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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gewollt Einzelkind-Mutter - warum habt Ihr euch dafür entschieden ?



Inaktiver User
15.02.2009, 12:45
Angeregt durch die Diskussion im Kinderlos-thread, würde mich interessieren, wie Euer Umfeld auf Eure Entscheidung reagiert hat, es bei einem Kind zu belassen und welche Gründe bei dieser Entscheidung eine Rolle gespielt haben.
Ich habe immer wieder mal an ein zweites Kind gedacht, aber der Wunsch war nie stark genug, um es wirklich durchzuziehen. Ich habe mich nie dazu durchringen können, die Pille abzusetzen und es auf ein zweites Mal ankommen zu lassen. Jetzt ist es definitiv zu spät.

In meinem Innersten wusste ich: ich traute mir kein zweites Mal - weder psychisch noch physisch - eine Schwangerschaft, einen Kaiserschnitt, durchwachte Nächte, Trotzanfälle, Chaos usw. zu, also all das, was in den ersten Jahren mit einem Baby/Kleinkind auf einen zukommt (unser Kind gehörte und gehört zu den anstrengenden) .
Außerdem ist mein Beruf so beschaffen, dass eine zweite Auszeit nicht drin war. Ich wäre raus gewesen.

Oft begegnet mir Verständnislosigkeit, unser Kind - ein quietschvergnügtes wohlgemerkt - wird manchmal bedauert und ich als egoistischer oder nicht belastbarer Mensch bezeichnet.
In einigen Gesprächen mit Mehrfachmüttern über deren Alltags- und Erziehungsprobleme hiess es, ich könne doch nicht mitreden mit meinem Einzelkind.
Manchmal bedaure ich schon, dass unser Kind keine Geschwister hat, dass es also familiär so eingeschränkt sein wird - es wird keine Nichten und Neffen haben, keine Schwager und Schwägerinnen. Das finde ich schon schade, allerdings stamme ich selbst aus einer großen Familie und projiziere da eventuell etwas.
Mein Mann hätte gern mehr Kinder gehabt, aber er hat meine Entscheidung akzeptiert.
Wie ist das bei Euch ?

crocus53
15.02.2009, 12:56
Ich wollte einmal 3 Kinder haben.

Ich war mit einem Kind, was über Jahre hinweg nur krank war (Asthma) so an meine Grenzen gestoßen, dass ich einen richtigen 'Kinderschock' hatte. Zudem zerbrach die Ehe, ich wurde alleinerziehend, was die Sache nicht leichter machte.

Ich habe es bis heute nicht bereut, kein weiteres Kind bekommen zu haben. Habe es aber auch nicht darauf angelegt, eines zu bekommen.

Und wenn ich sehe, was für ein Gedöns heute um Kinder gemacht wird, wie frech und unerzogen sie sind, möchte ich auch nicht in der Haut von einer heutigen Mutter stecken....

xanidae
15.02.2009, 14:59
ich kann eure gründe sehr gut verstehen. allerdings kamen sie bei mir erst nach dem zweiten kind. vorher waren die durchwachten nächte, trotzanfälle und krankheiten irgendwie ausgeblendet - bei mir und meinem mann.

da wir unser soll erfüllt haben, müssen wir uns auch nicht wirklich etwas anhören.
dennoch kommen fragen nach einem dritten kind oder ob wir nicht noch ein mädchen wollen.
es scheint wirklich egal zu sein, was man macht in dieser gesellschaft, es wird immer irgendeinen geben, der das irgendwie kommentieren muss. es scheint grundsätzliche eher wenig respekt für die lebensform anderer zu geben.
ich bin mir ziemlich sicher, dass menschen mit mehr als zwei kindern sich auch einiges anhören müssen.

vielleicht bleiben nur die verschont, die die ideale ramafamilie - mutter, vater, sohn, tochter - verkörpern verschont.:zwinker:

Promethea71
15.02.2009, 16:10
Hallo,

zum einen, erinner ich mich an einen Artikel ich glaube im letzten Jahr im Spiegel oder im Stern, in dem ich es etwa 20 verschiedenen Frauen mit entsprechend unterschiedlichen Lebensläufen ging mit und ohne Kinder, Arbeit Vollzeit, Teilzeit, gar nicht. Und jede einzelne berichtete, dass ihr Lebensentwurf von Teilen ihrer Umwelt kritisiert wird ..... ein schönes Lehrbeispiel, man kann es nicht allen recht machen, also sollte man aufpassen, dass man sich selbst mit seiner Entscheidung wohlfühlt.

Zum anderen bin ich selbst ein Einzelkind - meine Eltern waren der Meinung einem Kind können sie alles bieten ohne dass sie oder das Kind sich einschränken muss und ein Kind kann man auch überall hin mit nehmen.

Und ich war und bin ein glückliches Einzelkind und habe mir nie ernsthaft Geschwister gewünscht, sondern war mit der Situation sehr zufrieden. Und lange nicht alle Geschwister, die ich kenne sind unbedingt glücklich miteinander.

Wenn du mit der Entscheidung glücklich bist, dann reicht das für's erste. Passe auf, dass du dein Kind nicht überbehütest oder zu sehr verwöhnst - gerade vielleicht aus dem Gefühl heraus, es könnte mangels Geschwistern was verpassen und schau, dass es viel Kontakt zu anderen Gleichaltrigen hat. Mehr braucht es nicht um ein glückliches und sozialkompetentes Einzelkind zu sein bzw. zu erziehen.

Liebe Grüße

promethea

Inaktiver User
15.02.2009, 16:22
es scheint wirklich egal zu sein, was man macht in dieser gesellschaft, es wird immer irgendeinen geben, der das irgendwie kommentieren muss. es scheint grundsätzliche eher wenig respekt für die lebensform anderer zu geben.
:allesok:



vielleicht bleiben nur die verschont, die die ideale ramafamilie - mutter, vater, sohn, tochter - verkörpern verschont.:zwinker:

Aber nur, wenn es dazu ein Haus gibt, die Mutter die ersten Jahre zu Hause bleibt und dann Teilzeit dazu verdient (aber auch nicht komplett zu Hause bleibt) und mindestens und längstens ein halbes Jahr stillt und das Kind ohne WKS oder Schmerzmittel auf die Welt bringt. To be continued... :smirksmile:

poca
15.02.2009, 16:36
es wird keine Nichten und Neffen haben, keine Schwager und Schwägerinnen.
Wie ist das bei Euch ?

Vielleicht findet es ja einen Partner mit Geschwistern, dann kann es sehr wohl Neffen und Nichten, Schwager und Schwägerinnen haben...

poca

rofl
15.02.2009, 17:56
für uns war klar, dass es (falls überhaupt) nur ein kind gibt. das liegt v.a. daran, dass wir uns einig sind, dass wir unser leben mit einem kind so organisiert kriegen, wie wir's haben wollen.
bei 2 oder mehr kindern wäre das schwierig.
ausserdem habe ich einfach keinen wunsch nach weiteren kindern. wir haben einen süßen, aufgeweckten, gesunden kleinen knirps, was will ich mehr?

auf nachfragen/kommentare, wann roflchen denn ein geschwisterchen kriegt, antworte ich jedem, dass unsere familienplanung abgeschlossen ist.
komische kommentare oä hab ich dazu noch nie bekommen.

Inaktiver User
16.02.2009, 04:55
Tja, wir sind uns noch nicht hundertprozentig sicher, aber doch fast.
Unsere Kleine ist 14 Monate alt und wirklich JEDER fragt, wann denn das Zweite kommt!
Wir tendieren dazu, es bei einem Kind zu belassen. Die Gründe sind vielfältig.
Sie ist perfekt, unser Leben macht viel Spass, wir sind ein tolles Team und ich liebe sie abgöttisch. Obwohl wir diese Zeit sehr geniessen, frage ich mich, ob ich nochmal den Willen und die Kraft habe, diese Babyzeit noch einmal mitzumachen. Zusätzlich mit Kleinkind!
Dazu kommt noch, dass ich gegen meine Ängste ankämpfen muss, dass ihr etwas passieren könnte. (Der erste Gedanke im Kreissaal war: oh Gott, was für ein Fehler! Ich kann sie nicht beschützen!).

Als ich das letzte Mal in einem ähnlichen Strang auch pekuniäre Gründe angegeben habe, bin ich fies angepampt worden.
Aber es ist nunmal so, dass wir nicht gerade in Geld schwimmen. Wir leben noch zur Miete in einer kleinen drei Zimmer Wohnung. Das Kinderzimmer ist so klein, dass nicht einmal ein zweites Babybett reinpassen würde. Wir haben kein Auto, machen Carsharing und gehen alle Schaltjahre mal in Urlaub. Da gibt es nicht mehr viele Sparmöglichkeiten. Und wenn wir nicht wenigstens irgendwann eine Wohnung kaufen, sieht es im Alter nicht gerade rosig aus!
Und ganz ehrlich: ich habe einfach keine Lust bei jeder anstehenden Klassenfahrt schlaflose Nächte zu haben. Und ja, ich möchte ihr ermöglichen ein Instrument zu lernen, wenn sie möchte.
Ich finde es eigentlich normal zu schauen: wie viel Geld haben wir, können wir uns ein Kind, zwei Kinder, drei Kinder leisten?

Sie ist an drei Tagen in der Krippe und bis jetzt ist sie ein super fröhliches, aufgeschlossenes Kind. Meine Privatumfragen im Freundeskreis unter Einzelkindern hat ergeben: zwei hätten gerne Geschwister gehabt und zwei nicht! Alle halten sich für glückliche Menschen!

Ich gebe mir noch ein oder zwei Jahre, darüber nachzudenken! Grundsätzlich ist mir egal, wie Menschen leben: ohne Kinder oder mit. Hauptsache glücklich und zufrieden!

elli07
16.02.2009, 07:50
Hallo zusammen,

ich selbst bin Einzelkind und habe auch nur ein Kind. Der Grund ? Es hat sich einfach so ergeben ! Ob und wieviele Kinder man/frau hat, hängt von vielen Faktoren ab, die man/frau nicht im Griff hat. ALLES im Leben ist nunmal nicht planbar. Das einzige, was man recht sicher planen kann, ist, wenn man kein Kind (mehr) will....

Ich kann dieses Gerede von den "verwöhnten" Einzelkindern nicht mehr hören ! Meine Tochter ist im Sozialverhalten vorbildlich, das bescheinigen ihr ausnahmslos alle Lehrer, auch ihre Trainer im Verein.... ICH könnte genauso sagen, die Egoisten sind die "Geschwisterkinder", die mit Futterneid aufwachsen und nur auf den eigenen Vorteil bedacht sind......

Es gibt halt immer "sodde und sodde", mit Pauschalurteilen kommt keiner weiter. Wenn ein Einzelkind seine Interessen vertritt, dann heisst es gleich "typisch Einzelkind", wenn ein Geschwisterkind das macht, heisst es "klasse, das Kind weiss sich durchzusetzen"......

Die Frage, ob meine Tochter Geschwister vermisst, ist müßig, sie weiss es ja nicht anders. Genauso wie ich es nicht weiß, da ich als Einzelkind aufgewachsen bin. Mir fehlt jedenfalls nichts, zumindest keine Geschwister, ich bin es gewöhnt, auf mich gestellt zu sein.

Gruss, Elli

Inaktiver User
16.02.2009, 08:49
genau mein Thema :blumengabe::blumengabe:

Ich schwanke auch seit ca. 2 Jahren, ob/wann es ein zweites Kind geben sollte. Habe schon "die Norm" von zwei Kindern vor Augen. Und Söhnchen fängt auch immer an, wann den sein Brüderchen kommen würde? Und meine Nachbarin, deren erstes Kind zur selben Zeit wie mein Sohn kam, hat jetzt schon ihr drittes Kind!!
--> Da krieg ich immer wieder Zweifel-Attacken.

Eigentlich gehts uns gut - finanziell, die Arbeit mit Kind und Haushalt ist wirklich ca. 50:50 zwischen meinem Partner und mir aufgeteilt. Objektiv wäre alles ideal für ein zweites Kind. Aber gefühlsmäßig....:wie?: ich fühle, dass ich zu egoistisch, zu ungeduldig bin, habe dann und wann Anwandlungen "eine schlechte Mutter" zu sein.

Aber noch habe ich den Vorteil, ca. 5 Jahre Zeit zu haben, mich in Ruhe zu entscheiden. Wenn noch eins kommt, wären es quasi zwei Einzelkinder.

Inaktiver User
16.02.2009, 09:07
Als ich das letzte Mal in einem ähnlichen Strang auch pekuniäre Gründe angegeben habe, bin ich fies angepampt worden.
Aber es ist nunmal so, dass wir nicht gerade in Geld schwimmen.

Das habe ich vergessen zu erwähnen; es spielt bei uns auch eine Rolle. Zumal wir beide selbständig sind und diese doppelte Unsicherheit mich im Grunde ziemlich belastet. Momentan kommen wir halt mal gerade so über die Runden, ein zweites Kind hätten wir ins ohnehin zu kleine Kinderzimmer "dazustopfen" müssen. Eine größere Wohnung ist finanziell nicht drin.
Ich musste mir während meiner Kinder- und Jugendzeit stets ein Zimmer mit meiner Schwester teilen und erinnere mich noch gut an den Krieg, der jahrelang zwischen uns herrschte.

@Studentin2: Geduld ist auch nicht gerade meine Stärke. Manchmal glaube ich, von lauter Supermüttern umgeben zu sein, stets gelassen, entspannt und geduldig inmitten ihrer Kinder.... ich schaffe es nicht, so zu sein. Bin als Mutter eher ungeeignet, so sehr ich mein Kind auch liebe.

Inaktiver User
16.02.2009, 09:16
auf nachfragen/kommentare, wann roflchen denn ein geschwisterchen kriegt, antworte ich jedem, dass unsere familienplanung abgeschlossen ist.
komische kommentare oä hab ich dazu noch nie bekommen.


Da hast Du aber Glück ! Mir ist oft blanke Verständnislosigkeit begegnet, vor allem dann, wenn ich zugegeben habe, mich einem zweiten Kind physisch und psychisch nicht wirklich gewachsen zu fühlen.

Inaktiver User
16.02.2009, 12:28
Ich bin Einzelkind und ich wußte immer, wenn, dann mehrere Kinder. Jetzt hab ich drei und ein viertes (in einer neuen Partnerschaft) wäre willkommen.

Ich kann ja nur von mir ausgehen, und ich fand und finde es schrecklich, keine Geschwister zu haben. Wobei mir bewußt ist, dass das nicht alle Welt so sieht oder sehen muss. :blumengabe:

Es gibt den Spruch: mit einem Kind ist man ein Ehepaar mit Kind, mit 2 Kindern eine Familie. So seh ich das auch, für mich persönlich ist das keine "artgerechte" Kinderhaltung, wenn 2 Erwachsene 1 Kind haben, und zwar genau aus den Gründen, die manche auch anführen: hat man nur 1 Kind, geht alles so weiter wie bisher, da müssen sich die Erwachsenen nicht wirklich auf ein Kinderleben umstellen, sondern das Kind muss sich von kleinauf dem Erwachsenenleben anpassen, deshalb ist es ja auch alles leichter organisierbar und beherrschbarer. Ich fand genau das als Kind wenig lustig.

Und ich sehe jetzt an meinen Kindern, wie sie von kleinauf sehr viel Identität aus ihrem Geschwistersein beziehen und einfach eine sehr starke Beziehung und Bindung zueinander haben, die mir immer fehlen wird. Wenn meine Eltern mal nicht mehr leben, bin ich allein übrig und bin sehr froh, wenigstens viele Cousins und Cousinen zu haben.

Dass bei den vielen Einzelkindern später bei vielen so gar keine Familie mehr da ist, find ich persönlich einen großen Verlust. Für mich war das immer sehr positiv besetzt, mit Onkeln und Tanten und Cousins etc, allein schon die Familienähnlichkeiten zu beobachten, das hat schon was. Das prägt einen ja sehr, und ich finde es sehr schön, Teil einer großen Familie zu sein mit Menschen, die mich von klein auf kennen und mit mir verwandt sind. Das können Freundschaften nicht ersetzen, das ist wieder was anderes. Grad weil die selbstgewählt sind, ist das oft nicht so vielfältig wie eine Verwandtschaft, und auch altersmäßig meist heterogener, da setzt man sich nicht so auseinander, im positiven wie im negativen.

Inaktiver User
16.02.2009, 12:36
Angeregt durch die Diskussion im Kinderlos-thread, würde mich interessieren, wie Euer Umfeld auf Eure Entscheidung reagiert hat, es bei einem Kind zu belassen und welche Gründe bei dieser Entscheidung eine Rolle gespielt haben.

Wie ist das bei Euch ?

mein exmann und ich haben uns auch bewusst für ein kind entschieden. als der kleine 6 monate alt war, hatte mein exmann eine kurze phase wo er ein 2. kind gewollt hatte, aber die dauerte nur ganz kurz.

wir haben uns bewusst dafür entschieden weil wir keine beide keine eltern haben denen wir auch mal die kinder hätten abgeeben können, weil wir mit einem kind ungebundener sind was mitnehmen betrifft oder irgendwohin zu besuch.
wir haben ihn immer und überall hin mitgenommen, selten einen babysitter gehabt, ca. 1 x im monat mehr nicht.
der kleine lernte so klassische konzerte kennen, galeriebesuche, museumsbesuche, verschiedene fremde städte, top restaurants etc.
ich war selber einzelkind obwohl in div. heimen aufgewachsen und bei pflegeeltern, war ich froh nie geschwister gehabt zu haben. mein exmann hat geschwister aber zu allen keinen kontakt weil soviel neid und missgunst herrscht.
wie das umfeld reagiert hat weiss ich nicht mehr, das war verschieden.
unser sohn, heute 18 jahre alt hat geschwister nie vermisst, wir hatten ein offenes haus und nahmen auch in den ferien meistens einen kumpel von ihm mit oder gingen mit anderen familien in urlaub.

lg
lara

Inaktiver User
16.02.2009, 12:42
Und ich sehe jetzt an meinen Kindern, wie sie von kleinauf sehr viel Identität aus ihrem Geschwistersein beziehen und einfach eine sehr starke Beziehung und Bindung zueinander haben, die mir immer fehlen wird.


Da hast Du bzw. habt Ihr einfach Glück. Ich bin auch mit vielen Geschwistern aufgewachsen und es herrschte oft genug Zank, Streit, Neid, Aggression... heute, als Erwachsene, verstehen wir uns weitaus besser, aber ich würde sagen, dass ich zu einigen Freunden eine innigere Bindung habe.
Darüber hinaus kenne ich genug Leute, die zu ihren Geschwistern überhaupt keinen Kontakt mehr haben.



Dass bei den vielen Einzelkindern später bei vielen so gar keine Familie mehr da ist, find ich persönlich einen großen Verlust. Für mich war das immer sehr positiv besetzt, mit Onkeln und Tanten und Cousins etc, allein schon die Familienähnlichkeiten zu beobachten, das hat schon was. Das prägt einen ja sehr, und ich finde es sehr schön, Teil einer großen Familie zu sein mit Menschen, die mich von klein auf kennen und mit mir verwandt sind.


Das schmerzt mich manchmal auch, dass mein Kind dieses "Clan-Gefühl" nicht erleben wird.

Inaktiver User
16.02.2009, 12:46
Das schmerzt mich manchmal auch, dass mein Kind dieses "Clan-Gefühl" nicht erleben wird.

einzelkinder sehen ihre freunde als ihre familie an. das ist bei mir auch so, ich trenne mich eher von einem mann als von einer meiner freundinnen. diese freundschaften sind teilweise schon 25 jahre alt. die gebe ich nicht so schnell auf.

was mir auffällt, ist dass mehrlingskinder weniger rausgehen um sich freunde zu suchen, sie haben ja meistens noch geschwister, die initiative ist ja nicht zwangsläfig dass sie MÜSSEN. einzelkinder schon, sonst hocken sie alleine rum.

lara

Inaktiver User
16.02.2009, 12:52
Da hast Du bzw. habt Ihr einfach Glück. Ich bin auch mit vielen Geschwistern aufgewachsen und es herrschte oft genug Zank, Streit, Neid, Aggression... heute, als Erwachsene, verstehen wir uns weitaus besser, aber ich würde sagen, dass ich zu einigen Freunden eine innigere Bindung habe.
Darüber hinaus kenne ich genug Leute, die zu ihren Geschwistern überhaupt keinen Kontakt mehr haben.

Natürlich weiß ich, dass das nicht überall so ist. Wobei ich immer noch meine, es ist eher die Ausnahme als die Regel, wenn man so komplett nichts miteinander anfangen kann.

Und auch bei uns ist es gewiß nicht immer die pure Harmonie, das wär wirklich gelogen!!! Trotzdem ist es aber auch ein wunderbares Konflikttraining, dem man da ausgesetzt ist, grad weil man sich nicht auskommt. Die blöde Freundin muss ich ja dann nicht treffen, aber meinen Geschwistern entrinne ich ja daheim nicht. Ist schwierig, aber man profitiert auch davon, glaub ich. Mir geht das sehr ab, das Gefühl, dass es stabile Beziehungen auch mit Konflikten gibt, ich find das enorm schwierig in Beziehungen, weil ich das eben gar nicht kenne, mich mit jemand dauerhaft auseinandersetzen und arrangieren zu müssen.


Das schmerzt mich manchmal auch, dass mein Kind dieses "Clan-Gefühl" nicht erleben wird.

Na ja, aber das Leben ist halt nicht ideal. Und ich finde es sinnvoll, seine Kräfte da realistisch einzuschätzen. Niemand hat alles im Leben.

Wobei ich immer fand, dass Einzelkinder für die Eltern anstregender sind als mehrere Geschwister, die sich eben auch aufeinander beziehen. Das entlastet die Eltern auch in gewisser Weise, auch emotional und was die Zuwendung angeht, mir war das wichtig. Ich hätte zum Beispiel eher Angst gehabt, einem Kind, das allein bei mir ist, nicht genug Aufmerksamkeit widmen zu können, die es ja nur von mir bekommen kann. Bei mehreren Kindern find ich es nicht so schrecklich, wenn die Eltern mal was für sich machen, die fühlen sich dann nicht so einsam und verlassen, glaub ich.

Inaktiver User
16.02.2009, 12:59
Wobei ich immer noch meine, es ist eher die Ausnahme als die Regel, wenn man so komplett nichts miteinander anfangen kann.


Bei mehreren Kindern find ich es nicht so schrecklich, wenn die Eltern mal was für sich machen, die fühlen sich dann nicht so einsam und verlassen, glaub ich.

leider kenne ich es eher so rum als anders rum. zerstrittene geschwister sind an der tagesordnung, auch in meiner generation.

diesen letzten satz, der stimmt völlig. darum habe ich ihn ev. überall hin mitgenommen und immer kinder miteingeladen damit er sich nicht einsam vorkommt.

lara

Zuza.
16.02.2009, 13:07
Das schmerzt mich manchmal auch, dass mein Kind dieses "Clan-Gefühl" nicht erleben wird.

Darauf hast du aber auch keine "Garantie", wenn du mehr Kinder hast. In unserer Familie ist das überhaupt nicht gegeben, für meine Kinder tut es mir manchmal auch leid. Keine Cousinen, keine Cousins ... Da meine Schwester keine Kinder hat, die Großeltern zur Hälfte nicht mehr leben und von Seiten meines Mannes lediglich noch eine Schwester existiert, zu der es keinen Kontakt gibt, ist das hier sehr überschaubar. Und ich bekomme im Freundes- und Bekanntenkreis mit, dass wir da keine Ausnahme darstellen.

elli07
16.02.2009, 13:12
.... Geduld ist auch nicht gerade meine Stärke. Manchmal glaube ich, von lauter Supermüttern umgeben zu sein, stets gelassen, entspannt und geduldig inmitten ihrer Kinder.... ich schaffe es nicht, so zu sein. Bin als Mutter eher ungeeignet, so sehr ich mein Kind auch liebe......

Also SO würde ich das denn nicht sehen ! Die geduldigen Mütter sind in der Regel "Berufsmütter" ohne bzw. ohne nennenswerte Berufstätigkeit außer Haus.

Wenn sie -wie du- aufgrund deiner Berufstätigkeit weitere Anforderungen im Genick hätten (Termindruck etc. etc.), dann wären die meisten sicher auch nicht mehr so gelassen......:ooooh:

Auch ich bin 100% berufstätig, teilweise außer Haus und das schafft Belastungen. Schlechte Mütter sind wir deshalb noch lange nicht !

Kinderliebe drückt sich nicht dadurch aus, indem frau ständig um das Kind herumgackert und immer zur Verfügung steht für Fahrdienste, zum bespielen, was-weiss-ich. Meine Mutter hatte auch nicht ständig für mich Zeit, allerdings deshalb, weil früher der Haushalt ein Knochenjob war: ohne elektrische Geräte, ohne Tiefkühltruhe, ohne Konserven im Supermarkt, ohne Grossraumwagen zum einkaufen....

Gruss, Elli

Inaktiver User
16.02.2009, 13:13
Trotzdem ist es aber auch ein wunderbares Konflikttraining, dem man da ausgesetzt ist, grad weil man sich nicht auskommt. Die blöde Freundin muss ich ja dann nicht treffen, aber meinen Geschwistern entrinne ich ja daheim nicht. Ist schwierig, aber man profitiert auch davon, glaub ich. Mir geht das sehr ab, das Gefühl, dass es stabile Beziehungen auch mit Konflikten gibt, ich find das enorm schwierig in Beziehungen, weil ich das eben gar nicht kenne, mich mit jemand dauerhaft auseinandersetzen und arrangieren zu müssen.


