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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Verzicht auf Antihormontherapie



smartie1001
15.02.2009, 18:03
Vor vier Wochen bekam ich wegen einem sehr kleinen Tumor und einem DCIS meine rechte Brust entfernt. Inzwischen wurde mir beim nachstationären Gespräch empfohlen eine Antihormontherapie zu beginnen, Chemotherapie und Bestrahlungen sind nicht erforderlich.

Ich glaube sicher das mir die Antihormontherapie bessere Überlebenschanchen bietet, alledings kann ich mich nur schwer darauf einlassen. Wenn ich von den Nebenwirkungen höre wird mir ganz schwindelig. Am liebsten würde ich jetzt alles hinter mir lassen und keine weitere Therapie beginnen.

Gibt es Frauen die sich, gegen die Empfehlung der Ärzte, gegen diese Therapie entschieden haben? Wie sind die Erfahrungen?

Sabinek1
27.02.2009, 18:57
Ich gehöre zu den Frauen, die eine AHT machen. Ich nehme seit 11/07 Tamoxifen und bekomme einmal im Monat Zoladex gespritzt.
Die Nebenwirkungen halten sich sehr in Grenzen, anfangs hatte ich z.B. Hitzewallungen, inzwischen nicht mehr so doll. Man kommt durch die AHT in die Wechseljahre - ich wäre eh hineingekommen.
Ich weiß natürlich nicht, wie alt Du bist.
Für nähere Informationen empfehle ich Dir das Brustkrebs-Forum bei Startseite (http://www.curado.de). Da sind sehr kompetente Frauen, die Dir bei Deiner Frage, ob AHT oder nicht bestimmt weiterhelfen können.
Liebe Grüße,
Sabine

clematis61
27.02.2009, 22:04
Hallo smartie,

nun wolltest du ja Antworten von Frauen, die sich gegen eine AHT entschieden haben.

Ich gehöre nicht dazu.
Ich hatte 2006 BK, danach Chemo und Bestrahlung. Anschl nahm ich
Tamoxifen.

Mir hat damals die AHTleider nicht geholfen. Der Krebs kam zurück.

Im Jan. 2008 hatte ich Organmetastasen.
Es folgten 8x Chemo und Herceptin alle 3 Wochen.
Und wieder habe ich mich für AHT entschieden, diesmal nehme ich Arimidex.
Wieder mit allen Nebenwirkungen, wie Wechseljahrsbeschwerden, Hitzewellen, Gelenkshmerzen.

Aber es ist eine Möglichkeit, mein Leben, was durch meine Erkrankung begrenzt ist, etwas zu verlängern und eträglich, heißt lebenswert, zu machen. Trotz aller Nebenwirkungen.

Jederfrau
07.03.2009, 12:12
Hallo,

bin heute erst auf die Seite gestoßen, jedoch gleich das Thema gefunden welches mich persönlich auch interessiert: Verzicht auf die Antihormontherapie!

Dazu muss ich folgendes vorab erzählen. Ich bin 27, wurde vor zwei Wochen operiert. Her2 positiv, IRS ER 12/8. Der Hormontempel schlechthin. Nun, ich habe noch keine Strahlentherapie hinter mir oder dergleichen. Derzeit suche ich Rat, denn von Seiten der Ärzte kann ich das leider nicht erwarten. Wenn man nämlich von einem Professor zu hören bekommt, dass ihm mein weiterer Werdegang, ich zitiere:"...einen Scheiß interessiert.", und das nur, weil man seinen Vorschlag kritisiert bzw. in Frage stellt, fühlt man sich eben nicht gut aufgehoben.

Warum kritisiere ich einen Einnahme von Tabletten, die meinen kompletten Organismus auf den Kopf stellen...? Vielleicht genau deswegen und weil ich mir sehr viele Gedanke über die Ursachen mache. Ich habe keine Tochtergeschwülste, meine Lymphknoten sind sauber. Die Wundränder des Tumors sind es auch. Es wurde BET operiert. Alle sonstigen Untersuchungen waren sehr gut. Sprich Lunge, Leber, Knochen,.....

Ich bin so geneigt, dass ich nun einen Gentest machen werde und wenn mit meiner DNA alles stimmt, ich keine Antihormontherapie eingehen werde, ausser es gibt einen Menschen, auch gerne einen Schulmediziner, welcher mich aufgrund von einschlägigen Tatsachen überzeugen kann. Ich brauche natürlich keinen Menschen der mich davon überzeugen muss zu leben, nein, aber ich möchte jemanden haben, der mich über ALLE Nebenwirkungen aufklärt und mit mir von Mensch zu Mensch spricht. Ist das zuviel verlangt?

Ich hab zwar jetzt viel von mir geschrieben, doch was ich dir damit sagen wollte, ist, dass es Menschen gibt, die nicht immer davon überzeugt sind was Ärzte, Statistiken und andere sagen und meinen. Leichtfertigkeit ist auch fehl am Platz, aber der gesunde Verstand nicht. Ich selbst suche noch nach Rat..... Wie jede Frau.

