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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schwiegertochter-ein Störfaktor??



kupferkanne
05.02.2009, 23:36
Hallo, ich bin 39 und wende mich an euch, bzw. an Mütter von Söhnen, um euch zu bitten mir einige Fragen zu beantworten, oder mir helfen zu verstehen, was ich schwierig finde.

Ist es wirklich sooo schwierig für eine Mutter, wenn der Sohn eine Partnerin in die Familie einbringen will ? Kommt da bei einer Mutter wirklich Eifersucht oder Verlustangst auf ? Ist die Partnerin des Sohnes immer eine Bedrohung ? Oder nimmt man einen Schwiegersohn eher in die Familie auf, als eine Schwiegertochter ?
Wollen Mütter wirklich ihren erwachsenen Söhnen noch die Wäsche machen und sie bekochen ?
Ich frage das alles, weil ich die Erfahrung gemacht habe und weil schlussendlich meine Partnerschaft daran gescheitert ist, dass Mutter und Sohn sich nicht ablösen konnten.

Gibt es auch Mütter, die ihre Schwiegertochter ehrlich mögen ???

Lorolli
06.02.2009, 11:01
Hallo, ja ich mag meine Schwiegertocher wirklich und bin sehr froh darüber, dass mein Sohn mit ihr glücklich ist.

Sie leben allerdings inzwischen 1000 km von uns entfernt und wir sehen uns leider viel zu wenig.

Wenn sie in den Urlaub fahren, verbringen wir immer ein paar Tage in ihrer Wohnung und meine Schwiegertochter hat damit kein Problem.

Ich hoffe jetzt mal, dass meine Schwiegertochter das auch so sieht und wünsche dir, dass du in der nächsten Beziehung bessere Erfahrungen machst. Nicht alle Mütter von Söhnen sind Glucken oder wollen ihre Söhne nicht hergeben.

Liebe Grüsse
Lorolli

mein sohn ist übrigens fast 39 und seit 2000 verheiratet

Opelius
06.02.2009, 11:55
Wir haben zwei Schwiegertöchter, die ich unterschiedlich gerne mag. Meine Frau ist insgesamt froh, dass ihre Söhne begehrte Ehemänner geworden sind. Sie hat ja ziemlich unter einigen Freundinnen gelitten, die unsere Söhne alle so anschleppten. Im Prinzip ist ihre jetzige Wahl ganz gut.

Es kostet schon einiges an Überwindung, sich nicht in deren große und kleine Dramen einzumischen. Aber da unterstützen wir uns gegenseitig ziemlich gut, weil wir darüber schließlich auch reden.

Ich kenne es auch anders, zumindest in unserer weiten Familie, da werden Sprüche über Schwiegertöchter losgelassen, die kann ich ernsthaft nicht nachvollziehen. Schließlich sind die Eltern nicht mit der Schwiegertochter verheiratet - und weshalb sollte ich die Entscheidungen unserer erwachsenen Söhne nicht akzeptieren? Ich könnte mir kaum vorstellen, dass wir bei einem Heiratsvermittler die passende Ehefrau ausgesucht und verhandelt hätten. (Sehr schön im Film Anatevka dargestellt!)

kupferkanne
06.02.2009, 12:29
...ja, ich denke wenn Söhne Frauen in die Familie einbringen, dann entstehen Verbindungen, die der ein oder andere so nicht gewählt hätte und trotzdem muss man sich arrangieren.
Ich habe leider die Erfahrung gemacht, dass Schwiegers schon böse über mich gelästert haben, als sie nur von meiner Existenz erfahren haben, nach Monaten durfte ich dann mal vorgestellt werden und es war der Horror...

Komischerweise hätte ich mich gefreut, wenn man sich gut verstanden hätte, leider musste ich aber früh erkennen, dass das so nciht eintreten wird..schade...

Irgendwann habe ich dann meinen Hut genommen, weil ich die ewigen Beleidigungen nicht mehr aushalten konnte...

brighid
06.02.2009, 12:32
das beste an meiner schwiegermutter, die nun die ex-schwiegermutter ist, war, dass sie auf der anderen seite des atlantiks lebt.

wir haben uns im schnitt alle 10 jahre gesehen und ansonsten war ich wohl nicht die schwiegertochter, die sie haben wollte.

ich kann kein spanisch und ich bin nicht katholisch. und hatte zu beidem so gar keinen ehrgeiz.

Inaktiver User
06.02.2009, 15:05
Meine Schwiegermütter waren wohl nicht so ganz mit mir einverstanden - die Schwiegerväter dagegen doch.
Ich habe den Schwiemü bei Bedarf erklärt, dass ich

1. erwachsen bin, meine Eltern mich erzogen haben,
2. sie ihren Sohn schlecht machen, wenn sie mich schlecht machen
3. ich sie mag, wenn sie mich ordentlich behandeln
4. ich sie auf keinen Fall Mutter oder Mutti oder Mama nennen werde
5. sie selber den meisten Stress mit ihrem Verhalten haben, denn ich brauche sie nicht, wenn sie mich so behandeln

Natürlich nicht mit diesen Worten, aber sie haben es verstanden. Seltsam, von da an wurde ich zumindest höflich bis sogar herzlich behandelt.
Allerdings haben die Männer da auch ihren Müttern gegenüber ein Wörtchen gesprochen.

Warum das so ist, weiss ich nicht.
Ich auf jeden Fall habe jede der Liebeleien, Liebschaften, Amouren und künftigen Frauen meines Sohnes herzlich behandelt. Und auch mal mit ihnen Meinungsverschiedenheiten gehabt. Und meine Schwieto ist eine prima Frau - weil sie meinen Sohn liebt, ihn unterstützt und ihm eine gute Partnerin ist.

usasi
06.02.2009, 16:29
Ich habe mit meiner Schwiegert. nie ein problem gehabt.
Im Gegenteil ,ich bin froh, das mein Sohn eine nette Frau hat.

