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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : wie der katze beim einleben helfen?



champagne
12.01.2009, 16:25
hallo!

ich und mein freund haben gestern eine etwa 1-jaehrige hauskatze bei uns aufgenommen.:liebe: sie wurde vor einer woche aus einem haushalt mit vielen katzen "gerettet", weil sich die besitzer nicht um die vielen katzen kuemmern konnten und war deshalb sehr vernachlaessigt. sie ist spielen und hochheben nicht gewohnt.:knatsch:

in der vergangenen woche war sie beim tierarzt (impfen, sterilisieren) und hat bei ihrer pflegemama gewohnt, allerdings in einer art verschlag draussen (zusammen mit zwei ihrer geschwister). als wir sie da abgeholt haben war sie ziemlich aengstlich (fast schon panisch) und hat auch gekratzt.:knatsch:
die pflegerin meinte, dass sie niemals draussen war und deshalb vom wind etc eingeschuechtert wurde. ihre geschwister sahen auch nicht sehr happy aus.

jetzt wohnt sie erstmal im badezimmer, knurrt nicht mehr wenn wir uns naehern und mag es auch, gestreichelt zu werden (allerdings kuschelt sie sich in der ecke hinter dem klo zusammen... man kommt kaum ran).:peinlich:

uns wurde geraten, ihr nur eine decke zu geben, keine "hoehle" in der sie sich staendig verkriechen wuerde, aber wir haben uns entschieden, ihr jetzt eine halboffene hoehle anzubieten.

ich habe beobachtet, dass sie nicht/kaum frisst. wenn man ihr etwas anbietet, schnuppert sie nicht mal... werde ihr etwas spaeter thunfisch anbieten, mache mir aber etwas sorgen darum. gut, wir haben sie erst seit gestern abend, aber so gar kein appetit??:wie?: haben ihr verschiedenstes futter zur auswahl hingelegt.

hat jemand erfahrung damit, derartige katzen einzugewoehnen?

vielen dank!
champagne

brighid
12.01.2009, 16:27
lasse sie in ruhe.

stelle futter hin, wasser und klö-chen.

und ansonsten lasse sie.

katzen haben persönlichkeit, die suchen sich ihre dosenöffner raus.

wenn sie soweit ist euch zu trauen wird sie schon von alleine kommen.

Inaktiver User
12.01.2009, 16:32
Genau richtig.

Und: wenn sie sich irgendwo zurückzieht, nicht mit der Hand hinterher udn sie zum Gestreicheltwerden zwingen.

Am besten: nur Futter und Wasser und Klo bereitstellen und ansonsten ignorieren.

Wir haben das vor kurzem erst durchgemacht: die Neugier hat schließlich gesiegt :freches grinsen:

champagne
12.01.2009, 16:35
hi brighid!

danke fuer die schnelle antwort! das habe ich auch auf einigen ratgeberseiten gelesen...

die pflegemutter hat uns gegenteiliges geraten - sie meinte, dass wir sie viel ermutigen sollen, sie streicheln etc. sie hat sogar dazu geraten, ihr einen "harness" umzuschnallen und sie an uns ranzuschnallen :ooooh: fand ich schon ziemlich krass, die idee. auf der anderen seite, wirkte sie sehr erfahren und hatte sehr viele pflegekatzen, die alle recht zufrieden wirkten.

das problem ist halt, dass sie niemals wirklich "angesprochen" wurde, immer nur ignoriert... und ich frage mich, ob sie jemals von sich aus auf uns zukommen wird.

ich werde berichten!
champagne

champagne
12.01.2009, 16:37
Genau richtig.

Und: wenn sie sich irgendwo zurückzieht, nicht mit der Hand hinterher udn sie zum Gestreicheltwerden zwingen.

Am besten: nur Futter und Wasser und Klo bereitstellen und ansonsten ignorieren.