Ich werde zudem versuchen meiner Seele auf den Grund zu gehen und dabei zu bleiben was ich schon begann, SPORT; GUTE ERNÄHRUNG UND LEBENSFREUDE, auch wenn meine Arzt sagtes es bringt nix... Da kann ich doch nur lachen und sagen..verp... dich! SOrry:freches grinsen:

Gruß Nina

clematis61
07.03.2009, 18:18
Hallo Nina,

das ist ja wirklich hart, was du bei deinem Prof mitmachen musstest.
Hast du den Arzt gewechselt und event. eine Zweitmeinung eingeholt?

Bei schwierigen Entscheidungen frage ich die Ärzte immer, was sie im gleichen Fall ihrer Frau oder Tochter empfehlen würden. Die Reaktion darauf hilft mir sehr bei meiner Entscheidung.

Ich denke aber auch, dass man mit gesunder Ernährung, Sport und ausgeglichener Lebensweise den Krebs nicht besiegen kann.
Genauso kann man sich mit diesen Dingen vor Krebs schützen.

Es sind so viele Dinge, die zur Erkrankung führen und ich denke, genausoviele Dinge gibt es, mit der Krankheit zu (über-)leben.

Das eine muss das andere nicht ausschließen.

Ich setze fest auf Schulmedizin.
Aber ohne die Komplementärmedizin wäre ich heute sicher nicht an dem Punkt, und hätte nicht diese Lebensqualität.

.

Jederfrau
08.03.2009, 10:48
Hallo Clematis,

danke erstmal für deine Antwort. In Sachen Professor muss ich sogar hinzusagen, dass über diesen und seine Ansichten ein Interview in der aktuellen Mamma Mia steht. Ich war in Heidelberg. Eine, ich bezweifle es nicht in Sachen Forschung und Wissenschaft, der besten Kliniken weit und breit. Aber menschlich..... das lässt stark zu wünschen übrig, und das habe ich mittlerweile schon von vielen Ecken gehört. Sehr schade....Und das kann ich deshalb auch selbst sehr genau sagen, da ich in der Zeit meines Aufenhalts und "Nachsorgegespräche" ca 5 verschiedene Ärzte hatte....Und ich verstehe nicht, warum sich Menschen, die sich diesen Beruf hoffentlich nicht nur ausgesucht haben um viel Geld zu verdienen, sondern dieser in erster LInie der Hilfe von Menschen angedacht ist, sich angegriffen fühlt, wenn ich verschlossen und kühl aufgrund von Angst auf seine befohlenen "Empfehlungen" reagiere!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! AHHHHHH!!! Da könnt ich ausrasten!!!!!!!!!!!!!

Ich bin auch deiner Meinung. Diese gesunde Lebensweise kann dich nicht vor solchen Krankheiten schützen. Es gibt da wenige Ausnahmen, aber zu dieser Menschegruppe zähle ich mich nicht. Aber weißt du, da nimmst du eine Pille nach der anderen, hast keine Ahnung was sie mit dir macht, kommen Nebenwirkungen auf, bekommst du die nächste usw.
Wenn man Glück hat dann bleibt es bei den ein bis zwei Hämmern.... Ich kann mich einfach sehr sehr sehr schwer damit anfreunden. Und ich bin einfach nicht davon überzeugt, dass sich das nicht für immer auf meinen Körper auswirkt. Nur weil irgendwelche Statistiken es belegen.... Die Basis einer Statistik ist nicht die Wahrheit, da man diese gar nicht einfangen kann, aber wenn ich mich auf Stichproben verlassen muss...hm... da wird mir einfach anders.

Deshalb versuche ich irgendwie mir einen eigenen Weg durch viele Informationen zu bahnen. Klar zuviel kann auch schaden, aber mich einfach so den Medizinern "auszuliefern"... nach den unmenschliche ERfahrungen. Das bereitet mir Bauchschmerzen. Aber umso wichtiger ist ein Gespräch hier.

Kannst du, oder auch gerne jemand anderes, einen guten und noch menschlichen und vor allen Dingen realistischen Onkologen empfehlen? WEnn möglich abseits einer Universitätsklinik ;)

Ich muss gestehen, ich erhoffe mir aufgrund der vielen betroffenen (LEIDER) Frauen eine Stütze, und so wie ich das hier sehe findet man sie auch. Der Zusammenhalt und die Gespräche sind wunderbar und ich danke jeden der an der Idee solch eine Plattform auf die Beine zu stellen mitgewirkt hat und denen, die trotz eigener Probleme anderen Menschen Rückhalt und Hoffnung zusprechen! Ganz große Klasse... Und gerade von dir liest man viel Clematis. Darf ich fragen wie alt du bist??