Das Problem liegt auch oft auf beiden Seiten.
Abstriche muß jeder machen.
Jeder hat nun mal seine Eigenarten.

Aufeinander zugehen ist sehr wichtig.
Und schon mal ein Auge zudrücken ,wenn einem etwas nicht passt.

Ich war auf jeden Fall froh,das ich für meinen erwachsenen Sohn nicht mehr Koch,Putz und Bügelfrau war.

Ich hoffe für dich,das du eine nette Schwiegermutter bekommst.

Dazu gehört auch ein netter Sohn! LG usasi

Inaktiver User
06.02.2009, 19:51
hallo, also ich kann mal sagen, dass ich 38 jahre lang eine tolle schwiegermutter hatte. obwohl sie mit ihrem sohn/meinem mann ein eges verhältnis hatte, war ich nie außen vor. im gegenteil, sie hätte eher zumir, als zu ihm gehalen undat oft gesagt: ich weiß, du hast es nicht leicht it ih!!! aber nun ist es vorbei, bei mir war`s schön!!!
aber nun hat mein ( einziger ) sohn (35 jahre) eine sehr feste beziehung...und ich finde meine schwiegerfreundin echt zum knuddeln. die beiden sind so lieb miteinander, dass es eine freude ist, das zu erleben. und sie ist so herzlich mit mir und es fühlt sich wirklich echt an. ich bin rundum glücklich und zufrieden, aber zwischendurch verwöhnen, das mache ich schon gerne, aber mit beiden gleich. ich kann wirklich sagen, dass ich endlich die tochter bekam, die ich mir gewünscht habe. mein sohn war nämlich mal für 14 monate verheiratet, dann aber wieder geschieden. meine damalige schwiegertochter wurde von mir auch ins herz geschlossen, da wollte sie aber nicht hin, es gab immer etwas distanz. und dass das ganze auseinanderging, lag nicht an unserem verhältnis.
es gibt also auch gute beziehungen zwischen den genarationen, sowas wünsche ich euch allen. liebe grüße asonne

Inaktiver User
07.02.2009, 19:06
Ich habe zwar Söhne im Alter von 30+ aber (noch?) keine Schwiegertochter. Die Söhne wohnen aber schon lange in eigenen Wohnungen.
Ich gehe mal davon aus, dass es mit Scwiegertöchtern auch nicht anders ist als mit anderen Menschen: Einige mag man gern, einige mag man weniger gern, einige kann man nicht ab.
Ich denke, dementsprechend kann man auch seine Beziehungen zur Schwiegertochter gestalten. Ich würde mich über eine Schwiegertochter freuen, die "meine Kragenweite" hat - aber ich fände es auch nicht furchtbar, wenn sie mir eher fern stünde. Im ersten Fall trifft man sich vielleicht häufiger - wenn es denn auf Gegenseitigkeit beruht - im zweiten Fall beschränkt man es halt auf die üblichen Familienrituale. Der dritte Fall (nicht abkönnen) wäre natürlich Pech, aber ich habe eigentlich bisher nie erlebt, dass meine Söhne Menschen zu uns mitgebracht haben, die ich "zum Abgewöhnen" fand.
Eine Erleichterung bei der Versorgung der Söhne erhoffe ich mir von der Schwiegertochter nicht - sie müssen sich seit dem Abi komplett selbst versorgen.

Inaktiver User
07.02.2009, 19:44
Hallo Kupferkanne,
habe deine Probleme schon in dem anderen Strang gelesen und interessiert verfolgt. Hast du es wirklich geschafft, dich von diesem Mann zu trennen? Dann meinen herzlichen Glückwunsch! Ein Mann, der seine Entscheidungen mit über Vierzig von seinen Eltern abhängig macht, hat irgendetwas verpasst. Er hat sich nicht abgenabelt und wird es wohl auch nicht für den Rest seines Lebens. Dein Mann hätte seine Mutter in die Schranken weisen müssen und zeigen, dass er zu dir steht. Dir hätte ein langer Leidensweg mit weiteren Demütigungen und Abwertungen bevor gestanden. Schlecht ging es dir schon, das hätte sich auf Dauer sicher noch gesteigert.

Inaktiver User
08.02.2009, 10:57
Hallo, ich bin 39 und wende mich an euch, bzw. an Mütter von Söhnen, um euch zu bitten mir einige Fragen zu beantworten, oder mir helfen zu verstehen, was ich schwierig finde.

Ist es wirklich sooo schwierig für eine Mutter, wenn der Sohn eine Partnerin in die Familie einbringen will ? Kommt da bei einer Mutter wirklich Eifersucht oder Verlustangst auf ? Ist die Partnerin des Sohnes immer eine Bedrohung ? Oder nimmt man einen Schwiegersohn eher in die Familie auf, als eine Schwiegertochter ?
Wollen Mütter wirklich ihren erwachsenen Söhnen noch die Wäsche machen und sie bekochen ?
Ich frage das alles, weil ich die Erfahrung gemacht habe und weil schlussendlich meine Partnerschaft daran gescheitert ist, dass Mutter und Sohn sich nicht ablösen konnten.

Gibt es auch Mütter, die ihre Schwiegertochter ehrlich mögen ???

Hallo Kupferkanne,

ja manchmal empfinden Muetter eines Sohnes es schon als "Bedrohung"....kommt aber vielleicht auch auf die Generation drauf an.

