PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Entscheidungsangst und -druck vor hausverkauf



twix25
24.01.2009, 12:29
hallo ihr

ich schiebe seit jahren die entscheidung vor mir her, mein haus zu behalten oder zu verkaufen.....hab superviel schlaflose nächte deswegen-alle jahre wieder im frühjahr die panik, WENN dann jetzt....etc..

bin ich mit dem thema hier richtig?

gruß
twix

Inaktiver User
24.01.2009, 12:39
hallo ihr

ich schiebe seit jahren die entscheidung vor mir her, mein haus zu behalten oder zu verkaufen.....hab superviel schlaflose nächte deswegen-alle jahre wieder im frühjahr die panik, WENN dann jetzt....etc..

bin ich mit dem thema hier richtig?

gruß
twix

Das Thema interessiert mich sehr. Aber um inhaltlich etwas sagen zu können müssten wir wissen, aus welcher Situation heraus Du vor diese Entscheidung gestellt bist. Bin gespannt!

twix25
24.01.2009, 12:57
alsoo....ich versuchs mal kurz.....:-)

altes haus zu ehe/kleinkinderzeit gekauft
superviel renoviert
nach scheidung behalten
trotz zieml. geldnot und überforderung m. instandhaltung häng ich dran
mein erstes gefühltes zuhause
haus ist NOCH im sehr guten renorvierungzustand
wird nat. weniger.....heizung, fenster..etc.. sind jahr dann auch maal wieder irgendwann "dran"
wenn ein kind bald auszieht, gehts finanz. garnicht mehr
ein kind bleibt mir dann noch hier
könnte ev untervermieten....wird aber dann sehr eng

meine angst ist, kein neues gefühltes zuhause zu finden
in ner wohnung gestört zu werden-bin geräuschempfindlich
mein zuhause ist auch an mediteranes gebunden-frage ob ich dies so in ner wohnung hinbekomme
WENN ich es verkauft habe, gibt es keinen weg zurück

haus empfinde ich als einzige supersicherheit im leben....alles andere kann sich verändern ( kennt ihr in dem zusammenhang "vom winde verweht??)

der gezielte erlös des hause erlaubt mir beruflich weniger zu arbeiten
es liegt sehr dezentral und die fahrerei nervt immer mehr
urlaube, essen gehen .....bin da sehr sparsam, aber würd es schon gern mal wieder genießen

allerdings ......hätte ich dann bargeld und müßte dann für m. sehr alte mutter ein ev. pflegeheim mitbezahlen-was wir BEIDE nicht wollen.

alle freunde/fremden empfinden das haus als total passend
aber es könne schlicht auch einfach sein, dass die zeit abgelaufen ist-was neues dran ist

die finanzierung läuft im sommer aus-das erhöht den diesjährigen druck!!!!!!

ich mach listen und listen..für und wider-seit jahren
jeder der oben aufgeführten sätze ist gefühlt "GAANZ WICHTIG"
und es dreht und dreht sich in meinem kopf

das problem ist erstmal die frage WIE komm ich zu ner entscheidung??

wer mich da weiterbringt......weia ich würd gern ne belohnung aussetzen:-(

Inaktiver User
24.01.2009, 13:27
trotz zieml. geldnot und überforderung m. instandhaltung häng ich dran (...) haus ist NOCH im sehr guten renorvierungzustand
wird nat. weniger.....heizung, fenster..etc.. sind jahr dann auch maal wieder irgendwann "dran"

Aus meiner Sicht stellt sich zunächst die Frage, ob du es dir realistischerweise auf die dauer leisten kannst, das Haus zu behalten - wenn du zu notwendigen Einschränkungen in anderen Bereichen bereit bist. Wenn Du diese Frage verneinen musst, dann ist die Entscheidung eigentlich ohnehin klar - du musst verkaufen. Es bleibt nur die Frage, wie schnell Du verkaufst, d.h. ob Du darauf setzt, dass die Immobilienpreise sich in nächster Zukunft verbessern oder verschlechtern.