Ganz liebe Grüße Nina

Brummelprinzessin
08.03.2009, 17:49
Brustkrebs wird heute nach den sog. Leitlinien behandelt, sie wurden von Ärzten verschiedener Fachrichtungen erarbeitet.Ärzte sind angehalten sich bei der Behandlung der Patientinnen daran zu orientieren.Ich kann mir vorstellen, dass Dein behandelnder Professor für Dich eine bessere Chance sieht, dass die Krankheit nicht wieder kommt, wenn Du die Antihormone nimmst. Vielen Ärzten fällt es sehr schwer, den Widerspruch von Patienten gegen ihre Therapievorschläge zu akzeptieren. Statt der Patientin einmal zuzuhören und die Ängste ernst zu nehmen, reagieren sie abweisend. Ich schlage Dir vor, Dir Kopien von allen wichtigen Befunden geben zu lassen und Dich nach einem zweiten Kompetenten Arzt umzuschauen ( evtl. in einer anderen Einrichtung, muss ja nicht immer ne Uniklinik sein) und ihn nach seiner Meinung zu fragen. Letztendlich ist es Deine Entscheidung, ob Du die AHT machst oder darauf verzichtest.Vielleicht besteht auch die Möglichkeit, sich bei einem Komplementärmediziner z.B. aus der Traditionellen Chinesischen Medizin zu befragen und evtl. auch beide Therapien zu kombinieren.

edytaanna
09.03.2009, 17:05
Hallo Nina,

ich 34jahre( vor 3 Jahren an BK erkrankt), habe auf die AHT verzichtet. Ich muss dazu sagen, dass ich erstmal die Tbl-Tamoxifen und Zoladex Spritze fast 1jahr lang genommen habe. Ich habe mich sehr schlecht gefühlt, leider schon nach 1,5jahren hatte ich ein Rezidiv- meine Brust musste entfernt werden. Habe neuen Weg für mich gefunden, diesmal ohne AH!!, und es geht mir besser, viel besser!!. Endlich kann ich lachen, Sport treiben-ohne Knochenschmerzen zu haben, ich lebe wieder.

Wünsche dir alles Gute!! :blumengabe:

LG Edyta.

Jederfrau
10.03.2009, 20:04
Liebe Edyta,

erstmal möchte ich sagen wie leid es mir tut, dass du solch schlechte Erfahrungen machen musstest, bevor du wieder zu dem Lebensglück gefunden hast, welches dir jetzt gegönnt sein soll!:Sonne:

Wie war es für dich während der AHT? Hattest du sämtliche Nebenwirkungen und wie erklärst du dir selbst die Rückkehr des Tumors? Hast du in dich horchen können?

Ich bin für jeglichen Austausch sehr dankbar und würde mich auch über eine Email von dir freuen. :blume::blume::blume::blume:

Bis dahin wünsch ich dir alles Liebe!!!:in den arm nehmen:

Inaktiver User
11.03.2009, 11:39
Vielleicht eine kleine Entscheidungshilfe:

Neue Erkenntnisse zur Wirkung und Nicht-Wirkung von Tamoxifen (http://www.mamazone.de/publikationen/medizinische-informationen/cyp2d6-typ0/)

solis

edytaanna
11.03.2009, 12:27
Liebe Edyta,

erstmal möchte ich sagen wie leid es mir tut, dass du solch schlechte Erfahrungen machen musstest, bevor du wieder zu dem Lebensglück gefunden hast, welches dir jetzt gegönnt sein soll!:Sonne:

Wie war es für dich während der AHT? Hattest du sämtliche Nebenwirkungen und wie erklärst du dir selbst die Rückkehr des Tumors? Hast du in dich horchen können?

Ich bin für jeglichen Austausch sehr dankbar und würde mich auch über eine Email von dir freuen. :blume::blume::blume::blume:

Bis dahin wünsch ich dir alles Liebe!!!:in den arm nehmen:

Hallo!!!

weisst du jede Frau erlebt die AH vollkommen unterschiedlich. Ich nehme an, eine 60-jährige Frau geht mit den Nebenwirkungen anders durch, als Eine mit Anfang 30 !. Ich, jetzt mit 34jahren, hatte alle sämltiche Nebenwirkungen die eine Frau nur in den schlimmsten Wechseljahren haben kann!!! Das schlimmste war für mich, dass ich nicht schlafen konnte, morgens fühlte ich mich nur müde und abgekämpft, meine süße kleine Tochter wollte aber mit mir spielen und toben. Aber selbst dafür hatte ich keine Kraft, ich wurde immer mehr depressiver, habe mein jetziges Leben nur schwarz und bald im Sarg gesehen. Ich verlor zunehmend meine LEbensenergie, kurze Zeit danach, war der Tumor erneit da!! Natürlich dachte ich mir, so kann es nicht weiter gehen, ich will leben!!!!!!!und lachen können, mit meiner Tochter das Leben so gut es geht geniessen!!!. Als ich die AH abgesetzt habe, geht es mir gut, bin viel ruhiger geworden,hoffe es wird weiter so laufen. Ich merke, dass meine Lebensenergie wieder zurückkehrt, dennoch pass ich auf, dass ich mit meiner Kraft sehr sorgsam umgehe. Seit OKt.2008 bin ich einer homöopthischer Therapie, der Arzt kommt aus München- hier muss wirklich ein guter Homöopath sein, nicht irgendwelcher!!!!