Ich habe meiner Schwiegermutter auch den "Mann" weg genommen, d.h. wir haben uns kennen gelernt, als zirka ein Jahr zuvor ihr Mann ploetzlich verstorben war und nun ihr Sohn der "Mann im Haus" fuer sie geworden war.
Das ist natuerlich ein Extremfall, war und ist noch schwierig - bei allem Verstaendnis, was ich versucht habe fuer sie aufzubringen.:knatsch:

Ich bin und bleibe der "Stoerfaktor"...fuer sie.

Mein Mann sieht das jedoch ganz anders. Fuer ihn war ich wohl eher der "rettende Engel" - er hat unter der von ihr zugeschobenen Rolle des "Mannersatzes" gelitten, konnte sich aus Anstand und Respekt vor der Mutter aber schwer dagegen wehren.
Als ich in sein Leben trat, hat er sich von ihr zu distanzieren versucht, was ihn harte Kaempfe gekostet hat!

Er war sehr entschieden, je mehr sie versucht hat mich "schlecht zu machen", oder mich ihm auszureden, je sicherer wurde er ihr gegenueber. Sie hat wirklich alle Register gezogen, von Selbstmordandrohung, bis Krankheit.
Es war nicht leicht fuer ihn und auch nicht fuer mich. aber ER hat immer zu mir gehalten. Der Rest seiner uebrigen Familie uebrigens auch.

Wir haben die erste Haelfte unser Ehe allein gelebt. Das war sehr gut und hat sie in ihre Schranken gewiesen.
Nun leben wir (auf meinen Vorschlag) aus verschiedenen Gruenden in einem Haus zusammen.
Das ist nicht immer leicht und ich habe das in gewisserweise bereut.
Nicht meinetwegen, aber fuer meinen Mann.
Sie hat naemlich wieder versucht, den "kleinen Jungen" in ihm anzusprechen, was er ganz und gar nicht mag.
Er ist nun im Konflikt zwischen "Pflichtbewusstsein" und dem Gefuehl nicht geliebt, sondern "beansprucht" zu werden...

Auch ein Sohn kann erkennen, dass die sogannte Mutterliebe mehr mit Egoismus als mit Liebe zu tun hat...

Es ist nicht leicht...aber Schwierigkeiten sind ja da um bewaeltigt zu werden:freches grinsen:

Amorosa

Inaktiver User
28.02.2009, 15:25
ja manchmal empfinden Muetter eines Sohnes es schon als "Bedrohung"....kommt aber vielleicht auch auf die Generation drauf an.

Nee, kommt auf die Schwiegertochter an. :freches grinsen:

Quatsch.
Was ich meine: Wenn die Schwiegertochter so gar nicht zur Schwiegermutter passt, dann präsentiert der Sohn seiner Mutter eben bestimmte Seiten, die Mutter nicht leben kann oder will.

Mein Sohn hatte jetzt lange eine Freundin, die so ganz anders ist als ich. Das ist eine echte Herausforderung für mich gewesen. Ich habe das aber als positiv angesehen. Es fordert mich ja auch in meiner Flexibilität (und vor allem in meinen Schwächen) heraus.

Gleichzeitig ist dies auch ein Hinweis darauf, dass ich eben nichts in der Beziehung zu "bestimmen" habe - sondern ich habe mich anzupassen. Das ist ja etwas ungewohnt nach zwei Jahrzehnten, in denen grundsätzlich ich die Regeln entworfen habe. :blumengabe:

Arak200
28.02.2009, 15:48
Also, ich bin auch eine Schwiegermutter, aber noch eine recht junge Schwiegermutter. Wenn man die Freundin des eigenen Sohnes kennenlernt, ist das schon komisch. Loslassen mußte ich auch erst lernen.Mittlerweile sind sie verheiratet und haben ein Kind. Ich lasse sie ihr eigenes Leben leben und versuche, mich nicht in ihre Angelegenheiten einzumischen. Ich möchte auch nicht, dass meine Schwiegermutter sich in meine Entscheidungen einmischt. Das Verhältnis zu meiner Schwiegermutter war auch nicht immer so leicht.
Unser Sohn wohnt 500 km von uns entfernt ( berufliche Gründe).Wir verstehen uns alle sehr gut. Meine Schwiegertochter ruft oft an und wir können uns über Themnen unterhalten, die sie gerade bewegen. Wenn sie Ratschläge z.B. über Säuglingspflege braucht, versuche ich ihr Antworten darauf zu geben. Ich gebe ihr aber meistens das Gefühl, das ihre Entscheidungen richtig sind und auch wir immer wieder dazulernen müssen. Egal was es ist. :lachen:

Inaktiver User
28.02.2009, 17:36
Ich gebe ihr aber meistens das Gefühl, das ihre Entscheidungen richtig sind und auch wir immer wieder dazulernen müssen. Egal was es ist. :lachen:

:wangenkuss:
Wenn man das eingesehen hat, geht es doch deutlich leichter, finde ich.

Didi50
04.03.2009, 14:24
Ich gebe ihr aber meistens das Gefühl, das ihre Entscheidungen richtig sind ...

Das mach ich auch, auch bei meinen Kindern. Ich versuche ihnen auch zu vermitteln, dass ich ihre Entscheidungen unterstütze. Nur wenn sie ganz konkret um Rat fragen und ich das Gefühl habe, den brauchen sie auch wirklich, dann rede ich ernsthafter mit ihnen.


Ich höre aber durchaus im Kreis gleichaltriger Frauen Bemerkungen wie "die passt gar nicht zu ihm", "die nimmt ihn nur aus", "sie lassen sich gar nicht sagen" ......

