PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wann sind Kinder eigentlich alt genug, dass man...



Inaktiver User
30.12.2008, 07:05
... mit den Eltern wieder "was anfangen" kann? Damit meine ich gemeinsame Unternehmungen ohne die Kinder, Ausgehen, aber vor allem Gespräche, die sich nicht nur um Windeln drehen oder durch Erdmüdungserscheinungen der Eltern arg getrübt werden.
Hintergrund: Bei mir im Freundeskreis haben jetzt fast alle Kinder (von noch ungeboren bis ca. 2/3 Jahre) und mir fehlen meine Freunde einfach.
Ehrenpreis

Inaktiver User
30.12.2008, 07:34
Abgesehen davon, dass bestimmt noch Antworten kommen wie "es kommt auf die Eltern an" und dass man mit manchen Eltern die ganze Zeit was anfangen kann, und mit anderen solange nicht, bis die Kleinen endlich ausgezogen sind....

meine grobe Angabe: zwischen 4 und 5 gehts wieder los

Inaktiver User
30.12.2008, 07:51
Ich weiß, Studentin, diese Art von Antworten - und vielleicht auch der (ungerechtfertigte) Vorwurf der Kinderfeindlichkeit ist in solchen Strängen absehbar...
Jedenfalls gibst Du mir Hoffnung!:blumengabe:

greta1
30.12.2008, 08:35
Halllo Ehrenpreis, ich kenne das. Sobald man etwas in dieser Richtung äußert, wird man gleich in die Ecke "Kinderfeind" gestellt. :wie?:

Meine Erfahrung: Spätestens mit der Einschulung wird das besser, hängt aber vom Typ Muttertier ab. Es gibt auch einige (wenige), die nicht total abdrehen, sobald sie Kinder bekommen. Andere geben sich selbst total auf und haben dementsprechend keine anderen Themen mehr - jammern aber dann rum, dass sie selbst irgendwie nicht mehr wahrgenommen werden... :gegen die wand: :gegen die wand: :gegen die wand:

Naja, kennst Du ja sicherlich. Ich hatte da irgendwann keine Lust mehr drauf, mich zu ärgern und habe mich zurückgezogen. Jetzt, nach ein paar Jahren und ein bis vielen Kindern, gibt es wieder einigermaßen normalen Kontakt.

By the way: Auslöser des Rückzuges war ein Frauenabend, auf dem die ersten zwei Stunden nur und ausschließlich über den Nachwuchs geredet wurde. Als ich dann irgendwann sagte, meine Waschmaschine sei kaputt und ich mit der Suche nach einer neuen beschäftigt und ob mir wer nen Tipp geben könnte, kam nur: "Ja, wenn Du erstmal Kinder hast, dann musst Du viel waschen! Also ich wasche jeden Tag Babysachen und blablablubb... Neulich hat xy ihre neue Hose mit xyz beschmiert..." Damit war das Thema dann durch und ich bin gegangen. :heul:

Ich habe auch einfach keine Lust (mehr), mich dafür zu rechtfertigen, warum Kinder für mich kein abendfüllendes Thema sind. Ich finde es rücksichtslos - bei allem Verständnis dafür, wie toll und intensiv der andere das empfindet - andere Personen mit einem Thema zuzuquatschen, das ihn nicht oder nur sehr wenig interessiert. Das ist dann so wie die fünfstündige Diashow bie Onkel Herbert über die Fauna in Ostafrika. :schlaf gut: Ich könnte auch stundenlang von meiner Fellnase erzählen, tue es aber nicht, wenn ich weiß, dass andere sich nicht so sehr dafür begeistern können. Man merkt das ja auch an den Rückfragen, die da kommen oder auch nicht. Aber das war ja gar nicht Deine Frage.

Mein Rat: Lass sie, Du wirst es eh nicht ändern. Eltern können da manchmal nicht aus ihrer Haut, und das meine ich nicht böse! Ist doch toll, wenn sie sich um den Nachwuchs kümmern und sich Gedanken machen. Nur halt nicht kompatibel zu Dir und wahrscheinlich deren früherem Leben. Faszinierend finde ich vor allem, dass gerade die, die vorher immer gesagt haben, dass sie so NIIIIEEE werden wollen, komplett mutieren... :ooooh: Da hilft wirklich nur abwarten und evtl. neue Freunde/Bekannte daten.