Wünsche auch dir alles Gute, falls du noch Fragen hast, dann schreibe einfach!!

LG Edyta.

kleinesMaedchen
19.10.2010, 15:02
Liebe Edyta,
ich habe eine deiner Mails gelesen, in der du schreibst, dass du die AHT abgebrochen hast und in homöopathischer Behandlung bist. Da ich zzt in der Situation bin, Arimidex, das mir große Probleme bereitet, z.B totale Schlaflosigkeit,abzusetzen interessiert es mich, wie es dir h e u t e geht.Falls du noch in der Brigitte community bist, melde dich doch einmal.
Ich würde mich freuen, wenn sich auch andere zu dem Thema "die Zeit nach dem Absetzen von Arimidex oder Ähnlichem" melden würden.
Liebe Grüße
kleines Mädchen

difee
04.03.2011, 22:08
hallo mädels,
ich bin auch eine von denen die alle empfehlungen der ärzte ablehnt und natürlich überall auf taube ohren stosse....
ich wurde dez 09 brusterhaltend operiert, hormon positiv, 1,2cm, ansonsten waren und sind alle untersuchungen die dazugehören ohne befund.
immerwieder muss ich mir von den ärzten anhören das sie bauchschmerzen bekommen weil ich alles ablehne... na und! es ist mein leben und ich sehe nicht ein mir irgendwelche gifte einzuflössen und auf den nächsten tumor zu warten, denn ich bin der meinung das man durch diese ganzen therapien dazu neigt neue wucherungen und oder ähnliches zu bekommen.
ich lebe sehr gut mit meiner entscheidung. meine familie steht hinter mir. es gibt keine garantie dafür das es zu keinem rezidiv kommt wenn man die therapien alle macht. und wenn dann ein rezidiv da ist... wird wieder von vorne angefangen...toll...
da hab ich doch aber lieber eine top lebensqualität, wenn es dann doch zu einem rezidiv kommt, fängt sowieso wieder alles von vorne an... op...usw

da kann ich auch beschwerdefrei leben wenn es eh keine garantie gibt und schliesse mich vielen userinnen mit der gleichen einstellung an.
gruss
suse

braunimaus
05.03.2011, 09:14
Hallo difee,

nun stoss ich am Morgen gleich auf deinen Eintrag und meine Kragenweite wird gerade eine Nummer größer.

Es ist schön für dich, dass du eine Entscheidung für dich getroffen hast, mit der du und deine Familie gut leben kannst. Das respektiere ich auch, aber ebenso könntest du vielleicht auch respektieren, dass es betroffene Frauen gibt, die zwar Antihormone nicht gerade als Vitaminkomplex sehen, aber doch als einen gewissen Überlebensretter. Deiner Wortwahl nach trittst du diesen Frauen ganz schön auf die Füße, z.B. dass sie "Gift in sich einfließen lassen und auf den nächsten Tumor warten". Wie kommst du darauf, dass diese Frauen keine oder wenig Lebensqualitäten haben? Weil die eine oder andere Nebenwirkung auftritt und ab und zu darüber gejammert wird? Immerhin ist das hier ein Forum, wo alles erlaubt ist: jammern, freuen, lachen, weinen usw. Auch Ablehnung gegen eine Therapie, wie es in deinem Fall ist, aber bitte - mehr Sachlichkeit wäre angebracht, meine ich. Das niemand eine Garantie bekommt, kein Rezidiv zu bekommen, ist wohl allen klar, dafür braucht man nicht solche Aussagen, aber es gibt nun mal Erfahrungswerte und Studienergebnisse in der Medizin, die es zulassen, dass frau zur Unterstützung der Lebensdauer sich für Antihormone entscheidet und deswegen sollte niemand Gift und Galle darüber spucken, sondern lediglich für sich selber eine Entscheidung treffen, was völlig in Ordnung ist. Wenn du unsere Stränge mal genauer durchliest, wirst du merken, dass wir keineswegs ohne zu überlegen, irgendwelche "Gifte" zu uns nehmen, sondern schon das Pro und Kontra abwiegen - aber wie gesagt: mit Respekt und Sachlichkeit.

Sunny71
05.03.2011, 11:11
Brauni :blumengabe::blumengabe::blumengabe: - ich möchte mich Deinen Worten anschließen.