Ich finde das absolut ätzend und sage dann meistens ziemlich deutlich, was ich dazu meine.

johannisbeer
05.03.2009, 08:54
Das mach ich auch, auch bei meinen Kindern. Ich versuche ihnen auch zu vermitteln, dass ich ihre Entscheidungen unterstütze. Nur wenn sie ganz konkret um Rat fragen und ich das Gefühl habe, den brauchen sie auch wirklich, dann rede ich ernsthafter mit ihnen.


Ich höre aber durchaus im Kreis gleichaltriger Frauen Bemerkungen wie "die passt gar nicht zu ihm", "die nimmt ihn nur aus", "sie lassen sich gar nicht sagen" ......

Ich finde das absolut ätzend und sage dann meistens ziemlich deutlich, was ich dazu meine.

Genauso handhabe ich das auch, Didi :blumengabe:

Wir empfinden unsere Schwiegertochter (Japanerin) als große Bereicherung für unsere Familie! Wir sind interessiert an ihrer Kultur, an ihrer Familie und an ihrer ganzen Person.

Von Anfang an gingen wir ihr mit großer Offenheit und Wertschätzung auf sie zu. Auch wenn die Verständigung manchmal
schwierig ist, weil ja Englisch für uns alle nicht die Muttersprache ist, haben wir einen sehr guten Draht zueinander! (Ich sagte ihr auch beizeiten, dass, wenn mal was von mir schräg rüberkommen sollte, sie sich um Himmels willen nicht ärgern, sondern das auf meine mangelnden Englischkenntnisse schieben solle, denn ich mag sie wahnsinnig gern und mir liegt es total fern, sie zu ärgern)
Wir skypen alle 14 Tage mit dem jungen Paar (sie leben in Japan) und tauschen uns dann so 1 1/2 - 2 Stunden intensiv aus.

Wir genießen natürlich besonders die Besuche - der letzte war zu Weihnachten: da blieben sie eine Woche. :smile:

Wenn Sohn mal was erzählt, was er von ihrem Verhalten nicht versteht, versuche ich, ihm das Ganze aus Frauensicht zu erklären. Wir sehen Probleme immer als Probleme von dem Paar und empfehlen immer zu reden, zu reden und nochmals zu reden.
(Klar, dass sich die beiden erstmal zusammenraufen müssen, nochdazu weil sie ja aus zwei total verschiedenen Kulturen kommen).

Nach meinen Überlegungen bezüglich gespannten Verhältnissen zu Schwiegertöchtern hat es auch damit zu tun, das verpasst wurde, zum Sohn ein Verhältnis auf erwachsenen Ebene zu schaffen. Da hört
man Verkleinerungen wie 'Kindchen', 'Hase' ....... , die bei einem erwachsenen Kind absolut nichts mehr zu suchen haben! Folge ist auch oft, dass dadurch dem Sohn nicht zugetraut wird, die passende Frau zu finden.

Ich höre wohl auch manchmal die Meinung, dass es in unserem Falle nicht schwer wäre, ein gutes Verhältnis zu Sohn und Schwiegertochter zu pflegen, weil ja die große räumliche Distanz da wäre. Doch meine Entgegnung ist, dass Liebe und Wertschätzung auch auf eine Entfernung von 10.000 km zu spüren sind! :liebe:

Ciao
Johannisbeer

Inaktiver User
05.03.2009, 09:32
Ach wie schön, Johannesbeer, das macht mir Mut.
Sehr spannend der Satz: den (erwachsenen) Kindern zutrauen, dass sie den passenden Partner finden.

TajMahal
05.03.2009, 09:46
Nach meinen Überlegungen bezüglich gespannten Verhältnissen zu Schwiegertöchtern hat es auch damit zu tun, das verpasst wurde, zum Sohn ein Verhältnis auf erwachsenen Ebene zu schaffen. Da hört
man Verkleinerungen wie 'Kindchen', 'Hase' ....... , die bei einem erwachsenen Kind absolut nichts mehr zu suchen haben! Folge ist auch oft, dass dadurch dem Sohn nicht zugetraut wird, die passende Frau zu finden.



Oh oh, zu Töchtingfreund sage ich auch Hase und zu Töchting Mausi :peinlich: :freches grinsen:

Ich nehme die zwei trotzdem als Erwachsene ernst :engel:

Mit viel Glück kommt´s auch irgendwann bei Oma an dass Enkelchen erwachsen ist :freches grinsen:

Vielleicht ist das für Mütter tatsächlich ein Unterschied ob Schwiegertochter oder Schwiegersohn.
Haben Väter eher Schwierigkeiten mit dem Schwiegersohn?

Grüßle
TM

Inaktiver User
07.03.2009, 09:46
@Johannisbeer
Ein schönes posting, das zeigt, dass beide Seiten auf eine reife Art und Weise miteinander umgehen.
In meinem Bekanntenkreis gibt es Schwiegertochter und Schwiegermutter, die absolut nicht miteinander können.
Verfestigte Fronten, die dadurch entstanden, dass beide Frauen an der Fassade der jeweils anderen kratzen, um nur ja Fehler zutage zu fördern.
Mir scheint fast, dass sie einander im Kampf um die Wertschätzung des Sohnes/Partners besiegen wollen.
Wobei er nicht Stellung bezieht, sondern sich geschmeichelt die Klagen mal der und mal der anhört und mit der koketten Verzweiflung des Mannes, der die weiblichen Niederungen nicht durchschaut, spielt.

