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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schluss mit dem Diätenfrust!



Inaktiver User
30.12.2008, 19:01
Hallo Mädels (Jungs sind seltener betroffen),

nun mal etwas aus politischer, sozial-kulturellen Sicht.

Warum wollt Ihr abnehmen??? Sind es gesundheitliche Gründe, so hat sich die Frage erübrigt. Ansonsten ist es interessant zu erfahren, ob der Wunsch nach weniger Körpergewicht, dem eigenen Wohlbefinden dienen soll oder mehr politisch, sozial & kulturell geprägt ist. In der Gesellschaft der Dienstleistungsstaaten wird durch Männer ein Idealbild geprägt, wonach Frauen, so dünn sein sollen, dass sie fast dem Hungertod erliegen. Zum Einen sind sie dadurch nicht mehr in der Lage, bzw. z schwach, sich um andere Dinge zu kümmern & zum Anderen wird ein Großteil der Hälfte der Menschheit dahingehend motiviert, diesem Idealbild nachzueifern & befasst sich dementsprechend ständig mit sich selbst (Kalorien zählen, Wiegen, Essen, Kotzen, Diäten, Bücher lesen zu dem Thema,…). Wichtige Entscheidungen, beruflicher Erfolg usw. bleiben durch solche Maßahmen vorwiegend dem Männern überlassen. Ein weiterer Aspekt davon ist, die historisch gewachsene Reduktion der Frauen auf ihr äußeres Erscheinungsbild, d. h. eine Art der Objektivierung. Dem sollten wir uns entziehen, indem wir uns nicht ausschließlich mit unserem Körper im Rahmen der allgemeingültigen Propaganda befassen und uns mehr mit unseren Leistungen, Fertigkeiten und Fähigkeiten identifizieren.
Außerdem sind Menschen unterschiedlich. Eine Wertung wie „dünn=gut“ ist ziemlich anmaßend.
Nur in den genannten Zusammenhängen lässt sich m. M. n. erklären, wie Selbstverständlichkeiten, wie „Essen wenn man Hunger hat“, „Aufhören wenn man satt ist“ usw. für viele Betroffene so kompliziert geworden sind.
Das beste „Rezept“ für ein gesundes Selbstwertgefühl ist, gar nicht auf Kleinigkeiten wie fünf kg mehr o. weniger, Kalorientabellen usw. zu achten, sondern Vorhaben in die Tat umzusetzen, die gar nichts damit zu tun haben (wie z. B. eine berufliche Beförderung anstreben, ein Unternehmen gründen, eine lang geplante Reise antreten, sich politisch engagieren, ein Studium absolvieren usw.) . Das Gewicht stellt sich dann von selbst ein. D. h. es bleibt gar keine Zeit zum Überfressen & Kotzen o. Ähnlichem & die gesammelten Kalorien werden viel schneller verbraucht. Es geht nämlich viel zuviel Leistungspotential & kreatives Potential durch solche unnötigen Dinge verloren. Bei Bekannten konnte ich feststellen, dass die ständige Beschäftigung mit ihrem Gewicht nur Frust gebracht hat & langfristig abgenommen hat keine.

Auf ein Ende des Diätfrustes!
Die besten Wünsche für 2009!

Inaktiver User
30.12.2008, 22:44
Dazu muss frau aber erst einmal eine adäquate Stelle finden und auch bekommen (denn es kann und/oder will sich ja nicht jede selbstständig machen) und die bekommt sie leider bei hoher Zahl qualifizierter Mitbewerberinnen nur, wenn sie über ein ansprechendes Äußeres ohne Übergewicht verfügt:knatsch:

Ansonsten: wahre und weise Worte:blumengabe:

Tszimisce
01.01.2009, 10:14
So lange in Frauenzeitschriften für Diäten geworben wird, werden sich Frauen fragen, ob sie nicht vielleicht auch...

So lange Modedesigner öffentlich verkünden, daß Größe 36 für sie schon untragbar unförmig ist, werden Frauen dadurch verunsichert werden.

So lange Männer als ersten Beuteschema-Punkt "schlank, am besten sehr schlank" angeben, werden Frauen versuchen, sich dem anzupassen.

So lange Dicken erzählt wird, daß es doch auf die inneren Werte ankommt, und sie dann trotzdem in der Öffentlichkeit als fett, faul, verfressen dargestellt werden (auch von dir, saranya!), werden sie entweder verzweifeln oder versuchen, mittels Abnehmen aus der Schußlinie zu kommen.

Und die Frage, warum ich abnehmen will: ich gefalle mir einfach deutlich besser, wenn ich nicht nur das Gewicht, sondern auch den Grad der Straffheit erreicht habe, der mir vorschwebt. Und dann strahle ich auch deutlich mehr Selbstvertrauen und Entspanntheit aus.

juliak
01.01.2009, 13:11
Es gibt eine Theorie, die ich ganz treffend finde: sehr vielen Frauen steht ihr Harmonie-Gen im Weg - d.h. sie kämpfen nicht für Ihre Interessen, setzen sich im Job nicht durch, vertreten nicht ihre Meinung usw., weil sie mit Jedem gut stehen und ja nicht anecken möchten. Bloss keine Konflikte! Wie gut ist es dann, wenn man sich den ganzen Tag um den eigenen Körper drehen kann...

Inaktiver User
01.01.2009, 13:30
Harmonie-Gen......Was es nicht alles gibt! :ooooh:

Was saranya oben beschreibt, halte ich für die hausgemachten Probleme eines ewigen Opfers. Warum sollen denn immer die Umwelt und die Umstände herhalten, wenn was schiefgeht?

Wenns gut läuft sucht man die Gründe hingegen nicht aussen, sondern stellt schulterklopfend fest, dass man es ganz allein geschafft hat.

Ich jedenfalls möchte nicht die Verantwortung für mich in fremde Hände legen. Wenn ich will, dass es mir gut geht, muss ich mich persönlich dafür anstrengen.


Brava

Inaktiver User
03.01.2009, 19:28
Dazu muss frau aber erst einmal eine adäquate Stelle finden und auch bekommen (denn es kann und/oder will sich ja nicht jede selbstständig machen) und die bekommt sie leider bei hoher Zahl qualifizierter Mitbewerberinnen nur, wenn sie über ein ansprechendes Äußeres ohne Übergewicht verfügt:knatsch:

Ja, leider! :knatsch::knatsch:

Inaktiver User
03.01.2009, 19:54
Hallo Tszmimisce!

So lange in Frauenzeitschriften für Diäten geworben wird, werden sich Frauen fragen, ob sie nicht vielleicht auch...

So lange Modedesigner öffentlich verkünden, daß Größe 36 für sie schon untragbar unförmig ist, werden Frauen dadurch verunsichert werden.

So lange Männer als ersten Beuteschema-Punkt "schlank, am besten sehr schlank" angeben, werden Frauen versuchen, sich dem anzupassen.

So lange Dicken erzählt wird, daß es doch auf die inneren Werte ankommt, und sie dann trotzdem in der Öffentlichkeit als fett, faul, verfressen dargestellt werden (auch von dir, saranya!), werden sie entweder verzweifeln oder versuchen, mittels Abnehmen aus der Schußlinie zu kommen.



Hallo Brava!

Harmonie-Gen......Was es nicht alles gibt!
Allerdings! So ein Quatsch!

Was saranya oben beschreibt, halte ich für die hausgemachten Probleme eines ewigen Opfers. Warum sollen denn immer die Umwelt und die Umstände herhalten, wenn was schiefgeht?
Also ich nehme eher an, es ist eine Kombination von beiden. Die Überflutung der Beeinflussung durch alle Medien, die sich in sämtlichen Lebensbereichen manifestiert (Berufschancen, Partnerschaft,…) wie sie von Fabiola & Tszmimice auch dargestellt wurde, kann weder geleugnet noch ignoriert werden. Wir sollten schon von den gegebenen Rahmenbedingungen ausgehen.

Ich jedenfalls möchte nicht die Verantwortung für mich in fremde Hände legen. Wenn ich will, dass es mir gut geht, muss ich mich persönlich dafür anstrengen.
Was die Eigeninitiative anbelangt, wollte ich auch nichts weiter, als dahingehend zu motivieren, sich schrittweise mehr & mehr diesem patriarchalischem Einfluss zu entziehen & sich unabhängig von diesem zu verwirklichen.

Inaktiver User
03.01.2009, 20:11
Hallo Tszmimice,

es muss ein Missverständnis sein, denn ich bin nicht der Ansicht, dass "dickere" Personen „fett, faul oder verfressen“ seien. Stattdessen wollte ich darauf hinweisen, dass die Beschäftigung mit Essen, Wiegen, Kotzen, Kalorien zählen usw. (dabei kann man nicht faul sein!) zuviel Potential erfordert, welches anderweitig angewendet werden könnte, ganz gleich, welches Körpergewicht die Betreffenden haben.
Ich wollte auch „Dünne“ ansprechen. Schließlich sind Personen, die an Bulimie erkrankt sind meist sehr durchschnittlich & sehr viele, vorwiegend junge Mädchen, hungern sich zu Tode oder verbleiben - als Folge einer überwundenen Magersucht - mit dauerhaften Organschäden.

Inaktiver User
04.01.2009, 18:12
Danke saranya. Deine Worte sind sehr wahr und dennoch ist es nicht leicht aus diesem Kampf auszusteigen.:knatsch:

Ich dachte, cih wär soweit gewesen. Früher war ich magersüchtig (bis 32 Kilo runter), dann war ich eine Zeit normal. Ich muß sagen, dass ich zu dieser Zeit auch gar nicht so darauf geachtet habe, was und wieviel ich esse.

Heute sieht es so aus, als habe sich die Esstörung umgedreht. Nach Jahren gebeutelt mit Panikattacken, Depressionen, STress usw. ist es heute so, dass sich mein Sättigungsgefühl verabschiedet hat.
Ich bin nciht extrem übergewichtig, aus gesundheitlichen Gründen müsste ich nicht abnehmen (wiege 69 Kilo bei 1,65 m), aber es ist halt das, was im allgemeinen als moppelig bezeichnet wird.
Das ist antrülcih erstmal nichts schlimmes. Vor zwei Jahren machte ich eine Diät, da ich damals schon bei 75 Kilo angekommen war. Ich nahm in vier Monaten 15 Kilo ab und war auf sechzig Kilo. Ich fühlte mich wie neugeboren, aber die Diät war verdammt hart und meine Mitmenschen mussten einiges erleiden.
Ich hatte große Schwierigkeiten wieder aus der Diät auszusteigen, weil sich die, immer noch im Körper sitzende Magersucht wieder meldete und sagte: Ja, nur in dünn bist du etwas wert

Ich konnt den Teufel von der Schulter schubsen und begann wieder "normal" zu essen. (mal ehrlich: Wer legt denn bitte fest, was normales essen ist?).

Jetzt bin ich wieder stetig anschleichend bei 69 Kilo angekommen, die Hosen werden wieder eng und ich weiß, dass ich etwas tun muß. Tun muß ? Ja, warum muß ?
Ganz einfach: Weil ich mir keine neuen Klamotten kaufen will/kann und ich mcih einfach nicht wohl fühle. Figurbetonte Klamotten ziehe ich nicht an, da ich viel zu sehr in der Schraube "so kannst du nicht rumlaufen! Andere ja, aber nciht du!!!" drunhänge.

Es ist also nicht so einfach, nur zu sagen: "Ach, ich mach da nciht mehr mit" Es ist eine Volkskrankheit.

Ich esse jetzt seit drei Tagen keine Süßigkeiten, ich bin nervlich überdreht, habe Heißhunger, bin unausstehlich.:knatsch: Ja, meine Energie ist nur mit durchhalten beschäftigt.:knatsch:

lamusique
04.01.2009, 19:08
ich hab bisher zum glück noch nie sowas erfahren müssen. ist doch echt das letzte, wenn man bei einer bewerbung nur aus so oberflächlichen gründen abgelehnt wird!

madame1985
08.01.2009, 09:58
Hallo,

zu diesem Thema muss ich mich nun auch einmal zu Wort melden.
Irgendwie habt ihr alle Recht - auch wenn ihr unterschiedlicher Meinung seit.

Die Medien und die Gesellschaft leben einem vor, wie man zu sein hat - perfekte Maße, strahlende Haut, lange Wimpern, seidig-langes Haar...
Ich denke - immun dagegen kann nur jemand sein, der vollkommen mit sich zufrieden ist und erhobenen Hauptes, selbstbewusst durchs Leben schlendert. Ich kenne solche Menschen. Ich bewundere sie. Ich finde diese Menschen schön. Auch mit dickem Bauch, Cellulite und kurzen, borstigen Haaren. Diese Menschen haben einfach eine ganz besondere Ausstrahlung und das fasziniert mich.

Ich gehöre leider nicht dazu. Wann immer ich kann und Zeit finde, denke ich darüber nach - wie ich mich optmieren kann. Haare zu kurz, Augen zu kein - Haut zu großporig....

Die Kosmetikindustrie verdient sich an mir eine goldene Nase.
Ich glaube ganz fest an versprochene Unglaublichkeiten - und kaufe, kaufe, kaufe ;)

Dumm. Weiß ich auch - aber leider kann ich nichts daran ändern.
Das Selbstkritische bleibt. Und es wird nicht weniger.
Kennt ihr das, wenn man sich ständig mit anderen Vergleicht und immer das Bedürfnis hat, dass sich irgendetwas an einem selbst ändern muss?
Es ist wie ein Zwang, der für mich irgendwie schon normal geworden ist.

Ich hoffe einfach, dass die Selbstzweifel weniger werden oder aufhören, wenn ich endlich meine Abnehmziele erreicht habe.
Alllerdings glaube ich da selbst noch nicht dran...

fiorina
10.01.2009, 10:29
ich hab bisher zum glück noch nie sowas erfahren müssen. ist doch echt das letzte, wenn man bei einer bewerbung nur aus so oberflächlichen gründen abgelehnt wird!

tja, leider habe ich das bei meiner besten freundin nun schon ein paar mal erleben dürfen. sie wird zu diversen vorstellungsgesprächen eingeladen - und dann ist sense. sie ist sehr deutlich übergewichtig, ich schätze sie so auf um die 150kg bei 1.75m körpergröße.
es wird natürlich nie offen gesagt, dass die absage an ihrem gewicht liegt.
und nun mal ganz ehrlich...
wenn ich personalchef wäre und sollte aus 5 bewerbern jemanden aussuchen - würde ich dann eine enddreissigerin mit zweiffellos bevorstehenden gesundheitlichen problemen nehmen oder eher nicht? denn die probleme werden kommen, so sicher wie das amen in der kirche.
und da hilft es ihr gar nicht, dass sie topqualifiziert ist. leider.

lg, fio (die alles andere als dünn ist)

Inaktiver User
10.01.2009, 11:51
So einen traurigen Fall haben wir auch in der Verwandtschaft, deshalb hatte ich das Problem oben angeschnitten: junge Frau, nett und freundlich, abgeschlossenes Hochschulstudium, arbeitswillig - ABER: übergewichtig, schätzungsweise Kleidergröße 48/50 auf 165 cm Körpergröße, dazu deutlich im Gesicht, an den Händen und Armen sichtbare Hautkrankheit...sie hat weit über 100 (wenn nicht 200) Bewerbungen geschrieben, unzählige Vorstellungsgespärche absolviert, es hagelte jedoch nur Absagen, bis sie über eine Zeitarbeitsfirma eine total schlechtbezahlte Arbeit weit unter ihrer Qualifikation fand. Diese Firma fand ihre Arbeitsleistung aber schon nach kurzer Zeit so gut, dass sie sie der Zeitarbeitsfirma quasi "abkaufte" und unbefristet übernahm. Das ist in meinen Augen der Beweis dafür, dass sie immer nur aufgrund des äußeren Erscheinungsbildes abgelehnt wurde, denn super arbeiten kann und will sie, was sie ja gezeigt hat!

putzheutnich
10.01.2009, 13:28
Ich denke, es geht dabei nicht (nur) um das Äußere, bzw. auch um die Rückschlüsse, die daraus gezogen werden. Viele Menschen denken, dass Dicke maßlos sind, keinen festen Willen und sich nicht im Griff haben. Und wenn das Selbstbewusstsein unter dem Dicksein leidet, merkt das auch das Gegenüber. Und damit kann man sich auch nicht so gut "verkaufen", worauf es heute immer mehr ankommt. :knatsch:

Grüße
phn

Inaktiver User
10.01.2009, 16:41
Danke saranya. Deine Worte sind sehr wahr und dennoch ist es nicht leicht aus diesem Kampf auszusteigen.:knatsch:

Ich dachte, cih wär soweit gewesen. Früher war ich magersüchtig (bis 32 Kilo runter), dann war ich eine Zeit normal. Ich muß sagen, dass ich zu dieser Zeit auch gar nicht so darauf geachtet habe, was und wieviel ich esse.

Heute sieht es so aus, als habe sich die Esstörung umgedreht. Nach Jahren gebeutelt mit Panikattacken, Depressionen, STress usw. ist es heute so, dass sich mein Sättigungsgefühl verabschiedet hat.
Ich bin nciht extrem übergewichtig, aus gesundheitlichen Gründen müsste ich nicht abnehmen (wiege 69 Kilo bei 1,65 m), aber es ist halt das, was im allgemeinen als moppelig bezeichnet wird.
Das ist antrülcih erstmal nichts schlimmes. Vor zwei Jahren machte ich eine Diät, da ich damals schon bei 75 Kilo angekommen war. Ich nahm in vier Monaten 15 Kilo ab und war auf sechzig Kilo. Ich fühlte mich wie neugeboren, aber die Diät war verdammt hart und meine Mitmenschen mussten einiges erleiden.
Ich hatte große Schwierigkeiten wieder aus der Diät auszusteigen, weil sich die, immer noch im Körper sitzende Magersucht wieder meldete und sagte: Ja, nur in dünn bist du etwas wert

Ich konnt den Teufel von der Schulter schubsen und begann wieder "normal" zu essen. (mal ehrlich: Wer legt denn bitte fest, was normales essen ist?).

Jetzt bin ich wieder stetig anschleichend bei 69 Kilo angekommen, die Hosen werden wieder eng und ich weiß, dass ich etwas tun muß. Tun muß ? Ja, warum muß ?
Ganz einfach: Weil ich mir keine neuen Klamotten kaufen will/kann und ich mcih einfach nicht wohl fühle. Figurbetonte Klamotten ziehe ich nicht an, da ich viel zu sehr in der Schraube "so kannst du nicht rumlaufen! Andere ja, aber nciht du!!!" drunhänge.

Es ist also nicht so einfach, nur zu sagen: "Ach, ich mach da nciht mehr mit" Es ist eine Volkskrankheit.

Ich esse jetzt seit drei Tagen keine Süßigkeiten, ich bin nervlich überdreht, habe Heißhunger, bin unausstehlich.:knatsch: Ja, meine Energie ist nur mit durchhalten beschäftigt.:knatsch:

Hallo Chickenwings,

Das hört sich ja schrecklich an! Da machst du ja was mit…. :knatsch::in den arm nehmen:
Sicherlich ist es sehr schwierig, aus diesem „Kampf auszusteigen“.
Nur desto mehr es schaffen, umso einfacher wird es für Anderen. Wäre schön, aber leider utopisch, wenn zukünftige Generationen sich nicht mehr mit diesem Problem auseinandersetzen müssten.

Figurbetonte Klamotten zieh ich auch nur selten an, weil ich als gleichberechtigte Gesprächspartnerin, Kollegin usw. angesehen werden will, ohne dass mir Typen sonst wohin gucken.

Dein Gewicht gibt, wie Du selbst festgestellt hast, keinen Grund zur Besorgnis.
Krampfhaft mit Süßigkeiten aufhören, kann vermutlich nicht gut gehen. Außerdem ist es kontraproduktiv, Essen zu reduzieren. Zwischendurch hab ich auch aufgrund widerwärtiger Umstände kaum was essen können. Da nimmt man aber nix ab, da der Körper jeden Krümel speichert. Wenn man schließend wieder anfängt, richtig zu essen, wird alles angelegt. Als würde der Körper fürchten, es könnte bald einen neuen Engpass geben. Daher finde ich es am besten, wenn man sich erst gar nicht damit befasst, isst was man möchte & sich hauptsächlich ablenkt. Das geht aber nur, wenn die Ablenkung aus Tätigkeiten besteht, hinter welchen man zu 100% steht. Also nicht in dem Stil: „Ich stricke mal einen Schal, den zwar kein Mensch braucht, aber in der Zeit denk ich nicht ans Essen“. Das klappt nicht. Dem ganzen liegt auch eine Identifikation mit Kenntnissen und Fertigkeiten zugrunde sowie mit starken Zielen.
Dies ist ohnehin wichtig, da wir älter werden & somit auch in eine sozial verachtete Kategorie fallen. Auch hier sind vorwiegend Frauen betroffen. :knatsch:
Bei Dir, Chickenwings, ebenso bei sehr vielen anderen, sind das Essen & die Beschäftigung damit zu einem Ersatz geworden. Da ist es umso schwieriger, einen entspannten Umgang zu finden. So etwas kann ich gut nachvollziehen. Bei mir sind es Zigaretten & Kaffee. Hier gilt es, herauszufinden, was durch das Essen, den Tabak (Kaffee find ich jetzt nicht so dramatisch) usw. ersetzt werden soll. Hab mir da schon eine Liste gemacht. Gerade hab ich ganz viel Stress & sehr viel zu tun. Ist es mal bisschen ruhiger, will ich versuchen, mich damit mehr zu befassen, gegebenenfalls auch mit einer Verhaltenstherapie (vielleicht einen Ersatz finden für den Ersatz für welchen das Rauchen steht) zu machen, um davon wegzukommen.