Wir haben das vor kurzem erst durchgemacht: die Neugier hat schließlich gesiegt :freches grinsen:

hi faltenfrosch!

danke fuer deine antwort. darf ich kurz fragen, wie lange es bei deiner katze gedauert hat? wir sind nicht ungeduldig oder so, aber der erfahrungsaustausch ist einfach interessant.

danke:blumengabe:
champagne

Inaktiver User
12.01.2009, 16:38
Naja, ein bisschen mit ihr "plappern" darfst du natürlich :smile:, so à la "wo ist denn das miezekätzchen (hier ihren Namen einsetzen)" (dabei mit den Näpfen klappern) usw. Oder plappern und ihr dabei ein Leckerli hinlegen, das sie sich holen kann, wenn du wieder weg bist.

Aber eben nicht runterbeugen, ganz nah rangehen und nach ihr grapschen oder so.

brighid
12.01.2009, 16:39
katzen kannst du nicht abrichten.

sie haben immer ihren eigenen kopf

sie lassen dich vielleicht in dem wahn, dass du sie dressieren kannst-


aber katzen sind keine hunde. das mit dem harness--------

grusel

Inaktiver User
12.01.2009, 16:39
hi faltenfrosch!

danke fuer deine antwort. darf ich kurz fragen, wie lange es bei deiner katze gedauert hat? wir sind nicht ungeduldig oder so, aber der erfahrungsaustausch ist einfach interessant.



Zuerst kam er gar nicht aus seiner Ecke hervor (ca. 2 Tage), dann nur Nachts, wenn keiner guckte, und nach 2 Wochen war er plötzlich der liebste aller Kater :smile:
Wir hatten schon sehr viele Katzen, länger hat es bislang bei keiner gedauert.

brighid
12.01.2009, 16:40
katzen haben ihr eigenes tempo.

sie wird dir vermitteln ab wann sie dir vertraut.

dann kanns durchaus passieren, dass sie ganz plötzlich dir auf den schoss springt.

jegliches schnurren ist schon mal ein positives zeichen.

katzen sind fluchttiere. wenn sie die ohren anlegt oder mit dem schwanz "peitscht" dann ist sie angespannt und im fluchtmodus.

champagne
12.01.2009, 17:21
vielen dank euch beiden.

sie sitzt zwar immer noch in der ecke, sieht aber ganz "gluecklich" aus, so von der koerpersprache her. keine angelegten ohren, kneift auch die augen zu wenn man mit ihr spricht, beim streicheln streckt sie sich und bietet den hals an... schnurrt aber nicht, macht eher ein "schluckendes" geraeusch.

das wenige fressen macht mir allerdings sorgen... jetzt ist es schon wieder abend und nichts gefressen...

dachte schon, dass ich ihr evtl mal wurst oder so anbiete, denn es koennte ja sein, dass sie nur essensreste kennt. aber mein freund meinte es sei zu ungesund. ihre pflegemama wusste nicht, was sie frueher immer bekommen hat, scheinbar habe sie allerdings bei ihr trockenfutter gefressen.

Inaktiver User
12.01.2009, 17:22
vielen dank euch beiden.

sie sitzt zwar immer noch in der ecke, sieht aber ganz "gluecklich" aus, so von der koerpersprache her. keine angelegten ohren, kneift auch die augen zu wenn man mit ihr spricht, beim streicheln streckt sie sich und bietet den hals an... schnurrt aber nicht, macht eher ein "schluckendes" geraeusch.

das wenige fressen macht mir allerdings sorgen... jetzt ist es schon wieder abend und nichts gefressen...


