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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Obama im Amt ... Wie fandet ihr die Feierlichkeiten ???



Blondine
21.01.2009, 08:29
ich denke, gestern haben wir doch wohl fast alle am medialen Großereignis teilgenommen ... haben die Parade gesehen, die Reden gehört, den Amtseid verfolgt, die Gebete, das Essen, den Abflug ...

welche Eindrücke sind Euch geblieben ???
Was fandet ihr gut, was weniger ???
werden wir davon nun einmal unseren Enkeln berichten ... und wenn ja, was ???

ich eröffne hier einfach mal dieses Thema !!!

Gruß, B.

Inaktiver User
21.01.2009, 08:36
Ich fand es in Ordnung, der Hype war nun nicht übermäßig, sprich..ich habe keine Bewußtlosen gesehen :zwinker: Lustig fand ich die Bemerkung, dass bei der letzten Amts (weiter-)führung von Bush nur 250.000 Menschen da waren und davon noch 20.000 Gegendemonstranten.

Die große Menge vor Ort war denk ich eher weniger dem Hype geschuldet sondern vielmehr dem vielleicht einmaligen Moment, einem schwarzen Präsidenten bei der Amtseinführung beizuwohnen. Der Bann scheint zwar gebrochen, aber vielleicht war es doch auf lange Zeit der Einzige. Und das wollten viele, vor allem auch Schwarze, die den Bemerkungen nach einen Großteil der Besucher gestellt haben, einmal miterlebt haben, weil es ein historischer Moment ist. Und wenn doch nochmal ein Schwarzer Präsident wird, waren sie immerhin beim Ersten dabei :zwinker:

Allerdings ist nun seit gestern auch Schluß mit lustig und nun wird er regieren müssen, mit allem was da dran hängt.

Hypathia
21.01.2009, 08:36
Wie ich die feierlichkeiten fand??

internet auf, und sie waren da....
nicht zu übersehen, auf jedem Nachrichtenportal.
gestern Abend: 6 von 10 Schlagzeilen auf der Tagesschau - Startseite betrafen Obama.


Der gute Mann ist noch keine 48 Stunden im Amt, und geht mir schon mit seiner Omnipräsenz auf den Wecker.
Woher kommt es, dass die ganze Welt ihm Wunder zutraut??
Als müsste er nur mal mit den Fingern Schnipsen, um den Treibhauseffekt wegzuzaubern.

Gemessen an seinem Vorgänger wird er sicherlich nach seiner Amtszeit einen Guten eindruck hinterlassen können, aber warum diese "jetzt-wird-alles-besser" - Hysterie??

Inaktiver User
21.01.2009, 08:39
Die Amerikaner haben nach den letzten 8 Jahren wohl sehr guten Grund, überoptimistisch zu sein. Und nicht nur das...sie bekommen auch gleich den ersten schwarzen Präsident. Insofern finde ich das schon in Ordnung und es war gestern nun beileibe nicht übertrieben. Allerdings wird Obama hier und da gewisse blumige Vorstellungen nicht erfüllen können, auch nicht Deutschland gegenüber und deswegen wird der Erwartungsabsturz hier und da etwas größer. Das ist das Einzige was mir Sorgen macht und selbst gestern hat er wieder mit diversen Hinweisen auf schwere Zeiten versucht, die Euphorie zu bremsen.

Susemaurice
21.01.2009, 09:31
Ehrlich gesagt, konnte ich gestern nicht genug davon kriegen, Obamas Rede zu hören usw. Der Mann bewegt, er reißt die Menschen mit, ohne ihnen die schöne heile Welt vorzuspielen. Für mich ist er seit langer Zeit der erste Polikter, dem man glaubt, was er sagt. Ihm kaufe ich das "Ärmel hochkrempeln" ab.

Und ja, Hypathia, ich glaube, er kann die Welt verändern.

Schade nur, dass wir Deutschen nicht unseren eigen Barack Obama haben.

Malina70
21.01.2009, 09:57
Hallo zusammen,

ich habe die Amtseinführung auch gesehen und fand sie schon bewegend. Es hat mir auch gut gefallen, wie zurückgenommen Obama auch in seiner Rede war. Er hätte die Massen leicht pushen können, aber er hat es klugerweise vorgezogen, eine doch eher sachliche Rede zu halten.

Das zeigt ja, dass ihm schon klar ist, welche hohen, wenn nicht unerfüllbaren Erwartungen auf ihm liegen. Und er betont ja auch immer die Mitverantwortung jedes einzelnen.

Er allein wird die Welt sicherlich nicht verändern können. Aber er kann ein Klima schaffen, in dem die Menschen sich selbst was zutrauen und Probleme im Kleinen angehen. Ich glaube, das ist am Ende das wichtigste überhaupt. Wenn ich jedem Menschen das Gefühl vermittele, es kommt auf seinen Beitrag an, dann kann daraus eine große Veränderungskraft entstehen, davon bin ich fest überzeugt.

Und ich glaube, genau dafür braucht man charismatische Führungspersönlichkeiten, die es schaffen, die Menschen zu motivieren und zu begeistern.

