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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Das Kind der Anderen



hurt
19.02.2009, 12:33
Hallo ihr da draussen, es wäre schön wenn mir jemand antworten könnte, der in ähnlicher oder gleicher Situation ist. Versuche, mich wirklich kurz zu halten:

Mein Freund und ich sind seit 15 Jahren zusammen, ich hatte 3 Kinder aus einer Ehe (mein Mann verunglückte). Zusammen haben wir ein 4. Kind bekommen, jetzt 12 Jahre alt. Vor 3 einhalb Jahren nahm sich mein Ältester im Alter von 17 das Leben. Ich brauch keiner Mutter erzählen, was da mit einem los ist. Auch mein Freund litt sehr darunter, er hatte ihn ja mit groß gezogen. Wie auch immer, es gibt keine Entschuldigung, 12 Wochen später betrank er sich ziemlich in einer Diskothek und eine "Dame" die seit 15 Jahren schon hinter ihm her war (und ist) tröstete ihn mit solcher Hingabe, dass sie 2 Wochen später freudestrahlen anrief um ihm mitzuteilen, sie ist schwanger. Sie erwartete, er verlässt mich und die Kinder sofort, was aber in keinster Weise der Fall war. Er bat sie inständigst, die Schwangerschaft zu unterbrechen was sie natürlich nicht tat. Er sagte ihr klar, er zahlt aber er wäre nicht für sie und das Kind da (sie hatte von einem anderen auch schon ein Kind, ebenfalls ein One Night Stand). Sie wollte keine Ansprüche stellen was sich natürlich sofort nach der Geburt anders verhielt. Aber egal jetzt hier.

Jedenfalls erfuhr ich von dieser ganzen Tragödie erst 4 Wochen vor dem Geburtstermin (das Kind wird immai 3 Jahre). Zu allem bin ich erst ein paar Wochen vorher zu meinemFreund in das Haus gezogen, das er für uns gekauft und renoviert hat. Wie auch immer, meine Entscheidung war, trotzdem weiterhin unsere Beziehung zu führen, da ich ihn sehr liebe und er mich auch (trotz diesem einen, verdammten Seitensprung). Nun, das ganze ging über 2 jahre gut, er zahlte und das war es. Natürlich merkte ich, dass er Probleme mit der Situation hatte, er hatte noch eine Tochter, die er nicht aufwachsen sieht, ein Kind von ihm in unserer Stadt (Kleinstadt, drum bin ich so gut über "sie" informiert.... ) er kaute daran. Aber ehrlich gesagt, da war ich ziemlich mitleidslos mit ihm.

Nun, vor einem halben jahr trat plötzlich die Kehrtwendung ein, die mich an den Rand des Wahnsinns treibt. Aufgrund von Krankenversicherungsgründen kam eine kontakt zustande, und zwar in der Form, dass man(n) plötzlich seine nicht mehr zu unterdrückende Vatergefühle entdeckte. Zu allem Überfluß nahm er ohne mein Wissen und hinter meinem Rücken auch noch unseren geminsamen Sohn mit - um die Halbschwester endlich kennenzulernen!! Seitdem ist hier die Hölle für mich. 1. hatte er ursprünglich gesagt, WENN irgendwann mal Kontakt mit dem Kind - nur mit mir gemeinsam. Daran hielt ich mich fest, das glaubte ich ihm. Sein Argument heute: Ich lasse ja gar nicht mit mir darüber reden. Klar nicht, wenn ich es erst hinterher erfahre!! Weil er zu feige war und ist, mit mir offen über seine Bedürfnisse und sein Tun zu reden.

Er war seit dem mehrmals bei ihr bzw. Kind. und mich zerfleischt es. Auch das habe ich natürlich erst jetzt nach und nach erfahren. Wieder Verheimlichen! Letzter Stand: Er möchte gerne regelmäßig das Kind jeden 2. Sonntag sehen. Habe noch nicht darauf geantwortet. Ursprünglich war die Rede, wenn das Kind mal älter (Jugendlich) ist, reden kann etc. dann sieht die Sache anders aus.

Wir sind in der Sackgasse. Ich ertrage nicht den Gedanken, dass er dieses Kind besucht, spielt, liebt - ich denke an dieses Kind und mein toter Sohn taucht vor mir auf. Ich meine, versteht ihr - ich habe mein Kind verloren während er ein Neues zeugt!!!??? (Und bin trotzdem bei ihm geblieben, ich Trottel??) Ich denke an das Mädchen und mir dreht sich der Magen um!!Sorry, ich kann es einfach nicht! Und ich WILL es auch nicht! Das ist für mich untrennbar miteinander verknüpft.

Er will plötzlich den Kontakt zu diesem Kind und sei es nur, um sein Gewissen zu beruhigen, aber ich glaube nicht, dass er mir zuliebe darauf verzichtet. Und selbst wenn a) kann ich ihm glauben? Oder wieder Treffen hinter meinem Rücken um mir "nicht weh zu tun"? und b) würde das doch immer zwischen uns stehen...!?

Über das Thema mit ihm zu sprechen ist fast unmöglich, da wir und ganz ehrlich vor allem ich, emotional so stark damit behaftet bin, dass ich zum Schluss doch immer wieder hysterisch rumschrei oder heule.

Ich bat ihn darum, mit mir in eine Paartheraphie, Mediator o.ä. zu gehen, mit irgendjemand Neutralen und Nüchternen zu sprechen, diesen verdammten Knoten mal ohne Dramatik aufzudröseln - aber er weigert sich (das Übliche - man(n) braucht keinen Dritten).

Ich möchte mich nicht trennen, wir lieben uns beide noch sehr -aber ich sehe keinen Weg mehr.

Bitte, wer war oder ist in einer ähnlichen Situation und kann sich da reinfühlen??? In meine und/oder seine Situation? Wie kann/soll ich damit umgehen?

Und noch was - bitte erspart mir verallgemeinernde Hasstiraden wie ".. dieses Schwein hätte ich sofort verlassen....etc". Das hilft am allerwenigsten.

Danke, Hurt (die, die am Ende ist)

lacasa
19.02.2009, 13:11
Hallo, hurt!

Dein Text hat mich sehr bewegt und zuerst will ich dir sagen, welch großen Respekt ich vor dir und deinem Schicksal habe.

Aber denke auch an das kleine Mädchen, das die Tochter des Mannes ist, den du liebst.
Dieses Kind kann nichts für all das, was vorgefallen ist, nichts für die Lügen und (falschen) Entscheidungen der Erwachsenen.

Ohne Vater aufzuwachsen ist eine große Hypothek im Leben.

Ich verstehe, dass du unglücklich bist und das all das im Moment schwer für dich zu ertragen ist, aber das Kind hat ein Recht auf seinen Vater.
Das ist so und wird immer so sein. Du kannst deinem Freund nicht verbieten, den Kontakt zu seinem Kind zu suchen, und es ist gut, dass er das tut.

Ich wünsche dir viel Kraft und ein großzügiges Herz,

Krissie

lilly_lotta
19.02.2009, 13:27
Hallo Hurt,

habe gerade deine Geschichte gelesen und auch wenn ich so etwas nicht am eigenen Leib erfahren habe, kann ich mich doch sehr gut in deine Gefühlswelt versetzen.
Zudem hat mein Grossvater in einer solche Situation gelebt -aussereheliches Kind ohne Kontaktmöglichkeit- und hat darunter immer sehr gelitten, vor allem unter den Schuldgefühlen, die er einerseits dem Kind, andererseits meiner Grossmutter gegenüber hatte....

Einen Betrug wegzustecken und zu verzeihen ist sicher schon schwer genug, wenn aber eine dauerhafte Erinnerung an diesen Betrug in Form eines Kindes existiert und nun auch noch einen realen Platz in eurem Leben einnehmen soll, kann ich nur allzu gut nachempfinden, dass einen das schier um den Verstand bringen kann.

Sicher spielt in der akuten Situation Verletzung eine grosse Rolle. Deine Verletzung zum einen durch die erneute Präsenz des damaligen Betruges, sowie die Verletzung durch einen erneuten "Betrug" seinerseits durch die Verheimlichung des bisherigen Kontaktes.

Objektiv betrachtet wäre es sicher die beste Möglichkeit, eine allen Beteiligten gegenüber faire Lösung zu finden, die alle Beweggründe und Interessen berücksichtigt. Vor allem da du schreibst, dass du dich nicht trennen möchtest, aber eben auch nicht daran glaubst, dass er für dich auf den Kontakt verzichten würde.

Aus meiner unbeteiligten Sichtweise und unter dem Aspekt, dass Trennung nicht in Frage zu kommen scheint glaube ich, es wäre das Beste einen gemeinsamen Weg zu finden, bei dem Kontakt für ihn möglich, aber auch für dich erträglich ist.
Unabhängig von euch wäre dies auch für das Kind die fairste Lösung, da es weder etwas für die damalige Kurzschlussreaktion deines LG kann, noch dafür, dass seine Mutter offensichtlich eine Schl**** ist...

Gibt es für dich im Moment irgendeine Variante, unter der du dir vorstellen könntest, dich mit einem Kontakt zu arrangieren?

Wenn er keine Beratung will, wie wäre es wenn zumindest du dir erstmal für dich allein Unterstützung suchst? Vielleicht zieht er nach...

Ich wünsche dir ganz viel Kraft!!!

lilly_lotta

izzie
19.02.2009, 13:39
Könntest du deinem Freund ermöglichen, nach einer gewissen Kennenlern- und Gewöhnungszeit den Kontakt zu seiner Tochter bei euch zu pflegen und nicht bei der Mutter?

Denn das Kind kann ja nichts für die verfahrene Situation und würde sicher von einem geregelten Umgang profitieren (sofern dieser von der Mutter aus uneigennützigen Motiven heraus gefördert wird).

Was stört dich mehr: Dass er Kontakt zu seiner Tochter hat (für dich die fleischgewordene Erinnerung an seinen Seitensprung) oder dass er deswegen wieder Kontakt zu der Mutter dieses Kindes hat?

brighid
19.02.2009, 13:43
Was stört dich mehr: Dass er Kontakt zu seiner Tochter hat (für dich die fleischgewordene Erinnerung an seinen Seitensprung) oder dass er deswegen wieder Kontakt zu der Mutter dieses Kindes hat?

mir tut das kind nur leid.

ist 3 jahre alt und kann nichts dafür.

und ja, auch diesem kind steht es zu, seinen vater zu kennen.

Rosaa
19.02.2009, 14:25
Hallo Hurt, Dein Schicksal berührt mich sehr und ich möchte Dir hier hier mein Mitgefühl und meine Bewunderung aussprechen.

Zuerst der Tod Deines ersten Mannes, dann der Freitod Deine Sohnes, dann die Geburt des Kind Deines Lebensgefährten, nun die Verletzung Deiner Gefühle durch diesen Mann.

Ich kann Deine derzeitige Verunsicherung, Wut, Enttäuschung und Ratlosigkeit sehr gut verstehen. Meiner Meinung nach wäre professionelle Hilfe für Dich persönlich am Hilfreichsten.

Sorry, mich irritierte beim dreimaligen Durchlesen Deiner Zeilen folgende Unstimmigkeit.

Du schreibst, daß Dein Sohn vor 3 1/2 Jahren starb und Dein Lebensgefährte 3 Monate danach seine kleine Tochter zeugte. Also 3 1/2 Jahre plus 3 Monate sind bei mir 3 3/4 Jahre. Das Mädchen wird im Mai nun bereits 3 Jahre alt? Die Rechnung geht irgendwie nicht auf?

Ich schließe mich meinen Vorschreiberinnen an, daß das kleine Mädchen nun überhaupt nichts für Eure verfahrene Situation kann - frage mich jedoch, ob das Mädchen denn wirklich das Kind Deines Lebensgefährten ist?

lGr. Rosaa

Dieclou
19.02.2009, 14:39
Hast Du ihn damals "nur" wieder zurückgenommen oder habt ihr auch gemeinsam reflektiert, was da und warum es passiert ist?

Hcpe
19.02.2009, 14:44
Hallo Hurt,
ja, ich kann Dich verstehen!
ich (2 Töchter, 15 u. 12.Jahre alt) habe vor 8 Monaten zufällig erfahren, daß mein Mann noch ein Kind hat! Es ist auch 12 Jahre alt, entstanden in der für mich glücklichsten Phase unserer Ehe, meiner 2.Schwangerschaft! Er hatte sich unser Kind sehr gewünscht und ich wäre niemals auf den Gedankenn gekommen, das er mich betrügen könnte.
Im Gegensatz zu Deinem Mann hat er keinen kontakt und will auch keinen!
Ich glaube, das dieses kind irgendwann vor der Tür stehen wird, um seinen vater kennen zu lernen.Er ist aber so naiv und denkt das nicht.
Wir hatten schon vorher Probleme (Insolvenz mit allem was so dazu gehört), durch diese Geschichte ist jetzt alles noch viel schlimmer geworden.Diese Lügen über all die Jahre!Er dachte, er nimmt die Wahrheit mit ins Grab und wir erfahren nichts davon.(O-Ton)
Ich habe kein Kind verloren und trotzdem ist es so schlimm für mich, das ich es nicht ertragen kann.Ich kann nur ahnen wie es Dir gehen muß!!
Mein Mann ist vor 3 Monaten "vorübergehend" ausgezogen,ich war nur noch hysterisch und habe nichts mehr geglaubt und all die Jahre in Frage gestellt, wollte reden, wollte eine Therapie, aber er nicht!
Jetzt ist alles offen,ich weiß nicht wirklich,was ich will, er äußert sich sehr sparsam, wahrscheinlich muß ich eine Entscheidung für uns alle treffen.
Habe auch Angst davor was wird.
Fast könnte man denken,alle Männer sind vor allem eines: nämlich unglaublich feige!

Ich hoffe, Du findest den richtigen Weg, ich kenne meinen noch nicht
hcpe

hurt
19.02.2009, 16:09
Vielen Dank für die sehr einfühlsamen Zuschriften bisher. Ja, ich befürchte, wenn ich mich nicht trennen will,muss ich wohl das Kind auch in mein Leben lassen. Wisst ihr, die Gefühlsachterbahn bewegt sich rasend rauf und runter. Manchmal denke ich, das schaff ich auch noch, ich werd mich dran gewöhnen, dann tobt alles in mir und ich denke, warum muss ich nachgeben? Bin ich die einzige die das zerfleischt? Zu dem ganzen Sch....muss ich auch noch "ja" sagen damit meine Familie nicht restlos zerstört wird? Dann wieder rasende Wut, ich will die Trennung usw. Ach, das ganze auf und ab.

@lilly_lotta:
..im Moment eine Variante zu finden...klar, die einzige Lösung aber dann wieder meine Gefühle, siehe oben.. ich habe halt einfach das Gefühl, ich bin die einzige, die hier richtig bluten muss...egal wie ich mich drehe! Verlass ich ihn? Abgesehen davon, dass ich jetzt gerade vor dem Beginn meiner Selbsständigkeit stehe (in den Räumen SEINES Hauses!!das auch noch....) und mit diesem finaziellen Aspekt keine Ahnung habe, wie ich da mit meinen 3 Kindern raus komme....aber gut, es geht alles wenn man nur will.. Bleibe ich? Auf Deutsch, ich fresse was mir vorgeworfen wird??? Was immer - die Beziehung leidet. Jedenfalls, ich habe das Gefühl, der einzige der hier verliert, bin ich....was immer ich auch mache.

@izzie:
darüber habe ich auch nachgedacht.... natürlich wäre es mir lieber nicht mit dieser.....Mutter... zusammen, damit erreicht sie, wenn auch nicht ganz so wie geplant, was sie immer schon wollte: Er sitzt bei ihr, sie "hat" ihn. Nur darum geht es ihr auch. Ich glaube sehr wohl, sollte ich sagen, das Kind mit zu uns - dass sie dann ein Problem bekommt. Im Grunde weiß ich, dass ich ihr damit so richtig, aber wirklich richtig eine reinwürgen könnte. Damit rechnet sie einfach nicht. Aber es widerstrebt mir insofern, dass ich dann nicht besser bin als sie: Ich benutze das Kind als Waffe. Find ich irgendwie widerlich.

Außerdem habe ich Angst, das Kind zu sehen. Es sieht meinem/unserem Sohn angeblich wie aus dem Gesicht geschnitten aus. Und ich habe Angst, dass ich dieses Kind hasse, weil ich denke, wegen ihr hat mein Kind sterben müssen (jaja, war nicht so, aber wenn mein Sohn nicht gestorben wäre, wäre dieses Kind nie geboren worden...usw. Versteht ihr?) Ja, dieser personifizierte Verrat in Person eines Kindes vor mir - davor habe ich Höllenangst. An der Mutter ist mein Freund definitiv nicht interessiert - im Gegenteil, er hasst sie bis aufs Blut, weil er selber ja weiß, wie berechnend das alles gelaufen ist und weil die Situation so ist wie sie jetzt ist.

@rosaa:
ne die berechnung stimmt (leider,leider!), glaube mir, ich habe wie eine Irre vor und zurück gerechnet, in der Hoffnung....ich konnte es einfach nicht glauben- 15 Jahre war sie hinter ihm her wie der Teufel hinter der Seele, die ganze Stadt wusste es, teilweise war es krankhaft. Ich war aber immer recht locker, ich wusste ja, er ist nicht an ihr interessiert. Und dann, ein Mal, ein einziges Mal im Suff. Das kann doch nicht wahr sein, dass sie es tatsächlich geschafft hat (sie hat ihm bei der Geburt der 1. Tochter einen Brief geschrieben, sie hätte sich so sehr gewünscht, er wäre der Vater und er wäre mit ihr zusammen etc.!!!! Der Vater diesen ersten Kindes sieht meinem Freund sehr, sehr ähnlich vom Typ her)!! Jedenfalls hoffte ich noch immer, sie hätte ihm das Kind nur untergeschoben, ihr Stil wäre es ja, nur damit sie ihn irgendwie an sich binden kann. Aber angeblich lässt sich seine Vaterschaft vom Aussehen her nicht leugnen. Leider kostet so ein Test ja auch eine kleine Stange Geld....

Mein Sohn starb im April, im August kam es zu diesem ...."Vorfall"", Anfang Mai war das Kind da. Ich weiß sogar welche Nacht es passierte, es war das einzige Mal, dass mein Freund erst in der Früh um sieben nach Hause kam (oh wie ahnungslos ich war!).

@dieclou: lach, nein, ich habe ihn nicht einfach so zurückgenommen, es war ein langer Kampf (mit mir selbst), viele, viele Gespräche, Tränen, Hasstiraden, Aussprachen - das volle Programm. Aber es war dann auch in Ordnung. Und stellt euch vor, ich hatte sogar wieder Vertrauen aufgebaut. Und jetzt...wird es anders missbraucht....

@lacasa und brighid:
Ich weiß, das Kind kann nicht dafür, aber ich fühle dann auch wie ein Kind, stampfe mit dem Fuss auf und denke, ja und? ICH kann auch nichts dafür!! Und denke auch, na und, meine Kinder (die 3 Großen) hatten auch nie einen Vater (mein Freund war ein Freund, aber nie Vater/ersatz), mein Ehemann hatte auch nie einen Vater, viele Kinder haben keinen Vater und werden trotzdem groß.... Und außerdem, das soll doch der ihre Mutter später mal erklären und ausbaden, die hat doch von vornerein gewusst, dass da nie ein Vater sein wird wie es einer sein sollte! Und sie hat es schließlich sehr bewusst darauf angelegt, wie ja auch schon mit dem ersten kind von dem anderen armen Kerl. Ja, so denke ich immer wieder, mit Trotz und Tränen und schäme mich dass ich so fies denken kann, und mich selber wie ein kleines Kind gedanklich aufführe, aber es ist halt so...


@hcpe
ich wünschte, ich könnte dir irgendetwas dazu sagen..... aber du siehst, ich selbst bin auch nur eine offene Fleischwunde, in die permanent von anderen Salz reingestreut wird (dabei bin ich gar kein so "schwacher Typ", ich versteh das auch nicht).

Jedenfalls, außer einem schwesterlichen "mal fest in den Arm nehmen" über das world wide web kann ich Dir, zumindest im Moment, nichts anbieten.....

Uff, Hurt

brighid
19.02.2009, 16:33
du solltest dir ganz schnell hilfe holen

um den tod deines sohnes zu verarbeiten.

denn so wie du es hier schreibst, habe ich bedenken,

dass du deine wut -er ist gestorben und du lebst-

irgendwann, völlig unbeabsichtigt an diesem armen wurm auslässt.

du brauchst hilfe!!

izzie
19.02.2009, 16:48
Auf die Gefahr hin, dass ihr mich haut: Ist dein Freund sicher, dass er der Vater ist?

Dieclou
19.02.2009, 16:50
Liebe Hurt,

ich fragte Dich das, weil ich anhand des von Dir geschriebenen glaube, dass Dein Freund sich in diesem einen Punkt wirklich nur falsch verhalten kann: Sagt er es Dir, bist Du sauer. Sagt er es nicht, bist Du ebenfalls sauer. Sagt er Dir, er sieht sie nicht mehr, machst Du Dir Gedanken, ob er lügt. Es gibt da einfach keinen Weg raus. Es sei denn, er verliert das Interesse an seinem Kind. Das aber ist nicht abzusehen. Du wirst also diese Kröte schlucken müssen, wenn Du mit ihm zusammenbleiben möchtest. Er will Kontakt mit seinem Kind.

