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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie füllt Ihr die gewonnene Zeit im Ruhestand aus?



Inaktiver User
23.02.2009, 16:31
Ich selbst bin 60+ und noch berufstätig, beabsichtige aber, in Kürze meine Berufsarbeit einzuschränken weil ich Zeit für neue Erfahrungen haben möchte.
Ich kenne eine Reihe von Leuten, die seit wenigen Jahren im Ruhestand sind und was mir dabei auffällt ist, dass einige von ihnen mit ihrer neu gewonnenen Zeit eigentlich nichts Neues anfangen. Sie suchen sich keine neuen Tätigkeitsfelder (z.B. im Sinne von Ehrenämtern).
Mich interessiert nun, wie die unter Euch, die schon im Ruhestand sind, diese Lebensphase gestalten. Was hat sich gegen früher geändert, was tut ihr mit der gewonnenen Zeit, wie zufrieden seid ihr mit dieser Lebensphase?

Opelius
23.02.2009, 17:16
ich habe die ersten Monate mit Ausschlafen und ein wenig Müßiggang begonnen, dann habe ich den Sommer genutzt, lang augeschobene Arbeiten im Haus und Garten zu erledigen. Ich habe den Putz im Keller erneuert, Fließen verlegt, unsere Zimmer tapeziert, den Rasen in Ordnung gebracht. Bis meiner Frau der Kragen platzte und mir Bauverbot verordnete: "Ich habe doch keinen Maurer geheiratet!"

Dann suchte ich nach einer Nebentätigkeit, das hatte ich sowieso vor. Mit großen Enttäuschungen. Ich war meistens zu alt. Bis ich dann als Schulbusfahrer angeworben wurde, das war nicht schlecht, das Geld brauchte ich sowieso, um meine Steuern auf die Rente bezahlen zu können. Jetzt stehe ich jeden Morgen um 5 Uhr auf (mein Gott, ich bin noch nie in meinem Leben so früh aufgestanden), und fahre um 6 Uhr los, um 8 Kinder einzusammeln und sie zu einer Sonderschule in der nächstgelegen Großstadt zu kutschieren. Mittags hole ich sie wieder ab.
Dafür mußte ich einen Personenbeförderungschein erwerben, mit Auskunft über mien Strafregister (zum Glück kein Eintrag), zu ärztlichen Untersuchung der Augen und des Reaktionsvermögens und bekam ihn. Und ich habe zum ersten Mal im Leben ein Fahrsicherheitstraining (das war toll, noch nie in meinem Leben bin so in die Eisen gestiegen wie dabei).
Das Schönste an dem Nebenjob ist, ich bekomme wieder Schulferien! Ich freue mich darauf wie als Schuljunge.

Meine Frau ist auch ganz angetan davon, ich stehe ihr nicht den ganzen Tag auf den Schlappen herum.

Inaktiver User
23.02.2009, 23:38
Ich bin seit fast einem Jahr im Ruhestand. Es gefällt mir außerordentlich gut. Da mein Mann noch bis zum Sommer arbeitet, stehe ich morgens um halb sieben mit ihm auf und leiste ihm gesellschaft beim Frühstücken. Danach lege ich mich nicht wieder hin. Ich mach dann das, was mir gerade Spaß macht. Vor dem PC sitzen, Zeitung lesen, Hausarbeit, Einkaufen ( mal mit dem Fahrrad, mal mit dem Auto). In Ruhe frühstücken. Auch mal in der Früh fernsehen. Telefonate führen, Schreibkram erledigen (war heute gerade beim Finanzamt), zum Arzt gehen, mit dem Kater spielen. Im Sommer war ich zeitweise im Garten tätig. Auto waschen, mit Freundinnen telefonieren, Bankgeschäfte erledigen, mich um meine alten Eltern kümmern, die 70 km entfernt wohnen u.s.w.
Ab März lass ich mich ein 2.x als Hospizhelferin ausbilden, weil ich nach dem 1.x beruflich sehr eingespannt war und nicht weiter machen konnte. Dafür habe ich ja jetzt Zeit. Und ich weiß, dass es meine Sache ist. Ich freue mich schon darauf, weil es mir sehr viel gibt und natürlich auch den sterbenden.
Ich möchte nie wieder zur Arbeit gehen. Ich hatte die letzten 2 Jahre einen weiten Arbeitsweg (mit dem Fahrrad 1/4 Stunde zum Bahnhof, auf den Zug warten, 45 Minuten zum Hauptbahnhof, zum nächsten Gleis und auf die S-Bahn warten, dann 20 Minuten mit der S-Bahn fahren und dann noch mal 10 Minuten zur Arbeit laufen). Abends das gleiche zurück. Das hat gereicht.
Was bin ich doch jetzt zufrieden. Und das schönste: ich brauch keine Angst vor Kündigung oder Mobbing zu haben, meine Pension kommt pünktlich jeden 1. :jubel:

Inaktiver User
24.02.2009, 13:49
Ab März lass ich mich ein 2.x als Hospizhelferin ausbilden,

Das habe ich auch vor - nicht zuletzt weil ich meine, dass es für mich jetzt an der Zeit ist, mich auch (nicht nur) mit der Endlichkeit meines Lebens auseinanderzusetzen. Ich denke, dieser neue Lebensabschnitt nach der Berufstätigkeit ist auch dazu da, neue Erfahrungen zu machen.
Ich weiß allerdings noch nicht, wie ich damit klarkommen werde, bin aber ziemlich optimistisch. Ich habe beruflich gelernt zuzuhören, die richtigen Fragen zu stellen, das Maß zwischen Zuwendung und Zurückhsltung zu beachten usw. Ob das dann immer so gut klappt, ist natürlich eine andere Frage, aber immerhin bin ich entsprechend vorgebildet.

Inaktiver User
27.02.2009, 07:58
Ich selbst bin 60+ und noch berufstätig, beabsichtige aber, in Kürze meine Berufsarbeit einzuschränken weil ich Zeit für neue Erfahrungen haben möchte.
Ich kenne eine Reihe von Leuten, die seit wenigen Jahren im Ruhestand sind und was mir dabei auffällt ist, dass einige von ihnen mit ihrer neu gewonnenen Zeit eigentlich nichts Neues anfangen. Sie suchen sich keine neuen Tätigkeitsfelder (z.B. im Sinne von Ehrenämtern).
Mich interessiert nun, wie die unter Euch, die schon im Ruhestand sind, diese Lebensphase gestalten. Was hat sich gegen früher geändert, was tut ihr mit der gewonnenen Zeit, wie zufrieden seid ihr mit dieser Lebensphase?

...wenn ich hier mal reinlese und in meine Zukunft schaue, wird sich in meinem Lebensalltag und dem Sinn, den ich ihm gebe, nichts ändern. Ich bin froh, dass ich vor dreißig Jahren den Einstieg in meine Selbständigkeit gemacht habe.

Seit dem Zeitpunkt kann ich Leben und Arbeiten unter einem Dach vereinbaren. Unbegrenzt und nach meinem eigenen Ermessen und Wohlbefinden kann ich das machen, was für mich sinnvoll ist, was mir Freude macht - unabhängig von politischen oder wirtschaftlichen Begrenzungen - war eine gute Entscheidung damals:blumengabe:...

ClaudiaK59
27.02.2009, 09:33
Ich bin krankheitsbedingt früh pensioniert worden. Da es mir unterschiedlich gut geht, habe ich mir lauter kurze und unverbindliche Beschäftigungen gesucht. So kann ich nach der Tagesform entscheiden, was ich unternehme: Sport (nach Möglichkeit immer), Chorsingen (nach Möglichkeit immer), eine englische Gesprächsgruppe (kann ausfallen), Kinoreihe (wird kurzfristig entschieden), Bridge - Nachmittag (sehr anstrengend, aber auch aunregend), Orchester (wird mir oft zu spät), verschiedene Einzelangebote der Stadt oder Kirchengemeinde. Feste Termine mit Verantwortung kann ich nicht einplanen, da ich zu oft fehlen müsste.
So habe ich fast täglich eine nette Kleinigkeit vor, komme aus dem Haus und unter Leute und kann täglich festlegen, wie weit ich alles mitmachen kann.

Für gesunde Zeiten schwebt mir vor: Krankenhausdienst 1mal wöchentlich, Schulpate in der Grundschule o.Ä. Es gibt genug interessante Dinge zu tun!

Inaktiver User
27.02.2009, 17:08
Ich bin froh, dass ich vor dreißig Jahren den Einstieg in meine Selbständigkeit gemacht habe.

Seit dem Zeitpunkt kann ich Leben und Arbeiten unter einem Dach vereinbaren. Unbegrenzt und nach meinem eigenen Ermessen und Wohlbefinden kann ich das machen, was für mich sinnvoll ist, was mir Freude macht - unabhängig von politischen oder wirtschaftlichen Begrenzungen - war eine gute Entscheidung damals:blumengabe:...

Ich bin auch selbständig und plane auch, nach dem Inrentegehen alle die arbeitsbereiche weiter zu bearbeiten, die mir wirklich Spaß machen. Aber daneben gibt es doch auch Sachen, die ich weniger aus Lust tue sondern weil sie gut bezahlt werden. Und die Dinge werde ich kippen, weil ich durch die Rente ja sowieso noch Extraeinkünfte habe.
Diese Extrazeit beabsichtige ich dann mit neuen Betätigungsfeldern zu füllen.

heiro
28.02.2009, 16:29
Ich bin bereits seit 4 Jahren zuhause, nachdem ich 39 Jahre gearbeitet habe. Es ist mir nicht ein Tag in den Sinn gekommen, dass mir die Arbeit fehlt, vielleicht ab und zu die Kollegen Inzwischen habe ich feste Sporttermine und biete meine Zeit ehrenamtlich wellcome.de an, heißt, ich bin der gute Engel, der in die Familien geht, in denen ein neues Kind angekommen ist. Das mache ich zweimal die Woche für 2-3- Stunden und kann grundsätzlich bei <bedarf Urlaub machen oder nach der Betreuungszeit auch pausieren.
Mir macht es großen Spaß mit den Kindern umzugehen.
Außerdem habe ich diverse Freundinnen, mit denen ich etwas unternehmen kann, ja und mein Mann ist auch noch da.

Inaktiver User
01.03.2009, 06:48
Ich bin bereits seit 4 Jahren zuhause, nachdem ich 39 Jahre gearbeitet habe. Es ist mir nicht ein Tag in den Sinn gekommen, dass mir die Arbeit fehlt, vielleicht ab und zu die Kollegen Inzwischen habe ich feste Sporttermine und biete meine Zeit ehrenamtlich wellcome.de an, heißt, ich bin der gute Engel, der in die Familien geht, in denen ein neues Kind angekommen ist. Das mache ich zweimal die Woche für 2-3- Stunden und kann grundsätzlich bei <bedarf Urlaub machen oder nach der Betreuungszeit auch pausieren.
Mir macht es großen Spaß mit den Kindern umzugehen.
Außerdem habe ich diverse Freundinnen, mit denen ich etwas unternehmen kann, ja und mein Mann ist auch noch da.

...auch in der Reihenfolge?:wie?:...

madeira
02.03.2009, 16:26
ich bin seit 2 jahren nicht mehr berufstätig, und ich muß ehrlich sagen, ich vermisse meinen job nicht 1 tag, höchstens mal meine kolleginnen bzw. kollegen. mal ein spruck auf dem flur, mal ein witz im vorbei gehen.

ich komme nicht auf die idee *mitten in der nacht* aufzustehen, es sei denn , ich hab einen termin. achso... mitten in der nacht ist für mich alles vor 9 uhr *ggg*!

der tag fängt doch schon viel langsamer an. in ruhe kaffee trinken,zeitung lesen,denn evtl. hausarbeit erledigen, einkaufen usw....im sommer im garten rumkratzen oder einfach faul auf der liege liegen und lesen....sport mach ich auch noch regelmäßig. also langeweile hab ich nicht , ich weiß gar nicht, wie ich das vorher alles noch mit job erledigt hab. na gut da wurden fast alle freizeit aktivitäten aufs wochenende verlegt, nun hab ich alle zeit der welt.

und das tollste ist, mein gehalt kommt pünktlich......fürs nix tun :blume:

:blumengabe: madeira

gica
02.03.2009, 17:06
Hallo, jofi, ja, was anfangen mit der gewonnenen Zeit!? Ich habe mich sehr darauf gefreut. Hatte so viel Grosses vor endlich Zeit zum Schreiben, Lesen , Nähen, Lernen, Garten, Denken.........usw
Mein Arbeitslebenslauf ist bunt, weil ich immer auf der Suche war (und bin) nach etwas, was mich ausfüllt und befriedigt.
In Abendschule machte ich noch einen 2. Berufsabschluss ( ws gut war, da dadurch einen gut bezahlten Job bekam und von dem ich jetzt finanziell profitiere).
Egal ob ich in Foto-Filmbranche war oder die 30 Jahre im Büro...ich machte alles gewissenahft aber ohne Zufriedenheit.
Und genau so ist es noch heute. Ich besuchte Französischkurse, (schwierig mit plattdeutschem Gaumen) nähe , schreibe Gedichte oder eher Aphorismen, gehe 3 x in der Woche Joggen, 2x allein einmal in der alten Lauftruppe, besuche einen Literaturkreis aber alles ohne Herzblut. Lese sehr gerne Biografien, sehe gerne Lebensläufe im TV also immer auf der Suche nach dem AHA-Erlebnis. Mein Mann hat dagegen überhaupt keine Probleme, er entwickelte sich künstlerisch weiter, macht Ausstellungegn, ist in einem Kunstverein etc. Natürlich profitiere ich davon auch, weil wir doch sehr viele interessante Leute kennenlernen und man sich immer auf andere neu einstellen muss, was gut ist, weil ja keine Kollegen mehr da sind.
Ich frage mich aber, ob es noch mehr Menschen so wie mich gibt, die nie wussten und wissen was sie wirklich wollen und wohl irgendwie auch kein Durchhaltevermögen haben.
Die Sanduhr rinnt und rinnt

5 vorbei 8 verweht.

gica

Inaktiver User
03.03.2009, 07:28
und das tollste ist, mein gehalt kommt pünktlich......fürs nix tun :blume:
:blumengabe: madeira

...das sind die Aussagen, mit denen wir Frauen uns immer wieder selbst abwerten.
Ich springe gerne auf solche Sätze an, weil die meisten Frauen minderwertige Selbstbeschreibungen machen.