Viele Grüße,

Malina

Tabea
21.01.2009, 16:17
Ich fand den Verhaspler beim Eid nett - wer da auch immer was verbaselt hat... :smirksmile:

Gut gefällt mir das Paar Obama - ich finde, sie wirken so, als ob sie einander sehr nah sind.

Bewegt hat mich der Satz, dass vor nicht mal 60 Jahren sein Vater nicht in jedes Restaurant durfte...

Und ansonsten wird die Zeit zeigen, was er und seine Truppe bewirken können...

Tabea

Noodie
21.01.2009, 16:31
Ich hab mich einfach total gefreut! :smile: Ich wünsch ihm und seiner Familie nur Gutes.

Mich fasziniert der Mann einfach, lange nicht mehr so eine charismatische Führungsperson gesehen. Ich finde ihn inspirierend.

Und er hat schöne Augen, richtig gute, lebendige, lächelnde, warme Augen. Es ist wie ein Wunder dass er in der Politik gelandet ist, und es so weit geschafft hat.

Nun bin ich gespannt wie die nächsten Jahre werden. Was sich verändern wird, welche Herausforderungen auf ihn zukommen und wie er sie anpackt. Wie ein Treffen mit Ahmedinejad wird, was er mit Afghanistan macht, ob er in Zimbabwe einschreitet, Guantamo schliesst, bin Laden findet, usw usf ...

:blumengabe:

Inaktiver User
21.01.2009, 16:34
Da ich krank auf der Couch liege, konnte ich gestern alles verfolgen und ich war begeistert.

Die Amtseinführung war etwas besonderes. Als der alte Bürgerrechtler den Segen sprach, ein Weggefährte von Martin Luther King, da wurde mir erst bewusst, was das für ein Schritt ist. Ein Schwarzer ist Präsident!!

Noodie
21.01.2009, 16:35
Naja, eigentlich ist er ja nur halb schwarz :smirksmile:

fini.
21.01.2009, 16:42
Naja, eigentlich ist er ja nur halb schwarz :smirksmile:

Ach jaaaa.
Aber er ist ein ganzer Mann, obwohl seine Mutter eine Frau war...?

Er ist einfach ein Charismat, keine Frage.
Und für diesen ganzen Hype um ihn herum kann er nichts.

Er hat ein hartes Stück Arbeit vor sich und hat hoffentlich die richtigen Berater an seiner Seite. Zumindest habe ich den Eindruck, er weiß darum.

Ich warte schon auf die erste Hollywoodschmonzette, die sich mit diesem Thema befasst.

shiba
21.01.2009, 16:44
:Sonne::Sonne::Sonne::Sonne::Sonne::Sonne:

ich schliesse mich den Ausführungen von Malina 70 voll und ganz an.
Ich denke auch daß er nicht die Welt umkrempeln kann aber er hat klug und umsichtig eine tolle Mannschaft zusammengestellt und heute, siehe Guantanamo, schon in die Hände gespuckt.

Das allein schafft Tatsachen, ob er nun schwarz oder halbschwarz oder gelb ist, egal.

Und er hat die einzelnen Religionen angesprochen, mit einbezogen, und selbst Flagge als praktizierender Christ gezeigt. Etwas das hier in Europa auch unbedingt Schule machen sollte.

Ich wünsche im Fortune und ein langes Leben, gute Leibwächter und eine schußfeste absolute Limousine.

shiba

Inaktiver User
21.01.2009, 16:46
Er ist vor allem ein kluger Mann. Den alten Verteidigungsminister und die ehemalige Konkurrentin ins Boot zu holen, ist ein Geniestreich, den ihm keiner so schnell nachmacht. Und er zeigt damit, dass es ihm um Kapazität geht und nicht um Prestige.

Inaktiver User
21.01.2009, 17:05
Ich kann das nur unterschreiben... auch wenn seine Aufgabe schier unmöglich erscheint, er gibt wieder Anlass zur Hoffnung, dass sich was ändert. Unter der alten Bush-Administration wäre der Karren immer weiter in den Dreck gefahren.

:blumengabe::blumengabe:

Und halb schwarz oder ganz oder was weiss ich.. mein amerikanischer Südstaatenkollege.. ein Demokrat... hat vor einem halben Jahr nicht geglaubt, dass es Obama schafft und ich glaube, er feiert die ganze Woche noch durch...

Inaktiver User
21.01.2009, 17:38
Mich verfolgt der Gedanke, dass George Bush deshalb notwendig war, damit jetzt ein Afroamerikaner, ausgerechnet mit dem Namen Barack Hussein Obama, Präsident werden konnte ... als adäquates Gegengewicht. So richtig fassen kann ich das noch nicht, halte es für einen "kosmischen Witz".
- Bitte nicht falsch verstehen, ich will damit überhaupt nichts ins Lächerliche ziehen.

Faszinierend für mich, ist in diesem Gegengewichtssinne auch seine Art, seine integre Erscheinung ... und ich habe das Gefühl, dass er, was das "Weltgewicht" anbelangt, mindestens Nelson Mandelas "Gewichtsklasse" erreicht. Nicht nur als US-Präsident.

Ich wünsche ihm und seiner Familie ein langes gesundes Leben!

Die Feierlichkeiten?
Gehör(t)en dazu.