Daher halte ich die Frage für wichtig, ob ihr zwei seinen Seitensprung jemals gemeinsam in einer Weise aufgearbeitet habt, durch die ein wirkliches Abschließen möglich gewesen wäre. Für beide Seiten. Und eine gewisse Akzeptanz der Gegebenheiten, die aus dem Seitensprung entstanden sind. Es ist absolut Dein gutes Recht, sofern er mit Dir zusammenbleiben will, diese Zuwendung zu verlangen. Er muss Dir schon auch ein bisschen dabei helfen, damit parat zu kommen. Nochmal: Tut er das? Von Hasstiraden und Tränen mal abgesehen - habt ihr Gespräche, ergründet ihr, warum er seine Trauer in den Armen einer fremden Frau ausgelebt hat (eine, die ihm Bestätigung gab?!)? Suff als Begründung wäre wir hier eindeutig zu wenig.
Beste Grüße
Babette

Inaktiver User
19.02.2009, 17:09
Außerdem habe ich Angst, das Kind zu sehen. Es sieht meinem/unserem Sohn angeblich wie aus dem Gesicht geschnitten aus. Und ich habe Angst, dass ich dieses Kind hasse, weil ich denke, wegen ihr hat mein Kind sterben müssen (jaja, war nicht so, aber wenn mein Sohn nicht gestorben wäre, wäre dieses Kind nie geboren worden...usw. Versteht ihr?) Ja, dieser personifizierte Verrat in Person eines Kindes vor mir - davor habe ich Höllenangst. An der Mutter ist mein Freund definitiv nicht interessiert - im Gegenteil, er hasst sie bis aufs Blut, weil er selber ja weiß, wie berechnend das alles gelaufen ist und weil die Situation so ist wie sie jetzt ist.



Uff, Hurt



Ich kann mich nur brighids Rat anschließen, und dich bitten dir Hilfe zu holen, um den Tod deines Sohnes besser verarbeiten zu können.

Deine negativen Gefühle kann ich verstehen, ich halte aber den Wunsch deines Mannes sein Kind zu sehen, für einen positiven Charakterzug.

lg bujo

Hcpe
19.02.2009, 20:08
Hallo Hurt,
auch wenn man kein schwacher Typ ist, es gibt eine Grenze des erträglichen!
Ich kann Deine gefühle unheimlich gut verstehen.
Die Wut,
dieTrauer,
die Angst
ich weiß nicht,ob es möglich ist mit so etwas zu leben.
Ich schäme mich geradezu, daß ich so unglücklich bin, wenn ich lese mit was du fertig werden mußt!
Ich fühle mich halt unglaublich betrogen und verletzt und richtig schäbig!
Ich weiß nicht wie es dir geht, aber ich habe unheimliche Probleme mit anderen darüber zu reden, also ich überlege sehr genau, wem ich diese Geschichte erzähle.Ich schäme mich für meinen Mann, alle halten ihn für einen treuen,lieben Ehemann,der alles für seine Familie tut.
Er will mit dem Kind absolut nichts zu tun haben,für ihn gibt es nur seine Töchter.
Das finde ich aber auch nicht richtig, denn wie alle hier auch sagen:das Kind kann nichts dafür!
Andererseits ist es tatsächlich aber auch für mich unerträglich,wenn er das Kind regelmäßig sehen würde.
Ach, wie man es dreht und wendet, es ist unglaublich schwer.
Mit dem Kopf ist da nicht viel zu machen.
lb.Gruß und "drück"
hcpe

Signora
19.02.2009, 21:36
Liebe Hurt :in den arm nehmen:

Alles Mitgefühl der Welt für dich..... ich kann dich sehr, sehr gut verstehen und finde es übrigens sehr, sehr klasse, wie offen und ehrlich du selbst mit deinen negativen Gefühlen (deiner dunklen Seite) umgehst, dich hier offenbarst.

Dein Mann übrigens...er hat auch mein Mitgefühl. Ich denke, er weiß, wie es dir geht, aber....das Mädchen ist sein KIND. Denke an deine eigenen Kinder und du weißt, was ich meine. Er steckt in der Zwickmühle. Vielleicht hat er sogar das Gefühl, gerade wegen dieser Mutter für das Mädchen da sein zu müssen. Ich könnte mir vorstellen, dass auch er sehr hilflos ist.

Aber das nur kurz, denn auf der Verstandesebene kommst du nicht weiter.

Auch ich möchte dir - und nur dir - dazu raten, dir professionelle Hilfe zu holen. Du bist wund bis auf die Knochen! Wie sich das anfühlt, weiß auch ich leider. Du schaffst das nicht alleine.

Lass dir helfen, ganz, ganz dringend. Es wird keine einfache Lösung geben. Und das ist für dich auch gar nicht vorrangig. Du bist kurz vorm ZUsammenbruch, da brauchst du Halt - und den kann dein Mann dir zur Zeit einfach nicht geben, dazu steckt er doch selbst viel zu sehr in der Geschichte drin.

Ich bin mit dir...:in den arm nehmen:

hurt
20.02.2009, 09:04
Vielen Dank für eure Antworten!

Was das aufarbeiten des Todes meines Sohnes geht: 1.) auch wenn ihr das nicht versteht, aber eine Mutter wird niemals den Tod eines Kindes "aufarbeiten" können. Sie lernt bestenfalls, damit irgendwie umzugehen, der eine besser, der andere schlechter. 2.) ich wurde von meinem Psychotherapeuten frühzeitig entlassen (im Einverständnis) mit den Worten, er könne mir nicht helfen, ich bin eine unglaublich starke Frau und brauche keinen Ps.th. Dasselbe hörte ich übrigens 15 Jahre früher von einem anderen bzgl. des Todes meines Mannes. Klar, im Kopf weiß ich wos lang geht, aber bitte, liebe leute, wer weiß es nicht? Leider, leider klappt es oft nicht mit der Umsetzung...

Ich verstehe, dass einige von euch geschockt sind über meine Aussage bzgl. meiner Gefühle -aber: das sind Gefühle! Glaubt ihr ensthaft ich tu dem Kind was an und gehöre vorsorglich schon mal in die Klapse? nein, das sind meine Schattenseiten wie wir alle eine haben und ich habe sie hier ausgesprochen. Gefährlicher wäre meiner Ansicht nach, ich würde es reinfressen..ich schrei es hier zumindest raus! Und, ich sagte nicht, das Kind ist schuld an dem Tod meines Sohnes, sondern ich verknüpfe diese beiden. Mein Sohn tot -ich trauere - er ** hhhmppppffff.....*** sie - neues Kind da. Sorry, dieses Timing ist Fakt und kein Hirngespinst von mir und ja, auch das bereitet mir zu allem anderen Probleme.

Neuester Stand: nachdem ich lange mit mir gekämpft habe (das geht ja schon seit November so) bin ich für mich endlich zu dem Entschluss gekommen, das Kind "anzunehmen" (ich habe ja sonst keine große Wahl) und wollte mit ihm darüber reden, wie das in Zukunft gestaltet werden soll. Allerdings wollte ich auch daran anknüpfen "...er würde geren alle 2 Sonntage". Nun, für mich hörte sich das doch noch ein klein bisschen nach "Wahl" an und fragte ihn heute früh ganz vorsichtig, ob er es nicht ein bisschen heftig findet von gar nichts mit dem Kind zu tun haben wollen auf schlagartig 2 x im monat zu wollen und ob wir über dieses Zeitraster mal reden könnten. Ich wurde eiskalt abgeschmettert, er finde nicht -wir reden hier ja nicht von einem Wochenende sondern von Sonntagnachmittage (die wir mit ihm seltenst haben). Nun, das Gespräch nahm wieder eine andere Wendung. Jedenfalls blieb ich einigermassen sachlich. Aber er hat gar nicht erfahren, dass ich eigentlich endlich "weichgeklopft" war und bereit war, über diesen Abgrund zu springen, für ihn, für uns. Ganz ehrlich - wenn er nicht einmal bereit ist, mit mir über das Zeitfenster zu "verhandeln" - hätte ich da springen sollen??? Ne, irgendwo ist Schluss.


Und dann kapierte ich - er will gar nicht mit mir darüber reden. Ich habe zu fressen was er mir vorsetzt und aus. Ich bin die, die hysterisch ist, mit der man nicht reden kann (will!) usw. Egal welche Frage ich ihm stellte wie er sich das zukünftig vorstelle, es wurde nicht darauf geantwortet und gesagt, ich greife ihn ja nur an. Und nich sitze jetzt da und begreife erst - alles Selbstbetrug von mir, von wegen, wir lieben uns....ich liebe, er nicht. Es ist plötzlich kein Platz für mich mehr in seinem Leben. Ich soll ihn damit in Ruhe lassen. Als ich ihm dann doch noch sagte, das kanns ja wohl nicht sein, er belügt mich, betrügt mich, bittet klein mit Hut um verzeihung und Chance blabla und jetzt fährt er mit einer Dampfwalze über mich, ohne einzubinden, abzuklären, etc. sagte er nur, ich solle ihm nicht ständig den Betrug vorhalten die ollen Kamellen. Ich sagte nur noch, doch, weil genau jetzt geht es darum, es geht um das Ergebnis seines Betruges. Er ist dann wortlos zu Tür. Ich habe 2 jahre den mund gehalten und jetzt heisst es, ich nerve mit ollen Kamellen???

Nun, klarer geht es wohl nicht mehr. Er ist auf einem Egotrip ohnegleichen, vergisst nicht nur mich darüber sondern auch seinen Sohn (die anderen 2 zählen in seinen Augen eh schon nicht mehr), ich weiß nicht, was er nur noch sieht. Vermute, seine Schwester hängt da auch böse mit drin, die domniert sowieso über ihn und ist auch noch befreundet mit "der Anderen". Ich kann mir nicht helfen, ich habe das Gefühl, er wurde von ihr und seiner Schwester einer Gehirnwäsche unterzogen. Ich erkenne ihn nicht wieder - er ist so fremd, so weit weg, unerreichbar.

Tja Leute, wie es aussieht wars das, ich muss versuchen bis 01.04. für mich und 3 Kinder eine bezahlbare Wohnung mit Geschäftsräumen zu finden - ohne geld, ohne Einkommen, ohne Auto (im Moment). Gleichzeitig mein geschäft aufbauen was der reinste Hohn ist, da ich seelisch gar nicht in der Lage bin. Super.


ich verstehe nichts mehr.

Woltera
20.02.2009, 09:19
Liebe Hurt

jetzt versuche erst einmal durchzuatmen.

Du hast zwei Jahre den Mund gehalten? Nicht geredet? Wunderst Du Dich denn ernsthaft daß er sich fragt was denn "auf einmal" mit Dir los ist?

Du willst jetzt eine Wohnung suchen... und hast mit ihm nicht darüber gesprochen?

Es ist sehr verfahren, aber ich denke daß Du die Chance nutzen solltest ihm zu sagen was wirklich in Dir vorgeht. Sei doch mal so "unsachlich" wie Du Dich fühlst! Bitte ihn um einen Termin und dann versuche Dich auszusprechen

- Dein Gefühl, Deine Kinder zählten nicht mehr
- Dein Gefühl, innerlich von ihm verlassen worden zu sein
- Deinen Schmerz über den Betrug, auch wenn es ihn nerven sollte
- Dein Gefühl, er wende sich von Dir/Euch ab wenn er sich um seine Tochter kümmert
- Deine Bereitschaft, sie zu integrieren, aber bitte in Absprache...

und er kann - wenn er denn will - seine Seite darstellen...

Große Entscheidungen treffen ohne Gespräch und ohne Verarbeitung, das war in den letzten Jahren wohl Usus bei Euch, Ihr könnt es ändern, Ihr müßt es beide wollen.

Woltera

hurt
20.02.2009, 09:21
Offensichtlich ist er gerade ein begeisterter, überzeugter Vate. Noch eine kleine Bitterkeit: Er wollte von mir immer unbedingt noch eine Tochter, die ich ihm verwehrt habe. Ich konnte nicht mehr, ich hatte bereits 4 Kinder und immer alleine für alle gesorgt.

hurt
20.02.2009, 09:21
äh, die mail oben war an die frage von izzie

brighid
20.02.2009, 09:23
ich habe zu keinem zeitpunkt dir unterstellt noch unterstellen wollen, dass du dem kind etwas antust.


auch gefühle kommen rüber- und kinder, das weisst du selbst als mutter am besten, kinder haben sehr feine antennen.

und wenn dir vor 15 jahren jemand gesagt hat, dass du seiner hilfe nicht bedarfst---------- ich meine, heute tust du es.

kessie23
20.02.2009, 09:30
Liebe Hurt,

lass dich einmal ganz fest in den Arm nehmen!!!

Das was du erleben musstest, ist so viel, so schwer, dass es fast nicht zu bewältigen ist.

Da ich Ähnliches bis heute nicht erlebt habe, fühle ich mich eigentlich nicht berechtig, ein Statement abzugeben. Aber ich wage es dennoch zu schreiben, wie ich die eine oder andere Situation, die du schilderst, empfinde oder einschätzen würde.



Was das aufarbeiten des Todes meines Sohnes geht: 1.) auch wenn ihr das nicht versteht, aber eine Mutter wird niemals den Tod eines Kindes "aufarbeiten" können. Sie lernt bestenfalls, damit irgendwie umzugehen, der eine besser, der andere schlechter.

Liebe Hurt, dieses "Lernen, damit leben zu können" ist in meinen Augen das Therapieziel, das Ende des Aufarbeitungsprozesses.




ich wurde von meinem Psychotherapeuten frühzeitig entlassen (im Einverständnis) mit den Worten, er könne mir nicht helfen, ich bin eine unglaublich starke Frau und brauche keinen Ps.th. Dasselbe hörte ich übrigens 15 Jahre früher von einem anderen bzgl. des Todes meines Mannes. Klar, im Kopf weiß ich wos lang geht, aber bitte, liebe leute, wer weiß es nicht? Leider, leider klappt es oft nicht mit der Umsetzung...

Ich glaube auch, dass du eine sehr, sehr starke Frau bist. Aber STärke bedeutet in diesem Fall auch, seine Grenzen zu erkennen und entsprechend zu handeln. Die Aussage des Therapeuten finde ich persönlich extrem gewagt und sehr unprofessionel.

Letzlich impliziert diese Aussage doch: Starke Menschen brauchen keine Therapie, die schaffen alles alleine, nur schwache Menschen sind darauf angewiesen.



Und, ich sagte nicht, das Kind ist schuld an dem Tod meines Sohnes, sondern ich verknüpfe diese beiden. Mein Sohn tot -ich trauere - er ** hhhmppppffff.....*** sie - neues Kind da. Sorry, dieses Timing ist Fakt und kein Hirngespinst von mir und ja, auch das bereitet mir zu allem anderen Probleme.

Dieser zeitliche Zusammenhang ist vorhanden und kann nicht wegdiskutiert werden. Aber hier würde m.M. nach eine Therapie ansetzen und diese Verknüpfung zu einer anderen Bewertung bringen müssen. Alleine schon aus diesem Grund würde ich dir fachliche Hilfe ganz ganz dringend empfehlen.



Neuester Stand: nachdem ich lange mit mir gekämpft habe (das geht ja schon seit November so) bin ich für mich endlich zu dem Entschluss gekommen, das Kind "anzunehmen" (ich habe ja sonst keine große Wahl) und wollte mit ihm darüber reden, wie das in Zukunft gestaltet werden soll. Allerdings wollte ich auch daran anknüpfen "...er würde geren alle 2 Sonntage". Nun, für mich hörte sich das doch noch ein klein bisschen nach "Wahl" an und fragte ihn heute früh ganz vorsichtig, ob er es nicht ein bisschen heftig findet von gar nichts mit dem Kind zu tun haben wollen auf schlagartig 2 x im monat zu wollen und ob wir über dieses Zeitraster mal reden könnten. Ich wurde eiskalt abgeschmettert, er finde nicht -wir reden hier ja nicht von einem Wochenende sondern von Sonntagnachmittage (die wir mit ihm seltenst haben). Nun, das Gespräch nahm wieder eine andere Wendung. Jedenfalls blieb ich einigermassen sachlich. Aber er hat gar nicht erfahren, dass ich eigentlich endlich "weichgeklopft" war und bereit war, über diesen Abgrund zu springen, für ihn, für uns. Ganz ehrlich - wenn er nicht einmal bereit ist, mit mir über das Zeitfenster zu "verhandeln" - hätte ich da springen sollen??? Ne, irgendwo ist Schluss.

Liebe Hurt, sowohl du als auch dein Freund, ihr seid beide so etwas von verletzt und wund - ihr könnt im Moment gar nicht sachlich miteinander umgehen.

Wenn er nicht bereit ist, dieses einzusehen, dann bleibt dir nur die Möglichkeit zumindest deine Verletzungen zu heilen. Und ich bleibe dabei: Egal wie stark ein Mann, eine Frau ist, irgendwann sind Grenzen erreicht, die es erforderlich machen, professionelle Hilfe zu suchen.

Um das mal ein bisschen zu übertragen:
Wenn ich Magenschmerzen habe, dann trinke ich erstmal Tee. Hilft der nicht, dann schaue ich selber nach, was helfen könnte, gehe vielleicht zum Arzt. Der sagt mir etwas, was auch nicht hilft. Die Schmerzen werden schlimmer, mir ist übel, ich merke irgendwann, dass ich Blut erbreche ... spätestens dann gehe ich doch notfallmäßig dort hin, wo mir geholfen wird.

Ich befürchte, du befindest dich in einer vergleichbaren Situation.

Ich wünsche dir alles, alles Liebe!

LG, Kessie

hurt
20.02.2009, 10:37
sorry brighid, ich bin im moment auch super überempfindlich. Ich fühle mich halt nur noch an die Wand gestellt und da beisst man viel zu schnell zu. Das ist natürlich das zusätzliche Dilemma das sich daraus auch noch ergibt. Ach, der Haufen wird immer größer statt kleiner. Vielleicht aber auch die Chance, ihn jetzt aufzuarbeiten und nicht erst in ein paar Jahren wenn dann schon fast alles versteinert ist und keiner mehr wirklich weiß, um was es eigentlich wirklich ging.

Nein, ich möchte nicht mehr zu einem Psychtherapeuten. Ich war bei zweien, bei einem über einen langen Zeitraum hinweg und kam zu keinem Ergebnis. Nicht, weil ich nicht wollte sondern weil keiner weiß, wo er bei mir ansetzen soll und letztendlich ratlos mit mir waren. Gott sei dank habe ich gute Freunde (die nicht immer in mein Sprachrohr pusten" sondern mir auch mal den Kopf waschen). Und mir helfen auch ungemein eure Kommentare hier drin. Ich versuche mich halt Millimeter um Millimeter aus meiner Starrer zu lösen, diesem verdammten Tunnelblick zu lösen den ich ja im Moment definitv auf habe.

Aber, ich bin auch nicht mehr bereit, alles alleine zu tragen. Ich bin (im moment!!) der Auffassung, es geht ihn verdammt noch mal was an, und sollte er einen Funken Gefühl für mich haben, dann muss er doch bereit sein, das mit mir zu lösen??!!! Ich meine, wie stellt er sich das vor? Es bleibt so wie es ist???!!?? Er weigert sich eine 3. neutrale Person (Paartherapeut/Mediator o.ä.) hinzuzuziehen. Er weigert sich über seine Vorstellungen zu sprechen. Er weigert sich, sich in meine Situation zu versetzen. Er weigert sich, überhaupt mit mir darüber zu sprechen!!!! Er läuft nur davon! Das ist feig undverantwortungslos. Er sieht nur noch seine "Familie"! Aber welche Familie? Unsere offensichtlich nicht. Die Familie, in der ich lebe, gibt es so anscheinend nicht mehr. das zumindest vermittelt er mir. Sagte ich ihm übrigens auch. Antwort: "Weil ich das so sehen will". Mag sein, dass ich es nur so sehe , aber er gibt mir keinerlei Anhaltspunkte wie ich das anders sehen könnte.

Friss und stirb. Das ist seine Haltung.Eigentlich bin ich nur noch fassungslos.

hurt
20.02.2009, 10:40
..jetzt erst? Ich hätte vor bald 4 Jahren fassungsloser sein müssen.... oder wach ich jetz erst gerade auf?

brighid
20.02.2009, 10:48
ich habe mit therapie nur gute erfahrungen gemacht.

und dass du in einer absoluten ausnahmesituation bist- dass merken wir hier alle.

du stehst an der wand, das konmt sehr deutlich rüber.

da ist ein ganzer batzen, der dich auch noch aus der vergangenheit heraus einholt.

und wenn du erstmal über profamilia schaust, ob und wie du jemanden findest, mit dem du reden kannst.

ich habe damit nur gute erfahrungen gemacht.

kein mensch muss das ganze elend alleine schleppen.
wir glauben es nur, dass wir es a) müssten und b) auch könnten.

das ist schlichtweg nicht wahr.

da ist hilfe da. wir müssen sie nur annehmen.

und die tatsache, dass du hier angefangen hast zu schreiben- ist für mich ein ziemlich lauter hiilfe-schrei.

den ersten schritt, dass dir geholfen werden kann, den bist du doch schon gegangen. du hast hier deine geschichte gesagt.

und jetzt gehts halt weiter.

trau dich!

brighid
20.02.2009, 10:49
ich meine, du hast die letzten 4 jahre kompensieren können.

aber jetzt ist deine innere grenze und belastbarkeit erreicht.

Inaktiver User
20.02.2009, 13:47
hurt,

ihr bräuchtet beide Hilfe, und müsstet offen und ehrlich gemeinsam über eure Gefühle reden. Ich vermute, dass dein Mann nicht das ganze Ausmass deiner Gefühle und Gedanken, wie du sie hier beschrieben hast, wirklich kennt.

Womöglich weisst auch Du zuwenig über das, was in ihm vorgeht, aber vielleicht wäre dies mit professioneller Hilfe lösbar.