Da würde ich mir keine Gedanken machen, sie wird dir sicher nicht verhungern.
Dass sie schon den Hals hinhält, ist doch schon super :blumengabe:

brighid
12.01.2009, 17:25
das wird. hals recken, sich kraulen lassen-

daumen hoch

champagne
12.01.2009, 20:17
juhu! hat vorhin etwas thunfisch und trockenfutter gefressen (den thunfisch nicht aus der hand, sondern erst als sie wieder alleine war). und als wir sie gestreichelt haben zum ersten mal geschnurrt...:liebe:
jetzt muss sie nur noch kapieren, dass wir sie viel besser streicheln koennen wenn sie endlich nicht mehr in der ecke hinterm klo sitzt.:freches grinsen:
heute nacht werden wir die tuer zu unserem schlafzimmer aufmachen. dort steht auch ihr tragekoerbchen und wir haben ein bett am heizkoerper befestigt.
in der hoehle im badezimmer war sie nur ganz kurz, dabei ist die viel kuscheliger, als die ecke... wahrscheinlich ist sie nur "auf dem boden und in ecken - liegen" gewohnt, aber ich sehe sie schon jetzt mit usn auf dem sofa...

Inaktiver User
12.01.2009, 20:20
Das hört sich doch schon super an! :lachen:

brighid
12.01.2009, 20:20
mache langsam!

ich sage doch, das wird. aber sie gibt das tempo vor.

:blumengabe:

champagne
12.01.2009, 20:22
Das hört sich doch schon super an! :lachen:
finden wir auch :blumengabe:

champagne
12.01.2009, 20:24
mache langsam!

ich sage doch, das wird. aber sie gibt das tempo vor.

:blumengabe:

irgendwie war mir klar, dass das jetzt von dir kommt:zwinker:

und du hast recht - wir werden sie auch auf keinen fall hochnehmen oder so, damit das gewonnene vertrauen nicht zerstoert wird.

aber sie ist soo niedlich, dass das wirklich schwer ist!

brighid
12.01.2009, 20:31
und wenn du sie jetzt nicht heute abend gleich zu tode knuddelst-

dann hast du mehr und länger an ihr :kuss:

ich verstehe dich ja, ich bin mit katzen grossgeworden.

sie sind zum niederknutschen niedlich.

aber sie haben persönlichkeit. :kuss:

Eteterfon
13.01.2009, 08:45
aber sie haben persönlichkeit. :kuss:
Das ist wohl war... und jede ist anders. Manche werden nie zum Schmuser, aber die meisten gewöhnen sich doch schnell und gern ans Kuscheln. Is ja auch was nettes. Meine Kätzin (vor 3 Jahren aus dem Tierheim geholt) ist nicht von meinem Schoß zu kriegen wenn ich sie lasse.

Horus
13.01.2009, 13:20
die pflegemutter hat uns gegenteiliges geraten - sie meinte, dass wir sie viel ermutigen sollen, sie streicheln etc. sie hat sogar dazu geraten, ihr einen "harness" umzuschnallen und sie an uns ranzuschnallen :ooooh: fand ich schon ziemlich krass, die idee. auf der anderen seite, wirkte sie sehr erfahren und hatte sehr viele pflegekatzen, die alle recht zufrieden wirkten.

Und das von jemandem, der eine Katze, die bisher immer in einer Wohnung (unter schwierigen Bedingungen) gelebt hat, urplötzlich und bei dieser Kälte vollständig im Freien hält ... :knatsch:
Auf den Rat dieser Person würde ich nicht allzu viel geben.


Ich schliesse mich meinen Vorschreiberinnen an: Lass die Katze bestimmen, wann sie was macht. Sie kommt von selber hervor. Wenn sie kommt, um sich streicheln zu lassen, dann streichle sie, sonst lass sie in Ruhe. Stell ihr Futter und Wasser hin, lass sie aber allein. Lass die Türen zwischen den Räumen offen, so dass sie ungehindert hervorkommen kann, sobald ihr danach ist.

Es sind erst 2 Tage. Bei manchen Katzen dauert es 2 Wochen, bis sie aus ihrer selbstgewählten Rückzugsecke hervorkommen und sich streicheln lassen.