U.a. sprechen sie davon, dass sie von den Jahren, in denen sie ihre Kind groß gezogen haben, dass sie nicht gearbeitet haben.
Dabei waren sie lediglich eine Zeitlang nicht in ihrem erlernten Beruf tätig. Gearbeitet haben sie gerade in dieser Zeit mehr als Männer
- rund um die Uhr ohne Schichtzulage.

Oder die geschiedenen und getrennt lebenden Frauen hetzen wieder in ein Job, oft weit unter ihrem Niveau, nur um nicht abhängig vom Mann und dem Unterhalt zu sein. Das sind sie nicht! Sie bekommen ihren verdienten Anteil an dem gemeinsam erarbeiteten.

Bitte, liebe Madeira, du hast jahrzehntelang vorsorglich dafür gearbeitet, deine Lohn jetzt zu ernten! Schön, dass du ihn genießen kannst. Viel Spaß dabei und Genuß und Gelassenheit, das Leben so nehmen zu können wie es dir gefällt!...:blumengabe:

Inaktiver User
03.03.2009, 08:55
Die von Dir, karline, angesprochene Tendenz hat mich auch angesprungen.
Ich nehme meine Rente als Recht, das ich mir erworben habe. Da habe ich mit dem Staat und den sozialen Organen irgendwann einen Vertrag geschlossen, als sie mir die ersten Beiträge abgebucht haben - und ich konnte noch nicht einmal wählen, sondern wurde dazu verdonnert. War aber gut so. In diese Schiene gehören auch Unterhalt, Arbeitslosengeld.... und wie diese Brennpunkte alle heissen.

Zeit auffüllen - ich mache zwar ehrenamtlich etwas, was mich die Woche ungefähr 5 Stunden kostet, aber manchmal ärgere ich mich, dass dies so selbstverständlich von den Trägern angesehen wird: ich will im April drei Wochen wegfahren. Grade, dass es nicht hiess, das können sie nicht, haben sie einen Urlaubsantrag ausgefüllt.
Es ärgert mich auch manchmal, wie viele Männer rummäkeln, weil sie nichts zu tun haben, aber es sind immer die Frauen, die wieder Altenpflege/unterhaltung unentgeltlich verschenken. So, als sei es genetisch festgelegt.
Diese Gedanken haben mich letztes Jahr ziemlich geärgert, so dass ich nunmehr meine Tätigkeiten gekürzt habe. Und mehr Zeit für mich verwende.

Allein ZEIT zu haben, etwas zu tun, zudem dauert es ohnehin länger als früher.

Und dann habe ich Zeit für etwas, was für mich ein grosser Schatz ist: NICHTS tun. Noch nicht einmal ein Kreuzworträtsel lösen.

Gica: gibt es wirklich nichts, was Du gerne tätest? Und wenn es so was Verrücktes wie Löwenzahnsamen zählen wäre? Kannst Du Dich wirklich für nichts begeistern?
Ich hatte auch so eine Zeit, war aber nur eine Phase. Ich habe diese Zeit als die bedrückendste meines Lebens empfunden.

Inaktiver User
03.03.2009, 10:25
und das tollste ist, mein gehalt kommt pünktlich......fürs nix tun

Auf mich wirkte der Satz witzig, gar nicht genügsam. Natürlich verdient frau sich die Altersversorgung, andererseits hat es auch einen Hauch von Freiheit, sich in diesem Fall nicht kümmern zu müssen.....ausserdem weiss frau mal wieder zu schätzen, wo sie lebt, denn in vielen Staaten dieser Erde ist nichts sicher, nicht einmal die Auszahlung eingezahlten Geldes.

Inaktiver User
03.03.2009, 11:32
da hast Du auch wieder Recht, Colonna, ich hatte geschmunzelt, als ich es las - so empfinde ich es nämlich auch - aber dann kam mir der andere Gedanke, - bei dem ich bei mir oft rummache. Und dann hab ichs vor lauter "ichweissauchwas" nicht mehr erwähnt.

Also: Geld für nix ist auch was Gutes. (Hoffentlich kürzen die nicht in 10 Jahren die Rente :freches grinsen:)

Inaktiver User
03.03.2009, 11:57
Hoffentlich kürzen die nicht in 10 Jahren die Rente )

Aber nein, Elke, in Scheinen, glaub mir, gibt's immer das Gleiche, es wird so eifrig gedruckt :freches grinsen:

Inaktiver User
03.03.2009, 17:25
Ich frage mich aber, ob es noch mehr Menschen so wie mich gibt, die nie wussten und wissen was sie wirklich wollen und wohl irgendwie auch kein Durchhaltevermögen haben.


Wie kommst Du darauf, dass Du kein Durchhaltevermögen hast? Du hast schließlich zwei Berufsabschlüsse gemacht und viele Jahre Berufstätigkeit hinter dir.
Dass man während des Berufslebens die Richtung wechselt finde ich völlig normal. 30 Jahre die gleiche Arbeit, möglichst noch bei der gleichen Firma - das waren vielleicht die Ideale aus der Zeit meiner Großmutter. Ich stelle es mir sterbenslangweilig vor!

Inaktiver User
04.03.2009, 05:53
..welche täglichen Aufgaben wir uns in den verschiedenen Lebensabschnitten auch lebten, jetzt und hier haben wir die Möglichkeit, die Richtung, die Sichtweise, uns zu verändern und anerzogenen Verhaltensmuster zu verlassen.

Es ist unwichtig, ob wir immer brav sind, wir wissen inzwischen, auch die bösen anderen kommen in den Himmel.

Manchmal ist es dringend wichtig, mal "einen Mülleimer umzustoßen" und das Zitat von Elke jetzt anzuschauen:
Es ist nie zu spät, eine glückliche Kindheit zu haben. Ben Furman...:blumengabe:

Inaktiver User
04.03.2009, 11:09
Hallo,

ich bin zwar erst 54 Jahre aber eigentlich schon im Ruhestand. Seit der Geburt meines ersten Kindes 1980 arbeite ich nicht mehr in meinem erlernten Beruf, sondern bin Vollzeithausfrau und Mutter (ich weiß, sehr altmodisch).

Als meine Kinder größer wurden, habe ich mir schon Gedanken um die Zukunft gemacht. Ich habe dann auf dem 2. Bildungsweg mein Abitur gemacht und anschließend studiert. Letztes Jahr bin ich fertig geworden.
Meine Kinder sind erwachsen und aus dem Haus. Ich bin also mit meinem Mann allein, was mir sehr gut gefällt. :freches grinsen:

Damit ich nicht einroste, beschäftige ich mich natürlich weiterhin mit meinem Studienfach, darüber hinaus besuche ich an der Uni Sprachkurse in Englisch und Französisch. Außerdem lese ich wahnsinnig gern und viel, so in der Woche 2 - 3 Bücher.

Auch wenn ich tagsüber viel allein bin, genieße ich die Zeit mit mir. Da ich ungebunden bin, kann ich jederzeit meinen Mann auf seine Fortbidlungsveranstaltungen begleiten. Mein 2. Hobby sind nämlich ausgedehnte Städtetouren verbunden mit Museums- und Kirchenbesichtigungen und intensivem Schaufensterbummeln, meine kleine Schwäche. :freches grinsen:

gica
09.03.2009, 20:15
Hallo, liebe Ruheständleroder noch schrecklicher Senioren, ja wir haben schon unserre Probleme mit der Freizeit und mit dem Verbringer eben dieser. Aber wenn ich die Beiträge lese, dann denke ich doch dass es uns verdammt gut.
Wir sind die erste Generation , die im Krieg oder bis 1950 geboren sind, die ein anderes Altersbild zeigen. Wir sind die sogenannte weisse Generation. Es gibt ein Buch von Ute Karen Seggelke fotografiert mit Fragen an die Frauen über 50.
Ich finde die Texte sehr interessant.

Einen wunderschönen Abend noch mit angenehmer Lektür wünscht Euch
gica

Inaktiver User
10.03.2009, 17:53
Ich frage mich aber, ob es noch mehr Menschen so wie mich gibt, die nie wussten und wissen was sie wirklich wollen und wohl irgendwie auch kein Durchhaltevermögen haben.
Die Sanduhr rinnt und rinntAlles was Du bisher getan hast hört sich doch spannend an. Während Du Dich für etwas entschieden hast, hat es doch für den Moment Spass gemacht und das ist die Hauptsache.


..welche täglichen Aufgaben wir uns in den verschiedenen Lebensabschnitten auch lebten, jetzt und hier haben wir die Möglichkeit, die Richtung, die Sichtweise, uns zu verändern und anerzogenen Verhaltensmuster zu verlassen.Ein weiser Satz, doch immer wieder kommt es vor, dass Frau sich gegen ihren eigentlichen Willen Lasten aufbürdet, bzw. das tut, was sie eigentlich gar nicht möchte.

fifty1
21.03.2009, 00:34
Hallo,
in Österreich können die Frauen eher in Pension gehen. So bin ich also seit 2 Jahren bereits Pensionärin!

Schöööön. Ich kann endlich lange Aufenthalte im geliebten Asien machen. Da mein Mann noch nicht in Pension ist, ist es für ihn ein wenig hart, versteht aber, daß ich alleine 6-8 Wochen länger bleibe. Vor ein paar Jahren habe ich das Tauchen begonnen und verbringe meine Zeit rundum Bali / Lombok hauptsächlich mit Tauchen.

Im Winter (Mitte November bis Anfang April) sowie im Sommer (Juli, August, September) bin ich zu Hause. Habe dann genügend mit der Vermietung unseres Appartments zu tun. Außerdem mache ich im Winter Babysitting und werde ganz gut gebucht. Dadurch, daß ich meine Zeit frei einteilen kann und ganz gute Englischkenntnisse habe, habe ich Kinder aus vielen verschiedenen Ländern. Teilweise gehe ich in die diversen Hotels zum Aufpassen oder die Gäste bringen die Kinder zu mir nach Hause. Das macht Spaß und ich verdiene mir ein nettes Taschengeld für meine Tauchurlaube.

Ehrenamtlich arbeite ich nur während meiner Aufenthalte auf Bali. Dort gebe ich manchmal Deutsch- oder Englischunterricht für Einheimische.

Ich will frei in meinen Entscheidungen sein und möchte keinerlei Verpflichtungen mehr haben. Daher habe ich mich gegen ehrenamtliche Tätigkeiten hier vor Ort entschieden. Ehrlich gesagt war ich lange genug gebunden. Mutter, voll berufstätig, großes Haus - da hatte ich rund um die Uhr zu tun und war teilweise (besonders während der Wintersaison) zu sehr belastet.
Es ist schön, Zeit zu haben. Mal nichts zu tun. Ich genieße die Pension sehr!

lg Fifty (nun sixty)

Inaktiver User
21.03.2009, 11:33
Vor ein paar Jahren habe ich das Tauchen begonnen und verbringe meine Zeit rundum Bali / Lombok hauptsächlich mit Tauchen.


Ja, auf Bali für etwas längere Zeit leben, das steht auch auf meiner Planungsliste für den Ruhestand. Allerdings wäre es bei mir nicht Meer und tauchen, sondern ein Aufenthalt im Landinneren - eine Bleibe in den Reisfelderlandschaften wäre meine Idealvorstellung.

fifty1
22.03.2009, 00:46
Auch im Landesinneren von Bali ist es wunderschön. Ich fahre des öfteren mit dem Moped oder meinem kleinen gemieteten Auto dort hin und genieße das absolute Grün. Da ich immer in einem Dorf an der Küste bin und mich die Einheimischen sehr gut kennen, habe ich allerdings die Erfahrung gemacht, daß 2 Monate am Stück ok sind. Einmal war ich 3,5 Monate dort, es war zu lang. Ich bin zu sehr ins Leben dort eingetaucht und war zu sehr konfrontiert mit den - wirklich großen, teilweise existenstiellen - Problemen. Das hat mich dann belastet. Wo ich helfen kann, helfe ich - keine Frage. In den letzten 2 Jahren bin ich immer auch für einige Tage nach Lombok rüber. Teilweise in Senggigi oder im wenig bekannten Teil "Sekotong".

Jofi, mache es. Nicht nur davon träumen, auch realisieren. Es ist so einfach. Die Balinesen sind sehr nett und aufgeschlossen. Wenn du Interesse an ihrer Kultur zeigst, nehmen sie dich sehr gerne mit zu Zeremonien. Es heißt zwar immer, Sarong reicht aber wenn man dann mit Sarong + traditioneller Spitzenbluse erscheint, freuen sie sich sehr. Ich genieße meine Zeit auf Bali sehr und möchte sie wirklich nicht missen. Habe momentan schon richtig Heimweh nach meinen Freunden. Allerdings geht es Anfang April erst einmal für 4 Wochen nach Malaysia und dann fliege ich von KUL bis Ende Juni nach Bali.

Inaktiver User
22.03.2009, 14:16
Jofi, mache es. Nicht nur davon träumen, auch realisieren. Es ist so einfach. Die Balinesen sind sehr nett und aufgeschlossen. Wenn du Interesse an ihrer Kultur zeigst, nehmen sie dich sehr gerne mit zu Zeremonien. Es heißt zwar immer, Sarong reicht aber wenn man dann mit Sarong + traditioneller Spitzenbluse erscheint, freuen sie sich sehr. Ich genieße meine Zeit auf Bali sehr und möchte sie wirklich nicht missen. Habe momentan schon richtig Heimweh nach meinen Freunden. Allerdings geht es Anfang April erst einmal für 4 Wochen nach Malaysia und dann fliege ich von KUL bis Ende Juni nach Bali.

