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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mein Hund macht Probleme im Umgang mit anderen Hunden ?



pebbeline
09.02.2009, 10:34
Hallo Zusammen,

ich besitze eine kleine Rehpinscher Hündin (1 Jahr und 4 Monate alt) und diese bellt wie bekloppt, sobald andere Hunde schon in unsere Nähe kommen, anfangs hatte ich probiert sie abzulenken mit z.B eine Dose mit kleinen Steinen drin , die fürchterlichen Krach macht...hat aber alles nicht funktioniert. Wir haben auch noch einen 2ten Hund (Jack Russel), der sehr sozialisiert ist, aber das beruhigt sie nicht wirklich. Zudem muss ich sagen, ich war nur 3 mal in der Welpenschule, ob es daran wirklich liegt weiß ich nicht.
Muss ich mir jetzt wirklich einen Hundetrainer suchen oder habt ihr vielleicht ein paar wirklich gute Tipps für mich ?
Ich wäre euch sehr dankbar :blumengabe:
LG Pebbeline

Inaktiver User
09.02.2009, 11:15
na ja ich vermute mal, dass es dir schon ungenehm ist, wenn andere hunde ankommen. ich vermute auch, dass dein hund an der leine ist.

was ich bei diesen situationen gelernt habe:
1. freue dich, dass andere hunde entgegen kommen. wenn du angst und panik hast überträgt sich das auf den hund.
2. gehe schnell udn zügig an dem fremden hund vorbei. grüße freundlich und schaue niemals den anderen hund an. anstarren eines hundes bedeutet sich dem hudn gegenüber aggressiv zu verhalten. wenn du beim vorbeilaufen den anderen hund anstarrst, dann überträgt sich das auf deinen hund.
3. mach kein gedöns darum. versuche nicht deinen hund zu beruhigen oder sonst irgendwas. wenn du das machst, denkt sich der hund: aha, frauchen benimmt sich anders also ist irgendwas im busch. das verstärkt sein bellen dann nur.
4. niemals schnupper lassen oder sonstiges an der leine. hunde reagieren an der leine anders als ohne. wenn hunde angeleint sind sollte es keinen kontakt geben, es sei denn es sind befreundete oder bekannte hunde.

also mit entsprechender eigener selbstbewußter körpersprache zügig und geradlinig an dem anderen vorbei. korrigiere ihn mit "nein" oder was auch immer du bei unerwünschtem verhalten machst und geh zügig weiter. sollte er mal nicht bellen, sofort verbal oder mit leckerlie belohnen. nie etwas geben, wenn er bellt oder theater macht.

und meide die situationen nicht. dein hund und du auch, ihr müsst lernen damit umzugehen. suche dir bewußt einen weg mit vielen hunden und übe das.

bei uns in der hundeschule gibt es einen kurs, der nennt sich "social walk" und geht nu einen abend für 20,00. vielleicht gibt es das bei dir auch. ich habe dabei viel gelernt.

viel spass beim gassi gehen :blumengabe:

Inaktiver User
09.02.2009, 13:24
Läuft Deine Hündin denn frei oder abgeleint? Meist bellen sie ja eher wenn sie sich mit Dir an der Leine sehr sicher fühlen!:freches grinsen:

Ansonsten üben, üben, üben!!! Kennst Du andere Hundebesitzer die Dir beim Üben helfen könnten?! Dann übe das Vorbeigehen mit Deiner Hündin - wie von Kebmo beschrieben. Nur Übung macht die Meisterin!:smile:

An der fehlenden Welpenschule liegt es wohl nicht. Momentan gehen ja fast alle hin, aber ich war noch nie mit einem Hund in der Hundeschule oder beim Welpentreff und trotzdem waren sie gut erzogen und sind sozial. Man trifft doch andauernd Hunde unterwegs.

Finja:blumengabe:

Noodie
09.02.2009, 13:35
geradlinig an dem anderen vorbei.

Ist nicht das natürliche Verhalten von Hunden die sich nicht kennen einen Bogen umeinander zu machen um Respekt vor dem Gebiet des anderen zu signalisieren? :wie?: Ich würde eher vermuten dass zu nahes Vorbeigehen das Bellen noch verstärkt weil der Hund sich dabei unwohl fühlt.

