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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rückfall!!!



dascha80
15.11.2008, 10:56
Hallo liebe Mitleser,

Seit zwei Jahren rauchte ich nur noch mehr oder weniger gelegentlich, meist zum Alkohol bzw. Wein trinken. Jetzt versuche ich seit sechs Wochen ernsthaft(ich möchte es wirklich) aufzuhören, auch mit "rauchfrei online". Erst schaffte ich es zwei Wochen, dann an einem We-Abend rauchte ich einfach wieder. Der Wein legt mein Über-ich lahm und alle Vorsätze sind hin. Jetzt habe ich es wieder über eine Woche geschafft, doch gestern bin ich wieder (wegen Wein) rückfällig geworden. Bin enttäuscht von mir, gebe aber nicht auf. Schließlich hätte ich nie gedacht,dass es so einfach wird. Also am Tage habe ich überhaupt kein Problem damit. Ich darf wohl nicht mehr trinken:wie?: , nix mehr!!!Wie macht Ihr das ? Werdet ihr auch mal rückfällig? Macht Ihr weiter? Ich fühl mich soooo schwach gerade.

Opelius
15.11.2008, 11:09
Die Schwierigkeit beim Rauchen ist wohl, entweder man ist nikotinsüchtig, dann braucht man die Nikotinpflaster, oder Rauchen ist eine Angewohnheit, die an bestimmte Situationen gekoppelt ist:
Dein Beispiel, Du rauchst gerne beim Weintrinken, andere müssen zu ihrem Kaffee rauchen, andere müssen nach dem Essen rauchen.

Andere koppeln ihr Rauchen an bestimmte streßauslösende Momente: Wartezeiten, nach schwierigen Gesprächen, abgeschlossene Aufgaben (endlich gebügelt).

Dir wird nichts anderes übrig bleiben, genau zu ermitteln, welche anderen Genussmittel und andere auslösende Momente an Dein Rauchen gekoppelt sind. Und die wirst Du zukünftig vermeiden müssen. (schwierig für nachdemEssenraucher).

dascha80
15.11.2008, 11:15
genau! aber das ist halt schwierig, alles einzuschränken. ich muss aber sagen, dass ich früher zu jeder gelegenheit, welche du beschreibst, geraucht habe und dieses gut abgewöhnen konnte. bei mir ist nur noch der wein übrig. den muss ich wohl streichen...

Karla48
15.11.2008, 11:23
Genau, so sehe ich das auch. Du mußt dann eben eine Weile auf Wein verzichten. Vielleicht kannst Du einfach in Zukunft (für ein paar Wochen) mit dem Auto fahren, dann hast Du eine Motivation, nüchtern zu bleiben. Wenn Du den Fahrer für Deine Freundinnen machst, dann hast Du eine noch stärkere Motivation. Denn die willst Du wahrscheinlich nicht enttäuschen, sondern zuverlässig sein.

Es gibt doch in den Bars so obercoole alkoholfreie Cocktails, schön mit Sahne oder Ananas oder so...vielleicht kannst Du so etwas auch genießen für den Übergang.

Genau dieses Verändern von Gewohnheiten ist für mich das Herausfordernde am Aufhören: Man stellt sein Leben in diverser Hinsicht um. Und das ist erstmal anstrengend. Man sucht es sich ja auch nicht alles so bewußt aus vorher, sondern merkt eben erst im Verlauf der ersten Wochen, wie alles zusammenhängt, und in welchen Situationen man gefährdet ist.

Laß Dich auf jeden Fall nicht entmutigen durch den kleinen Rückfall. Nimm dein Ziel wieder ins Visier und starte einfach wieder neu durch. Es geht ganz vielen Leuten so, daß sie mal umkippen, steinige Dich nicht dafür. Mach es einfach nochmal von vorne. Diesmal wird es leichter, weil Du einigen "Fallen" bewußt aus dem Weg gehen kannst. Bestimmt!

Liebe Grüße
Karla

Sylvana
15.11.2008, 21:26
Ich glaube, es klappt einfach nicht, bevor nicht ein bestimmter Schalter im Gehirn umgelegt ist.

Selbst habe ich lange Zeit meines Lebens 40 pro Tag geraucht, auf die ich auch - ungeachtet aller Gesundheitsapostel - niemals verzichten wollte.

Meine Versuche aufzuhören, kann ich eigentlich nicht mehr zählen, es gab immer wieder einen Grund, erneut zu beginnen.

Irgendwann hatte ich die Nase voll, ich wollte keine Rückfälle mehr, ich wollte meine Ruhe haben. Zu dieser gehörte definitiv auch nicht der Hype um Champix und die Berichte der Leute, die das einnehmen, denn das war für mich keine Alternative.

Also begann ich am 25. November 2007 mit dem Entzug. Es war recht einfach, da ich vom Kopf her nicht mehr wollte. Klar, es gab Situationen, da vermisste ich die Zigarette - anfangs sucht man ja noch nach Gründen, die ich bei den Versuchen zuvor auch immer fand.

Nun wird es bald ein Jahr, eigentlich war die Geschichte recht unspektakulär.

Ich vergaß zu erwähnen, dass ich mit jemandem zusammenwohne, der täglich knapp zwei Päckchen Tabak raucht und das überall - in der ganzen Wohnung. Ein militanter Nichtraucher bin ich also auch nicht geworden und zicke auch nicht herum, weil hier nach wie vor geraucht wird.

Schließlich war ich selbst lange genug rücksichtsloser Raucher und habe das nicht vergessen.

Nur selbst rauchen möchte ich wirklich nicht mehr.

Alles Gute!

Gruß Sylvana

nici1978
16.11.2008, 21:06
Nabend Zusammen

Ich habe nun 13 Jahre geraucht und vor 3 Tagen gesagt jetzt ist Schluss nun wollen wir der Lunge doch mal was gutes tun:Sonne:

Ich würde nicht sagen das mein Körper danach verlangt sondern ehr mein Kopf der in manchen Situartionen es garnicht anders kannte wie zb nachdem essen eine rauchen oder nach der Badewanne eine rauchen usw. Die alt bekannte Gewohnheit eben.

Nun ja ich sage mir wer es wirklich will und den Willen hat so schwer wie es einem auch fällt lässt es sein.Ein Grund von mir war damit schluss zu machen weil ich eine Diagnose bekam die damit zusammen hängen *kann* nicht muss aber *kann*.Und glaubt mir es ist alles andere als leicht aber versucht euren schweinehund zu überwinden und ihr merkt tag für tag fühlt Ihr euch besser:freches grinsen:

MFG Nici