Difee, ich mache seit einem Jahr AHT und habe auch Nebenwirkungen, aber trotz allem eine gute Lebensqualität. Garantien gibt es keine im Leben, in keinerlei Hinsicht. Ich fühle mich persönlich besser damit, alles zu tun, um den Krebs in Schach zu halten. Natürlich kann und muss das jeder für sich entscheiden, das ist ganz klar.

spotzl
05.03.2011, 11:28
Brauni und Sunny :blumengabe::blumengabe::blumengabe::blumengabe:

Difee, ich gehöre nicht zur AHT-Fraktion, leider - mein Tumor war triple negativ, und ich würde sehr gerne zu den Mädels gehören, die die AHT als weitere Waffe gegen den Krebs nutzen können, da es für mich mit der tn-Klassifikation keine weiteren Möglichkeiten auszuschöpfen gibt. Und dafür würde ich alle Nebenwirkungen in Kauf nehmen, glaub mir. Und das tun die Mädels hier auch, und stell dir vor - auch sie haben eine Top-Lebensqualität

Die Gifte, von denen du sprichst, das sind Medikamente, sie bekämpfen während der Chemo und der anschliessenden AHT den Krebs in unseren Körpern , Medikamente, die wie alle Medikamente Nebenwirkungen haben - und glaub mir, ich weiss, wovon ich spreche - ich war praktisch die Queen der Nebenwirkungen während der Chemo. Aber ich habe die Therapie durchgezogen, - und wenn ein Rezidiv oder Metas auftreten sollten, dann muss ich mir nicht sagen "hätte ich doch damals....".....

Es ist deine Entscheidung,wie mit den Angeboten der Medizin umgehst und ich wünsche dir noch lange eine Top-Lebensqualität und Beschwerdefreiheit - aber wie Braunimaus schon sagt - achte darauf, wie du deine Statements hier formulierst, das geht auch in einem anderen Ton.

Katimausi
05.03.2011, 12:27
da kann ich auch beschwerdefrei leben wenn es eh keine garantie gibt und schliesse mich vielen userinnen mit der gleichen einstellung an.
gruss
suse

Schön, dass Du den für Dich richtigen Weg zum Umgang mit der Krankheit gefunden hast und Deine Familie hinter Dir steht. Falls es Dir aber entgangen sein sollte, hier treffen sich Userinnen, die sich gegenseitig achten, unterstützen, für einander da sind und durchaus ihre unterschiedlichen Meinungen und Einstellungen zu den einzelnen Therapien haben und unterschiedliche Wege diesbezüglich gehen. Dieses wunderbare Forum lebt in erster Linie durch Toleranz und, wie Brauni schon schrieb, Respekt und Sachlichkeit. Und der fehlte in Deinem Beitrag; der stempelt uns alle eher zu Userinnen ab, die achtlos mit ihrer Gesundheit umgehen und diese durch die Medikamente, die sie nehmen, riskieren. Und das tut hier keine von uns!!! Leben und leben lassen, difee, das ist die Devise. Und alle hier würden Deinen Weg respektieren, wenn Du auch uns mit der angemessenen Portion Respekt und Toleranz entgegen treten würdest.

Aber, difee, vielleicht bist Du hier einfach nur im falschen Forum gelandet??? Denn diese vielen Userinnen, denen Du Dich anschließen möchtest, die Deine Einstellung teilen...also hier sind die nicht.

DiePilgerin
05.03.2011, 12:52
Aber, difee, vielleicht bist Du hier einfach nur im falschen Forum gelandet??? Denn diese vielen Userinnen, denen Du Dich anschließen möchtest, die Deine Einstellung teilen...also hier sind die nicht.

Genau das habe ich auch gedacht! Wieso meldet man sich in einem BK-Forum an, zieht auch noch einen Strang hoch, der knapp ein halbes Jahr nicht genutzt wurde, wenn man doch die top Lebensqualität hat, in seiner Entscheidung durch die Familie unterstützt wird und man auch noch beschwerdefrei lebt? Das erschließt sich mir nicht so ganz.

Zumal ja das Posting so eine ganz leichte Tendenz von Aggressivität aufweist :pfeifend:. Wieso das denn, wenn doch alles so prima ist?

lythande
05.03.2011, 13:13
... Wieso meldet man sich in einem BK-Forum an, zieht auch noch einen Strang hoch, der knapp ein halbes Jahr nicht genutzt wurde, wenn man doch die top Lebensqualität hat, in seiner Entscheidung durch die Familie unterstützt wird und man auch noch beschwerdefrei lebt? Das erschließt sich mir nicht so ganz....

.... Wieso das denn, wenn doch alles so prima ist?

Ja Pilgerin, das hört sich alles so ein bisschen wie "Pfeifen im Wald" :pfeifend: an.
Ansonsten kann ich mich nur meinen Vorschreiberinnen anschließen, womit für mich alles zu diesem Thema gesagt wäre und meinetwegen der Strang wieder dahin kann, wo er hergekommen ist.

difee
05.03.2011, 18:49
ich habe hier für mich gesprochen! warum fühlt ihr euch angegriffen?
ihr wollt das eure meinung respektiert wird, seid aber null tolerant wenn jemand eine andere meinung vertritt.
jeder ist für sich selbst verantwortlich und werde mit sicherheit hier niemanden einreden wie er mit seiner krankheit umgehen bzw welche therapien sie machen soll.
difee

spotzl
05.03.2011, 18:52
ich habe hier für mich gesprochen! warum fühlt ihr euch angegriffen?
ihr wollt das eure meinung respektiert wird, seid aber null tolerant wenn jemand eine andere meinung vertritt.
jeder ist für sich selbst verantwortlich und werde mit sicherheit hier niemanden einreden wie er mit seiner krankheit umgehen bzw welche therapien sie machen soll.
difee

