
23.03.2009, 12:29
Stimmt.
Das ist interessanter. (PDF-Datei) (http://www.bischof.com/mat/bischof-koehler_loccum.pdf)


Danke für den Link, arouet, sehr spannend, gerade für mich als Söhne-Vater.

HansDampf
23.03.2009, 17:56
Der Gulag ist untrennbar mit Gewalt und Willkürherrschaft und Terror verbunden. Ganz offen gestanden kommt mir eine Diskussion über das Aggressionsniveau der GEFANGENEN [!!], ob Männlein oder Weiblein, reichlich zynisch vor.
Aggresives Verhalten angesichts von Kälte, Hunger und totaler Erschöpfung. Du lieber Himmel, wie undamenhaft/ ungalant. Da kommt die geballte Schlechtigkeit des Menschen zum Vorschein- nicht einmal als Häftling im Gulag kann er sich gesittet benehmen...

Speziell ging es um Aussagen zum sexuellen Verhalten von Frauen im GULag. Während Hunger und Kälte bei Männern zum Abschwächen des Sexualtriebes führten, wurde bei Frauen eine Zunahme beoachtet. Was sich unter anderem in Vergewaltigungen von anwesenden Männern äußerte.

Viele aggressive Äußerungen von Männern (und Frauen) treten unter Exremsituationen hervor. Zum Beispiel Krieg als äußerer Anlaß, oder starke narzistische Kränkung als innerer Anlaß. Daher ist das Verhalten im GULag zumindest interessant und vieleicht auch lehrreich.

Hans

Inaktiver User
23.03.2009, 18:06
Das mag mal in einem Einzelfall vorgekommen sein. Ansonsten halte ich es eher für ein Hirngespinst.

Satyr
23.03.2009, 18:17
Das mag mal in einem Einzelfall vorgekommen sein. Ansonsten halte ich es eher für ein Hirngespinst.

Warum?

Inaktiver User
23.03.2009, 18:20
ich = klug + allgemeingebildet

Inaktiver User
23.03.2009, 19:23
Und ich will die Quellenangabe....

:smirksmile:

HansDampf
24.03.2009, 15:03
Und ich will die Quellenangabe....

:smirksmile:

Wenn ihr so streng seid, schreibe ich eben gar nicht mehr!:wie?:

*beleidigt ab...*

HansDampf
24.03.2009, 15:07
Das mag mal in einem Einzelfall vorgekommen sein. Ansonsten halte ich es eher für ein Hirngespinst.

Liebes Herbstblatt (wa machst Du eigentlich hier, es ist FRÜÜÜÜHLING!)

:blumengabe:

Solschenizyns Archipel Gulag ist von seiner Konstruktion her eine Sammlung von Informationen, die Solschenizyn während seiner 10jährigen Haft und danach gesammelt hat. Wenn es wirklich nur ein Einzelfall gewesen wäre, hätte er, der sehr strenge Maßstäbe an den Begriff der Wahrheit anlegt (zumindest nach dem, was ich von ihm gelesen habe), es entsprechend formuliert.

Aber wir können es auch so stehen lassen, in Rahmen dieses Threads ist es OT. Und wirkliche Belege kann ich dafür auch nicht liefern. Sorry!

Gruß

Hans

Inaktiver User
24.03.2009, 15:09
Speziell ging es um Aussagen zum sexuellen Verhalten von Frauen im GULag. Während Hunger und Kälte bei Männern zum Abschwächen des Sexualtriebes führten, wurde bei Frauen eine Zunahme beoachtet. Was sich unter anderem in Vergewaltigungen von anwesenden Männern äußerte.



Hans

Vielleicht sollte ich mir doch mal "Der Vorleser" antun.
Aber was hat den VerGEWALTigung mit Sexualtiät zu tun? Sex ist da eher nur das Tatwerkzeug.

HansDampf
24.03.2009, 15:33
Vielleicht sollte ich mir doch mal "Der Vorleser" antun.
Aber was hat den VerGEWALTigung mit Sexualtiät zu tun? Sex ist da eher nur das Tatwerkzeug.

Korrekt, es ging um Gewalt gegen andersgeschlechtliche Menschen.

Hans

Inaktiver User
24.03.2009, 19:57
Liebes Herbstblatt (wa machst Du eigentlich hier, es ist FRÜÜÜÜHLING!)