Dir wünsch ich alles Gute & viel Kraft! :smile:

Inaktiver User
11.01.2009, 03:08
Leider werden Frauen tatsächlich häufig wegen Äußerlichkeiten nicht eingestellt. Eine Unverschämtheit! Da die Gründe nicht offiziell angegeben werden, ist es schwierig dagegen vorzugehen (z. B. Anzeige). Eine Freundin wurde sogar mal abgelehnt, weil sie eine Frau ist & eventuell mal Kinder kriegen könnte, obwohl sie das nie vorhatte. & dann gibt es noch die sogenannten „Männerdomänen“, innerhalb welcher sogar unqualifizierte männliche Mitarbeiter bevorzugt werden.
Passen Frauen nicht in das männliche Idealbild (Barbie) & fallen aus der vorgegebenen Rolle, wird mit Sanktionen geantwortet. Aber nicht nur. Es gibt auch positive Resonanz, sogar von Männern. & von Perversen, die sich was „Exotisches“ an Land ziehen wollen. Grusel!

Inaktiver User
11.01.2009, 03:15
Fiorina, wieso sollten Frauen Ende dreißig mit einer guten Qualifikation, die etwas mehr auf den Hüften haben, gesundheitliche Probleme kriegen. Dünne, junge Frauen können auch gesundheitlich beeinträchtigt sein. Das sieht man den Leuten ja nicht auf den ersten Blick an.
Außerdem finde ich, dass auch Menschen mit körperlichen und/oder psychischen Behinderungen die Möglichkeit haben sollten, das zu tun, was sie möchten, auch beruflich.

Inaktiver User
11.01.2009, 03:19
Ich denke, es geht dabei nicht (nur) um das Äußere, bzw. auch um die Rückschlüsse, die daraus gezogen werden. Viele Menschen denken, dass Dicke maßlos sind, keinen festen Willen und sich nicht im Griff haben. Und wenn das Selbstbewusstsein unter dem Dicksein leidet, merkt das auch das Gegenüber. Und damit kann man sich auch nicht so gut "verkaufen", worauf es heute immer mehr ankommt. :knatsch:

Grüße
phn

Das sind doch Rückschlüsse: „maßlos“, „keinen festen Willen“,…
Wegen der allgemeinen negativen Darstellung empfinden sich tatsächlich Personen (vor allem Frauen) mit mehr Körpergewicht – häufig auch ganz dünne, die meinen sie seien zu dick - als minderwertig & strahlen das aus. Viele ziehen sich deshalb sehr unvorteilhaft an… So bedingt einst das andere. Die Diskriminierung von außen wird verinnerlicht und wieder ausgestrahlt.:knatsch:

Inaktiver User
11.01.2009, 03:45
Hallo,

zu diesem Thema muss ich mich nun auch einmal zu Wort melden.
Irgendwie habt ihr alle Recht - auch wenn ihr unterschiedlicher Meinung seit.

Die Medien und die Gesellschaft leben einem vor, wie man zu sein hat - perfekte Maße, strahlende Haut, lange Wimpern, seidig-langes Haar...
Ich denke - immun dagegen kann nur jemand sein, der vollkommen mit sich zufrieden ist und erhobenen Hauptes, selbstbewusst durchs Leben schlendert. Ich kenne solche Menschen. Ich bewundere sie. Ich finde diese Menschen schön. Auch mit dickem Bauch, Cellulite und kurzen, borstigen Haaren. Diese Menschen haben einfach eine ganz besondere Ausstrahlung und das fasziniert mich.

Ich gehöre leider nicht dazu. Wann immer ich kann und Zeit finde, denke ich darüber nach - wie ich mich optmieren kann. Haare zu kurz, Augen zu kein - Haut zu großporig....

Die Kosmetikindustrie verdient sich an mir eine goldene Nase.
Ich glaube ganz fest an versprochene Unglaublichkeiten - und kaufe, kaufe, kaufe ;)

Dumm. Weiß ich auch - aber leider kann ich nichts daran ändern.
Das Selbstkritische bleibt. Und es wird nicht weniger.
Kennt ihr das, wenn man sich ständig mit anderen Vergleicht und immer das Bedürfnis hat, dass sich irgendetwas an einem selbst ändern muss?
Es ist wie ein Zwang, der für mich irgendwie schon normal geworden ist.

Ich hoffe einfach, dass die Selbstzweifel weniger werden oder aufhören, wenn ich endlich meine Abnehmziele erreicht habe.
Alllerdings glaube ich da selbst noch nicht dran...

Auch ich kenne Leute, die mit sich weitgehendst zufrieden sind & sehr gut aussehen. :Sonne: Z. T. & trotz einiger Aspekte, die nicht zum Klischee Barbie passen (viele so gewollt!), gehöre ich auch dazu. Unzufrieden bin ich dennoch mit vielen Dingen in meinem Leben. Die betreffen aber Kenntnisse für die Aneignung welcher keine Zeit da ist; Reisen, die ich (noch) nicht unternehmen kann; Ziele ich die ich schon erreicht haben wollte usw.

Das mit der Kosmetikindustrie ist auch so ’ne Sache… Erst dachte ist, die Modeindustrie schießt ein Eigentor, indem sie Kundengruppen wie Personen mit mehr Gewicht, Ältere, Behinderte, Transsexuelle usw. ausgrenzt. Aber inzwischen glaube ich, sie kooperiert mit der Kosmetik- & der Pharmaindustrie… & das ganze hat noch den „tollen“ Effekt, die Hälfte der Menschen zu beschäftigen, damit sie sich nicht querstellt und mehr Rechte fordert. Klingt das zu verschwörerisch?:wie?:

Inaktiver User
11.01.2009, 13:31
Fiorina, wieso sollten Frauen Ende dreißig mit einer guten Qualifikation, die etwas mehr auf den Hüften haben, gesundheitliche Probleme kriegen. Dünne, junge Frauen können auch gesundheitlich beeinträchtigt sein. Das sieht man den Leuten ja nicht auf den ersten Blick an.
Außerdem finde ich, dass auch Menschen mit körperlichen und/oder psychischen Behinderungen die Möglichkeit haben sollten, das zu tun, was sie möchten, auch beruflich.

Naja, 150 kg bei 1,75 m würde ich nicht als "ein bisschen was auf den Rippen" bezeichnen, da kann ich die Sorge um die Gesundheit verstehen.
Ich kenne natürlich auch Menschen, die so dick sind, keine Frage, dass sie genauso viel wert sind wie alle anderen auch, das meine ich nicht. Aber als Personaler würde ich diese Personen (unabhängig vom Geschlecht) auch nicht bevorzugen.
Ich weiß nämlich von ALLEN mit solch starkem Übergewicht, dass sie ständig beim Arzt sind wegen Knochenproblemen, die eine hat ein neues Knie, die andere bekommt bald eine künstliche Hüfte. Alle zwei Jahre einen Nabelbruch....ein Betrieb muß nunmal wirtschaftlich denken.
Wenn es um zwei Kandidaten ginge, wo die eine eine Figur wie Cate Blanchett und die andere eine Figur wie die meinige hätte (69 Kilo bei 1,65m) und die dürre bevorzugt würde, DANN könnte man eher von "Speckrassismus" ausgehen, aber nicht bei einem 150 Kilofall.

Danke für Deine ausführliche Antowrt, saranya. Ich habe mich dennoch entschlossen die Diät durchzuziehen, habe mich viel bewegt diese Woche und viel weniger Fett gegessen als sonst. Natürlich hat dies auch mit dieser Hirnwäsche unter der die meisten Frauen leiden zu tun, aber auch mit den bereits genannten Dingen. Ich will einfach nicht wirklich dick werden und mir einfach keine Klamotten kaufen müssen, also muß etwas runter.
Ich gebe mir ein Jahr Zeit für 9 Kilo.

Inaktiver User
11.01.2009, 13:50
Das hier:


Die Medien und die Gesellschaft leben einem vor, wie man zu sein hat - perfekte Maße, strahlende Haut, lange Wimpern, seidig-langes Haar...
Ich denke - immun dagegen kann nur jemand sein, der vollkommen mit sich zufrieden ist und erhobenen Hauptes, selbstbewusst durchs Leben schlendert. Ich kenne solche Menschen. Ich bewundere sie. Ich finde diese Menschen schön. Auch mit dickem Bauch, Cellulite und kurzen, borstigen Haaren. Diese Menschen haben einfach eine ganz besondere Ausstrahlung und das fasziniert mich.

ist leider der große Irrtum, dem die meisten Frauen und Männer erliegen. NICHT die Medien geben uns vor, wie wir zu sein haben. WIR tun es!!! WIR sind schuld!!!

Die Medien produzieren das, was sich am besten verkauft. Und wer kauft es? WIR!!!

Solange WIR Zeitschriften kaufen, in denen Kleider an Hungerhaken vorgeführt werden, solange WIR "Germany's next Topmodel" im Fernsehen schauen, solange WIR auf gesundheitsschädigende Diäten aller Art hereinfallen, solange WIR den Schönheitschirurgen unser sauer verdientes Geld ins Haus tragen, solange wird sich NIX ändern.

Also Mädels: lest den Mist nicht!!! Guckt den Mist nicht!!! Kauft den Mist nicht!!

Ihr würdet Euch wundern, wie schnell sich Medien, Klamottendesigner, Kosmetikindustrie umstellen, wenn plötzlich keine Frau mehr ihr mit klapperdürren und künstlich angehübschten Models beworbenes Zeugs kauft.

In diesem Sinne: auf ein konsumbewusstes 2009. Damit endlich die Hysterie um den Jugendwahn ein Ende nehmen kann.

LG, Orlando

Inaktiver User
11.01.2009, 14:27
Das hier:



ist leider der große Irrtum, dem die meisten Frauen und Männer erliegen. NICHT die Medien geben uns vor, wie wir zu sein haben. WIR tun es!!! WIR sind schuld!!!

Die Medien produzieren das, was sich am besten verkauft. Und wer kauft es? WIR!!!

Solange WIR Zeitschriften kaufen, in denen Kleider an Hungerhaken vorgeführt werden, solange WIR "Germany's next Topmodel" im Fernsehen schauen, solange WIR auf gesundheitsschädigende Diäten aller Art hereinfallen, solange WIR den Schönheitschirurgen unser sauer verdientes Geld ins Haus tragen, solange wird sich NIX ändern.

Also Mädels: lest den Mist nicht!!! Guckt den Mist nicht!!! Kauft den Mist nicht!!

Ihr würdet Euch wundern, wie schnell sich Medien, Klamottendesigner, Kosmetikindustrie umstellen, wenn plötzlich keine Frau mehr ihr mit klapperdürren und künstlich angehübschten Models beworbenes Zeugs kauft.

In diesem Sinne: auf ein konsumbewusstes 2009. Damit endlich die Hysterie um den Jugendwahn ein Ende nehmen kann.

LG, Orlando

:schild genau: :blumengabe:

Bis auf die Sache, dass wir ausschließlich selbst verantwortlich sind, stimme ich dem zu. Der Einflus der Medien & der Umgebung ist nicht zu unterschätzen.
Ansonsten wäre super, wenn immer mehr Frauen aussteigen & das nicht mehr mitmachen.:smile:

Inaktiver User
11.01.2009, 14:45
Saranya,

mein Argument funktioniert nur ganz oder gar nicht! Auf mich haben Medien, die mich zum Alien stempeln wollen, keinen Einfluss mehr, weil ich sie schlicht und ergreifend nicht lese, gucke, konsumiere!

Das ist der Ausstieg, auf den ich hinwill. Meine nächste Freundin, Vogue, Elle, Brigitte, Gala, Bunte, InStyle oder sonstwas werde ich erst kaufen, wenn da normale Frauen drin sind. Bis dahin unterstütze ich keinen einzigen Redakteur, der mir einreden will, ich müsse jedes Jahr eine Frühjahrsdiät machen und sähe nur gut aus, wenn ich mich in irgendein Prada-Dings zwänge, das mich zum Clown macht.

Sendungen wie Germany's Next Topmodel, Abnehmfeatures, Schönheitsoperationsfeatures gucke ich nicht. Ich unterstütze keine Sender noch mit meinen Gebühren oder mit dem Werbeetat, die von Frauen verlangen, sich zum Drahtbügel herunterzuhungern!

Ich beteilige mich auch nicht daran, das Aussehen von Prominenten oder von meinen lieben Mitmenschen zu belästern. Prominente sind mir schlicht egal, meinen Mitmenschen gebe ich höchstens dann mal meinen Senf zum Besten, wenn sie mich darum bitten.

Ich gebe einfach kein Geld dafür aus, dass das nächste Model tot in seinem Hotelzimmer gefunden wird. So einfach ist das!

Also, den Medien die Schuld zu geben, ist zu einfach. Wir kaufen das Zeugs! Medien sind ausschließlich deshalb auf der Welt, weil wir ihre Produkte kaufen! Es gäbe kein "Germany's Next Topmodel", wenn das keiner guckt!

Aber wir leben in einem freien Land und ICH entscheide, welchem Menschenbild ich mich anschließe. Und da muss ich leider sagen: anscheinend haben wir in unserer Gesellschaft ein Menschenbild, das Frauen auf Äußerlichkeiten und Männer auf Geld und Macht reduziert. Schade!

LG, Orlando

Inaktiver User
11.01.2009, 14:54
Chickenwings,

Deine Geschichte macht mich nachdenklich. Bist Du denn durch Deine Krankheit hindurch auch persönlich begleitet worden, um den Grund Deiner Essstörung ausfindig zu machen? Konntest Du ihn erkennen? Oder hast Du nur versuchen müssen, wieder "normal" zu werden (wo Du ja richtig feststellst, dass das ja erstmal geklärt werden muss, was das für Dich wäre).

Wäre es vielleicht sinnvoll, jetzt wo Du das Gefühl hast, die Essstörung verkehrt sich in Richtung "zuviel essen", wieder Begleitung zu suchen?


Es ist also nicht so einfach, nur zu sagen: "Ach, ich mach da nciht mehr mit" Es ist eine Volkskrankheit.

Warum ist das für Dich so? Woraus genau willst Du gern aussteigen und was hält Dich davon ab?

LG, Orlando

Inaktiver User
11.01.2009, 15:23
Hey Chickenwings & Fiorina,

Bezüglich Jobs:
150 kg ist natürlich schon was & nicht mehr gesund. Bin eher von der Situation: eine superdünn, gestylt & nicht mal ausreichend qualifiziert & die andere durchschnittlich bis bisschen dicker & gut gebildet ausgegangen.
Aber auch in ersterem Fall kann es sein, dass die gesundheitliche Beeinträchtigung er übergewichtigen Frau nur offensichtlicher ist, während die dünnere auch viele Probleme haben kann.

Zum effektiven Abnehmen sind ein längerer Zeitraum (ein Jahr klingt ja schon gut), viel Bewegung & eine Umstellung der Ernährung notwendig.
Bei mir klappt es automatisch ganz gut mit einem körperlichen Gleichgewicht. Es gibt sehr viel zu tun, so dass ich gar keine Zeit für Sport habe. Vormittags ist meist organisatorischer Kram angesagt, danach bis ca. 20- 21 Uhr Baustelle & dann noch Computeraufträge. Ist das mal geschafft (fertig gebaut), möchte ich es mit Sport versuchen & ab & zu wieder Jobs annehmen, die auf körperlicher Tätigkeit basieren. Dadurch rauch ich auch weniger. & dem Finanzamt ist es egal, woher mein Einkommen stammt, Hauptsache die Steuern werden abgezahlt, sobald der Freibetrag überschritten ist.
Mit dem Essen hab ich Glück mit meinen Präferenzen. Ich nehme fast keine tierischen Produkte (Fleisch ohnehin nicht) zu mir, fahr nicht sonderlich auf Süßigkeiten, Chips, Fastfood & Zuckerlimos ab & mag es auch nicht, wenn alles im Öl schwimmt. Für andere Leute mag das alles eine Überwindung & Verzichte darstellen. So kann ich mir schon vorstellen, wie schwierig es für manche ist… Da kann ich aber nur Mut machen. Denn wenn man einmal ein richtig gut zubereitetes Essen genossen hat, schmeckt Fast Food nur noch widerlich. :zwinker:
& noch was, Waage wegschmeißen & einfach leben!

fiorina
11.01.2009, 15:38
Mit dem Essen hab ich Glück mit meinen Präferenzen. Ich nehme fast keine tierischen Produkte (Fleisch ohnehin nicht) zu mir, fahr nicht sonderlich auf Süßigkeiten, Chips, Fastfood & Zuckerlimos ab & mag es auch nicht, wenn alles im Öl schwimmt. Für andere Leute mag das alles eine Überwindung & Verzichte darstellen. So kann ich mir schon vorstellen, wie schwierig es für manche ist… Da kann ich aber nur Mut machen. Denn wenn man einmal ein richtig gut zubereitetes Essen genossen hat, schmeckt Fast Food nur noch widerlich. :zwinker:
& noch was, Waage wegschmeißen & einfach leben!

gerade erinnerst du mich sehr stark an meine mutter...
die lässt auch keine gelegenheit aus, mir zu erzählen dass sie abends oft vergisst, zu essen - weil sie ja einfach keinen hunger hat.
äh ja. glückwunsch. und seit jaaaahren isst sie ja nur mal ab und zu abends ein schwarzbrot und einen apfel. supi.
man kann nicht ein konzept zur idealen ernährungsweise auf alle anwenden, die grundvoraussetzungen sind doch total verschieden.
sicherlich wäre es wunderschön wenn man sich von diesem ganzen idealkörper-wahn lossagen könnte. ich schaff das leider auch nicht.

fio.

Inaktiver User
11.01.2009, 15:46
Hey Orlando,

Deine Beiträge finde ich toll! :Sonne::blume:

Nur habe ich gelernt, die Dinge differenziert zu betrachten. Deshalb finde ich es nicht so optimal, den Betroffenen ausschließlich selbst die Schuld zu geben. In unserer westlichen Zivilisation ist nun mal so ein Frauenbild wie wir es alle kennen, geprägt worden. Ich sehe es sogar als eine Art „Kriegserklärung“. Im Postfeminismus wurde hierfür & für alles, was mit diesem Idealbild zusammenhängt, ein neuer Begriff geprägt, Lookism. Der wäre nicht entstanden, wäre all das nicht existent. Wir werden täglich & bei jeder Gelegenheit damit konfrontiert, auch wenn wir die besagten Zeitschriften nicht lesen & die Sendungen nicht anschauen. Dieses Bild erscheint in den meisten Filmen, in der Werbung, auf sämtlichen Plakaten, in der Literatur, in der Sprache usw. & darüber hinaus ist es auch noch sehr sexualisiert.
Daher finde ich es nicht so sinnvoll, sich da gegenseitig zu beschuldigen, sondern, wie Du sagst, selbst zu entscheiden, welchem Menschenbild man sich anschließt und andere zu motivieren da auszusteigen und/oder sich zur Wehr zu setzen.
Super, dass Du es geschafft hast! :blumengabe:
Das hab ich auch. Trotzdem rege ich mich über die besagte Propaganda auf, die Frauen krank macht & zu Objekten degradiert. :knatsch:

Inaktiver User
11.01.2009, 15:59
gerade erinnerst du mich sehr stark an meine mutter...
die lässt auch keine gelegenheit aus, mir zu erzählen dass sie abends oft vergisst, zu essen - weil sie ja einfach keinen hunger hat.
äh ja. glückwunsch. und seit jaaaahren isst sie ja nur mal ab und zu abends ein schwarzbrot und einen apfel. supi.
man kann nicht ein konzept zur idealen ernährungsweise auf alle anwenden, die grundvoraussetzungen sind doch total verschieden.
sicherlich wäre es wunderschön wenn man sich von diesem ganzen idealkörper-wahn lossagen könnte. ich schaff das leider auch nicht.

fio.

Das sollte nicht so rüberkommen!
Habe nur erzählt, um ein Beispiel zu geben, wie man ohne Zwang & einfach indem man lebt, aus diesem Dilemma aussteigt. Meine Lebensweise, ist natürlich nicht zu verallgemeinern. Da müssen alle selbst herausfinden, was ihnen persönlich zusagt.
Schwarzbrot (also das ganz dunkle, säuerliche) find ich auch schrecklich. :smirksmile:

Inaktiver User
11.01.2009, 16:33
Hey Orlando,

Deine Beiträge finde ich toll! :Sonne::blume:

Nur habe ich gelernt, die Dinge differenziert zu betrachten.


