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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hilfe - Anrufe der Krankenkasse bei Brustkrebs



Inaktiver User
24.02.2009, 16:45
Ich bin von den Socken.:knatsch: Habe gerade wieder einen Anruf meiner Krankenkasse erhalten, wie denn die Behandlung bei meiner Brustkrebserkrankung so anschlägt. Hat man da noch Worte. Abgesehen davon, dass ich die Nebenwirkungen, unter denen ich leide, lieber meiner Ärztin erzähle und nicht einem verständnislosen Mitarbeiter einer Krankenkasse.

Ich war immerhin so pfiffig :zwinker: und habe nachgefragt, ob die Kasse denn nicht die Berichte der Klinik und Ärzte erhält. Tut sie nämlich. Eine entsprechende Erlaubnis habe ich ja erteilt. Kann ja nichts für die zeitlichen Verzögerungen, die da immer entstehen.

Allerdings bleibt die Frage: Was soll damit bezweckt werden? Kann ich aus der Kasse herausgeworfen werden, weil ich derzeit in keinem Arbeitsverhältnis stehe? Dann muß ich ja doch noch Hartz4 beantragen...oder wie?

Merken eigentlich solche Krankenkassen Mitarbeiter nicht, dass es bei manchen Erkrankungen einfach nur Zeit braucht zur Genesung? Das kann man doch nicht beschleunigen?

Was meint ihr, was das soll?

Gruß, Eure etwas ratlose Kylie

MelH
24.02.2009, 17:46
Liebe Kylie-
ich bin hier nur stille Mitleserin aber derartig EMPÖRT über den Anruf Deiner Kasse, dass ich Dir das gerne mitteilen möchte.:schild genau:
Ich glaube nicht, dass die Kasse in irgendeiner Form berechtigt ist die Gesundung eine Patienten bei diesem zu erfragen!
Beschwer Dich schriftlich über dieses Verhalten!
Ob und wann Du wieder arbeitsfähig bist obliegt der Entscheidung Deines Arztes. Ob und wann Du wieder eine Arbeit hast, ist ebenfalls völlig unerheblich, die KK sind auf dem Solidarprinzip aufgebaut und zur Leistung für die Versicherten verpflichtet, Ende!
...als ob Du nicht schon genug Mist mit der Erkrankung am Hals hättest....
Alles Gute. mel

Zitronengras
24.02.2009, 18:50
Das ist ja wohl total UNVERSCHÄMT!!! Ich würde mich schriftlich beschweren und falls das nochmal passiert fragen, was der Anruf soll.

Aber keine Sorgen: rausschmeißen kann Dich die gesetzliche Kasse nicht. Es besteht, soweit ich weiß, mitllerweile sogar eine Versicherungspflicht für jeden Bürger und die Gesetzlichen müssen jeden aufnehmen.

Inaktiver User
24.02.2009, 19:05
Es wird dich nicht trösten, aber solche Geschichten habe ich schon von anderen Krebspatientinnen (auch Brustkrebs) gehört. Würde es Dich erleichtern, den anrufenden Mitarbeiter Deinen völlig berechtigten Zorn spüren zu lassen? Dann tu´s doch einfach. Mir hilft es, wenn ich meine Aggressionen nicht bei mir behalte!

Froeschle
24.02.2009, 19:31
Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, aber ich meine mich zu erinnern, dass meine Mutter im Sommer auch einen Anruf von ihrer Krankenkasse bekommen hat. Ich glaube, sie hat diesen Anruf aber nicht als so negativ empfunden. Es war eher so nach dem Motto "sind sie mit der Behandlung und Betreuung im Brustkrebszentrum zufrieden". So als würden sie herausfinden wollen was man für die Patienten noch besser machen könnte oder was sich lohnen würde zu unterstützen.

smartie1001
25.02.2009, 09:39
Liebe Kylie,

viele Krankenkasse bieten sogenannte Disease Management Programme (DMP's) an. Das soll eigentlich eine Unterstützung sein - mehr über diese Programme findet man auch im Internet. Ich selbst bekam auch schon Anrufe. Meine Kundenberaterin ist sehr gut weitergebildet, hatte selbst einmal Brustkrebs. Sie konnte mir sehr viele Fragen beantworten und gute Ratschläge geben (insbesondere was die Wahl der Klinik angeht). Sollte man über einen Anruf der Krankenkasse nicht erfreut sein, reicht doch bestimmt eine klare Ansage!

Wünsche dir viel Erfolg! Karin

Inaktiver User
25.02.2009, 12:10
Vielen Dank schon einmal für die Resonanz.

Es ist ja nicht so, dass es das erste Mal wäre, das dieser Mitarbeiter anruft. Welche Funktionen er da bei der Kasse hat, weiß ich nicht. Ich habe zumindest Mal eher die Vermutung, dass er dafür sorgen soll, die Kosten im Rahmen zu halten.

Ich habe schon mal einen Anruf erhalten und zwar direkt nach meiner 2. Chemo (ich noch matschig in der Birne).

Ansonsten werde ich bereits in einem Brustzentrum betreut und notfalls werde ich durch meinen Frauenarzt super betreut, der vormals in dieser Klinik tätig war. Ich nehme an einer Studie teil und auch an DMP`s. Einzig: Was soll so eine blöde Fragerei zu Beginn der Chemotherapie, die präoperativ stattfindet? Der Rest kommt doch alles noch. Und ganz ehrlich: Da möchte ich lieber mit einer Mitarbeiterin als einem Mitarbeiter sprechen.

An meinem Ton könnte der Mensch durchaus schon gemerkt haben, dass ich die Fragerei nicht gut finde. Wie gesagt, wo ich sie auch für sinnlos halte. Deshalb werde ich auch nicht schneller gesund. Das braucht einfach seine Zeit.

Allerdings macht mich das halt unruhig, auch wenn ich natürlich all die SAchen weiß, z.B. dass ich im Prinzip nicht aus der Kasse geworfen werden kann. Aber unter den derzeitigen Umständen ist man halt schnell mit den Nerven am Ende.

Ich glaube sogar tatsächlich, die Mitarbeiter dürfen gar nicht fragen. Und wie gesagt: ZUm jetzigen Zeitpunkt eine total sinnlose Fragerei, da ich praktisch noch am Anfang der Behandlung bin. Alles andere kommt ja erst noch...