:blumengabe:

Gruß

Hans

Nie sollst Du mich befragen.

Inaktiver User
24.03.2009, 20:19
Korrekt, es ging um Gewalt gegen andersgeschlechtliche Menschen.

Hans

Wobei man das andersgeschlechtlich auch weglassen kann. In solchen Situationen ist das eigene Geschlecht auch nicht sicherer.

ceremony
24.03.2009, 20:41
Solschenizyns Archipel Gulag ist von seiner Konstruktion her eine Sammlung von Informationen, die Solschenizyn während seiner 10jährigen Haft und danach gesammelt hat. Wenn es wirklich nur ein Einzelfall gewesen wäre, hätte er, der sehr strenge Maßstäbe an den Begriff der Wahrheit anlegt (zumindest nach dem, was ich von ihm gelesen habe), es entsprechend formuliert.

Aber wir können es auch so stehen lassen, in Rahmen dieses Threads ist es OT. Und wirkliche Belege kann ich dafür auch nicht liefern. Sorry!

Gruß

Hans

Ich habe den Archipel mehrfach gelesen, an so eine Stelle kann ich mich nicht erinnern.

Vermutlich ist damit das Verhalten der kriminellen Frauen in den Lagern gemeint, die für ihre Brutalität bekannt waren. Das war allerdings ein sehr spezieller Frauenschlag, out-laws - Ausgestoßene aus der Gesellschaft. Kann man nur verstehen, wenn man sich näher mit der Zeitgeschichte und dem Milieu beschäftigt. Unter den "normalen" weiblichen Häftlingen ist solches Verhalten nicht vorstellbar.

Karen_N
25.03.2009, 15:05
Ich hab das hier (http://www.emma.de/der_amoklauf_von_winnenden_2009_03_13.html)gerade bei Emma gefunden.

Was denkt Ihr darüber?

Mein spontanes Gefühl dabei ist ein schlechtes. Ich finde, die Tat wird missbraucht in dem Artikel. Wie seht Ihr das?

Da würde ich mich dir unbedingt anschließen. Mir kommt es so vor, als ob jeder sich das passende Motiv zurechtlegen würde. Die Feministinnen erkennen Frauenhass in der Tat und die Gegner von EgoShooter Spielen haben auch wieder Wasser auf ihre Mühlen bekommen. Ein Quäntchen Wahrheit mag ja in beiden Theorien auch stecken, aber eben auch nur ein Quäntchen.
Aber so eine Tat lässt sich nun mal nicht so einfach erklären. Ich bezweifle eh, ob man so eine Tat tatsächlich jemals verstehen kann. Meiner Meinung nach sind es aber nach wie vor die Eltern die den größten Anteil am Verhalten ihrer Kinder bestimmen.
Leider und Gott sei Dank!

OsCanis
25.03.2009, 15:42
Aber so eine Tat lässt sich nun mal nicht so einfach erklären. Ich bezweifle eh, ob man so eine Tat tatsächlich jemals verstehen kann. Meiner Meinung nach sind es aber nach wie vor die Eltern die den größten Anteil am Verhalten ihrer Kinder bestimmen.
Leider und Gott sei Dank!

Das ist in dieser Allgemeinheit wieder zu einfach. Im Nachhinein wird man den Eltern IMMER schreckliches Fehlverhalten nachweisen können: Zu streng oder zu liberal, zu distanziert oder zu behütend, zu leistungsfixiert oder zu desinteressiert...
Manche Menschen sind gefestigte Persönlichkeiten trotz schrecklicher Kindheitserlebnisse; andererseits gibt es Fälle von Suchterkrankung, Depression, Psychose oder Soziopathie trotz günstiger äußerer Bedingungen.
Das kann man wohl nicht erklären oder begreifen.

HansDampf
25.03.2009, 16:09
Ich habe den Archipel mehrfach gelesen, an so eine Stelle kann ich mich nicht erinnern.

Vermutlich ist damit das Verhalten der kriminellen Frauen in den Lagern gemeint, die für ihre Brutalität bekannt waren. Das war allerdings ein sehr spezieller Frauenschlag, out-laws - Ausgestoßene aus der Gesellschaft. Kann man nur verstehen, wenn man sich näher mit der Zeitgeschichte und dem Milieu beschäftigt. Unter den "normalen" weiblichen Häftlingen ist solches Verhalten nicht vorstellbar.