Brombeerkatze1
07.03.2009, 10:05
Wobei er nicht Stellung bezieht, sondern sich geschmeichelt die Klagen der jeweils anderen anhört und mit der koketten Verzweiflung des Mannes, der die weiblichen Niederungen nicht durchschaut, spielt.

Colonna, ich denke da sprichst du den eigentlichen Knackpunkt an - solange der Sohn klar Stellung bezieht kann man mit der gruseligsten Schwiemu klar kommen (ich weiß wovon ich rede :smirksmile:).
Tut er das allerdings nicht ist meiner Meinung nach Zoff vorprogrammiert...

Inaktiver User
07.03.2009, 10:26
@Brombeerkatze
:smirksmile:
Es ist nicht jede Schwiegermutter gruselig, meine z.B. ist nett, ich mag sie, verstehe mich gut mit ihr und das wird auch so bleiben. Sie hat, als ich als zukünftige Frau ihres Lieblingssohnes auftrat, viel getan, um mir den Eintritt in eine neue Familie zu erleichtern, dabei war ich alles andere als pflegeleicht, aber diese Zeit der Unreife hatte sie wohl schon hinter sich und nahm vermutlich mit einem Augenzwinkern so manchen Ausrutscher meinerseits hin. Heute stehen wir auf dem gleichen Niveau und ich betrachte sie als Gewinn für mich.
Ganz anders meine Mutter, die meinen Schwägerinnen das Leben schwer machte, weshalb, ist in den Tiefen ihrer Persönlichkeit zu ergründen, an meinen Schwägerinnen lag es jedenfalls nicht.

Brombeerkatze1
07.03.2009, 13:15
Meine Schwiegermutter ist sehr schwierig, da der Kontakt aber ziemlich spärlich ist (auch zu ihrem Sohn) spielt das keine so große Rolle..
Ich hätte gerne ein herzlicheres Verhältnis zu ihr, habe mich aber mittlerweile damit arrangiert das wir wohl nicht warm werden..Schwamm drüber.

johannisbeer
07.03.2009, 14:29
@Johannisbeer

Wobei er nicht Stellung bezieht, sondern sich geschmeichelt die Klagen mal der und mal der anhört und mit der koketten Verzweiflung des Mannes, der die weiblichen Niederungen nicht durchschaut, spielt.

'Unterhalten sich zwei Frauen: :'also meine Schwiegermutter ist ein Engel'. 'Hast Du ein Glück, meine lebt noch' :freches grinsen:

Aber Du hast Recht, Colonna, das A & O ist dabei das Verhalten des Sohnes/Ehemannes!

Meine Schwiegermutter war leider auch kein Engel, und ich war nicht die einzige, die unter ihrem Verhalten zu leiden hatte : der anderen Schwiegertochter, also der Frau vom Schwager, hat sie eine Ohrfeige versetzt, bei mir hat sie Rufmord betrieben und den Schwiegersohn bei der Polizei angezeigt, so dass ihm vor der Entbindungsklinik der Führerschein entzogen wurde. Sie war gefürchtet in der ganzen Nachbarschaft und Anzeigen von ihr bei der Polizei waren an der Tagesordnung (auch wenn Hühner aus der Nachbarschaft sich in ihren Garten verlaufen hatten). Könnte echt ein Buch drüber schreiben! Sie war ein Lehrbeispiel für Narzissmus!

Aaaaaber, als GöGa mitkriegte, was da lief, zog er die Konsequenzen und wir zogen aus, hatten auch 14 Jahre keinen Kontakt! (Von manchen Menschen kann man sich nur zurückziehen, sonst geht es auf die Gesundheit).

Dadurch ist auch in mir der feste Vorsatz gereift, mein Verhältnis zu meinen Schwiegerkindern anders zu gestalten.

Stelle immer wieder fest, dass es drei Arten von Verhältnissen zu Schwiegerkindern gibt:
a) ein sehr freundschaftliches und herzliches - man würde auch die Gesellschaft suchen, wenn das eigene Kind nicht mit dem/derjenigen verbunden wäre - das sind Glücksfälle! :blumengabe:
b) ein freundlicher und fairer Umgang - man schätzt sich und tut sich nichts Böses
und c) offene Feindschaft (siehe oben z.B. mein Schwiegertiger!)

Wie schon geschrieben: die Variation a) sind Glücksfälle und selten,
aber daran, dass Variation b) erreicht wird, kann jeder dran arbeiten!
c) ist ein absolutes No-go und für erwachsene Menschen unwürdig!

Ciao, schönes WE :blumengabe:
Johannisbeer

Inaktiver User
08.03.2009, 08:28
...ein entscheidender Knackpunkt, wie eine Mutter eine akzeptable Schwiegermutter sein kann liegt in ihrer klaren Abgrenzung den Kindern gegenüber und deren Übernahme der Selbstverantwortung...

Ich bleibe immer Mutter meiner Kinder, aber sie sind keine Kinder mehr.
Ich habe meine Kinder lieb. Als erwachsene führen wir alle ein selbstverantwortliches Leben, das der andere zu respektieren hat:smile:...

Inaktiver User
08.03.2009, 09:19
Ich bleibe immer Mutter meiner Kinder, aber sie sind keine Kinder mehr.
Ich habe meine Kinder lieb. Als erwachsene führen wir alle ein selbstverantwortliches Leben, das der andere zu respektieren hat

@karline
Das ist auch meine Auffassung, und so handhabt es meine Schwiegermutter, vermutlich mit ein Grund, weshalb wir uns gut verstehen.
Vielleicht aber ist das Gift in so mancher Schwiegermutter/Schwiegertochter-Beziehung auch in einer gewissen Konkurrenz zu sehen.
Früher war's vielleicht das Kochen, das eine oder jede besser zu beherrschen behauptete (um sich selbst zu behaupten), heute mag es der Beruf oder die Kindererziehung sein.
Wahrscheinlich trägt ein gesundes Selbstwertgefühl viel zu einem friedlichen Neben- und Miteinander bei. Aber auch etwas Grips und das Nachdenken darüber, was frau selbst an Streicheleinheiten vergeben kann.

