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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Straßenerneuerung - nach welchen Kriterien?



Inaktiver User
25.01.2009, 01:22
Wann werden eigentlich Straßen neu asphaltiert und nach welchen Kriterien? Googeln war bei mir nicht erfolgreich, daher bitte ich um Mithilfe.
Die Straße vor meiner neuen Wohnung (Sackgasse) ist eine Katastrophe, ein reiner Flickenteppich. Gleiches gilt für den Bordsteig, gestern Abend bin ich sogar gestolpert, weil er völlig uneben ist, Risse hat und nach wie vor aus der Entstehungszeit (50er) stammt. Die Nachbarstraßen sind völlig in Ordnung, nur unsere Straße ist eine Katastrophe.
Weiß jemand Rat?

Opelius
25.01.2009, 07:53
Jede Gemeinde hat einen Prioritätenplan zum Straßenausbau. Das kann jeder Bürger/Bürgerin in der Gemeindeverwaltung einsehen. Vorrang haben immer Straßenerneuerungen, für die es Zuschüsse vom Land oder Bund gibt, weil es Geld spart.

Es ist sinnvoll, dass sich Anlieger einer Straße zusammentun und beim Bürgermeister eine gemeinsamen Antrag auf Straßeninstandsetzung zu stellen. Bei uns hatte das nach 30 Jahren sogar Erfolg. Die anschließende Rechnung auf Beiteiligung an den Straßenbaumaßnahmen fanden alle nicht sehr erfreulich.

In diesem Jahr werden wohl in unserer Gemeinde alle Etatmittel dafür verbraucht, um die Frostschäden auf den Durchgangsstraßen zu beseitigen. Da werden die ursprünglichen Planungen auf die nächsten Jahre verschoben.

Inaktiver User
25.01.2009, 09:11
Da es sich um eine Sackgasse handelt, dürfte es eine gemeindeeigene Straße sein, keine Kreis-, Landes- oder Bundesstraße, für die deine Stadt nicht zuständig wäre.

Wende dich an ein Mitglied des Gemeinderats/der Stadtverordneten aus deinem Ortsteil, dem du zutraust, sich drum zu kümmern. Es gibt in jedem Etat einen Posten für Straßeninstandhaltung/-setzung, und oft werden gegen Ende des Jahres übriggebliebene Gelder aus dem alten Etat noch verwendet, um kurzfristige Maßnahmen durchzuführen. Aber es muss beantragt und ordnungsgemäß verabschiedet werden, deswegen muss es eine Fraktion einbringen. Die Anlieger müssen vorab informiert werden, auch welche Kosten auf sie zu kommen, es sei denn, es handelt sich um geringfügige witterungsbedingte Ausbesserungsarbeiten.

Inaktiver User
25.01.2009, 10:15
Man sollte aber nicht vergessen, dass für Straßen, die offiziell nicht komplett ausgebaut sind, für die also in der Vergangenheit keine Straßenbaukosten an die Gemeinde abgeführt worden sind, ggf. auf Kosten der Anlieger (also direkt der Eigentümer und u.U. als Konsequenz auch der Mieter).

Also nicht vergessen: Straßenausbau (und in einigen Gemeinden auch die Reparatur) kostet das Geld der Anlieger.

Ich stehe gerade in der Diskussion zu dem Ausbau einer Straße in Hamburg, wo die Kosten in einer geschätzten Höhe von € 20 - 30 pro qm Grundstücksfläche auf die Anlieger umgelegt werden sollen.

Grundsätzlich sind von diesen Kosten 11% auf die Jahresmiete umzulegen ....


Also, nicht nur nachfragen, wer für den Ausbau, sondern auch, wer für die Bezahlung verantwortlich ist!

Inaktiver User
25.01.2009, 23:27
Vielen Dank für eure Informationen.
Von einer Zuzahlung bin ich auch ausgegangen, aber die Höhe, die djgm01 hier angibt, ist ja ganz schön happig und da wird sich kein Vermieter ins Zeug legen.
@ Opelius: Wie hoch war bei euch die Zuzahlung?

Inaktiver User
26.01.2009, 10:10
Der Grundsatz in Hamburg ist, dass im Falle von Wohnstraßen (also ohne viel Durchgangsverkehr) die Standardkosten für den Straßenausbau (ca. € 1500 pro Meter) zu 90 % auf die Fläche der anliegenden Grundstücke verteilt werden.

Aber die Regeln unterscheiden sich von Gemeinde zu Gemeinde.

Opelius
26.01.2009, 10:11
@ Opelius: Wie hoch war bei euch die Zuzahlung?

2500 € für ein Einfamilienhaus