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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Divertikulitis und Fasten



Inaktiver User
19.01.2009, 16:28
Hi - wer von Euch kennt sich aus?
Ich leide unter Divertikulitis - also unter Darmausstülpungen, die sich immer wieder entzünden.
Das ist enorm schmerzhaft und nicht ganz ungefährlich - wenn es noch öfters passiert, soll ich mich
operieren lassen.
Davor graut es mir natürlich - Bauchschnitt, Krankenhaus, krankgeschrieben...

Nun habe ich gehört, daß Fasten F.X. Mayer - die Sache mit den trockenen Brötchen...)die Auswirkungen dieser Darmausstülpungen zumindest verbessern kann.
Ich möchte alles versuchen, bevor ich mich ins Krankenhaus lege...aber ich bin die Schmerzen so satt und würde
alles mögliche tun, damit ich es ohne Operation verbessern kann.

Andererseits möchte ich nicht weiter abnehmen - und ich habe auch ein wenig Angst vor dem Jojo-Effekt, der evtl. duch eine
Fastenkur in Gang gesetzt werden könnte.

Wäre Fasten eine Alternative für mich?

Danke schon mal,
Ruby

Inaktiver User
26.01.2009, 13:29
Andererseits möchte ich nicht weiter abnehmen - und ich habe auch ein wenig Angst vor dem Jojo-Effekt, der evtl. duch eine
Fastenkur in Gang gesetzt werden könnte.

Ich nehme an, Du möchtest nicht abnehmen weil Du sehr schlank bist?
Ich habe bisher drei Mal ein einwöchiges Fasten in einem Fastensseminar mitgemacht. Abnehmen war absolut nicht angesagt, da ich sehr schlank bin. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass im Seminar die Leute mit zu viel Pfunden relativ gut abgenommen haben, seh dünne Leute wie ich haben dagegen kaum an Gewicht verloren, und das bisschen war ratzfatz wieder drauf. Jojo-Effekt gab´s bei mir auch nicht.
Ob das Fasten bei Deinem Problem hilft, kann ich natürlich nicht beurteilen.

Miracle41
27.01.2009, 09:52
Hallo Ruby,

gerade bei chronischen Darmerkrankungen kann das Fasten zu einem neuen Krankheitsschub führen.
Laut meinem Gastroenterologen können Umstellungen des Stoffwechsels und Irritationen des Immunsystems chronische Darmerkrankungen in der Remission schnell wieder aktivieren.
Mir wird mit meinem M. Crohn vom fasten abgeraten.
Vielleicht besprichst Du Dein Vorhaben aber noch mit Deinem Hausarzt oder Gastroenterologen.

LG - Miracle :smile:

P.S. im schlimmsten Fall der Fälle, nämlich einer Operation, käme für Dich doch auch minimalinvasive Chirurgie in Frage.
Sehr schonend, ohne Bauchschnitt, kurze Liegezeit im Kh und das Risiko von Verwachsungen wird dadurch erheblich minimiert.
Behalt Dir das mal im Hinterkopf.

Inaktiver User
27.01.2009, 16:43
Hallo Ruby,

gerade bei chronischen Darmerkrankungen kann das Fasten zu einem neuen Krankheitsschub führen.
Laut meinem Gastroenterologen können Umstellungen des Stoffwechsels und Irritationen des Immunsystems chronische Darmerkrankungen in der Remission schnell wieder aktivieren.
Mir wird mit meinem M. Crohn vom fasten abgeraten.
Vielleicht besprichst Du Dein Vorhaben aber noch mit Deinem Hausarzt oder Gastroenterologen.

LG - Miracle :smile:

P.S. im schlimmsten Fall der Fälle, nämlich einer Operation, käme für Dich doch auch minimalinvasive Chirurgie in Frage.
Sehr schonend, ohne Bauchschnitt, kurze Liegezeit im Kh und das Risiko von Verwachsungen wird dadurch erheblich minimiert.
Behalt Dir das mal im Hinterkopf.

HI,
vielen Dank für Eure Antworten.
Ich habe mit einer Heilpraktikerin gesprochen - sie rät auch vom Fasten ab, zumindest solange die Sache akut ist und
man eine Entzündung hat.
Ich müsste...aber man findet immer einen Grund, den KH -Aufenthalt zu verschieben und sucht noch verzweifelt einen anderen Ausweg. Es wäre schon besser, rechtzeitig zu gehen, denn:
Leider sieht der schlimmste Fall der Fälle ein wenig drastischer aus...bei einem Darmdurchbruch - und das kann bei einer
Divertikulitis auch vorkommen, kann man auch mit einem falschen Darmausgang aus der Klinik kommen :-((((( für mich ist allein die Vorstellung entsetzlich.