Äh ja, vielen Dank :zwinker:

LG, Orlando

Inaktiver User
11.01.2009, 16:48
Fiorina,
übrigens wollte ich nicht dass es so scheint, als würde ich aussehen wie Barbie & nur Rezepte erteilen wie man dazu kommt.
Im Gegenteil, ich weiche in sehr vielen Dingen von dem Klischee ab, z. B. Größe, Nase, Augen, Haare, Busen,…
Mit Ausgestiegen sein, meine ich, dass mich diese Dinge nicht interessieren & ich finde, dass ich so ok bin. Nur an meiner Kondition & den schlechten Gewohnheiten könnte ich arbeiten.

Nur um paar Beispiele anzuführen:
- Cellulite – tun nicht weh
- eine Veränderung der Pigmentierung nach einer Verletzung am Bein – sieht nicht sonderlich hübsch aus, juckt aber nicht & tut nicht weh
- schiefe Zähne – solang keine Karies drin sind
- Falten – kommen halt, wenn man älter wird
- Narben von Verletzungen am Arm (Säge abgerutscht) – sind jetzt halt da
- Nase – ohne medizinische Notwendigkeit legt ich mich niemals unter’s Messer
usw.

Aber ich bin so hübsch:zwinker: !!!
& Ihr Alle seid das bestimmt auch :blumengabe: !!!

Inaktiver User
11.01.2009, 18:47
Chickenwings,

Deine Geschichte macht mich nachdenklich. Bist Du denn durch Deine Krankheit hindurch auch persönlich begleitet worden, um den Grund Deiner Essstörung ausfindig zu machen? Konntest Du ihn erkennen? Oder hast Du nur versuchen müssen, wieder "normal" zu werden (wo Du ja richtig feststellst, dass das ja erstmal geklärt werden muss, was das für Dich wäre).

Wäre es vielleicht sinnvoll, jetzt wo Du das Gefühl hast, die Essstörung verkehrt sich in Richtung "zuviel essen", wieder Begleitung zu suchen?



Warum ist das für Dich so? Woraus genau willst Du gern aussteigen und was hält Dich davon ab?

LG, Orlando


Die Gründe wurden analysiert und es wurde lange therapiert. Aber es ist natürlich wie jede andere Sucht auch, sie KANN wieder ausbrechen und ich spüre sie auch, wenn ich meine Ernährung umstelle.
Der Punkt ist, dass ich heute mehr Stress habe (alltäglichen) als früher, und bei Stress neige ich dazu zu futtern, weil ich ja schließlich gelernt habe nicht mehr mit Magersucht darauf zu reagieren.


Woraus aussteigen? Aus dem Thema, aus dem Diätenwahn. Denn bei mir liegt kein gesundheitlich belastendes Übergewicht vor, es ist medizinisch gesehen nicht notwendig, dass ich abnehme. Es ist aber nicht praktikabel. Wenn ich nämlich jetzt nicht die Reißleine ziehe und etwas abnehme, dann müsste ich mir neue KLamotten kaufen und ich will das auch einfach nicht, denn irgendwann ist man dann tatsächlich im gesundheitsbedrohlichen Bereich.
Deshalb ist dies nicht unbedingt Diätenwahn zu nennen und ich denke, dass man das Thema differenzierter angehen muß, als nur zu sagen: "Weiber hört doch einfach auf damit"

Deshalb meine Teilnahme an diesem Thread.

Was die Medien angeht: Der Punkt ist aber auch: Wir müssen nunmal Produkte kaufen, ob einem die Werbung dafür passt oder nicht. Wenn mir zum Beispiel ein Prdukt schmeckt, dann kaufe ich es deshalb und nciht weil mir die Werbung etwas erzählt. Das wiederum wird aber von den Agenturen so aufgenommen als wenn frau natürlich nur nach Werbung kauft. Das ist ein Teufelskreis. Die Schuld lediglich beim Verbraucher zu suchen finde ich etwas vereinfacht.
Dove hat doch normale Frauen ins Programm genommen, alle Welt fand das super und kaufte die Produkte. Warum zieht keiner nach? Am Publikum kanns doch nicht wirklich liegen, dann.

Ich vermute eher dahinter, dass (auch wenn ihr mich jetzt Mrs. Conspiracy nennt) ein bestimmtes Frauenbild erschaffen werden soll mit langsamer und eingehender Gehirnwäsche. Ich gucke ohnehin nie Werbung, ausser sie trifft mit unabsichtlich, deshalb kann ich als Verbraucherin gar nicht nach Werbung entscheiden, was ich kaufe. Ich kaufe, was mit Qualitätsmäßig passt und mir schmeckt oder was weiß ich was.

Inaktiver User
11.01.2009, 18:53
Fiorina,
übrigens wollte ich nicht dass es so scheint, als würde ich aussehen wie Barbie & nur Rezepte erteilen wie man dazu kommt.
Im Gegenteil, ich weiche in sehr vielen Dingen von dem Klischee ab, z. B. Größe, Nase, Augen, Haare, Busen,…
Mit Ausgestiegen sein, meine ich, dass mich diese Dinge nicht interessieren & ich finde, dass ich so ok bin. Nur an meiner Kondition & den schlechten Gewohnheiten könnte ich arbeiten.

Nur um paar Beispiele anzuführen:
- Cellulite – tun nicht weh
- eine Veränderung der Pigmentierung nach einer Verletzung am Bein – sieht nicht sonderlich hübsch aus, juckt aber nicht & tut nicht weh
- schiefe Zähne – solang keine Karies drin sind
- Falten – kommen halt, wenn man älter wird
- Narben von Verletzungen am Arm (Säge abgerutscht) – sind jetzt halt da
- Nase – ohne medizinische Notwendigkeit legt ich mich niemals unter’s Messer
usw.

Aber ich bin so hübsch:zwinker: !!!
& Ihr Alle seid das bestimmt auch :blumengabe: !!!

Komisch zu dem Punkt fällt mir wieder ein, dass vor einiger Zeit es mal bei DSDS einen männlichen Kandidaten gab, der fürchterlich viele Pickelnarben im Gesicht hatte. SIngen konnte der gut, war auch sicher sonst in Ordnung, aber darum geht es nichtmal.-

Ich habe mich gefragt, ob eine Frau mit solch einer Kraterlandschaft es auch bis ins Finale geschafft hätte. Ich wette sie wäre nichtmal in den Recall gekommen mit der Begründung, man müsse auf einer Bühne in der Öffentlichkeit nunmal auch gepflegt aussehen.:knatsch: Ich wette es wäre so gewesen.

Es gab ja mal eine, sehr hübsches Gesicht und konnte einigermaßen singen (für's Finale hätte es sicher nicht gereicht, aber es sind schlechtere in den Recall gekommen), sie wurde abgelehnt aus obigen Gründen, sie war pummelig.:knatsch:

Gleichzeitig sieht man in England einen auch nicht sehr schlanken Paul Potts Arien trällern und alle finden ihn toll.

Das Frauen also unter deutlich mehr Druck stehen insgesamt, was das Aussehen angeht dürfte schon klar sein. Und das ärgert mich auch.:knatsch:

Inaktiver User
11.01.2009, 19:09
Hallo Chickenwings,

danke für Deine Antwort, ich möchte auf einiges davon gern näher eingehen:


Der Punkt ist, dass ich heute mehr Stress habe (alltäglichen) als früher, und bei Stress neige ich dazu zu futtern, weil ich ja schließlich gelernt habe nicht mehr mit Magersucht darauf zu reagieren.

Eine Therapie hast Du also gemacht, aber es klingt für mich ein bisschen so, als hätte man Dir nur "die Magersucht aberzogen", bitte verzeih' den Ausdruck, und Dir keine Überlebensstrategie mit an die Hand gegeben. Meine persönliche Erfahrung ist: wenn man ein Mensch ist, der seelisch kaum Abwehrkräfte hat, dann muss man eine kristallklare Überlebensstrategie haben, die nicht nur etwas negiert (wie die "böse" Magersucht), sondern das Leben an sich bejaht. Wie ist das bei Dir?

Das hier:


... es ist medizinisch gesehen nicht notwendig, dass ich abnehme. Es ist aber nicht praktikabel. Wenn ich nämlich jetzt nicht die Reißleine ziehe und etwas abnehme, dann müsste ich mir neue KLamotten kaufen und ich will das auch einfach nicht, denn irgendwann ist man dann tatsächlich im gesundheitsbedrohlichen Bereich.

Ist doch beileibe keine ungesunde Reaktion! Du nimmst zu, weil Du es eine Weile hast schleifen lassen, dagegen willst Du jetzt etwas unternehmen. Bravo! Dass wir uns dem Diätenwahn nicht beugen wollen heißt ja nicht, dass wir nun alle 150kg wiegen wollen und sollen.


Deshalb ist dies nicht unbedingt Diätenwahn zu nennen und ich denke, dass man das Thema differenzierter angehen muß, als nur zu sagen: "Weiber hört doch einfach auf damit"

Richtig, aber war ich undifferenziert? Wo genau? Und warum wäre es nicht einfach, "damit" aufzuhören? Ich meine nicht Deine persönliche Situation, es ist nie einfach, mit persönlichen Situationen aufzuhören. Da braucht man oftmals Hilfe und es dauert lange, ist frustrierend, voller Rückschläge. Ich spreche hier auch aus Erfahrung. Ich meine es generell, dort wo wir die persönliche Entscheidungsfreiheit haben!

Mit dem hier:


Was die Medien angeht: Der Punkt ist aber auch: Wir müssen nunmal Produkte kaufen, ob einem die Werbung dafür passt oder nicht. Wenn mir zum Beispiel ein Prdukt schmeckt, dann kaufe ich es deshalb und nciht weil mir die Werbung etwas erzählt. Das wiederum wird aber von den Agenturen so aufgenommen als wenn frau natürlich nur nach Werbung kauft. Das ist ein Teufelskreis. Die Schuld lediglich beim Verbraucher zu suchen finde ich etwas vereinfacht.

bin ich allerdings nicht einverstanden. Ich muss gar nichts! Mein Geld entscheidet darüber, welche Firma ihre Produkte auch morgen noch verkaufen kann. Natürlich nicht nur meins, denn wir sind nur als Einkaufsgemeinschaft stark :smile:. Ich kaufe z. B. kein Magnum, obwohl es mir schmeckt, weil ich die Eis=sexy-Werbung, bitte um Entschuldigung, einfach zum Kotzen finde.

Aber ich bin auch, was Lebensmittel angeht, in der zugegebenermaßen äußerst glücklichen Lage, nur Bio kaufen zu können. Da wird nicht mit Hungerhaken und künstlichen Lebenswelten geworben. Übrigens sind alle Aldi-/Lidl-/Penny-/etc.-Käufer in der gleichen glücklichen Lage :zwinker: Denn zumindest bei uns im Norden heißt es immer noch "Aldi informiert", werben tun sie nicht, schon gar nicht mit Hochglanz-Models.

Also mein Fazit lautet: ich glaube, wir trauen uns zu wenig Macht zu. Wir fühlen uns als Opfer der Werbung und der Medien im Allgemeinen. Aber ein Opfer bräuchten wir gar nicht zu sein: wir haben das Geld (wie wenig es auch immer sei), auf das die Firmen schielen. Jawoll!

LG, Orlando

Inaktiver User
11.01.2009, 20:32
Eine Therapie hast Du also gemacht, aber es klingt für mich ein bisschen so, als hätte man Dir nur "die Magersucht aberzogen", bitte verzeih' den Ausdruck, und Dir keine Überlebensstrategie mit an die Hand gegeben. Meine persönliche Erfahrung ist: wenn man ein Mensch ist, der seelisch kaum Abwehrkräfte hat, dann muss man eine kristallklare Überlebensstrategie haben, die nicht nur etwas negiert (wie die "böse" Magersucht), sondern das Leben an sich bejaht. Wie ist das bei Dir?

Nein, es wurde nicht nur die Magersucht therapiert aber damit musste man erst anfangen, da ansonsten keine Kraft für den Rest dagewesen wäre. Glaube mir, ich habe einige Monate in der Psychiatrischen zugebracht und anschließend eine ambulante Therapie gemacht was die Auslöser angeht. Jetzt kann man natürlich die Auslöser in diesem Falle nicht wegdenken, sie sind da,insgesamt ist es ein Ergebnis aus einer posttraumatischen Belastungsstörung. SO böse ist Magersucht nicht, habe ich im Übrigen auch nicht so dargestellt, im Gegenteil, sie war damals meine einzige Freundin.:smirksmile:
Wenn ich das Leben nicht bejahen würde, wäre ich tot. Natürlich kommen auch mal schlechte Tage dazwischen, die haben andere Menschen aber auch und diese hängen nicht mit einer Essstörung zusammen.



Ist doch beileibe keine ungesunde Reaktion! Du nimmst zu, weil Du es eine Weile hast schleifen lassen, dagegen willst Du jetzt etwas unternehmen. Bravo! Dass wir uns dem Diätenwahn nicht beugen wollen heißt ja nicht, dass wir nun alle 150kg wiegen wollen und sollen.


Richtig, aber ich hatte im Einganspostiong der TE ein wenig das Gefühl, dass sie Frauen grundsätzlich (ausser die Gesundheitsgefährdeten) von den Diäten wegbringen wollte. Was ja nicht das schlechteste ist, aber einfach nicht praktikabel.:blumengabe:



Richtig, aber war ich undifferenziert? Wo genau? Und warum wäre es nicht einfach, "damit" aufzuhören? Ich meine nicht Deine persönliche Situation, es ist nie einfach, mit persönlichen Situationen aufzuhören. Da braucht man oftmals Hilfe und es dauert lange, ist frustrierend, voller Rückschläge. Ich spreche hier auch aus Erfahrung. Ich meine es generell, dort wo wir die persönliche Entscheidungsfreiheit haben!

Hier hast Du mich missverstanden, ich sprach von dem Streben Saranyas den Frauen ein Leben ohne DIäten ermöglichen zu wollen. Ich meinte gar nicht Dich. Ich bezog mich auf den Gesamtthread.



bin ich allerdings nicht einverstanden. Ich muss gar nichts! Mein Geld entscheidet darüber, welche Firma ihre Produkte auch morgen noch verkaufen kann. Natürlich nicht nur meins, denn wir sind nur als Einkaufsgemeinschaft stark . Ich kaufe z. B. kein Magnum, obwohl es mir schmeckt, weil ich die Eis=sexy-Werbung, bitte um Entschuldigung, einfach zum Kotzen finde.

Naja, woher soll derjenige, der keine Werbung guckt, das wissen?:smirksmile: Was zum Beispiel mit Dingen, die man wirklich braucht? Sind nicht beispielsweise alle Mineralwasserwerbungen mit hyperschlanken und sportiven Frauen besetzt? Korrigiere mich, wenn ich mich irre. Was nun? Kein Wasser mehr kaufen?:smirksmile:
Ich weiß nicht, ob ich auf ein leckeres Magnum verzichten möchte, nur weil die Werbeagenten zu dämlich sind zu begreifen, dass man es nicht wegen der Werbung gekauft hat. Wenn sie wüßten wie lecker ihr Eis ist, dann bräuchten sie das doch gar nicht. Warum sollte ich mich zurückhalten nur weil mir wildfremde Menschen falsche Schlüsse ziehen?
Nein, mach ich nicht.
Und Du schreibst, dass Dein Geld mit entscheidet. Eben! Meins auch und da ich es nicht wie Sand am Meer habe kaufe ich auch günstige Produkte, egal welche Werbung dafür läuft.
Als Opfer fühle ich mich übrigens nicht, zumindest nicht als Opfer der Medien.

Aber wenn gar keiner Aufschreit bleibt ja alles wie es ist und das ist verdammt langweilig.:smirksmile:

Malina70
11.01.2009, 21:01
Hallo zusammen,

ich steh dem Thema ein wenig zwiespältig gegenüber. Auf der einen Seite bin ich auch der Meinung, dass die Energie, die viele Frauen in dauernde Diäten und dem beständigen Kreisen um ihr Gewicht und Aussehen allgemein verwenden, besser investiert werden könnte.

Auf der anderen Seite denke ich aber auch, dass Äußerlichkeiten durchaus auch das Selbstbild und Selbstbewusstsein beeinflussen können. Ich selbst fühle mich einfach attraktiver, wenn ich ein bestimmtes Gewicht (das weit von Model-Maßen entfernt ist, so ca. BMI von 23) nicht wesentlich überschreite. Ich mag mich lieber halbwegs straff und sportlich und mit eingedämmter Cellulitis.

Und ich finde, es sind nicht nur die Medien, die ein bestimmtes Frauenbild propagieren. Die meiste modische Kleidung ist erstens nur bis zu einer bestimmten Konfektionsgröße überhaupt erhältlich (sieht man von Spezialläden ab) und sieht zweitens oft auch nur an halbwegs normalgewichtigen Frauen gut aus.

Und welche Frau will sich ernsthaft völlig davon freimachen, einigermaßen gut aussehen zu wollen? Und selbst wenn eine Frau mir versichert, es sei ihr schnurzpiepegal, wie sie aussähe, und sie würde sich notfalls auch ein Zelt überwerfen, würde ich mich fragen, welches Selbstbild dahinter steckt.

Ich glaube, der Anspruch, sich völlig von herrschenden Schönheitsidealen frei machen zu wollen (egal, wo sie nun ursprünglich herkommen), ist eine Illusion. Und ich wage die Behauptung, dass die Anstrengung, auf dieses Schönheitsideal nichts mehr zu geben, unter Umständen genauso viel Energie fressen kann, wie ein Leben auf Dauerdiät.

Ich habe für mich beschlossen, dass es mir reicht, wenn ich mein Wohlfühlgewicht errreicht habe. D.h ich lebe bewusst einen Kompromiss zwischen kritikloser Unterwerfung unter das herrschende Schönheitsdiktat und einer das-ficht-mich-alles-nicht-an-Haltung. Das heißt,ich bin nicht auf Dauerdiät, aber wenn ich merke, dass ich mich vom Wunschgewicht entferne, trete ich auf die Essbremse, allerdings ohne zu hungern.

Ich finde, es muss keine entweder-oder-Entscheidung sein, ein entspannterer Umgang mit sich selbst reicht oft schon aus.

Viele Grüße,

Malina

Inaktiver User
12.01.2009, 00:00
SO böse ist Magersucht nicht, habe ich im Übrigen auch nicht so dargestellt, im Gegenteil, sie war damals meine einzige Freundin.:smirksmile:

Das meinte ich auch nicht auf Dich gemünzt, liebe Chickenwings, sondern eher auf Freunde, Familie, Umfeld, die manchmal doch meinen, man müsse ja "nur" die "böse" Krankheit wegtherapieren und dann wäre man ja sicher wieder "ganz die alte". Dass Du sie als Freundin empfunden hast, kann ich nachvollziehen, mir geht das mit meiner "Situation" teilweise heute noch so.

Aber es liest sich für mich doch eher gut, dass Du auch eine therapeutische Begleitung hattest, die Dich und Dein Wesen zum Thema hatte.


Wenn ich das Leben nicht bejahen würde, wäre ich tot. Natürlich kommen auch mal schlechte Tage dazwischen, die haben andere Menschen aber auch und diese hängen nicht mit einer Essstörung zusammen.

Geht mir genau so. Schön, das auch von Dir zu zu lesen :blumengabe:.


Richtig, aber ich hatte im Einganspostiong der TE ein wenig das Gefühl, dass sie Frauen grundsätzlich (ausser die Gesundheitsgefährdeten) von den Diäten wegbringen wollte. Was ja nicht das schlechteste ist, aber einfach nicht praktikabel.:blumengabe:

Ach so, stimmt. Ich bin auch eine, deren Hosenbund manchmal zu eng sitzt und dann muss was getan werden. Aber das halte ich auch nicht für ungesund, wenn man da mal eine kleine "Diät" macht.


Hier hast Du mich missverstanden, ich sprach von dem Streben Saranyas den Frauen ein Leben ohne DIäten ermöglichen zu wollen. Ich meinte gar nicht Dich. Ich bezog mich auf den Gesamtthread.

Ach so, danke für die Aufklärung :smile:.


Naja, woher soll derjenige, der keine Werbung guckt, das wissen?:smirksmile: Was zum Beispiel mit Dingen, die man wirklich braucht? Sind nicht beispielsweise alle Mineralwasserwerbungen mit hyperschlanken und sportiven Frauen besetzt? Korrigiere mich, wenn ich mich irre. Was nun? Kein Wasser mehr kaufen?:smirksmile:
Ich weiß nicht, ob ich auf ein leckeres Magnum verzichten möchte, nur weil die Werbeagenten zu dämlich sind zu begreifen, dass man es nicht wegen der Werbung gekauft hat. Wenn sie wüßten wie lecker ihr Eis ist, dann bräuchten sie das doch gar nicht. Warum sollte ich mich zurückhalten nur weil mir wildfremde Menschen falsche Schlüsse ziehen?

Dinge, die man wirklich braucht, wie Wasser und Brot kann man völlig (na ja, so einigermaßen) werbefrei "um die Ecke" kaufen. Man kann bei uns in Deutschland sogar das Wasser aus der Leitung trinken und ich habe noch kein Wasserwerk gesehen, das mit sportiven Frauen wirbt *grins*. Ich kaufe zum Beispiel St. Leonhards Wasser. Die werben mit ihren Flaschen :smile:. Tja, aber Du hast trotzdem recht: wenn man gar keine Werbung guckt? Auf ein leckeres Magnum verzichten? Ist wohl nicht für alle so leicht wie ich es mir manchmal für mich mache.