Lies nochmal nach - wir respektieren deine Meinung - es ging lediglich um die Art und Weise, wie du diese hier kundtust - wie schreibt braunimaus so schön: Respekt und Sachlichkeit spielen bei so einem sensiblen Thema absolut die erste Geige.

braunimaus
05.03.2011, 21:10
ihr wollt das eure meinung respektiert wird, seid aber null tolerant wenn jemand eine andere meinung vertritt.




Ich sag es nochmal klar und deutlich: nur wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Du hast anscheinend nichts begriffen. Damit ist für mich das Thema erledigt.

Inaktiver User
05.03.2011, 22:26
Hallo Ihr Lieben hier im Forum.

Vier Monate nach meiner OP war ich vielleicht auch so empfindlich. Jetzt sind es drei Jahre her.
Ich habe sogar die Chemo abgelehnt und was für ein Glück, denn die hätte ich vielleicht gar nicht
überstanden - wurde mir sogar von meinem Nachsorgedoc bestätigt. Leber war schon damals aufällig
aber eben etwas Fettleber und fertig. Ich habe nur Herceptin und Bestrahlung zugestimmt. Herceptin
ist aber auch Chemo, aber die Krankenkassen zahlen nur beides oder nichts. Wurde aber geregelt.
Ja und dann laut Formel bekam ich auch AHT, ich glaubte damals auch so schnell wie möglich schlucken
ist ja gegen den Krebs. Schon wärend der Herceptin-Therapie wurden die Leberwerte immer schlechter.
Ja und dann halt noch AHT, meiner Leber hing schon auf der Milz. Erst bei der Nachsorge (der Doc ist
eine Kapazität) wurde dann Eisenspeicherkrankheit festgestellt. Ich muß immer noch aller drei Wochen zum
Aderlaß. Ich habe alles an AHT ausprobiert, liegt alles in meinem Schrank. Mir ging es nur schlecht, mir ging
es so schlecht und ich glaubte wirklich lange geht es nicht mehr. Ich mußte auf Weisung vom Arzt ab-
setzen. Deshalb habe ich diese Medis auch immer als Rattengift bezeichnet.

Was man bei Krebs nun wirklich nicht tun sollte ist, sich ständig ärgern. Fröhlichkeit ist auch ein Feind
für den Krebs, aber ich konnte mit AHT auch nicht frölich sein, die haben mich nur fertig gemacht.

Ich wünsche Euch allen eine ruhige Nacht.:entspann:


Liebe Grüße Mondlicht

Sunny71
06.03.2011, 12:39
Difee, Du hast entweder nicht richtig gelesen oder es einfach nicht verstanden - wie die anderen schon schrieben ging es um den Ton deines posts, nicht darum, ob Du AHT machst oder ablehnst. Das ist eine sehr persönliche Entscheidung, die jeder für sich treffen muss. Wir respektieren durchaus auch andere Wege. Seltsamerweise werden die aber oft auf eine Art und Weise rübergebracht, dass ich mich schon frage, WER hier intolerant ist.


Hallo mondlicht, wir sind nicht empfindlich :smirksmile:, aber durchaus genervt, wenn es hier unsachlich wird. Wenn Du hier ein bisschen gelesen haben solltest wird Dir aufgefallen sein, dass wir uns keinesfalls ständig ärgern :blumengabe:, ganz im Gegenteil. Hier wird auch viel gelacht, übrigens trotz AHT :zwinker:.

Tut mir leid, dass es Dir so schlecht ging. Wie geht es Dir denn jetzt, mit dem zeitlichen Abstand zur AHT ? Hast Du Dich wieder erholt ?

Medikamente als "Rattengift" zu bezeichnen geht mir allerdings gegen den Strich. Du hast es nicht vertragen und hattest eine sehr schlimme Zeit, das verstehe ich :blumengabe:, aber das ist noch lange kein Grund, die Medikamente per se schlecht zu machen. AHT hat auch schon viele Leben gerettet.

Jede hier muss ihren eigenen Weg finden und gehen, ich bitte nur darum, sachlich zu bleiben. Das gelingt uns sonst hier sehr gut und sollte auch so bleiben.

Diandra53
06.03.2011, 13:46
Hallo difee und mondlicht,

auch ich respektiere eure Entscheidungen, möchte euch aber sagen, wie es mir geht. Ich habe zwar etwas unter den NWs der AHT zu leiden, glaube aber, dass mein Körper sich noch von Chemo und Bestrahlung erholen muss. Gut, das habe ich akzeptiert, denn ich möchte alles tun, um den Feind zu bekämpfen. Ich sehe die AHT als meine Verbündete im Kampf an und bin heilfroh, dass ich sie einsetzen kann. Trotz der "Wehwehchen" freue ich mich regelrecht auf die kleine Pille, denn ich bin sicher, sie schenkt mir Leben!