Ich muss mich einfach mal am Riemen reissen...

LG und Danke,
Ruby

Inaktiver User
27.01.2009, 16:51
Hallo Ruby,
du meinst sicherlich, du leidest an einer Divertikulose?
Eine Divertikulitis ist eine akute Entzündung, die mit einer Antibiotikabehandlung (meist im Krankenhaus) behandelt wird. Dann darf nichts mehr gegessen werden. In dieser Nahrungskarenz gibt es nur noch Infusionen oder Astronautennahrung, um den Darm zu entlasten. Hast du drei Entzündungen durchgemacht, sollte operiert werden. Die Risiken, die sonst auftreten können, hast du schon beschrieben. Eine solche Operation kann heute minimalinvasiv durchgeführt werden.
Gruß Agna

Inaktiver User
28.01.2009, 10:09
Hallo Ruby,
du meinst sicherlich, du leidest an einer Divertikulose?
Eine Divertikulitis ist eine akute Entzündung, die mit einer Antibiotikabehandlung (meist im Krankenhaus) behandelt wird. Dann darf nichts mehr gegessen werden. In dieser Nahrungskarenz gibt es nur noch Infusionen oder Astronautennahrung, um den Darm zu entlasten. Hast du drei Entzündungen durchgemacht, sollte operiert werden. Die Risiken, die sonst auftreten können, hast du schon beschrieben. Eine solche Operation kann heute minimalinvasiv durchgeführt werden.
Gruß Agna


Hi Agna,
es ist zur Zeit sicher eine Divertikulose. 2 x hatte ich allerdings schon eine Divertikulitis.
Vor einer Woche fingen die Schmerzen wieder an, diesmal nicht ganz so schlimm....es ist aber wieder besser geworden.
Ich fürchte, daß ich früher oder später "reif" bin.
Ich habe halt Angst vor Krankenhäusern und Operationen.
Die andere Seite: diese Schmerzen können wirklich unerträglich sein...

Irgendwie hofft man immer, daß es von selbst weggeht.
LG, Ruby

Inaktiver User
28.01.2009, 11:03
Ich habe halt Angst vor Krankenhäusern und Operationen.


Das kenne ich. Aber man sollte schon bedenken, dass es viel risikoreicher ist, wenn gegebenenfalls eine Notoperation durchgeführt werden muss. Also: Lieber rechtzeitig hingehen!

Inaktiver User
24.02.2009, 14:09
Jetzt hatte ich ganz lange Ruhe und hab schon geglaubt, es wäre weg.
Heute nacht dann wieder starke Schmerzen...
Einen Termin beim Internist habe ich auch schon: in 6 Wochen :-((

Miracle41
25.02.2009, 05:54
Guten Morgen Ruby,

Sechs Wochen Wartezeit ist zuviel.
Ich dachte bei den ersten Symptomen meines M. Crohn auch mal diese 6 Wochen halte ich durch und muß im Nachhinein sagen das war das Schlimmste was ich mir selber antun konnte.
An den Folgen dieser Verzögerung habe ich noch heute zu leiden.
Ich weiss nicht ob man die Erkrankungen und die Verläufe vergleichen kann .... aber dennoch wäre ich sehr vorsichtig damit.
Ruf doch besser nochmal an und bitte die Dame an der Terminvergabe ob sie nicht an Dich denken könnte wenn in den nächsten Tagen ein Patient ausfällt.

Ich drück Dir die Daumen und denke an Dich :blumengabe:

Inaktiver User
25.09.2009, 10:15
Hi Ihr,
ich habe den Strang mal wieder aus der Versenkung geholt.
Euer Däumchendrücke hat genützt :-)
Zum Glück musste ich nicht ins Krankenhaus - ich habe seit Februar keine akuten Symptome mehr gehabt.
Falls es noch mal auftritt, rät man mir zur Op.
Vom Fasten wurde mir abgeraten.

Ich habe meine Ernährungsgewohnheiten noch mal ein wenig geändert, lasse jetzt auch alle groben Körner weg,
trinke sehr viel Wasser und Tee (und ab und zu mal Kaffee, den vertrage ich) Das scheint gut zu tun, denn bis jetzt geht es mir prima.
Es ist zwar wohl mehr der Glaube, der hilft: ich esse seit Februar regelmässig Activia...