Aber wenn gar keiner Aufschreit bleibt ja alles wie es ist und das ist verdammt langweilig.:smirksmile:

Da stimme ich mal wieder voll zu :blumengabe:.

Gute Nacht, Orlando

Inaktiver User
12.01.2009, 00:06
Und ich finde, es sind nicht nur die Medien, die ein bestimmtes Frauenbild propagieren. Die meiste modische Kleidung ist erstens nur bis zu einer bestimmten Konfektionsgröße überhaupt erhältlich (sieht man von Spezialläden ab) und sieht zweitens oft auch nur an halbwegs normalgewichtigen Frauen gut aus.

Wenn sich modische Kleidung verkauft, in die sich auch eine normalgewichtige Frau erst hineinhungern muss: unsere Schuld! Ernsthaft!


Und welche Frau will sich ernsthaft völlig davon freimachen, einigermaßen gut aussehen zu wollen? Und selbst wenn eine Frau mir versichert, es sei ihr schnurzpiepegal, wie sie aussähe, und sie würde sich notfalls auch ein Zelt überwerfen, würde ich mich fragen, welches Selbstbild dahinter steckt.

Nee, da haste recht. Ich finde mich auch hübscher, wenn ich ein bisschen auf mich achte. Und in der Tat mache ich da sogar ziemlich viel, damit mein Spiegelbild zurücklächelt. Aber zwischen "gepflegt und gutaussehend" und "dem herrschenden Schönheitsideal hinterherhecheln" liegen für mich auch Welten.

LG, Orlando

Inaktiver User
12.01.2009, 08:40
Wenn sich modische Kleidung verkauft, in die sich auch eine normalgewichtige Frau erst hineinhungern muss: unsere Schuld! Ernsthaft!


Da gebe ich Dir recht. Beispiel: Meine Magersuchtzeit! Ich ging in die Läden, schauen, ob nicht vielleicht so langsam schon die Größe darunter passt. Bei den Levis Größen wollte ich unbedingt erst W 26, dann W 25, teilweise mussten die die einfliegen lassen. Also hieß es für die Ladenbesitzer: Och guck mal, da ist Bedarf!

Ich weiß auch noch, wie ich mir die ersten Shirts in XS gekauft habe, S war ja viel zu dick, die hingen dann an meinem Schrank, um mir als Vorbild zu dienen.:gegen die wand:

Heute ist mir das wurscht was da drauf steht, von mir aus kann da XXL draufstehen, wenn mir das passt, dann ist es ok. Allerdings frage ich mich dann immer, wenn bei meiner (eigentlichen Größe M ) dann schon XXL draufstünde, wie klein sind dann bitte die Größen S oder XS?:ooooh:
Seitdem habe ich mich entschlossen in diesen Läden mit verschobenen Größen nicht mehr zu kaufen.

madame1985
12.01.2009, 10:03
Saranya,

mein Argument funktioniert nur ganz oder gar nicht! Auf mich haben Medien, die mich zum Alien stempeln wollen, keinen Einfluss mehr, weil ich sie schlicht und ergreifend nicht lese, gucke, konsumiere!

Das ist der Ausstieg, auf den ich hinwill. Meine nächste Freundin, Vogue, Elle, Brigitte, Gala, Bunte, InStyle oder sonstwas werde ich erst kaufen, wenn da normale Frauen drin sind. Bis dahin unterstütze ich keinen einzigen Redakteur, der mir einreden will, ich müsse jedes Jahr eine Frühjahrsdiät machen und sähe nur gut aus, wenn ich mich in irgendein Prada-Dings zwänge, das mich zum Clown macht.

Sendungen wie Germany's Next Topmodel, Abnehmfeatures, Schönheitsoperationsfeatures gucke ich nicht. Ich unterstütze keine Sender noch mit meinen Gebühren oder mit dem Werbeetat, die von Frauen verlangen, sich zum Drahtbügel herunterzuhungern!

Ich beteilige mich auch nicht daran, das Aussehen von Prominenten oder von meinen lieben Mitmenschen zu belästern. Prominente sind mir schlicht egal, meinen Mitmenschen gebe ich höchstens dann mal meinen Senf zum Besten, wenn sie mich darum bitten.

Ich gebe einfach kein Geld dafür aus, dass das nächste Model tot in seinem Hotelzimmer gefunden wird. So einfach ist das!

Also, den Medien die Schuld zu geben, ist zu einfach. Wir kaufen das Zeugs! Medien sind ausschließlich deshalb auf der Welt, weil wir ihre Produkte kaufen! Es gäbe kein "Germany's Next Topmodel", wenn das keiner guckt!

Aber wir leben in einem freien Land und ICH entscheide, welchem Menschenbild ich mich anschließe. Und da muss ich leider sagen: anscheinend haben wir in unserer Gesellschaft ein Menschenbild, das Frauen auf Äußerlichkeiten und Männer auf Geld und Macht reduziert. Schade!

LG, Orlando


...finde ich gut, deine Einstellung. Leider fehlt mir oft das Selbstbewusstsein und die Kraft, mich gegen Medien und die gesellschaftliche Norm zu stellen. Ich habe den Wunsch, dazuzugehören. In manchen Bereichen braucht man eben etwas aus dieser falschen Welt. Oder genug Ego - gegen den Strom zu schwimmen!

Inaktiver User
12.01.2009, 19:33
...finde ich gut, deine Einstellung. Leider fehlt mir oft das Selbstbewusstsein und die Kraft, mich gegen Medien und die gesellschaftliche Norm zu stellen. Ich habe den Wunsch, dazuzugehören. In manchen Bereichen braucht man eben etwas aus dieser falschen Welt. Oder genug Ego - gegen den Strom zu schwimmen!

Hallo Madame,

ich stelle mich eigentlich gar nicht dagegen, jedenfalls nicht offensichtlich. So viel Ego habe ich denn auch nicht. Oder sagen wir mal besser: so viel Leidensfähigkeit.

Wenn Du mich siehst, kannst Du mich von einer ganz normalen Geschäftsfrau im "Karrieredress" nicht unterscheiden. Ich trage Make up, Parfüm, ein bisschen Geklingel, hochwertige Anzüge/Kostüme und teures Leder mit mir herum. Aaaaaber: ich kaufe eine Handtasche vielleicht zu einem Preis, der mir erst mal die Schuhe auszieht. Dann erwarte ich aber, dass sie 10 Jahre hält und klasse mit mir aussieht.

Äußerlich gehöre ich dazu. Innerlich bin ich Welten entfernt, ein richtiges Alien. Als Alien brauche ich die Fassade, die in dieser Gesellschaft (in dieser "falschen Welt" wie Du sagst) funktioniert, ganz besonders dringend. Ich habe nämlich bewusst entschieden, in GENAU DIESEM System und in GENAU DIESER Gesellschaft leben zu wollen, weil die Gesellschaft, in der ich ich selbst sein könnte, leider noch nicht erfunden wurde.

Ich will also mitmachen und ein paar Kompromisse gehe ich dafür ein (Fassade, jobtaugliche Kompetenzen aufbauen), andere nicht (ständig neue Frisuren, ständig neue Klamotten, jeden Tag eine andere Uhr: Gedöns!). Das ist dann meine ganz persönliche Freiheit.

Oder so. LG, Orlando

Inaktiver User
12.01.2009, 19:41
Da gebe ich Dir recht. Beispiel: Meine Magersuchtzeit! Ich ging in die Läden, schauen, ob nicht vielleicht so langsam schon die Größe darunter passt. Bei den Levis Größen wollte ich unbedingt erst W 26, dann W 25, teilweise mussten die die einfliegen lassen. Also hieß es für die Ladenbesitzer: Och guck mal, da ist Bedarf!

Ich weiß auch noch, wie ich mir die ersten Shirts in XS gekauft habe, S war ja viel zu dick, die hingen dann an meinem Schrank, um mir als Vorbild zu dienen.:gegen die wand:

Heute ist mir das wurscht was da drauf steht, von mir aus kann da XXL draufstehen, wenn mir das passt, dann ist es ok. Allerdings frage ich mich dann immer, wenn bei meiner (eigentlichen Größe M ) dann schon XXL draufstünde, wie klein sind dann bitte die Größen S oder XS?:ooooh:
Seitdem habe ich mich entschlossen in diesen Läden mit verschobenen Größen nicht mehr zu kaufen.

Jetzt mal abgesehen davon, dass man sich manchmal zu kleine Sachen kauft, in die man dann gedenkt hineinzuschrumpfen (ein Fehler, den ich in meinen jüngeren Jahren auch manchmal gemacht habe. Ich habe heute noch eine Jeans, die mir ausschließlich nach dem Tod meiner Mutter gepasst hat, als ich fast 20kg von meinem üblichen Gewicht entfernt war, und in die ich längere Zeit versucht habe, wieder hineinzuschrumpfen :gegen die wand:).

Ähm nochmal: also abgesehen davon: die Klamottengrößen sind wirklich kleiner geworden, habe ich mal irgendwo gelesen. Also kleinere Klamotten werden unter der gleichen Größenangabe verkauft. Seitdem ich das weiß, kaufe ich meine Klamotten für kleine Dinos seelenruhig und ungestresst.

Und Du hast völlig recht: Läden, in denen es nur bis Größe M geht, meide ich auch völlig. Ich war neulich mal in einem Wäschegeschäft, in dem die Verkäuferin nachher sogar aufrichtig bedauert hat, dass sie nur bis Größe 40 herstellen, als ich ihr aufzählte, was ich alles schön fand und gerne mitgenommen hätte. Selbst schuld!

In diesem Sinne: auf ein besseres Körpergefühl für uns alle!

LG, Orlando

Inaktiver User
12.01.2009, 19:56
Heute ist ein Kleid bei mir eingetroffen. Das hatte ich mir bestellt, weil wir im Frühsommer auf einer edlen Hochzeit eingeladen sind und man dann vielleicht auch ein edles Stöffchen anhaben sollte. (endlich ein Grund mal wieder ein schickes Kleid zu ergattern:zwinker:)

Ich probierte es gleich an. Es sitzt so schon wunderbar, das einzige was mich ärgert ist dieser kleine, blöde Hängebauch, den ich habe.:freches grinsen: Der ist so doof. Ich mache aber jeden Tag Situps, damit der straff wird. Ich denke, wenn ich bis dahin so zwei bis drei Kilo runter habe, dann bin ich immer noch nicht sehr schlank, aber dann sieht das Stöffchen echt gut aus an mir.:lachen:

Und falls ich es nicht schaffen sollte, passt das Kleid dennoch. Also: Nix falsch gemacht.:lachen:

madame1985
13.01.2009, 08:45
Hallo :)

dann sind wir uns wahrscheinlich doch recht ähnlich. Allerdings muss ich sagen, dass ich auch schon Spaß daran gefunden habe, schöne Dinge zu kaufen, zu tragen, mich aufzubrezeln und Luxus zu spüren (...wie das klingt ;-) !!!)
Aber manchmal erwische ich mich selbst dabei, wie ich immer mehr und mehr besitzen und haben will, wie ich mich ständig mit anderen Vergleiche und danach unzufriedener bin mit dem, was ich habe ....

Und ich denke eben, dass ich mich auch zu häufig mit unrealistischen Werbeikonen vergleiche und eben alles tun würde, um so zu sein...wie sie! Wobei das ja eben nicht funktioniert. Aber wenn man dann den tollen, neuen Maskara besitzt - (so ist es bei mir) fühlt man sich doch irgendwie direkt besser, oder ist das bei euch anders?

Ich lese unheimlich gerne Frauenzeitschriften, schaue die TopModelz und Blättere durch Kataloge...ich denke, damit suche ich den Ansporn, mehr und mehr an mir zu arbeiten. Ich reize mich, um mich selber unter Druck zu setzen, damit sich an mir etwas ändert...

(...das klingt noch vieeel bescheuerter, ist aber so...)

Ich denke, wenn ich etwas weniger Selbstkritisch wäre, dann wäre das alles etwas anders.
Und dann wäre ich wahrscheinlich auch etwas imuner gegen die ganzen Werbeanschläge und den ganzen Konsumterror :)

Inaktiver User
13.01.2009, 09:43
Hmmm...da muß ich sagen: Ich lese keine einzige Frauenzeitschrift, weil mich das alles nicht interessiert. Ich besitze Schminkzeug, aber nicht tausende von Mascaras, weil der eine ja wieder besser als der andere ist, nein, einer reicht, wenn der leer ist, kommt ein neuer her. Fertig.

Ich kaufe keine sündhaftteuren Antifalten-sonstwas-Cremes, weil mir die billige von Aldi reicht und meine Haut von der billigen wenigstens keinen Ausschlag bekommt.
Klamotten: Ja, ich kleide mich gerne schick, aber oft auch praktisch, da ich mich gut und frei bewegen können will. zu festlichen Anlässen gehe ich dann gerne schick hin und brezel mich dann auch auf, habe aber kein Bestreben irgendweiner Modemoppe ähnlich zu sehen.
Ich weiß, dass die meisten, die mich aufgebretzelt sehen mir sagen, ich hätte verfluchte Ähnlichkeit mit Gillian Anderson, ich nehme das als Kompliment und kümmere mich nicht weiter drum.
Das liegt aber auch nur daran, dass ich sehr ähnliche Gesichtszüge habe, wie sie, mehr nicht.
Figurmäßig konnte ich mit ihr nur mithalten als sie schwanger war.:freches grinsen::freches grinsen::freches grinsen:

Ansonsten bleibt mir dieses Bestreben nach dem Aussehen anderer Menschen wohl erspart, ich habe nur immer das Gefühl, dass dünn sein irgendwie besser sei.

madame1985
13.01.2009, 10:31
Hmmm...da muß ich sagen: Ich lese keine einzige Frauenzeitschrift, weil mich das alles nicht interessiert. Ich besitze Schminkzeug, aber nicht tausende von Mascaras, weil der eine ja wieder besser als der andere ist, nein, einer reicht, wenn der leer ist, kommt ein neuer her. Fertig.

Ich kaufe keine sündhaftteuren Antifalten-sonstwas-Cremes, weil mir die billige von Aldi reicht und meine Haut von der billigen wenigstens keinen Ausschlag bekommt.
Klamotten: Ja, ich kleide mich gerne schick, aber oft auch praktisch, da ich mich gut und frei bewegen können will. zu festlichen Anlässen gehe ich dann gerne schick hin und brezel mich dann auch auf, habe aber kein Bestreben irgendweiner Modemoppe ähnlich zu sehen.
Ich weiß, dass die meisten, die mich aufgebretzelt sehen mir sagen, ich hätte verfluchte Ähnlichkeit mit Gillian Anderson, ich nehme das als Kompliment und kümmere mich nicht weiter drum.
Das liegt aber auch nur daran, dass ich sehr ähnliche Gesichtszüge habe, wie sie, mehr nicht.
Figurmäßig konnte ich mit ihr nur mithalten als sie schwanger war.:freches grinsen::freches grinsen::freches grinsen:

Ansonsten bleibt mir dieses Bestreben nach dem Aussehen anderer Menschen wohl erspart, ich habe nur immer das Gefühl, dass dünn sein irgendwie besser sei.

...sehr löblich :) Das meine ich jetzt nicht böse, aber vielleicht liegt das am Altersunterschied?!

Mal davon ab...wenn ich durch Douglas spaziere...ich kann nicht anders :) Ich glaube ich bin auch ein bisschen Shoppingsüchtig :)))

Inaktiver User
13.01.2009, 10:50
Ich weiß ja nicht wie groß der Altersunterschied ist, ich hab mir jetzt Dein Alter nicht gemerkt. Ich fand das aber früher auch schon nicht sooo wichtig. Ich bin da vielleicht einfach anders gestrickt.:freches grinsen:

Zu Douglas gehe ich nur, wenn ich was brauche.

madame1985
13.01.2009, 11:46
...madame 1985 :) Ich bin 23!

Ist ja auch richtig so. Ich hoffe nur, dass ich - wenn ich mal Kinder und andere Sorgen habe - dem Shopping auch net mehr so verfallen bin :)
Warten wir es ab! ;-)

Inaktiver User
13.01.2009, 11:56
Na, ich bin 33, nicht soooo viel älter, Kinder habe ich keine, dafür allerdings wirklich andere Sorgen. :freches grinsen:

madame1985
13.01.2009, 12:14
;-) Dann hab ich dich mit einer anderen von hier verwechselt...
Sorgen hat doch jeder ;)

Meine Sorge gerade ist, dass ich Hunger hab und nicht weiß, was ich essen soll :)

Inaktiver User
13.01.2009, 12:21
Ist es denn Hunger? Oder ist es Appetit oder Verlangen?

madame1985
13.01.2009, 14:33
...ich denke, es war beides. Schreibe besser jetzt nicht auf, was ich heute Mittag verputzt habe :) Bin nur mal gespannt auf mein nächstes Wiege-Ergebniss...

Inaktiver User
13.01.2009, 20:02
Ui,


Ich lese unheimlich gerne Frauenzeitschriften, schaue die TopModelz und Blättere durch Kataloge...ich denke, damit suche ich den Ansporn, mehr und mehr an mir zu arbeiten. Ich reize mich, um mich selber unter Druck zu setzen, damit sich an mir etwas ändert...

... wenn ich mal wieder das Gefühl habe, ich müsse an mir arbeiten, dann kaufe ich mir einen todschicken Philosophieschmöker mit zu mir passendem Titel und lese mal wieder, was wirklich wichtig ist. Ich habe noch nie bereut, genau die 39 Euro, die das gekostet hat, nicht in eine Creme investiert zu haben.

Aber ich verstehe Dich gut, auch wenn ich hier so vehement mit dem Nudelholz fuchtele. Die retuschierte Hochglanzwelt ist wirklich verführerisch zurechtgemacht. Habe gerade heute bei der Friseurin, weil ich an diesen Strang hier denken musste, in die Gala Style (heißt die so?) geguckt: huuuu, wer da so alles zum Vorbild erklärt wird ...

Aber denk' dran: die sind alle mit Photoshop verschönt, die Damen. Wenn nicht gar mit Skalpell und verbotenen Medikamenten.

In diesem Sinne: einen selbstbewussten Abend wünscht Orlando

Inaktiver User
15.01.2009, 03:32
Hallo zusammen,

ich steh dem Thema ein wenig zwiespältig gegenüber. Auf der einen Seite bin ich auch der Meinung, dass die Energie, die viele Frauen in dauernde Diäten und dem beständigen Kreisen um ihr Gewicht und Aussehen allgemein verwenden, besser investiert werden könnte.

Auf der anderen Seite denke ich aber auch, dass Äußerlichkeiten durchaus auch das Selbstbild und Selbstbewusstsein beeinflussen können. Ich selbst fühle mich einfach attraktiver, wenn ich ein bestimmtes Gewicht (das weit von Model-Maßen entfernt ist, so ca. BMI von 23) nicht wesentlich überschreite. Ich mag mich lieber halbwegs straff und sportlich und mit eingedämmter Cellulitis.

Und ich finde, es sind nicht nur die Medien, die ein bestimmtes Frauenbild propagieren. Die meiste modische Kleidung ist erstens nur bis zu einer bestimmten Konfektionsgröße überhaupt erhältlich (sieht man von Spezialläden ab) und sieht zweitens oft auch nur an halbwegs normalgewichtigen Frauen gut aus.

Und welche Frau will sich ernsthaft völlig davon freimachen, einigermaßen gut aussehen zu wollen? Und selbst wenn eine Frau mir versichert, es sei ihr schnurzpiepegal, wie sie aussähe, und sie würde sich notfalls auch ein Zelt überwerfen, würde ich mich fragen, welches Selbstbild dahinter steckt.

Ich glaube, der Anspruch, sich völlig von herrschenden Schönheitsidealen frei machen zu wollen (egal, wo sie nun ursprünglich herkommen), ist eine Illusion. Und ich wage die Behauptung, dass die Anstrengung, auf dieses Schönheitsideal nichts mehr zu geben, unter Umständen genauso viel Energie fressen kann, wie ein Leben auf Dauerdiät.

Ich habe für mich beschlossen, dass es mir reicht, wenn ich mein Wohlfühlgewicht errreicht habe. D.h ich lebe bewusst einen Kompromiss zwischen kritikloser Unterwerfung unter das herrschende Schönheitsdiktat und einer das-ficht-mich-alles-nicht-an-Haltung. Das heißt,ich bin nicht auf Dauerdiät, aber wenn ich merke, dass ich mich vom Wunschgewicht entferne, trete ich auf die Essbremse, allerdings ohne zu hungern.

Ich finde, es muss keine entweder-oder-Entscheidung sein, ein entspannterer Umgang mit sich selbst reicht oft schon aus.