:blumengabe:

Islabonita
13.01.2009, 13:23
Und das von jemandem, der eine Katze, die bisher immer in einer Wohnung (unter schwierigen Bedingungen) gelebt hat, urplötzlich und bei dieser Kälte vollständig im Freien hält ... :knatsch:
Auf den Rat dieser Person würde ich nicht allzu viel geben.



Das kann ich auch unterschreiben! Ich habe schon diverse verschreckte Katzen an mich gewöhnt und empfehle ebenfalls unbedingt die langsame Variante, genau wie meine Vorschreiberinnen.

champagne
13.01.2009, 13:27
hallo!

kurzes update. gestern abend - ich lag lesend auf dem bett - miaute sie leise hinter der badezimmertuer. als ich die tuer dann einen spalt aufgemacht habe steht sie direkt vor mir! sie kam proaktiv aus ihrer ecke und wollte zu uns ins schlafzimmer.

sie stand dann ein paar minuten in der tuer, ist dann langsam ins zimmer und hat alles genau erforscht und auch mit uns gekuschelt (auf dem boden, wir haben uns angenaehert). in der nacht ist sie dann auch munter aufs bett gesprungen...

wir waren total perplex - innerhalb von 24 stunden so eine wandlung. am sonntag hat sie uns ja nur angeknurrt und angefaucht.

allerdings reagiert sie auf spielzeug gar nicht und macht auch den eindruck, als ob sie nur andere katzen gewohnt sei, keine menschen.
man muss auf dem bauch an sie robben um sie zu streicheln - und dann verhaelt sie sich auch, als wuerde sie mit einer anderen katze spielen (legt sich auf den ruecken, rollt herum etc). ihre koerpersprache ist auch sehr ausgepraegt (schwanz, ruecken, ohren).
sie reagiert auch nicht auf futter, nur wenn sie alleine ist.

hochnehmen werden wir sie die naechsten wochen nicht (ausser es laesst sich nicht vermeiden), denn ich hatte den eindruck, dass das sehr stressig fuer sie ist.

momentan schlaeft sie im schlafzimmer hinter dem bett - geht nur noch ins bad um aufs katzenklo zu gehen...

i

Inaktiver User
13.01.2009, 13:33
Das kann ich auch unterschreiben! Ich habe schon diverse verschreckte Katzen an mich gewöhnt und empfehle ebenfalls unbedingt die langsame Variante, genau wie meine Vorschreiberinnen.

In Ruhe lassen kann ich auch empfehlen. Katzen sind schrecklich neugierig...früher oder später wollen sie wissen wie ihre Umgebung und ihre "Dosenöffner" sind.

Unser Kater, ein Siamese, "spricht" sehr deutlich mit uns. Er hat unterschiedlich Knurr- Gurr und Quietschlaute die wir schon unterscheiden können.

Sam rollt sich auch auf dem Boden hin und her obwohl er immer Kontakt zu Menschen hatte.

Der Hund wird allerdings entweder angefaucht oder mit Kopfstossen begrüßt - je nachdem wie seine Laune gerade ist.

brighid
13.01.2009, 13:49
sie legt sich auf den rücken und gibt dir damit zugang zu ihrem bauch.

jetzt nicht übermütig werden. das mit der kehle hinhalten und dem bauch zugänglich machen- mehr vertrauensbeweis gibts nicht.

:kuss:

Horus
13.01.2009, 14:34
Genau. Das mit dem Spielzeug wird sich in einigen Tagen auch noch geben.