Wenn Du es dir grundsätzlich leisten könntest, dann musst du unbedingt Prioritäten setzen. Also: Ist dir das Haus so wichtig, dass du dich bei Reisen, dem kleinen Alltagsluxus oder.... einzuschränken bereit bist. Ob du außerdem bereit ist, Dich mit Untermietern abzufinden, ob Du Dir vorstellen kannst, in diesem Haus eine Art Hausgemeinschaft mit anderen Menschen, die zu Dir passen, zu etablieren.

Ob Du ein anderes gefühltes Zuhause finden wirst - das kann dir niemand vorhersagen. Die ERfahrungen anderer zählen da nicht viel. Was die Lärmempfindlichkeit betrifft: Da kann man durch sorgfältige Wohnungssuche vorbeugen.

Nochmals: Kläre zuerst, ob Du überhaupt eine Wahl zwischen Verkauf und Behalten hast und wenn nicht, dann musst du versuchen, aus dem Verkauf das Beste zu machen. Wenn du dir an dieser Stelle etwas vormachst, wirst du wahrscheinlich mit ewigen sorgen leben - trägt entschieden nicht zur Lebensqualität bei.

Wenn Du aber die Wahl hast, dann könntest Du Listen aufstellen (was gewinne/was verliere ich durch das Behalten des Hauses) und dir eine befristete Bedenkzeit setzen. Danach sollte dann aber eine Entscheidung fallen - das Leben ist zu kurz, um es sich mit selbstquälerischem Hin und Her zu vermiesen.

Noch ein Tipp: Wie wäre es, wenn du dich mal ganz konkret mit Alternativen auseinandersetzen würdest (z.B. konkrete Wohnungen anschauen: mit Garten, ohne Garten, Lofts, Maisonettes) - vielleicht verliebst Du Dich ja in eine andere Wohnform.

Inaktiver User
24.01.2009, 13:44
wenn ein kind bald auszieht, gehts finanz. garnicht mehr

Inwieweit hängt denn die finanzielle Situation mit diesem Kind zusammen? Zahlt es Miete an dich? Wenn es nicht mehr im Haus wohnt, hast du doch auch weniger Kosten am Bein? Weniger Strom, weniger Wasser, weniger Müllgebühren...



meine angst ist, kein neues gefühltes zuhause zu finden
in ner wohnung gestört zu werden-bin geräuschempfindlich
mein zuhause ist auch an mediteranes gebunden-frage ob ich dies so in ner wohnung hinbekomme
WENN ich es verkauft habe, gibt es keinen weg zurück

Das ist ein Aspekt, den du dir sehr gut überlegen solltest. Ich bin vor 7 Jahren bei der Trennung von meinem Mann aus einem Haus in eine Mietwohnung gezogen und habe mich fast 4 Jahre trotz aller positiven Aspekte unwohl gefühlt mit dieser Situation. Vor 3 Jahren bin ich in ein eigenes kleines Häuschen gezogen, und seitdem habe ich das Gefühl, "angekommen" zu sein.


haus empfinde ich als einzige supersicherheit im leben....alles andere kann sich verändern ( kennt ihr in dem zusammenhang "vom winde verweht??)

Ich weiß nicht, inwieweit das bei dir eine Rolle spielt, aber mein Gedanke war auch, dass ich etwas Zukunftssicheres habe; nicht nur für mich, sondern auch für meine Kinder. Sicher, ich hätte mir von dem Geld auch gerne das Eine oder Andere geleistet, aber dann wäre es weg gewesen, und ich hätte weiter mein Leben lang Miete gezahlt. So wird mein Häuschen irgendwann abbezahlt sein, wird mein Eigentum sein, das ich meinen Kindern vererben kann.


allerdings ......hätte ich dann bargeld und müßte dann für m. sehr alte mutter ein ev. pflegeheim mitbezahlen-was wir BEIDE nicht wollen.