Dann les ich es noch einmal. Vielleicht finde ich die Stelle ja wieder.

Die Bemerkung zu den kriminellen Frauen (es trifft ja auch für die Männer zu) sehe ich auch so. Man kann sich kaum vorstellen, daß es in diesem Land immer eine hochkriminelle und hochaggressive Subkultur (deren Wurzeln aber schon im Zarenreich lagen) gab.
Gruß

Hans

Coco-Lores
25.03.2009, 19:39
Das ist in dieser Allgemeinheit wieder zu einfach. Im Nachhinein wird man den Eltern IMMER schreckliches Fehlverhalten nachweisen können: Zu streng oder zu liberal, zu distanziert oder zu behütend, zu leistungsfixiert oder zu desinteressiert...
Manche Menschen sind gefestigte Persönlichkeiten trotz schrecklicher Kindheitserlebnisse; andererseits gibt es Fälle von Suchterkrankung, Depression, Psychose oder Soziopathie trotz günstiger äußerer Bedingungen.
Das kann man wohl nicht erklären oder begreifen.
doch, das kann man absolut erklären und begreifen.

die basis für eine gesunde entwicklung ist, dass dem kind in den ersten lebensjahren respekt und menschliche wärme entgegengebracht wird, und dass beides auch von ihm eingefordert wird.

wärme und echter respekt sind ein inneres geschehen und sind unabhängig von äußeren parametern (wie zeitaufwand, strenge oder nachgiebigkeit, leistungsorientierung oder laissez-faire). deshalb ist es unwichtig, wieviel konkrete zeit eltern mit ihren kindern verbringen, es ist unerheblich, ob sie äußerlich streng oder liberal sind, es ist völlig unerheblich, ob sie von ihrem kind leistungen fordern oder nicht - solange sie ihm menschliche wärme und respekt entgegenbringen.

nur desinteresse ist ein klarer ausdruck von lieblosigkeit, alles andere taugt nicht als messlatte für echte elternliebe.

ich versteh immer nicht, warum das keiner versteht. es liegt doch so klar auf der hand.

kaafee
25.03.2009, 20:02
Das ist in dieser Allgemeinheit wieder zu einfach.

Und es geht sogar noch "einfacher":

Beides ist nämlich möglich. Ob nun Kinder, die immer alles auf ihre Eltern verlagern oder Eltern die immer alles auf die Kinder verlagern. Kurz und Gut: Nicht gefestigte Persönlichkeiten finden eben immer einen Schuldigen und eines haben sie wohl immer gemeinsam, sie suchen mögliche Ursachen ganz bestimmt nicht bei sich selbst. Und da spielt das Alter dann so gar keine Rolle – und ob das nun einfach, leider oder GsD ist - spielt dabei noch viel weniger eine Rolle.

Und ja, auch eine kindliche Persönlichkeit festigt sich so ziemlich rasant und dabei könnte man sogar zuschauen, aber das gelingt wohl nur denen, die das dann auch wirklich wollen. :zahnschmerzen:

kaafee
25.03.2009, 20:08
nur desinteresse ist ein klarer ausdruck von lieblosigkeit, alles andere taugt nicht als messlatte für echte elternliebe.

ich versteh immer nicht, warum das keiner versteht. es liegt doch so klar auf der hand.

Du warst doch einen Tick schneller. :blumengabe:

Tja aber wenn nun ALLE auch noch verstehen würden, hätte die Menschheit ja so gar keine Probleme mehr. Und dann wäre wohl vielen sehr sehr langweilig - scheint jedenfalls so zu sein.

Angela08
25.03.2009, 21:43
Da würde ich mich dir unbedingt anschließen. Mir kommt es so vor, als ob jeder sich das passende Motiv zurechtlegen würde. Die Feministinnen erkennen Frauenhass in der Tat und die Gegner von EgoShooter Spielen haben auch wieder Wasser auf ihre Mühlen bekommen. Ein Quäntchen Wahrheit mag ja in beiden Theorien auch stecken, aber eben auch nur ein Quäntchen.
Aber so eine Tat lässt sich nun mal nicht so einfach erklären. Ich bezweifle eh, ob man so eine Tat tatsächlich jemals verstehen kann. Meiner Meinung nach sind es aber nach wie vor die Eltern die den größten Anteil am Verhalten ihrer Kinder bestimmen.
Leider und Gott sei Dank!


