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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Krankenkassen schmieren die Ärzte



Inaktiver User
23.01.2009, 12:07
....berichteten gestern mehrere Internet-Zeitungen, wonach Berater der Krankenkassen Ärzte anhalten, möglichst Diagnosen aus einem 80 Krankheiten umfassenden Katalog zu stellen, für die die Kassen aus dem Gesundheitsfond mehr Geld erhalten.
Dafür gibt es für die Dottores 10 Euro!

Dafür wird der Patient, die Berufsehre verraten, denn Patienten werden Medikamente verabreicht, die diese gar nicht brauchen, es werden womöglich Sorgen verursacht, die man sich nicht zu machen bräuchte und all das nur, weil bestimmte Leute geldgeil und rücksichtlos menschenverachtend agieren.

Am besten in Zukunft den Rechtsanwalt mit zum Arzttermin nehmen!!

Lilith
23.01.2009, 12:34
denn Patienten werden Medikamente verabreicht, die diese gar nicht brauchen
In diesem Zusammenhang wohl kaum - schließlich würden die dann wieder das Budget unnötig belasten.

marylin
23.01.2009, 12:52
Ich nehme an, dass die Ärzte angehalten werden sollen, bei jeder Visite des Patienten alle Diagnosen anzugeben. Z. B. wenn ein Patient mit chronisch zu hohem Blutdruck wegen einer Erkältung kommt, soll nicht nur die akute Erkrankung (Erkältung) sondern gleichfalls der Bluthochdruck als Diagnose verschlüsselt werden. Schließlich ist diese Krankheit ja immer präsent, auch wenn der Patient nicht deswegen kommt.

Wird in Krankenhäusern übrigens schon immer so gemacht.

Inaktiver User
23.01.2009, 13:33
Wie Marylin schreibt, ist es ganz klar im Interesse des Patienten, wenn er (und nebenbei auch seine Kasse) auf alle relevanten Krankheitsbilder hingewiesen wird.

Und es ist auch weiterhin von Interesse für den Patienten (und Beitragszahler), dass jede Krankenkasse so viele "chronisch Kranke" in ihren Unterlagen vermerkt hat, wie auch tatsächlich als Mitglieder vorhanden sind.

Denn sonst muss der Beitragszahler möglicherweise unnötigerweise Beitragserhöhungen akzeptieren.

Die Prämie für den Arzt ist ein fairer Ausgleich für die Extraarbeit, die er ggf. bekommt.

Inaktiver User
23.01.2009, 15:08
Sagt´s mal, bin ich im falschen Film oder was???:ooooh:

Um nachzulesen, wovon ich hier rede, gebe ich einen Link an, den ihr euch bitte mal durchlesen solltet, bevor ihr irgendetwas postet:

Gesundheitsfonds: Kassen bezahlen Mediziner für geldbringende Diagnosen (http://wirtschaft.t-online.de/c/17/44/18/52/17441852.html)

Es ist im Zusammenhang mit dem Vorwurf die Rede von "Betrug", "Fehldiagnosen", es steht da etwas von "Patienten kränker machen" (als sie sind), usw.

Es ist doch geradezu lachhaft, hier so zu tun, als geschehe das zum Wohl der Patienten!!:grmpf:

Ich selbst bin Augenoptiker und habe es jeden Tag in Schriftform vorliegen, dieses "Wohl am Patienten"!

Nicht zu fasssen...!

Inaktiver User
23.01.2009, 15:39
1. Ich glaube nicht automatisch, was ich irgendwo lese

2. Ich hoffe, dass in meiner Krankenkasse möglichst alle Mitglieder, die an den entsprechenden Krankheiten leiden, auch der Kasse gegenüber identifiziert werdern, damit der Ausgleich über den Gesundheitsfonds in die richtige Richtung fließt.


Dass es auch Missbrauch geben kann, will ich nicht ausschließen, aber solchen Missbrauch (man nennt es auch Kick-Back) gibt es auch z.B. bei der Lieferung von Arzneimitteln und Hilfsmitteln (auch Brillen!) zwischen Hersteller und Verteiler (Apotheker oder Optiker).

Noch einmal: Was ich in den Berichten lese, ist etwas, woran ich als Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse ausdrücklich interessiert bin!