Meine Mutter kam im Dezember 2005 in ein Pflegeheim - drei Tage, nachdem ich mein Haus bezogen hatte, was zum Kaufzeitpunkt nicht abzusehen gewesen war. Ich bin kein Mensch, der sich vor Verpflichtungen drückt, aber genau aus dem Gesichtspunkt, dass ich mein Geld gerne meinen Kindern geben würde und nicht innerhalb der zwei Jahre, die meiner Mutter noch vergönnt waren, sich in Luft auflösen lassen wollte, war ich froh, dass dieses Geld keinem Zugriff ausgesetzt war.


die finanzierung läuft im sommer aus-das erhöht den diesjährigen druck!!!!!!

Dann weißt du ja, wieviel du noch weiterfinanzieren musst. Und die Zinsen sind so niedrig wie nie...


ich mach listen und listen..für und wider-seit jahren
jeder der oben aufgeführten sätze ist gefühlt "GAANZ WICHTIG"
und es dreht und dreht sich in meinem kopf

Ich lächle zwar oft über solche Ansätze, aber in diesem Fall würde ich dir sogar selbst mal raten:

schau mal auf dich, wo du dich in 5 oder 10 Jahren siehst. Keine kurzfristige Sicht, sondern mittelfristig. Bist du jung und aktiv genug, das Haus allein zu schultern, wenn beide Kinder aus dem Haus sind?

Gibt es vielleicht eine dritte Möglichkeit, alternativ zu Miete und Haus behalten? Was weiß ich, vielleicht in die Toscana auswandern? :smirksmile:

twix25
24.01.2009, 14:13
danke ihr beiden:-)

ja, grundsätzlich könnte ich es mir leisten, es zu behalten!
das macht eigentlich den hauptstress-ICH muß (darf??) entscheiden!

bei auszug der tochter fallen 700 euro weg....(Kg, unterhalt, sonstiges...)

wie gesagt, sowohl der verkaf als auch das behalten hat Für und Wider

dazu noch die niedrigen zinsen....uuaahhh
ich habe bereits vor jahren ein unschöne wohnsituation erlebt

@joanna

vom bargelderlös können sie bezügl der mutter geld nehmen, oder!?
mein nettoeinkkommen liegt bei ca. 1300€ ansonsten

das mit den zukunftsgedanken-wo ich mich sehe, lass ich mal sacken(glaube aber nicht mehr in dem haus)
ist eher die angst mich zukünftig nicht wohl zu fühlen
und wenn ich jemanden an meiner seite hätte, der sich mit um verkauf und neufindung kümmerte, wär mir wohler

sorry...muß grad weg--meld mich später

Inaktiver User
24.01.2009, 14:35
bei auszug der tochter fallen 700 euro weg....(Kg, unterhalt, sonstiges...)

Wie ich schon schrieb: es fallen auch Kosten weg. Wenn du 700 Euro für sie veranschlagst, dann wirst du wohl bisher alles für sie bezahlt haben, Essen, Kleidung etc.? Rechne mal aus, was du allein für ihren Anteil monatlich bezahlst, mit Verpflegung, laufenden Kosten im Haus u.ä. Und warum würde sie denn ausziehen? Wegen Studium? Dann soll sie ihren Studienort als Zweitwohnsitz anmelden, dann ist ihr Hauptlebensmittelpunkt immer noch bei dir, und du bekommst weiterhin das Kindergeld.


vom bargelderlös können sie bezügl der mutter geld nehmen, oder!?
mein nettoeinkkommen liegt bei ca. 1300€ ansonsten

Dein Bargeld bzw. Vermögen wird genauso zur Berechnung herangezogen wie z.B. für Hartz IV. Und das kann dann verdammt schnell in horrende Pflegekosten usw. geflossen sein, da hast du nur einen Eigenbehalt als Zukunftssicherung, genaue Höhe weiß ich allerdings nicht.
Und vor allem: wenn du Belastungen auf dem Haus hast, kannst du die ebenso angeben bei der Berechnung wie Grundsteuer, Heizölkauf und dergleichen.


und wenn ich jemanden an meiner seite hätte, der sich mit um verkauf und neufindung kümmerte, wär mir wohler