Schöne Grüße
Greta

Inaktiver User
30.12.2008, 10:55
meine grobe Angabe: zwischen 4 und 5 gehts wieder los

Das kann ich aus eigener Erfahrung in meinem Umfeld bestätigen. Wobei ich die Beobachtung gemacht habe, dass speziell Mütter, die relativ schnell wieder angefangen haben zu arbeiten, weniger monothematisch ausgerichtet waren als jene, die sich jahrelang ausschließlich der Kindererziehung gewidmet haben.

Disclaimer: (bevor jetzt gleich wieder jemand die PC-Keule schwingt) Nein, ich halte Fulltimemütter nicht für verblödete Heimchen am Herde, habe aber die persönliche Erfahrung gemacht, dass die mehrjährige, ausschließliche Beschäftigung mit Kleinstkindern vielfach wenig Raum und Zeit für andere Interessen lässt.

Gruß, Spellbound

PS: @Greta -> solche Erfahrungen habe ich auch gemacht, da war dann irgendwann einfach keine gemeinsame Basis mehr da und die Wege haben sich getrennt. Sind glücklicherweise Einzlfälle, mit dem Rest meiner Freundinnen und Bekannten gabs diesbezüglich nie Probleme. Die wissen, dass ich an stundenlangen Monologen über ihren Nachwuchs nicht interessiert bin und respektieren das. Für reine Müttergespräche gibts ja jede Menge andere Mütter, die da auch viel kompetenter und interessierter sind, als ausgerechnt die eine kinderlose Freundin. So halte ich es mit Gesprächen über meinen Hund im übrigen auch:freches grinsen:

moderncountry
30.12.2008, 22:32
... mit den Eltern wieder "was anfangen" kann? Damit meine ich gemeinsame Unternehmungen ohne die Kinder, Ausgehen, aber vor allem Gespräche, die sich nicht nur um Windeln drehen oder durch Erdmüdungserscheinungen der Eltern arg getrübt werden.
Hintergrund: Bei mir im Freundeskreis haben jetzt fast alle Kinder (von noch ungeboren bis ca. 2/3 Jahre) und mir fehlen meine Freunde einfach.
Ehrenpreis


Das kann ich gut verstehen, Ehrenpreis, obwohl ich aus der anderen Perspektive spreche. Und ich muss ehrlich sagen, ich danke denen, die meinen, wenn die Kinder 4-5 sind, wird es anders. Darauf hoffe ich. Denn ich bin Vollzeitmutter, tue dies auch gerne, aber es gibt in meinen Augen nichts Schlimmeres, als sich an einem "freigekämpften" Abend mit einer Freundin nur über die Kinder zu unterhalten.
Ich bin beileibe keine Übermutter, stelle aber leider fest, dass die Betreuung meistens allein meine Sache ist und ich Himmel und Hölle in Bewegung setzen muss, wenn ich mal ohne Kinder etwas unternehmen will. Ich würde liebend gerne häufiger einen Frauenabend machen und das auf jeden Fall ohne Kinderthemen! Bin doch froh, einmal über etwas anderes zu reden. Und wenn du ein Bild sehen willst: Sorry, die bleiben zuhaus!:zwinker:

Grüße von
mc

Inaktiver User
30.12.2008, 23:46
Ich habe dieselbe Erfahrung wie Spellbound gemacht. Frauen, die schnell in den Beurf zuürckgekehrt sind, sind meistens etwas schneller dran als diejenigen, die sich ausschließlich ihren Kindern für mehrere Jahre widmen. Und dann kommt es auch ein wenig auf den Partner an, ob es z.B. auch für den kein Problem ist, mal eine Weile auf die Kinder aufzupassen, wenn die Mutter mal alleine weggehen möchte. Es gibt auch Frauen, die sehr in ihrer Mutterrolle aufgehen und da muss man eben auch loslassen und erkennen, dass sich die Wege trennen. Auch ich als Mutter musste das schmerzlich erfahren. Aber da lässt sich wohl nichts dran ändern.