*kicher*

(humormodus)
Das Ganze kommt mir irgendwie bekannt vor. Regelmässig eröffnet hier die eine oder andere verzweifelte Userin einen Hilfe-meine-Katze-hat-Schwierigkeiten-beim-Eingewöhnen-Strang. Um dann nur wenige Wochen später einen "Hilfe-meine-Katze-okkubiert-mein-Sofa-und-drängelt-sich-dazwischen-wenn-mein-Mann-und-ich-kuscheln-wollen"-Strang zu eröffnen. :freches grinsen:

Du siehst - es besteht jede enge Hoffnung. :smirksmile:

champagne
13.01.2009, 17:19
(humormodus)
Das Ganze kommt mir irgendwie bekannt vor. Regelmässig eröffnet hier die eine oder andere verzweifelte Userin einen Hilfe-meine-Katze-hat-Schwierigkeiten-beim-Eingewöhnen-Strang. Um dann nur wenige Wochen später einen "Hilfe-meine-Katze-okkubiert-mein-Sofa-und-drängelt-sich-dazwischen-wenn-mein-Mann-und-ich-kuscheln-wollen"-Strang zu eröffnen. :freches grinsen:

Du siehst - es besteht jede enge Hoffnung. :smirksmile:

ich sehe deinen punkt.:smirksmile:

aber ich denke mir: lieber zweimal zu viel fragen, als einmal zu wenig.

es ist unsere erste katze und dann noch eine "gerettete" katze, die voellig vernachlaessigt wurde und sehr veraengstigt ist. will nichts falsch machen...
ich dachte eben, dass jeder fortschritt wochen dauert und beim kleinsten fehler ein grosser rueckschritt eintritt.

und um das zu klaeren - ich will sie gar nicht zur grossen schmusekatze "erziehen". sie kann ruhig unabhaengig bleiben und ihr eigenes ding machen.
allerdings wollte ich sie auch nicht ganz ignorieren, sondern durchaus etwas kontakt herstellen und sie "ermutigen". sie kennt es ja gar nicht, vom menschen gestreichelt zu werden. wir fassen sie nur an, wenn sie wohlgefallen signalisiert - bei gegenteiliger koerpersprache ziehen wir uns zurueck.
ende des monats muessen wir zwecks zweiter impfung zum tierarzt und ich will vermeiden, dass dann der erste "handhabungs-kontakt" stattfindet, sonst ist sie danach wieder total veraengstigt.

verstehe aber schon, dass sich erfahrene katzenhalter denken: was soll der wirbel... :blumengabe:

brighid
13.01.2009, 17:26
ihr wollt der katze nur gut. und dann finde ich es gut und richtig, dass du fragst.

:blumengabe:

nicht umsonst sagt man: katzen sind zäh.

ich finde es richtig toll, wie ihr das bis jetzt händelt.

Atis
13.01.2009, 21:05
ich sehe deinen punkt.:smirksmile:

aber ich denke mir: lieber zweimal zu viel fragen, als einmal zu wenig.

...

verstehe aber schon, dass sich erfahrene katzenhalter denken: was soll der wirbel... :blumengabe:Ich bin sicher, Horus hat es so gemeint, wie sie es auch schrieb: Als eine humorvolle Bemerkung, nicht als Kritik an Dir! :blumengabe:

Und Du hast völlig Recht, champagne: Fragen, fragen, fragen! Dafür ist dieses Forum ja da. :blumengabe:

Horus
14.01.2009, 08:40
.
Nee - das war überhaupt keine Kritik. :blumengabe:
Das war eine grinsende Rückerinnerung an diverse andere Stränge hier, in denen wir uns jedes Mal köstlich amüsierten über die Macken der diversen Stubentiger.


Hmmm ... ich komme jetzt aber noch mit dem Gedanken, der hier früher oder später meistens auftaucht. Wäre es vielleicht eine Überlegung, nicht nur diese eine Katze aus der vernachlässigten Haltung aufzunehmen sondern auch noch eine zweite, eine ihrer Geschwisterkatzen? Unter Umständen würde dies das Einleben und die Sozialisierung in der neuen Umgebung erleichtern. Und wenn die Katze als reine Wohnungskatze gehalten werden soll, also später keinen Freigang haben soll, ist es meistens (nicht ganz immer, aber meistens) besser, wenn sie einen Spielgefährten hat.