Sorry, da bin ich ganz und gar nicht auf deiner Seite. Mag zwar sein, dass du das so empfindest, aber das sollte deine ureigene Entscheidung sein, in die dir keiner reinredet, und ich persönlich fände es an deiner Stelle gut, dass da niemand ist, der Einfluss zu nehmen versucht.
Als ich mein Haus kaufte, war ich in einer Beziehung, habe aber alle Entscheidungen völlig allein getroffen - und das war gut so. Als dann nämlich die Beziehung zerbrach, konnte ich mir absolut sicher sein, die richtige Entscheidung ganz aus mir selbst getroffen zu haben, und es gab nichts zu bereuen oder zu revidieren.

twix25
24.01.2009, 15:39
macht es sinn, es im frühling (wie es in jeder hinsicht passend wär vom zeitpunkt) einfach mal ins netz zum verkauf zu setzen????

wenn ich dann den gewünschten preis bekommen würde, könnte ich es auch eher loslassen-wenn nicht, MUß ich ja nicht verkaufen

würde es auf garkeinen fall UNTER preis verkaufen!!!!

WENN es einen käufer gäbe, bin/wäre ich gut in der zeit, was den auszug meiner tochter angeht...und auch was die anschlussfinanzierung (oder dann aber eben nicht) betrifft!

hätte dann ja auch bisschen luft um mir bis zum auszug aus dem haus ne wohnung zu suchen und in ruhe alles an hausrat auszumisten

Karla48
24.01.2009, 18:13
Vielleicht wäre ja von dem Erlös ein anderes, kleineres Haus drin?
Ich finde den Tipp gut, einfach mal zu schauen, was auf dem Markt ist, und gleichzeitig zu schauen, welchen Preis man für das Haus überhaupt erzielen kann. Auch ein Makler kann ggfs beide Fliegen mit einer Klappe schlagen. Einfach mal anrufen, Termin vereinbaren, und sich beraten lassen.

Die negativen Aspekte einer Wohnung kann ich vollkommen nachvollziehen. Und ich finde auch nicht, wie oben gesagt wurde, daß man da mit einer guten vorab-Recherche vorbauen kann. Mieter in der Nachbarschaft können sich ruckzuck ändern, auch Eigentumswohnungs-Besitzer. Dann hat man erst richtig nette, ruhige Leute - und dann geht das Theater los. Da gibt es keine Sicherheit. Keine, so wie Du sie jetzt hast.

Einen Rückzugspunkt zu haben, wo einem keiner reinredet, finde ich sehr wichtig. Du offenbar auch. Darauf würde ich auch hören, überhaupt: Der Bauch. Sehr wichtig! Den darf man nicht überhören, aufgrund von finanziellen oder sonstwie sachlichen Entscheidungen. Ruhe und Ungestörtheit und die Freiheit von wie auch immer gearteten Belästigungen ist heutzutage Luxus, und hat demzufolge auch ihren Preis.

Könnte man Dein Haus evtl. umbauen, so daß Du problemlos eine kleine Wohnung vermieten könntest, also weiterhin "abgeschlossen" leben könntest? Wäre es Dir möglich, dafür einen Kredit zu bekommen? Bei einem guten Konzept müßte die Bank da doch eigentlich mitziehen?

LG Karla

AIDA
25.01.2009, 08:37
Das ist auch eine schwierige Entscheidung. Ich habe unser Elternhaus im letzten Jahr Februar verkauft. Vorneweg: bereut habe ich es nie. Ich wohnte dort mit meinem Freund und Tochter, Einliegerwohnung war vermietet. Nach der Trennung von meinem Freund haben mich die Unkosten, der Garten, die Größe des Hauses stark belastet. Ausserdem hätte ich viele €`s reinstecken müssen, um mich wohler zu fühlen.Und ich hatte Bedenken und Ängste vor dem Hausverkauf(unter Preisverkauf oder juristische Bedenken in jeglicher Form......) So überließ ich es einem renom.Immobilienmakler und binnen 2 Monaten nach nur 3 Interessenten wurde ich das Haus los.Der Klotz war erst einmal weg, trotzdem hin ich emotional daran.Von dem Geld habe ich mir eine Eigentumswohnung gekauft, übriggeblieben ist nichts mehr, da ich auch noch Geschwister habe. Jetzt sind die Kosten überschaubar, die Wohnung ist schnell geputzt.Im nachhinein kamen auch Vorwürfe, dass der Keller feucht gewesen sei und das Haus doch sehr stark renovierungsbedürftig gewesen sei...
Naja, das einzige, was ich jetzt bereue : ich hätte nicht so schnell die ETW kaufen sollen, die Preise fallen immer mehr und irgendwie bin ich auch gebunden. Stadtwechsel oder Landeswechsel sind jetzt nicht mehr so einfach, ich müsste somit vermieten und das ist auch nicht einfach..