Inaktiver User
23.01.2009, 17:15
Na, dann braucht man sich ja nicht zu wundern, dass wir da sind wo wir sind.

zu1.)Wenn Sie nicht glauben, was Sie lesen, woher haben Sie denn Ihre Informationen?

zu2.) völliger Humbug

Wenn Sie als gesetzl. Versicherter genau an dem, was Sie lesen (und nicht unbedingt glauben), interessiert sind, dann sind Sie daran interessiert, dass man Sie und die zahlende Gemeinschaft beduppt.

Genial!

Ich staune immer wieder über das geistige Spektrum derer, die heutzutage zur Wahl gehen dürfen.

Wundern Sie sich bitte nicht, wenn Sie Ihr Auto aus der Werkstatt abholen und eine Rechnung über eine ausgetauschten Scheinwerfer bekommen, obwohl nur das Birnchen kaputt war.
Der Ersatzteilhändler hat bestimmt seinen Deal mit dem Autohaus gemacht, wonach sich Scheinwerfer besser rentieren würden...!

:gegen die wand:

GoGoYubari
23.01.2009, 20:15
Bald werden sich die Kassen um die Patienten prügeln, die eine Krankheit haben die richtig Geld bringt. :knatsch:

Sehr traurig.

Als gesetzlich Versicherter ist man wirklich nur Patient 2. Klasse. Das hätte ich echt nicht gedacht. Früher musste ich - gott sei dank - fast nie zum Arzt. Jetzt muss ich leider und bin wirklich erstaunt, dass man so behandelt wird, als würde man den Arzt von der Arbeit abhalten und nerven.
Für eine Erklärung, warum man was hat, ist meist kein Zeit, so muss man sich die Infos aus dem I-net holen.

Inaktiver User
23.01.2009, 20:32
Na, dann braucht man sich ja nicht zu wundern, dass wir da sind wo wir sind.

zu1.)Wenn Sie nicht glauben, was Sie lesen, woher haben Sie denn Ihre Informationen?

zu2.) völliger Humbug

Wenn Sie als gesetzl. Versicherter genau an dem, was Sie lesen (und nicht unbedingt glauben), interessiert sind, dann sind Sie daran interessiert, dass man Sie und die zahlende Gemeinschaft beduppt.

Genial!

Ich staune immer wieder über das geistige Spektrum derer, die heutzutage zur Wahl gehen dürfen.

Wundern Sie sich bitte nicht, wenn Sie Ihr Auto aus der Werkstatt abholen und eine Rechnung über eine ausgetauschten Scheinwerfer bekommen, obwohl nur das Birnchen kaputt war.
Der Ersatzteilhändler hat bestimmt seinen Deal mit dem Autohaus gemacht, wonach sich Scheinwerfer besser rentieren würden...!

:gegen die wand:

Wer selbst kriminell oder asozial denkt, unterstellt dies natürlich gern auch anderen.

Ich gehe davon aus, dass die Kassen genau das tun, was im Rahmen der Gesetze für sie und damit für ihre Mitglieder (= Beitragszahler) richtig ist.

Der Gesundheitsfonds basiert ja gerade darauf, dass jeder Kasse für jeden "chronisch Kranken" ein Ausgleich zusteht.

Also soll jeder chronisch Kranke auch der Kasse gegenüber als solcher ausgewiesen werden!

Das Problem ist, dass nicht jeder Arzt diese Information automatisch weiter leitet!

mkr
26.01.2009, 13:21
Ich gehe davon aus, dass KK`s durchaus daran gelegen ist möglichst viele chronisch Kranke als Mitglieder zu haben.
Das gibt mehr Geld aus dem Gesundheitsfond. Aber auch die Ärzte profitieren davon.
Hier ein ganz interessanter Link *klick* (http://www.stern.de/wirtschaft/finanzen-versicherung/versicherung/:Krankenversicherung-So-Gesundheitsfonds/641011.html)
Die Krankenkassen ,die nur wenige chronisch Kranke als Mitglieder haben, werden irgendwann nicht mehr vorhanden sein.
Der Gesundheitsfond bringt mehr Bürokratie, aber ganz bestimmt keine Verbesserung für die Versicherten. Meine Meinung.

Kreis
26.01.2009, 17:02
Auch ich habe diesen Artikel gelesen und war sehr erschrocken über das Verhalten der Krankenkassen.

Ich finde es schon erschreckend, was so die Krankenkassen treiben.
Und ich denke, es wird in Zukunft nur noch schlimmer.