Sucht euch jemanden, der euch helfen kann, damit ihr euch nicht noch zusätzlich gegenseitig verletzt, sondern etwas behutsamer miteinander umgehen könnt.

lg bujo

hurt
20.02.2009, 14:35
Bujo, das würde ich doch gerne! Habe ihn (mehrmals schon) angefleht, mit einem Paartherapeut oder Mediator oder sonst was gemeinsam eine Lösung zu suchen. In gebeten, wenn ihm doch was an uns liegt.... Weißt du was die Antwort war?"Ich brauche keinen Psychokasperl um meine Tochter zu sehen". Diese Aussage kam also heute früh.

Jede weitere Diskussion hat sich für mich somit erledigt. Anscheinend habe ich ja schon irgendwo eine Maso-Neigung, anders kann ich mir nicht erklären, dass ich so lange "mitgespielt" habe. Aber selbst mir ist das jetzt zu heftig. Ich lass mir nicht auch noch den letzten Rest Selbstachtung nehmen. Habe ja offensichtlich lange genug weggeschaut und nicht gemerkt, das ich und meine Gefühle ihm am A... vorbei gehen. Und ganz ehrlich - nach der Aussage von ihm in dieser Situation, habe ich nicht die geringste Lust, IHM auch nur noch einen Funken von Verständnis entgegenzubringen.

Hurt

hurt
20.02.2009, 14:38
[QUOTE=kessie23;5464580]

Um das mal ein bisschen zu übertragen:
Wenn ich Magenschmerzen habe, dann trinke ich erstmal Tee. Hilft der nicht, dann schaue ich selber nach, was helfen könnte, gehe vielleicht zum Arzt. Der sagt mir etwas, was auch nicht hilft. Die Schmerzen werden schlimmer, mir ist übel, ich merke irgendwann, dass ich Blut erbreche ... spätestens dann gehe ich doch notfallmäßig dort hin, wo mir geholfen wird.

Ich befürchte, du befindest dich in einer vergleichbaren Situation.


Liebe Kessie, alleine hilft mir die Kur auch nicht, wenn ich gesund bin, steckt er mich wieder an. Da müssen wir uns schon beide in "ärztliche" Behandlung begeben.... Und die verweigert er.

hurt
20.02.2009, 14:41
...und zitieren kann ich auch nicht..... Antwort an Kessie/Text oben.....

Signora
21.02.2009, 22:20
Ich glaube auch, dass du eine sehr, sehr starke Frau bist. Aber STärke bedeutet in diesem Fall auch, seine Grenzen zu erkennen und entsprechend zu handeln. Die Aussage des Therapeuten finde ich persönlich extrem gewagt und sehr unprofessionel.

Letzlich impliziert diese Aussage doch: Starke Menschen brauchen keine Therapie, die schaffen alles alleine, nur schwache Menschen sind darauf angewiesen.



Da gebe ich dir absolut recht!

Die Aussage des Therapeuten hätte lauten müssen: Ich bin nicht gut genug, Ihnen zu helfen.

Hurt, wie in jedem anderen Beruf auch, gibt es gute und schlechte und alle Abstufungen dazwischen Therapeuten.

Ich habe vor vielen Jahren schon mal Therapie gemacht. Ich wusste, das mein Therapeut gut war - wie gut, habe ich erst im Vergleich jetzt vor 2 Jahren feststellen können, als ich wieder Hilfe brauchte.

Es gibt Fälle, Probleme, da genügt es, Hilfe zur Sortierung der Gedanken zu geben, ein paar Anschupser in die richtige Richtung etc. Dann gibt es aber Fälle, da braucht es jemand richtig Guten, einen Spezialisten sozusagen. Dein Fall und dann du als Person dazu, du brauchst jemanden, der "mehr" kann.

Es ist nicht immer leicht, den zu finden, ich bin mir sicher, es gibt ihn auch in deiner Nähe.

Mir würde da spontan einfallen, mich an eine Selbsthilfegruppe von verwaisten Eltern o.ä. zu wenden. Da werden mit Sicherheit so einige Therapie gemacht haben und können Empfehlungen aussprechen.

Ich möchte dir so gerne Mut machen, doch nochmal den Weg für dich zu versuchen - deine Not ist durch die Tastatur zu spüren.

nonsparkling
21.02.2009, 23:04
Mein Freund und ich sind seit 15 Jahren zusammen, ich hatte 3 Kinder aus einer Ehe (mein Mann verunglückte). Zusammen haben wir ein 4. Kind bekommen, jetzt 12 Jahre alt. Vor 3 einhalb Jahren nahm sich mein Ältester im Alter von 17 das Leben.


Wir sind in der Sackgasse. Ich ertrage nicht den Gedanken, dass er dieses Kind besucht, spielt, liebt - ich denke an dieses Kind und mein toter Sohn taucht vor mir auf. Ich meine, versteht ihr - ich habe mein Kind verloren während er ein Neues zeugt!!!???



du hast einen mann und ein kind verloren- du musst schreckliche verlustängste haben?
und dieses kind zwingt dich, dich wieder damit auseinander zusetzen?




Tja Leute, wie es aussieht wars das, ich muss versuchen bis 01.04. für mich und 3 Kinder eine bezahlbare Wohnung mit Geschäftsräumen zu finden


kann es sein, dass du so grosse angst hast, dass er dich verlässt, dass du ihm "zuvorkommen" willst?




Nein, ich möchte nicht mehr zu einem Psychtherapeuten. Ich war bei zweien, bei einem über einen langen Zeitraum hinweg und kam zu keinem Ergebnis.

es ist ok wenn du keinen therapeuten möchtest!
grundsätzlich: was wäre für dich ein ergebnis? was wünschst du dir?

:blumengabe:
sparkling

hurt
22.02.2009, 11:01
Neuester Stand:
Ich bin für mich zu einer Entscheidung gekommen und wenigstens bekomme ich wieder etwas Luft. Ich für mich habe festgestellt, der Schmerz über das erneute Hintergehen, die Art wie er versucht diesen Verrat in unser tägliches Leben mal so nebenbei mit einzubauen - dieser Schmerz ist schwerer zu ertragen als den Schmerz der Trennung. Irgendwann werde ich hoffentlich darüber hinwegkommen und wieder in meiner Mitte ankommen. Er ist definitv zu weit gegangen. Ich meine, ich bin anscheinend schon sehr leidensfähig, aber irgendwo errreicht man doch mal den Boden. Ich hoffe, das ist er wirklich.

Nachdem ich innerlich diesen Entschluss gefasst hatte, war er wie umgewechselt, war plötzlich suuper lieb und zuvorkommend - er ist ja nicht blöd und fängt natürlich auch die anderen Schwingungen nun auf. Aber ich steh nicht auf Zuckerbrot und Peitsche. Und das, was hier läuft hat sind keine blöden Machtspielchen oder ähnliches. Für mich geht es um mein weiteres Leben, um Existenz von mir und meinen Kindern. Meiner/unserer seelischen wie auch materiellen Existenz.

Jedenfalls bat ich ihn heute früh, er solle sich morgen abend Zeit nehmen um zu besprechen, wie wir am besten miteinander verfahren bis ich eine neue Bleibe für mich und die Kinder gefunden habe. Er soll sich schon mal Gedanken machen.

So, jetzt ist es raus und ausgesprochen. Im Moment geht es mir besser, aber gut möglich dass ich mich in ein paar Stunden wieder winselnd krümmen werde....

Hurt

brighid
22.02.2009, 11:25
wie reagieren den die kinder zu dieser situation?

hurt
22.02.2009, 11:43
Noch gar nicht. Sie haben noch nichts mitbekommen bzw. stimmt so nicht, sie sind ja nicht ohne Antennen :-).

Die zwei Großen sehen das ohnehin mit Abstand, sie haben ihm nie wirklich den Betrug an mir verziehen und auch nicht, dass sie den "neuen Familienzuwachs" von Außenstehenden auf der Straße haben erfahren müssen - ungefähr zeitgleich, als er sich bequemte mir mal die Tatsachen mitzuteilen.

Der Kleine, unser gemeinsamer Sohn, macht mir heftig Sorgen. Er leidet unter extremen Verlustängsten und für ihn wird die Trennung erst einmal das Ende der Welt bedeuten. Natürlich merkt er schon was und ist bereits unruhig. Ich werde die Tage ein sehr behutsames Gespräch mit ihm führen müssen - aber ich will ihm auch nichts vormachen und ihm was vorlügen was er spürt das nicht stimmt. Kinder sind da sehr empfindlich, die fangen jede Schwingung auf. Es wird schlimm, vor allem leidet er auch immer noch extremst unter dem Verlust seines heißgeliebten, vergötterten großen Bruders. Oh Gott, mir graut. Irgendwie, tief drinnen, träume ich davon das eine gute Fee kommt, "zing" macht und alles ist wieder gut. Das mir/uns das alles erspart bleibt.

Jedenfalls möchte ich aber erst die nächsten Schritte klar sehen und hoffentlich mit meinem Freund besprechen können bevor ich hysterisch die Pferde scheu mache. Mein Sohn braucht Struktur, wenn ich sage Trennung und danach keine Ahnung - da kommt er gleich gar nicht klar. Wenn ich ihm aber schon mal "Pfosten" anbieten kann, kann ich vielleicht etwas abfedern.


Mein Freund hat sich, wie erwartet, zu meiner Aussage nicht weiter geäußert. Merke aber, wie er eine beleidigte, angriffslustige Haltung anfängt einzunehmen.

brighid
22.02.2009, 11:47
was ich absolut nicht verstehen kann:

es ist in deinem herzen einfacher, den vater deines kindes und den ja doch wohl gewachsenen vater der zwei älteren zu verlassen, als dass du ernsthaft in erwägung ziehst, dir professionelle hilfe vorallem erstmal für deine trauernde seele zu suchen.

klar, wärs gut wenn das dann, sobald DU etwas weiter bist, auch in einer paartherapie münden würde.

aber wie gesagt, ich verstehe nicht, dass du eher bereit bist deine beziehung wegzuwerfen, als daran zu arbeiten.

ich halte mich jetzt hier raus. sonst rutscht mir vielleicht noch das falsche wort raus.

Inaktiver User
22.02.2009, 12:09
Hallo hurt,

erstmal eine ganz herzliche Umarmung für dich und mein tiefes Mitgefühl für alles, was dir widerfahren ist.

Ich kann alle deine negativen Gefühle verstehen, auch die gegenüber dem fremden Kind. Ich finde es auch nicht "gerecht", dass du an dieses Kind denken und deine eigenen Bedürfnisse dahinter zurückstellen sollst. Für dieses Kind und sein Wohlergehen sind dein Freund und die Mutter verantwortlich, nicht du!

Ich bin auch nicht der Meinung, dass dein dringendstes Bedürfnis das nach einer Psychotherapie ist. Ich glaube zwar auch, dass es dir auf lange Sicht helfen kann bei der Verarbeitung des Verlustes deines Sohnes, aber dein aktuelles Problem mit deinem Freund ist eine andere Baustelle. Ich lese aus deinen Beiträgen heraus, dass du tiefgreifende Zweifel am Fortbestehen der Partnerschaft hast und das Vertrauen in deinen Freund schwindet.

Ich denke, du brauchst im Moment praktische Lösungsansätze, wie du ein Leben notfalls auch alleine meistern kannst, damit du dich nicht so ausgeliefert fühlst. Lass dich beraten, welche finanziellen Hilfen du in Anspruch nehmen kannst, nimm das Heft des Handelns in die eigene Hand, überlass es nicht ihm, über dein Wohlergehen zu bestimmen. Deine Kinder werden sich so lange nicht wohlfühlen, wie du dich nicht wohlfühlst. Klare Verhältnisse sind für Kinder allemal besser als das Chaos, das sie natürlich, wie du selbst schreibst, spüren.

Ich wünsche dir viel Kraft,

liebe Grüße

Joshuatree
22.02.2009, 12:22
aber wie gesagt, ich verstehe nicht, dass du eher bereit bist deine beziehung wegzuwerfen, als daran zu arbeiten.

ich halte mich jetzt hier raus. sonst rutscht mir vielleicht noch das falsche wort raus.


Brighid,
ich finde deinen Zeigefinger inzwischen schon etwas penetrant...

Sie hat doch mehrmals geschrieben dass sie 2 Therapien hinter sich hat...das ist auch kein Wunderheilmittel-und sie ARBEITET daran! Wie eine Verrückte! Warum lässt du das nicht einfach mal so gelten?

Liebe hurt
mein Mitgefühl für alles!
ich denke auch, eine Beziehung muss immer auf mehreren Sockeln stehen. Ich finde es gut, dass du aktiv wirst. Du hast schon genug ertragen müssen und nun möchtest du handeln, aktiv gegen dein Leid angehen.
Ich glaube auch, für Kinder ist eine klare Situation immer besser als ein Hin und Her.
Aber ob dich dein Mann sio einfach gehen lässt wissen wir ja gar nicht.
Ich glaube hier tobt ein Machtkampf.
Die Fronten sind verhärtet.
Wie wäre es mit einer Übergangslösung-du ziehst erstmal in ein Hotel oder so...mit Option auf Wohnungssuche. In dieser Zeit kann er sich an den Zusatnd der Alleineseins gewöhnen und dann habt ihr womöglich eine ganz andere "Verhandlungsbasis" weil er weiss, was er zu verlieren hat.
Nach so einer Pause ist man sich selbst auch klarer: Will ich die Trennung wirklich?
Auch Briefe helfen sich besser Mirzuteilen-ohne Anschuldigungen, einfach nur die Gefühle ehrlich wiedergeben.

Alles Gute:blumengabe:
Josh

hurt
22.02.2009, 12:40
..hm... ich meine, dass ihr mir anratet, eine erneute Therapie zu machen wg. dem Verlust meines Sohnes ist ja noch einleuchtend. das nicht Verstehen meines "Verlassens".... da habe ich jetzt schon ein Problem..

Ich versuche nochmal, sachlich die Tatsachen aufzulisten und lasse den Tod meines Kindes jetzt einfach mal außen vor.

Wir sind in einer intakten (?) Beziehung. Aus welchen Gründen auch immer, betrügt mich mein Mann. Nach 9 Monaten ringt er sich durch mir zu beichten. Ewiges Hin und Her und 1000 Gespräche, in denen er mir mitteilte,versprach, versicherte usw.:

1) möchte keinesfalls Kontakt mit dieser Frau. U.a. begründet danmit, dass er weiß, dass sie dann wieder "angreift" und sich in unsere Familie drängt
2) ganz klar ihr, mir und allen, die es hören wollten oder auch nicht mitteilte, er zahlt, wird aber nicht für die beiden zur Verfügung stehen
(als Vater oder sonst was)
3) sein Familie (wir) gehen ihm über alles
4) niemals Kontakt mit ihr oder dem Kind OHNE mich mit einzubeziehen aufnehmen will und dies auch als einzige Chande für uns sieht (und an diesem Punkt, und nur diesem Punkt habe ich ihm klar gemacht, nur so geht es und nicht anders!)

Dies Aussagen kamen übrigens alle von ihm selbst, ohne Druck oder sonst was von mir.

Das hat knapp 2 1/2 Jahre funtioniert. Wenn sie ihn anrief, erzählte er mir das. Ich (!!) fragte ihn, ob er nicht eine Kleinigkeit für seine Tochter zu den Geburtstagen und Weihnachten besorgen wolle. Soweit ok.

Dann Tag X, wo mir aus heiterem Himmel mitgeteilt worden ist, man habe ein "Familientreffen" abgehalten (er, mein Sohn, sie + das Mädchen) Hallo? Soviel zum einbeziehen.

Danach hörte ich zufällig ein Telefongespräch von ihm und merkte, dasss sie dran ist. Und war mehr als platt, über den beflissenen, entegegenkommenden, überfreundlichen Ton, mit dem er mit ihr sprach. Tja, dann checkte ich einige Wochen sein Handy (JA! Ich habe es getan - und gut so, sonst würd ich immer noch blöd im Wald stehen) und siehe da - mindestens 1 bis2 Telefonate in der Woche (die, die ich überhaupt mitbekam...). 3 Monate lang. Als ich ihn im Januar darauf ansprach - angeblich alles wegen Probleme bei dem Versicherungswechsel????? Klar.... Übrigens auch eine SMS an sie, die er nie geschrieben hat???? Er könne sich das gar nicht erklären...

Um es kurz zu machen, nachdem ich ihm die Pistole auf die Brust gesetzt habe, "Geständnis" er habe die Kleine schon öfter besucht und überhaupt, es ist ja schließlich 3 jahre her ("der alte Scheiß") und er will jetzt das Kind jeden 2. Sonntag und damit muss ich nun mal leben, schließlich hat er "mit ihr ein gemeinsames Kind" und wie lange er jetzt noch warten soll..... aber mit mir kann man ja eh nicht darüber reden (wie auch, er hat es ja nie versucht).

Nach diversen Dramen etc. mein 100 Versuch in a) zu einer Paartherapie zu überreden (Verweigerung, seine Aussage:"Ich brauche keinen Psychater um meine Tochter zu sehen" (!!!?)
und b) zu einem Gespräch zu überreden, welche Lösung es gäbe mit der wir beide leben könnten (wohlgemerkt, das kam alles von mir, er zeigt niemals keinerlei Anstalten darüber zu reden). Als ich ihn dann eben auf die Häufigkeit seiner geplanten Besuche ansprach (vorgestern), diese eiskalte Abfuhr.

Also ich weiß jetzt nicht, wer hier verkehrt gewickelt ist.... ???

..nein, ich bin mir sicher, dass er (noch) kein Verhältnis mit ihr wieder hat, aber ich bin mir sicher, dass sie schon wieder kräftig dran arbeitet (sie hat ja nun das ultimative Werkzeug und Druckmittel um den heißersehnten Kontakt zu halten). Ausgang ungewiss - sie wird ihn nie in eine Beziehung bekommen aber eine aufgewärmte Bettgeschichte...wer weiß...

Und du verstehst nicht, warum ich bereit bin, hinzuschmeissen? Er belügt mich doch sowieso nur.

hurt
22.02.2009, 12:43
...sehe soeben die Mitteilungen von Joshuatree und FrauM. DANKE!

Habe gerade sehr an mir bzw. an allen anderen gezweifelt!!!

:smile: Hurt

Vivi23
22.02.2009, 13:00
...sehe soeben die Mitteilungen von Joshuatree und FrauM. DANKE!

Habe gerade sehr an mir bzw. an allen anderen gezweifelt!!!

:smile: Hurt

Bitte nicht! Du machst auf mich einen sehr starke und klaren Eindruck. Und so, wie Du die Situation analysierst, sehe ich den Bedarf nach professioneller Hilfe beim Hinterfragen im Moment nicht. Die Trauer, die Verletztheit und alles andere kann Dir ohnehin niemand abnehmen.

Alles Gute für Dich! :blumengabe:

Inaktiver User
23.02.2009, 10:33
4) niemals Kontakt mit ihr oder dem Kind OHNE mich mit einzubeziehen aufnehmen will und dies auch als einzige Chande für uns sieht (und an diesem Punkt, und nur diesem Punkt habe ich ihm klar gemacht, nur so geht es und nicht anders!)

Dies Aussagen kamen übrigens alle von ihm selbst, ohne Druck oder sonst was von mir.





Das konnte doch auf Dauer gar nicht funktionieren, und auch wenn von Dir kein Druck kam, so war der doch latent vorhanden.

Nun haben seine Vatergefühle eben doch die Oberhand gewonnen, und er hat sich dafür entschieden, diesen nachzugeben, ohne dich darüber zu informieren.

Du bist natürlich über sein Verhalten erzürnt, aber hat er sich denn wirklich als "schlechter Mensch" erwiesen.

Wobei ich deine Gedanken, die durch den unsäglichen Verlust deines Sohnes beeinflusst werden, schon verstehen kann.

Wir sind hier nicht die richtigen Ansprechpartner, ich möchte nochmals meinen Hinweis auf professionelle Hilfe (auch nur für dich alleine) wiederholen.

lg bujo

loewine
23.02.2009, 11:16
Liebe Hurt,

es tut mir sehr leid, wie es dir zur Zeit geht!

Aber ich habe eine etwas andere Sicht auf diese Dinge als wohl die meisten hier.

Ich denke einfach, es spricht eher für deinen Mann, dass er doch noch Vatergefühle entwickeln konnte !

Es klingt nicht so, als könntet ihr vertrauensvoll miteinander reden.
Und das nach 15 Jahren?
Ich denke, wenn er das Gefühl gehabt hätte, er könnte mit seinem "Fehltritt" und später mit seinem Zwiespalt und seinen doch vorhandenen Vatergefühlen zu dir kommen, hätte er das getan.
Dass er es nicht getan hat, wird an eurer Beziehung liegen, also AUCH an dir!

Du schreibst, er versetze sich nicht in deine Lage, aber versetzt du dich -ehrlich- in seine?
Dass er dich betrogen hat, ist nicht in einer intakten Beziehung, wie du schreibst, passiert, sondern in einer absoluten Ausnahmesituation!
Ihr beide und hauptsächlich du mußtet um deinen Sohn trauern, eine solche Situation verändert alles und jeden nachhaltig.

Ich weiß das, weil ich auch mein Kind zu Grabe tragen mußte.
Und ich weiß, wie verändert und "weit weg" ich in dieser Zeit von allem war, auch von meinem Mann.
Vielleicht war es bei euch ähnlich?
Und vielleicht ist es so zu dem Betrug gekommen?


Und warst du wirklich zufrieden, als er dir sagte, er wolle mit seinem Kind nichts zu tun haben?
Ich persönlich wäre im tiefsten Innern entsetzt über so viel Kälte.