Freut ihr euch auch so über diesen großartigen Frühlingssonn(en)tag?

Herzlichst,

eure Diandra

Inaktiver User
06.03.2011, 14:14
Hallo Sunny hallo Diandra.

Ich kenne sogar einige die so gut wie keine Nebenwirkungen haben.
Die können sehr gut damit leben. Nur haben diese Medis mich fast entwurzelt.
Ja es ist halt so, jeder Körper reagiert anders. Meine Leber ist halt etwas sehr langsam.
Muß immer schauen nicht zu viel an Tabletten zu schlucken.
Durch den Aderlaß kann sie schon wieder etwas lächeln.

Ja der Sonnenschein ist toll für die Seele, wir haben auch einen großen Karnevalumzug seit
13Uhr 13.
Wünsche Euch noch einen schönen Sonntag.:Sonne:

Gruß Mondlicht

obstacle
06.03.2011, 14:30
Difee, ich lese und schreibe nur noch selten, aber über diesen Beitrag habe ich mich auch geärgert.
Ich muß Sunny 100%ig recht geben: Wer ist hier eigentlich intolerant?
Und ich muß mich in keinster Weise rechtfertigen, daß ich das volle Programm durchziehe: Chemo/Bestrahlung/AHB.
Und genauso wenig mußt Du Dich rechtfertigen (insbesondere in diesem Ton), weil Du es nicht machst.
Liebe Grüße
Doro

difee
06.03.2011, 18:04
tz, man kann sich auch den " ton" auch zurechtlegen wenn man will.... ich höre bei meinem beitrag keinen ton raus, oder hatte ich eine sprachnachricht gesendet?
:smirksmile:
ich versteh garnicht warum hier so ein trara gemacht wird?
desweiteren rege ich mich über niemanden auf der seine therapie gemacht hat. würde ich mir auch niemals anmaßen.

stimmt, medikamente sind kein rattengift... aber chemo ist auf der basis von senfgas aufgebaut... hm iss des gift?
radiologische bestrahlungen.... wieso gibt es dann erhöhtes krebsaufkommen der mitarbeiter in den kernkraftwerken? und wieso schützen sich die mitarbeiter in den radiologischen praxen in dem sie rausgehen usw? wenn das doch alles keinen krebs erzeugt???
ach was, des bild ich mir ja alles nur ein....

Henzchen
06.03.2011, 18:58
Eigentlich wollte ich mich zu dem Thema ja gar nicht zu Wort melden. Das ist mir eigentlich zu albern. Soll doch ein jeder tun, was er für richtig hält. Ich habe einfach keine Energie und keine Lust mich in dieser Art und Weise über verschiedene Tharapiearten auseinanderzusetzen. Dieser Strang hat für mich Kindergartencharakter. Wir haben alle eine schrecklich gefährliche Krankheit, und wir machen uns alle Gedanken wie wir uns am Besten behandeln lassen sollten. Das Leben ist zu kostbar um sich darüber zu streiten, ob bestimmte Medikamente oder nicht.

Sunny71
06.03.2011, 19:25
"All Ding‘ sind Gift und nichts ohn‘ Gift; allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist." (Paracelsus)

spotzl
06.03.2011, 19:28
"All Ding‘ sind Gift und nichts ohn‘ Gift; allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist." (Paracelsus)


sunny :wangenkuss:

difee
06.03.2011, 19:33
das ist der grund warum man die chemo nicht auf einen schlag bekommt

Europa2
24.05.2014, 12:26
Hallo difee,

ich bin erst seit heute hier dabei. Danke für deinen Beitrag. Es ist schwer mich mit meiner privaten Entscheidung gegen AHS wohl zu fühlen, wenn es nur PRO Entscheidungen gibt, die ich NATÜRLICH, wie du auch akzeptiere.

Danke, nun fühle ich mich nicht mehr so exotisch :unterwerf:

Alles Gute für dich und mich :smirksmile:

das Leben ist schöööön.

Inaktiver User
25.05.2014, 08:12
Hallo difee,

ich bin erst seit heute hier dabei. Danke für deinen Beitrag. Es ist schwer mich mit meiner privaten Entscheidung gegen AHS wohl zu fühlen, wenn es nur PRO Entscheidungen gibt, die ich NATÜRLICH, wie du auch akzeptiere.

Danke, nun fühle ich mich nicht mehr so exotisch :unterwerf:

Alles Gute für dich und mich :smirksmile:

das Leben ist schöööön.

*meld* Ich bin auch ein Exot, ich mach das auch nicht.
Ernsthaft - gäbe es für Männer ein Medikament von dem sie impotent werden, das würden keine 10% der unter 70-jährigen nehmen.
Das ist aber nur einer der vielen Gründe, warum ich keine AHS machen werde.