Viele Grüße,

Malina

Dieses Schönheitsideal ist von außen an uns herangetragen & dem möchte ich mich nicht beugen, weder indem ich mich äußerliche anpasse noch indem ich andere von diesem Bild ausgehend beurteile.
In einigen sozialen Schichten in den arabischen Staaten z. B. ist es für Frauen (!) angesagt, sehr dick zu sein & mit kiloweise Schmuck behangen zu sein. Das spiegelt den Wohlstand des Mannes wieder. Würde ich dort wohnen, dann würde ich mich auch nicht auf die Coach legen & mich ununterbrochen voll stopfen.
Eher bin ich der Ansicht, dass alle ihre eigenen Ideale finden sollten & das Aussehen hier nicht an erster Stelle stehen sollte. Ist man mit sich selbst & den eigenen Leistungen zufrieden, sieht man gleich besser aus. :Sonne:

Inaktiver User
15.01.2009, 03:48
Na, ich bin 33, nicht soooo viel älter, Kinder habe ich keine, dafür allerdings wirklich andere Sorgen. :freches grinsen:

Ich auch.:freches grinsen:

Inaktiver User
15.01.2009, 03:52
...ich denke, es war beides. Schreibe besser jetzt nicht auf, was ich heute Mittag verputzt habe :) Bin nur mal gespannt auf mein nächstes Wiege-Ergebniss...

Einfach genießen!:freches grinsen:
Ohne den Reiz des Verbotenen holt sich der Körper was er braucht & das Wohlfühlgewicht stellt sich von selbst ein. &, der Kopf ist frei für andere Sachen. Indem Sinne war das gemeint, mit dem Aufhören mit Diäten & dem Ganzen Drumherum. Nicht, dass man sich gehen lässt.
Hab bis 2 kurz nach gearbeitet, weil ich unbedingt was zu Ende bringen wollte & bin anschließend zu meinem Freund, auch eine Nachteule. Was hab ich mich gefreut, als er mir Erdbeertorte & Biogemüse hingestellt hat. :smile: Da mach ich mir keine Gedanken über die Kalorien & das zu spät Essen, denn morgen werd ich die Energie bestimmt brauchen.
Mit Kalorientabellen will ich mich erst gar nicht befassen, die sehen schlimmer aus als meine Steuererklärung. :ooooh:

Mit den Klamotten & der Schminke halt ich es ähnlich wie Du, Chickenwings. Die sollen bequem sein & ab & zu was Schickes oder Ausgefallenes. Allerdings will ich den Traum von wasserdichten, warmen Schuhen immer noch nicht aufgeben. Gibt es so was? :grmpf:
Viel Spaß mit Deinem Kleid! Sieht bestimmt ganz toll aus! :Sonne:

Shopping find ich zumeist anstrengend & Frauenzeitschriften les ich nicht. Früher hatte ich die Emma, bis sie mir zu reaktionär wurde.

Nachdem meine Mutter über längere Zeit vergebens versucht hatte, mir beizubringen, mich wie eine Dame zu benehmen, meinte sie mal voller Verzweiflung: „Deine Großmutter war eine hübsche Brünette, ich bin eine hübsche Blondine & Du, Du musst zusehen, dass Du was lernst.“ Damals dachte ich: „Vielleicht hat sie ja recht, sonst ende ich noch mal als ‚hübsche Schwarzhaarige’. :lachen:

Jedenfalls ist es schön, dass sich hier so viele unterschiedliche Frauen beteiligen. :blumengabe:

Gute Nacht!

Saranya

Malina70
15.01.2009, 07:05
Dieses Schönheitsideal ist von außen an uns herangetragen & dem möchte ich mich nicht beugen, weder indem ich mich äußerliche anpasse noch indem ich andere von diesem Bild ausgehend beurteile.
In einigen sozialen Schichten in den arabischen Staaten z. B. ist es für Frauen (!) angesagt, sehr dick zu sein & mit kiloweise Schmuck behangen zu sein. Das spiegelt den Wohlstand des Mannes wieder. Würde ich dort wohnen, dann würde ich mich auch nicht auf die Coach legen & mich ununterbrochen voll stopfen.
Eher bin ich der Ansicht, dass alle ihre eigenen Ideale finden sollten & das Aussehen hier nicht an erster Stelle stehen sollte. Ist man mit sich selbst & den eigenen Leistungen zufrieden, sieht man gleich besser aus. :Sonne:

Aber leider - oder wohl eher zum Glück - leben wir nicht in arabischen Staaten, wo ein hohes Körpergewicht ein Zeichen für Wohlstand ist...

Und ich glaube, für die Masse der Frauen ist es schlichtweg unrealistisch, sich von den gesellschaftlich vorgegebenen Schönheitsidealen zu verabschieden und sich komplett an ihren eigenen Idealen zu orientieren. Letztlich leben wir ja doch alle auch vom Feedback unserer Umwelt.

Ich lehne es auch ab, dauerhaft einem nicht erreichbaren Ideal nachzuhecheln, und ich habe noch was anderes zu tun, als mich 24 Stunden am Tag um meine Schönheit zu kümmern. Aber das heißt nicht, dass ich die vorgegebenen Ideale nicht als gewisse Orientierung nutze. Wie viel ich davon für mich umsetzen kann und will, bestimme allerdings immer noch ich. Und das hängt in der Tat von meinem persönlichen Wohlfühlfaktor ab.

Viele Grüße,

Malina

Inaktiver User
15.01.2009, 08:38
Zum Glück wohnen wir nicht in arabischen Staaten, wie es ansonsten dort um die Frauen bestellt ist dürfte bekannt sein. Das jetzt als Maß aller Dinge für eine Frau darzustellen finde ich doch etwas merkwürdig.:knatsch:

Dann lieber hier leben und ab und an eine Diät machen.:lachen:

Inaktiver User
15.01.2009, 21:16
Zum Glück wohnen wir nicht in arabischen Staaten, wie es ansonsten dort um die Frauen bestellt ist dürfte bekannt sein. Das jetzt als Maß aller Dinge für eine Frau darzustellen finde ich doch etwas merkwürdig.:knatsch:

Dann lieber hier leben und ab und an eine Diät machen.:lachen:

Ja, ich weiß von der üblen Situation in den arabischen Staaten. :knatsch:
Maß aller Dinge, nein, bloß nicht! :ooooh: Dieses Ideal finde ich mindestens so bescheuert wie das der Dienstleistungsstaaten.

- arabische Staaten: übergewichtige Frauen mit Klunkern behagen
- asiatische Staaten: eingeschnürte Füße
- europäische und nordamerikanische Staaten: kurz vorm Hungertod

Alles in allem ergibt: Frau soll nicht in der Lage sein, sich frei zu bewegen. All das ergibt einen Eingriff auf die physische, psychische & soziale Integrität. :knatsch:

Inaktiver User
15.01.2009, 21:23
Funktioniert aber nur, wenn Frauen das auch mit sich machen lassen. Ok in den arabischen Ländern müssen sie mit Steinigung rechnen, da geht man evtl. den Weg des geringeren Widerstandes. (ne Freundin von mir ist Iranerin, die ist als sie 14 war ganz alleine nach Deutschland geflohen, sie wußte nichtmal wo sie genau hinwollte, sie wollte nur da raus und war sich sicher, dass es noch Orte auf der Welt geben muß, in denen sie nicht mit 14 in eine Ehe gezwungen wird, um sie schnell zu schwängern - sie biss sich durch, heute ist sie verheiratet, hat einen Sohn, einen Beruf und ist eine freie Frau)

Geht es denn, nach dem Vorstellungen von oben den Kerlen anders? Die berühmte V-Form? Wollen nicht viele Frauen Muskeln? Von einigen Männern höre ich öfter, dass da auch so eine Art Druck herrscht, es sich aber entweder weniger Männer annehmen (was ich nicht glaube) oder einfach nicht so oft drüber reden, wie wir Weiber.:freches grinsen:

Inaktiver User
16.01.2009, 03:44
Funktioniert aber nur, wenn Frauen das auch mit sich machen lassen. Ok in den arabischen Ländern müssen sie mit Steinigung rechnen, da geht man evtl. den Weg des geringeren Widerstandes. (ne Freundin von mir ist Iranerin, die ist als sie 14 war ganz alleine nach Deutschland geflohen, sie wußte nichtmal wo sie genau hinwollte, sie wollte nur da raus und war sich sicher, dass es noch Orte auf der Welt geben muß, in denen sie nicht mit 14 in eine Ehe gezwungen wird, um sie schnell zu schwängern - sie biss sich durch, heute ist sie verheiratet, hat einen Sohn, einen Beruf und ist eine freie Frau)

Geht es denn, nach dem Vorstellungen von oben den Kerlen anders? Die berühmte V-Form? Wollen nicht viele Frauen Muskeln? Von einigen Männern höre ich öfter, dass da auch so eine Art Druck herrscht, es sich aber entweder weniger Männer annehmen (was ich nicht glaube) oder einfach nicht so oft drüber reden, wie wir Weiber.:freches grinsen:

Das mit Deiner Freundin ist ja heftig & zugleich bewundernswert! :blumengabe:
Ähnliche Geschichten habe ich auch kennen gelernt. Z. B. eine Frau, die aus Algier fliehen musste & nun bei Terre de Famme arbeitet; eine Tunesien, etwas älter als wir, die seit ihrem 17. Lebensjahr vor ihrer Familie auf der Flucht ist usw. Zigeunerinnen haben auch nichts zu melden & ihr Wert steigt mit der Anzahl der Kinder, die sie gebären. Vor kurzem habe ich: „Zur Ehe gezwungen“ von Leila gelesen.
Aber auch in Ländern mit solchen Zuständen gibt es Widerstand. Allerdings ist er dort gleich lebensbedrohlich. Doch was sollen die Frauen dort machen? Es gibt nur die Optionen, sich zu fügen & kein Leben zu haben oder zu kämpfen. Schrecklich!:niedergeschmettert:

Doch auch hier merke ich immer mal wieder Sexismus & finde das traurig.
Sehr schlimm finde ich solche Erfahrungen im Alltag, insbesondere wenn es um Leute geht, die man mag. Neulich habe ich erfahren, dass ein Freund von mir mal eine Frau begrabscht hat. Er hat es zugegeben & den Alkohol vorgeschoben (von welchem er jetzt zum Glück komplett weg ist). Mir gegenüber ist er immer korrekt & inzwischen versteht er meinen Standpunkt. Er ist sehr offen für neue Ideen. Die altmodischen Ansichten kommen noch aus seinem früheren Umfeld. Mit ihm kann man zumindest reden. Andere sind da völlig stur. Letztes Wochenende kam mein Nachbar, ein gelernter Maurer, vorbei, als ich gerade Wände ausgebessert & verputzt habe. Da er zuvor bei einer Betriebsfeier war, war er leicht angetrunken. Er meinte, ohne spezielle Vorrichtungen (die ich mir natürlich nicht leisten kann) hätte er das nicht so glatt gekriegt. Ich dachte nur: „Ein netter Kerl.“ Aber die nächsten Tage hat er nicht mal mehr gegrüßt & erzählt allen, dass Frauen zu blöd wären, da einzuziehen, wo man selbst bauen muss. Tatsächlich wohnen da auch keine. Wahrscheinlich wegen solchen Kerlen. :knatsch: Oder, vor kurzem innerhalb einer politischen Diskussion, die eigentlich ganz spannend war, guckt mich einer an & sagt, ich hätte ja so schöne Augen.’ Spitze!’ Solche & ähnliche Situationen kennt ihr bestimmt alle. Die Beispiele sind ja noch harmlos, doch im Prinzip reicht all das von dummen Sprüchen, über Belästigungen bis hin zu Übergriffen. Die Ideologische Munition für solche Einstellungen & Lebensweisen ist dieses sexualisierte & somit objektivierte Frauenbild.

Für Männer gibt es, glaube ich, sogar zwei Ideale. Das eine, Muskel, V,…, hängt mit Tätigkeit & Bewegung zusammen & das andere, Managertyp (darf auch klein & schmächtig o. übergewichtig sein, Glatze haben, alt sein usw.), mit Geld. Beide Varianten stellen das Ergebnis einer Aktivität (Sport, Arbeit/ geschicktes Wirtschaften) dar, wodurch die Betreffenden zum Subjekt werden. Das ist der bittere Unterschied. :erleuchtung:
Im Gegensatz zu vielen Frauen, die diesen Idealen nacheifern, finde ich sie auch furchtbar. Für mich ist es keine Alternative, das Frauenbild durch ein Männerbild zu ersetzen & dem nachzujagen, auch wenn es einen Tick menschenfreundlicher konzipiert ist.
Hab auch schon mitgekriegt, wie Kerle darunter leiden & versuchen zumindest einem dieser Ideale nachzueifern. Ist aber wesentlich weniger ausgeprägt als bei Frauen. Sie haben noch viel mehr Lebensinhalte, Perspektiven usw. über welche sie sich identifizieren können. Vielleicht liegt es daran!? Aber theoretisch hätten das Frauen auch. Dann ist es wohl doch die geringere Objektivierung!?
Als Problem thematisieren die Kerle diese Situation selten. Meist wird nur angegeben (Heldengeschichten, technische Kenntnisse, schnelle Autos, viele Frauen, wen man nicht alles verprügelt hat, wie man Möglichkeiten erschließt ans schnelle Geld zu kommen,…). :grmpf:

Inaktiver User
16.01.2009, 04:06
Aber leider - oder wohl eher zum Glück - leben wir nicht in arabischen Staaten, wo ein hohes Körpergewicht ein Zeichen für Wohlstand ist...

Und ich glaube, für die Masse der Frauen ist es schlichtweg unrealistisch, sich von den gesellschaftlich vorgegebenen Schönheitsidealen zu verabschieden und sich komplett an ihren eigenen Idealen zu orientieren. Letztlich leben wir ja doch alle auch vom Feedback unserer Umwelt.

Ich lehne es auch ab, dauerhaft einem nicht erreichbaren Ideal nachzuhecheln, und ich habe noch was anderes zu tun, als mich 24 Stunden am Tag um meine Schönheit zu kümmern. Aber das heißt nicht, dass ich die vorgegebenen Ideale nicht als gewisse Orientierung nutze. Wie viel ich davon für mich umsetzen kann und will, bestimme allerdings immer noch ich. Und das hängt in der Tat von meinem persönlichen Wohlfühlfaktor ab.

Viele Grüße,

Malina

Ja, leider ist es unrealistisch. Aber ich komme auch in Kreisen rum, wo das immer mehr thematisiert wird & Frauen wie Männer sich den Idealen verweigern. Es tut sich was!:smirksmile:
Schwierig ist das schon mit dem Dazugehören. Ich weiß nicht wie es bei Dir/Euch im Bekannten- Freundeskreis auf der Arbeit usw. aussieht. & ich weiß auch nicht, was ich machen würde, wenn ich nicht einen Freund hätte, den „Tussis abnerven“, Freundinnen, die sehr interessanten Tätigkeiten nachgehen & mit denen man über alles mögliche reden kann (nicht nur über Typen & Schminktipps) & auch viele nette Freunde, die mich, ebenso wie ich sie, als Persönlichkeit ansehen.

Malina70
16.01.2009, 07:39
Hallo saranya,

ich würde da nicht in entweder-oder-Kategorien denken. Ich kenne durchaus auch genug Frauen, die auf ihr Äußeres achten (Gewicht, Figur, Kleidung, Makeup) und trotzdem klug, interessant und vielseitig interessiert sind.

Mit dem Typ Frau, der sich die Beine nicht rasiert um zu zeigen, wie unabhängig man doch von gängigen Schönheitsidealen ist, hat mich irgendwie auch noch nie überzeugt. Das finde ich irgendwie auch unentspannt.

Zudem muss ich sagen, dass die Frauen, die ich als sehr stilvoll empfinde, eigentlich allesamt schlank sind. Ich kenne zwar auch dickere Frauen, die ihren eigenen Stil haben (u.a. eine sehr dicke Frau, die sich immer in sehr farbenfrohe Wallegewänder kleidet, was zu ihr gut passt), aber das wäre dann nicht unbedingt meiner. Als schlanke Frau hat man einfach mehr Möglichkeiten, sich zu kleiden. Und ich persönlich habe an Mode zumindest soviel Interesse, dass ich mir diese Möglichkeiten nicht nehmen will. Ich habe schon erlebt, wie frustrierend es ist, mit mehr Gewicht einkaufen zu gehen, und nichts gefällt mir an mir richtig gut.

Von daher empfinde ich das Ideal der halbwegs schlanken Frau (von dünn will ich gar nicht reden) durchaus nicht nur als von außen aufgedrückt, sondern das vertrete ich ein Stück weit auch selbst.

Viele Grüße,

Malina

Inaktiver User
16.01.2009, 17:02
Hallo Malina,

Frauen, wie in Deiner Beschreibung kenn ich leider nicht näher, nur aus offiziellen Kontakten (Anwältin, Steuerberaterin, Elektrikerin, Kundinnen von mir, Mitarbeiterin der Versicherung,…). Die scheinen mit sich & der Welt zufrieden & mit beiden Beinen auf dem Boden zu stehen.
Andererseits sind mir auch welche mit Glatze & ‚Männerklamotten’ bekannt, die nicht so authentisch rüberkommen, da sie wieder nur einem Trend hinterher sind. Es mag sein, dass die eine oder andere so fühlt & das umsetzt. Das ist ja voll ok. Aber die meisten, denke ich, haben nur das weibliche Ideal gegen das männliche ausgetauscht, was ich auch nicht gerade optimal finde. :knatsch: Das ist für mich keine Lösung! Mich akzeptieren die nur oberflächlich, d. h. soweit mein Aussehen & meine Tätigkeiten als ‚männlich’ einzuordnen sind. Ich hingegen, bin eher für eine Dekonstruktion dieser Kategorien. Für mich wähle ich, was mir gefällt, ganz unabhängig davon. Z. B. kann ich gut Maurern & Malern, vermeide aber Autofahren, wo es nur geht & kann auch ganz gut kochen. Bei Klamotten ist es mir egal, ob sie aus der Girliabteilung oder der Männerabteilung stammen, Hauptsache sie gefallen mir.
Diese Entweder-Oder-Einstellung vertrete ich, weil diese Wertung ablehne: dünn=gut & dicker=schlecht. Es wäre schön, wenn das aus dem kollektiven Bewusstsein verschwinden würde & alle Menschen sich selbst so entfalten könnten, wie sie möchten. :Sonne: Außerdem spaltet dieses Ideal häufig die Frauen. Sie konkurrieren um die Gunst bei den Männern & entwickeln Neid. :knatsch:
Leider gibt es mehr Möglichkeiten für schlankere Frauen, was Klamotten angeht. :knatsch: Da hast Du Recht! Aber auch das ist ein Aspekt der Konditionierung, der, in einer patriarchalischen Welt, die Maßstäbe setzt, indem Frauen die nicht dem konform sind, sanktioniert werden. Inzwischen gehe nicht mehr gern mit Frauen einkaufen, die dicker sind. Denn ich finde massig Sachen & sie kaum was. & keine von uns kann was dafür. Das deprimiert beide! Oder ich gehe mit & schaue nur nach Sachen für sie. Das ist ziemlich übel & muss nicht sein! Es beschränkt die Lebensqualität & die Beziehungen der Frauen untereinander.

Vielleicht ist meine Haltung zu dem Thema jetzt besser nachvollziehbar. Ich verlang ja auch nicht, dass alle sie teilen. Stattdessen möchte ich nur Misstände aufzeigen & es wäre schön, wen immer mehr Leute etwas dagegen unternehmen würden.

Gruß!

Saranya

Inaktiver User
16.01.2009, 17:12
Mit dem Typ Frau, der sich die Beine nicht rasiert um zu zeigen, wie unabhängig man doch von gängigen Schönheitsidealen ist, hat mich irgendwie auch noch nie überzeugt. Das finde ich irgendwie auch unentspannt.

Ähum, ich bin noch nie auf die Idee gekommen, meine Beine zu rasieren :zwinker:

Ist das nun verkrampft?

Ich bin auch völlig gegen Diäten, schon der Hinweis, was und wieviel ich essen "darf" macht mich aggressiv.

Aber ... es ist nun mal so, dass viele Leute übergewichtig sind, und das finde ich eben doch schlimm. Die Kosmetik finde ich dabei nachrangig. Ich finde es einfach erschreckend, wenn Leute unbeweglich sind, viel Platz beanspruchen und die Treppe nur unter Schnaufen erzwingen können (und daher meist den Fahrstuhl nehmen).

Ich bin froh, dass ich jetzt 7 kg leichter bin als noch vor einem halben Jahr und empfinde die neue Leichtigkeit als sehr positiv.

Leider sind die Frauen, die über ihre Figur jammern, oft diejenigen, die gar nicht abnehmen müssten. Die empfinde ich als extrem verkrampft und außerdem langweilt mich das Gerede von Diäten und Klamotten unsäglich :schlaf gut:

Inaktiver User
16.01.2009, 17:14
Ich rasiere meine Beine nur im Sommer, wenn man sie bei kurzen Klamotten sieht, dann finde ich es auch schöner so. Es würde mich allerdings nie an einer anderen Frau stören, wenn sie ihre Beine nicht rasierte.
Im Winter mach ich gar nix an den beinen, sieht sonst keine Sau und meinen Mann juckt's nicht, also wieso die Arbeit?:lachen:

Inaktiver User
17.01.2009, 13:50
Ähum, ich bin noch nie auf die Idee gekommen, meine Beine zu rasieren :zwinker:

Ist das nun verkrampft?

Ich bin auch völlig gegen Diäten, schon der Hinweis, was und wieviel ich essen "darf" macht mich aggressiv.

Aber ... es ist nun mal so, dass viele Leute übergewichtig sind, und das finde ich eben doch schlimm. Die Kosmetik finde ich dabei nachrangig. Ich finde es einfach erschreckend, wenn Leute unbeweglich sind, viel Platz beanspruchen und die Treppe nur unter Schnaufen erzwingen können (und daher meist den Fahrstuhl nehmen).

Ich bin froh, dass ich jetzt 7 kg leichter bin als noch vor einem halben Jahr und empfinde die neue Leichtigkeit als sehr positiv.

Leider sind die Frauen, die über ihre Figur jammern, oft diejenigen, die gar nicht abnehmen müssten. Die empfinde ich als extrem verkrampft und außerdem langweilt mich das Gerede von Diäten und Klamotten unsäglich :schlaf gut:

Beine rasieren hat doch keine Auswirkung auf die Lebensqualität.

Die Leute, die Du beschreibst haben wohl gesundheitliche Probleme. Erschreckend finde ich das nicht so. Es gibt auch andere Erkrankungen, die nach außen nicht so "nett" wirken...
Früher hat es mich auch genervt, dass so viele, zumeist dünne oder ganz durchschnittliche Frauen ständig mit Diäten usw. beschäftigt sind. Doch inzwischen hab ich festgestellt, dass das Problem tiefer sitzt (...). Deshalb der Thread.

Inaktiver User
17.01.2009, 17:00
Dazu muss frau aber erst einmal eine adäquate Stelle finden und auch bekommen (denn es kann und/oder will sich ja nicht jede selbstständig machen) und die bekommt sie leider bei hoher Zahl qualifizierter Mitbewerberinnen nur, wenn sie über ein ansprechendes Äußeres ohne Übergewicht verfügt:knatsch:



Bin erst spät in diese Diskussion eingestiegen und kann zu diesem Satz nur sagen: Das ist großer Unsinn, wird aber gerne immer weiter verbreitet.

Ich arbeite in einer Position, wo ich dauernd mit Leuten zu tun habe, die "etwas zu sagen haben".
KEINE (!) dieser Frauen ist dünn (im Gegenteil, erfolgreiche Frauen sind oft eher "dicker", jedenfalls nach unseren heutigen verqueren Vorstellungen von dick oder dünn) oder besonders gestylt oder geschminkt. In den wirklich wichtigen Positionen kommt es zwar darauf an, dass die Leute gepflegt sind - wie sie aussehen, ist aber absolute Nebensache.
Beispiel Politik: Guckt euch doch mal die Frauen an, die dort wichtig sind.

Inaktiver User
17.01.2009, 17:13
Beine rasieren hat doch keine Auswirkung auf die Lebensqualität.

Die Leute, die Du beschreibst haben wohl gesundheitliche Probleme. Erschreckend finde ich das nicht so. Es gibt auch andere Erkrankungen, die nach außen nicht so "nett" wirken...
Früher hat es mich auch genervt, dass so viele, zumeist dünne oder ganz durchschnittliche Frauen ständig mit Diäten usw. beschäftigt sind. Doch inzwischen hab ich festgestellt, dass das Problem tiefer sitzt (...). Deshalb der Thread.

Gesundheitliche Probleme, die mit Übergewicht einhergehen, sind im Gegensatz zu manch anderen Erkrankungen vermeidbare Probleme. Davor kann man die Augen nicht verschließen. Und trotz aller "Aufklärung" und niedlicher Beschriftungen auf den Lebensmitteln, die einem sagen, wieviel Kalorien drin stecken, ist das Problem ungelöst, nimmt offenbar sogar zu. Warum? Vielleicht, weil die meisten Leute essgestört sind? Weil uns überall Dickmacher auflauern? Weil wir den Spagat zwischen Fitnesswahn und Fast Food nicht aushalten? Weil Lightprodukte das Gegenteil von dem bewirken, was sie versprechen?

Ich halte es ja mit dem Siebeck: Es muss schmecken. Dann muss man die Kalorien auch nicht so genau zählen. Wenn ich mir desssen Rezepte anschaue: An Butter spart er nie. Trotzdem hält er sein Gewicht seit Jahrzehnten.

Bei mir ist es in letzter Zeit sogar ziemlich vom Feinsten, vor allem, was Obst und Gemüse angeht. Wenn man so richtig leckere Bioware hat, vergeht einem der Appetit auf Süßes ganz von selbst.

Die Psyche spielt natürlich auch eine große Rolle. Das mit dem Kummerspeck ist leider sehr wahr. Da muss erst der Kummer weg, bevor es an den Speck geht.

Inaktiver User
17.01.2009, 17:25
Ich lese unheimlich gerne Frauenzeitschriften, schaue die TopModelz und Blättere durch Kataloge...ich denke, damit suche ich den Ansporn, mehr und mehr an mir zu arbeiten.

Also, da wüsste ich aber was Besseres, als mir ausgerechnet durch das Blättern in Frauenzeitschriften Anregungen zu holen, wie ich an mir arbeiten kann. Welcher Ansporn soll das werden? Dünner, anders geschminkt, anders gekleidet?
Das ist genau der Punkt, warum viele Frauen keinen Schritt weiterkommen im Leben, weil sie sich zuviel mit diesem Mist befassen.

Inaktiver User
17.01.2009, 17:33
Also, da wüsste ich aber was Besseres, als mir ausgerechnet durch das Blättern in Frauenzeitschriften Anregungen zu holen, wie ich an mir arbeiten kann. Welcher Ansporn soll das werden? Dünner, anders geschminkt, anders gekleidet?
Das ist genau der Punkt, warum viele Frauen keinen Schritt weiterkommen im Leben, weil sie sich zuviel mit diesem Mist befassen.

:schild genau::schild genau::schild genau:

Ich habe mir vor einigen Jahren mal für eine längere Autofahrt ein paar "Frauenzeitschriften" geholt.

Eigentlich wollte ich mich auf den Urlaub einstimmen und nur ein bisschen entspannt blättern. Statt dessen werde ich mit Orangenhaut und "Beautysünden" konfrontiert und bekomme das Gefühl, dass ich mich saumäßig, weil modisch gar nicht angepasst, kleide. Und dass meine Bauchmuskeln Aufbau benötigen und ich eine Avocadomaske auflegen sollte.

Wer braucht so was? Wo es so spannende Krimis gibt :freches grinsen:

Inaktiver User
17.01.2009, 19:37
Eigentlich wollte ich mich auf den Urlaub einstimmen und nur ein bisschen entspannt blättern. Statt dessen werde ich mit Orangenhaut und "Beautysünden" konfrontiert und bekomme das Gefühl, dass ich mich saumäßig, weil modisch gar nicht angepasst, kleide. Und dass meine Bauchmuskeln Aufbau benötigen und ich eine Avocadomaske auflegen sollte.

Wer braucht so was? Wo es so spannende Krimis gibt :freches grinsen:

E-ben! Wenn ich das schon höre: "Beautysünden" - dann könnte ich echt k***.

Ich bin sogar Extremistin und schminke mich wirklich nie und halte mich auch nicht an Kleidungskonventionen - trotzdem bin ich bislang ziemlich erfolgreich im Job und überhaupt im Leben. Komisch, oder? Könnte natürlich daran liegen, dass ich mir meine Anregungen, mich zu verbessern, ggf. doch lieber in der Unibibliothek hole als in einer Frauenzeitschrift :freches grinsen:
.

Malina70
17.01.2009, 22:22
Also, da wüsste ich aber was Besseres, als mir ausgerechnet durch das Blättern in Frauenzeitschriften Anregungen zu holen, wie ich an mir arbeiten kann. Welcher Ansporn soll das werden? Dünner, anders geschminkt, anders gekleidet?
Das ist genau der Punkt, warum viele Frauen keinen Schritt weiterkommen im Leben, weil sie sich zuviel mit diesem Mist befassen.

Naja, ich habe meinen faulen Samstag heute damit verbracht, die neue Instyle zu lesen, einen literarisch durchaus hochwertigen Roman anzufangen und eine Shakespeare-Verfilmung im Original zu gucken - ich glaue, die Gefahr der Verdummung ist akut noch nicht gegeben :freches grinsen:.

Was ich damit sagen will: ich mag mich der reflexhaften Behauptung, dass Frauen, die überdurchschnittlich viel Zeit und Mühe in ihr Äußeres investieren automatisch für nix anderes mehr Zeit und Energie haben, nicht anschließen.

Warum soll nicht beides möglich sein: maximale mit dem eigenen Wohlbefinden vereinbare Attraktivität UND Erfolg im Beruf und auch sonst im Leben? Ich kenne durchaus Frauen, die das locker vereinbaren, und die imponieren mir eben noch ein bisschen mehr als die nur erfolgreichen.
Auf der anderen Seite ist nicht jede Frau, die auf ihr Aussehen sichtlich nicht viel Mühe verwendet, deshalb automatisch beruflich erfolgreich.

Für mich hat die Beschäftigung mit meinem Aussehen durchaus auch was mit Wertschätzung mir selbst gegenüber zu tun. Ich weiß z.B. dass ich, wenn sich mein Gewicht in einem normalen Bereich bewegt, eine sehr gut proportionierte Figur habe. Und dieses Geschenk der Natur möchte ich wertschätzen, indem ich dafür sorge, dass ich mir nicht so viel Pfunde anfuttere, dass davon nix mehr zu sehen ist. Da habe ich dann selbst das Gefühl, mir nicht mehr gut zu tun.
Genauso bin ich es mir wert, schöne Kleidung zu tragen und mein Gesicht durch dezentes Makeup ins richtige Licht zu rücken.

Und ich muss sagen, seit ich in dieser Hinsicht mehr Sorgfalt auf mich verwende, ist auch mein Selbstbewusstsein deutlich gestiegen. Meiner Erfahrung strahlen Frauen, die sich selbst als attraktiv wahrnehmen etwas aus, dass auch andere dazu bringt, sie attraktiv zu finden. Und diese Attraktivität strahlt oft auch auf das Innere aus.

Manch eine Frau schafft es vielleicht auch so, sich rundherum attraktiv zu fühlen. Aber meiner Erfahrung nach gilt das nicht für die breite Masse. Eine gesunde Mischung aus Selbstakzeptanz trotz kleiner Schönheitsfehler und gezielter Selbstverschönerung scheint mir persönlich der gangbarste Weg zu sein.

Viele Grüße,

Malina

Inaktiver User
17.01.2009, 22:37
Malina,

tolles Posting :blumengabe:, kann Dir nur beipflichten!

In diesem Sinne: "schönes" Wochenende, Orlando

Inaktiver User
18.01.2009, 12:33
Meiner Erfahrung strahlen Frauen, die sich selbst als attraktiv wahrnehmen etwas aus, dass auch andere dazu bringt, sie attraktiv zu finden. Und diese Attraktivität strahlt oft auch auf das Innere aus.

Manch eine Frau schafft es vielleicht auch so, sich rundherum attraktiv zu fühlen. Aber meiner Erfahrung nach gilt das nicht für die breite Masse. Eine gesunde Mischung aus Selbstakzeptanz trotz kleiner Schönheitsfehler und gezielter Selbstverschönerung scheint mir persönlich der gangbarste Weg zu sein.



Absolut. Und dafür braucht man weder Schminke noch Diäten oder "Styling".

Inaktiver User
18.01.2009, 13:29
Ich brauche dafür Schminke, meine Haut sieht "mit" einfach besser aus als ohne. Das ist aber ja individuell sehr verschieden. Ein Pauschalurteil, was frau braucht, um sich wohlzufühlen, kann es da m. M. nach nicht geben.

LG, Orlando

Inaktiver User
18.01.2009, 14:32
Ich brauche dafür Schminke, meine Haut sieht "mit" einfach besser aus als ohne. Das ist aber ja individuell sehr verschieden. Ein Pauschalurteil, was frau braucht, um sich wohlzufühlen, kann es da m. M. nach nicht geben.


Richtig. Aber in Frauenzeitschriften wird das eben gerade NICHT transportiert, dort werden Klischees darüber verbreitet, wie man sich wohlzufühlen hat.

Inaktiver User
18.01.2009, 20:03
... und in den Zeitschriften steht ja nicht, dass wir attraktiv sind, sondern sie geben einem immer das Gefühl, defizitär zu sein, warum sonst müsste man so viel an sich tun, so rein äußerlich. Wenn nicht so viel geredet würde von der Bikinifigur und der Pfirsichhaut, dann würden Frauen vielleicht gar nicht auf die Idee kommen, in Kategorien wie "attraktiv" und "weniger attraktiv" zu denken.

Ich habe gar keine Lust, nach diesem Maßstab zu denken. Ich möchte mich in erster Linie wohl fühlen. Dieses "ich fühle mich jung und attraktiv" ist doch auch nur so eine Masche, mit der Kosmetik verkauft wird. Das ödet mich an!

Malina70
18.01.2009, 20:17
Naja, ich brauche keine Zeitschrift, um zu sehen, dass ich Speckfalten am Rücken, Dellen an den Oberschenkeln und eine fleckige Gesichtshaut an mir nicht schön finde - auch zu Zeiten, wo das außer mir niemand sonst sieht (naja, bis auf das Gesicht).

Da fragt sich doch, was war zuerst da: die Zeitschriften, die lauter bis dato zufriedenen Frauen eingeredet haben, dass sie so wie sie sind unattraktiv sind und mindestens 10 Kilo abnehmen, sich Botox injizieren oder wenigstens Antifaltencremes verwenden sollen, oder die Frauen, die mit sich unzufrieden sind und diese Zeitschriften kaufen, in der Hoffnung, dort gute Tipps zu erhalten.

Dass das mit den Tipps offenbar nicht wirklich funktioniert, sieht man daran, dass dieselben Themen ja immer und immer wiedergekäut werden. Aber ich denke schon, dass der Bedarf zuerst da war.

Ich habe mich viele Jahre so gut wie gar nicht um diese Themen gekümmert, kann aber nicht behaupten, dass ich in der Zeit glücklicher oder zufriedener mit mir selbst war. Ich vermute, dass ich eher dachte, so wie Claudia Schiffer werde ich eh nie aussehen, also lass ich gleich jede Bemühung um mein Äußeres. Heute habe ich ein für mich akzeptables Maß an äußerer Optimierungsarbeit gefunden und finde mich deutlich attraktiver und fühle mich sehr viel wohler in meiner Haut.

Gruß,

Malina

Inaktiver User
19.01.2009, 07:59
Ich habe mich viele Jahre so gut wie gar nicht um diese Themen gekümmert, kann aber nicht behaupten, dass ich in der Zeit glücklicher oder zufriedener mit mir selbst war.

Und bei mir war es andersrum: als ich jünger war, habe ich mich mehr mit diesem Thema beschäftigt und war kein bisschen glücklicher, sondern eher unzufriedener, weil ich natürlich auch mit Schminke nicht wie ein Model aussehe.

Seit ich mich von diesen überzogenen "Forderungen" an das Aussehen von Frauen freigemacht habe, bin ich deutlich glücklicher.

Malina70
19.01.2009, 11:32
Und bei mir war es andersrum: als ich jünger war, habe ich mich mehr mit diesem Thema beschäftigt und war kein bisschen glücklicher, sondern eher unzufriedener, weil ich natürlich auch mit Schminke nicht wie ein Model aussehe.

Seit ich mich von diesen überzogenen "Forderungen" an das Aussehen von Frauen freigemacht habe, bin ich deutlich glücklicher.

Dann geht es uns doch jetzt beiden gut, und das ist doch die Hauptsache :blumengabe:

Gruß,

Malina

Inaktiver User
19.01.2009, 13:17
Also, da wüsste ich aber was Besseres, als mir ausgerechnet durch das Blättern in Frauenzeitschriften Anregungen zu holen, wie ich an mir arbeiten kann. Welcher Ansporn soll das werden? Dünner, anders geschminkt, anders gekleidet?
Das ist genau der Punkt, warum viele Frauen keinen Schritt weiterkommen im Leben, weil sie sich zuviel mit diesem Mist befassen.

:schild genau::allesok:

Vor allem: Das sind eh alles Trugbilder! Alles Photoshop und nix dahinter.

Inaktiver User
19.01.2009, 16:59
Aber ich denke schon, dass der Bedarf zuerst da war.


Das ist ja die große Frage. Und immer die allerbilligste Ausrede, Trash zu produzieren: "Die Leute wollen das so".

Malina70
19.01.2009, 19:01
Das ist ja die große Frage. Und immer die allerbilligste Ausrede, Trash zu produzieren: "Die Leute wollen das so".

Der Umkehrschluss ist, dass die Leute vor sich selbst beschützt werden müssen. Das empfinde ich immer als unterschwellig arrogant. So lange ich selbst entscheiden kann, was ich lese und genügend Auswahl habe, ist mir vollkommen egal, wie viel Trash produziert wird.

För mich sind Modemagazine Micky-Maus-Heftchen für Erwachsene und als solche mag ich sie einfach.

Warum gehört alles, was man selbst nicht mag, immer gleich abgeschafft? Wo bleibt da die Toleranz?

Gruß,

Malina

Inaktiver User
19.01.2009, 22:43
Bin erst spät in diese Diskussion eingestiegen und kann zu diesem Satz nur sagen: Das ist großer Unsinn, wird aber gerne immer weiter verbreitet.

Ich arbeite in einer Position, wo ich dauernd mit Leuten zu tun habe, die "etwas zu sagen haben".
KEINE (!) dieser Frauen ist dünn (im Gegenteil, erfolgreiche Frauen sind oft eher "dicker", jedenfalls nach unseren heutigen verqueren Vorstellungen von dick oder dünn) oder besonders gestylt oder geschminkt. In den wirklich wichtigen Positionen kommt es zwar darauf an, dass die Leute gepflegt sind - wie sie aussehen, ist aber absolute Nebensache.
Beispiel Politik: Guckt euch doch mal die Frauen an, die dort wichtig sind.

Das ist erfreulich! :Sonne: Es gibt dennoch auch die anderen Beispiele..:knatsch: Das heißt, es besteht noch Handlungsbedarf.

Inaktiver User
19.01.2009, 22:49
Gesundheitliche Probleme, die mit Übergewicht einhergehen, sind im Gegensatz zu manch anderen Erkrankungen vermeidbare Probleme. Davor kann man die Augen nicht verschließen. Und trotz aller "Aufklärung" und niedlicher Beschriftungen auf den Lebensmitteln, die einem sagen, wieviel Kalorien drin stecken, ist das Problem ungelöst, nimmt offenbar sogar zu. Warum? Vielleicht, weil die meisten Leute essgestört sind? Weil uns überall Dickmacher auflauern? Weil wir den Spagat zwischen Fitnesswahn und Fast Food nicht aushalten? Weil Lightprodukte das Gegenteil von dem bewirken, was sie versprechen?

Ich halte es ja mit dem Siebeck: Es muss schmecken. Dann muss man die Kalorien auch nicht so genau zählen. Wenn ich mir desssen Rezepte anschaue: An Butter spart er nie. Trotzdem hält er sein Gewicht seit Jahrzehnten.

Bei mir ist es in letzter Zeit sogar ziemlich vom Feinsten, vor allem, was Obst und Gemüse angeht. Wenn man so richtig leckere Bioware hat, vergeht einem der Appetit auf Süßes ganz von selbst.

Die Psyche spielt natürlich auch eine große Rolle. Das mit dem Kummerspeck ist leider sehr wahr. Da muss erst der Kummer weg, bevor es an den Speck geht.

Die gesundheitlichen Probleme sind zu einem geringen Anteil körperlich und hauptsächlich bzw. meistens psychisch (Suchterkrankungen). Daher würde ich Betroffenen keinen Vorwurf machen.
Also ich schau nie, wieviel Kalorien etwas hat. Hab auch nicht so den Plan, wieviel man pro Tag braucht. Da verlass ich mich eher auf meinen Körper.
Bei Essstörungen sehe ich einen Zusammenhang zu dem propagierten Idealbild. Menschen sind unterschiedlich & wenige sind superdünn (wenn sie das sind, ist ja auch ok!). Vor allem Frauen werden von klein auf mit Bildern konfrontiert, wie sie zu sein haben. Weichen sie davon ab (auch ohne unbedingt dick zu sein) wird ihnen suggeriert, sich nicht wohlfühlen zu dürfen. Einige hungern dann & bei anderen schlägt es ins Gegenteil um, gerade wenn das Essen dem Reiz des Verbotenen unterliegt. Es ist nicht einfach, diesen Einflüssen abzusagen. Das Feedback der Umgebung & das Dazugehören-Wollen – was von Malina bereits angesprochen wurde – spielen da schon eine Rolle. Sicherlich gibt es noch sämtliche andere Gründe (…).
Eine ehemalige Freundin von mir, meinte nach einer überwundenen Magersucht, dass Suchterkrankungen im Zusammenhang mit Essen sehr kompliziert seien, da man auch anschließen damit konfrontiert ist.

Inaktiver User
19.01.2009, 22:53
Naja, ich brauche keine Zeitschrift, um zu sehen, dass ich Speckfalten am Rücken, Dellen an den Oberschenkeln und eine fleckige Gesichtshaut an mir nicht schön finde - auch zu Zeiten, wo das außer mir niemand sonst sieht (naja, bis auf das Gesicht).

Da fragt sich doch, was war zuerst da: die Zeitschriften, die lauter bis dato zufriedenen Frauen eingeredet haben, dass sie so wie sie sind unattraktiv sind und mindestens 10 Kilo abnehmen, sich Botox injizieren oder wenigstens Antifaltencremes verwenden sollen, oder die Frauen, die mit sich unzufrieden sind und diese Zeitschriften kaufen, in der Hoffnung, dort gute Tipps zu erhalten.

Dass das mit den Tipps offenbar nicht wirklich funktioniert, sieht man daran, dass dieselben Themen ja immer und immer wiedergekäut werden. Aber ich denke schon, dass der Bedarf zuerst da war.

Ich habe mich viele Jahre so gut wie gar nicht um diese Themen gekümmert, kann aber nicht behaupten, dass ich in der Zeit glücklicher oder zufriedener mit mir selbst war. Ich vermute, dass ich eher dachte, so wie Claudia Schiffer werde ich eh nie aussehen, also lass ich gleich jede Bemühung um mein Äußeres. Heute habe ich ein für mich akzeptables Maß an äußerer Optimierungsarbeit gefunden und finde mich deutlich attraktiver und fühle mich sehr viel wohler in meiner Haut.

Gruß,

Malina

Es gibt Dinge, da kann man nichts dagegen tun. Z. B. Falten kommen halt wenn man älter wird. Salben usw. helfen da nichts, im Gegenteil. ‚Lebensspuren’ würde ich auch nicht gleich so negativ bewerten.

Interessante Frage! Schönheitsideale gab es wohl schon immer. Das aktuelle Ideal für Frauen der Dienstleistungsstaaten stammt – wenn ich mich nicht täusche – aus den 70’gern. In den 20’gern z. B. sollten Frauen nicht so dünn sein. Meine Oma hat erzählt, dass sie sich nicht an den Strand getraut hat, weil sie zu dünn war & ein ’Loch’ zwischen den Beinen hatte. Heute hingegen gilt es als ‚unästhetisch’, wenn sich die Oberschenkel berühren. Auffällig ist, dass zu allen Zeiten Frauen viel nachhaltiger dazu angehalten wurden, auf ihr Äußeres zu achten, sich zu schminken & zu schmücken als Männer. Ich nehme an, dass viele diesbezügliche Bedürfnisse erst geschaffen werden, vor allem, da das Ideal so einheitlich ist. Es untergräbt die Vielfalt & disqualifiziert alles Abweichende. Ansonsten hätte man sämtliche Ideale, die gleichwertig nebeneinander stehen könnten. Kann mir auch schwer vorstellen, dass zu einem gewissen Zeitpunkt, die Mehrheit der Frauen entschieden hat, dass nur noch superdünn ok ist… :wie?:

Ich bin nicht der Meinung, dass Freuen, die sich unter Berücksichtigung des Ideals mit sich selbst befassen, Gefahr laufen zu verblöden. Andererseits gibt es welche, die das ausschließlich tun (das ist dann der Sinn des Lebens) & da wird es bedenklich… Du hast ja, gemäß den Beiträgen, einen guten Weg gefunden. :blume:
Es gab Zeiten, da hab ich etwas mehr getan, auch ohne Frauenzeitschriften, Cremes, Beine rasieren usw. Doch während der Ausbildungzeit sowie in Zeiten, in denen ich mehr körperlich arbeite, schaff ich das nicht so. & finde das auch ok. Deshalb bin ich nicht hässlicher. Ähnlich ist es auf Reisen. Da hat man eben nur, was gerade im Rucksack ist & der soll ja nicht übermäßig schwer sein. Da packt man dann anstelle eines Schminktäschchens & eines weiteren Paars Schuhen schon lieber eine Isomatte & eine Decke ein. & bei solchen Gelegenheiten merkt man, wie belanglos der ganze Schnickschnack ist. Dennoch finde ich es ganz nett, mal zurechtgemacht (allerdings nicht idealtypisch) wegzugehen.
Schminken find ich auch toll. Aber nicht für den Alltag, um was zu verbergen oder etwas hervorzuheben, sondern als Kunstform. Auch bei Mänern!:zwinker:

Inaktiver User
19.01.2009, 23:02
Der Umkehrschluss ist, dass die Leute vor sich selbst beschützt werden müssen. Das empfinde ich immer als unterschwellig arrogant. So lange ich selbst entscheiden kann, was ich lese und genügend Auswahl habe, ist mir vollkommen egal, wie viel Trash produziert wird.

För mich sind Modemagazine Micky-Maus-Heftchen für Erwachsene und als solche mag ich sie einfach.

Warum gehört alles, was man selbst nicht mag, immer gleich abgeschafft? Wo bleibt da die Toleranz?

Gruß,

Malina

Nein! Nichts gegen Trash! Gebe es z. B. Trash- Magazine, die sich mit Belanglosigkeiten befassen & auch Schmink- & Modetipps enthalten, die allerdings sämtliche Typen & auch Männer ansprechen würden, wäre das was Anderes.
Doch das aktuell propagierte Bild untergräbt die Vielfalt, stellt einen Angriff auf die körperliche & psycho-soziale Integrität der Frauen dar & erzeugt Konkurrenzverhalten bzw. verhindert Solidarität unter den Frauen. :knatsch:

Malina70
20.01.2009, 10:36
Es gab Zeiten, da hab ich etwas mehr getan, auch ohne Frauenzeitschriften, Cremes, Beine rasieren usw. Doch während der Ausbildungzeit sowie in Zeiten, in denen ich mehr körperlich arbeite, schaff ich das nicht so. & finde das auch ok. Deshalb bin ich nicht hässlicher. Ähnlich ist es auf Reisen. Da hat man eben nur, was gerade im Rucksack ist & der soll ja nicht übermäßig schwer sein. Da packt man dann anstelle eines Schminktäschchens & eines weiteren Paars Schuhen schon lieber eine Isomatte & eine Decke ein. & bei solchen Gelegenheiten merkt man, wie belanglos der ganze Schnickschnack ist. Dennoch finde ich es ganz nett, mal zurechtgemacht (allerdings nicht idealtypisch) wegzugehen.
Schminken find ich auch toll. Aber nicht für den Alltag, um was zu verbergen oder etwas hervorzuheben, sondern als Kunstform. Auch bei Mänern!:zwinker:

Ich hatte über Weihnachten drei Wochen Urlaub und war in dieser Zeit nicht zu Hause. Da ich keine Lust hatte, alle Tiegelchen und Töpfchen, die ich sonst zur Schönheitspflege benutze, mitzuschleppen und auch mal ausprobieren wollte, wie es ohne geht, habe ich in der ganze Zeit nur die Grundpflege betrieben. Natürlich ging das, aber ich habe auch den Unterschied wahrgenommen und bin jetzt auch wieder froh, mich wieder gemäß meiner Bedürfnisse pflege und schminken zu können.

Wenn ich mich so umschaue, entsprechend die wenigsten Frauen dem von Zeitschriften propagierten Schönheitsideal. Mit der Verhinderung von Vielfalt ist das so eine Sache, die lässt wohl gar nicht verhindern. Und den meisten Frauen ist ja durchaus klar, dass sie dem Ideal nie wirklich entsprechen werden, und sie leben trotzdem recht vergnügt vor sich hin und denken nicht pausenlos an ihre zu dicken Beine oder den zu kleinen Busen.

Für mich stellt ein Ideal, auch in anderen Lebensbereichen, einfach einen Orientierungspunkt dar. Nur weil ich weiß, dass ich es nicht erreichen kann, glaube ich nicht, dass es keinen Zweck hat, in diese Richtung zu streben.

Selbst wenn es keine einzige Frauenzeitschrift mehr gäbe, würden Frauen sich weiterhin mit anderen Frauen vergleichen. Das war auch schon früher so. Und irgendein Ideal besteht ja doch immer, egal wie stark es propagiert wird (siehe das Beispiel von Deiner Oma). In den zwanziger Jahren gab es bei weitem noch nicht die heutige Dominanz der Medien, und trotzdem war irgendwie klar, wie eine Frau idealerweise auszusehen hatte. Vermutlich wurde dünn damals noch eher mit hungrig und arm assoziiert. Meist besteht das Ideal ja in dem, was für viele nicht so leicht erreichbar ist. Wenn Essen im Überfluss vorhanden ist, ist es eben kein Statussymbol mehr, dick zu sein und damit Wohlstand zu demonstrieren.
Alles, was schwer erreichbar ist und nur für eine Minderheit möglich, übt eben auf die Menschen einen Reiz aus, das gilt ja für viele andere Dinge auch und ist ja auch ein Stück weit, Motor unseres Lebens. U.a. deshalb funktioniert ja auch Kommunismus nicht wirklich: die Menschen wollen sich messen, miteinander konkurrieren, sich in ein Sozialgefüge einordnen. Und Männer machen das ebenso wie Frauen, nur eben auf anderen Gebieten.

Ich finde das alles vollkommen okay, so lange es keine krankhaften Züge annimmt. Aber Extreme haben mich in allen Lebensbereichen schon immer abgeschreckt. Ich bin wohl ein überzeugter Durchschnittsmensch (und dabei trotzdem ganz individuell).

Viele Grüße,

Malina

Inaktiver User
20.01.2009, 12:36
Nein! Nichts gegen Trash! Gebe es z. B. Trash- Magazine, die sich mit Belanglosigkeiten befassen & auch Schmink- & Modetipps enthalten, die allerdings sämtliche Typen & auch Männer ansprechen würden, wäre das was Anderes.
Doch das aktuell propagierte Bild untergräbt die Vielfalt, stellt einen Angriff auf die körperliche & psycho-soziale Integrität der Frauen dar & erzeugt Konkurrenzverhalten bzw. verhindert Solidarität unter den Frauen. :knatsch:

Nein, es ist nicht das propagierte Bild, welches uns gegenseitig verrückt und madig macht, es sind wir selber!

Inaktiver User
21.01.2009, 17:33
Eine Freundin von mir will sich einen Schlauchmagen operieren lassen. Hilfe.....ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Ja, sie ist übergewichtig, aber in einem Rahmen, wo ich sagen würde begleitete Ernährungsumstellung und mehr Bewegung ist sicher sinnvoller.

Hilfe, ich hab richtig Angst, dass ihr was passiert dabei, sie wiegt auf 1,70m ca. 110 Kilo. Ja, das ist viel, aber nicht vergleichbar mit den Extrembeispielen, die mal irgendwann mit diesen OP's angefangen haben. Jetzt ist es wohl inzwischen soweit gekommen, dass alle sich wegen jeglichem Zeugs operieren lassen.

Mein Gott!:peinlich:

Ich meine, ich verstehe sie, sie kämpft seit Jahrzehnten mit dem Übergewicht, aber immer auf solche Weisen.

Die letzte Diät war eine Akupunkturdiät. Versteht mich nicht falsch, ich halte Akupuntur für sinnvoll, aber wenn mir dabei einer einen Ernährungsplan mit 350 kcal am Tag aufstellt, dann brauche ich doch, um Himmels Willen keine Nadeln im Ohr, um abzunehmen. Das zog sie einige Monate durch und nahm ca 25 Kilo ab. Heute sind natürlich alle wieder drauf.

Wenn ich ihr nur helfen könnte....:knatsch:

Inaktiver User
21.01.2009, 20:36
Nein, es ist nicht das propagierte Bild, welches uns gegenseitig verrückt und madig macht, es sind wir selber!

Ich glaub, es ist beides. Daher mein Vorschlag (kam aber auch von anderen TE: Orlando, Faltenfrosch,..), da einfach nicht mehr mitmachen.:smile:

Inaktiver User
21.01.2009, 20:50
Eine Freundin von mir will sich einen Schlauchmagen operieren lassen. Hilfe.....ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Ja, sie ist übergewichtig, aber in einem Rahmen, wo ich sagen würde begleitete Ernährungsumstellung und mehr Bewegung ist sicher sinnvoller.

Hilfe, ich hab richtig Angst, dass ihr was passiert dabei, sie wiegt auf 1,70m ca. 110 Kilo. Ja, das ist viel, aber nicht vergleichbar mit den Extrembeispielen, die mal irgendwann mit diesen OP's angefangen haben. Jetzt ist es wohl inzwischen soweit gekommen, dass alle sich wegen jeglichem Zeugs operieren lassen.

Mein Gott!:peinlich:

Ich meine, ich verstehe sie, sie kämpft seit Jahrzehnten mit dem Übergewicht, aber immer auf solche Weisen.

Die letzte Diät war eine Akupunkturdiät. Versteht mich nicht falsch, ich halte Akupuntur für sinnvoll, aber wenn mir dabei einer einen Ernährungsplan mit 350 kcal am Tag aufstellt, dann brauche ich doch, um Himmels Willen keine Nadeln im Ohr, um abzunehmen. Das zog sie einige Monate durch und nahm ca 25 Kilo ab. Heute sind natürlich alle wieder drauf.

Wenn ich ihr nur helfen könnte....:knatsch:

Anscheinend sucht sie den Weg des geringsten Widerstands. Anstatt das Leben & die Ernährung umstellen, eventuelle eine Therapie machen usw., will sie sich mal eben pieksen lassen oder unters Messer legen & dann wird schon alles. Hierfür ist aber Eigeninitiative gefordert & nicht die Verantwortung abzugeben.
Gibt es Berichte über Komplikationen bei solchen OPs? Vielleicht wirkt das ja abschreckend!?
Außerdem wäre es eventuell hilfreich, sich klar zu machen, was am im Leben erreichen möchte (Abgesehen vom Abnehmen), was wichtig ist usw. & sich darauf zu konzentrieren. Sinnvolle Beschäftigungen, mit welchem man sich zu 100 % identifiziert, erreichte Ziele, die Bestätigung & Zufriedenheit vermitteln, können in dem Fall möglicher Weise weiter führen.

Inaktiver User
21.01.2009, 21:36
ja, den gleichen eindruck habe ich halt auch und ich kenne sie auch dafür, sie macht ungerne etwas selber und zieht es auch durch, die verlässt sich lieber auf andere. sie hat es halt gerne bequem. sie hat sich viele erfahrungsberichte von menschen zukommen lassen, die diese op auch gemacht haben. bisher alles positiv ausser ein wenig sodbrennen in den ersten zwei wochen.

mir macht sowas immer sorgen......es ist immerhin eine op, ich finde wir gehen mit sowas heutzutage viel zu leichtsinnig um.

Inaktiver User
25.01.2009, 01:54
HALLO MALINA,

Statistiken zu Essstörungen
(letzte Aktualisierung 22.01.2009)

Statistik - Dimensionen
Deutsche Gesellschaft für Ernährung:

800 000 - 2,7 Mio in BRD ( alte Bundesländer ) essgestört
40 000 - 500 000 in Berlin ( nach der Wende )
90% Frauen 10% Männer ( Tendenz steigend )
von der Gesamtbevölkerung: 10 - 20% Frauen, 5% Männer
20% Magersucht
70% Ess - Brechsucht
10% Ess-Sucht (ab dem 50. Lebensjahr knapp 30% Übergewicht =
15 - 20% über „normal“; nur 1/20stel organisch bedingt )
60 - 80% Grenzverletzungen ( sex. Missbrauch, Gewalt )


Ernährungspsychologisches Institut Göttingen:
• jede 2. Deutsche Frau essgestört, jeder 3. Mensch vorübergehend
• mind. 50% der bis 18 - jährigen Mädchen hat eine oder mehrere Diäten gemacht
• Zitat: Es gibt kaum eine Frau, die auf ganz natürliche Weise mit dem Essen umgehen kann, die keine Waage, keine Diät kennt und isst, worauf sie Appetit hat.
• bereits 1992:
• Über 500 Diäten auf dem Markt = Einstiegsdroge in Ess-Störung
• ca. 75% der Frauen haben Diäterfahrung, mind. 15% machen ständig eine Diät
• 2 von 3 Menschen, denen der Arzt eine Diät verordnet hat, haben nach 7 Monaten ihr altes Gewicht wieder oder gar zugenommen.
Zu Magersucht:

• 10% sterben
• 30% Spontanremission ( Lebensverhältnisse anders )
• 30% Heilung durch Behandlung
• 30% chronisch
• 40% geht in Eß- Brechsucht über
• jeder 7. Jugendliche ist ein Risikofall
Zu Ess - Brechsucht:
anerkanntes Diagnosekriterium ( DSM-III-R ) : mind. 2 Eßanfälle pro Woche über mind. 3 Monate. Seit 1980 als eigenständiges Krankheitsbild anerkannt.

• 60% essen und brechen 1-2mal täglich
• 30% 6mal
• 10% häufiger ( in der Praxis: bis zu 15mal am Tag )
• durchschnittlich dauert es 8 Jahre bis Hilfe in Anspruch genommen wird.
• 20% sind selbstmordgefährdet
• 15% waren vorher magersüchtig
• Männer im kommen ( Homosexuelle, Models, Tänzer, Ringer, etc.
Zu Ess-Sucht:
• bereits 1982 kontrollierten 10% der Frauen ihr Gewicht ständig,
• 30% haüfig
• 30% ab und zu
• 30% nicht

latente Ess-Sucht:

neigen zu Übergewicht, zügeln ihr Essverlangen, daß „normales“ Gewicht gehalten werden kann. Schränkt Lebensqualität massiv ein. Ist der Ess-Brechsucht von der Dynamik her ähnlich = 1mal zuviel schließt mühevolles Fasten an. Bislang kein statistisches Material.

Das klingt nicht so vergnügt… :knatsch:

Inaktiver User
25.01.2009, 02:07
"Für mich stellt ein Ideal, auch in anderen Lebensbereichen, einfach einen Orientierungspunkt dar. Nur weil ich weiß, dass ich es nicht erreichen kann, glaube ich nicht, dass es keinen Zweck hat, in diese Richtung zu streben."

Das kann ich nicht so ganz nachvollziehen. :wie?: Besteht da dennoch die Hoffnung, das jeweilige Ziel zu erreichen? Oder bist Du auf halbem Wege zufrieden?
Ich hab mir noch keine Ziele gesetzt, die ich nicht erreichen kann. Einige hab ich wegen widriger Umstände noch (!) nicht erreicht & das ärgert mich maßlos. :niedergeschmettert: Aber das wird schon.:smile:


"Selbst wenn es keine einzige Frauenzeitschrift mehr gäbe, würden Frauen sich weiterhin mit anderen Frauen vergleichen.
Menschen tendieren dazu, sich zu vergleichen."
Nur muss es bei Frauen immer das Aussehen in solch einer objektivierten Form sein?
"Das war auch schon früher so. Und irgendein Ideal besteht ja doch immer, egal wie stark es propagiert wird (siehe das Beispiel von Deiner Oma). "
Ja, wäre interessant sich mehr damit zu befassen. Nur fehlt mir für Vieles die Zeit...
"In den zwanziger Jahren gab es bei weitem noch nicht die heutige Dominanz der Medien, und trotzdem war irgendwie klar, wie eine Frau idealerweise auszusehen hatte. Vermutlich wurde dünn damals noch eher mit hungrig und arm assoziiert."
Das glaub ich auch.
"Meist besteht das Ideal ja in dem, was für viele nicht so leicht erreichbar ist. Wenn Essen im Überfluss vorhanden ist, ist es eben kein Statussymbol mehr, dick zu sein und damit Wohlstand zu demonstrieren."
Interessanter Gedankengang! :blume: Stimmt ich bin in einem Land aufgewachsen, wo Lebensmittel sehr knapp waren. Da hat man häufig Säuglinge mit Vitaminpillen gefüttert. Dicke Kinder galten als Symbol der Durchsetzungsfähigkeit der Eltern bei der Nahrungsbeschaffung. Meine haben davon zum Glück abgesehen.:ooooh: Dennoch haben sie sowie das Umfeld mich damit geärgert, dass ich zu dünn sei & sich für mich geschämt.
Andererseits ist das Ideal der superschlanken, gestylten Frau in osteuropäischen Ländern zurzeit prägnanter als in Deutschland. Obwohl es den Leuten dort materiell nicht zu gut geht. :wie?: Vielleicht liegt das daran, dass in diesen Staaten z. T. überholte westliche Werte imitiert werden (?).
"Alles, was schwer erreichbar ist und nur für eine Minderheit möglich, übt eben auf die Menschen einen Reiz aus, das gilt ja für viele andere Dinge auch und ist ja auch ein Stück weit, Motor unseres Lebens. U.a. deshalb funktioniert ja auch Kommunismus nicht wirklich: die Menschen wollen sich messen, miteinander konkurrieren, sich in ein Sozialgefüge einordnen. Und Männer machen das ebenso wie Frauen, nur eben auf anderen Gebieten."
Stimmt! Nur bin ich, ebenso wie viele Andere bereits davor, zu dem Schluss gekommen, dass es nur unterschiedliche Interessen gibt – in Bezug auf welche sich Leute natürlich auch messen & vergleichen – ganz unabhängig vom Geschlecht. Die Zuschreibung von Rollen mit den dazugehörigen Verhaltensweisen und Präferenzen ist ein Konstrukt. Selbst will ich das tun, was mir gefällt, ganz gleich ob es in ein Klischee passt oder nicht.