Vielleicht magst du über meine Worte nachdenken.

Alles Liebe und viel Kraft, Löwine

hurt
23.02.2009, 15:55
Ich bin nicht erzürnt darüber, dass er Vatergefühle hegt und ja - so gesehen zeigt das natürlich mehr Charakter als umgekehrt, ob es mir passt oder nicht.

Ich bin verletzt und sauer, dass er sich hinter meinen Rücken in das Wohnzimmer der Frau setzt, die ihm ja angeblich das Kind "angehängt" hat. 2 einhalb Jahre schäumt er vor Wut und nun wird jede Woche telefoniert und auf Zweitfamilie gemacht??? Und das erfahre ich auch nur mehr oder weniger zufällig...??!!! Hallo???? Ist das gängig so?

Und ich bin verletzt und sauer, das nicht einmal der Versuch gemacht wird, gemeinsam mit mir eine Besuchslösung zu erarbeiten. NOCH sind wir in einer Beziehung. Nein, es wird mir mitgeteilt, dass er ab sofort jeden zweiten Sonntag nicht mehr für uns (wir haben übrigens auch noch ein Kind!) da ist. Da wir auch keine gemeinsamen Samstage haben, ist das etwas bitter. Und wenn ich dann anklopfe, ob man es vielleicht auf jeden 3. oder 4. Sonntag verteilen kann, eine eiskalte Abfuhr erhalte.

Und ich für meinen Teil finde diese Vorgehensweise eine miese, egoistische Tour und ich kann mich beim besten Willen nicht da rein versetzen, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass ich meinen Partner so rücksichtlos übergehe (OHNE auch nur einen ANSATZ von Gespräch) bei doch ziemlich essentiellen Entscheidungen was unser aller Familienleben betrifft. Übrigens betrifft das ja auch unseren Sohn, der seinen Vater nun noch weniger sieht.

Nein, ich habe nicht mal mehr Lust mich da reinzuversetzen und Verständnis zu zeigen. Sorry, das geht mir zu weit. Jeder andere hätte sich sowieso schon vertschüßt.

Hurt

Vivi23
23.02.2009, 16:33
Das finde ich völlig legitim!

Isus2009
24.02.2009, 09:07
Und ich bin verletzt und sauer, das nicht einmal der Versuch gemacht wird, gemeinsam mit mir eine Besuchslösung zu erarbeiten. NOCH sind wir in einer Beziehung. Nein, es wird mir mitgeteilt, dass er ab sofort jeden zweiten Sonntag nicht mehr für uns (wir haben übrigens auch noch ein Kind!) da ist. Da wir auch keine gemeinsamen Samstage haben, ist das etwas bitter. Und wenn ich dann anklopfe, ob man es vielleicht auf jeden 3. oder 4. Sonntag verteilen kann, eine eiskalte Abfuhr erhalte.

Und ich für meinen Teil finde diese Vorgehensweise eine miese, egoistische Tour und ich kann mich beim besten Willen nicht da rein versetzen, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass ich meinen Partner so rücksichtlos übergehe (OHNE auch nur einen ANSATZ von Gespräch) bei doch ziemlich essentiellen Entscheidungen was unser aller Familienleben betrifft. Übrigens betrifft das ja auch unseren Sohn, der seinen Vater nun noch weniger sieht.

Nein, ich habe nicht mal mehr Lust mich da reinzuversetzen und Verständnis zu zeigen. Sorry, das geht mir zu weit. Jeder andere hätte sich sowieso schon vertschüßt.

Dann vertschüß dich doch! Siehst du nicht, dass was dein Mann macht eine klare An- oder besser Absage an dich und eure Beziehung ist? Du kannst eine Entscheidung treffen. Gehen oder es mitmachen. Wenn du nicht gehst und es mitmachst, darfst du dich hier aber nicht mehr beschweren, weil du den Weg selbst gewählt hast.

hurt
24.02.2009, 10:23
Ach Isus, das du überhaupt Zeit hast solch intelligente Ratschläge hier zu verteilen - obwohl Du doch nebenbei im Dauer-Tantrasex mit deinem "Geliebten" den betrogenenen und blinden Gattinnen und dem Rest der Welt beibringen musst, wie verblödet wir alle anderen sind......

Sorry meine Liebe, aber deine "Ratschläge" interessieren mich hier nicht wirklich - wir zwei leben nämlich auf zwei komplett verschiedenen Planeten und das würde ich auch gerne so belassen.

Trotzdem danke für den Versuch eines intelligenten Beitrages von Dir, sicher klappt es irgendwann besser - übe einfach weiter!

Mit besten Wünschen für Dich,

Hurt

Inaktiver User
24.02.2009, 20:50
Ich kann den Mann gut verstehen.

Inaktiver User
24.02.2009, 21:45
Ich kann dich gut verstehen, hurt. Lass dich nicht irremachen!

Alles Liebe

Mirabilis
24.02.2009, 21:58
Ich kann dich gut verstehen, hurt. Lass dich nicht irremachen!

Alles Liebe

ja, ich dich auch - (.........)
Du hast völlig Recht, wenn du berechtigte! Ansprüche an deinen Mann stellst.
Was er gerade abzieht, finde ich unmöglich - nicht, dass er sein Kind treffen will, sondern wie rücksichtslos er das dir gegenüber durchsetzt.
Er ist nicht einmal zu einer Therapie bereit - das finde ich dann wirklich ein starkes Stück - das sollte dir zu denken geben.
Da würde ich ihn auch nochmals drauf ansprechen - frage ihn doch mal ganz konkret ob er Interesse daran hat, eure Ehe weiter zu führen, sage ihm, dass sie so garantiert an die Wand gefahren wird.
Ihr braucht Hilfe von außen u. wenn er Interesse am Fortbestand eurer Ehe hat, dann soll er mal in die Pötte kommen.
Du musst ihm das mit Nachdruck klar machen, sonst kapiert er das nicht, rede Klartext!

Erstgeliehen
25.02.2009, 13:04
Nein, ich habe nicht mal mehr Lust mich da reinzuversetzen und Verständnis zu zeigen. Sorry, das geht mir zu weit. Jeder andere hätte sich sowieso schon vertschüßt.

Hurt

Hm, das ist dann wie ein wiederholter Vertrauensmissbrauch. Ob er es einfach nicht erkennen kann oder will oder da einfach zu viel von Dir erwartet an Verständnis? Und wohl hat er die Befürchtung, dass Du Dich, wie Du so schön schreibst vertschüßt und begeht dadurch den nächsten Fehler. Vielleicht sind ihm auch die Konflikte zu viel zwischen Dir und ihr und ihm. Irgendwie ist das ja auch eine sehr verzwickte Situation insgesamt und auch ein ganz klein wenig verfahren und das dürfte Jahre brauchen damit einen guten Weg zu finden.

Wie sehen denn Deine Vorstellungen aus in Bezug auf Eure Partnerschaft und seinem Kontakt zu seinem Kind?

bifi
25.02.2009, 19:29
liebe hurt,

Ich für mich habe festgestellt, der Schmerz über das erneute Hintergehen, die Art wie er versucht diesen Verrat in unser tägliches Leben mal so nebenbei mit einzubauen - dieser Schmerz ist schwerer zu ertragen als den Schmerz der Trennung. ich kann dich sehr gut verstehen.
und ob das wirklich "nur" vatergefühle sind, die ihn in die richtung der anderen und seiner anderen tochter treiben, bezweifle ich. irgendetwas stimmt da nicht. allein wegen der "vatergefühle" bräuchte er sich dir gegenüber nicht so entfremdet verhalten.

lass dich :in den arm nehmen:

:blume: bifi

Schokofuchs
25.02.2009, 21:53
Hurt, Du hast Schlimmes, Entsetzliches, Grauenvolles erlebt.

Zum Thema Selbstmord gibt es einen interessanten Text von Hesse, den ich noch suchen und reinstellen werde.

Aber ganz kann ich Dich nicht verstehen.


Natürlich merkte ich, dass er Probleme mit der Situation hatte, er kaute daran. Aber ehrlich gesagt, da war ich ziemlich mitleidslos mit ihm.
[...]
Über das Thema mit ihm zu sprechen ist fast unmöglich, da ich emotional so stark damit behaftet bin, dass ich zum Schluss doch immer wieder hysterisch rumschrei oder heule.
Aha.
Er und seine Probleme sind Dir egal, Du hast kein Mitgefühl.
Du schreist oder heulst zum Schluss immer hysterisch rum?
Wer würde mit einer hysterisch rumschreienden Frau "offen reden" wollen? Genau, niemand.
Dass er Dich unter diesen Umständen nicht "einbeziehen" konnte, ist wohl klar.

Weil er zu feige war und ist, mit mir offen über seine Bedürfnisse und sein Tun zu reden.
Du nennst ihn dafür "feige", Du sprichst von "hintergehen".
Aber hast Du ihn nicht mit Deiner Hysterie dazu gezwungen?


Ich erlebe Dich als sehr hochmütig.
Du sprichst sehr abfällig von der Mutter seines Kindes. Und:

nach der Aussage von ihm in dieser Situation, habe ich nicht die geringste Lust, IHM auch nur noch einen Funken von Verständnis entgegenzubringen.
Sein Schmerz zählt nicht, nur Deiner zählt.
Hmm, ist das jetzt Hochmut oder Narzissmus?

Was auch immer, das wirklich Schlimme daran ist: Euer kleiner Sohn (12) ist der Leidtragende an der Sache!
Sein Vater scheint Charakter zu haben, er verhält sich sehr verantwortungsvoll - und er hat eine Verantwortung seiner Tochter gegenüber!
Seine Mutter erlaubt dem Vater nicht, das zu fühlen, was er fühlt. Sie ist beleidigt, verletzt und sauer.
Deshalb wird er seinen Vater verlieren. Unnötigerweise.
Armes Kind.

Hurt, die dreijährige Halbschwester Deines Jüngsten kann NICHTS für den Freitod Deines Ältesten. Sie kann Deinem jüngsten Sohn aber eine gute Freundin werden.

Steig runter vom hohen Ross, biete Deinem Mann die Hand.
Gemeinsam könnt Ihr Eurem Sohn die Stabilität des Elternhauses erhalten - und ihm noch eine kleine Schwester geben.

Alles Gute - besonders für Deinen kleinen Sohn!

Schokofuchs
25.02.2009, 21:57
Für Hurts Sohn, der sich im April 2006 das Leben nahm


"Als ich etwa fünfzehn Jahre alt war, verblüffte uns einmal einer unserer Lehrer mit der Behauptung, der Selbstmord sei die größte moralische Feigheit, die der Mensch begehen könne.

Ich hatte bis dahin eher dazu geneigt zu glauben, dass ein gewisser Mut, ein gewisser Trotz und Schmerz dazu gehöre, und hatte für die Selbstmörder eine mit Grauen gemischte Hochachtung empfunden. So war der mit dem Anspruch eines Axioms vorgetragene Spruch des Lehrers mir wirklich für den Moment eine Verblüffung, ich stand dumm und ohne Erwiderung vor diesem Spruch, er schien ja alle Logik und alle Moral für sich zu haben.

Doch hielt die Verblüffung nicht lange vor, ich kehrte bald dazu zurück, auch meinen eigenen Gefühlen und Gedanken wieder zu glauben, und so sind die Selbstmörder mir zeitlebens beachtenswert, sympathisch und irgendwie, wenn auch auf düstere Weise, ausgezeichnet erschienen, Beispiele eines menschlichen Leidens, dem die Phantasie jenes Lehrers nicht nachkam, und eines Mutes und Trotzes, den ich nur lieben konnte. Auch sind in der Tat die Selbstmörder, die ich gekannt habe, lauter wertvolle, überdurchschnittliche Menschen gewesen. Und dass sie außer der Courage, sich die Kugel in den Kopf zu schießen, auch noch die Courage und den Trotz gehabt hatten, sich den Lehrern und der Moral unbeliebt und verächtlich zu machen, konnte mein Mitgefühl nur erhöhen..."

Hermann Hesse, "Mut und Charakter"

Inaktiver User
25.02.2009, 22:35
Aha.
Er und seine Probleme sind Dir egal, Du hast kein Mitgefühl.
Du schreist oder heulst zum Schluss immer hysterisch rum?
Wer würde mit einer hysterisch rumschreienden Frau "offen reden" wollen? Genau, niemand.
Dass er Dich unter diesen Umständen nicht "einbeziehen" konnte, ist wohl klar.

Du nennst ihn dafür "feige", Du sprichst von "hintergehen".
Aber hast Du ihn nicht mit Deiner Hysterie dazu gezwungen?


Ich erlebe Dich als sehr hochmütig.
Du sprichst sehr abfällig von der Mutter seines Kindes. Und:

Sein Schmerz zählt nicht, nur Deiner zählt.
Hmm, ist das jetzt Hochmut oder Narzissmus?

Was auch immer, das wirklich Schlimme daran ist: Euer kleiner Sohn (12) ist der Leidtragende an der Sache!
Sein Vater scheint Charakter zu haben, er verhält sich sehr verantwortungsvoll - und er hat eine Verantwortung seiner Tochter gegenüber!
Seine Mutter erlaubt dem Vater nicht, das zu fühlen, was er fühlt. Sie ist beleidigt, verletzt und sauer.
Deshalb wird er seinen Vater verlieren. Unnötigerweise.
Armes Kind.

Hurt, die dreijährige Halbschwester Deines Jüngsten kann NICHTS für den Freitod Deines Ältesten. Sie kann Deinem jüngsten Sohn aber eine gute Freundin werden.

Steig runter vom hohen Ross, biete Deinem Mann die Hand.
Gemeinsam könnt Ihr Eurem Sohn die Stabilität des Elternhauses erhalten - und ihm noch eine kleine Schwester geben.

Alles Gute - besonders für Deinen kleinen Sohn!


Die Art und Weise, wie du hurt's Aussagen aus dem Zusammenhang reißt und aneinanderreihst und daraus ein verzerrtes Bild zusammenbastelst, finde ich eigentlich ziemlich unverschämt.

Ihr Mann hat mit einer anderen Frau ein Kind gezeugt, während sie um ihren Sohn trauerte, ihr dann erst Monate später davon - notgedrungen - berichtet, hat außerdem schon ein nichteheliches Kind - dass hurt in ihrer Situation kein Mitleid für diesen Mann empfinden kann, halte ich für ziemlich normal.

Außerdem schreibt sie, dass sie jetzt - drei Jahre nach den Geschehnissen, hysterisch auf seine Äußerungen reagiert - jetzt, nachdem sich ihr Mann geweigert hat, eine Paartherapie zu machen, jetzt, nachdem ihr Mann sich nicht an die gemeinsamen Absprachen bezüglich des Umgangs mit seiner Tochter gehalten hat. ERst aufgrund seines Verhaltens, nämlich seines feigen Hintergehens, reagiert sie auf ihn hysterisch.

Den Rest deines Beitrags braucht man schon nicht mehr zu kommentieren. Ich finde es unmöglich, einen Text derart selektiv wie du zu zitieren und dann derart abfällig über die TE herzuziehen. Ist das jetzt Ignoranz oder Arroganz? Oder beides? Der einzige, der hier auf dem hohen Ross sitzt, bist jedenfalls du.

Liebe hurt, ich hoffe, solche postings ziehen dich nicht unnötig runter.

Liebe Grüße

Joshuatree
25.02.2009, 22:55
Danke FrauM!

Ich kann wieder einmal nur beipflichten!
Schreckliches Post von Schokofuchs...

Hier gibt es ab und an so "Schlaumeier". Immer wenn man sich verletzbar zeigt, gibt es auch Menschen, die in die Wunde reinhauen.
Ich bin schockiert von dieser Unsensibilität, ehrlich.

[...]

Eine inzwischen etwas grimmige
Josh

themir
26.02.2009, 09:45
Ihr Mann hat mit einer anderen Frau ein Kind gezeugt, während sie um ihren Sohn trauerte, ihr dann erst Monate später davon - notgedrungen - berichtet, hat außerdem schon ein nichteheliches Kind - dass hurt in ihrer Situation kein Mitleid für diesen Mann empfinden kann, halte ich für ziemlich normal.




Ja, das denke ich auch. ... Der Blick auf die "Wurzel" sollte nicht übersehen werden!!

Inaktiver User
26.02.2009, 13:06
Liebe TE
dein Schicksal berührt mich, wie viele andere hier auch. Auch ohne Vergleichbares erlebt zu haben, will ich dir meine Gedanken schreiben.
(Und Ohne jeden einzelnen Kommentar hier gelesen zu haben.)

Ich glaube, du musst die Dinge sortieren.

Wie furchtbar der Freitod deines Sohnes, es tut mir sehr Leid für Dich, für ihn, für deine ganze Familie, aber du musst deutlich sehen, dass dein Mann alles mit dir gemeinsam druchgestanden hat.

Menschen machen, besonders wenn sie verletzt sind, Fehler. Dein Mann hat einen gemacht, mit Konsequenzen, die er selbst nicht erwünscht hat.

Aber den Fehler solltest du von der Konsequenz trennen. Es sind zwei Dinge. Ein Fehler, eine Schwäche (was weiß ich) und das KInd, was daraus entstanden ist.

Das Kind ist sein Kind. Er reagiert verantwortlich, dass er es annimmt. Weil das KInd für seinen Fehler nicht die Schuld trifft.

Das Kind hat doch auch nichts mit dem Freitod deines Sohnes zu tun. Nein, das musst du lernen zu trennen.

Was ich lese ist: Dein Mann ist ein verantwortungsvoller Papa für alle seine Kinder, auch für deine, die er mit großgezogen hat. Er liebt dich, glaube ich, aber er liebt natürlich auch diesen Wurm, der ja nun mal zur Hälfte von ihm ist. Und du stellst ihm mit einer Trennung vor eine unmögliche Entscheidung: Du oder das Kind.

Ich glaube, dass therapeutische Hilfe Dir helfen könnte, die Dinge auseinander zu halten und sicher wirst du die Kraft finden, damit klar zu kommen. Es ist ein weiteres Familienmitglied eurer großen Familie, entschuldigung, wenn ich jetzt etwas sage, was vielleicht in deinen Ohren schmerzhaft klingt: Es könnte ja auch eines Tages ein Geschenk für dich sein, es ist zumindest ein Geschwisterkind deines jüngsten Kindes.

Viel Kraft und Liebe
wünsche ich dir
Lina

Inaktiver User
26.02.2009, 14:21
Du verwickelst die Dinge.

Dein Mann hat nicht verhütet und kümmert sich um SEIN Kind - normal.
Das eine ist das kleine Mädchen - die Halbschwester eures Sohnes.
Schon deshalb würde ich mich mit dem Kind versöhnen. Es gehört zu seinem Vater und zu seinem Bruder.

Dein Freund hat sich ja aus freien Stücken auf die Frau eingelassen. Mach IHN bitte auch verantwortlich! Sie ist austauschbar. Wenn sie's nicht gewesen wäre, dann eine andere.

Und dann ist da noch die Vergangenheit. Da brauchst du einen lieben Zuhörer, der ganz für dich da ist. Professionelle Hilfe. Alleine schafft das niemand.
Geh es an. Dann kannst du dich auch mit der Geschichte oben versöhnen. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

Ich wünsche dir ganz ganz viel Glück!

Inaktiver User
26.02.2009, 15:06
Ich kann mich meinen beiden Vorposterinnen Zweifelhaft und Roxanna nur anschließen:

Hier existiert ein dreijähriges Kind, das weder für seine Existenz noch für die Geschehnisse vor seiner Zeugung verantwortlich ist.

Aber es soll einen sehr, sehr hohen Preis für all das, was weit vor seiner Geburt geschah, bezahlen: Den Preis des sich einen feuchten Kehrricht kümmendern Vaters.

Ich würde nie und nimmer mit einem Menschen zusammenbleiben wollen, der von mir verlangte, ich solle mich unter keinen Umständen um mein eigen Fleisch und Blut kümmern.

Nur mal so als Denkansatz.

Alles Liebe Tanja

Vivi23
26.02.2009, 15:37
Ich würde nie und nimmer mit einem Menschen zusammenbleiben wollen, der von mir verlangte, ich solle mich unter keinen Umständen um mein eigen Fleisch und Blut kümmern.


Das war doch gar nicht der Punkt. Vereinbart war, daß eine Kontaktaufnahme mit dem Kind und der Kindsmutter in Absprache mit Hurt passiert, wenn es denn passiert. An diese Absprache hat er sich nicht gehalten. Und damit hat er sie erneut hintergangen.

Mich würde das auch zutiefst verletzen. Und nein, wenn man in der Lage ist, sich selbst zu sortieren, muß man nicht mit jeder tiefen Verletzung zwingend zum Therapeuten.

Inaktiver User
26.02.2009, 16:07
Das war doch gar nicht der Punkt. Vereinbart war, daß eine Kontaktaufnahme mit dem Kind und der Kindsmutter in Absprache mit Hurt passiert, wenn es denn passiert. An diese Absprache hat er sich nicht gehalten. Und damit hat er sie erneut hintergangen.

Mich würde das auch zutiefst verletzen. Und nein, wenn man in der Lage ist, sich selbst zu sortieren, muß man nicht mit jeder tiefen Verletzung zwingend zum Therapeuten.

So ist es! Lest doch bitte das Eingangsstatement der TE richtig, bevor ihr euch eine isolierte Textstelle raussucht und hier am Thema vorbei postet. Ist doch nicht zuviel verlangt...

Mirabilis
26.02.2009, 16:12
So ist es.
Mir geht es echt auf die Nerven, wenn hier nur teilweise gelesen wird.