Tja - ich habe das zur Genüge kennengelernt. Konflikttraining bis zum Abwinken. Und ich bin zur Einzelgängerin geworden.
Mich auf eine Ehe einzulassen - erst in spätem Alter - war schon eine Herausforderung :zwinker:

Inaktiver User
16.02.2009, 13:17
Also SO würde ich das denn nicht sehen ! Die geduldigen Mütter sind in der Regel "Berufsmütter" ohne bzw. ohne nennenswerte Berufstätigkeit außer Haus.

Wenn sie -wie du- aufgrund deiner Berufstätigkeit weitere Anforderungen im Genick hätten (Termindruck etc. etc.), dann wären die meisten sicher auch nicht mehr so gelassen......

Auch ich bin 100% berufstätig, teilweise außer Haus und das schafft Belastungen. Schlechte Mütter sind wir deshalb noch lange nicht !

Gruss, Elli

Nein, Elli, so ist es bei mir nicht. Ich arbeite stundenweise, als Selbständige, je nach Auftragslage. Mehr als 3, 4 Stunden täglich sind das nicht.
Es ist schon eine Charakterveranlagung, die fehlende Geduld.

HansDampf
16.02.2009, 13:34
Nun bin ich weder Mutter, noch habe ich ein Einzelkind - ich möchte trotzdem etwas dazu sagen (obwohl es dem Treadtitel nicht gerecht wird).:smirksmile:

Einen Vorteil, den ich bei mehreren Kindern sehe, ist das "Übergewicht" des Kindlichen in der Familie (im Idealfall). Durch unsere 5 Kinder wird sehr viel herumgealbert, gesponnen bis die Tränen fließen, gesungen, getanzt, gespielt.

Vielleicht hält uns das jung, und verhindert, daß unsere Kinder zu früh ernste kleine Erwachsene werden.

Ansonsten sind Geschwister eine enorme Entlastung für die Eltern. Während die Großen im Wohnzimmer staubsaugen, und die Mittlere mit den Kleinen spielt, können wir uns im Schlafzimmer anderen Dingen zuwenden ...

A propos Geduld: meiner Frau wird auch immer bescheinigt, wie ruhig sie doch wäre, wenn unsere 5 Kinder und noch eine Handvoll Besuchskinder durchs Haus schwirren. Dabei ist es in erster Linie Selbstbeherrschung und pädagogisches Geschick. Also Arbeit (an sich und unseren Kindern). Wobei meine Frau keine Berufsmutter sondern eher Mutter aus Berufung ist.

Gruß

Hans

Inaktiver User
16.02.2009, 15:35
Einen Vorteil, den ich bei mehreren Kindern sehe, ist das "Übergewicht" des Kindlichen in der Familie (im Idealfall). Durch unsere 5 Kinder wird sehr viel herumgealbert, gesponnen bis die Tränen fließen, gesungen, getanzt, gespielt.


Glaubst Du im Ernst, mit einem Einzelkind herrscht daheim Grabesstimmung? Ich habe schon immer eine Schwäche fürs Blödeln gehabt, auch ohne Kind. Und Tanzen und Singen tue ich ebenfalls - mit oder ohne Kind.



A propos Geduld: meiner Frau wird auch immer bescheinigt, wie ruhig sie doch wäre, wenn unsere 5 Kinder und noch eine Handvoll Besuchskinder durchs Haus schwirren. Dabei ist es in erster Linie Selbstbeherrschung und pädagogisches Geschick. Also Arbeit (an sich und unseren Kindern). Wobei meine Frau keine Berufsmutter sondern eher Mutter aus Berufung ist.


Ich bins mit Sicherheit nicht. Deshalb fand ich es auch allen Beteiligten gegenüber fairer, es bei einem Kind zu belassen.

AnaPaula
16.02.2009, 18:15
Für mich war es auch klar, dass ich mehrere Kinder wollte, wenn es möglich war. Ich bin selbst mit 4 Geschwistern aufgewachsen und hatte eine wunderschöne Kindheit. Natürlich gab es auch bei uns manchmal Streiten aber wir waren/sind immer für einander da.

Z.b. meine 3 Brüder streiteten ständig miteinander, aber keiner außer die Familie durfte bloß bitte auf der Idee kommen, mit einem von ihnen einen Streit anfangen, denn dann waren die 2 anderen Brüder sofort bei ihm. Also, wer mit einem von ihnen Streit anfängt, fängt es auch mit den 2 anderen.
Oder als mein erster Ehemann unerwartet gestorben ist, waren sie die ganze Zeit für mich da, ich musste nichts tun, denn sie haben alles erledigt.
Wenn ich meine Kinder bekommen habe, ist meine Schwester bei mir 2 Monate geblieben, um mir zu helfen.
Wenn wir zusammen sind, erinnern wir uns an viele Ereignisse unserer Kindheit, die keiner andere lustig fände, weil nicht dabei, usw. Es ist einfach ein Klan-gefühl, das schwer zu erklären ist.

Wir waren so erzogen, immer für einander da sein. Ich wollte auch, dass meine Kinder so etwas erleben könnten und versuche, ihnen dieses Familiengefühl zu vermittlen.

HansDampf
17.02.2009, 17:04
Glaubst Du im Ernst, mit einem Einzelkind herrscht daheim Grabesstimmung? Ich habe schon immer eine Schwäche fürs Blödeln gehabt, auch ohne Kind. Und Tanzen und Singen tue ich ebenfalls - mit oder ohne Kind.

Natürlich nicht. Ich wollte nur (entgegen dem Threadtitel) Gründe für mehr als ein Kind (die ja immer individuell sind) anbringen.

Ist wohl falsch angekommen. Entschuldige bitte.




Ich bins mit Sicherheit nicht. Deshalb fand ich es auch allen Beteiligten gegenüber fairer, es bei einem Kind zu belassen.

:blumengabe:

Hans

Inaktiver User
17.02.2009, 18:59
Ist wohl falsch angekommen. Entschuldige bitte.


Ist schon okay, brauchst Dich doch nicht entschuldigen. Ich denke halt, dass die Fähigkeit zum Albernsein und zum ausgelassenen Herumblödeln in erster Linie in einem selbst steckt. Natürlich ist es mit Kind(ern) leichter, sie hervorzuholen. Aber es gibt auch Leute mit vielen Kindern, die nie mit ihnen herumalbern. Weil sie davon eh Lichtjahre entfernt sind.

Mir fällt auf, dass sich in einem Strang, der bewusst an Einzelkindmütter gerichtet ist, einige Mehrfachmütter bzw. ein -vater gemeldet haben. Parallele zum Kinderlosenstrang ?
Quod erat demonstrandum :zwinker:

HansDampf
18.02.2009, 11:15
Ist schon okay, brauchst Dich doch nicht entschuldigen. Ich denke halt, dass die Fähigkeit zum Albernsein und zum ausgelassenen Herumblödeln in erster Linie in einem selbst steckt. Natürlich ist es mit Kind(ern) leichter, sie hervorzuholen. Aber es gibt auch Leute mit vielen Kindern, die nie mit ihnen herumalbern. Weil sie davon eh Lichtjahre entfernt sind.

So meinte ich es.

Ich habe diese Fähigkeiten (vor allem das Singen und Toben) erst wieder mit meinen Kindern entdeckt. Dafür bin ich ihnen richtig dankbar.




Mir fällt auf, dass sich in einem Strang, der bewusst an Einzelkindmütter gerichtet ist, einige Mehrfachmütter bzw. ein -vater gemeldet haben. Parallele zum Kinderlosenstrang ?
Quod erat demonstrandum :zwinker:
Wir stören eben gern:freches grinsen:

Ich denke, wer nicht den Wunsch hat, zu (fast) allem etwas zu sagen (auch wenn er davon keine Ahnung hat), wäre nicht lange in der Bricom. Diese "Weisheit für alle Lebenslagen" ist vermutlich der kleinste gemeinsame Nenner von uns allen hier. :smirksmile:

Gruß

Hans

xanidae
19.02.2009, 06:38
anmerkung:
wenn es so stört, dass menschen mit anderen lebensentwürfen mitschreiben, der kann bei bfriends eine gruppe aufmachen und bestimmen, wer in die gruppe darf. so ist es möglich homogen zu diskutieren.

Inaktiver User
19.02.2009, 08:02
Wer hat denn gesagt, dass es stört ?

xanidae
19.02.2009, 20:09
keiner der hier schreibenden, aber vielleicht schreiben manche nicht mehr weil es sie stört?

Inaktiver User
19.02.2009, 23:58
Nun bin ich weder Mutter, noch habe ich ein Einzelkind - ich möchte trotzdem etwas dazu sagen (obwohl es dem Treadtitel nicht gerecht wird).:smirksmile:

Einen Vorteil, den ich bei mehreren Kindern sehe, ist das "Übergewicht" des Kindlichen in der Familie (im Idealfall). Durch unsere 5 Kinder wird sehr viel herumgealbert, gesponnen bis die Tränen fließen, gesungen, getanzt, gespielt.

Vielleicht hält uns das jung, und verhindert, daß unsere Kinder zu früh ernste kleine Erwachsene werden.


Also, ich habe ein :smile:Einzelkind.
Was ich festgestellt habe ist, dass dieses (mein) Einzelkind wesentlich mehr Spaß und Kindlichkeit entwickelt hat und vor allem entwickeln darf (!) als so manches Geschwisterkind, das ich kenne.

Und - ganz ehrlich - , ich wirke laut Außenstehender sehr jugendlich und wundere mich oft über die sehr abgespannt wirkenden Mehrfacheltern.

Muss dazu sagen, ich komme aus Bayern. Die Schulsituation spitzt sich seit etlichen Jahren immer mehr zu. Der Druck ist stark, habe mich davon kaum(:-)) anstecken lassen.

Ernste kleine Erwachsene mache ich oft bei Kindern von Eltern von Mehrfachgeschwistern aus und frage mich manchmal, ob ich unseren Sohn falsch erziehe, weil sein Gemüt zu sonnig und gutmütig im Vergleich zu vielen Mehrfachkindern ist.
Viele Kinder sind auf Ellenbogenausfahren und Konkurrenzkampf gedrillt, das wollte ich bei meinem Kind nie. Habe auch bei mir immer gedacht, dieses oder jenes will ich nicht machen, weil mich das sonst abstumpfen und gefühllos werden lässt.
Gefühllosigkeit ist für mich eine Vorstufe des Todes.

Übrigens, in der Zeit, in der andere ihre Vielfachkinder gezeugt und geboren haben, habe ich jahrelang meine schwerkranke Mutter gepflegt und (!) war auch (klar Teilzeit - aber nicht Regale einräumen) berufstätig.

Habe zwei Geschwister, die mir in dieser Zeit (mindesten eine Dekade) nicht sehr hilfreich waren. Das ist keine Ausnahme, eher die Regel.

Inaktiver User
20.02.2009, 08:41
Also, ich habe ein :smile:Einzelkind.
Was ich festgestellt habe ist, dass dieses (mein) Einzelkind wesentlich mehr Spaß und Kindlichkeit entwickelt hat und vor allem entwickeln darf (!) als so manches Geschwisterkind, das ich kenne.


Auch wenn die meisten Mehrfacheltern immer wieder beteuern, wie harmonisch es bei ihren Kindern zugehe - hinter den Kulissen, oder auch wenn man sich mit bereits erwachsenen Geschwisterkindern unterhält, kommen doch oft Neid, Konkurrenzkampf, Hassgefühle und alte Verletzungen zum Vorschein.
Ich denke, dass der Konkurrenzkampf unter Geschwistern vieles der kindlichen Unbeschwertheit zerstören kann - und wenn man nicht untergehen will, kann man nicht anders als beizeiten berechnend und egoistisch werden: ein "kleiner Erwachsener" eben.



Und - ganz ehrlich - , ich wirke laut Außenstehender sehr jugendlich und wundere mich oft über die sehr abgespannt wirkenden Mehrfacheltern.


Geht mir genauso.

ixyz
21.02.2009, 15:35
Mein Bruder und ich haben kein gutes Verhältnis.
ABER: Wir wollten beide kein Einzelkind sein und wollen beide mindestens 2 Kinder.

Meine Freundschaften zu Einzelkindern habe ich inzwischen allesamt gekündigt, weil Einzelkinder echt stressig sind.
Und Eltern von Einzelkindern finde ich noch viel stressiger.

Shopgirl
21.02.2009, 19:10
immer wieder faszinierend, dass nur der eigene lebensentwuf als gut angesehen wird und der andere irgendwie schlecht gemacht weden muss.

ICH wollte ein kind, weil es für mich und meinen mann und unseren lebensansatz und unsere ziele, wünsche, vorstellungen passt.

ich bin selbst mit geschwistern aufgewachsen und fand es mal toll, mal schei***.

ich kenne einzelkinder, die ich für unsozial halte und geschwisterkinder, die irgendwie komisch sind. ich kenne aber auch von jeder sorte (deutlich mehr!) normale, liebe, sozial kompetente, wundervolle menschen.

wer sich für mehrere kinder entscheidet, hat meinen respekt, denn ich denke zu verstehen, was das bedeutet. wer sich für "nur" ein kind enscheidet, hat ebenfalls meinen respekt :) und wer gar keins will - auch gut.

jeder wird seine gründe für seine entscheidung haben und hier war eben nach den gründen für ein kind gefragt.

kayla
21.02.2009, 20:32
Meine Freundschaften zu Einzelkindern habe ich inzwischen allesamt gekündigt, weil Einzelkinder echt stressig sind.
Und Eltern von Einzelkindern finde ich noch viel stressiger.

Na, schön, dass du keine Vorurteile hast. :knatsch:

Inaktiver User
21.02.2009, 20:34
immer wieder faszinierend, dass nur der eigene lebensentwuf als gut angesehen wird und der andere irgendwie schlecht gemacht weden muss.


Wie recht du doch leider hast!

@ixyz
Tut mir ja leid für dich, wenn du diese Erfahrung gemacht hast. Aber jetzt diese allgemeingültige Behauptung aufzustellen: nun ja. Dann sind halt alle Einzelkinder und ihre Eltern stressig!
Lustig ist nur, dass die vier Einzelkinder die ich kenne, allesamt ausgesprochen kontaktfreudige, offene und sympathische Menschen sind. Keineswegs stressig.
Soll ich jetzt daraus schliessen, dass alle Einzelkinder so sind?
Eine von uns MUSS doch recht haben! :freches grinsen:

ixyz
21.02.2009, 22:14
Ich habe nicht gesagt, daß alle Einzelkinder Psychos sind.

Ich habe gesagt, daß ICH mit Einzelkindern schlechte Erfahrungen gemacht habe.

Ich hatte ZUM BEISPIEL eine gute Einzelkindfreundin. Die Freundschaft ist daran zerbrochen, daß die Mutter des Mädels sich permanent in unsere Freundschaft eingemischt hat. Ich war Anfang 20 und die Mutter meinte, ich würde das Seelenheil ihrer Tochter gefährden, weil ich einen Freund hatte.
Das Mädel war nicht im Stande sich gegen die Mutter zu wehren. Argh!

Die meisten Einzelkinder, die ich bislang getroffen habe sind überbehütet oder "der Augenstern" der Eltern und deshalb nicht sehr lebenstauglich.

Meine Stiefmutter ist Einzelkind und völlig überfordert, wenn sie mit mehr als zwei Personen gleichzeitig zu tun hat.
Sie kann bei Gesellschaftsspielen nicht verlieren und ist supereifersüchtig auf jede Frau, mit der mein Vater auch nur redet.

Ich hatte nacheinander zwei Einzelkinderfreunde. Der erste war nur eine kurze Liebelei, aber er war total eifersüchtig.
Der zweite war sehr sehr anhänglich und besitzergreifend. Nach der Trennung sind wir aber gute Freunde geworden.

Mein Lebensgefährte hat mehrere ältere Geschwister und ich finde sein Sozialverhalten total angenehm. Er kann sich total gut durchsetzen, aber auch mal zurückstecken. Außerdem muß er nicht den Macker spielen, weil er einfach weiß, daß seine Geschwister ihn notfalls verteidigen würden. :liebe:

Wobei ich feststellen muß, daß Einzelkinder, die sagen wir ab 1990 geboren sind, nicht mehr so kompliziert sind, wie die älteren.
Liegt es daran, daß es seitdem mehr Einzelkinderfamilien gibt und die Kindergärten usw. darauf eingestellt sind?


PS: Ich, ich , ich, weil ich klarstellen möchte, daß es sich um meine persönliche Meinung handelt, die keinesfalls Allgemeingültigkeit hat oder haben muß. :blumengabe:


Ach noch was (edit): Ich habe bislang alle fünf Großeltern gepflegt. Es war schon mit gelegentlicher Hilfe meines Bruders arg stressig, als Einzelperson hätte ich das nicht durchgestanden.

Aliesa39
23.02.2009, 11:43
Hallo HoneysuckleRose,

als unser Kleiner so zwei, drei Jahre alt war, wurde ich auch mehrfach gefragt "Na, wann kommt denn das Geschwisterchen?", Mittlerweile ist der kleine Mann sechs, ich werde 40 und gut is'...:smirksmile:
Die Frage ist immer: Wie sehr lasse ich mich von meinem Gegenüber in die Defensive drängen? Eine Mehrfachmama hat mir auch mal das komplette Großfamilienplädoyer unter besonderer Berücksichtigung der egoistischen, verzogenen, lebensuntüchtigen Einzelkindergeschichte verpasst. Was soll ich sagen? Ich muss nicht jedem die Geschichte meines Horror-Kaiserschnitts erzählen, unsere finanzielle Situation offenlegen oder erklären, warum wir glauben, dass unsere Wohnung für vier oder fünf einfach zu klein wäre. In der Regel habe ich geantwortet "Für uns ist es so, wie es ist, genau richtig." Nur wenn jemand mich sehr unsachlich angegangen ist, konnte auch 'mal ein boshaftes "Wir halten es nach der Devise KLASSE statt MASSE." von meiner Seite kommen.
Im Übrigen wünsche ich mir mehr Toleranz für andere Lebensentwürfe und bemühe mich auch selbst darum. Ich finde sogar, das sollte neues Schulfach werden...

Grüße von Aliesa39

Inaktiver User
23.02.2009, 19:19
Ich wollte nur ein Kind. Denn: das ist auch mal ruhig :lachen:.

Ich lade gerne Kinder dazu ein.
Vorteil: die kann ich heim schicken.

AnaPaula
24.02.2009, 04:58
Ich wollte nur ein Kind. Denn: das ist auch mal ruhig :lachen:.

Ich lade gerne Kinder dazu ein.
Vorteil: die kann ich heim schicken.Da hast Du völlig Recht.

Meine 2 älteren Kinder verbrachten letztes Sommer bei meinen Eltern in Wien (wir leben vorübergehend in Lateinamerika). Nur das kleinste ist bei uns geblieben.

Und ich muss sagen, es war viel, viel rühiger und stiller, ein echt größer Unterschied. Keine Streiterei, keine "Mami, Thomas hat mir an den Haaren gezogen" oder "Anna hat noch nicht ihr Zimmer aufgeräumt", bei Kino-gehen mussten wir ja nicht zwischen "Mama Mia", Batmann" und "Winnie Pooh" Filme auswählen, wobei egal für welchen Film wir uns entscheidet, wird jemand natürlich nicht zufrieden sein.

Am Anfang hat mein Kind es genossen, alleine zu sein, es hatte unsere ganze Aufmerksamkeit. Nach drei Tagen allerdings musste ich den Satz "mir ist langweilig" immer öfter hören, es wollte ständig, dass ich bei ihm wäre und mit ihm spielte! Ja, ich habe bemerkt, es ist nicht einfach für ein Kind, sich selbständig zu beschäftigen. Paradoxerweise hatte ich weniger Freizeit und mein Kind war deutlich angstrengender. Ich war richtig froh, wenn meine anderen Kinder schon da waren ;-))

Toffyfee
24.02.2009, 08:34
Ich glaube das ist eine Sache der Gewöhnung. Mein Einzelkind kann sich sehr gut selbst beschäftigen.
Nachbarjunge mit Schwester möchte immer sofort ein Kind da haben, wenn Schwester weg ist. Es fehlt jmd. zum Streiten ;-)

Inaktiver User
24.02.2009, 09:42
Ich denke, es gibt beides in gleichem Maße und man weiss eben nie, was man kriegt - harmonisierende oder ewig streitende Geschwister. Ich kenne aus meinem näheren Umfeld auch beide Facetten.
Bei einer Familie aus unserem Kindergarten (höhere Mittelschicht, viel Geld, Mutter ausschließlich zu Hause bei den Kindern, die viel Zuwendung bekommen und intensiv gefördert werden - es fehlt also an nichts, weder emotional noch materiell) ist der Kampf zwischen 2 Schwestern so heftig, dass sie schließlich zum Kinderpsychologen gegangen sind...
Was meine eigene Familie betrifft, so muss ich zugeben, dass mindestens ein Geschwisterkind, das letzte nämlich, traumatisiert aus der ganzen Situation hervorgegangen und heute ein Einzelgänger mit massiven psychischen Problemen ist. Wenn ich könnte, würde ich vieles ungeschehen machen. Es muss nämlich, im Rückblick betrachtet, die Hölle gewesen sein.

Toffyfee
24.02.2009, 09:49
Bei einer Freundin war es phasenweise so, dass sich die Jungen nicht verstanden (knapp 2 Jahre auseinander) ,dass Mutter etwas mit einem Kind und Vater was mit anderen Kind gemacht hat. So sieht für mich Familienleben nicht aus.
Inzwischen sieht es aber anders aus.
Freundin meinte sie spielen am Wochenende zusammen und lassen Eltern ausschlafen.
Unser Einzelkind steht nicht so gerne alleine auf.

Eva2
24.02.2009, 10:16
überlege grade ernsthaft, ob ich wirklich noch ein kind haben wollte.
irgendwie glaube ich, ich "hab nur so getan" :peinlich:

es ging nie soweit, das ich gelitten hätte, oder zum arzt wäre weil das 2. nicht "klappte"

als unser sohn 6 war, war ich 30 und hab beschlossen:
NEIN, keins mehr.
zumal es dann zwei einzelkinder geworden wären,
bin selbst mit bruder aufgewachsen, der 8 jahre jünger ist, erst als erwachsene wurden wir einigermassen zu geschwistern :zwinker:

dazu kam, das bei sohn ein verdacht auf chromosomenstörung bestand.
(der test dauerte damals 6 wochen)
irgendwie war ich soooo froh, das da alles dann doch in ordnung war,
und wollte das "risiko" nicht mehr eingehen, obwohl mir versichert wurde, das da gar kein spezielles risiko bestand.
es ging mir einfach nicht aus dem kopf.

Inaktiver User
24.02.2009, 10:20
Unser Einzelkind steht nicht so gerne alleine auf.

Das ist ja auch verständlich, aber dafür gibt es doch KIKA und Dvd.

Bezüglich Ausschlafen würde bei uns ein Geschwisterkind nichts nützen, die Wohnung ist so klein, dass ich von dem Gelärme mit Sicherheit wach würde.... also lieber TV :smirksmile:

Toffyfee
24.02.2009, 12:04
Ich wollte halt auch nur betonen alles hat Vor- und Nachteile. Diese Schwarz- Weißmalerei mag ich nicht so.

AnaPaula
24.02.2009, 18:56
Ich wollte halt auch nur betonen alles hat Vor- und Nachteile. Diese Schwarz- Weißmalerei mag ich nicht so.

Das wollte ich auch betonen ;-))

Toffyfee
24.02.2009, 20:15
:lachen:

Inaktiver User
24.02.2009, 21:32
Hallo,

ich bin auch gewollte Enzelkindmutter und sehr zufrieden damit.

Die meisten Argumente für das Einzelkinddasein wurden schon genannt und gelten auch für uns.




Als ich das letzte Mal in einem ähnlichen Strang auch pekuniäre Gründe angegeben habe, bin ich fies angepampt worden.
Aber es ist nunmal so, dass wir nicht gerade in Geld schwimmen. Wir leben noch zur Miete in einer kleinen drei Zimmer Wohnung. Das Kinderzimmer ist so klein, dass nicht einmal ein zweites Babybett reinpassen würde. Wir haben kein Auto, machen Carsharing und gehen alle Schaltjahre mal in Urlaub. Da gibt es nicht mehr viele Sparmöglichkeiten. Und wenn wir nicht wenigstens irgendwann eine Wohnung kaufen, sieht es im Alter nicht gerade rosig aus!
Und ganz ehrlich: ich habe einfach keine Lust bei jeder anstehenden Klassenfahrt schlaflose Nächte zu haben. Und ja, ich möchte ihr ermöglichen ein Instrument zu lernen, wenn sie möchte.
Ich finde es eigentlich normal zu schauen: wie viel Geld haben wir, können wir uns ein Kind, zwei Kinder, drei Kinder leisten?

Da hab ich gerade das "beste" Beispiel vor Augen, hier in der Nachbarschaft.
Eine Familie mit einem Kind, knapp 5. Jahrelang wurde auf verschiedenen Wegen versucht, noch ein Geschwisterchen zu bekommen. Mit Kiwu-Behandlung werden es jetzt Zwillinge.
Jetzt ist "plötzlich" die Eigentumswohnung zu klein, und sie versuchen vergeblich (bisher) sie zu verkaufen, haben aber schon was Neues gekauft. Das Auto ist auch ganz unerwartet zu klein, also ein Riesen-VW-Bus gekauft. Das andere Auto kriegen sie nicht los.
Da rennen Leute sehenden Auges in den finanziellen Ruin, nur, weil Einzelkinder ja bäh-bäh sind! :unterwerf:

Von mir aus kann jeder soviele Kinder bekommen, wie er/sie will, da möchte ich nicht missverstanden werden, aber ich finde schon, dass man sie sich auch einigermaßen leisten können sollte.
Auch den Kindern zuliebe.

Ich selbst habe eine Schwester und stamme aus bessergestellten Verhältnissen, so dass ich nichts Elementares entbehren musste.

