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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dossier Geld & Liebe



BRIGITTE Community-Team
09.01.2009, 13:49
Liebe Userinnen, liebe User,

über kaum etwas können Paare so leidenschaftlich streiten wie über Geld. Mit diesem Thema beschäftigt sich das Dossier (http://www.brigitte.de/job/finanzen/zoff-ums-geld/index.html) der aktuellen BRIGITTE (ab 14. Januar am Kiosk)

Wenn Sie schon wieder neue Schuhe gekauft haben oder wenn er schon wieder nur den billigen Wein bestellt: Wann gibt es bei Ihnen Zoff um die gemeinsamen Finanzen? Oder haben Sie etwa getrennte Kassen, um Ärger zu vermeiden?

Viel Spaß beim Diskutieren wünscht

Ihr BRIGITTE.de-Team

Schokoholic
11.01.2009, 10:09
Wenn es etwas gibt, über das ich mich nicht streiten könnte und schon gar nicht leidenschaftlich, dann ist das Geld - mein Mann und ich zahlen nach Verdienst in die Haushaltskasse ein und daraus werden die gemeinsamen Ausgaben wie Lebensmittel, Hausgeld, Tilgung, Versicherungen, Essengehen und Urlaube bestritten. Daneben hat jeder sein eigenes Konto und keiner redet dem anderen rein, ob es nun die x-te technische Superneuerung oder Klamotten sind.

Und ein Mann, der versuchen würde, mir vorzuschreiben, für was ich mein Geld auszugeben habe, wäre die längste Zeit mein Mann gewesen.

Inaktiver User
11.01.2009, 15:00
Schokoholic, dem ist kaum etwas hinzuzufügen :blumengabe:.

LG, Orlando

Chris2008
16.01.2009, 15:02
So einen vorurteilsgeladenen Text hätte ich von der Brigitte-Redaktion bzw. dem Brigitte.de Team nicht erwartet.
Und sie natürlich die Schuhe, er den billigen Wein....
Was für eine Vorstellungswelt steckt hinter der Formulierung "etwa" getrennte Kassen????
Für manche Paare ist die Entscheidung zu getrennten Kassen besser, für andere die zu einer gemeinsamen Kasse, und für wieder andere die zu meiner, deiner und unserer Kasse.
Bitte nehmt die Leser(innen) mehr ernst.

Schokoholic
16.01.2009, 15:09
Ja, und die armen, armen Männer, deren Frauen mehr verdienen - der Text trieft nur so von Klischees und überholten Rollenmustern.

Genneris
20.01.2009, 23:01
Was ich an dem Dossier bemerkenswert fand, war der letzte Text über den supergroßzügigen Mann.

Allerdings haben solche Kampfschenker nur eine Chance solange es Menschen gibt die diese Geschenke auch annehmen und damit auch die Aufgabe die mit diesem Schenken verknüpften aber unausgesprochenen Erwartungen zu erfüllen.

Carolly
21.01.2009, 15:58
bei uns gibt es keinen Streit ums Geld. mein partner und ich verdienen beide genug, aml ich mehr mal er, und getrennte Konten haben wir auch nicht. Wir leben schliesslich zusammen, warum sollte man dann also das Geld teilen oder Ausgaben nicht zusammen bezahlen? Allerdings fuehren wir ein Haushaltsbuch. Wenn wir sehen dass in einem Monat zu viel Geld fuer z.B. Kleidung ausgegeben wurde dann ueberlegen wir zusammen ob das noetig war, einmalige Anschaffungen, mehr noetig ist, oder wie man den Posten reduzieren koennte. Das geht gut, aber ich glaube auchd ass wir beide gut mit Geld umgehen koennen.

twix25
26.01.2009, 19:28
ich kenns aus einer langen ehe mit traditionellen rollenverteilungen so, dass ER das geld verdient hat und WIR haben es ausgegeben!
es gab darüber niemals einen ansatzweisen ärger!

als ich mich getrennt hab, weil er mich permanent betrogen hat und er dann, weil er sich nicht trennen wollte, unterhalt zahlen sollte...gabs einen solchen ärger, wie ihr es euch nicht vorstellen könnt...JAHRE und mit klagen!

mein neuer freund ist da ganz anders...er hat immer angst, ich wolle ihn übervorteilen!
ÄTZEND...er kann superkleinlich sein und megagroßzügig!
hauptsache er hat das gefühl über sein geld bestimmen zu dürfen

ich fänds gut, wenn jeder gibt was er hat...in SEINER währung!
heißt.....im idealfall!.....untersützt man sich gegenseitig!