Inaktiver User
08.01.2009, 00:49
Wann sind Kinder alt genug, dass man mit den Eltern wieder was anfangen kann ?
Gibt nach meiner Erfahrung kein Alter der Kinder, wo man mit den Eltern nix anfangen kann. Man könnte (bitte den Konjunktiv beachten !) mit Eltern zu jedem Alter der Kinder was anfangen; die Eltern müssen es nur wollen bzw. zulassen wollen. Darin sehe ich eher das Problem. Ich habe selbst die Erkenntnis gezogen, dass es sich einfach manchmal nicht lohnt, extra den Aufwand einer Kinderbetreuung zu organisieren, nur um mal weg gehen zu können. Da wägt man als Eltern (Mutter oder Vater - ist völlig egal) halt viel genauer ab, was man so machen möchte, und ob es sich lohnt dahingehend zu organisieren. Spontanes Weggehen ist bissi schlecht - Kind(er) können nicht einfach so alleine daheim gelassen werden. Allerdings hab ich selbst (habe zwei Kinder) dann eher meine Kids mitgeschleppt, als entweder zu verzichten oder sie halt betreuen zu lassen. Kam auch immer drauf an, wohin man wollte, da manches doch nicht so geeignet für Kinder ist.
Unabhängig wie vor der Elternschaft ist man eigentlich erst wieder, wenn die Kids selbst anfangen auszugehen - also wenn sie so ca. 14 Jahre alt sind (ab da ist ja dann auch schon einiges für die Kids bzw. Teens selbst erlaubt).
Im Übrigen war und bin ich immer der Meinung, dass es nichts gibt (oder nur wenig), was nicht auch mit Kindern geht. Falls es jemanden in unserem Bekanntenkreis störte, dass unsere Kids anwesend waren / sind - der war meist die längste Zeit unserer Bekannter. Zudem hat mich selbst dann auch manchmal eher gestört, dass sofort über Kinder und Kinderthemen gesprochen wurde, wenn jemand raus bekam, dass wir Eltern sind. Das enttäuschte mich eher, da ich lieber auch mal über alles mögliche und nicht nur immer über die lieben Kleinen reden möchte. Ich bin schliesslich nicht "das Mutti" sondern auch noch mein eigener Mensch. :smirksmile:

Grüßle von Snow.

caschuer
09.01.2009, 18:52
Mal abgesehen davon, dass ich auch meiner kinderlosen Freundin mein Herz ausschütten möchte, wenn mit dem Wurm was nicht läuft, werde ich aber auch weiterhin mit ihr lästern.
Vielleicht liegt das aber auch daran, dass ich zu der Gruppe berufstätiger Mütter gehöre, wo der Vater die Kinderbetreuung übernimmt.
Ich werde mich aber hier korrigieren, wenn ich nicht mehr lästern mag :smirksmile:

Inaktiver User
09.01.2009, 20:05
Aber ist Dir das wirklich mit derselben Konzentration wie vorher möglich? Mal im Ernst: Wenn ich mit meinem besten Freund telefoniere, ihm ein Problem auseinanderklamüsere (das über die Haltbarkeit von drei Nagellackschichten als Beispiel hinausgeht), dreimal das Kind 2 dazwischenschreit ode er aufspringen muss, weil Kind 2 halt gerade wieder spielend Chaos veranstaltet hat - dann bin ich raus aus dem Problem. Dann habe ich irgendwann auch keine Lust mehr. Und weil Kinder in einem bestimmten Alter eben besonders "fordernd" sind, sind die Eltern eben meist auch besonders müde und weniger offen für etwas, was darüber hinausgeht. Da gibt es sicherlich Ausnahmen, aber das liegt doch auf der Hand.
Kind 1 geht jetzt zur Schule, da geht es. Das trifft sich ja auch mit dem, was einleitend gesagt wurde.
Ehrenpreis

rofl
09.01.2009, 21:07
tagsüber telefonieren ist mit mir (kind 5 monate alt) in der tat manchmal schwierig. wenn der kleine brüllt, verstehe ich mein eigenes wort nicht mehr und meine konzentration auf probleme anderer art läßt etwas nach :freches grinsen:

wenn ich abends weggehe, mein mann ist beim kleinen zu hause, dann bin ich nicht anders als "vor kind" und selbiges ist nur thema,wenn meine freunde mich nach ihm fragen.

Inaktiver User
09.01.2009, 21:44
...wenn Du es schaffst, wegzugehen, dann ist das ja schön! Ich habe auch eine Freundin, der das gelingt. Warum vermehrt Ihr Euch nicht einfach?:zwinker:
Ehrenpreis

Chaoshexe
09.01.2009, 22:07
... mit den Eltern wieder "was anfangen" kann? Damit meine ich gemeinsame Unternehmungen ohne die Kinder, Ausgehen, aber vor allem Gespräche, die sich nicht nur um Windeln drehen oder durch Erdmüdungserscheinungen der Eltern arg getrübt werden.
Hintergrund: Bei mir im Freundeskreis haben jetzt fast alle Kinder (von noch ungeboren bis ca. 2/3 Jahre) und mir fehlen meine Freunde einfach.
Ehrenpreis


DAS kommt auf die Eltern an und sonst auf nichts.
Bei mir selbst ist es nun schon etliche Jahre her das ich in der Situation war Alles planen zu müssen um auch ein Leben ausserhalb der Mutterschaft führen zu können, aber es ist definitiv möglich.

Generell kann ich sagen das ich so ungefähr nachdem ich meine Tochter abgestillt hatte (also in unserm Fall kurz vor ihrem zweiten Geburtstag) wieder zu Allem in der Lage war.
Allerdings muss ich anmerken das ich meine Tochter schon 10 Tage nach ihrer Geburt zu allem mitnahm was ich machte, eben auch auf Party´s bei Menschen die einen ruhigen Raum zur Verfügungen hatten in dem ich das Kind dann zum schlafen legen konnte.

Ausser in die Disco habe ich meine Tochter überall mitgenommen und somit war ich weitestgehend frei im Handeln und auch was Treffen mit andern Menschen (auch Menschen ohne Kinder) angeht.

Und ausserdem gibt es Babysitter, ich habe schon nach 3 Monaten wieder angefangen aktiv zu tanzen (draussen meine ich jetzt, Kurse ect. Feiern) und dann musste eben der Vater ran, bzw. Babysitter,denn da ging nix mit mitnehmen und ich wollte es auch nicht, das war meine "Insel" der Freiheit ohne Kind.

Habe aber auch Mütter kennengelernt die dann auf einmal NUR noch Mutter waren und leider auch kein anderes Thema als Kinder, Kinder und nochmal Kinder hatten:knatsch:nervig und tut bestimmt auch den Kids nicht gut.

Allerdings sollte auch nicht vergessen werden wie schnell sie dann groß sind und dann sehnst du dich als Elternteil danach das dein Kind mal Zeit beansprucht:smirksmile:dies allen mitlesenden Müttern von Kleinkindern sie werden Teens und die sind dann eher weniger zugänglich.

ES kommt auf deine Bekannten an, wenn sie sich nur noch über Elternschaft definieren und somit für keine Aktivitäten ect. zu gebrauchen musst du dir wohl für dies andere Freunde suchen.

Es ist nichts für die Ewigkeit, auch Freundschaften können auseinanderdriften, nicht nur durch Elternschaft, auch durch andere Dinge .....

Chaoshexe

rofl
10.01.2009, 08:49
...wenn Du es schaffst, wegzugehen, dann ist das ja schön! Ich habe auch eine Freundin, der das gelingt. Warum vermehrt Ihr Euch nicht einfach?:zwinker:
Ehrenpreis

oh ja, ich hab ein mädel im bekanntenkreis - ne ganz liebe und patente person, intelligent und alles - die ist das erste lebensjahr ihres sohnes nicht von seiner seite gewichen :ooooh:
die gibt's - aber das ist nicht mein ding.
(inzwischen, der kleine ist 1,5, nimmt sie auch wieder am kindlosen sozialen leben teil.)

ganz ehrlich: wenn das roflchen NUR MICH als bezugsperson hätte, könnte ich für seine geistige unversehrtheit nicht garantieren, und das wollen wir doch nicht :zwinker:


ps: wir haben uns doch schon vermehrt! :zwinker:

rofl
10.01.2009, 08:50
Es ist nichts für die Ewigkeit, auch Freundschaften können auseinanderdriften, nicht nur durch Elternschaft, auch durch andere Dinge .....



das ist allerdings sehr sehr wahr.