Aber mit denjenigen aus meinem Bekanntenkreis, die wegen großer Geschwisterzahl als Kinder ständig auf alles und jedes verzichten mussten (und ich rede nicht vom AI-Urlaub auf Malle, sondern von simplen Freibadbesuchen im Sommer!!), hätte ich nicht tauschen wollen.




Ich kann dieses Gerede von den "verwöhnten" Einzelkindern nicht mehr hören ! Meine Tochter ist im Sozialverhalten vorbildlich, das bescheinigen ihr ausnahmslos alle Lehrer, auch ihre Trainer im Verein.... ICH könnte genauso sagen, die Egoisten sind die "Geschwisterkinder", die mit Futterneid aufwachsen und nur auf den eigenen Vorteil bedacht sind......

Oh ja, das nervt mich auch.
Vom Sozialverhalten meiner Tochter kann sich auch so manches Geschwisterkind in unserem Umfeld eine Riesenscheibe abschneiden.

Eine Freundin hat mir sogar mal ins Gesicht gesagt, dass ihrer Meinung nach alle Einzelkinder einen an der Klatsche haben. Merci, kann ich da nur sagen! :knatsch:


Es gibt halt immer "sodde und sodde", mit Pauschalurteilen kommt keiner weiter. Wenn ein Einzelkind seine Interessen vertritt, dann heisst es gleich "typisch Einzelkind", wenn ein Geschwisterkind das macht, heisst es "klasse, das Kind weiss sich durchzusetzen"......

Gut auf den Punkt gebracht.
Zu dem größten Nerv-Kind (hat eine jüngere Schwester) im Freundeskreis kam mal der Kommentar: "Die benimmt sich wie ein Einzelkind."
Ganz klasse.







Es gibt den Spruch: mit einem Kind ist man ein Ehepaar mit Kind, mit 2 Kindern eine Familie.

Und genau das ist mein persönlicher Hass-Spruch! Den hat mir auch mal ein Bekannter um die Ohren gehauen, als ich meine Familienplanung nach einem Kind für abgeschlossen erklärte.
Wieso sollen wir drei (mein Mann, meine Tochter und ich) eigentlich keine richtige Familie sein?
Wer entscheidet sowas?



So seh ich das auch, für mich persönlich ist das keine "artgerechte" Kinderhaltung, wenn 2 Erwachsene 1 Kind haben, und zwar genau aus den Gründen, die manche auch anführen: hat man nur 1 Kind, geht alles so weiter wie bisher, da müssen sich die Erwachsenen nicht wirklich auf ein Kinderleben umstellen, sondern das Kind muss sich von kleinauf dem Erwachsenenleben anpassen, deshalb ist es ja auch alles leichter organisierbar und beherrschbarer. Ich fand genau das als Kind wenig lustig.

Das kann ich verstehen, dass du das nicht lustig fandest.
Aber es ist mit Sicherheit nicht bei jedem "Paar mit Kind" so. Die Aktivitäten, die wir für oder wegen unserer Tochter so machen, würden wir, wenn wir ohne Kind wären, ganz bestimmt nicht machen.



Da hast Du bzw. habt Ihr einfach Glück. Ich bin auch mit vielen Geschwistern aufgewachsen und es herrschte oft genug Zank, Streit, Neid, Aggression... heute, als Erwachsene, verstehen wir uns weitaus besser, aber ich würde sagen, dass ich zu einigen Freunden eine innigere Bindung habe.
Darüber hinaus kenne ich genug Leute, die zu ihren Geschwistern überhaupt keinen Kontakt mehr haben.

Ich bin mit einer Schwester aufgewachsen, aber es ging mir genau wie dir.
Mein Mann hat zu seiner Schwester gar keinen Kontakt mehr. Er sagt auch ganz klar, dass er lieber Einzelkind gewesen wäre.
Auch, wenn ich mich mit meiner Schwester heute ganz gut verstehe, war weder für meinen Mann, noch für mich, unsere Kindheit als Geschwisterkinder ein Argument für mehrere Kinder.



Auch wenn die meisten Mehrfacheltern immer wieder beteuern, wie harmonisch es bei ihren Kindern zugehe - hinter den Kulissen, oder auch wenn man sich mit bereits erwachsenen Geschwisterkindern unterhält, kommen doch oft Neid, Konkurrenzkampf, Hassgefühle und alte Verletzungen zum Vorschein.
Ich denke, dass der Konkurrenzkampf unter Geschwistern vieles der kindlichen Unbeschwertheit zerstören kann - und wenn man nicht untergehen will, kann man nicht anders als beizeiten berechnend und egoistisch werden: ein "kleiner Erwachsener" eben.


So schätze ich es auch ein, wenn ich mir manche Geschwisterkinder in meinem Umfeld so anschaue.....

Inaktiver User
24.02.2009, 21:46
Und genau das ist mein persönlicher Hass-Spruch! Den hat mir auch mal ein Bekannter um die Ohren gehauen, als ich meine Familienplanung nach einem Kind für abgeschlossen erklärte.
Wieso sollen wir drei (mein Mann, meine Tochter und ich) eigentlich keine richtige Familie sein?
Wer entscheidet sowas?


Sorry!

Aber für mich ist das in erster Linie rechnerisch so: da kommen zwei Erwachsene auf ein Kind, das ist eben ein anderes Verhältnis als zwei Kinder auf zwei Erwachsene. Und ich denke, das hat schon Auswirkungen.

Es ist bei allen Gruppen so, ganz neutral, dass die Beziehungen andere sind, wenn es eine 3er Gruppe ist als eine 4 Gruppe.

Auch wenn man die nicht generalisieren kann, aber es ist doch ein Unterschied, ob man die gesamte Aufmerksamkeit seiner Eltern allein auf sich zieht oder sich das auf mehrere Geschwister verteilt. Ganz nüchtern betrachtet, im Guten wie im Schlechten. Oder? :blumengabe:

Inaktiver User
24.02.2009, 21:57
Sorry!

Aber für mich ist das in erster Linie rechnerisch so: da kommen zwei Erwachsene auf ein Kind, das ist eben ein anderes Verhältnis als zwei Kinder auf zwei Erwachsene. Und ich denke, das hat schon Auswirkungen.

Es ist bei allen Gruppen so, ganz neutral, dass die Beziehungen andere sind, wenn es eine 3er Gruppe ist als eine 4 Gruppe.

Auch wenn man die nicht generalisieren kann, aber es ist doch ein Unterschied, ob man die gesamte Aufmerksamkeit seiner Eltern allein auf sich zieht oder sich das auf mehrere Geschwister verteilt. Ganz nüchtern betrachtet, im Guten wie im Schlechten. Oder? :blumengabe:


Ich stimme allem zu, was du hier schreibst.
Aber wir betrachten uns trotzdem als Familie. Als Kleinfamilie meinetwegen, aber als Familie.

Inaktiver User
24.02.2009, 21:59
Ich stimme allem zu, was du hier schreibst.
Aber wir betrachten uns trotzdem als Familie. Als Kleinfamilie meinetwegen, aber als Familie.


Das ist auch blöd formuliert, aber sonst kann man es schlecht ausdrücken. Ich find auch eine alleinerziehende Mutter mit Kind ist eine Familie. :blumengabe:

Inaktiver User
24.02.2009, 22:03
Das ist auch blöd formuliert, aber sonst kann man es schlecht ausdrücken. Ich find auch eine alleinerziehende Mutter mit Kind ist eine Familie. :blumengabe:

:blumengabe:

Inaktiver User
25.02.2009, 09:00
Ich bin mit einer Schwester aufgewachsen, aber es ging mir genau wie dir.
Mein Mann hat zu seiner Schwester gar keinen Kontakt mehr. Er sagt auch ganz klar, dass er lieber Einzelkind gewesen wäre.
Auch, wenn ich mich mit meiner Schwester heute ganz gut verstehe, war weder für meinen Mann, noch für mich, unsere Kindheit als Geschwisterkinder ein Argument für mehrere Kinder.


Darüber wird m.E. auch viel zu wenig gesprochen - Geschwisterhass scheint ein Tabuthema zu sein. Dabei kann es Folgen für die Persönlichkeitsentwicklung und für das gesamte Leben haben, wenn man z.B. das Pech hatte, auf der Geschwister-Hackordnung ganz unten zu stehen.
Einem Einzelkind bleiben solche Erfahrungen erspart, und das sehe ich als positiv....
Ich habe nochmal überlegt, bin meinen Freundeskreis durchgegangen und zu dem Schluss gekommen, dass etwa die Hälfte kaum oder keinen Kontakt mehr zu seinen Geschwistern hat bzw. sehr negativ über sie spricht.
Selten scheint es also nicht zu sein !

AnaPaula
25.02.2009, 17:44
Darüber wird m.E. auch viel zu wenig gesprochen - Geschwisterhass scheint ein Tabuthema zu sein. Dabei kann es Folgen für die Persönlichkeitsentwicklung und für das gesamte Leben haben, wenn man z.B. das Pech hatte, auf der Geschwister-Hackordnung ganz unten zu stehen.
Einem Einzelkind bleiben solche Erfahrungen erspart, und das sehe ich als positiv....
Ich habe nochmal überlegt, bin meinen Freundeskreis durchgegangen und zu dem Schluss gekommen, dass etwa die Hälfte kaum oder keinen Kontakt mehr zu seinen Geschwistern hat bzw. sehr negativ über sie spricht.
Selten scheint es also nicht zu sein !

Hallo Honey,

ehrlich gesagt, ich kenne diesen Geschwisterhass nicht. Ich bin echt überrascht, dass ihr so etwas erlebt habt oder angesehen habt. Das ist mir völlig neu. Klar kenne ich Geschwister, die vielleicht selten Kontakt zueinander haben, aber Hass?, das habe ich (noch) nie gesehen.

Meine Geschwister und ich lieben uns sehr und sind wirklich immer für einander da. Mein Mann und ihre Brüder halten zwar nicht einen so engen Kontakt, doch lieben sie sich auch sehr. Ich habe auch das nicht in meiner Bekanntenkreis beobachtet.

Ich denke, die meisten Geschwister sind "normal". Meine Kinder spielen gerne 2 Stunden zusammen, dann kommt einen Streit unbedingt, ich greife ein und sende jeden zu seinem Zimmer, dann Versohnung und wieder spielen...... und so wiederholt sich immer wieder ;-)).... also, irgendwann streiten sie sicher aber 10 Minute später spielen sie wieder, als ob es nichts passierte.

Ganz wichtig sind meiner Meinung nach die Eltern, denn sie sollen den Kindern beibringen, wie man eine respektvolle Umgang mit anderen Menschen pflegt. Ich persönlich erlaube keine Beleidigung oder Schimpfworte und nach einem Streit müssen sie sich immer entschuldigen.

Ja, einem Einzelkind bleiben natürlich solche Streiten erspart aber auch die sehr schönen Momenten zwischen Geschwistern. Das ist aber normal, wie schon erwähnt, alles hat ihre Vor und Nachteile.

Inaktiver User
25.02.2009, 18:00
Hallo Honey,

ehrlich gesagt, ich kenne diesen Geschwisterhass nicht. Ich bin echt überrascht, dass ihr so etwas erlebt habt oder angesehen habt. Das ist mir völlig neu. Klar kenne ich Geschwister, die vielleicht selten Kontakt zueinander haben, aber Hass?, das habe ich (noch) nie gesehen.

HASS ist schon ein starkes Wort.

Aber dieses Immer-füreinander-Dasein kenn ich eben auch nicht.
Ich hatte es als Kind auch mit einer oder zwei Ausnahmen nie, dass meine Schwester mich mal irgendwohin mitgenommen hätte (sie ist älter als ich). Also, freiwillig.

Sie hat mich auch nie vor Hänseleien, Mobbing Anderer beschützt. Wirklich nie.
Diese vielbeschworene Geschwistersolidarität habe ich einfach nie kennengelernt.
Auch nicht dieses: wir zwei gegen die gemeinen Eltern.

Inaktiver User
25.02.2009, 18:25
Ana Paula, das ist schön für Dich, und Du hast Glück gehabt, wie viele andere natürlich auch. Ich weiss ja, dass es viele Geschwister gibt, die einander sehr nahestehen.
Aber es gibt eben auch das Gegenteil, und das wird, so ist mein Eindruck, generell gerne unter den Teppich gekehrt.

Hass ist wirklich ein starkes Wort, aber auch das gibt es. Macht sich z.B. gerne bemerkbar, wenn es ans Erben geht :zwinker:
Verbreiteter ist wahrscheinlich Gleichgültigkeit. Eine Freundin von mir hat ihr Verhältnis zum Bruder mal so ausgedrückt: er ist für mich wie ein Fremder, ich konnte mit ihm schon als Kind nichts anfangen und kann es bis heute nicht. Nach 2 Sätzen weiss ich nicht mehr, worüber ich mit ihm reden soll.

Unter guten Freunden passiert so etwas eben nicht.... deshalb finde ich es wichtig, dass mein Kind Freunde hat bzw. begreift, was Freundschaft bedeutet und wie tief sie sein kann. Bei Geschwistern hat man da keine Garantie.

AnaPaula
26.02.2009, 18:44
ja, ich bezweifle nicht, dass auch solche Beziehungen zwischen Geschwister existieren. Ich denke aber, wie schon gesagt, dass die Einstellung der Eltern sehr entscheidend da ist.

Ich meine, sowie Du Honey versuchst, deinem Kind, den Wert der Freundschaft vorzuzeigen, sollten Eltern dasselbe mit geschwisterlichen Beziehungen tun.

Meine Mutter hat es immer gemacht, sie sagte uns immer: Geschwister-Beziehungen überleben Ehen, den Tod der Eltern, leben wieder nach Streitigkeiten, die jede Freundschaft zerstören können. Egal was passiert, ihr werdet immer Geschwister sein. Ein Ehemann/frau oder ein Freund können mal "ex" werden, Geschwister aber nicht.

Was ich meine: man muss auch die Beziehung mit den Geschwistern pflegen, an ihr arbeiten, ähnlich wie bei Freunden. Ich glaube auch nicht, dass ein Zufall der Geburt macht den Menschen Schwestern und Brüder. Es macht sie Geschwister, gibt ihnen die Gegenseitigkeit der Eltern. Schwesternschaft und Brüderlichkeit ist eine Bedingung, für die wir arbeiten müssen. Eltern und Kinder vergessen das oft.

Wenn man diese Beziehung pflegt, ist es meiner Meinung nach stärker als irgendwelche Freundschaft. Wir kennen einander, wie wir immer waren. Wir kennen unsere Herzen . Wir teilen private Familien-Witze. Wir erinnern uns an Ereignisse, Trauer, Freuden, Geheimnisse unserer Familie... Wir leben außerhalb der Hauch von Zeit, nach außen werden wir alle alt. Aber nicht für die Geschwister, da sind wir auch heute noch, das selbe schlanke Mädchen, die stundenlang "New Kids of the Block" hörte ...:peinlich::smile:

Inaktiver User
27.02.2009, 10:21
Wir kennen einander, wie wir immer waren. Wir kennen unsere Herzen . Wir teilen private Familien-Witze. Wir erinnern uns an Ereignisse, Trauer, Freuden, Geheimnisse unserer Familie... Wir leben außerhalb der Hauch von Zeit, nach außen werden wir alle alt. Aber nicht für die Geschwister, da sind wir auch heute noch, das selbe schlanke Mädchen, die stundenlang "New Kids of the Block" hörte ...:peinlich::smile:


Schöne heile Welt! Rosamunde Pilcher lässt grüßen!

Dekada

Toffyfee
27.02.2009, 10:49
Wie ich schon schrieb bin ich Einzelkindmutter. Habe aber 5 Geschwister und wir sind sehr verschieden und verstehen uns alle sehr gut.
Wir können sowas von ehrlich zueinander sein. (ärmellos solltest du auch nicht mehr tragen...aber nie böse!)
Sowas gibt es auch. Als Kind habe ich es nicht so genossen.

Für meinen Sohn tut es mir schon ein wenig Leid im Erwachsenenalter. Jetzt fehlt ihm nichts. Wenigstens hat er viele Cousins und Cousinen, dass er auf Familienfeiern nie allein ist.

Inaktiver User
27.02.2009, 11:04
Schöne heile Welt! Rosamunde Pilcher lässt grüßen!

Dekada

Warum so zynisch?? :wie?:

Ich kann das nur bestätigen. Mein Onkel ist 90, mein Vater war der jüngste und ist jetzt 83 - und in den Augen meines Onkels ist er heute noch immer der Kleine, um den er sich Sorgen macht. :zwinker:

Und mir geht es auch so bei meinen Cousins und Cousinen, die alle deutlich älter sind und teilweise schon selbst Enkel haben - da bin ich auch immer noch das Küken, obwohl schon Mitte 40 und selber Mutter.

Das war einfach meine Rolle in der Familie und die bleibt, mich rührt das. Das ist so vertraut, so bin ich nur innerhalb der Verandtschaft, und so kennt mich eben niemand sonst. Wer weiß denn, wie ich schon als Baby oder als Kind war???

Inaktiver User
27.02.2009, 12:58
Warum so zynisch?? :wie?:


Weil ich es so harmonisch gerade nicht kenne, sondern viel häufiger, dass man sich rein gar nichts zu sagen hat, weil man sich in völlig verschiedene Richtungen weiterentwickelt hat. Kann man sich wenigstens auch nicht mehr streiten.

B.t.w., mein Bruder hat heute Geburtstag und ich frag mich wirklich, ob ich ihn anrufen und gratulieren soll, weil nach dem Gratulationsspruch spätestens Schweigen in der Leitung ist, weil wir nicht wissen, worüber wir reden sollen. Zum Glück hat er mir an meinem letzten Geburtstag auch nicht gratuliert, so dass ich insofern nicht im Zugzwang bin.

So gehts eben auch und wir sind sicher kein Einzelfall. Meine Freunde konnte ich mir immer aussuchen, meine Familie leider nicht. Und da mein Bruder viele Jahre jünger ist als ich, habe ich mein Sozialverhalten auch nicht ihm, sondern eher Freunden zu verdanken.

D.

Inaktiver User
27.02.2009, 13:02
Du hast aber immerhin die Möglichkeit zu wählen, ob du mit deinem Bruder Kontakt haben willst - und die meisten in meinem Umfeld haben das durchaus - oder nicht. Ich als Einzelkind hab die Option leider nicht.

Wildblume2008
27.02.2009, 13:07
Ich bin Mutter eines Einzelkindes. Ich habe noch 3 Geschwister. Gerne hätte ich ein zweites gehabt, aber der Vater war schon beim ersten Kind nicht in der Lage mich zu unterstützen und seinen Anteil am Familienleben zu bringen. Das geht bis heute so.

Heute bin ich froh, dass ich nur ein Kind habe. Es ist kein typisches Einzelkind, nicht verwöhnt, sondern selbstständig und taff. Früher war sie traurig, dass sie keine Geschwister hat, heute ist sie froh, weil sie selber mitbekommt, wie es bei Geschwistern so abgehen kann. Sie hat sehr nette Freundinnen, die meistens auch Einzelkinder sind und Single Mamas als Mütter (genau wie ich) haben. In meinem Umkreis sind oft die Ursachen für das Einzelkind die gleichen. Studierte und finanziell selbstständige Mütter, wo die Beziehung zerbrach, weil der Vater des Kindes alte Rollenklisches pflegte und sich nicht partnerschaftlich verhielt.

Und den Gedanken von Elli kann ich nur zustimmen.

Wildblume

rofl
27.02.2009, 17:54
Du hast aber immerhin die Möglichkeit zu wählen, ob du mit deinem Bruder Kontakt haben willst - und die meisten in meinem Umfeld haben das durchaus - oder nicht. Ich als Einzelkind hab die Option leider nicht.


das ist richtig, aber für mich kein grund, ein weiteres kind zu bekommen.

geschwister können was tolles sein, in jedem alter - und meine erfahrung ist, dass sich das im laufe der zeit verändert oder aufs und abs hat, wie jede beziehung.

Inaktiver User
27.02.2009, 18:42
Als Erwachsene haben sich die Geschwister aus meinem Bekanntenkreis, die mir auf Anhieb einfallen gar nichts mehr zu sagen. Und oft sogar Funkstille. Krass!

Ich wäre lieber Einzelkind gewesen. Ohne Schwester.

AnaPaula
27.02.2009, 19:35
Schöne heile Welt! Rosamunde Pilcher lässt grüßen!

Dekada

Ich lebe schon seit 15 Jahren im Ausland, in den verschiedensten Ländern in Asien, im Mittelosten, Ozeania, Nord und Südamerika.

Mittlerweile verwundert mich es nicht mehr, weshalb wir Europäer als pessimistische, verbitterte und traurige Menschen überall in der Welt gelten. Insbesondere in Amerika (Nord, Mittel und Süd), als ein alter Kontinent, der langsam aber sicher stirbt, der allmählich Selbstmord begeht.

Sehen wir nicht nur die dunkle Seite des Lebens?

Ich habe Menschen getroffen, die in den schlimmsten Lebensbedingungen leben, die mitten im Krieg stehen .... und trotzdem betrachten sie ihre Vergangenheit mit einem Lächeln auf dem Gesicht und sind voller Hoffnung für die Zukunf.

Inaktiver User
27.02.2009, 20:01
Ich lebe schon seit 15 Jahren im Ausland, in den verschiedensten Ländern in Asien, im Mittelosten, Ozeania, Nord und Südamerika.

Mittlerweile verwundert mich es nicht mehr, weshalb wir Europäer als pessimistische, verbitterte und traurige Menschen überall in der Welt gelten. Insbesondere in Amerika (Nord, Mittel und Süd), als ein alter Kontinent, der langsam aber sicher stirbt, der allmählich Selbstmord begeht.

Sehen wir nicht nur die dunkle Seite des Lebens?

Ich habe Menschen getroffen, die in den schlimmsten Lebensbedingungen leben, die mitten im Krieg stehen .... und trotzdem betrachten sie ihre Vergangenheit mit einem Lächeln auf dem Gesicht und sind voller Hoffnung für die Zukunf.


Jetzt ist aber gut.
Ich fand Dekadas Spruch ehrlich gesagt auch daneben, schließlich soll doch jeder machen, wie er denkt, und ich gönne jedem seine positiven Erfahrungen.

Aber aus der Tatsache, dass sich hier Menschen darüber austauschen, weshalb sie nur ein Kind wollen, einen Grund für den nahenden Untergang des Abendlandes zu stricken, ist wirklich hanebüchen.

Ich hab zwar noch nicht in den verschiedensten Ländern gelebt, aber kenne trotzdem genügend Menschen unterschiedlichster Herkunft, die die Europäer nicht so sehen, wie du es hier darstellst.
Übrigens kommen ja auch aus allen Teilen der Welt viele Menschen gerne hierher, um hier zu leben. So schlimm kanns ja hier also nicht sein.

Inaktiver User
27.02.2009, 20:28
Jetzt ist aber gut.
Ich fand Dekadas Spruch ehrlich gesagt auch daneben, schließlich soll doch jeder machen, wie er denkt, und ich gönne jedem seine positiven Erfahrungen.

Aber aus der Tatsache, dass sich hier Menschen darüber austauschen, weshalb sie nur ein Kind wollen, einen Grund für den nahenden Untergang des Abendlandes zu stricken, ist wirklich hanebüchen.



Was ich hanebüchen finde ist, seine Entscheidung für ein Einzelkind damit zu begründen, dass man nur hasserfüllte oder gleichgültige Geschwisterbeziehungen kennt, wie es hier viele tun.

Die Welt besteht ja nun nicht nur aus dysfunktionalen Familien. Oder???

Inaktiver User
27.02.2009, 20:46
Was ich hanebüchen finde ist, seine Entscheidung für ein Einzelkind damit zu begründen, dass man nur hasserfüllte oder gleichgültige Geschwisterbeziehungen kennt, wie es hier viele tun.



Womit wir wieder bei dem Thema wären, dass Manche gewisse Entscheidungen Anderer nicht einfach akzeptieren können und deshalb die Gründe für eine solche Entscheidung nicht gelten lassen (können).

Das gilt für die eine, wie für die andere Seite.
Wenn jemand hier schreibt, dass er nunmal keine Rama-Geschwister-Familie hatte, wieso kann man das nicht akzeptieren??

Zumindest ich habe denjenigen, die positive Geschsitererfahrungen gemacht haben, dies schließlich auch nicht abgesprochen.

Ebensowenig habe ich geschrieben, dass ich aus einer dysfunktionalen Familie komme.


Es ist echt in allen Strängen, in denen sich eigentlich Gleichgesinnte austauschen wollen, das Gleiche.
Immer kommt irgendjemand an und versucht, zu missionieren. :knatsch:

Ist das denn echt so schwer, ein anderes Lebensmodell einfach mal so stehen zu lassen?

Inaktiver User
27.02.2009, 20:49
Womit wir wieder bei dem Thema wären, dass Manche gewisse Entscheidungen Anderer nicht einfach akzeptieren können und deshalb die Gründe für eine solche Entscheidung nicht gelten lassen (können).

Das gilt für die eine, wie für die andere Seite.
Wenn jemand hier schreibt, dass er nunmal keine Rama-Geschwister-Familie hatte, wieso kann man das nicht akzeptieren??




Den Schuh zieh ich mir nicht an.

Die Entscheidung für ein Einzelkind kann ich doch auch akzeptieren, wenn ich auf Nachteile hinweise?? Schließlich hab ich noch niemanden zu einem zweiten Kind gezwungen.

Ich mache sehr wohl einen Unterschied zwischen jemand der sagt, ICH hab das in meiner Familie nicht und zwischen jemand, der behauptet, er kennt eigentlich nur Geschwister, die nichts miteinander anfangen können, und deshalb wär das kein Argument, dass ein Einzelkind auf was verzichten muss, im Gegenteil, es soll noch froh sein, dass es niemand hassen muss.

DAS muss man nicht akzeptieren. Ich glaube nicht, dass sich das irgendwie belegen lässt, dass die Mehrheit der Menschen gestörte Geschwisterbeziehungen haben.

Und da ich, wie gesagt, selbst Einzelkind bin, maße ich mir durchaus an hier mitzuschreiben. Weil es bei der Entscheidung Geschwister ja/nein ja irgendwie auch um das Kind selbst gehen sollte und nicht nur darum, dass sich Einzelkindeltern gegenseitig bestätigen, dass sie eine rundum positive Entscheidung ohne Nachteile getroffen haben.

Inaktiver User
27.02.2009, 20:58
meine güte, es geht hier doch nicht darum, irgendwelche statistiken zu erstellen.

warum kannst du nicht akzeptieren, dass manche eben eine nicht so übermäßig positive erfahrung mit geschwistern gemacht haben? und vielleicht in ihrem umfeld ähnliche erfahrungen miterleben? wie kannst du beurteilen, ob das zutrifft oder nicht?

und wo ist das problem? leute, die familie positiv erlebt haben, setzen ne menge kinder in die welt, leute, die andere, negativere erfahrungen gemacht haben, beschränken sich eben auf kein kind (wobei ich nicht glaube, dass die entscheidung, nur ein kind zu bekommen, so monokausal ist).

seid doch froh, dass jemand mit negativen erfahrungen überhaupt bereit ist, kinder (auch wenns nur eines ist) in die welt zu setzen. ist das denn so wenig wert?

ich für mich kann nur sagen, dass ich mit dem ständigen gefühl groß wurde, dass zwei meiner geschwister deutlich mehr geliebt wurden als ich und mein anderer bruder.

daraus zog ich für mich die konsequenz, nur ein kind zu wollen. ich wollte nie in die lage geraten, ein kin dem anderen vorzuziehen. eine konstellation, die m.e. eben doch sehr häufig vorkommt, auch wenn kaum eine mutter dies zugeben würde.

also habe ich nur 1 kind. ob ihm etwas fehlt? weiß ich nicht, wird sich rausstellen. sie ist erst zwei. und wenn ja? dann wird sie daran nicht zugrunde gehen. ich kann meinem kind NIE alles geben. genauso wenig wie du, einewiekeine, deinem kind keinen präsenten vater geben kannst, kann ich meiner tochter halt auch kein geschwister geben. so what?

muss man daraus mütter wirklich einen strick drehen? ich finde nein. ich denke, jede von uns tut auf ihre weise das, was sie insgesamt für das beste hält.

ich bin mir sicher, dass ich mit einem weiteren kind unglücklich wäre. und davon hätte meine tochter auch nichts, oder?

also, akzeptiert doch einfach die entscheidungen anderer, ohne ihnen vorzuhalten, was das (angebliche) optimum wäre.

Inaktiver User
27.02.2009, 21:05
Den Schuh zieh ich mir nicht an.

Die Entscheidung für ein Einzelkind kann ich doch auch akzeptieren, wenn ich auf Nachteile hinweise?? Schließlich hab ich noch niemanden zu einem zweiten Kind gezwungen.



Du kannst auf alles hinweisen.
Aber Einzelkindelern dürfen dann eben auch auf die möglichen Nachteile des Geschwisterdaseins hinweisen. Oder nicht?

Ein Austausch kann nicht bedeuten, dass nur die Einen ihre Meinung äußern dürfen, während den Anderen unterstellt wird, dass sie alles negativ oder verzerrt sehen.
Gilt auch wieder für beide Seiten.

Inaktiver User
27.02.2009, 21:20
@ewk
Wenn's doch so ist.

Inaktiver User
27.02.2009, 21:47
Ich wollte ursprünglich zwei Kinder. Als ich gemerkt habe, wie es in vielen Mehrfachkinderfamilien abgeht (Bildung, Bildung, Bildung, Disziplin usw.), wollte ich dann nur ein Kind.
Ein weiterer Grund - aber nicht der ausschlaggebende - war, dass ich für mehr als ein Kind nicht aussreichend Zeit hatte. Denn zu der Zeit war meine Mutter schwer krank, ich außerdem berufstätig - wie heute auch. Als sie dann starb, war ich schon 40 und da wollte ich dann erst recht nicht mehr.

Als ich 42 war, fragte mich eine meiner zahlreichen Tanten, ob ich's jetzt dann aufgegeben habe, weil's ja offensichtlich mit einem weiteren Kind nicht klappt - kicher, hatte zu der Zeit schon seit 10 Jahren die Spirale. Die Bemerkungen weiterer Tanten erspare ich euch und mir jetzt.

Was mich so richtig mürbe und ärgerlich gemacht hat, war vor allem diese Ignoranz "anderer Lebensentwürfe = Einkindfamilien" gegenüber dem Lebensentwurf der unbedingten Mehrfachkinderfamilie.

Mein Sohn wollte übrigens immer ein Geschwisterchen, hat mir schon leid getan, er hat halt Cousins, Cousinen und vor allem nette Freunde.

rofl
27.02.2009, 22:05
ich muss ewk zugestehen, dass ich die argumentation (wenn es denn eine ist) mit hass/funkstille etc pp zwischen geschisterkindern auch daneben finde.
ich finde es allerdings auch daneben zu behaupten, ich täte meinem kind etwas an/verwehre ihm etwas (geschwister), wenn ich eben nur eins habe(n will).

meine entscheidung wäre nicht anders ausgefallen, wenn ich sie aus der sicht meines kindes gefällt hätte - was ich nicht getan habe, denn zuallererst ist das MEIN leben, dass "betroffen" ist. wer das egoistisch findet: jawoll, das ist es. und ich finde es mehr als richtig, bei etwas so wichtigem ans eigene wohl zu denken - denn das schlägt sich auch aufs kind/die kinder durch.

ich liebe meine geschwister, habe heute, als erwachsene, ein tolles verhältnis zu ihnen und möchte sie natürlich nicht missen. aber ich sehe für roflchen keine nachteile und/oder seelisch/emotionale defizite. kinder hat er jetzt schon um sich, er ist bei ner tagesmutter. da fehlt also nix, im gegenteil: er hat gleichaltrige, wo ich immer "nur" deutlich ältere geschwister hatte. ich bin -mit geschwistern- deutlich mehr "unter großen" aufgewachsen, als er als einzelkind. das ist mit ein grund, warum ich ihn so früh wie möglich in einer betreuung sehen wollte...

was mal wieder zeigt, dass jeder aus seiner geschichte/historie irgedwelche schlüsse zieht. ob die nun unterm strich "gut" oder "schlecht" sind, ist wohl deutlich ansichtssache :zwinker:

Inaktiver User
27.02.2009, 22:11
Ich mache sehr wohl einen Unterschied zwischen jemand der sagt, ICH hab das in meiner Familie nicht und zwischen jemand, der behauptet, er kennt eigentlich nur Geschwister, die nichts miteinander anfangen können, und deshalb wär das kein Argument, dass ein Einzelkind auf was verzichten muss, im Gegenteil, es soll noch froh sein, dass es niemand hassen muss.

DAS muss man nicht akzeptieren. Ich glaube nicht, dass sich das irgendwie belegen lässt, dass die Mehrheit der Menschen gestörte Geschwisterbeziehungen haben.



Ich wüsste nicht, wo das in der Ausschließlichkeit, wie Du sie darstellst, behauptet worden wäre.
Es outen sich nur hin und wieder Leute, bei denen die Geschwisterbeziehungen eben nicht innig und harmonisch verlaufen sind.

AnaPaula
28.02.2009, 07:21
Jetzt ist aber gut.
Ich fand Dekadas Spruch ehrlich gesagt auch daneben, schließlich soll doch jeder machen, wie er denkt, und ich gönne jedem seine positiven Erfahrungen.

Aber aus der Tatsache, dass sich hier Menschen darüber austauschen, weshalb sie nur ein Kind wollen, einen Grund für den nahenden Untergang des Abendlandes zu stricken, ist wirklich hanebüchen.

Ich hab zwar noch nicht in den verschiedensten Ländern gelebt, aber kenne trotzdem genügend Menschen unterschiedlichster Herkunft, die die Europäer nicht so sehen, wie du es hier darstellst.
Übrigens kommen ja auch aus allen Teilen der Welt viele Menschen gerne hierher, um hier zu leben. So schlimm kanns ja hier also nicht sein.
Hallo Looney,

bitte, nicht missverstehen. Ich muss dies klarstellen: ich will keinen missionieren, mir ist wirklich egal, wie viele Kinder Du oder die Anderen haben. Ich respektiere total die Entscheidungen und Lebensformen der Anderen.

Was ich nicht azeptieren konnte ist die spöttische Behauptung, eine harmonische und liebende Beziehung zwischen Geschwister sei nur eine Utopie oder eine Illusion. Es ist einfach nicht so.

Ich wollte nur betonen, dass auch Geschwisterliche-Beziehungen gepflegt werden sollen, von den Eltern und von den Geschwistern; dass die Grundbasis dieser Beziehung sich mit keiner anderen vergleichen lässt; dass ein Bruder/Schwester unser bester Freund sein könnte, denn keiner auf der Welt kennt und versteht unsere reale Identität wie er/sie. Geschwister sind die einzigen Personen mit dem Schlüssel für den uneingeschränkten, grundlegende Selbst. Wir können auch diese Chance des Lebens ausnützen.. Wir gehen oft davon aus, dass nur weil unsere Kinder Geschwister sind, müssen sie sich automatisch lieben. Und wer Geschwister hat, kann auch nur gewinnen, wenn er seine Beziehung versucht zu verbessern.

Ich habe auch nicht gesagt, dass diese negative Einstellung einen Grund für den nahenden Untergang Europas ist. Europa wird sicher weiter existieren, nur mit anderen Menschen und mit anderer Kultur. Ob das gut oder schlecht ist, weiß ich nicht und will es hier auch nicht bewerten. Aber glaub mir, wir gelten überall als pessimistische aussterbende und traurige Menschen. Natürlich werden in Europa lebenden Menschen anderer Ländern Dir soetwas nicht sagen, letztendlich fühlen sie sich leider auch heute noch als Gäste in unserem Ländern. Ich habe aber sehr oft es im Ausland gehört: "wir haben vor, nach Europa auszuwandern, denn es gibt dort immer weniger Menschen und eines Tages werden meine Kinder die Mehrheit sein" oder "Warum hasst ihr Kinder? oder " Ist es wahr, dass Kinder in Deutschland nicht weinen dürfen?! ;-)) Diese Fragen nerven mich natürlich.

Looney, natürlich ist es überhaupt nicht schlimm im Europa. Ganz im Gegenteil, es gibt keinen besseren Ort auf der Welt zu leben. Noch nie haben wir Europäer so gut gelebt wie heutzutage ..... Nicht einmal in den USA gibt es so viele Unterstützungen für Familien. In Amerika kann man nur von Kindergeld, Elterngeld oder Babyzeit träumen. Mutterschaftsurlaub gibt es nicht so wie in Deutschland 6 Wochen vorher und 8 Wochen danach. Dort hängt es davon ab, ob man es sich leisten kann zu Hause zu bleiben ohne paycheck. Eine Freundin ist Lehrerin und hat bis zum Tag vor ihrer Entbindung gearbeitet. Sie konnte sich finanziell nur 3 Monate Babyzeit erlauben. Du arbeitest bis zu Deinen due date oder nimmst unbezahlten Urlaub. 6 Wochen nach der Geburt bist Du wieder am arbeiten, 3 Jahre Babyzeit? unvorstellbar hier .... und trotzdem viel mehr Kinder.....also, Europa: der beste Ort auf der Welt zu leben .... genau deshalb ist es so unverständlich für die meisten Menschen auf der Welt diese negative Einstellung zu (fast) alle.

Beim Lesen bewundert es mich, dass es überwiegend schlechte Erfahrungen gibt. Wenn es über Eltern diskutiert wird, gibt es mit Abstand mehr schlechte als gute Erfahrungen wie: "meine Mutter wollte mich nicht haben, sie war verbittert, sie hat mir ihre Liebe nie gezeigt", usw.... Wenn es sich um Mütterschaft handelt, lese ich vorwiegend: "Mütter sind frustiert, "Alle Mütter, die ich kenne, wollen in Wirklichkeit frei sein" .... wenn es um Geschwister: "mein Bruder war nie für mich da" oder "Alle meiner Freundinnen haben eine schlechte oder mindestens gleichgültige Beziehung mit ihren Geschwister", usw.

Daher meine Frage: könnte es sein, dass wir nur die dunkle Seite des Lebens sehen? Waren unsere Eltern oder Geschwister wirklich so böse? Haben wir gar keine gute Erinnerungen oder ignorieren wir sie und konzentrieren wir uns auf das Schlechte?

Mitlerweile beginne ich zu zweifeln. Vielleicht liege ich total falsch. Vielleicht waren meine Familie und die Familie meines Mannes wirklich eher Ausnahmen. Vielleicht habe ich einfach Glück, wenn ich vorwiegend Menschen kenne, die gute Beziehungen mit ihren Geschwistern haben. Vielleicht sind die meisten Familien wirklich disfunktional, vielleicht sind die meisten mit neidischen, kalten und gleichgültigen Geschwister aufgewachsen..... vielleicht sind glückliche Familien in Europa ja schon die Ausnahme.... ich hoffe wirklich, dass es nicht so ist, denn ein Land mit zerstörten Familien ist ein Land ohne Hoffnung, ohne Zukunft.

p.s. sorry für den langen Beitrag!

Inaktiver User
28.02.2009, 08:01
Hallo Looney,


Was ich nicht azeptieren konnte ist die spöttische Behauptung, eine harmonische und liebende Beziehung zwischen Geschwister sei nur eine Utopie oder eine Illusion. Es ist einfach nicht so.

Da gebe ich dir recht.
Ich kenne alle möglichen Geschwisterbeziehungen, auch gute (und auch das Verhältnis zu meiner Schwester ist, wie ich geschrieben habe, heute ja auch nicht schlecht).
Für mich ist das ja auch nur ein Grund unter vielen, wieso ich nur ein Kind wollte/will.
Ich bin oder fühle mich auch schnell überfordert.
Streit und Unfrieden in meiner Umgebung kann ich nur schlecht vertragen (meine Schwester und ich haben uns immer gestritten wie die Kesselflicker - ist vielleicht nicht die Norm, aber bei uns war es nunmal so, und ich kann ja - wie alle Anderen hier - nur von meinen Erfahrungen ausgehen).
Ich selbst war ein furchtbar anstrengendes Kind (konnte mich nicht gut alleine beschäftigen, habe praktisch nie geschlafen usw.). Und niemand hätte mir garantieren können, dass nach meiner Tochter (die völlig anders ist als ich es war) nicht vielleicht ein solches Kind dazugekommen wäre. Und damit wäre ich überfordert gewesen.
Usw.
Es gibt für mich also viele Gründe.




Aber glaub mir, wir gelten überall als pessimistische und traurige Menschen. Natürlich werden in Europa lebenden Menschen anderer Ländern Dir soetwas nicht sagen, letztendlich fühlen sie sich leider auch heute noch als Gäste in unserem Ländern. Ich habe aber sehr oft es im Ausland gehört: "wir haben vor, nach Europa auszuwandern, denn es gibt dort immer weniger Menschen" oder "Warum hasst ihr Kinder? oder " Ist es wahr, dass Kinder in Deutschland nicht weinen dürfen?! ;-)) Diese Fragen nerven mich natürlich.

Ich glaube, da würde ich den Leuten, die solche Fragen stellen, mal sagen, dass Europäer auch nicht gleich Europäer ist.
Deutschland gilt als kinderfeindlich (meiner Meinung nach auch nicht zu unrecht), in den Niederlanden sieht es schon wieder völlig anders aus. Ganz abgesehen von den südlichen Ländern wie Spanien, Griechenland, Portugal usw., wo Kinder doch das Höchste sind.



Wenn es über Eltern diskutiert wird, gibt es mit Abstand mehr schlechte als gute Erfahrungen wie: "meine Mutter wollte mich nicht haben, sie war verbittert, sie hat mir ihre Liebe nie gezeigt", usw.... Wenn es sich um Mütterschaft handelt, lese ich vorwiegend: "Mütter sind frustiert, "Alle Mütter, die ich kenne, wollen in Wirklichkeit frei sein" oder "Kinder zerstören die Ehen/Partnerschaften", usw.... wenn es um Geschwister: "mein Bruder war nie für mich da" oder "Alle meiner Freundinnen haben eine schlechte oder mindestens gleichgültige Beziehung mit ihren Geschwister", usw.

Naja, das liegt aber hier in diesem Strang (und anderen, ähnlich gelagerten Strängen) in der Natur der Sache.
Argumente wie unsere wirst du in einem "Ich wünsche mir 2+ Kinder" vermutlich nicht lesen.



Daher meine Frage: könnte es sein, dass wir nur die dunkle Seite des Lebens sehen? Waren unsere Eltern oder Geschwister wirklich so böse? Haben wir gar keine gute Erinnerungen oder ignorieren wir sie und konzentrieren wir uns auf das Schlechte?

Zu allen Fragen: Nein.
Hab ich auch nie geschrieben. Ich habe nur geschrieben, dass meine Kindheit für mich keinen Grund darstellt, mehrere Kinder haben zu wollen.
Meine Schwester hat übrigens 3 Kinder. :smirksmile:


Mitlerweile beginne ich zu zweifeln. Vielleicht liege ich total falsch. Vielleicht waren meine Familie und die Familie meines Mannes wirklich eher Ausnahmen. Vielleicht habe ich einfach Glück, wenn ich vorwiegend Menschen kenne, die gute Beziehungen mit ihren Geschwistern haben. Vielleicht sind die meisten Familien wirklich disfunktional, vielleicht sind die meisten mit neidischen, kalten und gleichgültigen Geschwister aufgewachsen..... vielleicht sind glückliche Familien in Europa ja schon die Ausnahme.... ich hoffe wirklich, dass es nicht so ist.

Weiß ich nicht. Ich hab ja den Vergleich mit anderen Kontinenten nicht.

Aber gute Beziehungen, egal, ob zu Eltern, Kindern, Geschwistern, Freunden oder Partnern sind immer ein Stück weit auch Glück.

Mein Mann sagt immer: Freunde kann ich mir aussuchen, Familie nicht.
Und das ist ja auch so.
Nur, weil ich mit jemandem verwandt bin, muss ich mit demjenigen doch nicht auf einer Wellenlänge sein.


Zusammenfassend kann ich für mich nur sagen: ich glaube, dass sich die Fronten zwischen Kinderlosen, Einkindeltern und Mehrkindeltern nicht so verhärten würden, wenn einfach jeder den Anderen ein Stück weit so lassen würde.
Man kann ja darüber diskutieren und unterschiedlicher Meinung sein, aber mich persönlich nervt es ungemein, dass dann immer so dieses "Ja, aber...." kommt.
Ein "Du siehst es so, ich sehe es eben so" oder "Du hast diese Erfahrungen, ich habe Andere" würde doch da völlig ausreichen.

Die Frage, "wann denn das Zweite kommt" selbst hat mich übrigens nie genervt, zumindest anfangs nicht.
Es ist eine berechtigte Frage, weil Zwei Kinder eigentlich immer noch die Norm sind.
Was mich genervt hat, war die Tatsache, dass ich mich für meine Entscheidung rechtfertigen musste, dass meine Tochter bedauert wurde, was ich ihr doch da Schreckliches "antue", weil ich ihr "Geschwister vorenthalte", dass ich gesagt bekam, mein Kind werde einen an der Klatsche bekommen, weil mein Mann und ich nur um dieses Kind kreisen usw. usw. usw.

Und die Krönung ist dann halt, wenn man sagt, dass man sich aus Grund X für nur ein Kind entschieden hat, und dann Mehrkindeltern ankommen und einem erzählen, dass Grund X ja gar kein oder ein doofer Grund sei....was soll das???

Renn ich in einen Mehrkindeltern-Strang rein und frag die Leute da, ob sie eigentlich schonmal darüber nachgedacht haben, wie ätzend das für Kinder manchmal ist, immer teilen zu müssen?? Auf kleinere Geschwister Rücksicht nehmen oder aufpassen zu müssen, und oh-Gott, die Problematik des "mittleren Kindes".....?????

LG

AnaPaula
28.02.2009, 19:37
Hallo Looney,

diese kinderliebende, südlichen Ländern wie Spanien, Italien, Portugal usw., sind heutzutage nur noch ein Klischee. In Spanien und Italien klaffen Ideal und Realität so stark auseinander wie in kaum einem anderen Land. Obwohl die Großfamilie als zentraler Werte nach wie vor fest in den Köpfen der Italiener, Spanier, etc. verankert bleibt, schrecken die jungen Paare davor zurück, selbst eine zu gründen.

Nur 1,27 Babys bringt jede Frau in Griechenland durchschnittlich zur Welt, in Italien 1,20 . Damit ist Italien eines der geburtenschwächsten Länder Westeuropas - weniger Kinder gibt es nur noch in Spanien mit 1,18 . Geboren werden in Deutschland jedoch immerhin 1,34 Kinder pro Frau.
Im Gegenteil, die höchste Geburtenrate entfallen auf Irland (1,93), Frankreich (1,75), Großbritannien (1,72).

Den Rest antworte ich später, ich muss jetzt gehen ;-))

Inaktiver User
28.02.2009, 20:06
anapaula, ich weiß nicht so recht, worauf du hinaus willst? europa-bashing? was bitte hat das mit diesem thema zu tun? finde ich ziemlich überflüssig. mal ganz abgesehen davon, dass ich auch aus anderen teilen der welt dinge in punkto familie und kinder mitbekomme, die ich alles andere als schön mitbekommen.

oder was sagst du zu beschneidungen, zum verkaufen und prostituieren der eigenen kinder, zu zwangsverheiratungen etc. etc. also alles heile welt, außer im kalten europa?

aber zurück zum thema. ich verstehe auch nicht, warum dieses thema so kontrovers diskutiert werden muss. ein-kinder-familien schaden doch niemandem (oder doch?).

ich finde es schön, wenn es in mehr-kind-familien gut läuft. klasse! und ich bewundere manche (mitnichten alle) eltern, die es sich zutrauen, mehrere kinder in die welt zu setzen.

ich selbst möchte aus diversen gründen, von denen meine eigenen negativen erfahrungen mit familie nur einer ist, nur ein kind. so what?

ich gebe mir alle mühe der welt, aus diesem kind ein verantwortungsbewusstes, soziales (und natürlich vorallem glückliches) wesen zu machen. warum muss man mich also dafür kritisieren oder gar angreifen? etwas mehr respekt fände ich schöner und auch angebrachter.

Inaktiver User
28.02.2009, 21:35
Themenwechsel vielleicht ... ? :blumengabe:
Was mich interessieren würde: wie erlebt Ihr euer Einzelkind im Vergleich zu Kindern mit Geschwistern ? Gibt es Unterschiede? Was macht Euch Sorge ? Was findet Ihr gut ?

Toffyfee
28.02.2009, 21:57
Sozialverhalten und teilen überhaupt kein Thema.

Morgen steht bei uns Besuch an - da sind Geschwisterkinder schon geübter, dass andere Kinder das aufgebaute Lego zerpflücken ;-)

Inaktiver User
28.02.2009, 22:05
Sozialverhalten und teilen überhaupt kein Thema.



Dito. :Sonne:

Was mir aufgefallen ist: meine Tochter kann so gar nicht mit typischen Geschwisterfoppereien umgehen. Wir haben uns mal mit der Family meiner Schwester getroffen, und meine älteren Neffen (15 und 10) haben meine Tochter ordentlich auf die Schippe genommen.
Sie hat darauf irgendwie total betroffen und seltsam reagiert, weil sie das einfach nicht kennt.

Ansonsten ist sie offen und geht recht schnell auf Andere zu. Wenn wir in den Urlaub fahren, sucht und findet sie schnell Freundinnen.
Bei Geschwisterkindern habe ich dagegen schon öfter erlebt, dass die "mauern", gerade in so Urlaubssituationen. Sie haben ja schon Gesellschaft und müssen sich niemanden zum Spielen suchen, zumindest die, die mit ihren Geschwistern etwas anfangen können.

AnaPaula
28.02.2009, 22:19
Verzeih mir bitte Honey, ich muss nur sehr kurz Gioiella beantworten, um dieses Thema zu schließen ;-))

Gioiella: das war nur eine Antwort auf ein Kommentar von Looney, in Bezug zu dem weitverbereitete Glaube, Südeuropäische Ländern sind kinderfreundlicher.

Zweitens: das Gegenteil habe ich gemeint, Europa ist mit Abstand der beste Ort der Welt, um Kinder zu kriegen. Daher das Paradox.

Zum Schluss: ich glaube, niemand hat Dir für Deine Entscheidung kritisiert, zumindest ich nicht. Wenn Du aber so empfindest, sorry :blumengabe:

Wildblume2008
01.03.2009, 09:52
Themenwechsel vielleicht ... ? :blumengabe:
Was mich interessieren würde: wie erlebt Ihr euer Einzelkind im Vergleich zu Kindern mit Geschwistern ? Gibt es Unterschiede? Was macht Euch Sorge ? Was findet Ihr gut ?


Ich erlebe mein Kind, nur weil es Einzelkind ist, nicht anders im Vergleich zu Kindern mit Geschwistern. Das liegt aber vielleicht daran, dass mein Kind relativ früh stundenweise in die Kita ging und da schon vieles gelernt hat, was teilen etc. betrifft.

Kein Lehrer, keine Erzieherin oder so hat mir bisher gesagt, dass sie sich von Geschwisterkindern unterscheidet. Auch meine Schwestern, die Geschwisterkinder haben, betrachten mein Einzelkind als realtiv normal.

Sorgen die ich mir mache, sind nur die normalen Sorgen, die sich hoffentlich jede Mutter macht, egal ob EKind oder GKind.

Da ich früher von meinen Geschwistern immer viel geärgert wurde und wir das erst als Erwachsene aufarbeiten konnten, warum und weshalb, freue ich mich sehr, dass meinem EKind sowas erspart bleibt und sie dadurch eine wesentlich glücklichere, zufriedenere und liebevollere Kindheit hat als ich sie hatte.

Und manche Dinge muss man einfach so hinnehmen wie sie sind und das Beste daraus machen:zwinker: !

Wildblume

Inaktiver User
01.03.2009, 10:15
was ich noch anfügen wollte: wenn wir in einer idealen welt leben würden und ich die ideale mutter wäre, fände ich es durchaus toll, wenn meine tochter geschwister hätte. gar kein zweifel. wenn alles gut läuft, wenn man finanziell so einigermaßen abgesichert ist, eltern UND kinder sich gut untereinander verstehen...dann ist eine große familie ohne zweifel etwas schönes.

ich bin da jedoch eben etwas pragmatischer. ich kenne mich, kenne mein umfeld und daher eben die entscheidung, nur ein kind zu haben.

das sozialverhalten meiner tochter? ist mit zwei jahren noch schwer abzuschätzen. zudem geht sie schon seit einigen monaten in die kita. sie ist extrem aufgeschlossen und extrovertiert, und fast einen tick zu gutmütig. während alle anderen um sie herum schon fleißig das mein-dein-prinzip praktizieren, gibt sie ohne murren alles her. gut, wird sich vielleicht noch ändern.

mir ist es jedenfalls wichtig, dass sie in der kita mit anderen kindern in kontakt kommt. wenn einzelkinder ganz ohne gleichaltrige aufwachsen, finde ich das schon tendenziell schade.

wobei einer meiner besten freunde genau so ein kind war. mit dem berühmten goldenen löffel zur welt gekommen, betütelt von seinen eltern, onkeln und großeltern, praktisch keine kinder in der umgebung, nicht in den kindergarten gegangen...und heute ist er zwar zugegbenermaßen ziemlich schrullig, aber sehr sympathisch, mitfühlend, großzügig, auf seine weise sozial, beruflich erfolgreich - und möchte sogar familie: wieder ein einzelkind:-)

er vereint also durchaus diverse eigenschaften in sich, die einzelkindern zugeschrieben werden, ist aber insgesamt ein großer gewinn für seine umgebung und die gesellschaft.

mein fazit: es gibt viele verschiedene wege, um glücklich bzw. unglücklich zu werden.

Inaktiver User
01.03.2009, 10:43
Interessant, was Ihr schreibt.
Meine Tochter ist 5 und geht seit ihrem zweiten Lebensjahr in den Kindergarten. Teilen ist mal ein Thema und mal nicht, ebenso wie bei Geschwisterkindern (die ja oft genug zum Teilen gezwungen werden, es also durchaus nicht freiwillig tun). Was mir an ihr sehr gefällt, ist ihre Empathie-Fähigkeit: sie versucht öfter mal, eine Außenseiterin in ihre Freundinnenclique zu integrieren (das wurde von den Kindergärtnerinnen sehr positiv angemerkt), verhält sich Kleineren gegenüber liebevoll und beschützend.
Was mir etwas Sorge macht, ist, dass sie sehr an mir klebt. Außerhalb des Kindergartens tut sie nichts, wenn ich nicht dabei bin. Ich hoffe, dass das nur eine Phase ist. Hätte sei Geschwister, dann müsste ich meine Zeit und Aufmerksamkeit verteilen, und dann gäbe es dieses "an- Mama-Kleben" nicht...

minna123
01.03.2009, 11:01
ich bin mir ziemlich sicher, dass menschen mit mehr als zwei kindern sich auch einiges anhören müssen.

vielleicht bleiben nur die verschont, die die ideale ramafamilie - mutter, vater, sohn, tochter - verkörpern verschont.:zwinker:

:freches grinsen::freches grinsen::freches grinsen: So ist es ...

Als ich mein drittes Kind bekam, wurde ich nicht nur in der Familie sondern auch von Bekannten gefragt:"Aber jetzt habt ihr damit aufgehört?" - man meinte das Kinderkriegen.

Als ich einer Bekannten erzählte, dass ich mein viertes Kind erwarte, hat sie sofort angeboten, dass sie gerne auf meine Kinder aufpasst, während ich abtreibe.
Das ist kein Witz. Später hat diese Aussage ihr schon Leid getan, immer wenn sie mein viertes Kind sah, hatte sie Gewissensbisse...

Ich glaube, man soll so viele Kinder haben, wie viele man gerne hätte :smile: Und einem soll egal sein, was andere dazu sagen.
Liebe Grüße
Minna

Inaktiver User
01.03.2009, 11:04
I
Da ich früher von meinen Geschwistern immer viel geärgert wurde und wir das erst als Erwachsene aufarbeiten konnten, warum und weshalb, freue ich mich sehr, dass meinem EKind sowas erspart bleibt und sie dadurch eine wesentlich glücklichere, zufriedenere und liebevollere Kindheit hat als ich sie hatte.
....
Wildblume

Wildblume, woher willst du wissen, das dein Kind eine schoenere Kindheit hat oder noch haben wird als du eine hattest?
Woher moechtest du wissen, das es nicht einsam ist und spaeter mal sagt, meine Eltern wollten kein Geschwisterkind fuer mich?

Wenn dir dein Kind in 20 Jahren sagt, meine Kindheit ist schoen gewesen, ich habe nichts vermisst, gut, dann kann man so Aussagen treffen aber im Moment weisst du doch gar nicht wie dein Kind spaeter mal seine eigene Kindheit einschaetzen wird.

Ich bin z.B. als Einzelkind aufgewachsen und habe immer die Kinder beneidet die Geschwister hatten.
Meine Eltern waren immer im Glauben, ich haette eine schoene Kindheit gehabt. Klar, war es in Phasen auch, aber die staendige Einsamkeit trotz Freunden und Nachbarkindern, die war staendig praesent.

Keiner kann wirklich sagen, Einzelkind oder Geschwister Dasein ist fuer sein eigenes Kind besser. Es kommt auf jedes Individium an und auf die Familien Situation. Wir Erwachsene treffen Entscheidungen wie wir es fuer am besten halten, manche moechten ein Kind andere ganz viele.
Was unsere Kinder fuer besser halten, koennen wir jetzt doch noch gar nicht absehen.
Ich als Einzelkind wollte immer mindestens 2 Kinder haben, meine Cousine (auch Einzelkind) hat die gleiche Entscheidung auch getroffen. Aber ob meine (bald) 3 Kinder das spaeter mal so gut finden werden, keine Ahnung, aber das ist/ war eine Entscheidung mit der ich gut leben kann (viele Kinder zu haben).

Aber so pauschal Aussagen es einige hier treffen (mein Einzelkind hat ein tolles Leben, oder die meisten Geschwister hassen sich etc) finde ich schon sehr gewagt. Klar, man kann gerne von eigenen Erfahrungen berichten, aber das dann auch auf das eigene Kind zuzuschneidern finde ich doch sehr anmassend.

Inaktiver User
01.03.2009, 13:21
Aber so pauschal Aussagen es einige hier treffen (mein Einzelkind hat ein tolles Leben, oder die meisten Geschwister hassen sich etc) finde ich schon sehr gewagt.

*seufz*
Noch einmal: so pauschal, wie von einigen unterstellt, hat das doch niemand behauptet. Es wurden ja gerade nur eigene Erfahrungen wiedergegeben, ich habe jedenfalls nirgendwo etwas anderes gelesen, und dass die nicht so friede-freude-eierkuchenmäßig ausfallen, scheint zu stören.

Hornilla
01.03.2009, 15:59
ich kann eure gründe sehr gut verstehen. allerdings kamen sie bei mir erst nach dem zweiten kind. vorher waren die durchwachten nächte, trotzanfälle und krankheiten irgendwie ausgeblendet - bei mir und meinem mann.

da wir unser soll erfüllt haben, müssen wir uns auch nicht wirklich etwas anhören.
dennoch kommen fragen nach einem dritten kind oder ob wir nicht noch ein mädchen wollen.
es scheint wirklich egal zu sein, was man macht in dieser gesellschaft, es wird immer irgendeinen geben, der das irgendwie kommentieren muss. es scheint grundsätzliche eher wenig respekt für die lebensform anderer zu geben.
ich bin mir ziemlich sicher, dass menschen mit mehr als zwei kindern sich auch einiges anhören müssen.

vielleicht bleiben nur die verschont, die die ideale ramafamilie - mutter, vater, sohn, tochter - verkörpern verschont.:zwinker:

Nö, denen wird dann gesagt, sie seien spießig...:zwinker::freches grinsen:

Hornilla
01.03.2009, 16:03
Ich bin Einzelkind und ich wußte immer, wenn, dann mehrere Kinder. Jetzt hab ich drei und ein viertes (in einer neuen Partnerschaft) wäre willkommen.

Ich kann ja nur von mir ausgehen, und ich fand und finde es schrecklich, keine Geschwister zu haben. Wobei mir bewußt ist, dass das nicht alle Welt so sieht oder sehen muss. :blumengabe:

Es gibt den Spruch: mit einem Kind ist man ein Ehepaar mit Kind, mit 2 Kindern eine Familie. So seh ich das auch, für mich persönlich ist das keine "artgerechte" Kinderhaltung, wenn 2 Erwachsene 1 Kind haben, und zwar genau aus den Gründen, die manche auch anführen: hat man nur 1 Kind, geht alles so weiter wie bisher, da müssen sich die Erwachsenen nicht wirklich auf ein Kinderleben umstellen, sondern das Kind muss sich von kleinauf dem Erwachsenenleben anpassen, deshalb ist es ja auch alles leichter organisierbar und beherrschbarer. Ich fand genau das als Kind wenig lustig.

Und ich sehe jetzt an meinen Kindern, wie sie von kleinauf sehr viel Identität aus ihrem Geschwistersein beziehen und einfach eine sehr starke Beziehung und Bindung zueinander haben, die mir immer fehlen wird. Wenn meine Eltern mal nicht mehr leben, bin ich allein übrig und bin sehr froh, wenigstens viele Cousins und Cousinen zu haben.

Dass bei den vielen Einzelkindern später bei vielen so gar keine Familie mehr da ist, find ich persönlich einen großen Verlust. Für mich war das immer sehr positiv besetzt, mit Onkeln und Tanten und Cousins etc, allein schon die Familienähnlichkeiten zu beobachten, das hat schon was. Das prägt einen ja sehr, und ich finde es sehr schön, Teil einer großen Familie zu sein mit Menschen, die mich von klein auf kennen und mit mir verwandt sind. Das können Freundschaften nicht ersetzen, das ist wieder was anderes. Grad weil die selbstgewählt sind, ist das oft nicht so vielfältig wie eine Verwandtschaft, und auch altersmäßig meist heterogener, da setzt man sich nicht so auseinander, im positiven wie im negativen.


Ich persönlich seh das genauso wie Du, einewiekeine! Ich fand und finde es auch immer doof, keine Geschwister zu haben, und möchte auch nicht nur ein Kind.
Wobei meine Eltern sich aus Gesundheitsgründen gegen ein weiteres Kind entschieden haben, eigentlich hätten sie gern zwei gehabt.
Trotzdem hatte ích eine sehr, sehr glückliche Kindheit. Ich denke, das hängt von vielen Faktoren ab. Die Geschwisterlücke ist da und bleibt.

Allerdings finde ich es absolut o.k., wenn jemand nur ein Kind möchte, egal aus welchen Gründen. Das muss wirklich jeder für sich entscheiden.

Hornilla
01.03.2009, 16:07
einzelkinder sehen ihre freunde als ihre familie an. das ist bei mir auch so, ich trenne mich eher von einem mann als von einer meiner freundinnen. diese freundschaften sind teilweise schon 25 jahre alt. die gebe ich nicht so schnell auf.



lara

Das stimmt bei mir so nicht. Ich liebe meine Freunde, ich hänge sehr an ihnen - aber es ist eine andere Art von Beziehung. Bei Geschwistern in meinem Umfeld kriege ich oft sowas "Komplizenhaftes" mit: "Weißt du noch, wie Tante Erika (schon ewig tot) immer das und das gemacht hat...?" Das hat man mit Freunden weniger.
Geschwister sind in der gleichen Familie aufgewachsen, sie lachen gemeinsam über bestimmte Anekdoten, die wirklich auch nur die Familie versteht und die man so auch nur bedingt erzählen kann - das habe ich bei Freunden auch, aber auf einer anderen Ebene.

Hornilla
01.03.2009, 16:11
Mein Bruder und ich haben kein gutes Verhältnis.
ABER: Wir wollten beide kein Einzelkind sein und wollen beide mindestens 2 Kinder.

Meine Freundschaften zu Einzelkindern habe ich inzwischen allesamt gekündigt, weil Einzelkinder echt stressig sind.
Und Eltern von Einzelkindern finde ich noch viel stressiger.

Danke für dieses qualifizierte Urteil!:gegen die wand:

Jacinta
02.03.2009, 16:56
Ich bin Einzelkind, aber sozial durchaus kompatibel:zwinker: Ich habe einen grossen Freundeskreis und ganz, ganz viele meine Freundinnen haben Geschwister und ihnen ist trotzdem meine Freundschaft wirklich wichtig.
Natürlich wird man als EK immer ein bisschen mehr verwöhnt als wenn Geschwister da sind, aber z.B. waren meine Eltern keine "Verwöhn-Typen". Die Aufmerksamkeit, die mir zuteil wurde, durch 2 geteilt... Da wäre so gut wie nichts geblieben.


In den letzten Monaten habe ich mir viele Gedanken zu dem Thema gemacht. Die Vorteile eines Einzelkindes: Man hat wenig Probleme, ein Kind auswärts unterzubringen, ich könnte mich JETZT nach einer beruflichen Veränderung umschauen, ein Kind ist kostengünstiger als zwei, ich kann meinem Kind mehr bieten.

Vorteile mit 2 Kindern: Die Kinder können miteinander spielen, meine Tochter wird mit Geschwistern evtl glücklicher, ich finde Geschwister gut für die soziale Entwicklung.

Seit 2 Wochen verhüte ich nicht mehr. Aber eigentlich gibt es dafür keinen Grund, ICH WILL ganz einfach noch ein Kind. Wenn das gefühl da ist, gibt es nicht mehr viele Argumente dagegen...

Inaktiver User
02.03.2009, 18:53
Seit 2 Wochen verhüte ich nicht mehr. Aber eigentlich gibt es dafür keinen Grund, ICH WILL ganz einfach noch ein Kind. Wenn das gefühl da ist, gibt es nicht mehr viele Argumente dagegen...

Stimmt, ich glaub, wir erklären uns hinterher eigentlich nur unser Gefühl. :blumengabe:

Entweder man will nochmal oder hat eher keine Lust drauf, und dann unterfüttert man das mit Argumenten, die einem völlig wurscht wären, wenn einem danach wäre. :zwinker:

Wobei ich noch anfügen muss, ich verstehe emotional die Leute besser, die gar kein Kind wollen als nur eins. Wie man das nicht nochmal haben will, ein Baby, wenn man das schon mal erlebt und genossen hat sondern mehr so: ja, war ganz nett, brauch ich aber nicht nochmal, das kann ich schlecht nachvollziehen. Wie gesagt, das ist aber das Emotionale, dass es rational durchaus Argumente gibt, bei einem Kind zu bleiben ist was anderes. Bitte nicht missverstehen! :zwinker:

Inaktiver User
02.03.2009, 19:06
Entweder man will nochmal oder hat eher keine Lust drauf, und dann unterfüttert man das mit Argumenten, die einem völlig wurscht wären, wenn einem danach wäre. :zwinker:

Was soll das heißen? Sind das dann nur Scheinargumente, die eigentlich nicht zählen?



Wobei ich noch anfügen muss, ich verstehe emotional die Leute besser, die gar kein Kind wollen als nur eins.

Hähh?


Wie man das nicht nochmal haben will, ein Baby, wenn man das schon mal erlebt und genossen hat sondern mehr so: ja, war ganz nett, brauch ich aber nicht nochmal, das kann ich schlecht nachvollziehen.

Man muss nicht alles nachvollziehen können.
Aaabeer, man sollte tolerant sein können.

Inaktiver User
02.03.2009, 19:45
Was soll das heißen? Sind das dann nur Scheinargumente, die eigentlich nicht zählen?

Nein, gar nicht. Aber da es sowohl Pro und Contra gibt, kann man doch nicht 100% sagen, so ist es richtig. Und ich glaube einfach, die Kinderfrage ist so emotional, da kommt doch niemand mit dem Taschenrechner und rechnet aus, was das kostet, wenn er unbedingt noch ein zweites Kind haben will. Da sagt man sich dann eher, wird schon. Während man wenn der Wunsch nicht sooo ausgeprägt ist eher sagen wird, nö, eigentlich reicht das Geld nicht.




Hähh?

Ich kann verstehen, dass man lieber ohne Kind leben will oder Kinder nicht so klasse findet. Aber wenn man das toll findet versteh ich nicht ganz, wieso man sich das nur einmal gönnt und dann sagt, gut ist, muss ich nicht nochmal haben. Ist halt so. :smirksmile:


Man muss nicht alles nachvollziehen können.
Aaabeer, man sollte tolerant sein können.

Man muss auch nicht alles gutfinden. Aber man sollte seine Meinung dazu sagen dürfen! :blumengabe:

Inaktiver User
02.03.2009, 20:11
Nein, gar nicht. Aber da es sowohl Pro und Contra gibt, kann man doch nicht 100% sagen, so ist es richtig. Und ich glaube einfach, die Kinderfrage ist so emotional, da kommt doch niemand mit dem Taschenrechner und rechnet aus, was das kostet, wenn er unbedingt noch ein zweites Kind haben will. Da sagt man sich dann eher, wird schon. Während man wenn der Wunsch nicht sooo ausgeprägt ist eher sagen wird, nö, eigentlich reicht das Geld nicht.


Genau.:freches grinsen:
Es gibt eben Leute, deren Kind ihr Augenstern ist, die aber trotzdem kein weiteres Kind möchten.
Ich hatte da mehrere Gründe, fehlendes Geld hat da keine Rolle gespielt. Nur hätte ich dann kein selbst verdientes Geld mehr gehabt. Das wollte ich nicht. :no:
Ich studiere nicht, um dann ausschließlich Kinder großzuziehen und zeitgleich einen schwerkranken Elternteil zu pflegen.

In ländlichen Regionen gab es bis vor einigen Jahren kaum Möglichkeiten zur Betreuung außerhalb des Familienclans, was bei mir nicht gegeben war - ganz im Gegenteil.
Somit wäre ich mit einem weiteren Kind und einem pflegebedürftigen Elternteil vollkommen in der Welt der heutigen Supermuttis eingetaucht. Das hätte mich fertiggemacht. Nur noch Windelgespräche, Rezepte und viel schlimmer die Schulstrebereien... ächz



Ich kann verstehen, dass man lieber ohne Kind leben will oder Kinder nicht so klasse findet. Aber wenn man das toll findet versteh ich nicht ganz, wieso man sich das nur einmal gönnt und dann sagt, gut ist, muss ich nicht nochmal haben. Ist halt so. :smirksmile:


Ich liebe Kinder und das spürt und weiß mein Sohn auch. Wenn die Rahmenbedingungen anders gewesen wären, hätte ich durchaus mehrere Kinder bekommen. Nur das war halt nicht und gut is. Kein Nachtarocken - aus die Maus.



Man muss auch nicht alles gutfinden. Aber man sollte seine Meinung dazu sagen dürfen! :blumengabe:

Ich verstehe nicht, warum jemand, der mehrere Kinder hat, es gut oder schlecht zu finden hat, dass best. Menschen eben ein Kind haben und nicht mehrere.
Warum kann nicht der Lebenspfad jedes einzelnen akzeptiert werden, auch wenn er nicht dem eigenen entspricht.
:blumengabe:

Inaktiver User
02.03.2009, 20:16
Ich verstehe nicht, warum jemand, der mehrere Kinder hat, es gut oder schlecht zu finden hat, dass best. Menschen eben ein Kind haben und nicht mehrere.


Ich kann alles im Leben gut oder schlecht finden, weil das meine persönliche Meinung ist. Die mir auch zusteht und die ich äußere. Wie jeder andere sich auch zu jedem Thema auf der Welt eine Meinung bilden und artikulieren darf.

Für mich ist es intolerant, anderen den Mund verbieten zu wollen, nur weil sie eine andere Meinung vertreten als man selbst. Oder zu kritisieren, dass sie überhaupt eine Meinung haben.

Oder wollen wir uns alle nur ganz arg lieb haben und alles ganz prima finden auf der Welt??? :wie?:

Toffyfee
02.03.2009, 20:27
@ Einewiekeine

Ich wollte ursprünglich kein Einzelkind. Fand jedoch die Babyphase total anstrengend. Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass ich rel. alt war (36).
Sicher hat es eine Rolle gespielt, dass ich weder Eltern noch Schwiegereltern in der Nähe habe. Wenn ich erlebt habe wie oft andere ihre Kinder auf Eltern , Schwiegereltern,... verteilt haben.

Inaktiver User
02.03.2009, 20:42
Ich kann alles im Leben gut oder schlecht finden, weil das meine persönliche Meinung ist. Die mir auch zusteht und die ich äußere. Wie jeder andere sich auch zu jedem Thema auf der Welt eine Meinung bilden und artikulieren darf.
Für mich ist es intolerant, anderen den Mund verbieten zu wollen, nur weil sie eine andere Meinung vertreten als man selbst. Oder zu kritisieren, dass sie überhaupt eine Meinung haben.


Du würdest dir eine andere Meinung gebildet haben, wenn du nicht nur dich sehen würdest und dich in die Situation von Menschen mit anderen Lebenspfaden hineinversetzen würdest.
Deine Denke ist die Denke von denjenigen, die mich in der Kleinkind- und Grundschulphase meines Kindes rasend gemacht haben. Nur ihren eigenen Kram sehen und sonst nichts! (Es ist wesentlich anstrengender sich um einen sterbenskranken Elternteil zu kümmern, als Kinder aufzuziehen :yes:)

Der Kernsatz meines vorangegangenen Postings:

Warum kann nicht der Lebenspfad jedes einzelnen akzeptiert werden, auch wenn er nicht dem eigenen entspricht.


Oder wollen wir uns alle nur ganz arg lieb haben -Schnipp-??? :wie?:

Warum sollten wir es nicht wenigstens versuchen?:blumengabe:

Inaktiver User
02.03.2009, 21:56
@ Einewiekeine

Ich wollte ursprünglich kein Einzelkind. Fand jedoch die Babyphase total anstrengend. Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass ich rel. alt war (36).
Sicher hat es eine Rolle gespielt, dass ich weder Eltern noch Schwiegereltern in der Nähe habe. Wenn ich erlebt habe wie oft andere ihre Kinder auf Eltern , Schwiegereltern,... verteilt haben.

Liebe Toffyfee,

ich bin hier nicht die Rechtfertigungsinstanz!! Das ist deine Meinung, deine Entscheidung und gut so. Aber ich darf doch einen anderen Blickwinkel haben und auch formulieren? Um nichts anderes geht es doch. :blumengabe:

Wobei ich dir zustimme: ich hab auch immer alle Eltern beneidet, die 2 Großelternpaare hatten, die sich um die Kinder gerissen haben. War bei mir leider auch nicht so. :knatsch:

Inaktiver User
02.03.2009, 21:58
Du würdest dir eine andere Meinung gebildet haben, wenn du nicht nur dich sehen würdest und dich in die Situation von Menschen mit anderen Lebenspfaden hineinversetzen würdest.


Danke schön.

Und warum sollten wir nicht wenigstens versuchen, einen gewissen Respekt zu wahren und sachlich zu bleiben?? :fg engel:

Gute Nacht.

Toffyfee
02.03.2009, 21:58
Hat aber auch Vorteile:zwinker:, niemand redet rein.:lachen:

Inaktiver User
02.03.2009, 23:02
einewiekeine, was mich wundert: gibt es bei dir denn keine grau- und zwischentöne? entweder man kann kinder nicht ausstehen oder man liebt sie so abgöttisch, dass man nicht genug davon bekommen kann?

kannst du dir nicht vorstellen, dass man sein kind zwar liebt, aber dennoch merkt, dass man mit seinen kräften haushalten muss? dass man schwangerschaft und geburt evtl. als nicht solch berauschendes ereignis erlebt hat? dass es auch im zusammenleben mit dem kind immer mal wieder zeiten gibt, in denen es einem nicht so fantastisch geht?

wundert mich, ehrlich gesagt.

und wann setzt dein emotionales verständnis ein? wann darf frau sagen: so, es ist genug? nach zwei, drei, fünf, acht kindern? wann darf der hunger nach süßen babys gesättigt sein?

ich muss da unwillkürlich an meine schwägerin denken: die frau hat vier kinder, und hätte gerne noch mehr gehabt. der grund: sie findet babys sooo süß und schwanger sein liebt sie über alles. kaum werden die kleinen älter, interessieren sie sie jedoch kaum mehr.

und was mich noch interessieren würde: wie lange darf frau warten, bis sie ihrem erstgeborenen ein geschwister "schenkt"? ich nehme an, auch hier gibt es strenge vorgaben deinerseits. nach etlichen jahren des alleinseins ist der erstgeborene ja auch de facto ein einzelkind, selbst wenn noch jemand nachkommt. dann verpuffen doch die ganzen positiven effekte!

also sollte man doch schnellstmöglich "nachschieben", oder?

ach, ich finde das alles so absurd. warum müssen manche menschen immer über andere urteilen? warum ist es so schwer, eine gewisse offenheit und toleranz in sich zu tragen und einfach nur zu akzeptieren, dass jemand einen bestimmten modus vivendi gewählt hat und damit summa summarum zufrieden ist.

kayla
03.03.2009, 05:55
einewiekeine, was mich wundert: gibt es bei dir denn keine grau- und zwischentöne? entweder man kann kinder nicht ausstehen oder man liebt sie so abgöttisch, dass man nicht genug davon bekommen kann?


Das frage ich mich allerdings auch. Warum ist es denn so schwer zu verstehen, dass es Frauen gibt, deren Kinderwunsch mit einem Kind erfüllt ist? Es gibt viele Dinge, die man sich im Leben wünschen kann, und oft ist man zufrieden, wenn man sich diesen Wunsch genau einmal erfüllt hat. Man muss nicht immer alles in mehrfacher Ausführung haben oder erleben, um zufrieden zu sein, das gilt für den Kinderwunsch genauso wie für alle anderen Wünsche.

Zu deiner Verwunderung, weshalb man sich ein Baby vielleicht nur einmal gönnt: ich habe diverse Freundinnen, die ein Kind haben und genau deshalb kein weiteres möchten, weil sie Schwangerschaft, Geburt und Baby-/Kleinkindzeit eben nicht als etwas erlebt haben, das man sich "gönnt", sondern als belastend und nicht immer einfach. Das hat jeweils ganz unterschiedliche Ursachen und heißt keinesfalls, dass sie ihre Kinder nicht heiß und innig lieben. Eine Freundin von mir hatte massive gesundheitliche Probleme in der Schwangerschaft, dann noch einen horrormäßigen Notkaiserschnitt wegen vorzeitiger Plazentaablösung, der sie selbst und das Kind in Lebensgefahr brachte - das wollte sie sich keinesfalls ein zweites Mal antun. Für dich vermutlich egoistisch, für mich absolut verständlich.

Bevor ich wieder darauf hingewiesen werde, dass ich als Kinderlose ja gar nicht nachvollziehen kann, was für eine tolle Erfahrung es ist, ein Kind zu bekommen: Ich gebe hier nur genau das wieder, was mir diese Frauen höchstpersönlich erzählt haben.

Sorry, ewk, auch wenn du immer wieder betonst, dass du ja überhaupt kein Problem damit hast, wenn andere Menschen anders leben als du selbst - der Inhalt deiner Beiträge widerspricht dem, und zwar massiv. Ich sehe hier ganz klar eine Abwertung und (negative)Beurteilung anderer Lebensentwürfe, egal wie sehr du auch beteuerst, dass dem nicht so ist.
Und mit dem Argument "das ist meine Meinung, auf die habe ich ein Recht und die äußere ich auch" kann man natürlich jede Art von Intoleranz und Vorurteilen rechtfertigen - besser wird´s dadurch nicht.

Inaktiver User
03.03.2009, 09:02
kayla: :schild genau:

Besser hätte ich nicht ausdrücken können, was mir nach dem Lesen von einewiekeines postings durch den Kopf ging.

Ich wollte mir ja auch keine weiteren Schwangerschaften, Geburten und Babys "gönnen". Ich liebe Kinder wohl nicht genug? Und bin einfach unweiblich ? Ich habe schon immer geahnt, dass mit mir etwas nicht stimmt....

Inaktiver User
03.03.2009, 09:37
Und warum sollten wir nicht wenigstens versuchen, einen gewissen Respekt zu wahren und sachlich zu bleiben?? :fg engel:


Inwiefern waren meine Postings unsachlich? Wo fehlte der Respekt - wem oder was gegenüber?

Ratlose Grüße
Lisa

AnaPaula
03.03.2009, 18:24
@ Einewiekeine

Ich wollte ursprünglich kein Einzelkind. Fand jedoch die Babyphase total anstrengend. Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass ich rel. alt war (36).
Sicher hat es eine Rolle gespielt, dass ich weder Eltern noch Schwiegereltern in der Nähe habe. Wenn ich erlebt habe wie oft andere ihre Kinder auf Eltern , Schwiegereltern,... verteilt haben.

Hallo Toffy

ja, viele Frauen bekommen nicht ein zweites Kind, weil sie die Babyphase zu anstrengend gefunden haben. Das kann ich gut verstehen. Bei mir war auch das erste sehr anstrengend.

ABER jedes Baby ist halt anders. Ich teile meine Erfahrung hier mit, weil dies vielleicht nützlich sein kann für Frauen, die am Entscheiden gerade sind.

Beim zweiten Kind ist es fast immer alles viel einfacher, gelassener und ruhiger. Man kann erst bei dem zweiten wirklich das Baby genießen, finde ich. Mein zweites Baby hat seit Anfang an von Mitternacht bis 6:00 Uhr ununterbrochen geschlafen, ab dem dritten Monat schon die ganze Nacht. Er hat kaum geweint, gut geschlafen, war fast nie krank, usw.

Also ich empfand das zweite Kind viel pflegeleichter,weil ich schon wußte was mich erwartet. Erfahrungen durch das erste prägen und man weiß meist damit besser und routinierter an die Sache umzugehen. Das wirkt auch auf das Baby, es hat irgendwie meine Gelassenheit gespürt und war deswegen viel ruhiger, weniger anspruchsvoll und kooperativer. Vielleicht ist es so, weil man beim Zweiten viel weniger Zeit hat sich "nur" um das Kind zu kümmern als beim Ersten, bei dessen Erziehung verkrampft dafür gesorgt wurde, dass ja nichts schief geht und man alles richtig macht :)

Beim Dritten war es noch einfacher.......

Heutzutage muss ich nicht ständig bei ihnen sein, weil sie sich zusammen unterhalten, spielen, streiten ;-), usw. Aber definitiv habe ich mehr Zeit, wenn sie zusammen sind.

Großeltern leben auch nicht in unserer Nähe aber wir engagieren Au-pairs, was wirklich ein Segen ist, denn mein Mann und ich können Zeit miteinander verbringen. Und für diese jungen Frauen auch sehr schön ist, weil sie eine andere Kultur und Sprache lernen.

Hornilla
03.03.2009, 18:25
Ich verstehe nicht, warum jemand, der mehrere Kinder hat, es gut oder schlecht zu finden hat, dass best. Menschen eben ein Kind haben und nicht mehrere.
Warum kann nicht der Lebenspfad jedes einzelnen akzeptiert werden, auch wenn er nicht dem eigenen entspricht.
:blumengabe:

Genauso sehe ich das auch, Lisa.

ewk, ich habe geschrieben, dass ich selber Einzelkind bin und gerade deshalb mehrere Kinder möchte. Das ist für mich der Weg, den ich schön finde und den ich so gewählt habe. Aber es stört mich nicht, wenn sich jemand dafür entscheidet, nur ein Kind zu bekommen, und ich finde es auch nicht befremdlich oder merkwürdig. Die Gründe dafür können doch vielfältig sein.

Z.B. finde ich die von Kayla angeführten Gründe sehr nachvollziehbar - was, wenn eine Frau wirklich aus medizinischen Gründen keine Kinder mehr bekommen sollte? Wenn sie bei der Geburt fast gestorben wäre und so traumatisiert ist?
Muss ich das dann "gut oder schlecht" finden, dass sie sagt, sie möchte keine weiteren Kinder? Oder kann ich das nicht einfach akzeptieren?

Ich verstehe auch nicht, wo Lisa (oder irgendjemand anders) respektlos war.:wie?:Mir ist kein respektloses Posting ins Auge gefallen...

Inaktiver User
03.03.2009, 18:54
Du würdest dir eine andere Meinung gebildet haben, wenn du nicht nur dich sehen würdest und dich in die Situation von Menschen mit anderen Lebenspfaden hineinversetzen würdest.Deine Denke ist die Denke von denjenigen, die mich in der Kleinkind- und Grundschulphase meines Kindes rasend gemacht haben. Nur ihren eigenen Kram sehen und sonst nichts!

Ich finde das persönlich herabwürdigend.

Ich frage mich auch, was ihr unter akzeptieren versteht? Natürlich akzeptiere ich, wenn jemand kein, ein, fünfzehn Kind/er hat.

Wir diskutieren hier aber doch völlig abstrakt und grundsätzlich, so empfinde ich es jedenfalls, es geht ja nicht um einen speziellen individuellen Fall.

Und da schreibe ich natürlich und ganz bewußt von meiner persönlichen Meinung, und betone das auch so oft es geht, dass es meine Meinung ist, und nicht Gesetz. Ich habe niemand je persönlich irgendetwas unterstellt, auch wenn das mit Empörung zurückgewiesen wird - ist unnötig, weil ich so nie schreibe und auch nicht denke. Wenn jeder bei sich bleibt und von sich berichtet entsteht ein Austausch, und ein Abbild dessen, was einem im RL auch begegnet, nur dass das da vielleicht nicht so offen ausgesprochen wird.

Ich berichte von meinen Empfindungen und Sichtweisen, wenn jemand anders andere hat, kann er seine dagegenstellen, das versteh ich unter Austausch.Ich kann andere Meinungen gut stehen lassen. Wieso manche das derart provoziert weiß ich nicht. Ist in meinen Augen völlige Energieverschwendung, sich nicht mit einer anderen Sichtweise zu beschäftigen sondern sich nur davon angegriffen fühlen zu wollen.

Wenn jemand eine Horrorschwangerschaft hat, dann kann er das doch einfach so schreiben, und eben seinen Aspekt dadurch einbringen. Dazu muss man nicht so biestig werden. Oder hab ich irgendwo geschrieben, das wär alles feige und man muss sich halt zusammenreissen, dann geht das schon mit dem zweiten Kind? Man könnt grad meinen...

Oder soll der Sinn des Stranges darin bestehen, dass alle schreiben: "weil es das Allerbeste für das Kind ist"??? Und alle schreien hurra? Ist das "akzeptieren"??? :wie?:

Inaktiver User
03.03.2009, 19:14
Viele Leute hätten doch mit einem Kind genug zu tun gehabt. Sie versorgen die Kinder nicht gut. Das finde ich ganz schrecklich!!!

Vor kurzem war eine 21-Jährige mit 4 Kindern im Fernsehen. Auf Hartz 4. Sie wollte soviele Kinder, damit es ihnen besser geht als ihr.

Heute kostet 1 Kind soviel wie früher 2.

Hornilla
03.03.2009, 19:18
ewk, natürlich sollst Du Deine Meinung sagen. Das gehört zum Austausch dazu.

"Akzeptieren" heißt für mich nicht, dass alle einer Meinung sind, sondern dass ich andere Lebenswürfe nicht werte, nicht als besser oder schlechter beurteile als meinen.
Du kannst schreiben: "Ich fand die Babyzeit so toll, dass ich sie gern mehrmals erleben wollte.", aber nicht: "Ich kann nicht nachvollziehen, dass man das nicht mehrmals erleben will!" Es sind halt nicht alle Menschen gleich, Dinge werden unterschiedlich empfunden.
Das ist doch so, als würde ich sagen, ich kann nicht verstehen, wie jemand die Farbe Blau nicht mögen kann...

Inaktiver User
03.03.2009, 19:34
Du kannst schreiben: "Ich fand die Babyzeit so toll, dass ich sie gern mehrmals erleben wollte.", aber nicht: "Ich kann nicht nachvollziehen, dass man das nicht mehrmals erleben will!" Es sind halt nicht alle Menschen gleich, Dinge werden unterschiedlich empfunden.

Schau, und ich schreib das bewußt so, weil ich damit meine Gedanken formulieren will, und die sind halt so. Und dann kann jemand kommen und sagen, aha, so denkt die also. :erleuchtung:

Eben weil nicht alle Menschen gleich sind, denk ich so und du nicht. :blumengabe:

Und man kann dann doch entgegnen, ja, das dachte ich auch manchmal (oder: Gott bewahre, das ist mir nieee in den Kopf gekommen), ABER... - und beschreibt dann seine Motive oder Überlegungen.


Das ist doch so, als würde ich sagen, ich kann nicht verstehen, wie jemand die Farbe Blau nicht mögen kann...

Gutes Beispiel, ist meine Lieblingsfarbe. Und, nein, verstehen kann ich das absolut nicht!! :ooooh:

Aber wenn jemand dann einfach erklärt, was er damit verbindet, dann versteh ich es vielleicht. :zwinker:

Und ich fühl mich weder angegriffen, wenn jemand Blau scheußlich findet noch wenn jemand Rot liebt. Kann jeder halten wie er will, und was anderes hab ich nie geschrieben!!

Inaktiver User
03.03.2009, 20:55
Zitat von Lisa101
Du würdest dir eine andere Meinung gebildet haben, wenn du nicht nur dich sehen würdest und dich in die Situation von Menschen mit anderen Lebenspfaden hineinversetzen würdest.Deine Denke ist die Denke von denjenigen, die mich in der Kleinkind- und Grundschulphase meines Kindes rasend gemacht haben. Nur ihren eigenen Kram sehen und sonst nichts!
Zitat Ende



[/B]
Ich finde das persönlich herabwürdigend.


Das ist keine persönliche Herabwürdigung, sondern war eben meine Empfindung. Wenn man wegen bestimmter Umstände am Rad dreht und null Verständnis für die eigene Situation erfährt, aber dann gesagt bekommt. Ich habe zwei, drei Kinder, was hast du für Probleme, kann einen das rasend machen.

Verständnisvoll waren da allenfalls Frauen so über 60, denn die hatten schon mehr Lebenserfahrung. :blumengabe:


[/B]
Ich frage mich auch, was ihr unter akzeptieren versteht? Natürlich akzeptiere ich, wenn jemand kein, ein, fünfzehn Kind/er hat.


Wirklich?


[/B]
Ich berichte von meinen Empfindungen und Sichtweisen, wenn jemand anders andere hat, kann er seine dagegenstellen, das versteh ich unter Austausch.Ich kann andere Meinungen gut stehen lassen. Wieso manche das derart provoziert weiß ich nicht. Ist in meinen Augen völlige Energieverschwendung, sich nicht mit einer anderen Sichtweise zu beschäftigen sondern sich nur davon angegriffen fühlen zu wollen.


Nicht in andere Hineinversetzen wollen/können, provoziert mich halt, damit war ich eben jahrelang hautnah konfrontiert.

@Hornilla's Postings z.B. find ich völlig in Ordnung, da fühle ich mich kein Stück provoziert, obwohl für sie eine Einkind-Familie eher nicht in Frage kommt.:blumengabe:

Inaktiver User
03.03.2009, 21:05
Nicht in andere Hineinversetzen wollen/können, provoziert mich halt, damit war ich eben jahrelang hautnah konfrontiert.



Mir geht das ganz genauso, und es gibt immer mal wieder Tage, da treibt mich das schier zur Verzweiflung.
Deshalb werde ich auch nicht mehr hier (und in anderen Strängen, wo die Diskussionen genauso oder ähnlich verlaufen - teilweise sogar mit denselben Teilnehmern) schreiben, ich habe keine Lust mehr, mir einen Wolf zu schreiben, und doch immer wieder bewusst missverstanden zu werden.


Ich werde trotzdem weiter hier mitlesen, denn ich finde die Argumente der anderen Einzelkindmütter interessant. :blumengabe:

Hornilla
03.03.2009, 21:14
Schau, und ich schreib das bewußt so, weil ich damit meine Gedanken formulieren will, und die sind halt so. Und dann kann jemand kommen und sagen, aha, so denkt die also. :erleuchtung:

O.k., so kann man das auch sehen.


Eben weil nicht alle Menschen gleich sind, denk ich so und du nicht. :blumengabe:´


Ich denke ja genauso wie Du.:smirksmile: Aber ich verstehe, was Du meinst.




Gutes Beispiel, ist meine Lieblingsfarbe. Und, nein, verstehen kann ich das absolut nicht!! :ooooh:

Aber wenn jemand dann einfach erklärt, was er damit verbindet, dann versteh ich es vielleicht. :zwinker:

Und ich fühl mich weder angegriffen, wenn jemand Blau scheußlich findet noch wenn jemand Rot liebt. Kann jeder halten wie er will, und was anderes hab ich nie geschrieben!!

Blau ist auch meine Lieblingsfarbe, war nur ein Beispiel.:smirksmile:Ja, ich denke, ich verstehe jetzt besser, was Du sagen willst. Du sagst einfach, Du kannst es nicht nachvollziehen, bist aber durchaus daran interessiert, zu hören, warum andere so denken. Das wiederum kann ich gut verstehen. :blumengabe:

Inaktiver User
03.03.2009, 21:52
"Oder soll der Sinn des Stranges darin bestehen, dass alle schreiben: "weil es das Allerbeste für das Kind ist"??? Und alle schreien hurra? Ist das "akzeptieren"???"

jetzt mal ganz streng genommen, liebe einewiekeine: schau dir mal den strangtitel an und dann frag dich, ob deine kommentare hier wirklich gefragt sind? ich weiß, das ist ein altes thema hier. aber ich finde es schon merkwürdig, dass du dich hier in einem strang, der dich überhaupt nicht betrifft, einklinkst und das recht postulierst, sagen zu dürfen, was du willst.

ich frage mich immer wieder: ist es so schwierig, einfach mal den mund zu halten und sich leute ungestört zu einem bestimmten thema, das nur sie angeht, austauschen zu lassen?

ich finde es eine sache, wenn hier jemand seine positiven erfahrungen mit mehreren kindern sachlich beisteuert, etwa um mut zu machen.

aber du bringst hier eine negativkomponente an, äußerst wiederholt dein unverständnis für die entscheidung, nur ein kind bekommen zu wollen. und das finde ich einfach nicht angebracht.

also mein tipp: wie wärs mit schweigen?

ich beispielsweise habe mich auch nie in den strang der kinderlosen eingeklinkt. einfach aus respekt und weil ich davon ausging, dass meine meinung als mutter zu diesem thema nicht über die maßen gefragt war.

Inaktiver User
03.03.2009, 22:00
"Oder soll der Sinn des Stranges darin bestehen, dass alle schreiben: "weil es das Allerbeste für das Kind ist"??? Und alle schreien hurra? Ist das "akzeptieren"???"

jetzt mal ganz streng genommen, liebe einewiekeine: schau dir mal den strangtitel an und dann frag dich, ob deine kommentare hier wirklich gefragt sind? ich weiß, das ist ein altes thema hier. aber ich finde es schon merkwürdig, dass du dich hier in einem strang, der dich überhaupt nicht betrifft, einklinkst und das recht postulierst, sagen zu dürfen, was du willst.

ich frage mich immer wieder: ist es so schwierig, einfach mal den mund zu halten und sich leute ungestört zu einem bestimmten thema, das nur sie angeht, austauschen zu lassen?

ich finde es eine sache, wenn hier jemand seine positiven erfahrungen mit mehreren kindern sachlich beisteuert, etwa um mut zu machen.

aber du bringst hier eine negativkomponente an, äußerst wiederholt dein unverständnis für die entscheidung, nur ein kind bekommen zu wollen. und das finde ich einfach nicht angebracht.

also mein tipp: wie wärs mit schweigen?

ich beispielsweise habe mich auch nie in den strang der kinderlosen eingeklinkt. einfach aus respekt und weil ich davon ausging, dass meine meinung als mutter zu diesem thema nicht über die maßen gefragt war.

Ich bin Einzelkind, und die Entscheidung meiner Eltern hat mich sehr wohl betroffen, und deshalb schreibe ich auch hier.

Mein Tipp: nicht in ein öffentliches Forum gehen, wenn man keine unliebsamen Meinungen hören möchte! :blumengabe:

Inaktiver User
03.03.2009, 22:04
Ja, ich denke, ich verstehe jetzt besser, was Du sagen willst. Du sagst einfach, Du kannst es nicht nachvollziehen, bist aber durchaus daran interessiert, zu hören, warum andere so denken. Das wiederum kann ich gut verstehen. :blumengabe:


:blumengabe:

Inaktiver User
03.03.2009, 22:12
weißt du, einexxx, mich persönlich juckt deine ablehnende meinung überhaupt nicht, ich bin mir meiner entscheidung sehr sicher und habe sie nie auch nur für eine sekunde in frage gestellt.

ich empfinde jedoch deine art, dich immer und überall ungefragt einmischen zu müssen, und die meist auf negative art, als sehr unangenehm. du erzählst einkindermütter, du könnest sie nicht verstehen, frauen mit wunsch-kaiserschnitt machst du vorwürfe, und auch bei kinderlosen musst du deinen senf dazu geben. und dies ist sicher nur ein kleiner ausschnitt.

im übrigen qualifiziert dich die tatsache, einzelkind zu sein, noch lange nicht dazu, die im titel gestellte frage zu beantworten. weiß nicht, wie du darauf kommst. ich erlebe dich hier praktisch nur als mensch gewordenen kontrapunkt. stets widersprichst du, kritisierst, opponierst, schießst quer.

gibt es denn gar nichts positives, das du an andere weitergeben möchtest? ich frage mich wirklich, worum es dir hier geht? [..l.]

Inaktiver User
03.03.2009, 22:17
im übrigen qualifiziert dich die tatsache, einzelkind zu sein, noch lange nicht dazu, die im titel gestellte frage zu beantworten.

gibt es denn gar nichts positives, das du an andere weitergeben möchtest? ich frage mich wirklich, worum es dir hier geht? [...]


Ich denke, dein Beitrag spricht für sich. Ich jedenfalls vermeide persönliche Angriffe. :blumengabe:

Hornilla
03.03.2009, 22:31
weißt du, einexxx, mich persönlich juckt deine ablehnende meinung überhaupt nicht, ich bin mir meiner entscheidung sehr sicher und habe sie nie auch nur für eine sekunde in frage gestellt.

ich empfinde jedoch deine art, dich immer und überall ungefragt einmischen zu müssen, und die meist auf negative art, als sehr unangenehm. du erzählst einkindermütter, du könnest sie nicht verstehen, frauen mit wunsch-kaiserschnitt machst du vorwürfe, und auch bei kinderlosen musst du deinen senf dazu geben. und dies ist sicher nur ein kleiner ausschnitt.
Das ungefragte Einmischen ergibt sich nun mal in einem öffentlichen Forum. Das ist doch keine geschlossene Gruppe, kein Fanclub, in dem nur Menschen gleicher Meinung schreiben dürfen, oder?


im übrigen qualifiziert dich die tatsache, einzelkind zu sein, noch lange nicht dazu, die im titel gestellte frage zu beantworten. weiß nicht, wie du darauf kommst. ich erlebe dich hier praktisch nur als mensch gewordenen kontrapunkt. stets widersprichst du, kritisierst, opponierst, schießst quer.
gibt es denn gar nichts positives, das du an andere weitergeben möchtest? ich frage mich wirklich, worum es dir hier geht? [...]

Die Tatsache, dass man Einzelkind ist, könnte dazu führen, dass man sich für das Thema interessiert. :erleuchtung:Und, wie gesagt, in einem öffentlichen Forum darf nun mal jeder zu einem Thema, das ihn interessiert, schreiben.

Der letzte Satz ist allerdings respektlos und verletztend - genau das, was Du ewk vorwirfst.

Inaktiver User
03.03.2009, 22:55
Mir geht das ganz genauso, und es gibt immer mal wieder Tage, da treibt mich das schier zur Verzweiflung.
Deshalb werde ich auch nicht mehr hier (und in anderen Strängen, wo die Diskussionen genauso oder ähnlich verlaufen - teilweise sogar mit denselben Teilnehmern) schreiben, ich habe keine Lust mehr, mir einen Wolf zu schreiben, und doch immer wieder bewusst missverstanden zu werden.


Ja, kann ich gut verstehen, obwohl ich noch nicht lange mitschreibe. Intoleranz sprich "Nicht-hineinversetzen-können" ist demotivierend. :blumengabe:

Mir hat Folgendes die Lust auf weitere Kinder verleidet:

- Unverständnis und Intoleranz bei nicht typischen "Mehrkind-Family" - Problemen.

- Das Übermuttigebaren vieler Mehrfachmuttis. Ich krieg z.B. nen dicken Hals, wenn einem vorgeworfen wird, dass man gerne von vorneherein einen Kaiserschnitt will. Ich hab mein Kind "politisch-korrekt" rausgepresst - sogar ohne Peridualanästhesie. :engel:
Aber nur deshalb, weil es vor 14 Jahren absolut unüblich war von vorneherein einen Kaiserschnitt anzuvisieren. Der Mutter-Kind-Bindung hätte das bestimmt nicht geschadet.

- Die üble Bildungspolitik in Bayern und das damit verbundene Gestrebere und der Konkurrenzkampf in der Grundschule, der schon groteske Formen annimmt.

Guats Nächtle Lisa

xanidae
04.03.2009, 06:23
ich mach jetzt mal vorübergehend hier zu. vielleicht beruhigen sich dann wieder die gemüter und es ist möglich die diskussion sachlich fortzuführen.

xanidae
04.03.2009, 18:20
in der hoffnung, dass nun sachlich, ohne persönliche anfeindungen, weiter diskutiert wird - eröffne ich den strang wieder.

Inaktiver User
04.03.2009, 20:17
in der hoffnung, dass nun sachlich, ohne persönliche anfeindungen, weiter diskutiert wird - eröffne ich den strang wieder. ???? :knatsch:
Kein Kommentar mehr, ich habe über PN meine Meinung dazu geäußert.

Das Klima und die Rahmenbedingungen, mehrere Kinder zu haben, war in Deutschland bisher für Frauen, die Familie und Arbeit vereinbaren wollen, schlecht.

Akademikerinnen meiner Generation verzeichnen für sich nicht umsonst die niedrigste Geburtenquote überhaupt. 1/3 meiner früheren Mitschülerinnen haben kein Kind. Der Rest maximal 2 - is so.:smirksmile:

Aber das soll sich ja in Zukunft bessern. Schaun wer mal.

Bin jetzt dann weg... (Vor allem weil mich das Schließen des Threads geärgert hat und ärgern will ich mich eigentlich nicht - ist es nicht wert)

Hornilla
04.03.2009, 23:11
Ach Lisa, ärger Dich doch nicht. Die Gemüter waren doch z.T. wirklich stark erhitzt gestern...
Ich finde es schade, wenn Du jetzt nicht mehr hier schreiben magst...:knatsch::blumengabe:

kayla
05.03.2009, 05:34
Die Entscheidungen der Moderatoren haben wir natürlich zu respektieren - trotzdem finde auch ich es vollkommen unverständlich, dass dieser Thread geschlossen wurde. Ich habe hier keine "erhitzten Gemüter" oder irgendwelche Verstöße gegen die NUBs bemerkt.

einewiekeine hat sich hier, wie ich finde, sehr abwertend und intolerant gegenüber Einzelkindmüttern geäußert und wurde dafür mehrfach kritisiert - das war alles. Wenn man solche Meinungen äußert, muss man natürlich mit Gegenwind rechnen. Wenn aber kritische Äußerungen gleich dazu führen, dass Stränge geschlossen werden, hat es natürlich keinen Sinn, sich hier einzubringen, da ist mir meine Zeit zu schade. Und deswegen bin ich jetzt hier auch weg - bin eh keine Mutter, und deshalb kann es mir prinzipiell auch egal sein.

Hornilla
05.03.2009, 10:05
[/B]

Ich finde das persönlich herabwürdigend.

Ich frage mich auch, was ihr unter akzeptieren versteht? Natürlich akzeptiere ich, wenn jemand kein, ein, fünfzehn Kind/er hat.

Wir diskutieren hier aber doch völlig abstrakt und grundsätzlich, so empfinde ich es jedenfalls, es geht ja nicht um einen speziellen individuellen Fall.

Und da schreibe ich natürlich und ganz bewußt von meiner persönlichen Meinung, und betone das auch so oft es geht, dass es meine Meinung ist, und nicht Gesetz. Ich habe niemand je persönlich irgendetwas unterstellt, auch wenn das mit Empörung zurückgewiesen wird - ist unnötig, weil ich so nie schreibe und auch nicht denke. Wenn jeder bei sich bleibt und von sich berichtet entsteht ein Austausch, und ein Abbild dessen, was einem im RL auch begegnet, nur dass das da vielleicht nicht so offen ausgesprochen wird.

Ich berichte von meinen Empfindungen und Sichtweisen, wenn jemand anders andere hat, kann er seine dagegenstellen, das versteh ich unter Austausch.Ich kann andere Meinungen gut stehen lassen. Wieso manche das derart provoziert weiß ich nicht. Ist in meinen Augen völlige Energieverschwendung, sich nicht mit einer anderen Sichtweise zu beschäftigen sondern sich nur davon angegriffen fühlen zu wollen.

Wenn jemand eine Horrorschwangerschaft hat, dann kann er das doch einfach so schreiben, und eben seinen Aspekt dadurch einbringen. Dazu muss man nicht so biestig werden. Oder hab ich irgendwo geschrieben, das wär alles feige und man muss sich halt zusammenreissen, dann geht das schon mit dem zweiten Kind? Man könnt grad meinen...

Oder soll der Sinn des Stranges darin bestehen, dass alle schreiben: "weil es das Allerbeste für das Kind ist"??? Und alle schreien hurra? Ist das "akzeptieren"??? :wie?:

Ich zitiere mal dieses Posting von ewk. Ich kann darin keine Abwertung erkennen, ich finde, sie erklärt da sehr gut und sachlich ihre eigene Position. Kein Angriff gegen irgendjemanden.

Ich glaube, ewk meint einfach, dass es doch möglich sein muss, über persönliche Gefühle schreiben zu können. Dafür ist Austausch doch auch da, dass man sagen kann, Du, das und das verstehe ich nicht, erkläre es mir doch bitte, ich empfinde das so ganz anders.
Das hat doch nichts damit zu tun, dass man einen anderen Lebensentwurf nicht respektiert.

Hornilla
05.03.2009, 10:09
Da Gioiella ihren letzten Satz gelöscht hat, kann ich ihn leider nicht mehr zitieren. Ich hätte es gern getan, um zu zeigen, dass es hier durchaus erhitzte Gemüter gab. Und dass die, die hier Respekt gegenüber anderen Meinungen eingefordert haben, ihn nicht unbedingt zeigen.


Gioiella, anstatt den Satz zu löschen, hättest Du Dich meiner Ansicht nach lieber bei ewk entschuldigen sollen. Aber gut, es geht mích ja nichts an.

Hornilla
05.03.2009, 10:11
Zurück zum Thema:

Ein Satz, der mich wirklich ärgert, ist der, dass Ein-Kind-Familien keine richtigen Familien sind. :knatsch:
Das ist doch der größte Quatsch! Ich bin sehr wohl in einer richtigen Familie aufgewachsen. Wer bestimmt überhaupt, was eine Familie ist? Alleinerziehende mit Kind sind für mich auch eine Familie.

HansDampf
05.03.2009, 10:13
Das Klima und die Rahmenbedingungen, mehrere Kinder zu haben, war in Deutschland bisher für Frauen, die Familie und Arbeit vereinbaren wollen, schlecht.

Akademikerinnen meiner Generation verzeichnen für sich nicht umsonst die niedrigste Geburtenquote überhaupt. 1/3 meiner früheren Mitschülerinnen haben kein Kind. Der Rest maximal 2 - is so.:smirksmile:

Aber das soll sich ja in Zukunft bessern. Schaun wer mal.



Die Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Kindern und Beruf bei mehr als 2 Kindern ist auch in anderen Ländern schlecht.

So liegt die Frauenerwerbsquote in Frankreich unter der von Deutschland, da vor allem Frauen mit 3 und mehr Kindern nicht arbeiten. Das gleiche gilt für Länder wie die USA oder Schweden.
Und in Ländern, bei denen die Frauenerwerbsquote deutlich höher war (DDR, Sowjetunion), gab es nur verschwindend wenige Familien mit 3 oder mehr Kindern.

In diesem Sinne ist Frau von der Leyen auch international gesehen eine Ausnahme. Leider kenne ich einige Fälle von Familien mit 3 oder 4 Kindern und Vollzeit (und mehr) arbeitenden Eltern, in denen die Kinder darunter gelitten haben, sodaß ich nicht weiß, ob es wirklich erstrebenswert ist, viel zu arbeiten und viele Kinder zu haben. Vielleicht geht es allgemein auch gar nicht (Ausnahmen wird es natürlich immer geben).

Vielleicht sollte man mehr darüber nachdenken, wie Männer Familie und Arbeit familienfreundlicher und frauenfreundlicher vereinbaren können.

Gruß

Hans

HansDampf
05.03.2009, 10:15
Zurück zum Thema:

Ein Satz, der mich wirklich ärgert, ist der, dass Ein-Kind-Familien keine richtigen Familien sind. :knatsch:
Das ist doch der größte Quatsch! Ich bin sehr wohl in einer richtigen Familie aufgewachsen. Wer bestimmt überhaupt, was eine Familie ist? Alleinerziehende mit Kind sind für mich auch eine Familie.

Soziologen definieren Familie als eine Lebensgemeinschaft von Menschen aus mindest zwei Generationen. Mutter oder Vater und Kind sind daher die kleinste Familie, Mann und Frau dagegen sind keine (sondern ein Paar).

Hans

Hornilla
05.03.2009, 10:17
Ja, eben. Damit ist eine Ein-Kind-Familie durchaus eine.

Hornilla
05.03.2009, 10:19
Vielleicht sollte man mehr darüber nachdenken, wie Männer Familie und Arbeit familienfreundlicher und frauenfreundlicher vereinbaren können.

Gruß

Hans

Da stimme ich Dir zu. Es sollte Modelle geben, Arbeit flexibler zu gestalten. Aber dafür müsste es in der Gesellschaft ein komplettes Umdenken geben.

Hornilla
05.03.2009, 10:22
Ja, kann ich gut verstehen, obwohl ich noch nicht lange mitschreibe. Intoleranz sprich "Nicht-hineinversetzen-können" ist demotivierend. :blumengabe:

Mir hat Folgendes die Lust auf weitere Kinder verleidet:

- Unverständnis und Intoleranz bei nicht typischen "Mehrkind-Family" - Problemen.

- Das Übermuttigebaren vieler Mehrfachmuttis. Ich krieg z.B. nen dicken Hals, wenn einem vorgeworfen wird, dass man gerne von vorneherein einen Kaiserschnitt will. Ich hab mein Kind "politisch-korrekt" rausgepresst - sogar ohne Peridualanästhesie. :engel:
Aber nur deshalb, weil es vor 14 Jahren absolut unüblich war von vorneherein einen Kaiserschnitt anzuvisieren. Der Mutter-Kind-Bindung hätte das bestimmt nicht geschadet.




Lisa, irgendwie steh ich auf dem Schlauch (mag damit zusammenhängen, dass ich krank bin:zwinker:) - diese beiden Argumente versteh ich nicht so ganz.
Erklärst Du es mir nochmal?

D.h., das zweite Argument verstehe ich so, dass Du auch deshalb nur ein Kind wolltest, um Dich von diesen Übermuttis mit mehreren Kindern abzugrenzen. Ist das so richtig interpretiert?

Inaktiver User
05.03.2009, 10:48
hornilla, ich habe in meinem posting keinen einzigen satz gelöscht. wenn, dann war das die moderatorin.

mich bei ewk zu entschuldigen? wofür bitte? dass sie hier regelmäßig ganz direkt alle leute angreift, die einen anderen als den von ihr praktizierten lebensstil leben?

im gegensatz zu anderen usern, die von einem strangthema nicht betroffen sind und sich dennoch einbringen, ist ewk stets absolut negativ. ihr ziel ist nie konstruktiver austausch, sondern stets die abwertung anderer lebensentwürfe.

daher finde ich, sollte sie sich bei themen, die sie nicht betreffen (und das war laut strangtitel eindeutig so), einfach mal still sein.

und ja, ich stehe dazu: jemand, der so auftritt wie ewk, hat m.e. schwierigkeiten, als gutes vorbild zu fungieren. ich möchte meiner tochter z.b. offenheit für andere lebensentwürfe nahebringen.

aber eigentlich finde ich, dass hier einer nutzerin wie ewk, die es meist ohnehin nur auf streit anlegt, viel zu viel bedeutung zugemessen wird. und das ist das eigentlich bedauerliche daran.

und wenn ich jetzt gesperrt werde, ist mir das auch recht. hier vertut man eh nur seine zeit.

Hornilla
05.03.2009, 10:54
Entschuldige, ich dachte, Du hättest den Satz gelöscht.:blumengabe:

Bitte, nenn mir doch mal EIN EINZIGES Beispiel, wo ewk jemanden angegriffen hat?:wie?: Sie ist gänzlich anderer Meinung als ihr, aber was hat das mit Angriff zu tun?

Sie schreibt, was sie empfindet. Und möchte von anderen hören, was die empfinden. Gut, sie scheibt es deutlich, sie schreibt auch, das und das kann ich nicht nachvollziehen. Aber so, wie ich es verstehe, meint sie doch damit nicht: "Ich kann es nicht akzeptieren", sondern einfach: "Ich sehe es so, erklär Du mir doch mal Deine Sicht!"

Zum Thema "entschuldigen": Ich finde es einfach nicht schön, auf der einen Seite (mit Recht) Toleranz und Respekt einzufordern und auf der anderen Seite dann derart beleidigend um sich zu schlagen. Das passt nicht zusammen. Wie heißt es auf Englisch so schön: Do what you preach!

So, könnten wir vielleicht jetzt zum Ausgangsthema zurückkommen? Ich fände es wirklich schade, wenn dieser Strang hier ganz geschlossen würde, denn ich finde ihn interessant.

Inaktiver User
05.03.2009, 11:22
und noch abschließend: ich als einzelkindmutter hatte mir hier wirklich erhofft, hier von anderen einzelkindmüttern und deren gründen lesen zu können.

statt dessen wird man wieder einmal in eine rechfertigungsposition gedrängt. das finde ich sehr bedauerlich, ist jedoch in diesem forum leider gang und gäbe. denn mit der begründung, man sei hier in einem offenen forum, kann jeder ungefragt seinen senf zu allem geben und wird dann noch von der moderation in schutz genommen.

das wurde nicht nur in diesem strang praktiziert, sondern auch in vielen anderen. deswegen habe ich mich nach langer zeit des passiven mitlesens nur ungern und nur wegen eines ganz bestimmen postings zur anmeldung entschlossen.

ich verstehe einfach nicht, warum leute wie ewk sich in stränge wie diesen einmischen müssen. warum eröffnet sie nicht eigene stränge, in denen sie themen wie einzelkind, kinderlosigkeit, kaiserschnitt ect. etc. ausdrücklich zur diskussion stellt. das wäre doch ein leichtes.

aber nein, lieber zerschießt sie einen strang nach dem anderen.

tschüss dann, so macht das keinen spaß

Inaktiver User
05.03.2009, 11:36
Lisa, irgendwie steh ich auf dem Schlauch (mag damit zusammenhängen, dass ich krank bin:zwinker:) - diese beiden Argumente versteh ich nicht so ganz.
Erklärst Du es mir nochmal?

D.h., das zweite Argument verstehe ich so, dass Du auch deshalb nur ein Kind wolltest, um Dich von diesen Übermuttis mit mehreren Kindern abzugrenzen. Ist das so richtig interpretiert?

Also, dann versuche ich es mal zu erklären::smile:

Erst mal generell: Ich habe mich halt in der "Mütterwelt", die es in meinem Umfeld gibt - bayerische Kleinstadt - sehr unwohl gefühlt, weil von vielen der Müttermythos so hoch gehängt wird.
Hätte ich mehr als 1 Kind bekommen, hätte ich nicht mehr arbeiten können, da ich mich auch noch um meine kranke Mutter kümmerte. Somit hätte ich mich dieser "Mütterwelt", voll ausliefern müssen, da ja dann der Ausgleich durch den Beruf weg gewesen wäre.

Jetzt die Erklärung der zwei Punkte:
Mich hat bei vielen besonders gestört:

- Unverständnis und Intoleranz bei nicht typischen "Mehrkind-Family" - Problemen.
Ich empfand die Probleme, die sich durch den Zustand meiner Mutter ergaben, als wesentlich erheblicher, als die Probleme, die hin und wieder eben mit Kindern auftreten.
Da hab ich mich alleingelassen gefühlt, weil es eben am Verständnis mangelte.

- Das Übermuttigebaren vieler Mehrfachmuttis.

Nein, ich habe mich nicht von den "Übermuttis" abgegrenzt, in dem ich nur ein Kind bekam.
Aber ich bin dem Umfeld ein Stück weit entflohen, indem ich nur ein Kind bekam, um auch einer Berufstätigkeit nachgehen zu können.:Sonne:

Inaktiver User
05.03.2009, 11:41
und noch abschließend: ich als einzelkindmutter hatte mir hier wirklich erhofft, hier von anderen einzelkindmüttern und deren gründen lesen zu können.

statt dessen wird man wieder einmal in eine rechfertigungsposition gedrängt. das finde ich sehr bedauerlich, ist jedoch in diesem forum leider gang und gäbe. denn mit der begründung, man sei hier in einem offenen forum, kann jeder ungefragt seinen senf zu allem geben und wird dann noch von der moderation in schutz genommen.

das wurde nicht nur in diesem strang praktiziert, sondern auch in vielen anderen. deswegen habe ich mich nach langer zeit des passiven mitlesens nur ungern und nur wegen eines ganz bestimmen postings zur anmeldung entschlossen.

ich verstehe einfach nicht, warum leute wie ewk sich in stränge wie diesen einmischen müssen. warum eröffnet sie nicht eigene stränge, in denen sie themen wie einzelkind, kinderlosigkeit, kaiserschnitt ect. etc. ausdrücklich zur diskussion stellt. das wäre doch ein leichtes.

aber nein, lieber zerschießt sie einen strang nach dem anderen.

tschüss dann, so macht das keinen spaß

Schade, dass du jetzt gelöscht bist. Ich finde, dass du mit deinem Posting recht hast. Habe ich leider zu spät mit Zustimmung reagiert, vielleicht hättest du dich dann nicht löschen lassen.

Hornilla
05.03.2009, 11:44
kann jeder ungefragt seinen senf zu allem geben






Falls Du noch mitliest: So ist das, wenn es Meinungsfreiheit gibt. Schrecklich, oder?:zwinker:

Hornilla
05.03.2009, 11:49
Lisa, jetzt versteh ich es, danke!:blumengabe:

Ich habe das große Glück, dass man mit meinem Beruf auch mehrere Kinder gut vereinbaren kann. Wobei ich glaube, dass es auf zwei hinausläuft. Eigentlich wollten wir immer drei, aber ich will sie auch nicht zu schnell hintereinander, und das würde dann schon schwierig.

Zum Glück lebe ich in einem toleranten Umfeld. Ich könnte es auch nicht ertragen, von Menschen umgeben zu sein, die nur einen Lebensentwurf tolerieren, das fände ich schrecklich.
Wie hoch die Akzeptanz gegenüber gewollten Ein-Kind-Familien tatsächlich ist, weiß ich allerdings nicht. Ich muss mir auch öfter dumme Sprüche anhören, weil ich Einzelkind bin ("Du bist ja kein typisches Einzelkind, da du sehr sozial bist!":knatsch:). Ich verweise auf die Wissenschaft und diskutiere nicht mehr darüber.:zwinker:

Und meine Mama musste sich auch schon von einer Freundin anhören: "Du kannst da ja gar nicht mitreden, du hast ja nur ein Kind!" Allerdings wurde das immer eher toleriert, da meine Eltern ja eigentlich nicht nur ein Kind wollten und sich nur aus gesundheitlichen Gründen dafür entschieden haben.

Hornilla
05.03.2009, 11:53
Ich muss mir auch öfter dumme Sprüche anhören, weil ich Einzelkind bin ("Du bist ja kein typisches Einzelkind, da du sehr sozial bist!":knatsch:).

Wohlgemerkt von Freunden! Sie meinen das als Kompliment, aber inzwischen wissen sie, dass ich mich echt darüber ärgere.

Inaktiver User
05.03.2009, 17:01
Schade, dass jetzt einige weg sind.
Die Strangschließung fand ich auch völlig unnötig.
Aber jetzt wo der Strang wieder offen ist: kommt doch zurück - besonders die Einzelkindmamas !! Es wäre doch schön, sich weiter miteinander auszutauschen.

Inaktiver User
05.03.2009, 18:10
ich bin noch da :-)

Inaktiver User
05.03.2009, 18:37
Für mich spielt eine große Rolle: Ich habe Angst, einem weiteren Kind nicht gerecht zu werden. Denn ich habe nicht vor, Teilzeit zu arbeiten. Und eine 40h-Woche und Kleinkind - finde ich nicht so toll für das Kind. Da konnte ich mir die Zeit im Studium besser einteilen.

ewk - wenn ich das recht in Erinnerung habe, arbeitest du Vollzeit? Mit drei Kindern? Für mich wäre das zuwenig Zeit für beides.

Anapaula lebt das Leben, wo ich gern der Mann wäre :-) Immer im Ausland unterwegs, es gibt eine Frau, die sich um die Kinder (!) kümmert. Ich möchte auch zT im Ausland arbeiten, das ist extrem schwer, wenn man als Frau kinder hat. Denn der Mann hat idR eben nicht die Rolle des Hausmannes, der unterstützend mitkommt, wie es im Gegensatz dazu die meisten Männer haben, die mit Familie als expats unterwegs sind.

Ich habe scheinbar ein kleines Stückchen zuviel (x statt y) - ich glaube, die "Männer"-rolle würde mir in dieser Gesellschaft sehr viel besser gefallen. Und trotzdem bin ich sehr gerne Frau ;-)

strandkatze
06.03.2009, 16:40
So nun will hier auch noch meinen "Senf" dazu geben.
Ich bin auch Einzelkindmutter. Es war eine völlig unkomplizierte Schwangerschaft und meine Tochter war ein tolles, aufgewecktes und nur selten stressiges Baby und Kleinkind.

Eigentlich wollten mein Ex und ich (als wir noch zusammen waren) immer noch ein zweites Kind. Allerdings wollte ich nicht gleich noch mal nachlegen, sondern erst mit etwas Abstand.
Dann haben wir uns getrennt und bisher habe ich noch keinen neuen Partner gefunden, mit dem ich ein Kind hätte haben wollen.

Inzwischen ist meine Tochter 6 Jahre alt und ich bin Anfang 40.
Nun denke ich, es wird wohl nichts mehr mit einem zweiten Kind.
Ich bin alleinerziehend und habe schwankende monatliche Einnahmen von denen ich mich und 1 Kind noch über die Runden bringen kann, aber mit einem weiteren Kind ginge das dann wohl nicht mehr.

Und irgendwie möchte ich in meinem Alter nicht nochmal mit einem Baby anfangen, was ja auch heisst ständig verfügbar sein zu müssen rund um die Uhr. Ich bin froh, dass meine Tochter mittlerweile schon so selbstständig ist und ich wieder mehr Freiraum für mich selbst habe.

Und bis das Kind dann in die Schule käme, wäre ich schon fast 50 und dann später die Pubertätswirren in einem Alter, wo andere schon Großeltern sind. Ich weiss nicht, ob ich das noch alles verkraften würde.

Inaktiver User
06.03.2009, 17:52
ewk - wenn ich das recht in Erinnerung habe, arbeitest du Vollzeit? Mit drei Kindern? Für mich wäre das zuwenig Zeit für beides.



Seh ich genauso. Gottlob hab ich eine gutbezahlte halbe Stelle und arbeite nur vier halbe Tage die Woche (17,5 Stunden). Da stimmt die work-life-balance für mich! :blumengabe:

Inaktiver User
07.03.2009, 09:55
Für mich spielt eine große Rolle: Ich habe Angst, einem weiteren Kind nicht gerecht zu werden.


Das hat für mich ebenfalls eine tragende Rolle gespielt. Wobei ein 40-Stunden-Job für mich schon mit einem Kind nicht in Frage kommt. Abgesehen davon, dass ich das für mein Kind nicht will: ich würde es selber nicht auf die Reihe kriegen, Vollzeit arbeiten, Kind, Partner, Haushalt - das wäre mir definitiv zuviel.
Ich arbeite auf freiberuflicher Basis und kann mir meine Zeit relativ frei einteilen, d.h. ich arbeite auch mal am Wochenende und dann übernimmt eben Papa das Kind.
Mit 2 Kindern wäre das aber schon wieder problematisch geworden, mit 3 unmöglich.

Inaktiver User
07.03.2009, 19:39
Seh ich genauso. Gottlob hab ich eine gutbezahlte halbe Stelle und arbeite nur vier halbe Tage die Woche (17,5 Stunden). Da stimmt die work-life-balance für mich! :blumengabe:


oha! Und mit 17,5 h kann man drei Kinder, einen Hund und sich selbst finanzieren? *neid* oder kriegst du noch was vom ex? sry, wenns zu persönlich ist.

Inaktiver User
07.03.2009, 19:57
oha! Und mit 17,5 h kann man drei Kinder, einen Hund und sich selbst finanzieren? *neid* oder kriegst du noch was vom ex? sry, wenns zu persönlich ist.

Kein Problem, aber ich hab dir per PN geantwortet, ist ja alles ein bisschen OT.

Ehegattenunterhalt krieg ich leider nicht, aber inzwischen Kindsunterhalt. Aber ich kann von meinem Gehalt gut leben, und ne Katze ist auch noch mit drin! :zwinker:

FrauE
29.03.2009, 19:18
Angeregt durch die Diskussion im Kinderlos-thread, würde mich interessieren, wie Euer Umfeld auf Eure Entscheidung reagiert hat, es bei einem Kind zu belassen und welche Gründe bei dieser Entscheidung eine Rolle gespielt haben.
Ich habe immer wieder mal an ein zweites Kind gedacht, aber der Wunsch war nie stark genug, um es wirklich durchzuziehen. Ich habe mich nie dazu durchringen können, die Pille abzusetzen und es auf ein zweites Mal ankommen zu lassen. Jetzt ist es definitiv zu spät.

In meinem Innersten wusste ich: ich traute mir kein zweites Mal - weder psychisch noch physisch - eine Schwangerschaft, einen Kaiserschnitt, durchwachte Nächte, Trotzanfälle, Chaos usw. zu, also all das, was in den ersten Jahren mit einem Baby/Kleinkind auf einen zukommt (unser Kind gehörte und gehört zu den anstrengenden) .
Außerdem ist mein Beruf so beschaffen, dass eine zweite Auszeit nicht drin war. Ich wäre raus gewesen.

Oft begegnet mir Verständnislosigkeit, unser Kind - ein quietschvergnügtes wohlgemerkt - wird manchmal bedauert und ich als egoistischer oder nicht belastbarer Mensch bezeichnet.
In einigen Gesprächen mit Mehrfachmüttern über deren Alltags- und Erziehungsprobleme hiess es, ich könne doch nicht mitreden mit meinem Einzelkind.
Manchmal bedaure ich schon, dass unser Kind keine Geschwister hat, dass es also familiär so eingeschränkt sein wird - es wird keine Nichten und Neffen haben, keine Schwager und Schwägerinnen. Das finde ich schon schade, allerdings stamme ich selbst aus einer großen Familie und projiziere da eventuell etwas.
Mein Mann hätte gern mehr Kinder gehabt, aber er hat meine Entscheidung akzeptiert.
Wie ist das bei Euch ?

Dein Post hätte von mir sein können:freches grinsen:
Ich hatte nach meinem Sohn schnell wieder mit arbeiten angefangen, weil das Geld nicht reichte. Meine Mutter hat ihn betreut, was mit einem ziemlichen Aufwand verbunden war, weil wir etwas voneinander entfernt wohnen. Mit einem zweiten Kind wäre das gar nicht mehr zu schaffen gewesen und auf noch mehr Geldprobleme hatten wir schlicht keine Lust. Ich hatte ohne Kind eine billige, kleine Wohnung und der Umzug mitsamt dreifach so hoher Miete war schon heftig.

Was mir auf den Keks ging waren auch die JAHRELANGEN Nachfragen, wann denn endlich das nächste käme. Meine Highlights an nicht zu überbietenden Doof - Kommentaren:
-Ein Kind sei kein Kind ( was ich eine Frechheit sondersgleichen finde)
-wenn Deinem Kind was schlimmes passiert, dann hast Du gar keinen Ersatz( ohne Worte-oder???)
-dein Kind weiß gar nicht, wie man sich richtig streitet ( Ach komm! Nur gut durchgeprügelt von Geschwistern kommt man ordentlich durchs Leben?)
-Du wirst schon sehen, was du im Alter davon hast, ein verwöhntes Einzelkind schaut nie nach seinen Eltern ( was DAS sollte, weiß ich bis Heute noch nicht....:wie?:) Bekommt man nur deshalb Kinder, damit man im Alter jemanden zum piesacken hat?:smirksmile:

Alles in allem meine ich doch, es geht keinen etwas an, wie andere ihr Leben gestalten-ob mit vielen Kindern mit nur einem oder auch keinem. Warum mein Umfeld überhaupt gemeint hat, den Senf dazu geben zu müssen, werde ich nie hinterblicken.Wahrscheinlich kehrt es sich vor anderen Haustüren besonders gut.

Übrigens: Ich habe tatsächlich ein Einzelkind geheiratet:ooooh:-der fand es immer besonders spaßig, die Runde aufzumischen, nachdem über Einzelkinder alle Psychoprobleme raus gelassen wurden. Er wollte sofort freiwillig in die Klapse, ich wollte mich immer ganz entsetzt scheiden lassen. Die doofen Gesichter waren das Schönste:kuss:

Grüße Manuela und locker bleiben. Das einzige, womit sich Einzelkinder wirklich rumärgern müssen, sind die Vorurtelsbretter vor den Köpfen mancher Menschen.

challengerseven
29.03.2009, 21:02
Amen!

Hornilla
29.03.2009, 21:27
-Ein Kind sei kein Kind ( was ich eine Frechheit sondersgleichen finde)
-wenn Deinem Kind was schlimmes passiert, dann hast Du gar keinen Ersatz( ohne Worte-oder???)
-dein Kind weiß gar nicht, wie man sich richtig streitet ( Ach komm! Nur gut durchgeprügelt von Geschwistern kommt man ordentlich durchs Leben?)
-Du wirst schon sehen, was du im Alter davon hast, ein verwöhntes Einzelkind schaut nie nach seinen Eltern ( was DAS sollte, weiß ich bis Heute noch nicht....:wie?:) Bekommt man nur deshalb Kinder, damit man im Alter jemanden zum piesacken hat?:smirksmile:





Die kann ich als Einzelkind alle entkräften!:lachen:

Ein Kind ist ein Kind - nicht mehr, nicht weniger. Einzelkindeltern sind nicht kinderlos.

Kein Ersatz...
Da könnte ich k****! Einen Menschen kann man niemals ersetzen, egal, wie viele Kinder man hat!

Nicht richtig streiten - komisch, mir wurde als Kind immer ein besonders gutes Konfliktlösungsverhalten attestiert - was vielleicht daran lag, dass ich eher mit Erwachsenen streiten musste. Da lernt man früh, gute Argumente zu haben.:zwinker:

Nicht um die Eltern kümmern - so ein Quatsch! Meine Mama und ich werden von vielen Leuten um unser enges Verhältnis beneidet. Mein Papa ist leider vor 4 Jahren gestorben, aber auch zu ihm hatte ich ein sehr enges Verhältnis.

Ich fand es aus vielen Gründen doof, Einzelkind zu sein. Die habe ich schon weiter oben angeführt. Aber diese Vorurteile sind absolut blödsinnig und entsprechen nicht der Realität.

alice_flauscher
02.04.2009, 11:42
Guten Morgen,

jetzt habe ich mit großem Interesse den ganzen Strang gelesen und wollte noch einmal zu dem Aspekt des ALtersunterschieds aus meiner Erfahrung etwas hinzu fügen:
Einige von Euch schrieben, dass bei größerem Altersabstand von Geschwistern die Geschwisterkinder wie Einzelkinder aufwachsen.

Das kann ich nun garnicht bestätigen. Ich selbst bin das 3. Kind und meine beiden Schwestern sind 8 und 7 Jahre älter als ich. Niemals, keine Minute lang, habe ich mich als Einzelkind gefühlt! Klar war ich irgendwann, so ab 13 Jahre, das einzige Kind, das noch zuhause gewohnt hat, nachdem meine Schwestern beide ausgezogen waren. Aber gefühlt waren wir immer zu Dritt, eine Gruppe von Dreien, die auch manch gemeinsamen Standpunkt gegen die Eltern vertreten hat. Wir hatten immer eine enge Bindung zueinander und einen sehr guten Kontakt, natürlich besonders, seit wir alle erwachsen sind.

Von Freundinnen weiß ich ebenfalls, dass sie teilweise sehr innige Beziehungen zu 10 Jahre jüngeren Geschwistern haben.

Für mich haben Geschwister nicht nur für die Kindheit einen riesigen Stellenwert, sondern auch für mich als Erwachsene. Zu wissen, dass ich z.B. nicht alleine da steht, wenn die Eltern alt (und ggf irgendwann pflegebedürftig) werden. Und da ist dann ein etwas größerer Altersunterschied schnuppe.

LG alice

Inaktiver User
13.04.2009, 20:44
Heute haben wir eine Freundin besucht, die 2 Kinder (6 und 4) hat und mit dem dritten schwanger ist. Die beiden Schwestern haben sich den ganzen Nachmittag gefetzt, eigentlich musste ihre Mutter alle zehn Minuten dazwischengehen. Letzte Woche war ich bei einer anderen Freundin mit Kleinkind - nee, was bin ich froh, dass die Phase bei uns auch vorbei ist. Das ständige Geschmier, Gebrülle, Vollgeklecker.... nochmal das Ganze ? Um Gottes willen. Irgendwie bin ich heute froh über mein immer selbständiger werdendes Einzelkind und dass ich mittlerweile ein großes Stück meines alten Lebens zurückerobert habe und es nicht wieder hergeben will.
Egoistische Gedanken, ja.
Aber ich musste es trotzdem mal loswerden.

VelvetPaw
17.04.2009, 02:27
Ich bin Einzelkind und wünsche mir auch nur 1 Kind, weil ich unsere kleine Familie bestehend aus Mama, Papa und mir schon immer perfekt fand :Sonne:

Sehr merkwürdig und teils unverschämt, was man Einzelkindern so an Blödsinn anhängt, mir wäre nie in den Sinn gekommen, mich einsam zu fühlen oder irgendwie gehandicapt, wären da nicht die bizarren Äußerungen anderer, die mich zu dieser Website bewogen haben: Geschwisterlos Glücklich (http://www.paradies-einzelkind.de.vu)

Auch wenn's immer heißen muss, Geschwister seien ideal und wichtig - ich habe andere Erfahrungen gemacht. Bin dankbar, zufriedene und ausgeglichene Eltern zu haben, die sich liebend gern um mich gekümmert haben, mich voll an ihrem Leben teilhaben ließen... und nicht erleichtert aufatmeten, wenn die Geschwister sich zusammen verkrümelten oder sonstwo betreut waren und sie ihre Ruhe hatten. Einzelkindern fehlt deshalb nicht unbedingt etwas, sie erleben nur ein anderes Familiengefüge, bereichernde Erfahrungen, die Durchschnittsfamilien wiederum entgehen.

Es bei einem Kind zu belassen ist auch keineswegs egoistischer als noch weitere zu kriegen, zwar genießt man dadurch so manchen Komfort, aber das gilt ja auch fürs Kind :freches grinsen: Und wer bestimmt, dass man sich aufopfern muss??

In meinen Augen hat ein Einzelkind eher zusätzliche Chancen, weil es doppelt profitiert: Kontakte zu anderen Kindern plus Nähe zur elterlichen Erwachsenenwelt, Gemeinschaft plus Momente allein, in denen man Selbstständigkeit entwickelt, lernt in sich zu ruhen...

Bei meinen Eltern spielte das Argument "horrende Geschwisterbeziehungen" übrigens eine große Rolle, dank ihrer eigenen diesbezügl. "Erlebnisse" waren sie stets frei von der Sorge, mir irgendwas vorzuenthalten - und das finde ich sehr wichtig: Dem Kind kein unnötiges Bedauern zu vermitteln!

Inaktiver User
19.04.2009, 14:23
Hmmm. Ich weiss nicht. Hab mir die website grade angeschaut, aber die ist mir zu einseitig, ein einziger Lobgesang aufs Einzelkind, und die Schattenseiten - die es durchaus gibt - werden überhaupt nicht thematisiert... das ist mir denn doch zu übertrieben.
Obwohl ich ja auch Einzelkindmama bin... und bleiben werde....

Inaktiver User
19.04.2009, 21:30
Hmmm. Ich weiss nicht. Hab mir die website grade angeschaut, aber die ist mir zu einseitig, ein einziger Lobgesang aufs Einzelkind, und die Schattenseiten - die es durchaus gibt - werden überhaupt nicht thematisiert... das ist mir denn doch zu übertrieben.
Obwohl ich ja auch Einzelkindmama bin... und bleiben werde....

Geht mir ähnlich.
Ich will niemanden missionieren oder sonstwas, wenn jemand sich das leisten kann (sowohl zeitlich als auch finanziell), soll er meinetwegen 10 Kinder kriegen, oder wieviele auch immer er will.......

Ich erwarte, dass ich mir nach Schilderung meines Familinstandes (=Kinderstandes) nicht irgendwelche beknackten Sprüche à la "Die Arme, ist immer alleine." (über meine Tochter) oder dergleichen Frechheiten sagen lassen muss.
Und soviel, finde ich, ist das nicht verlangt.

Quasi im Gegenzug dafür, dass ich auch nicht jedes 2+-Kind-Elter frage, ob es denn sonst noch Hobbies habe. (Obwohl ich mich das in manchen Fällen ernsthaft gefragt habe.)
Oder ihn/sie nicht frage, ob er/sie keinen Bock hat, wieder arbeiten zu gehen (Etwas, das so manche - ich sachs nur ungern, aber: - Frauen in meinem weiteren Umfeld unumwunden zugegeben haben, ungefragt. Natüüüüürlich nicht als einzigen Grund, aber schon auch). :freches grinsen:

FrauE
20.04.2009, 10:12
Hmmm. Ich weiss nicht. Hab mir die website grade angeschaut, aber die ist mir zu einseitig, ein einziger Lobgesang aufs Einzelkind, und die Schattenseiten - die es durchaus gibt - werden überhaupt nicht thematisiert... das ist mir denn doch zu übertrieben.
Obwohl ich ja auch Einzelkindmama bin... und bleiben werde....

Ging mir auch so. Das hat für mich schon fast Sektenartige Züge und ich finde, diese Leute stellen sich genauso dar, wie die, die mir erzählen nur mehr als ein Kind ist das Wahre. Brauch ich alles nicht und hier ging es ja eher darum, sich auszutauschen, warum man sich für "nur" ein Kind entschieden hat.

Meine Schwester hat drei Kinder-das dritte nicht geplant und ein "Unfall", aber die Traute, die Schwangerschaft abzubrechen nicht gehabt. Sie kommt mit allen dreien nicht klar, wird aber in der Nachbarschaft bewundert, sich drei Kinder getraut zu haben. Über mich wird der Kopf geschüttelt, weil ich keine richtige Mutter bin:freches grinsen:

So kanns auch gehen: Eine meiner Freundinnen ist auch überzeugte dreifach Mama und wurde bei der dritten Schwangerschaft von manchen Leuten auch groß gefragt "WAS noch eins???":ooooh:
Somit passen sie und ich wunderbar zusammen, beide fallen wir aus dem Papa-Mama-und zwei Kinder Rahmen......


Grüße Frau E.

VelvetPaw
30.04.2009, 00:13
Hmmm. Ich weiss nicht. Hab mir die website grade angeschaut, aber die ist mir zu einseitig, ein einziger Lobgesang aufs Einzelkind, und die Schattenseiten - die es durchaus gibt - werden überhaupt nicht thematisiert... das ist mir denn doch zu übertrieben.
Das Einzelkinddasein hat nicht zwangsläufig Schattenseiten und genau darauf will ich hinweisen. Es ist alles Interpretationssache und bei Geschwistern wird ja auch kein Katalog an Nachteilen, Problemen, Defiziten verlangt. Genauso kann eine Ein-Kind-Familie ihr Lebensmodell völlig ideal finden und das so selbstbewusst äußern wie andere zu ihrer Normfamilie stehen.



hier ging es ja eher darum, sich auszutauschen, warum man sich für "nur" ein Kind entschieden hat.
Ja, und bei mir ist das die Tatsache, als Einzelkind total glücklich zu sein und zwar aus den Gründen, die meine Website nennt.

rofl
03.05.2009, 13:26
was um himmels willen bewegt einem dazu, zu einem solchen thema eine website zu erstellen?

ich bin mit geschwistern -glücklich- aufgewachsen und habe ein geplantes einzelkind, das bislang ebenfalls einen glücklichen eindruck macht. ich finde beide optionen ok und je nach geschmack sinnvoll. wer meint, einzelkinder seien verzogene egomanen - fein. wer denkt, geschwisterkinder müssen von klein auf guerillas sein um zu überleben - fein. ich halte beide einstellungen für dämlich.

es scheint tatsächlich so zu sein, dass ein großteil der menschen sich ihre entscheidungen schönreden müssen, indem sie die alternativen schlechtmachen. bemerkenswert das.

Inaktiver User
03.05.2009, 14:01
es scheint tatsächlich so zu sein, dass ein großteil der menschen sich ihre entscheidungen schönreden müssen, indem sie die alternativen schlechtmachen. bemerkenswert das.

Das halte ich fuer eine sehr (zu)treffende Beobachtung!:allesok:

Toffyfee
03.05.2009, 16:24
was um himmels willen bewegt einem dazu, zu einem solchen thema eine website zu erstellen?

ich bin mit geschwistern -glücklich- aufgewachsen und habe ein geplantes einzelkind, das bislang ebenfalls einen glücklichen eindruck macht. ich finde beide optionen ok und je nach geschmack sinnvoll. wer meint, einzelkinder seien verzogene egomanen - fein. wer denkt, geschwisterkinder müssen von klein auf guerillas sein um zu überleben - fein. ich halte beide einstellungen für dämlich.

es scheint tatsächlich so zu sein, dass ein großteil der menschen sich ihre entscheidungen schönreden müssen, indem sie die alternativen schlechtmachen. bemerkenswert das.

unterschreib:blumengabe:

Inaktiver User
04.05.2009, 09:39
Genauso kann eine Ein-Kind-Familie ihr Lebensmodell völlig ideal finden und das so selbstbewusst äußern wie andere zu ihrer Normfamilie stehen.


Na ja... bei uns dreien findet es ehrlich gesagt keiner "völlig ideal". Sondern mit Vor- und Nachteilen behaftet, wie alles im Leben.
Meine Einzelkind-Entscheidung ist, da bin ich ganz ehrlich, egoistischer Natur. Ich bin einfach kein Mutter-Typ und für mehr als ein Kind haben meine physischen und psychischen Reserven nicht gereicht. Trotzdem bedaure ich, dass mein Kind keine Geschister und somit auch viel weniger Blutsverwandte haben wird, als ich sie habe. Ein großer Clan zu sein, das hat schon was.
Und das macht mir Deine Webseite auch so unsympathisch und irgendwie auch unglaubwürdig - diese einzige Lobhudelei aufs Einzelkinderdasein..... ich vermute, dass Kritik bzw. Zweifel an diesem Modell dort auch sofort abgewürgt werden ?

Berkana
19.10.2011, 18:17
uuuuh, dieser Thread ist ja schon eine ganze Weile alt, hoffe es ist jetzt nicht so tragisch hier noch mal was reinzuschreiben.
Ich selber habe- einerseits leider, andererseitz zum Glück keine Kinder, war aber selber Einzelkind und fand es grauenhaft. Auch wenn ich heute mit 28 sagen kann dass es an meinen Eltern im Großen und Ganzen lag und nicht an der nackten Tatsache ein Einzelkind zu sein. Meiner Meinung nach gibt es "typische" Einzelkinder, genau so wenig wie ein "typisches" Geschwisterverhältnis.

Es mag Einzelkinder geben die im sprichwörtlichen goldenen Käfig aufwachsen, alles können "müssen" und aufgrund sozialer Isolation Verhaltensstörungen aufweisen, das aber auf alle zu übertragen ist einfach nur dumm und unverschämt. Gemein ist jedoch den von mir befragten Einzelkindern unterschiedlichen Alters, dass ihnen im Grunde genommen zuhause meist langweilig ist, sie meist etwas mehr Action gern hätten bzw. gehabt hätten und weitestgehend unter Erwachsenen aufwachsen/wuchsen. Dementsprechend sind diese Kinder gezwungen sich in ihrer Freizeit mehr und mehr der Kreativität etc zu widmen, was hier in keinster Weise wertend gemeint sein soll!
Ein weiterer Nachteil des Einzelkind-seins ist, wenn man wie in meinem Fall sich dazu entschließt Kinder-und-Partnerlos zu bleiben, und sollte ich meine Großmutter, und meine Mutter überleben gäbe es keinerlei weitere Familie mehr, außer ein paar Verwandte die zwar ganz OK sind, trotzdem nicht auf dem "Verwandtschaftsniveau" eines Bruders oder einer Schwester.
Es gibt auch genauso Geschwister die sich nicht leiden können, andererseits auch Geschwister die ohne einander nicht leben können/wollen und wieder solche die miteinander rein gar nichts anfangen können weil sie so verschieden sind. Eine Kindheitsfreundin von mir z.B. hatte mit ihrer älteren Schwester eine extreme Rivalität was meine Mutter immer als Aufhänger Nummer eins benutzte um mir vorzuhalten wie glücklich ich doch sein müsse und was sie und mein Vater für gute Eltern wären mir das erspart zu haben. Auch meine Mutter, selber Einzelkind war der Meinung, nein der festen Überzeugung dass alle Geschwisterkinder- wie eine Vorposterin hier so schön ausdrückte, Guerillas sein müssen um einigermaßen gut überleben zu können und keinen seelischen Schaden erleiden.
Gleichzeitig machte sie mir aber zum Vorwurf wie "unselbstständig" und "wehleidig" ich sei, und das ganz ohne Geschwister. Meine eigenen Eltern, haben mir de Fakto ihre eigene Entscheidung in regelmäßigen Abständen vorgeworfen.
Was die oftmals kritisch beäugte, üppige Beschenkung Materieller Weltlichkeiten der Einzelkinder so anbelangt kann ich dies nur bestätigen, allerdings taten meine Eltern das nicht weil sie mich so gern hatten, sondern einerseits um ihr schlechtes Gewissen und die nicht vorhandene Quality time auszugleichen, zum anderen hatten sie etwas womit sie mich seelisch erpressen konnten, so frei nach dem Motto, "Guck mal was wir alles für dich getan haben, und du musst es nicht mal teilen du Egomane."
Das ganze Einzelkind-Thema ging mir damals als Kind schon deshalb so sehr auf den Keks weil meine Eltern dies als "für alle Beteiligten das Beste" Familienmodell propagierten und ich immer und überall sagen musste wie toll ich es finde Einzelkind zu sein und dass ich es später auf jeden Fall genau so eine Familie haben will, auch wenn ich es in Wirklichkeit gehasst habe ohne Ende und mir immer gerne ein Geschwisterkind gewünscht hätte. Als ich als Teenager auf eine andere Schule kam, hab ich zeitweise sogar gelogen Geschwister zu haben weil ich es einfach nicht mehr ertragen konnte, denn wo auch immer ich mich blicken ließ, war ich nicht Berkana, sondern "Das Einzelkind". Es ist in der heutigen Zeit vielleicht nicht mehr ganz so vorstellbar, aber immer alleine darauf reduziert zu werden hat mich, entschuldigung angekotzt wie ein besoffener Bretzgenbub.

Es tut mir sehr leid wenn sich hier irgendjemand angegriffen fühlt, das war nicht meine Absicht.

Nun was ich für mich beschlossen habe; Als ich in meinen Teens des öfteren darüber nachdachte, wollte ich zwar auch nie eine Fußballmannschaft, niemals jedoch "nur" ein Kind. So 2-3 hätte ich schon gern gehabt. Je älter ich wurde, umso größer wurde auch die Verzweiflung darüber es einfach nicht zu schaffen endlich einen Partner zu finden der zu mir passt. Hätte mich dann auch notfalls mit einem Kind abgefunden, hauptsache ich wäre Mutter geworden.
Mittlerweile habe ich damit abgeschlossen jemals in meinem Leben Kinder haben zu werden. Ist so auch das Beste, denn wenn es mit Mühe und Nöten doch noch irgendwie klappen sollte und ich hätte dann ein Kind- vermutlich auch noch eine Tochter, dann schreit das doch schon sehr nach "In neuer Generation, in neuem Lichte, es wiederholt sich die Geschichte" was schon der 3. Durchlauf der verkorksten Einzeltöchter wäre.

Nocturna
19.10.2011, 19:55
Als ich als Teenager auf eine andere Schule kam, hab ich zeitweise sogar gelogen Geschwister zu haben weil ich es einfach nicht mehr ertragen konnte, denn wo auch immer ich mich blicken ließ, war ich nicht Berkana, sondern "Das Einzelkind". Es ist in der heutigen Zeit vielleicht nicht mehr ganz so vorstellbar, aber immer alleine darauf reduziert zu werden hat mich, entschuldigung angekotzt wie ein besoffener Bretzgenbub.
Es gibt zufriedene Einzelkinder und unzufriedene. Ich war (und bin) ein zufriedenes Einzelkind, deine Probleme sich im Schulalltag in den 70igern als Einzelkind zu outen kenne ich so nicht. Ja, als Einzelkind war man im Klassenverband eine Ausnahme, außer mir gab es nur ein einziges weiteres Einzelkind, gestört hat mich das nie.

Meine damalige Busenfreundin, ebenfalls Einzelkind, war nicht so zufrieden mit ihrer Situation. Sie hätte gerne Geschwister gehabt, was ich überhaupt nicht verstehen konnte, da sie in einem Elternhaus mit ähnlichen Bedingungen aufwuchs wie ich und wo ich doch so zufrieden war.

Sie hat auch immer gesagt, dass sie auf jeden Fall ein zweites Kind haben will, damit das erste kein Einzelkind wird. So ist es auch dann gekommen. Ich konnte mir Kinder lange Jahre überhaupt nicht vorstellen, als es dann doch soweit war, war mir sonnenklar, dass ich maximal ein Kind möchte, obwohl mein Mann gerne ein zweites gehabt hätte.

Mein Sohn, 14, hat keine Meinung zu Geschwistern, es ist ihm augenscheinlich egal. Wie er es mal handhaben wird steht in den Sternen.

Berkana
19.10.2011, 20:54
Liebe Nocturna,

dass du mit dieser Situation so zufrieden warst ist ja auch völlig in Ordnung, aber wie du bereits sagtest ist das nicht jedem Menschen so gegeben. So wie Du es nicht verstehen kannst dass manche damit unglücklich sind, so kann ich es z.B. nicht so richtig nachvollziehen wie man als Einzelkind glücklich sein kann.
Jeder Mensch geht mit seiner Situation halt anders um, sowie auch deine Freundin mit eben der gleichen Situation nicht glücklich war. Es gibt ja auch Kinder die auf ein kleines Geschwisterchen eifersüchtig sind und das auch ein Leben lang bleiben, andere wiederum freuen sich darüber.
Es interessiert mittlerweile auch keinen mehr ob ich ein Einzelkind war oder nicht, nur wenn es jemand negativ kommentiert sag ich auch dass dies nicht meine Entscheidung war.

Nocturna
19.10.2011, 21:05
Es interessiert mittlerweile auch keinen mehr ob ich ein Einzelkind war oder nicht, nur wenn es jemand negativ kommentiert sag ich auch dass dies nicht meine Entscheidung war.
Es kommentiert wirklich jemand negativ?
Komisch, passiert mir nie, ebenso wenig wie ich null Problem damit habe, wenn ich gefragt werde, warum ich nur ein Kind habe.

Ich denke mittlerweile, dass jeder der sich durch solche Fragen negativ berührt fühlt, innerlich unzufrieden ist, anders kann ich es mir das nicht vorstellen. Klar haben viele Leute eine feste Meinung über verwöhnte Einzelkinder, dürfen sie ja gerne haben, aber was juckt mich das?

Berkana
19.10.2011, 21:54
Es kommentiert wirklich jemand negativ?
Komisch, passiert mir nie, ebenso wenig wie ich null Problem damit habe, wenn ich gefragt werde, warum ich nur ein Kind habe.

Ich denke mittlerweile, dass jeder der sich durch solche Fragen negativ berührt fühlt, innerlich unzufrieden ist, anders kann ich es mir das nicht vorstellen. Klar haben viele Leute eine feste Meinung über verwöhnte Einzelkinder, dürfen sie ja gerne haben, aber was juckt mich das?

Mittlerweile nicht mehr, wie gesagt es interessiert auch in meinem Alter nicht mehr wirklich jemand. Früher war es aber deffinitiv schon so. Vielleicht lag es auch an der Gegend in der wir wohnten, es war nämlich ein 200 Seelen Kaff in einem der konservativsten Landstriche Deutschlands wo jeder minimum 3 Kinder hatte.
Es ist ja aber so wie du sagst, ich BIN ja auch unzufrieden damit. Es geht aber ein wenig in zwei völlig andere Themen hinein, und zwar das grottige Verhältnis zu meiner Mutter bzw meinen Eltern und die Tatsache dass ich persönlich niemals Kinder haben werde, nicht mal eins.