555nase
08.03.2009, 09:30
Ich habe 2 Söhne - 16, 19 - die gerade mit festen Freundinnen anfangen ... eine Schwiegertochter ist also noch nicht in Sicht. Trotzdem merke ich, wie kritisch ich die jungen Frauen beäuge, die sie so mitbringen. Irgendwie bin ich mir dabei selbst fremd, kann es aber auch nicht ändern ... trotzdem kann man sich nicht gegen den Gedanken wehren, ob sie dem Sohn gut tun oder ob sie irgendwelche Eigenschaften haben, die problematisch werden können.

Insgesamt denke ich, dass eine Beziehung zur Schwiegermutter - wie auch zu Schwägerinnen - immer etwas kompliziert und konfliktbeladen ist. Irgendwie spielen da viele emotionale Faktoren ineinander ... und wenn man Pech hat, dann gibt es Stress.

Für meine Schwiegermutter und Schwägerin bin ich Luft. Habe ihren Sohn/Bruder spät kennengelernt - geheiratet - aus deren Heimatstadt weggelockt - und noch dazu mein Brut aufs Auge gedrückt. Nee, das geht nun wirklich nicht.

Allerdings ist es eher eine freundliche Luft - wenn auch merkwürdige Stimmung. Es gab nie Streit. Und zumindest ich habe mich immer korrekt und freundlich verhalten. Trotzdem. Mir wird nicht zum Geburtstag gratuliert ... und an Weihnachten wurde vor meinem Mann ein Geschenkeberg aufgebaut und obwohl sie bei uns zu Besuch waren und ich mir viel Mühe mit Essen usw. gemacht hatte, bekam ich nix, noch nicht mal ein kleines Mitbringsel, Süßigkeit oder Weihnachtsstern.

Mit mir wird auch nicht geredet. Sie reden bei Besuchen zu dritt. Wenn ich was sage, dann wird mir ins Wort gefallen und meist das Thema gewechselt - zumindest wird nie auf das eingegangen, was ich sage. Oder es wird dagegen geredet ("Heute ist schönes Wetter" ... "nein, also das sehe ich aber nicht so - es ist viel zu trocken für die Pflanzen, es müsste endlich mal Regen geben!" ... oder so ähnlich!)

Komisch. Aber böse sind wir uns nicht. Kann es nicht erklären - ist irgendwie so eine subtile Art der Missachtung, die natürlich auch verletzt. Aber mir ist es mittlerweile egal - sie wohnen weit genug weg und wenn ich nicht will, dann muss ich sie das ganze Jahr über nicht sehen. Mein Mann merkt davon natürlich nix bzw. selten was, aber Männern fehlt ja oft ein Gen für zwischenweibliche Schwingungen.

Inaktiver User
08.03.2009, 10:42
Komisch. Aber böse sind wir uns nicht. Kann es nicht erklären - ist irgendwie so eine subtile Art der Missachtung, die natürlich auch verletzt. Aber mir ist es mittlerweile egal - sie wohnen weit genug weg und wenn ich nicht will, dann muss ich sie das ganze Jahr über nicht sehen. Mein Mann merkt davon natürlich nix bzw. selten was, aber Männern fehlt ja oft ein Gen für zwischenweibliche Schwingungen.


@555nase
Ein schlimmes Verhalten deiner angeheirateten Verwandtschaft und gründet wahrscheinlich auf ihren eigenen Problemen, für die sie dich als Sündenbock benutzen.
So etwas kann einem leider überall begegnen, mir einmal in einem Unternehmen, für das ich arbeiten wollte.
Ich durchschaute das Verhalten zum Glück schnell als Betriebskultur und suchte das Weite, was für dich natürlich nur eingeschränkt möglich ist.
Für die boshaften Weiber ist es bestimmt besonders ärgerlich, dass du dich in deiner anscheindend ungetrübten Freundlichkeit nicht einschränken lässt - mein Kompliment dafür :blume:
Was das männliche Gen anbelangt, wäre ich mir da nicht so sicher. Für Männer ist es auch häufig ganz nett, anzunehmen, dass sie selbst in so eine Lage nie kommen könnten und es ausschliesslich am weiblichen Gen liegt.
Wenn du damit leben kannst, ist alles in Ordnung, ansonsten meine ich, dass ein veritabler Streit die Luft vielleicht reinigen würde. Oder ein ernstes Gespräch mit deinem Mann.

johannisbeer
08.03.2009, 10:57
...ein entscheidender Knackpunkt, wie eine Mutter eine akzeptable Schwiegermutter sein kann liegt in ihrer klaren Abgrenzung den Kindern gegenüber und deren Übernahme der Selbstverantwortung...

Ich bleibe immer Mutter meiner Kinder, aber sie sind keine Kinder mehr.
Ich habe meine Kinder lieb. Als erwachsene führen wir alle ein selbstverantwortliches Leben, das der andere zu respektieren hat:smile:...

Und noch was kommt dazu (habe ich immer wieder festgestellt): je enger der Horizont von einer Schwiegermutter war, umso mehr Wert wurde da drauf gelegt und umso mehr wurde die Schwiegertochter da dran gemessen.