Die Entscheidung, das Haus zu verkaufen, war aber überwiegend eine Kopfsache. Fahre ich gelentlich noch einmal zur alten Adresse tut es mir aber nicht einmal weh.

Ich wünsche dir bei allen Überlegungen viel Glück!!!

Ebayfan
25.01.2009, 11:56
Ich würde es jetzt nicht verkaufen und zwar aus folgenden Gründen:

Die Zinsen sind momentan ziemlich niedrig.

Durch die Finanzkrise sind Häuser nicht gerade im Wert gestiegen.

Die Gefahr, dass das Sozialamt wegen der Heimkosten der Mutter etwas abbekommt, wäre mir zu groß.

Es ist das Elternhaus Deiner Kinder.

Achte lieber darauf, dass es gut gepflegt wird und dass Du Kleinreparaturen rechtzeitig veranlasst, damit es nicht zu größeren Folgeschäden kommt. Nutze die niedrigen Zinsen und wähle eine längere Vertragslaufzeit.

Überlege, ob es möglich ist, durch die Absenkung der Raumtemperatur etwas Geld zu sparen. Abgesehen davon findest Du hier im Sparforum viele gute Tipps um relativ schmerzfrei Geld zu sparen.

Du hast ein Zuhause, in dem Du Dich wohlfühlst und in dem Du frei schalten und walten kannst und Du keine Miete bezahlen musst. Das ist viel wert. Mehr wert als mal 2 Wochen Urlaub im Jahr.

Was sagen eigentlich Deine Kinder dazu? Hängen sie an ihrem Elternhaus oder ist es ihnen egal?

Inaktiver User
25.01.2009, 13:18
Es ist das Elternhaus Deiner Kinder.

Was sagen eigentlich Deine Kinder dazu? Hängen sie an ihrem Elternhaus oder ist es ihnen egal?

Moment mal: Sollen sich Eltern, die viele Jahre lang ihr Leben weitgehend auf das Wohl ihrer Kinder abgestimmt haben, sich auch nach dem Ende der Kinderphase weiterhin einschränken, weil die erwachsenen Kinder meinen, sie hingen an ihrem Elternhaus????

Ebayfan
25.01.2009, 13:31
Moment mal: Sollen sich Eltern, die viele Jahre lang ihr Leben weitgehend auf das Wohl ihrer Kinder abgestimmt haben, sich auch nach dem Ende der Kinderphase weiterhin einschränken, weil die erwachsenen Kinder meinen, sie hingen an ihrem Elternhaus????

Was heißt sollen? Erwachsene Kinder, deren Herz am Elternhaus liegt, könnten u.U. auch einen Beitrag dazu leisten, damit das Haus in der Familie bleibt. Oder sogar das Haus der Mutter abkaufen. Evtl. in Raten.

Spätestens wenn man Kinder bekommt, gründet man eine Familie. Und in einer Familie sollten doch erst mal alle Mitglieder gefragt werden, bevor Entscheidungen getroffen werden, die alle betrifft.

Mal ganz abgesehen davon: Kinder sind beim Immoblilienkauf immer mitbetroffen. Einschränkungen zugunsten eines Hauskaufs betreffen auch immer die Kinder. Sie verzichten doch genauso auf den Urlaub o.ä. Dinge wie die Eltern. Deshalb wird so ein Haus auch oft als "unser Haus" bezeichnet, auch wenn die Kinder nicht im Grundbuch stehen.