Das hier war der Punkt:




1. hatte er ursprünglich gesagt, WENN irgendwann mal Kontakt mit dem Kind - nur mit mir gemeinsam. Daran hielt ich mich fest, das glaubte ich ihm. Sein Argument heute: Ich lasse ja gar nicht mit mir darüber reden. Klar nicht, wenn ich es erst hinterher erfahre!! Weil er zu feige war und ist, mit mir offen über seine Bedürfnisse und sein Tun zu reden.

Er war seit dem mehrmals bei ihr bzw. Kind. und mich zerfleischt es. Auch das habe ich natürlich erst jetzt nach und nach erfahren. Wieder Verheimlichen! Letzter Stand: Er möchte gerne regelmäßig das Kind jeden 2. Sonntag sehen. Habe noch nicht darauf geantwortet. Ursprünglich war die Rede, wenn das Kind mal älter (Jugendlich) ist, reden kann etc. dann sieht die Sache anders aus.


Desweiteren hat Hurt ihren Mann darum gebeten, mit ihr eine Therapie zu machen, damit sie beide lernen können, damit umzugehen - ihr Mann verweigert sich, er ist der Meinung, er brauche keine Therapie um seine Tochter zu sehen.

Er zeigt absolut kein Entgegenkommen, nicht den Willen mit ihr gemeinsam dieses Problem zu lösen.

Darum geht es.

Inaktiver User
26.02.2009, 16:21
Vivi,

natürlich gab es Absprachen bezüglich der Kontaktaufnahme mit dem Kind und der Kindesmutter.

Aber lies weiter, die TE gibt an, dass sie nicht hat mit sich reden lassen, dass sie hysterisch (ich mag dieses Wort nicht, ich denke besser: total aufgelöst und aufgebracht) den Ehemann anschrie.

Würdest du dir den Umgang mit deinem KIND von jemandem, mit dem nicht zu reden ist, komplett untersagen - sprich: dir als erwachsenem Menschen verbieten - lassen? Wohl eher nicht.

Ich weiß nur eines: Wenn sich jemand zwischen mich und mein Kind würde stellen wollen, müsste er sehr schnell aus dem Weg springen, damit er nicht zermalmt wird.

Tanja

Mirabilis
26.02.2009, 16:25
Sie sucht Hilfe und hat mehrfach den Vorschlag einer Therapie gemacht - es wird alles von ihm abgelehnt.
Das was er macht, erfährt sie zudem erst im Nachhinein.
Da hätte ich dann auch die Schnauze voll und würde nicht mehr ruhig und gelassen reagieren.

Inaktiver User
26.02.2009, 16:39
Mirabilis,

klar hätte ich auch die Schnauze voll, wenn ich übergangen worden wäre. Vermutlich wäre ich aber auch schon weg gewesen, bevor der Kegel auf der Welt wäre. Aber darum geht es ja wohl nicht.

Es geht wohl unter anderem darum, dass die TE ihrem Mann übel nimmt, dass er sich nicht an die getroffene Absprache bezüglich des NICHTUMGANGs mit dem außerehellichen Kind hält.

Dass hier der TE die Stange gehalten wird, ist für mich nur schwer verständlich.

Sie verquickt den Freitod und die pure Existenz des Kleinkindes miteinander; hier:

Zitatanfang: Außerdem habe ich Angst, das Kind zu sehen. Es sieht meinem/unserem Sohn angeblich wie aus dem Gesicht geschnitten aus. Und ich habe Angst, dass ich dieses Kind hasse, weil ich denke, wegen ihr hat mein Kind sterben müssen (jaja, war nicht so, aber wenn mein Sohn nicht gestorben wäre, wäre dieses Kind nie geboren worden...usw. Versteht ihr?) Ja, dieser personifizierte Verrat in Person eines Kindes vor mir - davor habe ich Höllenangst. An der Mutter ist mein Freund definitiv nicht interessiert - im Gegenteil, er hasst sie bis aufs Blut, weil er selber ja weiß, wie berechnend das alles gelaufen ist und weil die Situation so ist wie sie jetzt ist. Zitatende.

Tut mir leid, aber solch eine Geisteshaltung einem Kleinkind gegenüber finde ich fürchterlich.

Und ich finde es vermessen, einem Mann, der nach ihren sonstigen Aussagen fast zwei Jahrzehnte lang für sie, ihre drei Halbwaisen und das gemeinsame Kind DA war, verbieten zu wollen, ein weiteres Kind - und sei es nur sporadisch - annehmen zu wollen.

Ganz egal wie die Umstände der Kindeszeugung waren.

Tanja

Vivi23
26.02.2009, 16:41
Vivi,

natürlich gab es Absprachen bezüglich der Kontaktaufnahme mit dem Kind und der Kindesmutter.

Aber lies weiter, die TE gibt an, dass sie nicht hat mit sich reden lassen, dass sie hysterisch (ich mag dieses Wort nicht, ich denke besser: total aufgelöst und aufgebracht) den Ehemann anschrie.

Würdest du dir den Umgang mit deinem KIND von jemandem, mit dem nicht zu reden ist, komplett untersagen - sprich: dir als erwachsenem Menschen verbieten - lassen? Wohl eher nicht.

Ich weiß nur eines: Wenn sich jemand zwischen mich und mein Kind würde stellen wollen, müsste er sehr schnell aus dem Weg springen, damit er nicht zermalmt wird.

Tanja

Ich habe von Verbieten nichts gelesen. Vielmehr viel Verzweiflung über das Verhalten des werten Gatten und dessen Ablehnung, gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Außerdem hatte ich verstanden, daß er selbst zunächst gar keinen Kontakt zu dem Kind haben wollte. Eine Änderung seiner Einstellung in einem so wichtigen Punkt hätte er durchaus mitteilen dürfen. Bevor er Fakten schafft. Aber soviel Charakter hatte er offensichtlich nicht.

Für mich ist es sehr nachvollziehbar, daß man irgendwann nicht mehr in der Lage ist, sich in den anderen hineinzuversetzen, der einen so sehr verletzt hat. Es geht halt irgendwann nicht mehr.

brighid
26.02.2009, 16:48
. Aber soviel Charakter hatte er offensichtlich nicht.




dann kann sie doch froh und dankbar sein, wenn sie sich vertschüsst.

denn dann hat sie dieses charakterlose schwein, dass sie hintergangen hat und hintergeht, ihr aber wie schon so richtig beschrieben wurde, auch mit den 3 nicht leiblichen kindern damals geholfen hat-

dann hat sie ihn los. wo er ja auch so ein rabenaas ist und nicht aufgrund ihres hsterischen schreiens nicht auf eine therapie einlässt.

die sie übrigens, auch für sich alleine, schlichtweg in bausch und bogen wegwischt und für unnötig und unnütz hält.

warum therapie? braucht doch hier keiner.

Mirabilis
26.02.2009, 16:52
Es geht wohl unter anderem darum, dass die TE ihrem Mann übel nimmt, dass er sich nicht an die getroffene Absprache bezüglich des NICHTUMGANGs mit dem außerehellichen Kind hält.



nein, sie hat explizit geschrieben:

WENN irgendwann mal Kontakt mit dem Kind - nur mit mir gemeinsam

und das ist das, was ER ihr von Anfang an, als das rauskam gesagt hat - und ER hat sich daran nicht gehalten.

Dass hurt mit der ganzen Situation arge Probleme hat, wer kann es ihr verdenken - sie selber sieht ja auch ihre Probleme und genau deshalb hat SIE den Vorschlag einer Therapie gemacht.
Weil sie weiß und genau das hat sie auch geschrieben, dass sie ihm den Umgang mit dem Kind nicht verbieten kann und nicht verbieten will.
Aber sie können beide lernen, mit dieser Situation umzugehen.

Und er verweigert sich und er hintergeht sie weiterhin.

Und das ist das Problem.

Inaktiver User
26.02.2009, 16:53
Ich habe mir gerade das allererste Posting der TE nochmals zu Gemüte geführt.

Es ist erschreckend für mich. Da wird allen Ernstes dem Kind - selbst als es noch ungeboren war - der Vorwurf der Verantwortlichkeit für den Freitod des Sohnes gemacht. Nicht nur einmal!!!

Da wird freimütig zugegeben, dass man den Mann nicht mehr hat ausreden lassen über seine Wünsche bezüglich Umgang mit dem außerehelich Geborenen.

Die TE gibt offenherzig zu "mitleidlos" gegenüber den Bedürfnissen des Partners gewesen zu sein, als der Mangel an Kenntnis über dieses Kind an ihm nagte.

Was ist das für ein partnerschaftliches Verhalten, hallo?

Sie erträgt es nicht, wenn er dieses Kind liebt. Das sagt die TE.

Dann muss sie gehen. Ist meine Meinung.

Tanja

Vivi23
26.02.2009, 16:53
Sie verquickt den Freitod und die pure Existenz des Kleinkindes miteinander; hier:

Zitatanfang: Außerdem habe ich Angst, das Kind zu sehen. Es sieht meinem/unserem Sohn angeblich wie aus dem Gesicht geschnitten aus. Und ich habe Angst, dass ich dieses Kind hasse, weil ich denke, wegen ihr hat mein Kind sterben müssen (jaja, war nicht so, aber wenn mein Sohn nicht gestorben wäre, wäre dieses Kind nie geboren worden...usw. Versteht ihr?) Ja, dieser personifizierte Verrat in Person eines Kindes vor mir - davor habe ich Höllenangst. An der Mutter ist mein Freund definitiv nicht interessiert - im Gegenteil, er hasst sie bis aufs Blut, weil er selber ja weiß, wie berechnend das alles gelaufen ist und weil die Situation so ist wie sie jetzt ist. Zitatende.

Tut mir leid, aber solch eine Geisteshaltung einem Kleinkind gegenüber finde ich fürchterlich.


Es ist ersteinmal sehr ehrlich und zeigt, wie tief die Verletzungen sind, die nicht nur durch das Kind, sondern auch durch die besonderen Umstände bei seiner Zeugung verursacht wurden. Und nur weil das Kind selbst nichts dafür kann, muß doch Hurt nicht ihre Gefühle einfach verdrängen - oder doch? Weil da eine skrupellose Andere mit voller Absicht schwanger geworden ist, soll sie unter völliger Selbstverleugnung zum Wohle eines ihr fremden Kindes alles abnicken - auch wenn das anders abgesprochen war? Das finde ich viel verlangt. Zu viel.

Mirabilis
26.02.2009, 17:02
die sie übrigens, auch für sich alleine, schlichtweg in bausch und bogen wegwischt und für unnötig und unnütz hält.

warum therapie? braucht doch hier keiner.


Richtig, alleine wollte sie nicht, weil sie schon in zwei Therapien war...wegen ihrem Mann und ihrem Kind.
Bist du der Meinung, wer zwei Therapien hinter sich hat, wischt das mit Bausch u. Bogen weg?

Inaktiver User
26.02.2009, 17:09
nein, sie hat explizit geschrieben:

[B][COLOR=Red]WENN irgendwann mal Kontakt mit dem Kind - nur mit mir gemeinsam





Das ist das Kernproblem, denn ihr Mann hat in der damaligen, wahrscheinlich für alle äusserst belasteten Situation, ein Versprechen abgegeben, das er gar nicht einhalten konnte.

Er hat dann gegen seine eigene innere Überzeugung auch noch probiert, diesem Versprechen nicht untreu zu werden. Nur ist ihm dies nicht (ich sage Gott sei Dank) gelungen, und er hat den Kontakt mit seiner Tochter aufgenommen.

Durch diese mehr als zweijährige Drucksituation hat er auch keine Rücksicht mehr auf seine Frau genommen, weil er sie u.a. auch dafür verantwortlich gemacht hat, dass er keinen Kontakt mit seinem Kind aufnehmen durfte.

So hat sich dieses ganze Drama richtig hochgeschaukelt und ist leider so unschön ausgegangen.

Das wäre sicher zu vermeiden gewesen, wenn man bereits bei der Geburt des Kindes einen gangbaren, also realistischen Weg gefunden hätte.

Zu versuchen den Kontakt mit dem eigenen Kind zu vermeiden, war für diesen Mann zumindest keine realistische Option.

lg bujo

Mirabilis
26.02.2009, 17:14
Es ist erschreckend für mich. Da wird allen Ernstes dem Kind - selbst als es noch ungeboren war - der Vorwurf der Verantwortlichkeit für den Freitod des Sohnes gemacht. Nicht nur einmal!!!

ich habe jetzt dreimal das Posting gelesen - ich kann davon absolut nichts lesen.
Ich lese, dass sie ihm Vorwürfe macht, aber nicht diesem ungeborenen Kind, wo steht das? Könntest du die Stelle mal zitieren?

Das hurt an ihren verstorbenen Sohn denken muss, wenn sie an das Kind denkt, deshalb auch Angst hat es zu sehen, das wundert mich wirklich nicht - man sehe sich nur mal den zeitlichen Zusammenhang an.

Und sorry Leute, diejenigen welche selber Eltern sind, es gibt für Eltern nichts schlimmeres...ihr solltet wirklich zumindest erahnen!! können, was das für ein grausamer Verlust das ist, wie sehr dieser einen belastet, dass sich die Gedanken oft um nichts anderes drehen, es einen innerlich zerreißt....und oft Kleinigkeiten genügen, um das alles was passiert ist, wieder abzurufen.

Es ist für mich völlig normal, dass hurt das alles nicht trennen kann, gerade weil ihr Mann sie in dieser Zeit so im Stich gelassen hat.

hurt, du hast wirklich ein Paket zu tragen, dass du alleine nicht tragen kannst - und mit diesem Mann auch nicht.
Du solltest dir jemanden suchen, der dir dabei hilft :blumengabe:

Vivi23
26.02.2009, 17:16
Das ist das Kernproblem, denn ihr Mann hat in der damaligen, wahrscheinlich für alle äusserst belasteten Situation, ein Versprechen abgegeben, das er gar nicht einhalten konnte.

Er hat dann gegen seine eigene innere Überzeugung auch noch probiert, diesem Versprechen nicht untreu zu werden. Nur ist ihm dies nicht (ich sage Gott sei Dank) gelungen, und er hat den Kontakt mit seiner Tochter aufgenommen.

Durch diese mehr als zweijährige Drucksituation hat er auch keine Rücksicht mehr auf seine Frau genommen, weil er sie u.a. auch dafür verantwortlich gemacht hat, dass er keinen Kontakt mit seinem Kind aufnehmen durfte.

So hat sich dieses ganze Drama richtig hochgeschaukelt und ist leider so unschön ausgegangen.

Das wäre sicher zu vermeiden gewesen, wenn man bereits bei der Geburt des Kindes einen gangbaren, also realistischen Weg gefunden hätte.

Zu versuchen den Kontakt mit dem eigenen Kind zu vermeiden, war für diesen Mann zumindest keine realistische Option.

lg bujo

Es ist manchmal so, daß man ein Versprechen gibt, das man später nicht halten kann. Dann muß man aber den Mut haben, sich dem zu stellen und mit dem Partner sprechen. Es ist kein "Glück", daß der Mann HEIMLICH den Kontakt zu seinem Kind aufgenommen hat. Es ist feige und egoistisch.

Es war in seiner Verantwortung, VORHER mit Hurt darüber zu sprechen, daß sich seine Einstellung geändert hat.

Inaktiver User
26.02.2009, 17:18
Vivi, welche der Verletzungen der TE hat dieses Kind höchstpersönlich ihr beigefügt?

Keine einzige. Dieses Kind hat nicht nach seinem woher und wohin und warum gefragt.

Was maßt sich die TE an bestimmen zu wollen? Und mit welchem Recht überhaupt? Sie vermischt so vieles, was nichts miteinander zu tun haben sollte.......

Ihr Mann und dieses Kind haben ein gesetzlich verbrieftes Recht darauf, miteinander Umgang pflegen zu können. Und wenn er es wollte, könnte er es sogar einklagen.

Desweiteren hat dieser Mann ein Haus für sie, ihre Kinder aus erster Ehe und das gemeinsame Kind gekauft und saniert. Er hat IHRE Kinder aus erster Ehe mit großgezogen. Er hat sie, IHRE Kinder und das gemeinsame Kind jahrelang um- und versorgt.

Ich kann nur sagen, ich finde es total vermessen, diesem Mann das Umgangsrecht mit dem Kind absprechen zu wollen. Ich spreche nicht davon, dass die TE alles huldvoll nickend absegnen soll. Aber sie soll sich ein Beispiel nehmen an ihrem Mann, der drei Kinder angenommen hat. Und ich verkenne nicht die Unterschiedlichkeit der Situation.

Aber ich frage mich, wieso hier Unterschiede an den Kindern gemacht werden sollen, die meines Erachtens nicht die leiseste Daseinsberechtigung haben.

Naja, die TE sollte demnächst ihr Gehirn und ihren gesunden Menschenverstand (wieder) einschalten, auch ein klein wenig Empathie für ihren Mann aufbringen und dessen Notlage, in die ihn nur die TE durch ihr eigenes Verhalten bringt, würdigen.


Tanja

P.S.: Ich kann jedenfalls nicht einen Deut Mitgefühl für das Lamento der TE empfinden. Aber vielleicht lege ich auch einfach zu viel Wert auf Kindeswohl.

angie2
26.02.2009, 17:22
Liebe Hurt,


lass Dich erst mal drücken.

Ich kann Dich sehr gut verstehen, auch wenn ich nicht in dieser Situation bin.

Die Aussage Deines Mannes bedeutet ja, dass er 50 % der kargen bisher mit Euch verbrachten Zeit mit seiner Tochter verbringen will. Punkt. Aus. Basta.

DEINE Gefühle interessieren ihn gar nicht mehr.

Passiert bei Männers übrigens häufiger, wenn sie sich schuldig fühlen.

Und dass er nicht begreift, dass ERST MAL Kennenlernen nötig ist und dann über Erhöhung der Besuchsfrequenz gedacht werden soll ... finde ich sehr übel.

In unserer Gesamtfamilie besteht zu allen Kindern guten Kontakt, denn - wie Du ja auch anerkannt hast... was können die Kinder denn dafür.

Aber.... er hat Dich halt ins Gesamtpaket entgegen Eurer Abmachungen nicht eingebunden.... auch wenn es Stress bedeutet hätte. Und ja, wenn sich ein Betrüger keinen Stress zumuten möchte... Feigheit geht dann einfach irgendwann nicht mehr.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft.:blumengabe::blumengabe::blumengabe:

Liebe Grüße

angie

Inaktiver User
26.02.2009, 17:24
Hallo Mirabilis,

ich bin nicht so gut im Zitieren, werde aber später nochmals darauf zurückkommen.

Aber ich habe gelesen, dass du die Poster, die Eltern sind, verstehst; dass du verstehen kannst, welch ein grausamer, schrecklicher Verlust der Freitod des Sohnes für die TE ist und für jeden anderen, der ein Kind verliert, sein muss.

Siehst du denn nicht, dass die TE genau dies, genau diesen Verlust, diesen Verzicht ihrem Mann zumuten will? Dass sie ihn dazu zwingen will - und es auch zwei Jahre lang geschafft hat -, diese Kind aufzugeben?

Glaubst du denn allen Ernstes, dass diese Kind irgendwann im Erwachsenenalter eine Vater-Kind-Beziehung (und sei es auch nur ein Wochenendpapa) nachholen kann?

So jetzt guck ich nach dem Zitieren.

Tanja

P.S. Hier das Zitat:

"Außerdem habe ich Angst, das Kind zu sehen. Es sieht meinem/unserem Sohn angeblich wie aus dem Gesicht geschnitten aus. Und ich habe Angst, dass ich dieses Kind hasse, weil ich denke, wegen ihr hat mein Kind sterben müssen (jaja, war nicht so, aber wenn mein Sohn nicht gestorben wäre, wäre dieses Kind nie geboren worden...usw. Versteht ihr?) Ja, dieser personifizierte Verrat in Person eines Kindes vor mir - davor habe ich Höllenangst. An der Mutter ist mein Freund definitiv nicht interessiert - im Gegenteil, er hasst sie bis aufs Blut, weil er selber ja weiß, wie berechnend das alles gelaufen ist und weil die Situation so ist wie sie jetzt ist." (War leider das 2. Posting der TE)

Verstehst du jetzt, was ich meine? Dieses Kind ist der personifizierte Verrat? Aber hallo!

Vier Monate nach dem Freitod ihres Kindes ist ihrem Mann dieser "Ausrutscher" passiert. Ich kann mir schon vorstellen, dass ein solcher Betrug extra schmerzhaft ist. Das ist wohl noch etwas verletztender als Fremdgehen während der Schwangerschaft.

Vivi23
26.02.2009, 17:29
Naja, die TE sollte demnächst ihr Gehirn und ihren gesunden Menschenverstand (wieder) einschalten, auch ein klein wenig Empathie für ihren Mann aufbringen und dessen Notlage, in die ihn nur die TE durch ihr eigenes Verhalten bringt, würdigen.


Tanja35, ich finde Dein Post #75 unsäglich, insbesondere diesen Abschnitt. In die "Notlage" hat sich der arme Kerl selbst gebracht, weil er besoffen außerehelich gevögelt hat, ohne ein Gummi zu benutzen.

Und ja, mit tut das Kind auch leid, das schon von seiner Mutter nur als Instrument benutzt wird. Das ändert aber nichts daran, daß sich der Vater gegenüber Hurt falsch verhalten hat. Und ob die Situation jetzt dem Kindeswohl dient, kann von hier ohnehin niemand sagen.

