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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zugang zur PKV NACH Psychotherapie?



HasiII
26.02.2009, 17:29
Hallo zusammen,

vielleicht kann mir ja jemand Erfahrungen berichten, bevor ich selbst bei den Versicherungen anrufe:

Bei mir steht aller Wahrscheinlichkeit nach im Herbst die Versicherungsfreiheit in der GKV an, und ich warte seit Jahren darauf, mich endlich privat versichern zu können.

Leider habe ich vor zweieinhalb Jahren wegen familiärer Probleme eine Psychotherapie begonnen, die damals mit der ziemlich banalen Diagnose "Anpassungsstörung" (das ist quasi ein Schnupfen der Psyche) geführt wurde.
Dann erzählte mir eine Freundin, die Psychologie studiert, dass man nach einer Psychotherapie nicht mehr in die PKV käme. :ooooh::ooooh::ooooh:
Habe mich im Internet informiert, aber es gab nur Beiträge aus den Jahren 2003/2004 und so.

Jetzt frage ich mich: Ist das immernoch so? Es gibt ja angeblich auch PKV's, die einen mit einer abgeschlossenen PT aufnehmen, und das von der Diagnose abhängig machen.

Hat hier jemand Erfahrungen? Ich wäre sehr dankbar! Ich will nicht freiwillig in der gesetzlichen versichert sein :heul: Da wäre ich lieber gänzlich unversichert, aber das will ja die blöde Ulla nicht :heul:

Karla48
26.02.2009, 17:42
Gänzlich unversichert? Bist Du des Wahnsinns??

Ob die PKV Dich nicht mehr nimmt, weiß ich auch nicht, aber sicher ist wohl, daß Du auf jeden Fall einen Zuschlag bezahlen müßtest. Denn Du bist ja nicht "frei von Krankheit", wonach da halt geschaut wird.

Schau halt mal, ob Dir das tolle PKV-Versichertsein den Aufpreis wert ist. Ich denke, man muß auch nachvollziehen, daß eine Versicherung einen "Risiko-Patienten" höher einstuft.

Was sind denn Deine Beweggründe, unbedingt in die PKV zu wollen? Hast Du so schlechte Erfahrungen als Kassenpatientin?

LG Karla

HasiII
26.02.2009, 17:55
Da ich eine Schreibtischtäterin bin, habe ich öfters Probleme mit dem Nacken, bzw. HWS. Und bei uns in der Stadt ist es so irrwitzig, dass es superwenig Orthopäden mit Kassenzulassung gibt, sondern viele nur Privatpatienten behandeln (ist eine Beamtenstadt, hier gibt es sicherlich fast 30 % Privatpatienten).

Hier ist es fast unmöglich, mit einer akuten Blockade einen Termin bei einem Orthopäden zu bekommen, wenn man nicht privat versichert ist.

Homöopathen - fast alle nur Privatpraxen.

Mein ganz toller Hautarzt: nur Selbstzahler oder Privatpatienten.

Ich bekomme meine Blutuntersuchungen noch vom Hausarzt gemacht, weil in meiner Familie Schilddrüsenerkrankungen bestehen. Mein Freund bekommt die nicht mehr von seinem Internisten.

Ich könnte die Liste jetzt lang machen...

Außerdem wäre ich dann beihilfeberechtigt.

Und dann ist das noch so eine grundsätzliche Sache, dass ich es persönlich besser finde, nur das individuelle Risiko zu versichern. Ich lebe gesund, ernähre mich gesund, treibe Sport, rauche nicht und gehe zu den Vorsorgeuntersuchungen, und ärgere mich, wenn ich von gesetzlich Versicherten höre, die rauchen, trinken, sich ungesund ernähren, und dann ne teure Kur gezahlt bekommen, und ich habe Probleme, ab und an Massagen zu bekommen, die den Bandscheibenvorfall verhindern :knatsch:

HasiII
26.02.2009, 18:00
[QUOTE=Karla48;5492360]
Ob die PKV Dich nicht mehr nimmt, weiß ich auch nicht, aber sicher ist wohl, daß Du auf jeden Fall einen Zuschlag bezahlen müßtest. Denn Du bist ja nicht "frei von Krankheit", wonach da halt geschaut wird.

Schau halt mal, ob Dir das tolle PKV-Versichertsein den Aufpreis wert ist. Ich denke, man muß auch nachvollziehen, daß eine Versicherung einen "Risiko-Patienten" höher einstuft.
/QUOTE]

Ich würde auch einen Ausschluss von psychischen Krankheiten in Kauf nehmen, dass ich in Therapie war, war ja eher so eine "ach ja, warum nicht, vielleicht hilft es ja"-Aktion, weil es in meiner Familie seit jeher massive Mutter-Tochter-Probleme gibt :unterwerf: Hätte ich DAS geahnt, hätte ich es nie gemacht. War ja keine echte Therapie, eher so eine Art Coaching...