Ich war schon mal auf Bali, habe damals in Ubud gewohnt - war auch schön. Wir sind viel auf der Insel herumgefahren und daher kommt mein Wunsch, einmal länger im Landinneren in den Dörfern zu sein. Was du über die Kontake mit den Einheimischen schreibst, kann ich nur bestätigen. Man trifft auf sehr aufgeschlossene und freundliche Menschen - aber man kommt auch schnell an den Punkt an dem man schluckt: Zum Beispiel wenn einem ein etwa dreißigjähriger Mann von seinen eltern erzählt und dabei beiläufig herauskommt, dass beide letztlich daran gestorben sind, dass das Geld nicht reichte um eine Weiterführung der medizinischen Behandlung zu bezahlen.

fifty1
22.03.2009, 15:11
Ja, die Erfahrung muß ich leider auch immer wieder machen. Ein Freund von uns war mit unter 30 Jahren an Grauen Star erkrankt und stand kurz davor blind zu werden. Ich habe auf ihn eingeredet, daß er sich operieren lassen soll. Geht schon noch, meinte er. Bis ich herausbekommen habe, daß ihm schlichtweg das Geld für die Operation gefehlt hat. Es sind lediglich 3.000.000 (ca. € 200). Mein Mann und ich haben ihm das Geld geliehen und wir haben ihm dann nochmals Geld für die Nachbehandlungen gegeben. Nun ist sein Auge wieder intakt. Da wir nicht mit Reichtümern gesegnet sind und ich auch möchte, daß es nicht nach Almosen aussieht, wird dieses Geld als Kredit betrachtet und abgetaucht (er ist Dive Guide). So ist ihm geholfen, behält seine Würde und wir haben schöne Taucherlebnisse.

Kisskiss
17.05.2009, 11:08
Ich lese Eure Beiträge mit großem Interesse, weil meine Mutter demnächst aufhört zu arbeiten, weil sie Rentnerin wird.
Vieles, was ich lese, ist phantastisch, nämlich das Reisen.
Es wird nur dabei vergessen, dass dazu auch Geld gehört. Ist das bei Euch unbegrenzt vorhanden?
Die Rente meiner Mutter wird knapp 1000 Euro netto betragen, sie hat ausgerechnet, dass sie monatlich etwa 280 Euro zur Verfügung hat nach Abzug aller Unkosten, als da seien Miete für eine bescheidene Wohnung, Versicherungen, Arztkosten plus Medizin, TV Gebühren, Telefon.
Davon muss sie Essen und Kleidung und Monatskarte bezahlen und ihr graut z.B. vor einer größeren Zahngeschichte.
Selbst spazieren gehen kostet heutzutage viel Geld, weil dabei die Schuhsohlen kaputt gehen.
Nach Bali kann sie sicher nicht.
Ich habe ihr gesagt, dass ich sie mit monatlich 250 Euro unterstützen kann, weil mir das nicht weh tut, meine Schwester kann ihr 100 geben, aber das will sie auf keinen Fall.
Deshalb wäre ich dankbar für Vorschläge, die nichts kosten, denn sie ist ganz schön deprimiert.
Wieviel könnte sie denn mit Babysitten verdienen? Das würde ihr liegen, sie war und ist die liebste Mami der Welt!

Kiss :blumengabe:

Opelius
17.05.2009, 13:19
kisskiss,
was Deine Mutter bekommen wird, ist im Grunde eine Durchschnittsrente. Damit kann sie keine Bocksprünge machen, schon gar keine großen Reisen. Das ist einfach Realität für die allermeisten Rentner, auch für mich.
Es ist zwar großzügig gedacht von Dir, Deine Mutter finanziell zu unterstützen, aber das wirst Du in der Höhe nicht auf Dauer durchhalten können. Ich denke, wenn Du ihr ab und zu einen Urlaub in Baden-Baden oder Binz spendierst, wird sie das genießen können, vor allem wenn Du mit dabei bist. Für die meisten Rentner ist ihre Familie das wichtigste. Bis vor ca 8 Jahren konnten die Omas und Opas ihre Kinder und Enkel finanziell unterstützen, die neue Rentnergeneration wird bei den Renteneinbußen und Rentenbesteuerung und medizinische Zuzahlungen das nicht mehr können.

Sie sollte sich, um den Tag zu takten, entweder um eine ehrenamtliche Aufgabe bemühen oder einen der typischen Rentner-Minijobs. Ich fahre z.B. seit 4 Jahren 8 Schulkinder jeden Morgen in die 30 km entfernte Sonderschule und hole sie mittags dort wieder ab. Dafür muss ich so zeitig aus den Federn wie in meinen 45 Arbeitsjahren nicht, nämlich um 5 Uhr früh. Ist nix mit Ausschlafen, aber dafür komme ich auch spätestens um 22 Uhr ins Bett. Das ganze bringt mir etwa 300 Eur im Monat, davon kann ich mir jetzt auch meine Ersatzzähne leisten. Eine Woche Urlaub gibt es alle 2 Jahre.

Ergänzung: meine Frau wird im September ebenfalls in Rente gehen, sie kann weder psychisch noch physisch ihren Beruf als Schwester im Mehrfach-Schwerstbehindertenbereich weiter ausüben. Ihre Rente wird daher um 18 % gekürzt. Uns werden dann monatlich mehr als 400 Eur fehlen. Das schränkt unsere Möglichkeiten noch weiter ein. Sie ist aber frohgemut, dass es gehen wird, weil es gehen muss. Sie sagt, wenn ich über das fehlende Geld jammere, immer: unser Kapital läuft auf gesunden Beinen durch die Welt.

Inaktiver User
18.05.2009, 10:38
Sie sollte sich, um den Tag zu takten, entweder um eine ehrenamtliche Aufgabe bemühen oder einen der typischen Rentner-Minijobs. Ich fahre z.B. seit 4 Jahren 8 Schulkinder jeden Morgen in die 30 km entfernte Sonderschule und hole sie mittags dort wieder ab. Dafür muss ich so zeitig aus den Federn wie in meinen 45 Arbeitsjahren nicht, nämlich um 5 Uhr früh. Ist nix mit Ausschlafen, aber dafür komme ich auch spätestens um 22 Uhr ins Bett. Das ganze bringt mir etwa 300 Eur im Monat, davon kann ich mir jetzt auch meine Ersatzzähne leisten. Eine Woche Urlaub gibt es alle 2 Jahre.


Das ist für mich ein wichtiger Aspekt, der mich (abgesehen vom Finanziellen) sehr interessiert.

Wie sieht euer Tagesablauf jetzt aus? Ist er noch ungefähr der gleiche, evt. mit etwas länger schlafen, weil man nicht mehr raus muss? Oder ist euer Tagesablauf nicht mehr so geregelt, keine festen Essenszeiten, Mittagessen schon mal um 15 Uhr?

Wie geht ihr damit um? Bedeutet das für euch Freiheit oder belastet das euch eher?

Und noch eine Frage: Wenn ein Tag mal vor sich hin plätschert, ohne dass man konkret Dinge gemacht (kann auch mit Zeitschrift die Sonne genießen sein) und abgearbeitet hat, wie fühlt ihr euch dabei? Ist das okay? Oder war der Tag dann irgendwie unausgefüllt, ungenutzt?

Bin gespannt auf eure Antworten.

Kisskiss
18.05.2009, 13:13
@Opelius
Danke für Deine Antwort!
So, wie Du es vorschlägst, werden wir es auch machen. Wir werden ihr zu ihrem Geburtstag ein Laptop schenken plus Vertrag, fix und fertig.
Das wird ihr gefallen, weil sie privat noch kein Internet hat.
Später bekommt sie dann ein Jahresabonnement für die Oper für sich und ihre Freundin, auch darüber wird sie sich freuen!
Am besten wäre es, sie würde einen netten Mann kennen lernen, denn sie ist noch sehr gut beisammen und das Alleinsein bekommt ihr nicht so gut. Sie ist schon lange geschieden.
Zum Glück wohnen wir alle nah zusammen in Hamburg und haben einen guten täglichen Kontakt.

Kiss :kuss:

Lorolli
19.05.2009, 15:40
Wir werden ihr zu ihrem Geburtstag ein Laptop schenken plus Vertrag, fix und fertig.

Hallo Kisskiss, das ist eine tolle Idee und ich freue mich schon darauf, deine Mutter dann hier im Forum zu treffen.

Aber was du schreibst trifft natürlich auf viele RentnerInnen zu und nicht alle haben so liebevolle Töchter.

Das mit dem Babysitten oder auch stundenweise Kinder betreuen ist eine tolle Idee. Es gibt bestimmt in HH eine entsprechende Vermittlungsstelle.

Auch gibt es bestimmt Tanzteeveranstaltungen für ältere Menschen.

Ich denke mal, wenn ihr euch genau informiert wird sich einiges finden und deine Mutter wird dann auch ihr Rentnerleben geniessen können ohne aus finanziellen Gründen auf alles verzichten zu müssen.

Liebe Grüsse
Lorolli

Inaktiver User
19.05.2009, 23:26
Das mit dem Babysitten oder auch stundenweise Kinder betreuen ist eine tolle Idee. Es gibt bestimmt in HH eine entsprechende Vermittlungsstelle.
Auch gibt es bestimmt Tanzteeveranstaltungen für ältere Menschen.


Ja, wenn ihr das Spaß macht - für mich kämen solche Beschäftigungen eher einer Strafmaßnahme gleich:freches grinsen:.

Aber die Idee mit dem Laptop und dem Abo finde ich auch toll!:blumengabe:

Toni
19.05.2009, 23:57
Eine Möglichkeit ist auch ein Senioren/Gast-Studium an der Universität. Kostet nichts und nebenbei kann man interessante Leute kennen lernen – und macht einen nicht dümmer!
Und dann gibt es ja auch Ehrenämter die keinen Betreuungscharakter haben. Ich arbeite z.B. zur Zeit in einem Museum mit und helfe die wechselnden Ausstellungen zu organisieren. Gibt zwar auch keine Bezahlung, aber ein Mittagessen und Kaffee am Nachmittag, freien Eintritt und jede Menge Einladungen zu Vernissagen und auch da ergeben sich interessante Kontakte.
Wenn man was mit Kindern machen möchte, kann man eine Lesepatenschaft in einer Schule übernehmen. Man übt mit Kindern die Probleme mit dem Lesen haben, Legastheniker z.B. oder Kinder mit Migrationshintergrund. Das ist nicht so zeitintensiv und lässt noch Raum für andere Dinge.

Toni
20.05.2009, 00:04
Noch was fällt mir ein. Ich habe mir ein Sprachtandem gesucht und eine sehr nette Frau aus Australien kennengelernt. Eigendlich ist das so gedacht, dass man sich abwechselnd in der jeweiligen Muttersprache unterhält. Aber irgendwie ist ihr Deutsch zu kompliziert und wir sprechen nur Englisch. Gut für mich :freches grinsen:
Kostet auch nichts.

Inaktiver User
20.05.2009, 12:31
Das ist für mich ein wichtiger Aspekt, der mich sehr interessiert.

Wie sieht euer Tagesablauf jetzt aus? Ist er noch ungefähr der gleiche, evt. mit etwas länger schlafen, weil man nicht mehr raus muss? Oder ist euer Tagesablauf nicht mehr so geregelt, keine festen Essenszeiten, Mittagessen schon mal um 15 Uhr?

Wie geht ihr damit um? Bedeutet das für euch Freiheit oder belastet das euch eher?

Und noch eine Frage: Wenn ein Tag mal vor sich hin plätschert, ohne dass man konkret Dinge gemacht (kann auch mit Zeitschrift die Sonne genießen sein) und abgearbeitet hat, wie fühlt ihr euch dabei? Ist das okay? Oder war der Tag dann irgendwie unausgefüllt, ungenutzt?

Bin gespannt auf eure Antworten.

Da bisher keiner geantwortet hat, möchte ich kurz etwas zu meinem Hintergrund erzählen, vielleicht erklärt das meine Fragen und es mag doch noch jemand etwas dazu schreiben.

Obwohl ich noch lange nicht im Rentenalter bin, lebe ich in einer ähnlichen Situation wie ihr, da ich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten gehen kann. Ich muss mein Leben neu organisieren, was mir nicht immer leicht fällt.

Lorolli
20.05.2009, 12:49
Und noch eine Frage: Wenn ein Tag mal vor sich hin plätschert, ohne dass man konkret Dinge gemacht (kann auch mit Zeitschrift die Sonne genießen sein) und abgearbeitet hat, wie fühlt ihr euch dabei? Ist das okay? Oder war der Tag dann irgendwie unausgefüllt, ungenutzt?

Hallo Yeli, ich arbeite auch schon ein paar Jahre nicht mehr und habe ganz viele Tage die einfach so dahin plätschern und finde das auch okay.

Ansonsten geniesse ich eigentlich die viele Freizeit und möchte heute wirklich nicht mehr berufstätig sein.

Habe zwei feste Verpflichtungen in der Woche und das reicht mir vollkommen.

Einen festen geregelten Tagesablauf haben wir auch nicht. Das ergibt sich einfach jeden Tag aufs Neue.

