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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : BLUUT!



Inaktiver User
10.01.2009, 21:18
Im großen und ganzen lebt es sich damit eigentlich ganz gut: ich nenn's mal "meine Blutphobie" - ich bin ja keine Ärztin oder Krankenschwester und komme so also eher selten mit Wunden, Verletzungen, etc. in Berührung.

Ich habe mich auch eigentlich jahrelang nicht recht drum gekümmert, habe aber vor ein paar Jahren im Krankenhaus festgestellt, daß die Phobie um einiges zugenommen hat! :peinlich: Mir wurde schwummrich, heiß und kalt, schlecht und ich dachte, ich kipp' um. Mußte mich echt zusammenreißen.

Also, dieses Jahr steht eine ziemlich große OP in meinem unmittelbaren Umfeld an - und ich bin dann gefordert. Da kann ich nicht einfach einen auf "Ohnmacht" machen und muß voll da sein und funktionieren.

Hat hier jemand Tips oder Links oder Bücher, etc. , wie man an seiner "Blutphobie" arbeiten kann? Ich weiß, daß man das kann, bloß wo fängt man an? :wie?:

Danke für Euren Input. :blumengabe:

Lillith11
10.01.2009, 21:26
Hallo Catinka,


Also, dieses Jahr steht eine ziemlich große OP in meinem unmittelbaren Umfeld an - und ich bin dann gefordert. Da kann ich nicht einfach einen auf "Ohnmacht" machen und muß voll da sein und funktionieren.

aber es besteht doch sicher keine Notwendigkeit, dass Du mit in den OP-Saal musst, oder? Verbandswechsel, Fäden ziehen sowie sonstige Tätigkeiten im Zusammenhang mit einer OP werden doch normalerweise vom Pflegepersonal im Krankenhaus vorgenommen - was meinst Du mit "voll da sein" und funktionieren?

Weiß die zu operierende Person um Deine Blut-Ängste? Wenn nicht, würde ich diese auf jeden Fall vor der OP zur Sprache bringen, so dass der Betroffene bescheid weiß und angemessen Rücksicht auf Dich nehmen kann.


Hat hier jemand Tips oder Links oder Bücher, etc. , wie man an seiner "Blutphobie" arbeiten kann? Ich weiß, daß man das kann, bloß wo fängt man an? :wie?:

Wie wär's mit einigen Stunden bei einem Verhaltenstherapeuten?

LG
Lillith

Inaktiver User
10.01.2009, 21:34
Ich wüsste auch gerne, wie man es überwinden kann. Mir wird es schon schlecht und schwindlig bei der Blutabnahme oder wenn ich einen Tropf bekomme... Ich versuche da immer noch mit der Willenskraft, denke sehr sehr Intensiv an etwas anderes und versuche in andere Richtung zu schauen oder Augen zu schließen... Beim Arzt funktioniert es meistens auf diese Art und Weise....

Aber...

Dummerweise bin ich schon einige Male ohnmächtig geworden, einmal total ungeschickt in der U-bahn - ich bin auf der Rolltreppe gerutscht und hatte eine ziemlich tiefe Wunde, sah das Blut und fertig... Der Wille half hier nicht mehr...

Ich habe jetzt ein bißchen Angst, wenn ich mich zu Hause verletzte... Mir wird es immer so mulmig... Mich würde auch der Ursprung dieser Phobie bei mir interessieren.

Wenn ich überlege, dass ich mal eine Ausbildung zur Krankenschwester begonnen hatte... Zum Glück abgebrochen...

Inaktiver User
11.01.2009, 03:31
Tja, Agnes, so ähnlich geht's mir auch. Ich hatte da mal so'n Erlebnis beim Kiefer-Chirurgen, da mußte ich mich auch hinlegen... :zahnschmerzen:

Es soll eine Kombination von Dingen sein: schlechte Erfahrungen und sogar Vererbung! :ooooh: Meiner Oma ging's so und meiner Schwester geht's auch so.

Ich weiß noch, wie das ganze angefangen hat. Ich war beim Arzt beim Blut abnehmen, da war ich etwa 13. "Wollen sie sich vielleicht auch hinlegen?" fragte die nette Gehilfin. Ich so :wie?: "Nööööö...?" wußte überhaupt nicht, warum sie das überhaupt vorschlagen würde. 5 Minuten später wurde es mir dann klar, da hat's mich zum ersten Mal umgehauen.