Inaktiver User
26.02.2009, 17:30
Es ist manchmal so, daß man ein Versprechen gibt, das man später nicht halten kann. Dann muß man aber den Mut haben, sich dem zu stellen und mit dem Partner sprechen. Es ist kein "Glück", daß der Mann HEIMLICH den Kontakt zu seinem Kind aufgenommen hat. Es ist feige und egoistisch.

Es war in seiner Verantwortung, VORHER mit Hurt darüber zu sprechen, daß sich seine Einstellung geändert hat.

Da hast Du doch vollkommen recht, ich wollte ihn auch gar nicht beschützen, sondern eher aufzeigen, wie es so weit kommen konnte.

Und dass hurt eine ganz bes......ne Zeit hinter sich bringen musste, das wissen wir doch alle, und ihre Gedanken, die sie in dieser Situation hat, sind auch für alle nachvollziehbar.

Ich sehe ihren Mann nur nicht als den "Schuldigen", auch wenn er sich natürlich richtiger hätte verhalten können. Aber offenbar war der auch in diesen ganzen Verirrungen so verstrickt, dass er zu einer angemessenen Reaktion nicht fähig war.


lg bujo

themir
26.02.2009, 17:30
Es ist erschreckend für mich.

Da wird freimütig zugegeben, dass man den Mann nicht mehr hat ausreden lassen über seine Wünsche bezüglich Umgang mit dem außerehelich Geborenen.







Meine Güte :knatsch: :knatsch: :knatsch: !!
... Kannst Du Dich wirklich nicht ein klitzekleines bißchen in die Gefühlswelt der TE einfühlen :knatsch: ???



... Was macht Dich so "angriffsbereit" und urteilend bei dieser Situation? Welches "Knöpfchen" wurde bei Dir gedrückt? ...

themir
26.02.2009, 17:33
Da hätte ich dann auch die Schnauze voll und würde nicht mehr ruhig und gelassen reagieren.



:blumengabe:

Inaktiver User
26.02.2009, 17:36
Ich denke nach 3 1/2 Jahren sollte die TE mit der Situation längst zurecht kommen. Deshalb meine ich: professionelle Beratung muss her.
Oder Trennung - aber das will sie bisher ja nicht.

Was ist das denn für eine Partnerschaft, wo der Mann fragen soll, wenn er sein Kind trifft?

Vivi23
26.02.2009, 17:37
Ich sehe ihren Mann nur nicht als den "Schuldigen", auch wenn er sich natürlich richtiger hätte verhalten können. Aber offenbar war der auch in diesen ganzen Verirrungen so verstrickt, dass er zu einer angemessenen Reaktion nicht fähig war.


oder nicht fähig sein wollte.

Mirabilis
26.02.2009, 17:47
Siehst du denn nicht, dass die TE genau dies, genau diesen Verlust, diesen Verzicht ihrem Mann zumuten will? Dass sie ihn dazu zwingen will - und es auch zwei Jahre lang geschafft hat -, diese Kind aufzugeben?



nein Tanja, ich sehe bei allem Schmerz den hurt durchleidet, dass sie ihren Mann angefleht hat und das mehrmals!!, dass er mit ihr zusammen eine Therapie macht - damit beide lernen mit der Situation umzugehen.
In dieser Therapie soll er nicht lernen auf das Kind zu verzichten, sondern sie beide sollen lernen, wie sie mit der bestehenden Situation = vorhandenes Kind, umgehen können.

Das heißt, von ihrer Seite ist der Wille, sich damit auseinanderzusetzen da.

Er aber verweigert diese Therapie.
Er verweigert sogar Gespräche.
Er verheimlicht weiterhin.

Und so kann das nichts werden.

Er lässt hurt mit ihrem Schmerz - den er verursacht hat, alleine.
Friss oder stirb.

Inaktiver User
26.02.2009, 17:55
Themir,

bei mir hat niemand ein "Knöpfchen" gedrückt. Ich versuche die Angelegenheit nun einmal auch aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Nämlich aus der des Kindsvaters.

Ihm soll der Umgang mit seinem Kind komplett verweigert werden. Das ist nicht rechtens. Und in meinen Augen ist Kindesentzug eine Notlage. Eine Notlage, in der ihn die TE halten will. Sieht man das denn nicht?

Wie bereits gesagt, NIEMAND würde sich zwischen mich und mein Kind stellen, gar niemand, dem sein Leben lieb wäre.

Die TE ist selbst vierfache Mutter. Ich kann nicht nachvollziehen, wieso sie sich das Recht anmaßt, darüber bestimmen zu wollen, wen (und in diesem Fall ist es ein KLEINKIND) ihr Mann liebhaben darf und wen nicht.

Ich muss jetzt leider weg.

Ich würde ansonsten noch gerne weiter posten, denn mich macht der Standpunkt völlig kirre, dass es ja so viel garstiger ist, in 15 Jahren einen betrunkenen, völlig verunglückten, vermutlich aus schierer Verzweiflung und Trauer resultierenden ONS zu haben, denn einen Mann, den man partnerschaftlich behandeln sollte, laut eigenem Bekunden hysterisch und mitleidlos anzuschreien, ihm den Umgang mit seinem - auf unglückliche Art gezeugten - Kind verbietet und noch weiter so ganz nebenher ein Kind zu verteufeln, das nicht darum gebeten hat, kurz nach dem zusammenhanglosen Freitod gezeugt zu werden.

Vivi23
26.02.2009, 17:59
Ich muss jetzt leider weg.

Ich würde ansonsten noch gerne weiter posten,

Kein Bedarf, danke.

Mirabilis
26.02.2009, 18:02
Ihm soll der Umgang mit seinem Kind komplett verweigert werden. Das ist nicht rechtens. Und in meinen Augen ist Kindesentzug eine Notlage. Eine Notlage, in der ihn die TE halten will. Sieht man das denn nicht?

.......
Ist das hier eine Endlosschleife oder was?

hurt hat NIE geschrieben, dass sie ihm dem Umgang mit dem Kind komplett verweigern will.

Was sagst DU denn nun dazu, dass er

- keine Therapie machen will, um das Problem zu lösen
- nicht mit hurt darüber sprechen will, um das Problem zu lösen
- weiterhin verheimlicht?



Wie bereits gesagt, NIEMAND würde sich zwischen mich und mein Kind stellen, gar niemand, dem sein Leben lieb wäre.

wer stellt sich denn dazwischen?
Komm mal wieder runter!



Ich würde ansonsten noch gerne weiter posten, denn mich macht der Standpunkt völlig kirre, dass es ja so viel garstiger ist, in 15 Jahren einen betrunkenen, völlig verunglückten, vermutlich aus schierer Verzweiflung und Trauer resultierenden ONS zu haben, denn einen Mann, den man partnerschaftlich behandeln sollte, laut eigenem Bekunden hysterisch und mitleidlos anzuschreien, ihm den Umgang mit seinem - auf unglückliche Art gezeugten - Kind verbietet und noch weiter so ganz nebenher ein Kind zu verteufeln, das nicht darum gebeten hat, kurz nach dem zusammenhanglosen Freitod gezeugt zu werden.

ich glaube auch, dass du völlig kirre bist um nicht zu sagen: du hast nen Knall!

Inaktiver User
26.02.2009, 18:04
Mirabilis,

diese Postings unterliegen doch immer der freien Interpretation, nicht wahr?

Und ich persönlich frage mich, was soll denn (weg-) therapiert werden bei diesem Mann? Sein Wunsch, dieses kleine Kind zu sehen?

Ich lese ebenfalls große Verzweiflung aus den Postings der TE heraus; aber ich lese auch noch etwas anderes: Nämlich sehr, sehr großen Egoismus der TE.

Ihr Mann hat gefälligst den Umgang mit diesem Kind zu unterlassen, weil sich für die TE der Freitod ihres Sohnes mit der puren Existenz dieses Kindes auf irrationale (aber menschlich verständliche) Weise verquickt hat.

Für mich ist es Sache der TE, diesem Konglomerat an geistigen Wirrungen möglicherweise therapeutisch zu begegnen.

Aber es ist nicht Sache des Mannes der TE, gnädigst um Erlaubnis zu bitten, sein Kind aufzusuchen zu dürfen.

Jetzt aber los 35. Tschüß

Vivi23
26.02.2009, 18:06
@Mirabilis:blumengabe:

Inaktiver User
26.02.2009, 18:09
oder nicht fähig sein wollte.

Ja, vielleicht auch das,

aber das ist alles auf dieses unrealistische Vorgehen von vor drei Jahren zurückzuführen, das nun aber auch nicht mehr zu ändern ist.

Das lässt ihn jetzt auch so beharrlich auf "stur" schalten, obwohl dies der nächste Fehler ist.

lg bujo

Inaktiver User
26.02.2009, 18:09
Mirabilis, mag sein, dass mein Standpunkt nicht der hier übliche ist, der mit der überschäumenden Empathie für die TE, die ja hier die Betrogene ist.

Und nen Knall - mag sein, dass ich das habe. Aber meine Freunde schätzen das an mir.

Tanja

brighid
26.02.2009, 18:10
@ tanja- ich bin völlig deiner meinung.

lasse einfach gut sein.

da kannst du gegen wände posten.

das bringt absolut nichts

Mirabilis
26.02.2009, 18:18
Und ich persönlich frage mich, was soll denn (weg-) therapiert werden bei diesem Mann? Sein Wunsch, dieses kleine Kind zu sehen?

und noch einmal:

es soll nichts weg therapiert werden, sondern in der Therapie soll gelernt werden, wie man am besten mit der bestehenden Situation umgeht.

Was in aller Welt ist daran soo schwer zu begreifen, erkläre es mir - ich verstehe es wirklich nicht.

Was hast du für Auffassungen von Therapien?



Ihr Mann hat gefälligst den Umgang mit diesem Kind zu unterlassen, weil sich für die TE der Freitod ihres Sohnes mit der puren Existenz dieses Kindes auf irrationale (aber menschlich verständliche) Weise verquickt hat.

du hast immer noch nicht meine Fragen beantwortet.

hurt ist bereit einiges zu tun, damit sie in Zukunft besser mit den Besuchen ihres Mannes bei dem Kind umgehen kann.

Ihr Mann scheint aber gar kein Interesse daran zu haben.

Und auch hier noch einmal:

Was sagst DU denn nun dazu, dass er

- ER keine Therapie machen will, um das Problem zu lösen
- ER nicht mit hurt darüber sprechen will, um das Problem zu lösen
- weiterhin verheimlicht?

Vivi23
26.02.2009, 18:18
Ja, vielleicht auch das,

aber das ist alles auf dieses unrealistische Vorgehen von vor drei Jahren zurückzuführen, das nun aber auch nicht mehr zu ändern ist.

Das lässt ihn jetzt auch so beharrlich auf "stur" schalten, obwohl dies der nächste Fehler ist.

lg bujo


Ist es so unrealistisch, wenn ein Mann in einer solchen Situation meint, er möchte keinen Kontakt zu dem Kind? Das soll es schon häufiger gegeben haben. Und ich fand an sich eine Vereinbarung für ein gemeinsames Vorgehen, falls doch, ziemlich vorausschauend. Schade nur, daß er sich nicht daran gehalten hat.

Mirabilis
26.02.2009, 18:25
Ist es so unrealistisch, wenn ein Mann in einer solchen Situation meint, er möchte keinen Kontakt zu dem Kind? Das soll es schon häufiger gegeben haben. Und ich fand an sich eine Vereinbarung für ein gemeinsames Vorgehen, falls doch, ziemlich vorausschauend. Schade nur, daß er sich nicht daran gehalten hat.

Ich finde dieses Verhalten auch nicht unnormal.

Einem anderen User hier im Forum geht es ja auch so.
Er will vorerst auch keinen Kontakt zu dem Kind und falls es dann doch einmal dazu kommen sollte, dann in Absprache mit seiner Frau.
(Auch der Mann der TE wollte keinen Kontakt und auch ging das zuerst von ihm aus - auch wenn hurt das ganz Recht war.)

Sollte er sich dann - nach dem Vertrauensbruch des Fremdgehens, nicht an seine Abmachung halten, so wäre dieses ein erneuter Vertrauensmißbrauch.

Also das, was der Mann der TE hier gemacht hat und durch sein verheimlichen dann noch wiederholt gemacht hat.

Erschwerend kommt hier die furchtbare Situation u. der Zeitpunkt hinzu, die hurt geschildert hat.

Feinsinn
26.02.2009, 18:29
Was für ein großes Glück für das Kind und den Vater, dass er davor
"nicht" gefragt hat, ob es recht ist oder nicht, das Kind zu sehen.

Er hat seinen gesunden Menschenverstand benutzt und
wer weiß, sein Vatergefühl. Ach so, ich vergaß diese verachtenswerte
Kindsmutter. Es sieht so aus, als ob er in einigen Jahren in
Begleitschutz von hurt sein Kind mal sehen kann / darf.


Soll "er" deshalb jetzt eine Therapie machen, weil er mal was versprochen hat und gebrochen? Das andere Kind kann man nicht mehr lebendig machen, so schwer der Verlust auch ist.
Aber wie lange darf er nun nicht selbst bestimmen, was er
für richtig hält und tun möchte, mit dem eigenen Kind Kontakt zu
haben?

Kopfschüttel!

Mit so einem Verhalten (hurt) bewirkt man genau das Gegenteil.
Wenigstens ich würde mich ganz bestimmt nicht danach halten.

Kein Mensch der Welt könnte mir verbieten oder nahelegen, meine
Kinder nicht zu besuchen / zu sehen. Egal aus welchem moralischen
oder sonstigem Grund.

Hätte er gefragt, die Antwort wusste er schon vorher.

Fassungslos!

brighid
26.02.2009, 18:32
der mann kann überhaupt an keiner front mehr gewinnen.

egal, was er wie tut- er bekommt zumindest verbale prügel.

also kann er auch tun, was er mag- gekreische und gekeiffe gibts auch jeden fall.

maru1234
26.02.2009, 18:38
Mirabilis,

diese Postings unterliegen doch immer der freien Interpretation, nicht wahr?

Und ich persönlich frage mich, was soll denn (weg-) therapiert werden bei diesem Mann? Sein Wunsch, dieses kleine Kind zu sehen?

Ich lese ebenfalls große Verzweiflung aus den Postings der TE heraus; aber ich lese auch noch etwas anderes: Nämlich sehr, sehr großen Egoismus der TE.

Ihr Mann hat gefälligst den Umgang mit diesem Kind zu unterlassen, weil sich für die TE der Freitod ihres Sohnes mit der puren Existenz dieses Kindes auf irrationale (aber menschlich verständliche) Weise verquickt hat.

Für mich ist es Sache der TE, diesem Konglomerat an geistigen Wirrungen möglicherweise therapeutisch zu begegnen.

Aber es ist nicht Sache des Mannes der TE, gnädigst um Erlaubnis zu bitten, sein Kind aufzusuchen zu dürfen.

Jetzt aber los 35. Tschüß

Liebe Tanja 35,

ich finde - wie Mirabilis -, dass du völlig neben dem Thema stehst. Die TE wollte niemals den Kontakt zu dem Kind unterbinden, das war zuerst der Wunsch ihres Mannes und sie hat ihm natürlich (wenn auch wahrscheinlich gerne), zugestimmt. UND ausgemacht war, dass - falls sich etwas daran ändern sollte - das zuerst gemeinsam besprochen würde . Von Egoismus kann ich bei hurt nicht das Geringste erkennen - im Gegenteil - ihr Mann hat sie in ihrer Notlage auch noch betrogen und sie hat ihm das sogar noch verziehen. In einer Partnerschaft wäre es dann doch normal, dass man dann zuerst zusammen bespricht, wie als nächstes vorgegangen wird. Ich bin mir sicher, hurt und ihr Mann hätten einen Weg gefunden, das Kind der Anderen in ihre Familie mit einzubeziehen. So aber hat er alles im Alleingang gemacht und ist jetzt auch noch trotzig, dass hurt mit ihm zu einem Eheberater will. Ich finde, das ist doch wohl das Mindeste, was er für hurt tun könnte nach dem ganzen Schlamassel.

brighid
26.02.2009, 18:50
so unterschiedlich sind die wahrnehmungen eines textes und einiger weniger aussagen dazu.

und dann gibts noch seine wahrnehmung und ihre. und das was "neutrale" dritte dazu zu sagen hätten.

Inaktiver User
26.02.2009, 18:52
Ja, es gibt ein unschuldiges Kind in dieser Tragödie. Es gibt außerdem einen Vater, der seine Frau betrogen hat (ohne ein Kondom zu benutzen) und der nicht zum erstenmal verantwortungslos rumgevögelt hat, denn da gibt es noch ein außereheliches Kind, und es gibt die Mutter des Kindes, die sich in voller Absicht schwängern ließ.

Und da gibt es hurt, die in ihrer schlimmsten Zeit von ihrem Ehemann betrogen wurde, und der der zeitliche Zusammenhang mit dem Tod ihres Sohnes und der Zeugung eines neuen Kindes das Herz schwergemacht hat.

Ansonsten lasse ich hurt hier nochmal zu Wort kommen - für alle die, die sich merkwürdigerweise weigern, sich an die Fakten zu halten und statt dessen munter vor sich hininterpretieren und nur das lesen wollen, was in ihr vorgefertigtes Bild passt. Und was sie dann noch schönreden wollen, weil man angeblich das Wohl eines fremden Kindes über das Wohl der eigenen Kinder und über sein eigenes Wohl stellen soll. Nein, ich verstehe hurt voll und ganz - als sie ihren Mann am dringendsten brauchte, hat er eine andere geschwängert. Und sie hat ihm verziehen, bis er sie wieder belogen und hintergangen hat. Was soll sie denn noch alles schlucken? Ihre Pflicht ist es nicht, an das fremde Kind zu denken, sondern an ihre eigenen. Und nach allem was sie durchmachen musste, auch an ihr eigenes Wohl.


Ich versuche nochmal, sachlich die Tatsachen aufzulisten und lasse den Tod meines Kindes jetzt einfach mal außen vor.

Wir sind in einer intakten (?) Beziehung. Aus welchen Gründen auch immer, betrügt mich mein Mann. Nach 9 Monaten ringt er sich durch mir zu beichten. Ewiges Hin und Her und 1000 Gespräche, in denen er mir mitteilte,versprach, versicherte usw.:

1) möchte keinesfalls Kontakt mit dieser Frau. U.a. begründet danmit, dass er weiß, dass sie dann wieder "angreift" und sich in unsere Familie drängt
2) ganz klar ihr, mir und allen, die es hören wollten oder auch nicht mitteilte, er zahlt, wird aber nicht für die beiden zur Verfügung stehen
(als Vater oder sonst was)
3) sein Familie (wir) gehen ihm über alles
4) niemals Kontakt mit ihr oder dem Kind OHNE mich mit einzubeziehen aufnehmen will und dies auch als einzige Chande für uns sieht (und an diesem Punkt, und nur diesem Punkt habe ich ihm klar gemacht, nur so geht es und nicht anders!)

Dies Aussagen kamen übrigens alle von ihm selbst, ohne Druck oder sonst was von mir.

Das hat knapp 2 1/2 Jahre funtioniert. Wenn sie ihn anrief, erzählte er mir das. Ich (!!) fragte ihn, ob er nicht eine Kleinigkeit für seine Tochter zu den Geburtstagen und Weihnachten besorgen wolle. Soweit ok.

Dann Tag X, wo mir aus heiterem Himmel mitgeteilt worden ist, man habe ein "Familientreffen" abgehalten (er, mein Sohn, sie + das Mädchen) Hallo? Soviel zum einbeziehen.

Danach hörte ich zufällig ein Telefongespräch von ihm und merkte, dasss sie dran ist. Und war mehr als platt, über den beflissenen, entegegenkommenden, überfreundlichen Ton, mit dem er mit ihr sprach. Tja, dann checkte ich einige Wochen sein Handy (JA! Ich habe es getan - und gut so, sonst würd ich immer noch blöd im Wald stehen) und siehe da - mindestens 1 bis2 Telefonate in der Woche (die, die ich überhaupt mitbekam...). 3 Monate lang. Als ich ihn im Januar darauf ansprach - angeblich alles wegen Probleme bei dem Versicherungswechsel????? Klar.... Übrigens auch eine SMS an sie, die er nie geschrieben hat???? Er könne sich das gar nicht erklären...

Um es kurz zu machen, nachdem ich ihm die Pistole auf die Brust gesetzt habe, "Geständnis" er habe die Kleine schon öfter besucht und überhaupt, es ist ja schließlich 3 jahre her ("der alte Scheiß") und er will jetzt das Kind jeden 2. Sonntag und damit muss ich nun mal leben, schließlich hat er "mit ihr ein gemeinsames Kind" und wie lange er jetzt noch warten soll..... aber mit mir kann man ja eh nicht darüber reden (wie auch, er hat es ja nie versucht).

Nach diversen Dramen etc. mein 100 Versuch in a) zu einer Paartherapie zu überreden (Verweigerung, seine Aussage:"Ich brauche keinen Psychater um meine Tochter zu sehen" (!!!?)
und b) zu einem Gespräch zu überreden, welche Lösung es gäbe mit der wir beide leben könnten (wohlgemerkt, das kam alles von mir, er zeigt niemals keinerlei Anstalten darüber zu reden). Als ich ihn dann eben auf die Häufigkeit seiner geplanten Besuche ansprach (vorgestern), diese eiskalte Abfuhr.

Also ich weiß jetzt nicht, wer hier verkehrt gewickelt ist.... ???

..nein, ich bin mir sicher, dass er (noch) kein Verhältnis mit ihr wieder hat, aber ich bin mir sicher, dass sie schon wieder kräftig dran arbeitet (sie hat ja nun das ultimative Werkzeug und Druckmittel um den heißersehnten Kontakt zu halten). Ausgang ungewiss - sie wird ihn nie in eine Beziehung bekommen aber eine aufgewärmte Bettgeschichte...wer weiß...

themir
26.02.2009, 19:03
es soll nichts weg therapiert werden, sondern in der Therapie soll gelernt werden, wie man am besten mit der bestehenden Situation umgeht.