Liebe Grüsse
Lorolli

Toni
20.05.2009, 13:59
Ich bin auch noch nicht im Rentenalter, ich bin seit über einem Jahr in einer Transfergesellschaft und eigentlich ist es da vorgesehen, dass ich mich um einen neuen Job bemühe, mit Unterstützung eines Beraters und zahlreichen Seminaren und Workshops zum Thema Bewerbung. Alles wirklich gut und professionell gemacht. Aber was ich mir in meiner 35jährigen Berufstätigkeit nie, nie, nie vorstellen konnte – ohne Job zu sein hat sich als wirklich wunderbarer Zustand erwiesen. Ich habe Zeit um alles Mögliche auszuprobieren was ich auch reichlich nutze und das ist einfach toll. Zugegebener maßen ist das Ganze natürlich durch das weiter gezahlte Gehalt sehr angenehm.
Trotzdem habe ich mich beworben, schon um zu testen was möglich ist. Und festgestellt bzw. wurde bestätigt was ich schon vermutet habe: über 50 bekommt man keinen vernünftigen Job mehr. Deshalb habe ich eine Selbständigkeit ins Auge gefasst (ich arbeite jetzt schon versuchshalber in dieser Richtung). Auch weil ich mir nicht mehr vorstellen kann, weisungsabhängig von morgens bis abends in einem Büro zu verbringen. Ein weitere Grund ist, dass ich denke irgendwann ist mal alles ausprobiert und ich möchte doch wieder was „sinnvolles“ tun und da kann ich mit einer Selbstständigkeit Aufwand und Umfang am besten bestimmen.
Was ich aber eigentlich sagen wollte, ich strukturiere meinen Tag bewusst, stehe morgens zeitig auf und nehme mir ein paar Themen vor. Ich habe auch das Gefühl, ohne mich unter Druck zu setzen die Zeit nützen zu „müssen“. Denn so lange wie es gedauert hat, dauert es nicht mehr. :zwinker: Aber ich lasse es auch schon mal locker angehen. Allerdings war es auch noch nie meine Sache, einfach in den Tag zu leben, zumindest nicht auf längere Zeit.

PeachyLip
20.05.2009, 15:11
Hallo!

Ich bin zwar noch Jahrzehnte entfernt von der Rente, aber ich will euch kurz erzählen was mein Vater nun macht. (Freue mich für ihn :-) )
Er ist nun schon seit er 50 ist zuhause (4 Jahre jetzt), hat früher unter Tage geschafft und durch Schließung der Grube ergab sich das so.
Die erste Zeit hat er auch noch nicht wirklich gewusst was er mit seiner Zeit anfangen soll.
Besonders da meine Mutter noch ca. 13 Jahre arbeiten muss (am anfang waren es noch 17)
Aber dann fand er 2 tolle Hobbys für sich, die sich gegenseitig teilweise finanzieren.

Im Herbst/Winter ist er fast den ganzen Tag bis meine Mutter kommt im Keller und fertigt Schwibbögen, Fensterbilder, Vogelhäuschen ect. an.
Die verkauft er dann an Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen...

Im Frühjahr/Sommer ist er bei schönen oder besser gesagt bei trocknem Wetter andauernd unterwegs.
Er macht nämlich eine Tour nach der anderen mit seinem Großroller, den er sich vor 3 Jahren zugelegt hat.

Nebenbei macht er tagsüber noch ein bissl Haushalt, Garten und auf was er sonst noch Lust hat (hilft zb. seiner Tochter bei der Renovierung *g*)

Auch wenn ich grad mal 24 bin, kann ich euch aber zur Zeit sehr gut verstehen, was ihr bez. der freien Zeiteinteilung erzählt.
Denn meine Firma hat ziemlich viel Kurzarbeit und so kommt es das ich diesen und nächsten Monat 12 Tage Kurzarbeit habe.
Es ist wirklich herrlich einfach mal machen zu können was man möchte.

Inaktiver User
22.05.2009, 08:21
Wie ich meine gewonnenen Zeit verbringe??? Welche eigentlich? Einige Jahre vor meinem Ruhestand habe ich noch einmal studiert und habe im Ruhestand dann sofort angefangen mit meiner neuen Arbeit. Bin drei Tage in der Woche an der lokalen Uni - macht wirklich Spass wieder mit jungen Menschen zu arbeiten, jeder Tag ist anders! Und zwei bis drei Tage arbeite ich auch noch in einer anderen Stadt, im gleichen Beruf, diesmal aber mit Menschen in allen Altersstufen. Da ich alles freiberuflich mache, kann ich auch ab und zu sagen: bin mal fuer 10 Tage oder so weg und kann auch deshalb viel reisen. Im letzten Jahr alleine war ich mehrere Male in Deutschland und auch in Norwegen, Spanien und Frankreich. Mein Leben ist voll ausgenuetzt, macht grossen Spass und ich kann auch in meinem "hochen " Alter sagen: ich werde auch noch gebraucht! Auch schoen!
Gruss,
Anglophile

Inaktiver User
22.05.2009, 14:14
Vielen Dank für eure Antworten. Es ist interessant zu lesen, wie das jeder von euch handhabt.

Ich merke, dass es ein Unterschied ist, ob man aus Alters- oder aus gesundheitlichen Gründen in Rente ist und muss wohl meinen eigenen Weg finden.

fifty1
05.07.2009, 23:22
@ kisskiss
Seit ein paar Tagen bin ich wieder in Europa.
Zu deiner Frage zum Geld. Meine Rente ist ebenfalls nicht allzu hoch. Meine Kinderbetreuungszeiten waren ein wenig länger, da ich niemanden für die Kinder hatte und es hier keine Halbtagesstellen gab. Allerdings bin ich verheiratet und wir haben keinerlei Schulden mehr auf dem Haus, so fallen "nur" die Nebenkosten an. Ich habe mir zum Glück nie etwas aus teuren Klamotten, Schmuck oder teuren Restaurantbesuchen gemacht.
Bei meinen Asienaufenthalten ist der Flug relativ teuer (so um die € 800-900), das Leben drüben ist sehr günstig. Da brauche ich weitaus weniger als hier. Ich habe ein nettes Zimmer mit einer kleinen Dachterrasse und Frühstück, zahle dafür rund € 6,-pro Tag. Essen gehe ich fast nur in Warungs und das kostet mir inklusive Ingwertee um die € 1,-. Mit Freunden gehe ich ab und zu in Restaurants aber das ist auch nicht alle Welt, mit weniger als € 4,- habe ich schon meinen Fisch und einen köstlichen Saft. Ab und zu ein Bierchen am Abend liegt da auch noch drin. Die ganzen Luxussachen wie Leihauto + Tauchen und noch so ein paar Kleinigkeiten verdiene ich mir im Winter mit Babysitting.
Du siehst, da braucht man keine Reichtümer. Ich liebe meine Aufenthalte und genieße sie sehr. Um das Gehirnkastel ein wenig anzustrengen, habe ich jetzt angefangen, die Sprache mit einem Privatlehrer zu lernen. Das ist ganz schön anstrengend aber es macht Spaß.
Ende September werde ich wieder für ein paar Wochen fliegen und weiterlernen.

da-sempre
08.07.2009, 18:14
Gerade bewege ich mich gerade auf meinen 58. Geburtstag zu und habe mir schon einiges überlegt, wenn ich in zwei Jahren in den sogenannten Ruhestand gehe.
Seit fast zwei Jahren habe ich nämlich einen OnlineShop für schöne Dinge, der besonders Frauen anspricht und der mir selbst so viel Freude macht. Dieser Shop ist/wird mein Rentenprojekt.
Im Moment arbeite ich halbtags, habe reduziert, um ihn aufbauen zu können. Das bedeutet also, halber Tag angestellt in der Erwachsenenbildung und halber Tag (und darüber hinaus!) unternehmerisch tätig. Investitionen musste ich einige machen, dafür habe ich etliches Gespartes hergenommen und freue mich jeden Tag über meine Initiative.
Ich muss auch sagen, es ist anstrengend, aber wunderbar! :blume: So Vieles, was ich mir neu überlegen konnte und auch umsetzen. Und so Vieles, was auf mich wartet, wenn ich in Rente gehe, weil ich dann noch mehr von meinen Ideen umsetzen kann. Ich lerne auch sehr interessante neue Menschen aus ganz anderen Zusammenhängen kennen, junge und ältere, einfach interessant.
Im Moment entwickelt sich alles noch und trotz Krise blicke ich optimistisch in die Zukunft. Das Rentenprojekt soll übrigens auch meine Rente aufstocken, die leider nicht sehr üppig ist. Ich habe eben einen rententechnisch ungünstigen Lebenslauf gehabt. :smirksmile:
Jedenfalls freue ich mich auf die Zeit und wünsche mir nur, dass ich gesund bleibe.

Inaktiver User
15.07.2009, 21:57
Wie ich meine gewonnenen Zeit verbringe??? Welche eigentlich? Einige Jahre vor meinem Ruhestand habe ich noch einmal studiert und habe im Ruhestand dann sofort angefangen mit meiner neuen Arbeit. Bin drei Tage in der Woche an der lokalen Uni - macht wirklich Spass wieder mit jungen Menschen zu arbeiten, jeder Tag ist anders! Und zwei bis drei Tage arbeite ich auch noch in einer anderen Stadt, im gleichen Beruf, diesmal aber mit Menschen in allen Altersstufen. Da ich alles freiberuflich mache, kann ich auch ab und zu sagen: bin mal fuer 10 Tage oder so weg und kann auch deshalb viel reisen. Im letzten Jahr alleine war ich mehrere Male in Deutschland und auch in Norwegen, Spanien und Frankreich. Mein Leben ist voll ausgenuetzt, macht grossen Spass und ich kann auch in meinem "hochen " Alter sagen: ich werde auch noch gebraucht! Auch schoen!
Gruss,
AnglophileWarum bist Du überhaupt in den Ruhestand gegangen, wenn Du nach wie vor, ob nun freiberuflich oder wie auch immer, weiterarbeitest?
Warum soll man kurz vor dem Ruhestand noch einmal studieren, wenn man die Früchte nicht mehr ernten kann?

Dieses Projekt scheitert schon daran, dass nicht jeder eine Uni unmittelbar vor der Haustüre hat.

Ich glaube der eigentliche Grund ist der, man will den Jüngeren noch einmal beweisen, dass man es mit ihnen aufnehmen kann.

Da arbeiten die Menschen 40 Jahre und mehr und reden schon jahrelang vorher vom wohlverdienten Ruhestand und wenn es soweit ist, haben sie Angst davor. Die eigentliche Angst ist wohl die vor dem Alter.
Ich war 40 Jahre berufstätig und ich bin froh, dass ich jetzt mein Leben nach meinem Zeitplan gestalten kann.
Ich mache das, wozu ich Lust habe und sage mir "das hast du dir verdient."

Lorolli
15.07.2009, 23:14
Warum bist Du überhaupt in den Ruhestand gegangen, wenn Du nach wie vor, ob nun freiberuflich oder wie auch immer, weiterarbeitest?
Warum soll man kurz vor dem Ruhestand noch einmal studieren, wenn man die Früchte nicht mehr ernten kann?

Dieses Projekt scheitert schon daran, dass nicht jeder eine Uni unmittelbar vor der Haustüre hat.

Ich glaube der eigentliche Grund ist der, man will den Jüngeren noch einmal beweisen, dass man es mit ihnen aufnehmen kann.

Da arbeiten die Menschen 40 Jahre und mehr und reden schon jahrelang vorher vom wohlverdienten Ruhestand und wenn es soweit ist, haben sie Angst davor. Die eigentliche Angst ist wohl die vor dem Alter.
Ich war 40 Jahre berufstätig und ich bin froh, dass ich jetzt mein Leben nach meinem Zeitplan gestalten kann.
Ich mache das, wozu ich Lust habe und sage mir "das hast du dir verdient." [/QUOTE

Hallo, wenn du richtig lesen würdest Flotteoma hättest du erkennen müssen, dass es nicht um Anerkennung usw, geht.Was heisst Früchte ernten ? es gibt Menschen denen die Arbeit Freude macht auch ohne dass sie Früchte ernten, vielleicht wollen sie einfach nur helfen und für andere da sein.


[QUOTE]ch mache das, wozu ich Lust habe und sage mir "das hast du dir verdient."


lach, womit hast du dir das verdient. Klar kannst du machen was du möchtest, aber ob das ein Verdienst ist.


Dieses Projekt scheitert schon daran, dass nicht jeder eine Uni unmittelbar vor der Haustüre hat.

es gibt auch Fernuniversitäten :lachen:


ich bewundere alle Menschen die auch im Alter noch etwas für sich und andere tun und es gibt immer Wege das zu machen wenn man es wirklich möchte.

Inaktiver User
16.07.2009, 07:18
Ich bin nicht in den Ruhestand getreten - im Alter von 60 Jahren kam automatisch die Pension, aber nur geldmaessig, hatte nie daran gedacht nichts mehr zu tun! Und warum ich in dem Alter noch studiert habe? Weil man mich darum gebeten hatte! Ich wurde an einer bestimmten Stelle gebraucht, konnte es aber nur mit Studium machen. Und warum kann man die Fruechte nicht mehr ernten??? Ich mache den Job jetzt seit beinahe sechs Jahren und denke nicht daran damit aufzuhoeren und die Leute, fuer die ich arbeite, halten sich die Ohren zu, wenn ich nur mal andeute, dass ich vielleicht mal aufhoeren sollte - sie wollen so etwas gar nicht hoeren. Vielleicht habe ich eben das grosse Glueck in einer Sphaere zu arbeiten, wo es nicht Arbeit sondern Erfuellung ist!!!
Gruss,
Anglophile

Inaktiver User
16.07.2009, 09:28
Hallo Flotteoma,


Ich mache das, wozu ich Lust habe und sage mir "das hast du dir verdient."

Vielleicht sagt sich das Anglophile ja auch.

Sternesammlerin
16.07.2009, 10:35
Interessantes Thema

Hallo Gede:blumengabe:
Schön, dich wiedermal zu lesen

Nun, ich bin zwar noch nicht aus dem Arbeitsleben draussen, da fehlen mir rechtlich noch 3 Jahre dazu.
Dennoch mache ich mir recht oft Gedanken darüber, wie die Zeit "danach" aussehen soll.
Gut, ich bin selbständig, mich wird also niemand mit "Zwangsruhestand" beglücken können, ich darf solange ich will und kann :lachen:


Ich glaube, der Kern der Aussagen hier - die wohlgemerkt alle ihre Berechtigung haben - liegt im Vergleich dieser beiden Sätze


Ich war 40 Jahre berufstätig und ich bin froh, dass ich jetzt mein Leben nach meinem Zeitplan gestalten kann.

und


Vielleicht habe ich eben das grosse Glueck in einer Sphaere zu arbeiten, wo es nicht Arbeit sondern Erfuellung ist!!!