Inaktiver User
09.02.2009, 13:43
Denke, dass ist Trainingssache. Ich würde immer so gehen, dass die menschen sich Nahe sind und die Hunde außen aneinander vorbei gehen. Aber Hunde, die dem anderen signalisieren, dass er uninteressant ist, die gehen wirklich entspannt aneinander vorbei.

Bei uns in der Nähe, am Waldrand, üben öfter Hundeschulen oder auch Hütehunde mit Schafen. Die Hütehunde sind so mit den Schafen beschäftigt, dass sie noch nicht mal nach meinem Hund gucken. Und der kennt die Irren mit den Schafen schon und geht einfach weiter.:freches grinsen:

Letzens waren welche zum Apportiertraining da und saßen in einer Reihe und warteten auf ihren Einsatz. Ich mußte mittendurch und kein Hund hat den anderen beachtet.

Finja:blumengabe:

Inaktiver User
09.02.2009, 13:56
Ist nicht das natürliche Verhalten von Hunden die sich nicht kennen einen Bogen umeinander zu machen um Respekt vor dem Gebiet des anderen zu signalisieren? :wie?: Ich würde eher vermuten dass zu nahes Vorbeigehen das Bellen noch verstärkt weil der Hund sich dabei unwohl fühlt.

ja das stimmt. aber du begnest den hunden ja nicht immer im feld oder im wald. auf einer normalen straße kannst du keine bögen gehen. die hunde müssen sich daran gewöhnen.

ich nehme meinen hund, der auch ein keifender sonstwas ist an der leine, beispielsweise auch auf die linke seite, wenn ich rechts am anderen hund vorbeilaufe. also auf die seite des anderen hundes, dass eine direkte begenung möglich wäre. ichmache das, weil es früher öfters passiert ist, dass er sich dann plötzlich in die leine hängt und mir vor die füße springt. dann muss ich zwangsläufig anhalten. jetzt habe ich ihn auf der anderen seite. wenn er anschlagt, gibts ein kurzes "nein" und ich kann direkt weiterlaufen ohne anhalten zu müssen. das ist auch entspannter.

ich habe mich auch früher dabei ertappt, dass ich den situationen aus dem weg gegangen bin, weil es einfach unglaublich nervt. aber seit ist weiß wei es geht und übe übe übe gehts von mal zu mal besser. mittlerweile schlägt er nur noch bei seinem lieblingsfeind an. da ich den auch nicht leiden kann und das gefühl auch nicht unterdrücken kann, ist das in ordnung :zwinker:

Inaktiver User
09.02.2009, 14:00
...

Letzens waren welche zum Apportiertraining da und saßen in einer Reihe und warteten auf ihren Einsatz. Ich mußte mittendurch und kein Hund hat den anderen beachtet.

Finja:blumengabe:

das habe ich bei meinem auch schon beobachtet. wenn ihm langweilig ist geht er eher mal motzend andere hunde an. :peinlich:
wenn ich mich aber mit ihm beschäftige. sein apportbeutel in der hand habe oder sein spielzeug, dann ist der andere hund völlig schnuppe. nur leckerlie funktioniert bei meinem nicht. er ist nicht verfressen, das lenkt ihn gar nicht ab. :knatsch:

Violine
09.02.2009, 14:13
anfangs hatte ich probiert sie abzulenken mit z.B eine Dose mit kleinen Steinen drin , die fürchterlichen Krach macht...hat aber alles nicht funktioniert.


Es ist nicht verwunderlich, dass dieser 'Trick' nicht funktionierte. Der Krach der Steine animiert den Hund zum Weiterbellen. Nach dem Motto 'wenn Frauchen bellt, belle ich zurück'. Ähnliches denkt er übrigens, wenn der Mensch laut ruft oder gar schreit.

Ansonsten unterschreibe ich Kebmos Ratschläge!

Noodie
09.02.2009, 16:44
ja das stimmt. aber du begnest den hunden ja nicht immer im feld oder im wald. auf einer normalen straße kannst du keine bögen gehen.

Frei lebende Hunde (Strassenhunde) in Städten wechseln die Strassenseite.