Ruby

Red-Nina
03.10.2009, 13:41
Hi,

Ich habe das gleiche Problem mit dieser nervigen Divertikulitis
und warte nun auf den OP-Termin (hatte schon einen und war auf die OP vorbereitet, als ich einen grippalen Infekt bekam und ganz schnell
wieder zu Hause war:smirksmile:)
Bei mir hat sich durch 2 Schübe das Sigma sehr verengt und so führt
kein Weg an dieser OP vorbei.

Seit der Divertikulitis halte ich mich auch ganz streng an einige Sachen:
keine Körner, auch keine von manchen Früchten wie Erdbeeren und
Himbeeren, und vor allem kein faseriges Gemüse wie Spargel, Bohnen
usw. Solche Sachen können in die Divertikel geraten und einen neuen
Schub auslösen.

Liebe Grüße

Inaktiver User
04.10.2009, 18:26
Hallo,
bin vor zehn Jahren operiert worden. Nach der Operation musste sich der Körper erstmal an die neue Situation gewöhnen, das war nicht immer einfach. Heute geht es mir blendend und ich hoffe, dass bleibt so. Körner vermeide ich grundsätzlich und achte darauf viel zu trinken. Ich hatte auch ganz große Angst vor der OP. Bei mir wurde ein Bauchschnitt gemacht, es war eine schwere OP, von der ich mich nur sehr langsam erholt habe. Der Gewichtsverlust war bei mir enorm. Aber heute ist bisher alles supi.
LG Vielliebchen

Inaktiver User
05.10.2009, 13:46
Hi,

Ich habe das gleiche Problem mit dieser nervigen Divertikulitis
und warte nun auf den OP-Termin (hatte schon einen und war auf die OP vorbereitet, als ich einen grippalen Infekt bekam und ganz schnell
wieder zu Hause war:smirksmile:)
Bei mir hat sich durch 2 Schübe das Sigma sehr verengt und so führt
kein Weg an dieser OP vorbei.

Seit der Divertikulitis halte ich mich auch ganz streng an einige Sachen:
keine Körner, auch keine von manchen Früchten wie Erdbeeren und
Himbeeren, und vor allem kein faseriges Gemüse wie Spargel, Bohnen
usw. Solche Sachen können in die Divertikel geraten und einen neuen
Schub auslösen.

Liebe Grüße

Hi,
ich drück Dir sämtliche Däumchen und bin schon auf Deinen Bericht gespannt - denn früher oder später könnte es bei mir auch so weit sein..

Liebe Grüße, Ruby

Hi Vielliebchen,
ich habe nicht nur Angst vor der Op, sondern auch vor dem Gewichtsverlust, den man danach bekanntlich erleiden soll.
Abnehmen will ich nicht mehr...
Wie lange hat es gedauert, bis Du wieder arbeitsfähig und fit warst?
Danke schon mal für Deine Antwort,
Ruby

Inaktiver User
05.10.2009, 18:20
Hi Vielliebchen,
ich habe nicht nur Angst vor der Op, sondern auch vor dem Gewichtsverlust, den man danach bekanntlich erleiden soll.
Abnehmen will ich nicht mehr...
Wie lange hat es gedauert, bis Du wieder arbeitsfähig und fit warst?
Danke schon mal für Deine Antwort,
Ruby

Hi Ruby,
ich bin leider schon in die Op mit einem sehr geringen Gewicht gegangen. Bei mir gab es noch Komplikationen (ich will dir keine Angst machen, ich hatte einfach nur Pech), so dass ich insgesamt auf einen Krankenhausaufenthalt von sechs Wochen kam. In diesen sechs Wochen gab es nur Trinkampullen oder Suppen. Mir wurden eine Zeit lang morgens, mittags und abends drei Suppen gereicht, von denen ich nur eine essen konnte. Ich habe von meinem geringen Gewicht dann noch einmal 6 Kilo abgenommen. Nach der Op konnte ich vier Monate nicht arbeiten, weil ich zu schwach war. Das muss bei dir längst nicht so sein. Nach einem Jahr hatte ich mein altes Gewicht wieder und jetzt wären mir ein paar Kilos Gewichtsverlust gerade recht. :smile:
LG Vielliebchen