Beides sind Früchte, die es zu ernten gilt.
Menschen, die das Glück oder die Fähigkeit haben, einen erfüllenden Beruf oder vielleicht gar Berufung zu haben, tun sich da sicher wesentlich leichter, als jene, die ihre Arbeit nur als Mittel zum Zweck erleben und froh sind, wenn sie endlich vorbei ist.

Meine Vorstellung für irgendwann ist, einfach aus beiden Früchten ein leckeres Kompott zu machen und sie miteinander zu geniessen

Anglo :blumengabe: an dieser Stelle einen lieben Gruß nach drüben :blumengabe:

Inaktiver User
16.07.2009, 11:45
lach, womit hast du dir das verdient. Klar kannst du machen was du möchtest, aber ob das ein Verdienst ist.Ja Lorolli, ganz genauso meine ich es. Ich habe 40 Jahre gearbeitet und ob man es glaubt oder nicht, auch gerne. Sicher gab es Phasen, in denen ich manchmal gerne eine Pause gemacht hätte, weil es zuviel wurde, zusammen mit Haushalt und Kind. Ich hatte einen Beruf, in dem es keinen Stillstand gab, sondern stets eine Weiterentwicklung erwartet wurde. Und ich kann dazu nur sagen, es ist mir immer gut gelungen.
Irgendwann kommt dann der Zeitpunkt wo man sagt, trete mal kürzer, Du kannst es Dir leisten die Früchte Deines Schaffens zu ernten. Und wem, liebe Lorolli soll ich dies sonst zuordnen?


Ich wurde an einer bestimmten Stelle gebraucht, konnte es aber nur mit Studium machen. Und warum kann man die Fruechte nicht mehr ernten??? Ich mache den Job jetzt seit beinahe sechs Jahren und denke nicht daran damit aufzuhoeren und die Leute, fuer die ich arbeite, halten sich die Ohren zu, wenn ich nur mal andeute, dass ich vielleicht mal aufhoeren sollteAusnahmen betätigen immer die Regel. Du hast Glück gehabt und die Voraussetzumg war gegeben, dass Du nach Deinem Studium das tun konntest was Du angestrebt hast. Aber das ist doch nicht die Realität. Soviele arbeitslose Akademiker es heute gibt.

Vielleicht habe ich eben das grosse Glueck in einer Sphaere zu arbeiten, wo es nicht Arbeit sondern Erfuellung ist!!!Das ist der Knackpunkt. Es muss alles zusammen passen.
Viele Senioren gehen heutzutage doch nur zur Uni, weil sie mit ihrer plötzlichen Freizeit nicht klar kommen.


es gibt Menschen denen die Arbeit Freude macht auch ohne dass sie Früchte ernten, vielleicht wollen sie einfach nur helfen und für andere da sein.Das gibt es sicher auch, ehrenamtlich.

Sternesammlerin
16.07.2009, 11:52
Das ist der Knackpunkt.
Viele Senioren gehen heutzutage doch nur zur Uni, weil sie mit ihrer Freizeit nichts anzufangen wissen.

He!!! das ist doch nun schon aber starker Tobak, oder einfach nur gedankenlsos

Sollen doch besser im Park sitzen und Tauben füttern, so wie sich das für anständige Rentner gehört :nudelholz:

nix für ungut :blumengabe:

Inaktiver User
16.07.2009, 12:03
Hallo Sterni,

Schön, dich wiedermal zu lesen Ganz meinerseits !:blumengabe:


Meine Vorstellung für irgendwann ist, einfach aus beiden Früchten ein leckeres Kompott zu machen und sie miteinander zu geniessen Das denke ich auch; hinzu kommen aber noch die glücklichen Zufälle und Fügungen oder wie man es nennen mag, die ein Leben komplett verändern können. Immer wenn so etwas Tolles vorbeikommt, sollte frau zugreifen. Ich kann es aus eigener Erfahrung nur empfehlen.

"Das Dasein ist köstlich - man muss nur den Mut haben, sein eigenes Leben zu führen." (Peter Rosegger)


Hallo Flotteoma,

Viele Senioren gehen heutzutage doch nur zur Uni, weil sie mit ihrer Freizeit nichts anzufangen wissen.

Und wenn es so ist, dann ist es keinesfalls verwerflich. Es schützt vor vielen Krankheiten, seinen Geist fit zu halten.

Inaktiver User
16.07.2009, 12:04
Hallo Sterni, da bist du mir zuvorgekommen, bei mir geht die Bri derzeit sehr langsam. Aber ich seh schon, das passt.

Lorolli
16.07.2009, 12:09
‚Jugend ist kein Lebensabschnitt –
sie ist eine Geisteshaltung,
sie ist die Beschaffenheit der Willenskraft,
eine Eigenschaft der Phantasie,
die Kraft der Gefühle,
der Sieg des Mutes über die Ängstlichkeit und
der Abenteuerlust über die Bequemlichkeit.
Niemand wird alt, nur weil er eine
bestimmte Anzahl von Jahren gelebt hat.
Die Menschen werden alt, wenn sie ihre Ideale aufgeben.
Wenn wir unsere Begeisterungsfähigkeit verlieren, bekommt unsere
Seele Falten.‘
Diese Gedanken stammen von Marc Aurel, römischer Kaiser im 2. Jhd n.Chr.!

Inaktiver User
16.07.2009, 12:59
flotteoma: Warum soll man kurz vor dem Ruhestand noch einmal studieren, wenn man die Früchte nicht mehr ernten kann?

Zum Beispiel deswegen, weil man Interesse an einem bestimmten Fachgebiet hat????


Ich glaube der eigentliche Grund ist der, man will den Jüngeren noch einmal beweisen, dass man es mit ihnen aufnehmen kann.

Das ist eine ziemlich unfreundliche Unterstellung. Und nein, ich rede nicht in eigener Sache, bin keine "Studentin in Rente".


Ich war 40 Jahre berufstätig und ich bin froh, dass ich jetzt mein Leben nach meinem Zeitplan gestalten kann.
Ich mache das, wozu ich Lust habe und sage mir "das hast du dir verdient."

Völlig richtig. Und wenn man nun Lust dazu hat, etwas Neues zu lernen?

Inaktiver User
16.07.2009, 16:29
Zum Beispiel deswegen, weil man Interesse an einem bestimmten Fachgebiet hat????Man muss erst einmal differenzieren, was heißt studieren im Rentenalter?
Geht man zu den Vorlesungen oder macht man auch das dazugehörige Examen? Wie alt ist man, wenn man es hat, wenn man von einem Renteneintrittsalter mit 60 Jahren ausgeht. Kann man dann noch die Früchte ernten, oder hat man nur sein Ego befriedigt? Das war meine Frage.

Die Resonanz bestand mehr oder weniger nur aus Angriff.


Völlig richtig. Und wenn man nun Lust dazu hat, etwas Neues zu lernen? Wenn ich dazu Lust habe tue ich Dieses oder Jenes, auch Neues, nie festgelegt. Ich schrieb ja, ich gestalte mein Leben nach meinem Zeitplan, nach Lust und Laune, muss ich noch hinzufügen. Das heißt nicht, dass ich im Park die Tauben füttere, sondern dass ich mir keine Zwänge mehr auferlege. Die Spontanität, welche während der Berufstätigkeit oft zu kurz kam, steht im Vordergrund.


Ich bin nicht in den Ruhestand getreten - im Alter von 60 Jahren kam automatisch die Pension, aber nur geldmaessig, hatte nie daran gedacht nichts mehr zu tun! Und warum ich in dem Alter noch studiert habe? Weil man mich darum gebeten hatte! Ich wurde an einer bestimmten Stelle gebraucht, konnte es aber nur mit Studium machen. Und warum kann man die Fruechte nicht mehr ernten???Dieser Aspekt war in dem 1. Posting von Anglophile nicht zu erkennen.

Deshalb kam auch diese Frage,

Warum bist Du überhaupt in den Ruhestand gegangen, wenn Du nach wie vor, ob nun freiberuflich oder wie auch immer, weiterarbeitest?
Warum soll man kurz vor dem Ruhestand noch einmal studieren, wenn man die Früchte nicht mehr ernten kann?die ja nun geklärt ist.

Inaktiver User
16.07.2009, 18:34
flotteoma: Man muss erst einmal differenzieren, was heißt studieren im Rentenalter?
Geht man zu den Vorlesungen oder macht man auch das dazugehörige Examen?

Das entscheidet man dann selber. Ich würde mich dafür entscheiden, mich wirklich reinzuknieen und dann auch die Examina zu machen.


Wie alt ist man, wenn man es hat, wenn man von einem Renteneintrittsalter mit 60 Jahren ausgeht. Kann man dann noch die Früchte ernten, oder hat man nur sein Ego befriedigt?

Flotteoma, kannst Du Dir nicht vorstellen, dass es Leute gibt, die einfach ein Rieseninteresse an dem haben, was sie da lernen? Die Früchte, die man erntet, sind die neuen Erkenntnisse, die man gewinnt. Das ist doch toll - warum willst Du das abqualifizieren? Was ist falsch daran, ehrgeizig zu sein? Was ist falsch daran, ein gutes Verhältnis zu Leistungsanforderungen zu haben?


Wenn ich dazu Lust habe tue ich Dieses oder Jenes, auch Neues, nie festgelegt. Ich schrieb ja, ich gestalte mein Leben nach meinem Zeitplan, nach Lust und Laune, muss ich noch hinzufügen. Die Spontanität, welche während der Berufstätigkeit oft zu kurz kam, steht im Vordergrund.

Das ist ja auch nicht weniger oder mehr ok als z.B. noch ein Studium zu absolvieren. Es hängt einfach davon ab, welche ERfahrungen man in dieser Lebensspanne noch machen will.

Sternesammlerin
16.07.2009, 19:06
Die Resonanz bestand mehr oder weniger nur aus Angriff.

darüber darfst du dich nicht wundern, wenn du alle, die sich im wohlverdienten Ruhestand mit Bildung oder Studium beschäftigen - aus welchem Grund auch immer - pauschal abqualifizierst.

Sie würden nur ihr Ego befriedigen - was ist so schlecht dran?
sie würden nur zu Uni gehen, weil sie mit ihrer Freizeit nichts anzufangen wüssten - woher weist du das? es ist ihre Freizeitbeschäftigung

und arbeitslosen Jungakademikern nehmen die mit Sicherheit keinen Arbeitsplatz mehr weg :lachen:

Jede, aber auch wirklich jede Art der Freiteitgestaltung nach dem Arbeitsleben ist zulässig.

In der Diskussion hier gings ja auch nicht um die Frage, welche ist die Beste oder "Richtige" sondern war einfach die Frage

Wie füllt ihr die gewonnene Freizeit im Ruhestand aus?


Irgendwann kommt dann der Zeitpunkt wo man sagt, trete mal kürzer, Du kannst es Dir leisten die Früchte Deines Schaffens zu ernten.

Das ist ein guter Satz, Es ist deine Art mit der gewonnenen Freizeit umzugehen. Es ist dein gutes Recht nach 40 Jahren Berufstätigkeit mit deiner Freizeit umzugehen, wie es dir beliebt

Inaktiver User
16.07.2009, 20:46
In der Diskussion hier gings ja auch nicht um die Frage, welche ist die Beste oder "Richtige" sondern war einfach die Frage

Wie füllt ihr die gewonnene Freizeit im Ruhestand aus?Genau, und meine Antwort bezog sich anfangs auf die Frage von Anglophile
Wie ich meine gewonnenen Zeit verbringe??? Welche eigentlich?


Denn dieses und ihre Erklärung empfand ich nicht als Freizeitbeschäftigung.

Daher meine Frage warum man dann nicht weiterarbeitet.



sie würden nur zu Uni gehen, weil sie mit ihrer Freizeit nichts anzufangen wüssten - woher weist du das? es ist ihre Freizeitbeschäftigung Jeder hat eben seine Sichtweise. Wenn ich mir ein Ziel gesetzt und es erreicht habe, dann muss es für mich auch Früchte tragen, nicht unbedingt in materiellem Sinne, sondern ich muss wissen für was ich es getan habe, in dem Fall wohl für mich, und welchen Sinn es macht.



Bei Anglophile machte es ja Sinn, wie ich nun weiß.



Alles andere ist für mich reine Beschäftigungstheorie.
Aber wie ich inzwischen erfahren habe, soll es ja auch nicht mehr sein.



darüber darfst du dich nicht wundern, wenn du alle, die sich im wohlverdienten Ruhestand mit Bildung oder Studium beschäftigen - aus welchem Grund auch immer - pauschal abqualifizierst.Abqualifiziern wie Du es nennst, würde ich es nicht nennen, denn dies bedeutet abwertend und abfällig beurteilen und das würde ich mir nicht anmaßen, weil es einer Beleidigung gleich käme.

Da wir ja hier alle einen gewissen Bildungsstand, ob nun mit oder ohne Uni-Abschluss, erworben im Rentenalter, oder schon vorher vorhanden, haben, denke ich ist es angenehmer, diese Diskussion auf freundlicher Ebene weiterzuführen oder zu beenden.

Sternesammlerin
16.07.2009, 21:22
Bei Anglophile machte es ja Sinn, wie ich nun weiß.

Alles andere ist für mich reine Beschäftigungstheorie.

Meinst du damit so etwas wie Seniorencanasta oder Korbflechten? :freches grinsen:

Sorry, aber da kann ich dir nun wirklich nicht mehr folgen

Inaktiver User
16.07.2009, 21:33
Meinst du damit so etwas wie Seniorencanasta oder Korbflechten? :freches grinsen:

Sorry, aber da kann ich dir nun wirklich nicht mehr folgen __________________Na, ich Dir nun leider auch nicht mehr. :knatsch::ooooh:
Es ging immer noch um die Uni, Du musst einfach etwas weiter oben anfangen zu lesen, ab hier.


sie würden nur zu Uni gehen, weil sie mit ihrer Freizeit nichts anzufangen wüssten - woher weist du das? es ist ihre Freizeitbeschäftigung

Sternesammlerin
16.07.2009, 21:45
Alles andere ist für mich reine Beschäftigungstheorie.