Ist nur so 'ne Idee. Zwei Katzen geben nicht wesentlich mehr Arbeit als eine Katze. Bereiten aber mindestens doppelt so viel Freude.

Eteterfon
14.01.2009, 09:10
Zwei Katzen geben nicht wesentlich mehr Arbeit als eine Katze. Bereiten aber mindestens doppelt so viel Freude.
Aber auch doppelt so viele Sorgen, wenn mal was ist. :smile: Denn mal hat die eine, mal die andere was...

Horus
14.01.2009, 09:44
.
okay, stimmt.

Sich aufeinander abstimmen können Katzen so wenig wie Kinder. :freches grinsen:

brighid
14.01.2009, 09:45
katzen sind rudeltiere.

die idee mit der zweiten katze ist gut. aber das müsst ihr erstmal für euch entscheiden.

und wenn katzen schmusen wollen, dann wollen sie schmusen. egal was der dosenöffner gerade in der hand oder im arm hat.

da kann dann durchaus auch kampfschmusen angesagt sein.

:blumengabe:

Islabonita
14.01.2009, 11:29
Aber auch doppelt so viele Sorgen, wenn mal was ist. :smile: Denn mal hat die eine, mal die andere was...

Oder beide. Wir haben 2 Oldies: ein Diabetiker (Insulin morgens und abends), eine Herzkranke (Tablette abends), bei der jetzt gerade ein Tumor im Auge diagnostiziert wurde (momentan zweimal täglich Augentropfen wegen Entzündung). :knatsch:

Ja, schön ist das nicht. Aber trotzdem wiegt all das Schöne, was wir mit den Katzen erlebt haben und immer noch erleben (die sind nämlich trotzdem noch recht fit, auch wenn sich das nicht so anhört) das locker auf. Bei uns kommt auch noch erschwerend dazu, dass es sich um Perserkatzen handelt, die sind sowieso nicht so robust wie Hauskatzen. Haben wir uns übrigens nicht bewusst ausgesucht, sind alles Katzen aus zweiter Hand, die ein neues Zuhause brauchten.

Und ich plädiere unbedingt für die 2-Katzen-Lösung, vor allem wenn man berufstätig ist. Ist in 95% aller Fälle besser für die Tiere.

champagne
14.01.2009, 14:41
@horus und artis: keine angst, ich habe das schon richtig verstanden:zwinker: normalerweise sehe ich mich allerdings gerne als "kompetente" person in derartig praktischen dingen, deshalb wollte ich nur darauf antworten.


.
Hmmm ... ich komme jetzt aber noch mit dem Gedanken, der hier früher oder später meistens auftaucht. Wäre es vielleicht eine Überlegung, nicht nur diese eine Katze aus der vernachlässigten Haltung aufzunehmen sondern auch noch eine zweite, eine ihrer Geschwisterkatzen? Unter Umständen würde dies das Einleben und die Sozialisierung in der neuen Umgebung erleichtern. Und wenn die Katze als reine Wohnungskatze gehalten werden soll, also später keinen Freigang haben soll, ist es meistens (nicht ganz immer, aber meistens) besser, wenn sie einen Spielgefährten hat.


@alle:

ja, das haben wir uns auch schon ueberlegt. ich bin momentan zwecks vollzeit-weiterbildung (distance learning) zu hause, und habe deshalb viel zeit fuer sie. wenn artichoke etwas eingelebter ist und bevor ich zurueck in den job gehe werden wir uns konkret gedanken machen, was am besten ist.
ich dachte auch an die geschwister. leider wurde aber nur artichoke ins internet gestellt und erst als wir dort waren haben wir gesehen dass noch zwei geschwister aus dem gleichen haushalt gerettet worden waren, wovon eine schon "adoptiert" war.
hab schon ueberlegt anzurufen, ob der bruder noch da ist.