Alice Schwarzer oder die Zeitschrift EMMA als Pfeiler des Feminismus zu betrachten ist meiner Meinung nach falsch. Es gibt Feministinnen, die den Ausführungen von Frau Schwarzer nicht folgen können und es als Unsinn bezeichnen.

Eine Anzahl Ideologen haben die Tat für sich ausgeschlachtet. Da ist Frau Schwarzer nicht allein.
Eine Entschuldigung ist das nicht. Dem Feminismus hat es jedenfalls mehr geschadet als genutzt.

schnarchstop
26.03.2009, 15:59
ich = klug + allgemeingebildet


:zwinker:


das ist mal ein guter Beitrag

:smirksmile:

schnarchstop
26.03.2009, 16:03
Alice Schwarzer oder die Zeitschrift EMMA als Pfeiler des Feminismus zu betrachten ist meiner Meinung nach falsch. Es gibt Feministinnen, die den Ausführungen von Frau Schwarzer nicht folgen können und es als Unsinn bezeichnen.

Eine Anzahl Ideologen haben die Tat für sich ausgeschlachtet. Da ist Frau Schwarzer nicht allein.
Eine Entschuldigung ist das nicht. Dem Feminismus hat es jedenfalls mehr geschadet als genutzt.


Wieso "ausgeschlachtet" ?

Angesichts ein solchen Tat kann 'man' bzw. frau wohl einen Kommentar von A.Schwarzer zur Situation erwarten.
Wann denn sonst und warum denn nicht ?

Selbstverständlich ist da Frauenhass im Spiel und der Versuch, dies zu verharmlosen ist meiner Meinung nach ebenfalls wieder auf latenten Frauenhass (ich möchte es eher Angst vor Frauen nennen) zurückzuführen.

Inaktiver User
26.03.2009, 19:50
Wieso "ausgeschlachtet" ?

Selbstverständlich ist da Frauenhass im Spiel und der Versuch, dies zu verharmlosen ist meiner Meinung nach ebenfalls wieder auf latenten Frauenhass (ich möchte es eher Angst vor Frauen nennen) zurückzuführen.


Nein, es war nicht in einem der hiesigen Tierschützerstränge: im Zuge einer Diskussion auf offener Straße (ich kam an dem Info-Stand einfach nicht vorbei) wurde mir glasklar vorgezeigt, daß das Verhalten durch die ständige, unreflektierte Hinnahme von Tierleid begründet ist. Wer seinem Mitbruder Tier solche Qualen auferlegt - bis hin zur millionenfachen Tötung - der schenkt auch menschlichem Leben keine Beachtung mehr.....

Wie man sieht, gibt es viele Mühlen, die mit dem Wasser, das um diesen Fall gemacht wird, betrieben werden. :gegen die wand:

Inaktiver User
27.03.2009, 10:57
Wieso "ausgeschlachtet" ?

Angesichts ein solchen Tat kann 'man' bzw. frau wohl einen Kommentar von A.Schwarzer zur Situation erwarten.
Wann denn sonst und warum denn nicht ?

Selbstverständlich ist da Frauenhass im Spiel und der Versuch, dies zu verharmlosen ist meiner Meinung nach ebenfalls wieder auf latenten Frauenhass (ich möchte es eher Angst vor Frauen nennen) zurückzuführen.

Selbstverständlich darf Frau Schwarzer einen Kommentar abgeben, wann immer es ihr beliebt.
Nur was sie sagt, darüber darf dann auch diskutiert werden, so wie hier im Strang.

Die Selbstverständlichkeit, die Du und auch Frau Schwarzer bei dieser Tat offensichtlich erkennen, nämlich das Tatmotiv Frauenhass, erschließt sich für mich nicht.

Und weshalb dieses Nichterkennen nun ebenfalls Frauenhass bzw. Angst vor Frauen sein soll, verstehe ich nicht.

Inaktiver User
27.03.2009, 11:03
Wie man sieht, gibt es viele Mühlen, die mit dem Wasser, das um diesen Fall gemacht wird, betrieben werden. :gegen die wand:

Das ist ganz sicher so.

Aber wohl auch ein Stück weit menschlich und für mich nicht weiter schlimm. Wir leben ja in einer Demokratie und haben Meinungsfreiheit.