entw.
1. haben beide gleichviel geld
2. ungleich viel....und man schafft es, sich über getrennte kassen zu einigen
3.einer mehr-einer weniger und ist bedürftiger(z.b. weil durch kinder bedingt nicht soviel arbeit)
dann könnte man es durchaus anders ausgleichen-WENN es für den anderen ein problem ist......also indem man ihm anderen dinge abnimmt, die ihm nicht so leicht fallen

ich merke nur, dass ich meinen partner dadurch mit anderen augen sehe und es mir nicht leichtfällt das geldthema "einfach so" zu lassen.

bei uns läuft es getrennt-ok!und es klappt!
aber im grunde und eher aufgrund eines gefühls hätte ich es in einer lebenspartnerschaft alles lieber gemeinsam

Raupe
27.01.2009, 09:24
Also, wir sind verheiratet und hatten auch schon vor der ehe ein gemeinsames konto - gemeinsames bett = gemeinsames geld!

bei uns gab es noch nie eine diskussion darüber. jeder gönnt sich zwischendurch mal was und bekommt es dann auch vom anderen gegönnt :zwinker:)

wir haben eine lockere absprache, dass wir über dinge, die etwas teurer (vielleicht so ab 200/300 euro) sind, kurz sprechen. aber es ist noch nie passiert, dass der andere gesagt hat: "muss das jetzt sein?"

im gegenteil... ich habe z. b. schon länger mit einer digitalen spiegelreflexkamera geliebäugelt und war immer zu "geizig" so viel geld (900,-- €) auszugeben. und mein mann hat dann irgendwann gesagt "son quatsch, wir gehen JETZT eine kaufen! ist doch toll, wenn du spaß daran hast!" und dann wurde auch direkt noch die passende tasche, ein buch und diverses zubehör mitgekauft.

andersherum wissen wir aber auch beide, dass niemand von uns das geld zum fenster herauswirft und nur geld ausgegeben wird, wenn auch welches da ist.

ich denke, dass in beziehungen in denen geld ständiges streitthema ist, ganz andere dinge im argen liegen...

lg raupe

Antje3
28.01.2009, 08:19
Hallo

ich denke auch, egal welche Regelung mit Geld man hat, wichtig ist, daß beide mit dieser Regelung zufrieden sind, daß wichtige Geldangelegenheiten, Ausgaben, Eintragungen abgesprochen sind.

Schwierig ist es meiner Ansicht nach, wenn der eine Partner entscheidet, wie es zu laufen hat und der andere Partner sich dabei unwohl oder übervorteilt fühlt.

Und immer immer immer gilt für mich: Wenn man in den "Guten Tagen" einer Beziehung über Geld nicht sprechen kann und Dinge eindeutig regeln kann, warum glauben manche dann, daß das in den "Schlechten Tagen" gehen würde?

Ich bin immer wieder erstaunt, wie negativ Gespräche über Geld und Regelungen dazu besetzt sind. Dazu braucht man nur mal im Heiratsforumsbereich Beiträge zum Thema "Ehevertrag" lesen - da werden Absprachen zum Thema Geld und Unterhalt gerne mal als mangelnde Liebe ausgelegt mit dem Totschlag-Argument "wenn man sich liebt, braucht man keinen Ehevertrag"....

Und ich denk mir dann immer: Wer mal vor Familiengerichten erbitterte Streits um Geld erlebt hat, würde das sicher nicht unterschreiben.

Antje

Inaktiver User
28.01.2009, 21:58
ich denke auch, egal welche Regelung mit Geld man hat, wichtig ist, daß beide mit dieser Regelung zufrieden sind, daß wichtige Geldangelegenheiten, Ausgaben, Eintragungen abgesprochen sind.


Du hast schon Recht, das ist die Ausgangsbedingung. Aber wie wir (fast) alle wissen werden Abmachungen auch von an sich zuverlässigen Leuten schon mal unterwandert - und dann beginnen eben die Auseinandersetzungen!