was ich auch problematisch finde, ist, dass sie nur an kontakt mit anderen katzen gewoehnt ist. wir haben angst, dass sie sich mit einer anderen katze nur verkriecht und gar keinen anreiz hat, mit uns ein verhaeltnis aufzubauen.
immerhin hockte sie ihr bisheriges leben nur mit anderen katzen im keller... dieses verhaltensmuster wuerde ich gerne durchbrechen, sonst wird jeder TA-besuch oder sonstiger kontakt eine katastrophe. was meint ihr? noch ein paar wochen warten?
mein freund hatte einige kratzer abbekommen beim ersten hochheben bei der pflegemama... sie wurde ein fauchendes, knurrendes ungeheuer wenn man sie nur angeschaut hat.

die letzten 24 stunden hat sie hinter dem bett verbracht. sie laesst sich manchmal gerne streicheln und schnurrt dann auch, kommt aber nur selten vor. frisst auch nicht aus der hand und legt sich nicht auf die kuscheligen decken, sondern nur auf dem "holzvorsprung" hinter dem bett... kennt es wohl nicht anders.

@islabonita: ich fand es auch nicht gut, dass die katzen draussen in einem offenen verschlag waren. allerdings waren drinnen sehr viele kranke katzen in "kaefigen" und mein freund meinte, dass drinnen wohl kein platz mehr war fuer die drei katzen. allerdings war sie dadurch natuerlich noch mehr veraengstigt.

Horus
14.01.2009, 15:14
.
Schwierig zu sagen. Ja, es kann sein, dass eine zweite Katze ihr das Umgewöhnen auf Menschen erschweren oder zumindest verzögern könnte. Umgekehrt könnte es aber auch sein, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt, wenn sie sich an euch und ihr neues Daheim gewöhnt hat, eine zweite Katze viel weniger leicht akzeptieren würde als jetzt. Jetzt ginge es mit einem Geschwister bestimmt recht einfach. Die beiden wären natürlich aufeinander bezogen und es würde wohl mehr Zeit brauchen, sie an Menschen zu gewöhnen, als wenn Artischoke alleine wäre. Jedoch wären sie zu zweit und das könnte ihnen mehr Sicherheit geben - was das Umgewöhnen wiederum erleichtern würde.

Was den Schlafplatz angeht ... es ist eine naturgesetzliche Konstante, dass Katzen sich ihren Schlafplatz selber wählen. Und das ist meistens nicht das, was der Mensch für sie vorsieht.
Unsere Kindheitskatze, durchaus an Menschen gewöhnt, kuschelte mitnichten auf dem weichen Sofa und nur selten auf der Tagesdecke des Bettes, sondern pennte mit Vorliebe auf der nackten Platte eines kleinen Stubentisches neben der Heizung oder in der harten Holzwiege meiner Spielzeugpuppe.:freches grinsen:

Horus
14.01.2009, 15:17
PS: Den Versuch, sie aus der Hand zu füttern, würde ich im Moment völlig lassen. Für Katzen (für alle Tiere) ist Fressen ein intimer, potenziell gefährlicher Moment, weil sie da verwundbar sind. Deshalb tun sie das nur, wenn sie sich sicher fühlen. Am liebsten allein.

Stell ihr Futter und Wasser dort hin, wo du sie von jetzt an immer füttern wirst, und lass sie beim Fressen allein. Am besten noch einen zweiten Wassernapf irgendwo anders in der Wohnung. Viele Katzen trinken nicht, wenn das Wasser direkt neben dem Futter steht, weiss der Geier wieso.

Atis
14.01.2009, 19:42
.
Jedoch wären sie zu zweit und das könnte ihnen mehr Sicherheit geben - was das Umgewöhnen wiederum erleichtern würde.


Den Gedanken hatte ich auch. Ich glaube, ich würde schon jetzt eine zweite Katze dazuholen. :smile:

Zumal Du, wie Du schreibst, gerade viel Zeit zu Hause verbringst, was ja optimal ist für eine Zusammenführung zweier Katzen.