Liberta
28.03.2009, 15:57
Die Selbstverständlichkeit, die Du und auch Frau Schwarzer bei dieser Tat offensichtlich erkennen, nämlich das Tatmotiv Frauenhass, erschließt sich für mich nicht.Der Täter war ein exzellenter Schütze und hat nicht wild um sich herumgeballert, sondern die Mädchen mit einem Präzisionsschuss in den Kopf getötet. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Mädchen seine "bevorzugten" Ziele waren, ist also extrem hoch und wird nicht dadurch geringer, dass sie jemand unter den Teppich kehren möchte.

kaafee
01.04.2009, 23:54
:zwinker:


das ist mal ein guter Beitrag

:smirksmile:

Oder gar eine bisher unerforschte Mutation ? :ooooh: Also eher so ein Beitrag einer s. g. „Männer nachahmenden Frau“ – allgemein wohl für gut befunden - aber die dann selbst doch nur von der eigenen Selbstüberschätzung dominiert wird?

Könnte gefährlich sein, so aktuell, aber dann eigentlich wieder egal, denn es scheint ja letztendlich doch zu wirken. :freches grinsen:

Angela08
04.04.2009, 21:58
Der Täter war kein exzellenter Schütze. Er hat allein in der Schule 60 Kugeln verschossen, hat aber nicht so viele Opfer gefordert. Da verbietet sich allein schon die Formulierung der Hinrichtung. Er hat gemordet, aus welchem Grund auch immer. Frauenhass war mit Sicherheit nicht der Auslöser. Hass würde ich ansonsten nicht ausschließen. Was soll ein 17-jähriger für Frauenhass entwickelt haben? Wieviel Erfahrung hat ein 17-jähriger denn mit Mädchen? Oder Frauen? Mal ehrlich. Alice Schwarzer hat so schnell aus der Feder geschossen, wie auch dieser Amendt. Diese Argumentation von Frauen- und Männerrechtlerseite ist nur peinlich, ideologisch verblendet. Und die, die es hören wollen, nicken es ab.

arouet58
23.05.2009, 17:23
Der Täter war ein exzellenter Schütze und hat nicht wild um sich herumgeballert, sondern die Mädchen mit einem Präzisionsschuss in den Kopf getötet. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Mädchen seine "bevorzugten" Ziele waren, ist also extrem hoch und wird nicht dadurch geringer, dass sie jemand unter den Teppich kehren möchte.
Zur Vollständigkeit, der Abschlußbericht der Ermittler liegt vor.

Nur eines fehlt: Ein "erkennbares Tatmotiv konnte nicht abgeleitet werden". Die Staatsanwaltschaft glaubt aber zumindest sagen zu können, dass Tim Kretschmer nicht gezielt Mädchen und Lehrerinnen erschossen hat.
Von den zwölf Toten an der Albertville-Realschule waren elf weiblich, was unter anderem die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer behaupten ließ, dass es sich bei Kretschmers Motiv um Frauenhass handeln müsse. Dafür fand die Polizei keine Anhaltspunkte, die große Zahl der weiblichen Toten sei eher Zufall. "Bei den Opfern in den Klassenräumen handelte es sich um die am nächsten zu ihm befindlichen Personen".



Quelle (http://www.sueddeutsche.de/85V38g/2901614/16-Tote-kein-Tatmotiv.html)

Inaktiver User
23.05.2009, 18:06
Böser Bube! Stellst da einfach Sachen ein, die so schön aufgeplusterte Thesen zusammenfallen lassen wie Hefeteig in Thule.

Der Täter war doch ein exzellenter Schütze? Hat über 60 Kugeln in der Schule verballert und trotz dieser "Präzisionsschüsse" GsD nicht mehr Unheil angerichtet?

Hat gezielt Mädchen und Frauen erschossen? Und Du kommst daher und zitierst einen Polizeibericht, wo drin steht, daß er sich die ihm am nächsten Stehenden als Ziel auserkoren hat?

Tabea
23.05.2009, 18:11
Schade, dass jetzt doch der Nachname durch die Presse geht - so ist es seinen Angehörigen zusätzlich erschwert, wieder irgendwie (von "normal" will ich ja gar nicht sprechen) in das Leben zurückzukehren. :knatsch:

Tabea