:fluestertuete: :schild genau:

themir
26.02.2009, 19:12
... Da geht es jetzt auch um Zeit und Nähe, die mit weiteren Personen geteilt wird, und die von der (ich sag mal ...) Hauptfamilie "abgezogen" wird.
... Dann kommen vielleicht noch Ängste bei hurt hinzu, daß ER doch noch zu der anderen Frau "wechselt"; egal was er momentan dazu sagt :knatsch: ... .

... Es ist eine sehr schwierige Situation ... .

Inaktiver User
26.02.2009, 19:24
Wi würdet ihr eine Mutter bezeichnen, die ihr Kind dem Vater überlassen würde, und drei Jahre lang keinen Kontakt zu ihm hält??

lg bujo

brighid
26.02.2009, 19:32
Kann man als Mann und Vater eigentlich überhaupt noch was richtig machen?

lg bujo


kaum. :in den arm nehmen:

Mirabilis
26.02.2009, 19:45
Wi würdet ihr eine Mutter bezeichnen, die ihr Kind dem Vater überlassen würde, und drei Jahre lang keinen Kontakt zu ihm hält??

das kommt ganz auf die Situation an bujo.
Könnte man diese Situation 1:1 umdrehen, ja dann wäre das eben so.
Ich bin der Meinung, dass jedes Kind erfahren sollte, wer die leiblichen Eltern sind, d.h.aber nicht, dass die leiblichen Eltern zwingend Kontakt zu dem Kind haben müssen.

Desweiteren war es hier die Entscheidungs des Mannes selber!, dass er zu diesem Zeitpunkt keinen Kontakt zu dem Kind wollte und sagte seiner Frau zu, dass, falls er dennoch mal den Wunsch verspüren sollte, dass eben nicht ohne sie geschehen würde.

Was ist dann so schwer daran, mit ihr zu sprechen?

Nach diesem schweren Vertrauensmißbrauch, wäre es doch wohl an ihm gewesen, diesen Fehler nicht nochmals zu machen.
Warum mißbraucht er nochmals hurts Vertrauen, warum tut er ihr das an?



Kann man als Mann und Vater eigentlich überhaupt noch was richtig machen?

ja, man kann sehr sehr viel richtig machen, nicht nur als Mann und Vater, auch als Frau und Mutter.

Liebe,Ehrlichkeit, Respekt, Vertrauen

und man kann auch aus schwerwiegenden Fehlern ---> Vertrauensmißbrauch, hier sogar mit Folgen, etwas lernen.

Manche lernen wohl nichts daraus, sie mißbrauchen wiederum das in sie gesetzte Vertrauen und das nicht nur einmal, sondern mehrfach.
Zudem sind sie nicht bereit, Zugeständnisse zu machen (Therapie, Gespräche)

Was hat er denn deiner Meinung nach richtig gemacht, bujo?

hurt
26.02.2009, 19:55
Vivi, welche der Verletzungen der TE hat dieses Kind höchstpersönlich ihr beigefügt?

Keine einzige. Dieses Kind hat nicht nach seinem woher und wohin und warum gefragt.

Was maßt sich die TE an bestimmen zu wollen? Und mit welchem Recht überhaupt? Sie vermischt so vieles, was nichts miteinander zu tun haben sollte.......

Ihr Mann und dieses Kind haben ein gesetzlich verbrieftes Recht darauf, miteinander Umgang pflegen zu können. Und wenn er es wollte, könnte er es sogar einklagen.

Desweiteren hat dieser Mann ein Haus für sie, ihre Kinder aus erster Ehe und das gemeinsame Kind gekauft und saniert. Er hat IHRE Kinder aus erster Ehe mit großgezogen. Er hat sie, IHRE Kinder und das gemeinsame Kind jahrelang um- und versorgt.

Ich kann nur sagen, ich finde es total vermessen, diesem Mann das Umgangsrecht mit dem Kind absprechen zu wollen. Ich spreche nicht davon, dass die TE alles huldvoll nickend absegnen soll. Aber sie soll sich ein Beispiel nehmen an ihrem Mann, der drei Kinder angenommen hat. Und ich verkenne nicht die Unterschiedlichkeit der Situation.

Aber ich frage mich, wieso hier Unterschiede an den Kindern gemacht werden sollen, die meines Erachtens nicht die leiseste Daseinsberechtigung haben.

Naja, die TE sollte demnächst ihr Gehirn und ihren gesunden Menschenverstand (wieder) einschalten, auch ein klein wenig Empathie für ihren Mann aufbringen und dessen Notlage, in die ihn nur die TE durch ihr eigenes Verhalten bringt, würdigen.


Tanja

P.S.: Ich kann jedenfalls nicht einen Deut Mitgefühl für das Lamento der TE empfinden. Aber vielleicht lege ich auch einfach zu viel Wert auf Kindeswohl.


Wow, da bleibt mir aber schon mal kurz die Spucke weg , wie überhaupt zu einigen der neueren Beiträge..... auf die ich gar nicht mehr eingehen möchte..... weil eigentlich alles schon mehrmals geschrieben wurde.

Klar können nicht alle meinen Standpunkt bzw. Gefühle nachvollziehen, erwarte ich auch gar nicht. Aber ich erwarte, bevor ich vernichtend jemand aburteile, die hier wiedergegebenen Nöten und Seelenschmerzen (nicht nur von mir, von allen! Dafür ist ja schließlich das Forum da!) sorgfältig durchzulesen. Und ehrlich gesagt finde ich es unverantwortlich, so überheblich und vernichtend seinen Text abzulassen - man kann Nichtverstehen oder Kritik auch anders verpacken!

Ihr haut hier einfach mit der Keule mal darauflos ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, wie der Betroffene eigentlich gestrickt sein könnte. Es gibt Menschen die sich in höchster Not hier ans Forum wenden und nicht jeder hat ein so stabiles Seelengerüst um mit der Art von Verurteilung, die einige von Euch sehr schnell in diesen Raum schmeissen, umzugehen. Schon gar nicht, wenn man sowieso auf Hilfe und Rat hofft. Diese Verhalten von euch sehe ich als sehr leichtsinnig und unverantwortlich an. Diese Überheblichkeit und Respektlosigkeit bei einigen von euch macht mich sprachlos und man kann nur hoffen, dass euch niemals ein wirklich instabiler Mensch in die Hände fällt.

Ich habe dieses Forum als eine Plattform des Austausches angesehen und für viele ist es sicherlich auch so. Leider sind einige hier unter uns, die regelrecht eingeschnappt reagieren, wenn man nicht sofort mit der von ihnen angeratenen Theraphie beginnt und postwendend in das gleiche Horn bläst. Wie trotzige Kinder benehmt ihr euch: "Komm , lass gut sein, sinnlos hier, die sind eh alle zu blöd für uns". Na, solche Reaktionen sind ja mal richtig sinnvoll und hilfreich. Dann bleibt doch einfach draussen! Nur mitmischen zum rumprügeln? Wie seid ihr denn drauf??....


Liebe Frau M. , Mirabilis, maru, Bujo,themir und viele andere: Danke für die Bemühungen etwas verständlich zu machen, aber es ist offensichtlich, dass einige es nicht wirklich interessiert und nur das sehen was sie wollen. Drum ist mein Kommentar zu dem Ganzen wahrscheinlich eh relativ umsonst.

Umso mehr schätze ich die Beiträge derer, die sich wirklich die Mühe gemacht haben, ein wenig hinter die Worte zu blicken und konstruktive Vorschläge gebracht haben - und ich bedanke mich auch für die sachlich vorgebrachten Kritiken. Habe über einiges nachgedacht und wir sind nun doch endlich wieder dabei, gemeinsam einen anderen Weg zu suchen.

Damit habe ich mein Ziel erreicht:

Ein paar von euch haben meiner Bitte entsprochen und mich mit wertvollen Gedanken aus meinem Tunnelblick befreit. Dadurch konnte ich meinem Mann wieder anders entgegentreten und er hat sich bereit erklärt, ein Gespräch mit einem Mediator zu führen, das wir auch schon hatten. Wir sind wieder auf einem gemeinsamen Weg, der sicher noch viele Stolpersteine birgt - aber wir versuchen es wenigstens wieder. Das war alles was ich wollte - einen Weg finden, mit dem wir beide und alle Beteiligten leben können.


Hurt

Vivi23
26.02.2009, 20:01
einen Weg finden, mit dem wir beide und alle Beteiligten leben können.


:blumengabe:
alles Gute dabei!

hurt
26.02.2009, 20:02
Danke vivi.... !

Mirabilis
26.02.2009, 20:08
Ein paar von euch haben meiner Bitte entsprochen und mich mit wertvollen Gedanken aus meinem Tunnelblick befreit. Dadurch konnte ich meinem Mann wieder anders entgegentreten und er hat sich bereit erklärt, ein Gespräch mit einem Mediator zu führen, das wir auch schon hatten. Wir sind wieder auf einem gemeinsamen Weg, der sicher noch viele Stolpersteine birgt - aber wir versuchen es wenigstens wieder. Das war alles was ich wollte - einen Weg finden, mit dem wir beide und alle Beteiligten leben können.




liebe Hurt, es ist schön, dass sich bei euch was tut!
Das was dir und ich spreche jetzt nur dich an! widerfahren ist, empfinde ich als so schlimm, dass ich mir einfach nicht vorstellen kann, dass du das alleine schaffst.
Auch ich bin das, was man allgemein *stark* nennt - aber in dieser Situation wäre meine Grenze eindeutig überschritten.
Man muss auch nicht immer stark sein - auch wenn andere das erwarten!
Ich würde dir und nur dir! dringend raten, dir jemanden zu suchen, der nur dir zur Seite steht, der ganz auf dich konzentriert ist.
Ob das ein Therapeut oder sonstwas ist - egal, jemand von dem du das Gefühl hast, dass er dir gut tut u. weiter hilft.
Dann eine zweite Person, die für euch beide da ist.#
Ich wünsche dir alles Gute! :blumengabe:

maru1234
26.02.2009, 20:11
Liebe hurt,

es freut mich wirklich sehr für dich, dass du und dein Mann einen Weg gefunden habt. Ich finde, du hast alles richtig gemacht und alles getan, was man tun kann, um die Partnerschaft zu retten. Nun ist dein Mann an der Reihe. Ich wundere mich auch immer, wie manche in diesen Foren versuchen, einen Ratsuchenden schlecht zu machen. Ich lese gerne in diesen Foren, aber einen eigenen Strang würde ich gar nicht eröffnen wollen, weil es leider sehr viele gibt, die scheinbar eine echte Freude daran haben, alles schlechtzureden, anstatt einem Hilfe zu geben. Alles erdenklich Gute!!!!

Inaktiver User
26.02.2009, 20:14
Auch von mir alles alles Gute, hurt! :blumengabe:

Joshuatree
27.02.2009, 01:03
Huch!!!!
Jetzt schau ich hier wieder vorbei...dachte Schokofuchs hätte den Vogel bereits abgeschossen...aber nein! Der war noch nicht mal geortet zu diesem Zeitpunkt.
Inzwischen ist er mehr oder weniger weggebombt worden...:ooooh::ooooh::ooooh:der Vogel, echt...unglaublich...
aber hier darf eben jeder mitschreiben, auch Teenager...wir wissen ja nicht in welchen Alter hier so manche sind...nein nein.

Hurt! Nimm es nicht persönlich!
Ich freue mich riesig für dich, dass etwas Licht am Ende des Tunnels aufscheint! Gehe deinen Weg!!! Ich wünsche Dir dass es ein gemeinsamer wird mit deinem Mann!!!:blumengabe:

Inaktiver User
27.02.2009, 07:38
Auch von mir alles alles Gute, hurt! :blumengabe:

Dem möchte ich mich gerne anschließen!!!

lg bujo

Inaktiver User
27.02.2009, 10:40
Man kann versuchen, zwischen den Zeilen zu lesen. Man kennt ja
nur das, was hier zitiert wurde. Da es um hurt geht und nicht um
uns, die vielleicht auch die außergewöhnlichsten, teils schmerzhaften
Formen von Vertrauensbruch, Notlügen usw. erlebt haben im
Familienkreise oder nächstem Umfeld, klingt manches hart gegenüber
hurt. Gelogen und betrogen wird oft, manches kommt nicht raus.
Die hochschwangere Nachbarin, deren Mann sie betrügt, während
sie gerade ihr Kind verliert und lange im Krankenhaus liegt.
Die Nachbarin, die ihr erstes Kind zur Adoption gibt, dann einen
wunderbaren Partner findet und noch drei Kinder bekommt.
Am Ende erfährt man dann, dass das vierte Kind vom Nachbar ist
und nicht vom Mann, der Mann weiß es und ein enger Freund und
ich, keiner sagt was. Der Mann hält zur Frau, sie lügt und betrügt
Jahre weiter, der Mann hält zur Frau. Sie beklagt sich bei mir
oft bitterlich über ihn. Manchmal weiß man garnicht, was man da
noch sagen will.

In der weiteren Familie gibt es einige, die sich das Leben genommen
haben. Ihre Angehörigen müssen damit zurecht kommen und sie
machen es bewundernswert. Dann ist da die Frau mit drei Töchtern,
deren Mann jahrzehntelang im Ausland arbeitet und nur zweimal
im Jahr daheim ist, sonst schickt er Geld. Dass sein drittes Kind
von seinem eigenen Vater ist, wissen einige in seinem Heimatort.
Trotzdem hält er zu seiner Frau, der Vater/ Opa des Kindes ist
jetzt verstorben. Es gibt so viele Geschichten, die ich so mitbekomme.

Es wird weiter gelogen, betrogen. Um den Alltagsproblemen zu
entfliehen, weil man sowieso davon ausgeht, dass die Nächsten
einen nicht verstehen würden, manchmal gibt es einfach keine
plausiblen Gründe. Man betrügt und lügt einfach. Wenn es die
anderen tun, ist es besonders schlimm.

Die Literatur und Filme sind voll von diesem Phänomen.

Es wäre interessant, die Sichtweise des Mannes anzuhören.

Da fällt mir noch die Geschichte ein, in meinem nächsten
Familienkreis. Ein 82jähriger Mann, der seinen Sohn seit 50
Jahren nicht sehen konnte. Grund, die Mutter hatte aus lauter
Hass den Sohn in jungen Jahren so bearbeitet, dass er den
gleichen Hass gegen den Vater hat. Die ältere Schwester hat
zum Glück bei diesem "Du-musst-den-Vater-hassen-er-ist-schlecht-Spiel" nicht mitgemacht und ein herzliches Verhältnis. Inzwischen
hat der Opa seit Jahren heimlichen Kontakt zum Enkel, Sohn des
Sohn und der Enkel ist sehr glücklich darüber, beide.
Auch die Schwiegertochter fördert diesen Kontakt, aber der
50jährige Sohn und der 82jährige Vater werden in diesem
Leben niemals zusammenkommen.

Wenn jemand verletzt wurde, was wir alle nachvollziehen können,
können wir es nicht mehr rückgängig machen.

Irgendwann muss man von vorne anfangen.

Manches wird nie wieder, so wie es davor war. Es wird halt
anders.

Rache, Hass, Vergeltung, verbittert sein, Vorwürfe, nicht
vergessen können usw. sollte man irgendwann mal
aussetzen.

Mirabilis
27.02.2009, 10:45
whiteblossom, es gibt Dinge, die kann man nicht vergessen - egal ob man das will oder nicht.

Inaktiver User
27.02.2009, 11:20
Guten Morgen Hurt,

also als erstes möchte ich mich ganz, ganz tief und ehrlich bei dir entschuldigen: Ich habe nur zwei deiner Postings übersehen, doch leider hat sich für mich aus diesem "Überlesen" ein komplett katastrophales Bild deiner persönlichen Einstellung ergeben. Sorry, ich habe die doch rasante Entwicklung deines Thread nur "nebenbei" verfolgt; deshalb vermutlich dieses "quasi Überlesen".

Dass du durchaus reflektiert mit dieser ganzen verfahrenen Situation versuchst umzugehen, habe ich erst heute Morgen entdeckt, als ich ein Zitat eines deiner Postings las - ich bin dabei zutiefst erschrocken: Woher kam bitte diese doch ganz vernünftige Einstellung?

Vielleicht sollte ich nicht versuchen, zu viele Dinge im multitasking-Verfahren zu erledigen. Bei deine Thread hier habe ich ja wohl einen Totalschaden produziert.

Nochmals Entschuldigung. Ich schäme mich, dass mir zwei deiner Mitteilungen entgangen sind; wie bereits gesagt, ergab sich für mich deshalb das furchteinflößende Bild einer äußerst egozentrischen Persönlichkeit, bei der ich aber auch im Reallife nicht davor gescheut hätte zu sagen, was ich von ihrem - vermeintlichen - Ansinnen halte.

Wie leicht sich manche Menschen ihrer Kinder entledigen, ist mir nämlich erst dieser Tage untergekommen.

Da hat eine Bekannte (ich kann sie nicht mehr Freundin nennen) doch lautstark und intensiv darüber nachgedacht, ihre beiden ältesten Kinder (Grundschule und Kindergarten) in ein Heim oder zu Pflegeeltern abzugeben, weil sich ihr "neuer" Lebensgefährte, mit dem sie jetzt auch ein Kind hat, an der puren Existenz und der damit einhergehenden Verpflichtung zur Fürsorge der beiden Ältesten stört. Sie seien ihnen (also der Mutter und ihrem Gspusi) eine enorme Last, die man doch auch abgeben könne.

Katastophe, diese Denke. Und dass ich dieses "Weggeben" als Verrat ansah, ja schon das laute Darübernachdenken als Kindesmisshandlung, konnte sie einfach nicht verstehen.

Und dann stoße ich - praktisch noch unter "Schockwirkung" - auf deinen Thread, überlese "geflissentlich" nur zwei Postings und schreibe - unter dem Eindruck deiner vermeintlich "gemeinen, egoistischen Art" - meine sehr harschen Plädoyers zur absoluten und unvoreingenommenen "Kindesannahme". Naja. Mein Blickwinkel auf dich persönlich und deine Lebenssituation hat sich jedenfalls nach dem Lesen der zwei zuvor übersehenen Postings gründlich geändert.

Wie gesagt, bitte entschuldige.

Mein Blickwinkel, mein Standpunkt zum Annehmen und Fürsorgen für ein Kind wird sich jedoch wohl niemals ändern.

Ich habe früher viele familienrechtliche Dinge berufsbedingt und einfach auch so aus dem Leben mitbekommen müssen. Du kannst mir glauben, dieser "Erfahrungsschatz" reicht mir für immer. Aber das Schlimme ist, vieles wiederholt sich immer wieder - nur mit unterschiedlichen Protagonisten.

Vielleicht ist auch das ein Punkt, der mich immer wieder dazu veranlasst, Position für das Kind zu beziehen und zwar nur für das Kind.

Vielleicht darf ich dir aber auch noch ganz kurz erläutern, was mich höchstpersönlich so sehr dazu "anstachelt" so vehement auf die Einbeziehung eines "Kegelkindes" Wert zu legen.

Ich habe einen Verwandten, er ist jetzt schon etwas älter.

Auch er ist das Produkt eines Kurschattens, ein außereheliches Kind.

Seine Mutter war schwer lungenkrank, deshalb ja auch in Kur. Es kam wie es kommen musste, noch als Kindergartenkind stand er auf einmal alleine da. Seine Mutter war ihrem Lungenleiden erlegen.

Die Ehefrau seines Erzeugers wollte unter keinen Umständen nie und nimmer mit dem Seitensprungrelikt ihres Gatten konfrontiert werden. Er hat dies wohl widerstandslos akzeptiert.

Die Großeltern meines Verwandten (beide schon sehr hochbetagt, einer von beiden im Übrigen schwer krebskrank und dazu noch einer der strengsten prothestantischen Sekten angehörig) waren hoffnungslos überfordert mit der Erziehung eines quirligen kleinen Kindes. Andere nähere Verwandte, die ihn hätten aufnehmen können, gab es nicht. Oder wollte es nicht geben?

Die Großeltern gaben ihn jedenfalls in ein Internat unter strengster christlicher Leitung, sahen ihn - wenn überhaupt - nur noch in den Ferien und ansonsten war er für alle Beteiligten gestorben.

Er hat unsäglich unter der "christlichen" Erziehung der dortigen "Pädagogen" gelitten.

Alles in allem ist ihm dort jedenfalls das Leben gründlichst versaut worden.

Sprachstörungen, Bindungsstörungen, das volle misshandelte-Heimkind-Syndrom.

Vielleicht schätze und mag ich ihn deshalb auch so gerne, weil ich weiß wie unverhältnismäßig ungerecht das Leben bereits in seinen frühesten Jahren zu ihm war. Und weil er trotzdem kein psychopathischer Schwerkrimineller wurde, sondern ein herzensguter, vielleicht zu gutmütiger Mensch geworden ist.

Ich habe mich deshalb immer wieder, so lange ich denken kann, gefragt, wie man dazu kommen kann, ein kleines Kind, das niemanden auf der Welt mehr hat, auf dem Altar der eigenen Rechtschaffenheit faktisch zu opfern.