Ganivelle
05.02.2009, 18:36
Eigene Gedanken zu "Bertram und Isa" aus dem Dossier:

Bei den Kreditgesprächen zur Gründung meiner Firma wurde ich von verschiedenen Leuten mehrfach gefragt, ob, gesetzt den Fall, mir würde mal irgendetwas passieren, mein Mann mich denn auch ernähren könne. „Ja klar!“ gab ich da immer zur Antwort – denn man will sich ja keine Blöße geben. In Wirklichkeit kann er das aber nicht. Tatsächlich schafft er es oft noch nicht mal, mit seiner eigenen kleinen Ein-Mann-Firma genügend Geld zu erwirtschaften, dass er wenigstens seine laufenden Fixkosten und Versicherungen bedienen kann. Meistens muss ich auch da noch einspringen und etwas zuschießen, damit es keine Rückläufer von der Bank oder dauernd Mahnungen gibt. Würde mir tatsächlich einmal etwas zustoßen, so dass ich nicht mehr arbeiten könnte, würden wir zwar sicher nicht verhungern, denn natürlich bin ich entsprechend versichert, aber aus unserem Haus, das wir vorletztes Jahr gekauft haben, müssten wir wahrscheinlich ausziehen. Jetzt – wo wir ansonsten eigentlich „aus dem Gröbsten raus“ sind, was die Existenzgründung betrifft – wünsche ich mir Kinder. Aber ich weiß schon jetzt, dass es mir nicht vergönnt sein wird, mich eines Tages auch so, wie ich es mir früher immer vorgestellt habe, um die Kinder kümmern zu können. Mir wird es nicht wie so gehen wie manchen Frauen, die nichts gelernt und im Beruf noch nichts geleistet haben, bevor sie sich schwängern ließen. Die dann selbstverständlich zu Hause bei den Kindern bleiben und vielleicht auch noch darüber jammern. Ich werde, so viel ist klar, baldmöglichst nach der Geburt wieder arbeiten müssen. Weil wir es sonst nicht schaffen. Vielleicht – dieser Gedanke drängt sich mir manchmal auf – hat es deshalb bis jetzt, nach fast zwei Jahren Warten, noch nicht geklappt mit dem Nachwuchs. Und manchmal bin ich deshalb sehr verzweifelt.

Nocturna
06.02.2009, 13:54
Du hast schon Recht, das ist die Ausgangsbedingung. Aber wie wir (fast) alle wissen werden Abmachungen auch von an sich zuverlässigen Leuten schon mal unterwandert - und dann beginnen eben die Auseinandersetzungen!
Deshalb reicht es meines Erachtens nicht aus, sich in pekuniären Angelegenheiten auf Abmachungen zu verlassen, die einen oder beiden Partner überdurchschnittlich viel Entgegenkommen abverlangen.

Ich bin eindeutig dafür, dass man in Geldangelegenheiten gleich ticken muss, damit man dieses Thema aus der Partnerschaft heraushalten kann und selbst diesen Paaren empfehle ich einen Ehevertrag.

Inaktiver User
14.02.2009, 08:46
Jetzt – wo wir ansonsten eigentlich „aus dem Gröbsten raus“ sind, was die Existenzgründung betrifft – wünsche ich mir Kinder. Aber ich weiß schon jetzt, dass es mir nicht vergönnt sein wird, mich eines Tages auch so, wie ich es mir früher immer vorgestellt habe, um die Kinder kümmern zu können. Mir wird es nicht wie so gehen wie manchen Frauen, die nichts gelernt und im Beruf noch nichts geleistet haben, bevor sie sich schwängern ließen. Die dann selbstverständlich zu Hause bei den Kindern bleiben und vielleicht auch noch darüber jammern.

Na, wenn das kein Klischee ist :smirksmile:
Ich hatte immer vor, sobald Kinder da sein würden, eine Weile die Erziehung zu übernehmen (übrigens abwechselnd mit meinem Mann, das klappte aber nicht, er wollte nicht "Hausmann" sein, wie sich zeigte, als es so weit war).
Wie hab ich das gemacht: ich arbeitete vor dem ersten Kind einige Jahre in einem Unternehmen, dessen Leitende dann damit einverstanden waren, mir Arbeit für zu Hause anzuvertrauen.
Ich habe bis zu dem Augenblick, in dem ich wieder in den Betrieb zurückkonnte (als die Kinder schulpflichtig wurden) eine Art Halbtagsjob im trauten Heim, aufgeteilt auf die Stunden des Tages, an denen ich Luft hatte, ausgeübt, mit einmal die Woche für diverse Besprechungen in der Firma.
Hat alles gut geklappt, und mit dem Ersparten aus früheren Zeiten und dem, was ich verdiente, wäre ich auch ohne das Gehalt meines Mannes mitsamt den Kindern über die Runden gekommen.
Frau muss also nicht verzweifeln, sie muss nur planen.
Ob, wie du schreibst, sich Frauen "schwängern lassen", um dann zu Hause bleiben zu können, weiss ich nicht. Dass sie sich allerdings in so einem Fall in volle Abhängigkeit begeben, die sich sehr schnell zum Absturz auswachsen kann, wird jeder/jedem einleuchten.