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catze
18.12.2008, 14:36
hallo :)

Ich muss eine Erörterung über zeitlos gültige Erkenntnisse klassischer Literatur schreiben, mit beispielen aus Goethes Faust I und Die Leiden des jungen W..

Leider habe ich keinerlei Ideen, darum bitte ich um eure Hilfe!

Habt ihr Argumente zu diesem Thema ?

Ich hoffe ihr könnt mir helfen :S

schonmal vielen dank!

kathi

Inaktiver User
18.12.2008, 17:45
...
Hmmm... zeitlos gültig zu Faust?

"Wer sich mit dem Teufel einlässt, bekommt irgendwann mächtig Ärger!"

Zeitlos gültig zu Werther?

"Liebeskummer lohnt sich nicht, my darling..."

Nix für ungut, das fiel mir spontan dazu ein. :zwinker:

Inaktiver User
20.12.2008, 09:23
Dazu muss man ers mal einige Definitionen sammeln:

zeitlos gültige Erkenntnisse
Beispiele für zeitlos gültige Erkenntnisse sind des Satz des Pythagoras:
Der Satz des Pythagoras ist einer der fundamentalen Sätze der euklidischen Geometrie. Er besagt, dass in allen ebenen rechtwinkligen Dreiecken die Summe der Flächeninhalte der Kathetenquadrate gleich dem Flächeninhalt des Hypotenusenquadrates ist. Als Gleichung ausgedrückt lautet er
Rechtwinkliges Dreieck

a2 + b2 = c2,

wobei a und b wie im Bild rechts für die Längen der am rechten Winkel anliegenden Seiten, der Katheten, stehen und c die Länge der dem rechten Winkel gegenüberliegenden Seite, der Hypotenuse, darstellt.
oder Platos Aussage: "Ich denke, also bin ich"
oder vielleicht Gretchens Aussage: "Am Golde hängt, nach Golde drängt doch alles, ach wir Armen"


klassischer Literatur
Mehrere Kunstepochen wurden klassisch genannt:

* Deutsche Literatur des hohen Mittelalters von ca. 1180 bis 1300
* Französische Klassik (17. Jh. bis ca. 1715), in der französischen Literatur
* Wiener Klassik (ca. 1780–1827), eine Stilrichtung der Musik
* Weimarer Klassik (um 1800), in der deutschen Literatur
* Populäre Klassik, ein Genre der Popmusik
* (leichte) indische Klassik (seit dem 16./17. Jh. nordindisch: Hindustani, südindisch: Carnatic)

Mit Goethe könnte man vermuten, dass die Weimarer Klassik gemeint wäre, doch die bezieht sich nur auf Musik (was zeitlose Erkenntnisse nicht ausschließt, z.B. in Harmonielehre).


Faust I Mich hat im Faust beeindruckt, wie er erkennt, dass er, obwohl er alles zu wissen scheint, was man in seiner Zeit wissen kann, feststellt, "so klug als wie zuvor" zu sein.
Damit drückt er aus, dass das Wesentliche innerhalb einer Dimension nicht erkannt werden kann, was mitunter auch als Ursache Gottes genannt wird (allerdings nicht im Faust)

Gerade das, nämlich die Zuhilfenahme einer anderen Dimension außer der Raumzeit, wird von Materialisten aufs Peinlichste bekämpft.
Aus ihrer Sicht hat ein Gedanken oder eine Idee keine Existenz, so lange nicht ein Hirn da ist, welches ihn denkt.
Also sind Bücher nur Spuren auf Papier, welche eines lebendigen oder digitalen Umsetzers bedürfen in eine andere Form gebracht zu werden und nur in Hirnen sind Bücher Gedanken.
Das steht auch nicht im Faust, ist aber in der Aussage "so klug als wie zuvor" hochkomprimiert enthalten.


Die Leiden des jungen W.. Was jetzt: Die neuen Leiden des jungen W. (http://de.wikipedia.org/wiki/Die_neuen_Leiden_des_jungen_W.) oder die Leiden des jungen Werthers (http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Leiden_des_jungen_Werther) von J.W.v.Goethe?
Kürzest mögliche weise zusammenfassende Erkenntnis der Leiden des jungen Werthers könnte etwa sein: "Wir begehren immer am meisten, was wir am wenigsten haben können."
Weniger weise wäre die Erkenntnis: Wenn man nicht bekommt was man will, ist es am besten zu sterben.

Jedenfalls aus der Sicht der Evolution wäre letzteres keine Erfolg versprechende Erkenntnis.

Vielleicht kannst Du damit ja was anfangen.