Das habe ich mit Beschäftigungstheraphie assoziatiert

und das ist für mich anmaßend in diesem Zusammenhang und ich empfinde das als beleidigend.

Lorolli
16.07.2009, 21:59
Bei Anglophile machte es ja Sinn, wie ich nun weiß.
Alles andere ist für mich reine Beschäftigungstheorie.
Aber wie ich inzwischen erfahren habe, soll es ja auch nicht mehr sein.



und das heisst jetzt bei allen anderen ist es Langeweile, Frust usw.

tut mir leid, das kann ich nicht verstehen und nachvollziehen.

Eine gute Freundin von mir geht Ende des Jahres in Pension und freut sich schon darauf, sich endlich an der Uni für Geschichte einschreiben zu können. War immer ihr Wunsch, aber das Leben hat eben anders gespielt.

Inaktiver User
16.07.2009, 22:19
Das habe ich mit Beschäftigungstheraphie assoziatiert

und das ist für mich anmaßend in diesem Zusammenhang und ich empfinde das als beleidigend.
und das heisst jetzt bei allen anderen ist es Langeweile, Frust usw.

tut mir leid, das kann ich nicht verstehen und nachvollziehen.
Was soll das hier werden? Ein öffentlicher Schlagabtausch?
Sorry, meine Damen, wir befinden uns in einem Strang 60 plus, bitte etwas Contenance.

Außerdem denke ich, langsam verlieren wir uns in Anfeindungen und das eigentliche Thema wird verfehlt.
Wir sollten es dabei belassen.:blumengabe:

Lorolli
16.07.2009, 22:23
ach Flotteoma, kann man als erwachsener Mensch nicht diskutieren ohne sich angefeindet zu fühlen. Aus dem Alter sollten wir wirklich raus sein.

In diesem Sinne eine gute Nacht.

Gruss Lorolli

Inaktiver User
16.07.2009, 22:59
ach Flotteoma, kann man als erwachsener Mensch nicht diskutieren ohne sich angefeindet zu fühlen. Aus dem Alter sollten wir wirklich raus sein.Doch Lorolli, man kann diskutieren, aber auch das muss gelernt sein. Eine Diskussion muss auf einem gewissen Niveau geführt werden und dieses wird jetzt langsam überschritten.
Jeder hat seine Meinung zu einem Thema, wie auch zu dem in diesem Strang.
Und man sollte akzeptieren, dass diese nicht immer im Einklang mit der Meinung anderer steht.
Da jetzt die Argumente wie mir scheint nicht mehr nachvollzogen werden können, verliert man sich in Nebensächlichkeiten und das Ganze wird zur Farce.

eico44
17.07.2009, 10:07
Eine Diskussion muss auf einem gewissen Niveau geführt werden


Was soll das hier werden? Ein öffentlicher Schlagabtausch?
Sorry, meine Damen, wir befinden uns in einem Strang 60 plus, bitte etwas Contenance

:wie?::ooooh: schluck, man muß es nur lange genug hin und her drehen, bis es passt :wie?:
eico

Inaktiver User
17.07.2009, 13:16
Hallo flotteoma,
Ich habe jetzt lange überlegt, ob ich meinen Senf noch mal *dazutun* soll.

Deine früheren Strangbeiträge klingen für mich ein wenig *bissig* und *intolerant*. Und ich vermute, dass du deshalb auch dieses Feedback bekommen hast.

Dein letzter Beitrag klingt für mich arrogant, als seien die hiesigen Mitschreiberinnen nicht auf deinem Niveau.


Und man sollte akzeptieren, dass diese nicht immer im Einklang mit der Meinung anderer steht.
Das hättest du m.E. in Bezug auf Anglophiles Beitrag machen sollen!

Ich möchte dir nicht zu nahe treten, dir nur ein Feedback deiner Einträge geben. Vielleicht hat es die eine oder andere Mitschreiberin ja ebenso wie ich empfunden.

jesuschristus
02.09.2009, 18:18
Der Ruhestand ist wie im Paradies! Herrlich! Jetzt kann ich die nächsten 30 Jahre geniessen.

SusanneBo
09.09.2009, 13:47
Ich lass mal alles vorherige weg und bezieh mich nur auf den Eingangstext:

Bildung.
Meine ganz große persönliche Entdeckung für diesen Lebensabschnitt ist: Mein Kopf braucht Nahrung.
Ich geniesse die Freiheit des Denkens. Ich hab richtig Zeit zum genussvollen Denken.
Mich wundert nur, dass es mir wohl vorher gefehlt hat und ich es nicht bemerkt habe.:knatsch:

Ich hör mir CDs an .. ich les Bücher, die ich sonst nie angefasst hätte .. und ich treff immer mehr interessante Menschen denen es ähnlich geht mit dieser Suche nach Nahrung für den Kopf.

Weiß der Kuckuck wie lange das anhält. Wenn es vorbei ist mach ich was anderes. :smile:

... Hospizhelfer hört sich auch interessant an.

Gruß

Susanne

Wildblume2008
09.09.2009, 14:23
Ich selbst bin 60+ und noch berufstätig, beabsichtige aber, in Kürze meine Berufsarbeit einzuschränken weil ich Zeit für neue Erfahrungen haben möchte.
Ich kenne eine Reihe von Leuten, die seit wenigen Jahren im Ruhestand sind und was mir dabei auffällt ist, dass einige von ihnen mit ihrer neu gewonnenen Zeit eigentlich nichts Neues anfangen. Sie suchen sich keine neuen Tätigkeitsfelder (z.B. im Sinne von Ehrenämtern).
Mich interessiert nun, wie die unter Euch, die schon im Ruhestand sind, diese Lebensphase gestalten. Was hat sich gegen früher geändert, was tut ihr mit der gewonnenen Zeit, wie zufrieden seid ihr mit dieser Lebensphase?


Ich beneide dich um deinen baldigen Ruhestand. Ich habe noch sehr viele Jahre, aber weis schon genau, was ich machen würde, wenn ich nicht mehr arbeiten müsste bzw. dann in Ruhestand gehen kann.

Ausschlafen
Fitnesstudio
Haushalt
Oma sein :freches grinsen:
Freundinnen treffen etc.
Reisen

Reicht mir vollkommen!

Ehrenamt ? weiß ich noch nicht, arbeite seid zig Jahren im Ehrenamtsbereich und denke das es dann sicherlich gut wäre, damit aufzuhören.

Wildblume

Inaktiver User
09.09.2009, 22:33
Ausschlafen

Irgendwann ist man ausgeschlafen

Fitnesstudio

ab und zu

Haushalt

muss nicht so aufwändig sein

Oma sein :freches grinsen:

gerne, aber in Maßen

Freundinnen treffen etc.

wenn sie denn Zeit haben

Reisen

geht auch nicht immer.


Das sind alles Dinge, die ich mir auch zu Beginn meines Ruhestandes vorgenommen habe. Aber irgendwann ist alles ausgereizt. Deshalb muss ab und an eine Veränderung sein. Ich bin nie festgelegt.

gittifrau48
11.09.2009, 13:26
Wie heißt es in der Bibel so treffend:

Alles hat seine Zeit.

Ich habe Verschiedenes probiert:

- habe erst mal einen PC Kurs an der VHS gemacht

- habe mich eine Zeitlang intensiv um 2 Enkel gekümmert (Mittagessen und Hausaufgaben)

- habe bei einer Hospizgruppe Kurse belegt, um meine Wissen über die Begleitung von Sterbenden zu erweitern, was mir später bei der Begleitung meiner Schwägerin und eines Nachbars geholfen hat

- habe mit meiner kurdischen Freundin intensiv Deutsch gelernt (die jetzt leider weggezogen ist)

- habe mir mein Bedürfnis nach Wunsch-Reisen erfüllt je nach Interesse mit Mann bzw. mit Schwester bzw. mit Freundin...:zwinker:

- Lese endlich in Ruhe all die Bücher, die ich schon immer lesen wollte :buch lesen:

- Habe endlich Zeit, um in Ruhe Musik zu hören :musiker:

- Mache seit längerem "Lesestunden mit Musik" im Pflegeheim, bei denen es aber immer auch um Gespräche mit den Bewohnern bzw. Tagesgästen zu bestimmten Themen geht

- Genieße einfach das Leben und bin gespannt, was noch alles so kommt (auch, wie ich es lerne, mit evt. gesundheitlichen Einschränkungen zu leben :ooooh: :zwinker:)...

- Und Bildung ist auch bei mir ein wichtiger Bestandteil - egal, auf welchem Wege man sich diese erwirbt - kann durchaus auch übers Fernsehen, PC, Bücher, Zeitungen und Gespräche sein (es gibt so viele Möglichkeiten - entscheidend ist das Interesse, die nicht nachlassende Neugier :smirksmile:) ...

Also machen wir etwas aus dieser gewonnenen Zeit...

Inaktiver User
11.09.2009, 17:10
Das schöne am Rentnerdasein ist, dass es keine feste Regeln mehr gibt. Man kann sich seine Zeit einteilen, z. B. ein Buch zu einer Zeit lesen, sich an den PC setzen oder sporteln, wenn man Lust und nicht, wenn man Zeit hat.


Und Bildung ist auch bei mir ein wichtiger Bestandteil - egal, auf welchem Wege man sich diese erwirbt - kann durchaus auch übers Fernsehen, PC, Bücher, Zeitungen und Gespräche sein (es gibt so viele Möglichkeiten - entscheidend ist das Interesse, die nicht nachlassende NeugierUnd schön ist es, wenn man sich auch über interessante Themen mit Anderen austauschen kann.

Es gibt soviele Möglichkeiten die gewonnene Freizeit zu gestalten und man entdeckt Fähigkeiten, die man vorher überhaupt nicht von sich erwartete.

gruene
17.01.2010, 21:54
susanneBo sieht es so wie ich .mein kopf braucht auch nahrung. mein neuer laptop ist meine neueste fundgrube.
genauso fehlt mir aber das gefuehl , gebraucht zu werden ,etwas nutzbringendes zu tun . wenn man sich fuer betreuungsaufgaben nicht eignet,ist es schwer , etwas zu finden . ich versuche es mit der anregung von naturschutzprojekten , wo ich zeitweise auch selbst mit helfe .
aber oft hat man hier das gefuehl , das alt und senil als einheit betrachtet werden.
kennt ihr das auch ?

gruuuselguste
30.04.2010, 12:48
Hier noch etwas Senf dazu: Während meiner über 40jährigen Berufstätigkeit war die Freizeit immer irgendwie vollgestopft mit Verpflichtungen um Haus, Garten, Hund und dem üblichen Haushaltskram. Je älter ich wurde, desto weniger hatte ich abends Lust auf Wäsche waschen/bügeln etc. - Und so entwickelte es sich allmählich, dass die Wochenenden mit Arbeit verbracht wurden.

Ich stehe morgens mit meinem Mann zusammen auf - er arbeitet noch - frühstücke mit ihm und komme dann langsam in die Gänge. Ich mache immer das, was sich gerade am besten anbietet. Bei schönem Wetter bin ich viel im Garten mit ausreichend Pausen, bei weniger schönem Wetter muss dann das getan werden, was drinnen anfällt - oder auch nicht ...

Es gibt nicht n u r Arbeit. Ich habe mit Aquarellmalerei angefangen, Keyboard spielen gelernt (zumindest so weit mit Kursen, dass ich selber weiter machen kann) - das sind Dinge, die mich schon immer interessiert haben, für die aber entweder das Geld oder die Zeit nicht reichten. Ich werde das Feld der Malerei weiter für mich suchen, habe mir (wenn es Angebote gab - weil es ja nicht zuletzt auch eine Frage des Geldes ist) nach und nach erst einmal einfaches Grundmaterial angeschafft, mit dem ich probieren kann, was mir am besten gefallen wird.

Einiges ist inzwischen anders organisiert. Während die Einkäufe früher fast täglich - auf dem Weg - erledigt wurden, mache ich mir im Verlauf der Woche Einkaufszettel (für die unterschiedlichen Geschäfte) und fahre einmal in der Woche los. Ich muss dazu schreiben, dass wir in einem sehr kleinen Ort wohnen, wo es aber auch gar nichts - außer einem Schlecker - gibt.

Neuerdings bin ich Vorlesepatin in einem Projekt, das von der Bibliothek in einem Nachbarort durchgeführt wird. Das macht Spaß, weil ich versuchen darf, Kindern, die es nicht kennen, das Lesen schmackhaft zu machen.

Und mal ganz ehrlich: Ich habe sehr gern gearbeitet, hatte eine anspruchsvolle Tätigkeit und mich trotzdem auf die Altersteilzeit gefreut und genieße inzwischen mein Rentnerdasein. Es ist einfach schön, Zeit für und mit sich zu haben. Sich auch als Mensch zu finden. Erstaunlich, dass man an sich selbst neue Seiten und schlummernde Talente entdecken kann, wenn man es sich erst mal traut ...

:smile:

... und ja, manchmal denke ich, ich hätte einen Tag verschwendet und nichts "richtiges" getan. Aber auch das soll man sich einfach mal gönnen.

Peter9
29.09.2010, 22:46
Ich kenne eine Reihe von Leuten, die seit wenigen Jahren im Ruhestand sind und was mir dabei auffällt ist, dass einige von ihnen mit ihrer neu gewonnenen Zeit eigentlich nichts Neues anfangen. Sie suchen sich keine neuen Tätigkeitsfelder (z.B. im Sinne von Ehrenämtern).
Mich interessiert nun, wie die unter Euch, die schon im Ruhestand sind, diese Lebensphase gestalten. Was hat sich gegen früher geändert, was tut ihr mit der gewonnenen Zeit, wie zufrieden seid ihr mit dieser Lebensphase?

Ich erholte mich zunächst mal etwas von der bisherigen Tätigkeit, besuchte als Schwarzhörer einige Vorlesungen und wurde dann offizieller Gasthörer.