Im Falle meiner Schwiegermutter war es das Putzen (habe mal gelesen, dass es bei der Generation 80 +- sehr viele Putzteufel gäbe, da sie das Erlebte (und Erfahrene) aus der Nazizeit wegputzen wollten (so wie bei Vergewaltigungsopfer das Sich-Waschen). Das wurde dann auch als Maß genommen. Es ist völlig verständlich, dass dann die Schwiegertöchter, die auch noch einen Beruf haben und weitere Interessen, nie diese 'hohen Anforderungen' erfüllen können.

Wie sind da Eure Beobachtungen in diesem Punkt?

Ciao
Johannisbeer

Ullalla
08.03.2009, 21:06
... Im Falle meiner Schwiegermutter war es das Putzen... Wie sind da Eure Beobachtungen in diesem Punkt?
Ciao
Johannisbeer

:freches grinsen: Aaalso, da meine erste Schwiegermutter nun auch nicht so eine dolle Hausfrau war, hätte sie mir in dieser Beziehung nichts vorwerfen können. Aber selbst wenn sie Frau Sauberfrau gewesen wäre, dann wäre sie trotzdem nie auf die Idee gekommen, sich in dieser Angelegenheit zu äußern. Meine ersten Schwiegereltern haben sich nämlich nie ungefragt eingemischt. Wir hatten ein wirklich liebevolles und enges -aber nicht einengendes- Verhältnis, und sie haben es sehr bedauert, als mein Ex sich von jetzt auf gleich "umorientierte".

Die Eltern meines jetzigen Mannes lebten glücklicherweise über 700 km entfernt, und richtig kennengelernt -so wie die Eltern meines Ex- habe ich sie eigentlich nicht.
Die Mutter meines Mannes war- sagen wir mal so: nicht sehr intellektuell. Und Putzen war bei ihr sehr wichtig. Und sie war sehr entsetzt, als sie mal hörte, dass ich die Wohnung ihres Sohnes nicht putze! Das Argument, dass mir ja eine eigene Wohnung zum Putzen zur Verfügung stünde und ich einen Vollzeitjob hätte und es keinen Grund gäbe, warum er seine Bude nicht selbst sauberhalten können sollte, wurde von ihr nie anerkannt.

Sie hat immer meiner Vorgängerin nachgetrauert (die sie ja auch nicht besser kannte als mich), weil die erstens das gleiche Sternzeichen wie SchwieMu hatte :zwinker: und zweitens so häuslich war. Mein "nicht-häuslich-sein" wurde irgendwie zum Running Gag in der Familie.

Allerdings war meinem Mann die Meinung seiner Mutter so was von schnurzpiepsegal, und er hat wirklich immer voll hinter mir gestanden.

Als die Demenz meiner SchwieMu stärker wurde, da hat sie völlig vergessen, dass sie mich eigentlich nicht leiden kann, hat immer nette Grüße an mich ausrichten lassen und war am Telefon lieb und freundlich zu mir. Obwohl ich nicht häuslich bin.

Inaktiver User
09.03.2009, 07:41
@karline
Vielleicht aber ist das Gift in so mancher Schwiegermutter/Schwiegertochter-Beziehung auch in einer gewissen Konkurrenz zu sehen.
Wahrscheinlich trägt ein gesundes Selbstwertgefühl viel zu einem friedlichen Neben- und Miteinander bei.


...es ist entscheidend, ohne Vergleich und Wertung zu leben. Es wird immer andere geben, die höher oder tiefer stehen.

Wenn eine Frau bei sich angekommen ist, kann sie ohne Gram und Verlust ihres Selbstbewußtseins gut mit ihrer "anderen" Seiten leben.

Ich komme damit gut klar, dass ich manchmal doof sein kann. Mit der Klarheit, dass es für mich so paßt.

Ich kann damit gut leben, dass mich andere so nicht immer mögen.

Ich bin mir selbst genug. Das ist so - und das ist gut so - für mich... :Sonne:

Alex1000
09.03.2009, 16:19
Also ich war so ein Störfall:-((

Nach 5 Jahen Beziehung ist diese gescheitert. Natürlich war nicht nur die Mutter meines Freundes drann schuld - sondern wir auch, aber Sie hat viel dazu beigetragen.

Alles fing damit an, dass Sie uns unterstützen wollte. Wir beiden arbeiten den ganzen Tag. Ich habe eine Tochter aus 1. Ehe mitgebracht. Also irgendwann kam ich nach der Arbeit nach Hause. Komme in die Wohnung ( Wir wohnten in einem Haus - sie unten wir oben) und wau alles sauber!! Ich meinen Freund abend gelobt und gesagt das ich das total toll fand. Er schaut mich nur mit großen Augen an und sagt: Du Schatz ich war das nicht!!! ????????

Ähh wenn nicht du wer dann. Er meinte nur das seine Mutter ihm mal angeboten hat - das sie uns helfen könnte. Daruf hin meinte er nur klar warum nicht (ich wurde natürlich nicht gefragt).

Ok nach Streit zwischen uns habe ich gesagt OK - wenn Sie das machen möchte bitte.

Es lief ca. 1 woche so. Dann wollte ich einen kuchen backen und konnte meine backsachen nicht finden. Nach Rückfrage bei seiner Mutter: Du hattest ja so eine unordnung in den schränken also habe ich mal aufgeräumt. :grmpf:

Dann hatte sich das mit helfen erledigt.

Ok weiter gehts aber nur noch in Stichpunkten....