Regenbogen45
25.05.2014, 08:40
Das muss wohl jeder für sich entscheiden!
Ich für mein Teil nehme TAM seit zwei Jahren und lebe gut damit. Ein bißchen "zugespeckt" aber jetzt bleibt das Gewicht konstant. Ich würde auch in die Verlängerung gehen, das Pillchen ist in meinen Augen wie eine Lebnsversicherung. Würde ich sie nicht nehmen, hätte ich ständig das Gefühl eine Chance auf das Leben mir zu nehmen. Meine Gyn, sagt auch immer das Gewebe unter TAM ist sehr schön weich. So soll es auch bleiben!

Inaktiver User
25.05.2014, 08:43
Das muss wohl jeder für sich entscheiden!


Ja. Und es war keine leichte Entscheidung. Ich hab lange mit 2 Ärzten und 2 Pharmazeuten beraten und mich dann dagegen entschieden.

lythande
25.05.2014, 10:45
Ich finde auch, das ist eine sehr individuelle Entscheidung, die ja auch davon abhängt, wie alt man ist, ob man noch einen Kinderwunsch hat, wie stark der Tumor hormonabhängig ist, wie gut die Prognose ist usw.
Pauschale Aussagen dafür und dagegen finde ich deshalb schwierig.
Ich war über die Wechseljahre und Hochrisikopatientin und habe daher ohne Zögern zu diesem zusätzlichen "Strohhalm" gegriffen.
Wäre ich noch jünger gewesen, mit einem G1 hätte das vielleicht anders ausgesehen.
Noch als kleine Anmerkung hinsichtlich der Männer: Bei Prostatakrebs wird auch in einigen Fällen eine Hormontherapie gemacht und ich kenne auch Männer, die sich dieser unterzogen haben. Die ist allerdings wohl nicht so lange wie bei uns.

Inaktiver User
25.05.2014, 10:56
Ich finde auch, das ist eine sehr individuelle Entscheidung, die ja auch davon abhängt, wie alt man ist, ob man noch einen Kinderwunsch hat, wie stark der Tumor hormonabhängig ist, wie gut die Prognose ist usw.
Pauschale Aussagen dafür und dagegen finde ich deshalb schwierig.
Ich war über die Wechseljahre und Hochrisikopatientin und habe daher ohne Zögern zu diesem zusätzlichen "Strohhalm" gegriffen.
Wäre ich noch jünger gewesen, mit einem G1 hätte das vielleicht anders ausgesehen.
Noch als kleine Anmerkung hinsichtlich der Männer: Bei Prostatakrebs wird auch in einigen Fällen eine Hormontherapie gemacht und ich kenne auch Männer, die sich dieser unterzogen haben. Die ist allerdings wohl nicht so lange wie bei uns.

Bei dem Spruch mit den Männern hab ich konkret einen Arzt im Kopf. Der ist auch erst Anfang 30, flirtet immer mit mir und fragt mich jede Woche, ob ich nicht doch die AHT in Erwägung ziehe... den muss ich das mal fragen.
Ich kenn nämlich sogar (deutlich ältere!) Männer, die ein Prostatakarzinom nicht entfernen lassen, weil sie Angst haben, danach impotent zu sein.

lythande
25.05.2014, 11:00
Du hast recht, dass einige Männer sich nicht operieren lassen. Bei den Männern besteht aber nicht nur die Gefahr der Impotenz bei der OP, sondern auch der Inkontinenz, Urin und Stuhl, jedenfalls bei den alten OP-Methoden. Das schreckt auch viele. Sie haben auch tatsächlich die freie Wahl zwischen OP oder Bestrahlung und AHT, wenn der Tumor noch nicht so weit fortgeschritten ist.

charly798
25.05.2014, 12:51
Ja. Und es war keine leichte Entscheidung. Ich hab lange mit 2 Ärzten und 2 Pharmazeuten beraten und mich dann dagegen entschieden.

Warum hast Du dich dagegen entschieden?

Da bei mir die Hormontherapie 2/3 als Waffe ausmacht und nur 1/3 auf Chemo und Strahlentherapie fällt, bin ich froh das ich diese Möglichkeit habe.
Gegen Chemo und Strahlen erscheint sie mir auch das kleinere Übel.

Und was Männer machen ist mir ziemlich egal :freches grinsen:
ICH will leben, unabhängig davon was andere tun oder lassen.

Inaktiver User
25.05.2014, 13:07
ICH will leben, unabhängig davon was andere tun oder lassen.

DAS kann ich unterschreiben ;) Und ich finds sehr großartig, dass ich nicht viel Gegenwind seitens der Ärzte bekomme, obwohl ich abgelehnt hab.
U.a. wegen erhöhtem Thromboserisiko und wenigen hormongängigen Zellen.

lythande
25.05.2014, 21:15
Ich finde auch nach wie vor, dass jede Frau das allein entscheiden sollte. Blueberry, wenn ich Dich recht verstehe, bist Du nicht so extrem hormonpositiv und es gibt noch andere Faktoren.