Ob ich in der PKV teurer dabei wäre, weiß ich gar nicht. Die GKV berechnet den Satz ja nach Gehalt, und ich denke, da würde ich eine Menge Geld zahlen (sehe es bei meiner Mutter), als freiwillig Versicherte. Und ich spare kein Geld für das Alter an, wo ich dann wahrscheinlich noch mehr zahlen müsste in der GKV...

Karla48
26.02.2009, 23:00
Ich wußte gar nicht, daß es solche Konstellationen gibt, wie in Deiner Stadt. Das ist ja nervig...

Hoffentlich schaut hier noch jemand von den fachlich bewanderten Postern rein. Wie gesagt - ich weiß da auch nicht viel.

LG Karla

HasiII
26.02.2009, 23:25
Trotzdem schonmal Danke :blumengabe:

Ich hoffe auch und warte, dass jemand kompetentes kommt, aber einen Versuch ist es definitiv wert :knicks:

clematis61
26.02.2009, 23:36
Prüfe deinen Übertritt in die Private nochmal ganz genau.
Bist du jung, männlich und kinderlos ist dein Beitrag dort günstig.:yeah:

Alles andere wirkt sich beitragserhöhend aus. Auch das Alter, deshalb zahlt deine Mutter sicher auch so viel.
Und natürlich auch Vorerkrankungen.:knatsch:
Wenn nicht eine Erkrankung vorgelegen hätte, dann hätte die gesetzliche Kasse die Psychotherapie sicher nicht gezahlt.
Angeben musst du es sicher.

Massagen zur Vorbeugung eines Bandscheibenvorfalls zahlt meine gesetzliche Kassen auch nicht. Dann schon eher eine Rückengymnastik.
Massagen gibt es sehr selten und nur, wenn es medizinisch (bei Beschwerden) notwendig ist.
Homöopathie zahlt die GKV eh nicht. Da hast du in der PKV vielleicht mehr Glück, aber event.mit Selbstbeteiligung.

Überlege dir den Schritt gut.
Ich kenne viele, die heute lieber wieder in eine gesetzliche Kasse wechseln würden.

HasiII
26.02.2009, 23:54
Prüfe deinen Übertritt in die Private nochmal ganz genau.
Bist du jung, männlich und kinderlos ist dein Beitrag dort günstig.:yeah:

Bin jung, weiblich und kinderlos :freches grinsen:


Alles andere wirkt sich beitragserhöhend aus. Auch das Alter, deshalb zahlt deine Mutter sicher auch so viel.
Und natürlich auch Vorerkrankungen.:knatsch:
Wenn nicht eine Erkrankung vorgelegen hätte, dann hätte die gesetzliche Kasse die Psychotherapie sicher nicht gezahlt.
Angeben musst du es sicher.

Massagen zur Vorbeugung eines Bandscheibenvorfalls zahlt meine gesetzliche Kassen auch nicht. Dann schon eher eine Rückengymnastik.
Massagen gibt es sehr selten und nur, wenn es medizinisch (bei Beschwerden) notwendig ist.
Homöopathie zahlt die GKV eh nicht. Da hast du in der PKV vielleicht mehr Glück, aber event.mit Selbstbeteiligung.

Überlege dir den Schritt gut.
Ich kenne viele, die heute lieber wieder in eine gesetzliche Kasse wechseln würden.

Wenn ich in die gesetzliche ging, müsste ich mich dann freiwillig versichern. Und meine Mutter zahlt gerade in der Gesetzlichen wahnsinnig viel (und da hängt es nicht vom Alter ab. Sie ist halt erst mit 50 aus der versicherungspflicht rausgefallen...) Außerdem, wie gesagt, ich wäre dann beihilfeberechtigt, dadurch ist es okay.

Mit der PT hat die Therapeutin ein bisschen geschönt bei der Diagnose... Es war auch sehr wackelig, ob ich die Zusage überhaupt bekomme. Von daher kann man schon diskutieren, ob das überhaupt ne Krankheit war (ich sag nur: GKVs zahlen heute ja auch irrationalerweise Yogakurse und Ernährungsberatung :zwinker:).

Der Witz ist ja bei den Rückensachen, dass mir die Orthopäden noch nicht mal mehr Rückengymnastik verschreiben.
Begründung: das kommt ja nur vom Sitzen, sitzen se mal weniger, da könnte ich ja jedem, der im Büro sitzt, was verschreiben, ich habe Patienten, die haben das viel nötiger.

Vor ein paar Jahren noch war das völlig ok, da habe ich meine manuelle Therapie selbst dann verschrieben bekommen, wenn ich nur ein bisschen die Schultern hochgezogen habe.
Ok, da habe ich auch wo anders gewohnt :smile:

Angeben würde ich es natürlich, keine Frage, ich habe in der letzten zeit genügend Klagen von Privatversicherten gesehen, denen die PKV gekündigt wurde, weil sie was verschwiegen haben (rein zufällig ein Herzleiden verschwiegen *hüstel*).