Gartenarbeite: Sie liebt Chaos ich eher englischen Rasen.
Müll: Ich trenne - sie nicht.
Lüften: Ich mag frische Luft - sie denkt an die Heizkosten.
Essen: Ich mag es gesund - Sie meint der Junge braucht was anständiges zu essen.
Wäsche: Ich hänge meine sachen immer ohne Wäscheklammern auf - Sie hängt MEINE wäsche dann noch mal neu auf.
Schminken: Ich soll immer hübsch sein für den jungen - ich denke an meine Haut und denke natürlichkeit ist echte schönheit.
Schuhe: Natürlich muss Frau Absätze tragen - ich mag eher flache Schuhe - man ist schneller und kann länger damit laufen.
Deko: Sie stellt alles zu - ich mag es dezent. Wir bekommen zu allen festlichkeiten immer nur deko geschenkt..
Geschenke: Ich äußere meine Wünsche: Sie kauft das was sie für richtig hält: Turban damit die haare besser trocknen, Wäschenetz, Glasschüsseln /tupper mag sie nicht, Socken in Orange (ich trage nur schwarze socken), Rosenduftschaumbad (der geruch ätzend), Blumen (ich mag nur Palmen in der Wohnung), Klamotten (sie 65 ich 33 - noch fragen??))
Einkaufen: Alles was der Sohn braucht - nur das was wir wirklich brauchen und wozu das geld reicht.
Gartenarbeit: Ich soll Umkraut zupfen, ok helfe mit ---- ahh sie schreit mich an: nicht die Blumen unkraut?? Für mich ist das auch Unkraut-- Ich hasse gartenarbeit - helfe lieber mit beim Holzsägen^^.
Tiere: Ich verwöhne meine Katzen - Sie Liebt IHR abgöttisch kann es nicht verstehen wenn ich Ihre Katzen beim Essen nicht auf dem Schoß haben will...
Ihr Sohn hier, Ihr Sohn da. Immer nur Sohn magst du , kanns du - nicht könnt Ihr. Ich war nur eine person am rande aber nicht Familienmitglied.

OK nun noch was positives:

Wir beide mögen Fußball - der Sohn nicht.
Wir trinken gerne mal ein glas wein - der sohn nicht.

oje ich glaube das war es schon.

Aber Ok. Also viele der o.g. gründen hat dazu geführt das mein EX - Freund und ich uns immer öffter gestritten haben. Und es irgendwann mal explodiert ist. Wir passen einfach nicht zusammen.

1. Andere Vorstellung vom Leben
2. ich will nur weiter mit Ihm wohnen ohne seine Mutter - er nicht.

OK. Also ich habe zum Ende der beziehung die Mutter meines EX - Freundes gehasst:-(((((

Ich weiß auch ich bin nicht leicht - aber das ging mir auf dauer doch zu weit. Mir fällt bestimmt noch mehr ein - wenn ich weiter überlegt..

johannisbeer
09.03.2009, 20:15
@Alex, ich denke, Du hast Dir sehr viel erspart, dadurch dass die Beziehung auseinander ging :blumengabe: (denn anscheinend hast Du ja auch die nötige Loyalität von Deinem Freund vermisst!)

@Karline, hast Du die Einstellung schon immer gehabt? (Schon als Schwiegertochter?) Hast Du jetzt selbst Schwiegertöchter?

@Colonna, ich greife nochmal den Gedanken mit der Konkurrenz auf:
w e n n Schwiegertochter und Schwiegermutter miteinander konkurrieren, sind es meistens für sie sehr persönliche Gebiete - Haushalt, Erziehung und Aussehen. Und da sind die Menschen meistens sehr sensibel. Eine Story am Rande: bei einer sehr guten Freundin meinte die Schwiegermutter am Tage nach der Entbindung, s i e hätte gleich am nächsten Tag wieder das alte Gewicht gehabt. :zwinker: (Wohlgemerkt trägt Freundin Größe 36!) Wie kann man nur so ein emotionaler Dampfhammer sein?

Ich finde es einen Schmarrn, dass innerhalb einer Familie überhaupt in Konkurrenz getreten werden muss (habe auch mit meinem Schwiegertiger nicht konkurriert :smile: - aber das Thema war ja nicht die Reaktion auf so ein abwertendes Verhalten, sondern ob Schwiegertochter überhaupt ein Störfall sein muss)

Für mich ist Familie (und da gehören selbstverständlich auch unsere Schwiegerkinder dazu) ein Ort des Wohlfühlens! Es gibt so viel, auf das man keinen Einfluss hat (z.B. Krankheit), was auf einen einstürmen kann, muss man sich gegenseitig auch noch das Leben zur Hölle machen?

Ciao
Johannisbeer

Inaktiver User
09.03.2009, 23:11
Für mich ist Familie (und da gehören selbstverständlich auch unsere Schwiegerkinder dazu) ein Ort des Wohlfühlens! Es gibt so viel, auf das man keinen Einfluss hat (z.B. Krankheit), was auf einen einstürmen kann, muss man sich gegenseitig auch noch das Leben zur Hölle machen?


Eine Frage, liebe Johannisbeer, die wohl jeder/jede überzeugt mit "Nein" beantworten wird und doch und doch ....
Vermutlich hat gutes Einvernehmen mit Reife, mit Selbsterkenntnis, mit Zufriedenheit zu tun.
Meine Schwiegermutter hat ganz zu Beginn meiner Beziehung zu meinem späteren Mann und meinem baldigen Ex gesagt:"Wie nett, dass du da bist, endlich habe ich eine Tochter!" Der Satz beschreibt sie doch gut, nicht wahr?
Und wie meine Freundin, die auch das Glück einer sympathischen Schweigermutter geniesst, sagt:"Ohne sie wäre ich gar nicht mehr mit ihrem Sohn verheiratet.", so sage ich "Ohne sie wäre ich nicht so lange verheiratet gelieben!" :smirksmile: