PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 2 Jahre Kampf gegen Panikattacken ... Ich kenne das



wanschi
08.01.2009, 13:42
Hallo,

Seit 2 Jahren leide ich nun unter Panikattacken. Angefangen hat es am 07.01.2007 auf der A1 in Hamburg! Nach diesem Tag wurde alles anders.

Aber heute am 08.01.2009 kann ich sagen, es geht mir viel viel besser. In diesen 2 Jahren habe ich sehr viel über mich gelernt und nach den Ursachen geforscht. Und es hat geholfen.

2005 bin ich Mutter von einem wunderbaren Sohn geworden, im Dezember 2006 habe ich wieder angefangen zu arbeiten, in einem Job wovon ich überhaupt keine Ahnung hatte und auch keine Lust dazu hatte. Eingeredet hatte ich mir immer das wird schon, aller Anfang ist schwer. Ich arbeitete in Vollzeit, hatte einen Arbeitsweg von 75 km, mein Freund lag viel aus, ich war also allein. So begann die Attacken. Es folgten unzählige Krankschreibungen.

Im Juni entschloss ich mich in eine Klinik zu gehen, da wird alles auseinander genommen, die meiste Schuld an meiner Situation hatte zu der Zeit mein Freund. Ich kam nach 6 Wochen aus der Klinik heraus und fühlte mich besser, konnte eine zeitlang gut arbeiten. Bis zum Februar 2008, da fing alles wieder an. Bis heute bin ich krankgeschrieben, aber nicht wegen Panikattcken, sondern weil ich eine ENTSCHEIDUNG getroffen habe, das ich nicht mehr dort arbeiten werde. Seitdem ich diese ehrliche Entscheidung getroffen habe, geht es mir besser und ich baue auf meine Zukunft. Ich werde das machen, was ich schon immer tun werde.

Manchmal merke ich schon noch ein Angstgefühl, aber in mir sind dann ganz stark die Gedanken ausgeprägt, das nichts passieren wird. bestes Beispiel was wohl jeder kennt, an einem Ort zu sein wo man so schnell keine Hilfe bekommt.

Z.B. ich war in Bayern, die Zugspitze vor mir inkl. 1 Stündige Fahrt mit der Zugspitzbahn inkl. Tunnelfart und viele Menschen. Ich hatte Angst, was ist wenn ... aber ich wollte mir auch etwas beweisen. Ich stieg also ein, suchte innerlich noch Auswege um dort wieder heraus zu kommen, aber die Bahn fuhr los! Mein Unwohlsein beruhigte sich und ich genoss tatsächlich die Aussicht. Oben endlich angekommen, wahnsinn sag ich euch, Schnee Sonne satt, ich hatte endlich das Gefühl ich bin dort angekommen wo ich hin wollte , keine Angst und Freiheit, die man sich durch Ängste selbst nimmt.

Rhett
13.01.2009, 18:54
Gratuliere, das hört sich toll an. Diese wiedergewonnene Freiheit ist für Dich sicher ein Supergefühl. Vielleicht gibt das anderen Betroffenen Mut - auch dazu, das eigene Leben ggf. gehörig umzukrempeln, wenn es denn sein muss.