Naja, es soll irgendwas mit der Angst vor'm Tod zu tun haben. Macht Sinn, so fühle ich mich dabei auch immer. Ich gucke mir zum Training jetzt einfach mal öfters Fotos im Internet an uns lese noch mehr von den Abtreibungs-Geschichten, bei denen mir das letzte Mal so übel geworden ist.

Einmal war ich in dieser Ausstellung: Körper Welten. Da wurd's mir auch schlecht, aber ich habe mich tatsächlich wieder eingekriegt. Es dauerte so etwa 10 Minuten aber ich wollte die Ausstellung unbedingt sehen, dann ging's plötzlich.

Meine Oma hat übrigens auch geschafft, drüber wegzukommen, ich weiß allerdings nicht genau, wie. Sie hat jedenfalls keine Therapie gemacht, das ist sicher. Ich werde auch keine machen, klarer Fall.

Na, mal sehen, ob noch interessante Beiträge hier kommen.

Inaktiver User
11.01.2009, 18:24
Tja, Agnes, so ähnlich geht's mir auch. Ich hatte da mal so'n Erlebnis beim Kiefer-Chirurgen, da mußte ich mich auch hinlegen... :zahnschmerzen:


:knatsch: Einen Kieferchirurgen habe ich auch auf dem Gewissen...

Divino
12.01.2009, 01:30
Habt ihr das eigentlich vorherrschend bei eigenem Blut, oder auch bei dem von anderen - ich sag mal, wenn z.B. Kind Nasenbluten bekommt?

Da kann man ja nicht umkippen, da muss man ja helfen, ob man nun will oder nicht.

Beim Blutabnehmen, kommt das nicht eher daher, dass der Blutzucker ohnehin so abgesenkt ist (weil´s ja immer nüchtern erfolgt) und dann ein paar Kanülen bei manchen auf den Kreislauf gehen? Vielleicht speichert das Gehirn irgendwo "Blut = schwindelig" ab?

(Ich meine, wer von einem Hund gebissen wurde, der wird ja auch für lange Zeiten erhöhten Puls bekommen, wenn er einen Hund sieht. Es gibt ja eine Speicherung im Unterbewusstsein, die irgendwann durch ein bestimmtes Signal stattgefunden hat und fortan mit bestimmten Mechanismen auf nachfolgende Situationen reagiert).

Inaktiver User
12.01.2009, 03:19
Divino, Hallo! :ahoi:

Also, bei meinem eigenen Blut ist das auch nicht immer unbedingt so. Nasen-, Monats- und sonstwelche kleineren und harmlosen Blutungen stören mich überhaupt nicht. Kinder mit Nasenbluten auch nicht. Wenn es nun aber eine klaffende Wunde ist, wo man am Besten noch Knochen sieht oder sowas, sieht das dann aber anders aus. Hat also was mit "Gewalteinwirkung" zu tun.
Impfungen und Spritzen (solange sie nicht intravenös sind) stören mich auch nicht.

Ja, es stimmt wohl, daß das Hirn da irgendwas abstruses gespeichert hat.

Ich übe momentan, habe angefangen, mir OPs bei Youtube anzusehen (schönes Hobby :allesok:) und habe jetzt ein neues Mantra: "Keiner wird sterben, keiner wird sterben, keiner wird sterben..."
Das hilft irgendwie! :ooooh:

Ich werd' das schaffen! :yeah:

Das ist mir wichtig.

Inaktiver User
12.01.2009, 22:25
Habt ihr das eigentlich vorherrschend bei eigenem Blut, oder auch bei dem von anderen - ich sag mal, wenn z.B. Kind Nasenbluten bekommt?

Da kann man ja nicht umkippen, da muss man ja helfen, ob man nun will oder nicht.


Ich habe es hauptsächlich bei eigenem Blut - bei größeren Wunden... Ich weiß nicht, wie ich mich verhalten würde, wenn ich mit einer anderen verletzten Person konfrontiert werde... Ich weiß, dass da vor allem Hilfe gefragt ist, nun sind leider meine Ohnmachtsanfälle nicht etwas, worüber ich Kontrolle hätte...

Ich glaube aber, bei einer anderen Person wäre es gar nicht so schlimm...