Und er ist bei weitem nicht der einzige; das ist ein weiteres Kind, auch aus der weiteren Verwandtschaft, das ich kenne. Es wächst bei den steinalten, schwer gebrechlichen Großeltern auf und bangt jeden Tag, ob Oma und Opa morgens auch wieder aufgewacht sind und sich weiter um es kümmern können. Seine Mutter ist psychisch schwer erkrankt und kann sich nicht kümmern.

ie neue Frau des Vater des Kindes möchte aber nicht, dass das Erstgeborene (das ja von einer Verrückten abstammt) quasi ihre beiden nachgeborenen Kinder "infiziert". Also reduziert der Göttergatte den Kontakt zu seinem vorhelichen Kind auf NULL.

Und das sind NUR zwei sehr liebe Menschen, die ich als Einzelperson kenne. Dazu die beiden Kinder der oben genannten Bekannten, die abgeschoben werden sollen. Ich weiß manchmal nicht, wie ich so etwas verstehen soll.

Wenn ich dann im Gebrauchtenstrang neben an lese: "Es stinkt mir, dass mein Gebrauchter alle 14 Tage sich um seine Gören kümmern muss, denn das geht uns von der gemeinsamen Paarzeit ab", dann geht mir die Hutschnur hoch. Noch so ein paar unerwünschte Kinder.

Naja Hurt, dies ist jetzt wohl ein sehr langes Posting geworden.

Ich hoffe, dass du mir nicht mehr länger böse bist - ich habe wohl einfach zu flüchtig mitgelesen.

Und ich hoffe des Weiteren, es gelingt dir, die Interessen und Bedürfnisse, die du, dein Partner und alle involvierten Kinder haben, unter einem Hut zu einen, ohne dass dabei einer der Beteiligten auf der Strecke bleiben muss.

Tanja

themir
27.02.2009, 11:35
Themir,

bei mir hat niemand ein "Knöpfchen" gedrückt.




Hallo Tanja,
schön, daß Du "Deine Knöpfchen" entdeckt hast, und die hurt auch mitgeteilt hast :blumengabe: .

Ich glaube, daß wir alle hier doch noch ein paar Dinge für´s Leben dazulernen können - und das manchmal dieses Betrachten von unterschiedlichen Seiten andere "Ergebnisse" bringen könnte :smirksmile: ... .





:blume:

Inaktiver User
27.02.2009, 11:58
Hallo Themir,

naja, ich fand, dies Hurt mitzuteilen, war wohl das Mindeste, was ich tun konnte....

Und ich bin auch der Meinung, dass ich sie wissen lassen sollte, warum ich so vehement dafür bin, dass man versuchen sollte, auch solch ein "außer der Reihe" gezeugtes Kind anzunehmen.

Mein Verwandter ist wirklich solch ein liebenswerter Mensch und wenn ich an sein Schicksal denke, dann kommen mir jedesmal die Tränen, denn er hatte es fürchterlich, fürchterlich schwer im Leben....

Mutterlos mit fünf, Vater sein Lebtag lang absolut desinteressiert, Großeltern religiös-fanatische Kirchgänger mit entsprechend brutalen "Erziehungsmethoden", zur Einschulung in ein kirchliches Internat..... bei dessen Erziehungspraktiken wohl die schlimmsten Phantasien der hier Schreibenden durchaus Realität gewesen sein können.

Ich denke, dass es vor diesem Hintergrund vielleicht auch etwas verständlicher ist, dass ich so "die Keule schwang".

Tanja

Vivi23
27.02.2009, 12:37
@Tanja35: selten, daß sich jemand so verhaut und dann die Größe hat, das auszusprechen und dafür um Entschuldigung zu bitten! :blumengabe:

Erstgeliehen
27.02.2009, 13:06
Rache, Hass, Vergeltung, verbittert sein, Vorwürfe, nicht
vergessen können usw. sollte man irgendwann mal
aussetzen.

:blumengabe:

So ist es. Das schlimmste, was ich einmal zu hören bekam, war dass in einer Familie sich viele Männer das Leben genommen haben und einige Frauen es auch schon vor hatten. Das ging schon mehrere Generationen so. Ich bin nicht so Recht dahinter gekommen, was es war. Ich vermute aber eine Art der Schizophrenie und ein zarter Hang zur Kunst und dem Übersinnlichen als Flucht.

Aus diesen Verstrickungen sich zu befreien hätte sehr sehr gute professionelle Hilfe gebraucht, aber ich glaube, dass sie diese nicht hatten. Der Therapeut hätte mit der Familie sprechen müssen, um zu klären und auch mal vor Ort sein müssen, um der Sache nachgehen zu können.

Ich finde es schlimm, was die TE erlebt hat und es ist viel zu verarbeiten. Ich würde den Selbstmord des Kindes schon als Trauma bezeichnen und das Kind des Mannes eher als etwas, was retraumatisiert. Ich kann da nur dringend zu professioneller Hilfe raten oder mal einer Kur.
Da ist einiges zu verarbeiten und das wird nur mit erstarktem Selbstbewusstsein sein können und ich könnte mir vorstellen für mich selbst, dass ich in so einer Beziehung nur noch wäre, wenn ich diesen Mann wirklich sehr lieben würde und gleichzeitig nicht diese Nähe bräuchte und auch andere Lebensinhalte hätte auf die ich mich stützen kann und aus denen ich Erfolg ziehe oder vielleicht allgemein nur eine konstante Beziehung brauche, aber ohne super hohe Erwartungshaltung daran, wo auch ein Seitensprung nicht so zerstörrerisch wirken würde. So eine Art notfalls offener Beziehung.

Oder eben an der Heilung dieser Beziehung arbeiten. Nur dann muss seinerseits mit den Lügen Schluss sein. Das heißt aber auch wieder, dass man mit der Wahrheit umgehen können muss.

hurt
27.02.2009, 14:31
Liebe Tanja,

Deine Entschuldigung ist angekommen und angenommen! Ich respektiere und achte es sehr, wenn man imstande ist, einen Fehler zuzugeben und auch den Anstand hat sich zu entschuldigen.

Und auch wenn man die Hintergründe für gewisse "Urteile" klärt - das erleichtert widerum das Verstehen des Anderen.

In diesem Sinne ziehe ich meinen Hut vor Dir,

alles Gute

Hurt

Inaktiver User
27.02.2009, 15:34
Danke schön, Hurt.

Geht es dir denn heute schon etwas besser?

Weißt du, es befreit manchmal schon ganz schön, sich hier in der Anonymität den ganzen Schrott von der Seele schreiben zu können.

Und vielleicht findest du ja auch Lösungsansätze aus Erfahrungsberichten anderer Frauen hier in der Bricom oder kannst jedenfalls Schlüsse daraus für dich ziehen, was du für angemessene Reaktionen hältst und was nicht.

Achje, dieses Forum der Betrogenen - und ich nehme mich da überhaupt nicht aus, im Gegenteil: Ich habe auch schon einiges vom Vater meines Kindes eingesteckt und aus vorherigen Beziehungen - es polarisiert schon sehr.

Ich merke manchmal jedenfalls, dass es mich hier schon schwer umtreibt, wenn ich lese, auf welch perfide Art und Weise hier Menschen - Frauen und Männer - hintergangen werden. Es zerrt und zipt jedenfalls schwer an den vorhandenen Narben.

Eben weil ich auch schon perfide hintergangen wurde und selbst mich immer daran gehalten habe, niemals einer anderen Frau in die Beziehung pfuschen zu wollen. Praktisch so als Ehren- oder Frauensolidaritätskodex, den ich bei manchen - auch RL - sehr vermisse.

Naja, ich jedenfalls mag nicht auf der Unversöhnlichkeitsschiene reisen und finde, dass es sehr schön ist, dass dein Partner und du diese echt unglückliche Eskapade damals überstanden habt.

Vielleicht schafft ihr es ja auch jetzt nochmals, diese Klippe zu nehmen.

Ganz ehrlich: Ich kenne das auch, dieses Nichtmitmirredenlassenwollen. Dieses sobald das Minengebiet berührt wird Indieluftgehen. Aber: Es bringt nichts. Dein Partner meint, er könne nicht mehr mit dir reden, was seinen Umgang mit dem Kind der anderen anbelangt.

Ich kann nur zu gut verstehen, dass du stinkesauer auf ihn bist, dass er alles hintenrum arrangiert hat. Aber ich kann auch ihn verstehen, dass er meint, mit dir wäre nicht zu reden. Du hast selbst mitgeteilt, dass es wohl eine ganze Weile so war....?

Wenn ich fragen darf, was macht dir eigentlich den Umgang deines Jüngsten so sehr vergällt mit diesem Kind? Ist es, dass dein Kind auf die Mutter des anderen trifft?

Tanja

hurt
28.02.2009, 22:39
Weißt Du Tanja, die Situation war damals hart genug. Ich habe mich aber entschieden zu bleiben - mit allen Konsequenzen. Ich gebe zu, vielleicht nicht wirklich durchdacht bzw. die Tragweite nicht realistisch abschätzend.

Wie auch immer, es ging kanpp 3 jahre gut und man wiegt sich in trügerischer "Sicherheit". Das Tag "X" kommt - ja, aber irgendwann und niemals jetzt. Schwer genug. Der Knackpunkt (meine subjektive Sicht) war einfach der, das er mich ausgeschlossen hat bei dem Entschluss, "jetzt ist es soweit mein Kind kennenzulernen". Für mich beziehungstechnisch überlebenswichtig war sein Versprechen, wann immer es sein sollte, als FAMILIE und PAAR ihr gegenüber aufzutreten. Und das hat er negiert. Komme ahnungslos nach Hause und erfahr von meine Sohn, sie hatten "Kennenlern-Aktion". Mal eben so. Er hat mich "versucht anzurufen" (und nicht erreicht- klar, weil ich in Schulung war! An diesem Nachmittag! Sowas.... weiß man auch erst 5 Minuten vorher, was?)

Und ab da ging es nicht mehr. Ich war erst mal sprachlos. Am nächsten Tag packte ich meine Stiefel und rannte geschlagene 3 Stunden (!) durch den Wald, und er rannte 3 Stunden schweigend hinter mir her!! Keine Entschuldigung, keine echte Erklärung - nichts. (Seine Art mir zu zeigen dass er weiß, dass er Mist gebaut hatte) Wieder daheim sagte ich nur, "NIE WIEDER dieses hinter meinem Rücken". Nicken von ihm. 2 Wochen später geht er zur Tür raus mit den Worten, er fahre noch schnell zur Mutter, zur Schwester, zum Kumpel und zur L.-.-. (Kind) um Nikolausgeschenk abzugeben. Wumm, raus zur Tür, ich steh da mit offenem Mund.

Hm, ok, nicht hinter meinem Rücken - aber ehrlich - besprochen oder in Einigkeit mit mir - das war es ja wohl nicht.... Und UNSER Sohn bekam übrigens kein Nikolausgeschenk von ihm.....Das konnte ich mir leider nicht verkneifen zu erwähnen - ich meine, er hat doch ZWEI Kinder, oder nicht? Nun, ab da konnte man mit mir ja "nicht mehr reden". AB DA konnte er tatsächlich nicht mehr mit mir reden - ist mir das so sehr zum Vorwurf zumachen?

Kannst Du meine Wut und Zorn ab diesem Zeitpunkt nachvollziehen? Naja, und dann kam irgendwie dieser Tunnelblick und reinsteigern (jaaaahaaaa, ich gebs ja zu!) auch noch dazu.... und dann die "Hysterie" = Wutpfeileschleudern = Sachlichkeit und Ruhe verlieren.

Jedenfalls, wir sind wieder auf einem Weg, morgen holt mein Mann die Kleine, unser Sohn ist dabei, die unternehme was - und ich... ich bin Gott sei Dank auf ein Seminar und habe ja nicht wirklich eine Wahl, aber ich habe die Hölle Kopfkino abstellen können und früher oder später wird das Kind auch bei uns zu Hause landen... hmmpff, vielleicht ist sie ja auch ganz süß, 3 jährige sind ja ganz süß...

...jedenfalls besser jetzt aufarbeiten als in 10 Jahren wenn alles verkrustet und hart ist und keiner mehr weiß um was es eigentlich ging...


..ich weiß nicht ob mich jemand versteht, aber dieses Verlustthema ist nun mal ein großes Thema in diesem meinem Leben (wie es scheint) und ich denke, ich kann es nur lösen mit annehmen und lieben.. alles andere beschert mir nur die Hölle - siehe die letzten 4 Monate....und auch Trennung ist nicht die Lösung, damit habe ich die Hölle (Kopf) nicht abgestellt und erledigt....

arrrghhh, wollte nicht soviel preisgeben, egal, schicks jetzt ab, der Abend ist spät, ich hab jetzt 2 Gläser Wein intus und vielleicht liest auch keiner mehr :smile:

hurt

Inaktiver User
01.03.2009, 13:03
Männer sind nicht so, dass sie Frauen teilhaben lassen an ihren Gedanken und Plänen. Die machen einfach und fragen nicht. Wenn du das weißt, sparst du dir eine Menge Ärger.

Und da ist sein Kind von einer Frau, von der er nichts will.
Versöhne dich damit. Lade es ein. Es wird ganz putzig sein.

Am einfachsten machst du dir es, wenn du dich wirklich mit dem Thema versöhnst.

Ich wünsche dir viel Glück dabei!

Vivi23
01.03.2009, 18:58
Liebe hurt,

Du bist auf dem richtigen Weg - er ist steinig und dornenreich, aber aus meiner Sicht der einzige. Du wirst ihn meistern. :blumengabe:

Alles Gute,
vivi

Inaktiver User
02.03.2009, 17:35
Hallo Hurt,

leider kann ich dir heute nicht ausführlich antworten....aber ich habe mir ehrlich gesagt dieses Wochenende schon einige Gedanken zu deiner Situation gemacht. Und ehrlich: Ich wollte dir ganz primitiv vorschlagen, das ganze Problem vorerst auszulagern - so wie du es schon getan hast, sprich: Du sorgst dafür, dass er (und euer Kind) erstmal mit dem Kleinkind beschäftigt sind mit den üblichen Wochenendpapabespassungsmöglichkeiten, also Zoo, Kasperltheater, Kinderkino, Spassbad etc. pp.

Gut, dass du dir erst einmal Luft verschaffst und der ganzen Sache irgendwie die augenblickliche Schärfe nimmst.

Alles, alles Gute, Tanja

Inaktiver User
03.03.2009, 23:59
Finde es echt gut, dass das Kind wirklich etwas vom Vater hat.
Also nicht nur Geschenke, sondern ihn erlebt.

Klingt nach Eifersucht auf die Kindsmutter, da könnte wieder
was aufflammen?

Ich durfte weder meinen leiblichen Vater treffen, richtig kennen-
lernen noch meinen Großvater. Einmal als ich 3 Jahre alt war,
gab es einige Minuten einen Kontakt zum Vater. Als er starb, war
ich 21, ich erhielt vom Notar den Schlüssel zu seiner Wohnung
und fand Fotos von mir, die nahm ich mit, sonst nichts.

Meine Mutter, ihr neuer Partner und sonstige Verwandte haben
eine weitere Begegnung verhindert. Hatte ja Stiefvater.

Meinen Großvater, Vater meiner Mutter, den durfte ich auch
nicht treffen, der wiederum hatte aber selber eine Stiefmutter, meine
Stief-Urgroßmutter, bei der ich regelmäßig Ferien und Wochenende
war und die ging das Risiko ein und nahm mich 2-3 mal heimlich
mit zum Großvater. Was für ein tolles Erlebnis, unvergesslich.

Von ihm habe ein 600 Seitenbuch mit Widmung damals bekommen.
Das gibt es nicht mehr. Macht nichts. Die Begegnungen mit ihm
waren viel eindrucksvoller. Er war ein toller Mensch. Inzwischen
gibt das meine Mutter auch zu. Gestern bekam ich einen 4 Seiten
langen Brief, unerwartet, da stand einiges drin, was sie wohl
mir gegenüber falsch gemacht hat. Vielleicht wollte sie das
loswerden, da sie alt und krank ist.

Ich hätte gerne viel mehr Zeit mit meinem Großvater verbracht.
Die Großeltern von der Seite meines leiblichen Vaters habe ich
nie kennengelernt, waren im Ausland.

Geschenke wären für mich als Kind nicht mal so wichtig gewesen,
obwohl Kinder es lieben. Die gabs von meinem Großvater, als
ich ganz klein war, schöne Spiele, Bilderbücher, später durfte
ich nichts mehr annehmen ab ca. 6 oder 7 Jahren.

Meine Mutter und andere Verwandte haben halt Schicksal
gespielt und bestimmten, was besser für mich ist und wer
mit mir Kontakt haben darf und wer nicht.

Schade. Seit gestern weiß ich, dass meine Mutter jetzt ein
schlechtes Gewissen hat wegen vieler Dinge.

Mein Großvater war mehrmals verheiratet, bei der Testamentseröffnung war ich nicht
dabei, hatte an dem Tag gerade einen Sohn bekommen,
aber mein damaliger Mann war dabei und dann erfuhr meine
Mutter und ihre Geschwister, dass es da noch zwei unbekannte
Schwestern in USA gab.

In den letzten Monaten hörte ich plötzlich andere Töne und
die Probleme, die der Großvater bewältigen musste und
wie schrecklich seine Frauen waren (auch meine
Großmutter), einige kannte ich und
selbst als 12jähriges Mädchen habe ich das schon damals
schnell erkannt.

Später habe ich in meiner angeheirateten Familie das selbe
merkwürdige Verhalten erlebt. Da wollte wieder jemand Schicksal
spielen und anderen verbieten, Kindern von Elternteil, Großeltern,
Tanten, Onkels fernzuhalten. Auch da gab es dann eine
beherzte Oma, die das Risiko einging, die Enkel doch für zwei
Stunden den anderen zu zeigen unter Androhung, dass die
gesamte Familie nie wieder in ihrem Leben diese Kinder sehen
darf. Einmal wurde sie erwischt und sie musste schwören, dass
sie sich zukünftig an das Kontaktverbot halten musste.

Es gibt schon seltsame Menschen und Verhalten.

Wie gesagt, persönlicher Umgang ist 100 mal mehr wert als
irgendwelche Geschenke

hurt
01.04.2009, 02:16
Hallo ihr Lieben,

die, an die , die selben Hoffnungen nach einem"Happy End "wie ich trugen (sah ja auch so aus...) - REALITÄT: HAPPY END - WENN AUCH STEINIG.. (blabla) gibt es nur im Film. Ehrlich!

WOW. Ultimative, realitätsbezogenen Bauchlandung. Ich war 14 Jahre, als ich "Die Wolfsfrau" las und eigentlich alles kapierte und klar war - wer, in Gottes Namen BRACHTE MICH DAVON AB ???

30 weitere Jahre um mich dahin zu bringen, wo ich schon längst einmal war ?? Na vielen Dank, Wer hat denn den Umweg veranlasst??

"wHITEBLOSSOM "Es gibt schon seltsame Menschen und Verhalten. "

Zitatende,
Yup. Hurt. Iss echt so.

Inaktiver User
01.04.2009, 08:20
Hallo hurt, :blumengabe:

wie gehts dir jetzt? Und wie kams zum endgültigen Bruch?

Liebe Grüße
Simonie (früher FrauM)

themir
01.04.2009, 09:07
Na vielen Dank, Wer hat denn den Umweg veranlasst??






... das fällt wohl unter Erfahrungen ...




... Manchmal gehen wir im Leben halt Wege, die in der Rückschau nicht so toll waren. ... Dann haben wir jedoch die Möglichkeit, ein Stück zurückzugehen und uns zu "sammeln", um in einen anderen Weg -neu- einzubiegen :blumengabe: ... .

Sumpfhuhn75
02.04.2009, 13:50
ich denke an dieses Kind und mein toter Sohn taucht vor mir auf. Ich meine, versteht ihr - ich habe mein Kind verloren während er ein Neues zeugt!!!???
Erstmal :blume: wegen Deinem Sohn.

Ich denke, es wäre gut, diese beiden Themen (bzw. diese beiden Kinder) voneinander zu "trennen". Denn das eine hat mit dem anderen ja gar nichts zu tun.

Ich denke, dass weißt Du, aber emotional ist es trotzdem "verwoben". Ich kenne dieses komische Phänomen (ich hatte eine ältere Schwester, die ermordet wurde).

Ich würde das an deiner Stelle -unabhängig von Deinem Partner- mit einem Therapeuten klären. Familienaufstellung kann da auch sinnvoll sein - allerdings muß man mit der Auswahl des Therapeuten da sehr sehr kritisch sein, weil viel Humbug angeboten wird. Aber bei einem guten Therapeuten bringt das sehr viel.


Über das Thema mit ihm zu sprechen ist fast unmöglich, da wir und ganz ehrlich vor allem ich, emotional so stark damit behaftet bin, dass ich zum Schluss doch immer wieder hysterisch rumschrei oder heule.

Deswegen verheimlicht er dir so viel - im Grunde schützt er Dich damit. Obwohl das natürlich so keinen Sinn macht.

Wenn Du ihn liebst, würde ich mich nicht trennen. Lieber erstmal Zeit für mich nehmen, das Thema selbst mit einem Therapeuten reflektieren etc.

Kennst Du das Mädchen schon persönlich? Vielleicht würdest Du sie ja ins Herz schließen? Das Kind ist schließlich völlig unschuldig.

Ich wünsch Dir alles Gute!
Sumpfhuhn

Inaktiver User
03.04.2009, 22:09
liebe hurt,

sagt dir familienaufstellung etwas? das ist eine heilende methode, die gerade in so verstrickten situationen, wie deine es ist, helfen kann. dazu brauchst du auch nicht deinen mann.

anyway, alles gute, dass dein schmerz bald abklingt und du dann den mut hast, schuldzuweisungen und verurteilungen loszulassen - weil sie dich nicht weiterbringen.

sigi:blumengabe: