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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wohnungskatze und allein



TweetyMaus
13.02.2009, 09:38
Hallo zusammen,

ich habe meine Katze (jetzt 6 Jahre) vor einem Jahr aus dem Tierheim geholt.
Der Abgabegrund war, dass sie von den anderen Katzen gemobbt worden ist.

Meine Süße ist eine ängstliche Katze, die sich in dem Jahr ganz toll entwickelt hat.
Ich kann sie mittlerweile auf den Arm nehmen, sie schmust gerne und ist immer in dem Zimmer, indem ich bin. Sie schläft mit mir im Bett und morgends werde ich zärtlich geweckt.
Kurz: Ich kann es mir ohne sie nicht mehr vorstellen.
:liebe:

Ich möchte natürlich nur das Beste für meine katze und da sie eine Wohnungskatze und allein ist, habe ich schon des öfteren über einen Kumpel nachgedacht.
Allerdings habe ich das Gefühl, dass sie aufgrund ihrer schlechten Erfahrungen damit nicht klar kommen würde.
Sie genießt es regelrecht, dass alles ihr alleine gehört.
Ich, die Wohnung, das Bett eigentlich auch, das Fressen, das Spielzeug etc.
Dieses ehemals zitternde Etwas schlendert mittlerweile sowas von cool durch die Wohnung, dass ich innerlich immer lachen muss.
:freches grinsen:

Sie macht einen absolut zufriedenen und ausgeglichenen Eindruck, ich beschäftige mich auch viel mit ihr.
Ich gehe nach der Arbeit immer sofort nach Hause, um Hallo zu sagen, zu spielen, zu schmusen und widme ihr viel Zeit.

Eine Kollegin hat ihrer Wohnungskatze auch einen Kumpel besorgt, ein ganz liebes und verträgliches katzenmädchen und das ist total in die Hose gegangen.
Die "alte" katze war auch nach 4 Monaten noch so sauer über den Zuwachs, was sich im permamenten fauchen, Beissen und Kratzen äußerste, so dass die neue Katze wieder weg musste.

Und sowas würde ich keinem Tier antun wollen.
Wie gesagt, wenn ich den Eindruck hätte, meiner Katze würde etwas fehlen, dann hätte sie schon morgen einen tierischen Freund.

Aber sie fühlt sich pudelwohl.

Gibt es Katzen, die auch in der Wohnungshaltung damit klar kommen alleine zu sein bzw. die einfach lieber alleine sind?

Wie gesagt, von mir aus könnten bei mir soviele Katzen rumspringen wie Platz ist, aber ich weiss nicht ob meiner Kleinen einen Gefallen tun würde.
Sie mag überhaupt keine Neuerungen ( war direkt 2 tage beleidigt und irritiert, weil ich den Gaderobenständer umgestellt habe).

Ich freue mich auf zahlreiche Antworten!

Inaktiver User
13.02.2009, 09:54
Ich glaube deine Katze ist glücklich, so wie es ist. Du brauchst nichts zu ändern nachdem, wie ich das lese, was du beschreibst. Es scheint mir auch eher ein Mythos zu sein, dass Katzen Gesellschaft brauchen, denn aus meiner Erfahrung stimmt das so nicht, es sei denn, die Gesellschaft war immer schon da und die Katzen sind zusammen aufgewachsen. Im nachhinein funktioniert das viel seltener. Nach der Geschichte deiner Katze, würde ich es ihr nicht antun, eine weitere Katze ins Haus zu nehmen.

Meine Katze, die im letzten Jahr verstorben ist war auch sehr glücklich alleine und hätte keine weiteren Katzen geduldet oder toleriert. Jetzt habe ich zwei neue Wohnungskatzen und da funktioniert es gut, denn die beiden waren von Anfang an zusammen, auch schon im Vorgängerhaushalt.

Noodie
13.02.2009, 10:20
Ich stimme CrazyPaulinchen 100% zu! Deine Katze geniesst ihr Leben so wie es ist und scheint nicht der Typ zu sein der Abenteuer und Aufregung braucht. Eher im Gegenteil. Du liegst mit deiner Einschätzung ganz richtig dass sie keinen Kumpel braucht und eine neue Katze sie eventuell unglücklich machen würde.

LG Noodie :blumengabe:

felina78
13.02.2009, 12:01
Ich denke auch, dass Deine Katze sich so wie es ist wohlfühlt.
Genauso war es bei unserer Süßen auch. Sie kam mit ihrer Mutter hier her, total verängstigt und scheu. Mutter lief weg, sie blieb und blühte richtig auf. Normalerweise ist sie viel draußen, aber im Winter ist sie nur drinnen. Ich habe oft ein schlechtes Gewissen, weil ihr sicher langweilig ist tagsüber. Allerdings sitzt sie oft stundenlang vor dem Aquarium und verfolgt die Fische durch die Scheibe.
Ich würde sie auch weiterhin rauslassen, aber sie möchte nicht. Selbst die friedlich gesinnten Nachbarskatzen bereiten ihr einen Horrortripp. Sie flüchtet sofort auf den nächsten Baum auf den äußersten Ast. Ich denke auch nicht, dass ich ihr mit einem Artgenossen einen Gefallen tun würde. Sie ist jetzt auch schon 9 Jahre alt und schläft viel.
Wir haben beschlossen, alles so zu lassen wie es ist. Wir verbringen möglichst viel Zeit mit ihr und sie genießt es.

TweetyMaus
13.02.2009, 13:01
Danke, eure Antworten beruhigen mich ja.
Es ist mein erstes Tier und wenn man in manchen Tierforen guckt, sind das viele Vertreter, für die man ein richtiger Tierquäler ist, wenn eine Wohnungskatze alleine hält.

Es ist eben so, dass ich auch ein schlechtes Gewissen habe, wenn sie tagsüber, bedingt durch die Arbeit,alleine ist.
Aber am Wochenende,wenn ich da bin, findet sie es zwar schön, dass ich da bin, aber pennt trotzdem selig in meiner Nähe den lieben langen Tag.

Aber ich hätte noch eine Frage:

Madame spielt kaum, ich habe schon Sachen ohne Ende herangeschleppt, entweder hat sie Angst davor (aufziehbare Maus) oder das Interesse ist immer nur kurz. (Laserpointer).

Ich hab schon alles versucht, ich habe schon Bindfäden hinter mir hergezogen, aber viel kommt da nicht.
Das ist so ein richtig fauler Garfield, schläft ausgiebig und sitzt gerne am Fenster und beobachtet Vögel, im Sommer auf dem Balkon.

Auf Katzenminze ist sie auch total abgefahren, aber das ist jetzt auch vorbei.

Sie ist doch erst 6.
Ich habe meine Tierärtzin gefragt und die meinte, dass viele Tiere nach der Kastration nicht mehr so spielen wollen, muss nicht sein, kann aber.

Inaktiver User
13.02.2009, 13:13
Eigentlich dürfte ich ja nicht antworten, da ich keine Katze habe, sondern einen Hund :blumengabe: .

Ich stelle hier jetzt einfach mal die Behauptung auf, daß es Haustiere gibt, die spielen und solche, die nicht spielen.

Unser Hund z. B. ist geschätzte sechs Jahre alt und wenn man von ein paar "Aussetzern" ("abspasten" im Hundekorb - inkl. reinbeißen in die Schaumstoffwände und evtl. nagen an den sich darbietenden Händen - des Gatten :freches grinsen:), die sich immer dann zutragen, wenn sie weiß, daß es jetzt raus geht, absieht und schon mal der einen oder anderen Begegnung mit einem anderen Hund - Sie spielt einfach nicht. Es sei denn, ich werfe mit Futter oder mache damit ein Suchspiel. Dann, aber nur DANN........

Gut, daß mein Mann mich damals gebremst hat. Ich wollte ja Spielzeug ohne Ende kaufen *seufz*.

champagne
13.02.2009, 14:24
hallo!

ich denke auch, dass es spiel- und schmusekatzen gibt. deine ist offenbar das zweite. glueckwunsch :blumengabe:
wir haben eine spielkatze und werden regelmaessig von ihr mit spielzeug im maul um 6 uhr morgens geweckt... und auch sonst braucht sie ziemlich viel interaktives spiel.
sie ist aber auch erst ein jahr (auch kastriert) und ich denke, mit sechs jahren spielen katzen schon etwas weniger.

gruesse!
champagne

Noodie
13.02.2009, 14:45
Ja, manche sind Spieler, und manche sind eher solide :zwinker:

Meine Noodle spielt auch nur wenig und wenn dann nur Fussball :freches grinsen: Meistens sitzt sie auch nur rum und guckt in die Gegend, schaut Vögeln zu und so. Sie telefoniert allerdings gern. Sie hat schon den TA angerufen als sie die Schnellwahltaste gedrückt hat. Da waren wir zufällig auch gerade beim TA und sein Handy klingelt und er guckt uns ganz erstaunt an und sagt, bei euch ist jemand im Haus :freches grinsen: Das war Noodle.

Ok, das war etwas OT aber lustig.

Ich denke jedenfalls auch dass es Tiere gibt die nicht viel spielen.

Und meine Hunde spielen gar nicht, genau wie Pianofortes Hund. Haben noch nie gespielt, es sei denn ich Werf ein Leckerli, aber das wird dann auch gleich verputzt, natürlich :smirksmile:

junia
13.02.2009, 18:45
Hallo,

wenn deine Katze glücklich ist, ist ja alles gut und du musst dir keine Gedanken machen.

Ich persönlich halte Katzen für sehr soziale Tiere, auch wenn sie natürlicher nicht im eigentlichen Sinne Rudeltiere sind. Unsere Hauskatze ist eben mittlerweile kein Wildtier mehr und auch herrenlose Katzen tun sich meist in lockeren Gruppen zusammen. Man kann das gut in südlichen Ländern beobachten, wo es leider leider sehr viele streundene Katzen gibt. Dort besitzen die Katzen ein sehr intensives Sozialleben und Einzelgänger kommen nur schwierig klar.

Aus diesem Grund sollte meiner Meinung nach keine Jungkatze allein gehalten werden, ich halte es tatsächlich für Tierquälerei ein Kätzchen aus seiner Familie zu reissen, in eine grosse Wohnung zu setzen wo es 10 Stunden und mehr allein gelassen wird und jede tierische Kommunikation unterbleibt.

Trotz alledem gibt es Katzen die nur schwer mit anderen zurecht kommen, die ev. schon eine Weile allein lebten oder in einer kleinen Katzengruppe in der sie immer unterdrückt wurden. Da sie nun schlecht los ziehen können um sich eine andere Gruppe zu suchen halte ich es tatsächlich für besser solche Katzen allein zu halten.

In der Verantwortung des Besitzers liegt es nun die Katze entsprechend zu bespielen, zu versorgen und sie geistig und körperlich mobil zu halten - denn das ist ebenfalls eine grosse Gefahr bei alleinlebenden Wohnungskatzen: Sie führen recht oft ein Leben aus Schlafen und Fressen. Ändert sich mal was sind sie sofort sauer, was nicht selten in Protestpinkelei ausartet. Deswegen würde ich dir gerne als Empfehlung mitgegeben, deine Katze aktiv und geistig beweglich zu halten und auch hin und wieder ganz bewusst Kleinigkeiten zu verändern auch wenn deine Katze vielleicht sauer ist.


Gruß Junia

Noodie
13.02.2009, 19:39
Madame spielt kaum

Hast du mal Kartons probiert? Verstecken spielen doch die meisten Katzen gerne.

Inaktiver User
13.02.2009, 23:47
Es ist mein erstes Tier und wenn man in manchen Tierforen guckt, sind das viele Vertreter, für die man ein richtiger Tierquäler ist, wenn eine Wohnungskatze alleine hält.
Oh, diese radikalen Besserwisser!:knatsch:


Es ist eben so, dass ich auch ein schlechtes Gewissen habe, wenn sie tagsüber, bedingt durch die Arbeit,alleine ist.Keine Bange, Katzen sind schlau genug sich anzupassen und hey: abends munter zu werden ist doch ihr Job.:freches grinsen:


Aber am Wochenende,wenn ich da bin, findet sie es zwar schön, dass ich da bin, aber pennt trotzdem selig in meiner Nähe den lieben langen Tag.Das kenne ich. Ist so süüüß. :liebe:


Madame spielt kaum, ich habe schon Sachen ohne Ende herangeschleppt, entweder hat sie Angst davor (aufziehbare Maus) oder das Interesse ist immer nur kurz. (Laserpointer).
Sehr schlau, wenn sie mit dem doofen Pointer nicht spielt. Da hat man ja gar kein Erfolgserlebnis. Sie wird mir immer sympathischer.:freches grinsen:


Ich hab schon alles versucht, ich habe schon Bindfäden hinter mir hergezogen, aber viel kommt da nicht.
Halt, stop! Was war dran am Bindfaden? Mach mal eine schöne große Feder dran, von einer echten Taube oder vom Huhn.
Und beweg das Teil nicht so hektisch. Zieh es unter Papier her, experimentier noch ein bißchen mit selbstgebastelten Zeugs.


Das ist so ein richtig fauler Garfield, schläft ausgiebig und sitzt gerne am Fenster und beobachtet Vögel, im Sommer auf dem Balkon.
Ein herrliches Bild. Ich werde gaaaanz ruhig.

Mein Freund schwärmt mir immer von einem Kater vor, der schon als Katzenkind nicht spielte. Er saß nur dort und schaute zu, wie die anderen sich vergnügten. "Eine alte Seele in einem jungen Körper." Er war sehr weise, vielleicht eine Wiedergeburt eines Philosophen. Wenn seine Brüder, auch im Erwachsenenalter, es jedoch zu bunt trieben, brauchte er nur seine Pfote zu heben und selbst das hartgesottenste Narbengesicht wich voller Ehrfurcht zurück.
Dieser Kater fing schon an zu schnurren, wenn mein Freund noch mehrere Meter entfernt war. Er schätzte die Gesellschaft der Menschen sehr. Es waren unterhaltsame und interessante Studienobjeke für diesen weisen Kater. :freches grinsen:

Violine
14.02.2009, 00:51
Aber ich hätte noch eine Frage:

Madame spielt kaum, ich habe schon Sachen ohne Ende herangeschleppt, entweder hat sie Angst davor (aufziehbare Maus) oder das Interesse ist immer nur kurz. (Laserpointer).




Aufziehbare Mäuse sind vielen Katzen zu hektisch, zu laut, zu nervös, zu 'kalt'. Laserpointer sind frustrierend.

Meine spielen am liebsten mit Bindfäden (die ich natürlich bewegen muss! :zwinker:) und mit so kleinen Frotteetierchen, die mit Catnip gefüllt sind. Aber am allerliebsten schmusen sie mit mir! :smile:


Eine Anmerkung zu Solokatzen: ich vertrete die o.g. Meinungen. Paul war lange den ganzen Tag alleine; es ging ihm gut. Er gehört auch eher der ruhigen Fraktion an, sitzt gerne auf meinen Büchern, kuschelt sich nachts zu mir unter die Bettdecke, dackelt mir auf Schritt und Tritt hinterher u.ä.m. Meinem menschlichen schlechten Gewissen dankend holte ich Jule zu uns. Ich habe mir immer vorgestellt alleine unter 100 Katzen zu sein! (obwohl.......warum eigentlich nicht?) Paul genoss und geniesst die Anwesenheit der kleinen Lady über alle Maßen. Alleine die Tatsache, das er sie beschnuppern kann, ihr das Fell leckt, sich an sie schmiegt, mit ihr tobt, sie jagt.......kurzum: einen Artgenossen spüren kann, machte mich ruhiger, tierverständiger. (gibt's das Wort?)

Ich denke, wenn man sein Tier kennt, genau beobachtet, sich in es hineinversetzt, entscheidet man von selbst richtig.

Twinkie
14.02.2009, 03:03
Wg Spielzeug: Immer ein voller Erfolg bei unserem Miau sind diese Teile:
http://www.eierlei.de/images/article/rundumsei/steg/kaspel.gif

Ich hab ne Bueroklammer an eine Schnur gebunden, die Klammer in die Kapsel und dann zugemacht. Kann man wunderbar hinter sich herziehen/ an Tueren haengen, mach tolle Klappergerauesche und ist billig.
Zum Alleinespielen hat sie die Teile auch ohne Schnur.

Unsere Miez ist auch eine Wohnungskatze und tagsueber alleine. Die Leute von denen wir sie uebernommen haben hatten noch zwei andere Katzen und das hat sie fuerchterlich gestresst. An ihrem ersten Abend bei uns hat sie sich erstmal akribisch versichert dass keine anderen Katzen im Haus sind. Danach war sie beruhigt und sie geniesst es sichtlich dass sie ihr Klo, ihr Bett und ihre Futterschuesseln fuer sich alleine hat. Ich wuerde es ihr niemals antun eine andere Katze in "ihre" Wohnung zu bringen. Dan waer sie ganz ungluecklich mit glaub ich.

Lakritze
14.02.2009, 13:41
Ich stimme meinen Vorschreiberinnen zu: manche Katzen _wollen_ keine zweite dazu.
Vor meinen beiden jetzigen hatte ich auch zwei Katzen. Die eine (die dominantere) starb mit 13 Jahren, die zweite blieb allein zurück. Aber nach einer kurzen Trauerphase, wo sie ihre Schwester immer wieder suchen ging, blühte sie richtig auf und genoss ihr Dasein als Einzelkatze noch weitere knapp drei Jahre.
Bezüglich spielen: meine spielen auch eher wenig (sind aber Freigänger und unterhalten sich lieber mit lebender Beute :knatsch:)
Aber, was meinem Kater gefällt, ist, wenn ich die Badewanne zustöpsle und einen kleinen Ball reingebe. Der rollt und hüpft dann so schön um ihn herum.
Seine Schwester bedachte mich mit einem Blick, der wohl heißen sollte "Frauchen, hast du einen kompletten Dachschaden?", als ich dasselbe ihr vorstellen wollte - also mag nicht jede Katze, aber vielleicht magst du es ausprobieren.
LG,
Lakritze

rainbow13
14.02.2009, 16:16
Ich habe zwei Katzen, sogar Geschwister sind sie. Und?? Sie zoffen und zicken sich nur an. Zusammen spielen oder gar kuscheln ist nicht.
Ganz zu schweigen von der Eifersucht, die beide plagt, wenn sie zu
mir ist Bett wollen oder neben mir sitzen wollen.
Ich könnte mir vorstellen, dass jede für sich alleine, glücklicher wäre.

Allerdings hatte vor den beiden Damen zwei Kater, die sich heiss und innig liebten. Sie kuschelten zusammen und spielten auch miteinander.

Nach Deiner Beschreibung ist Deine Katze wirklich glücklich. Ich glaube, dann würde ich ihr den Stress eines Kumpel nicht antun. Es sei denn, Du könntest es testen und ggf. den Neuzugang nach misslungener Probezeit wieder zurück geben. Grundsätzlich denke ich nämlich schon, dass 2 Katzen glücklicher sind als eine alleine.

Aber es kann auch daneben gehen, wie meine aktuelle Situation zeigt.

Rainbow

Tszimisce
16.02.2009, 00:03
Meine Katze kann auch nicht mit anderen. Als mein Exmann sich einen "eigenen" Kater besorgte, war das der Auftakt zu fast zwei Jahren Fauchen und Kämpfen. Auch der Versuch, für eine Kollegin deren uralte Katze aufzunehmen, um dem Tier einen Umzug ins Ausland zu ersparen, war für meine Katze eine Qual. Ich weiß nicht, ob sie so veranlagt ist oder es daran liegt, daß ich ganz am Anfang, als ich von nix eine Ahnung hatte, auf die falschen Leute gehört habe (sowohl was Vergesellschaftung als auch Erziehung und Handhabung angeht). Jetzt kann ich nur noch versuchen, meiner Süßen eine so angenehme Zeit wie möglich zu machen, wenn ich zuhause bin.

Was das Spielen angeht, vielleicht hat sie noch nicht DAS gefunden, was ihr gefällt. Meine kann ich mit gekauften Spielsachen überhäufen, die Dinger interessieren sie nicht. Was sie toll findet ist ein zum Bällchen genähter Mullverband, das Teil wird stundenlang gejagt. Oder diese Plastikstreifen, die manchmal um Pakete rum sind, die sind auch toll. Oder ihre Spielzeug-Plüschente, die sowohl liebevoll rumgeschleppt als auch brutalst bekämpft wird. Das einzige gekaufte Spielzeug, das ihr gefällt, ist eines mit Kugeln und Vertiefungen, in die man Naschereien verstecken kann.
Wenn deine irgendwann mal was findet, was ihr zusagt, wirst du es sicher merken! Und so lange sie glücklich und zufrieden aussieht, würde ich mir keine Sorgen machen.

Twinkie
16.02.2009, 02:05
Ich komme gerade von einem Ausflug nach draussen mit meiner Wohnungskatze zurueck. Alleine rauslassen kommt nicht in Frage wg. stark befahrener Strasse und katzenkillenden Waschbaeren die hier rumlaufen.Aber manchmal nehm ich mit raus in den Garten mit 3m langer Katzenleine. Dazu gibts einen harness (bild siehe link) Das findet sie ganz toll und bringt ein bisschen Abwechsung.http://www.mypamperedpets.co.nz/mediac/400_0/media/cat$20harness.jpg

TweetyMaus
16.02.2009, 08:46
Vielen Dank für die zahlreichen und netten Antworten! :kuss:

Selbstverständlich hat tweety einen karton, der wird nach Lust und Laune zum schlafen genutzt.
Ich stelle ihr auch oft meinen Kleiderschrank zur Verfügung, da sie sich gerne zwischen meinen Pullis versteckt.

Ich habe eine Angel mit Federn, da spielt sie auch gerne mit, aber auch da nur kurz.

Mit dem Laserpointer hat sie mich durchschaut, wenn es "klick" macht, guckt sie mich an und der rote Punkt interessiert sie dann weniger.
Ich glaub, ich habe eine ganz schlaue Katze! :freches grinsen:


Aber die anderen Tips werde ich ausprobieren!

Tweety war 3 Monate im Tierheim, der Abgabegrund war eben, dass sie gemobbt worden ist.
Im Tierheim hat sie die 3 Monate in der Höhle von einem Kratzbaum verbracht, ausser zum fressen ist sie da nie rausgekommen, weil sie so eine Angst vor den anderen Katzen hatte.

Und da denke ich, dass sie diese Erfahrungen eben nicht vergessen hat.