Inzwischen habe ich ein volles Studium aufgenommen und werde morgen bei den Erstsemestern dabei sein. Letztes Jahr war ich während der Imatrikulation noch in der Sahara. Das wird nachgeholt.

Am Montag ist Prüfung in Geodäsie und eine Woche später in Baustoffkunde.

Es ist mir schleierhaft, wie ich früher noch Zeit für einen Beruf hatte.

peter

PS

Eine Stelle in der Baubranche wurde mir auch schon angeboten. Aber ich hatte einfach nicht die Zeit dazu.

Greta66
07.10.2010, 19:49
Ich bin jetzt junge 66 und seit zwei Jahren in Rente. Ich wohnte über 40 Jahre in Barcelona und zog am nächsten Tag, nach der Pensionierung, an einen kleinen Ort an der Costa Brava. Ich kenne hier zwar keinen Menschen ausser einer netten Nachbarin, bin aber so glücklich, wie nie zuvor in meinem Leben. Ich lebe allein (bin geschieden) und habe zwei Kinder (39 und 42), die mich vor fast einem Jahr innerhalb von zwei Monaten zweimal zur Oma machten. Zwar wohnen meine Kinder eine halbe Stunde Autofahrt entfernt, sie besuchen mich aber oft, da ich direkt am Strand wohne :smirksmile:.
Mein Tag ist mit meinen vielen Hobbies ausgefüllt. Ich stricke, sticke, häkele und male Bilder. Ich lese viel, sehe fern (beim handarbeiten), bin seit vielen Jahren Mitglied in einer virtuellen Welt und habe dementsprechend ganz viele virtuelle Freunde. Ich beschäftige mich weiterhin mit webdesign und überhaupt mit dem Internet..:smile: Heute z.B. entdeckte ich ein Gratisprogramm, mit dem ich meine eigenen Kreuzstichvorlagen machen kann... ein Traum! Und dann geniesse ich natürlich das Meer, den Strand, diese wunderschöne kleine Stadt, und meine grosse Wohnung (vier Zimmer und zwei Badezimmer plus grosser Balkon mit Blick aufs Meer), die nur halb so viel Miete kostet, wie meine 30m2 Wohnung im Zementmeer Barcelona.
Ich geniesse jede Minute jedes Tages, so sehr, dass ich so wenig wie möglich schlafe (meistens stehe ich schon um 5 Uhr morgens auf, gehe allerdings auch spätestens um zehn ins Bett), trotzdem rasen die Stunden nur so vorbei.
Seitdem ich nicht mehr berufstätig bin, hat sich mein Leben um 180º verändert. Endlich bequeme Kleidung und Schuhe, Kosmetik nur, wenn ich Besuch bekomme... ich probiere immer neue Kochrezepte aus (meine Figur ist mir inzwischen auch egal, solange ich gesund bleibe) und kein Mensch, der mir Vorschriften macht... gibt es etwas Schöneres??

Ich kann nur hoffen, dass ich noch lange lebe und gesund bleibe, denn das Leben (ohne berufliche Verpflichtungen) macht solchen Spass!

Sonnige Grüsse
Greta

Mein Blog (http://greta-mismanosyyo.blogspot.com/)

Inaktiver User
13.11.2010, 18:50
Noch träume ich von dieser Zeit. Denn ich muss noch 4 Jahre arbeiten. Zum Glück darf ich noch mit 65 gehen. :freches grinsen:

Duft
28.08.2012, 22:24
Hallo Gruuuselguste
Mir geht es genauso, nach 40 Jahren im Berufsleben. Endlich mal ausschlafen , nicht mehr um 5 aufstehen. Mein Garten
freut sich auch, wird er doch jetzt öfter vom Unkraut befreit! Überhaupt, wer Haus und Garten hat, ist immer ausgelastet.
Ich lese auch viel und gerne . Wir wohnen in einem kleinen Ort. Leider ergibt sich dort schwer einen Bekanntenkreis aufzubauen.
Der Grund ist , es ist ein Urlaubsort. Viele ziehen hier auch nach einiger Zeit wieder weg. Mit neuen Zugezogenen kommt man
schwer zusammen . Ist wohl so in Norddeutschland.
Trotzdem gefällt es uns hier gut und wir freuen uns gesund und munter zu sein.
Gruß Duft

Lorolli
30.08.2012, 22:26
Ich kann nur hoffen, dass ich noch lange lebe und gesund bleibe, denn das Leben (ohne berufliche Verpflichtungen) macht solchen Spass!

das wünsche ich dir und dein Blog ist Klasse

Amika
01.09.2012, 17:35
hallo, ich beneide euch ein wenig für eure Aktivitäten!!

Irgendwie finde ich nichts was mich richtig ausfüllen könnte!!

ich bin jetzt fast ein Jahr zuhause. Ich geniesse, dass ich morgens alles so in Ruhe machen kann. Das Haus ist jetzt auch ziemlich in Ordnung, wenn es auch immer noch etwas zu tun gäbe. Aber ich will ja nicht ein Putzteufel werden ;-). Gartenarbeit ist nicht mein Ding! ich muss überlegen ob das Unkraut oder eine Pflanze ist *lächel*.

Zum Lesen habe ich noch nicht die innere Ruhe. Handarbeiten ist auch nicht meine Stärke. Der soziale Bereich liegt mir auch nicht so...... Sprachen lernen macht mein Hirn auch nicht mit...
Am Computer sitzen, ja, aber das macht auch keinen Spass mehr wenn man immer kann.

Da ich vorher nie Zeit hatte und die Wochenenden immer mit Arbeit ausgefüllt waren ist mir dies nicht so aufgefallen.

Ich gehe walken ok, aber das ist auch nicht das was ich suche. Irgendwie vermisse ich etwas, nur was??

Ich bin wohl ein extrem schwieriger Fall???!!! Gibts noch so jemanden?
Vielleicht finden wir ja zusammen eine Lösung?

schönes WE
bis .....

populonia
01.09.2012, 19:42
Irgendwie finde ich nichts was mich richtig ausfüllen könnte!!

Nur Mut - und weitersuchen (Sportarten - ins Tierheim zum "gassigehen")




Sprachen lernen macht mein Hirn auch nicht mit...

Dabei wäre dies eine wichtige Sache um das Gehirn auf Trab zu halten..... was rastet, das rostet


Ausserdem mußt du ja nicht alles alleine machen, suche dir einen Sportklub, VHS-Kurse oder Ähliches wo du evtl. mit anderen zusammen was unternehmen kannst - Wanderungen, Ausflüge -aber bitte keine Kaffeefahrten ;-)


Langeweile kenne ich nicht, hab immer irgendeine Idee die ich verwirklichen will, ausserdem treibe ich viel Sport, lese, handarbeite + lerne eine neue Fremdsprache ....

Lorolli
01.09.2012, 19:51
Dabei wäre dies eine wichtige Sache um das Gehirn auf Trab zu halten..... was rastet, das rostet


stimmt, nur deshalb lerne ich Englisch und hatte das Glück nach längerem suchen den richtigen Kurs zu finden. Sind alles Senioren und es geht ohne Stress ab.

milan99
02.03.2013, 22:00
Es gibt doch bestimmt in eure Nähe auch ein Soziales Netzwerk (kannst Du im Internet finden) die machen doch so viele gute Sachen und man findet immer neue Freunde, man kann auch sozial tätig werden,
indem man ehrenamtlich Tätigkeiten übernimmt, es klingt vielleicht jetzt nicht so interessant,
aber das ist es, denn der Tag hat wieder einen Sinn und man kann sich wieder auf was gutes freuen.

Geht hin versucht es , es lohnt sich, eine die aus Erfahrung spricht.:allesok:

Wattwanderin
04.03.2013, 08:00
hallo, ich beneide euch ein wenig für eure Aktivitäten!!

Irgendwie finde ich nichts was mich richtig ausfüllen könnte!!
Irgendwie vermisse ich etwas, nur was??


...vielleicht den Zugang zu dir und deinen Bedürfnissen? dafür brauchst du genau das, was du jetzt hast: Viel Raum und Zeit für kreative Langeweile - der Nährboden für Neues...

Inaktiver User
04.03.2013, 22:34
Nur Mut - und weitersuchen (Sportarten - ins Tierheim zum "gassigehen")


Bitte nicht!!!!!!:freches grinsen:


....man kann auch sozial tätig werden,
indem man ehrenamtlich Tätigkeiten übernimmt, es klingt vielleicht jetzt nicht so interessant,
aber das ist es, denn der Tag hat wieder einen Sinn und man kann sich wieder auf was gutes freuen.


Mach was Langweiliges - es gibt Deinem Tag Sinn. Geht´s noch?


...vielleicht den Zugang zu dir und deinen Bedürfnissen? dafür brauchst du genau das, was du jetzt hast: Viel Raum und Zeit für kreative Langeweile - der Nährboden für Neues...

Das wäre meiner Meinung nach schon eher die produktive Richtung:smile:.

eventualia
05.03.2013, 13:30
Hallo Jofi, vielleicht solltest du erstmal einiges ausprobieren, um zu testen wo deine Bedürfnisse liegen bzw. was dir wirklich Spaß macht. Dazu gehören vielleicht auch die richtigen Mitbewerber.

Inaktiver User
06.03.2013, 13:40
Hallo Jofi, vielleicht solltest du erstmal einiges ausprobieren, um zu testen wo deine Bedürfnisse liegen bzw. was dir wirklich Spaß macht. Dazu gehören vielleicht auch die richtigen Mitbewerber.

Das ist ein Missverständnis. Ich habe nur kommentiert, weil es mir ein bisschen verrückt vorkam, dass eine Frau, die ihr Leben lang mehr oder weniger komplexe Tätigkeiten durchgeführt hat (das trifft sicher auf uns alle zu, ich meine das keineswegs hochgestochen) plötzlich ihre Erfüllung im Gassigehen finden sollte. Und dass eine Tätigkeit, die - wie die Schreiberin sagt - zunächst mal langweilig daherkommt - nun "den Tagen Sinn geben soll" erscheint mir äußerst unwahrscheinlich.
Selbst habe ich das Problem, die gewonnene Zeit im Ruhestand auszufüllen, eher nicht.

eventualia
06.03.2013, 19:07
Ja, achso jetzt verstehe ich das erst richtig. :blume::blume:

Inaktiver User
06.03.2013, 22:46
Ja, achso jetzt verstehe ich das erst richtig. :blume::blume:

Ich habe diesen Strang "einst" eröffnet, als ich noch nicht im Ruhestand war und mich dafür interessierte, was andere Menschen aus der nun gewonnenen Zeit machen.
Inzwischen bin ich selbst im Ruhestand, ich habe einige für mich wichtige und passende Aufgaben gefunden, die bleiben werden - und daneben experimentiere ich auch noch herum und mache neue Erfahrungen.....

eventualia
07.03.2013, 09:23
Ich habe z.B. erstmal in meinem Bekannten- bzw. Freundeskreis aufgeräumt und die angeblichen "ehrlichen Freunde" aussortiert. Erst heute - nachdem ich neue Freunde gefunden habe - weiß ich, daß ich mich früher viel geärgert habe über Menschen, die mir ihre wahre Meinung nicht ins Gesicht sagen konnten. Somit haben auch die Freizeitaktivitäten keinen Spaß gemacht mit diesen Leuten. Ich bin ein geselliger Mensch, kann aber auch gut alleine meinen Hobbys nachgehen. Man muss erst herausfinden, was einem wirlich gut tut.

Frances123
08.03.2013, 12:43
hallo, lb. eventualia- ich habe deine Beiträge im Forum "Gelassen Abnehmen bis Ostern" o.ä. gelesen und finde nun dieses Forum nicht mehr. Könntest du mir da vielleicht etwas helfen ? Aber auch hier in diesem Forum würd`s mir gefallen, bin 65 Jahre.
Nun ja, man wird sehen. Kann heute erst wieder am späten Nachmittag reinschaun, lass dir aber für alle Fälle mal meine Mail-Adresse zurück. Würde mich freuen was von dir zu hören. lb. Gruß Frances (Mailadresse bitte per PN)

Inaktiver User
08.03.2013, 13:32
Inzwischen halte ich Erwerbstätigkeit für nicht artgerechte Haltung von Menschen:smile:

Ich (!), die so begeistert von der 39-Std.-Arbeitswoche war, dass ich sie mir als Selbständige gleich
doppelt gönnte ;-)

In der Tat, ich habe für meine Arbeit (Unternehmensberaterin, Trainerin, Coach) und meine Klienten gelebt.
Sie war der Mittelpunkt meines Lebens, die Unterteilung Arbeit ./. Freizeit gab es nicht.

Zum Glück habe ich wohl zwei besondere Talente:
ich kann gut abschließen und
ich habe immer schon in der Gegenwart -mit Blicken auf die Zukunft- gelebt.

"Wer die Vergangenheit in seine Gegenwart lässt, hat keine Zukunft"

Für mich gibt es deshalb ein "Füllen von Zeit" nicht, weil es keine Leere gibt.
Ich lebe, ich genieße, ich plane und bedaure manchmal, nicht allem, was mich interessiert,
nachgehen zu können.

eventualia
08.03.2013, 17:39
:allesok:
Inzwischen halte ich Erwerbstätigkeit für nicht artgerechte Haltung von Menschen:smile:

Ich (!), die so begeistert von der 39-Std.-Arbeitswoche war, dass ich sie mir als Selbständige gleich
doppelt gönnte ;-)

In der Tat, ich habe für meine Arbeit (Unternehmensberaterin, Trainerin, Coach) und meine Klienten gelebt.
Sie war der Mittelpunkt meines Lebens, die Unterteilung Arbeit ./. Freizeit gab es nicht.

Zum Glück habe ich wohl zwei besondere Talente:
ich kann gut abschließen und
ich habe immer schon in der Gegenwart -mit Blicken auf die Zukunft- gelebt.