Ich habe selbst als Kind auch beim Hausbau mitgeholfen und mich einschränken müssen, weil es anders nicht ging. Hätten meine Eltern es dann irgendwann vertickt und das Geld verjubelt, hätte ich das nicht lustig gefunden. Wir hatten es gemeinsam gebaut und dafür gespart. Jeder hat das beigetragen, wozu er in der Lage war. Meine Freundinnen, deren Familien eigentlich über weniger Einkommen verfügten, sind in den Ferien im Urlaub gewesen und ich in der Stadtranderholung. Damit der Hausbau überhaupt möglich war...

Jetzt, nach dem Tod meiner Eltern, ist es übrigens meins - allerdings auch an vielen Stellen reparaturbedürftig. Aber das macht nichts. Das schaffe ich schon.:smile: Ein Verkauf steht aber überhaupt nicht zur Diskussion.

Inaktiver User
25.01.2009, 13:46
[QUOTE=Ebayfan;5349262]
Erwachsene Kinder, deren Herz am Elternhaus liegt, könnten u.U. auch einen Beitrag dazu leisten, damit das Haus in der Familie bleibt. Oder sogar das Haus der Mutter abkaufen. Evtl. in Raten.

Klar, ich würde natürlich auh erst die Kinder fragen, ob sie mir abkaufen wollen - ist aber bei Kindern, die vielleicht gerade erst mit dem Beruf angefangen haben, nicht sehr wahrscheinlich. Und außerdem: Sollen sie es abkaufen ohne selbst darin wohnen zu wollen?


Spätestens wenn man Kinder bekommt, gründet man eine Familie. Und in einer Familie sollten doch erst mal alle Mitglieder gefragt werden, bevor Entscheidungen getroffen werden, die alle betrifft.

Um ihre Meinung und ihren Rat gefragt, das ja. Aber entscheiden sollte dann doch der, der von der Entscheidung am stärksten betroffen ist, oder?


Mal ganz abgesehen davon: Kinder sind beim Immoblilienkauf immer mitbetroffen. Einschränkungen zugunsten eines Hauskaufs betreffen auch immer die Kinder.

Stimmt, aber die Situation kann man auch anders sehen: Bei uns war es so, dass wir unser Haus gekauft haben, um für die Kinder schöne Wohnverhältnisse zu schaffen. Mein Mann und ich machen uns absolut nichts aus Vorstadtatmosphäre und Gartenarbeit. Entsprechend war für uns der Hausverkauf, als die Kinder aus dem Haus waren, ersehnt und daher die Entscheidung leicht.
Ich verstehe dein Argument mit der Mithilfe beim Hausbau und dem Mittraen der notwendigen finanziellen Belastungen - aber Du hast doch auch in dem Haus gewohnt und daher davon profitiert - oder war das für Dich nicht so?

Nochmals: Wir sind unterschiedlich in der Frage, wie wir uns unsere Wohnung erträumen und wie "bodenständig" wir sind. Mein Argument ist lediglich, dass man vorsichtig sein muss in der Abwägung der Prioritäten - denn auch darin sind wir unterschiedlich.

Inaktiver User
25.01.2009, 13:56
@Twix
Und wenn du versuchst, dein Haus zu vermieten und dir selber etwas kleineres, besser gelegenes mietest?

Ebayfan
25.01.2009, 14:06
Klar, ich würde natürlich auh erst die Kinder fragen, ob sie mir abkaufen wollen - ist aber bei Kindern, die vielleicht gerade erst mit dem Beruf angefangen haben, nicht sehr wahrscheinlich. Und außerdem: Sollen sie es abkaufen ohne selbst darin wohnen zu wollen?

Kinder, die gerade erst mit dem Berufsleben anfangen, wohnen meist noch zuhause. Sie müssen ja nicht gleich das ganze Haus übernehmen, aber könnten vielleicht ein paar Euro vom Azubi-Gehalt beisteuern, um das Haus halten zu können.




Um ihre Meinung und ihren Rat gefragt, das ja. Aber entscheiden sollte dann doch der, der von der Entscheidung am stärksten betroffen ist, oder?