Gestern habe ich den ganzen Sonntag mit ihr verbracht, sie hat sich beim schlafen von mir kraulen lassen und hat im Schlaf wohlig gebrummt.

apfelschnecke
17.02.2009, 15:40
deinen beschreibungen zufolge würde ich die katze nicht nochmal den für sie offensichtlich traumatisierenden erfahrungen aussetzen.

meine beiden sind geschwister, lieben und schlagen sich, wie es eben gerade passt. das gegenseitige "jagen" und auflauern ist auch ihr lieblingsspiel. sie schlafen meist gemeinsam auf irgendeinem kissen. die eine, sanftere, sucht ihre schwester immer, wenn die mal woanders ist. eben jene macht dies nicht, ich glaube, sie wäre auch ganz glücklich, wenn sie einzelkatze wäre und keine weiteren esser, ob katze oder hund, ertragen müsste, am besten auch nicht zuviel besuch, das stresst sie. allerdings kommt sie ihrer schwester sehr süss "zur hilfe", wenn diese sich gerade vom hund genervt fühlt. sie kann auch vieeeel besser knurren als er.

Inaktiver User
19.02.2009, 17:28
Och habe auch den Fehler gemacht, alles mögliche an Spielzeug zu kaufen- das wurde teilweise nicht mal mit dem Ar... angeschaut. Kaute Sachen mag unser auch nicht. Aber er hat z.B. zwei kleine Mäuse an einer Gummischnur am Katzbaum hängen, die werden nach Lust und Laune masakriert. *hihi* Dann mag er noch Klopapierrollen. Hätte ich das alles vorher gewußt... Dann hätte ich beim Fr...napf wahrscheinlich nicht einen neuen Arbeitsplatz geschaffen- reichen müßte es finanziell:smirksmile:. Sichern müssen den jetzt andere...

Und ich erwähnte ja schon mal in einem anderen Tread "unser" heißgeliebtes Duffle-bag. Diese anfängliche Fehlinvestition erwies sich im Nachhinein als Glücksgriff! Das ist so ein Leinenkissen, das nach Katzenminze duftet und eine rosa Wollschnur dran hat. Auf dem Ding wurde wie wild darauf rumgekaut und gebissen, wären wir in der Schweiz könnte es inzwischen fast als Käse durchgehen, so viel Löcher...

Nachdem wir merkten, das unser Kater die Schnur langsam aber sicher aufknabberte, haben wir den Wollfaden gegen einen dicken Schnürsenkel ausgetauscht. Seitden ist das Bag uninteressant, das einzige was zählt, ist der Schnürsenkel! Den jagt unser Kater wie verrückt und wenn er ihn erwischt beginnt ein Tauziehen darum. Er läuft damit um ein Tischbein damit er doppelte Greifmöglichkeiten hat (Ist ja nicht doof, der kleine Hübsche:liebe::liebe::liebe:) Und nachdem die "Beute" fachgerecht erjagt und erlegt wurde, wird sie in die Höhle (hier bitte wahlweise Karton, Kiste, Transportbox, etc. einsetzen) geschleppt. Dann werden wir wieder hypnotisiert, bis wir uns erbarmen und uns auf die Suche nach dem Dufflebag machen, damit das Spiel von vorne losgeht... *Augenverdreh*

Also lange Rede, kurzer Sinn, einfach mal versuchen alltägliche Dinge zu Spielzeugen umfunktionieren und/oder die gekauften Dinge in die Ecke schmeißen, bis sie dem Katzentier "genehm" sind, bzw. diese einfach umfunktionieren- also die Spielsachen meine ich jetzt.:freches grinsen:

apfelschnecke
20.02.2009, 21:22
also meine lieben diese nupsies, die in den h-milchtüten den verschluss verschliessen (äh..ja)..also die mit der lasche. oder die ringe, die an den brausetablettenröhrchen sind. liegen die auf einem tisch, regal, der arbeitsplatte etc. werden sie auf jeden fall runter gekickt und bespielt, bis sie unter irgendeinem schrank verschwinden.