Aber Danke für Deine Antwort, freue mich über jede Rückmeldung :smile:

Inaktiver User
27.02.2009, 05:23
Hasi, willst du mal Kinder? Gerade wenn man eventuell doch noch eine Familie gründen will, sollte man sich das überlegen mit der PKV.

HasiII
27.02.2009, 09:32
Dass ich in die PKV will, ist eigentlich keine Frage... die Frage ist nur, ob ich es kann...?

Bin in den letzten Jahren genügend geärgert worden von Kassenärzten und keiner Krankenkasse und der näselnden Tante aus Aachen, dass ich da rauswill, und auch bereit bin, es mir mehr kosten zu lassen.

coco13
27.02.2009, 15:33
hallo Hasi,

hier ist eine gute Übersicht über die Unterschiede: Gesetzliche Krankenversicherung ? Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Gesetzliche_Krankenversicherung#Unterschiede_zwisc hen_GKV_und_PKV)

Zu Deiner speziellen Frage: warum ruft Du nicht einfach bei irgendeiner PKV (die Du höchstwahrscheinlich nicht wählen würdest) an und fragst, ob es bezüglich einer vorhergehenden Psychotherapie Einschränkungen gibt?

Ich kann es mir eigentlcih nicht vorstellen. Bei Beamtenanwärtern spielt ein psychologische behandlung eine Rolle - kann es sein, dass Du es mit diesem Sachverhalt verwechselt hast?

Liebe Grüße
coco13

Inaktiver User
27.02.2009, 15:44
Hasi, Du kannst den Anspruch auf die Erstattung von Psychotherapie ausschließen lassen, wirst es ggf. sogar müssen. Das sollte kein Problem sein (war es bei mir auch nicht).

kanoa
21.07.2010, 11:44
also das ist schon witzig, wie antwortet man auf Fragen die nicht gestellt wurden? "Willst du mal Kinder?" :knatsch:
hier mein Versuch einer treffenden (!) Antwort auf die ursprüngliche Frage:
JA, es ist so gut wie unmöglich, in eine private Krankenkasse nach einer erfolgten Psychotherapie zu kommen (ich versuche das auch gerade). Manche der Versicherer sind bereit für eine Aufnahme, wenn das Ende der Therapie mindestens 5 Jahre zurückliegt (z.B. Barmenia), bei anderen sind es 10 Jahre. Es gibt Gerüchte dass es PKVs gibt, die hier keine Einschränkung machen. Hilft eigentlich nur einzeln Abfragen. Bisher habe ich noch keine gefunden, aber auch noch lange nicht alle abgegrast. Falls Du eine findest, gib mir bitte Bescheid!
Viele Grüße

Quirin
26.07.2010, 16:23
Gibt es nicht die Möglichkeit einer anonymen Anfrage durch den Makler?

Ich meine mal auf einem Antrag etwas von "innerhalb der letzten fünf Jahre" gelesen zu haben.

ascalin
26.07.2010, 16:32
Wichtig ist auf jeden Fall, immer unverbindliche Anfragen zu stellen, damit eine Ablehnung oder Auflagen nicht in der Zentraldatei der Versicherer gespeichert und damit für andere Anbieter ersichtlich werden.

raetia
05.08.2010, 11:24
Hallo Hasi,

wenn Du beihilfeberechtigt sein wirst, also Beamtin wirst, sind die Regel anders als wenn Du dich aufgrund ausreichend hohen Einkommens privat versichen kannst. Du bist dann auch in anderen Tarifen als die übrigen Privatversicherten und die Leistungen sind zum Teil weniger gut. Manche Kassen bieten die Beamtertarife auch gar nicht an.
Wenn sie sie aber anbieten müssen sie meines Wissens jeden Beamten aufnehmen. Die müssen halt je nach Vorerkrankungen mehr zahlen. Ein Juniorprofessor (Beamter auf Zeit) in meinem Bekanntenkreis ist trotz diverser Allergien, orthopädischer Probleme und Psychotherapie privat versichert.
Es ginge auch kaum anders, weil der Staat "nur" die Beihilfen zahlt. Wäre man als Beamtin gesetzlich versichert müsst, man auch den Arbeitgeberanteil selbst zahlen.

Im vergangenen Jahr gab es bei der debeka eine Aktion für künftige Beamtern bei der die erhöhten Sätze wegen Vorerkrankung bei maximal 30% lagen. Vielleicht gilt das ja immer noch.
Versicherungsmakler kennen sich nach meiner Erfahrung bei Beihilfeberechtigten weniger gut aus. Ich habe mich bei einigen Kollegen erkundigt, wie ihre Erfahrugnen mit ihren Kassen sind und bin dann direkt auf einige Kassen zugegangen wegen der Angebote.

Viele Grüße

raetia