"Ich finde das alles vollkommen okay, so lange es keine krankhaften Züge annimmt. Aber Extreme haben mich in allen Lebensbereichen schon immer abgeschreckt. Ich bin wohl ein überzeugter Durchschnittsmensch (und dabei trotzdem ganz individuell)." :blumengabe:
Manchmal finden andere meine Vorstellungen & Lebensweisen extrem, ganz im Gegensatz zu mir. Ich will stattdessen nur möglichst ungehindert leben, ebenso wie viele andere Leute auch.

Gruß!

Saranya

Inaktiver User
25.01.2009, 02:19
mir macht sowas immer sorgen......es ist immerhin eine op, ich finde wir gehen mit sowas heutzutage viel zu leichtsinnig um.

Lässt sie sich nicht abbringen?
Ich weiß nicht viel über die OP. Aber ist es nicht so, dass dieses ganze Konstrukt platzen kann, wenn man mal ‚zu viel’ isst? :ooooh:

Siiri
25.01.2009, 15:59
also zuerst muss ich sagen: die Frage wieso man abnimmt ist sicher interessant. Ich zum eispiel möchte wirklich nur abnehmen, weil ich meinen Körper fest und schlank hübschwer finde. Ich bin jetzt nicht übergewichtig, war es noch nie und möchte auch nicht untergewichtig sein - aber so 12 kg weniger wären trotzdem nett.

Das man allerdings abnimmt wenn man nur nicht drüber nachdenkt und normal isst, kann ich nicht unterschreiben. zumindest funktioniert das nicht bei jedem. Ich war immer recht schlank und habe irgendwann zugenommen. Ich habe sicher nicht gerade gesund gegessen, aber auch nicht nur ungesund. ich habe eben einfach gegessen was mir geschmeckt hat, nicht übermäßig viel aber auch sicher nicht wenig. Dazu kommt der Studenten-bedingte Alkoholkonsum. Ich bin wirlich sehr ausgelastet mit meinem Studium, und auch keine Stress-Esserin oder sonst was. ich habe eine glückliche Beziehung und liebe Fastfood - das reicht um zuzunehmen, glaub mir ^^

Ich wiege 78kg bei 184 cm Größe. Das ist mir persönlich zu viel. Ich fühle mich Massig - ich wiege ja Größenbedingt schon mehr und 78 kg sind nunmal 78 kg, egal auf wieviel Fläche sie sich auch verteilen. Natürlich ist meine Vorstellung von Schönheit durch unsere Gesellschaft geprägt, das ist bei jedem Menschen so. Aber das ändert ja nichts daran, dass ich mich schlanker wohler fühle. Vielelicht nicht mehr 57 kg - wie zu meinen Magerzeiten in der Pubertät (bin sehr schnell gewachsen), aber so 65 kg wären schon ganz nett. Und natürlich spielen auch andere Menschen eine Rolle - ich möchte hübsch sein, vor mir selbst und vor anderen. schön bin ich, das weiß ich. ich mag mich gerne. aber attraktiv ist nochmal ein Thema für sich. Attraktiv heißt unter anderem für die meisten menschen auch schlank. so auch für mich. ich finde daran nichts verwerfliches. Wobei ich eindeutig sagen muss, dass schlank nicht dürr heißt und ich auch Fraun attraktiv finde, die ein bisschen speck um die hüften haben - aber mit weniger ists eben doch noch hüscher :)

Inaktiver User
26.01.2009, 10:02
Lässt sie sich nicht abbringen?
Ich weiß nicht viel über die OP. Aber ist es nicht so, dass dieses ganze Konstrukt platzen kann, wenn man mal ‚zu viel’ isst? :ooooh:

Naja, eigentlich kann ein Magen nicht platzen, man müsste zum Aufreissen eines Magens schon soviel einfüllen, dass vorher bereits alle Organe zerquetscht würden. Ist also in dem Sinne unmöglich.

Es ist ja kein "Konstrukt", sondern halt im Grund nur eine vertikale Verkleinerung des Magens, die natürlich dauerhaft ist und irreversibel (was ich schlimm finde!). Ich könnte mir höchsten vorstellen, dass die Naht aufreissen könnte, was aber wohl bisher noch nie passiert ist, wo wie ich gelesen habe.

Ich fürchte ich kann sie ncht abhalten, am meisten macht mir die OP an sich Sorgen und auch die langfristige Zukunftssicht. Was ist, wenn sie mal so krank wird, dass sie schnell abnimmt durch Krankheit, dann bräuchte sie eigentlich einen ausreichend großen Magen, um ihr Gewicht halten zu lönnen. Ich hoffe auch, dass dfie Abnahme nicht zu schnell von statten geht, immerhin will sie auf 70 Kilo runter, ein Gewicht, was ihr Körper noch nie hatte (ausser als kleines Kind).
Ich hab einfach Angst, dass sie sich schadet und mache mir SOrgen. Aber diese Seite will sie weder hören noch sehen.:knatsch:

Inaktiver User
26.01.2009, 10:04
Ich wiege 78kg bei 184 cm Größe. Das ist mir persönlich zu viel. Ich fühle mich Massig - ich wiege ja Größenbedingt schon mehr und 78 kg sind nunmal 78 kg, egal auf wieviel Fläche sie sich auch verteilen. Natürlich ist meine Vorstellung von Schönheit durch unsere Gesellschaft geprägt, das ist bei jedem Menschen so. Aber das ändert ja nichts daran, dass ich mich schlanker wohler fühle. Vielelicht nicht mehr 57 kg - wie zu meinen Magerzeiten in der Pubertät (bin sehr schnell gewachsen), aber so 65 kg wären schon ganz nett.

Du weißt schon, dass 65 kg bei 1,84 m untergewichtig sind? Kann es sein, dass Du eine sehr verschobene Wahrnehmung hast? Pass bitte auf Dich auf, DU bist jetzt absolut normalgewichtig und hast einen Traum BMI !!!!! Setz Deine Gesundheit nicht auf's Spiel!

Schimmelreiterin
26.01.2009, 19:04
Ich wiege 78kg bei 184 cm Größe. Das ist mir persönlich zu viel. [...] aber so 65 kg wären schon ganz nett.

Ich möchte mich da eigentlich auch nicht groß einmischen, aber ich sehe das ähnlich wie Chickenwings... Ich wiege bei 1,63 um die 60-65 (keine Waage), Du bist 20cm größer!


Natürlich ist meine Vorstellung von Schönheit durch unsere Gesellschaft geprägt, das ist bei jedem Menschen so. Aber das ändert ja nichts daran, dass ich mich schlanker wohler fühle.

Stimmt.
Meine persönlichen Beweggründe, eine normale Figur zu haben, sind jedoch erstmal die Tatsache, dass mir gesundes Essen einfach so viel besser schmeckt als Fast Food oder Süßkram.
Mit gesunder Ernährung kommt man halt auf eine gesunde Figur :smile: womit wir schon bei dem zweiten Grund sind: Übergewicht verfettet halt die Organe und Übergewicht isst man/frau sich ja auch gerne durch ungesundes Zeug an, das muss wegen mir nicht sein :zwinker:

Ästhetische Gründe spielen bei mir eher eine untergeordnete Rolle: ich hatte auch schon leichtes Übergewicht und habe mich genauso wohl gefühlt (Mit dem gesünderen Essen hat sich die Figur eher automatisch verändert).

Ich finde die Antworten, die man erhält, wenn man die Leute fragt, weshalb sie gerne gertenschlank wären, zeugen meistens davon, dass ihre Vorstellungen von schönem Aussehen schon sehr stark geprägt sind.
Dagegen (gegen das "prägen") lässt sich tatsächlich nicht viel machen, denn so wachsen wir nun mal auf, aber ich finde, man kann es mit einem gesunden Maß Selbstbewusstsein, Kritik und Menschenverstand :smile: dagegen "wehren" (wehren deshalb, weil einige der Ideale meiner Meinung nach halt doch relativ... verzeiht - bescheuert sind :freches grinsen: ).

Stimme übrigens größtenteils mit saranya, Orlando und faltenfrosch überein.

Auf mehr Intelligenz und eigene Meinung :Sonne:

Inaktiver User
28.01.2009, 03:21
Naja, eigentlich kann ein Magen nicht platzen, man müsste zum Aufreissen eines Magens schon soviel einfüllen, dass vorher bereits alle Organe zerquetscht würden. Ist also in dem Sinne unmöglich.

Es ist ja kein "Konstrukt", sondern halt im Grund nur eine vertikale Verkleinerung des Magens, die natürlich dauerhaft ist und irreversibel (was ich schlimm finde!). Ich könnte mir höchsten vorstellen, dass die Naht aufreissen könnte, was aber wohl bisher noch nie passiert ist, wo wie ich gelesen habe.

Ich fürchte ich kann sie ncht abhalten, am meisten macht mir die OP an sich Sorgen und auch die langfristige Zukunftssicht. Was ist, wenn sie mal so krank wird, dass sie schnell abnimmt durch Krankheit, dann bräuchte sie eigentlich einen ausreichend großen Magen, um ihr Gewicht halten zu lönnen. Ich hoffe auch, dass dfie Abnahme nicht zu schnell von statten geht, immerhin will sie auf 70 Kilo runter, ein Gewicht, was ihr Körper noch nie hatte (ausser als kleines Kind).
Ich hab einfach Angst, dass sie sich schadet und mache mir SOrgen. Aber diese Seite will sie weder hören noch sehen.:knatsch:

Danke für die Erklärung!:blumengabe:

Hier kann man noch was lernen.

Hatte heute einen echt miesen Tag & kein Bock zu arbeiten. Hab dann bisschen gegoogelt & u. a. das hier gefunden.

„Was ist die Magenverkleinerung (Magenschlauch)?

Bei der Magenverkleinerung wird der große gewölbte Magenteil, in dem das Hungerhormon produziert wird, durch einen chirurgischen Eingriff entfernt. Der restliche Magen wird also zu einem Schlauch geformt. Diese Operation zwingt den Patienten zur Reduktion des Nahrungsvolumens und dadurch auch zur Gewichtsabnahme, ohne unter großem Hunger leiden zu müssen. In dem entfernten Magenteil werden Verdauungshormone gebildet, die für das Hungergefühl verantwortlich sind (Hungerhormon Ghrelin). Nach der Operation empfindet der Patient bei der Reduktionsdiät also keinen „Heißhunger“. Die Magenverkleinerung gehört zu der restriktiven Bariatrie (schränkt das Nahrungsvolumen ein).“


Das hört sich schon krass an! Ohne medizinische Notwendigkeit so einen Eingriff vornehmen zu lassen & dann soll auch noch das Hungergefühl weg sein… Von der Endgültigkeit mal ganz abgesehen...:ooooh:

Hab mal bei einem Medizinlexikon mitgearbeitet & das war echt schrecklich. Was es nicht alles für furchtbare Erkrankungen gibt. Hab danach Wochenlang Albträume gehabt. Kann es nicht nachvollziehen, dass Leute sich freiwillig unter’s Messer legen. Die plastische ästhetische Chirurgie hat bei Rekonstruktionen nach Unfällen oder schweren Krankheiten durchaus ihre Berechtigung & dann zahlt auch die Kasse.

Ein Grund zur Besorgnis ist so ein Vorhaben auf jeden Fall… Weiß leider nicht, was man da machen kann. Es ist ja ihre Entscheidung…:wie?:
Oder vielleicht mag sie im Vorfeld ein therapeutisches Gespräch führen?

Inaktiver User
28.01.2009, 03:46
HALLO SIRI,

Musste erst mal rechnen… Falls ich mich nicht vertan habe, bist Du mit den Daten schlank. Das Du Dich „massig“ fühlst, kann ich Dir nicht absprechen. Nur liegt das gewiss nicht an zuviel Gewicht sondern an einer Irritation der Wahrnehmung. Das finde ich, ebenso wie Chickenwings & Schimmelreiterin, etwas bedenklich….





Natürlich ist meine Vorstellung von Schönheit durch unsere Gesellschaft geprägt, das ist bei jedem Menschen so.

Genau das meinte ich mit den negativen Auswirkungen durch das propagierte Ideal. Nämlich dass es u. a. die Selbstwahrnehmung von Frauen irritiert & es verhindert, dass sie sich wohl fühlen. Stattdessen quälen sie sich mit Dingen, die im Grunde kein Problem darstellen sollten, aber dadurch äußerst problematisch werden.

Das ist nicht bei allen Menschen so! Nicht in meinem Bekanntenkreis & auch hier haben sich einige UserInnen zu Wort gemeldet, bei denen es nicht so ist.

Inaktiver User
28.01.2009, 04:15
Hallo Schimmelreiterin,

mit Deinem Beitrag stimme ich voll überein.



I

Meine persönlichen Beweggründe, eine normale Figur zu haben, sind jedoch erstmal die Tatsache, dass mir gesundes Essen einfach so viel besser schmeckt als Fast Food oder Süßkram.

Ästhetische Gründe spielen bei mir eher eine untergeordnete Rolle: ich hatte auch schon leichtes Übergewicht und habe mich genauso wohl gefühlt (Mit dem gesünderen Essen hat sich die Figur eher automatisch verändert).



Das meinte ich auch mit der nicht vorhandenen Notwendigkeit von Diäten. Mit einer gesunden Ernährung sowie mit der Konzentration auf andere Lebensbereiche stellt sich das Wohlfühlgewicht von selbst ein.

Allerdings esse ich hin wieder Süßkram & Sachen, die vielleicht nicht so gesund sind. Da will ich mir keine Zwänge antun, wenn ich Lust dazu habe. Aber übermäßig ist das nicht.
Da mache ich mir z. B. bei Sahnetorte eher die Gedanken um die gequälten Kühe & bei Schokolade um die Kinder, die zur Kakaoernte gezwungen werden usw. :smirksmile: :niedergeschmettert:
Ausschließlich Fair Trade ist ein weit in der Zukunft liegendes Ziel meiner Finanzplanung. :knatsch:

Inaktiver User
28.01.2009, 09:07
@ saranya.

Das blöde ist, sie hat bereits Therapeutengespräche, weil sie versuchen will, dass die Krankenkasse einen Teil der Kosten übernimmt.:peinlich: Die lehnt es aber bisher strikt ab mit der Begründung, dass es halt nicht lebensnotwendig sei (was ja auch stimmt) und es gesündere Formen von Diäten gäbe.

Sie selber arbeitet in der Medizin, weiß also genau, was da auf sie zukommt, von den ca. 6000 Euro Kosten mal ganz abgesehen. Ich fürchte, ich kann sie nicht davon abbringen.:knatsch:

Inaktiver User
29.01.2009, 19:21
Da kann man nichts machen.
Dennoch ist das schwer nachzuvollziehen. Vor allem da sie einen guten Job hat & auch bestens über das Thema Bescheid weiß...

Wie geht es Dir?
Ich hoffe, Du musst nicht hungern & auch nicht neue Klamotten kaufen!:blume:

Gruß! Saranya

Schimmelreiterin
29.01.2009, 19:54
Allerdings esse ich hin wieder Süßkram & Sachen, die vielleicht nicht so gesund sind. Da will ich mir keine Zwänge antun, wenn ich Lust dazu habe. Aber übermäßig ist das nicht.

Yep, wann immer ich mir Zwänge auferlegt habe, hat das mein Wohlbefinden beeinträchtigt und das war natürlich ganz und gar nicht meine Intention.

Gegen eine leckere Tafel Bio Schokolade habe ich gar nichts, im Gegenteil :freches grinsen:


Da mache ich mir z. B. bei Sahnetorte eher die Gedanken um die gequälten Kühe & bei Schokolade um die Kinder, die zur Kakaoernte gezwungen werden

Weise Worte :wangenkuss:

Auf der Arbeit heute hat auch so ein Strich in der Landschaft einer anderen Diättipps gegeben, à la bis zum Mittag "normal" essen und ab dann nichts mehr :knatsch: Carpe Diem! Wenn ich am nächsten Tag von einem Auto überfahren werde, will ich bis zu meiner letzten Sekunde ein zufriedenes Leben gehabt haben und das habe ich mit Hunger nicht :knatsch: Leute gibts...

Ich denke auch bzw. ich würde sogar rigoros behaupten, dass die Aussagen à la "Aber ich tue es für mich, ich fühle mich mit so dünn besser" schlichtweg von einer (meiner Meinung nach) schlichtweg falschen Idealen und anzuzweifelnden Wertvorstellungen zeugen...

Inaktiver User
29.01.2009, 21:37
Da kann man nichts machen.
Dennoch ist das schwer nachzuvollziehen. Vor allem da sie einen guten Job hat & auch bestens über das Thema Bescheid weiß...

Wie geht es Dir?
Ich hoffe, Du musst nicht hungern & auch nicht neue Klamotten kaufen!:blume:

Gruß! Saranya

Ich hab meine Diät schon längst wieder drangegeben.:knatsch: Ich habe jetzt mehr als vorher. Aber nur ein Kilo in drei Wochen harter Diät,. das macht mein Geduldsfaden nicht mit. Noch passen die KLamotten.:freches grinsen:

Malina70
07.02.2009, 08:57
Auf der Arbeit heute hat auch so ein Strich in der Landschaft einer anderen Diättipps gegeben, à la bis zum Mittag "normal" essen und ab dann nichts mehr :knatsch: Carpe Diem! Wenn ich am nächsten Tag von einem Auto überfahren werde, will ich bis zu meiner letzten Sekunde ein zufriedenes Leben gehabt haben und das habe ich mit Hunger nicht :knatsch: Leute gibts...

Ich denke auch bzw. ich würde sogar rigoros behaupten, dass die Aussagen à la "Aber ich tue es für mich, ich fühle mich mit so dünn besser" schlichtweg von einer (meiner Meinung nach) schlichtweg falschen Idealen und anzuzweifelnden Wertvorstellungen zeugen...

Ich vermute, man kann sich das Essen auch schlichtweg abgewöhnen. Seine Befriedigung zieht man dann vermutlich daraus, shoppen zu gehen und in Klamöttchen in Size Zero zu passen.

Mir ist da Essen unterm Strich doch noch lieber. Und hungern tu ich freiwillig schon gar nicht.

Trotzdem geb ich gerne zu, dass ich mich einigermaßen schlank (d.h. ohne sichtbare Speckfalten und hervorstehenden Bauch) schlicht weg schöner finde. Und ich möchte Kleidung auch lieber danach aussuchen, was mir gefällt und nicht danach, wo ich reinpasse, ohne wie Presswurst auszusehen.

Wenn mir aber eine durchschnittlich große Frau sagt, dass sie sich nur in Größe 34 wohlfühlt, dann stimmt in der Tat was mit der Selbstwahrnehmung nicht.

Viele Grüße,

Malina

Inaktiver User
08.02.2009, 23:58
Trotzdem geb ich gerne zu, dass ich mich einigermaßen schlank (d.h. ohne sichtbare Speckfalten und hervorstehenden Bauch) schlicht weg schöner finde. Und ich möchte Kleidung auch lieber danach aussuchen, was mir gefällt und nicht danach, wo ich reinpasse, ohne wie Presswurst auszusehen.

Viele Grüße,

Malina

:blumengabe:

Na klar. Dass man Aussehen nicht zum einzigen Lebensinhalt machen soll, heißt im Umkehrschluss nicht, sich total gehen zu lassen.

Inaktiver User
09.02.2009, 00:00
Y
Ich denke auch bzw. ich würde sogar rigoros behaupten, dass die Aussagen à la "Aber ich tue es für mich, ich fühle mich mit so dünn besser" schlichtweg von einer (meiner Meinung nach) schlichtweg falschen Idealen und anzuzweifelnden Wertvorstellungen zeugen...

Das denke ich auch öfter. Nur tue ich mir schwer, direkt etwas dazu zu sagen, weil ich damit den Betreffenden die Fähigkeit zur eigenen Wahl abspreche. Schwierig so was…:wie?:

Malina70
09.02.2009, 09:22
Hallo saranya,

Gewicht ist halt in jeder Hinsicht ein heikles und emotional besetztes Thema.

Da gibt es die Superdünnen, die sich mit 100 Gramm mehr auf der Waage schon unwohl fühlen und trotzig behaupten, sie würden ja sooo viel essen und eben am liebsten Salat ohne Dressing und den auch nur vor 16 Uhr, weil sie danach ja überhaupt keinen Hunger mehr hätten.

Und auf der anderen Seite die Dicken, die sich im Wortsinn rundum wohlfühlen mit ihren Pfunden und ebenso trotzig behaupten, eben Genussmenschen zu sein, einen schweren Knochenbau zu haben, etc.

Im Grunde überkommt mich in beiden Fällen der Verdacht, dass da kein gesundes Selbstbild hintersteckt. Aber wie will man das nachweisen. Ich hab mir abgewöhnt, dazu etwas zu sagen. Ich kann nur auf mich selbst schauen und für mich festlegen, wo meine Grenzen sind. Also welches Gewicht möchte ich nicht überschreiten und wieviel Verzicht ist mit meiner Vorstellung von Lebensqualität noch vereinbar.

Gruß,

Malina