"Wer die Vergangenheit in seine Gegenwart lässt, hat keine Zukunft"

Für mich gibt es deshalb ein "Füllen von Zeit" nicht, weil es keine Leere gibt.
Ich lebe, ich genieße, ich plane und bedaure manchmal, nicht allem, was mich interessiert,
nachgehen zu können.


:allesok:Den Spruch: Wer die Vergangenheit in seine Gegenwart lässt, hat keine Zukunft" find ich klasse.


Nur immer klappt es bei mir nicht ganz. Bin aber ein Optimist und versuche, in der Gegenwart zu leben.

justbeauty
31.05.2013, 10:53
Ich denke der Ruhestand ist eine große Chance im Leben, das zu tun was man immer im Herzen hatte.
Leider stellt der Ruhestand auch ein Risiko da, denn wie ich das bis jetzt gehört habe, wissen viele nicht was sie dann mit ihrer Zeit anstellen sollen. ich bin der Meinung das man sich schon Jahre vorher überlegen sollte was man dann tut anstatt es einfach auf sich zukommen zu lassen und dann zu schauen was man macht.
Ich denke das beste was man machen kann ist auf Weltreise gehen :) naja, und hier hab ich eine Seite gefunden wo es ein paar anregungen gibt für den Ruhestand: www.mein-feierabend.de (http://www.mein-feierabend.de/)

LG justbeauty

pinao
25.09.2013, 21:32
bei mir füllt sich die zeit dadurch, dass alles sehr viel langsamer vonstatten geht.
viele jahre habe ich mich sehr intensiv um meine angehörigen gekümmert.
jetzt ist es zeit, sich um mich zu kümmern.
vor 2 jahren bin ich umgezogen in eine ETW und bin seitdem damit beschäftigt, mich mit bauleitern, handwerkern, garantien, gewährleistungen und dem begriff "nacharbeiten" rumzustreiten.
zum glück geht es nun aber endlich auch an so erfreuliches wie inneneinrichtung/deko (welche -selbstgefertigten - "kunstwerke" kommen an die wände?)
ich bin 2 x pro woche bei der physiotherapie, 2 x beim schwimmen, und achte drauf, jeden tag einen spaziergang (meist mit fotoapparat) zu machen.
ich bin aktiv in 2 selbsthilfegruppen und ich einem online-forum.
ich habe etliche mailkontakte.
am WE bekoche ich wie in früheren jahren nicht nur mich, sondern auch sohn und enkel.
meinen pc halte ich weitestgehend alleine auf zack.
ich fotografiere und male/zeichne und schreibe und lese ziemlich viel.
ab und zu gehe ich ins konzert und/oder theater/ballett. des öfteren ins kino.

mit all dem bin ich ganz gut ausgefüllt.
ideen habe ich noch viiiiel mehr - aber die kraft, das alles umzusetzen, fehlt.

Wattwanderin
30.09.2013, 09:26
bei mir füllt sich die zeit dadurch, dass alles sehr viel langsamer vonstatten geht.
meinen pc halte ich weitestgehend alleine auf zack.
mit all dem bin ich ganz gut ausgefüllt.
ideen habe ich noch viiiiel mehr - aber die kraft, das alles umzusetzen, fehlt.

...es gibt doch noch wenige TEillnehmer der "ersten Stunde von bricom":smile: bin auch schon so lange dabei, aber als Rebellin schon mit alten Nicks "verschollen", aber - wir haben ja virtuell mehrere Leben:smirksmile:...

Berta1
01.10.2013, 21:58
Ich habe diesen Strang "einst" eröffnet, als ich noch nicht im Ruhestand war und mich dafür interessierte, was andere Menschen aus der nun gewonnenen Zeit machen.
Inzwischen bin ich selbst im Ruhestand, ich habe einige für mich wichtige und passende Aufgaben gefunden, die bleiben werden - und daneben experimentiere ich auch noch herum und mache neue Erfahrungen.....

Ich habe diesen Stang von Anfang an verfolgt. Die unterschiedlichen Sichtweisen interessierten mich.
Mein Mann und ich sind seit 5 Jahren im "Ruhestand" - unfreiwillig, da krankheitsbedingt. Wir sind "trotzdem" zufrieden, der Situation angepasst.

@Jofi: Wie geht es dir 7 Monate später? Empfindest du den Ruhestand immer noch als "gewonnene" Zeit?

Inaktiver User
01.10.2013, 22:02
@Jofi: Wie geht es dir 7 Monate später? Empfindest du den Ruhestand immer noch als "gewonnene" Zeit?

Definitiv!
Vor allem finde ich es ungeheuer entlastend, bestimmte Verantwortungen los zu sein und keine Deadlines mehr zu haben.

MrKalle274
17.12.2013, 11:37
Ich weiß nicht, ob dieses Thema für dich noch aktuell ist; trotzdem meine Meinung hier:
Ich bin 66, also schon seit 1 Jahr Rentner. Gott sei Dank habe ich nie die Erfahrung "Arbeitslosigkeit" machen brauchen. Seit 1990 war ich selbständig tätig und das mit voller Leidenschaft und Engagement.
Mit dem Erreichen des Rentenalters habe ich mir sehr schnell eine geringfügige Tätigkeit gesucht und (als gelernter Marketingkaufmann) auch schnell gefunden. Ich arbeite administrativ bis 13.00 Uhr,- stressfrei und erhalte am Ende des Monats meine 450,- €. Was jedoch wichtig ist,- man hat das Gefühl gebraucht zu werden und früh zur "Arbeit" zu gehen. Ich glaube fest,- und das bestätigen mir auch Freunde und Bekannte, dass man sehr schnell alt wird, wenn man keine Aufgabe, Interessen oder Beschäftigung hat. In der Wohnung zu sitzen und irgendwelche Hausarbeit zu machen (Hausbesitzer zähle ich hier nicht dazu, da es in einem Haus immer viel zu tun gibt) und Hartz4 - Fernsehen zu konsumieren führt dazu, dass man schnell vertrottelt und desinteressiert wird.
Mein Tipp: eine sinnvolle und bezahlte Tätigkeit finden und aktiv am Leben teilnehmen. Das hält jung!
Euer Kalle

fritzaust
14.01.2014, 14:28
Hallo ihr Lieben,

ich muss sagen, dass ich meinen Ruhestand inzwischen genieße. Am Anfang wusste ich überhaupt
nicht, was ich mit mir und der neu gewonnen Zeit anfangen sollte. Über 40 Jahre am Stück
gearbeitet, nur mal max. 3 Wochen Urlaub gemacht, und auch nur als die Kinder noch
in der Schule waren, und wir in den Sommerferien mal einen größeren Urlaub machen wollen.

Aber inzwischen ist es wirklich schön. Die Enkel kommen oft vorbei bzw. werden gebracht.
Das ist wirklich eine große Freude, so viel von den Kleinen erleben zu können.
Auch kann ich endlich mal richtig viel Fotografieren. Ich habe die Fotografie schon immer
geliebt, aber durch meine Arbeit oftmals einfach keine Zeit gehabt. Und heute kann ich,
ohne extra Kosten auch so viele Bilder machen wie ich mag. Das war du den analogen Zeiten
ja noch ganz anders, auch wenn ich meine alte Minolta immer noch habe, und auch ab und zu mal
benutze. Aber ich ziehe viel mit der Kamera und dem Stativ los. Landschaften haben es mir schon
immer angetan. Die Bilder kommen dann, da bin ich dann doch etwas altmodisch, immer auf Papier.
Jedenfalls die welche gut geworden sind. Auch Fotobücher lassen ich gerne [...] drucken.

So, macht es mal gut, ich muss gleich los.
Fritz

pagestin
29.01.2014, 17:40
Mein Nickname ist pagestin.

Nachdem ich mit 60 aufhören konnte zu arbeiten, bin ich nun einige Monate schon im Ruhestand.


Ich empfinde, dass es ein sehr, sehr großer Reichtum ist, wenn man frei ist! Frei über die meiste seiner Zeit verfügen kann; dazu ohne Hunger / Durst und auch ohne Krankheiten leben darf.

Meine Frau hat nun erfahren, dass ihre Schule in Kürze schließen wird. Das bedeutet, dass wir uns nun bald wieder neu organisieren müssen. Sie will nicht so unbedingt längere Reisen unternehmen wie ich. Mal sehen, wie wir das geordnet bekommen.

Kann mir bitte jemand ein paar Tipps aus erster Hand geben, wo auf dieser Welt man einige Monate des Jahres in eher warmen Gefilden als Ruheständler leben kann. Eine Wohnung /Haus mieten, ohne dass es finanziell teurer als hierzulande ist.



Nebenbei: Mich wundert ein wenig, dass dieser Faden solange Zeit kaum aktiv besucht wurde.



Freue mich auf Antworten!




pagestin

Inaktiver User
29.01.2014, 22:40
Kann mir bitte jemand ein paar Tipps aus erster Hand geben, wo auf dieser Welt man einige Monate des Jahres in eher warmen Gefilden als Ruheständler leben kann. Eine Wohnung /Haus mieten, ohne dass es finanziell teurer als hierzulande ist.


Das kann aus meiner Sicht nur über Haustausch funktionieren. Alle anderen Möglichkeiten bedeuten in jedem Fall, dass Du neben den zu Hause anfallenden Wohnungskosten (und die fallen auch an, wenn Du im Eigentum lebst) noch die Mietkosten für die Zweitwohnung aufbringen musst.

pagestin
30.01.2014, 10:06
Danke Jofi, ein interessanter Hinweis!


Mir ging es bei meiner Frage auch noch um aktuell geeignete Regionen / Länder.

gauchita
24.02.2014, 15:17
hallo pagestin,
wir haben mal an der Costa Blanca überwintert. Ein großes komfortables Haus für 900 Euro monatl. gemietet. das Wetter war natürlich milder als in D, aber es gab auch Regen und einige Tage sogar Schnee.
In diesem Winter waren wir einige Wochen in der Türkei und haben dort Leute kennengelernt, die dort jedes Jahr überwintern. das ist natürlich geselliger und bequemer als im Fehs.

Inaktiver User
24.02.2014, 17:45
Ich hatte Dich erst so verstanden, dass keine Extrakosten anfallen sollen. Wenn der Aufenthalt im Ausland aber Miete kosten darf, dann google mal unter sabbatical homes.

Fyona
07.05.2014, 20:39
Ich beantworte mal die Eingangsfrage.
Leider wohnt mein Lebensgefährte nach einem Schlaganfall in einem Pflegeheim, weil wir es zu Hause noch nicht packen mit dem Rollstuhl.
Zum Glück ist das Heim direkt unserer Wohnung gegenüber, so dass ich keine Anfahrtzeiten habe.
Ich gehe jeden Nachmittag für 3 - 4 Stunden dort hin und wir üben, dass er wieder auf die Beine kommt.
Es hat sich schon viel getan!
Natürlich habe ich mir meinen "Ruhestand" vollkommen anders vogestellt, aber was soll's, ich sehe es mittlerweile philosophisch und wie der Rheinländer: wat kütt, dat kütt!
Außerdem habe ich grade einen netten Job mit 10 Stunden in der Woche angetreten!
Auch da habe ich Glück im Unglück, denn abgesehen davon, dass dieser Job nur 5 Minuten zu Fuß von unserer Wohnung entfernt ist, gefällt es mir dort auf Anhieb.
Ansonsten pflege ich meine Hobbies intensiver als früher.
Ich bin ganz gern aus dem realen Berufsleben raus und sehe der Zukunft meist gefasst und sogar ein wenig gespannt entgegen, ich lass mich nicht unterkriegen!

Inaktiver User
30.06.2014, 01:53
Ja, man muss sich schon etwas mit dem Ruhestand befassen.

Ich war zuerst und allein zu Hause.
Ich hatte anfangs mächtig zu tun. Kam gar nicht dazu meinen Interessen so richtig nachzugehen. :smirksmile:
Ich habe mir natürlich meinen Tag so eingeteilt, wie es mir passte.
Lange schlafen, mein Tagesablauf verschob sich.
Sport machen und ich stellte mich nur noch in die Küche und kochte abends für meinen Mann, was er vorher machte, weil ich spät Feierabend hatte.
Ich teile mir den Tag so ein und mache alles so wie es mir/uns jetzt passt.
Jetzt habe ich auch Zeit zur Physiotherapie zu gehen :pfeifend: mein Mann geht jetzt als Rentner seinen Interessen nach.
Als ich arbeiten ging, hatte ich damals keine Zeit dafür.

Seit letztes Jahr hat mein Mann einen Nebenjob, 2x die Woche und das ist auch gut so. Bekommt ihm gut.
Das Geld brauchen wir auch, so oft können wir nicht verreisen,
nicht jeder hat so eine Rente dafür.

Im Sommer nutze ich jetzt auch viel mehr meinen Balkon, was ich früher auch nicht so konnte.
Wann, war ja voll arbeiten.

Inaktiver User
02.07.2014, 10:18
Jetzt zum Beispiel machen wir gleich einen Tagesausflug
in die nähere Umgebung_ Heimat erkunden! Hatte man
früher auch nicht immer die Zeit und Lust zu. :gähnen:

Inaktiver User
02.07.2014, 11:29
Ich habe andere Ruheständler gesprochen bevor ich in den Ruhestand ging.
Sie berichteten mir da schon, dass sie gar nicht im ersten Jahr des Ruhestandes dazu gekommen sind das zu tun, was sie sich vornahmen.:freches grinsen:
Erst hat man auch so viele Ideen, ging mir ja auch so.

Erst nach langer Zeit kam ich zur Ruhe aber ich habe noch keine Langeweile.
Das liegt ja auch immer ein Stück bei einem selbst.

Ich sehe aber auch das Gegenstück bei uns im Haus z.B., da wird den ganzen Tag nur vor dem TV gesessen und sich vollgestopft.
Auch mit wenig Geld kann man raus in die Natur gehen.
Man kann sich Zirkel anschließen, die es bei uns genug gibt.
Nachbarschaftshäuser nennen die sich.
Kaffeeplausch, Handarbeiten usw.

Viele können sich dazu dann nicht mehr aufraffen.