Natürlich! Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass konjunkturbedingt ein Hausverkauf jetzt nicht unbedingt günstig wäre.




Stimmt, aber die Situation kann man auch anders sehen: Bei uns war es so, dass wir unser Haus gekauft haben, um für die Kinder schöne Wohnverhältnisse zu schaffen. Mein Mann und ich machen uns absolut nichts aus Vorstadtatmosphäre und Gartenarbeit. Entsprechend war für uns der Hausverkauf, als die Kinder aus dem Haus waren, ersehnt und daher die Entscheidung leicht.
Ich verstehe dein Argument mit der Mithilfe beim Hausbau und dem Mittraen der notwendigen finanziellen Belastungen - aber Du hast doch auch in dem Haus gewohnt und daher davon profitiert - oder war das für Dich nicht so?

Doch natürlich - auch wenn das Kinderzimmer kleiner als das der Mietwohnung war. Der größte Vorteil für mich waren der Garten und die netteren Nachbarn. Aber darin gewohnt haben wir doch wohl alle.

Aber mal eine andere Frage: Warum bekommt man Kinder, wenn man die Änderung der Situation dadurch als lästig empfindet?:zwinker:


Nochmals: Wir sind unterschiedlich in der Frage, wie wir uns unsere Wohnung erträumen und wie "bodenständig" wir sind. Mein Argument ist lediglich, dass man vorsichtig sein muss in der Abwägung der Prioritäten - denn auch darin sind wir unterschiedlich.

Sicherlich. Aber die TE scheint doch emotional ziemlich am Haus zu hängen. Mir schien es, als wäre es vor allem der Verstand, der zum Verkauf drängt, wogegen der Bauch es lieber behalten will.

Aber selbst Leuten wie Dir würde ich raten, lieber noch 1-2 Jahre abzuwarten. Aber Du hättest so ein Haus sowieso schon verkauft. Vor der Finanzkrise, was durchaus vernünftig gewesen wäre. Wenn man an einem Haus nicht hängt, ist das ja alles kein Problem. Wäre es für die TE auch kein Problem, hätte sie hier aber kaum gepostet.

Noodie
25.01.2009, 15:29
Noch ein Tipp: Wie wäre es, wenn du dich mal ganz konkret mit Alternativen auseinandersetzen würdest (z.B. konkrete Wohnungen anschauen: mit Garten, ohne Garten, Lofts, Maisonettes) - vielleicht verliebst Du Dich ja in eine andere Wohnform.

Ich finde diesen Rat sehr hilfreich. Aus eigener Erfahrung (zwar nicht mit Hausverkauf) fand ich es immer hilfreich wenn ich einfach nur einen Schritt in eine der zur Entscheidung stehenden Richtungen genommen habe, ohne mich festzulegen. Dann ensteht oft schon ein klares "Ja" oder "Nein", entweder ein Gefühl von "Auja, das gefällt mir, in die Richtung will ich weiter" oder "Nein, das fühlt sich nicht richtig an".

Hausverkauf dauert ja heutzutage eh länger (las gerade ein Jahr muss man schon rechnen), daher spricht doch nichts dagegen dich einfach mal umzusehen und dich inspirieren zu lassen.

Inaktiver User
25.01.2009, 22:29
Ebayfan: Natürlich! Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass konjunkturbedingt ein Hausverkauf jetzt nicht unbedingt günstig wäre.

Stimmt. Ob es aber in nächster Zeit besser wird ist auch noch völlig unklar.


Aber mal eine andere Frage: Warum bekommt man Kinder, wenn man die Änderung der Situation dadurch als lästig empfindet?:zwinker:

Zum Beispiel deswegen, weil die Kinder es einem wert sind.


Wenn man an einem Haus nicht hängt, ist das ja alles kein Problem. Wäre es für die TE auch kein Problem, hätte sie hier aber kaum gepostet.

Genau den Eindruck hatte ich auch - und das ist ja auch völlig ok. Aber gepostet hat sie, weil sie sich in ihren Prioritäten nicht klar war. Wäre sie sich sicher gewesen, dass das Haus absolut auf Platz 1 steht, so hätte sie auch nicht zu diesem Thema gepostet.