Inaktiver User
09.02.2009, 16:52
Frei lebende Hunde (Strassenhunde) in Städten wechseln die Strassenseite.

du hast ja recht, dass der bogen das natürliche ist. ABER wir haben hier keine straßenhunde, hier findet die begenung der hunde an der leine statt. straßenwechsel ist nicht immer möglich und ausweichen auch nicht. man muss sich der situation stellen. ich müsste morgens auf meinem weg zur arbeit mind. 5 mal die straenseite wechseln und 10 mal in die böschung springen. das ist nicht praktikabel. zumal ich in meinen unsicheren zeiten schon die seite gewechselt habe udn dann kam mir da ein anderer entgegen.

wenn man bestimmte regeln einhält, klappt das aneinander vorbeigehen meistens ohne große probleme.

frei lebende hund suchen sich ihr essen. meiner bekommt es serviert. soll ich ihm das essen jetzt verstecken, damit ich ihn so natürlich wie möglich behandel? hunde sind sehr anpassungsfähig.

pebbeline
10.02.2009, 07:31
hallo alle zusammen :smile:,

vielen dank für eure zahlreichen antworten...ich wohne ausserhalb der
stadt und treffe nur ab und an mal jemanden und bin natürlich auch der sache aus dem weg gegangen, was nicht sinn der sache ist, das weiß ich auch. meine kleine steigert sich dermaßen mittlerweile da rein...und mir ist es dann auch sowas von unangenehm aber da muss ich wohl durch.
ich gehe meist ohne leine spazieren, aber sobald ich jemanden sehe wird sie angeleint, da sie auch ohne leine genauso reagiert, leider.
es ist so unentspannt so gassi zu gehen und muss endlich dagegen angehen. ob sich da jemals ganz legen wird, ich glaube es ja fast nicht.
es gab auch schon situationen, da ist sie direkt kläffend (ohne leine )auf die hunde zugerannt und hat sie regelrecht zusammenkläfft und kommt dann fast gar nicht mehr zur ruhe :knatsch:

Inaktiver User
10.02.2009, 09:08
es gab auch schon situationen, da ist sie direkt kläffend (ohne leine )auf die hunde zugerannt und hat sie regelrecht zusammenkläfft und kommt dann fast gar nicht mehr zur ruhe :knatsch:
Wie hat sie dann eigentlich reagiert, wenn die Hunde das Kläffen ignorierten und z. B. schnüffelnd zu ihr hingegangen sind?

Weicht sie zurück und versteckt sich hinter Dir?

Es hat einige Zeit gedauert, bis ich festgestellt hab', daß meine Hündin ein "Angstbeller" ist (wenn man von den Hündinnen mal absieht, die sie nun wirklich und überhaupt niemals leiden können wird - was meist auf Gegenseitigkeit beruht) und eben anfangs besonders bei sehr großen Hunden bellt.

Inaktiver User
10.02.2009, 10:16
...
es gab auch schon situationen, da ist sie direkt kläffend (ohne leine )auf die hunde zugerannt und hat sie regelrecht zusammenkläfft und kommt dann fast gar nicht mehr zur ruhe :knatsch:

wie ist sie denn so gehorsam? hört sie richtig gut?
kannst du sie in jeder situationa abrufen? macht sie sitz?

das könnte natürlich wie pianoforte schreibt angstbellen sein. das kann aber auch ein "beschützer"-aufspielen sein. wenn du ihr keine grenzen setzt, dann macht sie was sie will. unter anderen eben auch andere hunde anbellen.

bei meinem hund haben sich mit dem grundgehorsam ganz viele "macken" von selbst gegeben. u.a. auch die ängstlichkeit. seit mein hund klare regeln hat ist er viel selbstbewußter geworden.

pebbeline
10.02.2009, 14:00
also, erstmal wird jeder hund angebellt und wenn sich ihr einer nähert zum schnüffeln, dann versteckt sie sich meist hinter mir und klemmt auch manchmal den schwanz ein, aber das kommt auch ganz auf den anderen hund an, wenn es ein eher zurückhaltender hund ist... dann
merkt sie es und macht dann weiter, wenn es einer ist , der selbstbewusst ist , dann klemmt sie den schwanz ein.
klare regeln gibt es schon, beim füttern muss sie sich vorher setzen und auch beim leckerli geben. sie schläft allerdings bei mir im bett und ist auch sonst sehr anhänglich. sie bellt auch mal gerne, wenn jemand an unserem haus vorbeiläuft....das kann sie auch ganz genau beobachten, da wir einen wintergarten besitzen und sie wie die prinzessin auf der erbse die strasse beobachten kann. ich unterbinde das zwar , aber sie macht es trotzdem immer wieder und animiert dann natürlich auch unseren anderen hund.
das mit dem abrufen klappt schon , aber nicht immer.
lg pebbeline