Ebayfan
26.01.2009, 11:46
Was mich gestern sehr amüsiert hat: Zufällig landete ich beim Zappen bei der Sendung "Wohnen nach Wunsch - das Haus", in der zwei Töchter dafür gesorgt hatten, dass Vox das Haus ihrer Mutter mal so richtig renoviert und neu dekoriert hat.

Im Laufe der Sendung stellte sich heraus, dass das sehr große Haus nach dem Tod des Vaters für die Mutter allein gar nicht zu halten gewesen wäre. Aber die Töchter sind eingezogen oder erst gar nicht ausgezogen und zu dritt schaffen sie es, das Haus zu halten, weil alle daran hängen. Nur für die Renovierung reichte das Geld nicht immer ganz.

Diese drei Frauen haben es also tatsächlich so gemacht: Das Haus war ihnen wichtig, zu dritt schaffen sie das, auch wenn das bedeutet, dass sie sich an anderer Stelle ein wenig einschränken müssen.

Nüchtern betrachtet wäre es vermutlich vernünftiger gewesen, sich von dem Haus zu trennen. Denn die rund 240 qm sind für drei Frauen mit relativ wenig Geld doch ziemlich viel. Aber sie hängen halt daran und jetzt, wo das Haus wieder richtig fein hergerichtet ist, haben sie erst recht ihre Freude darin.

Es gibt also tatsächlich Kinder, die bereit sind, für den Erhalt des Elternhauses einiges zu tun, finanziell, aber auch durch echten Einsatz. So abwegig ist das gar nicht.:blumengabe: Ich fand die beiden richtig klasse und die Mutter war überglücklich.

twix25
26.01.2009, 19:15
wie einige schon schrieben, kommunizieren in mir nicht nur verstand und gefühl......

es gibt viele gefühle, die miteinander "reden" und dazu noch viele rationale "sprecher"...und alle reden manchmal durcheinander.....mal nur die gefühle von für und wider, mal nur der verstand mit allen argumenten und dann wieder lässt keiner den anderen ausreden...,-(

das geht nun schon lange so!

mein gefühl ist halt leider auch nicht mehr 100% davon überzeugt im haus zu bleiben

im grund könnte ich ja bei den günstigen zinsen wirklich noch 3 jahre drin bleiben, bis mein sohn auszieht-bekomm bei einer umfinanzierung, bzw den dann zu zahlenden hypotheken auch nur grad mal mietwohnung für uns beide

AABER ....dann hab ich wieder angst dass der wert des hauses gesunken ist...denn noch ist halt alles gut in schuss
(was mich aber regelmäßig geld kostet und mir zunehmemd auch viel zuviel energie und mich überfordert)

und ein neues kleines häusschen werd ich nicht bekommen-ne eigent.wohnung möchte ich auch nicht!!!

WENN ich verkaufe, möchte ich halt auch frei sein.
das geld soll zur hälfte zur monatl. untersützung für mich sein und der rest als kleiner rentenzuschuss.

ev. werd ichs wirklich mal zur probe ins netz setzen und wenn ich den preis bekomme, ist halt auch was entschieden....-hoffe ich ;-(

lg
twix

Inaktiver User
26.01.2009, 19:22
ev. werd ichs wirklich mal zur probe ins netz setzen und wenn ich den preis bekomme, ist halt auch was entschieden....-hoffe ich ;-(
lg
twix

Damit kannst Du einfach nichts falsch machen. Es ist auf jeden Fall richtig, sich einen Marktüberblick zu verschaffen. Diese Aktion kann sowohl der Vernunft als auch dem Gefühl bei der Entscheidung helfen, glaube ich.

twix25
26.01.2009, 20:06
vielen dank......hat mir gut...freunde kennen es schon und ich dreh mich im kreis.
da wars gut, die stimmen mal objektiv zu lesen......und es hat mich unterstützt, das haus mal als test ins netz zu setzen...und dann.....mal sehen!

falls einer noch ne andere zündende idee hat, gerne:-)))))

lg
twix